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Lernen und Schlaf

Schlaf ist für uns Menschen so wichtig wie die Luft zum Atmen. Ein gesunder
Schlaf ist Voraussetzung für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Das
Gehirn nutzt den Schlaf, um zuvor Gelerntes dauerhaft abzuspeichern.

Für das Gedächtnis ist der Schlaf in den ersten 20 Stunden nach dem Lernen
entscheidend. Wer viel und regelmäßig lernen muss sollte sich an folgenden
Lernplan halten. Am besten lernt man vormittags. Abends vor dem Zubettgehen
unbedingt das Wesentliche nochmals wiederholen und dann lange und tief
schlafen.

Regeneration im Schlaf

Im Schlaf sind die meisten körperlichen und geistigen Funktionen auf


Sparflamme gesetzt. Die Körpertemperatur geht leicht zurück, Blutdruck und
Puls gehen zurück, die Muskulatur erschlafft, der Körper entspannt. Der Schlaf
kann in drei Schlafphasen eingeteilt werden, die sich nachts mehrmals
wiederholen.

Fünf bis sechs Stunden sind das Minimum für eine optimale Gedächtnisbildung.
Daneben empfiehlt es sich, nicht mit vollem Magen zu Bett zu gehen. Nikotin
und Alkohol sind tabu. Je leerer der Magen, desto besser die Lernleistung im
Schlaf.

Zu einem erholsamen Schlaf gehört auch ausreichend Sauerstoff. Fehlt der,


erwacht man am nächsten Morgen mit Kopfschmerzen. Zudem sollte man auf
die der Jahreszeit entsprechende Bettwäsche achten.

Tiefschlaf fördert die Gedächtnisbildung

Wenn Ihr Gedächtnis nachlässt, kann schlechter Schlaf dafür die Ursache sein.
Bei Schlafstörungen sind in der Regel die Tiefschlafphasen beeinträchtigt, die
besonders wichtig sind für die Verfestigung von erworbenem Wissen. Kürzere
bzw. unterbrochene Tiefschlafphasen beeinträchtigen folglich das Gedächtnis.
Mit zunehmendem Alter sind die Tiefschlafphasen weniger intensiv. Junge
Menschen besitzen einen Tiefschlafanteil von bis zu 20 Prozent. Ab etwa 60
Jahre geht dieser Anteil auf bis zu 5 Prozent zurück.

Viele Menschen sind von Schlafstörungen betroffen, wodurch die


Gedächtnisbildung beeinträchtigt wird. Die Gründe für Schlafstörungen sind
vielfältig: Stress, psychische Erkrankungen, Schmerzen, hormonelle Störungen,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schichtdienst, Medikamente und eine mangelhafte
Schlafhygiene (Helligkeit im Schlafraum oder Nachtlärm) sind nur einige
Faktoren, die den Schlaf der Ü60-jährigen erheblich stören können. Ein Defizit
an B-Vitaminen kann ebenfalls der Auslöser sein. Sie sind wichtig für den
Stoffwechsel und bei einem Mangel kann es zu Erschöpfung, Appetitlosigkeit,
Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit und eben auch zu Schlafstörungen
kommen. Vitaminpräparate, die Abhilfe schaffen, sind in der Apotheke erhältlich.
Alternativ können pflanzliche Mitteln wie Baldrian, Passionsblume, Lavendel
oder der Essenz von Hanfsamen (CBD-Tropfen), welche bei vielen Menschen
mit Schlafstörungen immer beliebter werden, ausprobiert werden. Diese Mittel
haben allesamt beruhigende Eigenschaften und können für einen tiefen Schlaf
förderlich sein.

Wer ohnehin zu Ein- oder Durchschlafstörungen neigt, sollte alle elektronischen


Geräte aus dem Raum verbannt werden, da auch sie Schlafstörungen
unterstützen oder sogar auftreten lassen. Insbesondere Fernseher und
Smartphone haben im Schlafzimmer nichts zu suchen. Des Weiteren sollte auch
stundenlanges Grübeln vor dem Einschlafen über Stress im Alltag vermieden
werden.

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