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Taufe des Herrn1 I TDH1

Lesejahr A:

1. Lesung: Jes 42, 5a. 1-4. 6-7


2. Lesung: Apg 10, 34-38
Evangelium: Mt 3, 13-17

Lesejahr B:

1. Lesung: Jes 42, 5a. 1-4. 6-7


(oder Jes 55, 1-11)
2. Lesung: Apg 10, 34-38
(oder 1 Joh 5, 1-9)
Evangelium: Mk 1, 7-11

Lesejahr C:

1. Lesung: Jes 42, 5a. 1-4. 6-7


(oder Jes 40, 1-5. 9-11)
2. Lesung: Apg 10, 34-38
(oder Tit 2, 11-14; 3, 4-7)
Evangelium: Lk 3, 15-16. 21-22

1
Empfehlung zur Feier der Liturgie: Präfation: MB 73f („Taufe des Herrn“); eigener Einschub für die
Hochgebete II und III; Feierlicher Schlußsegen: zusammengesetzt aus MB 552 („Im Jahreskreis VI“) und 542f
(„In der Osterzeit“)
zu Beginn:

Das Fest der Taufe Jesu bestätigt:

Jesus ist der Sohn Gottes.

Wir haben uns beim Betreten der Kirche


an die Taufe erinnert.

Durch sie sind (- auch -) wir ein Gotteskind.

Wir sind hineingenommen in


(- den auch heute lebendigen -) Christus
- in seinen Leib, die Kirche.

Jesus lebt - in den Kindern


- aber auch in uns, den Erwachsenen.
Kyrie:

I.

V: Herr Jesus Christus, du hast „wie wir als Mensch gelebt,


in allem uns gleich, außer der Sünde.“2

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

V: Du hast die Taufe des Johannes gewürdigt.3

(gesungen:) V: Christus, erbarme dich unser.


A: Christus, erbarme dich unser.

V: Durch deinen Geist und das Feuer der Liebe


gehören wir dem Gottesreich an.

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

oder:

II.

2
MB 505
3
vgl. Mt 3, 13-17
V: Herr Jesus Christus, du hast „wie wir als Mensch gelebt,
in allem uns gleich, außer der Sünde.“4

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

V: Du bist der geliebte Sohn,


an dem der Vater Gefallen gefunden hat.5

(gesungen:) V: Christus, erbarme dich unser.


A: Christus, erbarme dich unser.

V: Durch deinen Geist und das Feuer der Liebe 6


- durch dich - sind (- auch -) wir Gottes Kinder7
und Erben seines Reiches.8

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

oder:

III.

4
MB 505
5
vgl. Mt 3, 17
6
vgl. Mt 3, 11; Lk 3, 16
7
vgl. Röm; 8, 14. 16; Phil 2, 15
8
vgl. Röm Eph 1, 10f; Tit 3, 7; Jak 2, 5
V: Herr Jesus Christus, du hast „wie wir als Mensch gelebt,
in allem uns gleich, außer der Sünde.“9

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

V: Du bist der geliebte Sohn,


an dem der Vater Gefallen gefunden hat.10

(gesungen:) V: Christus, erbarme dich unser.


A: Christus, erbarme dich unser.

V: Durch Feuer und Geist11 - durch dich -


sind auch wir Söhne und Töchter
des uns liebenden Vaters.12

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

oder:

IV.

9
MB 505
10
vgl. Mt 3, 17
11
vgl. Mt 3, 11; Lk 3, 16
12
vgl. Röm 8, 14. 16f
V: Herr Jesus Christus, du hast „wie wir als Mensch gelebt,
in allem uns gleich, außer der Sünde.“13

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

V: Du bist der geliebte Sohn,


an dem der Vater Gefallen gefunden hat.14

(gesungen:) V: Christus, erbarme dich unser.


A: Christus, erbarme dich unser.

V: Durch dich sind auch wir Gottes Kinder15


und Erben seines Reiches.16

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

13
MB 505
14
vgl. Mt 3, 17
15
vgl. Röm; 8, 14. 16; Phil 2, 15
16
vgl. Röm Eph 1, 10f; Tit 3, 7; Jak 2, 5
KYRIELITANEI17
NACH DER MELODIE GL 495 oder GLÖ 163

V: Herr Jesus,
Johannes hat dir den Weg bereitet:
A: Kyrie, eleison.
V: Er rief die Menschen zur Umkehr:
A: Kyrie, eleison.

V: Herr Christus,
du ließest dich im Jordan taufen:
A: Christe, eleison.
V: Der Geist kam auf dich herab wie eine Taube:
A: Christe, eleison.

V: Herr Jesus,
an dir hat der Vater Gefallen gefunden:
A: Kyrie, eleison.
V: Durch dich sind wir berufen, ewig zu leben:
A: Kyrie, eleison.

17
T: Pfarrer Dr. Georg Pauser, Wien 2016: Pauser G., Lieder und Gebete über 1000. Zusammengestellt und
teilweise überarbeitet von Pfarrer Dr. Georg Pauser. Pfarre St. Georg - Kagran. 2. verbesserte und erweiterte
Auflage, Wien 2017; M:Josef Seuffert 1963, Kyrie III Vat. XVI; O: GL 495 oder GLÖ 163
Tagesgebet:

„Allmächtiger, ewiger Gott,


bei der Taufe im Jordan
kam der Heilige Geist
auf unseren Herrn Jesus Christus herab,
und du hast ihn
als deinen geliebten Sohn geoffenbart.
Gib,
daß auch wir,
die aus dem Wasser und dem Heiligen Geist
wiedergeboren sind,
in deinem Wohlgefallen stehen
und als deine Kinder
aus der Fülle dieses Geistes leben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.“18

18
MB 72
ERSTE LESUNG vgl. Jes 42, 5a. 1-4. 6-7
(Kurzfassung)

Lesung aus dem Buch Jesaja.

„So spricht Gott, der Herr:

Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze;


das ist mein Erwählter,
an ihm finde ich Gefallen.

Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt,


er bringt den Völkern das Recht.

Er schreit nicht und lärmt nicht


und läßt seine Stimme nicht auf der Straße erschallen.

Das geknickte Rohr zerbricht er nicht,


und den glimmenden Docht löscht er nicht aus;
ja, er bringt wirklich das Recht.

Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen,


bis er auf der Erde das Recht begründet hat.

Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen,


ich fasse dich an der Hand.

Ich habe dich geschaffen und dazu bestimmt,


der Bund für mein Volk und das Licht für die Völker zu sein:
blinde Augen zu öffnen, Gefangene aus dem Kerker zu holen
und alle, die im Dunkel sitzen, aus ihrer Haft zu befreien.“19

Wort des lebendigen Gottes.

19
vgl. Jes 42, 5a. 1-4. 6-7
ERSTE LESUNG Jes 42, 5a. 1. 4a. 6-7
(Kurzfassung der Kurzfassung)

Lesung aus dem Buch Jesaja.

„So spricht Gott, der Herr:

Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze;


das ist mein Erwählter,
an ihm finde ich Gefallen.

Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt,


er bringt den Völkern das Recht.

Er wird nicht müde und bricht nicht zusammen,


bis er auf der Erde das Recht begründet hat.

Ich, der Herr, habe dich aus Gerechtigkeit gerufen,


ich fasse dich an der Hand.

Ich habe dich geschaffen


und dazu bestimmt,
der Bund für mein Volk
und das Licht für die Völker zu sein:
blinde Augen zu öffnen,
Gefangene aus dem Kerker zu holen
und alle, die im Dunkel sitzen,
aus ihrer Haft zu befreien.“20

Wort des lebendigen Gottes.

20
Jes 42, 5a. 1. 4a. 6-7
B: ODER ERSTE LESUNG Jes 55, 1-11

Lesung aus dem Buch Jesaja.

„Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser!


Auch wer kein Geld hat, soll kommen.
Kauft Getreide, und eßt,
kommt und kauft ohne Geld,
kauft Wein und Milch ohne Bezahlung!

Warum bezahlt ihr mit Geld,


was euch nicht nährt,
und mit dem Lohn eurer Mühen,
was euch nicht satt macht?

Hört auf mich,


dann bekommt ihr das Beste zu essen
und könnt euch laben an fetten Speisen.

Neigt euer Ohr mir zu, und kommt zu mir,


hört, dann werdet ihr leben.

Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen


gemäß der beständigen Huld, die ich David erwies.

Seht her: Ich habe ihn zum Zeugen für die Völker gemacht,
zum Fürsten und Gebieter der Nationen.

Völker, die du nicht kennst, wirst du rufen;


Völker, die dich nicht kennen, eilen zu dir,
um des Herrn, deines Gottes, des Heiligen Israels willen,
weil er dich herrlich gemacht hat.
Sucht den Herrn, solange er sich finden läßt,
ruft ihn an, solange er nahe ist.

Der Ruchlose soll seinen Weg verlassen,


der Frevler seine Pläne.

Er kehre um zum Herrn, damit er Erbarmen hat mit ihm,


und zu unserem Gott; denn er ist groß im Verzeihen.

Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,


und eure Wege sind nicht meine Wege - Spruch des Herrn.

So hoch der Himmel über der Erde ist,


so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege
und meine Gedanken über eure Gedanken.

Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt
und nicht dorthin zurückkehrt,
sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt,
wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen,
so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verläßt:
Es kehrt nicht leer zu mir zurück,
sondern bewirkt, was ich will,
und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.“21

Wort des lebendigen Gottes.

21
Jes 55, 1-11
B: ODER ERSTE LESUNG vgl. Jes 55, 1-3b. 6-11
(Kurzfassung)

Lesung aus dem Buch Jesaja.

Auf, ihr Durstigen, kommt alle zum Wasser!


Auch wer kein Geld hat, soll kommen.
Kauft Getreide, und eßt,
kommt und kauft ohne Geld,
kauft Wein und Milch ohne Bezahlung!

Warum bezahlt ihr mit Geld,


was euch nicht nährt,
und mit dem Lohn eurer Mühen,
was euch nicht satt macht?

Hört auf mich,


dann bekommt ihr das Beste zu essen
und könnt euch laben an fetten Speisen.

Neigt euer Ohr mir zu, und kommt zu mir,


hört, dann werdet ihr leben.

Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen.

Sucht den Herrn, solange er sich finden läßt,


ruft ihn an, solange er nahe ist.

Der Ruchlose soll seinen Weg verlassen,


der Frevler seine Pläne.

Er kehre um zum Herrn, damit er Erbarmen hat mit ihm,


und zu unserem Gott; denn er ist groß im Verzeihen.
Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und eure Wege sind nicht meine Wege - Spruch des Herrn.

So hoch der Himmel über der Erde ist,


so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege
und meine Gedanken über eure Gedanken.

Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt
und nicht dorthin zurückkehrt,
sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt,
wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen,
so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verläßt:
Es kehrt nicht leer zu mir zurück,
sondern bewirkt, was ich will,
und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe.“22

Wort des lebendigen Gottes.

22
vgl. Jes 55, 1-3b. 6-11
C: ODER ERSTE LESUNG vgl. Jes 40, 1-5. 9-11

Lesung aus dem Buch Jesaja.

„Tröstet, tröstet mein Volk,


spricht euer Gott.

Redet Jerusalem zu Herzen und verkündet der Stadt,


dass ihr Frondienst zu Ende geht,
dass ihre Schuld beglichen ist;
denn sie hat die volle Strafe erlitten
von der Hand des Herrn für all ihre Sünden.

Eine Stimme ruft:


Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste!
Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott!

Jedes Tal soll sich heben, jeder Berg und Hügel sich senken.
Was krumm ist, soll gerade werden,
und was hüglig ist, werde eben.

Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn,


alle Sterblichen werden sie sehen.
Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.

Steig auf einen hohen Berg, Zion, du Botin der Freude!


Erheb deine Stimme mit Macht, Jerusalem, du Botin der Freude!
Erheb deine Stimme, fürchte dich nicht!
Sag den Städten in Juda: Seht, da ist euer Gott.

Seht, Gott der Herr, kommt mit Macht,


er herrscht mit starkem Arm.
Seht, er bringt seinen Siegespreis mit:
Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her.

Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide,


er sammelt sie mit starker Hand.
Die Lämmer trägt er auf dem Arm,
die Mutterschafe führt er behutsam.

Wort des lebendigen Gottes.


C: ODER ERSTE LESUNG vgl. Jes 40, 1-5. 9-11
(Kurzfassung)

Lesung aus dem Buch Jesaja.

„Tröstet, tröstet mein Volk,


spricht euer Gott.

Redet ihm zu Herzen und verkündet,


daß sein Frondienst zu Ende geht,
daß alle Schuld beglichen ist.

Eine Stimme ruft:

Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste!


Baut in der Steppe eine ebene Straße für unseren Gott!

Jedes Tal soll sich heben,


jeder Berg und Hügel sich senken.
Was krumm ist, soll gerade werden,
und was hüglig ist, werde eben.

Dann offenbart sich die Herrlichkeit des Herrn,


alle Sterblichen werden sie sehen.
Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.

Seht, da ist euer Gott.

Gott, der Herr, kommt mit Macht,


er herrscht mit starkem Arm.
Er bringt seinen Siegespreis mit:
Alle, die er gewonnen hat, gehen vor ihm her.

Wie ein Hirt führt er seine Herde zur Weide,


er sammelt sie mit starker Hand.
Die Lämmer trägt er auf dem Arm,
die Mutterschafe führt er behutsam.“23

Wort des lebendigen Gottes.

23
vgl. Jes 40, 1-5. 9-11
ANTWORTPSALM Ps 29, 1-2. 3ac-4
(Kurzfassung)

KV: GL 529/5; andere Melodie: GLÖ 53; T 2061

K: „Hört auf die Stimme des Herrn,


verschließt ihm nicht das Herz.“
A: „Hört auf die Stimme des Herrn,
verschließt ihm nicht das Herz.“

V: Bringt dar dem Herrn, ihr Himmlischen,


bringt dar dem Herrn Lob und Ehre!
Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens
werft euch nieder vor dem Herrn in heiligem Schmuck!

A: „Hört auf die Stimme des Herrn,


verschließt ihm nicht das Herz.“

V: Die Stimme des Herrn erschallt über den Wassern,


der Herr über gewaltigen Wassern.
Die Stimme des Herrn ertönt mit Macht
die Stimme des Herrn voll Majestät.

A: „Hört auf die Stimme des Herrn,


verschließt ihm nicht das Herz.“
ZWEITE LESUNG vgl. Apg 10, 34-38

Lesung aus der Apostelgeschichte.

„In jenen Tagen begann Petrus zu reden


und sagte:

Wahrhaftig, jetzt begreife ich,


daß Gott nicht auf die Person sieht,
sondern daß ihm in jedem Volk willkommen ist,
wer ihn ehrt und tut, was recht ist.

Er hat das Wort den Israeliten gesandt,


indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus;
dieser ist der Herr aller.

Ihr wißt, was im ganzen Land der Juden geschehen ist,


angefangen in Galiläa,
nach der Taufe, die Johannes verkündet hat:
wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat
mit dem Heiligen Geist und mit Kraft,
wie dieser umherzog und heilte,
denn Gott war mit ihm.“24

Wort des lebendigen Gottes.

24
vgl. Apg 10, 34-38
ZWEITE LESUNG vgl. Apg 10, 34-38
(Kurzfassung)

Lesung aus der Apostelgeschichte.

„In jenen Tagen begann Petrus zu reden


und sagte:

Wahrhaftig, jetzt begreife ich,


daß Gott nicht auf die Person sieht,
sondern daß ihm in jedem Volk willkommen ist,
wer ihn ehrt und tut, was recht ist.

Er hat das Wort gesandt,


indem er den Frieden verkündete durch Jesus Christus;
dieser ist der Herr aller.

Ihr wißt,
was nach der Taufe, die Johannes verkündet hat,
geschehen ist,
wie Gott Jesus von Nazaret gesalbt hat
mit dem Heiligen Geist und mit Kraft,
wie dieser umherzog und heilte,
denn Gott war mit ihm.“25

Wort des lebendigen Gottes.

25
vgl. Apg 10, 34-38
B: ODER ZWEITE LESUNG vgl. 1 Joh 5, 1-9

Lesung aus dem ersten Johannesbrief.

„Jeder, der glaubt, daß Jesus der Christus ist,


stammt von Gott,
und jeder, der den Vater liebt,
liebt auch den, der von ihm stammt.

Wir erkennen, daß wir die Kinder Gottes lieben,


wenn wir Gott lieben und seine Gebote erfüllen.

Denn die Liebe zu Gott besteht darin,


daß wir seine Gebote halten.

Seine Gebote sind nicht schwer.

Denn alles, was von Gott stammt,


besiegt die Welt.
Und das ist der Sieg, der die Welt besiegt hat:
unser Glaube.

Wer sonst besiegt die Welt,


als der, der glaubt,
daß Jesus der Sohn Gottes ist?

Dieser ist es,


der durch Wasser und Blut gekommen ist:
Jesus Christus.

Er ist nicht nur im Wasser gekommen,


sondern im Wasser und im Blut.
Und der Geist ist es, der Zeugnis ablegt;
denn der Geist ist die Wahrheit.

Drei sind es, die Zeugnis ablegen:


der Geist, das Wasser und das Blut;
und diese drei sind eins.

Wenn wir von Menschen ein Zeugnis annehmen,


so ist das Zeugnis Gottes gewichtiger;
denn das ist das Zeugnis Gottes:

Er hat Zeugnis abgelegt für seinen Sohn.“26

Wort des lebendigen Gottes.

26
vgl. 1 Joh 5, 1-9
C: ODER ZWEITE LESUNG vgl. Tit 2, 11-14; 3, 4-7

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an Titus.

„Die Gnade Gottes ist erschienen,


um alle Menschen zu retten.

Sie erzieht uns dazu, uns von der Gottlosigkeit


und den irdischen Begierden loszusagen
und besonnen, gerecht und fromm in dieser Welt zu leben,
während wir auf die selige Erfüllung unserer Hoffnung warten:
auf das Erscheinen der Herrlichkeit
unseres großen Gottes und Retters Christus Jesus.

Er hat sich für uns hingegeben,


um uns von aller Schuld zu erlösen
und sich ein reines Volk zu schaffen,
das ihm als sein besonderes Eigentum gehört
und voll Eifer danach strebt, das Gute zu tun.

Als aber die Güte und Menschenliebe Gottes,


unseres Retters, erschien, hat er uns gerettet
- nicht weil wir Werke vollbracht hätten,
die uns gerecht machen können,
sondern aufgrund seines Erbarmens
- durch das Bad der Wiedergeburt
und der Erneuerung im Heiligen Geist.

Ihn hat er in reichem Maß über uns ausgegossen


durch Jesus Christus, unseren Retter,
damit wir durch seine Gnade gerecht gemacht werden
und das ewige Leben erben, das wir erhoffen.“27

Wort des lebendigen Gottes.

27
vgl. Tit 2, 11-14; 3, 4-7
RUF VOR DEM EVANGELIUM

I.

K: Halleluja. Halleluja. Halleluja.


A: Halleluja. Halleluja. Halleluja.

V: „Der Himmel tat sich auf, und eine Stimme sprach:


Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.“
(vgl. Mt 3, 16.17; Mk 9, 7)

A: Halleluja. Halleluja. Halleluja.

oder:

II. (angeglichen an das Lesejahr A - Mt 3)

K: Halleluja. Halleluja. Halleluja.


A: Halleluja. Halleluja. Halleluja.

V: „Der Himmel öffnete sich, und eine Stimme sprach:


Das ist mein geliebter Sohn,
an dem ich Gefallen gefunden habe.“
(vgl. Mt 3, 16f)

A: Halleluja. Halleluja. Halleluja.

oder:
III. (angeglichen an das Lesejahr B - Mk 1)

K: Halleluja. Halleluja. Halleluja.


A: Halleluja. Halleluja. Halleluja.

V: „Der Himmel öffnete sich, und eine Stimme sprach:


Du bist mein geliebter Sohn,
an dir habe ich Gefallen gefunden.“
(vgl. Mk 1, 10f)

A: Halleluja. Halleluja. Halleluja.

oder:

IV. (angeglichen an das Lesejahr C - Lk 3)

K: Halleluja. Halleluja. Halleluja.


A: Halleluja. Halleluja. Halleluja.

V: „Der Himmel öffnete sich, und eine Stimme sprach:


Du bist mein geliebter Sohn,
an dir habe ich Gefallen gefunden.“
(vgl. Lk 3, 21f)

A: Halleluja. Halleluja. Halleluja.


GESUNGENE HALLELUJAVERSE
VOR DEM EVANGELIUM - TAUFE DES HERRN28 -
ZUM HALLELUJA GL 221 oder GLÖ 322
„Ihr Christen, singet hocherfreut“
(Mt 3, 13-17; Mk 1, 9-11; Lk 3, 21-22)

V: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.


A: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.

V: 1. Seht euch am Jordan Jesus an, -


zu seiner Taufe kommt heran, -
der uns das Heil in Gott begann. -
Halleluja.

A: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.

V: 2. Vom Himmel eine Stimme quoll, -


die jeder, jede, hören soll, -
uns alle Gott zum Kinde woll´. -
Halleluja.

A: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.

V: 3. Die Stimme kommt vom Himmelsthron, -


Gott offenbart den eig´nen Sohn, -
mit ihm er selber bei uns wohn´. -
Halleluja.

A: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.

28
T: Pfarrer Dr. Georg Pauser, Wien 2015 / 2017: vgl. Pauser G., Lieder und Gebete über 1000.
Zusammengestellt und teilweise überarbeitet von Pfarrer Dr. Georg Pauser. Pfarre St. Georg - Kagran. 2.
verbesserte und erweiterte Auflage, Wien 2017; M: Frankreich 15. Jh.; O: GL 221 oder GLÖ 322 („Ihr Christen,
singet hocherfreut“)
EVANGELIUM (Lesejahr A) vgl. Mt 3, 13-17

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

„In jener Zeit


kam Jesus von Galiläa an den Jordan zu Johannes,
um sich von ihm taufen zu lassen.

Johannes aber wollte es nicht zulassen


und sagte zu ihm:
Ich müßte von dir getauft werden,
2und du kommst zu mir?

Jesus antwortete ihm:


Laß es nur zu!
Denn nur so können wir die Gerechtigkeit,
die Gott fordert, ganz erfüllen.

Da gab Johannes nach.

Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen,


da öffnete sich der Himmel,
und er sah den Geist Gottes wie eine Taube
auf sich herabkommen.

Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:


Das ist mein geliebter Sohn,
an dem ich Gefallen gefun2den habe.“29

Evangelium unseres Herrn 2Jesus 2Christus.

29
vgl. Mt 3, 13-17
EVANGELIUM (Lesejahr B) vgl. Mk 1, 7-11

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

„In jener Zeit trat Johannes in der Wüste auf


und verkündete:

Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;


ich bin es nicht wert, mich zu bücken,
um ihm die Schuhe aufzuschnüren.

Ich habe euch nur mit Wasser getauft,


er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.

In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa


und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.

Und als er aus dem Wasser stieg,


sah er, daß der Himmel sich öffnete
und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.

Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:


Du bist mein geliebter Sohn,
an dir habe ich Gefallen 2gefunden.“30

Evangelium unseres Herrn 2Jesus 2Christus.

30
vgl. Mk 1, 7-11
EVANGELIUM (Lesejahr C) Lk 3, 15-16. 21-22

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

„Das Volk war voll Erwartung,


und alle überlegten im Stillen,
ob Johannes nicht vielleicht selbst der Messias sei.

Doch Johannes gab ihnen allen zur Antwort:

„Ich taufe euch nur mit Wasser.


Es kommt aber einer, der stärker ist als ich,
und ich bin es nicht wert,
ihm die Schuhe aufzuschnüren.

Er wird euch mit dem Heiligen Geist


und mit Feuer taufen.“

Zusammen mit dem ganzen Volk


ließ auch Jesus sich taufen.

Und während er betete, öffnete sich der Himmel,


und der Heilige Geist
kam sichtbar in Gestalt einer Taube auf ihn herab,
und eine Stimme aus dem Himmel sprach:

Du bist mein geliebter Sohn,


an dir habe ich Gefallen 2gefunden.“31

Evangelium unseres Herrn 2Jesus 2Christus.

31
Lk 3, 21f
Predigt/Homilie:

Mit dem Fest der Taufe des Herrn endet der Weihnachtsfestkreis,
und es beginnt dann wieder die „Zeit im Jahreskreis“.

Jesus wurde nicht als Kind getauft. Die Taufe steht am Beginn
seines öffentlichen Wirkens,32 „Jesus war etwa dreißig Jahre alt“33.

Wir sind also schon sehr weit von der Krippe entfernt,
sehen aber doch den inneren Bezug zum Weihnachtsfest,
daß Gott seinen Sohn offenbart.

Es zeigt sich sowohl in der Menschwerdung als auch bei der Taufe -
wie dann am Kreuz - das „Programm Jesu“, sich zu erniedrigen,
die Nähe des Menschen zu suchen,
als Sohn Gottes dieser Welt das Heil zu bringen.

In einzigartiger Weise wird von der Selbsterniedrigung Jesu


im sogenannten Philipperhymnus gesprochen:

„Seid untereinander so gesinnt,


wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht:
Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest,
wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich
und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.
Sein Leben war das eines Menschen;
er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod,
bis zum Tod am Kreuz.“34

Mit der „Entäußerung“35 ist die Menschwerdung gemeint,36


daß Jesus Mensch wird, „in allem uns gleich außer der Sünde“37,
die letzte Erniedrigung ist sein Tod am Kreuz.

32
vgl. Lk 3; KKK 1223
33
Lk 3, 23; vgl. Gnilka J., Jesus von Nazaret. Botschaft und Geschichte. Herders theologischer Kommentar zum
Neuen Testament. Supplementband III, Freiburg 1990, 78
34
Phil 2, 5-8
35
vgl. Phil 2, 7
36
vgl. KKK 460-466; 469; 473-475; 483
37
MB 505
Auch bei der Taufe Jesu erkennen wir eine Erniedrigung,
wie sehr Jesus wirklich an der Seite des Menschen stehen möchte,
wie er sich mit den Sündern bei Johannes anstellt,
ohne selbst Sünder zu sein.38

Wenn wir uns selber in diese Szene hineindenken,


sehen wir und spüren: Jesus steht auch an meiner Seite!

Bei Johannes angestellt waren Leute,


die umkehren und sich frei machen wollten von ihren Sünden,39
im Hinblick auf das Kommen einer Endzeit.40

(- Es gab schon vor der Zeit Jesu „eine Fülle kultischer


Reinigungsriten“41, Bäder und Waschungen,42 die ganz allgemein erkennen
lassen, daß der Mensch von sich aus ein Verlangen nach Reinheit hat
und etwas Belastendes loswerden möchte. -)

Mit seinem Selbstanstellen würdigt Jesus die Predigt und das Tun von
Johannes;43 er sieht das Verlangen des Menschen, Vergebung zu erbitten.
Jesus heiligt diese Gegebenheit, indem er die Taufe zu einem Sakrament
erhebt,44 ihr eine Wirksamkeit von Gott her verleiht,45 kraft seiner Sendung
und Erlösungstat.46

Jesus stellt sich an die Seite der Sünder,


wie er sich dann als Freund dieser Sünder erweist,47
wenn er mit ihnen ißt48 und vor allem
die Vergebung der Sünden zusagt.49

38
vgl. Hebr 4, 15
39
vgl. Lk 3, 3
40
vgl. Lk 3, 9. 15
41
Stegemann H., Die Essener, Qumran, Johannes der Täufer und Jesus. Ein Sachbuch, Freiburg 1993, 302
42
vgl. Stegemann H., Die Essener, Qumran, Johannes der Täufer und Jesus. Ein Sachbuch, Freiburg 1993, 264-
267
43
vgl. Gnilka J., Jesus von Nazaret. Botschaft und Geschichte. Herders theologischer Kommentar zum Neuen
Testament. Supplementband III, Freiburg 1990, 83
44
vgl. KKK 1131; 1223ff
45
vgl. Lk 3, 16; KKK 720
46
vgl. KKK 1224f
47
vgl. Mt 11, 19
48
vgl. Mt 9, 10f
49
vgl. Mt 9, 2; Lk 7, 47; Joh 5, 1-18; 8, 1-11
Das entspricht der Sendung des Herrn.50 Gerade in der Erniedrigung
der Geburt und des Todes und dem Sünder zur Seite offenbart sich Jesus
als der Sohn Gottes,51 oder besser: wird er als Gottes Sohn geoffenbart.

Vor der Geburt ist es der Engel Gabriel, der den „Sohn des Höchsten“52,
den „Sohn Gottes“53, ankündigt. - Johannes der Täufer bezeugt:
„Er ist der Sohn Gottes.“54 - Beim Tod bekennt ein Hauptmann:
„Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!“55

Und hier bei der Taufe kommt das Bekenntnis von höchster Autorität:
Gott selbst verkündet Jesus als seinen Sohn:

„Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“56

So will Gott ihn haben: an der Seite der Sünder.


Der Sohn Gottes ist zu denen gesandt, die umkehren wollen,
die „Vergebung der Sünden“57 erbitten, zu denen,
die sich bereit machen für das Kommen des Messias.58

Die „Stimme aus dem Himmel“59 zeigt, wie Gott seinen Sohn haben
möchte, daß Jesus an der Seite der umkehrenden Sünder steht,
diesen Weg geht, sich selbst erniedrigt, „gehorsam bis zum Tod“60.
Auch kurz vor seinem Leid, bei der Verklärung auf dem Berg Tabor
ist diese Stimme zu hören:

„Das ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.“61

Die „Stimme aus dem Himmel“62 bedeutet aber noch mehr.

50
vgl. Lk 5, 32; 19, 10; KKK 536
51
vgl. Kasper W., Jesus der Christus, Mainz 1975, 191-203: „Sohn Gottes in Niedrigkeit“
52
Lk 1, 32
53
Lk 1, 35
54
Joh 1, 34
55
Mt 27, 54; vgl. Mk 15, 39
56
Lk 3, 22
57
Lk 3, 3
58
vgl. Lk 3, 4. 15
59
Lk 3, 22; vgl. KKK 438
60
Phil 2, 8; vgl. KKK 536
61
Mk 9, 7
62
Lk 3, 22
Sie gilt nicht nur dem Herrn, sie ist auch an uns gerichtet,
die wir selbst getauft sind und zu Christus gehören.63
Wir dürfen die Stimme (auch) auf uns beziehen:
Du bist mein geliebter Sohn, du bist meine geliebte Tochter!64

Dankbar für diese Zusage Gottes, für dieses Angenommensein,


wollen wir am Fest der Taufe Jesu uns auch der eigenen Taufe erinnern
und mit einem Gebet schließen aus dem Gotteslob:

Gotteslob Seite 92, Nummer 50/2:

„Ich danke dir, Vater im Himmel,


daß ich aus Wasser und Geist
neu geboren wurde in der Taufe.
Ich darf mich dein Kind nennen,
denn du hast mich aus Schuld und Tod gerufen
und mir Anteil an deinem Leben geschenkt.

Ich danke dir, Jesus Christus, Sohn des Vaters,


für deinen Tod und deine Auferstehung.
Wie die Rebe mit dem Weinstock, so bin ich mit dir verbunden;
ich bin Glied an deinem Leib,
aufgenommen in das heilige Volk
zum Lob der Herrlichkeit des Vaters.

Ich danke dir, Heiliger Geist,


daß deine Liebe ausgegossen ist in unsere Herzen.
Du lebst in mir und willst mich führen zu einem Leben,
das Gott bezeugt und den Brüdern dient.
So kann ich einst mit allen Heiligen das Erbe empfangen,
das denen bereitet ist, die Gott lieben.“65

Amen.

63
vgl. Die Feier der Kindertaufe in den katholischen Bistümern des deutschen Sprachgebietes. Hrsg. im Auftrag
der Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz und des Bischofs von Luxemburg,
Einsiedeln 1971, 44; KKK 537; 1213; 1997
64
vgl. Die Feier der Kindertaufe in den katholischen Bistümern des deutschen Sprachgebietes. Hrsg. im Auftrag
der Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz und des Bischofs von Luxemburg,
Einsiedeln 1971, Vorbemerkungen 2. 6; Joh 1, 12; 1 Joh 3, 1f; Gal 3, 26; KKK 537; 1997
65
GL 92 (Nr. 50/2)
Fürbitten:

1. Herr Jesus Christus.


Festige in allen Christinnen und Christen,
was du durch die Taufe in ihnen grundgelegt hast.

2. Begleite alle Kinder, die getauft werden,


und laß sie heranreifen zu großen Persönlichkeiten.

3. Laß uns täglich neu leben aus dem Bewußtsein,


dir anzugehören.

4. Für die weltweite Ausbreitung des Glaubens,


daß die Menschen einander immer mehr
als Brüder und Schwestern anerkennen.

5. Segne alle Bemühungen der Ökumene und eine


die Kirchen, die sich zur gemeinsamen Taufe bekennen.

6. Vollende die Gotteskindschaft unserer Verstorbenen


im Reich des himmlischen Vaters.
Gabengebet:

„Gott, unser Vater,


wir feiern den Tag
an dem du Jesus - bei seiner Taufe -
als deinen geliebten Sohn geoffenbart hast.
Nimm unsere Gaben an
und mache sie zum Opfer Christi,
der die Sünden der ganzen Welt abgewaschen hat.
Er, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.“66

Präfation:

MB 73 („Taufe des Herrn“)

66
vgl. MB 73
Präfation von der Taufe des Herrn
(überarbeitet)

V Der Herr sei mit euch.


A Und mit deinem Geiste.
V Erhebet die Herzen.
A Wir haben sie beim Herrn.
V Lasset uns danken dem Herrn, unserm Gott.
A Das ist würdig und recht.

„In Wahrheit ist es würdig und recht,


dir, allmächtiger Vater, zu danken
und dich zu preisen.

Denn bei der Taufe im Jordan


offenbarst du deinen Sohn
durch wunderbare Zeichen:

Die Stimme vom Himmel verkündet ihn


als deinen geliebten Sohn,
der auf Erden erschienen ist,
als dein Wort,
das unter uns Menschen wohnt.

Der Geist schwebt über ihm in Gestalt einer Taube


und bezeugt, daß du ihn gesandt hast,
den Armen die Botschaft der Freude zu bringen.

Darum singen wir mit den Engeln und Heiligen


den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:“67

Heilig ...

67
vgl. MB 73ff; MB 1188
eigener Einschub für die Hochgebete II und III:

„Darum kommen wir vor dein Angesicht


und feiern in Gemeinschaft
mit der ganzen Kirche den Tag,
an dem du unseren Herrn Jesus Christus
bei seiner Taufe
als deinen geliebten Sohn geoffenbart hast.
Durch ihn bitten wir dich:“68

68
Pfarrer Dr. Georg Pauser
ev. nach der Kommunion:

I.

„Ich danke dir, Vater im Himmel,


daß ich aus Wasser und Geist
neu geboren wurde in der Taufe.

Ich darf mich dein Kind nennen,


denn du hast mich aus Schuld und Tod gerufen
und mir Anteil an deinem Leben geschenkt.

Ich danke dir, Jesus Christus, Sohn des Vaters,


für deinen Tod und deine Auferstehung.

Wie die Rebe mit dem Weinstock,


so bin ich mit dir verbunden;
ich bin Glied an deinem Leib,
aufgenommen in das heilige Volk
zum Lob der Herrlichkeit des Vaters.

Ich danke dir, Heiliger Geist,


daß deine Liebe ausgegossen ist in unsere Herzen.

Du lebst in mir und willst mich führen zu einem Leben,


das Gott bezeugt und den Menschen dient.

So kann ich einst mit allen Heiligen das Erbe empfangen,


das denen bereitet ist, die Gott lieben.“69

oder:

II.

69
GL 92 (Nr. 50/2)
„Herr Jesus, du hast dich
unter die Sünder eingereiht,
die kamen,
um die Bußtaufe zu empfangen.

Du hast die Sünden der Welt


auf dich genommen.

So ist uns Gottes Liebe aufgegangen,


so hast du dich als Gottes Sohn erwiesen.

Jetzt bist du wieder


in die Reihe der Sünder getreten,
hast dich mir gegeben,
um mich zu stärken.

Du hast dich mir anvertraut,


damit ich dir vertraut werde
und immer mehr eins werde mit dir.“70

oder:

III.

70
Eizinger W., Kommunionmeditationen. Lesejahr A, B, C, Regensburg 1991, 65
„Jesus ist der geliebte Sohn des Vaters,
an ihm hat er Gefallen gefunden.

In ihm wohnt der Geist des Herrn,


aus ihm redet Gottes Geist.

Auch mich hast du, Gott, in der Taufe


als deinen Sohn, deine Tochter, angenommen,
und mir deine Liebe bekundet.

Auch an mir möchtest du Gefallen finden.

Du hast mir deinen Heiligen Geist gegeben,


mich zu stärken und zu lehren.

Rüttle mich auf, Gott, aus der Gleichgültigkeit,


gib mir Erkenntnis in der Unklarheit,
mach mir Mut in der Verzagtheit,
laß mich gehen in deiner Kraft.“71

71
leicht abgeändert: Eizinger W., Kommunionmeditationen. Lesejahr A, B, C, Regensburg 1991, 110
Schlußgebet:

„Gütiger Gott,
du hast uns mit deinem Wort
und dem Brot des Lebens genährt.
Gib,
daß wir gläubig auf deinen Sohn hören,
damit wir deine Kinder heißen
und es in Wahrheit sind.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“72

72
MB 76
FEIERLICHER SCHLUSSSEGEN
für das Fest Taufe des Herrn

vgl. MB 552 („Im Jahreskreis VI“)


MB 542f („In der Osterzeit“)

Gott, unser Vater,


(123)
segne euch mit allem Segen des Himmels,
damit ihr ihm wohlgefällig (- und heilig -)
lebt vor seinem Angesicht. (Amen.)

(- Und -) Christus, mit dem wir auferstanden sind


durch den Glauben,
bewahre in euch die Gabe der Erlösung. (Amen.)

Gott hat uns in der Taufe angenommen


als Kinder seiner Gnade;
er schenke euch das verheißene Erbe. (Amen.)

Das gewähre euch der dreieinige Gott,


der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Amen.73

73
vgl. MB 552 („Im Jahreskreis“); 542f („In der Osterzeit“)