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Meine Kindheitserinnerung

von: Rafael Andrés Cuasquer Herrera

Ich habe mein ganzes Leben in demselben Haus gewohnt, in das meine Großmutter vor 45 Jahren umzog.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir sonntags lange Spaziergänge zu einem großen, berühmten Park

unternahmen, der nicht so in der nähe vom Haus liegt. Vielleicht war es ein 2 oder 3 Kilometer langer

Spaziergang und ich kannte jeden einzelnen Schritt vom Hauseingang bis zum Park und umgekehrt. Meine

Nachbarschaft war immer laut aber nicht so bevölkert und deshalb konnten wir ruhig laufen, weil es weder so

viele Fahrräder noch Leute gab.

Ich hielt ihre Hand und ging, als ich fasziniert aussah, wie Verkäufer frische Getränke, frisches Obst, Müsli,

Eis, gerösteten Mais, Arepas, Zuckerwatte, Orangensaft, Spielzeuge, Luftballons, Süßigkeiten und sogar Salat

zum Mittagessen verkauften. Zuckerwatte gefiel mir besonders gut, weil es aussah wie eine riesige,

umherziehende blau-rosa Wolke. Als wir endlich im Park ankamen, ging ich in den Sandpark und spielte mit

den Spielsachen anderer Kinder. Der Park war immer voll, viele Kinder und ihre Eltern hier und da. Die Ersten

spielten und sprangen auf dem Spielplatz, während sie an den Geländern hingen und die Zweiten aßen Mais,

tranken Saft und wachten über ihre verschwitzten Kinder.

Ich hatte viel Spaß, aber mir wurde schnell langweilig und danach bat ich meine Großmutter, nach Hause zu

gehen. Sobald wir den Park verlassen hatten, aßen wir etwas in der Eisdiele direkt davor. Der Weg zurück

nach Hause war länger als erwartet und als wir zurückkamen, wurden die Fahrräder fast verschwunden und

nur sehr wenige Menschen gingen umher.

Das waren gute alte Tage, an die ich mich noch gut erinnere. Ich denke nicht, dass es sich seitdem zu viel

geändert hat, außer dass einige Dinge restauriert wurden und die Straßen als der Park sind jetzt voller Leute.