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Das Bild "Die Windsbraut" ist eine Verklärung der Liebe von Oskar Kokoschka zu Alma

Mahler, der Witwe des 1911 verstorbenen Komponisten Gustav Mahler. Oskar Kokoschka
malte das Bild im Alter von 28 Jahren, es zählt zu den Meisterwerken der
expressionistischen Malerei.

Der Künstler und seine Geliebte liegen umarmt in einem Boot, das sich mitten in einem
sturmischen Meer befindet und die Liebenden umrahmt. Sie sind in einem glückseligen
Zustand, barockes Lebensgefühl wird ausgedrückt in lebendigen weichen Wellen. Eine
Einheit ist zu spüren - und die Sehnsucht, dass es so bleiben möge. Die Liebe zu Alma
Mahler hat sich eigentlich nicht erfullt. Alma heiratete nicht Kokoschka, sondern den
Architekten Walter Gropius. Vielleicht hatte den ubersensible Maler schon geahnt, dass ihre
Liebe nicht von Dauer sein konnte. Die beiden Figuren tragen porträthafte Züge des Paares.
In einem Brief an den Berliner Kunsthändler Herwarth Walden bezeichnete der Künstler das
eben vollendete Werk als „Tristan und Isolde“ in Anspielung auf die Größe, Seltenheit und
Unerfüllbarkeit dieser schwierigen Liebe. Im gleichen Jahr entstand im Gespräch mit dem
Dichter Georg Trakl der heutige Titel.

Blau, das ist die Farbe der Sehnsucht, unbegrenzter Raum, Romantik, Ferne,Traum und
Treue, aber auch Kälte - das drückt auch Distanz und Ferne aus. Das Rot als Farbe der
leidenschaftlichen Sexualität fehlt. Es fehlt nicht wirklich - es hat sich mit dem Blau
verbunden und ist zu Violett geworden - christlichem, religiösem Violett, dem Violett der
Buße und der Besinnung, der Fastenzeit.

Dies ist eine Liebe der Seelen, eine einzigartige Liebe, und wer sie als Künstler erlebt, kann
sie wohl am besten mit den Farben ausdrücken, die Oskar Kokoschka in diesem Bild
gewählt hat.

Die Macht der Liebe hat ihn zu dem Bild "Die Windsbraut" beflügelt.

Tigerlowe
Das Bild "Tiger Lowe" befindet sich im Belvedere-Museum in Wien und wurde 1926 erstellt.
Die Pinselstriche sind hektisch und schnell und erzeugen ein großartiges Gefühl für
Bewegung
Alma
Alma Mahler-Werfel war eine Persönlichkeit der Kunst-, Musik- und Literaturszene in der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Oskar Kokoschka kennt Alma Mahler in Wien. Er ist gerade von seinem Aufenthalt in Berlin
zurückgekehrt, als er dem Charme der beneidenswertesten Frau der Stadt zum Opfer fällt.
Alma ist jung, hübsch und Witwe.

Oskar und Alma werden bald zusammenleben, aber die Eifersucht des Mannes kennt keine
Grenzen, er möchte Mahlers Gedächtnis auslöschen und dass sie niemanden sieht.
Liebesstreitigkeiten häufen sich. Die Liebe zwischen den beiden ist eine unbändige
Leidenschaft. Dies für zwei Jahre, bis die Frau plötzlich die Beziehung beendet. Kokoschka
geht an die Front, doch als er nach Hause zurückkehrt, überschneiden sich die Traumata
des Krieges mit denen des Verlusts seiner geliebten Muse. Er beschliesst eine natürliche
Puppe mit den Gesichtszügen einer Frau anfertigen zu lassen.