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Elektrik

Inhalt

Seite

80 BATTERIE - BELEUCHTUNG VORNE

Batterie
Besonderheiten 80-1
Beleuchtung vorne
Ausbau - Einbau 80-4
Befestigungslaschen 80-5
Lampen 80-6
Tagfahrlicht 80-7
Leuchtweitenregulierung 80-8
Nebelscheinwerfer 80-10
Scheinwerfer mit Entladungslampen 80-11

INNENBELEUCHTUNG UND
81
RÜCKLEUCHTEN

Rückleuchten 81-1
Bremsleuchte 81-3
Innenbeleuchtung 81-4
Untere Beleuchtung Armaturenbrett 81-6
Untere Türleuchte 81-7
Innenleuchte Ablagefach 81-8
Innenleuchte Make-up-Spiegel 81-9
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte 81-10

82 ALARMSYSTEME

RENAULT Chipkarte 82-1


RENAULT Kartenlesegerät 82-10
Elektrische Lenksäulenverriegelung 82-11
Signalhorn 82-13
Diebstahlwarnanlage 82-14

INSTRUMENTE DES
83
ARMATURENBRETTES

Armaturenbrett 83-1
Instrumententafel 83-9
Instrumententafel Ausführung
der unteren Klasse 83-11
Instrumententafel der oberen Klasse 83-17
Funktionskontrolllampe 83-19
Display 83-20
Inhalt
Seite

Kraftstoffvorratsgeber 83-22
Ölstandsgeber 83-23
Sprachsynthesizer 83-24
Fahrgeschwindigkeitsregler/
Fahrgeschwindigkeitsbegrenzer 83-30
Navigationssystem "Carminat" 83-39
Navigationssystem "Carminat"
Zentrale Kommunikationseinheit 83-41
Navigationssystem "Carminat": Steuergerät 83-44
Navigationssystem "Carminat": Bildschirm 83-46
Navigationssystem "Carminat": Antenne 83-48
Navigationssystem CARMINAT: Erneute
Bestimmung der Fahrzeugposition/Einstellen
der Sprache 83-49
Navigationssystem "Carminat": Diagnose 83-50

84 ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN

Spiralverbindung 84-1
Scheibenwischerschalter 84-3
Beleuchtungsschalter 84-4
Bedienungssatellit Radio 84-5
Regensensor 84-6
RENAULT Kartenlesegerät 84-7
Elektrische Lenksäulenverriegelung 84-8
Start-/Stop-Taste 84-9
Schalter/Fahrgeschwindigkeitsregler/
Sprachsynthesizer 84-10
Helligkeitsregler 84-11
Schalter für Warnblinkanlage 84-12
Schalter für Zentralverriegelung 84-13
Schalter für elektrische Fensterheber 84-14
Schalter für Kindersicherung 84-22
Schalter für elektrisches Schiebedach 84-23
Schalter für Heckscheibe und
Frontscheibenheizung 84-24
Sensor für Türöffnung 84-25
Türschlösser 84-26
Schalter für Heckklappe 84-27
Steuerung Rückspiegel 84-28
Elektrische Außenspiegel 84-29
Innenspiegel 84-30
Heckscheibenheizung 84-31
Elektrisch heizbare Frontscheibe 84-33
Fühler für Außentemperatur 84-34
Inhalt
Seite

85 WISCH-WASCH-ANLAGE

Frontscheibenwischer 85-1
Heckscheibenwischer 85-7
Scheibenwischermechanik
der aufstellbaren Heckscheibe 85-10
Scheibenwaschanlage 85-13
Scheinwerferwaschanlage 85-14

86 RADIO

Radio 86-1
Antenne 86-6

87 RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE

UCH (Zentralelektronik) 87-1


Einlesen/Zuordnung der RENAULT Chipkarte 87-9
Konfiguration der UCH (Zentralelektronik) 87-12
Automatische Reifendruckkontrolle 87-15
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
RENAULT Chipkarte 87-21
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
"einfache" RENAULT Chipkarte 87-24
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
RENAULT Chipkarte "schlüsselloser Einstieg" 87-26
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Seitenblinker 87-29
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Kartenlesegerät RENAULT 87-30
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem
Start-/Stop-Taste 87-31
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Elektrische Lenksäulenverriegelung 87-33
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Öffnungssensoren 87-34
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Antenne für schlüssellosen Einstieg 87-35
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Erneute Zuweisung der RENAULT Chipkarte 87-36
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
verminderte Funktion 87-38
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Schaltplan 87-39
Elektrische Fensterheber 87-41
Inhalt
Seite

Elektrisches Schiebedach 87-53


Fahrer-Positionsspeicher 87-57
Einparkhilfe 87-65

88 ZUSATZSYSTEME

Multiplex-Datennetz 88-1
Airbags und Gurtstraffer 88-5
Stecker der Sitzautomatik 88-36
Stecker der Dachverkleidung 88-37
180
80
BATTERIE
Besonderheiten

AUSBAU EINBAU

Vor dem abklemmen der Batterie die RENAULT Beim Einbau der Batterie bzw. nach jedem
Chipkarte bis zum Einschalten der Zündung in das Abklemmen müssen u. U. bestimmte einfache
Kartenlesegerät einschieben. Die Chipkarte bis zur Einstellungen vorgenommen werden, für die kein
Position "Zubehör" herausziehen; die elektrische Prüfgerät erforderlich ist, damit das Fahrzeug
Lenksäulenverriegelung ist nun entriegelt. einwandfrei funktioniert:
● Einstellen der Uhrzeit
Die Batterie abklemmen; dabei mit dem Minuspol ● Eingeben des 4-stelligen Codes des Radios (mit
beginnen. Hilfe des Bedienungssatelliten am Lenkrad)
● Initialisieren der Motoren der elektrischen
Zum Ausbau der Batterie die Abdeckungen entfernen Fensterheber mit Impulsschalter
und die Befestigung (A) abschrauben. – Vollständiges Schließen der Fenster
– Die Fenster schließen sich schrittweise bis zum
oberen Anschlag.
– Die Schalter einige Sekunden gedrückt halten.
– Die Fenster bis zum unteren Anschlag öffnen.
– Die Schalter einige Sekunden gedrückt halten.
– Die Motoren sind initialisiert.
● Initialisieren des Motors des elektrischen
Schiebedachs
– Den Schalter des Schiebedachs in die Position für
maximalen Hub bringen.
– Den Schalter lang drücken. Nach zwei Sekunden
hebt sich das Dach im Schrittbetrieb bis zur
Maximalstellung und senkt sich anschließend
wieder um einige Zentimeter ab.
– Den Schalter loslassen.
– Den Schalter innerhalb von fünf Sekunden erneut
drücken.
– Den Schalter gedrückt halten; das Schiebedach
öffnet sich und schließt sich danach wieder
(Schiebeposition).
18703 – Der Motor ist initialisiert.
– Den Schalter in Position "Stopp" bringen.

HINWEIS: Die Deaktivierung des Airbag-Steuergeräts


ermöglicht ebenfalls die Sperrung der elektrischen
Lenksäulenverriegelung.

80-1
80
BATTERIE
Besonderheiten

A - KONTROLLE Notwendige Kontrollen und Maßnahmen:

Folgende Punkte kontrollieren: ● Sicherstellen, dass die Pole frei von Ablagerungen
(Sulfatierung) sind.
● Dichtigkeit des Blockkastens sowie des Deckels
● Diese falls erforderlich reinigen und entfetten.
● Sauberkeit des oberen Teils der Batterie
● Die Muttern an den Polen falls erforderlich
● Korrekter Zustand der Pole nachziehen. Ein mangelhafter Kontakt kann
Störungen im Anlasser- oder Ladestromkreis
hervorrufen, was wiederum eine Funkenbildung und
somit das Explodieren der Batterie zur Folge haben
kann.

● Den Säurestand prüfen.

Batterien mit abnehmbaren Verschlussleisten:

● Die Abdeckung entweder von Hand oder mit einem


Werkzeug (starrer Spachtel) entfernen.

● Den Säurestand in allen Zellen prüfen; er muss sich


oberhalb der Trennwände (ca. 1,5 Zentimeter)
befinden.

● Falls erforderlich mit destilliertem Wasser auffüllen.

HINWEIS: Einige Batterien haben ein


durchsichtiges Gehäuse, damit der Säurestand
von außen sichtbar ist.

Niemals Elektrolyt, Schwefelsäure oder andere


Produkte einfüllen.

80-2
80
BATTERIE
Besonderheiten

B - VORSICHTSMASSNAHMEN 2 - VORSICHT - EXPLOSIONSGEFAHR

Wir möchten nochmals auf Folgendes hinweisen: Beim Laden der Batterie (im Fahrzeug oder
außerhalb) bilden sich Sauerstoff und Wasserstoff. Die
● Die Batterie enthält gefährliche Schwefelsäure Gasbildung ist am stärksten, wenn die Batterie
vollständig geladen ist; die Gasmenge richtet sich
● Beim Laden entsteht Sauerstoff und Wasserstoff. nach der Intensität des Ladestromes.
Durch Vermischung dieser beiden Gase entsteht
Knallgas und somit Explosionsgefahr. Sauerstoff und Wasserstoff vermischen sich in den
Hohlräumen, an der Oberfläche der Platten, wodurch
Knallgas entsteht. Dies ist ein äußerst explosives
1) VORSICHT - SÄURE Gemisch.

Schwefelsäure ist ein sehr aggressives, giftiges und Der kleinste Funke, eine Zigarette, ein glimmendes
korrodierendes Produkt. Es greift die Haut, die Streichholz genügen, um eine Explosion zu
Kleidung, Beton und die meisten Metalle an. verursachen. Die Detonation ist so stark, dass die
Batterie in Einzelteile zerplatzen kann und sich somit
Bei der Handhabung der Batterie ist es außerdem Säure in der Luft verteilt. Personen, die sich in der
wichtig, folgende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen: Nähe aufhalten, sind in Gefahr (herumfliegende Teile,
Säurespritzer). Die Säurespritzer gefährden die
● Eine Schutzbrille tragen Augen, das Gesicht und die Hände. Außerdem greifen
sie die Kleidung an.
● Säurefeste Kleidung und Handschuhe tragen
Die Sicherheitshinweise in Bezug auf die
Teile, die Säurespritzern ausgesetzt sind, Explosionsgefahr, die bei unsachgemäßer
müssen ausreichend mit Wasser gereinigt Handhabung der Batterie gegeben ist, sind daher
werden. Sind die Augen angegriffen, ist ein Arzt besonders ernst zu nehmen. Jegliche
aufzusuchen. Funkenbildung ist zu vermeiden.

● Vor dem Abklemmen oder Anschließen einer


Batterie stets sicherstellen, dass alle
Stromverbraucher abgeklemmt sind.

● Beim Laden der Batterie in ausgebautem Zustand,


vor dem Anschließen oder Abklemmen der Batterie
das Ladegerät ausschalten.

● Keine metallischen Gegenstände auf die Batterie


legen, um einen Kurzschluss zwischen den beiden
Polen zu vermeiden.

● Die Batterie niemals in die Nähe von offenem Feuer,


einer Lötlampe, eines Warmluftgebläses , einer
Zigarette oder eines brennenden Feuerzeugs
bringen.

80-3
80
FRONTSCHEINWERFER
Ausbau/Einbau

AUS-/EINBAU DER SCHEINWERFEREINSÄTZE Die Schrauben (C) entfernen.


VORNE (Alle Typen)
Die Klemme (B) an jedem Scheinwerfereinsatz lösen.
Die Abdeckungen entfernen.
Den Scheinwerfereinsatz herausnehmen.
Die Batterie und die Anschlüsse an den
Scheinwerfereinsätzen abklemmen.

Besonderheiten der Scheinwerfer mit


Entladungslampen (siehe Kapitel "Scheinwerfer
mit Entladungslampen")

ACHTUNG: Die Gasentladungslampen weisen beim


Einschalten eine Spannung von 20000 Volt auf und
während des Betriebs eine Wechselspannung von
85 Volt.
Deshalb muss unbedingt vor dem Ausbau den
Scheinwerfereinsatz abklemmen und warten, bis sich
das Steuergerät (Vorschaltgerät) abgekühlt hat.
An den Scheinwerfern mit Entladungslampen darf die
Lampe nicht eingeschaltet werden, wenn sie sich nicht 18456
im Scheinwerfereinsatz befindet (Gefährdung der
Augen). WICHTIG: Nach dem Wiedereinbau der
Scheinwerfereinsätze müssen diese reguliert werden:
● Das Fahrzeug auf einen ebenen Untergrund stellen.
Ausbauen bzw. entfernen: ● Sicherstellen, dass das Fahrzeug leer ist, wenn
● den Motor-Unterschutz möglich mit voller Tankfüllung.
● den Frontgrill ● Den Regulierschalter auf 0 stellen.
● den Stoßfänger vorne (siehe Kapitel "Karosserie") ● Die Stellschraube (D) drehen, um eine
● die zwei oberen Führungen (A) des Aufprallschutzes Höheneinstellung vorzunehmen.
● Die Stellschraube (E) drehen, um eine
Richtungseinstellung vorzunehmen.

Wenn das Fahrzeug mit Scheinwerfern mit


Entladungslampen ausgestattet ist, müssen eine
Initialisierung des Systems und eine Regulierung der
Scheinwerfer vorgenommen werden (siehe hierzu
Kapitel "Scheinwerfer mit Entladungslampen,
Initialisierung des Systems").

18855

80-4
80
FRONTSCHEINWERFER
Befestigungslaschen

Die Befestigungslaschen der Scheinwerfer können mit


einem Teilesatz repariert werden, der im Teilelager
erhältlich ist. Voraussetzung hierfür ist, dass kein
Material fehlt. Es können ausschließlich Risse
repariert werden.

VORGEHENSWEISE

Teilenummern des Reparatursatzes:


– Befestigungslaschen Scheinwerfer rechts
(77 01 206 873)
– Befestigungslaschen Scheinwerfer links
(77 01 206 872)

Befestigungslaschen oben

18867

Befestigungslasche unten

18856

Die Reparaturlasche anlegen, beide Laschen


durchbohren und die Reparaturlasche mit einem
Blindniet von 5 × 11 mm befestigen.

80-5
80
FRONTSCHEINWERFER
Lampen

LAMPENWECHSEL

Fernlichtlampe
Zum Lampenwechsel die Kunststoffabdeckung (1)
entfernen.

ANMERKUNG: Die Fernlicht-Lampen ausschließlich


gegen homologierte H1-Lampen auswechseln.

Lampen für Standlicht und Abblendlicht


Zum Lampenwechsel die Kunststoffabdeckung (2)
entfernen. Für das Standlicht homologierte Lampen
vom Typ W5W und für das Abblendlicht solche vom
Typ H7 verwenden.

18856

ANMERKUNG: Zum Austausch von


Gasentladungslampen, siehe Kapitel "Scheinwerfer
mit Entladungslampen".

Blinkerlampe: Homologierte Lampen vom Typ


PY 21W verwenden.

80-6
80
FRONTSCHEINWERFER
Tagfahrlicht

BESONDERHEITEN TAGFAHRLICHT Zur Positionierung der Relais des "Tagfahrlichtes":

Die Funktion des Tagfahrlichts wird für einige Länder – Die mit einer Schraube befestigte Innenverkleidung
von der UCH (Zentralelektronik) gesteuert. des Handschuhfachs ausbauen.

Das Modul Sicherungskasten/Stromverteilerplatte


verfügt über spezielle Kontaktbrücken zur
Spannungsversorgung des Beleuchtungsschalters.

Zur Aktivierung bzw. Deaktivierung dieser Funktion:


● Die Brücken (A) einsetzen:
– Funktion ohne Tagfahrlicht: Brücke eingesetzt
– Funktion mit Tagfahrlicht: Brücke nicht eingesetzt

● Die UCH mit Hilfe eines Prüfgeräts konfigurieren;


hierzu das Menü "Ansteuerung",
"Systemkonfiguration" aufrufen und die Option mit
oder ohne "Tagfahrlicht" auswählen (siehe
Kapitel 87).

18321

– Die beiden spezifischen Relais an der Halterung (B)


anbringen. Das Vorhandensein der Verkabelung
prüfen und den jeweiligen Schaltplan beachten.

18321

● Die Relais am Sicherungskasten/


Stromverteilerplatte Optionen korrekt positionieren
(je nach Fahrzeug, die Verkabelung kontrollieren).

18321

80-7
80
FRONTSCHEINWERFER
Leuchtweitenregulierung

AUS-/EINBAU DES REGLERGEHÄUSES (2)

18832

Die Abdeckklappe der Sicherungen öffnen, um mit der


Hand die Nasen (1) eindrücken zu können.
Die Halterung des Reglergehäuses aus der Arretierung
lösen.

18848

Den Stecker abziehen, danach die Reglereinheit von


der Halteplatte trennen.

80-8
80
FRONTSCHEINWERFER
Leuchtweitenregulierung

AUSBAU DES STELLWERKS EINBAU

Den Stecker vom eingebauten Stellwerk der Beim Einbau eines Neuteils die Einstellschraube des
Scheinwerferregulierung und vom Scheinwerfer Stellwerks um ca. sechs Umdrehungen hineindrehen.
abziehen.
Den Parabolspiegel zur Rückseite des
Die Einstellschraube hineindrehen (maximal sechs Scheinwerfereinsatzes drücken; hierzu am
Umdrehungen). Lampensockel ziehen.

Den Kugelbolzen (1) in die Klammer (2) des


Scheinwerfers einrasten.

Das Stellwerk am Scheinwerfereinsatz ausrichten.

Das Stellwerk um eine Achteldrehung nach innen


drehen, um es mit dem Scheinwerfereinsatz zu
verbinden.

Den Stecker wieder anschließen und die


Schutzabdeckungen wieder anbringen.

18934

Das Stellwerk um eine Achteldrehung nach außen


drehen, um den Scheinwerfereinsatz zu lösen.

Den Kugelbolzen des Scheinwerfers durch eine leichte


Drehung des Stellwerks lösen.

HINWEIS: Der Ausbau des Stellwerks erfordert nicht


den Ausbau des Scheinwerfers.
18934

ANMERKUNG: Zum Austausch von


Gasentladungslampen, siehe Kapitel "Scheinwerfer Die Einstellschraube herausdrehen (sechs
mit "Entladungslampen". Umdrehungen).

Die Scheinwerfer einstellen.

80-9
80
FRONTSCHEINWERFER
Nebelleuchten

AUSBAU EINBAU

Ausbauen bzw. entfernen: Es liegt keine Besonderheit vor, allerdings nicht


– den Frontgrill vergessen, mittels Schraube (A) die beiden
– den Motor-Unterschutz Nebelleuchten einzustellen.
– den vorderen Stoßfänger

Die Befestigungsschrauben (B) entfernen.

15898R

18972

HINWEIS: Der Ausbau des linken


Nebelscheinwerfers erfordert nicht den Ausbau
des vorderen Stoßfängers.

80-10
80
FRONTSCHEINWERFER
Scheinwerfer mit Entladungslampen

DARSTELLUNG

1. Stellwerk
2. Sensor/Steuergerät
3. hinterer Sensor

80-11
80
FRONTSCHEINWERFER
Scheinwerfer mit Entladungslampen

ALLGEMEINES BESCHREIBUNG

Gemäß der EG-Norm, müssen diese Fahrzeuge mit Das System umfasst:
einem System zur automatischen Höhenregulierung ● Zwei Scheinwerfereinsätze mit einer herkömmlichen
der Scheinwerfer in Abhängigkeit des Fahrniveaus Standlichtlampe (A), eine Fernlichtlampe vom Typ
sowie mit einer Scheinwerfer-Waschanlage H1 (B), eine Gasentladungs-Abblendlichtlampe (C)
ausgerüstet sein. vom Typ D2R und eine orangefarbene
Blinkerlampe (D).
ACHTUNG: Scheinwerfer mit Entladungslampen
dürfen nur an Fahrzeugen montiert werden, die für
diese Ausrüstung konzipiert sind.

Gasentladungslampen:
Diese Lampen enthalten keine Glühdrähte.
Das Licht dieser Lampen wird durch zwei Elektroden in
einem Quartzkörper erzeugt, der mit komprimiertem
Gas (Xenon) gefüllt ist.
Das im Scheinwerfer integrierte elektronische Modul
bzw. Vorschaltgerät wird über die Fahrzeugbatterie mit
Spannung versorgt (12 Volt). Es erzeugt eine
kontrollierte Spannung von 20 000 Volt beim
Einschalten und nach einer gewissen
Stabilsierungsphase eine Wechselspannung von
85 Volt.

Automatische Leuchtweiteneinstellung in
Abhängigkeit des Fahrniveaus:
Das System der automatischen
Leuchtweitenregulierung dient dazu (bei einer 18855
Laständerung des Fahrzeugs), die Höhe des
Lichtstrahls entsprechend dem werkseitig ● Zwei elektronische Steuergeräte (Vorschaltgeräte),
voreingestellten oder in der Werkstatt justierten die in die Scheinwerfer (E) integriert sind (eines pro
Referenzwert beizubehalten. Scheinwerfer).
Dieses System kann mit den Prüfgeräten diagnostiziert
werden.
Nach dem Löschen des Fehlerspeichers führen die
Stellwerke eine Abwärtsbewegung durch.

18854

80-12
80
FRONTSCHEINWERFER
Scheinwerfer mit Entladungslampen

● Einen Höhensensor hinten (F), der sich links unter ● Zwei speziellen Stellwerken (H), die auf der
dem Fahrzeug befindet. Er misst die Bodenhöhe und Rückseite jedes Scheinwerfereinsatzes befestigt
gibt diese Information an die Einheit Sensor/ sind.
Steuergerät weiter.

18849
18853

● Eine Einheit vorderer Sensor/Steuergerät (G) zur


Messung der Höhe der Vorderachse. Das
Steuergerät steuert die Leuchtweiteneinstellung in
Abhängigkeit des Fahrniveaus, das durch
Beschleunigen, Bremsen und je nach Beladung des
Fahrzeugs variiert.

18852

HINWEIS: Die Information Fahrgeschwindigkeit


wird verwendet, um die Höhe des Lichtstrahls bei
hoher Fahrgeschwindigkeit anzupassen.

80-13
80
FRONTSCHEINWERFER
Scheinwerfer mit Entladungslampen

FUNKTIONSSCHEMA

19046

1. Stellwerk
2. Scheinwerfer
3. elektronisches Steuergerät (Vorschaltgerät)
4. Einheit vorderer Sensor/Steuergerät
5. hinterer Sensor
A: Plus Beleuchtung
B: geschaltetes Plus
C: Diagnoseleitung
D: Information Fahrgeschwindigkeit
E: Masse

80-14
80
FRONTSCHEINWERFER
Scheinwerfer mit Entladungslampen

FAHRNIVEAUSENSOR HINTEN EINBAU

AUSBAU WICHTIG: Nach dem Einbau des Sensors ist eine


Initialisierung des Systems und eine Einstellung der
Das linke Hinterrad ausbauen. Scheinwerfer erforderlich (siehe Kapitel
"Initialisierung").
Lösen:
● das Endstück der Spurstange Anschluss
● die Mutter (1) der Halterung

Den Stecker abziehen und den Sensor inklusive


Halterung ausbauen.

Den Sensor mittels der Schrauben (2) von seiner


Halterung lösen.

18824

Anschluss Bezeichnung
1 Masse
2 Nicht belegt
18853 3 Nicht belegt
4 Nicht belegt
5 Stromversorgung
6 Sensorkontrolllampe

80-15
80
FRONTSCHEINWERFER
Scheinwerfer mit Entladungslampen

EINHEIT VORDERER SENSOR/STEUERGERÄT EINBAU

AUSBAU WICHTIG: Nach dem Einbau der Einheit vorderer


Sensor/Steuergerät ist eine Initialisierung des
Das linke Vorderrad ausbauen. Systems und eine Einstellung der Scheinwerfer
erforderlich (siehe Kapitel "Initialisierung").
Den Kugelbolzen (A), aus der Halterung am unteren
Querlenker lösen und die beiden Anschluss
Befestigungsschrauben (B) entfernen.

Den Stecker abziehen und den Sensor ausbauen.

18823

18852
Anschluss Bezeichnung
1 Masse
2 Stromversorgung
3 Signal hinterer Sensor
4 Signal Fahrgeschwindigkeit
5 Diagnoseleitung
6 Signal Beleuchtung
7 Steuerung der Stellwerke
8 Versorgung des hinteren Sensors

WICHTIG: Nach dem Austausch der Einheit vorderer


Sensor/Steuergerät ist eine Konfigurierung des
Fahrzeugtyps mittels Prüfgerät sowie die Initialisierung
des Systems erforderlich.

80-16
80
FRONTSCHEINWERFER
Scheinwerfer mit Entladungslampen

SCHEINWERFER

Der Aus- und Einbau der Scheinwerfer mit


Entladungslampen erfolgt in gleicher Weise wie bei
den Scheinwerfern aller anderen Typen.

ACHTUNG: Die Gasentladungslampen weisen beim


Einschalten eine Spannung von 20 000 Volt auf und
während des Betriebs eine Wechselspannung von
85 Volt.

Deshalb muss unbedingt vor dem Ausbau den


Scheinwerfereinsatz abklemmen und warten, bis sich
das Steuergerät (Vorschaltgerät) abgekühlt hat.

An den Scheinwerfern mit Entladungslampen darf die


Lampe nicht eingeschaltet werden, wenn sie sich nicht
im Scheinwerfereinsatz befindet (Gefährdung der
Augen).

18849

Anschluss

Anschluss Bezeichnung
1 Masse
2 Fernlicht
3 Nicht belegt
4 Abblendlicht
5 Standlicht

HINWEIS: Die Nummern der Anschlüsse sind bei allen


Scheinwerfern von rechts nach links zu lesen.

80-17
80
FRONTSCHEINWERFER
Scheinwerfer mit Entladungslampen

STELLWERKE

AUSBAU

Die Abdeckung entfernen und den Vorratsbehälter der


Lenkhilfeflüssigkeit (falls nötig) versetzen.

Den Stecker des Stellwerks abklemmen.

Die Einstellschraube (A) hineindrehen (maximal sechs


Umdrehungen).

18849

Anschluss

Anschluss Bezeichnung
1 Masse
2 Steuerung der Stellwerke
3 Stromversorgung

18849
HINWEIS: Die Stellwerke der Scheinwerfer mit
Entladungslampen sind spezifische Bauteile.
Das Stellwerk um eine Achteldrehung nach außen
drehen, um den Scheinwerfereinsatz zu lösen. ANMERKUNG: Wenn das Abblendlicht beim
Einschalten der Zündung eingeschaltet ist, bewegen
Den Kugelbolzen des Scheinwerfers durch eine leichte die Stellwerke die Scheinwerfer zunächst in die untere
Drehung des Stellwerks lösen. Position und dann in eine Zwischenstellung.

HINWEIS: Der Ausbau des Stellwerks erfordert nicht


den Ausbau des Scheinwerfers.

EINBAU

Beim Einbau eines Neuteils die Einstellschraube des


Stellwerks um sechs Umdrehungen hineindrehen.

Um den Einbau des Stellwerks zu erleichtern, die


Schutzabdeckung abbauen und den Scheinwerfer-
Reflektor festhalten.

Die Einstellschraube herausdrehen (sechs


Umdrehungen).

WICHTIG: Nach dem Ausbau des Sensors ist eine


Initialisierung des Systems und eine Einstellung der
Scheinwerfer erforderlich (siehe Kapitel
"Initialisierung").

80-18
80
FRONTSCHEINWERFER
Scheinwerfer mit Entladungslampen

GASENTLADUNGSLAMPEN EINBAU

AUSBAU Die Lampe nur an der Fassung anfassen (den


Glaskolben nicht mit den Fingern berühren, notfalls mit
ACHTUNG: Die Gasentladungslampen weisen beim einem weichen, fusselfreien Lappen und Alkohol
Einschalten eine Spannung von 20 000 Volt auf und reinigen).
während des Betriebs eine Wechselspannung von
85 Volt. Die Lampe in Position bringen. Die Nase (2) muss sich
gegenüber der Nut des Scheinwerfers befinden.
Deshalb muss unbedingt vor dem Ausbau den
Scheinwerfereinsatz abklemmen und warten, bis sich Den Lampenstecker durch Drehen um eine
das Steuergerät (Vorschaltgerät) abgekühlt hat. Vierteldrehung in Position bringen.

An den Scheinwerfern mit Entladungslampen darf die HINWEIS: Der Ausbau der Lampe erfordert nicht den
Lampe nicht eingeschaltet werden, wenn sie sich nicht Ausbau des Scheinwerfers.
im Scheinwerfereinsatz befindet (Gefährdung der
Augen).
WICHTIG: Nach dem Austausch einer
Den Lampenstecker durch Drehen um eine Entladungslampe ist eine Initialisierung des Systems
Viertelumdrehung im Gegenuhrzeigersinn abziehen. und eine Einstellung der Scheinwerfer erforderlich
(siehe Kapitel "Initialisierung").
Die Halteklammern lösen und die Lampe ausbauen.

Der Lampenwechsel für Fernlicht und Abblendlicht


erfolgt in gleicher Weise wie bei herkömmlichen
Scheinwerfern.

18850

ACHTUNG: Die Lampe keinerlei Stößen aussetzen,


da der Außenleiter (1) sehr zerbrechlich ist und nicht
verformt werden darf. 18850

80-19
80
FRONTSCHEINWERFER
Scheinwerfer mit Entladungslampen

ELEKTRONISCHES STEUERGERÄT Die Versorgungsspannung des elektronischen


(VORSCHALTGERÄT) Steuergeräts abklemmen (B).

ACHTUNG: Die Gasentladungslampen weisen beim


Einschalten eine Spannung von 20 000 Volt auf und
während des Betriebs eine Wechselspannung von
85 Volt.

Deshalb muss unbedingt vor dem Ausbau den


Scheinwerfereinsatz abklemmen und warten, bis sich
das Steuergerät (Vorschaltgerät) abgekühlt hat.

An den Scheinwerfern mit Entladungslampen darf die


Lampe nicht eingeschaltet werden, wenn sie sich nicht
im Scheinwerfereinsatz befindet (Gefährdung der
Augen).

AUSBAU

Den betreffenden Scheinwerfer ausbauen.


18851
Den Scheinwerfer auf ein sauberes Tuch legen, um
ihn nicht zu verkratzen.
EINBAU
Den Lampenstecker durch Drehen um eine
Viertelumdrehung im Gegenuhrzeigersinn abziehen. Bei jedem Ausbau des elektronischen Steuergeräts
unbedingt die Dichtung austauschen.
Die Schrauben (A) ausbauen.
Das Anzugsdrehmoment für das elektronische
Steuergerät (1,3 Nm) beachten.

Die Hochspannungskabel korrekt verlegen.

WICHTIG: Nach dem Einbau des elektronischen


Steuergeräts (Vorschaltgerät) ist eine Initialisierung
des Systems und eine Einstellung der Scheinwerfer
erforderlich (siehe Kapitel "Initialisierung").

18854

80-20
80
FRONTSCHEINWERFER
Scheinwerfer mit Entladungslampen

INITIALISIERUNG DES SYSTEMS UND


EINSTELLUNG DER SCHEINWERFER

Diese Maßnahme ist nach jeder Arbeit an einem


Scheinwerfer, einem Sensor oder einem Bauteil der
Antriebswellen durchzuführen.

Das Fahrzeug auf einer ebenen Fläche abstellen.

WICHTIG: die Feststellbremse nicht anziehen.

Dafür sorgen, dass das Fahrzeug unbeladen und der


Kraftstofftank annähernd leer ist; während der Arbeiten
nicht in das Fahrzeug einsteigen.

Den Reifendruck prüfen und die Motorhaube öffnen.

Die Prüfgeräte anschließen und sicherstellen, dass WICHTIG: Die Initialisierung des Systems ist nicht
keine Störung vorliegt. möglich:
– wenn die Fahrgeschwindigkeit nicht ausgegeben
Die Zündung einschalten, das Abblendlicht wird oder nicht gleich Null ist
einschalten und das Steuergerät auswählen und – wenn die Position eines Sensors nicht im
bestätigen. Toleranzbereich liegt,
– wenn die Konfiguration des Steuergeräts nicht
Den Befehl "AC 010: Kalibrierung Steuergerät" korrekt durchgeführt wurde.
ausführen.

HINWEIS:

Es kann geprüft werden, ob das System initialisiert ist:


– Der Wert des vorderen Sensors, der durch den
Parameter "PR017: Höhe vorne" wiedergegeben
wird, muss mit dem Anfangswert der Höhe vorne
identisch sein (PR 004).
– Der Wert des hinteren Sensors, der durch den
Parameter "PR018: Höhe hinten" wiedergegeben
wird, muss mit dem Anfangswert der Höhe hinten
identisch sein (PR 005).

Ohne die Zündung auszuschalten, mit Hilfe eines


Scheinwerfer-Einstellgeräts die Höheneinstellung über
Schraube (D) und die Seiteneinstellung über Schraube
(E) vornehmen.

WICHTIG: Die Bodenhöhe des Fahrzeugs darf


zwischen der Initialisierung und der Einstellung der
Scheinwerfer nicht verändert werden. Diese beiden
Maßnahmen können nicht getrennt voneinander
durchgeführt werden.

80-21
181RÜCKLEUCHTEN
81
INNENBELEUCHTUNG UND
LIMOUSINE
Schlussleuchte

Bei der Limousine sind die hinteren Scheinwerfer in AUSBAU DER DES HECKKLAPPEN-
zwei Bereiche unterteilt - einen auf dem Kotflügel und SCHEINWERFERS
einen auf der Heckklappe.
Die hintere Befestigung (D) abbauen.
AUSBAU DER DES KOTFLÜGEL- Den Scheinwerfer herausnehmen und den Stecker
SCHEINWERFERS abziehen.

Die hintere Befestigung (A) abbauen.


Den Scheinwerfer herausnehmen und den Stecker
abziehen.

18318

Um an die Lampen zu gelangen, den Lampenträger


aus der Arretierung lösen; hierzu auf die Lasche (E)
18317 drücken.

Um an die Lampen zu gelangen, den Lampenträger HINWEIS: Bei manchen Modellen wird die
aus der Arretierung lösen; hierzu auf die Lasche (B) Befestigung (D) durch eine Schraube mit Mutter
drücken. ersetzt.

ANSCHLUSS ANSCHLUSS

Stecker des Kotflügel-Scheinwerfers hinten links Stecker des Heckklappen-Scheinwerfers hinten


links

Anschluss Bezeichnung Anschluss Bezeichnung


1 Blinker 1 Masse
2 Masse 2 Nebelschlussleuchte
3 Nicht belegt 3 Rückfahrscheinwerfer
4 Standlicht 4 Standlicht
5 Bremslicht 5 Nicht belegt

Stecker des Kotflügel-Scheinwerfers hinten rechts Stecker des Heckklappen-Scheinwerfers hinten


rechts
Anschluss Bezeichnung Anschluss Bezeichnung
1 Standlicht 1 Nicht belegt
2 Bremslicht 2 Standlicht
3 Nicht belegt 3 Rückfahrscheinwerfer
4 Masse 4 Nebelschlussleuchte
5 Blinker 5 Masse

81-1
181RÜCKLEUCHTEN
81
INNENBELEUCHTUNG UND
GRANDTOUR
Schlussleuchte
AUSBAU DER DES KOTFLÜGEL-
SCHEINWERFERS

Der Ausbau der Rückleuchten erfordert nicht den


Ausbau des Stoßfängers.

18825

EINBAU

Den Scheinwerfer in Position bringen.

Zuerst die Befestigung am Kotflügel (A) und dann die


Befestigungen an der Heckklappe (B) fixieren.

ANSCHLUSS

Stecker der Rückleuchten rechts

Anschluss Bezeichnung
1 Blinker
2 Nebelschlussleuchte
3 Standlicht
4 Bremslicht
5 Masse
6 Rückfahrscheinwerfer

Stecker der Rückleuchten links

Anschluss Bezeichnung
1 Rückfahrscheinwerfer
2 Masse
3 Standlicht
4 Bremslicht
5 Nebelschlussleuchte
6 Blinker

81-2
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Bremslicht

AUSBAU DER DRITTEN BREMSLEUCHTE

Der Ausbau der dritten Bremsleuchte erfordert den


Ausbau der Heckklappenverkleidung (siehe Kapitel
"Karosserie").

18319

HINWEIS: Die Fahrzeuge der Ausführung Limousine


verfügen über eine Bremsleuchte mit Lampe. Die
Fahrzeuge der Ausführung Grandtour verfügen über
eine Bremsleuchte mit Leuchtdiode.

81-3
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Innenbeleuchtung

BESONDERHEITEN AUSBAU/EINBAU

Je nach Ausführung verfügen die Fahrzeuge über: Zum Ausbauen der Deckenleuchte folgendermaßen
● separat geschaltete untere Türleuchten (schalten vorgehen:
sich beim Öffnen der jeweiligen Tür ein) ● Die transparente Abdeckung aus der Arretierung
● Deckenleuchten mit Zeitschaltung (vorne und hinten) lösen.
● Leuchten am unteren Rand des Armaturenbretts und ● An den Befestigungslaschen ziehen.
Fußraumleuchten unter den Vordersitzen, die mit ● Den Stecker mit einer Drehbewegung lösen.
den Deckenleuchten gekoppelt sind
● Gepäckraumleuchten hinten
● Leuchten an den Make-up-Spiegeln beider
Sonnenblenden vorne.

FUNKTIONSWEISE DER ZEITSCHALTUNG

Die Innenbeleuchtung (Deckenleuchten und


Fußraumleuchten) wird unmittelbar durch die UCH
eingeschaltet:
● beim Öffnen einer Seitentür bzw. der Heckklappe
● beim Entriegeln der Türen/Hauben/Klappen mittels
Fernbedienung (bzw. über die Funktion
"schlüsselloser Einstieg")
● beim Entnehmen der RENAULT Chipkarte aus dem
Kartenlesegerät

Je nach Situation gibt die UCH (Zentralelektronik)


beim Ausschalten der Innenbeleuchtung eine
Zeitschaltung vor.
– Ausschalten ohne Zeitschaltung:
● beim Schließen der Türen/Hauben/Klappen
mittels Fernbedienung (Türen/Hauben/Klappen
geschlossen)

– Ausschalten mit Zeitschaltung:


● nach dem Schließen der letzten Tür/Haube/Klappe
● beim Entriegeln der Türen/Hauben/Klappen
mittels Fernbedienung
● beim Einschalten der Zündung

HINWEIS: Ist eine Tür/Haube/Klappe längere Zeit


geöffnet, ohne dass die Zündung ein- oder
ausgeschaltet wird, schaltet die UCH die
Innenbeleuchtung nach ca. 15 Minuten automatisch
aus.

DECKENLEUCHTEN

Je nach Position der Deckenleuchte und


Fahrzeugausrüstung verfügt die Innenleuchte über:
● nur einen Lichtschalter in Fahrzeugmitte
● einen Lichtschalter in Fahrzeugmitte und einen
Lesespot
● einen Lichtschalter in Fahrzeugmitte und zwei
Lesespots
● einen Lichtschalter in Fahrzeugmitte mit
Helligkeitsregler und zwei Lesespots.

81-4
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Innenbeleuchtung

18460

INNENLEUCHTE FAHRZEUGMITTE, INNENLEUCHTE HINTEN, Basisausführung (ein


Basisausführung (zwei Schalter) Schalter)

Anschluss Bezeichnung Anschluss Bezeichnung


1 Nicht belegt 1 Nicht belegt
2 Signal der UCH (Tür geöffnet) 2 Signal der UCH (Tür geöffnet)
3 Verbindung Innenleuchte hinten 3 Verbindung Innenleuchte vorne
4 Plus Beleuchtung (je nach 4 Nicht belegt
Ausführung) 5 Nicht belegt
5 Dauerplus 6 Masse
6 Masse

INNENLEUCHTE FAHRZEUGMITTE, INNENLEUCHTE HINTEN, Luxusausführung (drei


Luxusausführung (vier Schalter) Schalter)

Anschluss Bezeichnung Anschluss Bezeichnung

1 Nicht belegt 1 Nicht belegt


2 Signal der UCH (Tür geöffnet) 2 Signal der UCH (Tür geöffnet)
3 Verbindung Innenleuchte hinten 3 Verbindung Innenleuchte vorne
(Helligkeitsregler) (Helligkeitsregler)
4 Plus Beleuchtung 4 Plus Beleuchtung
5 Dauerplus 5 Dauerplus
6 Masse 6 Masse

81-5
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Untere Beleuchtung Armaturenbrett

Die Fahrzeuge verfügen über Leuchten am unteren


Rand des Armaturenbretts und über Fußraumleuchten
unter den Vordersitzen, die mit den Deckenleuchten
gekoppelt sind. Sie befinden sich:
● unter dem Handschuhfach (Beifahrerseite)
● unter dem Lenkrad (1)
● unter den Vordersitzen (2) (je nach Ausführung)

18631

18832

Diese Leuchten werden von der UCH


(Zentralelektronik) ein- bzw. ausgeschaltet:
● beim Entriegeln der Türen mittels Fernbedienung
bzw. über die Funktion "schlüsselloser Einstieg"
● beim Öffnen einer Tür
● beim Entnehmen der RENAULT Chipkarte aus dem
Kartenlesegerät

81-6
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Untere Türleuchte

Die Türen besitzen separat geschaltete Leuchten, die


über die UCH beim Öffnen der jeweiligen Tür
eingeschaltet werden. Es wird immer nur die Leuchte
der geöffneten Tür eingeschaltet.

HINWEIS: Der Lampenwechsel bzw. der Ausbau der


Leuchte erfordert den teilweisen Ausbau der
Türverkleidung (siehe Kapitel "Karosserie").

18597

18591

81-7
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Handschuhfachleuchte

AUSBAU/EINBAU

Zum Ausbauen der Handschuhfachleuchte (1) die mit


einer Schraube befestigte Unterseite abbauen.
Die Befestigungslaschen der Leuchte eindrücken, um
sie auszurasten.

18473

81-8
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Innenleuchte Make-up-Spiegel

Je nach Ausführung sind die Make-up-Spiegel mit


einer Leuchte in der Dachverkleidung gekoppelt.

Der Schalter befindet sich auf der Spiegelklappe (1) an


der Sonnenblende (2). Die Stromversorgung der
Leuchte (3) erfolgt über die mittlere Befestigung (4)
der Sonnenblenden.

HINWEIS: Die Funktion des Schalters kann über die


Verbindung der Befestigung gesteuert werden:
● Spiegelklappe geschlossen (Schaltkontakt geöffnet)
= Leuchte ausgeschaltet = Widerstand unendlich
● Spiegelklappe geöffnet (Schaltkontakt geschlossen)
= Leuchte eingeschaltet = Widerstand gleich Null

81-9
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

BESCHREIBUNG Das Modul Sicherungskasten/Stromverteilerplatte


verfügt über die Sicherungen und Brücken für die
Das Modul Sicherungskasten/Stromverteilerplatte ist jeweilige Fahrzeugausrüstung. Diese müssen bei
auf die UCH (Zentralelektronik) im Armaturenbrett der einem Austausch unbedingt in identischer Weise für
Fahrerseite aufgesteckt. das Austauschteil übernommen werden.

18545 18321

Je nach Fahrzeugausrüstung ist eine der beiden


folgenden Ausführungen des Moduls
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte montiert:
● die "Basisausführung "
● die "Luxusausführung"

ANMERKUNGEN: Als Austauschteil ist nur das Modul


Sicherungskasten/Stromverteilerplatte der
"Luxusausführung" erhältlich. Dieses kann anstelle
der "Basisausführung" montiert werden.

81-10
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

AUSBAU Die Einheit UCH mit Sicherungskasten/


Stromverteilerplatte herausnehmen.
HINWEIS: Das Verriegeln des elektronischen Airbag-
Steuergeräts ermöglicht die Deaktivierung der
Zündleitungen und die Entriegelung der elektrischen
Lenksäulenverriegelung.

HINWEISE:
● Bei einem Austausch der UCH unbedingt mit Hilfe
des Prüfgeräts die Konfigurationen auslesen.
● Das Modul Sicherungskasten/Stromverteilerplatte ist
auf die UCH aufgesteckt. Der Ausbau einer der
beiden Komponenten erfordert den Ausbau der
zweiten Komponente.

Die Batterie abklemmen.

Ausbauen bzw. entfernen:


● die seitliche Abdeckung des Armaturenbretts der
Fahrerseite
● die untere Abdeckung des Armaturenbretts
● die Befestigungsschraube (1) der UCH
(Zentralelektronik)
● die Abdeckung für Zubehör/Lautsprecher des 18321
Sprachsynthesizers (2)
Die UCH vom Modul Sicherungskasten/
Stromverteilerplatte trennen; hierzu die
Befestigungslaschen (4) eindrücken.

18545

Die Kunststoffschelle (3) zur Befestigung des


Kabelstrangs durchschneiden. 18322

Die Steckverbindungen der UCH und des Moduls EINBAU


Sicherungskasten/Stromverteilerplatte trennen.
Auf korrekten Anschluss der Steckverbindungen
achten und eine große Schelle (3) zur Fixierung des
Kabelstrangs anbringen.

81-11
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

81-12
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

Aufkleber Sicherungen

Sicherungsbelegung (je nach Ausrüstungsniveau)

Nr. Symbol Ampere Bezeichnung

F1 20A Fernlicht

F2 10A Spannungsversorgung UCH - Spannungsversorgung Sicherungskasten/


Stromverteilerplatte - Transponder - Kartenlesegerät - Start-/Stop-Taste

F3 10A Sprachsynthesizer - Leuchtweitenregulierung der Entladungslampen im


Fahrgastraum - Instrumententafel - heizbare Scheibenwaschanlagendüsen

F4 20A Rückfahrscheinwerfer - Heizung und Klimatisierung - Einparkhilfe - Information


geschaltetes Plus Diebstahlwarnanlage - Beleuchtung Bedieneinheit der
elektrische Türverriegelung - Regensensor - heizbare Frontscheibe

F5 15A Innenbeleuchtung mit Zeitschaltung

F6 20A Bremslicht - Scheibenwischerschalter - Diagnoseanschluss - ARK-/Tür-


Anzeige - Kontrolllampe Einklemmschutz Fensterheber hinten - Kontrolllampe
elektrische Türverriegelung hinten - Beleuchtung Schalter der Fensterheber

F7 15A Abblendlicht links

F8 7,5 A Standlicht rechts

F9 15 A Warnblinkanlage und Blinker

F10 10 A Kommunikationseinheit - Radio

F11 30 A Sprachsynthesizer - Instrumententafel - Nebelscheinwerfer - Elektrische


Schlossfalle Heckklappe

F12 5A Airbags und Gurtstraffer

F13 5A ABS-Steuergerät - Steuerung ABS und EBV

F14 15 A Signalhorn

F15 30 A Fensterheber vorne Fahrerseite

81-13
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

Nr. Symbol Ampere Bezeichnung

F16 30 A Fensterheber vorne Beifahrerseite

F17 10 A Nebelschlussleuchte

F18 10 A Heizbare Außenspiegel

F19 15 A Abblendlicht rechts

F20 7,5 A Standlicht links - Beleuchtung Regler und Handschuhfach -


Kennzeichenbeleuchtung

F21 30 A Heck- und Frontscheibenwischer

F22 30 A Elektrische Zentralverriegelung

F23 15 A Zubehör-Stecker der Konsole - Funktelefon

F24 15A Zigarettenanzünder - Steckdose für Zubehöranschluss hinten und im


Gepäckraum

F25 10 A Lenksäulenverriegelung - Heckscheibenheizung - Vordersitze - Sperrung der


Fensterheber hinten

Sicherung Verbraucherunterbrechung

Diese Sicherung befindet sich unter dem Aschenbecher, in der Mittelkonsole.

Nr. Ampere Bezeichnung


F50 20 A Sicherung Verbraucherunterbrechung:
Diagnosebuchse
Radio
Steuergerät der Klimaanlage
Steuergerät Sitzpositionsspeicher
Kombiinstrument Uhr/Außentemperatur/Anzeige Radio
Steuergerät Navigationssystem
Steuergerät automatische Reifendruckkontrolle
Zentrale Kommunikationseinheit
Anschluss Diebstahlwarnanlage

81-14
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

Sicherungsbelegung (je nach Ausrüstungsniveau)

U1 (24-poliger Stecker) U2 (24-poliger Stecker)

Anschluss Bezeichnung Anschluss Bezeichnung


1 Ausgang elektrische 1 Ausgang Relais
Zentralverriegelung Heckscheibenwischer
2 Ausgang elektrische 2 Eingang geschaltetes Plus über
Zentralverriegelung Relais (Chipkarte)
3 Eingang Brücke Standleuchten vorne 3 Eingang Klemme 30 +APC (Relais
links Renault-Chipkarte)
4 Nicht belegt 4 Ausgang geschaltetes Plus über
Relais (Chipkarte)
5 Eingang Brücke Standleuchten vorne
rechts 5 Eingang Spannungsversorgung
elektrische Zentralverriegelung
6 Eingang Brücke
Kennzeichenbeleuchtung 6 Nicht belegt
7 Eingang Ausfall der Sicherung 7 Nicht belegt
Standlicht rechts
8 Ausgang Relais ZV, Türen offen
8 Eingang Ausfall der Sicherung
9 Ausgang Relais Zubehör 2
Standlicht links
10 Ausgang Relais elektrische
9 Nicht belegt
Zentralverriegelung - Schließen
10 Eingang Abblendlicht
11 Ausgang Relais Zubehör 1
11 Eingang Brücke Standleuchten
12 Eingang Blinker
hinten rechts
13 Eingang Blinker
12 Nicht belegt
14 Nicht belegt
13 Nicht belegt
15 Ausgang Bedienelement Blinker links
14 Eingang Spannungsversorgung
Sicherungskasten/ 16 Eingang Diagnose Blinker
Stromverteilerplatte
17 Ausgang Bedienelement Blinker
15 Nicht belegt rechts
16 Eingang Ausfall des Bremslichts 18 Ausgang Relais
Frontscheibenwischer 1. und 2. Stufe
17 Eingang Brücke Standleuchten
hinten links 19 Eingang Spannungsversorgung
Blinker
18 Nicht belegt
20 Ausgang Relais
19 Eingang Brücke Bremslicht links Frontscheibenwischer ein/aus
20 Eingang elektrische 21 Ausgang Relais Wegfahrsperre
Zentralverriegelung
22 Eingang Standlicht
21 Eingang Brücke Bremslicht rechts
23 Ausgang Relais
22 Eingang Bremslichtschalter
Spannungsversorgung mit
23 Ausgang elektrische Zeitschaltung
Zentralverriegelung
24 Eingang Spannungsversorgung UCH
24 Ausgang elektrische
Zentralverriegelung

81-15
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

81-16
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

Sicherungsbelegung (je nach Ausrüstungsniveau)

CGB1 (15-poliger Stecker) SCHWARZ CGB2 (15-poliger Stecker) GRAU

WEISS WEISS
Anschluss Bezeichnung Anschluss Bezeichnung
A1 Nicht belegt A1 Plus Batterie abgesichert
(Klimaanlage)
A2 Plus Nebelscheinwerfer
A2 Plus Batterie abgesichert
A3 Plus Relais Nebelscheinwerfer
(Klimaanlage)
A4 Nicht belegt
A3 Plus Zubehör abgesichert
A5 Nicht belegt
A4 Steuerung Plus elektrische
A6 Plus Batterie abgesichert über Zentralverriegelung - Schließen
Fahrgastraum 1 (Verbindungsstecker
A5 Steuerung Plus elektrische
für Anhängerbetrieb)
Zentralverriegelung - Öffnen
SCHWARZ A6 Masse
B1 Plus Batterie abgesichert über SCHWARZ
Zentralverriegelung
B1 Masse
B2 Geschaltetes Plus abgesichert über
ABS/ESP B2 Steuerung Entriegelung innen/außen
Hintertür
B3 Geschaltetes Plus abgesichert über
Airbag B3 Steuerung Verriegelung außen
hinten Fahrerseite
B4 Nicht belegt
B4 Steuerung Verriegelung innen hinten
B5 Plus Zubehör abgesichert
B5 Steuerung Verriegelung innen hinten
B6 Nicht belegt
B6 Betätigung Entriegelung außen
B7 Plus Zubehör abgesichert
hinten Fahrerseite und Entriegelung
B8 Plus Zubehör abgesichert innen vorne
B9 Plus Zubehör abgesichert B7 Betätigung Entriegelung außen
hinten Fahrerseite und Entriegelung
innen vorne
B8 Nicht belegt
B9 Steuerung Plus Zeitschaltung der
Gepäckraumbeleuchtung

81-17
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

Sicherungsbelegung (je nach Ausrüstungsniveau)

CGB3 (15-poliger Stecker) BRAUN CGB4 (15-poliger Stecker) GRÜN

WEISS WEISS
Anschluss Bezeichnung Anschluss Bezeichnung
A1 Plus Abblendlicht A1 Steuerung Plus Sicherung für
Fernlicht
A2 Nicht belegt
A2 Steuerung Relaisspule Verriegelung
A3 Steuerung Plus Fernlicht
der Funktion hinten
A4 Nicht belegt
A3 Geschaltetes Plus bzw. Batterie
A5 Steuerung Plus Sicherung für Fensterheber hinten
Signalhorn
A4 Steuerung Relais elektrischer
A6 Steuerung Plus Sicherung für Fensterheber hinten
Nebelschlussleuchte
A5 Nicht belegt
SCHWARZ A6 Steuerung Plus heizbare
B1 Plus Abblendlicht rechts Heckscheibe

B2 Plus Abblendlicht links SCHWARZ


B3 Steuerung Plus abgesichert über B1 Plus Batterie abgesichert über
Sicherung für Außenspiegelheizung Sicherung Sende-/Empfangseinheit
B4 Steuerung Plus Nebelschlussleuchte B2 Nicht belegt
abgesichert
B3 Geschaltetes Plus abgesichert über
B5 Nicht belegt Sicherung Zubehör
B6 Plus Zubehör Batterie abgesichert B4 Steuerung Plus
über Fensterheber Fahrertür Heckscheibenwischer
Beifahrerseite
B5 Nicht belegt
B7 Steuerung Minus Innenbeleuchtung
B6 Steuerung Plus Zeitschaltung der
B8 Plus Batterie abgesichert über Innenbeleuchtung
Fensterheber
B7 Steuerung Plus Standlicht hinten
B9 Steuerung Plus Signalhorn rechts
B8 Steuerung Plus Standlicht vorne
rechts
B9 Steuerung Minus Relais heizbare
Heckscheibe

81-18
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

CGB5 (12-poliger Stecker) BLAU CGB6 (18-poliger Stecker) TRANSPARENT

WEISS WEISS
Anschluss Bezeichnung Anschluss Bezeichnung
A1 Plus Batterie abgesichert über A1 Nicht belegt
Fahrgastraum 3
A2 Geschaltetes Plus abgesichert über
A2 Nicht belegt Sicherung für Steuerung
Heckscheibenheizung
A3 + APC
A3 Geschaltetes Plus abgesichert über
A4 Plus Batterie abgesichert über
Sicherung für Steuerung
Zentralverriegelung
Heckscheibenheizung
A5 Nicht belegt
A4 Nicht belegt
A6 Plus Batterie abgesichert über
A5 Nicht belegt
Fahrgastraum 2
A6 Nicht belegt
SCHWARZ
A7 Steuerung Plus Intervallschaltung
B1 Masse Blinkrelais
B2 Plus Fernlicht A8 Steuerung Blinkleuchten links
B3 Plus Starter A9 Steuerung Blinkleuchten rechts
B4 Steuerung Relais Standlicht SCHWARZ
B5 Nicht belegt
B1 Steuerung Plus Zeitschaltung
B6 Steuerung Relais Abblendlicht langsame Wischgeschwindigkeit
vorn
B2 Steuerung Plus Zeitschaltung
schnelle Wischgeschwindigkeit vorn
B3 Geschaltetes Plus abgesichert über
Sicherung Bremslicht
B4 Steuerung Plus
Kennzeichenbeleuchtung
B5 Steuerung Plus Standlicht hinten
links
B6 Steuerung Plus Standlicht hinten
rechts
B7 Steuerung Bremslicht
B8 Steuerung Plus Bremsleuchte rechts
B9 Steuerung Plus Bremsleuchte links

81-19
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

81-20
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

Sicherungsbelegung (je nach Ausrüstungsniveau)

Anschluss Bezeichnung
REL 2 Relais Heckscheibenheizung
REL 7 Relais Nebelscheinwerfer
REL 9 Relais Frontscheibenwischer
REL 10 Relais Frontscheibenwischer
REL 11 Relais Heckscheibenwischer/
Rückfahrscheinwerfer
REL 12 Relais Zentralverriegelung
REL 13 Relais Zentralverriegelung
REL 17 Relais Heckscheibenwischer
REL 18 Relais Innenbeleuchtung mit
Zeitschaltung
REL 19 Relais Zubehör
REL 21 Relais Wegfahrsperre
REL 22 Relais Steuergerät/geschaltetes Plus
REL 23 Relais Zubehör, nachgerüstetes
Radio/Fensterheber hinten
SH 1 Brücke elektrischer Fensterheber
hinten
SH 2 Brücke elektrischer Fensterheber
vorne
SH 3 Brücke Tagfahrlicht
SH 4 Brücke Tagfahrlicht

81-21
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

Dieser Sicherungskasten befindet sich am Modul Sicherungskasten/Stromverteilerplatte.

Belegung der Sicherungen und Relais (je nach Ausrüstungsniveau)

Nr. Ampere Bezeichnung


F26 30 A Sicherung Anhängersteckdose
F27 30 A Sicherung Schiebedach
F28 30 A Sicherung Fensterheber hinten links
F29 30 A Sicherung Fensterheber hinten rechts
F30 5A Sicherung Geber für Lenkradwinkel
F31 - Nicht belegt
R17 Relais elektrischer Fensterheber

81-22
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

Das als Sonderausstattung erhältliche Modul


Sicherungskasten/Stromverteilerplatte wird auf der
Beifahrerseite vor dem Handschuhfach angebracht.

18546

Belegung der Sicherungen und Relais (je nach Ausrüstungsniveau)


Nr. Ampere Bezeichnung

F32 - Nicht belegt


F33 - nicht belegt
F34 20 A Sicherung Sitzheizung Fahrer- und Beifahrerseite
F35 15 A Sicherung Spannungsversorgung elektrisch verstellbarer Fahrersitz
F36 20 A Sicherung elektrisch verstellbarer Fahrersitz
F37 20 A Sicherung elektrisch verstellbarer Beifahrersitz
R3 Relais Spannungsversorgung Sitze
R4 Relais Standlicht für Tagfahrlicht
R5 Relais Abblendlicht für Tagfahrlicht
R6 Relais Pumpe Scheinwerferwaschanlage
Unterbrecherrelais Bremslicht

81-23
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

Sicherungskasten/Stromverteilerplatte (Motorraum)

Sicherungsbelegung (je nach Ausrüstungsniveau)

Nr. Ampere Bezeichnung

F1 7,5 A Sicherung Automatikgetriebe


F2 - Nicht belegt
F3 30 A Sicherung Relais Einspritzanlage
F4 5 A-15 A Sicherung Automatikgetriebe
F5 30 A Sicherung Heizelement Zusatzheizung - Relais Dieselvorwärmvorrichtung
F6 10 A Sicherung Einspritz-Steuergerät - Elektromagnetisches Absperrventil Diesel -
Dieselvorwärmvorrichtung
F7 - Nicht belegt
F8 - Nicht belegt
F9 20 A Sicherung Stufe 1 Kühlerventilator
F10 30 A Sicherung ABS-/ESP-Steuergerät
F11 30 A Sicherung Signalhorn
F12 70 A Sicherung Vorglühanlage
F13 70 A Sicherung Heizelemente 2
F14 70 A Sicherung Heizelemente 1
F15 60 A Sicherung Stufe 1 und Stufe 2 Kühlerventilator mit Klimaanlage
F16 40 A Sicherung Scheinwerfer-Waschanlage - Relais Entfrostung
F17 40 A Sicherung ABS-/ESP-Steuergerät
F18 70 A Sicherung Fahrgastraum Nr. 1
F19 70 A Sicherung Fahrgastraum
F20 60 A Sicherung Fahrgastraum Nr. 3
F21 60 A Sicherung Spannungsversorgung Sicherung Verbraucherunterbrechung
Fahrgastraum Nr. 2
F22 80 A Sicherung Frontscheibenheizung
F23 - Nicht belegt

81-24
81
INNENBELEUCHTUNG UND RÜCKLEUCHTEN
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte

Sicherungskasten/Stromverteilerplatte (Motorraum)

Belegung der Relais (je nach Ausrüstungsniveau)

Motoren K4M-F4P-F5R-F9Q

Nr. Bezeichnung
R1 Relais Zusatzheizung 1
R2 Relais Stufe 1 Kühlerventilator
R3 Nicht belegt
R4 Nicht belegt
R5 Relais Zusatzheizung 3
R6 Relais der Kraftstoffpumpe
R7 Relais Dieselvorwärmvorrichtung
R8 Schutzrelais Einspritzanlage
R9 Relais Stufe 1 Kühlerventilator mit Klimaanlage
R10 Relais Kühlerventilator mit Klimaanlage
R11 Relais Zusatzheizung 2

Motor L7X

Nr. Bezeichnung
R1 Nicht belegt
R2 Relais Kühlerventilator mit Klimaanlage
R3 Nicht belegt
R4 Nicht belegt
R5 Nicht belegt
R6 Relais Einspritzanlage
R7 Relais Kühlerventilator mit Klimaanlage
R8 Schutzrelais Einspritzanlage
R9 Relais Kühlerventilator mit Klimaanlage
R10 Relais Kühlerventilator mit Klimaanlage
R11

81-25
182
82
WEGFAHRSPERRE
RENAULT Chipkarte

BESONDERHEITEN ● Dieses System kann, je nach Ausführung, einer


RENAULT Chipkarte mit der Funktion
● Das Fahrzeug ist nicht mehr mit einem WFS-Code "schlüsselloser Einstieg" zugeordnet werden.
versehen, sondern mit einem Reparaturcode, der Es kann nicht mehrere RENAULT Chipkarten mit
ihm bei der Fabrikation zugeordnet wird und sich der Funktion "schlüsselloser Einstieg"
nicht mehr ändert. umfassen.
– Auf den RENAULT Chipkarten ist keine Nummer
zu lesen.
– Das Fahrzeug besitzt bei Auslieferung keinen ● Im Falle eines Verlusts, eines Diebstahls oder auf
Aufkleber mit dem Wegfahrsperrencode. Kundenanfrage können eine oder mehrere
RENAULT Chipkarten eines Fahrzeugs gesperrt
Bei allen Arbeiten am Wegfahrsperrensystem kann werden. Diese lassen sich später ggf. demselben
der Reparaturcode bei der Deutschen Renault AG Fahrzeug wieder zuordnen.
abgefragt werden (siehe Technische Note 3315E).

Zur Abfrage des Codes muss die VIN-Nr. sowie ● ACHTUNG: Bei diesem System können nicht
die Fabrikationsnummer des Fahrzeugs gleichzeitig mehrere Komponenten (UCH und
angegeben werden. Nur so kann der RENAULT Chipkarten oder UCH und Einspritz-
Reparaturcode dem Fahrzeug korrekt Steuergerät) ausgetauscht werden. Diese Teile
zugeordnet werden. werden uncodiert geliefert.

● Die vom LTZR (Teilelager) gelieferten Austausch- Bei einem Austausch muss mindestens eines dieser
Chipkarten werden uncodiert und ohne Notschlüssel Komponenten den Originalcode im Speicher haben,
geliefert. Die Knopfbatterie ist aufgeladen. sonst können die Komponenten nicht codiert
werden (siehe Tabelle der Zuweisungen).

● Das System kann maximal vier RENAULT


Chipkarten verarbeiten. Die Funktion ● Nach dem Einlesen in eine dieser
Fernbedienung, die Batterie und der Akku (bei der Systemkomponenten kann der Code nicht mehr
Chipkarte für schlüssellosen Einstieg) haben gelöscht werden. Der eingelesene Code kann
keinerlei Einfluss auf die Wegfahrsperre. nicht wieder gelöscht werden!

82-1
82
WEGFAHRSPERRE
RENAULT Chipkarte

ALLGEMEINES Das Fahrzeug bekommt bei der Herstellung einen


zwölfstelligen hexadezimalen Code zugeordnet, der
Das Wegfahrsperrensystem dieses Fahrzeugs wird das Wegfahrsperrensystem in Funktionsbereitschaft
von einem System zur Erkennung der RENAULT versetzt.
Chipkarte gesteuert, das mit einem Wechselcode nach
dem Zufallsprinzip arbeitet. Diesen Reparaturcode benötigt später die
Kundendienst-Werkstatt, um:
● zusätzliche RENAULT Chipkarten freizugeben
Jede RENAULT Chipkarte des Fahrzeugs besitzt ● eine oder mehrere RENAULT Chipkarten
einen integrierten elektronischen Schaltkreis (Chip) auszutauschen
(ohne Batteriebetrieb), der unabhängig von der ● eine oder mehrere RENAULT Chipkarten zu sperren
Fernbedienung funktioniert. (beispielsweise bei Verlust oder Diebstahl)
● die UCH (Zentralelektronik) auszutauschen

Die Wegfahrsperre wird wenige Sekunden nach dem


Entnehmen der RENAULT Chipkarte aus dem
Kartenlesegerät aktiviert. Dies ist durch das Blinken HINWEIS: Um den Reparaturcode zu erhalten, muss
der roten Kontrolllampe auf der Instrumententafel und die Seriennummer des Fahrzeugs (VIN) bekannt sein.
durch die elektronische Verriegelung der Lenksäule Je nach Land kann der Code auf verschiedenen
erkennbar. Wegen ermittelt werden (siehe die Technische
Note 3315E):
● über Tel. Codeline,
● über Codeline über renault-net,
● über die Abteilung TNB

82-2
82
WEGFAHRSPERRE
RENAULT Chipkarte

VORSTELLUNG DES SYSTEMS

A RENAULT Chipkarte
B Kartenlesegerät mit Empfängerteil der Wegfahrsperre
C UCH (Zentralelektronik) und Sicherungskasten/Stromverteilerplatte
D Rote Kontrolllampe für die Wegfahrsperre (Instrumententafel)
E Einspritz-Steuergerät (Benziner bzw. Diesel)
F Elektrische Lenksäulenverriegelung
G Diagnoseanschluss
H Start-/Stop-Taste des Motors
I Sensoren des Kupplungspedals und der Position "Leerlauf" des Getriebes

Multiplexverbindung
Herkömmliche Kabelverbindung

1 Position Plus Zubehör


2 Position geschaltetes Plus
3 Spannungsversorgung des Anlassers

82-3
82
WEGFAHRSPERRE
RENAULT Chipkarte

BESCHREIBUNG DES SYSTEMS ● einer roten Kontrolllampe für die Wegfahrsperre (D)
auf der Instrumententafel, die Folgendes anzeigt:
Bei diesem System wird die Wegfahrsperre wenige – die Aktivierung der Wegfahrsperre
Sekunden nach dem Ausschalten der Zündung – die Nichterkennung der RENAULT Chipkarte
aktiviert. Dies ist durch das Blinken der roten – einen etwaigen Systemausfall
Kontrolllampe auf der Instrumententafel und durch die – eine Störung des Einspritz-Steuergeräts oder der
elektronische Verriegelung der Lenksäule erkennbar. elektronischen Lenksäulenverriegelung.

● einem codierten Einspritz-Steuergerät (E)


Das System setzt sich zusammen aus:
● einem Diagnoseanschluss (G) zur Behebung von
● zwei speziellen RENAULT Chipkarten (A) mit Störungen und zur Konfiguration des Systems
elektronischem Schaltkreis (Chip) zur Steuerung der
Wegfahrsperre ● einer codierten elektrischen
– nur eine dieser RENAULT Chipkarten verfügt über Lenksäulenverriegelung (F)
die Funktion "schlüsselloser Einstieg"
– zusätzlich können zwei weitere Chipkarten ● Sensoren für die Position des Kupplungspedals und
zugeordnet werden (maximal vier insgesamt) des Getriebes (I) sowie einer Start-/Stop-Taste (H)
für die Spannungsversorgung (Betätigung) des
● einem Empfängerteil der Wegfahrsperre, der im Anlassers.
Kartenlesegerät (B) integriert ist und der über eine
Elektronik zur Weiterleitung der Codes der
Chipkarten an die UCH (C) verfügt.

HINWEIS: Das Kartenlesegerät selbst ist nicht


codiert.

● eine UCH (C), die sich unter dem Armaturenbrett


auf der Fahrerseite befindet.

Die UCH erfüllt folgende Funktionen für das


Wegfahrsperrensystem:
– Decodierung des Signals der RENAULT
Chipkarte, das vom Kartenlesegerät weitergeleitet
wird
– Verwaltung des Wegfahrsperrensystems durch
Senden eines Codes an die elektronische
Lenksäulenverriegelung
– Kommunikation mit dem Einspritz-Steuergerät
– Ansteuerung der roten Kontrolllampe für die
Wegfahrsperre und der Beleuchtung des
Kartenlesegeräts
– Kommunikation mit dem Prüfgerät

HINWEIS: Zu den anderen Funktionen, die über die


UCH gesteuert werden, siehe Kapitel 87.

82-4
82
WEGFAHRSPERRE
RENAULT Chipkarte

FUNKTIONSWEISE Sonderfälle

Wenn die Wegfahrsperre aktiv ist, blinkt die rote ● Wenn das Einspritz-Steuergerät oder die elektrische
Kontrolllampe für die Wegfahrsperre (langsames Lenksäulenverriegelung keinen Code im Speicher
Blinken; ein Aufleuchten pro Sekunde). Die elektrische abgelegt haben, wird der gesendete Code
Lenksäulenverriegelung ist blockiert. gespeichert.

● Nach dem Einschieben der RENAULT Chipkarte in ● Falls die Codes nicht zwischen der UCH
das Kartenlesegerät wird der Code der Chipkarte an (Zentralelektronik) und der RENAULT Chipkarte
die UCH weitergeleitet. übereinstimmen, wird das System nicht verriegelt.
Die rote Kontrolllampe der Wegfahrsperre blinkt
● Wenn der Code von der UCH erkannt wird, sendet (schnelles Blinken). Das Anlassen des Motors ist
diese über das Multiplex-Datennetz ein codiertes nicht möglich, und die elektronische
Signal an die elektrische Lenksäulenverriegelung. Lenksäulenverriegelung bleibt blockiert.

● Wenn das von der Lenksäulenverriegelung ● Wenn die Kontrolllampe leuchtet, ohne dass
empfangene codierte Signal mit dem im Speicher geschaltetes Plus anliegt, weist das Fahrzeug ein
abgelegten Signal identisch ist, bewirkt es die Problem der elektrische Lenksäulenverriegelung auf.
Entriegelung der Lenksäule und sendet eine
Nachricht zur Bestätigung an die UCH. ● Leuchtet die Kontrolllampe bei Anliegen von
geschaltetem Plus, weist das Fahrzeug eine Störung
● Wenn die UCH diese Nachricht empfängt, stellt sie der Einspritzanlage auf.
die Spannungsversorgung an das geschaltete Plus
her und schaltete die rote Kontrolllampe für die
Wegfahrsperre aus. ACHTUNG: Bei schwacher Batterieladung kann der
Spannungsabfall, den die Betätigung des Anlassers
● Nach der Herstellung des Kontakts, tauschen die verursacht, eine Reaktivierung der Wegfahrsperre
UCH und das Einspritz-Steuergerät über das bewirken. Ist die Spannung zu schwach, ist ein
Multiplex-Datennetz codierte Signale aus. Anlassen nicht möglich, auch nicht durch Anschieben
des Fahrzeugs.
● Wenn die von der UCH und dem Einspritz-
Steuergerät ausgegebenen Signale übereinstimmen
gibt die UCH das Anlassen des Motors frei, und die
Einspritzanlage wird entriegelt.

82-5
82
WEGFAHRSPERRE
RENAULT Chipkarte

AUSTAUSCH UND KONFIGURATION DER ZENTRALELEKTRONIK FAHRGASTRAUM (UCH)

Die Neuteile sind nicht codiert. Nach dem Einbau in das Fahrzeug muss deshalb ein Code eingelesen werden,
damit diese Komponenten funktionsbereit sind.

Hierzu müssen bestimmte Bauteile des Fahrzeugs bereits korrekt codiert sein (mit dem Reparaturcode). Siehe
hierzu die Tabelle de Zuweisungen.

ACHTUNG: Wenn ein Austauschteil einen Code einliest, ist es dem Fahrzeug zugeordnet, dieser Code kann nicht
wieder gelöscht oder durch einen anderen überschrieben werden. Der eingelesene Code kann nicht wieder
gelöscht werden!

TABELLE DER ZUWEISUNGEN

ZUSTAND DER KOMPONENTEN


REPARATURAR- REPARATURCODE
BEITEN UCH RENAULT Einspritz- Lenksäulenv ERFORDERLICH
(Zentralelektronik) Chipkarte Steuergerät erriegelung

Einlesen der UCH Uncodiert Codiert Codiert - JA

Zuordnen oder
Sperren einer
Codiert Uncodiert* Codiert - JA
RENAULT
Chipkarte

Einlesen elektro-
nische Lenksäu- Codiert Codiert - Uncodiert NEIN
lenverriegelung

Einlesen
Einspritz- Codiert Codiert Uncodiert Codiert NEIN
Steuergerät

* Eine dem Fahrzeug zuzuordnende RENAULT Chipkarte muss entweder uncodiert oder bereits für dieses
Fahrzeug codiert sein.
ANMERKUNG: Die Chipkarte kann für ein Fahrzeug codiert sein, ohne funktionsfähig zu sein (nicht
zugeordnet).
ZUR ERINNERUNG: Funktionsfähig sind ausschließlich die RENAULT Chipkarten, mit denen das
Zuweisungsverfahren durchgeführt wurde.

82-6
82
WEGFAHRSPERRE
RENAULT Chipkarte

AUSTAUSCH UND KONFIGURATION DER ZENTRALELEKTRONIK FAHRGASTRAUM (UCH)

Eine neue UCH (Zentralelektronik) ist nicht codiert. Nach dem Einbau in das Fahrzeug muss deshalb ein Code
eingelesen werden, damit sie funktionsbereit ist.

Zur Durchführung dieses Verfahrens müssen folgende Bedingungen erfüllt sein: mindestens eine der früheren
RENAULT Chipkarten des Fahrzeugs verfügbar, Reparaturcode bekannt, Einspritz-Steuergerät korrekt codiert
(siehe Tabelle der Zuweisungen).

ACHTUNG: Nach dem Einlesen eines Codes in die UCH ist Letztere dem Fahrzeug zugeordnet. Der Code
kann danach nicht mehr gelöscht oder durch einen anderen überschrieben werden.

WICHTIG: Funktionsfähig sind ausschließlich die RENAULT Chipkarten, mit denen das Zuweisungsverfahren
durchgeführt wurde, vorausgesetzt:
● sie waren bereits für dieses Fahrzeug codiert
● sie sind neu (uncodiert)

EINLESEN DER UCH (ZENTRALELEKTRONIK) SONDERFÄLLE

● Die Kommunikation mit dem System Bei der Meldung:


"Wegfahrsperre" herstellen. ● "Chipkarte aus dem Kartenlesegerät
● Im Menü "Steuerung", "Spezifische Steuerung" die entnehmen", es befindet sich bereits eine
Zeile "SC027: Einlesen der UCH" bestätigen. Chipkarte im Kartenlesegerät .
● Am Prüfgerät erscheint die Meldung "Bitte ● "Bitte den Kundendienst-Code prüfen und
Kundendienst-Code eingeben". sicherstellen, dass die Chipkarte zum
Bei nicht eingeschobener RENAULT Chipkarte den Fahrzeug gehört": Der Code wurde nicht korrekt
zwölfstelligen Code in hexadezimalen Zeichen gelesen oder die UCH wurde bereits für ein
eingeben und bestätigen. anderes Fahrzeug codiert. Überprüfen Sie den
● Wenn der Code korrekt ist, erscheint am Prüfgerät Code, und wiederholen Sie den Vorgang.
die Meldung "Eine für das Fahrzeug ● "Möchten Sie die Chipkarten vor dem Zuordnen
funktionsfähige Chipkarte einlegen"; der zum Fahrzeug überprüfen?" : Die UCH besitzt
Einlesevorgang läuft. bereits den Code dieses Fahrzeugs, die UCH
● Am Prüfgerät erscheint die Meldung "UCH wechselt in den Modus zur erneuten Zuweisung
eingelesen"; die UCH ist codiert. Zum Einlesen der der RENAULT Chipkarte.
übrigen Chipkarten (maximal vier insgesamt) den ● "Chipkarte für dieses Fahrzeug nicht
Modus zum Einlesen der RENAULT Chipkarten verwendbar": Der Kartencode stimmt nicht mit
aufrufen. Der Vorgang kann einige Sekunden dem Fahrzeugcode überein.
dauern, bis die Meldung erscheint. ● "Vorhandene Chipkarte ist uncodiert. Eine
andere für das Fahrzeug funktionsfähige
Chipkarte einlegen": Eine bereits codierte Karte
ACHTUNG: Die maximale Zeitdauer zwischen zwei einlegen.
Arbeitsschritten beträgt 2 Minuten. Bei ● "Einlesen der UCH fehlgeschlagen".
Überschreitung dieser Zeitdauer erscheint am Wiederholen Sie den gesamten Vorgang.
Prüfgerät die Meldung "Prozess abgebrochen.
Achtung: Es sind nur die Chipkarten dem
Fahrzeug zugeordnet, die bereits vor Beginn ACHTUNG: Nachdem die UCH den Code einer
dieses Vorgangs codiert wurden! Dem Fahrzeug RENAULT Chipkarte eingelesen hat, kann dieser nicht
können nur die bereits vor dem Abbruch dieses mehr gelöscht oder mit einem anderen Code
Vorgangs codierten Chipkarten zugeordnet überschrieben werden.
werden". Diese Meldung erscheint auch bei
Kommunikationsunterbrechung mit der UCH oder bei
Batteriestromunterbrechung.

82-7
82
WEGFAHRSPERRE
RENAULT Chipkarte

ZUWEISUNG DER RENAULT CHIPKARTEN ACHTUNG: Es dürfen nur bereits codierte Chipkarten
des betreffenden Fahrzeugs oder neue, uncodierte
HINWEIS: Ob eine RENAULT Chipkarte codiert oder Chipkarten eingegeben werden!
uncodiert ist, kann durch folgenden Zustand HINWEIS: Das Fahrzeug kann nur eine einzige
herausgefunden werden: "ET 115: Karte noch nicht RENAULT Chipkarte mit der Funktion "schlüsselloser
eingelesen". Einstieg" belegen. Jede zusätzliche Chipkarte, die
dem Fahrzeug zugeordnet wird, funktioniert
WICHTIG: Falls keine der RENAULT Chipkarten zwangsläufig wie eine einfache RENAULT Chipkarte.
verfügbar ist, muss anschließend für alle Chipkarten
das Verfahren zur erneuten Zuweisung durchgeführt ACHTUNG: Die maximale Zeitdauer zwischen zwei
werden. Arbeitsschritten beträgt 5 Minuten. Bei
Überschreitung dieser Zeitdauer erscheint am
● Im Menü "Steuerung", "Spezifische Steuerung" die Prüfgerät die Meldung "Prozess abgebrochen.
Zeile "SC001: Einlesen der UCH" bestätigen. Achtung: Es sind nur die Chipkarten dem
● Es erscheint die Meldung "Möchten Sie die Fahrzeug zugeordnet, die bereits vor Beginn
Chipkarten vor dem Zuordnen zum Fahrzeug dieses Vorgangs codiert wurden! Dem Fahrzeug
überprüfen?" können nur die bereits vor dem Abbruch dieses
● Wenn eine Überprüfung der Chipkarte erforderlich Vorgangs codierten Chipkarten zugeordnet
ist, erscheint am Prüfgerät die Meldung "Bitte werden". Diese Meldung erscheint auch bei
Chipkarte vollständig in das Kartenlesegerät Kommunikationsunterbrechung mit der UCH oder bei
einschieben". Daraufhin eine RENAULT Chipkarte Batteriestromunterbrechung.
bis zum Einschalten der Zündung einlegen:
– Wenn die Zuweisung nicht möglich ist, erscheint ● Bei der Konfiguration der UCH sind die
die Meldung "Bitte den Kundendienst-Code vorhandenen Ausrüstungen und
prüfen und sicherstellen, dass die Chipkarte Zusatzausrüstungen des Fahrzeugs zu
zum Fahrzeug gehört". Eine andere Karte berücksichtigen (siehe Kapitel 87).
einlegen.
– Wenn die Chipkarte konform ist, erscheint die HINWEIS: Wird nur die UCH ausgetauscht, ist das
Meldung "Bitte Chipkarte aus dem Einspritz-Steuergerät nicht betroffen; es behält den
Kartenlesegerät entnehmen". bisherigen Wegfahrsperrencode.
● Das Prüfgerät zeigt an: "Die Karte vollständig in
das Kartenlesegerät einlegen". Daraufhin eine
RENAULT Chipkarte bis zum Anschlag einlegen und
bestätigen:
– Wenn die Chipkarte nicht akzeptiert wird, bleibt die
rote Kontrolllampe erloschen.
– Wenn die Chipkarte akzeptiert wird, blinkt die rote
Kontrolllampe schnell, und am Prüfgerät
erscheinen die Meldungen "1 Chipkarte codiert"
und danach "Bitte Chipkarte aus dem
Kartenlesegerät entnehmen".

● Am Prüfgerät erscheint die Meldung "Bitte


Chipkarte vollständig in das Kartenlesegerät
einschieben". Schieben Sie nun eine zweite
RENAULT Chipkarte bis zum Einschalten der
Zündung ein:
HINWEIS: Wird dieselbe Chipkarte wiederholt
eingeschoben, ignoriert dies das System, und die
Kontrolllampe Wegfahrsperre bleibt erloschen.

● Die zuzuordnende(n) RENAULT Chipkarte(n) des


Fahrzeugs vollständig einschieben (maximal 4). Es
erscheint die Meldung "2., 3. oder 4. Chipkarte
codiert" und danach "Bitte Chipkarte aus dem
Kartenlesegerät entnehmen".

82-8
82
WEGFAHRSPERRE
RENAULT Chipkarte

CODIEREN DES EINSPRITZ-STEUERGERÄTS Kontrolle

Das Einspritz-Steuergerät wird uncodiert geliefert. Es Der Zustand des Einspritz-Steuergeräts lässt sich mit
muss den Code des Wegfahrsperrensystems beim Hilfe der Prüfgeräte abrufen.
Einbau einlesen, damit das Anlassen des Motors
freigegeben wird. ● Mit Hilfe des Diagnosegeräts folgende Schritte
durchführen:
Hierzu genügt es, die Zündung einige Sekunden lang
einzuschalten, ohne den Motor anzulassen. Die
1. "Zentralelektronik Fahrgastraum" aufrufen und
Zündung ausschalten und die Wegfahrsperre ist nach
bestätigen
einigen Sekunden aktiv.
2. Das Menü "ZUSTAND" auswählen und
bestätigen:
– Wenn das Steuergerät nicht codiert ist, ist
der Zustand "ET 111 Einspritz-Steuergerät
uncodiert" aktiv.
– Wenn das Steuergerät nicht codiert ist, ist
der Zustand "ET 111 Einspritz-Steuergerät
uncodiert" nicht bestätigt.

ACHTUNG

Bei diesem Wegfahrsperrensystem gilt der


Wegfahrsperrencode für die gesamte
Lebensdauer des Fahrzeugs.
Außerdem verfügt dieses System nicht über
einen Code zur Pannenhilfe.

Folglich dürfen keinerlei Versuche mit


Steuergeräten durchgeführt werden, die vom
Teilelager ausgeliehen sind und zurückgegeben
werden müssen.

Der eingelesene Code kann nicht wieder


gelöscht werden!

82-9
82
WEGFAHRSPERRE
RENAULT Kartenlesegerät

Das RENAULT Kartenlesegerät enthält zwei Kontakte Beleuchtung des Kartenlesegeräts


für die Funktion des Fahrzeugs: ● Beim Entriegeln der Fahrzeugtüren schaltet sich die
● einen Schaltkontakt bei halb eingeschobener Beleuchtung des Kartenlesegeräts ca. 30 Sekunden
Chipkarte zur Spannungsversorgung der lang ein.
Zubehörgeräte (PLUS ZUBEHÖR) ● Wenn sich die Beleuchtung des Kartenlesegerät
● einen Schaltkontakt bei vollständig eingeschobener beim Einschieben einer RENAULT Chipkarte
Chipkarte (GESCHALTETES PLUS) einschaltet, bedeutet dies, dass der Kartencode mit
Code der UCH übereinstimmt.
HINWEIS: Die RENAULT Chipkarte wird im ● Wenn das Kartenlesegerät beim Einschieben einer
Kartenlesegerät verriegelt, sobald die UCH die Chipkarte schnell blinkt (mit derselben Frequenz wie
Information "laufender Motor" vom Einspritz- die Kontrolllampe der Wegfahrsperre), bedeutet
Steuergerät erhält. Sie wird erst beim Abschalten des dies, dass der Kartencode von der UCH nicht
Motors wieder freigegeben. erkannt wird.
● Nach dem Abstellen des Motors schaltet sich auch
Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe kann das die Beleuchtung des Kartenlesegeräts aus.
Blockieren der RENAULT Chipkarten über die ● Wenn sich die Chipkarte beim Öffnen der Tür (bei
Konfiguration unterbunden werden. abgestelltem Motor) im Kartenlesegerät befindet,
blinkt dessen Beleuchtung, um auf dieses
Versäumnis hinzuweisen.

ANMERKUNG: Bei einer Störung der Beleuchtung


des Kartenlesegeräts muss das Kartenlesegerät
ausgetauscht werden.

ZUR ERINNERUNG: Das Kartenlesegerät selbst ist


nicht codiert.

Zum Ausbau des Kartenlesegeräts und zur Zuweisung


der Anschlüsse, siehe Kapitel 84.

18330

Das RENAULT Kartenlesegerät dient:


● zum Empfang des Funksignals für die Ver- und
Entriegelung der Türen/Hauben/Klappen
● als Transponderantenne für die Wegfahrsperre und
die Erkennung der RENAULT Chipkarte

82-10
82
WEGFAHRSPERRE
Elektrische Lenksäulenverriegelung

Die Lenksäulenverriegelung befindet sich im unteren VORSICHTSMASSNAHMEN BEI DER


Ende der Lenksäule. Sie wird über die UCH gesteuert. INSTANDSETZUNG
Diese Verriegelung wird von der UCH codiert; der
Code ist nicht löschbar. Zum Entriegeln der Lenkung beim Abklemmen der
Batterie ist Folgendes erforderlich:
● Die RENAULT Chipkarte vollständig einschieben
(geschaltetes Plus) und danach um eine
Raststellung herausziehen (PLUS ZUBEHÖR). Die
Lenksäule wird erst beim Verlassen der 1.
Raststellung des Kartenlesegeräts entriegelt. Die
Batterie abklemmen; die Lenksäule bleibt entriegelt,
solange die Batterie abgeklemmt ist und sich die
Chipkarte im Kartenlesegerät befindet.
● Das Airbag-Steuergerät mittels Prüfgerät verriegeln.

Zu den Steckerbelegungen, siehe Kapitel 84.

AUSBAU

ACHTUNG: Die Lenksäulenverriegelung ist mit


einer Linksgewindeschraube befestigt.
Außerdem kann sie nur nach vorheriger
18541S Entriegelung ausgebaut werden.

FUNKTIONSWEISE

Die Lenkung wird entriegelt, sobald die RENAULT


Chipkarte vollständig in das Kartenlesegerät
eingeschoben ist und die UCH den Transponder
erkennt.
Die Lenkung wird verriegelt, wenn die RENAULT
Chipkarte aus dem Kartenlesegerät entnommen wird,
der Motor stillsteht und die Fahrgeschwindigkeit gleich
Null ist.

HINWEIS: Wenn die UCH die Information "Aufprall"


vom Airbag-Steuergerät empfängt, bleibt die
Lenksäule entriegelt.

HINWEIS: Weist die Lenksäulenverriegelung eine


Störung oder eine Stromunterbrechung auf, kann der
Motor nicht angelassen werden.

HINWEISE:
● Wenn das System beim Einschieben der Chipkarte 18541
nicht entriegelt, leuchtet die rote Kontrolllampe der
Wegfahrsperre dreimal auf, jedoch bleibt die EINBAU
Spannungszufuhr zum Anlasser (geschaltetes Plus)
unterbunden. Die Schraube mit einem Drehmoment von 0,8 daNm
● Wenn sich die Verriegelung der
Vorrichtungshalterung während der Fahrt löst,
leuchten die Kontrolllampe "STOPP" und die rote
Kontrolllampe für die Wegfahrsperre auf (das
Lenkrad blockiert jedoch nicht).
● Bei einer Störung eines internen Schalters leuchtet
die Kontrolllampe "SERV" auf.

82-11
82
WEGFAHRSPERRE
Elektrische Lenksäulenverriegelung

CODIERUNG DER ELEKTRISCHEN


LENKSÄULENVERRIEGELUNG

Die Lenksäulenverriegelung wird uncodiert geliefert.


Sie muss den Code des Wegfahrsperrensystems beim
Einbau einlesen, damit das Einschalten der Zündung
freigegeben wird.

Hierzu genügt es, die RENAULT Chipkarte des


Fahrzeugs einige Sekunden lang im Kartenlesegerät
zu lassen. Die RENAULT Chipkarte entfernen und die
Wegfahrsperre ist nach einigen Sekunden aktiv. Die
elektrische Lenksäulenverriegelung ist codiert und die
Lenksäule blockiert.

ACHTUNG:

Bei diesem Wegfahrsperrensystem gilt der


Wegfahrsperrencode für die gesamte
Lebensdauer des Fahrzeugs.
Außerdem verfügt dieses System nicht über einen
Code zur Pannenhilfe.

Folglich dürfen keinerlei Versuche mit einer


elektrischen Lenksäulenverriegelung
durchgeführt werden, die vom Teilelager
ausgeliehen ist und zurückgegeben werden
muss.

Der eingelesene Code kann nicht wieder gelöscht


werden!

Kontrollieren der Kodierung der elektrischen


Lenksäulenverriegelung:
● "Zentralelektronik Fahrgastraum" wählen.
● Im Menü "Zustand" sicherstellen, dass die Zeile
"ET 089 Lenksäulenverriegelung uncodiert" nicht
bestätigt ist.

82-12
82
ALARMSYSTEME
Signalhorn

BESCHREIBUNG

Das Signalhorn befindet sich hinter dem vorderen


Stoßfänger auf der linken Seite.

ANSCHLUSS (einfach)

Anschluss Bezeichnung
A Spannungsversorgung
Je nach Ausführung verfügen die Fahrzeuge über: (Kombischalter)
● einen oder zwei einzelne Signalhörner
● zwei Signalhörner, die über eine codierte Verbindung
B Masse
von der UCH angesteuert werden.

ANSCHLUSS (codierte Verbindung)


Diese Signalhörner werden angesteuert:
● durch manuelles Betätigen mittels
Anschluss Bezeichnung
Beleuchtungsschalter
● über eine codierte Verbindung durch die UCH beim 1 Stromversorgung
Schließen der Türen/Hauben/Klappen mittels
Funktion "schlüsselloser Einstieg" (je nach 2 Masse
Ausführung). 3 Betätigung (Kombischalter oder
UCH)

HINWEIS: Klang und Lautstärke dieses Schließsignals


können über die Konfiguration der UCH
(Zentralelektronik) mittels Prüfgerät geändert werden.
Hierzu:
● die Kommunikation mit der UCH herstellen
● im Menü "Ansteuerung" die Zeile "Konfiguration"
auswählen und bestätigen.

82-13
82
ALARMSYSTEME
Diebstahlwarnanlage

BESCHREIBUNG ANSCHLUSS

Die Verkabelung für eine von RENAULT homologierte


Diebstahlwarnanlage ist vorgerüstet.
Anschluss Bezeichnung
Der entsprechende Stecker (A) befindet sich hinter der 1 Geschaltetes Plus
Verkleidung, auf der Seite des Gurtstraffers hinten
links. 2 Plus Batterie
3 Steuerung der Kontrolllampe für
Türverriegelung (nicht belegt)
4 Information Haube geschlossen
5 Ultraschallfeld mit Bewegungsmelder
6 Ultraschallfeld mit Bewegungsmelder
7 Codierte Verbindung UCH
8 Funktion Blinkleuchten

18547-1

FUNKTIONSWEISE

Das Steuergerät der Diebstahlwarnanlage (ACU =


Alarm Control Unit) ist über einen seriellen Anschluss
mit der UCH verbunden.

Die Deaktivierung der Diebstahlwarnanlage bei


Entriegelung per Funk-Fernbedienung erfolgt durch
die UCH über eine codierte Verbindung.
Die Aktivierung der Diebstahlwarnanlage erfolgt durch
die UCH bei:
– Verriegelung mittels Funk-Fernbedienung
– automatischer Verriegelung nach Entriegelung

Die UCH informiert die das Steuergerät der


Diebstahlwarnanlage über den Zustand der Türen/
Hauben/Klappen nach einer Verriegelung mittels
Funk-Fernbedienung.

82-14
183
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Armaturenbrett

Die Sitze wieder maximal nach hinten schieben und


WICHTIG: Alle Arbeiten an den Airbag- und
Folgendes ausbauen:
Gurtstraffersystemen müssen von
– das RENAULT Kartenlesegerät (1)
entsprechend qualifiziertem Fachpersonal
durchgeführt werden.

ACHTUNG: Keinesfalls die Zündsysteme (Airbag


und Gurtstraffer) in der Nähe einer Wärmequelle
oder einer Flamme behandeln; es besteht die
Gefahr des Auslösens der Systeme.

HINWEIS: Das Sperren des elektronischen Airbag-


Steuergeräts ermöglicht auch die Entriegelung der
elektrischen Lenksäulenverriegelung.

AUSBAU

Die Vordersitze nach vorn schieben und die


Befestigungsschrauben der Mittelkonsole entfernen

18830

– die Schrauben der Mittelkonsole am


Armaturenbrett (2)

18632

18549

– die Mittelkonsole
– das Radiogerät (je nach Ausführung)
– die Zentrale Kommunikationseinheit (je nach
Ausführung)
– die Bedieneinheit der Heizung und der Klimaanlage
(siehe Kapitel 62)

83-1
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Armaturenbrett

Besonderheiten der Entriegelungshebel - Folgendes – den Geber für Sonneneinstrahlung (2)


ausbauen: – die mit einer Schraube befestigte Innenverkleidung
– den Zierrahmen der Bedieneinheit des Handschuhfachs
– die Befestigungsschrauben – die Innenleuchte des Handschuhfachs; hierbei auf
– die Bedieneinheit die Kontaktzunge (3) achten
– die Leuchte unter dem Armaturenbrett.
Ausbauen bzw. entfernen:
– die Befestigungsschraube des Armaturenbretts (1)

18543

– die externe Anzeige des Radiogeräts bzw. den


Carminat Bildschirm (je nach Ausführung), danach 18473
den Kabelstrang entfernen.
Die Halteklammer zur Befestigung des Airbags an der
Instrumententafel mit einem Steckschlüssel der
Schlüsselweite 13 mm blockieren bzw. die
Befestigungsschraube entfernen (je nach Ausführung).

18542

18544

HINWEIS: Diese Klammer muss nach jeder Zerlegung


ausgetauscht werden.

83-2
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Armaturenbrett
Abklemmen: – das Lenkrad, nachdem die Räder in
– den Stecker des Beifahrerairbags neben dem Modul Geradeausstellung gebracht wurden
Sicherungskasten/Stromverteilerplatte – den Rahmen (4) der Anzeigen
(Zusatzausstattung) – die Gehäusehälfte unter dem Lenkrad

18539
– die Schalter

– das Luftkissen des Fahrerairbags im Lenkrad Hierzu Die Kombischalter (Scheibenwischer, Bedieneinheit
einen Schraubendreher in die Öffnung (1) stecken Radio und Beleuchtung) und die Stecker der
und nach oben drücken (2). Spiralverbindung (Airbag und
Fahrgeschwindigkeitsregler) sowie des
Lenkeinschlagwinkelgebers abklemmen.

Vor dem Ausbau der Spiralverbindung deren Position


markieren und sicherstellen:
– dass sich die Räder beim Ausbau in
Geradeausstellung befinden
– dass sich die Markierung "0" der Spiralverbindung
gegenüber der Markierung befindet

18455

– die Stecker des Fahrerairbags (3) und die


Steckverbindungen der Tasten des
Fahrgeschwindigkeitsreglers (je nach Ausführung)

Ausbauen bzw. entfernen:


– die Lenkradschraube 18797

83-3
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Armaturenbrett

Die Schraube herausdrehen und danach die – die Seitenteile des Armaturenbretts
Lenksäuleneinheit entfernen. – die Schrauben (A) der seitlichen Befestigungen des
Armaturenbretts
Ausbauen bzw. entfernen:
– den Instrumentenblock

18558
– die Hochtöner
– die Sonnenblenden
– die Befestigungsschraube des Armaturenbretts (1)

18991

18557

83-4
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Armaturenbrett

– die Verkleidungen der Frontscheibenstreben; hierzu HINWEIS: Der Schalthebel lässt sich bewegen; hierzu
zunächst die Verkleidung soweit herunterbiegen, bis auf den Knopf (C) vor seinem Fuß drücken.
auf die obere Klemme gedrückt werden kann und
anschließend die Verkleidung von der Strebe weg
und nach oben schieben.

18549

19062

Das Armaturenbrett abnehmen; hierzu die Klammern


aushängen.

18538

83-5
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Armaturenbrett

EINBAU Besonderheiten bezüglich der Spiralverbindung

Vor dem Einbau des Armaturenbretts die Kabelstränge Sicherstellen, dass sich die Räder weiterhin in
der Hochtöner, des Displays und des Gebers für Geradeausstellung befinden.
Sonneneinstrahlung anbringen.
Sicherstellen, dass die Spiralverbindung korrekt
positioniert ist: Die Markierung "0" der
Spiralverbindung muss sich gegenüber der
Markierung befinden.

18313

18542

Den Kabelstrang des Beifahrerairbags anschließen.

18539

83-6
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Armaturenbrett

Besonderheiten bezüglich des Zierrahmens der Besonderheiten bezüglich des Lenkrads


Instrumententafel
WICHTIG: Die Verzahnungen des Lenkrads besitzen
Die Instrumententafel und die untere Gehäusehälfte Zentrierungen. Das Lenkrad muss ohne Widerstand
des Lenkrads anbringen. in die Verzahnungen greifen. Darauf achten, dass
die Verzahnung nicht beschädigt wird.
Die obere Gehäusehälfte des Lenkrads anbringen;
hierzu das lederbezogene Teil wie in der Abbildung
unten gezeigt positionieren.

18835

18556 Unbedingt die Lenkradschraube bei jedem Ausbau


austauschen und sie mit dem vorgeschriebenen
Den Zierrahmen an die Instrumententafel anlegen Drehmoment festziehen (4,4 daNm).

Das Haftband der oberen Gehäusehälfte des


Lenkrads auf die Zierleiste drücken.

Den Zierrahmen am Armaturenbrett einclipsen.

18555

83-7
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Armaturenbrett

Besonderheiten bezüglich des Airbags

WICHTIG: Vor dem erneuten Anschließen des


Fahrerairbags muss die Funktionskontrolle des
Systems durchgeführt werden:
– Sicherstellen, dass die Airbag-Kontrolllampe an der
Instrumententafel bei eingeschalteter Zündung
aufleuchtet (Steuergerät entriegelt).
– Den Prüfzünder am Stecker jedes Airbags
anschließen und prüfen, ob die Kontrolllampe
erlischt.
– Die Zündung ausschalten, den Airbag anstelle der
Prüfzünder anschließen und im Lenkrad
positionieren.
– Die Zündung einschalten und sicherstellen, dass
die Kontrolllampe 3 Sekunden nach dem
Einschalten der Zündung aufleuchtet und danach
erlischt.

Wenn die Kontrolllampe nicht erlischt, siehe Kapitel


"Diagnose".

ACHTUNG: Jedes Zuwiderhandeln gegen diese


Vorschriften könnte dazu führen, dass die
normale Funktion der Systeme außer Betrieb
gesetzt wird oder dass es zu einer Fehlauslösung
der Systeme kommt.

18554

Das elektronische Airbag-Steuergerät entriegeln.

83-8
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Instrumententafel

AUSTAUSCH EINBAU

Die Zeitspanne bis zur Fälligkeit der Wartungs- Die Instrumententafel wieder anschließen und
Diagnose kann mittels Prüfgerät im Einspritz- einsetzen.
Steuergerät geändert werden.
Die obere Gehäusehälfte des Lenkrads anbringen;
danach das lederbezogene Teil (2) positionieren
AUSBAU (siehe Abbildung).

Die Diagnose mit dem Prüfgerät beginnen und das


Airbag-Steuergerät entriegeln.

HINWEIS: Das Verriegeln des elektronischen Airbag-


Steuergeräts ermöglicht auch die Entriegelung der
elektrischen Lenksäulenverriegelung.

Die Batterie abklemmen.

Ausbauen bzw. entfernen:


– den Zierrahmen der Instrumententafel, der am
Armaturenbrett eingeclipst ist
– die obere Lenkradverkleidung
– die Befestigungsschraube der Instrumententafel (1)

18556

Den Zierrahmen der Instrumententafel am


Armaturenbrett einclipsen.

18558

Die beiden Stecker abziehen.

18555

WICHTIG: Bei der Instrumententafel mit großem


Display die erforderlichen Konfigurationen
durchführen.

83-9
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Instrumententafel

ANSCHLÜSSE (erweiterte Ausführung) Grauer Stecker

1 Kontrolllampe Türöffnungsschalter (*)


2 Kontrolllampe Blinker rechts
3 Kontrolllampe Blinker links
4 Dauerplus
5 Kontrolllampe Wegfahrsperre
6 Warnlampe "Sicherheitsgurt anlegen" (*)
7 Nicht belegt
8 Kontrolllampe Abblendlicht
9 Kontrolllampe Fernlicht
10 Nicht belegt
11 Kontrolllampe Nebelschlussleuchte
12 Kontrolllampe Nebelscheinwerfer
13 Kontrolllampe Mindeststand
Scheibenwaschanlage
14 Lade-Kontrolllampe
18472 15 Kontrolllampe Sitzheizung
16 + APC
17 Nicht belegt
Roter Stecker 18 Warnlampe Öldruck
19 Information Haube (*)
1 Nicht belegt 20 Nicht belegt
2 Diskret-Schalter (*) 21 Ölstandsgeber
3 Nicht belegt 22 Signal Kraftstoffvorratgeber
4 Nicht belegt 23 Nicht belegt
5 Regelwiderstand Beleuchtung 24 Masse
6 Anzeigenwähltaste des Bordcomputers 25 Masse Kraftstoffvorratgeber
7 Nicht belegt 26 Masse Ölstandsgeber
8 Multiplexverbindung des Sprachsynthesizers (*) 27 Kontrolllampe Standlicht
9 Nicht belegt 28 Wiederholschalter (*)
10 Multiplexverbindung 29 Kontrolllampe Feststellbremse
11 Multiplexverbindung 30 Kontrolllampe Störung der Bremsanlage
12 Diagnoseleitung (*)
13 Multiplexverbindung des Sprachsynthesizers (*)
14 Nicht belegt (*): Luxusausführung
15 Nicht belegt

83-10
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Instrumententafel Basisausführung

ALLGEMEINES ANMERKUNG: Eine Diagnose der Instrumententafel


der Basisausführung mittels Prüfgerät ist nicht
Die Instrumententafel der Basisausführung verfügt möglich. Die Instrumententafel verfügt jedoch über
über folgende Funktionen: einen Modus zur Eigendiagnose.

– Analoge Anzeigen
● Fahrgeschwindigkeit
● Motordrehzahl HINWEIS: Die Zeitspanne bis zur Fälligkeit der
● Kühlflüssigkeitstemperatur Wartungs-Diagnose kann mittels Prüfgerät im
● Kraftstoffstand Einspritz-Steuergerät geändert werden.

– Akustisches Signal (bei eingeschalteter Zündung)


● Blinker
● Öffnen einer Fahrzeugtür bei eingeschalteter
Fahrzeugbeleuchtung
● Vergessen der Chipkarte im Kartenlesegerät
● Bestätigung der automatischen Türverriegelung
während der Fahrt
● Störungsanzeige der Kindersicherung
● Geschwindigkeitsüberschreitung (arabische
Länder) (je nach Ausführung)
● automatisches Einschalten des Lichts (je nach
Ausführung)
● Aktivieren des Fahrgeschwindigkeitsreglers bzw. -
begrenzers (je nach Ausführung)

– Kontrolllampen

– Display
● Ölstandsanzeige
● Wegstreckenzähler
– Gesamt-Kilometer- bzw. Meilenzähler
– Tages-Kilometerzähler
● Bordcomputer
– verbrauchter Kraftstoff
– mittlerer Kradtstoffverbrauch
– momentaner Kraftstoffverbrauch
– voraussichtliche Reichweite
– zurückgelegte Fahrstrecke
– Durchschnittsgeschwindigkeit
– Fälligkeit der Wartungs-Diagnose
– Richtgeschwindigkeit für
Geschwindigkeitsregelung und -Begrenzung (je
nach Ausführung)

– Anzeige der gewählten Fahrstufe bei


Automatikgetriebe (je nach Ausführung)
– Warnsummer Geschwindigkeitsüberschreitung
(arabische Länder) (je nach Ausführung)

83-11
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Instrumententafel Basisausführung

FUNKTION DES DISPLAYS ● Gewisse Schwankungen in der Ölstandsanzeige


sind normal. Verschiedene Aspekte spielen eine
Rolle:
❶ Ölstandsanzeige – Abstellen des Fahrzeugs in einer Steigung oder
einem Gefälle
Diese Anzeige erscheint 30 Sekunden lang beim – kurze Zeitspanne zwischen dem Abstellen des
Einschalten der Zündung oder nach dem Anlassen Motors und dem nächsten Starten (besonders
des Motors. wenn das Öl noch nicht seine Betriebstemperatur
erreicht hat) usw.
Wenn sich der Ölstand zwischen der Mini- und der
Maximarke befindet, erscheint die Anzeige "oil ok".
❷ Wegstreckenzähler

Gesamt-Kilometer- bzw. Meilenzähler

Die Anzeige des Gesamt-Kilometer- bzw.


Meilenzählers erscheint ca. 30 Sekunden nach dem
Einschalten der Zündung (nach der Ölstandsanzeige).
13141a Durch Drücken der Taste "ADAC" oder "RAZ" lässt
sich diese Zeitspanne verkürzen.
Wenn während dieser 30 Sekunden die Taste
"Bordcomputer" oder "Rückstelltaste Tages-Kilometerzähler
Tageskilometerzähler" gedrückt wird, erscheint auf
dem Display die Anzeige "oil ok" und danach der Die Anzeige des Tages-Kilometerzählers erscheint bei
Ölstand in Form einer Balkenanzeige. Die Balken kurzem Drücken der Taste "ADAC" anstelle des
werden mit sinkendem Ölstand durch Striche ersetzt. Gesamt-Kilometer- bzw. Meilenzählers.

Durch Drücken der Rückstelltaste des


Tageskilometers springt die Anzeige auf Null zurück.
Die Rückstellung erfolgt beim Tages-Kilometerzähler
und beim Bordcomputer unterschiedlich.

HINWEIS: Die Anzeige in Kilometern oder Meilen kann


13141b nicht konfiguriert werden. Hierfür ist der Austausch der
Wenn der Ölstand beim Einschalten der Zündung den Instrumententafel erforderlich.
Mindeststand erreicht hat, blinken die Striche und das
Wort "oil" 30 Sekunden lang. Die Kontrolllampe
"SERV" leuchtet auf und erlischt nicht nach dem
Anlassen des Motors.

13141c

HINWEIS:
● Unter normalen Betriebsbedingungen wird eine
Ölstandsmessung nur durchgeführt, wenn die
Zündung länger als eine Minute lang ausgeschaltet
war; danach erscheint wieder der zuvor angezeigte
Wert.
● Wenn eine Störung des Ölfühlers erfasst wird,
wechselt der Display beim Einschalten der Zündung
direkt zur Anzeige des Kilometer- bzw.
Meilenzählers.

83-12
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Instrumententafel Basisausführung

❸ Bordcomputer ("ADAC") – Momentaner Kraftstoffverbrauch (in L/100 km)

Die verschiedenen Felder des Bordcomputers


ersetzen die Anzeigen des Tages- und des
Gesamtkilometerstands, wenn die Taste am Endstück
des Scheibenwischerschalters (Taste "ADAC")
gedrückt wird.
Durch Drücken der Taste "RAZ" springt die Anzeige
auf Null zurück (Speicherrückstellung). 13141f

Die Informationen des Bordcomputers erscheinen auf Die Anzeige erscheint erst bei einer
dem Display nach dem Tageskilometerstand in Fahrgeschwindigkeit von ca. 30 km/h. Darunter
folgender Reihenfolge: befinden sich eine gestrichelte Linie (unveränderlich)
auf der Anzeige.
– Verbrauchter Kraftstoff (in L/100 km bzw. MPG *)
seit der letzten Speicherrückstellung Bei gelöstem Fahrpedal ist der momentane
Kraftstoffverbrauch gleich 0, wenn die
Fahrgeschwindigkeit mehr als 30 km/h beträgt.

HINWEIS: Diese Funktion ist für die Ausführung


Großbritannien nicht verfügbar.

13141d – Voraussichtliche Reichweite mit dem


verbleibenden Kraftstoff (in KM oder M*)
– Mittlerer Kradtstoffverbrauch (in L/100KM bzw.
MPG *) seit der letzten Speicherrückstellung

13141g

13141e Die Anzeige erscheint erst nach einer Fahrstrecke von


ca. 400 Metern. Darunter befinden sich eine
Die Anzeige erscheint erst nach einer Fahrstrecke von gestrichelte Linie (unveränderlich) auf der Anzeige.
ca. 400 Metern. Darunter erscheint eine gestrichelte
Linie (unveränderlich) auf der Anzeige. Es handelt sich hier um die theoretische Reichweite,
basierend auf der zurückgelegten Fahrstrecke, der im
Der Wert wird aus der zurückgelegten Fahrstrecke und Kraftstofftank verbleibenden Kraftstoffmenge und dem
dem verbrauchten Kraftstoff seit der letzten bereits verbrauchten Kraftstoff.
Speicherrückstellung errechnet.
HINWEIS: Wenn die Kontrolllampe der
Kraftstoffanzeige leuchtet, wird die Reichweite nicht
angezeigt.

* Ausführung Großbritannien

83-13
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Instrumententafel Basisausführung

– Zurückgelegte Fahrstrecke seit der letzten – Richtgeschwindigkeit


Speicherrückstellung (Rückstellung des
Bordcomputers) Wenn das Fahrzeug über die Funktion
Fahrgeschwindigkeitsregler bzw.
Fahrgeschwindigkeitsbegrenzer verfügt, zeigt der
Display die Richtgeschwindigkeit in km/h bzw. mph*
an. Nach ca. 15 Sekunden springt die Anzeige auf
eine Seite des Bordcomputers zurück.

13141h

– Durchschnittsgeschwindigkeit seit der letzten


Speicherrückstellung

13141k

Wenn die Funktion nicht verfügbar ist, bleibt die


Anzeige des Bordcomputers unverändert.

Bei jeder Änderung des Richtwerts ersetzt diese Seite


13141j die ausgewählte Seite des Bordcomputers (siehe
Die Anzeige erscheint erst nach einer Fahrstrecke von Kapitel "Geschwindigkeitsregler/-begrenzer").
ca. 400 Metern. Darunter befinden sich eine
gestrichelte Linie (unveränderlich) auf der Anzeige.

Sie errechnet sich aus der zurückgelegten WICHTIG: Wenn der Bordcomputer blinkende Striche
Fahrstrecke, geteilt durch die Zeitdauer seit der letzten anzeigt, hat er eine Störung erfasst. Siehe Abschnitt
Speicherrückstellung. "Eigendiagnose"

Der Bordcomputer verfügt über eine interne * Ausführung Großbritannien


Zeitüberwachung.

– Fälligkeit der Wartungs-Diagnose, zeigt dem


Fahrer die verbleibende Fahrstrecke (in km bzw. in
M*) bis zum nächsten Werkstatttermin an.

Wenn der Wert geringer ist als 1500 km bzw.


1000 Meilen bzw. nach Ablauf von 22 Monaten, blinkt
das Schlüsselsymbol 30 Sekunden lang beim
Einschalten der Zündung oder wenn die Seite
"Fälligkeit der Wartungs-Diagnose" am
Bordcomputer aufgerufen ist. Nach Ablauf von
24 Monaten oder wenn die Fälligkeit "0" erreicht ist,
blinkt das Schlüsselsymbol permanent.

Rücksetzen der Fälligkeit der Wartungs-Diagnose:


– Die Zündung einschalten.
– Die Seite "voraussichtliche Reichweite" am
Bordcomputer aufrufen.
– Die Rückstelltaste ("RAZ") ca. 5 Sekunden lang
drücken.
– Die Angabe der Reichweite blinkt 4 Sekunden lang
und wird danach permanent angezeigt.
– Die Rückstelltaste loslassen, sobald der
entsprechende Wert angezeigt wird.

83-14
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Instrumententafel Basisausführung

EIGENDIAGNOSE Um zum nächsten Test zu wechseln, die Taste


"ADAC" drücken.
Um in den Modus der Eigendiagnose zu wechseln, die
Taste "ADAC" am Endstück des – Anzeige der gespeicherten Störungen.
Scheibenwischerschalters gedrückt halten und die
Zündung einschalten, ohne den Motor zu starten.

– Alle Kontrolllampen leuchten auf, und die Zeiger der


vier Instrumente drehen sich im Kreis.

– Der Test aller im Display vorhandenen Segmente


wird aufgerufen. 13141o

Wenn der Buchstabe "t" erscheint, weist dies auf eine


Störung der Information "Einspritzung" hin, die
mindestens 4 Sekunden lang gespeichert wurde.

Wenn der Buchstabe "J" erscheint, weist dies auf eine


erfasste Störung des Kraftstoffvorratgebers hin
13141l (Kontaktunterbrechung während mindestens
100 Sekunden). Der Widerstand muss zwischen 5
Alle Segmente des Displays müssen leuchten. und 350 Ohm betragen.

Um zum nächsten Test zu wechseln, die Taste Wenn der Buchstabe "d" erscheint, weist dies auf eine
"ADAC" drücken. erfasste Störung der Information "Einspritzanlage" hin.

– Der Test verbleibende Kraftstoffmenge im Wenn der Buchstabe "h" erscheint, weist dies auf eine
Kraftstofftank erscheint. erfasste Störung des Ölstandsgebers hin. Der
Widerstand muss zwischen 6 und 20 Ohm liegen.

Wenn nur die unveränderliche gestrichelte Linie


angezeigt wird, bedeutet dies, dass keine Störungen
erfasst wurden.

Zum Verlassen des Modus der Eigendiagnose die


13141m Taste zur Rückstellung ("RAZ") drücken; der
Fehlerspeicher wird dabei gelöscht.
Der angezeigte Wert muss mit der im Kraftstofftank
vorhandenen Kraftstoffmenge in Litern
übereinstimmen (auch bei Version Großbritannien). WICHTIG:
– Der Bordcomputer zeigt Störungen durch blinkende
Um zum nächsten Test zu wechseln, die Taste Striche an.
"ADAC" drücken. – Wenn keine Informationen des Einspritz-
Steuergeräts über das Multiplex-Datennetz
– Der Test Kraftstoffdurchfluss in Litern/Stunde übertragen werden, erfolgt keine Anzeige der
erscheint (bei laufendem Motor). Wegstrecke, des momentanen Kraftstoffverbrauchs
und der voraussichtlichen Reichweite.
– Wenn keine Informationen des ABS-Steuergeräts
über das Multiplex-Datennetz übertragen werden,
erfolgt keine Anzeige der Kilometer und der Fälligkeit
der Wartungs-Diagnose.

13141N

Bei laufendem Motor muss ein Wert angezeigt


werden.

83-15
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Instrumententafel Basisausführung

GEWÄHLTE FAHRSTUFE DES


AUTOMATIKGETRIEBES (je nach Ausführung)

Die Positionsanzeige des Automatikgetriebes dient


speziell für diese Funktion. Sie zeigt Folgendes an:
– die gewählte Fahrstufe
– Kontrolle "Ausfall Automatikgetriebe"
– das Symbol "Wahlhebel blockiert"

83-16
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Instrumententafel Luxusausführung

ALLGEMEINES – Symbolanzeige
● Einschieben der RENAULT Chipkarte
Die Instrumententafel der Luxusausführung verfügt ● Drücken der Start-/Stop-Taste
über folgende Funktionen: ● Symbole "SERVICE" und "STOP"
● Funktionskontrolllampen
– Analoge Anzeigen (wie bei Basisausführung): ● Reifendruck (siehe Kapitel 87)
● Fahrgeschwindigkeit ● gewählte Fahrstufe des Automatikgetriebes (je
● Motordrehzahl nach Ausführung)
● Kühlflüssigkeitstemperatur ● Richtgeschwindigkeit für
● Kraftstoffstand Geschwindigkeitsregelung und -Begrenzung (je
nach Ausführung)
– Akustisches Signal: ● gewählte Fahrstufe des Automatikgetriebes (je
● Blinker nach Ausführung)
● Öffnen einer Fahrzeugtür bei eingeschalteter
Fahrzeugbeleuchtung (außer bei – Geschwindigkeitsregler/-begrenzer (je nach
Sprachsynthesizer) Ausführung) (siehe Kapitel
● RENAULT Chipkarte nicht aus dem Lesegerät "Geschwindigkeitsregler/-begrenzer")
entnommen (konfigurierbar)
● Bestätigung der automatischen Türverriegelung – Sprachsynthesizer (je nach Ausführung) (zusätzlich
während der Fahrt zum Modul, siehe Kapitel "Sprachsynthesizer")
● Bestätigung bei Speicherung der Fahrerposition
(je nach Ausführung) – Diagnose mittels Prüfgerät
● Störungsanzeige der Kindersicherung
● Geschwindigkeitsüberschreitung (arabische
Länder) (je nach Ausführung)
● automatisches Einschalten des Lichts (je nach
HINWEIS: Die Zeitspanne bis zur Fälligkeit der
Ausführung) Wartungs-Diagnose kann mittels Prüfgerät im
● Aktivieren des Fahrgeschwindigkeitsreglers bzw. -
Einspritz-Steuergerät geändert werden.
begrenzers (je nach Ausführung)
ANMERKUNG: auf einer Seite der Funktion
– Kontrolllampen Bordcomputer kann die Anzeige der gewählten
Fahrstufe und des RENAULT Logos deaktiviert
– Display (wie bei Basisausführung): werden.
● Ölstandsanzeige
● Wegstreckenzähler
● Bordcomputer Wenn der Wert geringer ist als 1500 km bzw.
1000 Meilen bzw. nach Ablauf von 22 Monaten, blinkt
– Warnsummer Geschwindigkeitsüberschreitung das Schlüsselsymbol 30 Sekunden lang beim
(arabische Länder) (je nach Ausführung) Einschalten der Zündung oder wenn die Seite
"Fälligkeit der Wartungs-Diagnose" am
Bordcomputer aufgerufen ist. Nach Ablauf von
24 Monaten oder wenn die Fälligkeit "0" erreicht ist,
blinkt das Schlüsselsymbol permanent.

Rücksetzen der Fälligkeit der Wartungs-Diagnose:


– die Zündung einschalten,
– Die Seite "voraussichtliche Reichweite" am
Bordcomputer aufrufen.
– Die Taste zum Zurücksetzen ("RAZ") ca.
5 Sekunden lang drücken.
– Die Angabe der Reichweite blinkt 4 Sekunden lang
und wird danach permanent angezeigt.
– Die Taste zum Zurücksetzen loslassen, sobald der
entsprechende Wert angezeigt wird.

83-17
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Instrumententafel Luxusausführung

SYMBOLANZEIGE KONFIGURATIONEN

Der Display im Großformat ermöglicht die Anzeige Je nach Ausrüstungsniveau des Fahrzeug müssen
verschiedener Leistungsmerkmale. Diese verschiedene Konfigurationen durchgeführt werden:
Leistungsmerkmale werden folgendermaßen
angezeigt: – Fahrzeugtyp:
● "Einführen der RENAULT Chipkarte" ● Laguna (CF 072)
● "Kontrollphase der überwachten Funktionen" ● Andere (CF 073)
– Zustand Kühlflüssigkeitstemperatur
– Warnung Kraftstoff-Minimalstand – Sprache des Sprachsynthesizers:
– Ausfall Einspritzanlage ● Französisch (CF 066)
– Ausfall Automatikgetriebe ● Englisch (CF 073)
– Mindeststand Scheibenwaschanlage ● Italienisch (CF 075)
● "überwachte Funktionen ok" ● Deutsch (CF 074)
● "Drücken der Start-/Stop-Taste" ● Spanisch (CF 076)
● Kontrolllampe "Stopp" ● Niederländisch (CF 077)
● Kontrolllampe "Service" ● Portugiesisch (CF 078)
● rote Kontrolllampe "Batterieladung" blinkt ● Türkisch (CF 079)
abwechselnd mit der Kontrolllampe "Stopp"
● rote Kontrolllampe "Öldruck" blinkt abwechselnd mit – Getriebetyp:
der Kontrolllampe "Stopp" ● Schaltgetriebe (CF 031)
● rote Kontrolllampe "Kühlflüssigkeitstemperatur" ● Automatikgetriebe (CF 030)
blinkt abwechselnd mit der Kontrolllampe "Stopp"
(Motor läuft seit mindestens 20 Sekunden) – Maßeinheit für Reifendruck:
● hellbraune Kontrolllampe "Vorglühen" ● Druck in bar (CF 069)
● hellbraune Kontrolllampe "Warnung Kraftstoff- ● Druck in psi (CF 070)
Minimalstand"
● hellbraune Kontrolllampe "Ausfall Einspritzanlage" – Typ Fahrgeschwindigkeitsregler:
● hellbraune Kontrolllampe "Ausfall ● ohne Abstandsüberwachung (CF 067)
Automatikgetriebe" ● mit Abstandsüberwachung (nicht verfügbar)
● hellbraune Kontrolllampe "Mindeststand (CF 068)
Scheibenwaschanlage"
● Positionsanzeige des Fahrstufenwahlhebels
(Automatikgetriebe)
● Reifendruck (siehe das Kapitel 87) ANMERKUNG: Für eine einwandfreie Funktion des
● Richtgeschwindigkeit Geschwindigkeitsregler/- Sprachsynthesizers muss das Modul unter dem
begrenzer (je nach Ausführung) (siehe Kapitel 83) Armaturenbrett korrekt an beiden Batterieklemmen
angeschlossen sein.
HINWEIS: Dieser Display kann durch Drücken der
Taste für Menüdurchlauf des Bordcomputers
deaktiviert werden, sofern er keine Störung erfasst.

83-18
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Kontrolllampe "SERVICE"

Die Kontrolllampe "SERVICE" (bzw. die ARK-/Tür-Anzeige an der Instrumententafel "der oberen Klasse") kann
zusammen mit folgenden Kontrolllampen aufleuchten:

● ABS-Kontrolllampe,
● Airbag-Kontrolllampe
● Scheibenwaschanlage (nur bei Instrumententafeln der "unteren Klasse"),
● des ESP (nur bei Instrumententafeln der "unteren Klasse"),
● der automatischen Reifendruckkontrolle (nur bei Instrumententafeln der "unteren Klasse").

Wenn eine Funktion gestört ist, leuchtet zusätzlich die Kontrolllampe "SERVICE" auf.

Die Kontrolllampe "SERVICE" (bzw. die ARK-/Tür-Anzeige an der Instrumententafel "der oberen Klasse") kann
aufleuchten, um Folgendes anzuzeigen:

● ein Ausfall des Systems zur Kinderhandsicherung,


● ein Ausfall der geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung,
● ein Ausfall der Lenksäulenverriegelung,
● ein Ausfall des Relais geschaltetes Plus,
● ein Ausfall des Systems zur Steuerung der Wisch-Waschanlage,
● Warnung bei Mindeststand Motoröl (bis zur Unterbrechung des geschalteten Plus),
● den Verlust der Kommunikation zwischen der UCH (Zentralelektronik) und der Instrumententafel; die
Wiederherstellung der Kommunikation zwischen oder das Ausschalten der Zündung führen zum Erlöschen der
Kontrolllampe,
● ein Ausfall des Bremsassistenten.

Bei den Instrumententafeln "der oberen Klasse" mit Sprachsynthesizer erscheint "SERVICE":

● nach der Feststellung einer Störung der Standleuchten oder der Kennzeichenbeleuchtung,
● nach der Feststellung einer Störung der Bremsleuchten rechts oder links.

ANMERKUNG: Falls im Multiplex-Datennetz 4 Sekunden lang kein ABS-Signal vorhanden ist, leuchtet die ABS-
Kontrolllampe alleine. Die Kontrolllampe "SERVICE" leuchtet in diesem Fall nicht auf.

83-19
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Display

ALLGEMEINES ● Luxusausführung: Die Halterung wird von zwei


Schrauben gehalten (siehe Kapitel
Je nach Fahrzeugausrüstung ist eines der beiden "Navigationssystem CARMINAT")
nachfolgend genannten Displays eingebaut:
● ein Display der "Basisausführung" mit den
Funktionen:
– Kontrolllampe "Türen/Hauben/Klappen schließen"
– Symbolische Darstellung der Reifendrücke
– Display des Radiogeräts
– Warnlampe "Bitte angurten!"
● ein Display der "Luxusausführung" für das
Navigationssystem Carminat mit folgenden
Funktionen:
– Navigation
– Automatische Reifendruckkontrolle (ARK)

AUSBAU

● Basisausführung: Die Halterung ist auf das


Armaturenbrett aufgesteckt. Die beiden Displays
sind auf die Halterung aufgesteckt.

18468

BESONDERHEITEN

Wenn die Außentemperatur zwischen -3 ˚C und +3 ˚C


liegt, blinkt eventuell das Symbol "˚C".

18830

83-20
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Display
STECKERBELEGUNG 15-poliger Stecker, rot

Die Belegung der Anschlüsse betrifft nur das Display Anschluss Bezeichnung
"der unteren Klasse". Zum Display "der oberen 1 Nicht belegt
Klasse", siehe Kapitel 88: Navigationssystem
CARMINAT. 2 Nicht belegt
3 Nicht belegt
4 Nicht belegt
5 Nicht belegt
6 Nicht belegt
7 Nicht belegt
8 Nicht belegt
9 Verbindung Bedienung Radiogerät
(Anschluss B1)
10 Verbindung Bedienung Radiogerät
(Anschluss A3)
11 Verbindung Bedienung Radiogerät
(Anschluss B2)
12 Verbindung Bedienung Radiogerät
(Anschluss B3)
13 Verbindung Bedienung Radiogerät
18537 (Anschluss A2)
14 Verbindung Bedienung Radiogerät
15-poliger Stecker, grün (Anschluss A1)
15 Nicht belegt
Anschluss Bezeichnung
15-poliger Stecker, grau
1 Multiplexverbindung
Anschluss Bezeichnung
2 Nicht belegt
1 Außentemperatur
3 Multiplexverbindung
2 Außentemperatur
4 Nicht belegt
3 Signal Reifendruck (grün)
5 Masse
4 Nicht belegt
6 + APC
5 Masse
7 Kontakt Sicherheitsgurt
6 Beleuchtung
8 Signal Reifendruck (grau)
7 Spannungsversorgung Beleuchtung
9 Nicht belegt (Helligkeitsregler)
10 Nicht belegt 8 + Zubehör
11 Nicht belegt 9 + Batterie
12 Nicht belegt 10 Ausgang Außentemperatur
13 Nicht belegt 11 Masse (Radio Anschluss 6)
14 Nicht belegt 12 Information Radio eingeschaltet
15 Nicht belegt (Radio Anschluss 5)
13 Verbindung Radio (Anschluss 1)
14 Verbindung Radio (Anschluss 2)
15 Verbindung Radio (Anschluss 3)

83-21
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Kraftstoffvorratgeber

ANSCHLUSS Kontrolle

Sich vergewissern, dass der Widerstand bei Versetzen


des Schwimmers schwankt.

Widerstand Kraftstoffmenge
Ölstand
(+/- 10 Ω) (+/- 5 Liter)

Tank voll 20 Ω 70
Tank 3/4 87,5 Ω 54

Tank halb voll 155 Ω 38


DI8307
Tank 1/4 222,5 Ω 23

Tank leer 290 Ω 7


Anschluss Bezeichnung
A1 Information Kraftstoffstand
A2 Nicht belegt HINWEIS: Diese Werte sind nur Richtwerte.
B1 - Kraftstoffvorratgeber
B2 Nicht belegt
C1 + Kraftstoffpumpe
C2 - Kraftstoffpumpe

HINWEIS: Zum Ein- und Ausbau, siehe Kapitel 19.

83-22
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Ölstandgeber

FUNKTION KONTROLLE

Der Ölstandgeber besteht aus einer Der Widerstand des Gebers muss zwischen 6 und
widerstandsfähigen Wicklung. Die Strom führende 20 Ohm liegen.
Wicklung weist eine unterschiedliche Leitfähigkeit auf,
je nachdem, ob sie von einer Flüssigkeit oder von Luft Ein Widerstand von weniger als 3 Ohm wird als
umgeben ist. Kurzschluss am Geber interpretiert.

Nach einer bestimmten Zeit wird in Abhängigkeit der Ein Widerstand von mehr als 20 Ohm wird als
Eintauchtiefe der Wicklung eine Spannungsdifferenz Unterbrechung im Stromkreis des Gebers interpretiert.
an den Anschlüssen des Gebers erzielt. Diese
Spannungsdifferenz wird von der Elektronik der VERBAUORT
Instrumententafel verarbeitet, welche die
Ölstandanzeige sowie die Warnung "Mindestölstand" Beispiel: Motor F
am Zentraldisplay verwaltet.

Beim Einschalten der Zündung erscheint auf dem


Zentraldisplay ca. 30 Sekunden lang die Meldung "oil
ok", bevor auf die Anzeige der Kilometerstände
umgeschaltet wird.

ANMERKUNG: Bei Erfassen eines Kurzschlusses


oder einer Unterbrechung im Stromkreis während der
Ölstandsmessung schaltet die Anzeige direkt zum
Kilometerzähler um.

Wenn die Batteriespannung unter 8 Volt liegt, erfolgt


keine Ölstandsanzeige.

18665

83-23
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Sprachsynthesizer

ALLGEMEINES Die Lautstärke der Meldungen wird stufenweise der


Motordrehzahl angepasst.
Der Sprachsynthesizer ist nur bei der
Instrumententafel der Luxusausführung (doppelter Hinweis: Bei Betätigung des Diskret-Schalters werden
Display) verfügbar. Die Instrumententafel der die Meldungen durch ein akustisches Signal ersetzt.
Basisausführung kann diese Meldungen nicht
verarbeiten.

Die Funktion Sprachsynthesizer setzt sich aus drei


Komponenten zusammen:
● der Instrumententafel, die die Ausgabebedingungen
verwaltet und die Sprache auswählt
● dem Steuergerät des Sprachsynthesizers, das das
Signal der Instrumententafel verarbeitet und die
Meldung ausgibt
● dem Lautsprecher des Sprachsynthesizers

Die Verbindung zwischen der Instrumententafel und


dem Steuergerät des Sprachsynthesizers wird über
das Multiplex-Datennetz des Fahrzeugs gewährleistet.

18832

Konfiguration
Die Auswahl einer der acht verfügbaren Sprachen ist
erforderlich:
● Französisch (CF 066)
● Englisch (CF 073)
● Italienisch (CF 078)
● Deutsch (CF 074)
● Spanisch (CF 076)
● Niederländisch (CF 077)
● Portugiesisch (CF 078)
● Türkisch (CF 079)

18546
ANMERKUNG: Wenn das Steuergerät des
Sprachsynthesizers nicht an die Batterie
Die Funktion "Stummschaltung" des Radios wird angeschlossen ist, erkennt die Instrumententafel diese
vom Steuergerät Sprachsynthisizer aus über ein Kabel Funktion nicht und berücksichtigt den
gewährleistet. Ein vom Sprachsynthesizer Sprachsynthesizer bei der Konfiguration nicht.
kommendes Signal kann durch die Nachrichten mit
höherer Priorität des Navigationssystems, des
Funktelefons usw. unterbrochen werden.

Wenn das Fahrzeug mit dem Navigationssystem


ausgerüstet ist werden die Meldungen durch die
Zentrale Kommunikationseinheit geschickt. Wenn die
Zentrale Kommunikationseinheit abgeklemmt ist,
werden keine Meldungen ausgegeben.

83-24
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Sprachsynthesizer

STECKERBELEGUNG Lautsprecher Sprachsynthesizer

Anschluss Steuergerät Sprachsynthisizer

18462

18546
Tasten "Diskret" und "Wiederholung"

15-poliger Stecker, rot

Anschluss Bezeichnung
1 Masse
2 Dauerplus
3 Geschaltetes Plus
4 Nicht belegt
5 Nicht belegt
6 Multiplexverbindung
(Instrumententafel)
7 Multiplexverbindung
(Instrumententafel)
8 Nicht belegt
9 Nicht belegt
10 Ausgang "Stummschaltung" Radio 18461

11 Nicht belegt
HINWEIS: Die Tasten "Wiederholung", "Diskret"
12 Nicht belegt sowie die Informationen bei geöffneten Türen/Hauben/
13 Nicht belegt Klappen sind an die Instrumententafel gekoppelt
(siehe Kapitel 83 und 84).
14 Lautsprecher Sprachsynthesizer
15 Lautsprecher Sprachsynthesizer

83-25
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Sprachsynthesizer

Bedingungen für die Ausgabe von Meldungen

Gesprochene Meldungen Ausgabebedingung Störung erfasst durch

Herzlich willkommen, ich bin der


Drücken der Taste "Wiederholung",
Bordcomputer, die Überwachung ist _
wenn keine Störung erfasst wurde
eingeschaltet.

Tür hinten links nicht richtig geschlossen UCH über das Multiplex-
Tür hinten rechts nicht richtig geschlossen Zündung eingeschaltet Datennetz
Tür vorne links nicht richtig geschlossen Fahrgeschwindigkeit ≥ 15 km/h (außer Motorhaube)
Tür vorne rechts nicht richtig geschlossen Störung während 1 Sekunde
Heckklappe nicht richtig geschlossen vorhanden Kontakt Öffnen/Schließen
Motorhaube nicht richtig geschlossen (Motorhaube)

Fahrgeschwindigkeit ≥ 25 km/h
Kontakt des
zurückgelegte Fahrstrecke ≥ 500 m
Sicherheitsgurt der Fahrerseite nicht angelegt Sicherheitsgurts
Störung während 1 Sekunde
(Masseanschluss)
vorhanden

Zündung ausgeschaltet
UCH über das Multiplex-
Fahrzeugbeleuchtung ist eingeschaltet Standlicht eingeschaltet
Datennetz
Fahrertür geöffnet

Zündung eingeschaltet
Standlicht funktioniert nicht* Standlicht eingeschaltet UCH über das Multiplex-
Kennzeichenbeleuchtung funktioniert nicht* Störung während 4 Sekunden Datennetz
vorhanden

Zündung eingeschaltet
Bremsleuchte rechts funktioniert nicht*
Druck auf das Bremspedal UCH über das Multiplex-
Bremsleuchte links funktioniert nicht*
Störung während 2 Sekunden Datennetz
vorhanden

Batterieladung nicht korrekt Motor dreht ≥ 400 1/min Elektronik der


Störung während 10 Sekunden Instrumententafel

Feststellbremse ist angezogen Fahrgeschwindigkeit ≥ 15 km/h Schalter der


Feststellbremse angezogen Feststellbremse

83-26
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Sprachsynthesizer

Minischalter
Mindeststand der Scheibenwaschanlage ist Zündung eingeschaltet
Scheibenwaschanlage
erreicht Störung während 30 Sekunden
(Masseanschluss)

Kraftstoffstand im Reservebereich, begrenzte


bei eingeschalteter Zündung
Reichweite Elektronik der
berechneter Kraftstoffstand
Instrumententafel
unter 7 Litern

Mindeststand Motoröl erreicht, baldmöglichst Zündung eingeschaltet Elektronik der


nachfüllen * Instrumententafel

Öldruckabfall, bitte anhalten, Zündung


Motordrehzahl ≥ 1600 1/min
ausschalten und in der Bedienungsanleitung Öldruckschalter
Warnung Öldruck
nachschlagen

Motortemperatur zu hoch, bitte anhalten, keine Motor läuft ≥ 20 Sekunden Temperaturfühler


Arbeiten am heißen Motor durchführen, in der Warnung Einspritzanlage
Bedienungsanleitung nachschlagen Kühlflüssigkeitstemperatur (Einspritz-Steuergerät)

Motor läuft ≥ 7 Sekunden


Ausfall der Einspritzanlage Schweregrad 1 Einspritz-Steuergerät via
Motordrehzahl ≥ 400 1/min
Ausfall der Einspritzanlage Schweregrad 2 Multiplex-Datennetz
Störung der Einspritzanlage

Funktionsstörung der Abgasüberwachung, bitte Zündung eingeschaltet Einspritz-Steuergerät via


eine RENAULT Werkstatt aufsuchen Störung der Einspritzanlage Multiplex-Datennetz

Eine Funktionsstörung der


geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung Zündung eingeschaltet UCH via Multiplex-
wurde erfasst, bitte eine RENAULT Werkstatt Störung Servolenkung Datennetz
aufsuchen

Störung des Bremsassistenten, bitte eine Zündung eingeschaltet Einspritz-Steuergerät


RENAULT Werkstatt aufsuchen Störung des Bremsassistenten ABS-Steuergerät

83-27
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Sprachsynthesizer

Zündung eingeschaltet
Störung Mindeststand
Störung des Bremssystems; bitte abrupte Bremsflüssigkeitsstand
Bremsflüssigkeit während
Bremsungen vermeiden, anhalten und sich an (Masseverbindung) oder
5 Sekunden
eine RENAULT Werkstatt wenden ABS-Steuergerät
oder Störung Antiblockiersystem
während 5 Sekunden

Störung des Bremsassistenten, Bremssystem Zündung eingeschaltet


ABS-Steuergerät
funktioniert auf herkömmliche Weise, bitte eine Störung des ABS-Steuergeräts
via Multiplex-Datennetz
RENAULT Werkstatt aufsuchen

Ausfall des Elektronischen Stabilitätsprogramms Zündung eingeschaltet ABS-Steuergerät


Störung des ESP via Multiplex-Datennetz

Deaktivierung des Elektronischen Einspritz-Steuergerät


Zündung eingeschaltet
Stabilitätsprogramms ABS-Steuergerät
Störung des ESP
via Multiplex-Datennetz

Steuergerät des
Getriebe in Notlauffunktion, bitte eine RENAULT Zündung eingeschaltet
Automatikgetriebes
Werkstatt aufsuchen Störung Automatikgetriebe
via Multiplex-Datennetz

Steuergerät des
Getriebeöltemperatur zu hoch, bitte in der Zündung eingeschaltet
Bedienungsanleitung nachschlagen Störung Automatikgetriebe Automatikgetriebes
via Multiplex-Datennetz

Funktionsstörung der Diebstahlsicherung, bitte Zündung eingeschaltet UCH über das


eine RENAULT Werkstatt aufsuchen Multiplex-Datennetz

83-28
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Sprachsynthesizer

Etwas zu schwacher oder zu starker Reifendruck


vorne rechts
Etwas zu schwacher oder zu starker Reifendruck
hinten rechts Zündung eingeschaltet UCH (Zentralelektronik)
Etwas zu schwacher oder zu starker Reifendruck falscher Reifendruck Druckgeber
vorne links
Etwas zu schwacher oder zu starker Reifendruck
hinten links

Starker Druckverlust im Reifen vorne links


Starker Druckverlust im Reifen vorne rechts
Starker Druckverlust im Reifen hinten rechts
Starker Druckverlust im Reifen hinten links Zündung eingeschaltet UCH (Zentralelektronik)
Undichtigkeit im Reifen vorne links falscher Reifendruck Druckgeber
Undichtigkeit im Reifen vorne rechts
Undichtigkeit im Reifen hinten rechts
Undichtigkeit im Reifen hinten links

Ausfall der Reifendruckkontrolle bei mindestens Zündung eingeschaltet UCH (Zentralelektronik)


einem Reifen Störung Druckgeber Druckgeber

Automatische Verriegelung der Türen/Hauben/


Klappen aktiviert UCH via Multiplex-
Zündung eingeschaltet
Automatische Verriegelung der Türen/Hauben/ Datennetz
Klappen deaktiviert

UCH via Multiplex-


Störung der Kindersicherung Zündung eingeschaltet
Datennetz

* während dieser Nachrichten leuchtet die Kontrolllampe "SERVICE" bis zum Ausschalten der Zündung. Die
gespeicherten Nachrichten sind über die Taste "Wiederholung" abrufbar.

83-29
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Fahrgeschwindigkeitsregler/-begrenzer

BESCHREIBUNG

1 Dreiwegschalter (Aus/Fahrgeschwindigkeitsregler/Fahrgeschwindigkeitsbegrenzer)
2 Schalter am Lenkrad
3 Instrumententafel
4 Einspritz-Steuergerät
5 Gaspedal-Potentiometer
6 Bremskontakt (Doppelkontakt)
7 Kupplungskontakt (Pedal losgelassen)
8 Steuergerät des Automatikgetriebes (je nach Ausführung)
9 ABS-Steuergerät
10 Drosselklappengehäuse mit Motor (Benzinmotor)

83-30
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Fahrgeschwindigkeitsregler/-begrenzer

ALLGEMEINES Diese beiden Funktionen werden vom Einspritz-


Steuergerät gesteuert. Dieses tauscht Informationen
Die Fahrzeuge verfügen über zwei Ausrüstungen: aus mit dem Steuergerät des Automatikgetriebes und
● Der Fahrgeschwindigkeitsregler ermöglicht die der Instrumententafel. Das Einspritz-Steuergerät
Einhaltung einer Sollgeschwindigkeit. Diese bewirkt die Einhaltung der Sollwerte durch
Funktion kann jederzeit durch Druck auf das Brems- Ansteuerung der elektrischen Drosselklappe (siehe
oder Kupplungspedal bzw. über eine der Tasten des Kapitel 17).
Systems ausgeschaltet werden.
● Die Geschwindigkeitsbegrenzung ermöglicht es
dem Fahrer, eine Grenzgeschwindigkeit festzulegen. HINWEIS: Ein Aufblinken des Bordcomputer-
Wird diese Geschwindigkeit erreicht, lässt das Displays bzw. der jeweiligen Anzeigeseite zeigt dem
Gaspedal keine weitere Beschleunigung mehr zu. Fahrer an, dass die Sollgeschwindigkeit nicht gehalten
Die gewählte Grenzgeschwindigkeit kann jederzeit werden kann (Gefällstrecke beispielsweise).
überschritten werden; hierzu das Gaspedal über die
Raststellung hinaus durchdrücken.

18832

1. Fahrgeschwindigkeitsregler
2. Fahrgeschwindigkeitsbegrenzer

83-31
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Fahrgeschwindigkeitsregler/-begrenzer

BESCHREIBUNG Das Einspritz-Steuergerät:


● empfängt die Informationen des Gaspedals,
Das ABS-Steuergerät: ● empfängt die Information des Bremspedalschalters,
● verschickt die Information "Fahrgeschwindigkeit", ● empfängt die Information vom Kupplungsschalter (je
● sowie die Information "Bremspedal betätigt nach Ausführung),
getreten", ● empfängt die Informationen des Schalters mit drei
Stellungen
das Steuergerät des Automatikgetriebes: ● empfängt die Informationen der Bedienelemente am
● verschickt die Information "Fahrstufe gewählt"; Lenkrad,
● empfängt die Informationen des ABS-Steuergeräts,
Die Instrumententafel: ● empfängt die Informationen des Steuergeräts des
● zeigt den Sollwert an (Regelung bzw. Begrenzung) Automatikgetriebes
(siehe das Kapitel Instrumententafel), ● sendet die Informationen an die Instrumententafel
● bewirkt das Aufleuchten einer zweifarbigen ● steuert die elektrische Drosselklappe an bzw.
Kontrolllampe (Regelung = grün; Begrenzung = verändert die Einspritzmenge (Diesel).
bernsteinfarben).

Bei jeder Aktivierung dieser Funktionen zeigt das


Bordcomputer-Display (Ausführung der unteren
Klasse) bzw. das große Display (Oberklasse) die
jeweilige Seite an.

ANMERKUNG: Die Funktionen


Fahrgeschwindigkeitsregulierung/-begrenzung
verfügen über keine Kontrolllampe.

Die Betätigungen:
● Schalter mit drei Stellungen (Aus,
Geschwindigkeitsregulierung und -begrenzung
bzw.),
● die Bedienelemente am Lenkrad ermöglichen die
Veränderung der Sollgeschwindigkeit, die
Annullierung der Funktion bzw. das Wiederaufrufen
der gespeicherten Geschwindigkeit,
● die Schalter des Gas- sowie des Bremspedals
werden für die Einspritzanlage und das Bremslicht
verwendet,
● der Kupplungsschalter (je nach Ausführung) ist bei
der Funktion Geschwindigkeitsregulierung
spezifisch.

HINWEISE:
– Die Fahrzeuge verfügen über zwei
Kupplungssensoren (einem am Ende des
Pedalwegs für das Anlassen des Motors und einen
am Anfang für die Geschwindigkeitsregulierung).
– Das Gaspedal muss unbedingt über eine
Sicherheits-Raststellung am Ende des Pedalwegs
verfügen.

83-32
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Fahrgeschwindigkeitsregler/-begrenzer

Bauteile
1 Schalter Aus/Geschwindigkeitsregulierung/-begrenzung
2 Bedieneinheit am Lenkrad
3 Gaspedal
4 Instrumententafel
5 Kupplungsschalter (je nach Ausführung) (am Anfang des Pedalwegs)
6 Kontaktschalter Bremspedal
7 Steuergerät des Automatikgetriebes (je nach Ausführung)
8 ABS-Steuergerät
9 Einspritz-Steuergerät

83-33
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Fahrgeschwindigkeitsregler/-begrenzer

FUNKTIONSWEISE DES FUNKTIONSWEISE DES


FAHRGESCHWINDIGKEITSREGLERS FAHRGESCHWINDIGKEITSBEGRENZERS

Eingangsbedingungen: Eingangsbedingungen:
– Schalter auf "Geschwindigkeitsregulierung", – Schalter auf "Geschwindigkeitsbegrenzung",
– 2. Fahrstufe von den Steuergeräten erkannt, – 2. Fahrstufe von den Steuergeräten erkannt,
– 30 km/h Minimum, 200 km/h Maximum (zur – 30 km/h Minimum, 200 km/h maximum (zur
Information), Information),
– grüne Kontrolllampe (Regulierung) leuchtet – bernsteinfarbene Kontrolllampe (Begrenzung)
durchgehend, leuchtet durchgehend,
– die Tasten "+", "-" bzw. "Taste R" betätigen. – die Tasten "+", "-" oder die Taste R betätigen.

Ausgangsbedingungen: Ausgangsbedingungen:
– Betätigung des Gaspedals – kräftiges Betätigen des Gaspedals (über die
– Druck auf das Brems- bzw. Kupplungspedal, Raststellung hinaus),
– Druck auf die Taste "0", – Schalter auf "Aus",
– Schalter auf "Aus", – Eingreifen des Elektrischen Stabilitätsprogrammes,
– Eingreifen des Elektrischen Stabilitätsprogrammes, – Funktion des Einspritz-Steuergeräts
– Eingreifen des Einspritz-Steuergeräts, – Druck auf die Taste "0",
– kein(e) Gang/Fahrstufe eingelegt.
Eine Betätigung des Gaspedals sperrt kurzzeitig das
Eine Betätigung des Gaspedals sperrt kurzzeitig das System. Beim Lösen des Gaspedals wird das System
System. Beim Lösen des Gaspedals wird das System reaktiviert.
reaktiviert.

HINWEIS: Das Blinken des


Geschwindigkeitsrichtwerts zeigt dem Fahrer an, dass
die Richtgeschwindigkeit nicht gehalten werden kann.

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83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Fahrgeschwindigkeitsregler/-begrenzer

BELEGUNG DER STECKER Schalter am Lenkrad

Schalter mit drei Stellungen

18554

18461
A Taste zum "Aktivieren der gespeicherten
Geschwindigkeit" = ca. 900 Ohm
B Taste "System deaktivieren (Speicherung der
Geschwindigkeit)" = 0 Ohm
Anschluss Bezeichnung
C Taste "+" = ca. 300 Ohm
A1 + Standlicht D Taste "-" = ca. 100 Ohm
A2 Geschaltetes Plus
HINWEIS: Zum Ausbau der Spiralverbindung, siehe
(Bremslichtstromkreis) Kapitel Armaturenbrett.
A3 Betätigung Ein/Aus
Fahrgeschwindigkeitsregler
B1 Betätigung Ein/Aus
Geschwindigkeitsbegrenzer
B2 Masse
B3 Nicht belegt

18554

83-35
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INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Fahrgeschwindigkeitsregler/-begrenzer

Gaspedal Bremslichtschalter (doppelt)

Das Gaspedal verfügt über eine Raststellung. Die Funktion "Geschwindigkeitsregulierung" wird
durch Öffnen des Doppelkontakt-Bremslichtschalter
beim Betätigen des Bremspedals deaktiviert. Das
ABS-System benutzt den Schließkontakt des
Bremslichtschalters.

Die beiden Informationen werden vom Einspritz-


Steuergerät verglichen.

17785R

Anschluss Bezeichnung
1 Masse Potentiometer 2
2 Masse Potentiometer 1
3 Signal Pedalpotentiometer 1
4 Stromversorgung Potentiometer 1 Anschluss Bezeichnung
5 Stromversorgung Potentiometer 2 A1 Schließkontakt
6 Signal Pedalpotentiometer 2 A3 Öffnungskontakt
B1 Öffnungskontakt
Widerstand Schleifring 1 = 1200 ± 480 Ohm. B3 Schließkontakt
Widerstand Schleifring 2 = 1700 ± 680 Ohm.

WICHTIG: Für diese Funktion muss das Fahrzeug


Bei der Anbringung des Schalter am Pedalwerk am
unbedingt über ein Gaspedal mit einer Raststellung in
der Mitte des Pedalwegs verfügen. Gestänge ziehen, um das Einstellspiel zu
gewährleisten.

83-36
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Fahrgeschwindigkeitsregler/-begrenzer

Kupplungsschalter

Das Kupplungspedal verfügt über zwei


Kontaktschalter:
● einen am Beginn des Pedalwegs (1) (speziell für die
Funktion "Geschwindigkeitsregulierung" (grauer
Stecker)),
● einen Endkontaktschalter (2) für die Funktion
"Motorstart" (blauer Stecker).

Bei der Anbringung des Schalter am Pedalwerk am


Gestänge ziehen, um das Einstellspiel zu
gewährleisten.

83-37
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Fahrgeschwindigkeitsregler/-begrenzer

AUSTAUSCH DES EINSPRITZ-STEUERGERÄTS

Beim Austausch des Einspritz-Steuergeräts müssen


die Funktionen Geschwindigkeitsregelung und -
begrenzung konfiguriert werden.

Hierzu lediglich den Funktionen über den Schalter des


Armaturenbretts aktivieren und mittels Prüfgerät
bestätigen.

Konfiguration mit Hilfe der Prüfgeräte:


● ohne Abstandsanpassung.
● mit Abstandsanpassung (nicht verfügbar)

83-38
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Fahrerleitsystem "CARMINAT"

ALLGEMEINES Dieses System besteht aus:

Das Navigationssystem CARMINAT ermöglicht die ● einer zentralen Kommunikationseinheit mit


Fahrerlotsung über ein Display und/oder einen Bedientastatur,
Sprachsynthesizer.
● einem Steuergerät mit
Das System ermöglicht: Drehwinkelgeschwindigkeitssensoren und einem
CD-ROM-Laufwerk,
● das Anfahren eines bestimmten Ortes
– Straße, Avenue... ● einer Satellitenverbindung (GPS-Antenne) zur
– Hotel Ortung des Fahrzeugs,
– Behörden
– Tankstellen, Werkstätten ● einem Bildschirm, der Textmeldungen und Karten
– etc. anzeigt,

● die Wahl der Führungskriterien ● einem Lautsprecher zur Sprachausgabe,


– optimiert nach Fahrdauer
– optimiert nach Entfernung ● einer Navigations-CD-ROM des jeweiligen
– möglichst viel auf Hauptstraßen Bestimmungsland des Fahrzeugs.
– möglichst wenig auf Hauptstraßen

Das gewählte Führungskriterium wird als Symbol in


der Statuszeile unten auf dem Bildschirm angezeigt. HINWEIS:

● die Speicherung von Adressen ● Wurde das Fahrzeug per Zug oder Autofähre
transportiert, kann es einige Minuten dauern, bis das
● das Anzeigen einer Karte: Navigationssystem die genaue Position geortet hat
– des eigenen Standorts (siehe "Erneute Bestimmung der
– des Zielortes Fahrzeugposition").
● Wurde die Batterie des Fahrzeugs abgeklemmt,
● die Anzeige der Fahrtdauer kann es bis zu 15 Minuten dauern, bis das System
die exakte Standortposition geortet hat. Das
● den Empfang von Verkehrsfunknachrichten Fahrzeug muss im Freien stehen (CARMINAT
eingeschaltet, um die Navigationssignale über die
HINWEIS: Die Funktion des Systems sowie die GPS-Antenne empfangen zu können).
Erklärung der einzelnen Menüs sind in der ● Das System kann auch ohne gespeicherte GPS-
Bedienungsanleitung beschrieben. Daten funktionieren. In diesem Fall kann die
Bestimmung der Standortposition ungenau sein.
● Sobald die genaue Position über das GPS-System
MULTIPLEX-VERBINDUNGEN gefunden wurde, springt die Satellitenanzeige auf
dem CARMINAT-Display von rot auf grün.
Das Fahrzeug verfügt über ein Multiplex-Datennetz, ● Auf Autobahnen unterscheiden sich die vom
über das die wichtigsten Steuergeräte Informationen CARMINAT System angezeigten Entfernungen zur
austauschen. Das Navigationssystem CARMINAT Ausfahrt von den Angaben auf den
verwendet die Information "Fahrgeschwindigkeit", Abfahrtsschildern. Die AB-Schilder zeigen die
die vom ABS-Steuergerät stammt, zur Errechnung der Entfernung vom Anfang der Ausfahrt an, während
zurückgelegten Fahrstrecke sowie der Information die CARMINAT-Anzeige sich auf das Ende der
"Rückwärtsgang".(siehe Kapitel 88: Multiplex). Ausfahrt bezieht.

Ein spezifisches Multiplex-Datennetz verbindet das


Steuergerät des Navigationssystems CARMINAT mit
der zentralen Kommunikationseinheit und dem
Display.

83-39
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Fahrerleitsystem "CARMINAT"

FUNKTIONSSCHEMA

1 Zentrale Kommunikationseinheit mit Bedientastatur


2 Bedientastatur
3 Steuergerät CARMINAT (CD-ROM-Laufwerk)
4 Display
5 Information Sicherheitsgurt (für die Anzeige)
6 Information Außentemperatur (für die Anzeige)
7 Autoradio
8 Lautsprecher Sprachsynthesizer
9 Radio-Bediensatellit am Lenkrad
10 Radioantenne
11 Verbindung Radiogerät (Stummschaltung)
12 Multiplexverbindung des Fahrzeugs
13 GPS-Antenne

83-40
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Navigationssystem CARMINAT: Zentrale Kommunikationseinheit

ZENTRALE KOMMUNIKATIONSEINHEIT DIE BEDIENTASTATUR

Für die Funktion des Steuergeräts des Die Bedientastatur ist in der zentralen
Navigationssystems CARMINAT muss eine zentrale Kommunikationseinheit enthalten. Sie verfügt über:
Kommunikationseinheit vorhanden sein. Diese
befindet sich über dem Radio und verfügt über eine ● eine drehbare Taste (A), die Folgendes ermöglicht:
Tastatur. – das Durchlaufen der Menüs,
– die Bestätigung von Eingaben/Konfigurationen,
● einem Bedienelement (B) zur Bewegung mit den
folgenden Funktionen:
– Bewegung auf den Karten im manuellen Modus,
– Auswahl von bestimmten Parametern/Punkten in
den Menüs,
● eine Menütaste (M) mit folgenden Funktionen:
– Zurückblättern zum vorherigen Menü,
● eine Taste (I) zur:
– Wiederholung einer Nachricht,
● eine Taste (C) zur:
– Unterbrechung des Sprachsynthesizers,
● die Tasten (+) und (-) zur Lautstärkeregelung der
Sprachausgabe.

18459

Die zentrale Kommunikationseinheit umfasst:


● die automatische Einstellung der Uhrzeit,
● die Herstellung der Verbindungen zwischen dem
Multiplex-Datennetz des Fahrzeugs und der
funktionsspezifischen Multiplexverbindung des
Navigationssystems CARMINAT,
● die Verwendung der via Multiplexverbindung
übermittelten Daten (Fahrgeschwindigkeit,
Information Rückwärtsgang, Außentemperatur...),
● die Steuerung des Radio-Bediensatelliten am
Lenkrad,
● die Steuerung der Stopp-Bedingungen, die
18459
Konfiguration des Fahrzeugs sowie des Systems,
● die Steuerung der Display-Anzeigen,
● den Empfang von Verkehrsfunknachrichten,
● die Übertragung der Meldungen an den
Sprachsynthesizer.

83-41
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Navigationssystem CARMINAT: Zentrale Kommunikationseinheit

AUS-/EINBAU 30-poliger Stecker (B) (grau):

Die Kommunikationseinheit mit Hilfe des


Anschluss Bezeichnung
Ausbauwerkzeugs für Philips-Radios Ms. 1373 lösen.
1 Nicht belegt
BELEGUNG DER STECKER
2 Antennenverstärker
3 Multiplexverbindung (Multimedia)
4 Multiplexverbindung (Multimedia)
5 Nicht belegt
6 Nicht belegt
7 Ausgang Information Ein/Aus
8 Eingang Lautsprecher (Carminat)
9 Eingang Lautsprecher (Carminat)
10 Nicht belegt
11 Nicht belegt
12 Nicht belegt
13 Nicht belegt

18457 14 Nicht belegt


15 Nicht belegt
15-poliger Stecker (A) (rot):
16 Signal Außentemperatur
Anschluss Bezeichnung
17 Masse Außentemperatur
1 Nicht belegt
18 Nicht belegt
2 Nicht belegt
19 Fahrgeschwindigkeit
3 Nicht belegt
20 Signal Rückwärtsgang
4 Nicht belegt
21 Ausgang Außentemperatur
5 Nicht belegt
22 Nicht belegt
6 Nicht belegt
23 Nicht belegt
7 Nicht belegt
24 Kontrolllampe des Sicherheitsgurts
8 Nicht belegt
25 + Beleuchtung
9 Radio-Bediensatellit (Anschluss B1)
26 Verbindung Radio (Anschluss 6)
10 Radio-Bediensatellit (Anschluss A3)
27 Ein/Aus Radio (Anschluss 5)
11 Radio-Bediensatellit (Anschluss B2)
28 Verbindung Radio (Anschluss 3)
12 Radio-Bediensatellit (Anschluss B3)
29 Verbindung Radio (Anschluss 1)
13 Radio-Bediensatellit (Anschluss A2)
30 Verbindung Radio (Anschluss 2)
14 Radio-Bediensatellit (Anschluss A1)
15 Nicht belegt
WICHTIG: Nach jedem Ausbau oder Austausch der
zentralen Kommunikationseinheit eine Initialisierung
des Systems durchführen.

83-42
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Navigationssystem CARMINAT: Zentrale Kommunikationseinheit

30-poliger Stecker (C) (grün):

Anschluss Bezeichnung
1 Nicht belegt
2 Nicht belegt
3 Nicht belegt
4 Nicht belegt
5 Nicht belegt
6 Multiplexverbindung (Fahrzeug)
7 Multiplexverbindung (Fahrzeug)
8 Ansteuerung Stummschaltung
9 + Zubehör
10 Dauerstrom

18457 11 Ansteuerung Stummschaltung


Sprachsynthesizer

(D) und (E): Ein- und Ausgang der Antenne für 12 Masse
Verkehrsfunkinformationen. 13 + APC
14 Eingang Lautsprecher (Steuergerät
Sprachsynthesizer)
15 Eingang Lautsprecher (Steuergerät
Sprachsynthesizer)
16 Nicht belegt
17 Nicht belegt
18 Nicht belegt
19 Nicht belegt
20 Nicht belegt
21 Nicht belegt
22 Ausgang Lautsprecher
(Sprachsynthesizer)
23 Ausgang Lautsprecher
(Sprachsynthesizer)
24 Nicht belegt
25 Nicht belegt
26 Nicht belegt
27 Nicht belegt
28 Nicht belegt
29 Nicht belegt
30 Nicht belegt

WICHTIG: Nach jedem Ausbau oder Austausch der


zentralen Kommunikationseinheit eine Initialisierung
des Systems durchführen.

83-43
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Navigationssystem CARMINAT: Steuergerät

DAS STEUERGERÄT DES NAVIGATIONSSYSTEMS AUSBAU - EINBAU


(CD-ROM-Laufwerk)
Bei ausgeschalteter Zündung Folgendes ausbauen:
Dieses System umfasst Sensoren, die Bewegungen ● due Verkleidung des Ablagefachs (eine Schraube),
des Fahrzeugs feststellen. Der drehzahlabhängige ● die Befestigungsschrauben der Halterung des
Impulsgeber stellt die zurückgelegte Fahrstrecke des Steuergeräts,
Fahrzeugs fest, wohingegen die im Steuergerät
integrierte Erdmagnetfeldsonde Drehbewegungen bei Die Stecker des Steuergeräts abklemmen und die
Kurvenfahrten sensiert. Einheit nach unten bewegen.

Das System korrigiert Ungenauigkeiten/


Abweichungen (Reifendruck, -abnutzung,
Temperatur...) durch Vergleich mit der digitalen Karte
(auf CD-ROM), um die genaue Position des
Fahrzeugs bestimmen zu können.

WICHTIG: Nach einem Abklemmen der Batterie oder


einem Austausch des Steuergeräts des
Navigationssystems muss eine Initialisierung und eine
Ortung des Fahrzeugs durchgeführt werden (siehe die
Kapitel "Erneute Bestimmung der
Fahrzeugposition" und "Initialisierung").

Nach dem Austausch des Steuergeräts des


Navigationssystems stellt das System standardmäßig
Französisch ein.

Zum Einstellen der Sprache, siehe die


Vorgehensweise im Kapitel "Änderung der
Sprache". 18473

ACHTUNG: Beim Austausch des Steuergeräts des Das Steuergerät mit Hilfe des Ausbauwerkzeugs für
Navigationssystems, können die im alten Gerät Philips Radios Ms. 1373 lösen.
gespeicherten Adressen nicht übernommen werden!

HINWEIS:
– Bei ausgeschalteter Zündung schaltet sich das CD-
ROM-Laufwerk automatisch ein, wenn die Taste
"Auswurf" gedrückt wird und bleibt bis zu einer
Minute eingeschaltet (wenn die Zündung nicht
ausgeschaltet wird).
– Beim Einschalten der Zündung schaltet sich das
Laufwerk automatisch ein.
– Beim Ausschalten der Zündung bleibt das Gerät ca.
40 Sekunden lang eingeschaltet; in dieser Zeit sollte
die Batterie nicht abgeklemmt werden.

WICHTIG: Nach jeder Maßnahme am Steuergerät des


Navigationssystems, eine Initialisierung des Systems
durchführen.

19306

ACHTUNG: Das GPS-Antennenkabel vorsichtig


behandeln; es nicht knicken oder einklemmen!

83-44
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Navigationssystem CARMINAT: Steuergerät

ANSCHLÜSSE 16-poliger Stecker (zum Display):

Anschluss Bezeichnung
1 Nicht belegt
2 Masse
3 - Videosignal
4 Videosignal rot
5 Videosignal grün
6 Videosignal blau
7 Masse
8 Signal zur Video-Synchronisierung
9 Masse
10 Einstellung der Helligkeit
11 Nicht belegt
12 Ein/Aus Display
19307
13 Nicht belegt

18-poliger Stecker (zur zentralen 14 Nicht belegt


Kommunikationseinheit): 15 Dauerstrom
16 Dauerstrom
Anschluss Bezeichnung
1 Dauerstrom
2 Nicht belegt
3 Lautsprecher
4 Nicht belegt
5 Nicht belegt
6 Ein/Aus
7 Nicht belegt
8 Nicht belegt
9 Multiplexverbindung (Multimedia)
10 Masse
11 Nicht belegt
12 Lautsprecher
13 Nicht belegt
14 Nicht belegt
15 Information Fahrgeschwindigkeit
16 Nicht belegt
17 Nicht belegt
18 Multiplexverbindung (Multimedia)

83-45
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Navigationssystem CARMINAT: Display

DAS DISPLAY Besonderheiten des Radios

ermöglicht die Anzeige von: Wenn die Fahrzeuge mit einem Originalradio
– den verschiedenen Menüs ausgestattet sind, erscheint diese Anzeige auf dem
– der Richtung des Zielorts Display (nur das Radio ist eingeschaltet).
– der noch zu fahrenden Strecke bis zum Zielort
– der Streckenführung Bei einer Änderung der Anzeige des Radios wird die
– der Entfernung bis zur nächsten Wendemöglichkeit gesamte Größe des Displays dafür verwendet.
– den Landkarten
– etc. WICHTIG: Wenn das Display nicht die Radiodaten
anzeigt, eine Initialisierung des Systems durchführen.
Es schaltet sich einige Sekunden nach dem
Einschalten der Zündung ein:
● Wenn sich das Display seit dem letzten Ausschalten Besonderheiten der Uhr
der Zündung im Stand-by-Modus befand, werden nur
die Außentemperatur, die Uhrzeit, die Die Uhr wird automatisch via Satellitenverbindung
Radioinformationen (wenn dieses eingeschaltet ist) (GPS) eingestellt.
sowie die Reifendrücke angezeigt. Um das
Navigationssystem CARMINAT zu aktivieren, das Die Anzeige der Uhrzeit kann über das Menü
Rändelrad der Tastatur betätigen, wodurch ein Menü "Einstellung der Uhrzeit" eingestellt werden (zuvor
mit Informationen für den Benutzer erscheint. Mit "Einstellung" auswählen):
"OK" auf dem Drehknopf bestätigen, und das – Anzeigeart = 12 bzw. 24 Stunden,
Hauptmenü erscheint, CARMINAT kann nun benutzt – Einstellung der Uhrzeit = ermöglicht die Veränderung
werden. der Uhrzeit im Verhältnis zur Vorgabe des Satelliten,
– Zeitunterschied = Anzeige des Unterschieds
● Wenn das Navigationssystem CARMINAT beim zwischen der Zeit der Uhr des Fahrzeugs und der
letzten Ausschalten der Zündung aktiviert war, des Satelliten.
werden die Außentemperatur, die Uhrzeit, die
Radioanzeige (wenn dieses eingeschaltet ist) und Folglich muss bei einem Ab-/Anklemmen der Batterie
die Reifendrücke angezeigt sowie ein Menü mit bzw. des Steuergeräts des Navigationssystems die
Informationen für den Benutzer. Mit "OK" auf dem Uhr nicht über "Einstellung der Uhrzeit" eingestellt
Drehknopf bestätigen, und das Hauptmenü werden, sondern dieses muss lediglich ins Freie
erscheint, CARMINAT kann nun benutzt werden. gestellt werden. Ansonsten wird der eingestellte
Unterschied zwischen der Uhrzeit der Fahrzeuguhr
Nach dem Ausschalten der Zündung schaltet sich das und der des Satelliten abgezogen bzw.
System ca. 40 Sekunden lang ab. hinzugerechnet.

WICHTIG: Für die Reinigung des Displays keine


HINWEIS: Reinigungsmittel verwenden (nur ein weiches
● Die Helligkeit des Bildschirms kann mit Hilfe der trockenes oder leichtes angefeuchtes Tuch
Tasten + und - (Beleuchtung der Tastatur) eingestellt verwenden).
werden:
– in der Tagesstellung (Standlicht ausgeschaltet)
– in der Nachtstellung (Standlicht eingeschaltet).

● Die Farbe des Displays kann über "Einstellung"


dann über "Bildschirm" geändert werden:
– Farben im Tag-Betrieb: blau oder Dunkelblau
(Standlicht ausgeschaltet).
– Farben im Nachtbetrieb: blau oder Dunkelblau
(Standlicht eingeschaltet).

83-46
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Navigationssystem CARMINAT: Display

AUSBAU - EINBAU ANSCHLÜSSE

Bei ausgeschalteter Zündung Folgendes ausbauen:


● die beiden Abdeckungen auf den beiden Seiten des
Displays,
● die Befestigungsschrauben (1),
● die Abdeckung des Displays (ausrasten).

18470

Anschluss Bezeichnung
1 Nicht belegt
18468 2 Masse
3 - Videosignal
Den Stecker der Verbindung zum Steuergerät
4 Videosignal rot
abklemmen.
5 Videosignal grün
6 Videosignal blau
7 Masse
8 Synchronisierungssignal Video
9 Masse
10 Helligkeitseinstellung
11 Nicht belegt
12 Ein/Aus Display
13 Stromversorgung Display
14 Nicht belegt
15 + 12 Volt
16 + 12 Volt
Abschirmung Masse Abschirmung

18470

Die Befestigungsschrauben (2) des Displays an der


Halterung entfernen.

83-47
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Navigationssystem CARMINAT: Antenne

DIE GPS-/GSM-ANTENNE (monoband) AUSBAU - EINBAU

Diese gewährleistet den Satellitenempfang, damit das Die obere Heckklappenverkleidung ausbauen.
Steuergerät des Navigationssystems (CD-ROM-
Laufwerk) das Fahrzeug orten kann. (A)

Wenn die GPS-Verbindung gut ist, sind drei grüne


Striche auf der symbolisierten Erde zu sehen.

Wenn die GPS-Verbindung nicht gut ist (Fahrt durch


einen Tunnel, durch eine kleine Straße zwischen
hohen Gebäuden...) sind drei rote Striche auf der
symbolisierten Erde zu sehen.

HINWEIS:
Nach dem Abklemmen der Batterie bzw. einem
Austausch des Steuergeräts des Navigationssystems
muss das System das Fahrzeug wieder orten.
Hierzu das Fahrzeug ins Freie stellen und bei
eingeschalteter Zündung einige Minuten warten. Wenn
die GPS-Verbindung gut ist, sind drei grüne Striche auf
der symbolisierten Erde zu sehen.

ACHTUNG: Das GPS-Antennenkabel vorsichtig 19246


behandeln; es nicht knicken oder einklemmen!

HINWEIS: Die Antennenstecker (B) abklemmen.


Manche Fahrzeuge sind mit einer GSM-Antenne
(dualband) sowie einer weiteren unter dem Dach hinter Die Muttern (C) entfernen und dann die GPS-Antenne
der Verkleidung ausgestattet. (A).

19247

83-48
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Navigationssystem CARMINAT: Erneute Bestimmung
Navigationssystem CARMINAT: Erneute
der Fahrzeugposition/Einstellen derBestimmung
Sprache der

INITIALISIERUNG AUSWAHL DER SPRACHE DER NACHRICHTEN

Eine Initialisierung muss bei jeder Inbetriebnahme Nach dem Austausch des Steuergeräts des
eines Geräts durchgeführt werden. Navigationssystems stellt das System standardmäßig
Französisch ein.
WICHTIG: Wenn das Fahrzeug mit einem Radiogerät
ausgerüstet ist, muss dieses bei der Initialisierung Um die Sprache zu ändern, muss die Sprachen-CD
eingeschaltet sein. Falls dies nicht der Fall ist, ist der verwendet werden, die mit dem Navigationssystem
Bediensatellit am Lenkrad außer Funktion und das CARMINAT geliefert wird; folgende Maßnahme
Display zeigt die Radiodaten nicht an. durchführen:

1 Bis zur Abschaltung des Systems warten.


1. Bei eingeschalteter Zündung die CD-ROM mit
2 Das Radiogerät einschalten.
den Straßenkarten entnehmen (durch Drücken
3 Gleichzeitig auf die Tasten "M" und "C" drücken.
der Taste "Auswurf").
4 Die RENAULT Chipkarte bis in die Stellung
"Zubehör" einführen. 2. Auf dem Display ist die Nachricht "Kein CD im
5 Die Konfiguration einlesen. Laufwerk" zu sehen.
6 Den Radio-Bediensatellit am Lenkrad prüfen.
7 Sicherstellen, dass die Antennen vorhanden sind. 3. "OK" durch Druck auf den Drehknopf
bestätigen.

4. Das Menü "Einstellungen", dann "Sprache"


ERNEUTE BESTIMMUNG DER
und "andere Sprache" auswählen.
FAHRZEUGPOSITION
5. Das System fordert den Benutzer auf, die
Nach dem Abklemmen der Batterie bzw. einem Sprachen-CD-ROM einzulegen.
Austausch des Steuergeräts des Navigationssystems
muss eine erneute Bestimmung der Fahrzeugposition 6. Die Sprachen-CD-ROM einlegen und dies
durchgeführt werden. durch Druck auf den Drehknopf bestätigen.

7. Die zu ändernde Sprache über den Drehknopf


● Hierzu das Fahrzeug ins Freie stellen und bei
auswählen (Sprache 1 oder 2).
eingeschalteter Zündung einige Minuten warten.
Wenn die GPS-Verbindung gut ist, sind drei grüne 8. Die zu ladende Sprache der CD-ROM über den
Striche auf der symbolisierten Erde zu sehen. Das Drehknopf auswählen; diese sowie den Befehl
Fahrzeug ist geortet. "Laden" bestätigen.

Wenn der Ort des Fahrzeug auf der Karte nicht korrekt 9. Einige Sekunden warten, woraufhin das Display
dargestellt wird, eine erneute Bestimmung der schwarz wird, dann weiß mit einem Text in
Fahrzeugposition durchführen: schwarzen und roten Buchstaben und einem
● Die erneute Bestimmung der Fahrzeugposition kann waagrechten Balken, der das Fortschreiten des
auf zwei Arten geschehen: Ladevorgangs anzeigt.
– Automatisch; hierzu das Fahrzeug mindestens
10. Nach durchgeführtem Ladevorgang wird die
1 - 3 km auf in der Karte enthaltenen Straßen Sprachen-CD vom Laufwerk ausgeworfen und
bewegen.
"OK" ist auf dem Display zu lesen.
– Manuell über das Menü "Position des
Fahrzeugs" (zuvor "Einstellungen" auswählen). 11. Die Zündung ausschalten und warten, bis das
Den Ort, die Strecke und die gewünschte Display erlischt (ca. 70 Sekunden), die
Kreuzung wählen, um die Bestimmung Sprache ist geladen.
vorzunehmen.
Den Menüpunkt "Erneute Bestimmung der 12. Die CD mit den Straßenkarten wieder in das
Fahrzeugposition in Kreuzungsmitte" Laufwerk einlegen.
bestätigen.

ACHTUNG: Die Sprache des Navigationssystem und


die der Nachrichten müssen gesondert geändert
werden!

83-49
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Navigationssystem CARMINAT: Diagnose

INTEGRIERTE DIAGNOSE 3. Benutzereinstellungen:


⇒Uhrzeit: ermöglicht die automatische Einstellung
Bei Störungen des Systems ermöglicht die bzw. die Änderung der Uhrzeit,
Diagnosefunktion die Darstellung von Pannen auf dem ⇒System: Das Menü "Kundendienst (Code)" wird
Display sowie die Überprüfung bestimmter Parameter. angezeigt. Den Code mit Hilfe des Drehknopfes
eingeben und die vier Ziffern des Zugangscodes
Das Display schaltet sich einige Sekunden nach dem auswählen und bestätigen. Dieser Code (nur für
Einschalten der Zündung ein. "OK" bestätigen, Pannendienst) ist: 4112 ("Verlassen" =
woraufhin das System mehrere Möglichkeiten bietet: Rücksetzung zum Menü "Inhalt").
1. Navigation ● Verlassen: Rücksetzung zu "Inhalt",
⇒Einstellungen ermöglicht: ● Diagnose (siehe folgende Seiten)
● die Auswahl der Sprache, ● Konfiguration; bei Störungen können
● die Auswahl von Kriterien zur Navigationshilfe, abgerufen werden:
● die Veränderung der Konfiguration des ● Produktionsdatum,
Displays, ● Konfiguration: 0002,
● die Anzeige von Informationen über das ● UCC-Typ: UCC 3,
System, ● Software-Version: 051 (zur Information),
● die Auswahl der Funktion Verkehrsfunk, ● Nummer
● die Änderung der Einheiten (km, Meilen...), ● Checksum (Prüfsumme von bestimmten
● die Änderung der Lautstärke der Ansage, Dateien).
● die Konfiguration des Displays. ● Systemtest: ermöglicht die Überprüfung von
⇒Der Bordcomputer dient folgenden Bauteilen wie die Tastatur, den Radio-
Funktionen: Bediensatellit sowie die Multiplexverbindungen,
● Anzeige der aktuellen Geschwindigkeit, ● Funktionsprüfungen: für die spezifischen
● (Durchschnittsgeschwindigkeit), Informationen des Systems,
● Anzeige der noch zu fahrenden Strecke, ● RDS-TMC-Test:
● Anzeige der noch verbleibenden Fahrtdauer, – Frequenz: TUNER für Verkehrsfunk
● Festlegung einer Höchstgeschwindigkeit. – Empfang: %
– RDS-Qualität: %
2. Sprache: ermöglicht die Abänderung der Sprache ● Fahrzeugtest:
des Displays und der Menüs. – Fahrzeug: X74
– Geschwindigkeit: OK,
– Geschaltetes Plus: OK (je nach Position
der RENAULT Chipkarte)
– + ACC (Zubehör): OK
– ARK (Automatische
Reifendruckkontrolle): OK
– Batteriespannung,
– Information Aufprall: NOk (außer bei
Unfall)
– + Beleuchtung: Stromversorgung
Beleuchtung
– Rückwärtsgang (je nach Ausführung),
– Außentemperatur.

83-50
83
INSTRUMENTE DES ARMATURENBRETTS
Navigationssystem CARMINAT: Diagnose

INTEGRIERTE DIAGNOSE ● FEHLERSPEICHER


– Fehlercode,
● LESEN DES GPS-ZUSTANDES – Fehlerhäufigkeit
Beispiel: – Fehlertyp.
– Stellung des Sensors: 3D-Position
– Längengrad: 2°14'24''Ost Diese Parameter unberücksichtigt lassen, sie sind
– Breitengrad: 48°46'31''Nord, außer Funktion.
– Geographische Höhe: 226 m,
– Satellitenanzahl: > 3 (für eine Funktion ● SIMULATION
notwendig). ● POSITION DES FAHRZEUGS

● LESEN ZUSTÄNDE E/S ACHTUNG: Für eine korrekte Funktionsweise des


– Tacho- Impuls: die Fahrgeschwindigkeit muss Systems muss unbedingt nach Verwendung der
beim Fahren angezeigt werden, "Simulationsmodus" verlassen werden!
– Temperatur: die Temperatur im Steuergerät muss
angezeigt werden,
– Batterie: die Batteriespannung muss angezeigt
werden,
– B. "Auswurf"-:
0 = Taste "Auswurf" CD nicht betätigt.
1 = Taste "Auswurf" CD betätigt (länger als fünf
Sekunden auf den Knopf drücken)
– Richtung:
RG = Schalthebel/Fahrstufenwahlhebel in Position
Rückwärtsgang,
Information Rückwärtsgang korrekt
VG = anderer Gang als der Rückwärtsgang bzw.
Information Rückwärtsgang nicht in Ordnung
– Leuchten = on oder off (Funktion nicht belegt)
– Kontakt außen 1: nicht belegt
– Kontakt außen 2: nicht belegt

ACHTUNG: Die Ansprechzeit bei einem


Zustandswechsel beträgt ca. 15 Sekunden!

● IDENTIFIKATION (zur Information)


– Seriennummer des Steuergeräts
– Produktversion
– Software-Version
– Herstellungswoche
– Herstellungsjahr
– Software-Version "CSB"

83-51
184ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Spiralverbindung 84
Die Kombischalter abklemmen (Scheibenwischer,
WICHTIG: Alle Arbeiten an den Airbag- und
Radio-Bediensatellit und Beleuchtung) und die
Gurtstraffersystemen dürfen nur von
Stecker der Spiralverbindung (Airbag und
geschultem Fachpersonal vorgenommen
Fahrgeschwindigkeitsregler).
werden.
Bevor die Spiralverbindung ausgebaut wird, dessen
ACHTUNG: Es ist untersagt, Arbeiten an den Position markieren:
Zündsystemen von Airbags und Gurtstraffern an – Sicherstellen, dass die Räder in Geradeausstellung
einem Ort mit einer hohen Temperatur bzw. in stehen.
der Nähe einer offenen Flamme durchzuführen; – Prüfen, ob sich die Markierung "0" der
die Rückhaltesysteme können sonst ausgelöst Spiralverbindung gegenüber der Markierung
werden! befindet.

HINWEIS: Das Verriegeln des elektronischen Airbag-


Steuergeräts ermöglicht auch die Entriegelung der
elektrischen Lenksäulenverriegelung.

AUSBAU

Das Airbag-Luftkissen aus dem Lenkrad ausbauen.


Hierzu einen Schraubendreher in die Aussparung (1)
einführen und eine Bewegung nach oben (2)
durchführen.

18313

Die Schraube lösen und die Einheit von der Lenksäule


lösen.

18455

Die Stecker des Airbags (Lenkrad) (4) und die Stecker


der Tasten des Fahrgeschwindigkeitsreglers (je nach
Ausführung) abklemmen.
18797
Ausbauen bzw. entfernen:
– die Schraube des Lenkrad; zuvor die Räder in Die Kombischalter ausbauen; hierzu auf die Laschen
Geradeausstellung bringen, (3) drücken.
– das Lenkrad,
– die Peripherie des Tachos, HINWEIS: Der Lenkwinkelsensor (5) muss nicht
– die Gehäusehälften des Lenkrads. ausgebaut werden.

84-1
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Spiralverbindung

EINBAU

Sicherstellen, dass die Fahrzeugräder gerade Besonderheiten des Airbags


ausgerichtet sind. Die Schraube der Spiralverbindung
kann nur angezogen werden, wenn die Markierung auf
WICHTIG: Vor dem Anschließen des Fahrer-
"0" steht.
Airbags muss eine Funktionskontrolle des Systems
durchgeführt werden:
– Prüfen, ob die Störungskontrolllampe Airbag an
der Instrumententafel bei eingeschalteter
Zündung aufleuchtet (Steuergerät entsperrt).
– Den Prüfzünder am Stecker jedes Airbags
anschließen und prüfen, ob die Kontrolllampe
erlischt.
– Die Zündung ausschalten, den Airbag anstelle der
Zünder anschließen und ihn am Lenkrad
anbringen.
– Die Zündung einschalten und prüfen, ob die
Kontrolllampe beim Einschalten der Zündung
3 Sekunden lang aufleuchtet und dann erlischt.
18313
Wenn die Kontrolllampe nicht erlischt, siehe das
Kapitel Diagnose.
Besonderheiten des Lenkrads
ACHTUNG: Werden diese Vorschriften nicht
WICHTIG: Die Verzahnung des Lenkrads verfügt über beachtet, so kann dies die Funktion des Systems
Zentrierungen. Das Lenkrad muss sich locker in die beeinträchtigen und das System kann ungewollt
Verzahnung einfügen. Die Verzahnung nicht ausgelöst werden!
beschädigen.

Die zwei Stecker des Lenkradairbags anklemmen; auf


die Farben achten.

Sicherstellen, dass die Stecker korrekt einrasten.

18835

Die Lenkradschraube unbedingt nach jeder


Zerlegung austauschen und mit dem
vorgeschriebenen Drehmoment festziehen
(4,4 daNm). 18994

84-2
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Scheibenwischer-Bedienhebel
ANSCHLÜSSE (so umfassend wie möglich)

Anschluss Bezeichnung
A1 Betätigung Intervallschaltung Scheibenwischer vorne
A2 Betätigung schnelle Wischgeschwindigkeit vorne
A3 Betätigung langsame Wischgeschwindigkeit vorne
A4 Betätigung Frontscheiben-Wascherpumpe
A5 Nicht belegt
A6 Endstellung Frontscheibenwischer
A7 Geschaltetes Plus
B1 Betätigung Heckscheiben-Wascherpumpe
B2 Betätigung Heckscheibenwischer
B3 Nicht belegt
B4 Geschaltetes Plus
B5 Masse
B6 Information Motordrehzahl
B7 Knopf für Anzeigendurchlauf des Bordcomputers

HINWEIS: Die Bedienelemente der Front- und Heckscheiben-Wisch-


Waschanlage können mit einem Ohmmeter geprüft werden.
Werte
Betätigung: Anschlüsse
(Ohm)
Frontscheiben-Wascherpumpe A4/B4 0
Frontscheibenwischer langsame A3/A7 0
Geschwindigkeitsstufe
Schnelle Wischgeschwindigkeit vorne A2/A7 0
Intervallschaltung Scheibenwischer:
Position 1 9,6
Position 2 A1/A7 7,2
Position 3 4,8
Position 4 2,4
Position 5 0
Heckscheiben-Wascherpumpe B1/B4 0
Intervallschaltung Heckscheibenwischer B2/B4 0
Anzeigendurchlauf des Bordcomputers B5/B7 0

84-3
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Beleuchtungsbedienhebel

ANSCHLÜSSE (so umfassend wie möglich)

Anschluss Bezeichnung
A1 Stromversorgung Relais Nebelscheinwerfer (vorne)
A2 Nicht belegt
A3 Schalter Nebelschlussleuchte
A4 Betätigung Signalhorn
A5 Betätigung Blinker rechts
A6 Masse
A7 Betätigung Blinker links
B1 Standlicht
B2 Plus Batterie (abgesichert)
B3 Plus Batterie (abgesichert)
B4 Abblendlicht (Doppelscheinwerfer)
B5 Abblendlicht (Einfachscheinwerfer)
B6 Plus Batterie (abgesichert)
B7 Fernlicht

HINWEIS: Die Scheinwerferbetätigungen können mit einem Ohmmeter


geprüft werden.
Die Ansteuerungsleitung des Signalhorns passiert den Stecker (C) sowie die
Spiralverbindung.

Anschlüsse (Stromkreis
Betätigung:
geschlossen)
Blinker links A6/A7
Blinker rechts A5/A6
Standlicht B1/B2
Abblendlicht (Doppelscheinwerfer) B3/B4
Abblendlicht (Einfachscheinwerfer) B3/B5
Fernlicht (eingeschaltet bzw. Lichthupe) B6/B7
Nebelscheinwerfer (vorne) A1/B2
Nebelschlussleuchten A3/B2

84-4
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Radio-Bediensatellit

ANSCHLUSS

Der Radio-Bediensatellit am Lenkrad ist verbunden mit:


● dem Zentraldisplay des Armaturenbrettes,
● der zentralen Kommunikationseinheit, wenn das Fahrzeug mit dem
Navigationssystem CARMINAT ausgestattet ist (siehe Kapitel 83).

Anschluss Bezeichnung
A1 Anschluss 14
A2 Anschluss 13
A3 Anschluss 10
B1 Anschluss 9
B2 Anschluss 11
B3 Anschluss 12

84-5
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Regensensor

HINWEIS: Zur Funktionsweise der Wisch-


Waschanlage, siehe Kapitel 85.

ANSCHLUSS

Anschluss Bezeichnung
A1 Verbindung UCH (Zentralelektronik)
(Relais zur Inbetriebnahme)
A2 Verbindung UCH (Zentralelektronik)
(Ansteuerung)
A3 + Zubehör
B1 Verbindung UCH (Zentralelektronik)
(Relais schnelle
Geschwindigkeitsstufe)
B2 Masse
B3 Verbindung UCH (automatische
Funktion)

84-6
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Kartenlesegerät

ANSCHLUSS

Das Kartenlesegerät ist in der Halterung eingerastet.

Die Halterung ist am Armaturenbrett eingerastet.

18320

Anschluss Bezeichnung
1 Codierte Verbindung UCH
2 Stromversorgung Kartenlesegerät
3 Nicht belegt
4 Codierte Verbindung UCH
5 Signal Chipkarte eingesteckt
(+Zubehör)
6 Signal Funkfrequenz
(Fernbedienung)
7 Signal Chipkarte bis zum Anschlag
eingeführt
8 Masse
9 Nicht belegt
10 Nicht belegt
11 Nicht belegt
12 Signal Funkfrequenz
(Fernbedienung)

ANMERKUNG: Bei Störungen der Beleuchtung des


Kartenlesegeräts muss dieses ausgetauscht werden.

ZUR ERINNERUNG: Das Kartenlesegerät ist nicht


codiert.

84-7
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Elektrische Lenksäulenverriegelung

ELEKTRISCHE LENKSÄULENVERRIEGELUNG ANSCHLUSS

VORSICHTSMASSNAHMEN BEI DER


INSTANDSETZUNG

Damit das Lenkrad bei einem Abklemmen der Batterie


nicht verriegelt wird, muss Folgendes durchgeführt
werden:
– Die Chipkarte bis zum Anschlag einführen
(geschaltetes Plus) und sie dann bis zur 1.
Raststellung zurückziehen (+ Zubehör). Die
Lenksäule wird nicht verriegelt, solange sich die
Karte in der 1. Raststellung des Kartenlesegeräts
befindet. Die Batterie abklemmen; die Lenksäule
bleibt entsperrt, solange die Batterie nicht wieder
angeklemmt wird; die Chipkarte entnehmen.
– Das Airbag-Steuergerät mit Hilfe eines Prüfgeräts
deaktivieren.

AUSBAU
18466
ACHTUNG: Die Lenksäulenverriegelung ist mit
einer Schraube mit Linksgewinde befestigt! Sie
kann nur ausgebaut werden, wenn die Säule Anschluss Bezeichnung
zuvor entriegelt wurde.
1 Masse
2 Stromversorgung (+12 Volt Zubehör)
3 Multiplexverbindung
4 Ansteuerung UCH (Zentralelektronik)
(Entsperrung)
5 Information Chipkarte eingeführt
6 Multiplexverbindung

18541

EINBAU

Die Schraube mit 0,8 daNm

Zum Einlesen des Codes der elektrischen


Lenksäulenverriegelung, siehe Kapitel 82.

84-8
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Start-/Stop-Taste

START-/STOP-TASTE

Die Start-/Stop-Taste dient dem Starten sowie dem


Abschalten des Motors. Sie verfügt über zwei
Beleuchtungen:
– obere Beleuchtung (A): "Information anlassbereit",
– Beleuchtung unten (B): "Information laufender
Motor".

18466

ANSCHLUSS

Anschluss Bezeichnung
1 Signal Start-/Stop-Taste
2 Stromversorgung
3 Ansteuerung Kontrolllampe
"anlassbereit"
4 Ansteuerung Kontrolllampe
"laufender Motor"

Der Startimpuls beim Anlassen kann mit einem


Ohmmeter gemessen werden.

Anschluss Wert Bezeichnung


1 und 2 ≈ 2 Ohm Druckimpuls Starten
bzw. Anlassen
2 und 3 ≈ 20 Ohm Kontrolllampe
"anlassbereit"
2 und 4 ≈ 20 Ohm Kontrolllampe
"laufender Motor"

84-9
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter/Fahrgeschwindigkeitsregler/Sprachsynthesizer

ANSCHLUSS

SCHALTER DES ELEKTRISCHEN


STABILITÄTSPROGRAMMES

Anschluss Bezeichnung
A1 Stromversorgung Kontrolllampe
A2 Masse
A3 Nicht belegt
B1 Betätigung Ein/Aus
B2 Nicht belegt
B3 Nicht belegt

SCHALTER SPRACHSYNTHESIZER

Anschluss Bezeichnung
18461 1 Betätigung Nachrichtenwiederholung
2 Masse
1 Sprachsynthesizer (je nach Ausrüstung) 3 Ansteuerung Stummschaltung
2 Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP)
3 Fahrgeschwindigkeitsregler/-begrenzer (je nach
Ausrüstung) SCHALTER FAHRGESCHWINDIGKEITSREGLER/-
BEGRENZER

Für den Ausbau der Schalter muss die Halteplatte


entfernt werden. Anschluss Bezeichnung
A1 + Kontrolllampe
Geschaltetes Plus
A2 (Bremslichtstromkreis)
A3 Ein/Aus Fahrgeschwindigkeitsregler
B1 Ein/Aus
Fahrgeschwindigkeitsbegrenzer
B2 Masse
B3 Nicht belegt

84-10
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Helligkeitsregler

HELLIGKEITSREGLER

18462

Um den Helligkeitsregler ausbauen, die Halteplatte


des Reglers entfernen und die Stecker abklemmen (je
nach Ausrüstung).

Den Regler (A) von der Halteplatte lösen.

ANSCHLUSS

Anschluss Bezeichnung
1 + Kontrolllampe
2 Helligkeitsregler
3 Masse

ACHTUNG: Zwei Helligkeitsregler können im


Fahrzeug verbaut sein, je nach Ausrüstung:
– Regler der "Oberklasse" für Klimaanlage mit
Regelautomatik,
– Regler der "unteren Klasse" für herkömmliche
Klimaanlage,

Die Helligkeitsregler können mit einem Ohmmeter


geprüft werden:
– Beleuchtung Knopf (Anschlüsse 1 und 3) ≈ 70 Ohm
– Rändelrad zur Einstellung (Anschlüsse 2 und 3) =
von 0 bis 1000 Ohm (Oberklasse)
– Rändelrad zur Einstellung (Anschlüsse 2 und 3) =
von 0 bis 33 Ohm (unter Klasse)

84-11
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter der Warnblinkanlage

Zum Ausbau des Schalters muss der obere Teil, der in


der Konsole eingerastet ist, ausgebaut werden.

Anschluss Bezeichnung
1 Nicht belegt
2 Masse
3 Zeitschaltung Blinkrelais
(Dauerstrom)
4 Zeitschaltung Blinkrelais

18464

Kontrolle mittels Multimeter

Anschluss Wert Bezeichnung


2 und 3 Widerstand "Aus"
unendlich Warnblinkanlage
2 und 3 0 Ohm "Ein" Warnblinkanlage

84-12
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter zur Zentralverriegelung

Zum Ausbau des Schalters muss der obere Teil, der in


der Konsole eingerastet ist, ausgebaut werden.

18463

Anschluss Bezeichnung
A1 Geschaltetes Plus
A2 Masse
A3 Verriegelung
B1 Entriegelung
B2 Dauerstrom
B3 Stromversorgung Leuchtdiode

Kontrolle mittels Multimeter

Anschluss Bezeichnung Wert


A1/A2 Beleuchtung Knopf 30 Ohm
A2/A3 Verriegelung 0 Ohm
A2/B1 Entriegelung 0 Ohm

84-13
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter elektrische Fensterheber

PLATINE IN DER ARMLEHNE (so umfassend wie – durch Druck auf die Riegel mit Hilfe eines Drahtes.
möglich)

18465 19071

A Schalter der Fensterheber Fahrer- und Die Stecker abziehen.


Beifahrerseite
B Schalter der Fensterheber hinten rechts und links Die Schalter durch Zusammendrücken der Laschen
C Schalter zur Verriegelung der Fensterheber und (D) lösen.
Türen hinten (je nach Ausführung)

AUSBAU DER SCHALTER

Die Wählplatine der Fensterheber ist mit den Laschen


(D) an der Türaußenhaut eingerastet.

Um sie auszubauen gibt es zwei Möglichkeiten:


– mit Hilfe einer Garniturzange,

18465

18789

84-14
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter elektrische Fensterheber

SCHALTER DES FENSTERHEBERS DER SCHALTER FENSTERHEBER HINTEN AN DER


FAHRERTÜR FAHRERTÜR

18465 18465

Drei Arten von Schaltern der Fensterheber vorne Zwei Arten von doppelten Schaltern können in dem
können im Fahrzeug verbaut sein: Fahrzeug verbaut sein:

● Fensterheber mit Impulstaste (Fahrerseite)/ ● Elektrische Fensterheber


elektrischer Fensterheber (Beifahrerseite) Betätigungen hinten links und hinten rechts mit einer
Betätigung des Fensterhebers der Fahrertür mit zwei Position.
Positionen (normal und mit Impulsfunktion) und
Ausführung ohne Impulsfunktion auf der ● Fensterheber mit Impulsschaltung
Beifahrerseite. Betätigungen hinten links und hinten rechts mit zwei
Positionen (normale Betätigung und mit Impulsfunktion
● Fensterheber mit Impulsschaltung (Fahrerseite) für die Fenster hinten).
und Beifahrerseite ohne Multiplexverbindung
Betätigung Fensterheber Fahrer- und Beifahrerseite Zu näheren Informationen zu den elektrischen
mit zwei Positionen (normal und mit Impulsfunktion). Fensterhebern, siehe Kapitel 87.

● Fensterheber mit Impulsschaltung mit


Multiplexverbindung HINWEIS: Die Beleuchtung dieser Schalter ist bei
Vom Äußeren entspricht diese Ausführung der geschaltetem Plus gegeben (keine
Ausführung ohne Multiplexverbindung, nur die Nachtbeleuchtung).
Verkabelung ist anders.

Zu näheren Informationen zu den elektrischen


Fensterhebern, siehe Kapitel 87.

HINWEIS: Die Beleuchtung dieser Schalter ist bei


geschaltetem Plus gegeben (keine
Nachtbeleuchtung).

84-15
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter elektrische Fensterheber

● Fensterheber mit Impulsschaltung (Fahrerseite)/ ● Fensterheber mit Impulsschaltung (Fahrerseite)/


elektrischer Fensterheber Beifahrerseite elektrischer Fensterheber Beifahrerseite
schwarzer Stecker (Linkslenkung) schwarzer Stecker (Rechtslenkung)

Anschluss Bezeichnung
ANSCHLUSS
A1 Betätigung Fensterheber Beifahrertür
Anschluss Bezeichnung A2 Dauerstrom
A3 Geschaltetes Plus
A1 Betätigung Fensterheber Beifahrertür A4 Betätigung Fensterheber Fahrertür
A2 Dauerstrom A5 Nicht belegt
A3 Geschaltetes Plus A6 Nicht belegt
A4 Betätigung Fensterheber Fahrertür B1 Nicht belegt
A5 Nicht belegt B2 Nicht belegt
A6 Nicht belegt B3 Betätigung Fensterheber Beifahrertür
B1 Nicht belegt B4 Masse
B2 Nicht belegt B5 Betätigung Fensterheber Fahrertür
B3 Betätigung Fensterheber Beifahrertür B6 Nicht belegt
B4 Masse
B5 Betätigung Fensterheber Fahrertür
B6 Nicht belegt FUNKTIONSWEISE (Überprüfung des Widerstands
mit Hilfe eines Multimeters)

FUNKTIONSWEISE (Überprüfung des Widerstands


ANSCHLUSS
mit Hilfe eines Multimeters) AKTION
A1 B3 A2/B4 B5/B4
ANSCHLUSS Keine A2 A2 α α
AKTION
A4/B4 B5/B4 A1 B3 Einfaches
Keine α α A2 A2 Öffnen - - 0 α
Fahrerseite
Einfaches
Öffnen 0 α - - Einfaches
Fahrerseite Schließen - - α 0
Fahrerseite
Einfaches
Schließen α 0 - - Öffnen per
0 0
Fahrerseite Impulstaste - -
(1.) (2.)
Fahrerseite
Öffnen per
0 0 Schließen per
Impulstaste - - 0 0
(1.) (2.) Impulstaste - -
Fahrerseite (2.) (1.)
Fahrerseite
Schließen per
0 0 Öffnen
Impulstaste (2.) (1.) - - A2 B4 - -
Fahrerseite Beifahrerseite

Öffnen Schließen
B4 A2 - -
Beifahrerseite - - B4 A2 Beifahrerseite

Schließen
- - A2 B4
Beifahrerseite

84-16
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter elektrische Fensterheber

● Fensterheber mit Impulsschaltung (Fahrerseite) ● Fensterheber mit Impulsschaltung (Fahrerseite)


und Beifahrerseite ohne Multiplexverbindung und Beifahrerseite ohne Multiplexverbindung
grauer Stecker (Linkslenkung) grauer Stecker (Rechtslenkung)

Anschluss Bezeichnung Anschluss Bezeichnung


A1 Betätigung Fensterheber Beifahrertür A1 Betätigung Fensterheber Fahrertür
A2 Masse A2 Nicht belegt
A3 Geschaltetes Plus A3 Geschaltetes Plus
A4 Betätigung Fensterheber Fahrertür A4 Betätigung Fensterheber Beifahrertür
A5 Nicht belegt A5 Masse
A6 Nicht belegt A6 Dauerstrom
B1 Nicht belegt B1 Nicht belegt
B2 Betätigung Fensterheber Beifahrertür B2 Nicht belegt
B3 Masse B3 Betätigung Fensterheber Fahrertür
B4 Masse B4 Masse
B5 Betätigung Fensterheber Fahrertür B5 Betätigung Fensterheber Beifahrertür
B6 Nicht belegt B6 Dauerstrom

FUNKTIONSWEISE (Überprüfung des Widerstands FUNKTIONSWEISE (Überprüfung des Widerstands


mit Hilfe eines Multimeters) mit Hilfe eines Multimeters)

Anschlüsse Anschlüsse
AKTIONEN AKTIONEN
B2/B3 A1/A2 A4/B4 B5/B4 A1/B4 B3/B4 B5/A5 A4/B6

Keine α α α α Keine α α α α

Einfaches Einfaches
Öffnen - - 0 α Öffnen 0 α - -
Fahrerseite Fahrerseite
Einfaches Einfaches
Schließen - - α 0 Schließen α 0 - -
Fahrerseite Fahrerseite

Öffnen per Öffnen per


0 0 0 0
Impulstaste - - Impulstaste - -
(1.) (2.) (1.) (2.)
Fahrerseite Fahrerseite
Schließen per Schließen per
0 0 0 0
Impulstaste - - (2.) (1.) Impulstaste (2.) (1.) - -
Fahrerseite Fahrerseite

Einfaches Einfaches
Öffnen α 0 - - Öffnen - - α 0
Beifahrerseite Beifahrerseite

Einfaches Einfaches
Schließen 0 α - - Schließen - - 0 α
Beifahrerseite Beifahrerseite
Öffnen per Öffnen per
0 0 0 0
Impulstaste - - Impulstaste - -
(2.) (1.) (2.) (1.)
Fahrerseite Fahrerseite

Schließen per Schließen per


0 0 0 0
Impulstaste - - Impulstaste - -
(1.) (2.) (1.) (2.)
Fahrerseite Fahrerseite

84-17
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter elektrische Fensterheber

● Fensterheber mit Impulsschaltung mit ● Elektrischer Fensterheber hinten einfach: weißer


Multiplexverbindung schwarzer Stecker (alle Stecker
Typen)

Anschluss Bezeichnung Anschluss Bezeichnung


A1 Nicht belegt A1 Nicht belegt
A2 Betätigung Fensterheber rechts A2 Betätigung Fensterheber rechts
A3 Geschaltetes Plus A3 Geschaltetes Plus
A4 Betätigung Fensterheber links A4 Betätigung Fensterheber links
A5 Nicht belegt A5 Geschaltetes Plus
A6 Nicht belegt A6 Dauerstrom
B1 Nicht belegt B1 Nicht belegt
B2 Nicht belegt B2 Nicht belegt
B3 Betätigung Fensterheber rechts B3 Betätigung Fensterheber rechts
B4 Masse B4 Masse
B5 Betätigung Fensterheber links B5 Betätigung Fensterheber links
B6 Nicht belegt B6 Nicht belegt

FUNKTIONSWEISE (Überprüfung des Widerstands FUNKTIONSWEISE (Überprüfung des Widerstands


mit Hilfe eines Multimeters) mit Hilfe eines Multimeters)

Anschlüsse Anschlüsse
AKTIONEN AKTIONEN
A2/B4 B3/B4 A4/B4 B5/B4 A4 B5 A2 B3

Keine α α α α Keine A5 A5 B5 A5

Einfaches Öffnen rechts - - B4 A5


- - 0 α
Öffnen links
Schließen
- - A5 B4
Einfaches rechts
- - α 0
Schließen links
Öffnen links B4 A5 - -
Öffnen per
Impulstaste - - 0 0 Schließen links A5 B4 - -
links

Schließen per
Impulstaste - - 0 0
links

Einfaches
0 α - -
Öffnen rechts

Einfaches
Schließen α 0 - -
rechts

Öffnen per
0 0
Impulstaste - -
(1.) (2.)
rechts

Schließen per
0 0
Impulstaste - -
(2.) (1.)
rechts

84-18
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter elektrische Fensterheber

● Fensterheber hinten mit Impulsfunktion: brauner


Stecker

Anschluss Bezeichnung
A1 Betätigung Fensterheber rechts
A2 Dauerstrom
A3 Geschaltetes Plus
A4 Dauerstrom
A5 Betätigung Fensterheber links
A6 Nicht belegt
B1 Nicht belegt
B2 Betätigung Fensterheber rechts
B3 Dauerstrom
B4 Masse
B5 Dauerstrom
B6 Betätigung Fensterheber links

FUNKTIONSWEISE (Überprüfung des Widerstands


mit Hilfe eines Multimeters)

Anschlüsse
AKTIONEN
A5/B4 B6/B4 A1/B4 B2/B4
Keine α α α α

Einfaches
- - 0 α
Öffnen links
Einfaches
Schließen - - α 0
rechts

Öffnen per
0 0
Impulstaste - -
(1.) (2.)
rechts

Schließen per
0 0
Impulstaste - -
rechts (2.) (1.)

Einfaches
0 α - -
Öffnen links

Einfaches α 0 - -
Schließen links
Öffnen per
0 0
Impulstaste - -
(1.) (2.)
links

Schließen per
0 0
Impulstaste - -
(2.) (1.)
links

84-19
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter elektrische Fensterheber

SCHALTER FENSTERHEBER BEIFAHRERSEITE ● Elektrischer Fensterheber mit


AN DER BEIFAHRERTÜR Multiplexverbindung: grauer Stecker

Anschluss Bezeichnung
A1 Betätigung Fensterheber
A2 Betätigung Fensterheber
A3 Geschaltete Masse
B1 Geschaltete Masse
B2 Masse
B3 Geschaltetes Plus Beleuchtung des
Knopfes

ANSCHLÜSSE
AKTIONEN
A1 A2
18469
Keine α α
Drei Arten von Schaltern der Fensterheber vorne
können im Fahrzeug verbaut sein: Einfaches Öffnen 0 α

Einfaches Schließen α 0
● Einfacher elektrischer Fensterheber
● Fensterheber mit Impulsschaltung ohne 0 0
Multiplexverbindung Öffnen per Impulstaste
(1.) (2.)
● Fensterheber mit Impulsschaltung mit
Multiplexverbindung Schließen per 0 0
Impulstaste (2.) (1.)

Zu näheren Informationen zu den elektrischen


Fensterhebern, siehe Kapitel 87. ANSCHLÜSSE
AKTIONEN
A3/A2 B1/B2
● Einfacher elektrischer Fensterheber: brauner
Stecker Keine α α

Einfaches Öffnen 0 α
Anschluss Bezeichnung
Einfaches Schließen α 0
A1 Verbindung Fahrertür (B3)
A2 Masse 0 0
Öffnen per Impulstaste
A3 Betätigung Schließen Fensterheber (1.) (2.)
B1 Betätigung Öffnen Fensterheber
B2 Verbindung Fahrertür (A1) Schließen per 0 0
Impulstaste (2.) (1.)
B3 Geschaltetes Plus

ANSCHLÜSSE HINWEIS: Der Widerstand der Kontrolllampe der


AKTIONEN Taste liegt bei ca. 30 Ohm.
B1 A3

Keine B2 A1
Einfaches Öffnen B2 A2

Einfaches Schließen A2 A1

84-20
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter elektrische Fensterheber

SCHALTER FENSTERHEBER HINTEN AN DEN SCHALTER FENSTERHEBER MIT


HINTERTÜREN EINKLEMMSCHUTZ HINTEN: weißer Stecker

Anschluss Bezeichnung
A1 Betätigung Fensterheber
A2 Geschaltete Masse (Sperrung der
Fensterheber)
A3 Dauerstrom
B1 Dauerstrom
B2 Betätigung Fensterheber
B3 Geschaltetes Plus Beleuchtung des
Knopfes

ANSCHLÜSSE
18469 AKTIONEN
A2/B1 A2/A3
Keine α α
SCHALTER EINFACHER FENSTERHEBER
Einfaches Öffnen α 0

Anschluss Bezeichnung Einfaches Schließen 0 α

A1 Geschaltetes Plus 0 0
Öffnen per Impulstaste
A2 Masse (2.) (1.)
A3 Geschaltetes Plus
B1 Ansteuerung Fensterhebermotor Schließen per 0 0
B2 Geschaltetes Plus Impulstaste (1.) (2.)
B3 Geschaltetes Plus

ANSCHLÜSSE
AKTIONEN
A2/A3 B1/B2 B1/A2 A1/A3

Keine α 0 α 0

Einfaches
0 0 α α
Öffnen
Einfaches
α α 0 0
Schließen

84-21
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter für Kindersicherung

SCHALTER FÜR KINDERSICHERUNG

18465

Bei der Verriegelung leuchtet eine rote Kontrolllampe


auf dem Schalter auf (von der UCH angesteuert). Über
diesen Schalter wird das Öffnen der Türen hinten
sowie der Fenster (je nach Ausführung) gesperrt.

● Elektrische Fensterheber
Das Bedienelement der Kindersicherung informiert die
UCH, die wiederum das Relais der Kindersicherung
ansteuert.

● Fensterheber mit Impulsschaltung


Das Bedienelement der Kindersicherung kommutiert
(oder nicht) die Masse der Impulsschalter hinten und
informiert die UCH über den Zustand.

HINWEIS: Die Beleuchtung dieser Schalter ist bei


geschaltetem Plus gegeben (keine
Nachtbeleuchtung).

Anschluss Bezeichnung
A1 Geschaltetes Plus
A2 Nicht belegt
A3 Ansteuerung Kontrolllampe
Kindersicherung
B1 Verriegelung Fensterheber hinten
B2 Masse
B3 Nicht belegt

84-22
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter des elektrischen Schiebedaches

SCHALTER DES SCHIEBEDACHES

18937

FUNKTIONSWEISE (Überprüfung des Widerstands mit


Hilfe eines Multimeters)

An- An- An- An-


POSITION DES schlüs- schlüs- schlüs- schlüs-
SCHALTERS se 1 se 1 se 1 se 1 und
und 6 und 5 und 3 2

Schiebe-
0 0 0 1
Raststellung 6

Schiebe-
0 0 1 1
Raststellung 5

Schiebe-
0 0 1 0
Raststellung 4

Schiebe- 0 1 1 0
Raststellung 3

Schiebe- 0 1 1 1
Raststellung 2
Schiebe-
0 1 0 1
Raststellung 1

geschlossen 0 1 0 0

Heben 1 1 1 0 0
Heben 2 1 1 0 1

Heben 3 1 1 1 0

gedrückt 0 0 0 0

HINWEIS: 0 = Stromkreis geschlossen


1 = Stromkreis unterbrochen

84-23
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter der Heckscheiben- und der Frontscheibenheizung

SCHALTER DER HECKSCHEIBEN- UND DER ANSCHLUSS (grauer Stecker)


FRONTSCHEIBENHEIZUNG
Anschluss Bezeichnung
Die Schalter der Heckscheiben- und
Frontscheibenheizung sind in die Bedieneinheit der 1 Masse
Klimaanlage integriert. 2 Stromversorgung Beleuchtung
4 Schalter Frontscheibenheizung
Für dessen Austausch muss die komplette 5 Diagnoseleitung
Bedieneinheit ausgebaut werden. 6 Geschaltetes Plus
9 Multiplexverbindung
10 Multiplexverbindung
12 Schalter Heckscheibenheizung
14 Masse über Helligkeitsregler
16 Masse
18 Dauerstrom

HINWEIS: Zu den Belegungen der anderen


Anschlüsse der Stecker, siehe das Kapitel
"Klimaanlage".

18471

84-24
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Sensor für das Öffnen einer Tür

SENSOR FÜR DAS ÖFFNEN EINER TÜR WICHTIG: Zur Sensierung der Hand des Kunden
muss der Infrarot-Sensor mit einer lichtdurchlässigen
Für die Funktion des schlüssellosen Einstiegs müssen Abdeckung versehen sein und im Türgriff muss ein
die Türgriffe mit folgenden Sensoren ausgestattet sein: Reflektor integriert sein. Risse oder Kratzer können
● ein Anwesenheitssensor (A) (inklusive Reflektor am die Funktion des schlüssellosen Einstiegs
Griff) zur Sensierung der Hand des Kunden. beeinträchtigen.
● ein Bewegungssensor, um das Öffnen zu bewirken,
wenn die Anwesenheitssensoren nicht mehr in
Funktion sind (nach längerem Stillstand des
Fahrzeugs).

18993

18697
Hinweis: Zum Ausbau des Türgriffs, siehe das Kapitel
Karosserie.

ANSCHLUSS

Anschluss Bezeichnung
1 + Batterie
2 Masse
3 Sensorkontrolllampe

84-25
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Türschlösser

Je nach Fahrzeugausrüstung gibt es spezifische ● Ausführung der Oberklasse vorne links


Türschlösser:
● die Ausführung der unteren Klasse (4-poliger
Anschluss Bezeichnung
Stecker) verfügt über die elektrische Verriegelung
und den Sensor zum Schließen (diese Fahrzeuge A + Zentralverriegelungsmotor
verfügen nicht über Türkontakte). B - Zentralverriegelungsmotor
● die Ausführungen der Oberklasse (6-poliger Stecker) C Türkontakt
umfasst die Funktion der Spezial-Verriegelung, D Türkontakt
mittels derer die inneren Türgriffe verriegelt werden. E - Motor zur Spezial-Verriegelung
Diese Funktion kann der elektrischen bzw. Kindersicherung (Hintertür)
Kindersicherung dienen. F + Motor zur Spezial-Verriegelung
bzw. Kindersicherung (Hintertür)

● Ausführung der Oberklasse vorne rechts

Anschluss Bezeichnung
A + Motor zur Spezial-Verriegelung
bzw. Kindersicherung (Hintertür)
B - Motor zur Spezial-Verriegelung
C Türkontakt
D Türkontakt
E - Zentralverriegelungsmotor
F + Zentralverriegelungsmotor

● Ausführung der Oberklasse hinten links

Anschluss Bezeichnung
18696
A + Zentralverriegelungsmotor
B - Zentralverriegelungsmotor und
Kindersicherung
ANSCHLUSS
C Türkontakt/Sicherheitsschalter
Kindersicherung
● Ausführung der unteren Klasse linke Seite
D Türkontakt
E + Motor zur Spezial-Verriegelung und
Anschluss Bezeichnung Kindersicherung
F Schalter für Kindersicherung
A + Zentralverriegelungsmotor
B - Zentralverriegelungsmotor
C Türkontakt
D Türkontakt ● Ausführung der Oberklasse hinten rechts

Anschluss Bezeichnung
● Ausführung der unteren Klasse rechte Seite
A Schalter für Kindersicherung
B + Motor zur Spezial-Verriegelung
Anschluss Bezeichnung bzw. Kindersicherung (Hintertür)
C Türkontakt
A Türkontakt D Türkontakt/Sicherheitsschalter
B Türkontakt Kindersicherung
C - Zentralverriegelungsmotor E - Zentralverriegelungsmotor und
D + Zentralverriegelungsmotor Kindersicherung
F + Zentralverriegelungsmotor

84-26
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Schalter der Heckklappe

Der Schalter der Heckklappe ("Auf-oder-Zu-Prinzip") HECKKLAPPENSCHLOSS/AUFSTELLBARE


ist bei allen Fahrzeugen gleich; auch die Fahrzeuge HECKSCHEIBE
mit der Funktion schlüsselloser Einstieg verfügen nicht
über eine spezifische Ausführung. HINWEIS: Der Ausbau des Bedienelementes zum
Öffnen der Heckklappe erfordert den Ausbau der
HINWEIS: Der Ausbau des Bedienelementes zum Verkleidung. Siehe das entsprechende Kapitel.
Öffnen der Heckklappe erfordert den Ausbau der
Verkleidung. Siehe das entsprechende Kapitel.

18315

18316 ANSCHLUSS

Anschluss Bezeichnung
Bei dem Schalter zum Öffnen der Heckscheibe
handelt es sich um einen Schalter nach dem "Auf- 1 - Motor
oder-Zu-Prinzip". 2 + Motor
3 Signal Öffnen
4 Masse

Der Widerstand des Motor beträgt ca. 10 Ohm.

84-27
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Steuerung Rückspiegel

BETÄTIGUNG DER ELEKTRISCHEN ● Betätigung für elektrisch verstellbare


RÜCKSPIEGEL einklappbare Außenspiegel mit
Multiplexverbindung (Option: Fahrer-
Je nach Ausstattungsniveau gibt es verschiedene Positionsspeicher)
Arten von Betätigungen zur Einstellung der
Rückspiegel:
Anschluss Bezeichnung
● Betätigung für einfache elektrische
Außenspiegel 1 Signal Rückspiegel Fahrer- und
● Betätigung für einklappbare elektrische Beifahrerseite
Außenspiegel ohne Multiplexverbindung 2 Geschaltetes Plus
● Betätigung für einklappbare elektrische 3 Masse
Außenspiegel mit Multiplexverbindung (siehe 4 Gemeinsame Leitung
Kapitel 87) Rückspiegelmotoren
5 Gemeinsame Leitung einklappbare
Außenspiegel
6 Verstellung oben/unten des
Beifahrerrückspiegels
7 Verstellung oben/unten des
Fahrerrückspiegels
8 Bedienelement rechts/links des
Beifahrerrückspiegels
9 Bedienelement rechts/links des
Fahrerrückspiegels
10 Nicht belegt

● Betätigung für einklappbare elektrische


Außenspiegel ohne Multiplexverbindung (ohne
Speicherung)

Anschluss Bezeichnung

18467
1 Gemeinsame Leitung Rückspiegel
(Anschlüsse 3B)
2 Geschaltetes Plus
ANMERKUNG: Die Betätigungen für Rückspiegel mit 3 Gemeinsame Leitung
und ohne Multiplexverbindung sind identisch, nur die Rückspiegelmotoren
Verkabelung ist unterschiedlich. (Anschlüsse 2C)
4 Masse
5 Dauerstrom
● Betätigung für einfache elektrische 6 Verstellung oben/unten des
Außenspiegel Beifahrerrückspiegels
(Anschluss 2B)
Anschluss Bezeichnung
7 Verstellung oben/unten des
A1 Verstellung nach oben/unten des Fahrerrückspiegels (Anschluss 2B)
Fahrerrückspiegels (Anschluss 3B 8 Verstellung rechts/links des
des Spiegels) Beifahrerrückspiegels
A2 Dauerstrom (Anschluss 2A)
A3 Verstellung rechts/links des 9 Verstellung rechts/links des
Fahrerrückspiegels Fahrerrückspiegels (Anschluss 2A)
A4 Nicht belegt 10 Signal Außenspiegel Fahrer- und
B1 Verstellung rechts/links des Beifahrerseite (Anschluss 3C)
Beifahrerrückspiegels
B2 Verstellung oben/unten des
Beifahrerrückspiegels HINWEIS: Die Beleuchtung dieser Schalter ist bei
B3 Masse geschaltetem Plus gegeben (keine
B4 Gemeinsame Leitung Motoren Nachtbeleuchtung).

84-28
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Elektrische Außenspiegel

AUSSENSPIEGEL ANSCHLÜSSE (erweiterte Ausführung)

Die elektrischen Außenspiegel umfassen:


Anschluss Bezeichnung
● zwei Stellmotoren (vertikal und waagrecht),
● einen Fühler für Außentemperatur (Beifahrerseite), 1B Außenspiegelheizung
● einen Motor zum Einklappen (je nach Ausführung), 1C Außenspiegelheizung
● einem System zur Entfrostung (je nach Ausführung), 1D Temperaturfühler (Beifahrerseite)
● einem System zur Anpassung der Tönung an den 1E Temperaturfühler (Beifahrerseite)
Helligkeitsgrad (elektrochrom), verbunden mit dem 1F Nicht belegt
Innenspiegel (je nach Ausführung), 1G Nicht belegt
● eine Multiplexverbindung (je nach Ausführung). 2A Motor für waagrechte Einstellung
2B Motor für vertikale Einstellung
2C Gemeinsame Leitung Motor
HINWEIS: Für den Ausbau der Außenspiegel müssen 2D Potentiometer für waagrechte
die Türen nicht abgarniert werden. Position
2E Potentiometer für vertikale Position
2F Stromversorgung
2G Masse
2H Nicht belegt
3B Motor zum Einklappen
3C Motor zum Einklappen
3D Information Helligkeitsgrad
(Innenspiegel)
3E Information Helligkeitsgrad
(Innenspiegel)
3F Nicht belegt
3G Nicht belegt

Der Widerstand des Systems zur Entfrostung beträgt


ca. 13 Ohm.

Der Widerstand des Fühlers für Außentemperatur


muss 2500 Ohm bei ca. 20 ˚C betragen.

18552 Der Widerstand des Elektrochromsystems beträgt


ca. 4000 Ohm.

WICHTIG: Bei den Fahrzeugen mit


"Fahrerpositionsspeicher" verfügt der Rückspiegel ANMERKUNG: Die Betätigung der
der Beifahrerseite über eine Multiplexverbindung. Rückspiegelheizung geschieht mittels derselben Taste
Diese Verbindung ermöglicht das Abrufen der wie die Heckscheibenheizung.
Informationen, die im Fensterhebermotor der
Beifahrertür gespeichert sind (siehe Kapitel 87:
"Fahrerpositionsspeicher").

84-29
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Innenspiegel

INNENSPIEGEL ANMERKUNG: Auch die Außenspiegel können mit


diesem System ausgestattet werden. In diesem Fall
Der Innenspiegel kann mit einem System zur wird die Anpassung der Tönung über den Innenspiegel
Anpassung der Tönung an den Helligkeitsgrad gesteuert. (Die Außenspiegel verfügen nicht über
(elektrochrom) ausgestattet werden. einen Helligkeitssensor).

Dieses System funktioniert mittels eines


Helligkeitsvergleichs zwischen zwei Sensoren: ANSCHLUSS
– ein frontscheibenseitiger Sensor (A),
– ein spiegelseitiger Sensor (B),
Anschluss Bezeichnung
1 Stromversorgung
2 Masse
3 Information Helligkeitsgrad
(Anschluss 3E des Außenspiegels)
4 Information Helligkeitsgrad
(Anschluss 3D)
5 Nicht belegt
6 Nicht belegt

18935

18826

84-30
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Heckscheibenbeheizung

BESCHREIBUNG

Dieses System ermöglicht die elektrische Entfrostung


der Heckscheibe über Heizdrähte, die im
Siebdruckverfahren auf die Innenseite der Scheibe
aufgebracht wurden.

Die Aktivierung bzw. Deaktivierung der Entfrostung


geschieht über eine Taste der Bedieneinheit.

Die Funktionsweise der Entfrostung wird bei


laufendem Motor freigegeben und unterliegt einer
Zeitschaltung.

HINWEIS: Mit der Aktivierung der


Heckscheibenheizung wird auch die
Außenspiegelheizung aktiviert (je nach Ausführung).

INSTANDSETZUNG

Bei einer versehentlichen Unterbrechung einiger


Drähte ist der betroffene Teil des Systems außer
Funktion.

Die genaue Stelle, an der ein Heizdraht unterbrochen


ist, kann mit Hilfe eines Voltmeters festgestellt
werden.

Die beschädigten Drähte können mit Reparaturmittel


für die Heckscheibenheizung Teilenummer (LTZR)
77 01 421 135 instand gesetzt werden.

84-31
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Heckscheibenbeheizung

● Den auszubessernden Bereich von Staub und Fett


befreien; hierzu Alkohol oder Scheibenreiniger
verwenden. Mit einem trockenen Tuch nachreiben.

● Damit die Geradlinigkeit des Heizdrahtes erhalten


bleibt, ist die defekte Stelle ober- und unterhalb des
Heizdrahtes mit Klebeband (Tesafilm) abzudecken.
Die Mittellinie (auszubessernde Stelle) muss jedoch
frei bleiben.

● Den Flakon des Reparaturmittels vor der


Verwendung schütteln.

● Mit Hilfe eines Pinsels eine ausreichend dicke


Schicht auftragen. Werden mehrere Schichten
aufgetragen (höchstens drei), die einzelnen
Schichten trocknen lassen.

● Das Reparaturmittel ca. eine Stunde trocknen


lassen, bevor das Klebeband entfernt wird.

● Das Klebeband senkrecht in Pfeilrichtung abziehen.

● Ist trotz Klebeband eine "Nase" entstanden, das


Mittel aushärten lassen, und sie mit einer
Rasierklinge o.Ä. entfernen.

ANMERKUNG: Das Mittel braucht bei


Raumtemperatur ca. 3 Stunden zum Aushärten.

84-32
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Elektrisch beheizbare Frontscheibe

BESCHREIBUNG

Dieses System ermöglicht die elektrische Entfrostung der Frontscheibe über


Heizdrähte, die im Siebdruckverfahren auf die Innenseite der Scheibe
aufgebracht wurden.

Die Aktivierung bzw. Deaktivierung der Entfrostung geschieht über eine Taste
der Bedieneinheit.

Die Funktionsweise der Entfrostung wird bei laufendem Motor freigegeben


und unterliegt einer Zeitschaltung.

84-33
84
ELEKTRISCHE BETÄTIGUNGEN
Fühler für Außentemperatur

Die Fühler für Außentemperatur ist im Außenspiegel


der Fahrerseite verbaut.

AUSBAU

Die reflektierende Scheibe aushaken.

Die Befestigungsschraube der Gehäusehälfte (1)


entfernen.

Den Fühler (2) aus der Arretierung lösen und die Kabel
durchtrennen.

19256

EINBAU

Die zwei Kabel des Temperaturfühlers mit Hilfe von


Schrumpfmuffen verbinden.

HINWEIS: Der Widerstand des Fühlers für


Außentemperatur muss ca. 2500 Ohm bei 20 ˚C
betragen.

84-34
185
85
WISCH-WASCHANLAGE
Frontscheibenwischer

FRONTSCHEIBENWISCHER-AUTOMATIK

Besonderheiten der Funktionsweise

Bei normalem Betrieb funktioniert die Wisch-Waschanlage vorne in Intervallschaltung, in der langsamen oder in der
schnellen Geschwindigkeitsstufe. Dies ändert sich je nach Fahrgeschwindigkeit (außer Regensensor) bzw. kann
über den Betätigungsring am Scheibenwischerhebel eingestellt werden.

Während der Fahrt, wenn eine Wischgeschwindigkeit eingestellt ist, wird bei jedem Anhalten des Fahrzeugs in die
nächst kleinere Wischgeschwindigkeit geschaltet:
● von dem durchgehenden schnellen Wischen zum durchgehenden langsamen Wischen,
● vom durchgehenden schnellen Wischen in die Intervallschaltung.

Sobald sich das Fahrzeug bewegt, schaltet die Wisch-Waschanlage in die gewählte Wischgeschwindigkeit zurück.

ANMERKUNG: Wenn das Fahrzeug mit einem Regensensor ausgestattet ist, hängt die Wischgeschwindigkeit nicht
von der Fahrgeschwindigkeit ab.

HINWEIS:
● jegliche Betätigung des Bedienhebels hebt die Vorgabe durch die UCH auf.
● Die Automatik ist nicht aktiviert, wenn die kleine oder die große Wischgeschwindigkeit bei stehendem Fahrzeug
eingestellt wurde.

BESONDERHEITEN:
● Wenn die Belastung der Scheibenwischer zu groß wird (Beispiel: in der schnellen Wischgeschwindigkeit...),
schaltet die UCH automatisch in die niedrigere Wischgeschwindigkeit.
● Bei einer Blockierung der Scheibenwischermechanik (Beispiel: zugefrorene Frontscheibe...) unterbricht die UCH
automatisch die Stromversorgung des Motors.

HINWEIS: Zu den Besonderheiten des Scheibenwischer-Bedienhebels, siehe Kapitel 84.

85-1
85
WISCH-WASCHANLAGE
Frontscheibenwischer

Regensensor

Wenn das Fahrzeug mit einem Regensensor ausgestattet ist, steuert die UCH nicht mehr die Intervallschaltung. In
diesem Fall hängt die Intervallschaltung und die Wischgeschwindigkeit nicht von der Fahrgeschwindigkeit ab.

Funktionsschema

Bauteile

1 Stromversorgung schnelle Geschwindigkeitsstufe


2 Stromversorgung langsame Geschwindigkeitsstufe
3 Stromversorgung Wischautomatik
4 Relais Aktivierung/Deaktivierung Wisch-Waschanlage
5 Relais langsame/schnelle Geschwindigkeitsstufe
6 Endstellung
7 Regensensor
8 Zentralelektronik Fahrgastraum
9 Scheibenwischer-Bedienhebel
10 Frontscheibenwischermotor

85-2
85
WISCH-WASCHANLAGE
Frontscheibenwischer

Regensensor

Anschluss

Anschluss Bezeichnung
1 Verbindung U C H
(Signal Aktivierung/Deaktivierung)
2 Verbindung U C H
(Relais langsame
3 Geschwindigkeitsstufe)
+Zubehör
4 Verbindung U C H
(Relais schnelle
5 Geschwindigkeitsstufe)
Masse
6 Verbindung U C H
(Endstellung)

WICHTIG: Vor dem Einbau des Regensensors,


dessen Oberflächen sowie die Frontscheibe entfetten.
Darauf achten, dass alle Luftbläschen zwischen dem
Sensor und der Scheibe entfernt werden.

85-3
85
WISCH-WASCHANLAGE
Frontscheibenwischer

ACHTUNG: Die Wischanlage ist bei Fahrzeugen mit


Rechts- bzw. Linkslenkung unterschiedlich!

LINKSLENKUNG

ERFORDERLICHE SPEZIALWERKZEUGE

Elé. 1552 Ausbauwerkzeug für


Scheibenwischerarme

AUSBAU
18536-1
Sicherstellen, dass sich der Scheibenwischermotor in
der Endstellung befindet.
Die Batterie abklemmen. Die Einheit Mechanik/Scheibenwischermotor lösen.
Die Befestigungsschrauben des Motors lösen.
Ausbauen bzw. entfernen:
● die Wischerarme (1) rechts und links,
● die Dichtung des Wasserkastens (2), EINBAU
● die Verkleidung des Wasserkastens linke Seite (3),
Den Motor und die Batterie anklemmen und die
Zündung einschalten, um den Motor in die Endstellung
zu stellen. (Anzugsdrehmoment: 0,8 daNm)

Die Verzahnungen der Wellen der Wischerarme (5)


reinigen.

Die Wischerarme anbringen; diese an den


Markierungen (4) ausrichten.

Die Muttern erneuern und sie mit 2 daNm festziehen.

18536

● die Befestigungsschrauben der Wischanlage,


● den Stecker des Motors.

85-4
85
WISCH-WASCHANLAGE
Frontscheibenwischer

RECHTSLENKUNG Um die Scheibenwischermechanik auszubauen,


folgende Bauteile entfernen:
● die Wischerarme rechts und links,
ERFORDERLICHE SPEZIALWERKZEUGE ● die Befestigungsschrauben des Mechanismus.

Elé. 1552 Ausbauwerkzeug für


Scheibenwischerarme

AUSBAU

Sicherstellen, dass sich der Scheibenwischermotor in


der Endstellung befindet.
Die Batterie abklemmen.

Ausbauen bzw. entfernen:


● die Dichtung des Wasserkastens (1),
● die Verkleidung des Wasserkastens rechts und links,
● die Verbindungsstrebe Motor/Mechanik (2),
● die Befestigungsschrauben des 18533
Scheibenwischermotors,
● den Stecker des Motors. EINBAU

Den Motor und die Batterie anklemmen und die


Zündung einschalten, um den Motor in die Endstellung
zu stellen. (Anzugsdrehmoment: 0,8 daNm).

Die Verzahnungen der Wellen der Wischerarme (5)


reinigen.

Die Wischerarme anbringen; diese an den


Markierungen (4) ausrichten.

Die Muttern erneuern und sie mit 2 daNm festziehen.

Den Scheibenwischermotor lösen.

Die Scheibenwischermechanik ist nicht mit dem Motor


verbunden. Dieser muss nicht ausgebaut werden.

85-5
85
WISCH-WASCHANLAGE
Frontscheibenwischer

BELEGUNG DES STECKERS

Der Anschluss des Motors ist bei Rechts- und


Linkslenkung identisch.

18535

Anschluss Bezeichnung
1 Masse
2 Endstellung
3 Nicht belegt
4 Stromversorgung langsame
Geschwindigkeitsstufe
5 Stromversorgung schnelle
Geschwindigkeitsstufe

85-6
85
WISCH-WASCHANLAGE
Heckscheibenwischer

FUNKTIONSWEISE

Bei normalem Betrieb funktioniert die Wisch-


Waschanlage hinten in Intervallschaltung
(Zeitschaltung nicht veränderbar).

Bei aktiviertem Frontscheibenwischer wird der


Heckscheibenwischer aktiviert, wenn der
Rückwärtsgang eingelegt wird.

BELEGUNG DES STECKERS

18553

Anschluss Bezeichnung
1 Stromversorgung des Motors
2 Endstellung
3 Masse

85-7
85
WISCH-WASCHANLAGE
Heckscheibenwischer

ERFORDERLICHE SPEZIALWERKZEUGE

Elé. 1552 Ausbauwerkzeug für


Scheibenwischerarme

LIMOUSINE UND GRANDTOUR MIT FESTER EINBAU


HECKSCHEIBE
Den Motor und die Batterie anklemmen, um den Motor
AUSBAU DES MOTORS in die Endstellung zu stellen.

Sicherstellen, dass sich der Scheibenwischermotor in Die Verzahnungen der Welle des Wischerarms
der Endstellung befindet. reinigen.
Den Gepäckraum öffnen und die Batterie abklemmen.
Die Muttern erneuern und sie mit 1,2 daNm
Ausbauen bzw. entfernen: festziehen.
● die Gepäckraumverkleidung (siehe das Kapitel
Karosserie),
● den Wischerarm,
● die Befestigungsschrauben des Motor; diesen
abklemmen.

18553

85-8
85
WISCH-WASCHANLAGE
Heckscheibenwischer

GRANDTOUR MIT AUFSTELLBARER AUSBAU DER MECHANIK


HECKSCHEIBE
Die Scheibenwischermechanik ist an der aufstellbaren
AUSBAU DES MOTORS Heckscheibe befestigt. Beim Ausbau gibt es keine
Besonderheiten.
Sicherstellen, dass sich der Scheibenwischermotor in
der Endstellung befindet.
Die Batterie abklemmen.

Ausbauen bzw. entfernen:


● die Gepäckraumverkleidung (siehe das Kapitel
Karosserie),
● den Wischerarm,
● die Befestigungsschrauben des Motor; diesen
abklemmen.

EINBAU

Die Verzahnungen der Welle des Wischerarms


reinigen.

Eine neue Mutter anbringen und sie mit 1,2 daNm


festziehen.

ANMERKUNG: Bei einem Austausch der aufstellbaren


Heckscheibe, die Mechanik korrekt ausrichten:
Den Scheibenwischermotor lösen. – Wenn die Mechanik zu tief sitzt, ist der Wischbereich
eingeschränkt.
Die Scheibenwischermechanik ist an der aufstellbaren – Wenn die Mechanik zu hoch sitzt, ist der
Heckscheibe befestigt. Dieser muss nicht ausgebaut Wischbereich zu weit.
werden.

EINBAU

Den Motor und die Batterie anklemmen, um den Motor


in die Endstellung zu stellen.

85-9
85
WISCH-WASCHANLAGE
Scheibenwischermechanik der aufstellbaren Heckscheibe

METHODE ZUR MONTAGE DER SCHEIBENWISCHERMECHANIK AN DER AUFSTELLBAREN HECKSCHEIBE

85301-2

● (A) Scheibenwischermechanik
● (B) Montagelehre (Werkzeug Elé. 1580)
● (C) Motorplatte

VORGEHENSWEISE BEI DER MONTAGE

Nach der Anbringung:


– der aufstellbaren Heckscheibe und nach Justierung
der Spaltmaße siehe (MR 340 Kapitel 54 F),
– des Heckscheibenschlosses (ohne die Schrauben
festzuziehen)
– die Motorplatte (C),

– Die drei Indexierung (D) des Spezialwerkzeugs an


der Motorplatte an Stelle (E) ausrichten
(nebenstehendes Foto).

85-10
85
WISCH-WASCHANLAGE
Scheibenwischermechanik der aufstellbaren Heckscheibe

– Das Spezialwerkzeug an der Motorplatte (C) – Den Gummiring an der Heckscheibe anbringen und
einrasten. diese vorsichtig schließen.
– Die Unterlegscheibe sowie die Befestigungsmutter
anbringen und Letztere anziehen.

– Die Befestigungen (F) von der Türfalle lösen.


– Die Scheibenwischermechanik am Spezialwerkzeug
anbringen und die Türfalle in das Schloss einfügen. – Die Mutter (G) mit (4 Nm) anziehen.
– Die Befestigungsschrauben der Türfalle sowie die
des Schlosses anziehen.

85-11
85
WISCH-WASCHANLAGE
Scheibenwischermechanik der aufstellbaren Heckscheibe

– Die Mutter (H) mit (8 Nm) anziehen.

ACHTUNG: Der Wischermotor muss unbedingt vor


dem Einbau ohne die Wischerarme kurz in Betrieb
genommen werden!

– Den Wischerarm 5 mm unter dem Kabelstrang der


Scheibenheizung positionieren.
– Den Wischerarm mit 12 Nm anziehen.

85-12
85
WISCH-WASCHANLAGE
Scheibenwaschanlage

FUNKTION AUS-/EINBAU DER PUMPE

Es handelt sich um eine Zwei-Wege-Elektropumpe Um zur Scheibenwaschpumpe zu gelangen muss der


(E), mit der die Flüssigkeit entsprechend der Stoßfänger vorne ausgebaut werden. (Siehe das
jeweiligen Stromversorgung der beiden Anschlüsse Kapitel Karosserie)
des Steckers (D) aus einem Behälter entweder zum
Frontscheibenwischer oder zum Heckscheibenwischer
gefördert wird.

Die Scheibenwaschanlagen vorne und hinten werden


direkt über den Scheibenwischerhebel angesteuert.

Zwei Fälle sind möglich:

● die Leitung wird über Anschluss (A) versorgt (die


Frontscheiben-Waschanlage wird aktiviert).

Anschluss Bezeichnung
1 Stromversorgung
2 Masse

● die Leitung wird über Anschluss (B) versorgt (die


Heckscheiben-Waschanlage wird aktiviert).

Anschluss Bezeichnung
1 Masse Beim Ausbau der Pumpe müssen die beiden
2 Stromversorgung Leitungen vor dem Abklemmen markiert werden.

HINWEIS: Manche Fahrzeugausführungen (für kaltes


Klima) sind mit beheizten Scheibenwaschdüsen
ausgestattet.

85-13
85
WISCH-WASCHANLAGE
Scheinwerfer-Waschanlage

Besonderheiten AUS-/EINBAU DER DÜSEN

Die Pumpe der Scheinwerfer-Waschanlage wird von Die Düsen bestehen aus:
der UCH mit Strom versorgt, wenn das Bedienelement ● einem sichtbaren Teil,
betätigt wird und das Fern- bzw. Abblendlicht ● einem Teil hinter dem Stoßfänger vorne.
eingeschaltet ist (1).
Beim Ausbau des sichtbaren Teils muss die
Die spezielle Elektropumpe der Scheinwerfer- Versorgungsleitung mit einem Schraubendreher
Waschanlage ist neben der Elektropumpe (2) der festgehalten werden.
Scheibenwaschanlage verbaut.
Zum Ausbau des nicht sichtbaren Teils muss der
Zum Ausbau der Pumpen muss der Stoßfänger vorne Stoßfänger vorne ausgebaut werden.
ausgebaut werden.

18938

BELEGUNG DES STECKERS

Anschluss Bezeichnung
A Stromversorgung
B Masse

HINWEIS: Nur die Fahrzeuge mit Scheinwerfer-


Waschanlage verfügen über einen
Füllstandsgeber (3).

85-14
186
86
RADIO
Autoradio

Radiofunktion

ZUR ERINNERUNG: Vier geographische Zonen


können für FM programmiert werden.

Der Tuner hat drei Modi, die auf dem Display


angezeigt werden und die über das Frontteil des
Radios ausgewählt werden können:
– manueller Modus (MANU)
– Vorwahl (Preselection)-Modus (PRESET)
– alphabetischer Modus (LIST)

Kassettenfunktion

Die Kassettenfunktion ist vollautomatisch; sie kann


über den Bediensatellit oder das Radiofrontteil aktiviert
werden.

18627 HINWEIS: Nur die Funktionen Dolby sowie das


schnelle liedweise Vor- und Zurückspulen werden über
1 Ein-/Ausschalter spezifische Tasten betätigt.
2 Tasten < und > zur Änderung der Konfiguration
3 Tasten + und - zur Änderung der Einstellung ANMERKUNG: Die Stummschaltung durch den
4 Taste "source" Sprachsynthesizer oder das Telefon stoppt das
Abspielen der Kassette.

CD-Funktion (Einfach-CD-Spieler)
Es gibt zwei Arten des Einbaus des Radiogeräts:
● Radio + Kassettenteil mit der Möglichkeit der Der CD-Spieler funktioniert mit herkömmlichen CDs
Ansteuerung eines CD-Wechslers und auditiven CD-ROMs zur Fahrerlotsung.
● Radio + Einfach-CD-Spieler mit der Möglichkeit der
Ansteuerung eines CD-Wechslers Das Abspielen der CDs kann der Reihe nach erfolgen
oder per Zufallsfunktion.
Radiofunktionen:
● Radio-Hören (vier geographische Zonen können für ANMERKUNG: Bei einem CD-Wechsler liegt der
FM programmiert werden) Zufallsfunktion nur eine CD zu Grunde.
● Anzeige der Bezeichnung der RDS Station
● automatisches Umschalten auf den besseren
Hitzeschutz
Sender (Radio-Diversity)
● Empfangen von Verkehrsfunk
Wenn das Radio für eine normale Funktion zu warm
● Empfang von Kurznachrichten und Warnhinweise
ist, wird die Lautstärke automatisch gesenkt (diese
(PTY NEWS) geht aus der Anzeige nicht hervor).

86-1
86
RADIO
Autoradio

Codiersicherung Konfiguration

Das Radio ist über einen Code mit vier Ziffern ANMERKUNG: Zur Auswahl der geographischen
gesichert. Dieser Code muss über den Bediensatellit Zone des Tuners, gleichzeitig die Tasten 2 und 5
bei jedem Abklemmen der Batterie neu eingegeben drücken (es muss Spannung am Gerät anliegen).
werden. Ca. zwei Minuten warten. Den Code mit vier Ziffern
eingeben, und dann:
Bei falschem Code wird das Gerät gesperrt (eine ● die passende geographische Zone auswählen:
Minute beim ersten Fehler, zwei Minuten beim ● America (Amerika)
zweiten, vier Minuten beim dritten...). ● Japan
● Asia (Asien)
Nach der ersten Eingabe des Codes müssen einige ● Arabia (Arabien)
Konfigurationen erneut programmiert werden (siehe ● Others (Europa, Afrika...)
das Kapitel "Konfiguration"). Diese Konfigurationen ● die dem Fahrzeug entsprechende
bleiben bei einem Abklemmen der Batterie erhalten. Lautstärkekennlinie auswählen
● 0: Regelung inaktiv
HINWEIS: Der Testmodus kann aufgerufen werden ● 1: nicht benutzt
durch gleichzeitiges Drücken der Tasten 2 und 5 (es ● 2: Clio
muss Spannung am Gerät anliegen). Zwei Minuten ● 3: Mégane
warten. ● 4: Laguna
● 5: Safrane
● Konfiguration der Lautsprecheranzahl: "REAR ON/
OFF"

Um in den Konfigurationsmodus (Modus "Expert") zu


gelangen, vier Sekunden lang auf die Taste "source"
drücken, bis ein dunkler Summton zu hören ist. Über
diese Taste können folgende Funktionen ausgewählt
werden:
● Aktivierung des AF-Modus
● Anpassung der Lautstärke an die
Fahrgeschwindigkeit (5 für maximale Anpassung, 0
für Unterbrechung der Anpassung)
● Aktivierung des Loudness Modus
● Aktivierung des Modus Tuner-Zusatzverstärkung
● Konfiguration der Anzahl an Lautsprechern
(2 oder 4)
● Auswahl der manuell bzw. automatisch
aktualisierten Liste

18627 HINWEIS: Ein Druckimpuls auf die Taste "source"


während der Konfiguration annulliert die Änderungen.

86-2
86
RADIO
Autoradio

Lautstärkeregelung Eigendiagnosemodus

Es kann eine Lautstärkeregelung in Abhängigkeit der Der Eigendiagnosemodus ermöglicht die Überprüfung
Fahrgeschwindigkeit gewählt werden. Um diese einiger Hauptfunktionen:
Funktion zu aktivieren:
● Test der Lautsprecher
● Die Lautstärkekennlinie im "expert"-Modus Durch gleichzeitiges Drücken der Tasten 2 und 4
auswählen (auf die "source"-Taste drücken, bis ein werden die Lautsprecher einzeln mit Strom versorgt.
dunkler Summton zu hören ist): 5 für maximale Das Display ermöglicht die Überprüfung der korrekten
Anpassung, 0 Unterbrechung der Anpassung. Zuordnung.

HINWEIS: Für diese Funktion muss das Radiogerät ● Test der Empfangsqualität (nach der Anzeige der
korrekt verkabelt sein. Frequenz)
Durch gleichzeitiges Drücken der Tasten 1 und 6 zeigt
das Display die Empfangsqualität an:
– 9 oder Buchstabe: guter Empfang
– bei 3: schlechtes Signal
– bei 2: kein Stereo

● Test der Tasten


Die Aktivierung des Modus geschieht über
gleichzeitiges Drücken der Tasten 3 und Ein/Aus.
Jegliches Betätigen einer Taste kann auf dem Display
angezeigt werden. Das Verlassen dieses Modus
geschieht automatisch, nachdem alle Tasten gedrückt
wurden.

86-3
86
RADIO
Autoradio

BELEGUNG DER STECKER

Schwarzer Stecker (A)

Anschluss Bezeichnung
1 Information Fahrgeschwindigkeit
2 Nicht belegt
3 Signal Sprachsynthesizer
(Stummschaltung)
4 Spannungsversorgung Batterie
5 Stromversorgung
Antennenverstärker
6 Stromversorgung Beleuchtung
7 Stromversorgung Zubehör
8 Masse
18458

Gelber Stecker (B)

Anschluss Bezeichnung
1 Verbindung Display (Anschluss 13)
2 Verbindung Display (Anschluss 14)
3 Verbindung Display (Anschluss 15)
4 Nicht belegt
5 Masse Abschirmung (Anschluss 12)
6 Verbindung Display (Anschluss 11)

Brauner Stecker (C)

Anschluss Bezeichnung
1 + Lautsprecher hinten rechts
2 - Lautsprecher hinten rechts
3 + Lautsprecher hinten rechts
4 - Lautsprecher hinten rechts
5 + Lautsprecher vorne links
6 - Lautsprecher vorne links
7 + Lautsprecher vorne links
8 - Lautsprecher vorne links

ANMERKUNG: Die Lautsprecher sind an jedem


Ausgang parallel geschaltet.

86-4
86
RADIO
Autoradio

ANSCHLUSS

Der Bediensatellit (A) des Radios am Lenkrad ist mit


der externen Anzeige des Armaturenbretts verbunden.

18537

HINWEIS: Wenn das Fahrzeug über das


Navigationssystem CARMINAT verfügt, ist der
Bediensatellit am Lenkrad mit der Zentralen
Kommunikationseinheit verbunden (siehe Kapitel 83).

Anschluss Bezeichnung
A1 Verbindung Display (Anschluss 14)
A2 Verbindung Display (Anschluss 13)
A3 Verbindung Display (Anschluss 10)
B1 Verbindung Display (Anschluss 9)
B2 Verbindung Display (Anschluss 11)
B3 Verbindung Display (Anschluss 12)

86-5
86
RADIO
Antenne

DURCH SIEBDRUCK AUFGEBRACHTE ANTENNE ● bei Grandtour unter der Verkleidung hinten rechts.

Die durch Siebdruck aufgebrachte Antenne befindet


sich:
● bei Limousinen im oberen Bereich der Heckscheibe,
● bei Grandtour auf dem Seitenfenster hinten rechts.

Für dieses System ist ein vom Radio mit Strom


versorgter Verstärker notwendig; dieser befindet sich:
● bei Limousinen unter der Heckklappenverkleidung,

[GRAPHIC N°]

18551

86-6
187
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Zentralelektronik Fahrgastraum

BESCHREIBUNG HINWEISE:
● Nur die UCH der Oberklasse ist als Austauschteil
Die UCH (Zentralelektronik) ist im Armaturenbrett erhältlich. Diese kann anstelle der UCH der unteren
Fahrerseite verbaut. Klasse eingebaut werden.

Dieses Steuergerät umfasst mehrere Steuergeräte,


darunter das der Wegfahrsperre.

Je nach Ausstattung gibt es zwei Ausführungen der


UCH:
● eine Ausführung der unteren Klasse,
● eine Ausführung der Oberklasse.

87-1
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Zentralelektronik Fahrgastraum

Ausführung Ausführung
Betreffendes
Funktionen der UCH der unteren der
Kapitel
Klasse Oberklasse
Steuerung der Blinkleuchten X X -
Steuerung des Tagfahrlichts (Running lights) - X 80
Steuerung des Standlichts X X -
Ausfall der Lampen (Stand- und Bremslicht) für den
- X 83
Sprachsynthesizer

Steuerung der Wisch-Waschanlage vorne und hinten X X 85


Steuerung der Scheinwerfer-Waschanlage - X 85

Steuerung der Türen/Hauben/Klappen X X 87


Steuerung der Fahrertür - X 87
Verriegelung während der Fahrt/Entriegelung bei Aufprall X X 87
Steuerung der Türen/Hauben/Klappen (Spezial-Verriegelung) - X 87
Steuerung der Türen/Hauben/Klappen (elektrische
- X 87
Kindersicherung)
Kontrolllampe Öffnen der Türen/Kontrolllampe elektrische
X X -
Zentralverriegelung
Steuerung des elektrischen Heckklappenschlosses X X -
Steuerung der Innenbeleuchtung mit Zeitschaltung X X 81
Verbindung Warnsignal zur Türverriegelung - X 87
Steuerung der Funk-Fernbedienung X X 87
Steuerung der Karte zum schlüssellosen Einstieg - X 87

Steuerung des Transponders (Wegfahrsperre) X X 82


Ansteuerung des Relais für Zubehör/geschaltetes Plus Anlasser X X -
Signalhorn Fahrgastraum X X 83
Geschwindigkeitsüberschreitung (Arabien) X X 83
Überdrehzahlschutz X X -
Außentemperatur X X -
Mehrzweckverbindungen mit elektrischen Außenspiegeln und
- X 87
Sitzen
Verbindung Diebstahlwarnanlage (Nachrüstung) X X 82
Geschwindigkeitsabhängige Servolenkung - X 87
Schnittstelle Multiplex-Datennetz X X 88
Schnittstelle für Prüfgeräteanschluss X X 88

87-2
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Zentralelektronik Fahrgastraum

AUSBAU Die Kunststoffschelle (3) zur Halterung des


Kabelstrangs zerschneiden.
HINWEIS: Das Verriegeln des elektronischen Airbag-
Steuergeräts ermöglicht die Deaktivierung der Die Stecker der UCH und des Sicherungs-/
Zündleitungen und die Entriegelung der elektrischen Relaiskastens abklemmen.
Lenksäulenverriegelung.
Die Einheit UCH (Zentralelektronik) und Sicherungs-/
HINWEIS: Relaiskasten entfernen.
● Am Steuergerät dürfen keinerlei Arbeiten
durchgeführt werden, die UCH muss ausgetauscht
werden.
● Bevor die UCH ausgetauscht wird muss deren
Konfiguration abgelesen werden. Konfigurationen
sind mittels Prüfgerät durchzuführen.
● Die UCH ist am Sicherungs-/Relaiskasten befestigt.
Beide Bauteile können nicht getrennt voneinander
ausgebaut werden.

Die Batterie abklemmen.

Ausbauen bzw. entfernen:


– das Seitenteil des Armaturenbretts Fahrerseite,
– die beiden seitlichen Befestigungsschrauben des
Armaturenbretts,
– die Verkleidung unter dem Armaturenbrett,
– die Befestigungsschraube (1) der UCH,
– die Verkleidung Zubehör/Lautsprecher des
Sprachsynthesizers (2).
18321

Die UCH (Zentralelektronik) und den Sicherungs-/


Relaiskasten durch Druck auf die Verriegelung (4)
trennen.

18545

18322

87-3
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Zentralelektronik Fahrgastraum

EINBAU

Auf korrekten Anschluss der Stecker achten und den


Kabelstrang (3) mit einer großen Schelle befestigen.

18321

Den Reparaturcode sowie die RENAULT Chipkarten


einlesen und die UCH (Zentralelektronik) je nach
Ausstattung des Fahrzeugs konfigurieren.

87-4
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Zentralelektronik Fahrgastraum

SE2046

87-5
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Zentralelektronik Fahrgastraum

Belegung (je nach Ausstattung)

P100 (40-poliger Stecker)

BRAUN

Anschluss Bezeichnung

1 Signal + Chipkarte bis zum Anschlag eingeführt


2 Ansteuerung Zeitschaltung Blinkrelais
3 Ansteuerung Kontrolllampe laufender Motor
4 Ansteuerung Verriegelung Fensterheber hinten
5 Betätigung schnelle Wischgeschwindigkeit vorne
6 Kartenlesegerät für RENAULT Chipkarte
7 Signal + Leerlauf Schaltgetriebe
8 Ansteuerung + Rückfahrscheinwerfer
9 Ansteuerung + Zeitschaltung Zentralverriegelung
10 Ansteuerung langsame Intervallstufe Frontscheibenwischer
11 Ansteuerung Kontrolllampe "anlassbereit"
12 Nicht belegt
13 Diagnosesignal K
14 Signal Außentemperatur Anzeigegerätausgang
15 Betätigung Frontscheibenwischer langsame Geschwindigkeitsstufe
16 Ansteuerung Gepäckraumbeleuchtung
17 Ansteuerung + Zeitschaltung Beleuchtung der Türen bei Verriegelung
18 Funksignal Reifendruckkontrolle
19 UCH (Zentralelektronik)
20 Signal + Start-/Stop-Taste (Abstellvorrichtung Motor)

grün

Anschluss Bezeichnung

21 Spannung Zentralverriegelung
22 Signal elektrischer Fensterheber Schiebedach mit Einklemmschutz
23 Nicht belegt
24 Betätigung + Intervallschaltung Heckscheibenwischer
25 Betätigung + Heckscheiben-Wascherpumpe
26 Signal + Kupplung
27 Ansteuerung Relais Fahrgastraumgebläse
28 Signal Infrarotsensor Fahrertürgriff
29 Signal Infrarotsensor Türgriff hinten rechts
30 Signal Klimaanlage via Multiplex-Datennetz
31 Ansteuerung - Innenbeleuchtung
32 Signal + Regensensor Ein-/Ausschalter Frontscheibenwischer
33 Signal Infrarotsensor Beifahrertürgriff
34 Ansteuerung Endstellung Frontscheibenwischer
35 Betätigung + Frontscheiben-Wascherpumpe
36 Betätigung Aktivierung Zeitschaltung Blinker rechts
37 Betätigung Aktivierung Zeitschaltung Blinker links
38 Signal - Schalter für Endstellung Heckscheibenwischer
39 Signal + Regensensor schnelle Wischgeschwindigkeit vorne
40 Klimaanlage via Multiplex-Datennetz

87-6
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Zentralelektronik Fahrgastraum

Belegung (je nach Ausstattung)

P101 (40-poliger Stecker)

BRAUN

Anschluss Bezeichnung

1 Multiplexverbindung (L)
2 Ansteuerung Motor geschwindigkeitsabhängige Servolenkung
3 Ansteuerung Motor geschwindigkeitsabhängige Servolenkung
4 Signal - Spezial-Verriegelung Hintertür rechts
5 + Infrarotsensor Türgriffe
6 Nicht belegt
7 Signal - Schalter erste Raststellung hinten rechts
8 Stromversorgung freigegeben Öffnen Heckklappenmotor
9 Betätigung elektrische Lenksäulenverriegelung
10 Nicht belegt
11 Multiplexverbindung (H)
12 Signal + Chipkarte eingelegt
13 Ansteuerung Motor geschwindigkeitsabhängige Servolenkung
14 Ansteuerung - Fahrsperre
15 Signal - Schalter erste Raststellung hinten links
16 Signal - Schalter erste Raststellung Fahrerseite
17 Betätigung Seitenblinker rechts
18 Ansteuerung Motor geschwindigkeitsabhängige Servolenkung
19 Betätigung Seitenblinker links
20 Signal - Schalter erste Raststellung Beifahrerseite

grün

Anschluss Bezeichnung

21 Signal - Spezial-Verriegelung Hintertür links


22 Betätigung + Signalhorn
23 Signal Infrarotsensor Türgriff hinten links
24 Betätigung Kindersicherung
25 Nicht belegt
26 Nicht belegt
27 Nicht belegt
28 Nicht belegt
29 Ansteuerung Relais Standlicht für Tagfahrlicht
30 Ansteuerung Relais Abblendlicht für Tagfahrlicht
31 Nicht belegt
32 Ansteuerung serielle Leitung Sitzpositionsspeicher und Steuergerät
Beifahrertür mit Multiplexverbindung
33 Nicht belegt
34 Nicht belegt
35 Nicht belegt
36 Ansteuerung Speicherung
37 Nicht belegt
38 Nicht belegt
39 Nicht belegt
40 Ansteuerung - Spule Scheinwerfer-Waschanlage

87-7
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Zentralelektronik Fahrgastraum
Belegung (je nach Ausstattung)
U1 (24-poliger Stecker)

Anschluss Bezeichnung
1 Ausgang Zentralverriegelung
2 Ausgang Zentralverriegelung
3 Eingang Brücke Standlicht vorne links
4 Frei
5 Eingang Brücke Standlicht vorne rechts
6 Eingang Brücke Kennzeichenbeleuchtung
7 Eingang Ausfall Sicherung Standlichtleuchte rechts
8 Eingang Ausfall Sicherung Standlichtleuchte links
9 Frei
10 Eingang Abblendlicht
11 Eingang Brücke Standlicht hinten rechts
12 Frei
13 Frei
14 Eingang Stromversorgung Sicherungs-/Relaiskasten
15 Frei
16 Eingang Ausfall Bremslicht
17 Eingang Brücke Standlicht hinten links
18 Frei
19 Eingang Brücke Bremslicht links
20 Eingang Zentralverriegelung
21 Eingang Brücke Bremslicht rechts
22 Eingang Bremslichtschalter
23 Ausgang Zentralverriegelung
24 Ausgang Zentralverriegelung
U2 (24-poliger Stecker)

Anschluss Bezeichnung

1 Ausgang Relais Heckscheibenwischer


2 Eingang geschaltetes Plus über Relais (RENAULT Chipkarte)
3 Eingang Klemme 30 +APC (Relais Renault-Chipkarte)
4 Ausgang geschaltetes Plus über Relais (RENAULT
5 Chipkarte)
6 Eingang Stromversorgung Zentralverriegelung
7 Frei
8 Frei
9 Ausgang Relais ZV, Türen offen
10 Ausgang Relais Zubehör 2
11 Ausgang Relais Verriegelung der Türen Schließen
12 Ausgang Relais Zubehör 1
13 Eingang Blinker
14 Eingang Blinker
15 Frei
16 Ausgang Ansteuerung Blinker links
17 Eingang Diagnose Blinker
18 Ausgang Ansteuerung Blinker rechts
Ausgang Relais Frontscheibenwischer langsame und
19 schnelle Wischgeschwindigkeit
20 Eingang Stromversorgung Blinker
21 Eingang Relais Frontscheibenwischer Ein/Aus
22 Ausgang Relais Wegfahrsperre
23 Eingang Standlicht
24 Ausgang Relais verzögerte Stromversorgung
Eingang Stromversorgung UCH

87-8
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Einlesen/Erneute Zuweisung der RENAULT-Chipkarte

AUSTAUSCH UND KONFIGURATION DER ZENTRALELEKTRONIK FAHRGASTRAUM (UCH)

Eine neue UCH (Zentralelektronik) ist noch nicht codiert. Wenn sie einmal im Fahrzeug verbaut ist, muss deshalb
ein Code eingelesen werden, damit sie funktionstüchtig wird.

Hierzu muss unbedingt wenigstens eine der alten RENAULT Chipkarten des Fahrzeugs sowie der Reparaturcode
vorhanden sein und das Einspritz-Steuergerät muss korrekt codiert sein.

ACHTUNG: Wenn ein Code in die UCH (Zentralelektronik) eingelesen wird, so wird diese dem Fahrzeug
zugeordnet und es ist nicht möglich, den Code zu löschen oder einen zweiten Code in die UCH einzulesen!

WICHTIG: Nur die bei diesem Einlesen vorhandenen RENAULT Chipkarten sind funktionsbereit, vorausgesetzt:
● dass sie bereits am Fahrzeug codiert wurden,
● dass sie neu sind (nicht codiert).

EINLESEN DER UCH (ZENTRALELEKTRONIK) SONDERFÄLLE

● Mit dem System "Wegfahrsperre" in Kommunikation Erscheint auf der Anzeige:


treten. ● "Chipkarte aus dem Kartenlesegerät
● Im Menü "Steuerung", "Spezifische Steuerung", entnehmen", es befindet sich bereits eine
die Leitung "SCO27: Einlesen UCH Chipkarte im Kartenlesegerät .
(Zentralelektronik)" bestätigen. ● "Bitte den Rep.-Code prüfen und sicherstellen,
● Das Prüfgerät zeigt an: "Bitte Rep.-Code dass die Chipkarte zum Fahrzeug gehört": Der
eingeben". Code wurde nicht korrekt gelesen oder die UCH
RENAULT Chipkarte nicht im Kartenlesegerät wurde bereits für ein anderes Fahrzeug codiert.
vorhanden; den geheimen Kundendienst-Code Den Code überprüfen, anschließend die
eingeben (12 Hexadezimalzeichen) und ihn Erfassung erneut durchführen.
bestätigen. ● "Möchten Sie die Chipkarten vor dem Zuordnen
● Das Prüfgerät zeigt an: "Eine für das Fahrzeug zum Fahrzeug überprüfen?": Die UCH
funktionsfähige Chipkarte einlegen", das Einlesen (Zentralelektronik) ist bereits für dieses Fahrzeug
ist im Gange. codiert, die UCH (Zentralelektronik) bietet die
● Am Prüfgerät erscheint die Meldung "UCH Möglichkeit einer erneuten Zuweisung der
eingelesen"; die UCH ist codiert. Nun muss der RENAULT Chipkarte an.
Einlesemodus für die RENAULT Chipkarte ● "Chipkarte für dieses Fahrzeug nicht
begonnen werden, um die anderen Karten (maximal verwendbar": Der Kartencode stimmt nicht mit
vier) zuzuordnen. Es kann einige Sekunden dauern, dem Fahrzeugcode überein.
bevor diese Meldung erscheint. ● "Vorhandene Chipkarte ist uncodiert. Eine
andere für das Fahrzeug funktionsfähige
Chipkarte einlegen": Eine bereits codierte Karte
ACHTUNG: Die maximale Zeitdauer zwischen zwei einlegen.
Arbeitsschritten beträgt 5 Minuten. Bei ● "Fehler beim Einlesen UCH
Überschreitung dieser Zeitdauer erscheint am (Zentralelektronik)". Das komplette Einlesen
Prüfgerät die Meldung "Prozess abgebrochen. wiederholen.
Achtung: Es sind nur die Chipkarten dem
Fahrzeug zugeordnet, die bereits vor Beginn
dieses Vorgangs codiert wurden! Dem Fahrzeug ACHTUNG: Wenn eine UCH (Zentralelektronik) den
können nur die bereits vor dem Abbruch dieses Code der RENAULT Chipkarten eingelesen hat, kann
Vorgangs codierten Chipkarten zugeordnet dieser nicht mehr gelöscht oder ein anderer Code an
werden". Diese Meldung erscheint ebenfalls bei seiner Stelle gespeichert werden!
einem Verlust der Kommunikation mit der UCH
(Zentralelektronik) oder bei einem Abschalten der
Batterie.

87-9
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Einlesen/Erneute Zuweisung der RENAULT-Chipkarte

ZUWEISUNG DER RENAULT CHIPKARTEN ACHTUNG: Es muss sich dabei um alte RENAULT
Chipkarten des Fahrzeugs oder um neue nicht
HINWEIS: Ob eine RENAULT Chipkarte codiert oder codierte RENAULT Chipkarten handeln!
uncodiert ist, kann durch folgenden Zustand HINWEIS: Das Fahrzeug kann nur eine einzige
herausgefunden werden: "ET 115: Karte noch nicht RENAULT Chipkarte mit der Funktion schlüsselloser
eingelesen". Einstieg akzeptieren. Wird dem Fahrzeug eine zweite
RENAULT Chipkarte zugeordnet, so funktioniert sie
WICHTIG:Falls keine RENAULT Chipkarte verfügbar wie eine einfache RENAULT Chipkarte.
ist, muss anschließend eine erneute Zuweisung aller
Karten durchgeführt werden. ACHTUNG: Die maximale Zeitdauer zwischen zwei
Arbeitsschritten beträgt 2 Minuten. Bei
● Im Menü "Steuerung", "Spezifische Steuerung" die Überschreitung dieser Zeitdauer erscheint am
Zeile "SC001: Einlesen der UCH" bestätigen. Prüfgerät die Meldung "Prozess abgebrochen.
● Es erscheint die Meldung "Möchten Sie die Achtung: Es sind nur die Chipkarten dem
Chipkarten vor dem Zuordnen zum Fahrzeug Fahrzeug zugeordnet, die bereits vor Beginn
überprüfen?" dieses Vorgangs codiert wurden! Dem Fahrzeug
● Wenn eine Überprüfung der Chipkarte erforderlich können nur die bereits vor dem Abbruch dieses
ist, erscheint am Prüfgerät die Meldung "Bitte Vorgangs codierten Chipkarten zugeordnet
Chipkarte vollständig in das Kartenlesegerät werden". Diese Meldung erscheint ebenfalls bei
einschieben". Daraufhin eine RENAULT Chipkarte einem Verlust der Kommunikation mit der UCH
bis zum Einschalten der Zündung einlegen: (Zentralelektronik) oder bei einem Abschalten der
– Wenn die Zuweisung nicht möglich ist, erscheint Batterie.
die Meldung "Bitte den Kundendienst-Code
prüfen und sicherstellen, dass die Chipkarte ● Die UCH (Zentralelektronik) gemäß den Optionen
zum Fahrzeug gehört". Eine andere Karte und Ausstattungen des Fahrzeugs konfigurieren
einlegen. (siehe Kapitel 87).
– Wenn die Chipkarte konform ist, erscheint die
Meldung "Bitte Chipkarte aus dem HINWEIS: Falls nur die UCH (Zentralelektronik)
Kartenlesegerät entnehmen". ausgetauscht wird, muss kein Eingriff am Einspritz-
● Das Prüfgerät zeigt an: "Die Karte vollständig in Steuergerät vorgenommen werden, es behält seinen
das Kartenlesegerät einlegen". Daraufhin eine Wegfahrsperrencode.
RENAULT Chipkarte bis zum Anschlag einlegen und
bestätigen:
– Wenn die RENAULT Chipkarte nicht akzeptiert
wird, bleibt die rote Kontrolllampe aus.
– Wenn die Chipkarte akzeptiert wird, blinkt die rote
Kontrolllampe schnell, und am Prüfgerät
erscheinen die Meldungen "1 Chipkarte codiert"
und danach "Bitte Chipkarte aus dem
Kartenlesegerät entnehmen".

● Am Prüfgerät erscheint die Meldung "Bitte


Chipkarte vollständig in das Kartenlesegerät
einschieben". Daraufhin eine zweite RENAULT
Chipkarte bis zum Einschalten der Zündung
einlegen:
HINWEIS: Wenn zweimal die gleiche RENAULT
Chipkarte eingelegt wird, wird dies vom System nicht
berücksichtigt, die Kontrolllampe der Wegfahrsperre
bleibt aus.

● Die zuzuordnende(n) RENAULT Chipkarte(n) des


Fahrzeugs einlegen (maximal 4). Es erscheint die
Meldung "2., 3. oder 4. Chipkarte codiert" und
danach "Bitte Chipkarte aus dem Kartenlesegerät
entnehmen".

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87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Einlesen/Erneute Zuweisung der RENAULT-Chipkarte

KONFIGURATION DER UCH Die möglichen Konfigurationen der UCH


(ZENTRALELEKTRONIK) (Zentralelektronik) sind:

Konfiguration
Name der Funktion Position im Prüfgerät
bei Lieferung

Funktion schlüsselloser Einstieg (CF001/002) Steuerung der Türen (LC 001) keine
Verriegelung über Funktion schlüsselloser Einstieg
Steuerung der Türen (LC 010) keine
(CF 019/020)

Funktion des Warnsignals für den schlüssellosen


Steuerung der Türen (LC 011) mit
Einstieg (CF 021/022 bis CF 026)

Getriebetyp (CF 703/704) mit manueller


Wegfahrsperre (LC 040)
Einstellung

geschwindigkeitsabhängige Servolenkung geschwindigkeitsabhängige


keine
(CF 075/076) Servolenkung (LC 001)

Nummer des Kennfeldes Lenkunterstützung Servolenkung (LC 002) Nr. 1


Funktion Karte gesperrt (CF 708/709) Wegfahrsperre (LC 041) keine

Alarm überhöhte Fahrgeschwindigkeit (Arabien) Zentralelektronik Fahrgastraum


keine
(CF618/619) (LC 048)
Aktivierung des automatischen Aufrufens der
Steuerung der Türen (LC 002) mit
Speicherfunktionen (CF 003/004)

Tagfahrlicht (Running-light) (CF 600/601) Zentralelektronik Fahrgastraum


keine
(LC 049)

Ausfall Glühdrähte und Sprachsynthesizer Zentralelektronik Fahrgastraum


keine
(CF 694/695) (LC 050)
Spezial-Verriegelung der Türen (CF 005/006) Steuerung der Türen (LC 003) keine

Verriegelung Elektrische Kindersicherung (CF 007/008) Steuerung der Türen (LC 004) keine

Zentrales Schließen der Fenster (CF 009/010) Steuerung der Türen (LC 005) mit

Türverriegelung während der Fahrt (CF 028/029) Steuerung der Türen (LC 012) mit

Warnsignal "RENAULT Chipkarte fehlt" (CF 711/712) Steuerung der Türen (LC 042) mit
Deaktivierung Automatische Reifendruckkontrolle
(CF 001/002) Reifen (LC 001) keine

Innenbeleuchtung (CF 013/014) Steuerung der Türen (LC 007) keine

Deckenleuchte mit Zeitschaltung (CF 015/016) Steuerung der Türen (LC 008) mit
Öffnen der Fahrertür mittels Fernbedienung
(CF 030/031) Steuerung der Türen (LC 013) keine

Öffnen der Fahrertür mittels Fernbedienung Option


Steuerung der Türen (CF 014) keine
schlüsselloser Einstieg (CF 032/027)

Seite des Fahrersitzes (CF 018/019) Steuerung der Türen (LC 069) links

Regensensor (CF 696/697) Steuerung der Türen (LC 051) mit

ACHTUNG: Bestimmte Konfigurationsfehler, wie der Antriebswellentyp, können das Anlassen des Motors
verhindern!

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Konfiguration Zentraleinheit Fahrgastraum
KONFIGURATION DER SERVOLENKUNG KONFIGURATION DER STEUERUNG DER
TÜRFUNKTIONEN
Mit Hilfe der Diagnosegeräte
Mit Hilfe der Diagnosegeräte
● Die Kommunikation mit dem Fahrzeug herstellen
und den Test des "Multiplex-Datennetzes" ● Die Kommunikation mit dem Fahrzeug herstellen
durchführen. und den Test des "Multiplex-Datennetzes"
durchführen.
● Das Menü "Geschwindigkeitsabhängige
Servolenkung" auswählen und bestätigen. ● Das Menü "Steuerung der Türfunktionen"
auswählen und bestätigen.
● Im Menü "Ansteuerung" die Linie "Konfiguration
des Steuergeräts" bestätigen. ● Im Menü "Ansteuerung" die Linie "Konfiguration
des Steuergeräts" bestätigen.
● Vorhandensein einer geschwindigkeitsabhängigen
Servolenkung: ● Funktionsweise der Funktion "schlüsselloser
– "CF 075: mit geschwindigkeitsabhängiger Einstieg":
Servolenkung" – "CF 001: mit Funktion "schlüsselloser
– "CF 074: ohne konventionelle Servolenkung" Einstieg""
– "CF 002: ohne Funktion "schlüsselloser
● Konfiguration des Typs der Einstieg""
geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung je nach
Fahrzeug: ● Funktionsweise der Funktion Verriegelung im Modus
"CF 076: Programm Nummer 1" "schlüsselloser Einstieg":
– "CF 019: mit Verriegelung im Modus
● Die Konfigurationen über das Menü "Ansteuerung", "schlüsselloser Einstieg""
"Abrufen der Konfiguration" bestätigen. – "CF 020: ohne Verriegelung im Modus
"schlüsselloser Einstieg""
Die Konfiguration ermöglicht es, die Funktion
"schlüsselloser Einstieg" nur zur Entriegelung des
Fahrzeugs zu verwenden.

● Konfiguration des Warnsummers für die Funktion


"schlüsselloser Einstieg":
– "CF 021: keine Tonart/-folge"
– "CF 022 bis CF 026: Nummer der Tonarten/-
folgen"
Diese Konfiguration ermöglicht es, das Warnsignal
beim Schließen der Türen/Hauben/Klappen über die
Funktion "schlüsselloser Einstieg" zu ändern oder zu
deaktivieren.

● Konfiguration der Funktion Spezial-Verriegelung


– "CF 005: mit Spezial-Verriegelung"
– "CF 006: ohne Spezial-Verriegelung"
Diese Konfiguration ermöglicht es, bei Fahrzeugen mit
Rechtslenkung mit spezifischer Türverriegelung den
Freilauf der Schließbetätigungen durch zwei kurze
Druckimpulse auf die Fernbedienung zu herzustellen
(Spezialverriegelung).

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Konfiguration Zentraleinheit Fahrgastraum

● Konfiguration der elektrischen Kindersicherung: ● Konfiguration des jeweiligen Ziellandes:


– "CF 007: mit elektrischer Kindersicherung" – "CF 018: Linkslenkung"
– "CF 008: ohne elektrische Kindersicherung" – "CF 017: Rechtslenkung"
Diese Konfiguration ermöglicht es (je nach Diese Konfiguration ermöglicht die Funktion der
Ausführung), die Funktion der Fensterheber und der "Spezial-Verriegelung" und des Öffnens der
Türinnengriffe hinten zu sperren. "Fahrertür" alleine.

● Konfiguration des Schließens der Fenster über einen ● Konfiguration der Funktion Fahrer-
längeren Druckimpuls auf die Fernbedienung. Für Positionsspeicher:
diese Funktion muss das Fahrzeug mit – "CF 003: automatische Einstellung des Sitzes"
Fensterhebern mit Impulsschaltung – "CF 004: ohne automatische Einstellung des
(Einklemmschutz) ausgerüstet sein: Sitzes"
– "CF 009: mit zentralem Schließen der Fenster"
– "CF 010: ohne zentrales Schließen der Fenster" ● Konfiguration des Öffnens der "Fahrertür" alleine:
– "CF 030: Entriegelung der vier Türen"
● Konfiguration der automatischen Türverriegelung – "CF 031: Entriegelung der Führertür"
beim Fahren: Diese Konfiguration ermöglicht es, bei Ausführungen
– "CF 028: Aktivierung der automatischen mit Rechtslenkung nur die Fahrertür und die
Türverriegelung beim Fahren" Heckklappe bei Entriegelung des Fahrzeugs zu
– "CF 029: Deaktivierung der automatischen entriegeln (einfach oder "schlüsselloser Einstieg").
Türverriegelung beim Fahren" Einen zweiten kurzen Druckimpuls ausführen, um die
Diese Konfiguration ermöglicht die Funktion der anderen Türen/Hauben/Klappen zu entriegeln.
automatischen Türverriegelung beim Fahren. Die
Türen/Hauben/Klappen werden beim Empfang der ● Konfiguration der Entriegelung der "Fahrertür
"Information Aufprall" durch das Airbag-Steuergerät alleine" über die Funktion "schlüsselloser Einstieg":
entriegelt. – "CF 032: Entriegelung im Modus
Diese Funktion kann im Fahrgastraum über den "schlüsselloser Einstieg" der vier Türen"
Entriegelungsknopf der Zentralverriegelung aktiviert – "CF 027: Entriegelung im Modus
und deaktiviert werden. "schlüsselloser Einstieg" Fahrertür"
Diese Konfiguration entspricht der vorherigen
● Konfiguration der Innenbeleuchtung beim Öffnen der Konfiguration für die Funktion "schlüsselloser
Türen: Einstieg".
– "CF 013: mit Innenbeleuchtung"
– "CF 014: ohne Innenbeleuchtung" ● Die Konfigurationen über das Menü "Ansteuerung",
"Abrufen der Konfiguration" bestätigen.

● Konfiguration der Zeitschaltung der


Innenbeleuchtung bei der Türverriegelung:
– "CF 015: mit Zeitschaltung Deckenleuchte"
– "CF 016: ohne Zeitschaltung Deckenleuchte"

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Konfiguration Zentraleinheit Fahrgastraum

ACHTUNG: Bestimmte Konfigurationsfehler, wie der KONFIGURATION DER WEGFAHRSPERRE


Getriebetyp, können das Anlassen des Motors
verhindern!
Mit Hilfe der Diagnosegeräte

KONFIGURATION DER ZENTRALELEKTRONIK ● Die Kommunikation mit dem Fahrzeug herstellen


und den Test des "Multiplex-Datennetzes"
durchführen.
Mit Hilfe der Diagnosegeräte
● Das Menü "Wegfahrsperre" auswählen und
● Die Kommunikation mit dem Fahrzeug herstellen bestätigen.
und den Test des "Multiplex-Datennetzes"
durchführen. ● Im Menü "Ansteuerung" die Linie "Konfiguration
des Steuergeräts" bestätigen.
● "Zentralelektronik Fahrgastraum" aufrufen und
bestätigen ● Konfiguration des Getriebetyps:
– "CF 703: mit Automatikgetriebe"
● Im Menü "Ansteuerung" die Linie "Konfiguration – "CF 704: ohne Automatikgetriebe"
des Steuergeräts" bestätigen.
● Konfiguration der Blockierung der RENAULT
● Konfiguration der Geschwindigkeitsüberschreitung: Chipkarte im Kartenlesegerät (nur bei Ausführungen
– "CF 618: mit Geschwindigkeitsüberschreitung mit Automatikgetriebe):
Arabien" – "CF 709: mit Blockierung der Karte"
– "CF 619: ohne – "CF 601: ohne Blockierung der Karte"
Geschwindigkeitsüberschreitung (Arabien)"
● Konfiguration des Warnsignals bei nicht
● Konfiguration des Tagfahrlichts (Running lights): entnommener Chipkarte nach dem Abschalten des
– "CF 600: mit Tagfahrlicht" Motors:
– "CF 601: ohne Tagfahrlicht" – "CF 711: mit Warnsignal"
– "CF 712: ohne Warnsignal"
● Konfiguration des Sprachsynthesizers:
– "CF 694: mit Sprachsynthesizer" ● Die Konfigurationen über das Menü "Ansteuerung",
– "CF 695: ohne Sprachsynthesizer" "Abrufen der Konfiguration" bestätigen.

● Konfiguration des Regensensors: HINWEIS: Zu den Konfigurationen der Automatischen


– "CF 696: mit Regensensor" Reifendruckkontrolle (ARK), siehe das jeweilige
– "CF 697: ohne Regensensor" Kapitel.

● Die Konfigurationen über das Menü "Ansteuerung",


"Abrufen der Konfiguration" bestätigen.

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Automatische Reifendruckkontrolle

BESCHREIBUNG

Das System besteht aus:


● vier Druckgebern (1), die sich in den Ventilen
befinden (ein Geber pro Rad). Sie senden ein
Funksignal.
● einem Empfänger (2), der unter dem Fahrzeug
eingebaut ist, die Informationen der Geber aufnimmt
und decodiert, und sie dann an die UCH
(Zentralelektronik) weiterleitet
● der UCH (Zentralelektronik) (3); sie empfängt und
verarbeitet die Informationen vom Empfänger (2) und
bestimmt, welche Nachricht angezeigt wird.
● einem Display (4) (funktionsspezifisch oder in die
Instrumententafel integriert).

87-15
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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Automatische Reifendruckkontrolle

ALLGEMEINES Die Automatische Reifendruckkontrolle ermöglicht:

Dieses System ermöglicht es, den Druck der vier ● die Anzeige des Reifendrucks beim Einschalten
Reifen des Fahrzeugs ständig zu überwachen (das der Zündung mit einer Genauigkeit von plus/
Reserverad wird nicht kontrolliert). minus 0,1 bar (je nach Ausführung).
Für die Funktion des Systems sind erforderlich:
● vier Druckgeber (im Reifenventil integriert) in jedem ● den Fahrer zu warnen, wenn:
Reifen des Fahrzeugs (außer dem Reserverad), ● der Druck 0,6 bar unter den empfohlenen Werten
● ein Empfänger, der sich unter dem Fahrzeug liegt,
befindet ● der Druck zu hoch ist,
● eine in die UCH (Zentralelektronik) integrierte ● ein Reifen eine ungewöhnlich große Undichtigkeit
Ansteuerungselektronik, aufweist,
● Kontrolllampen, welche die Art der Störung ● ein Reifen außer Funktion ist,
anzeigen, ● eine Druckdifferenz zwischen der rechten und
● ein Display, welches das Fahrzeug darstellt und es linken Seite auftritt.
dadurch ermöglicht, den betreffenden Reifen zu
lokalisieren. Bei der Instrumententafel der HINWEIS: Die Druckwerte für die einzelnen
Oberklasse zeigt das Display die Druckwerte bei Fahrzeuge können in Kapitel 07 "Allgemeines" der
jedem Anlassen des Motors sowie bei jeder MR 339 oder auf dem Aufkleber in der Türöffnung
Warnung an. nachgelesen werden.

Besonderheiten:
Jeder Geber wird durch eine Farbmarkierung
identifiziert, die sich am Ventil befindet:
– Grün = vorne links
– Gelb = vorne rechts
– Rot = hinten links
– Schwarz = hinten rechts

ACHTUNG: Diesen Farbcode unbedingt beachten, um


die korrekten Informationen an der korrekten Stelle auf
der oder den Anzeige(n) des Fahrzeugs abzulesen (je
nach Ausstattung)! Jeder Geber wird von der UCH
(Zentralelektronik) über einen eindeutigen Code
erkannt. Im Falle des Austauschs eines Gebers muss
der Code in die UCH (Zentralelektronik) in
Abhängigkeit von der Position des Gebers am
Fahrzeug eingelesen und über die korrekte
Farbmarkierung identifiziert werden (siehe Kapitel
"Austausch eines Gebers").

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Automatische Reifendruckkontrolle

Druckgeber
Der Druckgeber besteht aus:
● einem herkömmlichen Ventil
● einem Druckgeber
● einem Funk-Sender (radspezifisch)
● einer nicht ausbaubaren Batterie

HINWEIS: Die Batterie des Ventils des Druckgebers kann nicht ausgetauscht werden (siehe
Kapitel 35 "Austausch des Ventils").

19035

ZUR ERINNERUNG: Jeder Geber ist durch eine bestimmte Farbe gekennzeichnet. Im Falle
des Austauschs des Ventils, des Reifens oder des Ausbaus der Räder müssen die Farben
unbedingt beachtet werden:
● Grün = vorne links
● Gelb = vorne rechts
● Rot = hinten links
● Schwarz = hinten rechts

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Automatische Reifendruckkontrolle

FUNKTION

Die über eine eingebaute Batterie mit Spannung


versorgten Geber messen regelmäßig den Druck im
Inneren der Reifen und übermitteln diese
Informationen sowie einen Code, der die
Identifizierung der Informationen ermöglicht, über
Funkwellen.

Hinweis: Die UCH (Zentralelektronik) kann einen


zweiten Satz der vier Radsensoren identifizieren. Die
Farben der Geber gemäß ihrem Verbauort beachten!

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Automatische Reifendruckkontrolle

FUNKEMPFÄNGER ANSCHLUSS

FUNKTION
Anschluss Bezeichnung
Der Empfänger befindet sich unter dem Fahrzeug und 1 Verbindung UCH (Zentralelektronik)
empfängt die von den Druckgebern gesendeten
Mitteilungen. 2 Masse

Er übermittelt sie über eine herkömmliche 3 Nicht belegt


Kabelverbindung an die UCH, welche die 4 Dauerstrom
Informationen an die Instrumententafel weiterleitet,
nachdem sie eine Überprüfung auf eventuelle
Undichtigkeiten (Reifenpanne) oder einen nicht
korrekten Reifendruck durchgeführt hat.

18388

Die Information an den Fahrer erfolgt:


● durch Kontrolllampen, welche die Art des Ausfalls
anzeigen (geplatzter Reifen, zu wenig Luft im
Reifen...)
● durch eine ARK-/Tür-Anzeige, welches das
Fahrzeug darstellt und es dadurch ermöglicht, den
betreffenden Reifen zu lokalisieren
● durch ein in die Instrumententafel der Oberklasse
integriertes Display, das es ermöglicht, die
Druckwerte beim Anlassen des Motors und bei einer
Warnung anzuzeigen (siehe Kapitel 83)

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Automatische Reifendruckkontrolle

EINLESEN DER DRUCKSENSOREN IN DIE UCH AUTOMATISCHES EINLESEN DES VENTILCODES


(ZENTRALELEKTRONIK) MIT HILFE DES VENTIL-ERREGERS (Ms. 1706)

ZUR ERINNERUNG: Jeder Geber ist durch eine 1 Mit Hilfe eines Prüfgeräts bei eingeschalteter
bestimmte Farbe gekennzeichnet: Zündung die Kommunikation mit der "UCH
● Grün = vorne links (Zentralelektronik)" beginnen und "Reifen"
● Gelb = vorne rechts auswählen.
● Rot = hinten links 2 Die Menüs "Funktionsmodus" und dann
● Schwarz = hinten rechts "Spezifische Steuerung" auswählen.
3 Die Zeile SC 001: Einlesen eines Ventilcodes"
Es gibt mehrere Methoden zum Einlesen eines bestätigen.
Reifensensorcodes in die UCH (Zentralelektronik). 4 Am Prüfgerät die Position des einzulesenden Ventils
Hierzu muss ein Prüfgerät (außer XR25) verwendet am Fahrzeug auswählen.
werden: 5 Das Werkzeug Ms. 1607 am Reifen unter dem
● manuelle Eingabe des Reifencodes. Dieser ist auf jeweiligen Ventil anbringen.
einem Aufkleber auf dem Sensor angegeben. 6 Einmal auf den Schalter des Werkzeugs Ms.1607
● Einlesen des Codes mit Hilfe des Werkzeugs drücken.
"Ms. 1607 Ventil-Erreger", 7 Das Ende des Einlesens abwarten (symbolisiert
● Einlesen durch Fahrt mit dem Fahrzeug. durch das Aufleuchten der Kontrolllampe).
● Einlesen, ohne dass mit dem Fahrzeug gefahren 8 Das Prüfgerät signalisiert den korrekten Empfang
wird (das Ventil sendet den Code ca. alle 15 Minuten des Ventilcodes.
aus, wenn keine Reifenpanne vorliegt). 9 Die Position des Rads mit dem jeweiligen Sensor
bestätigen.
10Die Jahreszeit der Verwendung des Rads
MANUELLES EINLESEN DES bestätigen (wenn das Fahrzeug nur über einen Satz
DRUCKSENSORCODES (EINGEBEN) Reifen verfügt, werden standardmäßig die
Sommerreifen konfiguriert).
1 Mit Hilfe eines Prüfgeräts bei eingeschalteter
Zündung die Kommunikation mit der "UCH HINWEIS: Die Vorgehensweise entspricht der des
(Zentralelektronik)" beginnen und "Reifen" Einlesens der vier Ventile über den Befehl "SC 002:
auswählen. Einlesen der vier Ventile".
2 Die Menüs "Funktionsmodus" und dann
"Spezifische Steuerung" auswählen.
3 Die Zeile SC 001: Einlesen eines Ventilcodes" AUTOMATISCHES EINLESEN DES VENTILCODES
bestätigen. ÜBER DAS ABLASSEN DER LUFT EINES REIFENS
4 Den Code mit maximal sechs Ziffern eingeben (auf
dem Aufkleber des Sensors angegeben). 1 Mit Hilfe eines Prüfgeräts bei eingeschalteter
5 Die Position des Rads mit dem jeweiligen Sensor Zündung die Kommunikation mit der "UCH
bestätigen. (Zentralelektronik)" beginnen und "Reifen"
6 Die Jahreszeit der Verwendung des Rads auswählen.
bestätigen (wenn das Fahrzeug nur über einen Satz 2 Den Druck jedes Reifens um ca. 1 bar verringern.
Reifen verfügt, werden standardmäßig die 3 Die Menüs "Funktionsmodus" und dann
Sommerreifen konfiguriert). "Spezifische Steuerung" auswählen.
4 Die Zeile SC 001: Einlesen eines Ventilcodes"
HINWEIS: Die Vorgehensweise entspricht der des bestätigen.
Einlesens der vier Ventile über den Befehl "SC 002: 5 Eine Probefahrt durchführen.
Einlesen der vier Ventile". 6 Die Position des Rads mit dem jeweiligen Sensor
bestätigen.
7 Die Jahreszeit der Verwendung des Rads
bestätigen (wenn das Fahrzeug nur über einen Satz
Reifen verfügt, werden standardmäßig die
Sommerreifen konfiguriert).
8 Das Rad wieder aufpumpen.
9 Diese Maßnahme an jedem einzulesenden Ventil
durchführen.

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
RENAULT Chipkarte

Das System in den Fahrzeugen mit schlüssellosem Kennungssystem besteht aus:


● der UCH (Zentralelektronik),
● einem nicht codierten Kartenlesegerät (Funkempfänger und Transponder),
● einer Start-/Stop-Taste, der das Anlassen und Abstellen des Motors ermöglicht,
● der Lenksäulenverriegelung, die das mechanische Blockieren des Lenkrads ermöglicht,
● Motoren zur Ver-/Entriegelung der Türen/Hauben/Klappen,
● Schlüsselkarten mit zwei oder drei Knöpfen (Ausführung schlüsselloser Einstieg),
● zwei spezifischen Antennen zum Senden (Kommunikation) an die Schlüsselkarte mit der Ausführung
schlüsselloser Einstieg (je nach Ausführung),
● spezifischen äußeren Türgriffen für die Option schlüsselloser Einstieg (je nach Ausführung),
● spezifischen inneren Türschlössern für die Funktion Spezial-Verriegelung (je nach Ausführung),

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
RENAULT Chipkarte

BESCHREIBUNG

Bei der Herstellung werden dem Fahrzeug zwei


RENAULT Chipkarten zugeordnet. Je nach
Ausstattungsniveau kann das Fahrzeug
folgendermaßen ausgestattet werden:

● mit zwei RENAULT Chipkarten mit zwei Knöpfen


(ohne schlüssellosen Einstieg) mit:
– einem elektronischen Schaltkreis (Chip), der ohne
Batterie funktioniert und das Ansteuern der
Wegfahrsperre ermöglicht (siehe Kapitel 82),
– einer Funk-Fernbedienung, die das Ansteuern der
Verriegelung bzw. Entriegelung der Türen/
Hauben/Klappen ermöglicht.

18249-1 KARTE MIT SCHLÜSSELLOSEM EINSTIEG

HINWEISE:
● Ein Notschlüssel, der das Öffnen des Fahrzeugs
bei einem Ausfall der Fernbedienung ermöglicht,
ist in jede RENAULT Chipkarte integriert. (Zum
Ansteuern eines Notschlüssels muss man über
die Sicherheitsnummer verfügen).

18249 KARTE OHNE SCHLÜSSELLOSEN EINSTIEG

Der Funkfrequenz-Code, der von den RENAULT


Chipkarten gesendet wird, ändert sich regelmäßig, um
eine eventuelle Kopie zu vermeiden.

Mit diesem System werden die Fernbedienungen


automatisch resynchronisiert.

Die Funktion Fernbedienung wird nur für die


Verriegelung und Entriegelung der Türen/Hauben/
Klappen verwendet (sie hat keinen Einfluss auf die
Wegfahrsperre).
18249-2
HINWEIS: Die UCH (Zentralelektronik) kann maximal
vier RENAULT Chipkarten einlesen.
● Wenn die Batterie des Fahrzeugs schwach
● mit zwei RENAULT Chipkarten, von denen eine geladen ist, kann die Lenksäulenverriegelung
mit dem schlüssellosen Einstieg ausgestattet ist nicht entriegelt werden. Der Motor kann durch
(drei Knöpfe) Dieses System ermöglicht das Öffnen Anschieben des Fahrzeugs nicht gestartet
der Türen/Hauben/Klappen ohne Betätigung der werden.
Fernbedienung. (Ein Fahrzeug kann nicht mit
mehreren Fernbedienungen mit schlüssellosem
Einstieg ausgestattet sein, siehe Kapitel "RENAULT
Chipkarte schlüsselloser Einstieg").

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
RENAULT Chipkarte

WEGFAHRSPERRENSYSTEM MITTELS FUNKTION: EINSCHALTEN DER ZÜNDUNG UND


TRANSPONDER MOTORSTART

Das in die RENAULT Chipkarte integrierte Das RENAULT Kartenlesegerät verfügt über zwei
Wegfahrsperrensystem mittels Transponder Positionen:
ermöglicht die Entriegelung der Lenksäule, das
Einschalten der Zündung und die Freigabe zum ● Die Position "+ Spannungsversorgung" oder
Anlassen des Motors. "+ Zubehör" über das Relais für Zubehör (ungefähr
in Mittelstellung der RENAULT Chipkarte). Diese
Die RENAULT Chipkarte wird vom in das Position versorgt:
Kartenlesegerät integrierten Empfänger erkannt, wenn ● das Radio,
sie in das Gerät hineingeschoben wird (siehe ● die Fensterheber,
Kapitel 82: Wegfahrsperre). ● das Gebläse des Fahrgastraums,
● die elektrischen Sitze.

HINWEIS: Die Stromversorgung des Relais für


Zubehör wird während des Startvorgangs
unterbrochen. Im Falle des Nicht-Einlegens der
RENAULT Chipkarte in das Kartenlesegerät wird die
Stromversorgung des Relais für Zubehör nach
ca. 40 Sekunden abgestellt.

● Die Position "geschaltetes Plus". Diese Position


gibt das Anlassen des Motors über die Start-/Stop-
Taste frei.

Das Relais geschaltetes Plus wird mit Spannung


versorgt, sobald die RENAULT Chipkarte vollständig in
das Kartenlesegerät eingeschoben ist und wenn sie
von der UCH (Zentralelektronik) identifiziert und die
elektrische Lenksäulenverriegelung aufgehoben wird.

Die Stromversorgung der Relais wird abgebrochen,


18830 sobald die Start-/Stop-Taste zum Abstellen des Motors
gedrückt wird, wenn die Fahrgeschwindigkeit gleich
null ist (siehe Kapitel Start-/Stop-Taste) oder nach
einer Verzögerung von 40 Minuten, in denen der Motor
nicht gestartet wurde.

● Die Start-/Stop-Taste versorgt den Anlasser bis zum


Erhalt der Information "laufender Motor" mit Strom.
Wenn das Fahrzeug nicht startet, wird die
Spannungsversorgung des Anlassers nach einer
variablen Verzögerung in Abhängigkeit von der
Kühlflüssigkeitstemperatur unterbrochen.

Damit das Anlassen des Motors freigegeben wird,


müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein (siehe
Kapitel Start-/Stop-Taste).

HINWEIS: Die RENAULT Chipkarte wird bei


laufendem Motor im Kartenlesegerät blockiert. Sie
wird beim Abstellen des Motors freigegeben, wenn die
Fahrgeschwindigkeit gegen Null geht bzw. das
Fahrzeug steht.

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
"einfache" RENAULT Chipkarte "einfache"

FUNKTION DER EINFACHEN FERNBEDIENUNGEN (OHNE SCHLÜSSELLOSEN EINSTIEG)

Für die Funktion des Systems sind erforderlich:


● eine RENAULT Chipkarte (A),
● ein in das RENAULT Kartenlesegerät integrierter Funkfrequenz-Empfänger (B),
● eine in die UCH (Zentralelektronik) (C) integrierte Ansteuerungselektronik,
● eine Start-/Stop-Taste (D),
● die Türschlösser,
● eine rote Kontrolllampe "Türen geschlossen",
● die Blinker des Fahrzeugs,
● das Einspritz-Steuergerät (E),
● die Kupplungspedalgeber (F) und Positionsgeber "Leerlauf" des Getriebes,
● die elektrische Lenksäulenverriegelung (G).

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87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
"einfache" RENAULT Chipkarte "einfache"

Die einfache RENAULT Chipkarte hat zwei Knöpfe: Hinweis: Das Aufblinken der Warnblinkanlage beim
– einen Verrriegelungsknopf (1), Betätigen der Fernbedienungen wird durch die UCH
– einen Entriegelungsknopf (2). (Zentralelektronik) gesteuert (siehe Kapitel Blinker).

18834
18249 EINFACHE KARTE

HINWEISE:
● Zum Verriegeln der Fahrzeugtüren auf den Knopf ● Der Knopf der Zentralverriegelung der Türen wird
"Schließen" drücken.
gesperrt, wenn die Türen über die Fernbedienung
Die Zentralverriegelung über die Fernbedienung verriegelt werden.
kann durch das Aufblinken der Warnblinkanlage
sichtbar gemacht werden (wenn alle Türen korrekt ● Einige Fahrzeuge (Ausführung mit Rechtslenkung)
verschlossen sind). Die rote Verriegelungs-
verfügen über die Funktion "Spezial-Verriegelung",
Kontrolllampe leuchtet. welche die Türen so verriegelt, dass ein Öffnen der
Sind eine oder mehrere Türen nicht korrekt
Türen vom Fahrzeuginnenraum aus nicht möglich
geschlossen, leuchtet die Warnblinkanlage bei ist. Um die Spezial-Verriegelung des Fahrzeugs zu
Verriegelung durch die Fernbedienung nicht auf.
aktivieren, zweimal hintereinander oder einmal lange
● Zum Entriegeln der Fahrzeugtüren auf den Knopf auf den Knopf "Schließen" (1) drücken. Diese
"Öffnen" drücken.
Funktion verwendet zusätzliche und spezifische
Die Entriegelung der Fahrzeugtüren wird durch ein Zentralverriegelungsmotoren.
Aufblinken der Warnblinkanlage angezeigt.
● Fahrzeuge mit Rechtslenkung können mit der
Öffnungsfunktion "nur Fahrertür" ausgestattet sein.
Diese Funktion ermöglicht es, nur die Fahrertür
durch kurzen Druck auf die RENAULT Chipkarte zu
entriegeln. Durch zweimaligen,
aufeinanderfolgenden Druck können alle Türen
geöffnet werden.

● Bei Fahrzeugen mit Fensterhebern per


Impulsschalter oder mit elektrischem Schiebedach
ermöglicht ein langer Druck auf den Knopf
"Schließen" (1) das Schließen aller Türen/Hauben/
Klappen (diese müssen initialisiert worden sein).

● Wenn eine Tür bei Betätigung des Knopfes


"Schließen" nicht korrekt verriegelt wird, werden die
Türen verriegelt und dann wieder automatisch
entriegelt.

87-25
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem
RENAULT Kennungssystem:
Chipkarte "schlüsselloser RENAULT
Einstieg"

FUNKTION DER FERNBEDIENUNG MIT SCHLÜSSELLOSEM EINSTIEG

Für die Funktion des Systems sind erforderlich:


● eine RENAULT Chipkarte (A) mit schlüssellosem Einstieg,
● ein Kartenlesegerät (B),
● eine in die UCH (Zentralelektronik) (C) integrierte Ansteuerungselektronik,
● eine Start-/Stop-Taste (D),
● das Einspritz-Steuergerät (E),
● die Kupplungspedalgeber (F) und Positionsgeber "Leerlauf" des Getriebes,
● die elektrische Lenksäulenverriegelung (G),
● Anwesenheitssensoren für jeden Türgriff (H),
● eine rote Kontrolllampe "Türen geschlossen",
● die Blinker des Fahrzeugs,
● zwei spezifische Antennen für Funksignal für schlüssellosen Einstieg (I),
● die spezifischen Türschlösser (J) für die Funktion Spezial-Verriegelung (J),
● das Signalhorn (K).

19242-1

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87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem
RENAULT Kennungssystem:
Chipkarte "schlüsselloser RENAULT
Einstieg"

Die RENAULT Chipkarte mit der Funktion Zum Verriegeln der Fahrzeugtüren unter
schlüsselloser Einstieg hat drei Knöpfe: Verwendung des Systems "schlüsselloser
– einen Knopf zum Schließen (1). Dieser Knopf Einstieg" (auf den Knopf (3) drücken, wenn die
ermöglicht die Verriegelung der Türen/Hauben/ Funktion schlüsselloser Einstieg deaktiviert wurde):
Klappen und das Sperren der Funktion ● die Türen und den Gepäckraum des Fahrzeugs
"schlüsselloser Einstieg". schließen,
– einen Knopf zum Öffnen (2). Dieser Knopf ● die RENAULT Chipkarte vom Fahrzeug entfernen.
ermöglicht die Entriegelung der Türen/Hauben/ Wenn die Karte den Bereich der Kommunikation
Klappen und das Sperren der Funktion mit der UCH (Zentralelektronik) verlässt (über die
"schlüsselloser Einstieg". Funkfrequenz-Antennen), werden die Türen und
– einen Verrriegelungsknopf mit Einschalten des der Gepäckraum verriegelt.
Systems "schlüsselloser Einstieg" (3). Die Zentralverriegelung über die Fernbedienung
kann gleichzeitig durch das Aufblinken der
Warnblinkanlage, durch ein Tonsignal und das
Aufleuchten der roten Kontrolllampe angezeigt
werden.
Sind eine oder mehrere Türen nicht korrekt
geschlossen, leuchtet die Warnblinkanlage bei
Verriegelung durch die Fernbedienung nicht auf.

Hinweis: Ein Druck auf den Knopf "Schließen" bzw.


"Öffnen" der RENAULT Chipkarte deaktiviert die
Funktion "schlüsselloser Einstieg". Die RENAULT
Chipkarte "schlüsselloser Einstieg" funktioniert dann
wie eine "einfache" RENAULT Chipkarte. Ein Druck
auf den Knopf "auto" der RENAULT Chipkarte
reaktiviert das System nach ca. 3 Sekunden.

ACHTUNG: Die Verriegelung über die Funktion


schlüsselloser Einstieg kann durch die Prüfgeräte
gesperrt werden!

18249-1 KARTE MIT SCHLÜSSELLOSEM EINSTIEG

HINWEISE:
Diese Fernbedienung kann ohne das System
"schlüsselloser Einstieg" verwendet werden, nachdem
diese Funktion durch die Knöpfe (1) und (2) gesperrt
wurde. In diesem Fall ist die Funktionsweise mit der
einer einfachen Fernbedienung identisch.

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem
RENAULT Kennungssystem:
Chipkarte "schlüsselloser RENAULT
Einstieg"

Zum Entriegeln der Fahrzeugtüren unter SPANNUNGSVERSORGUNG DER RENAULT


Verwendung des Systems "schlüsselloser CHIPKARTE
Einstieg" (auf den Knopf (3) drücken, wenn die
Funktion schlüsselloser Einstieg deaktiviert wurde): ● Die Fernbedienungen der RENAULT Chipkarten
● sich dem Fahrzeug nähern, so dass die RENAULT werden über eine Batterie mit Spannung versorgt.
Chipkarte in den Bereich der Kommunikation mit Der Ladezustand der Batterie kann über die
der UCH (Zentralelektronik) gelangt, Kontrolllampe (1) angezeigt werden.
● die Hand in einen der Türgriffe legen oder den
Gepäckraum öffnen,
● die Anwesenheitssensoren, die sich in den
Türgriffen befinden, führen zur Abfrage
"schlüsselloser Einstieg" des Fahrzeugs.
● Wird die Karte erkannt, entriegelt sich das
Fahrzeug. Dies wird durch das Aufblinken der
Warnblinkanlage angezeigt.

18249

● Für die Funktion schlüsselloser Einstieg verfügt die


RENAULT Chipkarte mit drei Knöpfen über einen
Akku. Er lädt sich wieder auf, wenn die RENAULT
Chipkarte in das Kartenlesegerät eingelegt wird. In
zwanzig Minuten ist die Entladung des Akkus
während eines Tages wieder kompensiert. Das
18249-1 KARTE MIT SCHLÜSSELLOSEM EINSTIEG korrekte Wiederaufladen kann vierundzwanzig
Stunden dauern. Dieser Akku kann nicht ausgebaut
HINWEIS: Das Aufblinken der Warnblinkanlage beim werden.
Betätigen der Fernbedienungen wird durch die UCH ● Der Transponder, Wegfahrsperrensystem in der
(Zentralelektronik) gesteuert (siehe Kapitel Blinker). RENAULT Chipkarte, hat keine elektrische
Spannungsversorgung.

ACHTUNG: Die Batterie wird auch für die Funktion


schlüsselloser Einstieg verwendet!

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem: Seitenblinker

Zur Überprüfung des Öffnens und Schließens der Türen/Hauben/Klappen, werden die Blinker und die Seitenblinker
von der UCH (Zentralelektronik) gesteuert.

Druck auf die RENAULT Folge für die Funktionsweise Funktionsweise Funktionsweise
Chipkarte Schlösser der Blinkleuchten der Seitenblinker des Signalhorns

Verriegelung der
1 Mal kurz Türen/Hauben/ 2-maliges Blinken 2-maliges Blinken -
Klappen
Spezial-
Verriegelung der
2 Mal kurz Schnelles Blinken Schnelles Blinken -
Türen/Hauben/
Schließen Klappen

Schließen der
1 Mal lang**** Fenster und des 2-maliges Blinken Schnelles Blinken -
Schiebedachs*
Modus Verriegelung der
ca. 10 Sekunden 1 Signal
schlüsselloser Türen/Hauben/ 2-maliges Blinken
langes Leuchten (konfigurierbar)
Einstieg Klappen

Entriegelung der
Türen/Hauben/
1 Mal kurz 1-maliges Blinken 1-maliges Blinken -
Klappen bzw. der
Fahrertür**

Entriegelung der
Öffnen 2 Mal kurz Türen/Hauben/ - - -
Klappen***
Entriegelung der
Modus
Türen/Hauben/
schlüsselloser 1-maliges Blinken 1-maliges Blinken -
Klappen bzw. der
Einstieg
Fahrertür**

* Für diese Funktion muss das Fahrzeug mit Fensterhebern per Impulsschalter und einem elektrischen
Schiebedach mit Einklemmschutz ausgestattet sein.
** Einige Fahrzeuge mit Rechtslenkung können mit der Öffnungsfunktion "nur Fahrertür" ausgestattet sein.
Diese Funktion ermöglicht es, nur die Fahrertür und den Gepäckraum durch kurzen Druck auf die
RENAULT Chipkarte zu entriegeln.
*** Entriegelung der Türen/Hauben/Klappen bei Fahrzeugen mit der Öffnungsfunktion "nur Fahrertür".
**** Bei einigen Modellen "mit Rechtslenkung", ist dieser Funktion die "Spezial-Verriegelung" vorgeschaltet.

Störung der Funktionsweise

Beim Verriegeln:
– Wenn die Fahrertür nicht korrekt geschlossen ist, kann keine der Türen/Hauben/Klappen verriegelt werden.
– Wenn die Heckklappe oder eine Tür nicht korrekt geschlossen sind, funktionieren die Blinker (inklusive
Seitenblinker) nicht und die Verriegelung im Modus "schlüsselloser Einstieg" ist unterbunden.

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87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem: RENAULT
RENAULT Kartenlesegerät

Das RENAULT Kartenlesegerät enthält zwei Schalter


für die Funktion des Fahrzeugs:
● ein Schalter bei Mittelstellung zur
Spannungsversorgung des Zubehörs
(+ ZUBEHÖR),
● ein Schalter, wenn die Karte bis zum Anschlag im
Kartenlesegerät sitzt (geschaltetes Plus).

HINWEIS: Die RENAULT Chipkarte wird im


Kartenlesegerät blockiert, sobald die UCH die
Information "laufender Motor" vom Einspritz-
Steuergerät erhält. Sie wird freigegeben, wenn der
Motor abgestellt wird.

18320

Das RENAULT Kartenlesegerät dient ebenfalls:


● als Funkfrequenzempfänger zur Ver- und
Entriegelung der Türen/Hauben/Klappen,
● als Transponderantenne für die Wegfahrsperre und
zur Erkennung der RENAULT Chipkarte (siehe
Kapitel Wegfahrsperre).
● als Kontrolleinheit für die Nichtanerkennung der
RENAULT Chipkarte.
● Das Einschubfach für die Chipkarte ist beleuchtet.

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87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Start-/Stop-Taste

BESCHREIBUNG FUNKTION

Der einzige Druckknopf (START/STOPP) dient Das Anlassen des Motors wird freigegeben, wenn die
gleichzeitig zum Starten und zum Abstellen des obere Partie des Knopfs leuchtet.
Motors.
Das Anlassen erfolgt per Impulsschalter. Ein einziger
Es sind zwei verschiedene Beleuchtungen möglich: Druckimpuls auf den Knopf genügt, um den Motor zu
● obere Beleuchtung (weiß): Information anlassbereit, starten.
● untere Beleuchtung (grün): Information laufender
Motor. Diese Beleuchtung wird bei eingeschalteten Zum Anlassen des Motors:
Standleuchten gedämpft.
● Die Schlüsselkarte in das Kartenlesegerät bis zur
2. Raststufe einlegen, um den Kontakt herzustellen
und die Lenkung zu entriegeln.

● Sicherstellen, dass die Startbedingungen


eingehalten werden:

HINWEIS:
– Bei Fahrzeugen mit Dieselmotor kann der
Anlasser während der Vorglühphase nicht betätigt
werden.
– Eine falsche Konfiguration des Getriebetyps in der
UCH (Zentralelektronik) kann das Starten
unmöglich machen.
– Das Getriebe muss im Leerlauf stehen oder das
Kupplungspedal gedrückt sein.

18320

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87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Start-/Stop-Taste

● Die elektrische Lenksäulenverriegelung muss NOTWENDIGE BEDINGUNGEN FÜR DAS


entriegelt und die Zündung eingeschaltet sein. ANLASSEN DES MOTORS
● Sicherstellen, dass das System das Anlassen des ● RENAULT Chipkarte bis zum Anschlag im
Motors freigibt: Kartenlesegerät,
– Wenn die obere Partie des Knopfs aufleuchtet, ist ● geschaltetes Plus hergestellt,
das Starten möglich. ● Transponder (in die RENAULT Chipkarte integriert)
wird erkannt,
● Auf den Knopf drücken, um den Befehl zum ● Schaltgetriebe in Leerlaufstellung,
Anlassen des Motors an die UCH (Zentralelektronik) ● Automatikgetriebe in Position Leerlauf bzw. Parken,
zu senden. Diese sensiert daraufhin den ● Kupplungspedal (bei Schaltgetriebe) gedrückt.
Betriebszustand des Motors. Wenn der Motor
abgestellt ist und die Bedingungen eingehalten sind,
gibt die UCH (Zentralelektronik) den Befehl zur
Spannungsversorgung des Anlasserrelais.

HINWEIS:
– Der Motor kann nur nach dem Entriegeln der
Lenkung angelassen werden.
– Die RENAULT Chipkarte wird bei laufendem Motor
blockiert.
– Im Falle der Einstellung genügt ein einfacher Druck
auf den Startknopf, um den Motor wieder zu starten.

Zum Abstellen des Motors:

Auf den Knopf drücken, um den Befehl zum Abstellen


des Motors an die UCH (Zentralelektronik) zu senden.
Diese prüft, ob die Fahrgeschwindigkeit unter 5 km/h
vor der Unterbrechung der Spannungsversorgung an
geschaltetem Plus liegt.

ZUR ERINNERUNG: Dem Anlassen des Motors dient


die Start-/Stop-Taste. Wenn die "Information
anlassbereit" vorliegt, wird der Druck auf den Knopf
(START/STOPP) von der UCH (Zentralelektronik)
gespeichert. Der Anlasser wird mit Spannung versorgt,
sobald die UCH (Zentralelektronik) dies autorisiert und
bis zum Empfang der Information "laufender Motor".
Wenn der Motor nicht startet, wird die
Spannungsversorgung des Anlassers nach einer
Verzögerung in Abhängigkeit von der
Kühlflüssigkeitstemperatur unterbrochen.

ANMERKUNG: Bestimmte Ausfälle des Fahrzeugs,


die durch das RENAULT Kartenlesegerät, die
Kupplungspedalgeber bzw. Geber für Leerlaufposition
(Modell mit Automatikgetriebe) verursacht werden,
können die Bedingungen für das Anlassen des Motors
verändern. In diesem Fall wird der Anlasser durch
ständigen Druck auf die Start-/Stop-Taste mit
Spannung versorgt.

87-32
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem
Elektrische Kennungssystem: Elektrische
Lenksäulenverriegelung

Die Lenksäulenverriegelung befindet sich im unteren FUNKTION


Ende der Lenksäule. Sie wird von der UCH
(Zentralelektronik) gesteuert. Die Lenkung entriegelt sich, wenn die RENAULT
Chipkarte vollständig in das Kartenlesegerät
Diese Verriegelung ist durch die UCH eingeschoben ist und der Transponder von der UCH
(Zentralelektronik) codiert und kann nicht gelöscht (Zentralelektronik) erkannt wird.
werden (siehe Kapitel 82). Die Lenkung verriegelt sich, wenn die RENAULT
Chipkarte vollständig aus dem Kartenlesegerät
entfernt und der Motor abgestellt wird, und wenn die
WICHTIG: Eine defekte oder abgeklemmte
Fahrgeschwindigkeit gleich Null ist.
Lenksäulenverriegelung verhindert das
Anlassen des Motors.
HINWEIS: Wenn die UCH die Information "Aufprall"
vom Airbag-Steuergerät empfängt, bleibt die
Lenksäule entriegelt. Die normale Funktionsweise der
Lenksäulenverriegelung wird bei der nächsten
Inbetriebnahme wieder hergestellt.

HINWEISE:
● Wenn sich die Vorrichtung beim Einlegen der
Schlüsselkarte in das Kartenlesegerät nicht
entriegelt, leuchtet die rote Kontrolllampe
Wegfahrsperre weiterhin, das geschaltete Plus wird
jedoch nicht freigegeben.
● In Abhängigkeit der internen Störungen der
Verriegelung können die Kontrolllampen "STOP" und
"SERVICE" aufleuchten. Das Lenkrad bleibt
entriegelt.

18541

87-33
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Öffnungssensoren

Für die Funktion "schlüsselloser Einstieg" der Was das Öffnen des Gepäckraums betrifft, so wird der
RENAULT Chipkarte sind alle Türgriffe mit einem Sensor durch einen Schalter ersetzt, der in den
Infrarot-Sensor ausgestattet. Dieser Sensor ermöglicht elektrischen Türgriff integriert ist.
die Sensierung der Hand des Kunden und die Abfrage
schlüsselloser Einstieg. Hinweis: Zum Ausbau des Türgriffs, siehe das Kapitel
Karosserie. Für die Belegungen der Anschlüsse des
Gepäckraumtürgriffs, siehe Kapitel 84.

18993 TÜRGRIFF

Der Sensor, der sich unter dem Türgriff befindet, ist mit
einem Reflektor und einem Anwesenheitssensor zur
Sensierung der Hand des Kunden ausgestattet.

Nach längerem Stillstand des Fahrzeugs wird der


Öffnungssensor über ein Relais mit einem
Bewegungssensor für den Türgriff verbunden.

Hinweis: Zum Ausbau des Türgriffs, siehe das Kapitel


Karosserie. Für die Belegungen der Anschlüsse der
Öffnungssensoren und der Türgriffe, siehe Kapitel 84.

87-34
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
FahrzeugAntenne
mit schlüssellosem Kennungssystem:
für schlüssellosen Einstieg

Für den Modus schlüsselloser Einstieg sind die ● eine Antenne im hinteren Stoßfänger für das
Fahrzeuge mit zwei spezifischen Antennen Fahrzeugheck, und um das Öffnen des
ausgestattet, die folgendermaßen eingebaut sind: Gepäckraums zu ermöglichen.
● eine Antenne für schlüssellosen Einstieg im Dach,

ACHTUNG: Der Empfangsbereich einer Antenne für


schlüssellosen Einstieg ist nicht festgelegt! Er
verändert sich ständig in Abhängigkeit der
Gegenstände, die sich in der Nähe des Fahrzeugs
befinden sowie in Abhängigkeit der klimatischen
Bedingungen.

18827 DACHANTENNE

Zum Austausch der Dachantenne muss die


Innenverkleidung ausgebaut werden.
Die Antenne wieder an ihrem Platz ankleben, dabei die
Durchführung und den Anschluss der Verkabelung
beachten (siehe das Kapitel "Karosserie").

87-35
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem
Erneute Zuweisung der Kennungssystem: Erneute
RENAULT Chipkarte

Austausch, erneute Zuweisung oder Hinzukommen einer oder mehrerer RENAULT Chipkarten

WICHTIG: Nur die bei diesem Einlesen vorhandenen RENAULT Chipkarten sind funktionsbereit. Damit sie dem
Fahrzeug zugeordnet werden können, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
● entweder wurden sie bereits am Fahrzeug codiert,
● oder sie sind neu (nicht codiert).

Mit Hilfe des Prüfgeräts ● Wenn eine Überprüfung der Chipkarte erforderlich
ist, erscheint am Prüfgerät die Meldung "Bitte
● in Kommunikation mit der "Wegfahrsperre" treten Chipkarte vollständig in das Kartenlesegerät
(UCH (Zentralelektronik)). einschieben". Daraufhin eine RENAULT Chipkarte
bis zum Einschalten der Zündung einschieben:
● Wenn die Zuweisung nicht möglich ist, erscheint
● Im Menü "Steuerung", "Spezifische Steuerung" die Meldung "Bitte den Kundendienst-Code
die Leitung "SC001 Einlesen der Karten" prüfen und sicherstellen, dass die Chipkarte
bestätigen. zum Fahrzeug gehört". Eine andere Karte
einlegen.
● Das Prüfgerät zeigt an: "Geben Sie den Rep.-Code ● Wenn die Chipkarte konform ist, erscheint die
ein" RENAULT Chipkarte nicht im Kartenlesegerät Meldung "Bitte Chipkarte aus dem
vorhanden, den hexadezimalen Code eingeben und Kartenlesegerät entnehmen".
ihn bestätigen.
● Wenn eine Karte im Kartenlesegerät vorhanden ● Am Prüfgerät erscheint die Meldung "Bitte
ist, erscheint die Anzeige "Karte aus dem Chipkarte vollständig in das Kartenlesegerät
Kartenlesegerät entfernen". einschieben". Danach eine RENAULT Chipkarte
● Wenn der Code erneut nicht korrekt gelesen wird, vollständig in das Kartenlesegerät einschieben.
erscheint auf dem Display "den Kundendienst- ● Wenn die RENAULT Chipkarte nicht akzeptiert
Code überprüfen und sicherstellen, dass die wird, leuchtet die rote Kontrolllampe nicht auf.
Karte dem entsprechenden Fahrzeug ● Wenn die Chipkarte akzeptiert wird, blinkt die rote
zugeordnet ist". Den Code überprüfen, Kontrolllampe schnell, und am Prüfgerät
anschließend die Erfassung erneut durchführen. erscheinen die Meldungen "1 Chipkarte codiert"
● Wenn die UCH (Zentralelektronik) uncodiert ist, und danach "Bitte Chipkarte aus dem
zeigt das Prüfgerät an: "Eine für das Fahrzeug Kartenlesegerät entnehmen".
funktionsfähige Chipkarte einlegen" (siehe
Kapitel 83). ● Am Prüfgerät erscheint die Meldung "Bitte
Chipkarte vollständig in das Kartenlesegerät
ACHTUNG: Die maximale Zeitdauer zwischen zwei einschieben". Danach eine zweite RENAULT
Arbeitsschritten beträgt 5 Minuten. Bei Überschreitung Chipkarte vollständig in das Kartenlesegerät
dieser Zeitdauer erscheint am Prüfgerät die Meldung einschieben.
"Prozess abgebrochen. Achtung: Es sind nur die
Chipkarten dem Fahrzeug zugeordnet, die bereits HINWEIS: Wenn zweimal diesselbe RENAULT
vor Beginn dieses Vorgangs codiert wurden! Dem Chipkarte eingelegt wird, wird dies vom System
Fahrzeug können nur die bereits vor dem Abbruch nicht berücksichtigt, die Kontrolllampe
dieses Vorgangs codierten Chipkarten zugeordnet Wegfahrsperre leuchtet nicht auf.
werden".

● Wenn der eingegebene Code in Ordnung ist und die


UCH (Zentralelektronik) bereits codiert wurde, kann
mit der erneuten Zuweisung begonnen werden; auf
dem Display erscheint die Anzeige "Möchten Sie die
Karten vor der Zuweisung zum Fahrzeug
überprüfen?".

87-36
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem
Erneute Zuweisung der Kennungssystem: Erneute
RENAULT Chipkarte

● Die zuzuordnende(n) RENAULT Chipkarte(n) des HINWEIS: Die erneute Zuweisung der RENAULT
Fahrzeugs einlegen (maximal 4). Es erscheint die Chipkarten kann während des Zuweisungsvorgangs
Meldung "2., 3. oder 4. Chipkarte codiert" und annulliert werden.
danach "Bitte Chipkarte aus dem Kartenlesegerät
entnehmen".

ACHTUNG: Es muss sich dabei um alte RENAULT


Chipkarten des Fahrzeugs oder um neue uncodierte
RENAULT Chipkarten handeln!

HINWEIS: Das Fahrzeug kann nur eine einzige


RENAULT Chipkarte mit der Funktion schlüsselloser
Einstieg akzeptieren. Wird dem Fahrzeug eine
zweite Chipkarte zugeordnet, so funktioniert sie wie
eine einfache RENAULT Chipkarte.

WICHTIG: Falls nicht alle RENAULT Chipkarten


verfügbar sind, muss eine erneute Zuweisung aller
Karten durchgeführt werden.

87-37
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem:
verminderte Funktion verminderte

Normale Funktion Ursache Symptome Abhilfe

● Verriegelung im Modus
"schlüsselloser Einstieg"
unmöglich: den Knopf Schließen
Akku schwach der Fernbedienung betätigen.
● Entriegelung im Modus
"schlüsselloser Einstieg"
funktioniert normal.

● Verriegelung im Modus
"schlüsselloser Einstieg"
Die Zündung einschalten,
RENAULT Chipkarte unmöglich: den Knopf Schließen
um den Akku aufzuladen
15 Minuten im der Fernbedienung betätigen.
oder den Befehl des
Lesegerät gelassen. ● Entriegelung im Modus
Funktion Prüfgeräts ausführen.
"schlüsselloser Einstieg"
"schlüsselloser funktioniert normal.
Einstieg" (Ver-
und Entriegelung)

Modus "schlüsselloser Einstieg"


Akku entladen
vollständig inaktiv

Betätigung der Fernbedienung


Batterie entladen ("schlüsselloser Einstieg" und Austausch der Batterie.
einfach) unmöglich

87-38
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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem: Schaltplan

87-39
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrzeug mit schlüssellosem Kennungssystem: Schaltplan

120 Einspritz-Steuergerät
247 Instrumententafel
645 Zentralelektronik Fahrgastraum
675 Kupplungspedalschalter
721 ABS-Steuergerät
756 Airbag-Steuergerät
886 Antennen "schlüsselloser Einstieg"
967 Signalhorn
1016 Sicherungskasten/Stromverteilerplatte
1087 Start-/Stop-Taste
1082 RENAULT Kartenlesegerät
1083 → 1086 Infrarot-Sensoren
1088 Elektrische Lenksäulenverriegelung
1109 Sensor für Leerlaufstellung des Getriebes

87-40
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrische Fensterheber

Allgemeines
Je nach Modell können die Fahrzeuge mit drei Typen von elektrischen Fensterhebern
ausgestattet sein:
● einfache elektrische Fensterheber (außer an der Fahrertür),
● elektrische Fensterheber mit Impulsfunktion und Einklemmschutz nur an der
Fahrertür oder an allen Türen,
● elektrische Fensterheber mit Impulsfunktion mit Multiplexverbindung.

HINWEIS: Die Funktion Impulsschaltung geht immer mit der Funktion Einklemmschutz
einher. Wenn sich beim Anheben des Fensters im Endbereich ein Hindernis befindet,
wird das Anheben gestoppt und anschließend das Fenster um ca. 5 Zentimeter gesenkt.
Dieses Hindernis wird durch Messen des vom Motor verbrauchten Stroms festgestellt,
während die Position des Fensters von einem Hall-Sensor gemessen wird, der sich im
Motor befindet. Dieser Einklemmschutz wird in Abhängigkeit von der Batteriespannung
und der Fahrgeschwindigkeit korrigiert.

● einfache elektrische Fensterheber (außer an der Fahrertür)


Dieses herkömmliche System ermöglicht das Öffnen und Schließen über einen
einfachen Schalter.
● elektrische Fensterheber mit Impulsfunktion und Einklemmschutz
In diesem Fall handelt es sich um Wippschalter. Das Stoppen des Fensters erfolgt
über das Erkennen des oberen bzw. unteren Anschlags, über eine andere Steuerung
oder nach einer Verzögerung von 10 Sekunden.
Diese Ausführung ermöglicht das Schließen der Fenster beim Verriegeln der Türen
durch einen langen Druck auf die RENAULT Chipkarte. Die Motoren für das
automatische Schließen werden zeitlich versetzt angesteuert. Diese Funktion ist für
die Prüfgeräte konfigurierbar.
● elektrische Fensterheber mit Impulsfunktion und Einklemmschutz mit
Multiplexverbindung
Diese Ausführung ermöglicht das Speichern der Position der Außenspiegel. Die
Information wird in einer elektronischen Einheit des Fensterhebers (der jeweiligen
Seite) gespeichert und an die Rückspiegel weitergegeben (siehe das Kapitel
"Fahrer-Positionsspeicher").

87-41
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrische Fensterheber

● einfache elektrische Fensterheber (außer an der Fahrertür),

Schaltplan

19243

87-42
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrische Fensterheber

Bauteile

A Motor des Fensterhebers mit Impulsfunktion vorne Fahrerseite


B Motor einfacher Fensterheber vorne Beifahrerseite
C Motor einfacher Fensterheber hinten links
D Motor einfacher Fensterheber hinten rechts
E Zentralelektronik Fahrgastraum
F Steuerung elektrische Fensterheber Fahrerseite
G Steuerung elektrische Fensterheber Beifahrerseite
H Steuerung elektrische Fensterheber hinten
I Sperre Fensterheber hinten

87-43
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrische Fensterheber

● elektrische Fensterheber mit Impulsfunktion und Einklemmschutz nur an der Fahrertür oder
an allen Türen,

Schaltplan

19244

87-44
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrische Fensterheber

Bauteile

A Motor des Fensterhebers mit Impulsfunktion vorne Fahrerseite


B Motor des Fensterhebers mit Impulsfunktion vorne Beifahrerseite
C Motor des Fensterhebers mit Impulsfunktion hinten links
D Motor des Fensterhebers mit Impulsfunktion hinten rechts
E Zentralelektronik Fahrgastraum
F Steuerung elektrische Fensterheber Fahrerseite
G Steuerung elektrische Fensterheber Beifahrerseite
H Steuerung elektrische Fensterheber hinten
I Sperre Fensterheber hinten

87-45
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrische Fensterheber

● elektrische Fensterheber mit Impulsfunktion mit Multiplexverbindung.

Schaltplan

19245

87-46
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrische Fensterheber

Bauteile

A Motor des Fensterhebers mit Impulsfunktion mit Multiplexverbindung vorne


Fahrerseite
B Motor des Fensterhebers mit Impulsfunktion mit Multiplexverbindung vorne
Beifahrerseite
C Motor des Fensterhebers mit Impulsfunktion hinten links
D Motor des Fensterhebers mit Impulsfunktion hinten rechts
E Zentralelektronik Fahrgastraum
F Steuerung elektrische Fensterheber Fahrerseite
G Steuerung elektrische Fensterheber Beifahrerseite
H Steuerung Fensterheber hinten
I Sperre Fensterheber hinten
J Steuerung Rückspiegel
K Rückspiegel

87-47
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrische Fensterheber

AUSTAUSCH AUSBAU DES MECHANISMUS DES


ELEKTRISCHEN FENSTERHEBERS VORNE
Der Motor kann nicht alleine ausgetauscht werden.
Sein Austausch erfordert den Austausch des Der Ausbau des Mechanismus des elektrischen
kompletten Mechanismus. Fensterhebers erfordert den Ausbau der
Innenverkleidung der Tür (siehe das Kapitel
Die Vorgehensweise ist bei allen Motormodellen für Karosserie).
elektrische Fensterheber identisch.

WICHTIG: Im Falle des Austauschs des Motors des


elektrischen Fensterhebers mit Impulsfunktion muss
dieser unbedingt initialisiert werden. Ein nicht
initialisierter Motor funktioniert in Schritten von ca.
5 Zentimetern (siehe Kapitel Initialisierung).

90506010

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrische Fensterheber

EINBAU

In umgekehrter Ausbaureihenfolge vorgehen.

Den Motor des Fensterhebers mit Impulsfunktion


initialisieren (siehe das Kapitel "Initialisierung").

HINWEIS: Damit die Motoren bei der Verriegelung der


Türen mittels RENAULT Chipkarte automatisch
funktionieren, müssen sie vorher unbedingt initialisiert
werden
(siehe Kapitel "Initialisierung") und die UCH
(Zentralelektronik) muss konfiguriert sein.

18595

● Die zwei Halteklammern des Fensters entfernen, das


Fenster von den Führungsschienen lösen,
● Das Fenster manuell schließen und es mit
Klebeband fixieren,
● Die fünf Befestigungsschrauben des Mechanismus
entfernen,

18694

● Den Stecker abklemmen.


● Den Fensterheber über die untere Aussparung im
Türkasten ausbauen.

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrische Fensterheber

AUSBAU DES MOTORS DES ELEKTRISCHEN Das Fenster manuell schließen


FENSTERHEBERS HINTEN
und es mit Klebeband fixieren.

Die drei Befestigungsschrauben des Mechanismus


entfernen.

90507510

Der Ausbau des Mechanismus des elektrischen


Fensterhebers erfordert den Ausbau der
Innenverkleidung.
18692

Den Stecker abziehen.

Den Fensterheber über die untere Aussparung im


Türkasten ausbauen.

18596

Die Halteklammer des Fensters entfernen.

Das Fenster von den Führungsschienen lösen.

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrische Fensterheber

EINBAU ANSCHLÜSSE

In umgekehrter Ausbaureihenfolge vorgehen. ● Motor einfache elektrische Fensterheber

Den Motor des Fensterhebers mit Impulsfunktion


initialisieren (siehe das Kapitel "Initialisierung"). Anschluss Bezeichnung

1 Steuerung Heben
HINWEIS: Damit die Motoren bei der Verriegelung der
Türen mittels RENAULT Chipkarte automatisch 2 Steuerung Senken
funktionieren, müssen sie vorher unbedingt initialisiert
werden. (siehe Kapitel "Initialisierung") und die UCH
(Zentralelektronik) muss konfiguriert sein. ● Motor elektrische Fensterheber mit
Einklemmschutz

INITIALISIERUNG DES MOTORS


Anschluss Bezeichnung
Dieser Arbeitsschritt ist nach jeder Unterbrechung der
Spannungsversorgung durchzuführen (Störung oder 1 Steuerung Heben
Ausbau der Batterie). 2 Steuerung Senken

● Bei eingeschalteter Zündung 3 Masse


● das Fenster bis zum unteren Anschlag öffnen, 4 Spannungsversorgung Batterie
● den Schalter einige Sekunden lang gedrückt halten,
● das Fenster bis zum oberen Anschlag schließen, 5 Nicht belegt
● den Schalter einige Sekunden lang gedrückt halten,
6 Verbindung UCH (Zentralelektronik)
● der Motor ist initialisiert; den Vorgang für alle Fenster
mit Impulsschalter Fensterheber wiederholen.

ANMERKUNG: Wenn ein Motor nicht initialisiert ist,


funktioniert er in Schritten von 5 Zentimetern.

87-51
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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrische Fensterheber

● Motor elektrische Fensterheber mit Einklemmschutz mit Multiplexverbindung

Der Motor der elektrischen Fensterheber mit Multiplexverbindung Beifahrerseite beinhaltet ein Steuergerät zum
Ansteuern der Speicherfunktionen der Rückspiegel (siehe das Kapitel: "Fahrer-Positionsspeicher").

Anschluss Bezeichnung

1 Steuerung Motor links/rechts des Rückspiegels (Anschluss 2A)


2 Gemeinsame Leitung Motoren des Rückspiegels (Anschlüsse 2C/3C)
3 Senken Fenster Beifahrerseite
4 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 6)
5 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 3)
6 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 8)
7 Signal Potentiometer des Motors auf/ab des Rückspiegels Fahrerseite
(Anschluss 2 D)
8 Heben Fenster Beifahrerseite
9 Nicht belegt
10 Stromversorgung
11 Steuerung Motor auf/ab des Rückspiegels (Anschluss 2B)
12 Ansteuerung Motor zum Einklappen der Rückspiegel (Anschluss 3B)
13 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 7)
14 Senken Fenster Fahrerseite
15 Nicht belegt
16 Gemeinsame Leitung Potentiometer der Rückspiegel (Anschluss 2F)
17 Masse
18 Nicht belegt
19 Multiplexverbindung zwischen den Rückspiegeln (spezifisch für die
Funktion Fahrer-Positionsspeicher)
20 Masse
21 Gemeinsame Leitung Potentiometer der Rückspiegel (Anschluss 2G)
22 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 9)
23 Heben Fenster Fahrerseite
24 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 5)
25 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 1)
26 Steuerung Motor auf/ab des Rückspiegels (Anschluss 2E)
27 Verbindung UCH (Zentralelektronik) (Signal Schließen oder
Sitzpositionsspeicher)
28 Nicht belegt
29 Multiplexverbindung zwischen den Rückspiegeln
30 Nicht belegt

87-52
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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrisches Schiebedach

ALLGEMEINES FUNKTIONSPRINZIP

Das elektrische Schiebedach verfügt über zwei Die Funktion des Schiebedachs wird über den
Einstellungen, die vom gleichen Motor gesteuert Schalter gesteuert.
werden: Es handelt sich um ein Hub-Schiebedach mit
3 vertikalen und 6 waagrechten Raststellungen.

Das elektrische Schiebedach verfügt über eine


Funktion Einklemmschutz, die in Abhängigkeit von der
Fahrgeschwindigkeit reguliert wird.

ACHTUNG: Der Modus Einklemmschutz ist nur


funktionstüchtig, wenn das Schiebedach korrekt
initialisiert wurde!

HINWEIS: Das Schließen des Dachfensters (Hub-


oder Schiebedach) kann durch einen langen Druck
(ca. 2 Sekunden) auf den Knopf Schließen der
RENAULT Chipkarte gesteuert werden. Dieses Signal
wird von der UCH (Zentralelektronik) gelesen (siehe
Kapitel 87), wenn diese korrekt konfiguriert wurde.

In diesem Fall bleibt der Schalter auf Öffnungsposition;


einmal auf den Schalter drücken, um die
Öffnungsposition wieder zu erhalten.
18875

WICHTIG: Im Falle eines Defekts des


Schiebedachmotors kann er an Stelle (C) manuell mit Hebebereich (3 Raststellungen)
Hilfe eines Inbusschlüssels bewegt werden. Schiebebereich (6 Raststellungen)

Der Schiebedachmotor muss die Freigabe von der


UCH (Zentralelektronik) erhalten, um zu funktionieren:
● Signal 0 Volt: Freigabe zur Bewegung des
Schiebedachs (Öffnen oder Schließen)
● Signal +12 Volt: keine Freigabe zur Bewegung des
Schiebedachs
● Signal Öffnungsverhältnis: automatisches Schließen
des Schiebedaches durch langen Druckimpuls auf
die Fernbedienung.

18872

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrisches Schiebedach

Einklemmschutz INITIALISIERUNG

Das Erkennen eines Hindernisses basiert auf der Im Falle des Abklemmens der Batterie, einer
Analyse der Drehgeschwindigkeit des Motors. Das elektrischen Störung oder von Arbeiten am
Auftreffen auf ein Hindernis führt zu starken Schiebedach, funktioniert das System nur im
Geschwindigkeitsschwankungen. manuellen Modus mit ruckartigen Bewegungen.

Zwei mit dem Motor verbundene Hall-Sensoren Zur Durchführung der Initialisierung:
erzeugen periodische Signale. Die Geschwindigkeit ● den Schalter des Schiebedachs auf maximalen Hub
kann so mit einer Genauigkeit von einer halben stellen,
Umdrehung bestimmt werden. ● den Schalter lange gedrückt halten. Nach zwei
Sekunden hebt sich das Schiebedach bis zur
Während der Initialisierungsphase wird eine Maximalhöhe im schrittweisen Modus, und senkt
Geschwindigkeitskurve vom in den Motor integrierten sich anschließend wieder um einige Zentimeter.
Steuergerät gespeichert. ● Den Schalter loslassen.
● Innerhalb von fünf Sekunden erneut auf den Schalter
Für die Funktion Einklemmschutz vergleicht das drücken.
Steuergerät die tatsächliche Geschwindigkeit mit der ● Den Schalter gedrückt halten, das Dachfenster öffnet
gespeicherten Geschwindigkeit. und schließt sich in der Position Schiebedach.
● Der Motor ist initialisiert.
In Abhängigkeit von den ermittelten Abweichungen löst ● Den Schalter auf "Halt" stellen.
das System den Modus Einklemmschutz aus.

WICHTIG: Die Funktion Einklemmschutz wird nur ANMERKUNG: Bei der Initialisierung dürfen zwischen
aktiviert, wenn das System korrekt initialisiert wurde. zwei Betätigungen nicht mehr als fünf Sekunden
vergehen, andernfalls führt die Elektronik einen neuen
HINWEIS: Der Einklemmschutz kann vorübergehend Initialisierungszyklus durch.
außer Funktion gesetzt werden, um eine Verkantung
(z.B. Verformung oder Fremdkörper in der
Führungsschiene) zu überwinden. Hierzu den Druck
solange aufrecht erhalten, bis sich das Schiebedach
im schrittweisen Modus schließt. Beim Loslassen des
Schalters wird der Einklemmschutz wieder aktiviert.

87-54
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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrisches Schiebedach

AUSBAU DES MOTORS Lösen:


– die Halterung des Steckers,
Ausbauen bzw. entfernen: – den Motor des Schiebedachs.
– den Schalter des Schiebedachs und seinen Stecker,
– die Dachkonsole und ihren Stecker.
BESONDERHEIT BEIM AUSBAU

Nach dem Wiedereinbau des Motors muss unbedingt


eine Initialisierung des Systems vorgenommen
werden.

ANMERKUNG: Die Motoren des Schiebedachs sind


an den Modellen Limousine und Grandtour
verschieden.

18871 AUSGEBAUTE SCHALTER

Den Stecker (1) aus seiner Halterung lösen,


anschließend den Stecker vom Schiebedachmotor
abklemmen.

BEFESTIGUNGSSCHRAUBEN
18872 BILD OHNE DACHVERKLEIDUNG,
DES MOTORS
HALTERUNG
ZEIGT
UND DIE

Die Befestigungsschrauben (2) entfernen.

87-55
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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Elektrisches Schiebedach

Belegung des Steckers des Motors Belegung des Steckers des Schalters

18936 18937

Anschluss Bezeichnung An- An- An- An-


POSITION DES schlüs- schlüs- schlüs- schlüs-
1 Schalter Schiebedach (Anschluss A3 SCHALTERS se 1 se 1 se 1 se 1
und 6 und 5 und 3 und 2
des Schalters)
Schiebe-
2 Schalter Schiebedach 0 0 0 1
Raststellung 6
(Anschluss B1)
Schiebe-
0 0 1 1
3 Schalter Schiebedach Raststellung 5
(Anschluss B2) Schiebe-
0 0 1 0
Raststellung 4
4 Schalter Schiebedach
(Anschluss B3) Schiebe-
0 1 1 0
Raststellung 3
5 Schalter Schiebedach
Schiebe-
(Anschluss A1) Raststellung 2
0 1 1 1

6 Nicht belegt Schiebe-


0 1 0 1
Raststellung 1
7 Stromversorgung
geschlossen 0 1 0 0
8 Signal Fahrgeschwindigkeit
Heben 1 1 1 0 0
9 Signal zur Freigabe des zentralen
Heben 2 1 1 0 1
Schließens und Öffnens
Heben 3 1 1 1 0
10 Masse
gedrückt 0 0 0 0

ANMERKUNG: Die Informationen HINWEIS: 0 = Stromkreis geschlossen


"Fahrgeschwindigkeit" und "automatischer 1 = Stromkreis unterbrochen
Schließmechanismus" stammen von der UCH
(Zentralelektronik).

87-56
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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrer-Positionsspeicher

Allgemeines ZUR ERINNERUNG: Zum Speichern einer


Sitzposition müssen, bei anliegendem + Zubehör, die
Dieses System besteht aus einem Fahrersitz und drei Achsen des Sitzes und die zwei Achsen der
Rückspiegeln mit Positionsspeicher. Der Beifahrersitz Rückspiegel über die Bedieneinheit eingestellt
hat eine elektrische Steuerung ohne werden. Anschließend die Taste "Speichern" drücken
Positionsspeicher. (lang), um die Positionen zu speichern. Diese werden
in Abhängigkeit von der im Kartenlesegerät
Der Benutzer des Fahrzeugs hat zwei Möglichkeiten: vorhandenen RENAULT- Chipkarte gespeichert. Das
● Nach Wunsch die Position des Fahrersitzes und der Speichern wird durch ein Tonsignal, das von der
Rückspiegel einstellen. Dies wird "manueller" Instrumententafel gegeben wird, bestätigt.
Modus genannt.
● Die Position des Fahrersitzes und der Rückspiegel HINWEIS: Die Bedieneinheit zur Kontrolle des Sitzes
durch einen einzigen Handgriff einstellen oder hat keine Ein/Aus-Taste.
abrufen. Dies wird "automatischer" Modus
genannt. Beschreibung

Drei elektronische Steuergeräte steuern permanent ● UCH (Zentralelektronik) (1)


die Position der einstellbaren Bauteile, analysieren die ● elektronisches Steuergerät des Sitzes (2)
Fahrerwünsche und steuern die Motoren: ● Bedieneinheit (3) des Sitzes
● des Fahrersitzes (elektronisches Steuergerät unter ● Fahrzeugtürmodule (4)
dem Fahrersitz verbaut)
● der Rückspiegel (elektronisches Steuergerät in
jeden Fensterhebermotor mit Impulsfunktion mit
Multiplexverbindung integriert).

Schaltplan

DI8700

87-57
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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrer-Positionsspeicher

● Die UCH (Zentralelektronik): Bei jeder Ansteuerung zum Schließen der


Türen über die Funk-Fernbedienungen und bei jedem Anlegen des +
Zubehör, prüft die UCH (Zentralelektronik) die Nummer der RENAULT
Chipkarte.
Beim Öffnen der Fahrertür sendet sie diese Kartennummer über eine
herkömmliche Kabelverbindung, um die gesuchte Einstellung zu
bestimmen.

● Das elektronische Steuergerät des Sitzes befindet sich unter dem


Fahrersitz (an den vorderen Teil des Fahrgestells gesteckt).
Gemäß der Art der Ansteuerung ist das elektronische Steuergerät:
– im Stand-by-Modus (inaktiv)
– eingeschaltet (aktiv)

Es wechselt vom Stand-by-Modus in den eingeschalteten Zustand durch das


Erkennen folgender Informationen:
– das Anlegen des + Zubehör,
– die Information Öffnen der Fahrertür,
– den Empfang des Signals der Fernbedienung einer RENAULT Chipkarte.

Es wechselt ca. 40 Minuten nach dem Ausschalten der Zündung wieder in den
Stand-by-Modus, wenn die Fahrertür nicht geöffnet wird. In diesem Fall
wechselt das Steuergerät sofort in den Stand-by-Modus.

Zum Ausbau des elektronischen Steuergeräts muss der Sitz nicht ausgebaut
werden.

● Die Fahrzeugtürmodule ermöglichen das Speichern von Informationen


über die Positionen der Rückspiegel. Für die Funktion Fahrer-
Positionsspeicher müssen die zwei Fensterhebermotoren mit Steuergeräten
ausgestattet sein.

ANMERKUNG: Ein spezifisches Multiplex-Datennetz für den Fahrer-


Positionsspeicher ermöglicht einen Informationsaustausch zwischen den zwei
Modulen der Vordertüren.

87-58
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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrer-Positionsspeicher

● Der Sitz besteht aus drei Motoren (für drei Einstellungen):


– Längsbewegung (Gleitschienen) (1),
– hinten hochstellbares Sitzkissen (2),
– Rückenlehnenverstellung (3).

Zu jedem Motor gehört ein Schlauch mit Betätigungen zur Ausführung der
jeweiligen Bewegungen. Die Motoren beinhalten Positionsgeber (einen pro
Einstellungsart).

Zum Ausbau der Motoren, siehe das Kapitel "Karosserie".

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrer-Positionsspeicher

● Die Bedieneinheit AUSBAU

Sie befindet sich an der Außenseite des Fahrersitzes Die Bedieneinheit ist an der Schienenabdeckung
und beinhaltet: durch drei Metallklammern (D) befestigt. Zum Ausbau
● einen Schalter "Sitzkissen" (A), der die der Bedieneinheit einzeln auf diese Klammern
Längsbewegungen und das Hochstellen des drücken; hierzu die Finger zwischen dem Sitzkissen
Sitzkissen ermöglicht, des Sitzes und der Schienenabdeckung durchführen.
● einen Schalter "Sitzlehne" (B), der die
Rückenlehnenverstellung ermöglicht,
● einer Taste "Speichern" (C), die das Speichern oder
Abrufen der Fahrerposition ermöglicht (Fahrersitz
und Außenspiegel).

Den Stecker abklemmen und aus der Arretierung


lösen.

18628

Diese Taste wird folgendermaßen verwendet:


– Langes Drücken (2 Sekunden) zum Speichern der
Fahrerposition. Ein dunkler Summton bestätigt das
Speichern.
– Durch einen Druckimpuls zum Abrufen der
Einstellung der Fahrerposition.

HINWEIS: Ein Druck auf die Taste während des


Positionsabrufs stoppt die Bewegung des Sitzes und
der Rückspiegel.

HINWEISE:
– Die Positionen können während der Fahrt nicht
abgerufen werden.
– Werden die gespeicherten Positionen bei
eingeklappten Rückspiegeln abgerufen, so erfolgen
die Motorbewegungen erst, nachdem die Spiegel
wieder korrekt eingestellt sind.

87-60
87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrer-Positionsspeicher

ANSCHLUSS ● Bedieneinheit Beifahrerseite

● Bedieneinheit mit Speicherfunktion (Fahrerseite)


Bezeichnung Anschluss

Neigung der Rückenlehne nach


A1
vorne
Neigung der Rückenlehne nach
A2
hinten
+ Zubehör A3
Verschieben des Sitzes nach
A4
hinten
Masse A5
Senken des Sitzkissens A6
Vorschieben des Sitzes B1
Hochstellen des Sitzkissens B6

STELLUNG BEDIENEINHEIT ANSCHLÜSSE

Vorschieben des Sitzkissens A1 und A3 HINWEIS: Die Bedieneinheit zur Einstellung des
Beifahrersitzes hat keine Taste "Speichern". Die
Hochstellen des Sitzkissens A1 und A4 Positionen werden nicht gespeichert.
Neigung der Rückenlehne nach
A1 und A5
vorne
Neigung der Rückenlehne nach
A6 und A5
hinten
Verschieben des Sitzkissens
A6 und A3
nach hinten
Senken des Sitzkissens A6 und A4
Speichern der Positionen B5 und B2

87-61
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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrer-Positionsspeicher

● Elektronisches Steuergerät Weißer Stecker

Anschluss Bezeichnung

A3 Verbindung Betätigung B1
(Speichern)
B1 Motor Gleitschiene
B2 Motor Höhenverstellung Fahrersitz
B3 Motor Rückenlehne
B5 Gemeinsame Leitung Motor

Grüner Stecker

Anschluss Bezeichnung
ANSCHLUSS
1 Masse der Geber
Schwarzer Stecker 2 Signal Geber Gleitschiene
3 Signal Geber Rückenlehne
Anschluss Bezeichnung
4 Signal Geber Höhenverstellung
A1 + APC
5 Nicht belegt
A5 Verbindung UCH (Zentralelektronik)
6 Stromversorgung Geber
A8 Verbindung UCH (Zentralelektronik)
7 Nicht belegt
B1 Stromversorgung
8 Verbindung Betätigung A6
B3 Masse Bedieneinheit
B4 Masse 9 Verbindung Betätigung A1
Bedieneinheit
B6 Stromversorgung
10 Verbindung Betätigung B5
Bedieneinheit
11 Nicht belegt
12 Verbindung Betätigung B2
Bedieneinheit
13 Verbindung Betätigung A4
Bedieneinheit
14 Verbindung Betätigung A3
Bedieneinheit
15 Verbindung Betätigung A5
Bedieneinheit

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrer-Positionsspeicher

● Fahrzeugtürmodule
HINWEIS: Für den Ausbau und die technischen Daten der
Fensterhebermotoren, siehe das Kapitel "Elektrische Fensterheber".

Anschluss Bezeichnung

1 Steuerung Motor links/rechts des Rückspiegels (Anschluss 2A)


2 Gemeinsame Leitung Motoren des Rückspiegels (Anschlüsse 2C/3C)
3 Senken Fenster Beifahrerseite
4 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 6)
5 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 3)
6 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 8)
7 Signal Potentiometer des Motors auf/ab des Rückspiegels Fahrerseite
(Anschluss 2 D)
8 Heben Fenster Beifahrerseite
9 Nicht belegt
10 Stromversorgung
11 Steuerung Motor auf/ab des Rückspiegels (Anschluss 2B)
12 Ansteuerung Motor zum Einklappen der Rückspiegel (Anschluss 3B)
13 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 7)
14 Senken Fenster Fahrerseite
15 Nicht belegt
16 Gemeinsame Leitung Potentiometer der Rückspiegel (Anschluss 2F)
17 Masse
18 Nicht belegt
19 Multiplexverbindung zwischen den Rückspiegeln (spezifisch für die
Funktion Fahrer-Positionsspeicher)
20 Masse
21 Gemeinsame Leitung Potentiometer der Rückspiegel (Anschluss 2G)
22 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 9)
23 Heben Fenster Fahrerseite
24 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 5)
25 Verbindung Betätigung der Außenspiegel (Fahrerseite Anschluss 1)
26 Steuerung Motor auf/ab des Rückspiegels (Anschluss 2E)
27 Verbindung UCH (Zentralelektronik) (Signal Schließen oder
Sitzpositionsspeicher)
28 Nicht belegt
29 Multiplexverbindung zwischen den Rückspiegeln
30 Nicht belegt

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Fahrer-Positionsspeicher

● Außenspiegel ANSCHLÜSSE (erweiterte Ausführung)

ZUR ERINNERUNG: Für den Ausbau der


Außenspiegel muss die Innenverkleidung der Türen Anschluss Bezeichnung
nicht ausgebaut werden. 1B Außenspiegelheizung
1C Außenspiegelheizung
1D Temperaturfühler (Beifahrerseite)
1E Temperaturfühler (Beifahrerseite)
1F Nicht belegt
1G Nicht belegt
2A Motor für waagrechte Einstellung
2B Motor für vertikale Einstellung
2C Gemeinsame Leitung Motor
2D Potentiometer für waagrechte
Position
2E Potentiometer für vertikale Position
2F Stromversorgung
2G Masse
18552-1
2H Nicht belegt
3B Motor zum Einklappen
3C Motor zum Einklappen
3D automatisch abblendender
Rückspiegel
3E automatisch abblendender
Rückspiegel
3F Nicht belegt
3G Nicht belegt

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Einparkhilfe

ALLGEMEINES

Einige Fahrzeuge sind mit einer Einparkhilfe ausgestattet, die den Fahrer beim Rückwärtsfahren informiert, wenn
sich ein Hindernis hinter dem Fahrzeug befindet (Pfosten, Anschlüsse, anderes Fahrzeug...)

FUNKTION

Das System besteht aus:


● vier Ultraschallsensoren, die in den hinteren Stoßfänger integriert sind,
● einem autonomen Steuergerät (mit Diagnosefunktion),
● einem Signalhorn.

Beim Einlegen des Rückwärtsgangs schaltet sich die Einparkhilfe automatisch ein (diese Aktivierung wird durch
einen kurzen Signalton angezeigt). Die Ultraschalldetektoren, die in den hinteren Stoßfänger eingebaut sind,
messen den Abstand zwischen dem Fahrzeug und einem möglichen Hindernis.

Die Frequenz des Signaltons variiert je nach Abstand: Der akustische Alarm schaltet sich ein, wenn sich ein
Hindernis ca. 150 Zentimeter vom Stoßfänger entfernt befindet, und geht bei ca. 25 Zentimeter Entfernung vom
Fahrzeug in einen kontinuierlichen Signalton über.

HINWEIS:
● Damit die Einparkhilfe korrekt funktioniert, sicherstellen, dass die Ultraschallsensoren sauber sind.
● Wenn das System eine Funktionsstörung registriert, ertönt ca. fünf Sekunden lang ein dunkler Summton.
● Bei schlechtem Wetter oder bei Verwendung eines Fahrradträgers ist die Sensierung unbeständig.

1. Sensoren
2. Steuergerät
3. Signalhorn

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87
RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Einparkhilfe

STEUERGERÄT EINBAU

AUSBAU Der Einbau des Steuergeräts weist keine


Besonderheiten auf.
Die Innenverkleidung des Gepäckraums auf der
rechten Seite ausbauen (siehe das Kapitel Nach dem Austausch des Steuergeräts muss das
Karosserie). neue Steuergerät unbedingt mit Hilfe der Prüfgeräte
konfiguriert werden.
Die Stecker des Steuergeräts abklemmen und die
Befestigungsschrauben entfernen. ● Mit Hilfe der Prüfgeräte NXR, Clip oder
Optima 5800:
● Das System "Einparkhilfe" auswählen und
bestätigen.
● Das Menü "Ansteuerung", "Systemkonfiguration"
auswählen und bestätigen.
● Den Fahrzeugtyp auswählen und bestätigen.
● Die korrekte Konfiguration über das Menü "Abrufen
der Konfiguration" prüfen.

87-66
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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Einparkhilfe

ANSCHLUSS STECKER 3 (12 Anschlüsse)

Anschluss Bezeichnung

1 Masse Sensor innen rechts


2 Signal Sensor innen rechts
3 Signal Sensor innen links
4 Signal Sensor außen rechts
5 Signal Sensor außen links
6 Stromversorgung Sensor innen rechts
7 Masse Sensor innen links
8 Masse Sensor außen rechts
9 Masse Sensor außen links
HINWEIS: Der Stecker (2) ist nicht belegt.
10 Stromversorgung Sensor innen links
11 Stromversorgung Sensor außen
STECKER 1 (16 Anschlüsse)
rechts

Anschluss Bezeichnung 12 Stromversorgung Sensor außen links

1 + APC
* Die Einparkhilfe kann beim Abschleppen eines
2 Signalhorn
Fahrzeugs deaktiviert werden. Hierzu an die Masse
3 Nicht belegt das Kabel des Anschlusses 5 des Steckers 1
anschließen, das System ist deaktiviert.
4 Nicht belegt
5 Deaktivierung * Die Deaktivierung des Systems kann ebenfalls mit Hilfe
des Prüfgeräts durchgeführt werden.
6 Information Rückwärtsgang (UCH
(Zentralelektronik)) HINWEIS: Die Information Fahrgeschwindigkeit ist
7 Nicht belegt nicht belegt.

8 Masse
9 Nicht belegt
10 Signalhorn
11 Information Fahrgeschwindigkeit
12 Verbindung Diagnose
13 Nicht belegt
14 Nicht belegt
15 Nicht belegt
16 Nicht belegt

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Einparkhilfe

SIGNALHORN Die Lautstärke und die Frequenz des Signalhorns


können mit den Prüfgeräten geändert bzw. deaktiviert
AUSBAU werden.

Die Innenverkleidung des Gepäckraums auf der linken ● Mit Hilfe der Prüfgeräte NXR, Clip oder
Seite ausbauen (siehe das Kapitel Karosserie). Optima 5800:
● Das System "Einparkhilfe" auswählen und
Den Stecker abziehen. bestätigen.
● Das Menü "Ansteuerung", "CF001: Lautstärke
Die Kunststoff-Befestigungsniete entfernen. Warnsummer" auswählen und bestätigen.
● "CF 006: Frequenz Warnsummer" auswählen und
bestätigen.
● Die korrekte Konfiguration über das Menü "Abrufen
der Konfiguration" prüfen.

EINBAU

Der Einbau des Signalhorns weist keine


Besonderheiten auf.

Die Kunststoffnieten durch herkömmliche


austauschen.

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Einparkhilfe

ULTRASCHALLSENSOREN Den Sensor aus seinem Sitz ziehen und darauf


achten, dass er nicht verkratzt wird.
Die Sensoren sind alle identisch, werden jedoch
unterschiedlich eingebaut:
● Besonderheiten der Limousine: Die Sensoren sind in EINBAU
die Schutzleiste des Stoßfängers integriert. Der
Stoßfänger hat zwei Teilenummern. Den Stift gegenüber seinem Sitz anbringen und den
● Besonderheiten des Modells Grandtour: Die Sensor bis zum Einrasten einschieben.
Sensoren sind in Halterungen gesteckt. Diese
Halterungen sind am Stoßfänger festgesteckt. Die
vier Halterungen unterscheiden sich und können
nicht untereinander ausgetauscht werden.

AUSBAU

ACHTUNG: Die Sensoren können zerbrechen!

Der äußere, metallische Teil des Sensors darf keinen


Erschütterungen durch Werkzeuge ausgesetzt
werden.

Den Stoßfänger und die Stosspuffer ausbauen.


PHOTO
Jeder Detektor wird in einem Sitz gehalten, der aus
zwei seitlichen Klammern und einem Stift zur ACHTUNG: Die Sensoren sind wärmeempfindlich
Positionierung besteht. (Temperatur über 80 ˚C)!

Die Klammern (A) öffnen und den Sensor


herausziehen.

19040 SENSOR MIT VERBAUTER AUFNAHME

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RELAIS/STROMVERTEILERPLATTE
Einparkhilfe

ANSCHLUSS

Anschluss Bezeichnung

1 Stromversorgung
2 Signal
3 Masse

87-70
188
88
ZUSATZSYSTEME
Multiplexverbindung

BESCHREIBUNG ● CAN Nachricht:


Die im Multiplex-Datennetz verschickte Nachricht wird
Da die Steuergeräte in modernen Fahrzeugen immer "Signal" genannt. Dieses besteht aus einer Folge von
leistungsfähiger werden, führen sie immer komplexere logischen (binären) Signalen 5 Felder.
Berechnungen durch. Hierzu müssen sie ⇒ Ein Arbitrierungsfeld (Arbitration Field), das den
Informationen entweder über einen Sensor oder ein oder die Zielgruppe(n) und die Zugangspriorität des
anderes Steuergerät erfassen. Signals zum Netz anzeigt.
⇒ Ein Kontrollfeld (Control Field).
Das Multiplex-Datennetz ermöglicht ihnen: ⇒ Ein Feld mit den übermittelten Daten.
● Informationen über ein Datennetz auszutauschen, ⇒ Ein Kontrollfeld (Control Field), das zur Sicherung
an das alle Steuergeräte angeschlossen sind, über der Übertragung beiträgt.
den sogenannten CAN-BUS. ⇒ Ein "Bestätigungsfeld", das anzeigt, dass das
● weniger Kabelstränge und Steckverbindungen zu Signal korrekt im Netz verbreitet wurde.
verwenden.
Sonderfälle:
Damit sie untereinander über das Multiplex-Datennetz – Wenn mehrere Steuergeräte gleichzeitig versuchen,
kommunizieren können, müssen die Steuergeräte ein Signal zu senden, so wird das Signal mit dem
"dieselbe Sprache sprechen" (CAN-Protokoll). höchsten Arbitrierungsfeld (Abritration Field)
RENAULT hat das Protokoll "CAN (MULTIPLEX- vorrangig durchgelassen. Die anderen
SYSTEM)" gewählt. Übertragungen (niedrigere Prioritätsstufe) erfolgen,
wenn die Übertragung des wichtigsten Signals
beendet ist. Jedes Steuergerät kann Signale senden
und empfangen.
● Das Protokoll CAN (MULTIPLEX-SYSTEM) – Wenn eine Meldung falsch ist oder von einem
Der Bus besteht aus zwei verdrillten Kabeln, die Steuergerät nicht korrekt empfangen wird, wird das
untereinander nicht ausgetauscht werden können und Bestätigungsfeld nicht bestätigt und die gesamte
CAN H und CAN L genannt werden. Mitteilung zurückgeschickt.
Die Information wird in Form von Rechtecksignalen (als
Differentialpaare) übermittelt, was eine bessere
elektromagnetische Störfestigkeit ermöglicht und die
Abstrahlung begrenzt. Die dort übermittelten Signale
sind genau entgegengesetzt: von 2,5 bis 3,5 Volt für die
Leitung CAN H und von 2,5 bis 1,5 Volt für die Leitung
CAN L.

Die Multiplexverbindung hat an jedem Ende eine


Impedanzanpassung von 120 Ohm:
– auf Seite der UCH (Zentralelektronik) ≈ 120 Ohm an
der Leitung CAN UCH (Zentralelektronik), (vom Netz
abgeklemmt).
– auf Seite des Einspritz-Steuergeräts ≈ 120 Ohm an
der Leitung CAN des Steuergeräts (vom Netz
abgeklemmt).

Zur Messung der Impedanz der Leitung und zur


Durchführung einer Überprüfung des Multiplex-
Datennetzes, siehe Kapitel "Instandsetzung des
Multiplex-Datennetzes".

88-1
88
ZUSATZSYSTEME
Multiplexverbindung

● Die Instandsetzung des Multiplex-Datennetzes ● Die verschiedenen Multiplexverbindungen an


den Fahrzeugen
Der Einbau der Multiplexverbindung in alle
betreffenden Steuergeräte wird durch eine Spleißstelle Je nach Ausstattungsniveau können mehrere
im Kabelstrang gewährleistet. Multiplex-Datennetze in den Fahrzeugen vorhanden
sein:
Die Diagnose dieser Leitungen besteht darin, ⇒ das Multiplex-Datennetz zur Kommunikation
Folgendes zu überprüfen: zwischen den Systemen (verbindet 10
● den Stromdurchgang Leitung für Leitung, Steuergeräte)
● die Isolierung gegen Masse und das Potential, ● Einspritzanlage
● die Impedanz der Leitung: ● Automatikgetriebe (je nach Ausführung)
≈ 60 Ohm zwischen CAN H und CAN L (bei ● Antiblockiersystem
abgeklemmter Batterie zwischen den Anschlüssen ● Zentralelektronik Fahrgastraum
6 und 14 des Diagnoseanschlusses), ● das Steuergerät der elektrischen
≈ 120 Ohm an der Leitung CAN UCH Lenksäulenverriegelung
(Zentralelektronik), auf Seite der UCH (vom Netz ● Airbag
abgeklemmt), ● Klimaanlage
≈ 120 Ohm an der Leitung CAN Zentralelektronik ● Instrumententafel
Motor, auf Seite des Steuergeräts (vom Netz ● Zentrale Kommunikationseinheit
abgeklemmt), ● Sprachsynthesizer
● Die Signale können mit einem Oszilloskop ⇒ Das funktionsspezifische Multiplex-Datennetz
visualisiert werden. (verbindet das Steuergerät des
● Die übrigen Diagnoseschritte können nur mit den Antiblockiersystems und den
Prüfgeräten durchgeführt werden (Prüfung der Lenkeinschlagwinkelgeber).
Aktoren, Messen der Parameter,...). ⇒ Das Multiplex-Datennetz für das
Navigationssystem.
⇒ Das Multiplex-Datennetz, verbunden mit der
● DIAGNOSE Sonderausstattung Fahrer-Positionsspeicher.

Steuergeräte mit Multiplexverbindung und


Diagnoseverbindung verfügen über eine Diagnose des
Multiplex-Datennetzes.

Jedes Steuergerät überwacht seine Sendekapazität


und den regelmäßigen Eingang der Mitteilungen, die
von anderen Steuergeräten kommen. Jede ermittelte
Störung führt zu einer oder mehreren im Multiplex-
Datennetz vorhandenen oder gespeicherten
Störung(en). Diese Störungen werden in einem allen
Steuergeräten gemeinsamen Format in einem Signal
zusammengefasst, das auf die Diagnose des
Multiplex-Datennetzes zugeschnitten ist.

Beim Kundendienst können diese Störungen mit den


Prüfgeräten visualisiert werden, so dass die defekte(n)
Verbindung(en) zwischen den Steuergeräten
identifiziert und daraus die Art und der Ort der Störung
ermittelt werden können.

Bei jedem Anschließen eines Prüfgeräts an einem


Fahrzeug wird vom Prüfgerät ein "Test des Multiplex-
Datennetzes" durchgeführt.

88-2
88
ZUSATZSYSTEME
Multiplexverbindung

● Anordnung der Steuergeräte im Fahrzeug

Bauteile

1. Steuergerät des Antiblockiersystems 11. Sprachsynthesizer


2. Einspritz-Steuergerät 12. Seitenaufprallsensoren
3. Batterie 13. Airbag-Steuergerät
4. Steuergerät des Automatikgetriebes (je nach 14. Instrumententafel
Ausführung) 15. Elektrische Lenksäulenverriegelung
5. RENAULT Kartenlesegerät 16. Zentralelektronik Fahrgastraum
6. Zentrale Kommunikationseinheit 17. Steuergerät der Gasentladungslampen
7. Bedieneinheit der Klimaanlage 18. Fahrer-Positionsspeicher
8. Radiogerät und Navigationssystem 19. Steuergerät der Einparkhilfe
9. Display an der Instrumententafel 20. CD-Wechsler
10. Motor des Fensterhebers mit Impulsfunktion
mit Multiplexverbindung

88-3
88
ZUSATZSYSTEME
Multiplexverbindung

● Anordnung der Steuergeräte im Fahrzeug

Bauteile

1. Steuergerät des Antiblockiersystems


2. Einspritz-Steuergerät
3. Steuergerät des Automatikgetriebes (je nach Ausführung)
4. Zentrale Kommunikationseinheit
5. Airbag-Steuergerät
6. Instrumententafel (je nach Ausführung)
7. UCH (Zentralelektronik)
8. Steuergerät der Gasentladungslampen
9. Steuergerät der Einparkhilfe

88-4
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

Diese Fahrzeuge sind mit einer Einheit zur passiven Sicherheit vom Typ PRS (Programmiertes
Rückhaltesystem) ausgestattet, die sich aus folgenden Teilen zusammensetzt:

– einem Frontairbag Fahrerseite mit einem adaptiven Airbag PRS,


– einem Frontairbag Beifahrerseite mit einem adaptiven Airbag PRS,
– Gurtstraffer vorne und hinten,
– spezifischen Sicherheitsgurten vorne mit programmiertem Rückhaltesystem PRS,
– einem elektronischen Steuergerät (75 Anschlüsse),
– zwei Aufprallsensoren in der mittleren Aufbausäule auf jeder Seite,
– Seitenairbags, die den Brustbereich der Insassen auf den Vordersitzen schützen,
– Windowairbags, die die Köpfe der Insassen auf den Vorder- und Rücksitzen schützen,
– Seitenairbags (je nach Ausführung), die den Brustbereich der Insassen auf den Rücksitzen schützen.

ACHTUNG:
Bei dieser Ausführung (Frontairbags PRS) werden die Sicherheitsgurte mit der Funktion
Airbag verbunden!
Das programmierte Rückhaltesystem der Gurte wird nicht auf die gleiche Weise kalibriert; es
hängt davon ab, ob diese gegenüber einem SRP-Airbag eingebaut werden müssen oder nicht
(unbedingt die Teilenummer jedes Teils vor dem Austausch prüfen).

An diesen Fahrzeugen ist es strengstens untersagt, PRS-Sicherheitsgurte dort einzubauen,


wo kein Airbag vorhanden ist oder den Airbag abzuklemmen.

ANMERKUNG: Einige Stecker sind mit einem Sicherungssystem der neuen Generation ausgestattet.
Vor dem Ausbau des Steckers muss die Verriegelung unbedingt aus der Arretierung gelöst werden,
und nach dem Einsetzen ist sicherzustellen, dass sie wieder korrekt angebracht wurde. Bei einem
Stecker, der nicht verriegelt ist, kann die Zündleitung nicht mit Strom versorgt werden.

88-5
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

ALLGEMEINES

Alle Wartungs- oder Reparaturmaßnahmen an den Airbag- und Gurtstraffersystemen müssen


von qualifiziertem Fachpersonal mit entsprechender Ausbildung vorgenommen werden.

Diese Sicherheitselemente sind Zusatzausstattungen.

Bei einem Frontalaufprall einer gewissen Stärke geschieht Folgendes:

● Die Sicherheitsgurte halten den Fahrer und die Beifahrer.


● Die Gurtstraffer (vorne und hinten) ziehen die Sicherheitsgurte fest, so dass diese gegen den Körper gedrückt
werden.
● Das programmierte Rückhaltesystem (PRS) begrenzt den Druck des Sicherheitsgurts auf den Körper.
● Die Airbags blasen sich auf:
– ausgehend von der Lenkradmitte, so dass der Kopf des Fahrers geschützt wird.
– ausgehend vom Armaturenbrett, so dass der Kopf des vorderen Beifahrers geschützt wird.

19041

HINWEIS: Die Frontairbags verfügen über zwei Zünder, um das Entfaltungsvolumen der Airbags in Abhängigkeit
von der Stärke des Aufpralls und der Einstellung des Fahrersitzes anzupassen.

88-6
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

Bei einem Seitenaufprall einer gewissen Stärke geschieht Folgendes:

● Der vordere Brust-Seitenairbag, der sich im entsprechenden Vordersitz befindet (Aufprallseite), entfaltet sich auf
der Türseite, um den Brustbereich des Insassen auf dem Vordersitz zu schützen.
● Je nach Ausführung entfaltet sich der hintere Brust-Seitenairbag, der sich auf der Karosserieseite der
entsprechenden Seite befindet (Aufprallseite) auf der Türseite, um den Brustbereich des Insassen auf dem
Rücksitz zu schützen.
● Der entsprechende Windowairbag (Aufprallseite) entfaltet sich auf der Türseite, um den Kopf der Insassen auf den
Vorder- und Rücksitzen zu schützen.

ACHTUNG:

– Die Vordersitze nicht mit Schonbezügen beziehen!

– Keine Gegenstände in den Entfaltungsbereich des Airbags legen!

– Bei Arbeiten am Fahrzeugunterboden (am Seitenaufprallsensor, an der Karosserie, an der Aufrollvorrichtung des
Sicherheitsgurts etc.), unbedingt das Airbag-Steuergerät mit Hilfe des Prüfgeräts verriegeln und die Zündung
ausschalten.

– Zu den Besonderheiten beim Abgarnieren und Angarnieren, siehe unbedingt das Kapitel Karosserie.

88-7
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

IDENTIFIZIERUNG SPEZIALWERKZEUGE

● Fahrzeuge mit Frontairbags werden Bei diesen Systemen kann die Diagnose mit folgenden
folgendermaßen identifiziert: Prüfgeräten durchgeführt werden:
– durch Aufdrucke in den unteren Ecken der
Frontscheibe (auf beiden Seiten), ● NXR
– durch die Aufschrift "Airbag PRS" auf der ● OPTIMA 5800
Lenkradmitte und dem Armaturenbrett. ● CLIP

● Fahrzeuge mit Seitenairbags werden Mit diesen Prüfgeräten können Störungen des
folgendermaßen identifiziert: elektronischen Steuergeräts oder defekte Leitungen
– durch Aufdrucke in den unteren Ecken der des jeweiligen Systems festgestellt werden (siehe
Frontscheibe (auf beiden Seiten), Kapitel Diagnose).
– durch die Aufschrift "Airbag" auf der Seite der
Rückenlehnen der Vordersitze, HINWEIS: Diese Prüfgeräte sind mit einer
– durch die Aufschrift "Airbag" auf der zusätzlichen Funktion ausgestattet, mit der die
Innenverkleidung der hinteren Säule des Dachs. Zündleitungen vor jedem Eingriff verriegelt werden
können, um ein ungewolltes Auslösen der
● Die Fahrzeuge mit Brustairbags hinten werden durch Gasgeneratoren zu vermeiden.
die Aufschrift "Airbag" auf den Seiten der hinteren
Rückenlehne identifiziert. Die Prüfgeräte NXR und CLIP verfügen ebenfalls über
die Funktion "Kontrolle Punkt für Punkt der
Kabelstränge der Airbags und Gurtstraffer", ähnlich
VORSICHTSMASSNAHMEN der Funktion des Prüfgeräts XRBAG.

● XRBAG (Elé. 1288)


WICHTIG: Die Zündsysteme (Gurtstraffer, Front-
und Seitenairbags) müssen unbedingt mit dem
Hierbei handelt es sich um ein spezielles Gerät zur
Prüfgerät geprüft werden:
Kontrolle und Diagnose von Airbag- und
– nach einem Unfall, der keine Auslösung eines der
Gurtstraffersystemen.
Systeme bewirkt hat
– nach einem Fahrzeugdiebstahl oder einem
Es ermöglicht die elektrischen Messungen an den
versuchten Fahrzeugdiebstahl
einzelnen Kabelsträngen dieser Systeme (siehe
– vor dem Verkauf eines Gebrauchtwagens
Kapitel Diagnose).

ACHTUNG: An diesen Systemen dürfen keinesfalls


elektrische Messungen mit einem Ohmmeter oder
einem anderen Messgerät vorgenommen werden;
es besteht sonst die Gefahr, dass der Betriebsstrom
des Messgeräts die Rückhaltesysteme auslöst!

88-8
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

● 75-POLIGER-ADAPTER (B53) ● PRÜFZÜNDER

Diese Prüfplatine wird anstelle des elektronischen Der in ein kleines rotes Gehäuse eingebaute
Steuergeräts angeschlossen. Prüfzünder wird im Prüfkoffer XRBAG geliefert.

Sie ermöglicht mit Hilfe des XRBAG, NXR und CLIP


die Kontrolle aller Zündleitungen und die Messung der
Versorgungsspannung des elektronischen
Steuergeräts.

Die Anschlüsse ermöglichen ebenfalls


Durchgangsprüfungen an den Diagnoseverbindungen
(siehe Dokument Diagnose).

ANMERKUNG: Die Airbag-Kontrolllampe kann nicht


vom Prüfgerät angesteuert werden, da die
Anforderung zur Zündung an der Instrumententafel
über das Multiplex-Datennetz erfolgt.

15749

Er besitzt die gleichen Charakteristiken wie


tatsächliche Zünder und wird bei der Diagnose des
Airbags bzw. des Gurtstraffers verwendet, um diese zu
ersetzen.
Sie sind erhältlich bei:

88-9
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

FUNKTIONSWEISE DER GURTSTRAFFER UND Die pyrotechnischen Gurtstraffer im Gurtschloss an


FRONTAIRBAGS den Vorder- und Rücksitzen können bei einem
Seitenaufprall, einem Heckaufprall oder einem
Beim Einschalten der Zündung leuchtet die Überschlag (je nach Aufprallstärke) ausgelöst werden.
Kontrolllampe der Airbag- und Gurtstraffersysteme auf
und erlischt nach einigen Sekunden. ACHTUNG: Beim Auslösen eines Gasgenerator
erfolgt eine Detonation sowie leichte Rauchbildung!
ANMERKUNG: Die Airbag-Kontrolllampe kann bei
schwacher Batteriespannung aufleuchten. HINWEIS: Die Versorgungsspannung des
elektronischen Steuergeräts und der Zünder wird
Das elektronische Steuergerät ist dann im Stand-by- normalerweise von der Fahrzeugbatterie geliefert.
Modus und berücksichtigt die Schubbetriebe des Dennoch beinhaltet das elektronische Steuergerät eine
Fahrzeugs dank dem vom elektronischen, integrierten Stromspeicherfunktion, falls die Batterie zu Beginn
Verzögerungsmesser gemessenen Signal. eines Aufpralls ausfällt.

1. Bei einem Frontaufprall von ausreichender Stärke


wird die gleichzeitige Zündung der Gasgeneratoren
der Gurtstraffer ausgelöst, nachdem die
Rückmeldung über die Aufprallsensierung vom
Sicherheits-Aufprallsensor erfolgte:
● Gurtstraffer im Gurtschloss am Fahrer- und am
Beifahrersitz,
● Gurtstraffer Sicherheitsgurte hinten rechts und
links.

2. Wenn der Frontaufprall stärker ist, löst der


Verzögerungsmesser dank der Bestätigung des
Aufpralls durch den Sicherheits-Aufprallsensor die
Zündung der Gasgeneratoren aus:
● Gurtstraffer im Gurtschloss am Fahrer- und am
Beifahrersitz,
● Gurtstraffer Sicherheitsgurte hinten rechts und
links,
● Bauch-Gurtstraffer des Fahrersitzes,
● der (kleinen) Frontairbags auf der Fahrer- und
Beifahrerseite.

3. Wenn der Frontaufprall stärker ist, löst das


Sicherheits-Steuergerät die Gasgeneratoren der
großen Frontairbags auf der Fahrer- und der
Beifahrerseite aus.

HINWEIS: Das Entfaltungsvolumen des Fahrerairbags


kann durch das Steuergerät angepasst werden, in
Abhängigkeit von:
● der Einstellung des Fahrersitzes (siehe Kapitel
"Schalter unter dem Sitz"),
● der Stärke des Aufpralls.

88-10
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

FUNKTIONSWEISE DER SEITENAIRBAGS DAS ELEKTRONISCHE STEUERGERÄT

Beim Einschalten der Zündung leuchtet die Das Steuergerät besteht aus:
Kontrolllampe der Airbag- und Gurtstraffersysteme auf ● einem Sicherheits-Aufprallsensor für die
und erlischt nach einigen Sekunden. Frontairbags und Gurtstraffer,
● einem Sicherheits-Aufprallsensor für die
Das elektronische Steuergerät der Airbag- und Seitenairbags,
Gurtstraffersysteme sowie die in den mittleren ● einem elektronischen Verzögerungsmesser für
Aufbaupfosten des Fahrzeugs verbauten Frontairbags und Gurtstraffer,
Aufprallsensoren der Seitenairbags sind nun im Stand- ● den Verbindungen mit den elektronischen
by-Modus. Seitenaufprallsensoren, die sich in den mittleren
Aufbausäulen befinden,
Bei einem Seitenaufprall von ausreichender Stärke ● einem Zündkreis für die einzelnen Zündsysteme,
sendet der auf der Aufprallseite befindliche ● einem Kondensator für die einzelnen Leitungen,
Aufprallsensor ein Signal an das elektronische ● einem System zur Diagnose und Speicherung der
Steuergerät. Nach der Rückmeldung über die ermittelten Störungen,
Aufprallsensierung durch den Sicherheits- ● einem Steuerkreis für die Warnlampe an der
Aufprallsensor (im Steuergerät integriert), löst dieser Instrumententafel,
die Zündung aus: ● einer Kommunikations-Schnittstelle K über den
● des Gasgenerators des Sitzes, der den Brustairbag Diagnoseanschluss,
des Vordersitzes entfaltet (Aufprallseite), dann die ● einer Verbindung Aufprallsensor (Information
Gurtstraffer vorne und hinten, Aufprall).
● des Gasgenerators des Windowairbags, der den
Kopf der Insassen vorne und hinten (Aufprallseite)
schützt, WICHTIG: Vor dem Ausbau des elektronischen
● des Gasgenerators (je nach Ausführung) des Steuergeräts muss dieses mittels eines der Prüfgeräte
Brustairbags des Rücksitzes (Aufprallseite). gesperrt werden.
Wenn diese Funktion aktiviert ist, sind alle
Zündleitungen verriegelt, und die Airbag-Kontrolllampe
Die Seitenairbags können bei einem heftigen an der Instrumententafel leuchtet auf. (Neue
Frontaufprall oder einem Aufprall auf der elektronische Steuergeräte werden in diesem Zustand
gegenüberliegenden Seite ausgelöst werden. ausgeliefert.)

ACHTUNG: Beim Auslösen eines Gasgenerator


erfolgt eine Detonation sowie leichte Rauchbildung! ANMERKUNG: Im Fall einer Fehlfunktion dieser
Systeme bei einem Aufprall kann mittels der
Prüfgeräte nachgewiesen werden, dass vor dem
Aufprall keine Störung vorlag.

88-11
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

ELEKTRONISCHES STEUERGERÄT AUSBAU

VERRIEGELN DES ELEKTRONISCHEN Das elektronische Steuergerät befindet sich im Tunnel


STEUERGERÄTS in der Mittelkonsole.

Vor dem Ausbau eines elektronischen Steuergeräts ZUR ERINNERUNG: Vor dem Ausbau eines
bzw. vor jedem Eingriff an den Airbag- und elektronischen Steuergeräts muss es mittels eines der
Gurtstraffersystemen muss das Steuergerät verriegelt Prüfgeräte verriegelt werden.
werden, entweder:
Die Mittelkonsole ausbauen.
● Mittels der Prüfgeräte NXR, OPTIMA 5800 und Den Fußbodenbelag in (1) abschneiden und leicht
CLIP einschlagen.
1. Das Menü "Diagnose eines RENAULT Fahrzeugs" Die Luftleitungen (2) rechts und links lösen und
aufrufen. entfernen.
2. Fahrzeugtyp auswählen und bestätigen.
3. Das zu prüfende System "Airbag" auswählen und
bestätigen.
4. Das Menü "Ansteuerung" auswählen.
5. Die Funktion "Konfiguration des Steuergeräts"
oder "Parametrierung" (je nach Prüfgerät)
auswählen und bestätigen und anschließend die
Zeile "Verriegeln des Steuergeräts" bestätigen.
6. Das Menü "Zustand" auswählen und überprüfen, ob
das Steuergerät korrekt verriegelt ist. Der Zustand
"Steuergerät verriegelt" muss als bestätigt
gekennzeichnet sein, und die Airbag-Kontrolllampe
an der Instrumententafel muss leuchten. (Neue
elektronische Steuergeräte werden in diesem
Zustand ausgeliefert.) Die Diagnose wird durch
diesen Funktionsmodus nicht verhindert.

HINWEIS: Zum Entsichern des elektronischen


Steuergeräts nach dem gleichen Verfahren vorgehen;
hierbei die Zeile "Entsichern des Steuergeräts"
bestätigen. 18548
Der Zustand "Steuergerät entriegelt" darf nicht mehr
als bestätigt gekennzeichnet sein, und die Airbag- Das elektronische Steuergerät abklemmen und die
Kontrolllampe an der Instrumententafel muss Befestigungsschrauben entfernen.
erlöschen.

18548-1

88-12
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

Konfiguration der Steuergeräte


● Das elektronische Steuergerät besteht aus
empfindlichen Bauteilen, es darf nicht
Die neuen Steuergeräte, mittels der Prüfgeräte
herunterfallen.
identifizierbar über die Bezeichnung "ACU3"
(ausgenommen Prüfgerät XR25), werden mit der
● Bei Arbeiten unter dem Fahrzeug (Auspuff,
Konfiguration "Brustairbag vorne, Brustairbag
Karosserie, etc.) darf das Bodenblech keinen
hinten und Windowairbag" geliefert.
Erschütterungen ausgesetzt werden,
Wenn diese Konfigurationen nicht durchgeführt
beispielsweise durch Gebrauch eines Hammers,
wurden, leuchtet die Airbag-Kontrolllampe permanent.
ohne dass zuvor das elektronische Steuergerät
mittels Prüfgerät verriegelt wurde!
● Ausschließlich mittels der Prüfgeräte NXR,
OPTIMA 5800 und CLIP:
● Wenn im Rahmen des Kundendienstes ein
1. Das Menü "Diagnose eines RENAULT Fahrzeugs"
elektrisches Zubehörteil eingebaut wird
aufrufen.
(Lautsprecher, Alarmanlage bzw. jedes Gerät,
2. Fahrzeugtyp auswählen und bestätigen.
das eventuell ein Magnetfeld erzeugt), muss ein
3. Das zu prüfende System "Airbag" auswählen und
ausreichender Abstand zum elektronischen
bestätigen.
Steuergerät der Airbags/Gurtstraffer eingehalten
4. Das Menü "Ansteuerung" auswählen.
werden.
5. Die Funktion "Parametrierung" oder
"Konfiguration des Steuergeräts" (je nach
EINBAU Ausführung) auswählen und bestätigen.
6. Die gewünschte Konfigurationszeile bestätigen,
Beim Einbau die Montagerichtung des elektronischen dann auf "Fortsetzung" drücken.
Steuergeräts beachten. Der Pfeil muss zum 7. Das Prüfgerät bestätigt die Konfiguration. Auf
Vorderfahrzeug zeigen. "Fortsetzung" drücken und bestätigen.
8. Die Konfiguration nach dem Ausschalten der
Zündung über das Menü "Ansteuerung" "Abrufen
der Konfiguration" bestätigen.

Die Schrauben unter Beachtung des Drehmoments


von 0,8 daNm anziehen.

88-13
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

Anschluss: gelber 75-poliger Stecker 61 - großer Fahrerairbag


62 + kleiner Beifahrerairbag
63 - großer Beifahrerairbag
Anschluss Bezeichnung 64 Nicht belegt
65 Nicht belegt
1 Nicht belegt 66 + Seitenairbag Fahrerseite
2 + Gurtstraffer im Gurtschloss 67 - Seitenairbag Beifahrerseite
Fahrerseite 68 + Windowairbag Fahrerseite
3 - Gurtstraffer hinten links 69 - Windowairbag Beifahrerseite
4 Gurtstraffer im Gurtschloss 70 - Seitenaufprallsensor Fahrerseite
Beifahrerseite 71 - Seitenaufprallsensor Beifahrerseite
5 - Gurtstraffer hinten rechts 72 Nicht belegt
6 bis 25 Nicht belegt 73 Nicht belegt
26 - Gurtstraffer im Gurtschloss 74 + Seitenairbag (Brust) hinten links
Fahrerseite 75 - Seitenairbag (Brust) hinten rechts
27 - Gurtstraffer im Gurtschloss
Beifahrerseite
28 - Bauch-Gurtstraffer Fahrerseite
29 Nicht belegt
30 + APC
31 Masse
32 Nicht belegt
33 Nicht belegt
34 Diagnoseleitung K
35 - kleiner Fahrerairbag
36 + großer Fahrerairbag
37 - kleiner Beifahrerairbag
38 + großer Beifahrerairbag
39 Nicht belegt
40 Nicht belegt
41 - Seitenairbag Fahrerseite
42 + Seitenairbag Beifahrerseite
43 - Windowairbag Fahrerseite
44 + Windowairbag Beifahrerseite
45 + Seitenaufprallsensor Fahrerseite
46 + Seitenaufprallsensor Beifahrerseite
47 Nicht belegt
48 Nicht belegt
49 - Seitenairbag (Brust) hinten links
50 + Seitenairbag (Brust) hinten rechts
51 + Gurtstraffer hinten links
52 - Gurtstraffer hinten rechts
53 + Bauch-Gurtstraffer Fahrerseite
54 - Seitenairbag Beifahrerseite
55 Nicht belegt
56 Stellungssensor Fahrersitz
57 Nicht belegt
58 Multiplexverbindung
59 Multiplexverbindung
60 + kleiner Fahrerairbag

88-14
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

KONTROLLLAMPE AN DER
INSTRUMENTENTAFEL

Diese Kontrolllampe kontrolliert die Funktionsweise:


● der Gurtstraffer vorne und hinten,
● der Frontairbags,
● der herkömmlichen Seitenairbags,
● der Windowairbags,
● der hinteren Seitenairbags (je nach Ausführung),
● der Batterie (Spannungsprüfung).

Sie muss nach Einschalten der Zündung einige


Sekunden lang aufleuchten und dann erlöschen (und
erloschen bleiben).
Leuchtet sie bei Einschalten der Zündung nicht auf
oder leuchtet sie während der Fahrt auf, zeigt sie einen
Defekt im System an (siehe Kapitel Diagnose).

ANMERKUNG: In bestimmten Startsituationen kann


die Kontrolllampe kurz aufleuchten und dann
erlöschen.

88-15
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

SEITENAUFPRALLSENSOREN

WICHTIG:
Vor dem Ausbau eines Seitenaufprallsensors das
elektronische Steuergerät mit einem Prüfgerät
verriegeln.
Wenn diese Funktion aktiviert ist, sind alle
Zündleitungen verriegelt, und die Airbag-Kontrolllampe
an der Instrumententafel leuchtet permanent.

AUSBAU

Sie befinden sich auf beiden Seiten in der mittleren


Aufbausäule.

Die Innenverkleidung der mittleren Aufbausäule


ausbauen.

Die Befestigungsschraube des Sensors entfernen und


den Sensor ausbauen.

19065

HINWEIS: Der Vordersitz muss dazu nicht ausgebaut


werden.

Den Stecker der hinteren Tür abklemmen.

Die Befestigungsschrauben des Steckers an der 18831


mittleren Aufbausäule entfernen und ihn dann
herausziehen. ACHTUNG: Bei einem Auslösen des Seitenairbags
verriegelt sich das elektronische Steuergerät
definitiv und die Airbag-Kontrolllampe an der
Instrumententafel leuchtet auf!
Der Seitenaufprallsensor und das elektronische
Steuergerät müssen dann ausgetauscht werden
(Einige Bestandteile verlieren durch die entstandene
Zündenergie ihre ursprünglichen Charakteristiken).

88-16
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

WICHTIG: Bei einer Zerlegung des seitlichen


Aufprallsensors wird der Zentrierstift zerstört. Diesen
gegebenenfalls unbedingt austauschen.

EINBAU

Den Sensor mittels des Nockens positionieren und


dann unbedingt am Fahrzeug befestigen, bevor der
Stecker des Sensors wieder angeschlossen wird
(Anzugsdrehmoment: 0,8 daNm).

Nach dem Anschluss des Steckers eine


Systemkontrolle mittels Prüfgerät durchführen.

Bei einem einwandfreien Prüfergebnis das


Steuergerät entriegeln; andernfalls siehe Kapitel
Diagnose.

HINWEIS: Bei dieser Art des Seitenaufprallsensors ist


kein Einlesen mit Hilfe des Prüfgeräts erforderlich.

Den Stecker der hinteren Tür wieder korrekt


anbringen, um das Eindringen von Wasser zu
vermeiden.

88-17
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

ARBEITEN AN DEN KABELSTRÄNGEN DER SCHALTER UNTER DEM SITZ


AIRBAG-ZÜNDSYSTEME
Der Fahrersitz ist mit einem Schalter für die
Wird eine Störung an einem der Kabelstränge Gleitschienenposition ausgestattet.
festgestellt, muss das Bauteil unbedingt ausgetauscht
und darf nicht repariert werden. Dieser ermöglicht es, die Entfaltung des Frontairbags
Fahrerseite (klein oder groß) in Abhängigkeit von der
Bei dieser Sicherheitsvorrichtung dürfen keine Position des Fahrersitzes je nach Aufprallstärke
herkömmlichen Reparaturarbeiten an den anzupassen.
Kabelsträngen bzw. den Steckern vorgenommen
werden.

Die Kabelstränge der Airbag- und der Gurtstraffer-


Zündsysteme sind in den Fahrzeugraum-Kabelstrang
integriert, um eine Reparatur zu erleichtern; zum
Austausch der Kabelstränge müssen die zwei Enden
des defekten Kabelstrangs abgeschnitten werden und
die neuen Kabelstränge müssen ebenfalls entlang des
Fahrzeugraum-Kabelstrangs verlegt werden.

ACHTUNG: Beim Einbau des neuen Kabelstrangs


sicherstellen, dass er nicht beschädigt und dass sein
ursprünglicher Zustand beachtet wird!

18631

Zum Austausch den Sitz ausbauen und dann den


neuen Schalter mit Hilfe der Schrumpfmuffe
anschließen oder den kompletten Kabelstrang
austauschen.

Nach einem Aufprall, bei dem die Airbags ausgelöst


wurden, unbedingt die Funktionsweise überprüfen.

ACHTUNG: Werden elektrische Zubehörteile


eingebaut, dürfen die elektrischen Kabel nicht zu nahe
an den Zündleitungen der Airbags und Gurtstraffer und
der Seitenaufprallsensoren vorbei verlegt werden!

88-18
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

GURTSTRAFFER

Beschreibung

Die Fahrzeuge sind mit mehreren Ausführungen von


Sicherheits-Gurtstraffern ausgestattet.
● Mit Gurtstraffern im Gurtschloss bei jedem
Sicherheitsgurt vorne. Diese sind an den Seiten der
Vordersitze befestigt.
● Mit einem Bauch-Gurtstraffer am Sicherheitsgurt der
Fahrerseite.
● Mit Gurtstraffern mit Aufrollvorrichtung an den
Sicherheitsgurten hinten (außer beim mittleren
Sicherheitsgurt).

● Gurtstraffer vorne (im Gurtschloss oder Bauch-


Gurtstraffer)
DI18801R

Wird das System ausgelöst, kann das Gurtschloss bis


zu maximal 70 mm zurückgezogen werden.

DI18802

18628-1

ANMERKUNG: Bei den mit Seiten-Airbag


Ein Gurtstraffer besteht aus: ausgestatteten Fahrzeugen kann der Widerstandswert
– einem spezifischen Gurtschloss (A), des Gurtstraffers nicht vom Prüfgerät angezeigt
– einem Gasgenerator mit Zündsystem (B). werden. Für die Widerstandsmessung das Prüfgerät
XRBAG, NXR oder CLIP verwenden (Überprüfung der
Die Bauteile eines Gurtstraffers dürfen nicht Kabelstränge).
voneinander getrennt werden.

HINWEIS: Nach Einschalten der Zündung ist dieses


System funktionsbereit.

88-19
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

AUSBAU Den Sitz in die untere Position und mittlere Einstellung


bringen, ihn dann mit Hilfe des Werkzeugs Elé. 1584
(je nach Ausführung) ausbauen.
ACHTUNG: Es ist untersagt, Arbeiten an den
Zündsystemen von Gurtstraffern und Airbags an
einem Ort mit einer hohen Temperatur bzw. in der
Nähe einer offenen Flamme durchzuführen; die
Rückhaltesysteme können sonst ausgelöst werden!

WICHTIG: Vor dem Ausbau eines Gurtstraffers das


elektronische Steuergerät mittels Prüfgerät
verriegeln. Wenn diese Funktion aktiviert ist, sind
alle Zündleitungen verriegelt, und die Airbag-
Kontrolllampe an der Instrumententafel leuchtet
permanent.

Den Sicherheitsgurt durch Drücken auf die


Verriegelung (1) lösen.

19072

Bei ausgebautem Sitz ausbauen bzw. entfernen:


– den Stecker des Gurtstraffers unter dem Vordersitz,
– das Massekabel,
– die Gurtstraffer-Einheit; zuvor die Schutzabdeckung
entfernen.

WICHTIG: Siehe Kapitel "Verschrottung von


pyrotechnischen Bauteilen" zur Verschrottung
eines Gurtstraffers, der bei einem Aufprall nicht
ausgelöst wurde.

ZUR ERINNERUNG: Mit dem Auslösen der


18828 Gurtstraffer oder der Airbags erfolgt eine nicht
rückgängig zu machende Verriegelung des
ACHTUNG: Beim Ausbau eines Sitzes darauf Steuergeräts, und die Airbag-Kontrolllampe an der
achten, dass der Stecker nicht ausgerastet wird; das Instrumententafel leuchtet auf. Das elektronische
Phänomen der Elektrostatik könnte hierbei zur Steuergerät muss dann ausgetauscht werden. (Einige
Auslösung des Airbags führen. Bestandteile verlieren durch die entstandene
Zündenergie ihre ursprünglichen Charakteristiken).

88-20
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

Besonderheiten EINBAU

Das Gurtschloss des Sicherheitsgurts der Fahrerseite Die Verlegung und die Befestigungspunkte des
hat einen elektrischen Kontakt, der über eine Kabelstranges unter dem Sitz beachten.
Kontrolllampe an der Instrumententafel anzeigen
kann, dass der Sicherheitsgurt nicht eingerastet ist.

18630

18629 Vor dem Einbau des Sitzes eine Sichtprüfung des


Zustands der Stecker am Sitzgestell und an der
Zum Lösen des Steckers die Befestigungsschrauben Karosserie vornehmen.
der zwei Gehäusehälften des Gurtschlosses
entfernen.

18829

19107 Nach dem Austausch der defekten Teile und dem


Anschluss der Stecker eine Kontrolle mittels Prüfgerät
durchführen.
Bei einem einwandfreien Prüfergebnis das
elektronische Steuergerät entriegeln; andernfalls siehe
Kapitel Diagnose.

88-21
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

● Gurtstraffer hinten EINBAU

Der Gurtstraffer befindet sich an der Aufrollvorrichtung. Die Verlegung und die Befestigungspunkte des
Zum seinem Ausbau müssen die Verkleidung des Kabelstranges beachten.
Gepäckraums und das hintere Seitenblech ausgebaut
werden. Siehe die im Kapitel Karosserie Die Befestigungsschraube mit 2,1 daNm
beschriebene Vorgehensweise. (Durchmesser 10 mm) bzw. 4,4 daNm
(Durchmesser 12 mm) festziehen.

Nach dem Austausch der defekten Teile und dem


Anschluss der Stecker eine Kontrolle mittels Prüfgerät
durchführen.
Bei einem einwandfreien Prüfergebnis das
elektronische Steuergerät entriegeln; andernfalls siehe
Dokument Diagnose.

18547

Den Stecker und das Massekabel abklemmen und die


Befestigungsschraube entfernen.

88-22
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

PRS-SICHERHEITSGURTE FAHRERAIRBAG

Die Sicherheitsgurte der Vordersitze sind mit einem Das Airbag-System auf der Fahrerseite ist mit einem
neuen programmierten Rückhaltesystem (PRS) spezifischen aufblasbaren Kissen (Airbag mit SRP-
ausgestattet. Kennzeichnung) ausgestattet. Der Airbag kann sich in
Abhängigkeit von der Schwere des Aufpralls oder der
Einstellung des Fahrersitzes unterschiedlich (klein
Die Sicherheitsgurte sind von jetzt an mit der Airbag- oder groß) entfalten.
Funktion verbunden. Das programmierte
Rückhaltesystem der Sicherheitsgurte ist
unterschiedlich eingestellt, abhängig davon, ob sie Bei dieser Ausführung wird der Airbag mit dem ihm
zusammen mit einem PRS-Airbag eingebaut werden gegenüber befindlichen Sicherheitsgurt verbunden.
oder nicht. Die Kalibrierung des programmierten
Rückhaltesystems der Sicherheitsgurte ist spezifisch
und zusätzlich erforderlich bei diesem Airbag-System.
Nach Auslösen der Gurtstraffer müssen der bzw. die
vordere(n) Sicherheitsgurt(e) systematisch Beschreibung
ausgetauscht werden, wenn sie während des
Rückhaltevorgangs angelegt waren (grundsätzlich Es befindet sich im Lenkradkissen.
müssen die Sicherheitsgurte ausgetauscht werden,
wenn ihre korrekte Funktion angezweifelt wird). Eine Es besteht aus:
auf das Gurtschloss ausgewirkte Kraft kann sich auf – einem adaptiven Airbag,
die Rolle auswirken und den Mechanismus – einem Gasgenerator mit zwei Zündsystemen.
beschädigen. Die Bauteile des Airbag-Systems dürfen nicht getrennt
werden.

18994

Um sich zu entfalten, reißt der Airbag die Abdeckung


des Lenkrads ab.

HINWEIS: Nach Einschalten der Zündung ist dieses


System funktionsbereit.

WICHTIG: Im Falle des Auslösens des Airbags


unbedingt das Lenkrad und dessen
Befestigungsschraube austauschen.

88-23
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

AUSBAU
WICHTIG: Siehe Kapitel "Verschrottung von
pyrotechnischen Bauteilen" zur Verschrottung
ACHTUNG: Es ist untersagt, Arbeiten an den eines Airbags, der bei einem Aufprall nicht ausgelöst
Zündsystemen von Gurtstraffern und Airbags an wurde.
einem Ort mit einer hohen Temperatur bzw. in der
Nähe einer offenen Flamme durchzuführen; die
Rückhaltesysteme können sonst ausgelöst werden! ZUR ERINNERUNG: Mit dem Auslösen der
Gurtstraffer oder der Airbags erfolgt eine nicht
rückgängig zu machende Verriegelung des
WICHTIG: Vor dem Ausbau eines Airbags das elektronischen Steuergeräts, und die Airbag-
elektronische Steuergerät mittels Prüfgerät Kontrolllampe an der Instrumententafel leuchtet auf.
verriegeln. Das elektronische Steuergerät muss dann
Wenn diese Funktion aktiviert ist, sind alle ausgetauscht werden. (Einige Bestandteile verlieren
Zündleitungen verriegelt, und die Airbag- durch die entstandene Zündenergie ihre
Kontrolllampe an der Instrumententafel leuchtet bei ursprünglichen Charakteristiken).
eingeschalteter Zündung permanent.

EINBAU
WICHTIG: Bei jedem Ausbau des Lenkrads müssen
– Das Massekabel anschließen.
die Stecker (A) und (B) des Airbags unbedingt
– Die zwei Stecker anbringen und die Sicherungen
abgeklemmt werden.
verriegeln.
Der Airbag verfügt über einen Stecker, der beim
– Das Luftkissen am Lenkrad anbringen.
Abklemmen kurzgeschlossen wird, damit ein
– Das Luftkissen nach unten schieben, um es
unbeabsichtigtes Auslösen vermieden wird.
festzuklemmen.

– Einen Schraubendreher (Typ T30 oder einen Stab


von ∅ 6 mm) in die Aussparung (1) hinter dem
Lenkrad einführen. WICHTIG: Nach dem vollständigen Einbau eine
– Den Airbag anheben (2), um ihn herauszuschieben. Kontrolle mittels Prüfgerät durchführen.
– Die Sicherungen der Stecker lösen. Bei einem einwandfreien Prüfergebnis das
– Die zwei Stecker zur Stromversorgung der elektronische Steuergerät entriegeln; andernfalls
Generatoren abklemmen. siehe Dokument Diagnose.

18455 18554

88-24
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

BEIFAHRERAIRBAG AUSBAU

Der Beifahrerairbag (PRS) ist mit einem adaptiven


ACHTUNG: Es ist untersagt, Arbeiten an den
Airbag ausgestattet.
Zündsystemen von Gurtstraffern und Airbags an
einem Ort mit einer hohen Temperatur bzw. in der
Bei dieser Ausführung wird der Airbag mit dem ihm
Nähe einer offenen Flamme durchzuführen; die
gegenüber befindlichen Sicherheitsgurt verbunden.
Rückhaltesysteme können sonst ausgelöst werden!
Die Kalibrierung des programmierten
Rückhaltesystems der Sicherheitsgurte ist spezifisch
und zusätzlich erforderlich bei diesem Airbag-System. WICHTIG: Vor dem Ausbau eines Beifahrerairbags
das elektronische Steuergerät mittels Prüfgerät
Beschreibung verriegeln.
Wenn diese Funktion aktiviert ist, sind alle
Der Beifahrerairbag ist im Armaturenbrett gegenüber Zündleitungen verriegelt, und die Airbag-
dem Beifahrersitz verbaut. Es besteht aus: Kontrolllampe an der Instrumententafel leuchtet
– einem adaptiven Airbag, permanent.
– einem fest mit zwei Zündsystemen verbundenen
Gasgenerator.
Zum Ausbau des Beifahrerairbags muss das
Armaturenbrett abmontiert werden. Siehe die im
Kapitel 83 beschriebene Vorgehensweise.

Die zwei Stecker der Zündsysteme und die


Befestigungsschrauben entfernen.

WICHTIG: Nach einer Auslösung des


Beifahrerairbags muss aufgrund der beschädigten
oder verformten Befestigungen das Armaturenbrett
auf jeden Fall ausgetauscht werden.
Nicht vergessen, an der Seite des neuen
Armaturenbretts einen Aufkleber anzubringen, der
den Einbau eines Kindersitzes (mit Rücken in
Fahrtrichtung) auf dem Beifahrersitz untersagt
(Aufkleber im Teilesatz mit der Teilenummer:
77 01 205 442 erhältlich).

18539 WICHTIG: Siehe Kapitel "Verschrottung von


pyrotechnischen Bauteilen" zur Verschrottung
HINWEIS: Nach Einschalten der Zündung ist dieses eines Airbags, der bei einem Aufprall nicht ausgelöst
System funktionsbereit. wurde.

ZUR ERINNERUNG: Mit dem Auslösen der


Gurtstraffer oder der Airbags erfolgt eine nicht
rückgängig zu machende Verriegelung des
Steuergeräts, und die Airbag-Kontrolllampe an der
Instrumententafel leuchtet auf. Das elektronische
Steuergerät muss dann ausgetauscht werden.
(Einige Bestandteile verlieren durch die entstandene
Zündenergie ihre ursprünglichen Charakteristiken).

88-25
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

EINBAU Zugang zum Zünder

Der Zugang zum Zünder (zweistufig) oder zum


ACHTUNG: Die Sicherheitsbestimmungen für den
Zwischenstecker (1) des Beifahrerairbags für die
Einbau bzw. Austausch des Beifahrerairbags sind
Diagnose erfolgt über das Handschuhfach des
UNBEDINGT zu beachten!
Fahrzeugs.
Diese Anweisungen müssen genauestens befolgt
werden, sonst besteht die Gefahr von
Die Abdeckung des Handschuhfachs ausbauen, der
Fehlfunktionen der Rückhaltesysteme, bis hin zu
Stecker befindet sich auf der rechten Seite des
einer Fehlauslösung!
Armaturenbretts (neben dem Sicherungskasten/Relais
für Sonderausstattung, falls vorhanden).
In umgekehrter Ausbaureihenfolge vorgehen, dabei
unbedingt das Anzugsdrehmoment der Befestigungen
des Airbags beachten.

Die Befestigungsklammer (2) des Beifahrerairbags


austauschen.

WICHTIG:

● Beim Einbau des Beifahrerairbags darf dort kein


Fremdkörper (Schrauben, Klemme, etc.)
vergessen werden.

● Das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment des


Gehäuses des Beifahrerairbags beträgt
0,2 daNm.

● Auf Seite des Airbags den Stecker bis zum


Anschlag einrasten und die
Sicherheitsverriegelung anbringen.
18546
● Einen blauen Aufkleber "Seitenairbag" mit der
Teilenummer 77 01 040 153 anbringen (andere ZUR ERINNERUNG: Die Überprüfung des Zünders
Fahrzeuge). des Airbags muss unbedingt mit Hilfe des
Diagnosegeräts und des Prüfgeräts XRBAG, wie im
Eine Systemkontrolle mittels Prüfgerät durchführen. Kapitel Diagnose angegeben, vorgenommen werden.
Bei einem einwandfreien Prüfergebnis das
elektronische Steuergerät entriegeln; andernfalls siehe
Kapitel Diagnose.

88-26
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

BRUST-SEITENAIRBAG (VORNE) AUSBAU

Beschreibung
ACHTUNG: Es ist untersagt, Arbeiten an den
Zündsystemen von Gurtstraffern und Airbags an
Der "Brust-Seitenairbag" ist an der Rückenlehne der
einem Ort mit einer hohen Temperatur bzw. in der
Vordersitze auf der Türseite angebracht.
Nähe einer offenen Flamme durchzuführen; die
Rückhaltesysteme können sonst ausgelöst werden!
Es besteht aus:
– einem aufblasbaren Kissen,
– einem fest mit einem Zündsystem verbundenen WICHTIG: Vor Arbeiten an einer Rückenlehne oder
Gasgenerator. bevor ein Sitz mit einem Seitenairbag ausgebaut wird,
das elektronische Steuergerät mittels Prüfgerät
verriegeln. Wenn diese Funktion aktiviert ist, sind alle
Zündleitungen verriegelt, und die Airbag-Kontrolllampe
an der Instrumententafel leuchtet bei eingeschalteter
Zündung permanent.

ACHTUNG: Beim Ausbau eines Sitzes darauf


achten, dass der Stecker nicht ausgerastet wird; das
Phänomen der Elektrostatik könnte hierbei zur
Auslösung des Airbags führen.

Bei Arbeiten an einem Sitz mit Airbag und um das


korrekte Entfalten des Airbags zu gewährleisten,
unbedingt die Vorschriften, die im Kapitel
Karosserie beschrieben sind (Position, Anzahl, Typ
der zu verwendenden Klammern...), beachten!

● Die Batterie abklemmen.


15132R
● Den Sitz mit Hilfe des Werkzeugs Elé.1584 aus dem
Fahrzeug ausbauen und die Rückenlehne
Durch die Entfaltung des Airbags wird der Schaumstoff abgarnieren. Siehe die im Kapitel Karosserie
aufgesprengt und die Verkleidung gelöst.
beschriebene Vorgehensweise.
HINWEIS: Nach Einschalten der Zündung ist dieses
● Den Kabelstrang des Airbags und sein Massekabel
System funktionsbereit. lösen, nachdem der Stecker abgeklemmt wurde (den
Verlauf des Kabelstrangs und seine
Befestigungspunkte markieren).

WICHTIG: Wenn das System nicht ausgelöst wurde


und wenn es wieder eingebaut wird, keinesfalls den
Airbag öffnen. Der Airbag ist auf besondere Art
gefaltet.

88-27
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

Den Befestigungsniet (1) entfernen, anschließend den ● Den mit dem Airbag gelieferten Befestigungsniet (1)
Airbag herausschieben. anbringen.

● Sicherstellen, dass das Massekabel korrekt am


Airbag angeschlossen ist (je nach Ausführung).

● Den Kabelstrang unter dem Sitzkissen des Sitzes


wie vorher anbringen; dabei seinen Verlauf und
seine Befestigungspunkte beachten.

● Das Massekabel wieder anschließen und die


korrekte Verriegelung des Steckers überprüfen.

19105

WICHTIG: Siehe Kapitel "Verschrottung von


pyrotechnischen Bauteilen" zur Verschrottung
eines Seiten-Airbags, der bei einem Aufprall nicht
ausgelöst wurde.

ZUR ERINNERUNG: Mit dem Auslösen der


19102
Gurtstraffer oder der Airbags erfolgt eine nicht
rückgängig zu machende Verriegelung des
elektronischen Steuergeräts, und die Airbag- ● Den Sitz wieder angarnieren; dabei unbedingt die im
Kontrolllampe an der Instrumententafel leuchtet auf. Kapitel Karosserie beschriebenen Empfehlungen
Das elektronische Steuergerät und der beachten (Typ der Klammern, ihr Verbauort...).
Seitenaufprallsensor (Aufprallseite) müssen dann
ausgetauscht werden (Einige Bestandteile verlieren ● Den Sitz wieder im Fahrzeug einbauen und seine
durch die entstandene Zündenergie ihre Stecker wieder anschließen. Siehe die im Kapitel
ursprünglichen Charakteristiken). Karosserie beschriebene Vorgehensweise.

● Eine Systemkontrolle mittels Prüfgerät durchführen.


EINBAU Bei einem einwandfreien Prüfergebnis das
elektronische Steuergerät entriegeln; andernfalls
ACHTUNG: Nach einer Auslösung des siehe Kapitel Diagnose.
Seitenairbags muss aufgrund der beschädigten oder
verformten Befestigungen der Anker des Sitzes auf ACHTUNG: Diese Anweisungen müssen
jeden Fall ausgetauscht werden! genauestens befolgt werden, sonst besteht die
Gefahr von Fehlfunktionen der
Rückhaltesysteme bis hin zu einer
● Den Airbag am Anker anbringen. Fehlauslösung!

88-28
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

WINDOWAIRBAG Besonderheiten bei der Limousine:

Beschreibung ● Für den Zugang zum Gasgenerator (1) müssen die


hinteren Verkleidungen ausgebaut werden.
Der "Windowairbag" oder "Kopf-Airbag" ist hinter der
Dachverkleidung angebracht.

Es besteht aus:
– einem Airbag mit der Form eines Vorhangs,
– einem Gasgenerator mit Zündsystem (befindet sich
in der hinteren Partie).
Die Bauteile des Airbag-Systems dürfen nicht getrennt
werden.

Beim Entfalten löst der Airbag die Dachverkleidung.

HINWEIS: Nach Einschalten der Zündung ist dieses


System funktionsbereit.

AUSBAU

ACHTUNG: Es ist untersagt, Arbeiten an den


Zündsystemen von Gurtstraffern und Airbags an 18547
einem Ort mit einer hohen Temperatur bzw. in der
Nähe einer offenen Flamme durchzuführen; die ● Der Ausbau des Airbags (2) und des Luftkissens
Rückhaltesysteme können sonst ausgelöst werden! erfordert den Ausbau der Dachverkleidung.

WICHTIG: Vor dem Ausbau eines Windowairbags das


elektronische Steuergerät mittels Prüfgerät verriegeln.
Wenn diese Funktion aktiviert ist, sind alle
Zündleitungen verriegelt, und die Airbag-Kontrolllampe
an der Instrumententafel leuchtet bei eingeschalteter
Zündung permanent.

88-29
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

Besonderheiten beim Grandtour: EINBAU

● Für den Zugang zum Gasgenerator (1) und den


ACHTUNG: Nach einer Auslösung des
Austausch des Airbags (2) müssen die
Seitenairbags müssen aufgrund der beschädigten
Dachverkleidungen ausgebaut werden.
oder verformten Befestigungen die
Befestigungsklammern unbedingt ausgetauscht
werden!

● Den Airbag anbringen, ohne die


Befestigungsschrauben anzuziehen.

● Das Luftkissen anbringen; hierzu mit der Halterung


(1) beginnen.

● Alle Klammern einsetzen.

● Die Befestigungsschrauben (2) mit dem


vorgeschriebenen Drehmoment festziehen
(Anzugsdrehmoment 0,8 daNm).

● Den Kabelstrang des Airbags und sein Massekabel


lösen, nachdem der Stecker abgeklemmt wurde.

WICHTIG: Wenn das System nicht ausgelöst wurde


und wenn es wieder eingebaut wird, keinesfalls den
Airbag öffnen. Der Airbag ist auf besondere Art
gefaltet.

● Die Airbag-Einheit ausbauen.

WICHTIG: Siehe Kapitel "Verschrottung von


pyrotechnischen Bauteilen" zur Verschrottung
eines Seiten-Airbags, der bei einem Aufprall nicht
ausgelöst wurde.
● Das Massekabel (E) anklemmen (je nach
Ausführung).
ZUR ERINNERUNG: Mit dem Auslösen der
● Den Stecker wieder anschließen; sicherstellen, dass
Gurtstraffer oder der Airbags erfolgt eine nicht
die Verriegelung korrekt angebracht ist.
rückgängig zu machende Verriegelung des
Steuergeräts, und die Airbag-Kontrolllampe an der
● Eine Kontrolle mittels Prüfgerät durchführen. Bei
Instrumententafel leuchtet auf. Das elektronische
einem einwandfreien Prüfergebnis das elektronische
Steuergerät und der Seitenaufprallsensor müssen
Steuergerät entriegeln; andernfalls siehe Kapitel
dann ausgetauscht werden (Einige Bestandteile
Diagnose.
verlieren durch die entstandene Zündenergie ihre
ursprünglichen Charakteristiken).
ACHTUNG: Diese Anweisungen müssen
genauestens befolgt werden, sonst besteht die
Gefahr von Fehlfunktionen der Rückhaltesysteme
bis hin zu einer Fehlauslösung!

88-30
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

BRUST-SEITENAIRBAG (HINTEN) AUSBAU

Beschreibung
ACHTUNG: Es ist untersagt, Arbeiten an den
Zündsystemen von Gurtstraffern und Airbags an
Der "Brust-Seitenairbag hinten" (1) ist hinter der
einem Ort mit einer hohen Temperatur bzw. in der
Verkleidung an der Sitzflanke des Rücksitzes
Nähe einer offenen Flamme durchzuführen; die
angebracht.
Rückhaltesysteme können sonst ausgelöst werden!
Es besteht aus:
– einem Airbag mit der Form eines Vorhangs, WICHTIG: Vor Arbeiten an einem hinteren Brustairbag
– einem fest mit einem Zündsystem verbundenen oder dessen Ausbau das elektronische Steuergerät
Gasgenerator. mittels Prüfgerät verriegeln. Wenn diese Funktion
aktiviert ist, sind alle Zündleitungen verriegelt, und die
Airbag-Kontrolllampe an der Instrumententafel
leuchtet bei eingeschalteter Zündung permanent.

● Die Rückenlehne des Rücksitzes des Fahrzeugs


umklappen und die Verkleidung aushaken.

● Den Kabelstrang des Airbags und sein Massekabel


lösen, nachdem der Stecker abgeklemmt wurde.

● Das Luftkissen ausbauen (zwei Befestigungen).

18547

Durch die Entfaltung des Luftkissen wird die


Abdeckung des Airbags aufgesprengt.

HINWEIS: Nach Einschalten der Zündung ist dieses


System funktionsbereit.

18547

WICHTIG: Siehe Kapitel "Verschrottung von


pyrotechnischen Bauteilen" zur Verschrottung
eines Seiten-Airbags, der bei einem Aufprall nicht
ausgelöst wurde.

88-31
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

EINBAU

● Den Airbag befestigen (Anzugsdrehmoment:


0,8 daNm).

● Sicherstellen, dass das Massekabel korrekt am


Airbag angeschlossen ist.

● Das Kabel wieder einsetzen; dabei seinen Verlauf


und seine Befestigungspunkte beachten und das
Massekabel (E) wieder anschließen. Die korrekte
Verriegelung des Steckers überprüfen.

18547

● Eine Systemkontrolle mittels Prüfgerät durchführen.


Bei einem einwandfreien Prüfergebnis das
elektronische Steuergerät entriegeln; andernfalls
siehe Kapitel Diagnose.

ACHTUNG: Diese Anweisungen müssen


genauestens befolgt werden, sonst besteht die
Gefahr von Fehlfunktionen der Rückhaltesysteme
bis hin zu einer Fehlauslösung!

88-32
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

VERSCHROTTUNG VON NICHT-AUSGELÖSTEN


AIRBAGS UND GURTSTRAFFERN

ACHTUNG: Gilt nur, wenn die Richtlinien des


jeweiligen Landes eine spezifische Vorgehensweise
auferlegen.

Um jegliches Unfallrisiko zu vermeiden, müssen die


Gasgeneratoren der Airbags und Gurtstraffer
ausgelöst werden, bevor das Fahrzeug oder das
jeweilige Teil verschrottet wird.

ACHTUNG: Die Frontairbags verfügen über zwei


unabhängige Zünder!

Unbedingt das Werkzeug Elé. 1287 sowie die


Adapterkabel Elé. 1287-01 und Elé. 1287-02
verwenden.

96832R

WICHTIG: Die pyrotechnischen Bauteile dürfen


nicht als Austauschteile wiederverwendet werden.
Gurtstraffer oder Airbags eines Fahrzeugs, das
verschrottet werden soll, sind unbedingt vorher zu
zerstören.

ACHTUNG: Die Gurtstraffer dürfen allerdings nicht


ausgelöst werden, wenn sie im Rahmen der
Garantie wegen eines fehlerhaften Gurtschlosses
an den Lieferanten eingesendet werden! Andernfalls
könnte der Lieferant das Teil nicht prüfen. Das Teil
bitte in der Originalverpackung einsenden.

ZUR ERINNERUNG: Jedes Teil ist für einen


Fahrzeugtyp bestimmt und darf keinesfalls an einem
anderen Fahrzeugtyp eingebaut werden. Die Teile
sind nicht untereinander austauschbar.

88-33
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

● GURTSTRAFFER HINWEIS: Ist das Auslösen nicht möglich (Zünder


defekt), die Einheit in der Verpackung des neuen Teils
an ITG (Service 0429) schicken.
ACHTUNG: Die Gurtstraffer dürfen allerdings nicht
Zerstörung eines ausgebauten Gurtstraffers:
ausgelöst werden, wenn sie im Rahmen der
Garantie wegen eines fehlerhaften Gurtschlosses
Gleiche Vorgehensweise wie für den Fahrerairbag; in
an den Lieferanten eingesendet werden! Andernfalls
alten, aufeinander gestapelten Reifen (siehe unten)
könnte der Lieferant das Teil nicht prüfen.
durchführen.
Das Teil bitte in der Originalverpackung einsenden.
● FRONTAIRBAG oder BRUSTAIRBAG (vorne bzw.
Zerstörung eines Gurtstraffers, der noch im hinten)
Fahrzeug eingebaut ist:
Zerstörung des Teils ausschließlich nach Ausbau aus
Das Fahrzeug auf das Außengelände der Werkstatt dem Fahrzeug.
bringen.
Die Auslösung auf dem Außengelände der Werkstatt
Die Schienenabdeckungen des Sitzes entfernen, dann durchführen.
das Werkzeug zur Zerstörung am Gurtstraffer
anbringen. Das entsprechende Kabel anbringen und den Airbag
auf zwei Hölzer legen, damit der Stecker nicht am
Um bei der Auslösung einen ausreichenden Abstand Boden beschädigt wird.
zum Fahrzeug (ca. 10 Meter) einhalten zu können,
den gesamten Werkzeugkabelstrang abrollen.

Die beiden Versorgungskabel des Werkzeugs an eine


Batterie anschließen.

Sicherstellen, dass sich niemand in der Nähe befindet,


dann zur Zerstörung des Gurtstraffers gleichzeitig auf
die beiden Knöpfe des Geräts drücken.

96834S

96438

88-34
88
ZUSATZSYSTEME
Airbags und Gurtstraffer

Über das Ganze vier alten Reifen stellen. ● WINDOWAIRBAG

Die Zerstörung des Windowairbags erfolgt nach


Ausbau aus dem Fahrzeug, damit die Befestigungen
nicht beschädigt werden.

Den Airbag in einem Schraubstock mit den


Befestigungen nach unten anbringen. Der
Schraubstock muss korrekt an der Werkbank befestigt
sein; die Werkbank muss am Boden verschraubt sein
und es dürfen keinerlei Gegenstände auf ihr liegen.

Sicherstellen, dass sich der Airbag ungehindert


entfalten kann.

Das Werkzeug zum Zerstören am Windowairbag


anschließen.

Um bei der Auslösung einen ausreichenden Abstand


zum Fahrzeug einhalten zu können, den gesamten
Werkzeugkabelstrang abrollen.
96835S
Die beiden Versorgungskabel des Werkzeugs an eine
Batterie anschließen.
Um bei der Auslösung einen ausreichenden Abstand Sicherstellen, dass sich niemand in der Nähe befindet,
zum Reifenstapel (ca. 10 Meter) einhalten zu können, dann zur Zerstörung des Airbags gleichzeitig auf die
den gesamten Werkzeugkabelstrang abrollen und am beiden Knöpfe des Geräts drücken.
Airbag anschließen.

Die beiden Versorgungskabel des Werkzeugs an eine


Batterie anschließen.

Sicherstellen, dass sich niemand in der Nähe befindet,


dann zur Zerstörung des Airbags gleichzeitig auf die
beiden Knöpfe des Geräts drücken.

HINWEIS: Ist das Auslösen nicht möglich (Zünder


defekt), die Einheit in der Verpackung des neuen Teils
an ITG schicken.

ACHTUNG: Die Frontairbags verfügen über zwei


unabhängige Zünder!
Unbedingt gewährleisten, dass die zwei Zünder vor
dem Verschrotten ausgelöst wurden.

88-35
88
ZUSATZSYSTEME
Automatikstecker am Sitz

AUTOMATIKSTECKER AM SITZ ANSCHLÜSSE (erweiterte Ausführung)

Anschluss Bezeichnung

1 Versorgung des elektrischen Sitzes


2 Kontrolllampe Sicherheitsgurt
(Fahrerseite)
3 Versorgung der Sitzheizung
4 Beleuchtung unter dem Sitz
5 Masse
6 Nicht belegt
7 Bauch-Gurtstraffer (Fahrerseite)
8 Gurtstraffer im Gurtschloss
9 Stellungssensor Fahrersitz
10 Signal Speichern (Fahrerseite)
11 Spannungsversorgung
Sitzpositionsspeicher (Fahrerseite)
12 Nicht belegt
13 Masse
14 Brust-Seitenairbag
15 Spannungsversorgung
Sitzpositionsspeicher (Fahrerseite)
16 Kontrolllampe Sitzheizung
18829 17 Versorgung des elektrischen Sitzes
18 Beleuchtung unter dem Sitz
19 Nicht belegt
20 Nicht belegt
21 Bauch-Gurtstraffer (Fahrerseite)
22 Gurtstraffer im Gurtschloss
23 Masse
24 Signal Speichern (Fahrerseite)
25 Nicht belegt
26 Nicht belegt
27 Nicht belegt
28 Brust-Seitenairbag

ACHTUNG: Beim Ausbau eines Sitzes darauf


achten, dass der Stecker nicht ausgerastet wird;
das Phänomen der Elektrostatik könnte hierbei zur
Auslösung des Airbags führen.

18630

88-36
88
ZUSATZSYSTEME
Stecker der Dachverkleidung
Die Dachverkleidung ist nicht am Fahrzeug EINBAU
festgeklebt. Diese wird durch die Dichtungen der
Türen/Hauben/Klappen, durch die Sonnenblende und Beim Einbau des Kabelstrangs an der Verkleidung
durch die Haltegriffe gehalten (das Werkzeug muss unbedingt die Position der Stecker im Verhältnis
Car. 1597 verwenden). zum Rand der Verkleidung beachtet werden. Eine
Markierung auf dem Kabelstrang muss mit dem Rand
Es ist möglich, die Verkleidung ohne den Kabelstrang der Verkleidung übereinstimmen.
auszutauschen oder den Kabelstrang ohne die
Verkleidung auszutauschen.

AUSBAU

Der Kabelstrang ist an der Verkleidung festgeklebt. Bei


einem Ausbau den Klebstoff mit Hilfe einer
Heißklebepistole erwärmen, dann die Kleberraupe
abschneiden; dabei darauf achten, den Kabelstrang
nicht zu beschädigen.

Besonderheiten der Antenne für schlüssellosen


Einstieg

Die Antenne für schlüssellosen Einstieg ist an der


18550 Verkleidung festgeklebt. Sie kann alleine ausgetauscht
werden.
Es ist auch möglich, den defekten Kabelstrang
eingebaut zu lassen und den neuen Kabelstrang
daran entlang zu verkleben.

18827
18870

88-37