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7/10/19

Probleme eines Wortdefinition


Die Probleme stehen in Verbindung mit den Definitionskriterien des Begriffs ,Wort’. Um eine
Wortdefinition aufzuwerfen, sollen unterschiedlichen Kriterien berücksichtigen werden. Aber,
man kommt zu der Feststellung, dass sich die Kriterien nicht in allen Fällen decken. Wir
kann finden eine Definition für jede grammatikalische Kategorie (?):

● Phonetisch-Phonologische Wort
● Das graphische Wort
● Das morphologische Wort
● Das syntaktische Wort
● Das semantische Wort
● Das pragmatische Wort

Das phonetische Wort:


Die gesprochene Wörter können in Laute, Silben und Akzente zerlegt werden. Dabei sind
einige Laute relevant für die Bedeutungsdifferenzierung aufgrund ihrer distinktiven
Merkmale. Sie führen dazu, dass sie verschiedene Wörter unterscheiden: ​Hut / Gut/ Mut​. Es
ist aber nicht so, dass unterschiedliche Bedeutungen immer mit unterschiedlichen
Klangbilden verknüpft sind.

Das graphische Wort:


Die graphische Wörter sind daran Erkennbar, weil nach jedem Wort im Text einen Raum
folgt. Aber es ist nicht klar, wann eine Lücke gelassen werden muss. Es sei nur darauf
verwiesen (​cabe señalar), dass es eine Hauptquelle (​causa principal) für die
Ortographieverstöße in der deutschen Sprache ist.

Inhaltliche Grundeinheiten ​(unidades básicas conceptuales) werden zusammengeschrieben


und dann bilden sie eine Worteinheit. Bedeutungsdifferenzen werden durch unterschiedliche
Schreibung markiert. Nach der letzten amtlichen Orthographiereform (1996) werden die
syntaktischen Eigenschaften ​(rasgos sintácticos) verkstärt (reforzados): Erweiterbarkeit
(​posibilidad de añadir complementos) und Steigerungsfähigkeit ​(graduación, adjetivos por
ejemplo).​ Sie sind wichtig, um wissen, ob die Wörter getränk oder zusammengeschrieben
werden: kalt stellen VS kaltstellen (depende de si el adjetivo lleva complementos), oder
Tango tanzen VS schlafwandeln. Das ist die Unterschied zwischen Wortgruppe und
Wortbildung. In ,Tango tanzen´ kann man noch ein Wort in der Mitte schreiben (​Tango
wunderbar tanzen)​ aber nicht in ,schlafwandeln’.
Das morphologische Wort:
Hier haben wir zwei Gruppen. Die erste Gruppe unterteilt (​divide​) hinsichtlich (​en cuanto a)
des Gesichtspunktes (​punto de vista)​, ob die Wörter nur aus einem Morphem (Stemme,​raíz)
oder Morphemkombination bestehen; Wurzelwörter VS Wortbildungen. Die Morpheme sind
die kleinsten Grundeinheiten mit Bedeutung.

Die zweite Gruppe gliedert (​se divide) danach, ob die Wörter ihrer Form im Satz verändern
können. Hinsichtlich der speziellen Flexionseigenschaften ​(rasgos flexivos) können im
Deutsch fünf Wortklassen mittels der morphologischen Merkmale (​mediante el rasgo
mophológico)​ unterscheiden werden: ​konjugiert/dekliniert/genus​.

● Verben (konjugiert)
● Infinite Werben (​formas no personales)​: nicht konjugiert aber dekliniert
● Substantive
● Adjektive
● Pronomen

Das syntaktische Wort:


Sie ist jede grammatische Ausprägung (​expresión/aparición) eines Wortes. Unterschiedliche
grammatische Ausprägungen können in der lautlichen (​oral)​ oder graphischen Gestalt
(​forma) sichtbar sein: ​legen/legst/legt. ​Wir sagen, dass jedes syntaktische Wort in einer
bestimmten Wortform auskommt. Die Wortform ist die signifiant-seite eines syntaktischen
Wortes. Man kann vier verschiedene syntaktische Wörter repräsentieren: Nominativ,
Akkusativ, Genitiv und Dativ.

Das semantische Wort:


Es gibt fünf Arten des semantisches Wortes:
● Eigennamen: Sie sind Wörter, die ohne Satzkontext eine Relativ abgeschlossene
Bedeutung haben.
● Rektionswörter: Sie sind Wörter, die eine relationale Bedeutung habe, d.h., die eine
Rektion haben und Partner für die Entfaltung (​desarrollo​) ihrer Bedeutung benötigen.
● Deiktika: Sie sind Wörter die eine zeigende Bedeutung haben. Sie sind
situationsabhängige sprachliche Ausdrücke und ihre Interpretation hängt vom jeweiligen
nichtsprachlichen Kontext ab
● Funktionswörter: Sie sind Wörter die keine lexikalische Bedeutung haben. Innerhalb
der Verbparadigmas sind sie die Hilfsverben und innerhalb der
Substantivparadigmas sind sie die Artikel. Diese Wörter werden oft als Synsemantika
bezeichnet.
● Phraseologismen: Sie sind Wörter, die Teil einer lexikalischer Phrase sind und keine
isolierbare Bedeutung innerhalb der Phrase haben
Das pragmatische Wort:
Aus der Sicht der Zeichenbenutzen können semantische Wörter unterschiedliche
Bedeutungen in eine kommunikative Handlung einbringen.Sie können etwas bezeichnen,
Wertungen ausdrücken, und/oder eine Absicht artikulieren.

Wortform, syntaktischen Wort, Lexem:


Die Wortform ist die Realisierungsform des Wortes: die konkrete Form, in der ein Wort im
Satz auftritt (​aparecer​). Jede Wortform hat eine bestimmte syntaktische Wort. Ein Lexem ist
eine ​Lexikalische Einheit, die aus einem oder mehreren freien Morphemen bestehen (​estar
compuesto)​ kann.

Bedeutung VS Bezeichnung
Wir sollen als Bedeutung eines sprachliches Zeichens nicht einen jeweils konkreten
Gegenstand (wie ‘Tisch’) verstehen, sondern eine Menge begrifflicher Merkmale (​un
conjunto de rasgos de significado), die die Bedeutung eines Zeichens in ihrer jeweiligen
besonderen Strukturierung ausmachen (​que conforman el significado de un signo en una
estructura propia/interna).​ Man kann sagen, dass ein Begriff als Bedeutung eines
sprachliches Zeichens aufzufassen ist (​un concepto se interpreta como significado de un
signo)​, wenn dieser Begriff in der Norm des Sprachgebrauchs einer bestimmten
Sprachgemeinschaft (​normas de usos lingüísticos de una comunidad de habla) i​ n eindeutige
Weise (​de una manera clara) mit einer bestimmten Zeichenform verknüpft ist (​vinculado a
una forma ling.)​.

Die lexikalische Bedeutung ist die Bedeutung, die wir als Sprecher haben, d.h. in einer
mentale Lexikon. Die semantik kümmern sich um diese Art des Bedeutungs. Die Aktuelle
Bedeutung ist die Bedeutung im Kontext/Pragmatisch:
● Inhalt-Intension-Bedeutung: Der Begriffsinhalt
● Umfang-Extension-Bezeichnetes: ​die Klasse der Attribute oder Eigenschaften, die ein
Begriff charakterisieren
wir kommen nun zum Zusammenhang (​conexión​) zwischen Bedeutung und Bezeichnung: in
der Logik ist es seit langer zeit üblich (​es común desde hace tiempo)​, Begriffe nach zwei
Aspekte zu betrachten (​mirar/considerar)​: nach ihrem Inhalt und nach ihrem Umfang.
Synonyme für beide Wörter sind -vor allem im Sprachgebrauch- Intension und Extension.
Zum Beispiel:
● In dieser Stadt sollten Studentenzimmer verfügbar sein (debería haber habitaciones
para estudiantes disponibles)
● Many towns have ¨hausing¨ problems
In diesen Beispielen haben die Wörter ¨Stadt¨ und ¨towns¨ dieselbe Bedeutung (​el mismo
significado).​ Aber sie bezeichnen unterschiede Städte.
Zeichenform + Bedeutung = Bezeichnetes/Referent

Aus der Verbindung von Zeichenform und Bedeutung ergibt sich (​resulta) der Begriff des
Wortes aber es gibt keine direkte Beziehung zwischen Zeichenform und Referent. Der
Zeichenform/Ausdruck eines sprachliches Zeichens ist dessen Lautgestalt, d.h. eine Einheit
die eine Sequenz von Lauten darstellt (​representa).​ An die Ausdrücke einer Sprache sind
Inhalte geknüpft (​atados​).

Eine solche Konzeption (​esta concepción) nennt man bilateral. Nach Saussure sind Inhalts-
und Ausdrucksseite (​plano del contenido y el plano formal) sprachlicher Zeichen (​de los
signos ling.) in einer Sprachgemeinschaft untrennbar miteinander verbunden (​son
inseparables)​. Wenn wir einen Ausdruck hören, aktivieren wir automatisch den
entsprechenden Inhalt dazu. Aber der ¨bilateral¨ Begriff muss noch erweitert (​ampliado)
werden:

Mit sprachlicher Zeichen nennen wir Bezüge (​aspecto) auf Gegenstände der Welt, die als
Referenten bezeichnet (​descritos) werden. Das Verhältnis zwischen Inhalt, Ausdruck und
Referent ist derart, dass die an die Ausdrücke gekoppelten Inhalte Referenz ermöglichen
(​La relación entre el contenido, la expresión y el referente es tal que el contenido vinculado
a las expresiones permite la referencia)​.

Onomatopoetikon
Ein ​sprachliches Zeichen, bei dem in irgendeiner Form eine lautliche Ähnlichkeit zwischen seiner
Ausdrucksseite und dem, was es bezeichnet, besteht. Lautmalende Wortschöpfungen finden sie
in allen natürlichen Sprachen, wobei dasselbe akustische Vorbild auf Unterschiedliche Weise
phonetische-morphologische System der jeweiligen Einzelsprache angepasst wird.

Strukturelle Semantik
Strukturalist ist das Vorgehen (​procedimiento)​, bei dem man bemüht (​se intenta​), eine innere
Ordnung eines sprachliches Teilbereichs (​apartado/campo) quasi von innen her
aufzudecken (​mostrar un orden interno de una parte lingüística)​.
Semantische Merkmale/Sem(e)
Ein semantische Merkmale ist die kleinste Einheit. Bedeutungen werden damit eine innerer
Struktur zugesprochen (​a los significados se les adjudica una estructura interna)​, die als
Merkmalsbündel (​conjunto de rasgos) ​repräsentiert werden kann. Die Kombination von
bestimmter Merkmale konstituiert also die Bedeutung eines Wortes.
Diese semantischen Merkmale grenzen Wortbedeutungen voneinander ab, d.h. sie haben
distinktive Funktionen. Z.b. Am Wort "Frau" lässt sich das schön aufzeigen: Das
semantische Merkmal "erwachsen" grenzt "Frau" von "Mädchen" ab; das Merkmal "weiblich"
grenzt "Frau" von "Mann" ab; das Merkmal "menschlich" grenzt "Frau" von "Kuh" ab; das
Merkmal "lebendig" grenzt "Frau" von "Frauenstatue" ab.

La distribución se basa en una dicotomía, los rasgos semánticos se conciben de manera


binario. Un significado se caracteriza por la presencia o ausencia de un rasgo.
In linguistischen Semantiktheorien wird manchmal eine Trennung zwischen spezifisch
sprachlichen und allgemein konzeptuellen (enzyklopädischen) Wissen vorgenommen (​se
hace una distinción entre conocimiento lingüístico y enciclopédico).​ Semantische Merkmale
sind demnach (​por consiguiente)​ nur die sprachlich relevanten Gebrauchsbedingungen.

Aber Seme müssen Unterscheidbarkeit und Notwendigkeit (​ser diferenciables y necesarios)


haben. In der semantische Diskussion zu diesem Problem sind zwei Auswahlkriterien
(​criterios de selección) genannt werden: semantische Merkmale kommen einem Wort
notwendig zu, und Merkmale sichern die Unterscheidbarkeit von Wortbedeutungen.

Die aber-Probe
Den analytischen Charakter einer Aussage (​afirmaciíon) kann man mit der aber-Probe
überprüfen (​verificar)​:

X ist eine Frau, aber nicht menschlich/weiblich/erwachsen.

Hier gibt sich bei der aber-Probe ein krasser Widerspruch (​ocurre una contradicción)​ , gehört
die Eigenschaft zu den semantischen Merkmalen (​esas características se corresponden con
los rasgos semánticos​).

X ist eine Frau, aber nicht hübsch/langhaarig/feminin.

Hier gibt sich bei der aber-Probe kein Widerspruch, da es sich um nicht-wesentliche (​no
esenciales) Merkmale handelt (​se trata)​. Wenn “erwachsen” im Sinne (​en el sentido)​ von
“reif” (​maduro)​ gemeint ist, kann man aber natürlich durchaus sagen:

Maria ist eine Frau, aber sie ist nicht erwachsen.

Die Merkmalzuschreibung verläuft (​se basa) dabei nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip.


Entweder gehört ein Ding zur Klasse x, oder es gehört nicht dazu. Ein Merkmal ist entweder
da oder es ist nicht da. Merkmale sind deshalb binär mit den Werten (​valores) + und –
angelegt. ​Demnach ließen sich alle Wortbedeutungen durch das Fehlen bzw. das
Vorhandensein von bestimmten Merkmalen eindeutig voneinander abgrenzen. Wie wir aber
bereits an den Gewässernamen gesehen haben, ist das nicht immer der Fall. Wo ziehen wir
die Grenze zwischen Sprach- und Weltwissen? Eine zufriedenstellende, eindeutige
Abgrenzung ist bisher noch nicht gelungen.

Verbbedeutung
Die Merkmalanalyse beschränkt sich natürlich nicht auf die Beschreibung von Nomina (​se
limita a…)​. Verbbedeutungen werden auch gemäß dem Prinzip (​conforme a) der lexikalische
Dekomposition von elementare Bedeutungbestandteilen zerlegt (​separados​). Verben lassen
sich mittels einiger Basismerkmale (​por medio de +gen)​ verschiedenen semantischen
Klassen zuordnen: Zustand, Vorgang, Handlung.
Zustandsverben beziehen sich auf Sachverhalte (​hechos) o ​ hne Bewegung oder Aktivität
(liegen, stehen, haben…). Vorgangsverben bezeichnen Ereignisse (​hechos​), bei denen sich
Veränderungen vollziehen: regnen (​se producen cambios​). Handlungsverben bezeichnen
Tätigkeiten, die von einem lebendig Subjekt ausgeführt werden (​llevados a cabo): schreiben
Innerhalb der Gruppe der Verben lassen sich wiederum (​de nuevo)​ semantische
Differenzierungen vornehmen (​hacer)​: rennen ist ein sehr schnelles Laufen und rasen ein
noch schnelleres.

Auch bei der Bedeutungsbeschreibung dieser Verben reichen einfache Merkmale nicht aus
(​bastar).​ Wir brauchen relationalen Merkmalen, um die Verbbedeutung zu erfassen
(​recoger)​. Zur Bedeutung manche Wörter gehört eine Beziehung, die sich in dem Wortinhalt
niederschlägt (​tienen expresión/repercuten) und die nicht reduzierbar auf ein einfaches
Merkmal ist. z.b.: Sohn: Eltern-Kind-Beziehung. Solche Handlungsverben haben als
elementares Merkmal (VERURSACHEN), d.h. sie involvieren ein kausales Element:

Der ​Mann ​gibt dem ​Bettler Brot


X Y Z
X verursacht, dass Y hat Z

[+männlich]X und[+menschlich]X und[+erwachsen]X


verursacht, dass
[+männlich]Y und [+menschlich]Y und [+arm (​pobre​)]Y
hat
[+nahrungsmittel]Z und [+Gebacken]Z

Die Fragen, ob die Dekomposition ein notwendiger Prozeß bei der semantische
Interpretation ist, ob es wirkliche primitive Merkmale gibt, ob es ein festes Inventar von
semantischen Elementen gibt, ob wir können die kleinste Bedeutungseinheit von [weiblich]
weiter analysieren, sind nicht entschlossen.
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