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Aus: Hans-Peter Wotzka (Hrsg.), Grundlegungen.

Beiträge zur europäischen und afrikanischen


Archäologie für Manfred K. H. Eggert (Tübingen: Francke, 2006) 595 – 606.

Melanie Augstein

Handel und Handwerk: Überlegungen zur wirtschaftlichen


Grundlage offener Siedlungen der Mittel- und Spätlatènezeit

In der Mittellatènezeit entstand im westlichen und mittleren Europa eine neuartige Sied-
lungsform, als deren charakteristische Kennzeichen vor allem Handwerk und Handel gel-
ten (so z. B. Buchsenschutz 2000, 391). Die Forschung beschäftigt sich erst seit den 1970er
Jahren intensiver mit diesem Siedlungstyp (Colin 1998, 15); in der vorangegangenen Zeit
spielten die befestigten Siedlungen der Spätlatènezeit, die Oppida, eine weitaus größere
Rolle in der archäologischen Erforschung der Besiedlungsstrukturen. Diese vermehrte
Konzentration auf die unbefestigten Orte ist vor allem dadurch zu erklären, daß sich die
Zahl der bekannten Fundplätze seit den 1970ern vervielfacht hat.
Besonders die Frage nach dem zeitlichen Verhältnis der offenen Siedlungen zu den
Oppida bestimmte seinerzeit die Diskussion. Im Sinne Joseph Déchelettes gehören beide
der Stufe LT III an; darüber hinaus verbinden beide Siedlungstypen Importfunde, ähnli-
che Siedlungsstrukturen sowie Hinweise auf handwerkliche Tätigkeiten (ebd.). Unter-
suchungen an Orten wie Breisach-Hochstetten, Basel-Gasfabrik oder Levroux, wo beide
Phänomene in unmittelbarer räumlicher Nähe zueinander auftreten, deuten jedoch an,
daß die offenen Siedlungen den befestigten offenbar zeitlich vorausgingen (ebd.).
Bevor nun das Augenmerk auf Handel und Handwerk gerichtet wird, soll kurz auf
die Strukturen offener Siedlungen hingewiesen werden. Den Fundstellen, die so umfas-
send publiziert sind, daß sie diesbezüglich Aussagen zulassen (Abb. 1), ist eines gemein:
sie befinden sich alle in hochwassergeschützten Lagen. Meistens liegen sie darüber hin-
aus in unmittelbarer Nähe zu mehr oder weniger großen Flüssen wie Rhein (Basel-Gas-
fabrik, Breisach-Hochstetten), Donau (Manching), Loire (Roanne), Aisne (Acy-Romance),
Elbe (Lovosice), Sulz (Berching-Pollanten), Dreisam (Kirchzarten-Rotacker »Tarodunum«)
oder Alz (Stöffling). Diejenigen Orte ohne direkte Nähe zu einem Gewässer liegen dafür
meist an einer bedeutenden Überlandverbindung bzw. in der Nähe einer Fernwege-
kreuzung (z. B. Egglfing oder Sierentz). In mehreren Fällen ist sogar beides anzunehmen
(vgl. Tab. 1).1

1 Eine Ausnahme scheint Levroux zu sein. Für das Oppidum, das in unmittelbarer Nähe zur offe-
nen Siedlung lag – die Aussage ist also auch auf den unbefestigten Ort zu übertragen –, beschreibt
Olivier Buchsenschutz (2002, 74), daß es »in einer ländlichen Gegend abseits von allen größeren
Handelswegen lag«.
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Abb. 1: Im Text genannte offene Siedlungen in Mittel- und Westeuropa.

Angaben zur Größe sind nur selten möglich, da die Siedlungsgrenzen selbst bei so gut er-
forschten Orten wie Basel-Gasfabrik, Berching-Pollanten oder Levroux nur im Einzelfall
bekannt sind. Dennoch ist von einer Größenordnung von meist bis zu 20 ha auszugehen,
im Einzelfall wurden sogar 60 bis 80 ha veranschlagt (vgl. Tab. 1).
Da kaum eine Siedlung in ihrer Gesamtheit bekannt ist, sind Aussagen zu den Bebau-
ungsstrukturen nur unter Vorbehalt zu treffen. Dazu kommt, daß viele Befunde durch
moderne Eingriffe in den Boden stark gestört sind und nur eingeschränkt Informationen
liefern können. Meist sind nur noch tief in den Boden reichende Strukturen wie Pfosten,
Gruben, Gräben oder Brunnen faßbar. Dadurch lassen sich nur selten Gebäudegrundrisse
rekonstruieren. In einigen Fällen ist eine einheitliche Ausrichtung der Gebäude anzuneh-
men, die aber nicht bei allen Orten identisch ist.2 Auch ist eine Trennung des ›Wohn-
bereichs‹ von einem ›Handwerksbereich‹ belegt.3 Es überrascht nicht sehr, daß Hinweise
auf eine Organisation des Siedlungsraumes vor allem bei solchen Fundorten erbracht
wurden, die flächendeckend und modern gegraben wurden. Ob nicht auch bei den übri-
gen Fundorten ähnliche Ergebnisse zu erwarten gewesen wären, muß unbeantwortet
bleiben, ist meines Erachtens aber nicht unwahrscheinlich. Man kann also festhalten, daß

2 Die wenigen als Gebäude identifizierten Baubefunde von Basel-Gasfabrik verlaufen alle parallel
bzw. rechtwinkelig zum Rhein und weisen auf ein allgemeines System hin; vgl. hierzu Jud & Spichtig
1992, 28; 1999, 88. In Berching-Pollanten sind die bekannten Strukturen überwiegend NO-SW ange-
ordnet (Watzlawik 1998, 318 mit Abb. 4), ebenso in Roanne (Lavendhomme & Guichard 1997, 35).
Auch die Baubefunde aus Acy-Romance (Lambot 2002, 118) und die mittellatènezeitlichen Struk-
turen in Manching unterliegen einer einheitlichen Orientierung (Köhler 1992, 57).
3 Hinweise darauf liegen in Basel-Gasfabrik (Jud 1989a, 141), Berching-Pollanten (Watzlawik 1998,
331), Acy-Romance (Lambot 2002, 118 ff.), Levroux (Buchsenschutz & Krausz 2001, 294) und Man-
ching (Sievers 1999, 12) vor.
Handel und Handwerk 597

Tab. 1: Auswahl der im Text genannten offenen Siedlungen und ihrer Charakteristika. x = vorhanden;
? = fraglich; – = nicht vorhanden. Nachweis der Größenangaben (Spalte 3): Acy-Romance (Lambot &
Méniel 2000, 16.) – Aulnat (Périchon 1983, 33; Jones 2001, 99) – Basel-Gasfabrik (u. a. Hecht et al. 1999,
168) – Berching-Pollanten (Schäfer 2003, 265) – Breisach-Hochstetten (Stork 1981, 167) – Egglfing (Uenze
2000, 1) – »Tarodunum« (Dehn 1991, 89; Wagner 2001, 4) – Levroux (Buchsenschutz et al. 2000, 305)
– Lovosice (Salač 2000, 158) – Manching (Kuckenburg 2000, 160) – Roanne (Lavendhomme & Guichard
1997, 47) – Sierentz (Hecht et al. 1991, 103; Wolf 1994, 126) – Stöffling (Irlinger 1991, 77).

es sich bei den offenen Siedlungen der Mittel- und Spätlatènezeit4 sicher nicht um plan-
mäßig angelegte, aber durchaus räumlich-funktional gegliederte Orte handeln konnte
(vgl. auch Tab. 1).
Wie bereits erwähnt, werden handwerkliche Aktivitäten und Handel als Kennzeichen
der offenen Siedlungen genannt, eine systematische vergleichende Untersuchung der
bekannten Fundorte in Hinblick auf Produkte und Umfang liegt meines Wissens jedoch
nicht vor.5 Hinweise auf handwerkliche Aktivitäten existieren in allen bisher bekannten
Siedlungen. Doch ist sowohl ihre Qualität als auch Quantität sehr unterschiedlich. Objekte
wie Spinnwirtel, Mahlsteine oder Webgewichte gehören meines Erachtens – solange sie
nicht in auffallend hoher Zahl auftreten – zum gebräuchlichen Inventar eines Haushaltes
und weisen nicht auf Handwerk im Sinne von Produktion über den Eigenbedarf hinaus
hin. Ziel der folgenden Untersuchung ist es nicht, sämtliche Hinweise auf handwerkliche
Tätigkeiten in allen bekannten Siedlungen aufzulisten, sondern vielmehr anhand gut pu-
blizierter Beispiele einen Überblick über das Spektrum an Funden und Befunden zu geben.
Die Keramikproduktion ist z. B. in Basel-Gasfabrik durch die Funde mehrerer Töpfer-
öfen belegt (Jud 1989b, 24; Jud & Spichtig 1999, 99 f.). Hinzu kommen Produktionsabfäl-
le (Jud 1989b, 24) sowie Fehlbrände (Furger-Gunti 1981, 20). Ein ähnliches Bild bietet die
Siedlung von Breisach-Hochstetten (Stork 1975, 4). Funde von Töpferöfen liegen auch in

4 Ohne in diesem Beitrag näher auf Datierungsfragen eingehen zu können, sei an dieser Stelle ver-
merkt, daß der chronologische Schwerpunkt nahezu aller erwähnten Fundorte auf dem Ende der
Mittellatènezeit und dem Beginn der Spätlatènezeit – also LT C2 und LT D1 – liegt.
5 Die Arbeit von Susanne Senz (2001) beschäftigt sich mit dem Problem der Organisation und
Spezialisierung in Siedlungen der Spätlatènezeit und schließt damit auch einige der hier behandel-
ten Fundorte ein. Da aber der französische Raum in ihrer Arbeit nicht berücksichtigt wird und die
Mehrzahl der besprochenen Fundorte Oppida sind, bietet sie keinen vergleichenden Überblick über
handwerkliche Tätigkeiten speziell in offenen Siedlungen.
598 Melanie Augstein
Sierentz vor (Wolf 1994, 127). In Manching wird bereits für die Mittellatènezeit Keramik-
produktion angenommen, auch wenn alle bisher entdeckten Töpferöfen spätlatènezeit-
lich datieren (Sievers 2002b, 169). Ein weiterer Platz mit Funden entsprechender Öfen ist
Lovosice (Salač 2000, 155; Senz 2001, 45).
Ebenso zahlreich ist die Verarbeitung von Glas belegt. In Aulnat lassen Glastropfen
auf die Herstellung von Perlen und Armringen schließen (Collis 1975, 12). In der bislang
nur in Ausschnitten bekannten Siedlung Kirchzarten-Rotacker »Tarodunum« werden die
Dominanz von Armringen der Reihe 37 nach Gebhard (vgl. Gebhard 1989) sowie der
Fund eines purpurnen Glastropfens mit dem Abdruck eines Holzkohlestückchens als
Indizien für Glasproduktion vor Ort gewertet (Wagner 2001, 8). Auch die Siedlung von
Egglfing ist weitgehend nur durch Oberflächenfunde bekannt, doch lassen sich auch hier
Hinweise auf Glasproduktion fassen: neben Glasschmelzkugeln, Fragmenten von Glas-
fluß, Fehlprodukten und Stücken mit Werkzeugabdrücken liegen auch Halbfabrikate vor
(Uenze 2000, 7; 10). Die Herstellung von Glasobjekten in Berching-Pollanten scheint ange-
sichts der wenigen Funde von Rohglasstücken und Glasschmelze nicht sehr bedeutend
gewesen zu sein (Fischer & Spindler 1982, 128). In Manching ist die Glasproduktion durch
Rohglasfragmente auch bereits vor der Entstehung des Ringwalls belegt (Sievers 2003, 73).
Die Herstellung und Bearbeitung von Objekten aus Buntmetall läßt sich vielfältig
nachweisen. In Basel-Gasfabrik fanden sich Gruben mit verschiedenen Halbfabrikaten
und Abfallstücken eines Bronzeschmiedes. Hierbei handelte es sich um Kettchen und
Fibeln (Furger-Gunti 1983, 29). Außerdem wurde eine Form aus Stein gefunden, die den
serienmäßigen Guß gerippter Ringe ermöglichte (ders. 1981, 18). In Berching-Pollanten ist
die Buntmetallverarbeitung durch geschmolzene Gußklumpen oder Gußtröpfchen, Bron-
zestäbe und Bronzeplättchen mit Bearbeitungsspuren, Blechabfälle und Fehlgüsse von
Bronzeringen belegt (Fischer, Rieckhoff-Pauli & Spindler 1984, 325). Die Bronzetiegel-
fragmente, Schlacken und Werkstattabfälle aus Aulnat (Périchon 1975, 95 f.), sowie ge-
schnittene Bronzebleche und alle Stationen des Herstellungsprozesses von Nieten in Acy-
Romance (Lambot 2002, 117) weisen ebenso wie die Schlacken, Werkzeuge, Gußtiegel-
und Gußformfragmente und Halbfabrikate Nauheimer Fibeln in Breisach-Hochstetten
(Stork 1975, 5; 1981, 169) auf die weit verbreitete Ausführung dieses Handwerkszweiges
hin. In diesem Zusammenhang sind auch die Tiegelfragmente und Model für z. B. den
Guß von Spiralringen aus Roanne zu nennen (Lavendhomme & Guichard 1997, 163 f.). In
Levroux sind die Gruben z. T. buchstäblich vollgestopft mit Metallabfällen, Schlacken
und den Endprodukten selbst. Neben Wagenteilen und Schmuck ist hier die Herstellung
von Fibeln bezeugt (Buchsenschutz et al. 2000, 309; Colin 1998, 156).
Besonders das Fundgut der Siedlung Berching-Pollanten liefert deutliche Hinweise
auf die Verhüttung6 und Weiterverarbeitung von Eisen. Darauf deuten vor allem die zahl-
reichen Werkzeuge aus dem Tätigkeitsbereich eines Schmiedes hin. Dieser Eindruck wird
durch Funde von Werkstattabfällen und Halbfabrikaten bestätigt. Die Produktion von
Fibeln ist durch das Vorhandensein entsprechender Reste belegt (Fischer, Rieckhoff-Pauli
& Spindler 1984, 360; 362). Des weiteren wurden Gebrauchsgüter, wie verschiedenartige
Beschläge, Herdgerät oder Wagenteile, produziert (Schäfer 2003, 265). Ausgangsmaterial
waren Barren- und Luppenstücke sowie Altmetall (ebd.). In Aulnat zeigen große Mengen
von Schlacken, Eisenbarren und fertiger Produkte die Dominanz des eisenverarbeitenden
Handwerks an (Collis 1975, 12). Darüber hinaus liegen in Aulnat andernorts überaus sel-

6 Zwar konnten bislang keine Rennfeueröfen im Bereich der Grabungsfläche entdeckt werden,
doch werden Düsenziegel (Fischer, Rieckhoff-Pauli & Spindler 1984, 322) und große Mengen von
Verarbeitungsschlacken (Schäfer 2003, 265) als Hinweise auf Verhüttung aufgefaßt. Verhüttungs-
schlacken selbst aber fehlen im Siedlungsareal (ebd.).
Handel und Handwerk 599
tene Befunde vor: im Bereich der Schlackenfunde konnten eingetiefte Strukturen identifi-
ziert werden, die laut Robert Périchon (1975, 90) zweifellos in Verbindung mit der Erwär-
mung und Abkühlung der produzierten Gegenstände zu sehen sind. Schmiedeschlacken
und Eisenbleche wurden in Acy-Romance gefunden (Lambot 2002, 117), zahlreiche
Schlacken sind auch aus dem vermuteten Kernbereich von Kirchzarten-Rotacker bekannt
(Wagner 2001, 6). In Breisach-Hochstetten zeichnen Schmiedezangen und Eisenschlacken
ein ähnliches Bild (Stork 1975, 5), gleiches gilt auch für Roanne (Lavendhomme &
Guichard 1997, 163 f.). Auf die Dominanz der Buntmetallbearbeitung in Levroux ist bereits
eingegangen worden, doch auch der Werkstoff Eisen ist durch eine hohe Dichte an
Funden präsent. Hierzu zählen Werkstattabfälle und Schlacken (Buchsenschutz et al.
2000, 309). In Manching entwickelte sich die Eisenproduktion und Eisenverarbeitung zu
einem blühenden Handwerkszweig (Sievers 2003, 76 ff.). Große Mengen an Schlacken,
defekte Düsenziegel, Stabeisen, Barren, Bleche und die entsprechenden Werkzeuge (vgl.
hierzu auch Jacobi 1974) dienen als Nachweise.
Neben der Eisenschmiede wurde in Aulnat auch das knochenverarbeitende Handwerk
mit einiger Intensität betrieben. Abfälle von bearbeiteten Knochen sowie die Endprodukte
selbst lassen darauf schließen (Collis 1975, 12). In eher geringem Umfang scheinen sich auch
die Bewohner von Acy-Romance mit der Bearbeitung von Knochen und Horn beschäftigt
zu haben: es liegen wenige bearbeitete Stücke vor (Lambot & Méniel 1992, 120 f.).7 Einen
weitaus größeren Stellenwert scheint das Material dafür in Levroux gehabt zu haben. An
zahlreichen Tierknochenfunden konnten Bearbeitungsspuren nachgewiesen werden. Die
Schlachtung und grobe Zerteilung der Tiere scheint sich innerhalb der Siedlung auf ein ein-
geschränktes Gebiet konzentriert zu haben, in dem auch zahlreiche Gruben Reste hornbe-
arbeitenden Handwerks enthielten (Buchsenschutz et al. 2000, 309). Die Herstellung von
Würfeln aus den Knochen von Pferden ist hier ebenfalls belegt (Buchsenschutz 2002, 73).
Eine Konzentration von Sapropelitobjekten in einem bestimmten Teil der Siedlung
Egglfing veranlaßt Hans-Peter Uenze, an die Produktion von Sapropelitringen zu denken
(Uenze 2000, 20). Da diese Vermutung aber nur auf Oberflächenfunden beruht, bedarf es
noch klärender Ausgrabungen, um diese Annahme zu verifizieren. Auch für Manching
wird die Herstellung von Sapropelitringen angenommen; in der Siedlung wurden einige
Halbfabrikate und Rohstücke gefunden (Sievers 2002c, 176).
Als letzter Handwerkszweig soll schließlich die Münzherstellung angesprochen wer-
den. Sie ist eng mit der Münzprägung verbunden. In Basel-Gasfabrik liegen Hinweise auf
Münzherstellung in Form zweier Feinwaagen vor (Burkhardt, Stern & Helmig 1994, 14).
Darüber hinaus wurde Ende der 1990er Jahre ein Silberplättchen ausgegraben, das als
Münzbild eines Kaletedou-Quinars anzusprechen ist (Jud & Spichtig 1999, 95). Funde von
Schrötlingsformen sind nicht bekannt. In Berching-Pollanten existiert eine Reihe bislang
unbekannter Münztypen, die nach Hans-Jörg Kellner und Sabine Watzlawik eine eigene
Münzprägung vor Ort wahrscheinlich machen (Kellner 1982, 83; Watzlawik 1998, 314). Es
liegen hier allerdings keine weiteren Hinweise auf Münzherstellung vor. Fragmente von
Schrötlingsformen, in Aulnat sogar mit nachweisbaren Resten von Kupfer, Zinn, Blei,
Silber und Gold (Collis 1980, 44; Tournaire et al. 1982, 428), wurden auch in Breisach-
Hochstetten (Stork 1975, 7) und Levroux gefunden (Tournaire et al. 1982, 422). Fragmente
von Feinwaagen in Breisach (Stork 1975, 7) und Levroux oder ebenda auch fehlgeschlage-
ne Gußversuche (Buchsenschutz et al. 2000, 311) können als weitere Indizien gewertet

7 Man sollte jedoch vorsichtig mit der Annahme umgehen, daß bearbeitete Objekte allein auf die
Ausübung eines Handwerks hinweisen, solange nicht auch entsprechende Befunde, Halbfabrikate,
Werkstattabfälle, Werkzeuge o. ä. diese Annahme unterstützen.
600 Melanie Augstein
werden. Unter den Oberflächenfunden aus Kirchzarten-Rotacker »Tarodunum« befanden
sich vier Goldstatere, ein Schrötling und ein geschmolzener Goldklumpen, die laut Heiko
Wagner (2001, 7) als Nachweise auf eine lokale Produktion aufzufassen sind. Schrötlings-
formen verweisen auch in Manching auf die Herstellung von Münzen; des weiteren
wurde hier eine Patrize mit dem Münzbild eines Kreuzquinars gefunden (Sievers 2003,
80 f.). Hinzu kommt eine Reihe von Feinwaagen (ebd. 83). In Altendorf wurden zwar
keine Schrötlingsformen gefunden, dafür aber ein Prägestempel (Rieckhoff & Biel 2001,
237). Aus Stöffling stammen Silberschmelzreste, Schrötlinge und ein Münzstempel, aber
wiederum keine Schrötlingsformen (Irlinger 2002, 258). Nur aus der offenen Siedlung von
Manching liegen gemeinsame Funde von Schrötlingsformen und Prägestempeln vor.
Es stellt sich die Frage, wer wo für wen Münzen prägte. Handelte es sich um mobile
Monetare, die – ausgestattet mit einem durch übergeordnete Befugnis gerechtfertigten
Prägestempel – unterwegs waren? Matthias Leicht zieht die Möglichkeit in Betracht, daß
Münzmeister für verschiedene Prägeherren an unterschiedlichen Orten je nach Bedarf
Münzen prägten (Sievers et al. 1998, 649). Peter Kos und David G. Wigg (2002, 365) ver-
muten hingegen, daß nicht mit fest eingerichteten Münzstätten zu rechnen ist, sondern
daß Metallhandwerker neben anderen Erzeugnissen auch Münzen hergestellt haben.
Auch die Existenz von Wanderhandwerkern wird in Erwägung gezogen (ebd.). Damit ist
aber die Frage des Prägeortes und der möglichen Zentralisierung und Spezialisierung
noch nicht beantwortet. Man kann aber gleichwohl sagen, daß es nicht vorrangig – wie
man lange Zeit annahm8 – Oppida sind, aus denen Hinweise auf Münzprägung z. B.
durch Schrötlingsformen vorliegen (Sievers 2002a, 204). Eine systematische Untersu-
chung Anfang der 1980er Jahre ergab, daß zwar die Mehrzahl der Funde von Schrötlings-
formen aus Oppida stammt, aber mehr als die Hälfte der Siedlungen mit Schrötlings-
formfunden offene Siedlungen waren.9
Hinweise auf gewerbliche Tätigkeiten liegen also ebenso zahlreich wie mannigfaltig
vor; in welchem Umfang die Produktion ausgeführt wurde, läßt sich mit den verfügbaren
archäologischen Daten jedoch nur schwer beurteilen. Stets wird von einem hohen Grad an
Spezialisierung ausgegangen.10 Die konkrete Stufe und Organisation ist aber aufgrund der
Quellenlage oftmals kaum zu fassen (vgl. auch Senz 2001, bes. 125 ff.), auch kursieren in
der Literatur die inhaltlich verschiedensten Ansätze zum Begriff. Wenn man unter einem
Spezialisten z. B. einen Handwerker verstehen möchte, der für Handel und Markt produ-
ziert und sich nicht mehr an der Nahrungsmittelbeschaffung seiner Gruppe beteiligt – der
Zeitaufwand ist also das bestimmende Kriterium –, ist dieser mit archäologischen Mitteln
kaum nachzuweisen.11 Eine Spezialisierung auf bestimmte Waren ist jedoch bei einigen
Fundorten anzunehmen. In Bad Nauheim z. B. scheint man auf die Produktion von Salz
eingestellt gewesen zu sein (Herrmann & Jockenhövel 1990, 285; 316), während Sissach-

8 So sagte z. B. Franz Fischer noch Anfang der 1980er Jahre: »Die bisher eruierten Fundplätze von
Münzschmelzformen … weisen darauf hin, daß die Prägestätten weit überwiegend in den Oppida
lagen« (Fischer 1983, 44).
9 Siehe hierzu Tournaire et al. 1982, 417; 432. Mir sind allerdings keine neueren vergleichenden
Analysen dieser Art bekannt; ich vermute dennoch, daß sich das Verhältnis nicht in einem entschei-
denden Maß verändert hat.
10 So z. B. Meduna (1995, 636): »Die Existenz der entwickelten und spezialisierten handwerklichen
Produktion in der Latènezeit muß als nachgewiesene Tatsache angesehen werden«. Vgl. Brun (1995,
17): »All [unenclosed settlement agglomerations] have yielded evidence of very specialized craft pro-
duction in gold, bronze, iron, glass, bone or pottery«.
11 Hierzu im Detail Schlesier (1981), der ein in der Ethnologie gebräuchliches Modell zur Bestim-
mung des Grades der Spezialisierung (Hauswerk, Subsistenzhandwerk und Berufshandwerk) an-
hand des Zeitaufwandes aufgestellt hat.
Handel und Handwerk 601
Brühl häufig als »Töpferdorf« beschrieben wird (z. B. Kamber et al. 2002, 25).12 Lovosice
gilt als eines der wenigen Zentren für die Herstellung von Drehmühlen und ist somit
gewissermaßen auf ein bestimmtes Produkt beschränkt (Salač 2002a, 23).
Erschwert wird die Klärung dieser Problematik sicherlich auch durch das weitgehen-
de Fehlen von Arbeitsplätzen und Werkstätten, was im Zusammenhang mit der ange-
sprochenen mangelhaften Überlieferung baulicher Strukturen zu sehen ist. Neben den
erwähnten Töpferöfen stellen die Befunde aus Aulnat eine seltene Ausnahme dar.
Handwerkliche Tätigkeiten scheinen als herausragendes Charakteristikum offener
Siedlungen gelten zu können. Auch bei solchen Fundorten, bei denen trotz intensiver
archäologischer Untersuchung zunächst keine entsprechenden Hinweise vorlagen, erga-
ben weitere Ausgrabungen das schon bekannte Bild. Als Beispiel kann Acy-Romance
angeführt werden, das zunächst scheinbar ausschließlich eine kultische Funktion hatte
(Lambot & Méniel 1992, 120 ff.). Weitere Forschungen zeigten dann aber doch Spuren
intensiver handwerklicher Produktion (Lambot 2002, 117). Dennoch sollte betont werden,
daß all diese Indizien keine endgültige Antwort auf die Frage nach dem tatsächlichen
Verhältnis agrarischer und gewerblicher Produktion geben können; auch die Landwirt-
schaft wird eine gewisse Rolle in den Siedlungen gespielt haben.
Wie sieht es nun mit Hinweisen auf Handelstätigkeit aus, einem weiteren in der
Literatur oft zu findenden Kennzeichen offener Siedlungen? Münzfunde13 zeigen die Ein-
bindung in ein differenziertes Wirtschafts- und Handelssystem. Sie liegen in allen be-
kannten Siedlungen in unterschiedlicher Zahl und Wertigkeit vor. In Basel-Gasfabrik z. B.
belegen die etwa 240 Münzen ein entwickeltes, regional differenziertes Münzsystem (vgl.
Burkhardt, Stern & Helmig 1994; auch Hecht et al. 1999, 173). Bei den über 100 Münzen
aus Berching-Pollanten zeigt sich ein durchaus von Manching abzusetzendes Typenspek-
trum, das – zumindest für die Anfangsphase der Siedlung – ein eigenständiges Bezugs-
feld widerspiegelt (Schäfer 2003, 265 f.). Außerdem liegen Münzen gallischer und böhmi-
scher Provenienz vor (Kellner 1982, 83). In Aulnat hingegen sind die Münzen in ihrer
Mehrzahl lokalen oder regionalen Ursprungs (Nash & Collis 1983, 60), gleiches ist auch
für Acy-Romance (Colin 1998, 124) und Sierentz (Burkhardt 1994, 76) festzuhalten. Bei der
bislang nur in kleinen Ausschnitten ergrabenen Siedlung »Tarodunum« liegen alleine an
Oberflächenfunden an die 120 Münzen vor (Wagner 2001, 6). Das Münzspektrum unter-
scheidet sich in den Details von anderen Großsiedlungen des südlichen Oberrheingebie-
tes und spiegelt laut Heiko Wagner (ebd. 7) lokale Münzemissionen sowie feinchronolo-
gische Unterschiede wider. Aus Egglfing ist eine hohe Zahl ortsfremder Prägungen
bekannt: etwa 20 % der über 300 Fundmünzen stammen aus Gallien, Böhmen oder dem
Noricum (Ziegaus 2000, 39). Erwähnenswert ist auch die anhand der Münzen wahr-
scheinliche enge Bindung Egglfings an Manching und Berching-Pollanten (ebd. 59). Auch
die Egglfinger Keramik (Uenze 2000, 16) sowie die Glasobjekte (ebd. 5 f.)14 legen eine
Verbindung mit Manching nah. Die Manchinger Münzen (vgl. auch Kellner 1990) belegen
Kontakte nach Italien, Gallien, in die Normandie, nach Böhmen und in den ostkeltischen
Raum, aufgrund der geringen Zahl der Prägungen überregionaler Provenienz ist aber der

12 Es wird jedoch diskutiert, ob es sich bei Sissach-Brühl gar nicht um die Siedlung selbst handelt,
da nur spärliche Bebauungsreste aufgedeckt wurden. Deswegen vermutet Jürg Tauber (1994, 46) die
intensiv bewohnte Siedlung an anderer Stelle.
13 An dieser Stelle kann nicht auf die Münzfunde im Detail eingegangen werden; das Typen-
spektrum muß hier unberücksichtigt bleiben. Siehe weiterführend die zu den Siedlungen angegebe-
ne Literatur.
14 Sowohl in Egglfing als auch in Manching wurden Glasarmringfragmente gefunden, die wegen
identischer Verunreinigungen von Hans-Peter Uenze (2000, 5 f.) als Exemplare gleicher Werkstatt-
provenienz angesprochen werden.
602 Melanie Augstein
Umfang sowie die Bedeutung einzelner Regionen nur schwer zu erschließen. Zahlreiche
Münzen lassen in Manching jedoch auch einen regen regionalen Handel, z. B. mit
Berching-Pollanten, annehmen (Gebhard & Wagner 2002, 243).
Kontakte lassen sich aber nicht nur anhand der Münzfunde belegen: Beziehungen in
Richtung Osten macht die im Oberrheingebiet eher seltene, in »Tarodunum« aber durch
Gefäßfragmente belegte Graphittonkeramik wahrscheinlich (Wagner 2001, 6). Sie liegt
auch in Breisach-Hochstetten vor (Stork 1975, 4). Anhand der Verzierungselemente der
Keramik in Hochstetten ist laut Ingo Stork eine Verbindung Richtung Frankreich und
zum Mittelrhein sichtbar (ebd. 5). Der in Manching verwendete Graphit weist in Richtung
Passau (Sievers 2002b, 169).
Ansonsten ist Handelsverkehr nicht ohne Schwierigkeiten nachzuweisen, da vor
allem in der Spätlatènezeit eine gewisse Standardisierung bzw. formale Gleichförmigkeit
der Waren über weite Räume hinweg zu beobachten ist und der Herstellungsort nicht
immer nachgewiesen werden kann (Kuckenburg 2000, 166). Interdisziplinäre Zusammen-
arbeit, insbesondere mit den Naturwissenschaften, kann hier zur Klärung einen wichti-
gen Beitrag leisten. Auf diesem Weg konnte z. B. ein Keramikhandel zwischen Berching-
Pollanten und Manching sowohl mit archäologischen als auch naturwissenschaftlichen
Methoden wahrscheinlich gemacht werden (Schäfer 2003, 265; Lasch 1999, 119). Anhand
der Keramik sind aber auch Kontakte nach Böhmen anzunehmen (Lasch 1999, 119). Wei-
terhin konnte z. B. auch nachgewiesen werden, daß die Mühlsteinfragmente aus Sierentz
aus Vogesensandstein bestehen (Hecht, Jud & Spichtig 1991, 103).
Neben dem Regionalhandel liegen in manchen offenen Siedlungen auch Hinweise auf
Fernhandel vor. Dazu gehören nicht nur Funde ortsfremder Münzen, sondern auch Wein-
amphoren und italisches Geschirr oder südliches Glas. In Basel-Gasfabrik belegen ein
Stück Reticella-Glas, zahlreiche Weinamphoren sowie campanische Ware Handelskon-
takte mit Italien, anhand der Keramik lassen sich Verbindungen z. B. nach Gallien vermu-
ten (Furger-Gunti 1981, 14). In den mediterranen Raum weisen darüber hinaus auch eini-
ge Metallfunde wie Fragmente von Weinsieben oder Eimern (vgl. Hecht et al. 1999, 177).
Amphoren- und Campanafunde liegen auch aus Aulnat vor (Collis 1975, 12), gleiches gilt
für Levroux (Buchsenschutz et al. 2000, 310) oder auch für Manching (Sievers 2002a, 206;
2002b, 168 f.). Dort sind außerdem hellenistische Glasgefäße, Glanztonkeramik oder
Bronzegeschirr erwähnenswert (ebd.). Aus »Tarodunum« sind wiederum zahlreiche
Amphorenfragmente bekannt (Wagner 2001, 6), ebenso aus Breisach-Hochstetten (Stork
1981, 169). Wenige Amphoren- und Campanafragmente sowie Stücke grauer katalani-
scher Ware konnten in Roanne geborgen werden (Lavendhomme & Guichard 1997, 204).
Es zeigt sich also, daß auch Funde von Münzen und verschiedenartigen Handelsob-
jekten das Bild offener Siedlungen in entscheidendem Maß prägen. Reichweite und Inten-
sität scheinen aber von Fundstelle zu Fundstelle zu variieren. Während wohl alle bekann-
ten Siedlungen in ein Netz regionaler Beziehungen eingebunden waren, weisen einige
darüber hinaus auch Fundobjekte auf, die als Belege für Fernhandel gewertet werden
dürfen, etwa mediterrane Importkeramik. Allerdings lassen diese Funde oft nur Einzel-
aussagen zu, die geringe Zahl der Fundgegenstände erlaubt keine gesicherten Angaben
zur Qualität und Quantität der Beziehungen. Außerdem ist das Bild des Handelsverkehrs
auch dadurch verzerrt, daß dem Archäologen meistens nur Hinweise auf nichtorganische
Gegenstände zur Verfügung stehen. Waren wie Salz, Lebensmittel, Vieh, Pelze, Tuche,
Holz oder auch Menschen wurden sicherlich ebenfalls verhandelt, ihre mögliche
Bedeutung für den Handel und die Gesellschaft läßt sich aber kaum mehr erschließen –
darauf weisen unter anderem Salač (2002b, 351) sowie Gebhard & Wagner (2002, 243) hin.
Es bleibt festzuhalten: Handel und Handwerk konzentrieren sich in einem zuvor nie
dagewesenen Umfang in den in der Mittellatènezeit entstehenden offenen Siedlungen. Im
Umgang mit diesem Siedlungstyp sind zur weiteren Erkenntnisgewinnung vor allem
Handel und Handwerk 603
interdisziplinäre Ansätze und weitere Ausgrabungstätigkeiten nach modernsten Maß-
stäben wichtig; durch sie kann das Bild weiter vervollständigt werden. Aber auch jetzt
schon scheint sich abzuzeichnen, daß es nicht erst die Oppida waren, in denen solche
Kennzeichen eines ›Zentralortes‹ wie Handel, Handwerk und gute Verkehrsanbindung
eine entscheidende Rolle spielten. Von einem unvermittelten Auftreten der Oppidakultur
»gleichsam aus dem Nichts« (Sievers 2002a, 203) kann keine Rede sein; viele der für die
befestigten Großsiedlungen der Spätlatènezeit postulierten Charakteristika – wie z. B.
eine vielfältige, arbeitsteilige Wirtschaftsstruktur mit Handwerk, Handel und Dienst-
leistungen, ein vielgestaltiges Siedlungsbild mit öffentlichen Plätzen, Straßen, kom-
munalen Einrichtungen oder Vierteln15 – lassen sich bereits in den älteren offenen Sied-
lungen fassen. Mir scheint, als hätten sie durch die neue, herausragende Rolle der hand-
werklichen Produktion, durch die Intensivierung des Handels sowie durch Münzen und
Importfunde die Entwicklung der sogenannten ›Oppidazivilisation‹ gewissermaßen ›an-
gekündigt‹. Durch die immer größere Zahl bekannter Fundstellen und dem dadurch
bedingten besseren Forschungsstand ändert sich die Vorstellung über die spätlatènezeit-
liche Besiedlungsstruktur zunehmend. Es sind nicht mehr allein die Oppida, die das Bild
entscheidend prägen. Die Frage, die sich daraus ergibt, wird von Susanne Sievers treffend
formuliert: »Ist der Begriff Oppidazivilisation also noch angebracht?« (ebd.).
Meines Erachtens läßt der Forschungsstand zu beiden Siedlungstypen in dieser Hin-
sicht noch keine endgültigen Aussagen zu. Denn nicht nur die offenen, sondern auch die
befestigten Siedlungen sind nur im Einzelfall komplett ergraben, meist sind lediglich die
Wallanlagen gut untersucht (ebd.). Orte wie Manching können sicherlich als Ausnahme
gelten. Darum ist es hier wie dort schwierig, präzise Aussagen zu Strukturen und
Funktionen zu treffen. Wer diese Siedlungen und ihre Organisation kontrollierte und
bewohnte, welche Rolle die Eliten spielten, muß beim heutigen Forschungsstand unbe-
antwortet bleiben. Sicherlich lebte der Großteil der Bevölkerung auf dem Land, doch wird
man wohl Sabine Rieckhoff (2002, 363) zustimmen können: »Der Vicus vom Typ Aulnat,
Feurs, Roanne, Levroux, Breisach-Hochstetten, Basel-Gasfabrik, Kirchzarten-Rotacker …
war die eigentliche ›städtische‹ Innovation in West- und Mitteleuropa im 2. Jhd. v. Chr.«

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