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Original Betriebsanleitung

VERO-S Nullpunktspannsystem
NSE-M plus 138
Montage- und Betriebsanleitung

Superior Clamping and Gripping


Impressum

Impressum

Urheberrecht:
Diese Anleitung bleibt urheberrechtlich Eigentum der SCHUNK GmbH & Co. KG. Sie wird
nur unseren Kunden und den Betreibern unserer Produkte mitgeliefert und ist Bestandteil
des Produktes. Ohne unsere ausdrückliche Genehmigung dürfen diese Unterlagen weder
vervielfältigt noch dritten Personen, insbesondere Wettbewerbsfirmen,
zugänglich gemacht werden.
Technische Änderungen:
Änderungen im Sinne technischer Verbesserungen sind uns vorbehalten.
Dokumentennummer:
Auflage: 01.00 |20.09.2013|de
© SCHUNK GmbH & Co. KG
Alle Rechte vorbehalten

Sehr geehrter Kunde,


wir gratulieren zu Ihrer Entscheidung für SCHUNK. Damit haben Sie sich für höchste
Präzision, hervorragende Qualität und besten Service entschieden.
Sie erhöhen die Prozesssicherheit in Ihrer Fertigung und erzielen beste
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SCHUNK-Produkte werden Sie begeistern.
Unsere ausführlichen Montage- und Betriebshinweise unterstützen Sie dabei.
Sie haben Fragen? Wir sind auch nach Ihrem Kauf jederzeit für Sie da.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre H.-D. SCHUNK GmbH & Co.


Spanntechnik KG
Lothringer Str. 23
D-88512 Mengen
Tel. +49–7572-7614-0
Fax +49-7572-7614-1099
info@de.schunk.com
www.schunk.com

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Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
1 Zu dieser Anleitung ................................................................................................... 4
1.1 Warnhinweise in dieser Anleitung .......................................................................... 4
2 Grundlegende Sicherheitshinweise ........................................................................... 5
2.1 Bestimmungsgemäße Verwendung ........................................................................ 5
2.2 Nicht bestimmungsgemäße Verwendung .............................................................. 5
2.3 Hinweise auf besondere Gefahren ......................................................................... 5
2.4 Produktsicherheit ................................................................................................... 7
2.4.1 Haltekraft und Schraubenfestigkeit ............................................................. 7
2.4.2 Bauliche Veränderungen, An- oder Umbauten ........................................... 7
2.5 Personalqualifikation .............................................................................................. 8
2.6 Organisatorische Maßnahmen ............................................................................... 8
3 Gewährleistung ...................................................................................................... 10
4 Lieferumfang .......................................................................................................... 10
5 Technische Daten ................................................................................................... 11
6 Montage ................................................................................................................. 12
6.1 Allgemeine Montagehinweise .............................................................................. 12
6.2 Befestigung und Betätigung ................................................................................. 12
6.3 Spannstation (optional) ........................................................................................ 14
6.4 Spannbolzen SPA 40, SPB 40, SPC 40, SPG 40 ....................................................... 15
6.4.1 Hinweise zum Spannbolzen SPG 40 ........................................................... 17
7 Funktion ................................................................................................................. 18
7.1 Entriegeln des Spannsystems ............................................................................... 18
7.2 Verriegeln des Spannsystems ............................................................................... 18
8 Wartung und Pflege ................................................................................................ 20
9 Fehlerbehebung ..................................................................................................... 21
10 Stückliste ................................................................................................................ 21
11 Zusammenbauzeichnung ........................................................................................ 22

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Zu dieser Anleitung

1 Zu dieser Anleitung
Diese Anleitung ist integraler Bestandteil des Produktes und
enthält wichtige Informationen zur sicheren und sachgerechten
Montage, Inbetriebnahme, Bedienung, Pflege und Wartung.
• Vor Benutzung des Produktes diese Anleitung, besonders
das Kapitel "Grundlegende Sicherheitshinweise" lesen und
beachten.

1.1 Warnhinweise in dieser Anleitung


In dieser Anleitung werden die folgenden Warnhinweise ver-
wendet.
Die beschriebenen Maßnahmen müssen eingehalten werden um
Gefahren für Personen- und Sachschäden zu vermeiden.

Symbole und Beschreibung


Signalworte
Gefahren für Personen.
WARNUNG Nichtbeachtung kann zu Tod oder schweren Verletzungen führen.
Gefahren für Personen.
VORSICHT Nichtbeachtung kann zu leichten Verletzungen führen.
Maßnahmen zur Vermeidung von Sachschäden
ACHTUNG

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Grundlegende Sicherheitshinweise

2 Grundlegende Sicherheitshinweise
Von diesem Produkt können Gefahren für Personen und Sachen
durch falsche Handhabung, Montage und Wartung ausgehen,
wenn diese Anleitung nicht beachtet wird.
• Vor Montage und Inbetriebnahme die Anleitung sorgfältig lesen.
• Pannen und Schäden sofort nach Erkennen melden und unver-
züglich instandsetzen, um den Schadensumfang gering zu hal-
ten und die Sicherheit des Produkts nicht zu beeinträchtigen.
Beim Austausch beschädigter Teile dürfen nur Original
SCHUNK-Ersatzteile verwendet werden.
• Diese Anleitung so aufbewahren, dass sie jederzeit für alle
Anwender zugänglich ist.
• Wird das Produkt an Dritte weitergegeben, diese Anleitung
beifügen.

2.1 Bestimmungsgemäße Verwendung


Dieses Produkt ist bestimmt zum Positionieren und Spannen von
Spannpaletten oder Werkstücken. Es darf ausschließlich im Rah-
men seiner technischen Daten verwendet werden. Die angegebe-
nen maximalen technologischen Daten dürfen dabei nicht über-
schritten werden!
Das Produkt ist bestimmt für industrielle Anwendung zum Aufbau
auf dem Maschinentisch oder Maschinenpaletten.
Zur bestimmungsgemäßen Verwendung gehört auch, dass der An-
wender diese Betriebsanleitung, besonders das Kapitel "Grundlegen-
de Sicherheitshinweise", vollständig gelesen und verstanden hat.

2.2 Nicht bestimmungsgemäße Verwendung


Eine nicht bestimmungsgemäße Verwendung des Produkts liegt
vor, wenn es z.B. als Hebezeug, Werkzeughalter, Presswerkzeug
oder Greifer eingesetzt wird.
Die technischen Daten beim Gebrauch überschritten werden.

2.3 Hinweise auf besondere Gefahren


• Wartungsarbeiten, Umbauten oder Anbauten außerhalb der
Gefahrenzone durchführen.
• Das System bei allen Arbeiten gegen versehentliches Betätigen
sichern.
• Nicht in die offene Mechanik der Spannbolzenaufnahme greifen.

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Grundlegende Sicherheitshinweise

• Montage, Umbau und Demontage darf nur durch Fachpersonal


durchgeführt werden.

WARNUNG
Verletzungsgefahr des Bedienungspersonals beim Transport
des Systems und bei horizontaler Lage der Spannbolzenachse
durch Herunterfallen der Vorrichtung oder Palette, oder bei
nicht erlaubter Überkopfanwendung.
Aufgrund der nicht federgesicherten Spannstelle ist eine Über-
kopfanwendung nicht erlaubt.
Beim Transport einen Kran oder Transportwagen verwenden.
Bei Horizontaler Anwendung muss, vor dem Lösen der Vorrich-
tung oder Palette, diese gegen Herunterfallen gesichert sein.

WARNUNG
Verletzungsgefahr durch Herunterfallen der Vorrichtung, Palette
oder des Werkstückes bei irrtümlichem oder fahrlässigem Lösen
des Spannbolzens.
Während des Betriebes muss ein irrtümliches oder fahrlässiges
Lösen des Spannbolzens durch Abziehen des Spannschlüssels
ausgeschlossen werden.
Der Gefahrenbereich muss im Betrieb von einer
Schutzumhausung umgeben sein.

WARNUNG
Verletzungsgefahr durch Herunterfallen der Vorrichtung, Palette
oder des Werkstückes durch eine unsichere Kraftverbindung an
der Spannstelle.
Die Kraftverbindung an der Spannstelle erfordert unbedingt die
Verriegelung des Spannsystems mit dem empfohlenen Dreh-
moment.
Zur Betätigung des Antriebs darf der Griff des Spannschlüssels
nicht mit einer Verlängerung versehen werden.

VORSICHT
Beim manuellen Be- und Entladen besteht Quetschgefahr für
Gliedmaßen bei zu großen Spalten an bewegten Teilen und
während des Spannvorgangs.
Nicht in die Spannbolzenaufnahme greifen.
Mit kleinstmöglichen Spann- und Öffnungshüben arbeiten.
Beladehilfen verwenden.
Schutzhandschuhe tragen.

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Grundlegende Sicherheitshinweise

2.4 Produktsicherheit
Gefahren für Personen (Verletzungsgefahr) und Sachschäden
können von diesem Produkt ausgehen, wenn es z.B.:
• nicht bestimmungsgemäß verwendet wird;
• unsachgemäß montiert oder gewartet wird;
• die Sicherheits- und Montagehinweise, die am Einsatzort
gültigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften und die
EG-Maschinenrichtlinie nicht beachtet werden.
Wartungsvorschriften
Die Wartungs- und Pflegehinweise einhalten. Diese Hinweise be-
ziehen sich auf eine normale Umgebung. Soll das Produkt in einer
Umgebung mit abrasiven Stäuben oder ätzenden bzw. aggressiven
Dämpfen bzw. Flüssigkeiten betrieben werden, so ist vorher die
Genehmigung der Fa. SCHUNK einzuholen.
Sicherheit bei Montage und Instandhaltung
Bei der Montage, beim Anschließen, Einstellen, Inbetriebnehmen
und Testen muss sichergestellt sein, dass ein versehentliches Betä-
tigen des Systems durch den Monteur oder andere Personen aus-
geschlossen ist.
Jede sicherheitsbedenkliche Arbeitsweise unterlassen.

2.4.1 Haltekraft und Schraubenfestigkeit

Die Haltekraft des Systems wird im wesentlichen von der Festig-


keit der Schraubenverbindung begrenzt, mit der der Spannbolzen
mit der Palette bzw. Vorrichtung verbunden ist. Aus diesem
Grund dürfen ausschließlich Schrauben der Festigkeitsklasse 12.9
verwendet werden.
Es dürfen nur Original SCHUNK-Spannbolzen verwendet werden.
Bei der Verwendung der Spannbolzen in kundeneigenen Vorrich-
tungen ist eine ausreichend dimensionierte Gewindebohrung bzw.
eine ausreichende Befestigungsmaterialstärke durch den Kunden
vorzusehen.

2.4.2 Bauliche Veränderungen, An- oder Umbauten

Zusätzliche Bohrungen, Gewinde oder An- und Umbauten, die


nicht als Zubehör von SCHUNK angeboten werden, können die
Sicherheit beeinträchtigen. Sie dürfen nur mit Genehmigung der
Firma SCHUNK angebracht werden.

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Grundlegende Sicherheitshinweise

2.5 Personalqualifikation
Die Montage und Demontage, Erstinbetriebnahme, Betrieb und
Wartung dieses Systems darf nur von Fachpersonal durchgeführt
werden. Fachkraft ist, wer durch fachliche Ausbildung, Erfahrung
und Kenntnisse die übertragenen Arbeiten beurteilen und mögli-
che Gefahren erkennen und dadurch geeignete Gegenmaßnahmen
treffen kann.
Gegebenenfalls Schulungsangebote des Herstellers nutzen.
Jede Person, die vom Betreiber mit Arbeiten am System beauftragt
ist, muss die komplette Montage- und Betriebsanleitung, insbe-
sondere das Kapitel 2 "Grundlegende Sicherheitshinweise",
gelesen und verstanden haben.
Zuständigkeitsbereiche des Personals für das Bedienen, Warten,
Instandsetzen klar und eindeutig festlegen.
Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten im sicherheitsrelevanten
Bereich des Systems nur von Personal durchführen lassen, das im
Sinne der Sicherheitsvorschriften als Sachkundiger gelten kann.
Bedienerverantwortung, auch im Hinblick auf sicherheitsgerechtes
Verhalten festlegen, ihm die Ablehnung sicherheitswidriger An-
weisungen durch Dritte ermöglichen.
Personal, das sich in der Schulungs-, Einweisungs-, Ausbildungs-
oder Einlernphase befindet, nur unter ständiger Aufsicht einer
Fachkraft an diesem System arbeiten lassen.

2.6 Organisatorische Maßnahmen


Einhaltung der Vorschriften
Der Betreiber hat durch geeignete Organisations- und Instruk-
tionsmaßnahmen sicherzustellen, dass die einschlägigen Sicher-
heitsvorschriften und Sicherheitsregeln von den Personen, die mit
der Bedienung, Wartung und Instandsetzung des Systems betraut
sind, beachtet werden.
Kontrolle des Verhaltens
Der Betreiber muss zumindest gelegentlich das sicherheits- und
gefahrenbewusste Verhalten des Personals kontrollieren.
Gefahrenhinweise
Der Betreiber muss darauf achten, dass die Sicherheits- und
Gefahrenhinweise an der Maschine, an der das System angebaut
ist, beachtet werden und dass die Hinweisschilder in gut lesbarem
Zustand sind.

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Grundlegende Sicherheitshinweise

Störungen
Treten am System sicherheitsrelevante Störungen auf, oder lässt
das Produktionsverhalten auf solche schließen, ist die Maschine,
an der dieses System angebracht ist, sofort stillzusetzen und zwar
so lange, bis die Störung gefunden und beseitigt ist. Störungen nur
durch Fachpersonal beheben lassen.
Ersatzteile
Nur Original SCHUNK-Ersatzteile verwenden.
Umweltschutzvorschriften
Bei allen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten müssen die
gültigen Umweltschutzvorschriften eingehalten werden.

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Gewährleistung / Lieferumfang

3 Gewährleistung
Die Gewährleistung beträgt 24 Monate ab Lieferdatum Werk
unter folgenden Bedingungen:
• Bestimmungsgemäße Verwendung im 1-Schicht-Betrieb
• Beachtung der vorgeschriebenen Wartungs- und Pflege-
hinweise
• Beachtung der Umgebungs- und Einsatzbedingungen
Werkstück berührende Teile und Verschleißteile (Dichtungen) sind
nicht Bestandteil der Gewährleistung.

4 Lieferumfang
• Nullpunktspannsystem NSE-M plus 138
• Montage- und Betriebsanleitung
• Beipack:
6 Abdeckkappen
6 Befestigungsschrauben M8

• Zubehör:
Spannpaletten Type PAL
Spannbolzen Typen SPA, SPB, SPC, SPG
Zentrierkalottenbüchse Type ZKA
Schutzabdeckung Type SDE
Passbolzen PBN
Spannschlüssel

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Technische Daten

5 Technische Daten
NSE-M plus 138 Ident-Nr. 0471140
Haltekraft* (M10 / M12 / M16) 35 kN / 50 kN / 75 kN
Einzugskraft 2.5 kN
Betätigungsmoment 15 Nm
Wiederholgenauigkeit < 0.005 mm
Betriebstemperatur 15° – 60°C
Einbaulage Horizontal oder Vertikal
keine Überkopfanwendung!

* Haltekraft bei Befestigung des Spannbolzens mit


Zylinderschraube – DIN EN ISO 4762/12.9

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Montage

6 Montage
Die angegebenen Positionsnummern zu den entsprechenden
Einzelteilen beziehen sich auf die Zeichnung in Kapitel 11.
Bei der Montage des manuell betätigten Nullpunktspannsystems
muss die Zugänglichkeit zum seitlichen Antriebskolben (Pos. 4),
insbesondere bei gespannten Spannpaletten, gewährleistet sein.
Vor dem Einbau prüfen, ob sich der Antriebskolben zum Öffnen
bzw. Schließen des Spannmoduls gut erreichen lässt.
Schutzausrüstung (Handschuhe, Sicherheitsschuhe) tragen.

WARNUNG
Verletzungsgefahr beim Transport des Nullpunktspannsystems
durch Herabfallen
Sorgfältig transportieren.
Zum Transport einen Kran und/oder einen Wagen verwenden.

VORSICHT
Verletzungsgefahr durch Quetschungen
Das Nullpunktspannsystem sorgfältig einbauen.
Keine Gliedmaßen in Spalten oder zwischen Spannstation und
Maschine bringen.

6.1 Allgemeine Montagehinweise


Wenn mehrere Spanneinheiten in Verkettung montiert werden,
darauf achten, dass die Ebenheit und Höhenabweichung der Auf-
lagenflächen von Modul zu Modul (bezogen auf ein Stichmaß von
200 mm) innerhalb von 0.01 mm liegt. Die Schnittstellenpositions-
abweichung darf ± 0.015 mm nicht überschreiten.
Wegen der Überbestimmung sollten bei Spannsystemen, die
weiter als 160 mm auseinanderliegen bzw. die Positionstoleranz
von ± 0.01 mm nicht aufweisen, die Spannbolzen mit Positionsge-
nauigkeit in einer Richtung (SPB 40) verwendet werden. Für die
Spannstellen, die nicht zur Ausrichtung der Vorrichtung oder
Palette vorgesehen sind, können Spannbolzen mit Zentrierspiel
(SPC 40) benutzt werde (siehe auch Kapitel 6.4).

6.2 Befestigung und Betätigung


Bei Selbsteinbau bitte unsere Einbauzeichnungen anfordern.
Das NSE-M plus 138 wird im Einbauraum durch 6 Schrauben M8
befestigt (siehe Abbildung 1).

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Montage

Abb. 1 Maße und Einbau

Die Positionierung des Einbauspannmoduls kann über zwei


verschiedene Zentrierdurchmesser des Einbauraums erfolgen:
Ø 138H6 im oberen Bereich
Ø 110H6 im unteren Bereich je nach Einbauvariante.
Das Spannsystem eignet sich für den Teileinbau oder Volleinbau.
Der Teileinbau sollte bevorzugt werden.
Beim Volleinbau muss im Einbauraum eine Zugangsbohrung zum
Betätigungsanschluss vorgesehen werden.
Es muss darauf geachtet werden, dass der Innensechskant des
Betätigungskolbens jederzeit gut erreichbar ist. Eine ausreichend

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Montage

groß dimensionierte Zugangsbohrung sorgt dafür, dass der Zugang


zum Sechskant gut sichtbar ist.
Sollten sich in der Zugangsbohrung oder im Innensechskant Späne
befinden, müssen diese vor einer Betätigung entfernt werden.
Der Antrieb des Spannsystems erfolgt manuell durch Drehen des
Antriebskolbens (Pos. 4). Der Antriebskolben befindet sich seitlich
im Grundkörper (Pos. 1).
Der Antriebskolben (Pos. 4) wird mit einem Sechskant-Schrauben-
dreher (Stiftschlüssel abgewinkelt) betätigt. Am Grundkörper
zeigen eingravierte Symbole die Drehrichtung zum Verriegeln oder
Entriegeln der Spannstelle.
Für den Betrieb des Spannsystems ist keine Luftversorgung erfor-
derlich. Damit entfällt die Abdichtung der bodenseitigen Öffnungen.

6.3 Spannstation (optional)

Abb. 2 Spannstation

Aufspannbereich
1-fach 2-fach 4-fach 6-fach
A, G B, C, H , I B, E, H, K B, D, F, H, J, L

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Montage

Spannstationen können optional mit manuell betätigten Null-


punktspannmodulen ausgerüstet werden. Die Anordnung und Auf-
teilung der Nullpunktspannmodule kann beliebig gewählt werden.
Abbildung 2 zeigt die Anordnung gängiger Spannstationen.
Bei der Anordnung der Module muss auf eine zuverlässige Erreich-
barkeit des Betätigungskolbens geachtet werden, dies gilt beson-
ders bei adaptierten Spannpaletten.
HINWEIS:
Die Höhengleichheit der Module bei den Spannstationen wird nur
in aufgespanntem Zustand gewährleistet.
Die Befestigung der Spannstationen erfolgt mit Spannbriden
BRR 50. Zur Anordung der Spannbriden BRR 50 siehe Aufspann-
skizze (Abbildung 2).
Bei Fragen zu Spannstationen für manuell betätigte Nullpunkt-
spannmodule steht unser technischer Kundendienst jederzeit zur
Verfügung.

6.4 Spannbolzen SPA 40, SPB 40, SPC 40, SPG 40

ACHTUNG
Hinweise zu Spannbolzen und Befestigungsschrauben
Die Haltekraft des Nullpunktspannsystems wird im wesentlichen
von der Festigkeit der Schraubenverbindung begrenzt, mit der
der Spannbolzen mit der Palette bzw. Vorrichtung verbunden ist.
Aus diesem Grund dürfen ausschließlich Schrauben der Festig-
keitsklasse 12.9 verwendet werden.
Es dürfen nur Original SCHUNK-Spannbolzen verwendet werden.
Bei der Verwendung des Spannbolzens in kundeneigenen Vorrich-
tungen ist eine ausreichend dimensionierte Gewindebohrung
bzw. eine ausreichende Befestigungsmaterialstärke durch den
Kunden vorzusehen.

Die Spannbolzen können auf 2 unterschiedliche Arten an der


Vorrichtung bzw. Palette befestigt werden, wobei die Befesti-
gungsvarianten in der Vorzugsreihenfolge nummeriert sind.

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Montage

Abb. 3

Toleranzen und Einbaubedingungen


Type Ident-Nr. A B C D E F G
SPA 40 RF 0471151 > 12 > 17 M12 > 15 > 20 M10 15
SPB 40 RF 0471152 > 12 > 17 M12 > 15 > 20 M10 15
SPC 40 RF 0471153 > 12 > 17 M12 > 15 > 20 M10 15
SPG 40 RF 0471154 > 12 > 17 M12 > 15 > 20 M10 25
SPA 40-16 RF 0471064 > 13 > 18 M16 > 18 > 24 M12 20
SPB 40-16 RF 0471065 > 13 > 18 M16 > 18 > 24 M12 20
SPC 40-16 RF 0471066 > 13 > 18 M16 > 18 > 24 M12 20

Verwendung / Anordnung der verschiedenen Spannbolzentypen


(Anwendungsfall: Palette mit 6 Spannstellen)

Abb. 4

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Montage

6.4.1 Hinweise zum Spannbolzen SPG 40


Der SPG 40 RF kann an Stelle des SPA 40 RF verwendet werden.
Die Wiederholgenauigkeit steigt bei Verwendung des SPG 40 RF
auf <0.002 mm.
Bei Verschraubung von oben muss eine 10 mm längere
M12-Schraube der Festigkeitsklasse 12.9 verwendet werden.

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Funktion

7 Funktion
Die angegebenen Positionsnummern zu den entsprechenden
Einzelteilen beziehen sich auf die Zeichnung in Kapitel 11.
Das Spannsystem verfügt über einen Entriegelungsmechanismus
mit manueller Betätigung.
Seitlich am Grundkörper des Nullpunktspannmoduls befindet sich
der Zugang zum Betätigungskolben, der mit einem Sechskant-
Schraubendreher (Stiftschlüssel abgewinkelt) betätigt wird.
Eine Steuerkurve am Antriebskolben überträgt die Drehbewegung
an den Treibring. Dieser führt die Spannschieber in der Spannstel-
le. Die Spannfunktion ist rein manuell, es ist keine Druckluft er-
forderlich. Damit ist das Spannsystem äußerst flexibel und lässt
sich überall einsetzen, wo kein Druckmedium zur Verfügung steht.

7.1 Entriegeln des Spannsystems


1 Das manuell betätigte Spannsystem wird durch eine Drehbe-
wegung am seitlich zugängigen Antriebskolben (Pos. 4) ent-
riegelt. Den Sechskant-Schraubendreher in den Innensechskant
des Antriebskolbens einsetzen und entgegen dem Uhrzeiger-
sinn drehen.
2 Die Spannschieber (Pos. 3) bewegen sich nach außen, bis die
Endposition der Drehbewegung erreicht ist.
3 Der Spannbolzen ist entriegelt.
Die Spannbolzen sind als separates Zubehör in drei Ausführun-
gen lieferbar (siehe Kapitel 6.4). Sie werden an kundenspezifi-
schen Paletten oder Vorrichtungen montiert.
4 Die Palette kann entnommen werden.

7.2 Verriegeln des Spannsystems


1 Die Palette kann in das Spannsystem eingesetzt werden, sobald
die Spannschieber entriegelt sind und die Drehbewegung am
Antriebskolben am Anschlag ist.
2 Die Palette in das Spannsystem einsetzen.
3 Den Sechskant-Schraubendreher in den Innensechskant des
Antriebskolbens einsetzen und im Uhrzeigersinn drehen. Nach
einigen Grad Drehwinkel ist die Entriegelungsstellung verlassen
und das Modul schließt selbstständig.

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Funktion

4 Die Spannschieber werden durch Federkraft über Steuerkurven


am Treibring nach innen geführt. Beim Verriegeln wird die
Palette auf die Anlagefläche des Spannmoduls gezogen und der
Spannbolzen ist im Spannmodul selbsthemmend sowie form-
schlüssig gespannt.
Die Zentrierung der Spannbolzen erfolgt an der Kegelbohrung des
Spannmoduls. Daher ist die Winkelausrichtung des Spannsystems
beliebig wählbar.

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Wartung und Pflege

8 Wartung und Pflege


Das Nullpunktspannsystem ist für einen wartungsarmen Betrieb
ausgelegt, so dass ein Öffnen und Zerlegen der Spannmodule nur
in Ausnahmefällen notwendig ist.
Ist ein Zerlegen des Nullpunktspannsystems erforderlich darf dies
nur durch geschultes Fachpersonal erfolgen.
• Alle Teile gründlich säubern und auf Beschädigung und Ver-
schleiß kontrollieren. Beschädigte und verschlissene Teile
müssen ersetzt werden.
• Die Gleitflächen der Führungskurven im Antriebskolben mit
LINO MAX 200 einfetten.
• Die Gleitflächen aller restlichen beweglicher Bauteile mit
Renolit HLT 2 einfetten.
Beschädigte Teile nur durch Original SCHUNK-Ersatzteile ersetzen!
Vor Inbetriebnahme ist eine mehrmalige Funktionsprüfung durch-
führen.

Allgemeine Betriebsbedingungen
• Darauf achten, dass die Anlageflächen der Schnittstelle immer
sauber sind.
• Unbedingt verhindern, dass Späne jeglicher Art in die Schnitt-
stelle gelangen, und dass die Schnittstelle nicht mit Kühlemulsion
volläuft, was besonders bei vertikaler Ausrichtung der Spann-
bolzenachse auftreten kann. Beides lässt sich am besten durch
die Verwendung der Schutzabdeckungen SDE 138 vermeiden.
Sollte die Schnittstelle dennoch einmal mit Kühlemulsion voll-
laufen, die Entriegelung einleiten und die Schnittstelle im
betätigten Zustand austrocknen.
• Bei der Bearbeitung nur hochwertige Kühlmittelemulsionen mit
Rostschutzzusätzen verwenden.
• Die Module in regelmäßigen Abständen (mind. alle 2 Wochen
oder nach 1000 Spannungen) überprüfen. Eine einwandfreie
Funktion ist gegeben wenn sich bei der Betätigung über den
Antriebskolben die Spannschieber ohne erhöhten Kraftaufwand
bewegen. Die sichere Funktion umfasst außerdem die selbst-
hemmende Verriegelung der Spannstelle.
• Regelmäßige Sicht- / Funktionsprüfungen durchführen. Bei
sichtbaren Schäden oder Anzeichen von Funktionsstörungen die
Spannstation sofort außer Betrieb setzen. Die Inbetriebnahme
darf erst wieder erfolgen, wenn die Schäden behoben wurden,
beispielsweise durch das Austauschen der beschädigten Einheit.

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Fehlerbehebung / Stückliste

9 Fehlerbehebung
Die Spannstelle entriegelt nicht einwandfrei
Mögliche Ursache Maßnahmen zur Behebung
Modul ist nicht ausreichend geschmiert Modul zerlegen, reinigen und neu abschmieren
(siehe Kapitel 8)
Spannschieber oder Bewegungs- Modul zerlegen, beschädigte und verschlissene
mechanismus ist beschädigt Teile durch Original SCHUNK-Ersatzteile er-
setzen (siehe Kapitel 8)
Zuglast auf Spannschieber zu hoch Die Last verringern

Die Spannstelle entriegelt selbstätig


Mögliche Ursache Maßnahmen zur Behebung
Betätigungskolben oder Bewegungs- Modul zerlegen, beschädigte und verschlissene
mechanismus ist beschädigt Teile durch Original SCHUNK-Ersatzteile er-
setzen (siehe Kapitel 8)

10 Stückliste
Pos. Bezeichnung Menge
1 Grundkörper 1
2 Treibring 1
3 Spannschieber 2
4 Antriebskolben 1
5 Stellkolben 1
6 Deckel 1
7 Lagerbuchse 1
8 Druckfeder 1
9 Stahlkugel Ø 5 1
10 Zylinderstift Ø 6 x 24 1
11 Zylinderstift Ø 6 x 30 1
12 Zylinderstift Ø 8 x 25 2
13 Senkschraube M6 x 16 6
14 Zylinderschraube M8 x 45 6
15 Abdeckkappen 6
16 O-Ring Ø 82 x 3 1

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Zusammenbauzeichnung

11 Zusammenbauzeichnung

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