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Halbinsel Devin

Thomas Hagen, Ole Tietz, Nick Böttcher und Erik Wegner


Inhalt
Daten und allgemeine Fakten des Naturschutzgebietes:........................................................................ 3
Gegenwärtiger Zustand des Naturschutzgebietes: ............................................................................. 3
Nutzung der geschützten Gebiete:.................................................................................................. 3
Schutzstatus der Halbinsel Devin: ....................................................................................................... 4
Damit verbundene Nutzungseinschränkungen: .............................................................................. 4
Grund der Unterschutzstellung: .......................................................................................................... 4
Die ökologische Charakteristik der Halbinsel Devin: ........................................................................... 5
Vorstellung von 6 schutzwürdigen Arten: ........................................................................................... 6
Braunkehlchen (Saxicola rubetra): .................................................................................................. 6
Blaukehlchen (Luscinia svecica): ..................................................................................................... 7
Waldeidechse (Zootoca vivipara): ................................................................................................... 8
Die Strand-Grasnelke (Ameria maritima): ....................................................................................... 9
Sandstrohblume (Helichrysum arenarium): .................................................................................. 10
Europäischer Meersenf (Cakile maritima):.................................................................................... 10
Gefährdung des Lebensraumes und angewendete Maßnahmen zur Sicherung: ............................. 11
Quellenverzeichnis: ........................................................................................................................... 13
Bilder: ............................................................................................................................................ 13
Text: ............................................................................................................................................... 13
Daten und allgemeine Fakten des Naturschutzgebietes:
Das Naturschutzgebiet Halbinsel Devin befindet sich ca. einen Kilometer
entfernt von der zu Stralsund gehörenden Ortschaft Devin am Ufer des
Strelasund. Das Gebiet umfasst ca. 106 Hektar und wurde am 15. Juli 1993 als
Naturschutzgebiet ausgewiesen welches als Ziel hat, die vorherrschende,
waldfreie Moränenlandschaft mit Kleingewässern, Mooren und Magerrasen,
die steil zum Wasser hinabfällt, zu erhalten.
Abbildung 1: Luftbild mit Blick auf die Halbinsel Devin:
Gegenwärtiger Zustand des
Naturschutzgebietes:
Der allgemeine Zustand des
Naturschutzgebietes wird als gut
eingestuft und durch Beweidung
und Mahd wird eine Erhaltung des
1: Blick auf die Halbinsel Devin Offenlandcharakters gewährleistet.
Die hauptsächlichen Belastungen gehen von der Nutzung als
Naherholungsgebiet aus. Es ist außerdem möglich das Naturschutzgebiet auf
ausgewiesenen Wanderwegen zu betreten.

Nutzung der geschützten Gebiete:


In der Vergangenheit hatte die Halbinsel Devin bereits mehrere
Nutzungszwecke. Im 19. Jahrhundert wurde dort eine Ziegelei betrieben von
welcher auch heute noch einzelne Ruinen, sowie Ziegelsteine an den Ufern der
Südseite der Insel vorhanden sind. Von 1938 bis 1989 wurde das Gebiet
zunächst von der Wehrmacht und später von der Bereitschaftspolizei der DDR
als Übungsplatz genutzt. Gegen Ende dieser Zeit wurde dann mit der
Beweidung des Gebiets begonnen. Als erstes mit 200 bis 400 Jungrindern und
ab 1992 mit Schafen. Heute ist die Insel besonders bei den Stralsunder Bürgern
als Naherholungsgebiet und als Wanderort beliebt. Für die Betreuung der
Schutzflächen ist aktuell der Förderverein für Landschaft und Naturschutz Devin
e. V. zuständig.

2: Ruine der alten Ziegelei


Schutzstatus der Halbinsel Devin:
Mit dem Schutzstatus des Naturschutzgebietes hat die Halbinsel Devin die
höchste verfügbare Schutzstufe innerhalb der gesetzlichen
Gebietsschutzkategorien.

Damit verbundene Nutzungseinschränkungen:


▪ die Pflanzen- und Tierwelt darf nicht geschädigt oder gestört werden
▪ Hunde sind an der Leine zu führen
▪ es dürfen nur die beschilderten Wege betreten werden
▪ das Befahren mit Kraftfahrzeugen und Fahrrädern ist verboten
▪ an den Steilküsten darf nicht geklettert werden
▪ der nördliche Strandabschnitt im Bereich des Deviner Hakens ist gesperrt
▪ es ist verboten, mit Booten anzulegen, zu zelten und Feuer zu entfachen.
▪ Abfälle dürfen nur in den dafür vorgesehenen Behältern hinterlassen
werden.
Diese Hinweise und Vorschriften können bei Betreten des Gebietes nochmal an
den Entsprechenden Schildern nachgelesen werden und stehen u.a. zusammen
mit anderen Verboten in der „Landesverordnung über das Naturschutzgebiet
Halbinsel Devin“ welche auf Seite 12 vor den Quellen noch einmal verlinkt ist.

Grund der Unterschutzstellung:


Es gibt viele Gründe warum die Halbinsel Devin unter Schutz gestellt ist. Einer
davon ist, dass die natürlichen Biotope wie zum Beispiel Kliffe, Kleingewässer,
Sandhaken und Spülsäume in dieser Region geschützt und erhalten werden
sollen, genau wie die naturnahen Biotope wie das Kesselmoor und die durch
menschliche Nutzung entstandene Lebensräume wie zum Beispiel der
Magerrasen oder die Orchideenwiese mit einer erstaunlich reichen Flora und
Fauna. Außerdem soll durch die Unterschutzstellung die Insel als eine
geomorphologisch interessante, sehr stark strukturierte Moränenlandschaft
erhalten und gesichert werden. Ein weiterer Grund für die Unterschutzstellung
von der Halbinsel Devin ist, dass die Flachwasserbereiche als Ruhe und
Rastplätze für viele Arten von Wasservögeln geschützt werden sollen. Seit 1992
und 1993 ist das Naturschutzgebiet in Devin außerdem ein sehr beliebtes
Ausflugsziel für die Stralsunder Bevölkerung geworden, weil sie dort die
Möglichkeit haben sich in der Natur zu entspannen und zum Beispiel mit dem
Hund spazieren gehen können.
Die ökologische Charakteristik der Halbinsel Devin:
Die Entstehung der Halbinsel Devin geht auf die letzte Eiszeit vor rund 10000
Jahren zurück. Damals bildete sich dort am Ufer des heutigen Strelasundes eine
Moränenlandschaft. Die von den Gletschern gebildeten Moränenkuppen und
Täler aus dieser Zeit prägen heute noch das Bild der Landschaft. Über die Zeit
konnten sich so auf den sandigen Hügeln Trocken- und
Magerrasengemeinschaften ansiedeln. Zu ihrer typischen Flora und Fauna
gehören unter anderem Weißdorn, Schlehe, Wildrosen und Ginster. In den
abflusslosen Senken und Moränentälern konnten sich Moore und andere
artenreiche Feuchtbiotope entwickeln.
Das Aussehen der Halbinsel Devin ähnelt erstaunlicherweise der, einer
Savannenlandschaft. Zu diesem Effekt tragen voralldingen die auf dem
Trocken- und Magerrasen wachsenden Schirmkronen des Weißdorns und die
Büsche der Heckenrose bei.

Die Aufgabe der wilden Tiere in der


Savanne, die relativ offene Holzschicht
klein zu halten und die geschlossene
Krautschicht zu erhalten, wird auf der
Halbinsel Devin von Gotlandschafen
3: Blick auf den Trocken- und Magerrasen übernommen, von deren Einsatz man
sich den Erhalt der Graslandschaft erhofft.
Flächennaturdenkmale der Halbinsel Devin sind das „Birkenmoor“ im
nördlichen Teil und die „Orchideenwiese“ im östlichen Teil der Halbinsel. Der
Bereich des Deviner Hakens und die darauffolgende Sandbank, auf denen viele
Wasservogelarten ihre Rastplätze haben, wachsen durch Abbrüche und
Ausschwemmungen am Steilufer stetig an.

Die Vielfalt an verschiedenen Lebensräumen wie Mooren, Kliffs und


Trockenrasengebieten hat zusammen mit der dynamischen
Nutzungsgeschichte der Halbinsel zur Entwicklung einer großen Zahl von
Organismen mit unterschiedlichen Anpassungen und daraus resultierenden
Ansprüchen. So wurden beispielsweise über 130 Vogelarten auf der Insel
beobachtet und der größte Bestand an heimischen Orchideen im Stadtgebiet
Stralsunds ist auf der Halbinsel zu finden.
Die Pflege und die Nutzung des Naturschutzgebietes sind darauf ausgelegt,
diese zu Artenvielfalt zu erhalten.
Vorstellung von 6 schutzwürdigen Arten:
Braunkehlchen (Saxicola rubetra):
Das Braunkehlchen ist ein aus der Gattung der Wiesenschmätzer kommender
Singvogel, der aus der Familie der Fliegenschnäpper kommt.

Das Braunkehlchen ist in der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands seit 2015
als stark gefährdet aufgeführt. Es ist sehr gefährdet durch die intensive
Grünlandnutzung, weil dem Braunkehlchen dadurch der Lebensraum geraubt
wird. Außerdem stören freilaufende Hunde und Hauskatzen die Bodenbrüter
beim Brutgeschäft.

Die Größe eines Braunkehlchens beträgt


etwa 13 bis 14 Zentimeter und es wiegt etwa
15 bis 20 Gramm. Es ist ein kurzschwänziger,
vergleichsweise bunter Vogel mit breiter
weißer oder beiger Überaugenstreif. Die
Oberseite ist braun, schwarz gemustert und
der Bauch ist weißlich gefärbt. Die femininen
Braunkehlchen sind normalerweise matter
gefärbt als die männlichen.

4: Braunkehlchen
Braunkehlchen kommen in weiten Teilen Europas vor, sie sind vor allem im
Osten Europas bis Mittelsibirien und in Skandinavien zu finden.
Sie befinden sich meistens in strukturierten artenreichen Grünländern.

Das Nest des Braunkehlchens ist dicht über dem Boden oder sogar auf dem
Boden versteckt. Sie legen 4-7 Eier und das Weibchen brütet sie dann 13-15
Tage aus. Die frisch ausgebrüteten Braunkehlchen werden dann noch ungefähr
zwei Wochen von den Eltern gefüttert.
Blaukehlchen (Luscinia svecica):
Das Blaukehlchen ist eine Vogelart aus der Familie der Fliegenschnäpper. Den
Namen hat der Singvogel durch die auffällige Blaufärbung von Kehle und
Vorderbrust, die das Männchen im Brutkleid zeigt. Es gibt zehn Unterarten des
Blaukehlchens, die jeweils in zwei Gruppen aufgeteilt werden, die
Weißsternigen und die Roststernigen Blaukehlchen. Die Weißsternigen
besitzen einen zentralen weißen Stern und die Roststernigen einen roten.
Das Blaukehlchen hat eine Durchschnittsgröße von 14cm und ein
Durchschnittsgewicht von 22g. Es besitzt eine Flugspannweite von 22cm.

Der Sperlingsvogel kommt in weiten Teilen


der Polararktis vor und besiedelt auch ein
Teil Nordalaskas. Er ist durch Mangel an
geeignetem Lebensraum in Europa
bedroht. Man findet ihn in busch- und
röhrichtbestandenen Biotopen, sowie an
sehr feuchten Standorten, wo es sich
überwiegend von Insekten, Würmer oder
auch Larven ernährt. 5: Blaukehlchen

Das Blaukehlchen verbringt den Winter in Südspanien, Nordafrika, südlich der


Sahara oder in Südasien, denn es gehört zu den Zugvögeln. Die Weißsternigen
sind überwiegend Kurz- und Mittelstreckenzieher und die Roststernigen
Blaukehlchen sind eher Langstreckenzieher.

Blaukehlchen haben viele natürliche Feinde, wie die Elster, das Wiesel, der
Fuchs und das Wildschwein. Auch der Sperber, der Rotmilan und der Falke sind
Feinde vom Blaukehlchen und verfüttern sie an ihre Jungen.
Waldeidechse (Zootoca vivipara):
Die Waldeidechse die zu den Schuppenkriechtieren (Squamata) gehört wird
außerdem noch Bergeidechse und Mooreidechse genannt wird. Sie ist ein
Reptil und wird maximal 18 Zentimeter groß. Bei ausgewachsenen Tieren ist
das Männchen ein bisschen kleiner was Kopf und Rumpf angeht als das
Weibchen. Das kräftigste Glied des Körpers ist der Schwanz der doppelt so groß
wie der Kopf und Rumpf werden kann. Waldeidechsen sind sehr schlanke und
kurzbeinige Tiere. Des Weiteren haben sie
einen abgeflachten Kopf und die
Rückenschuppen des Tieres sind sehr rau
und hart. Sie sind meist braun aber in
Ausnahmefällen auch durchaus mal grau.
Der Bauch der Eidechse ist hell- bis
dunkelgelb, die Jungtiere hingegen sind
dunkel bis sogar schwärzlich gefärbt. Sie
sind nach der Geburt nur 30 bis 40 6: Waldeidechse
Millimeter lang. Die Waldeidechse lebt an vielen Orten: Wäldern, Mooren,
Heiden, Bergen, Grasfluren und Steinbrüchen. Sie mögen vor allem feuchte viel
bewachsene Orte mit Böschungen oder auch Lichtungen. Bei eventueller
Gefahr verstecken sie sich unter Steinen oder begeben sich ins Wasser und
schwimmen einfach weg. Die Waldeidechse hat folgende Fressfeinde:
Schlangen, Greifvögel, Marderhunde und sogar Wildschweine. Aber auch
Haustiere wie die Hauskatze fressen gerne Waldeidechsen. Waldeidechsen sind
sehr weit verbreitet von Portugal bis nach Russland. Das Weibchen paart sich in
kurzen Abständen mit mehreren Männchen. Die Jungtiere kommen alle
lebendig zur Welt. Waldeidechsen fressen Heuschrecken, Ameisen, Spinnen,
Läuse und vieles mehr.
Die Strand-Grasnelke (Ameria maritima):
Die Strand-Grasnelke ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Bleiwurzgewächse
gehört. Heißt zwar Nelke ist aber keine, Sie ist ein typisches Florenelement der
Salzwiesen der Meeresküste. Früher wurde die Pflanze aufgrund ihres
Plumbagingehalts als ein Mittel gegen Epilepsie verwendet. Das Salz, welches
die Strand-Grasnelke auf den Salzwiesen
aufnimmt, gibt sie über spezielle Drüsen
auf der Blattoberfläche ab. Sie wächst
häufig polsterartig als sommergrüne
ausdauernde kräutige Pflanze. Außerdem
kann die Strand-grasnelke mit giftigem
Metall und Salzionen umgehen. Am besten
gedeiht diese windverträgliche Pflanze an
besonders sonnigen und warmen 7: Strand-Grasnelke
Standorten. Oftmals wird sie als Zierpflanze in Gärten kultiviert. Die Grasnelke
kann eine Wuchshöhe von bis zu 50 Zentimeter erreichen. Außerdem bildet sie
eine Rübenwurzel aus. Ihre äußert schmalen und linealischen Laubblätter mit
einer Breite von nur etwa 1-3 Millimeter sind einnervig oder selten auch
dreinervig. Die Behaarung der Laubblätter soll als Verdunstungsschutz dienen.
Die äußersten, kurz zugespitzten Hüllblätter des Blütenkopfes übertreffen diese
normalerweise nicht. Die Hüllblätter werden ungefähr 10 Millimeter lang. Die
natürlichen Farben der Kronblätter der Strand-Grasnelke sind weiß und rosa bis
Purpur. Es gibt allerdings auch verschiedene Züchtungen der Strand-Grasnelke
mit gelben oder roten Blüten. Der Blütenkopf weist meist einen Durchmesser
von 15-20 Millimeter auf. Ihre Blütezeit ist von Mai bis Oktober. Die Pflanze
wird von vielen verschiedenen Insekten bestäubt Durch Wind oder auch
Klettwirkung werden die Samen verbreitet. Die Strand-Grasnelke kommt
hauptsächlich auf Dünen der Küsten, auf Salzwiesen, auf Sand- trockenrasen,
trockenen Wäldern und auf mit Schwermetall belasteten Böden in
Nationalsparks vor. An diesen Standorten kann die Grasnelke toxische
Konzentrationen von bis zu 0,7% Zink und 0,15% Blei erringen. Wichtig ist ein
durchlässiger Boden für die Pflanze Steinige und saure bis neutrale Böden sind
kein Problem für die Grasnelke. Sie kommt sogar in Teilen der Arktis vor.
Sandstrohblume (Helichrysum arenarium):
Die Sand-Strohblume gehört zur Familie der Korbblütengewachse. Die stark
aromatisch riechende Sand Strohblume ist eine ausdauernde, krautige Pflanze.
Während sie früher häufig zu finden war ist sie heute eine echte Seltenheit
geworden und gehört zu den geschützten Arten in
Deutschland. Ursache hierfür ist unter anderem der
starke Rückgang an nährstoffarmen Sandböden. Sie
gehört zu der Gattung der Strohblumen, welche
mehr als 500 Arten umfasst allerdings nur 16 in
Europa. Die Sand- Strohblume besiedelt trockene,
kalkarme und sonnige Sandböden wie zum Beispiel
Heidedünen und Kiefernwälder. Die Pflanze erreicht
eine Wuchshöhe von 10 bis 40 Zentimeter. Der
aufrechte wollige behaarte Stängel ist nur im
Blütenstands Bereich verzweigt. Die anliegenden, 8: Sandstrohblume
länglichen, wechselständigen Stängelblätter sind grau-weiß, wollig behaart, spitz
auslaufend, wellig und glattrandig geformt. Die gestielten, linearen, stumpfen
auslaufenden Grundblätter sind bis zu 6 Zentimeter lang und stehen in einer
Rosette. Die Blütezeit der Sand-Strohblume liegt zwischen Juli und Oktober. Ihre
Früchte sind schwach behaarte Achänen, welche zu den Nussfrüchten gehören.
Sie vermehrt sich vor allem über unterirdische Rhizome, die immer neue Stängel
hervorbringen. Sie ist keine typische Arzneipflanze aber wurde früher bei
Gallenbeschwerden und Verdauungsstörungen verwendet. Als wirksame sind
ätherische Öle und Bitterstoffe zu nennen.

Europäischer Meersenf (Cakile maritima):


Der Europäische Meersenf oder Strandrauke ist eine Pflanzenart der Familie
Kreuzblütengewächse. Er gehört zur Gattung Meersenf. Man findet ihn an
Stränden von vielen Meeren zum Beispiel der Nord- und Ostsee, des Schwarzen
Meeres usw. Der Grund für diesen
Lebensstandort ist das die Strandrauke
ein Halophyt ist, das heißt dass sie
salzverträglich ist. Die Wuchshöhe kann
beim europäischen Meersenf bis zu 30
Zentimeter erreichen. Sein Stängel ist
etwas dicklich und sehr verzweigt.
Außerdem kann er aufsteigend oder
9: Europäischer Meersenf
niederliegend sein.
Die Laubblätter sind hellblau bis blaugrün und haben einen leichten
charakteristischen Glanz. Sie sind abwechselnd am Stängel angebracht. Die
Laubblätter sind ähnlich wie der Stängel dicklich und auch länglich, sie können
3 bis 7 Zentimeter groß werden. Der Blütenstand ist traubenförmig und
kopfförmig und blüht von Juli bis September.
Der Meersenf hat keine Tragblätter besitzt dafür aber 4 violette Kelchblätter.
Die Blüten riechen angenehm. Der Fruchtstiel der Pflanze ist dick und kurz. An
ihm ist die ebenfalls dicke und zweigliedrige Gliederschote. Der Durchmesser
ist ungefähr 5 Zentimeter groß. Der Europäische Meersenf hat 18
Chromosomen. Er gehört zu den Nektar führenden Stieltellerblumen mit
herausragenden Staubbeuteln. Die Strandrauke wird durch langrüsslige
Insekten bestäubt. Wie zum Beispiel Falter. Bei der Fortpflanzung hilft der
Wind, der den oberen teil der Frucht abreißt und verweht. Die samen verteilen
sich dadurch aber meist nicht alt zu weit sodass sie in der Nähe der
Mutterpflanze liegen bleiben und erst Herbstwinde dafür sorgen das die ganze
Pflanze als Steppenroller aus dem Boden gerissen wird. Der Europäische
Meersenf dient sowohl als Futter- und als Nektarpflanze.

Gefährdung des Lebensraumes und angewendete


Maßnahmen zur Sicherung:
Das Naturschutzgebiet ist allgemein in einem guten Zustand. Um den
Offenlandcharakter der Landschaft zu erhalten, müssen aber verschiedene
Maßnahmen angewendet werden. Zu diesen zählt voralldingen die Ausholzung
des Gebiets, welche schon mehrmals stattfinden musste.
Auf den Mager- und Trockenrasengebieten der Halbinsel lassen sich viele
seltene und gefährdete Arten wie die Strand-Grasnelke oder der
Mondrautenfarn finden. Um diese zu Erhalten findet eine Beweidung durch
Schafe in den Monaten April bis November statt.
Auf dem östlichen Teil der Insel gibt es eine Orchideenpopulation, die ohne den
Eingriff des Menschen dort vermutlich nicht lebensfähig wäre. Um diesen
Bestand zu erhalten müssen konkurrierende Pflanzen kurzgehalten werden.
Trotzdem ist das Gebiet nicht belastungsfrei, da insbesondere durch die
Nutzung als Erholungsgebiet der Menschen in der Umgebung Probleme
entstehen. So sind beispielsweise nicht an der Leine geführte Hunde ein großer
Störfaktor für Flora und Fauna, da sie eventuell Organismen gefährdeter Arten
beschädigen und des Weiteren ein potenzieller Lärmfaktor sind. Auf diese Art
und Weise können sie zum Beispiel die auf dem Deviner Haken rastenden Vögel
wie den Kormoran oder den Seeadler stören und dazu zwingen sich
vorübergehend neue Rastplätze zu suchen. Weil diese Vogelarten sehr sensibel
gegenüber Störungen sind, ist der Deviner Haken gesperrt und man kann diese
Tiere bloß aus der Ferne beobachten.

Als weiterer Belastungsfaktor ist der Badebetrieb an den Kliffküsten der


Halbinsel zu nennen. Dieser ist logischerweise absolut illegal, findet aber
trotzdem häufig in den Sommermonaten des Jahres statt. Somit stellt einer
eine Gefahr für die Artenreiche Flora der Küsten dar, zu denen auch bedrohte
Arten wie der Europäische Meersenf oder das Strand-Tausendgüldenkraut
gehören.
Um die Belastung durch menschliche Nutzung möglichst gering zu halten,
gelten auf der Halbinsel Devin strikte Benutzungsvorschriften. Diese werden
durch das Bundesnaturschutzgesetz geregelt und sind unter anderem auf der
Insel auf Tafeln nachzulesen.

10: Hinweistafel mit Vorschriften am Anfang der Wanderwege


Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Halbinsel Devin“ :
https://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-
PDF/8_Naturschutzgebiet__Halbinsel_Devin_.pdf

Quellenverzeichnis:
Bilder:
Deckblatt: Selbstaufgenommen

Nr. 1,2,3,10: Selbstaufgenommen

Nr. 4: WWF, https://www.wwf.de/fileadmin/user_upload/Bilder/350-braunkehlchen-c-istock-


gettyimages.jpg am 24.04.2019

Nr. 5: Birds-Online.ch, https://www.birds-online.ch/index.php?cat=1&order=22&species=500 am


24.04.2019

Nr. 6: NABU, https://www.nabu.de/imperia/md/nabu/images/arten/tiere/kriechtiere/echsen-


schleichen/20141009-nabu-waldeidechse-bergeidechse-frank-derer7.jpeg

am 29.04.2019

Nr. 7: Wikipedia: Strand-Grasnelke, https://de.wikipedia.org/wiki/Strand-Grasnelke am 29.04.2019

Nr. 8: Wikipedia: Sandstrohblume, https://de.wikipedia.org/wiki/Sand-Strohblume am 29.04.2019

Nr. 9: Wikipedia: Europäischer Meersenf,


https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Meersenf am 29.04.2019

Text:
http://halbinseldevin.de/mosaic/_M_userfiles/Dokumente/Flyer-Halbinsel-Devin-2016.pdf

am 25.04.19
https://de.wikipedia.org/wiki/Naturschutzgebiet_Halbinsel_Devin am 25.04.19
http://halbinseldevin.de/Geschichte.htm am 27.04.19

http://halbinseldevin.de/mosaic/_M_userfiles/Dokumente/Halbinsel-Devin-Stralsund-
Naturschutzgebiet-Info-Faltblatt.pdf am 27.04.19

https://www.umweltkarten.mv-regierung.de/meta/boegen/bk/0308-123B4038.PDF am 28.04.19

https://de.wikipedia.org/wiki/Braunkehlchen#Bestand_und_Gef%C3%A4hrdung am 24.04.2019

https://www.bs-aachen.de/de/artenschutz/braunkehlchen/ am 24.04.2019

https://de.wikipedia.org/wiki/Blaukehlchen am 24.04.2019

https://www.brodowski-fotografie.de/beobachtungen/blaukehlchen.html am 24.04.2019