Sie sind auf Seite 1von 3

Fragen zur eigenen Person

Ein wichtiger Teil der Berufswahl ist die Selbstreflexion. Denn nur, wer sich selbst kennt,
kann die richtige Entscheidung fällen:

2. Was sind meine wichtigsten Werte (zum Beispiel Freiheit, Selbstbestimmung,


Loyalität)?
3. Wo erlebe ich Sinn? Erlebe ich ihn, wenn ich zum Beispiel Menschen helfe oder mich
für die Umwelt engagiere?
4. Wer oder was begeistert und inspiriert mich? Sind es zum Beispiel Youtube-Stars
oder der Apple-Gründer Steve Jobs?
5. Würde ich gerne das Gleiche machen wie meine Stars und Vorbilder?
6. Welche Hobbys und Interessen habe ich?
7. Womit verbringe ich meine Freizeit?
8. Bei welchen Aktivitäten komme ich in den Flow?
9. Wann bin ich bereit, morgens freiwillig eine Stunde früher aufzustehen?

Fragen zu Kompetenzen
Wenn Ihr diese Fragen beantwortet habt, stehen auf Eurem Notizzettel sicher schon ein
paar Tätigkeiten. Sie sind der Ausgangspunkt für weitere Überlegungen:

10. Welche Fähigkeiten und Kompetenzen habe ich?


11. Was davon kann ich wirklich ausgezeichnet?
12. Was macht mir davon am meisten Spaß?
13. Was kann ich am wenigsten?
14. Welche Fähigkeiten hätte ich gerne?
15. Was möchte ich unbedingt noch lernen?

Fragen zu Privatleben und Studium

16. Wie zufrieden bin ich aktuell mit Studium und Privatleben?
17. Bin ich oft gestresst oder krank?
18. Woran könnte das liegen?
19. Macht mir mein Studium Spaß?
20. Bin ich erfolgreich?
21. Fühle ich mich an der Uni und unter meinen KommilitonInnen wohl?
22. Wie zufrieden bin ich heute mit meiner Studienentscheidung?
23. Würde ich am Liebsten noch einmal eine Richtungsänderung vornehmen?
24. In welche Richtung könnte diese gehen?
Fragen zu Praktika und Jobs

25. Welche Praxiserfahrungen habe ich bisher gesammelt?


26. Wie habe ich mich dabei gefühlt?
27. Wie beurteile ich die Arbeitgeber und das Arbeitsumfeld?
28. Was hat mir dabei Spaß gemacht?
29. Kam ich bei einer Tätigkeit in den Flow?

30. Was fand ich problematisch?


31. Lag das Problem in der Branche oder im Unternehmen?
32. Sagten mir der konkrete Beruf oder die ausgeübten Tätigkeiten nicht zu?

33. Bin ich mit der Wahl meiner bisherigen Praktika zufrieden?
34. Haben mir meine Praktika und Jobs Klarheit in Sachen Berufswahl gebracht?
35. Könnte ich mir vorstellen, im Arbeitsbereich, in dem ich bisher Praxiserfahrung
gesammelt habe, auch nach dem Studium tätig zu sein?
36. Würde ich mich lieber noch einmal umorientieren?

Vielleicht stellt Ihr bei der Beantwortung dieser Fragen fest, dass Ihr Euren Traumberuf
noch nicht gefunden habt. Es könnte zum Beispiel sein, dass Ihr aktuell lediglich wisst, was
Ihr nicht wollt. Wenn Euch das klar ist, seid Ihr schon einen wichtigen Schritt weiter. Seht
also diese Erkenntnis nicht als Niederlage oder Misserfolg an, sondern als wertvolle Einsicht.

Wenn Ihr bisher noch keine positiven Praxiserfahrungen in Eurem Studium sammeln
konntet, denkt mal über Eure Kindheit und Jugend nach. Vielleicht bringt Euch das weiter:

Fragen zur Vergangenheit

37. Was wollte ich als Kind und Jugendlicher werden?


38. Wer waren meine Stars?
39. Bei welchen Projekten, Jobs oder anderen Aktivitäten bin ich aufgeblüht?
40. Wo und wann war ich ganz in meinem Element?

Es macht bei der Beantwortung dieser Fragen Sinn, Eure einzelnen Lebensabschnitte genau
zu betrachten. Vielleicht habt Ihr manches schon fast vergessen. Nutzt dafür Eure Notizen
aus längst vergangener Zeit und schaut zum Beispiel in alte Tagebücher hinein. Lasst Euch
einfach von Eurem bisherigem Leben inspirieren.

Wenn Ihr all diese Frage beantwortet habt, ist Euch vielleicht deutlicher geworden, was Ihr
wirklich wollt. Der Traumberuf Eurer Kindheit und Jugend ist eventuell wieder lebendig
geworden. Womöglich gibt es in Eurem Alltag bereits viele verschiedene Hinweise auf Euren
geheimen Berufswunsch, die Ihr bisher nur noch nicht wahrgenommen habt.
Fragen zur Zukunft
Nachdem Ihr über Eure Wünsche und Träume nachgedacht habt, solltet Ihr Euch mit den
Hindernissen auf dem Weg zum Berufsziel beschäftigen:

41. Halte ich meinen Traumberuf für realisierbar?


42. Was bin ich bereit, dafür zu tun? Bin ich bereit, zum Beispiel Weiterbildungen zu
absolvieren?
43. Bin ich bereit, auf etwas zu verzichten, um meinen Berufswunsch umzusetzen?
44. Welche Schwierigkeiten erwarten mich, wenn ich diesen Beruf anstrebe? Muss ich
zum Beispiel mit großer Konkurrenz oder finanzieller Unsicherheit rechnen?
45. Wie schaffe ich es, diese Hürden zu bewältigen?
46. Habe ich genug Motivation, meiner Sehnsucht zu folgen ... auch wenn
Schwierigkeiten und Hürden auf mich zukommen?

Analyse und Bewertung


Am Ende dieser Checkliste solltet Ihr noch einmal alle Fragen und Antworten durchlesen.
Überlegt dabei, wie wichtig Euch das Thema Beruf überhaupt ist. Vielleicht will manch einer
einfach nur einen sicheren Job. Seine Ambitionen liegen dafür mehr im privaten Bereich.
Das ist völlig okay. Deshalb solltet Ihr ehrlich sein und Euch folgende Fragen beantworten:

47. Wie wichtig ist mir mein Traumberuf?


48. Welche Priorität hat dieser im Vergleich zu meinen anderen Wünschen?
49. Was muss ich tun, um meinen Sehnsuchtsberuf ausüben zu können?
50. Welche einzelnen Schritte sind dafür nötig?

Wenn Ihr an dieser Stelle Eurer Überlegungen seid, kommen neue Aufgaben auf Euch zu.
Vielleicht kennt Ihr Euch mit Eurem Berufswunsch schon genau aus und wisst, was zu tun
ist. Womöglich müsst Ihr Euch aber auch erst einmal über die Einstiegsmöglichkeiten in
Euren Traumberuf informieren.