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Colegio Andino Deutsche Schule Bogotá, Schuljahr 2019-2020, klasse 12i3,

Fach Deutsch, Fachlehrerin Michaela Hillenbradt

Handout – Das Parfum und die Analyse eines Romanauszuges


16.01.2020

1. Autor
 Geboren am 26. März 1949 (Ambach- Deutschland)
 Studierte Geschichte in München
 Drehautor, Dramatiker und Prosaschriftsteller
 Wesentlichen Werke: Der Kontrabass (1980/81), Das Parfum (1985), Die Taube
(1987), Die Geschichte von Herrn Sommer (1991)
 Seine Figuren sind häufig Einzelgänger wie ihr Autor selbst

2. Inhaltsangabe
 Der Roman erzählt die Geschichte Jean-Baptiste Grenouilles von seiner Geburt bis
zu seinem Tod
 Grenouille besitzt kein Eigengeruch, hat aber die Fähigkeit, Gerüche und
Geruchsstoffe zu Analysieren, zu speichern und Parfums zu verbinden
 Um das absolute Parfum zu schaffen und Menschen zu beherrschen, erlernt
Handwerkskunst der Parfumeure (Mörder von 25 jungen Mädchen in Grasse)
 Aus dem Duft dieser Getöteten schafft Grenouille das Parfum, wobei Menschen ihm
zu Füssen liegen und ihn wie ein Gott verheren
 Setzt er seinem Leben ein Ende, weil er klar wird, dass die Menschen nicht ihn
lieben sondern nur seine Duftaura

3. Zusammenfassung
*Die 51 Kapitel lassen sich in vier Gruppen anordnen, die jeweils ein lebensabschnitt
Grenouilles behandeln
Kapitel 1-22: Kindheit/Jugend in Paris, Gehilfe bei Grimal, 1. Mord, Ausbildung zum
Parfumeurgesellen bei Baldini, Entscluss nach Grasse aufzubrechen, um weitere Methoden
der Parfum herstellung zu lernen
Kapitel 23-29: Wanderschaft und Ankunft auf dem Plomb du Chantal, dem hóchsten Punkt
seiner Reise, innere Krise (Entdeckung des fehlenden Eigengeruchs), Aufbruch nach
Grasse
Kapitel 30-50: Mitarbeit bei Madame Arnulfi (Montpellier nach Grasse), Ermordung von
25 Jungfrauen, Erschaffung des “absoluten Parfums”, Verehrung durch die Massen;
Grenouilles erkenntnis, dass Menschen nur ihre Aura lieben, Aufbruch nach Paris
Kapitel 51: Ankunft nach Paris, Grenouille wird in einem Akt des Kannibalismus vom
Gesindel in Paris getötet, nachdem er sich mit seinem Parfum übergossen hat

4. Jean-Baptiste Grenouille
 Mittelpunktfigur des Romans (hat aufgrund seiner Genialität kein Gegenspieler)
 Kein Eigengeruch aber die geniale Fähigkeit, Gerüche zu entschlüsseln und neu zu
kombinieren
 Mörder junger Frauen (um absolutes Parfum zu erschaffen)
 Starker Lebensweile Geburt, Mordanschläge, Krankheiten.
 Gefühlskalt  sozialer Isolation, keine Freunde
 Egoistisch und rücksichtslos  Besitzergreifung der Düfte und Morde.
 Genialität  Duftwahrnehmung und Gedächnis
 Gier  Düfte zu besitzen.
 Intelligent  Darstellung das Parfum

5. Personenkonstellation
 Baldini: stellt Grenouille als lehring, Gegenseitiger Nutzen, Erste Techniken der
Duftgewinnung (führt Grenouille zum reichsten Parfumeur und Hoflieferanten,
Gesellenbrief
 Marquis de la Taillade-Espinasse: benutzt Grenouille als (vermeintlichen) Beweis
für seine Fluidum-letale-Theorie,bei ihm lernt Grenouille, sich in der menschlichen
Gesellschaft zu bewegen, Zivilisiert ihn nach “Berg-Zeit”
 Mutter: Wollte ihn verrecken lassen, Leben sonst kein Bezug
 Madame Arnulfi /Druot: Lernt neue Techniken, gibt ihm Lebensgrundlage, auch
Freiheit

6. Leitmotive
 Das Parfum: Sphäre des Ästhetischen, Schönen, Hellen, und Erotik
Ist das Parfum fúr den Gesellen Grenouille das “Meisterstück”, der entscheidende
lebensinhalt überhaupt. Ruft auch die animalistische , triebhafte Seite in den
menschen hervor, Herrschaftsinstrument
 Das Mord: das Böse, Hässliche, Dunkle, Die Destruktion
 Die Schöne, Laure Richis und das Biest, Grenouille, begegnen sich, ohne Happyend
 Kindesmord: wird zu Beginn des Romans variiert; es gibt religiöse (das Motiv des
Schöpfungsaktes) und philosophischer Bezüge (Grenouilles Aufenthalt in der
Höhle)
 Das Bild vom Zeck: wird als zäh, still, resistant und genügsam beschrieben, ein
Animal. Hässlich, klein, unansehnlich, einsam, blind,. Verdeutlicht Grenouilles
zweite Existenzebene, Hinweis auf den “zeckischen” Charakter Grenouilles
 Absoluter Duft= absolute Macht
Juan Sebastian Bertran, Catalina Guzmán, Martín Isaza, Isabella Valencia