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Saccharomat

Bedienungsanleitung

- Saccharomat -
Hochauflösendes vollautomatisches
Quarzkeilpolarimeter zur Konzentrations- und
Reinheitsbestimmung in der Zucker- und
Lebensmitteltechnologie

Wellenlängen:

 587 nm

 882 nm

SCHMIDT + HAENSCH GmbH & Co.

Dokumentation 8/2009

© SCHMIDT + HAENSCH, 2009


Saccharomat
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Die Wiedergabe dieser Anleitung in jeder Form ohne die schriftliche Erlaubnis von
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Der Inhalt kann sich ohne Mitteilung ändern.

Es wurden alle Anstrengungen unternommen, um die Genauigkeit dieser Bedienungsanleitung


sicherzustellen.

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SCHMIDT+HAENSCH GmbH & Co.


Optoelektronische Messtechnik

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Websitewww.schmidt-haensch.de

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Saccharomat

Inhalt
1. Einleitung .............................................................................................................4
2. Einführung in die Polarimetrie .............................................................................5
2.1 Wellenlängeneffekte............................................................................................... 7
2.2 Temperatureffekte ................................................................................................. 7
2.3 Röhrenlänge .......................................................................................................... 7
3. Inbetriebnahme ...................................................................................................8
4. Bedienung des Polarimeters ................................................................................9
4.1 Ein-/Ausschalten .................................................................................................... 9
4.2 Display und Tastatur .............................................................................................10
4.3 Hotkeys ................................................................................................................11
[] / [] Methode auswählen.............................................................................................. 11
[-] Wellenlänge auswählen ................................................................................................. 11
[Set] Optionen .................................................................................................................. 11
[Help] Tastenbelegung....................................................................................................... 12
[Print] Drucken ................................................................................................................. 12
4.4 Messung durchführen ............................................................................................13
4.5 Hauptmenü...........................................................................................................14
5. Methoden............................................................................................................15
5.1 Was ist eine Methode?...........................................................................................15
5.2 Methoden auswählen.............................................................................................15
5.3 Voreingestellte Methoden ......................................................................................15
5.4 Methoden definieren .............................................................................................16
5.5 Methoden zurücksetzen .........................................................................................16
5.6 Menüübersicht „Methoden“ ....................................................................................17
5.7 Erklärung der Parameter........................................................................................18
6. Weitere Einstellungen ........................................................................................21
6.1 Menüübersicht ......................................................................................................21
6.2 Allgemeines ..........................................................................................................22
6.3 Sicherheit .............................................................................................................23
6.4 Kommunikation .....................................................................................................24
6.5 Standardwerte ......................................................................................................26
6.6 Service .................................................................................................................26
8. Fehlermeldungen................................................................................................27
9. Technische Daten ...............................................................................................28

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Symbole

Hinweis.

Achtung! Wichtige Information. Bitte genau lesen!

Navigationssymbol. Deutet Untermenüs und Bedienungsreihenfolgen an.

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Saccharomat

1. Einleitung
Der Saccharomat von SCHMIDT+HAENSCH ist ein hochauflösendes vollautomatisches
Quarzkeilpolarimeter. Der Saccharomat ist das einzige Zuckerpolarimeter auf dem Markt, das nach
dem Prinzip der Quarzkeilkompensation arbeitet. Damit entfällt die Notwendigkeit einer regelmäßigen
Nachkalibrierung, wie sei bei allen anderen Polarimetern zwingend ist.
Der Saccharomat besitzt folgende Fähigkeiten:

Bis zu zwei Wellenlängen


Mit zwei High- Power LED und einer ausgeklügelten Einstrahltechnik ohne bewegte Teile kann der
Saccharomat sehr einfach Messungen bei zwei Wellenlängen durchführen.

Hohe Genauigkeit und Auflösung


Der Saccharomat besitzt eine sehr hohe Genauigkeit auf dem gesamten Messbereich.
Beachten Sie jedoch, dass die Genauigkeit einer polarimetrischen Messung von weiteren Faktoren
begrenzt wird, wie z.B. der Genauigkeit der Temperaturmessung und der Genauigkeit der
Küvettenlänge.

4 Mess-Methoden
Der Saccharomat besitzt 4 programmierbare Methoden von denen bereits zwei für gängige
Messverfahren vorprogrammiert sind. Unter den vorprogrammierten Methoden befinden sich
„Zuckerskala, Remote“

Ausgabe der Daten


Die Messwerte können zur Dokumentation an einem Drucker oder PC ausgegeben werden. Zu jeder
Messung kann am Gerät die Charge und eine Proben-ID eingegeben werden. Der Ausdruck lässt sich
mit Kopfzeile und mehreren Spalten individuell formatieren. Für PCs ohne serielle Schnittstelle ist ein
USB- Adapter erhältlich.

Kontinuierliche Messung
In das Gerät können Durchflussküvetten eingesetzt werden. Im Messmodus „automatisch“ kann die
optische Rotation als Funktion der Zeit gemessen werden.

Messbereich
Prinzipiell kann ein Polarimeter nur einen Messbereich von +130° Z und -35 °Z Drehung abdecken.

Sicherheit
Der Saccharomat besitzt zwei verschiedene Sicherheitsmodi:
„Normal“: Hier wird unterschieden zwischen Administrator und Benutzer. Nur der Administrator darf
Einstellungen ändern.
„GLP“: (Good Laboratory Praxis), hier können zusätzlich Benutzer mit Namen angelegt werden. Jeder
Benutzer darf bestimmte Methoden verwenden. Auf dem Ausdruck erscheint der Name des
angemeldeten Benutzers.

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2. Einführung in die Polarimetrie


Polarimeter arbeiten mit polarisiertem Licht. Da das menschliche Auge polarisiertes Licht nicht von
unpolarisiertem unterscheiden kann, ist Polarimetrie etwas unanschaulich.

Ein Polarisationsfilter sieht wie ein einfaches Graufilter aus. Hält man aber zwei solche Filter
hintereinander, so gibt es eine Stellung, in der kein Licht mehr durch die Kombination der Filter
kommt. Dreht man dann eines der Filter um 90°, tritt das Licht aus dem ersten Filter ungehindert
durch das zweite. Physiker sagen, nur Licht einer Polarisationsebene könne durch ein
Polarisationsfilter durchtreten. Wenn nun die Durchlassebenen der beiden hintereinanderstehenden
Filter senkrecht zueinander sind, kommt kein Licht mehr durch die Paarung.

Einige Materialien wie Quarz oder Saccharoselösungen nennt man optisch aktiv, weil sie die
Polarisationsebene drehen können. Polarimeter sind Messgeräte, die diese Drehung durch optisch
aktive Proben bestimmen.

In einem Polarimeter werden zwei Polarisationsfilter so hintereinander angeordnet, dass kein Licht
durchtritt. Wenn eine optisch aktive Probe zwischen diese Filter gebracht wird, kommt wieder
etwas Licht durch, weil ja die Polarisationsebene gedreht wurde. Dreht man nun eines der Filter so,
dass erneut kein Licht durchtritt, misst man damit direkt die Drehung durch die Probe. Der eigentliche
Messwert eines Polarimeters ist also ein Winkel.

Ein einfachstes Polarimeter enthält mindestens folgende Bauteile:

Lichtquelle Polarisationsfilter Probenröhre Polarisationsfilter Detektor

Im Nullpunkt stehen Polarisator und Analysator 90° zueinander

In der Praxis kann solch ein einfacher Aufbau nicht gut funktionieren, da es unmöglich ist, mit
hinreichender Genauigkeit den dunkelsten Punkt zu finden. In unseren automatischen Polarimetern
wird deshalb ein Faradaymodulator benutzt.
Faradaymodulatoren benutzen die Eigenschaft mancher Stoffe, durch Magnetfelder optisch aktiv zu
werden. Wird ein Stab aus einem solchen Material in eine Spule gebracht, die an Wechselstrom
angeschlossen ist, so wird dieser Stab eine periodisch wechselnde optische Aktivität haben. Bringt
man solch einen Modulator zwischen zwei Polarisationsfilter, wird deshalb auch die Intensität des
Lichtes periodisch wechseln. Aus diesem Signal kann man bestimmen, wann die Schwingung um den
Ausgleichspunkt erfolgt. Diese Methode der Faradaymodulation ist besonders genau und
fehlerunempfindlich.

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Saccharomat
Bei gelösten Substanzen, die in Probenröhren gemessen werden, hängt der gemessenen Drehwinkel
ab von der

Art der Probe


Konzentration der Probe
Länge der Röhre
Temperatur
Farbe des Lichtes (seiner Wellenlänge)

Die entsprechende Formel hat der französische Physiker Jean B. Biot im 19. Jahrhundert gefunden.
Das BIOT´sche Gesetz besagt:

c =  / [] · 10000 / l

Dabei sind
c : Konzentration (in g / 100 cm3 Lösung)
 : Drehung (in Winkelgraden)
[] : spezifische Drehung
l : Länge der Probenröhre (in mm)

Die spezifische Drehung hängt von Temperatur und Wellenlänge ab; bei einigen Proben auch von
der Konzentration selbst.
Beachten Sie, dass die Einheit der Konzentration g / 100 cm3 oder g / 100ml ist, aber nicht g / 100 g!

Lassen Sie uns als Beispiel die spezifische Drehung einer wässrigen Lösung von Saccharose bei 20 °C
und einer Wellenlänge von 589.44 nm (das ist der Schwerpunkt der beiden gelben Linien des
Natriumlichtes) betrachten, die von der ICUMSA (“Internationale Kommission zur Vereinheitlichung
der Analysemethoden in der Zuckeranalyse”) festgelegt wurde auf

[] = 66.588 ± 0.002

Nimmt man also 26 g auf 100 cm3 und eine Messröhre von 200 mm, so ergibt sich eine Drehung von

 = 34.626° ± 0.001°

wie man durch einfaches Einsetzen in die Formel sieht. Diese Saccharoselösung wird Normallösung
genannt und ihre Drehung 100.00 °Z (Zuckergrad). Die Internationale Zuckerskale (ISS) wird linear
geteilt, d.h. eine Drehung von 17.313° entspricht 50.00 °Z.

Das Prinzip des Quarzkeils


Dass Quarz und Saccharose sich so gleichartig verhalten, kann man auch direkt nutzen! Im
Saccharomaten wird die Drehung nicht wie in den Kreispolarimetern direkt gemessen, sondern durch
die Drehung von Quarz kompensiert. Dabei sind die beiden Polarisationsfilter fest auf Auslöschung
eingestellt, und bei der Messung einer Probe wird ein Keil aus Quarz in den Strahlengang geschoben.
Aus der Position des Keiles kann man die effektive Dicke des Quarzes errechnen, und damit die
Drehung.
Dieses Kompensationsprinzip ist insofern vorteilhaft, als damit die Wellenlängenempfindlichkeit stark
abnimmt. Statt auf ±0.03 nm muss die Wellenlänge nur noch auf ±2.0 nm stabil sein. Das ist einfach
zu erreichen, und damit muss ein Saccharomat nie kalibriert werden!

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Saccharomat

2.1 Wellenlängeneffekte
Als Beispiel für den Wellenlängeneffekt soll wieder die Normallösung von Saccharose genommen
werden. In den Polarimetern der Zuckerindustrie werden vier Standardwellenlängen benutzt. Bei
diesen Wellenlängen ergeben sich die folgenden spezifischen Drehungen [] sowie Drehungen  der
Normallösung in einem 200 mm Rohr:

Beschreibung Wellenlänge [] 


Quecksilber grün 546.23 nm 78.4178 40.777°
Natrium gelb 589.44 nm 66.5885 34.626°
HeNe Laser 632.99 nm 57.2144 29.751°
NIR 882.60 nm 28.5306 14.836°

Genaue Definitionen zur Internationalen Zuckerskale stehen in „Specification and Standard SPS-1
(1998): Polarimetry and the International Sugar Scale” des ICUMSA Methods Book.

In diesem Beispiel wird der Einfluss der Wellenlänge auf die Drehung, die so genannte Optische
Rotations Dispersion (ORD), sichtbar. Schon eine Verschiebung um 0.03 nm führt zu einer
Veränderung der Drehung um 0.01%. Deshalb müssen Lichtquellen mit schmalen Halbwertsbreiten
eingesetzt werden. Beim Saccharomat werden zwei Spektrallampen mit Interferenzfiltern benutzt.

2.2 Temperatureffekte
Die Drehung eines Quarzes nimmt mit der Temperatur, T, zu:

Drehung(T) = Drehung(20.0°C) · (1.0 + 0.000144 · (T - 20.0))

Eine Platte, die bei 20 °C 40.000° zeigt, muss also bei 21 °C 40.006° zeigen.

Im Gegensatz dazu nimmt die Drehung einer Saccharoselösung mit der Temperatur ab:

Drehung(T) = Drehung(20.0°C) · (1.0 - 0.000471 · (T - 20.0))

Dieselbe Lösung, die bei 20 °C 40.000° zeigt, dreht bei 21 °C also um 39.981°.

Beachten Sie bitte, dass es drei Temperatureinflüsse auf die Ablesung von Lösungen gibt. Zum einen
sind die Messkolben, in denen auf 100 cm3 aufgefüllt wird, für 20 °C kalibriert. Auch die Länge des
Messrohres ist von der Temperatur abhängig. Außerdem ändert sich die optische Aktivität der Lösung
mit der Temperatur. Von diesen drei Einflüssen ist in der Formel oben nur die letzte berücksichtigt.

Die Beispiele zeigen, dass bei der Kalibrierung eines Polarimeters die Temperatur unbedingt
berücksichtigt werden muss. Wenn in einem Labor bei 22 °C eine Kalibrierung mit einem Quarz
durchgeführt wird und danach eine Normallösung gemessen wird, ohne dass jeweils die Temperatur
berücksichtigt wurde, wird die Lösung statt 100.00 °Z nur 99.88 °Z zeigen!

2.3 Röhrenlänge
Die Drehung hängt linear von der Röhrenlänge ab. Normalerweise werden Röhren von 200 mm
eingesetzt. Bei Verwendung von 100 mm Röhren, muss der Wert im Menü
Hauptmenü Standardwerte Rohrlänge
oder durch drücken der [Set]-Taste geändert werden.

Es kann auch ein Temperaturkoeffizient eingegeben werden, der die temperaturabhängige


Längenänderung der Polarimeterküvette korrigiert

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Saccharomat

3. Inbetriebnahme

Aufstellen und Anschließen

Der Saccharomat soll möglichst in einer trockenen Umgebung, auf einer stabilen,
schwingungsarmen Arbeitsplatte aufgestellt werden.

Der Gerätestecker des Netzkabels muss in die Buchse an der Rückwand und der Netzstecker in eine
geerdete Steckdose gesteckt werden.
Der Saccharomat arbeitet bei jeder Betriebsspannung zwischen 90V und 240 V AC.

Auf der Rückseite des Polarimeters befinden sich folgende Anschlüsse, wie in der Abbildung gezeigt
wird.

Com2 Bar-Code Scanner

Sicherungshalter

Spannungsversorgung

Com1 (Drucker) Parallele Schnittstelle Boot-Taster

Über die seriellen Schnittstellen (Com1 und Com2) lässt sich der Saccharomat mit einem Drucker oder
einem PC verbinden.

Wie Sie das Polarimeter für die Datenausgabe einrichten, können Sie in Kapitel 6.4 Kommunikation
nachlesen.

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Saccharomat

4. Bedienung des Polarimeters


4.1 Ein-/Ausschalten
Der Ein-/Ausschalter befindet sich auf der rechten Seite
Schmidt+Haensch
================ des Saccharomats. Nach dem Einschalten führt der
Saccharomat Saccharomat selbstständig eine kurze Testphase durch.
Im Display wird der Startvorgang grafisch dargestellt.
202
================
Program:S293.05
286.04
Seriennr: 0

██████████

 Start  Befindet sich das Polarimeter im GLP-Status, so


Datum 01.01.2009 erscheint darauf die Aufforderung zur Benutzerwahl und
Seriennr.:0 die Bestätigung mit einem Passwort. Die eindeutige
================ Identifikation des Bedieners dient als Sicherheit. Wird
Benutzername
ein Messprotokoll ausgedruckt, so wird der Bediener
Mayer darin aufgeführt.

itte Passwort
eingeben

Reset
Reset durchführen
================
*****Reset*****
Bitte Probenrohr
Entfernen oder Bevor die erste Messung nach dem Einschalten des
mit Wasser Gerätes vorgenommen werden kann, muss das
füllen. Polarimeter auf „Null gesetzt“ werden (siehe Abschnitt
4.4 Messung durchführen).

================
Enter = ja
Menu = nein

Der Saccharomat kann nach Gebrauch einfach ausgeschaltet werden. Ein Herunterfahren des Gerätes
ist nicht notwendig.

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Saccharomat

4.2 Display und Tastatur

Nach dem Nullsetzen erscheint der Bildschirm zur Anzeige des Messwertes. Je nach ausgewählter
Methode werden hier weitere Informationen angezeigt:

Methodennummer Methodenname

Wellenlänge Methode1 Sugar Einheit


λ = 587,00
Zucker °Z
Skala Ergebnis
0.00
Rohrlänge
Temp. =20,0*°C
Rohr =200*mm
Temperatur Abs. = 0,1
================
0 Manual
Absorption Messmodus
(manuell /
automatisch)
Zähler

Von diesem Bildschirm aus kann mit [Menu] das Hauptmenü geöffnet und geschlossen werden. Die
Belegung der anderen Tasten ist in Abschnitt 4.3 Hotkeys aufgeführt.

Die Sternchen (*) hinter den Werten für Temperatur und Rohrlänge bedeuten,
dass diese Werte eingestellt sind und nicht gemessen wurden. Bei kodierten
Messröhren mit Temperaturfühler werden die Werte ohne Sternchen (*)
angezeigt.

Der Saccharomat besitzt eine spritzwassergeschützte


und leicht zu reinigende Tastatur.

Alphanumerische Eingabe:

Außer Zahlen können über die Tastatur auch


Buchstaben und Sonderzeichen eingeben werden. Dies
ist für Benutzernamen und Methodenbezeichnungen
notwendig.
Mit der Taste [Alpha] wird der Buchstaben-Modus
aktiviert. Durch mehrmaliges Drücken einer Taste
werden die auf der Taste gezeigten Buchstaben
durchlaufen. Nach mehr als dreimaligem Drücken
erhält man die Buchstaben auch in klein.
Die Taste [YZ] ist zusätzlich mit den Sonderzeichen
„Leerzeichen“ , # , * , / , & , + belegt.

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4.3 Hotkeys
Vom Hauptbildschirm aus (siehe 4.2 Display und Tastatur) können mit den Hotkeys bestimmte
Einstellungen direkt editiert werden. Die Hotkeys sind:

[] / [] Methode auswählen


Mit den Tasten [] / [] kann zwischen den Methoden
Methodenwechsel
================ gewählt werden. Bestätigt wird mit [Enter]. Der Name
der ausgewählten Methode wird dann in der oberen
linken Bildschirmecke angezeigt.

Methode 1 Eine Methode ist eine Zusammenfassung von


Sugar
Einstellungen für eine bestimmte Art zu Messen, wie
zum Beispiel für die „Internationale Zuckerskale“.
Mehr zu Methoden in Abschnitt 5. Methoden.

================
 nächsteMethode
 letzte Methode
Enter = auswähle
n

[-] Wellenlänge auswählen


Mit der Taste [-] kann zwischen den Wellenlängen
Wähle
Wellenlänge gewählt werden.
================
Die ausgewählte Wellenlänge wird im Mess-Fenster
_587,00 nm______ angezeigt.
882,60 nm

================
 = Auswahl
Enter = Ok

[Set] Optionen
Durch Drücken der Taste [Set] erreicht man wenige
Optionen
================ wichtige Parameter auf schnellem Wege.
Benutzer________
Charge Hier lassen sich zum Beispiel zwischen den Messungen
ProbeID „Charge“ und „ProbeID“ ändern.
Standardtemp. Dazu wird z.B. der Parameter „ProbeID“ mit den
Standardrohr
«zurück [] / [] – Tasten angewählt und mit [Enter] zur
Bearbeitung geöffnet. Unten auf dem Display blinkt
dann ein Eingabecursor. Nach der Eingabe einer
================ Nummer oder eines Textes (Text mittels [Alpha]-Taste)
Drücke „Enter“ wird mit [Enter] bestätigt. Durch erneutes Drücken der
zum Editieren
[Set]-Taste gelangt man zum Messbildschirm zurück.
================
123 Ansonsten kann man auch das Hauptmenü benutzen um
die gezeigten Parameter zu ändern.

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Saccharomat
[Help] Tastenbelegung
Mit der Taste [Help] erhält man eine kurze Übersicht
Tasten
================ über die verfügbaren Tastenbelegungen.
0 = Nullsetzen
2 = Start/Stop
 = Methode
- = Wellenlänge

================
Menü = exit
Print

[Print] Drucken
Sofern das Polarimeter mit einem Drucker oder PC verbunden ist, kann mit der Taste [Print] das
angezeigte Messergebnis an den Drucker oder PC ausgegeben werden.

Mehr zur Einrichtung der seriellen Kommunikation und zur


Einrichtung des Ausdrucks finden Sie unter „6.4 Kommunikation“

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Saccharomat

4.4 Messung durchführen

1. Einschalten und Anmelden


Schalten Sie den Saccharomat ein und melden Sie sich, falls nötig, als Benutzer an.

2. Aufwärmzeit
Für ein optimales Messergebnis lassen Sie dem Gerät eine Aufwärmphase von bis zu 30 Minuten.

3. Methode auswählen
Wählen Sie gegebenenfalls mit den [] / [] – Tasten die gewünschte Messmethode aus.

4. Null setzen
Füllen Sie die Küvette mit Wasser und stellen Sie sie in den Probenraum. Die Abschlussgläser der
Küvette müssen sauber sein und in der Flüssigkeit dürfen sich keine Luftbläschen befinden. Der
Probenraumdeckel muss zur Messung immer geschlossen sein damit kein Fremdlicht in das Gerät
eindringt.
Drücken Sie die Taste [0] und bestätigen mit [Enter] um den Messwert auf Null zu setzen.

5. Einstellungen kontrollieren
Je nach verwendeter Mess-Methode hängt das angezeigte Ergebnis von Einstellungen wie
Küvettenlänge und Temperatur ab. Die Tabelle am Ende von Kapitel 5.8 Erklärung der Parameter
zeigt, welche Einstellungen für welche Methoden wichtig sind. Durch Drücken von [Set] können Sie
die Küvettenlänge und die Standardtemperatur ändern. Hier lassen sich auch „Charge“ und „ProbeID“
einstellen für den Fall dass das Ergebnis ausgedruckt werden soll.

6. Messen
Füllen Sie die Probe in die saubere und trockene Küvette und stellen Sie sie in den Probenraum. Falls
die Küvette einen Temperatursensor besitzt, so stecken Sie das Kabel in die dafür vorgesehene
Buchse im Probenraum. Schließen Sie den Probenraumdeckel. Für ein optimales Messergebnis kann
jetzt noch eine Minute oder länger gewartet werden bis die Küvette die Umgebungstemperatur
angenommen hat und sich eine homogene Temperaturverteilung in der Probe eingestellt hat.

7. Ablesen
Das Polarimeter misst kontinuierlich. Warten Sie zum Ablesen einige Sekunden bis sich die Anzeige
stabilisiert hat.
Falls das Polarimeter mit einem Drucker oder PC verbunden ist, so können Sie sich den Messwert jetzt
mit der Taste [Print] ausdrucken lassen.

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Saccharomat

4.5 Hauptmenü
Mit der Taste [Menu] wird das Hauptmenü aufgerufen.

Es erscheint eine Aufforderung zur Benutzerwahl. Mit


den [] / [] – Tasten kann ein Benutzer ausgewählt
Menü aufrufen
Datum 01.01.2010 werden. Nach der Bestätigung mit [Enter] folgt die
Seriennr. 12345 Aufforderung zu Passworteingabe. Die verschiedenen
================ Benutzer haben unterschiedliche Rechte bezüglich dem
Benutzername Einsehen und Ändern von Einstellungen:
Administrator 
Administrator: Der Administrator kann alle
Einstellungen ändern die in dieser Bedienungsanleitung
beschrieben sind.
Das Administratorpasswort haben Sie mit der
Auslieferung des Polarimeters erhalten.

Service: Enthält zusätzliche Einstellungen und


Informationen für den Service durch Schmidt+Haensch.
Dazu gehört z.B. das Programm „Load Save“, mit dem
die Polarimeterkonfiguration auf einen PC gesichert und
zurückgespielt werden kann.
Menü aufrufen
Datum 01.01.2010 S+H: Schmidt+Haensch Login ausschließlich für
Seriennr. 12345 Programmierzwecke.
================
Benutzername Man bleibt als Benutzer nur solange angemeldet wie das
Administrator Menü aufgerufen ist.
Beim Verlassen des Menüs durch erneutes Drücken von
Bitte Passwort [Menu] wird man automatisch ausgeloggt und muss
Eingeben sich beim nächsten Aufruf von [Menu] erneut mit
_ Passwort anmelden.

Hinweis: Diese drei Benutzer sind nur für


den Zugriff auf das Hauptmenü relevant
und haben nichts mit den Benutzern zu
tun, die im Rahmen des „Good Laboratory
Praxis“ (GLP) angelegt werden können
(siehe 6.3 Sicherheit).

Hauptmenü
================
Allgemeines_____
Methoden Das Hauptmenü.
Standardwerte
Sicherheit
Kommunikation Für Übersichten über die Untermenüs siehe:
Service 6.1 Menüübersicht
«zurück 5.6 Menüübersicht „Methoden“
5.7 Menüübersicht „Skalen“
================
Drücke „Enter“
um das Submenü
zu aktivieren
================

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Saccharomat

5. Methoden
5.1 Was ist eine Methode?
Eine Methode ist eine Zusammenfassung von Einstellungen für eine bestimmte Art zu Messen, wie
zum Beispiel die „Internationale Zuckerskale“.
An sich misst ein Polarimeter nur den Drehwinkel einer Probe. Der Saccharomat bietet nun die
Möglichkeit, verschiedene Betriebsarten, Skalen und einige weitere Parameter einzustellen um das
Ergebnis aus dem Drehwinkel zu berechnen und richtig darzustellen. Je nach Einsatzzweck sind hier
verschiedene Konfigurationen erforderlich. Diese verschiedenen Konfigurationen können jeweils in
einer Methode zusammengefasst und gespeichert werden. Im Betrieb lässt sich dann zwischen den
Methoden komfortabel umschalten.

Achtung: Die Parameter Temperatur und Rohrlänge werden nicht innerhalb von Methoden
gespeichert.

5.2 Methoden auswählen


Zwischen den Messungen kann die Methode einfach durch Drücken der Tasten [] / [] geändert
werden.

Dasselbe erreicht man - sofern man das


Methoden
================ Administratorpasswort besitzt - unter
Standardmethode_ Hauptmenü Methoden Aktive Methode .
Aktive Methode Hier lässt sich die zurzeit aktive Methode einstellen.
Methode 1
Methode 2 Der Parameter
Methode 3
Methode 4 Hauptmenü Methoden Standardmethode
<-zurück legt fest, welche Methode nach dem Einschalten des
Gerätes aktiv ist.
================
Drücke “Enter” Weiterhin sind in den Menüs
zum Editieren
Hauptmenü Methoden Methode 1-4
================ die Untermenüs zu den Parametern der einzelnen
Methode Sugar Methoden aufgelistet.

5.3 Voreingestellte Methoden


Der Saccharomat besitzt 4 programmierbare Methoden von denen 2 mit gängigen Parametern
voreingestellt sind.

Die voreingestellten Methoden lauten:

1 Sugar manueller Betrieb


2 Remote ferngesteuerter Betrieb

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Saccharomat

5.4 Methoden definieren

Zum Definieren von Methoden brauchen Sie das


Methode 1
================ Administratorkennwort.
Aktiv___________
Name Sie können eine der vorhandenen Methoden 1-2
Messmodus verändern oder eine der noch leeren Methoden 3-4
Messung nehmen.
Bereich
Wellenlänge
Tasten Alle Parameter der Methode finden Sie unter
Print interface Hauptmenü Methoden Methode X
================
Drücke „Enter“ Eine Übersicht über die Parameter finden Sie auf der
zum Editieren
nachfolgenden Seite.

================ Weiteres unter 5.8 Erklärung der Parameter.

5.5 Methoden zurücksetzen

Alle Methoden lassen sich in den Auslieferungszustand


Methode 1
================ zurücksetzen
Messung
Bereich Rufen Sie dazu bei der entsprechenden Methode
Wellenlänge
Tasten Hauptmenü Methoden Methode X
Print interface
Initialisation__ Initialisation Standard
«zurück
================ auf und beantworten Sie die Rückfrage mit [Enter].
Drücke „Enter“
um das Submenü
zu aktivieren
================

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Saccharomat

5.6 Menüübersicht „Methoden“

Methoden
Standardmethode (Auswahl: Methode 1 , … , Methode 4)
Aktive Methode (Auswahl: Methode 1 , … , Methode 4 )
Methode 1
Aktiv (Auswahl: ja , nein)
Name (Text)
Messmodus (Auswahl: automatisch , manuell , remote 1 , remote 2 )
Wiederholung (Zahl)
Wartezeit (Zahl)
Messung
Verzögerung (Zahl)
Verdünnung (Auswahl: keine , 1:1 , 1:4 )
Wellenlänge (Auswahl z.B.: 587.00nm, 882.6nm)
Tasten
"0" Reset (Auswahl: aktiv, nicht genutzt)
"1" Konzentr. (Auswahl: aktiv, nicht genutzt)
"" Methode (Auswahl: aktiv, nicht genutzt)
"-" Wellenlänge (Auswahl: aktiv, nicht genutzt)
"Set" Optionen (Auswahl: aktiv, nicht genutzt)
Print interface (Auswahl: kein Ausdruck , parallel , seriell 1 , speichern )
Druckformat
Drucke DatumZeit (Auswahl: ja , nein )
Drucke SerienNr. (Auswahl: ja , nein )
Drucke Methode (Auswahl: ja , nein )
Drucke Firma (Auswahl: ja , nein )
Drucke Benutzer (Auswahl: ja , nein )
Drucke Charge (Auswahl: ja , nein )
Drucke ProbenID (Auswahl: ja , nein )
Drucke Bereich (Auswahl: ja , nein )
Drucke Kopf (Auswahl: ja , nein )
Drucke Statistik (Auswahl: ja , nein )
Druckspalten
1 Zucker (veränderbar)
2 Temperatur (veränderbar)
3 Rohrlänge (veränderbar)
4 Abs. (veränderbar)
5 Wellenlänge (veränderbar)
6 ----- (veränderbar)
… …
10 ----- (veränderbar)
Initialisation
Standard (Auswahl: zurücksetzen: ja , nein)
Kopiere Methode (Auswahl Ziel: alle anderen Methoden)
Methode 2

Methode 4

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Saccharomat

5.7 Erklärung der Parameter


Parameter der Methoden:

Zu den Parametern der Methoden gelangt man mit


Methode 1
================ Administratorpasswort über
Aktiv___________ Hauptmenü Methoden Methode 1-4
Name
Messmodus Die Bedeutung der einzelnen Methodenparameter wird
Messung im Folgenden erläutert.
Bereich
Wellenlänge
Tasten Abhängig von der aktuellen Konfiguration einer Methode
Print interface sind im Menü der Methode nicht alle hier gelisteten
================ Parameter verfügbar.
Drücke „Enter“
zum Editieren
================
Ja

Aktiv
(Auswahl: ja , nein)
Legt fest, ob die Methode verwendet werden kann. Inaktive Methoden stehen nicht zum Messen zur
Verfügung. Methoden können inaktiv gesetzt werden ohne dass die Einstellungen verloren gehen.

Name
(Text)
Name der Methode. Wird beim Messen rechts oben auf dem Display angezeigt und beim Drucken mit
ausgegeben. Der Name darf nicht länger als sieben Zeichen sein.
Der Name existiert zusätzlich zur Bezeichnung „Methode 1-4“. Bei der Methodenauswahl wird beides
angezeigt.

Messmodus
(Auswahl: automatisch , manuell , remote 1 , remote 2 )
An sich misst der Saccharomat immer kontinuierlich. Wenn Messmodus auf manuell gestellt ist, so
muss die Taste [Print] gedrückt werden um das Ergebnis auf einem Drucker oder PC auszugeben.
Wenn Messmodus auf automatisch gestellt ist, so wird das Ergebnis automatisch mit einem
eingestellten Zeitintervall auf einem Drucker oder PC auszugeben. Mit der Taste [2] kann während der
Messung die automatische Ausgabe angehalten und fortgesetzt werden.
Die Optionen remote1 und remote2 sind für den ferngesteuerten Betrieb des Polarimeters mit einer
Computersoftware vorgesehen. Mehr dazu unter Abschnitt 6.4 Kommunikation.

Wellenlänge
(Auswahl z.B.: 587.00nm, 882.6nm)
Für den Betrieb bei nur einer Wellenlänge kann hier die gewünschte Wellenlänge ausgewählt werden.

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Saccharomat
Tasten
(jeweils Auswahl: aktiv, nicht genutzt)
Hier kann vom Administrator festgelegt werden, welche Hotkeys beim Messen zur Verfügung stehen:

"0" Reset
Taste [0] zum Nullsetzen des Polarimeters.

"1" Konzentr.
Durch Betätigen dieses Hotkeys kann die Konzentration für die Anzeige berücksichtigt
werden ) 13 gr / 1oo ml)

"" Methode
Pfeiltasten zum Methodenwechsel

"-" Wellenlänge
Wechsel der Wellenlänge

"Set" Optionen
Methodenabhängige Zusammenstellung wichtiger Parameter

Print interface
(Auswahl: kein Ausdruck , parallel , seriell 1 , speichern )
Dieser Parameter bestimmt was geschieht, wenn die Taste [Print] gedrückt wird.

Druckformat
Hier kann der Ausdruck individuell konfiguriert werden. Mehr zum Thema Ausgabe der Messwerte und
Beispielausdruck siehe Abschnitt 6.4 Kommunikation.
Drucke DatumZeit (Auswahl: ja , nein )
Drucke SerienNr. (Auswahl: ja , nein )
Drucke Methode (Auswahl: ja , nein )
Drucke Firma (Auswahl: ja , nein )
Drucke Benutzer (Auswahl: ja , nein )
Drucke Charge (Auswahl: ja , nein )
Drucke ProbenID (Auswahl: ja , nein )
Drucke Bereich (Auswahl: ja , nein )
Drucke Kopf (Auswahl: ja , nein )
Drucke Statistik (Auswahl: ja , nein )

Druckspalten
Das Untermenü Druckspalten bietet umfangreiche Möglichkeiten um den Inhalt der Spalten des
Ausdrucks individuell zu belegen. Voreingestellt für die Methode 1 (Sugar) ist:
1 Zucker (veränderbar)
2 Temperatur (veränderbar)
3 Rohrlänge (veränderbar)
4 Abs. (veränderbar)
5 Wellenlänge (veränderbar)
6 ----- (veränderbar)
… …
10 ----- (veränderbar)
Jede Spalte kann angewählt werden um eine der drei folgenden Tätigkeiten auszuführen:
- Spalteninhalt einstellen:
Dazu zuerst mit Type auswählen ob es sich um einen Messwert oder um einen n mal
wiederholtes Zeichen handelt und dann dieses mit Was auswählen. In der Liste der Zeichen
befinden sich auch viele Steuer- und Sonderzeichen für Drucker.
- neue Spalte einfügen:
Mit Einfügen wird an der Stelle der Cursorposition eine neue leere Spalte eingefügt.
- Spalte löschen:
Mit Löschen wird die zuvor ausgewählte Spalte gelöscht.

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Saccharomat

Initialisation
Das Untermenü Initialisation bietet zwei Optionen:

Standard
(Auswahl: zurücksetzen: ja , nein)
Mit Auswählen von Standard kann die gesamte Methode auf ihren
Auslieferungszustand zurückgesetzt werden.

Kopiere Methode
(Auswahl Ziel: alle anderen aktiven Methoden)
Mit Kopiere Methode können sämtliche Einstellungen anderer Methoden, auf die in der man sich gerade befindet,
übertragen werden. Um dies zu tun, gehen Sie auf Methoden und wählen dann die Methode aus, die überschrieben
werden soll. Nun wählen Sie die Option Initialisieren -> Kopiere Methode aus und suchen die Methode, die Sie
kopieren wollen. Sobald die Methode ausgewählt ist drücken Sie Enter und bestätigen noch einmal mit Enter um die
Methode zu überschreiben in der Sie sich gerade befinden. Jetzt speichert das Gerät noch die neuen Einstellungen
und das Kopieren ist abgeschlossen.

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Saccharomat

6. Weitere Einstellungen
6.1 Menüübersicht

Allgemeines
Datum Uhrzeit
Jahr (Zahl)
Monat (Zahl)
Tag (Zahl)
Stunde (Zahl)
Minute (Zahl)
Sprache (Auswahl: Deutsch, Englisch)
Firmenname 1 (Text)
Firmenname 2 (Text)
Zähler (Zahl)
Standardwerte
Temperatur (Zahl)
Rohrlänge (Zahl)
T.koef ppm/°C (Zahl)
Röhren
1 200mm (Werte: Rohrlänge , Temperaturkoeffizient)
2 100mm (Werte: Rohrlänge , Temperaturkoeffizient)
3 50mm (Werte: Rohrlänge , Temperaturkoeffizient)
4 ---- (Werte: Rohrlänge , Temperaturkoeffizient)
… …
17 ---- (Werte: Rohrlänge , Temperaturkoeffizient)
Sicherheit
Modus (Auswahl: Normal , GLP )
Administrator (Passwort ändern)
Benutzer 1
Aktiv (Auswahl: ja , nein )
Benutzer (Text)
Passwort (Zahl)
Methoden
Methode 1 (Auswahl: benutzt , nicht erlaubt )
… …
Methode 4 (Auswahl: benutzt , nicht erlaubt )
Benutzer 2

Benutzer 10
Kommunikation
Konfiguration (startet Programm)
Serielles port 1
Baudrate (Auswahl)
Parity (Auswahl)
Mode (Auswahl)
Teste port (startet Programm)
Teste Echo (startet Programm)
Drucker
Druckertype (Festgelegt: ASCII)
Rand oben (Zahl)
Rand links (Zahl)
Zeilenabstand (Zahl)
Zeichengröße (Zahl)

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Saccharomat
6.2 Allgemeines

Datum und Uhrzeit einstellen

Wählen Sie
Datum Uhrzeit
================
Jahr____________ Hauptmenü Allgemeines Datum Uhrzeit .
Monat
Tag Mit den [] / [] – Tasten können Sie die verschiedenen
Stunde Variablen anwählen und mit [Enter] editieren.
Minute
«zurück
Das Datum und die Uhrzeit sind wichtig wenn die
Messungen ausgedruckt werden sollen.
================
Drücke „Enter“
zum Editieren
================
2009

Sprache auswählen

Wählen Sie
Allgemeines
================
Datum Uhrzeit Hauptmenü Allgemeines Sprache .
Sprache_________
Firmenname 1 Mit den [] / [] – Tasten können Sie zwischen
Firmenname 2 Deutsch und Englisch auswählen und mit [Enter]
Zähler
«zurück übernehmen.

================
Drücke „Enter“
zum Editieren
================
Deutsch

Firmenname einstellen:
Für den Ausdruck der Messdaten können Sie den Firmennamen einstellen. Unter

Hauptmenü Allgemeines Firmenname 1 und


Hauptmenü Allgemeines Firmenname 2

stehen zwei Zeilen dafür zur Verfügung. Buchstaben werden mit der [Alpha]-Taste eingegeben.
Abbrechen ist mit [Menu] möglich.

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Saccharomat

6.3 Sicherheit
Es gibt zwei Möglichkeiten der Saccharomat zu betreiben:

Normal
Im Status Normal wird nur zwischen Benutzer und Administrator unterschieden. Benutzer dürfen nur
Messen und freigegebene Hotkeys benutzen, während mit dem Administratorkennwort Änderungen im
Menü möglich sind. Benutzer müssen sich nach dem Gerätestart nicht anmelden.

GLP
Der GLP- (Good Laboratory Praxis) Status beinhaltet die benutzerabhängige Bedienung des
Saccharomats. Nach dem Einschalten muss sich der Benutzer mit seinem Benutzernamen und
Kennwort einloggen. Dabei wählt er einen der zuvor durch den Administrator angelegten
Benutzer aus einer Liste aus. Zudem kann der Administrator festlegen, wer welche Methoden
benutzen kann. Änderungen im Menü sind alleine dem Administrator vorbehalten.

Das Umschalten zwischen Normal und GLP-Modus erfolgt unter


Hauptmenü Sicherheit Modus

Administratorkennwort ändern:
Das Administratorkennwort kann vom Administrator unter
Hauptmenü Sicherheit Administrator
geändert werden.

Neue Benutzer anlegen:


Wählen Sie Hauptmenü Sicherheit und dann einen der Benutzereinträge, z.B. 1 Default.

Es öffnet sich ein Untermenü:

Benutzer 1
================
Aktiv___________
Benutzer
Passwort
Methoden
«zurück

================
Drücke „Enter“
zum Editieren
================
Ja

Hier können Benutzername und Passwort eingestellt werden. Aktiv muss auf Ja stehen; sonst
wird der Benutzer nicht zur Auswahl angezeigt.
Im Untermenü Methoden kann für die Methoden 1-4 eingestellt werden, ob der angewählte Benutzer
diese benutzen darf oder nicht. Nicht erlaubte Methoden werden dem Benutzer nicht angezeigt.

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Saccharomat

6.4 Kommunikation

Der Saccharomat bietet die Möglichkeit, Messergebnisse auf einem PC oder ASCII-Drucker ausgeben
zu lassen. Mit einer passenden Software ist es auch möglich, von einem PC aus Befehle an den
Saccharomat zu schicken (Remotebetrieb). Das Protokoll des Remotebetriebs würde den Umfang
dieser Bedienungsanleitung sprengen.

Senden der Daten vom Saccharomat:

Die Einstellungen in den verwendeten Methoden müssen lauten:

Hauptmenü Methoden Methode X Messmodus :


manuell oder automatisch

Hauptmenü Methoden Methode X Print Interface :


seriell 1 (für PC) oder Parallel (für Drucker)

Die Einstellungen im Menü


Hauptmenü Kommunikation Serielles port 1
müssen lauten:

Baudrate: 9600
Parity: no parity
Mode: 8bit, 1Stop bit

Einstellungen zum Druck-Layout können in diesen Menüs geändert werden:

Hauptmenü Methoden Methode X Druckformat


Hauptmenü Methoden Methode X Druckspalten
Hauptmenü Kommunikation Drucker (nur für Drucker)

Der Saccharomat schickt immer dann die aktuellen Messdaten an den PC oder Drucker, wenn der
Benutzer auf [Print] drückt. Vor dem ersten Datensatz werden immer einige Kopfzeilen mit
Firmenname und wichtigen Informationen ausgedruckt.

Wenn der Messmodus auf automatisch steht, so sendet der Saccharomat kontinuierlich mit dem
eingestellten zeitlichen Abstand die Messdaten.

Entgegennahme der Daten am PC:

Die vom Saccharomat gesendeten Daten können am PC prinzipiell mit einer beliebigen Terminal-
Software empfangen werden. Die Daten werden über die EIA-232 (RS-232) Schnittstelle im ASCII-
Format übertragen.

In den Betriebsystemen Windows 95® bis Windows XP® ist das Programm „HyperTerminal“
enthalten. Sofern dieses installiert ist, lässt es sich wie folgt aufrufen:

START PROGRAMME ZUBEHÖR KOMMUNIKATION HYPERTERMINAL

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Saccharomat
In „HyperTerminal“ werden die gesendeten Daten auf dem Bildschirm ausgegeben und können
gleichzeitig in einer Textdatei gespeichert werden.
Für Windows Vista® gibt es im Internet passende Terminalprogramme frei erhältlich.

Der Saccharomat wird mit einem 9-poligen seriellen 1-zu-1-Kabel mit zwei weiblichen D-Sub Buchsen
an den PC angeschlossen. Das Kabel kann von SCHMIDT+HAENSCH bezogen werden.

Nach dem Start von „HyperTerminal“ erscheint das Fenster „Neue Verbindung“. Geben Sie einen
beliebigen Verbindungsnamen an (unter diesem können die folgenden Einstellungen später
gespeichert werden). „Ortskennzahl“ ist nicht relevant. Wählen Sie den COM-Port, an welchen Sie das
Kabel angeschlossen haben (in der Regel COM1 oder COM2), aus. Bei Anschlusseinstellungen muss
eingestellt werden:

Bits pro Sekunde: 9600


Datenbits: 8
Parität: Keine
Stoppbits: 1
Flusssteuerung: Hardware

Die übertragenen Daten sollten dann ungefähr so aussehen:

Schmidt+Haensch 01.01.2009 12:00


Seriennummer 0
Methode P-scale
Benutzername Mayer
Charge 123
ProbenID 45
Bereich 0°

Sugar Temp. Rohr Abs. Wellenl.


°Z °C mm nm
100.00 20.0* 200* 0.1 589.44
100.00 20.0* 200* 0.1 589.44
100.00 20.0* 200* 0.1 589.44
100.00 20.0* 200* 0.1 589.44
100.00 20.0* 200* 0.1 589.44

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Saccharomat

6.5 Standardwerte
Im Menü Standardwerte werden im Wesentlichen die Standardtemperatur und die Rohrlänge
verwaltet.

Standardwerte
================
Temperatur______
Rohrlänge
T.koef ppm/°C
Röhren
«zurück

================
Drücke „Enter“
zum Editieren
================
20,0

Die beiden Parameter Temperatur und Rohrlänge können während der Messung vom
Benutzer auch schneller aufgerufen werden, indem die [Set]-Taste gedrückt wird. Dies
geht aber nur, wenn die [Set] – Taste nicht zuvor deaktiviert wurde.

Der Parameter T.koef ppm/°C ist ein Wert, der die temperaturabhängige Längenausdehnung der
verwendeten Polarimeterröhre ausgleichen kann. Es handelt sich um einen relativen Wert in der
Einheit (parts per million) / °C .

SCHMIDT+HAENSCH vertreibt kodierte Polarimeterröhren mit Temperatursensor. Diese werden vom


Saccharomat automatisch erkannt. Im Untermenü Röhren sind die kodierten Röhren von
SCHMIDT+HAENSCH mit Röhrenlänge und Temperaturkoeffizient bereits eingespeichert.

6.6 Service
Das Servicemenü bietet Funktionen für ausgebildete Gerätespezialisten und wird hier nicht weiter
beschrieben.

© SCHMIDT + HAENSCH, 2009 26


Saccharomat

8. Fehlermeldungen
Wenn ein Fehler auftritt, wird das Ergebnis durch einen Fehlercode der Form **5**** ersetzt. Die
Bedeutungen der wichtigsten Fehlercodes können hier nachgeschlagen werden:

1 Wert zu klein um ihn darzustellen oder Wert kleiner als der zulässige Bereich
2 Wert zu groß um ihn darzustellen oder Wert größer als der zulässige Bereich
3 Wert außerhalb des zulässigen Bereichs
4 Wert nicht gemessen
5 Wert wurde wegen manueller Unterbrechung nicht gemessen
7 Statistikwert konnte wegen Fehlers nicht erstellt werden
31 Messwert wird von keinem Modul geliefert
40 Skala kleiner als ihr gültiger Bereich
41 Skala größer als ihr gültiger Bereich
42 Skala kleiner als ihr gültiger Temperaturbereich
43 Skala größer als ihr gültiger Temperaturbereich
44 Skala nicht aktiv
45 Skalen-definition enthält Fehler
46 Skala für die Wellenlänge nicht definiert
60 Rohrkodierung falsch
61 Quarzplatte im Probenraum
62 Rohrlänge nicht bekannt. Bitte im Menü definieren
63 Kalkulation für die Quarzplatte nicht möglich
64 Der optische Nullpunkt fehlt. Bitte benutzen Sie die Taste [0] um ihn zu setzen
65 Mechanical zero searching failed
66 Error initialising filter revolver
67 Filter revolver position not found
68 Filter revolver position not exist
80-83 Druckerfehler, z.B. kein Papier
90 Offset ist zu klein
120 Kann die Messdatenspeicherung nicht initialisieren
121 Speicher System hat eine falsche Version

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Saccharomat

9. Technische Daten

Messbereich: -35 °Z bis +105 °Z

Auflösung: 0,01°Z

Präzision: ± 0,02° Z (über den gesamten Messbereich)

Reproduzierbarkeit: ± 0,015° Z (über den gesamten Messbereich)

Empfindlichkeit: OD 3

Messröhren: bis max. 200mm

Wellenlängen: standardmäßig: 587 nm und 882 nm

Lichtquelle: High-Power LED

Temperaturkorrektur: automatisch mit entsprechender Probenröhre

Temperaturauflösung: 0,01°C

Temperaturgenauigkeit: ± 0,03°C

Schnittstellen: 1 Parallel, 2 Seriell, 1 PS2, USB-Adapter optional

Abmessungen: 733 x 365 x 160 mm

Stromversorgung: 90V – 240V / 50-60 Hz

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EG-Konformitätserklärung

Der Hersteller: SCHMIDT+HAENSCH

Adresse des Herstellers Waldstraße 80/81


D - 13403 Berlin

erklären in alleiniger Verantwortung, dass das Produkt

Polartronic M (100; 101; 202)


Polartronic H (532; 432; 332; 232; 132; 100; 101; 202)
Saccharomat (101; 103; 202)

auf das sich diese Erklärung bezieht, mit den folgenden Normen oder normativen Dokumenten
übereinstimmt:

EN 55014-1 2010 Elektromagnetische Verträglichkeit – Anforderungen an Haushaltgeräte,


Elektrowerkzeuge und ähnliche Elektrogeräte
EN 55022 2010 Einrichtungen der Informationstechnik - Funkstöreigenschaften - Grenzwerte und Messverfahren
EN 61010-1 2011 Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)

EN 61000-4-2 2009 Prüf- und Messverfahren – Prüfung der Störfestigkeit gegen die Entladung statischer
Elektrizität
EN 61000-4-3 2011 Prüf- und Messverfahren – Prüfung der Störfestigkeit gegen hochfrequente
elektromagnetische Felder
EN 61000-4-4 2010 Prüf- und Messverfahren - Prüfung der Störfestigkeit gegen schnelle transiente
elektrische Störgrößen / Burst
EN 61000-6-1 2007 Fachgrundnormen - Störfestigkeit für Wohnbereich, Geschäfts- und
Gewerbebereiche sowie Kleinbetriebe
EN 61000-6-3 2011 Fachgrundnormen - Störaussendung für Wohnbereich, Geschäfts- und
Gewerbebereiche sowie Kleinbetriebe

gemäß den Bestimmungen der Richtlinie 2004/108/EG Elektromagnetische Verträglichkeit.

Jahr der Anbringung des CE-Zeichens: 11

Dieses Dokument ist ohne Unterschrift gültig. Ein Original ist auf Anfrage erhältlich.

Berlin, 25. Januar 2011