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Erdöl wächst nach?? werden wir von den Ölmultis nur


verschaukelt - 500 Beiträge pro Seite
eröffnet am 13.03.08 11:52:27 von GueldnerG45S
neuester Beitrag 09.04.12 10:11:00 von GueldnerG45S

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(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 13.03.08 11:52:27 Beitrag Nr. 1 (


33.628.754 )

Erdöl wächst nach?? werden wir von den Ölmultis nur verschaukelt

Wenn das stimmt--ist Weltweit die Energieversorgng gesichert.

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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Thomas Gold: Biosphäre der heißen Tiefe, edition steinherz 2000, ISBN 3-98073780-2

Warum füllen sich Erdölvorkommen trotz Ausbeutung immer wieder auf und werden uns
so schnell nicht ausgehen? Ist Erdöl, Kohle und Erdgas wirklich aus verrottetem
Pflanzenmaterial? Wie sieht es aus um die Ursprünge des Lebens in der Tiefe und
überhaupt? Heiße Antworten zu brennenden Themen liefert Prof. Thomas Gold, ehem.
Harvard-Uni, Mitglied der Royal Society und US National Academy of Science, in
Deutschland auch durch seine Interviews im Wissenschaftsmagazin von Pro 7 bekannt,
mit seinem Wissenschaftsschocker. Ergebnis: Es gibt sozusagen unendlich Erdöl und Erdgas
als Energieträger. Die Energiekrise der 70er war ein Marketingtrick der Erdölmultis für
höhere Preise mit weniger Leistung. Das räumt auf mit dem ängstigenden
Ressourcenpanik des Club of Rome und seiner weltverbessernden Jünger. Außerdem
entspricht das den neuesten Entdeckungen rund um die jüngst entdeckten
energiereichen Methanhydrat-Eis-Vorkommen am Meeresgrund (s. auch
www.ipp.mpg.de), für die Dr. Erwin Suess, Dir. des maritimen Forschungszentrums
Geomar, Kiel mit dem Philip Morris Forschungspreis 2002 ausgezeichnet wurde. Lesen!

Und auch die Forschungen von Henry Scott, Assistenzprofessor für Geophysik an der
Universität von Indiana in South Bend, 2004 in den Abhandlungen der US-
amerikanischen Akademie der Wissenschaften (PNAS) publiziert, stützt Golds Thesen:
Ein erdmanteltypisches Gemisch aus Eisenoxid, Kalkstein und Wasser wurde auf 500 bis
1500 Grad Celsius, entsprechend den Bedingungen in 150 bis 200 km Tiefe, aufgeheizt.
Darauf verband sich der Kohlenstoff aus dem Kalkstein mit dem Wasserstoff aus dem
Wasser zu stabilem Methan, aus dem sich Mineralöl und Steinkohle unter Aufnahme
weiterer Mineralstoffe bilden kann, vgl. www.welt.de/data/2004/09/21/335373.html
Amazon.de, auf einen Blick: Biosphäre der heißen Tiefe Wie Erdöl entstanden ist Weitere
Belege für Golds These: Uranium Power Corporation - News Releases - Mon Jan 20,
2003

u.a. zu finden hier


http://www.konrad-Zscher-info.de/8buch.htm#Gold (http://www.konrad-Zscher-
info.de/8buch.htm#Gold)

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 13.03.08 12:13:02 Beitrag Nr. 2 (


33.629.020 )

Es werden auch noch ungeahnte Erdölvorkommen zu erschließen sein

Wirtschaft der Antarktis

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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Der Abbau von Bodenschätzen (Kohle, Eisenerz, Buntmetallerz, Uranerz, Erdgas, Erdöl)
war bisher nicht wirtschaftlich, vor allem wegen der extrem schwierigen
Naturbedingungen, wie Klima oder dicke Eisschicht. Die geschätzten
Rohstoffvorkommen sind aber enorm: 45 Mrd. Barrel Erdöl, 115 Bill. m3 Erdgas, ferner Titan,
Chrom, Eisen, Kupfer, Kohle und Uran sowie Platin und Gold.

http://www.antarktis.ch/43.htm (http://www.antarktis.ch/43.htm)

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/32742-Chessmaster) Chessmaster 13.03.08 12:49:51 Beitrag Nr. 3 (


33.629.435 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 33.629.020 (/diskussion/1139486-1-10/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_33629020) von GueldnerG45S am 13.03.08 12:13:02

sehr spannendes thema....habe da schonmal was drüber gelesen...


ich würde mich auch nicht wundern wenn die ölreseven noch viiiel länger halten als alle
meinen.

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/156794-janolo) janolo 13.03.08 12:56:22 Beitrag Nr. 4 (33.629.523 )

wenn´s denn stimmt, dan aber Hallo....

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/259933-Trffelschwein) Trffelschwein 13.03.08 13:05:09 Beitrag Nr. 5 (


33.629.617 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 33.629.435 (/diskussion/1139486-1-10/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_33629435) von Chessmaster am 13.03.08 12:49:51

Komisch - Kompanien von Wissenschaftlern liefern von jedem Normalverständler


nachprüfbare Ansichten, aber kaum kommt ein wortgewaltiger Phantast daher scheint
das Unglaubliche real zu sein.

Aber auch ein noch so wohlriechender Furz ersetzt leider kein einziges Parfum.

%0 &0 Antwort Zitat

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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(/userinfo/345753-Michi301) Michi301 13.03.08 13:07:17 Beitrag Nr. 6 (33.629.641 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 33.628.754 (/diskussion/1139486-1-10/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_33628754) von GueldnerG45S am 13.03.08 11:52:27

Lustig, Erlöl wächst nach. Aber Du glaubst ja auch an Gott!

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/358783-Peederwoogn2) Peederwoogn2 13.03.08 13:11:32 Beitrag Nr. 7 (


33.629.692 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 33.628.754 (/diskussion/1139486-1-10/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_33628754) von GueldnerG45S am 13.03.08 11:52:27

"Alles irrational, es gibt keine neuen Erdölvorkommen"

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/58998-paloma) paloma 13.03.08 13:30:40 Beitrag Nr. 8 (33.629.891 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 33.629.692 (/diskussion/1139486-1-10/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_33629692) von Peederwoogn2 am 13.03.08 13:11:32

Wurde der nicht liquidiert, dieser Nichtswisser.

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/307748-BarnyXXL) BarnyXXL 13.03.08 13:42:48 Beitrag Nr. 9 (33.630.059


)

aus wikipedia:

Einer abiogenetischen Theorie (auch: abiotisch) nach, die weitaus weniger Vertreter (siehe
insbesondere Thomas Gold) als die biogenetische Theorie hat, existieren im Inneren der Erde von
ihrer Entstehung an große Mengen Kohlenstoffverbindungen, darunter auch viele
Kohlenwasserstoffe. Diese Kohlenstoffverbindungen werden wegen ihrer geringen Dichte in Richtung

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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Erdoberiäche aufgepresst. Die abiogenetische Theorie hatte viele Anhänger unter Geologen in der
Sowjetunion.

Interssierte googeln einfach mit "abiotisch" und "erdölentstehung"

%2 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/331981-Kaufangebot) Kaufangebot 13.03.08 13:44:40 Beitrag Nr. 10 (


33.630.083 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 33.629.891 (/diskussion/1139486-1-10/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_33629891) von paloma am 13.03.08 13:30:40

Der bewirbt sich gerade als Regierungssprecher in Berlin.

%4 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 13.03.08 13:58:51 Beitrag Nr. 11 (


33.630.244 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 33.629.435 (/diskussion/1139486-1-10/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_33629435) von Chessmaster am 13.03.08 12:49:51

Ja glaubt ihr denn, die Länder-firmen welche Erdöl verkaufen hätten ein Interesse uns
billiges Öl zu liefern

Warum auch--schon mal was von Angebot und Nachfrage gehört was denn Preis
bestimmen wird

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/31535-coke) coke 13.03.08 14:21:21 Beitrag Nr. 12 (33.630.514 )

bei yahoo findet man mehr..


Der Ressourcen-Streit

Ölpreise von um die 100 Dollar je Barrel heizen eine alte Debatte neu an: Werden Öl
und Gas in der Erdkruste womöglich doch stets neu gebildet?

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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Von OTZ-Redakteur Frank Kalla

Ölspekulanten dürften die jüngste Nachricht aus Norwegen mit Freude aufgenommen
haben: Mit trockenen Worten verkündete Öl- und Energieministerin slaug Haga in
Stavanger, dass die Förderung von Öl aus dem norwegischen Teil der Nordsee schneller
und kräftiger als erwartet fällt. Demnach ging die Förderung von Öläquivalenten der
Norweger im vergangenen Jahr gegenüber 2004 um zehn Prozent auf nur noch 237
Millionen Kubikmeter zurück.
Nicht nur solche Nachrichten lassen den Ölpreis beständig im Bereich der 100-Dollar-
Marke. Einer stetig wachsenden Nachfrage steht die Theorie von endlichen Lagerstätten
bei Erdöl und -gas gegenüber. Das nährt Ängste vor der Zukunft. Kein Wunder, dass die
aufstrebenden Wirtschaftsmächte China und Indien am liebsten morgen schon ihren
Energiehunger mit der Förderung von Methanhydrat gefrorenes Methangas, das in
gewaltigen Mengen in den Schelfgebieten vor den Küsten beider Länder vorkommt
stillen würden.
Andere wiederum halten die Theorie von den endlichen Erdöl- und Erdgasvorräten auf
der Erde für eine Verdummung der Massen und die fieberhafte Suche nach neuen
Energiequellen schlichtweg für überflüssig: Den Verfechtern der abiogenetischen
Hypothese zufolge ist Erdöl oder Erdgas nicht aus abgestorbenen Meeresorganismen
entstanden und damit fossilen Ursprungs (biogen), sondern bildet sich immer wieder
neu im Inneren der Erde. Gewaltige Mengen an Kohlenwasserstoffverbindungen, die im
Erdkern quasi gespeichert sind, ermöglichen die abiotische Entstehung des Gases.
Prominentester Verfechter dieser These war der US-Wissenschaftler Dr. Thomas Gold
(1920 bis 2004). In seinem im Jahr 1999 veröffentlichten Buch The Deep Hot Biosphere
zu deutsch Biosphäre der heißen Tiefe vertrat er die Auffassung, dass die gesamte obere
Erdkruste in einer Tiefe von mehreren Kilometern von Bakterien besiedelt ist. Diese
würden die Kohlenwasserstoffverbindungen verwerten. Öl und Gas sind laut Gold
demnach nur die Stoffwechselprodukte dieser Bakterien. Und weil die sogenannten
Archaeen ständig und billionenfach in der oberen Erdkruste präsent sind und den
Kohlenstoff und Wasserstoff verwerten, könne es auch kein Ende mit dem Öl geben,
meinte Gold.
Tatsächlich fand ein deutsch-amerikanisches Forscherteam im Frühjahr 2002 vor der
Küste Perus in Bohrkernen unbekannte Mikroorganismen. Bei Wassertiefen von 100 bis
5000 Meter fraßen sich die Bohrer bis zu 420 Meter in das Sedimentgestein. In den 35
Millionen Jahre alten Ablagerungen entdeckten die Wissenschaftler laut einem Bericht
eines Wissensmagazins Spuren von Leben in Form von intakten Zellen. Ihr Fazit: Bis zu
Temperaturen von plus 120 Grad Celsis können Mikroorganismen im tiefen Untergrund
existieren.
Prof. Dr. Reinhard Gaupp, Lehrstuhlinhaber für Allgemeine und Historische Geologie an
der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ausgewiesener Spezialist für die Exploration
von Erdöl- und Erdgasvorkommen weltweit, kann der abiotischen Theorie nur wenig
abgewinnen. Gaupp hat gute Gründe zum Zweifel: Seine Frau Dr. Ulrike Rommel, eine

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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Geochemikerin und Mineralogin, war in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts
an Bohrprojekten beim rund 150 Kilometer von Stockholm entfernten Siljan-
Meteoritenkrater in Schweden befasst. Gold vermutete, dass dort, wo die Erdkruste
durch einen gewaltigen Einschlag regelrecht zerhackt worden war, abiogenes Methan
über eine Bohrung besonders leicht nachzuweisen wäre. Um diese These zu beweisen,
teufte man Bohrungen bis in 6000 Meter Tiefe ab. Es war ein Misserfolg auf der ganzen
Linie. Obwohl die Bedingungen ideal waren, fanden sich keine nennenswerten Spuren
von Methan, sagt Gaupp. Eine Probe des Gebrösels aus einer Bohrung habe seine Frau
noch.
Im Westen wird seit den vergangenen 40 bis 50 Jahren akzeptiert, dass wir biogene
Kohlenwasserstoffe fördern. Nach einer globalen Statistik kann man sagen, dass die
allermeisten Lagerstätten, die heute ökonomisch irgendeine Bedeutung haben,
Temperaturen von in etwa 60 Grad Minimum und 120 Grad Maximum aufweisen. Bei
einer Temperatur von über 200 Grad findet man praktisch nichts mehr Nennenswertes.
Verführerisch nennt Gaupp diese Statistik. Es führt dazu, dass wir akzeptieren, es gibt
nur ökonomische Mengen von biogenen Gas und keine abiogenetischen Öl- und
Gasvorkommen.
Nach der gängigen Theorie der Erdöl- und Erdgasbildung wird das sogenannte
Muttergestein ein Sediment, das reich ist an organischem Kohlenstoff in der Erdkruste in
ein Temperaturfenster oberhalb 60 Grad Celsius gedrückt. Durch die hohe Temperatur
und den enormen Druck wird Öl oder Gas aus dem Muttergestein gequetscht. Da die
Kohlenwasserstoffe leichter als Wasser sind, beginnen diese vom Erdinneren nach oben
zu wandern. Treffen die Stoffe auf eine undurchlässige Schicht zum Beispiel Tonlagen
bildet sich unter dieser eine Erdöl- oder Erdgaslagerstätte. Zudem muss ein
Speichergestein vorhanden sein.
Der abiogenetischen Hypothese zufolge gehören hingegen Kohlenwasserstoffe zum
Urmaterial der Erde und sind bei hohem Druck und Temperaturen im Erdkern stabil.
Eines der wichtigen Argumente der Anhänger dieser Theorie: Die Existenz von
Diamanten. Golds These zufolge wurden diese mit dem Muttergestein Kimberlit nach
gewaltigen Methan-Gaseruptionen aus dem Erdkern geschleudert.
Beim Verband der Schweizerischen Gasindustrie VSG hält man die These gar nicht für so
abwegig. Aber, so heißt es in einer VSG-Basis-Information, wo man sich mit der
Thematik auseinandersetzte, wenn man dieses Methan, also Erdgas, fördern wollte,
müsste man zuallererst neue Lagerstättentheorien entwickeln und weit in die Tiefe
bohren sieben, zehn oder noch mehr Kilometer. Tiefe Erdgaslagerstätten sofern sie
vorhanden wären hätten aber den Nachteil, dass das Porenraum-System und die
Fließfähigkeit von Gasen stark herabgesetzt sei.
Gaupp sieht indes noch ganz andere Felder, auf denen die abiogene Hypothese auf
staksigen und äußerst dünnen Füßen steht. Wenn man sagt, es kommt alles aus dem
Mantel hoch, alles aus dem tiefsten Inneren, warum sind dann nicht in dünnen
Sedimenthäuten, die über den alten kristallinen Massen liegen wie beispielsweise in
Norwegen oder Schweden, Gaslagerstätten entdeckt worden? Die Gase müssten ja auch
durch Basalt oder Granit kommen können. Auch die Russen, die sich seit vielen

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Generationen Mühe mit der Theorie gegeben haben, haben hier keinen sauberen Beweis
erbringen können, dass diese Migration von Gasen in diesen Sockeln stattgefunden und
zu wirtschaftlichen Ansammlungen geführt hat.
Gleichwohl, so räumt der Jenaer Experte ein, gebe es einige wenige Lagerstätten
weltweit, wo sich die Wissenschaft derzeit nicht sicher sei, wo genau die
Kohlenwasserstoffe herkommen. Ein Beispiel seien die Athabasca-Ölsande in Kanada.
Hier fehlt in der Tat ein belegbares Muttergestein. Richtig sei auch, dass es im tiefen
Erdinneren abiogenes Methan gebe. Bei einer 9,1 Kilometer tiefen Bohrung habe man in
Klüften im kristallinen Gestein Mantelhelium nachgewiesen. Eine abiogene Methan-
Gasblase habe man aber nicht angebohrt. Wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte es
einen Sturm der Begeisterung gegeben, sagt der Erdgasexperte. Selbst wenn man sich
von der gängigen Theorie entfernen und annehmen würde, dass es abiogenes Methan
im tieferen Erdmantel gebe, so stünde die Frage, wie man diese Spuren wirtschaftlich
fördern könne. Tatsache ist auch, dass ein Gestein je tiefer es liegt, enorm an
Porenvolumen verliert. Wenn es aber kein eigentliches Speichergestein gibt und das
Methan auch nicht in großen Mengen über Störungs- oder Kluftsysteme nach oben
steigt, was bleibt dann von dieser Hypothese einer scheinbar unendlichen Ressource?
Gaupp rechnet deshalb nur mit nachgewiesenen Vorräten und vermuteten Ressourcen
und verweist auf aktuelle Statistiken des Bundesamtes für Geowissenschaften und
Rohstoffe (BGR). Dort ging man für das Jahr 2006 global von verfügbaren Reserven bei
Erdöl in Höhe von 163 Milliarden Tonnen aus, für das Jahr 2030 rechnete man mit einem
jährlichen Verbrauch von fast 5,6 Milliarden Tonnen. Gemeinsam mit Erdgas lagen die
Reserven also die wirtschaftlich abbaubaren Vorräte bei den konventionellen
Kohlenwasserstoffen bei 328 Milliarden Tonnen. Er selbst geht davon aus, dass Erdöl
noch 50 bis 100 Jahre, und Erdgas noch ein oder zwei Menschen-Generationen zur
Verfügung stehen werden. Viel hängt aber bei diesen Zeitfenstern davon ab, ob der
Verbrauch weiter in diesem Maß ansteigen wird wie bisher. Zudem dürfe man andere
Energieträger wie die Kohle nicht außer Acht lassen. Hier sprechen wir von gewaltigen
Vorräten. So sei der Steinkohlegürtel, der sich von Polen über Deutschland bis nach
Wales ziehe, nur zu einem Teil abgebaut. Neue Technologien, beispielsweise eine
unterirdische Verschwelung der Flöze und das Fördern der austretenden Gase, könnten
zu einer Neubewertung der Vorräte führen.
Und schließlich könnten auch bislang nicht als Energieträger eingestufte Sedimente
eines Tages interessant werden. Es ist zwar ein wenig weit hergeholt, aber technisch
gibt es bereits die Möglichkeiten, auch aus wenig ertragreichen Sedimenten
Kohlenwasserstoffe zu gewinnen.
Nicht wenige Sedimente weisen zudem einen hohen Anteil an Kohlenstoff auf.
Kohlenstoffreiche Gesteine wie Kiesel- und Alaunschiefer wie sie auch in Mächtigkeiten
von mehreren 10er Metern beim Uranerz-Abbau der Wismut in Ronneburg angetroffen
worden sind könnten womöglich eines Tages als primärer Energieträger interessant
werden. Oder die gewaltigen Ölschiefer-Vorkommen an den Küsten Englands. Im
Baltikum wurde Tonstein teilweise zum Verfeuern genutzt. Entscheidend neben
ökologischen Erwägungen wird immer der Preis sein, sagt Gaupp. Ölpreise von 200

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Dollar je Barrel würden zu völlig neuen Bewertungen von bekannten Lagerstätten
führen.
Für eine Volkswirtschaft sei aber in Zukunft nicht allein entscheidend, ob sie genügend
Zugang zu Energieträgern habe. Entscheidender sei es, Produkte mit einem immer
niedrigeren Energieaufwand und -verbrauch herzustellen. Wer hier Technologieführer ist,
hat einen unschätzbaren Wettbewerbsvorteil. Ein niedrigerer Energieverbrauch weltweit
bei gleichzeitiger Erschließung von ausgewiesenen Ressourcen würde aber auch das
Eintreten des sogenannten Peak-Oil weiter in die Zukunft verlagern. Nach dieser Theorie
kommt es zu einem Höhepunkt der globalen Erdölförderung. Ist dieser überschritten,
gehen die Fördermengen unweigerlich zurück. Wann der Zeitpunkt eintritt, ist unter
Ökonomen umstritten. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe erwartet
den Höhepunkt im Jahr 2020.
Gaupp selbst sieht allerdings bei einigen Vorräten oder Ressourcen hausgemachte
Hindernisse, die eine umfassendere Förderung unmöglich machen. Wir können doch
nicht grenzenlos unsere eigene Umwelt zerstören. Die Zukunft der Städte liegt im
Untergrund. Wie kann man künftig die konträren Nutzungsansprüche in Einklang
bringen: Stadtentwicklung und beispielsweise Kohleförderung? Kritisch müsse man auch
den geplanten Griff nach den Methanhydrat-Ressourcen betrachten. Die Atomkraft ist
vom Menschen technisch nicht sicher beherrschbar, wird die Förderung von Methan aus
Hydraten in eisigen Tiefen es jemals sein?

quelle: http://www.otz.de/otz/otz.homepage3_138287.php
(http://www.otz.de/otz/otz.homepage3_138287.php)

coke

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/373910-AbZscher) AbZscher 13.03.08 14:28:09 Beitrag Nr. 13 (


33.630.585 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 33.628.754 (/diskussion/1139486-1-10/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_33628754) von GueldnerG45S am 13.03.08 11:52:27

nur ein Trick, damit alle short auf Öl gehen

% 10 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/350-Blue Max) Blue Max 13.03.08 15:36:12 Beitrag Nr. 14 (33.631.497 )

Weshalb gehören Rohstoffe, die irgendwo tief in der Erde lagern nicht der gesamten Menschheit ?

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


Seite 9 von 44
Die Luft über uns gehört ja schliesslich auch nicht den jeweiligen Staaten, über denen
sich die Luft zufällig befindet.

%8 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/274357-HeWhoEnjoysGravity) HeWhoEnjoysGravity 13.03.08 16:18:33


Beitrag Nr. 15 (33.632.206 )

#1 Zur Zeit ist es noch nicht so leicht bis in 150 km Tiefe zu bohren.

Übrigens braucht man nur Energie und die liegt überall auf der Straße (Sonne, Wind,
Gezeiten, Erdwärme, ...). Kernfusion wäre doch auch cool, oder?

Mit genügend Energie kann man auch aus nachwachsenden Rohstoffe Öl erzeugen, das
aufgrund seiner leichten Nutzbarkeit und Lagerfähigkeit schon recht praktisch ist.

Das einzige Problem ist, dass derzeit Öl sinnlos verheizt wird. Dank Klimawandel braucht
man bald in gemäßigten Breiten kaum noch heizen (Sonnenenergienutzung und 1a
Isolierung sind sowieso sinnvoll) und 2t Autos für jeden sind eh Wahnsinn.

%1 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/254948-danatbank) danatbank 13.03.08 17:12:03 Beitrag Nr. 16 (


33.632.933 )

Die abiotische Herkunft läßt sich dadurch widerlegen, daß die Enantiomere
(spiegelsymmetrische Moleküle mit einem asymmetrischen Kohlenstoffatom) nicht im
Verhältnis 50:50 vorkommen, wie dies im Falle einer abiotischen Herkunft statistisch
eintreffen sollte. Einzig abiogenes Gas wurde in sehr geringen Mengen gefunden.

Von den 50k Ölfeldern füllt sich auch keines kontinuierlich wieder aufgefüllt. Eugene
Island, das immer wieder als Beispiel herangezogen wird, war lediglich mit
angrenzenden Vorkommen verknüpft, die während der Förderung durch Druckausgleich
angezapft wurden. Dabei handelt es sich aber um einen einmaligen Effekt.

Methanhydrat hingegen ist seit mehreren Jahrzehnten bekannt, so daß der


Ausgangsartikel etwas aufschneiderisch wirkt, wenn er von \"jüngsten Entdeckungen\"
spricht. XOM und das DOE haben jedenfalls im North Slope vor Alaska 20 Mrd.$ in
erfolglose Probeförderungen von in nur 50m Wassertiefe liegenden

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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Methanhydratvorkommen versenkt.

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 13.03.08 23:11:40 Beitrag Nr. 17 (


33.636.800 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 33.631.497 (/diskussion/1139486-11-20/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_33631497) von Blue Max am 13.03.08 15:36:12

Luft kannste nehmen soviel Du willst--kostet (bisher) nix

Bei Öl und anderen Sachen sieht es anders aus

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/386664-smondoli) smondoli 14.03.08 21:30:02 Beitrag Nr. 18 (


33.647.674 )

Ich gehe jetzt erstmal volltanken.

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/225543-ConnorMcLoud) ConnorMcLoud 27.03.08 11:50:10 Beitrag Nr. 19


(33.738.196 )
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.631.497 (/diskussion/1139486-11-20/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-
verschaukelt#beitrag_33631497) von Blue Max am 13.03.08 15:36:12

Die Luft kostet ja auch nichts.

%2 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/291842-stefansand) stefansand 27.03.08 21:35:45 Beitrag Nr. 20 (


33.745.081 )

Die entscheidende Frage ist doch, zu welchen Kosten das Erdöl/Erdgas gefördert werden
kann. Energie an sich ist ja so gut wie unbegrenzt vorhanden, Kohle reicht bei heutigen
Kosten (und Kohle ist immer noch billig) 300 Jahre, Solarkraft ist unbegrenzt vorhanden.

Was nützen mir die immensen Methanhydratresourcen, wenn sie nicht wirtschaftlich
abgebaut werden können.

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 15.04.08 11:41:37 Beitrag Nr. 21 (


33.886.802 )

wir alle werden noch im Erdöl ersaufen nachdem wir verhungert sind

Dienstag, 15. April 2008


Die Frage der Rentabilität
Brasilien entdeckt Ölfeld
Brasilien hat vor seiner Atlantikküste angeblich eines der größten Ölfelder der Welt entdeckt. Es
könne sich um die drittgrößte Quelle der Erde handeln, sagte der leitende Direktor der Nationalen
Erdöl-Agentur (ANP) des südamerikanischen Landes, Haroldo Lima in Rio de Janeiro. Das Feld
"Carioca" im Becken Santos habe geschätzte Reserven von 33 Mrd. Barrel (je 159 Liter). Diese
Informationen seien noch "inoeziell", stammten aber von der staatlichen Ölgesellschaft Petrobras,
versicherte er.

Geschätzte 33 Mrd. Barrel vor Rio - die Frage ist nur: Lohnt die Förderung?

Lima meinte, es handele sich wohl um die "größte Entdeckung der Welt (im Ölsektor)
der vergangenen 30 Jahre". Energieminister Edison Lobão meinte jedoch unterdessen,
man müsse die offizielle Bekanntgabe abwarten. Petrobras-Techniker betonten, man
könne noch nicht sagen, ob die Förderung rentabel sein würde. Dennoch schossen die
Aktien von Petrobras am Montag an der Börse von São Paulo um 7,67 Prozent in die
Höhe.

jedoch liegen Zwischen Öl und Progt liegen fünf Kilometer Schlick und Ozean

"Carioca" befindet sich den Angaben zufolge vor der Küste des Bundesstaates Rio de
Janeiro in etwa 5000 Meter Tiefe unter Wasser und einer dicken Salzschicht. Es gehört
zu 45 Prozent Petrobras, zu 30 Prozent British Gas und zu 25 Prozent der spanischen
Repsol. In einem Kommuniqué teilte Petrobras mit, die genaue Größe des Feldes werde
erst nach weiteren Studien in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden können.

Quelle: http://www.n-tv.de/Die_Frage_der_Rentabilitaet_Brasilien_ent… (http://www.n-


tv.de/Die_Frage_der_Rentabilitaet_Brasilien_entdeckt_Oelfeld/150420081806/948899.html)

Erst im November hatte Brasilien die Entdeckung des riesigen Ölfeldes "Tupi"

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bekanntgegeben. Es liegt 250 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates São Paulo ebenfalls in sehr
tiefem Wasser, gehört zu 65 Prozent Petrobras und birgt Vorkommen von fünf bis acht Milliarden
Barrel sowie Erdgas. Die Produktion kann dort allerdings nach Expertenschätzung frühestens in vier
oder fünf Jahren beginnen.

wir alle werden noch im Erdöl ersaufen nachdem wir verhungert sind

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/344498-CaptainFutures) CaptainFutures 15.04.08 12:02:32 Beitrag Nr. 22


(33.886.983 )
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.886.802 (/diskussion/1139486-21-30/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-
verschaukelt#beitrag_33886802) von GueldnerG45S am 15.04.08 11:41:37

Öl ist mehr und länger als genug da habe ich immer gesagt. Ständig werden neue und
immer größere Ölfelder und Lagerstätten entdeckt, die jede "Oil Peak" Projektion in die
Zukunft ad absurdum führen.

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 15.04.08 15:05:02 Beitrag Nr. 23 (


33.888.608 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 33.886.983 (/diskussion/1139486-21-30/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_33886983) von CaptainFutures am 15.04.08 12:02:32

Das sehe ich auch so--den GOtt will uns Menschen doch nicht zahlreich sein lassen und uns
nicht das nötige geben

Das Öl ist für uns Menschen da-wir sollten nur nicht zu faul sein es zu bergen.

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/312715-Borealis) Borealis 16.04.08 10:51:11 Beitrag Nr. 24 (33.895.877 )

Der Ölfund vor Brasilien ist eigentlich der Beleg dafür, daß Erdöl "nachwachsen" kann
(sicher nicht so schnell, wie es gegenwärtig verbraucht wird).
Oder wie kommt Erdöl unter den Atlantik? Der Südatlantik ist erdgeschichtlich noch
recht jung. Seine Entwicklung begann erst vor ca. 100 Millionen Jahren mit dem
Auseinanderbrechen von Südamerika und Afrika. Die Ozeankruste besteht aus

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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basaltartigem Material, das aus dem Mittelatlantischen Rücken austritt und dabei die
Kontinente auseinanderschiebt. Darunter wäre kein organisches Material zu erwarten.
Also kann sich das Erdöl dort bloß aus organischem Material gebildet haben, das sich in
den letzten 100 Millionen Jahren auf dem Meeresgrund abgelagert hat. Ich gehe mal
davon aus, daß sich die damaligen Bedingungen auf dem Meeresgrund nicht wesentlich
von den heutigen unterscheiden, so daß ähnliche Vorgänge auch heute noch möglich
sein müßten.

%8 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/344498-CaptainFutures) CaptainFutures 22.04.08 11:00:59 Beitrag Nr. 25


(33.939.963 )

Die Ölmultis verschaukeln uns schon nicht. Es sind die neuzeitlichen Angstprediger!

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 20.05.08 21:23:18 Beitrag Nr. 26 (


34.137.409 )

Das macht jede Tankstelle so

So läuft das mit der Benzin-Abzocke!

Und uns wollen die Öl-Multis weismachen, die immer neuen Rekordpreise für Sprit wären das
Ergebnis komplizierter Berechnungen – und vom Weltmarktpreis für Rohöl abhängig!

Nun enthüllt ein Leser-Reporter, wie es wirklich läuft. Einer erhöht – und der nächste
zieht nach.

Der Leser-Reporter schickte BILD eine Fax-Anweisung der Mineralöl-Firma Knauber (30
Tankstellen im Raum Bonn). In der heißt es: „Aral ändert heute um 11 Uhr die Preise
wie folgt: + 3 Cent (...) Wir erhöhen entsprechend schnellstmöglich....“ Die Firma
Knauber bestätigt den Vorgang. Geschäftsführer Holger Vohrmann: „Solche

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Preisanpassungen sind völlig normal.“

http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/2008/05/21/tankst…
(http://www.bild.de/BILD/news/leserreporter/2008/05/21/tankstellen-absprache/benzin-
abzocke,geo=4593270.html)

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 29.10.08 11:31:50 Beitrag Nr. 27 (


35.744.465 )

Erdöl wächst nach?? werden wir von den Ölmultis nur verschaukelt

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/302324-Robert_Reichschwein) Robert_Reichschwein 29.10.08 21:33:41


Beitrag Nr. 28 (35.753.906 )

...da gibt es verschiedene Theorien.

der angesehene Physiker Lomonossow sagte, es entsteht aus organischem Material.


andere sagen, es entsteht aus steinen unter grosser Hitze, Druck und Luftabschluss
ich weiss es nicht.
tendiere jedoch zu Letzterem, warum denn nicht?
'Freie Fahrt für freie Bürger'

%2 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 29.10.08 22:16:25 Beitrag Nr. 29 (


35.754.430 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 35.753.906 (/diskussion/1139486-21-30/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_35753906) von Robert_Reichschwein am 29.10.08 21:33:41

Thomas Gold: Biosphäre der heißen Tiefe, edition steinherz 2000, ISBN 3-98073780-2

Warum füllen sich Erdölvorkommen trotz Ausbeutung immer wieder auf und werden uns
so schnell nicht ausgehen? Ist Erdöl, Kohle und Erdgas wirklich aus verrottetem
Pflanzenmaterial? Wie sieht es aus um die Ursprünge des Lebens in der Tiefe und

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überhaupt? Heiße Antworten zu brennenden Themen liefert Prof. Thomas Gold, ehem.
Harvard-Uni, Mitglied der Royal Society und US National Academy of Science, in
Deutschland auch durch seine Interviews im Wissenschaftsmagazin von Pro 7 bekannt,
mit seinem Wissenschaftsschocker. Ergebnis: Es gibt sozusagen unendlich Erdöl und
Erdgas als Energieträger. Die Energiekrise der 70er war ein Marketingtrick der
Erdölmultis für höhere Preise mit weniger Leistung. Das räumt auf mit dem
ängstigenden Ressourcenpanik des Club of Rome und seiner weltverbessernden Jünger.
Außerdem entspricht das den neuesten Entdeckungen rund um die jüngst entdeckten
energiereichen Methanhydrat-Eis-Vorkommen am Meeresgrund (s. auch
www.ipp.mpg.de), für die Dr. Erwin Suess, Dir. des maritimen Forschungszentrums
Geomar, Kiel mit dem Philip Morris Forschungspreis 2002 ausgezeichnet wurde. Lesen!

Und auch die Forschungen von Henry Scott, Assistenzprofessor für Geophysik an der
Universität von Indiana in South Bend, 2004 in den Abhandlungen der US-
amerikanischen Akademie der Wissenschaften (PNAS) publiziert, stützt Golds Thesen:
Ein erdmanteltypisches Gemisch aus Eisenoxid, Kalkstein und Wasser wurde auf 500 bis
1500 Grad Celsius, entsprechend den Bedingungen in 150 bis 200 km Tiefe, aufgeheizt.
Darauf verband sich der Kohlenstoff aus dem Kalkstein mit dem Wasserstoff aus dem
Wasser zu stabilem Methan, aus dem sich Mineralöl und Steinkohle unter Aufnahme
weiterer Mineralstoffe bilden kann, vgl. www.welt.de/data/2004/09/21/335373.html
Amazon.de, auf einen Blick: Biosphäre der heißen Tiefe Wie Erdöl entstanden ist Weitere
Belege für Golds These: Uranium Power Corporation - News Releases - Mon Jan 20,
2003

u.a. zu finden hier


http://www.konrad-Zscher-info.de/8buch.htm#Gold (http://www.konrad-Zscher-
info.de/8buch.htm#Gold)

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 23.01.09 11:36:10 Beitrag Nr. 30 (


36.434.096 )

23.01.09, 10:57
Frage von H.-P. Schachler
Kann es sein, dass Erdöl nicht aus Organismen entstand, sondern der Erdkruste entspringt?

Russische Forscher entwarfen eine Gegenthese zur konventionellen Theorie. Sie glauben, Erdöl
bilde sich durch geologische Prozesse. Deshalb müsse es fast unbegrenzte Reserven geben.
FOCUS-Redakteur Michael Odenwald

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Die Theorie von einer „abiotischen“ Entstehung des Erdöls wurde in den 50er-Jahren von
russischen Forschern entwickelt. Weil diese als Angehörige der Sowjetunion im Kalten
Krieg nicht in westlichen Fachzeitschriften publizieren konnten, blieb sie im Westen
nahezu unbekannt.

Ist der Erdöl-Vorrat unbegrenzt?


http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/odenwalds_universum/… (//<b>Russen entwickelten eine
Gegenthese</b><br /> <br /> Die Gegenthese entwickelten Sowjet-Forscher. Sie begannen Ende der
40er- Jahre am Geophysikalischen Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften sowie am
Institut für Geologie der Ukraine die Herkunft des Öls zu untersuchen. Im Jahr 1956 verkündete der
Geologie-Professor Wladimir PorZrjew die Resultate. Danach haben „Rohöl und natürliches Erdgas
keine eigentliche Verbindung mit in der Nähe der Erdoberiäche vorkommenden biologischen
Substanzen. Es handelt sich um Urstoffe, die aus großen Tiefen hervorbrechen.“<br /> <br />
PorZrjews Kollege Nikolai Kudryawtsew erdachte später eine Regel, derzufolge Kohlenwasserstoffe
verschiedener Kettenlänge immer gemeinsam auftreten. Fände sich in einer Bodenschicht Öl, gebe
es in darüber liegenden Schichten mit hoher Gewissheit Kohle, in den untersten Stockwerken lagere
Erdgas. In Abgrenzung zur biologischen Ursprungstheorie des Westens nannten die Sowjet-
Wissenschaftler ihr Werk die „abiotische“ (also nicht biologische) Theorie.<br /> <br />
<b>Methanhydrate als Stütze für die abiotische Theorie</b><br /> <br /> Die Russen glaubten, Erdgas
und -öl werden tief im Erdmantel gebildet, bei sehr hohen Temperaturen und unter starkem Druck
(ähnlich wie bei der Entstehung von Diamanten), und dann in Form iüssiger Einschlüsse im Gestein
gespeichert. Durch tektonische Prozesse werden sie immer wieder aus den Einschlüssen freigesetzt
und nach oben in die Erdkruste transportiert, wo sie die bekannten Lagerstätten füllen. Methan
könnte auch durch Spalten und Risse im Gestein in die Atmosphäre gelangen. Das Wort „Petroleum“
(von Lateinisch: „oleum petrae“, zu Deutsch Stein- oder Felsöl) bekäme so seine ursprüngliche
Bedeutung zurück. Den Namen erhielt die Substanz von Römern in Ägypten, die sie an einem Berg auf
der Sinai-Halbinsel austreten sahen. <br /> <br /> Manche Geologen führen auch die ausgedehnten
Methanhydrat-Lagerstätten am Meeresgrund und in Permafrostgebieten sowie die Existenz Methan-
speiender Schlammvulkane, die sich an der Erdoberiäche und am Meeresgrund Znden, als Stütze für
die abiotische Theorie an. Die Methanhydrate sollen, so eine Schätzung, ungefähr 10 000 Milliarden
Tonnen Kohlenstoff enthalten. Solche Mengen könnten nur Bestandteil eines nicht biologischen
Kohlenstoff-Zyklus sein. Bei Schlammvulkanen tritt aus tiefen Sedimentschichten ein Gemisch aus
Wasser, Gas und Schlamm aus und bildet eine Art Vulkankegel. Aus ihnen blubbern alljährlich
mindestens sechs bis neun Millionen Tonnen Methan. Zudem, so ein weiteres Argument für die
geologische Entstehung des Schmierstoffs unserer Wirtschaft, sei kürzlich im Atlantik vor dem
brasilianischen Festlandsockel in 5000 Metern Tiefe ein riesiges Ölfeld entdeckt worden. Der
konventionellen Theorie zufolge dürfte es so weit unten aber kein Erdöl geben. Sind begrenzte
Ölvorräte nur ein Mythos?<br /> <br /> Natürlich kam auch die Ideologie ins Spiel. Die Sowjet-
Geologen behaupteten, bei der biotischen Theorie handle es sich um eine Fälschung der großen
amerikanischen und britischen Erdölkonzerne, mit deren Hilfe diese den Mythos eines begrenzten
Ölvorrats aufrechterhalten wollten, was ihnen erlaube, dauerhaft hohe Preise zu erzielen. Bei einer
abiotischen Entstehung wären die Ölreserven der Erde sehr viel größer und nur durch die Menge an

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Kohlenstoffverbindungen begrenzt, die zur Zeit ihrer Entstehung existierten.<br /> <br /> Im Erdinnern
sollte es folglich riesige Mengen an Kohlenwasserstoffen geben, die man durch ultratiefe Bohrlöcher
anzapfen könnte. Einige Geologen betrachteten auch sogenannte selbstauffrischende Ölfelder – sie
schienen sich nach der Förderung wieder zu füllen – als Beleg für den Zustrom von Öl aus der Tiefe.
Auch hätten westliche Geologen im vergangenen Jahrhundert immer wieder auf begrenzte
Ölreserven hingewiesen – um dann immer wieder neue Felder zu Znden.<br /> <br /> Mithilfe ihrer
Theorie wollten die roten Geologen auch ergiebige Lagerstätten aufspüren. Im Kalten Krieg hatten die
Sowjets kaum genügend Erdöl für ihre Wirtschaft. Es auf eigenem Boden zu Znden, wurde zu einer
Frage der nationalen Sicherheit. Die Versprechen der Forscher, schier unerschöpiiche Quellen zu
liefern, waren den Politikern daher hochwillkommen. Einigen Literaturangaben zufolge hatten
PorZrjew und seine Kollegen Erfolg. So sollen sie riesige Gas- und Ölfelder in Gegenden entdeckt
haben, die andere Forscher anhand der westlichen Theorien verworfen hatten. Dies sei auch in den
90er-Jahren in einem Gebiet gelungen, das über 45 Jahre lang als geologisches Ödland galt: dem
Dnjepr-Donez-Becken im russisch-ukrainischen Grenzgebiet.<br /> <br /> <b>US-Forscher
untermauern Theorie der Russen</b><br /> <br /> Insgesamt, sagen einige Experten, seien die
Sowjetunion und später Russland zum weltgrößten Erdöl- und Erdgasproduzenten aufgestiegen, weil
die Erkenntnisse der Geologen über die abiotische Entstehung der Stoffe dort praktisch angewendet
wurden.<br /> <br /> Tatsache ist, dass Kohlenstoff im Universum in großen Mengen vorkommt. Er
entsteht durch Kernfusion in den sogenannten Kohlenstoffsternen und verteilt sich durch deren
Sternwinde im All. Dort wird er Bestandteil von Molekülwolken, aus denen neue Sterne entstehen, und
mit ihnen Planeten. Bereits im freien Weltraum können einfache Kohlenwasserstoffe entstehen, die
sich in den Himmelskörpern wiederZnden. In unserem Sonnensystem etwa hat der Saturn-Mond
Titan eine Atmosphäre, die Methan und Ethan enthält. In der Eiseskälte des äußeren Sonnensystems
sind beide Gase iüssig und fallen deshalb als Regen zu Boden. Dabei bilden sie Flüsse und Seen.
Unlängst wiesen Astronomen auch in der Atmosphäre eines fernen Exoplaneten Methan nach.<br />
<br /> Dass Methan tatsächlich in der Tiefe der Erde durch anorganische chemische Prozesse
entstehen kann, fand 2004 eine Arbeitsgruppe um den Geophysiker Henry Scott von der University of
Indiana in Laborversuchen heraus. Um Druck- und Temperaturverhältnisse im Erdinneren zu
simulieren, setzten die Forscher ein Gemisch aus Eisenoxid, Kalkspat und Wasser in einer
Diamantstempelzelle unter hohen Druck. Die Probe ist nur ein paar Millimeter groß und sitzt zwischen
zwei Diamantspitzen, die zusammengedrückt werden. Zugleich heizte eingestrahltes Laserlicht das
Material auf. Zuvor hatten russische und andere US-Forscher aus den gleichen Stoffen Methan und
weitere Kohlenwasserstoffe synthetisiert. Sie erhitzten das Gemisch in einer Art Dampfkochtopf, der
als Katalysator das Edelmetall Platin enthielt.<br /> <br /> <b>Wahrscheinlich treffen beide Theorien
zu</b><br /> <br /> Diese Experimente deuten laut Scott darauf hin, dass es in über 150 Kilometer
Tiefe eine Quelle für anorganische Kohlenwasserstoffe geben könnte – also im oberen Erdmantel,
der in etwa 30 Kilometer Tiefe beginnt. „Obwohl es gut etabliert ist, dass kommerzielles Erdöl von
Zerfall einst lebendiger Organismen stammt, stützen diese Ergebnisse die Möglichkeit, dass die Erde
in der Tiefe eine eigene Klasse abiotischer Kohlenwasserstoffe hervorbringt“, urteilt Scott. Offenbar
sei die Methanbildung in einem gewaltigen Bereich unseres Planeten möglich – etwa in den
Subduktionszonen, wo Platten der Erdkruste in den Mantel abtauchen und dabei Kalkstein und
Wasser in die Tiefe transportieren. Unklar ist aber, wie viel von dem Gas dort entsteht.<br /> <br />

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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Einen Hinweis geben jetzt brandneue Daten, die italienische Geophysiker in der aktuellen Ausgabe
des Wissenschaftsjournals „Science“ veröffentlichen. Sie untersuchten an 238 Orten der Erde – etwa
bei Schlammvulkanen, Subduktionszonen oder tektonischen Rissen in der Erdkruste – die
Konzentration von Ethan und Propan in der Atmosphäre. Wie sich zeigte, strömen dort große Mengen
dieser Gase aus, die nur durch geothermische Prozesse entstanden sein können. Alljährlich gelangen
weltweit über 9,5 Millionen Tonnen davon in die Luft, wobei der natürliche Entgasungsvorgang etwa
17 Prozent des Ethans beisteuert, und zehn Prozent des Propans (der größere Rest stammt aus
Feuchtgebieten und von Bakterien). Die Italiener schätzen, dass es über 10 000 solcher Quellen in 80
Ländern gibt. Bereits im Februar 2008 hatten Schweizer und US-Forscher berichtet, sie hätten im
Wasser von Thermalquellen leichte Kohlenwasserstoffmoleküle gefunden, die ausweislich ihrer
Isotopen-Zusammensetzung nur im Erdmantel entstanden sein konnten.<br /> <br /> Vermutlich
treffen also beide Theorien zu – die biotische wie die abiotische. Was dies für die Versorgung der
Welt mit Brennstoffen bedeutet, lassen die Geologen aber offen. Manche glauben, dass sich die
Weltvorräte an Erdöl und Erdgas, die nach Prognosen der Lagerstättenkundler noch rund 40 Jahre
reichen, deutlich strecken lassen. Nur: Wie sich dies bewerkstelligen lassen könnte, weiß niemand.
Denn es gibt keine Bohrtechnik, die in die erforderlichen Tiefen vorstoßen könnte. Die bisher tiefsten
Bohrungen drangen kaum mehr als zwölf Kilometer tief in die Erdkruste ein und kosteten Hunderte
von Millionen Euro.Schlagwörter: Erdgas Erdöl Odenwalds Universum Wladimir PorZrjew <br /> <a
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Russen entwickelten eine Gegenthese

Die Gegenthese entwickelten Sowjet-Forscher. Sie begannen Ende der 40er- Jahre am
Geophysikalischen Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften sowie am
Institut für Geologie der Ukraine die Herkunft des Öls zu untersuchen. Im Jahr 1956
verkündete der Geologie-Professor Wladimir Porfirjew die Resultate. Danach haben
„Rohöl und natürliches Erdgas keine eigentliche Verbindung mit in der Nähe der
Erdoberfläche vorkommenden biologischen Substanzen. Es handelt sich um Urstoffe, die
aus großen Tiefen hervorbrechen.“

Porfirjews Kollege Nikolai Kudryawtsew erdachte später eine Regel, derzufolge


Kohlenwasserstoffe verschiedener Kettenlänge immer gemeinsam auftreten. Fände sich
in einer Bodenschicht Öl, gebe es in darüber liegenden Schichten mit hoher Gewissheit
Kohle, in den untersten Stockwerken lagere Erdgas. In Abgrenzung zur biologischen
Ursprungstheorie des Westens nannten die Sowjet-Wissenschaftler ihr Werk die
„abiotische“ (also nicht biologische) Theorie.

Methanhydrate als Stütze für die abiotische Theorie

Die Russen glaubten, Erdgas und -öl werden tief im Erdmantel gebildet, bei sehr hohen
Temperaturen und unter starkem Druck (ähnlich wie bei der Entstehung von
Diamanten), und dann in Form flüssiger Einschlüsse im Gestein gespeichert. Durch

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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tektonische Prozesse werden sie immer wieder aus den Einschlüssen freigesetzt und
nach oben in die Erdkruste transportiert, wo sie die bekannten Lagerstätten füllen.
Methan könnte auch durch Spalten und Risse im Gestein in die Atmosphäre gelangen.
Das Wort „Petroleum“ (von Lateinisch: „oleum petrae“, zu Deutsch Stein- oder Felsöl)
bekäme so seine ursprüngliche Bedeutung zurück. Den Namen erhielt die Substanz von
Römern in Ägypten, die sie an einem Berg auf der Sinai-Halbinsel austreten sahen.

Manche Geologen führen auch die ausgedehnten Methanhydrat-Lagerstätten am


Meeresgrund und in Permafrostgebieten sowie die Existenz Methan-speiender
Schlammvulkane, die sich an der Erdoberfläche und am Meeresgrund finden, als Stütze
für die abiotische Theorie an. Die Methanhydrate sollen, so eine Schätzung, ungefähr 10
000 Milliarden Tonnen Kohlenstoff enthalten. Solche Mengen könnten nur Bestandteil
eines nicht biologischen Kohlenstoff-Zyklus sein. Bei Schlammvulkanen tritt aus tiefen
Sedimentschichten ein Gemisch aus Wasser, Gas und Schlamm aus und bildet eine Art
Vulkankegel. Aus ihnen blubbern alljährlich mindestens sechs bis neun Millionen Tonnen
Methan. Zudem, so ein weiteres Argument für die geologische Entstehung des
Schmierstoffs unserer Wirtschaft, sei kürzlich im Atlantik vor dem brasilianischen
Festlandsockel in 5000 Metern Tiefe ein riesiges Ölfeld entdeckt worden. Der
konventionellen Theorie zufolge dürfte es so weit unten aber kein Erdöl geben. Sind
begrenzte Ölvorräte nur ein Mythos?

Natürlich kam auch die Ideologie ins Spiel. Die Sowjet-Geologen behaupteten, bei der
biotischen Theorie handle es sich um eine Fälschung der großen amerikanischen und
britischen Erdölkonzerne, mit deren Hilfe diese den Mythos eines begrenzten Ölvorrats
aufrechterhalten wollten, was ihnen erlaube, dauerhaft hohe Preise zu erzielen. Bei einer
abiotischen Entstehung wären die Ölreserven der Erde sehr viel größer und nur durch
die Menge an Kohlenstoffverbindungen begrenzt, die zur Zeit ihrer Entstehung
existierten.

Im Erdinnern sollte es folglich riesige Mengen an Kohlenwasserstoffen geben, die man


durch ultratiefe Bohrlöcher anzapfen könnte. Einige Geologen betrachteten auch
sogenannte selbstauffrischende Ölfelder – sie schienen sich nach der Förderung wieder
zu füllen – als Beleg für den Zustrom von Öl aus der Tiefe. Auch hätten westliche
Geologen im vergangenen Jahrhundert immer wieder auf begrenzte Ölreserven
hingewiesen – um dann immer wieder neue Felder zu finden.

Mithilfe ihrer Theorie wollten die roten Geologen auch ergiebige Lagerstätten aufspüren.
Im Kalten Krieg hatten die Sowjets kaum genügend Erdöl für ihre Wirtschaft. Es auf
eigenem Boden zu finden, wurde zu einer Frage der nationalen Sicherheit. Die
Versprechen der Forscher, schier unerschöpfliche Quellen zu liefern, waren den Politikern
daher hochwillkommen. Einigen Literaturangaben zufolge hatten Porfirjew und seine
Kollegen Erfolg. So sollen sie riesige Gas- und Ölfelder in Gegenden entdeckt haben, die
andere Forscher anhand der westlichen Theorien verworfen hatten. Dies sei auch in den

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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90er-Jahren in einem Gebiet gelungen, das über 45 Jahre lang als geologisches Ödland
galt: dem Dnjepr-Donez-Becken im russisch-ukrainischen Grenzgebiet.

US-Forscher untermauern Theorie der Russen

Insgesamt, sagen einige Experten, seien die Sowjetunion und später Russland zum
weltgrößten Erdöl- und Erdgasproduzenten aufgestiegen, weil die Erkenntnisse der
Geologen über die abiotische Entstehung der Stoffe dort praktisch angewendet wurden.

Tatsache ist, dass Kohlenstoff im Universum in großen Mengen vorkommt. Er entsteht


durch Kernfusion in den sogenannten Kohlenstoffsternen und verteilt sich durch deren
Sternwinde im All. Dort wird er Bestandteil von Molekülwolken, aus denen neue Sterne
entstehen, und mit ihnen Planeten. Bereits im freien Weltraum können einfache
Kohlenwasserstoffe entstehen, die sich in den Himmelskörpern wiederfinden. In
unserem Sonnensystem etwa hat der Saturn-Mond Titan eine Atmosphäre, die Methan
und Ethan enthält. In der Eiseskälte des äußeren Sonnensystems sind beide Gase flüssig
und fallen deshalb als Regen zu Boden. Dabei bilden sie Flüsse und Seen. Unlängst
wiesen Astronomen auch in der Atmosphäre eines fernen Exoplaneten Methan nach.

Dass Methan tatsächlich in der Tiefe der Erde durch anorganische chemische Prozesse
entstehen kann, fand 2004 eine Arbeitsgruppe um den Geophysiker Henry Scott von der
University of Indiana in Laborversuchen heraus. Um Druck- und Temperaturverhältnisse
im Erdinneren zu simulieren, setzten die Forscher ein Gemisch aus Eisenoxid, Kalkspat
und Wasser in einer Diamantstempelzelle unter hohen Druck. Die Probe ist nur ein paar
Millimeter groß und sitzt zwischen zwei Diamantspitzen, die zusammengedrückt werden.
Zugleich heizte eingestrahltes Laserlicht das Material auf. Zuvor hatten russische und
andere US-Forscher aus den gleichen Stoffen Methan und weitere Kohlenwasserstoffe
synthetisiert. Sie erhitzten das Gemisch in einer Art Dampfkochtopf, der als Katalysator
das Edelmetall Platin enthielt.

Wahrscheinlich treffen beide Theorien zu

Diese Experimente deuten laut Scott darauf hin, dass es in über 150 Kilometer Tiefe
eine Quelle für anorganische Kohlenwasserstoffe geben könnte – also im oberen
Erdmantel, der in etwa 30 Kilometer Tiefe beginnt. „Obwohl es gut etabliert ist, dass
kommerzielles Erdöl von Zerfall einst lebendiger Organismen stammt, stützen diese
Ergebnisse die Möglichkeit, dass die Erde in der Tiefe eine eigene Klasse abiotischer
Kohlenwasserstoffe hervorbringt“, urteilt Scott. Offenbar sei die Methanbildung in einem
gewaltigen Bereich unseres Planeten möglich – etwa in den Subduktionszonen, wo
Platten der Erdkruste in den Mantel abtauchen und dabei Kalkstein und Wasser in die
Tiefe transportieren. Unklar ist aber, wie viel von dem Gas dort entsteht.

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Einen Hinweis geben jetzt brandneue Daten, die italienische Geophysiker in der
aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals „Science“ veröffentlichen. Sie
untersuchten an 238 Orten der Erde – etwa bei Schlammvulkanen, Subduktionszonen
oder tektonischen Rissen in der Erdkruste – die Konzentration von Ethan und Propan in
der Atmosphäre. Wie sich zeigte, strömen dort große Mengen dieser Gase aus, die nur
durch geothermische Prozesse entstanden sein können. Alljährlich gelangen weltweit
über 9,5 Millionen Tonnen davon in die Luft, wobei der natürliche Entgasungsvorgang
etwa 17 Prozent des Ethans beisteuert, und zehn Prozent des Propans (der größere Rest
stammt aus Feuchtgebieten und von Bakterien). Die Italiener schätzen, dass es über 10
000 solcher Quellen in 80 Ländern gibt. Bereits im Februar 2008 hatten Schweizer und
US-Forscher berichtet, sie hätten im Wasser von Thermalquellen leichte
Kohlenwasserstoffmoleküle gefunden, die ausweislich ihrer Isotopen-Zusammensetzung
nur im Erdmantel entstanden sein konnten.

Vermutlich treffen also beide Theorien zu – die biotische wie die abiotische. Was dies für
die Versorgung der Welt mit Brennstoffen bedeutet, lassen die Geologen aber offen.
Manche glauben, dass sich die Weltvorräte an Erdöl und Erdgas, die nach Prognosen der
Lagerstättenkundler noch rund 40 Jahre reichen, deutlich strecken lassen. Nur: Wie sich
dies bewerkstelligen lassen könnte, weiß niemand. Denn es gibt keine Bohrtechnik, die
in die erforderlichen Tiefen vorstoßen könnte. Die bisher tiefsten Bohrungen drangen
kaum mehr als zwölf Kilometer tief in die Erdkruste ein und kosteten Hunderte von
Millionen Euro.Schlagwörter: Erdgas Erdöl Odenwalds Universum Wladimir Porfirjew
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/odenwalds_universum/…
(http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/odenwalds_universum/frage-von-h-p-schachler-kann-es-
sein-dass-erdoel-nicht-aus-organismen-entstand-sondern-der-erdkruste-entspringt_aid_364277.html)

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/31535-coke) coke 26.01.09 16:36:04 Beitrag Nr. 31 (36.450.575 )

Link funktioniert nicht.

coke

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 26.01.09 21:21:48 Beitrag Nr. 32 (


36.453.030 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 36.450.575 (/diskussion/1139486-31-40/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_36450575) von coke am 26.01.09 16:36:04

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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sorry,
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/odenwalds_universum/…
(http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/odenwalds_universum/frage-von-h-p-schachler-kann-es-
sein-dass-erdoel-nicht-aus-organismen-entstand-sondern-der-erdkruste-entspringt_aid_364277.html)

Frage von H.-P. Schachler


Kann es sein, dass Erdöl nicht aus Organismen entstand, sondern der Erdkruste entspringt?

Russische Forscher entwarfen eine Gegenthese zur konventionellen Theorie. Sie glauben, Erdöl
bilde sich durch geologische Prozesse. Deshalb müsse es fast unbegrenzte Reserven geben.
Von FOCUS-Redakteur Michael Odenwald
Die Theorie von einer „abiotischen“ Entstehung des Erdöls wurde in den 50er-Jahren von
russischen Forschern entwickelt. Weil diese als Angehörige der Sowjetunion im Kalten
Krieg nicht in westlichen Fachzeitschriften publizieren konnten, blieb sie im Westen
nahezu unbekannt.

Algen verwandeln sich in Erdöl


Die konventionelle „biotische“ (also auf Lebewesen beruhende) Theorie erklärt die
Entstehung von Erdöl wie folgt: Meeresorganismen – insbesondere Algen – sinken nach
ihrem Absterben zum Meeresgrund. Dort bilden sich im Laufe von Hunderttausenden bis
mehreren Millionen Jahren dicke Schichten mit einem hohen Anteil an organischem
Material. Sie können aber nur in sauerstoffarmen Zonen überdauern, in denen sich die
Biomasse nicht durch Oxidation zersetzt.

Solche Bedingungen dürfte es bevorzugt in vom offenen Meer abgetrennten Lagunen


und Buchten gegeben haben, ebenso in flachen Schelfmeeren. Der dort in tieferen
Wasserschichten vorhandene Sauerstoff wurde durch die Fäulnisprozesse bei der
Verwesung rasch aufgezehrt. Dafür bildete sich giftiger Schwefelwasserstoff. Lebewesen,
die in diese Bereiche gerieten, starben. Aus ihrer Biomasse entstand ein Faulschlamm,
der sich allmählich zersetzte und von weiteren Sedimenten überdeckt wurde.

Unter deren Last ging der Faulschlamm im Lauf der Zeit in einen Tonschiefer über, der
bis zu 20 Prozent organisches Material enthielt. Er geriet durch die Überlagerung in
immer tiefere Erdschichten, Druck und Wärme nahmen zu. Unter diesen Bedingungen
spaltete sich die Biomasse in einfache organische Verbindungen, überwiegend
kurzkettige gasförmige und flüssige Kohlenwasserstoff-Ketten wie Methan, Ethan und
Benzol. Später verband sich ein Teil dieser Stoffe zu komplexeren Molekülen. Die
optimale Temperatur für diesen Prozess liegt zwischen 65 und 120 Grad Celsius, die in
einer Tiefe von 2000 bis 4000 Metern herrschen.

Erdgas entstand aus Landpnanzen

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Erdgas mit dem Hauptbestandteil Methan entstand dagegen meist aus Landpflanzen.
Besonders in flachen tropischen und subtropischen Küstenregionen mit ihrer üppigen
Vegetation häuften sich große Mengen an organischem Material. Lagerte es in Sümpfen,
war es vom Luftsauerstoff abgeschnitten. Da es nicht verweste, bildete sich daraus Torf,
aus dem meist bei Temperaturen zwischen 120 und 180 Grad rund 4000 bis 6000 Meter
unter der Erdoberfläche das Gas hervorging.

Die Öl- und Gasmoleküle können durch die Poren im Fels wandern und sich dabei in
sogenannten Speichergesteinen sammeln. Gerät das Erdöl unter eine undurchlässige
Bodenschicht, die seine weitere Wanderung verhindert, reichert es sich dort an – eine
Lagerstätte entsteht. Meist enthält sie auch Wasser und Erdgas. In Mitteleuropa
herrschten die günstigsten Bedingungen für die Entstehung des Schwarzen Goldes im
Erdmittelalter, insbesondere in einem Erdzeitalter namens Unterer Jura, vor etwa 190
bis 210 Millionen Jahren.

Russen entwickelten eine Gegenthese

Die Gegenthese entwickelten Sowjet-Forscher. Sie begannen Ende der 40er- Jahre am
Geophysikalischen Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften sowie am
Institut für Geologie der Ukraine die Herkunft des Öls zu untersuchen. Im Jahr 1956
verkündete der Geologie-Professor Wladimir Porfirjew die Resultate. Danach haben
„Rohöl und natürliches Erdgas keine eigentliche Verbindung mit in der Nähe der
Erdoberfläche vorkommenden biologischen Substanzen. Es handelt sich um Urstoffe, die
aus großen Tiefen hervorbrechen.“

Porfirjews Kollege Nikolai Kudryawtsew erdachte später eine Regel, derzufolge


Kohlenwasserstoffe verschiedener Kettenlänge immer gemeinsam auftreten. Fände sich
in einer Bodenschicht Öl, gebe es in darüber liegenden Schichten mit hoher Gewissheit
Kohle, in den untersten Stockwerken lagere Erdgas. In Abgrenzung zur biologischen
Ursprungstheorie des Westens nannten die Sowjet-Wissenschaftler ihr Werk die
„abiotische“ (also nicht biologische) Theorie.

Methanhydrate als Stütze für die abiotische Theorie

Die Russen glaubten, Erdgas und -öl werden tief im Erdmantel gebildet, bei sehr hohen
Temperaturen und unter starkem Druck (ähnlich wie bei der Entstehung von
Diamanten), und dann in Form flüssiger Einschlüsse im Gestein gespeichert. Durch
tektonische Prozesse werden sie immer wieder aus den Einschlüssen freigesetzt und
nach oben in die Erdkruste transportiert, wo sie die bekannten Lagerstätten füllen.
Methan könnte auch durch Spalten und Risse im Gestein in die Atmosphäre gelangen.
Das Wort „Petroleum“ (von Lateinisch: „oleum petrae“, zu Deutsch Stein- oder Felsöl)
bekäme so seine ursprüngliche Bedeutung zurück. Den Namen erhielt die Substanz von
Römern in Ägypten, die sie an einem Berg auf der Sinai-Halbinsel austreten sahen.

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Manche Geologen führen auch die ausgedehnten Methanhydrat-Lagerstätten am
Meeresgrund und in Permafrostgebieten sowie die Existenz Methan-speiender
Schlammvulkane, die sich an der Erdoberfläche und am Meeresgrund finden, als Stütze
für die abiotische Theorie an. Die Methanhydrate sollen, so eine Schätzung, ungefähr 10
000 Milliarden Tonnen Kohlenstoff enthalten. Solche Mengen könnten nur Bestandteil
eines nicht biologischen Kohlenstoff-Zyklus sein. Bei Schlammvulkanen tritt aus tiefen
Sedimentschichten ein Gemisch aus Wasser, Gas und Schlamm aus und bildet eine Art
Vulkankegel. Aus ihnen blubbern alljährlich mindestens sechs bis neun Millionen Tonnen
Methan. Zudem, so ein weiteres Argument für die geologische Entstehung des
Schmierstoffs unserer Wirtschaft, sei kürzlich im Atlantik vor dem brasilianischen
Festlandsockel in 5000 Metern Tiefe ein riesiges Ölfeld entdeckt worden. Der
konventionellen Theorie zufolge dürfte es so weit unten aber kein Erdöl geben. Sind
begrenzte Ölvorräte nur ein Mythos?

Natürlich kam auch die Ideologie ins Spiel. Die Sowjet-Geologen behaupteten, bei der
biotischen Theorie handle es sich um eine Fälschung der großen amerikanischen und
britischen Erdölkonzerne, mit deren Hilfe diese den Mythos eines begrenzten Ölvorrats
aufrechterhalten wollten, was ihnen erlaube, dauerhaft hohe Preise zu erzielen. Bei einer
abiotischen Entstehung wären die Ölreserven der Erde sehr viel größer und nur durch
die Menge an Kohlenstoffverbindungen begrenzt, die zur Zeit ihrer Entstehung
existierten.

Im Erdinnern sollte es folglich riesige Mengen an Kohlenwasserstoffen geben, die man


durch ultratiefe Bohrlöcher anzapfen könnte. Einige Geologen betrachteten auch
sogenannte selbstauffrischende Ölfelder – sie schienen sich nach der Förderung wieder
zu füllen – als Beleg für den Zustrom von Öl aus der Tiefe. Auch hätten westliche
Geologen im vergangenen Jahrhundert immer wieder auf begrenzte Ölreserven
hingewiesen – um dann immer wieder neue Felder zu finden.

Mithilfe ihrer Theorie wollten die roten Geologen auch ergiebige Lagerstätten aufspüren.
Im Kalten Krieg hatten die Sowjets kaum genügend Erdöl für ihre Wirtschaft. Es auf
eigenem Boden zu finden, wurde zu einer Frage der nationalen Sicherheit. Die
Versprechen der Forscher, schier unerschöpfliche Quellen zu liefern, waren den Politikern
daher hochwillkommen. Einigen Literaturangaben zufolge hatten Porfirjew und seine
Kollegen Erfolg. So sollen sie riesige Gas- und Ölfelder in Gegenden entdeckt haben, die
andere Forscher anhand der westlichen Theorien verworfen hatten. Dies sei auch in den
90er-Jahren in einem Gebiet gelungen, das über 45 Jahre lang als geologisches Ödland
galt: dem Dnjepr-Donez-Becken im russisch-ukrainischen Grenzgebiet.

US-Forscher untermauern Theorie der Russen

Insgesamt, sagen einige Experten, seien die Sowjetunion und später Russland zum

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weltgrößten Erdöl- und Erdgasproduzenten aufgestiegen, weil die Erkenntnisse der
Geologen über die abiotische Entstehung der Stoffe dort praktisch angewendet wurden.

Tatsache ist, dass Kohlenstoff im Universum in großen Mengen vorkommt. Er entsteht


durch Kernfusion in den sogenannten Kohlenstoffsternen und verteilt sich durch deren
Sternwinde im All. Dort wird er Bestandteil von Molekülwolken, aus denen neue Sterne
entstehen, und mit ihnen Planeten. Bereits im freien Weltraum können einfache
Kohlenwasserstoffe entstehen, die sich in den Himmelskörpern wiederfinden. In
unserem Sonnensystem etwa hat der Saturn-Mond Titan eine Atmosphäre, die Methan
und Ethan enthält. In der Eiseskälte des äußeren Sonnensystems sind beide Gase flüssig
und fallen deshalb als Regen zu Boden. Dabei bilden sie Flüsse und Seen. Unlängst
wiesen Astronomen auch in der Atmosphäre eines fernen Exoplaneten Methan nach.

Dass Methan tatsächlich in der Tiefe der Erde durch anorganische chemische Prozesse
entstehen kann, fand 2004 eine Arbeitsgruppe um den Geophysiker Henry Scott von der
University of Indiana in Laborversuchen heraus. Um Druck- und Temperaturverhältnisse
im Erdinneren zu simulieren, setzten die Forscher ein Gemisch aus Eisenoxid, Kalkspat
und Wasser in einer Diamantstempelzelle unter hohen Druck. Die Probe ist nur ein paar
Millimeter groß und sitzt zwischen zwei Diamantspitzen, die zusammengedrückt werden.
Zugleich heizte eingestrahltes Laserlicht das Material auf. Zuvor hatten russische und
andere US-Forscher aus den gleichen Stoffen Methan und weitere Kohlenwasserstoffe
synthetisiert. Sie erhitzten das Gemisch in einer Art Dampfkochtopf, der als Katalysator
das Edelmetall Platin enthielt.

Wahrscheinlich treffen beide Theorien zu

Diese Experimente deuten laut Scott darauf hin, dass es in über 150 Kilometer Tiefe
eine Quelle für anorganische Kohlenwasserstoffe geben könnte – also im oberen
Erdmantel, der in etwa 30 Kilometer Tiefe beginnt. „Obwohl es gut etabliert ist, dass
kommerzielles Erdöl von Zerfall einst lebendiger Organismen stammt, stützen diese
Ergebnisse die Möglichkeit, dass die Erde in der Tiefe eine eigene Klasse abiotischer
Kohlenwasserstoffe hervorbringt“, urteilt Scott. Offenbar sei die Methanbildung in einem
gewaltigen Bereich unseres Planeten möglich – etwa in den Subduktionszonen, wo
Platten der Erdkruste in den Mantel abtauchen und dabei Kalkstein und Wasser in die
Tiefe transportieren. Unklar ist aber, wie viel von dem Gas dort entsteht.

Einen Hinweis geben jetzt brandneue Daten, die italienische Geophysiker in der
aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals „Science“ veröffentlichen. Sie
untersuchten an 238 Orten der Erde – etwa bei Schlammvulkanen, Subduktionszonen
oder tektonischen Rissen in der Erdkruste – die Konzentration von Ethan und Propan in
der Atmosphäre. Wie sich zeigte, strömen dort große Mengen dieser Gase aus, die nur
durch geothermische Prozesse entstanden sein können. Alljährlich gelangen weltweit
über 9,5 Millionen Tonnen davon in die Luft, wobei der natürliche Entgasungsvorgang

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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etwa 17 Prozent des Ethans beisteuert, und zehn Prozent des Propans (der größere Rest
stammt aus Feuchtgebieten und von Bakterien). Die Italiener schätzen, dass es über 10
000 solcher Quellen in 80 Ländern gibt. Bereits im Februar 2008 hatten Schweizer und
US-Forscher berichtet, sie hätten im Wasser von Thermalquellen leichte
Kohlenwasserstoffmoleküle gefunden, die ausweislich ihrer Isotopen-Zusammensetzung
nur im Erdmantel entstanden sein konnten.

Vermutlich treffen also beide Theorien zu – die biotische wie die abiotische. Was dies für
die Versorgung der Welt mit Brennstoffen bedeutet, lassen die Geologen aber offen.
Manche glauben, dass sich die Weltvorräte an Erdöl und Erdgas, die nach Prognosen der
Lagerstättenkundler noch rund 40 Jahre reichen, deutlich strecken lassen. Nur: Wie sich
dies bewerkstelligen lassen könnte, weiß niemand. Denn es gibt keine Bohrtechnik, die
in die erforderlichen Tiefen vorstoßen könnte. Die bisher tiefsten Bohrungen drangen
kaum mehr als zwölf Kilometer tief in die Erdkruste ein und kosteten Hunderte von
Millionen Euro.Schlagwörter: Erdgas Erdöl Odenwalds Universum Wladimir Porfirjew

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/odenwalds_universum/…
(http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/odenwalds_universum/frage-von-h-p-schachler-kann-es-
sein-dass-erdoel-nicht-aus-organismen-entstand-sondern-der-erdkruste-entspringt_aid_364277.html)

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/295291-kaktus7) kaktus7 27.01.09 08:30:03 Beitrag Nr. 33 (36.454.366 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 33.888.608 (/diskussion/1139486-21-30/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_33888608) von GueldnerG45S am 15.04.08 15:05:02

Das sehe ich auch so--den GOtt will uns Menschen doch nicht zahlreich sein lassen und uns nicht das
nötige geben

Ich würde mich nicht darauf verlassen.

Öl ist für uns so nötig wie Naschkram für kleine Kinder.

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 02.03.09 23:11:42 Beitrag Nr. 34 (


36.685.979 )

Montag, 02. März 2009, 21:57 Uhr

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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Ölpreis fällt in New York um fast 10 Prozent

Der Ölpreis ist nach Bekanntgabe des Rekordverlusts beim US-Versicherer AIG in New
York um fast zehn Prozent gefallen. Zum Handelsschluss lag der Preis für ein Fass (159
Liter) der Referenzsorte Light Sweet Crude bei 40,15 US-Dollar, zwischenzeitlich war er
sogar unter die 40-Dollar-Marke gefallen.
Montag, 02. März 2009, 21:57 Uhr
Ölpreis fällt in New York … (//Montag, 02. März 2009, 21:57 Uhr<br /> Ölpreis fällt in New York um fast
10 Prozent Der Ölpreis ist nach Bekanntgabe des Rekordverlusts beim US-Versicherer AIG in New
York um fast zehn Prozent gefallen. Zum Handelsschluss lag der Preis für ein Fass (159 Liter) der
Referenzsorte Light Sweet Crude bei 40,15 US-Dollar, zwischenzeitlich war er sogar unter die 40-
Dollar-Marke gefallen.)

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/195220-curacanne) curacanne 03.03.09 02:16:19 Beitrag Nr. 35 (


36.686.437 )
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.453.030 (/diskussion/1139486-31-40/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-
verschaukelt#beitrag_36453030) von GueldnerG45S am 26.01.09 21:21:48

glaube ich auch

%9 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/302324-Robert_Reichschwein) Robert_Reichschwein 03.03.09 06:06:48


Beitrag Nr. 36 (36.686.493 )

gut, also wir wissen jetzt, daß sich aus Kalkstein(CaCO3), Eisenoxid und wasser unter
grossem Druck und grosser Hitze, wie sie in der Erdkruste in gewisser Hitze herrscht,
Methan herstellen lässt bzw. in der Erdkruste entsteht.
Nachvollziehbar und logisch.
Methan wiederum klumpt sich dann zu Erdölk zusammen.
Ebenfalls nachvollziehbar.
Bleibt die Frage, woher kommt der Kohlenstoff im CaCO3?
Aus alten Meeresablagerungen, die grösstenteils aus Kalkstein bestehen oder woher?
Besteht die Erdkruste sozusagen von Natur aus teilweise aus Kalkstein?
Weiss da einer was?
Die Tiefenbohrungen, die unter anderem auch von den Russen meines Wissens bis auf
10.000m Tiefe gemacht wurden, müssten da doch Auskunft geben.
Wenn die Erdkruste tatsächlich zu einem guten Teil aus Kalkstein besteht, dürfte die

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abiotische Theorie stimmen!
aber deswegen nicht gleich ein SUV kaufen, wer die Naturstoff sparsam nutzt, erwirbt
mit der Zeit übernatürliche Fähikeiten.
Und bei den Frauen kommt ein schlanker Fussgänger auch besser an als ein fetter
Autofahrer!

%2 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 03.03.09 21:04:09 Beitrag Nr. 37 (


36.693.124 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 36.686.493 (/diskussion/1139486-31-40/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_36686493) von Robert_Reichschwein am 03.03.09 06:06:48

Unten in der Erde ist KEIN Öl sondern die Hölle

"Hölle" in 9 Kilometer tiefe--Geschrei menschlicher Stimmen

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/934190-1-10/hoell… (http://www.wallstreet-
online.de/diskussion/934190-1-10/hoelle-in-9-kilometer-tiefe-geschrei-menschlicher-stimmen)

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/312715-Borealis) Borealis 04.03.09 17:52:00 Beitrag Nr. 38 (36.700.208 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 36.693.124 (/diskussion/1139486-31-40/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_36693124) von GueldnerG45S am 03.03.09 21:04:09

Ist doch egal, ob das Erdöl ist oder Satans Heizölvorrat, den wir da anbohren und
anzapfen. Er wird schon dafür sorgen, daß immer genügend da ist, sonst wird´s ja kalt
in der Hölle.

%8 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/281208-Eddy_Merckx) Eddy_Merckx 04.03.09 18:36:55 Beitrag Nr. 39 (


36.700.578 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 36.700.208 (/diskussion/1139486-31-40/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_36700208) von Borealis am 04.03.09 17:52:00

Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine Ruhe Tag und
Nacht,

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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Offb. 14,11

Satan hat keine Macht über die Hölle.Er ist numal - sächsisch - n´ Loser !
Falls du dich nicht bekehrst,wirst du ihm dort in der Ewigkeit Gesellschaft leisten.

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/281208-Eddy_Merckx) Eddy_Merckx 04.03.09 19:04:42 Beitrag Nr. 40 (


36.700.809 )

Antwort auf Beitrag Nr.: 36.693.124 (/diskussion/1139486-31-40/erdoel-waechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-


verschaukelt#beitrag_36693124) von GueldnerG45S am 03.03.09 21:04:09

Komisch dass davon nichts in der Bibel geschrieben steht !?

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 02.08.09 11:31:34 Beitrag Nr. 41 (


37.693.929 )

01.08.2009
Geologie
Brennstoffe aus dem tiefen Erdinneren
von Ferdinand Knauss

Gibt es eine Quelle für Öl und Gas, von der bisher niemand wusste? Geologen glauben fest daran.
Jetzt haben sie herausgefunden, dass tief unter der Erde Kohlenwasserstoffe entstehen - die
Bausteine unserer alltäglichen Brennstoffe. Über die Hintergründe einer wissenschaftlichen
Sensation

DÜSSELDORF. Möglicherweise entstehen tief in der Erde, mehr als 50 Kilometer unter
der Oberfläche, Kohlenwasserstoffe, also chemische Verbindungen, die den fossilen
Brennstoffen entsprechen. Das legen Modellversuche amerikanischer Geologen nahe.

Das Öl und Erdgas, das heute das Rückgrat der Energieversorgung von
Privathaushalten, Verkehr und Industrie ist, stammt von früher lebendigen Organismen
(daher "fossile" Brennstoffe), die nach ihrem Tod von schweren Schichten der Erdkruste
zusammengepresst und erhitzt wurden. Aber möglicherweise gibt es, wie jetzt
Experimente nahelegen, noch eine weitere Entstehungsquelle

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Ölfässer in Hamburg: Kohlenwasserstoffe bilden den Grundstoff der Weltwirtschaft. Quelle: dp
Geologen debattieren seit einigen Jahren, ob ein Teil dieser Kohlenwasserstoffe
(Hydrocarbone) auch tiefer im Erdinneren ohne organisches Material entstanden sein
könnte. Nun haben Wissenschaftler zum ersten Mal herausgefunden, dass Ethan und
schwere Kohlenwasserstoffe unter den Druck- und Temperaturbedingungen im oberen
Erdmantel - der Erdschicht unter der Kruste und am oberen Ende des Erdkerns -
tatsächlich synthetisiert werden können. Möglicherweise beliefern diese unorganischen,
unterirdischen Entstehungsquellen über tiefe Spalten auch die abbaubaren Erdölvorräte
in viel höheren Schichten.

Die Versuche wurden von Forschern des Geophysikalischen Labors der Carnegie
Institution und Kollegen in Schweden und Russland durchgeführt und in der
Fachzeitschrift "Nature Geoscience" (Online-Ausgabe) veröffentlicht. Methan (CH4) ist
der Hauptbestandteil von Erdgas, Ethan (C2H6) ist ein Ausgangsmaterial in der
petrochemischen Industrie.

Mit Hilfe einer Hochdruckzelle aus Diamant (Diamond Anvill Cell) und einem Laser als
Hitzequelle konnten die Forscher eine kleine Menge Methan einem gegenüber der
Atmosphäre auf Meereshöhe 20 000-fach erhöhten Druck und Temperaturen zwischen
700 und 1230 Grad Celsius aussetzen. Das entspricht in etwa den Bedingungen 65 bis
150 Kilometer unter der Erdoberfläche.
http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/brennstoff…
(http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/brennstoffe-aus-dem-tiefen-
erdinneren;2438755)

Dabei reagierte das Methan und wurde zu Ethan, Propan, Butan, molekularem
Wasserstoff und Graphit. Umgekehrt reagierte Ethan unter den gleichen Bedingungen
chemisch zu Methan. Diese chemischen Reaktionen legen nahe, dass in diesen Tiefen
der Erde schwere Kohlenwasserstoffe existieren könnten. Die Umkehrbarkeit der
chemischen Reaktionen zeigt, dass die Synthese von Kohlenwasserstoffen
thermodynamisch bestimmt ist, also durch Druck und Temperatur, und kein organisches
Material benötigt.

Die Forscher schließen die Möglichkeit aus, dass bei den Versuchen unbeabsichtigt
Katalysatoren am Werke waren, die die Reaktionen auslösten. Allerdings könnten im
Gemisch des Erdmantels durchaus andere Substanzen die Prozesse als Katalysator
beeinflussen.

"Wir waren neugierig geworden durch vorangegangene Experimente und theoretische


Vorhersagen", berichtet Alexander Goncharov von der Carnegie Institution, einer der
Koautoren der Studie. In diesen bisherigen Versuchen konnten die aus dem Methan

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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unter Druck entstandenen Moleküle nicht identifiziert werden. Eine verbesserte Laser-
Heizung habe nun Versuche mit größeren Gasmengen und eindeutigen Resultaten
erlaubt.

"Nun muss die Synthese und Stabilität der hier erforschten Komponenten und anderer
schwerer Kohlenwasserstoffe unter allen Bedingungen des Erdmantels untersucht
werden", fordert Wladimir Kutscherow, Koautor der Studie und Professor an der
Lomonossow-Akademie in Moskau. Es sei vor allem wichtig zu erfahren, in welchem
Maße der gebundene Kohlenstoff seine Wanderung nach oben in die Öl- und
Gaslagerstätten der Erdkruste überstehe (ohne zum Beispiel zu CO2 zu oxidieren). In
der Öl- und Gasfördernation Russland dürfte das Interesse an diesen Fragen nicht gering
sein

http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/brennstoff…
(http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/brennstoffe-aus-dem-tiefen-
erdinneren;2438755;2)
http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/brennstoff…
(http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/brennstoffe-aus-dem-tiefen-
erdinneren;2438755)

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 14.08.09 00:12:36 Beitrag Nr. 42 (


37.778.384 )

Erdöl wächst nach--Gibt es eine Quelle für Öl und Gas, von der bisher niemand wusste?

http://www.earthZles.de/artikel/Oelschwindel.pdf (//<a href=)" target="_blank"


rel="nofollow">http://www.earthZles.de/artikel/Oelschwindel.pdf
(http://www.earthZles.de/artikel/Oelschwindel.pdf)

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 28.08.09 17:21:53 Beitrag Nr. 43 (


37.874.552 )

Wirtschaft
Freitag, 28. August 2009

An der Grenze zum Kongo

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


Seite 32 von 44
Ölfunde in Uganda

Jubel in der ugandischen Hauptstadt Kampala: Die Erdölvorkommen des ostafrikanischen


Binnenstaates könnten nach Schätzungen von Wissenschaftlern bis zu sechs Milliarden Barrel (je
159 Liter) betragen.

Bohrtürme wie dieser ragen in den afrikanischen Himmel: Noch ist unklar, wie das Land mit seinem neuen Rohstoffsegen
umgeht.

"Von 34 Bohrlöchern stießen 32 auf Öl oder Gas", zitierte die staatliche Zeitung "New
Vision" einen Beamten des Energieministeriums.

Gebohrt wurde im Nordosten Ugandas an der Grenze zum Kongo, wo 2006 erstmals
Ölvorkommen entdeckt worden waren. Ein Vorkommen von zwei Milliarden Barrel gilt
nach Angaben der Geologen bereits als gesichert. Es werde jedoch vermutet, dass
insgesamt sechs Milliarden Barrel Öl im Boden lagern.

Damit würde Uganda knapp an die Ölvorkommen des Sudan heranreichen und die west-
und zentralafrikanischen Länder Gabun, Tschad und Äquatorialguinea übertreffen. In
Uganda leben rund 30 Millionen Menschen.

mmo/dpa

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Oelfunde-in-Uganda-article4802… (http://www.n-
tv.de/wirtschaft/Oelfunde-in-Uganda-article480217.html)

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(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 13.10.09 00:15:14 Beitrag Nr. 44 (


38.163.359 )

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(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 11.12.09 23:28:17 Beitrag Nr. 45 (


38.555.556 )

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


Seite 33 von 44
Neue Lizenzen:
Shell erhält Zuschlag für Riesen-Ölfeld im Irak

Europas größter Ölkonzern hat sich die Förderrechte für eines der weltgrößten noch
unerschlossenen Ölfelder gesichert. Künftig sollen im irakischen Madschnun-Vorkommen 1,8 Mio.
Barrel pro Tag aus dem Boden gepumpt werden. Mit der Erschließung neuer Ölvorkommen will der
Irak den beiden größten Förderländern Saudi-Arabien und Russland Konkurrenz machen.

Der Ölhahn wird weiter aufgedreht: Die irakische Regierung will die Förderkapazität künftig auf elf Millionen Barrel pro Tag
vervierfachen. Quelle: dpa

HB BAGDAD. Der Energieriese Shell hat im Irak den Zuschlag für eines der weltweit
größten noch unerschlossenen Ölfelder bekommen. Europas größter Ölkonzern will
zusammen mit der malaysischen Petronas künftig 1,8 Mio. Barrel pro Tag aus dem
gigantischen Madschnun-Vorkommen pumpen.

Insgesamt buhlen internationale Energiekonzerne bei der zweiten Auktion von


Förderrechten seit dem Sturz Saddam Husseins 2003 um leicht zu erschließende
Ölreserven, die etwa denen des Opec-Mitglieds Libyen entsprechen. Mit den Mengen aus
den zehn angebotenen Feldern könnte der Irak den beiden größten Förderländern
Saudi-Arabien und Russland Konkurrenz machen und damit auch geopolitisch erheblich
an Gewicht gewinnen.

Shell und Petronas blieben am Freitag mit ihrem Gebot zwar unter der Erwartung der
irakischen Regierung, wie das Ölministerium mitteilte. Sie stachen aber den
französischen Rivalen Total aus, der sich mit CNPC aus China ebenfalls um Madschnun
bemüht hatte. Total hatte sich schon unter Saddam um die Rechte für das Feld mit
seinen Reserven von 12,6 Mrd. Barrel bemüht, das im relativ stabilen Südirak liegt.
CNPC und Total bekamen aber den Zuschlag für ein kleineres Feld mit 4,1 Mrd. Barrel.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/neue-lizen…
(http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/neue-lizenzen-shell-erhaelt-zuschlag-fuer-
riesen-oelfeld-im-irak;2497786)

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(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 05.01.10 00:06:08 Beitrag Nr. 46 (


38.664.771 )

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


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04.01.2010, 16:39

Ölpreis und Opec


''Irak könnte Machtgefüge über den Haufen werfen''
Von Andreas Oldag

Der Ölpreis könnte 2010 kräftig steigen - doch womöglich kommt auch alles anders: In der Opec
zeichnet sich ein Machtkampf ab

Viele Analysten erwarten einen weiteren Anstieg des Ölpreises bis Ende dieses Jahres.
doch womöglich kommt auch alles anders

Foto: AP

Der Ölpreis ist Anfang dieser Woche im asiatischen Handel über die Marke von 80 Dollar
geklettert. Der Streit zwischen Russland und Weißrussland über eine Verlängerung eines
Ölvertrags ist nach Meinung von Händlern mitverantwortlich für die jüngste
Preissteigerung.

Im Schnitt 90 Dollar
Viele Analysten erwarten einen weiteren Anstieg bis Ende dieses Jahres. So rechnet die
Investmentbank Goldman Sachs mit einem Durchschnittspreis von 90 Dollar je Barrel.
Angesichts der anziehenden Nachfrage in den großen Schwellenländern wie China und
Indien könnte der Preis 2011 sogar auf 110 Dollar steigen. Goldman Sachs ist an der
New Yorker Wall Street einer der größten Rohstoffhändler, die mit Öl-Terminkontrakten
Geschäfte machen.

Die Nachfrage werde allerdings gebremst durch die nur langsame wirtschaftliche
Erholung in den USA, Japan und der Eurozone, urteilte die Öl-Analysefirma Schork
Group. Dies habe auch dazu geführt, dass bereits viele Raffinerien in den
Industriestaaten wegen Unrentabilität schließen mussten. Schork rechnet damit, dass
der Ölpreis eher auf dem derzeitigen Niveau verharren wird. Das liegt allerdings immer
noch deutlich höher als vor einem Jahr, als die Preise infolge der Wirtschaftskrise auf
knapp unter 33 Dollar absackten.

Machtkampf um die Förderquoten


Nach Einschätzung des saudi-arabischen Königs Abdullah wird sich der Ölpreis

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


Seite 35 von 44
stabilisieren. Er rechne Anfang dieses Jahres mit Preisen zwischen 75 und 80 Dollar je
Barrel, erklärte er der Kuwaiter Zeitung Al-Seyassah. Mit einer Tagesproduktion von 8,15
Millionen Barrel ist Saudi-Arabien das Schwergewicht im Ölförderkartell Opec und zugleich
der größte Erdölproduzent der Welt. Die zwölf Opec-Mitglieder kontrollieren etwa 40
Prozent der weltweiten Förderung.

Indes tobt hinter den Kulissen der Opec ein Machtkampf um die Förderquoten. Dabei
geht es vor allem um zusätzliche Produktionskapazitäten Iraks. Bislang wird das Land
wegen seiner geringen Tagesproduktion von 2,5 Millionen Barrel nicht in der
Gesamtquote der Opec mitgezählt.

Doch die Regierung setzt große Anstrengungen in den Ausbau der vom Krieg zerstörten
Förderanlagen. Experten rechnen damit, dass Irak in den nächsten zehn Jahren eine tägliche
Fördermenge von zwölf Millionen Barrel erreichen wird. Damit könnte das Land sogar Saudi-
Arabien die Spitzenstellung streitig machen. "Irak hat das Potential, das Machtgefüge in der
Opec über den Haufen zu werfen", meint Lawrence Eagles von JP Morgan. Vieles hinge
allerdings von der langfristigen politischen Stabilität des Landes ab.

Der britisch-niederländische Ölkonzern Shell hat vor kurzem von der irakischen
Regierung den Zuschlag für eines der weltweit größten Ölfelder erhalten. Zusammen mit
dem malaysischen Unternehmen Petronas will Shell künftig 1,8 Millionen Barrel pro Tag
pumpen. Mit geschätzten 115 Milliarden Barrel Reserven gehört Irak hinter Saudi-Arabien und Iran
zu den ölreichsten Ländern der Welt. Allerdings sind die Angaben über die irakischen
Lagerstätten allenfalls grobe Schätzungen. Seit Jahrzehnten sind in dem Land keine
Explorationsteams mehr unterwegs gewesen.

Kein Zufall, dass Irak von anderen Opec-Mitgliedern misstrauisch beäugt wird. Sie
befürchten, dass die Förderdisziplin untergraben wird und ein Überangebot zu einem
Preisverfall führt. Schuld daran wäre allerdings nicht nur Bagdad. So haben auch Katar
und Angola viel in den Ausbau ihrer Ölförderung investiert. Das afrikanische Land zählt
mittlerweile zu den am stärksten wachsenden Ölförder-Staaten. Seit 2004 hat Angola
seine tägliche Produktion auf 2,1 Millionen Barrel verdoppelt.

"Alles läuft darauf hinaus, dass die Opec-Produktion steigen wird. Das Kartell setzt auf eine erhöhte
Nachfrage. Die Organisation wird allerdings ein Problem haben, wenn sich dies als falsch
herausstellt", meint Michael Lynch von der US-Analysefirma Strategic Energy & Economic
Research. Derzeit fördern die elf quotengebundenen Opec-Staaten - ohne Irak - pro Tag
26,6 Millionen Barrel.

http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/Znanzen/914/499195/text/
(http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/Znanzen/914/499195/text/)

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


Seite 36 von 44
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(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 20.05.10 00:50:08 Beitrag Nr. 47 (


39.552.066 )

werden wir von den Ölmultis nur verschaukelt

Mittwoch, 19. Mai 2010

Leben nach dem Peak


"Alles wird sich ändern"

Die Geschichte der Menschheit habe gezeigt, dass der Übergang von einem Energiesystem zu
einem anderen alles verändere, sagt der Politologe Elmar Altvater. "Das wird auch jetzt so sein. Der
Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien wird einen dramatischen Gesellschaftsumbau zur
Folge haben."

[urlhttp://www.n-tv.de/politik/dossier/Alles-wird-sich-aendern-article880110.html][/url]

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 29.06.10 12:09:25 Beitrag Nr. 48 (


39.750.572 )

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(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 22.09.10 00:11:48 Beitrag Nr. 49 (


40.189.158 )

Selber nachlesen und darüber nachdenken

Der Erdöl-Schwindel
Dieser Text wurde veröffentlicht am 24.01.2007 um 16:08 Uhr

Eins ist klar: Erdöl bestimmt die Weltpolitik. Ohne Erdöl läuft in unserer Gesellschaft
nichts, aber auch gar nichts. Wir fahren unsere Autos damit, heizen unsere Häuser,

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


Seite 37 von 44
machen Plastik daraus und eine Menge anderer nützlicher Dinge. Und es ist teuer -
Tendenz steigend. Deshalb müssen wir sparsam mit Erdöl umgehen, das weiß jedes
Kind. Denn es geht rapide zur Neige, stimmt diese Theorie?

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-erdoel.html (http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-
erdoel.html)

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 07.02.11 13:48:34 Beitrag Nr. 50 (


40.994.485 )

Wir werden in Zukunft keine Öl mehr brauchen, wenn der Horxrecht haben sollte, was
ich mal so einfach in Frage stellen möchte

Was kann aus Österreich schon gutes kommen (sorry)

Matthias Horx
Zukunftsforscher fordert verdoppelten Ölpreis

Montag 07.02.2011, 11:17 ·


von FOCUS-Online-Redakteur Martin Vogt, Wien

„Das beste, was uns passieren kann, sind 200 Dollar pro Fass Rohöl“, sagte Horx zum Rohölpreis

Zukunftsforscher Matthias Horx sieht einen kommenden Ölpreisschock als Startschuss


zum Umdenken. Die automobile Zukunft kann für ihn nur elektrisch sein – und ohne die
großen Stromkonzerne.
„Das Beste, was passieren kann, ist ein Preis von 200 Dollar pro Ölfass“, sagt Matthias
Horx. Bestimmt, sicher, selbstverständlich. Horx, Jahrgang 1955, Journalist und
Publizist, studierter Soziologe, kennt man seit einigen Jahren vor allem als Trend- und
Zukunftsforscher. An diesem Tag soll es um Mobilität und Autos gehen. Horx soll seine
Sicht der Dinge darlegen, eine Prognose stellen, was passieren wird in den kommenden
Jahrzehnten.

Was man fairerweise sagen muss: Der gebürtige Düsseldorfer und Wahl-Wiener spricht
nicht zufällig über Mobilität und Energie. Toyota hat ihn darum gebeten. Horx probiert
momentan auch ein Toyota-Modell aus, den Prius „Plug In“, eine Version des
Hybridautos mit zusätzlicher Steckdose zum Laden von außen und deutlich

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


Seite 38 von 44
vergrößertem Batteriepack, mit dem bis zu 20 Kilometer rein elektrisches Fahren
möglich sind. Es steht unten in der Garage seines „Zukunftshauses“ in Wien, das Horx
gleichzeitig als familiäre Heimstätte und Demonstrationsobjekt dient, und hängt am
Ladestrom. Toyota wird das Modell auch in Deutschland anbieten, aber wohl nicht vor
Ende 2012. Und der Mehrpreis zum normalen Prius (25 750 Euro) wird wohl acht- bis
zehntausend Euro betragen.

Öl ist zu billig
Aber zurück zu Matthias Horx und der Gesprächssituation. Erstaunlicherweise stimmen
solche Momente bisweilen frappierend gut zu den Realitäten um sie herum. In
Nordafrika rebellieren ganze Völker gegen ihre despotischen Machthaber. Was bereits
reicht, um den Ölpreis in die Höhe zu treiben. Auch wenn das Eine mit dem anderen
objektiv nichts zu tun hat und erst ziemlich komplizierte Mittelbarkeiten und Konjunktive
eine Verbindung erahnen lassen: Der steigende Ölpreis, der wie eine Fieberkurve über
der Weltwirtschaft hängt, ist dieser Tage ein mindestens genauso wichtiges Thema wie
die Proteste in Nordafrika. Am Ölpreis hängt vieles in der Wirtschaft, auch die Frage, wie
es weitergeht mit dem Auto und seinem Antrieb. Horx erachtet wie so viele Kenner der
Materie einen hohen Ölpreis als Segen.

Warum? Weil nach jetzigem Stand der Entwicklung der Ölpreis konkurrenzlos niedrig ist.
Und wenn der Liter Super momentan 1,48 Euro kostet, mag der schlecht verdienende
Pendler zwar bei jeder Tankfüllung stöhnen und Multis und Staatssteuern auf das
Lebenselexier der Moderne verfluchen. In Wahrheit aber ist Benzin noch immer sehr
günstig. So günstig, dass die Zukunft nach dem Benzin noch immer nicht beginnen
kann, weil sich alternative Techniken nie amortisieren. Elektroautos wie Opels Ampera
für mehr als 40 000 Euro? Rechnen sich erst, wenn man gleich mehrere Autoleben
zusammenaddieren würde. In unseren letztlich finanziell dominierten Gesellschaften
verhindert mangelnde Rentabilität zuverlässig die Verbreitung neuer Technologien, die
zukünftig die einzige Möglichkeit sein könnten.

http://www.focus.de/auto/neuheiten/spritsparkonzepte/tid-212…
(http://www.focus.de/auto/neuheiten/spritsparkonzepte/tid-21226/matthias-horx-zukunftsforscher-
fordert-verdoppelten-oelpreis_aid_596665.html)

%0 &0 Antwort Zitat

(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 16.08.11 23:16:39 Beitrag Nr. 51 (


41.961.483 )

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


Seite 39 von 44
Dienstag, 16.08.2011, 15:32

Ölfund
Riesige Ölvorkommen in der Nordsee entdeckt

Vor der norwegischen Küste hat der Konzern Statoil nach eigenen Angaben einen der größten
Ölfunde der vergangenen Jahrzehnte gemacht: Bis zu 1,2 Milliarden Barrel werden in den Tiefen
vermutet – im Wert von bis zu 40 Milliarden Dollar.

Riesiger Ölfund: Zwischen 500 Millionen bis 1,2 Milliarden Barrel werden in der Nordsee vor der Küste Norwegens vermutet.

Das Gesamtpotenzial des Vorkommens werde auf 500 Millionen bis 1,2 Milliarden Barrel
Öl-Äquivalent (Boe) geschätzt, teilte das staatlich kontrollierte Unternehmen Statoil am
Dienstag in Oslo mit. Die Ölfelder Aldous und Avaldsnes seien miteinander verbunden.
Statoil ist mit 40 Prozent an beiden Ölfeldern beteiligt. Der Vizepräsident des
Unternehmens, Tim Dodson, sprach von einer gigantischen Entdeckung. Es sei der
größte Ölfund seit Mitte der 80er Jahre.

Jede Hoffnung aufgegeben


Der Analyst Trond Frode Omdal von der norwegischen Firma Securities ASA sprach von
einer überraschenden Entdeckung. Die meisten Firmen hätten wohl jede Hoffnung auf
einen großen Fund in der Nordsee aufgegeben gehabt, sagte Omdal. Der Wert könne bei
bis zu 40 Milliarden Dollar liegen.

Untersuchungen hätten ergeben, dass ein in der vergangenen Woche angekündigter


Fund im „Aldous-Prospekt“ mit dem angrenzenden „Avaldsnes“-Feld verbunden sei.
„Einen vergleichbaren Ölfund hat Norwegen seit Mitte der 1980er Jahre nicht mehr gesehen“,
sagte Statoils Entwicklungschef Tim Dodson. Nach den bisherigen Schätzungen handele
es sich wahrscheinlich um eines der zehn größten Vorkommen, die bislang auf dem
norwegischen Kontinentalsockel gemacht worden seien. Norwegen ist derzeit an 14.
Stelle weltweit, was die Größe der Ölvorkommen betrifft.

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/oelfund-riesig…
(http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/oelfund-riesige-oelvorkommen-in-der-nordsee-
entdeckt_aid_655939.html)

%0 &0 Antwort Zitat

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


Seite 40 von 44
(/userinfo/309719-GueldnerG45S) GueldnerG45S 09.04.12 10:11:00 Beitrag Nr. 52 (
43.015.126 )

BILD.de erklärt den Preis-Irrsinn


Wann geht uns das Öl aus?

BILD.de erklärt den Irrsinn am Ölmarkt und, warum unsere Spritpreise durch die Decke
gehen:

Mehr als 80 Prozent der weltweiten Öl-Reserven gehören den OPEC-Staaten. Die
Abkürzung steht für Organization of the Petroleum Exporting Countries, ein
Zusammenschluss der meisten ölfördernden Staaten.

Nach Schätzung der OPEC gibt's noch 1467 Milliarden Barrel Erdöl (Stand: Ende 2010).
Ein Barrel sind ungefähr 160 Liter. Jeden Tag verbrauchen wir derzeit weltweit 90
Millionen Barrel. Dieser Wert ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen!

WANN GEHT UNS DAS ÖL AUS?

Das Fördermaximum, also der Zeitpunkt, zu dem die größte Menge Öl gefördert wird, ist
bei allen Staaten längst erreicht. Heißt: Jedes Jahr kann weniger gefördert werden als
im vergangenen.

Die leicht zugänglichen Öl-Reserven gehen zu Neige. Das sorgt für hohe Preise. Hoffnung
machen nur Funde größerer Ölvorkommen wie in Brasilien oder Kanada – teils außerhalb der OPEC.

Seit der Jahrtausendwende hat sich der Bedarf Chinas fast verdoppelt – von vier auf neun Millionen
Barrel pro Tag!“

Ein kompliziertes Spiel! Denn wenn zu wenig Öl gefördert wird, steigt der Preis. Und dann werden
Forschungen zu alternativen Energien vorangetrieben, die uns vom Öl unabhängiger machen sollen.
Leschus: „Der Ölpreis wird meiner Meinung nach nicht ins Unermessliche steigen, weil bereits
Alternativen gesucht werden.“

DAS dürfte den Öl-Multis ganz und gar nicht gefallen. Daher die erhöhten
Fördermengen...

https://www.wallstreet-online.de/diskussion/500-beitraege/11…aechst-nach-werden-wir-von-den-oelmultis-nur-verschaukelt 22.09.19, 20A49


Seite 41 von 44
DOCH WARUM SINKT DER PREIS DANN NICHT?

Weil die Nachfrage noch hoch ist. Gerade Schwellenländer wie China brauchen immer
mehr Sprit. Der gestiegene Ölpreis spiegelt sich auch im Benzinpreis wider. Dazu kommt
die Eurokrise.

Bleibt die Frage, welche Rolle die Mineralölkonzerne spielen. Nach Beschwerden freier
Tankstellen über die Preisgestaltung der Ölmultis hat das Kartellamt gegen fünf
Mitglieder des marktbeherrschenden Oligopols ein Wettbewerbsverfahren eingeleitet.
Den Unternehmen (BP/Aral, Esso, Jet, Shell und Total) sind förmliche Auskunftsersuchen
zugestellt worden.

Fakt ist: Die Schmerzgrenze beim Ölpreis ist fast erreicht. Je höher er steigt, desto eher gnden die
Industrienationen Wege aus ihrer Abhängigkeit vom schwarzen Gold. Und dann wird's bei den Öl-
Multis ganz schnell dunkel...

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/erdoel/benzinpreis-irrsin…
(http://www.bild.de/geld/wirtschaft/erdoel/benzinpreis-irrsinn-oelmarkt-turbulenzen-wann-geht-uns-
das-oel-aus-23464248.bild.html)

%0 &0 Antwort Zitat

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