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MoRPHOLOGIE 2

1. Nomen (Hauptmerkmale)
 die Großschreibung
Alle Nomina werden im Deutschen groß geschrieben.
 die Deklinierbarkeit
Nomina sind deklinierbarer Wörter.
Beim Nomen gibt es 3 grammatische Kategorie:
 Kasus/Kasus (der Fall/die Fälle) – Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ
 Numerus/Numeri (die Zahl) – Singular (Einzahl) und Plural (Mehrzahl)
 Genus/Genera – männlich, weiblich und sächlich
 singular- u. pluralfähig
Die meisten Nomina sind sowohl singular- als auch pluralfähig.
Es gibt aber einige Nomina, die nur im Singular vorkommen (die Liebe) und es gibt
Nomina, die nur im Plural vorkommen (Ferie)
 genuskonstant
Die Nomina im Deutschen sind genuskonstant.
 erweiterbare Wortart
Die Gruppe der Nomina ist erweiterbar, dh. sie bilden eine offene Gruppe.
Diese Gruppe kann durch Nominalisierungen erweitert werden.

2. Nomen (semanstiche Klassen)


 Eigennamen (Nomina propria)
 Personennamen (Tamara)
 geographische Namen (Novi Sad, Deutschland, Serbien)
 Namen von Institutionen (Philosophische Fakultät)
 Zeitungen, Bücher, hist. Ereignisse u.a.
 Gattungsnamen (Appelativa)
 Abstrakta  das sind sinnlich nicht wahrnehmbare Erscheinungen (nije
opipljivo)
 Konkreta  das sind sinnlich wahrnehmbare Erscheinungen

Viele Nomina können nicht eindeutig einer der beiden Kategorien zugeordnet werden, das
hängt vom Kontext ab.
z.B.
die Jugend – die Jugendliche (mladi) – konkretum (konkrete Bedeutung)
die Jugend – die Lebenszeit (mladost) – abstraktum
Nomen
(Konkreta – Subklassen)

 Individuativa
Sie bezeichnen zehlbare Große.
z.B. Mutter, Vater, Baum
 Stoffnamen
Zu ihnen wird kaum der Plural gebildet.
z.B. die Milch, der Schnee
 Sammelnamen (Kollektiva)
Sie bezeichnen eine Mehrzahl von Menschen, Tieren und/oder Gegenständen
(predmeti), die als Ganzes aufgefasst werden/wird.
 Personengruppen (die Familie, das Volk)
 Tiergruppen (das Wild - divljač, die Herde – stado)
 Sachgruppen (das Obst - voće, der Schmuck – nakit)

3. Nomen (Genus)
Beim Substantiv unterscheidet man zwischen

 dem natürlichen Geschlecht – masculinum u. femininum


 dem grammatischen Genus – masculinum, femininum u. neutrum

Natürliches Geschlecht

 Personenbezeichnungen (Berufsbezeichnungen, Verwandtschaftsbezeichnungen)


z.B. Student, Professor, Lehrer, Direktor; Vater, Mutter, Onkel, Tante, Schwester...
 Tiernamen
z.B. die Katze – der Kater, der Hund – die Hündin, der Hahn – die _________, der Stier –
die _________.
Jungtiere sind i.d.R. Neutra (das Ferkel – prase)

ABER: das Pferd

Aber bei vielen Tierbezeichnungen gibt es keine Entsprechungen bezuglich des


natürlichen Geschlecht, sondern nur das grammatische.  das Pferd

Bei manchen Tierbezeichnungen gibt es nur ein Wort sowohl für das weibliche als
auch für das männliche Tier.  der Igel (jež), die Maus, das Wiesel (lasica)
gramatisches Genus

Es gibt:

 semantische Genusbestimmung
 morphologische Genusbestimmung

Bei der semantischen Genusbestimmung geht man von der Bedeutung der Substantive aus.
Bei der morphologischen Genusbestimmung geht man von der Form aus.

semantische Genusbestimmung
BEDEUTUNG

Zu den Maskulina gehören:

 Jahrzeiten, Monate, Wochentage, Tageszeiten (Ausnahmen: die Nacht, das Frühjahr)


 Himmelsrichtungen (strane svijeta), Winde, Niederschläge
 Automarken
 Spirituosen (žestoko piće) – der Wisky (Ausnahme: das Bier)
 Geldmittel (fondovi)
 Züge
 Minerale und. Gesteine – der Quartz

Zu den Feminina gehören:

 Blumen- und Baumbezeichnungen (Rose, Orchidee)


 Schiffs- und Flugzeugnamen (Titanik)
 Zigarettensorten
 norminalisierte Zahlen (z.B. Noten – Er hat eine Zehn bekommen.)
eine Milion

Zu den Neutra gehören:

 Namen von Hotels, Cafes, Kinos


 Buchstaben u. Noten (das Cis, das A und O – das wichtigste, das Alpha und Omega –
Anfang und Ende)
 Farben
 Sprachen (Deutsch, Englisch)
 chemische Elemente (Aluminium)
 Kontinente und Länder (Ausnahmen: die Türkei, die Schweiz, die Ukraine, der
Balkan, der Sudan, der Iran, der Irak)
 Orte, Inseln
 häufig auch Wasch- u. Putzmittel
morphologische Genusbestimmung
FORM

Maskulina sind

 Nomina auf –ig, -ling, -s, -er, -ler (Lehrer, Jüngling (omladina), König, Knirps
(balavac)
 Deverbativa mit Nullsuffix (Sprung, Gesang)
 Fremdwörter auf –ant, -är, -ent, -et, -eur, -ist, -loge, -or, -us (Student, Milionär,
Astrologe, Buffet)

Feminina sind

 Deverbativa auf –t (Fahrt)


 die meisten Nomina auf –e (Liebe, Rose)
 Nomina auf –ei, -heit, -keit, -schaft, -ung, -in (Lehrerin, Partei, Freiheit)
 Fremdwörter auf –age, -ät, -anz, -enz, -ie, -ik, -ion, -ur (Fabrik, Substanz, Valenz,
Energie, Deklination, Prozedur)

Neutra sind

 Diminutiva auf –chen oder –lein


 Kollektiva mit Ge-
 nominalisierte Infinitive (Lernen)
 die meisten Nomina auf –tum und –nis (Reichtum, Geheimnis)
 Fremdwörter auf –ett, -(m)ent, -il, -o, -um (Duett, Konto, Tempo)

ad Genus
Nomina mit schwankendem Genus

Genuswechsel ohne Unterschied in der Bedeutung/Flexion:


der/das – Meter, Liter, Bonbon, Gulasch

Genuswechsel mit Bedeutungsunterschied u. oft mit versch. Flexion:


homonyme Nomina:
- das Teil/der Teil – das Teil (dio odjeće)
- der Junge/ das Junge – der Junge (dječak), das Junge (mladunče)
- der Weise/die Weise – der Weise (mudrac, siroče), die Weise (način)
- der Erbe/das Erbe – der Erbe (naslijednik), das Erbe (nasljedstvo)

der Band, das Band, die Band


4.Nomen (Numerus)
Die Nomina, die nicht in beiden Numeri vorkommen können, zählt man entweder zu
Singulariatantum oder zu Pluraliatantum.

Singulariatantum

sind die Nomina, die aufgrund ihrer Semantik nur im Singular gebraucht werden
können.

Sie bezeichnen ungegliederte (nesvrstane) Objekte und erscheinen immer mit einem
Verb im Singular.

Zu den S. gehören:

 Eigennamen (Städte-, Länder-, Personennamen)


 Stoffnamen (die Milch, der Schnee, der Tee)
 manche Sammelnamen bzw. Kollektiva (die Bevölkerung, die Polizei, das
Gemüse, das Gepäck)
 bestimmte Abstrakta (die Liebe, der Hasse, die Angst, der Fleiß, das Glück)

Pluraliatantum

sind Nomina, die nur im Plural gebraucht werden können.

Dazu gehören:

 Personengruppen (Eltern, Geschwister, Gebrüder, Leute)


 geographische Bezeichnungen (geogr. Eigennamen) – (Karpaten, Alpen, Niderlande,
USA
 Zeitbegriffe und Feiertage (das Weihnachten, die Weihnachten, die Ferien, die Oster,
Flitterwochen)
 Krankheiten (Pocken)
 Fachausdrücke (im Handel z.B. Lebensmittel, in der Wirtschaft z.B. Textilien)
und
Rechts- und Finanzbegriffe (z.B. Einkünfte, Spenden, Immobilien, Finanzen)
 Sonstiges (die Jeans  ABER: das Jeans als Farbe, die Shorts, die Gewissensbisse, die
Wehen usw.)

Schwankungen bei der Pluralbildung

Es gibt Nomina, die die gleiche Form und das gleiche Genus im Singular haben, aber
verschiedene Pluralform und verschiedene Bedeutung.
z.B.
die Bank – die Banken – die Bänke (klupe)
das Wort – die Wörter – die Worte (die Wörter – die Wörter im Wörterbuch, die Worte – u
prenesenom značenju; z.B. Seine Worte haben mich bewegt.)
die Mutter – die Mütter – die Muttern (matice)
der Strauß (buket) – die Sträuße (buketi) – die Strauße (nojevi)

5.Deklination der Nomina


Die Veränderung des Kasus und des Numerus nennt man die Deklination des Nomens.

Die Einteilung in eine Deklinationsklasse oder einen Deklinationstyp im Sg. und Pl. erfolgt
aufgrund der Endung des Genitiv Singular und der Endung des Nominativ Plural.

Deklinationstypen im Sg.

1. Typ: s-Endung im Genitiv Sg.


2. Typ: n-Endung im Genitiv, Dativ u. Akkusativ Sg.
3. Typ: null-Endung (keine Deklinationsendungen)

1. Typ

Dieser Deklination folgen alle neutralen Nomina (außer dem Nomen das Herz) und die
meisten Maskulina und sie haben im Genitiv Sg. die Endung –s oder –es (im Dativ und
Akkusativ keine Endung):

Neutra:
das Haus – des Hauses
das Kind – des Kindes

Maskulina:
der Schnee – des Schnees
der Vater – des Vaters

manchmal ist der Gebrauch schwankend (-s oder –es):


der Berg – des Berg(e)s
das Bild – des Bild(e)s

Dieser Deklination folgen maskuline und neutrale Fremdwörter  Endung –s: das Hotel,
der Doktor, das Team
2. Typ

Dieser Deklination folgen nur maskuline Nomina und sie haben im G,D, u. Akk. Sg. die
Endung –en:

der Mensch – des Menschen – dem Menschen – den Menschen


der Prinz – des Prinzen – dem Prinzen – den Prinzen

Alle maskulinen Nomina, die auf –and, -ant, -ent, -ist, -og, -at, -aph/-af und –oph enden
(Fremdwörter) folgen ebenfalls dieser Deklination (d.h. sie haben im G,D, u. Akk. Sg. die
Endung –en):

der Student – des Studenten – dem Studenten – den Studenten


der Astrologe

Manche Maskulina (Herr (gospoda), Bauer, Nachbar, Ungar) haben kein –en, sondern ein –
n als Endung:

der Herr – des Herrn – dem Herrn – den Herrn

Auch jene Maskulina die auf –e enden, haben im G,D. und Akk. die Endung –n:

der Zeuge (svjedok) – des Zeugen – dem Zeugen – den Zeugen


der Experte

Ausnahmen:

Einige Maskulina, die auf –e enden, haben im D. u. Akk. die Endung –n, aber im G. die
Endung –ns:

der Name – des Namens – dem Namen – den Namen


der Wille, der Gedanke, der Glaube, der Friede

Das Nomen HERZ bildet eine Ausnahme:

1. Es ist das einzige neutrale Nomen, das nicht zur s-Deklination gehört.
2. Es hat im Unterschied zu den anderen (maskulinen) Nomina der n-Deklination, im Akk.
keine Endung.

das Herz – des Herzens – dem Herz(en) – das Herz


die Herzen – Pl.
3. Typ

Feminine Nomina haben keine Deklinationsendung im Sg:


die Frau – der Frau – der Frau – die Frau

Fremdwörter auf –us, -ismus und –os haben im Sg. auch keine Deklinationsendung:
der Globus – des Globus(ses) – dem Globus(se) – den Globus
Pl. die Globen/die Globusse
Kosmos, Mythos, Sozializmus

Deklinationstypen im Pl.

Wichtig für die Deklination im Plural ist die Bildung des Nominativ Plurals.

Es gibt 5 Pluralendungen im Deutschen  5 Deklinationstypen

Null-Endung

 Die meisten Maskulina und Neutra auf –el, -er und –en:
 Maskulina (mit od. ohne Umlaut) – Apfel, Lehrer
 Neutra (ohne Umlaut) – Fenster, Zeichen (oznaka,znak), Messer
 Staatsangehörige, die im Nom. Sg. auf –er enden – Englender, Polender
 Neutra auf –chen und –lein – Büchlein (knjižica), Männchen (čovječuljak)
 Nomina auf Ge-...-e – Gebirge, Gewebe
 Nominalisierte Infinitive – das Reden, das Leben, der Husten
 zwei Feminina – Mutter, Tochter

e-Endung

 Die meisten einsilbigen Masc. und Neut. + Masc. u. Neut, die nicht abgeleitet sind:
 Masc. mit bzw. ohne Umlaut – der Hund, der Mond, der Satz
 Neutra ohne Umlaut – das Ziel, das Tur, das Schwein
 mehrsilbige Masc. u. Neutra:
 Masc. meist auf ein Präfix mit und ohne Umlaut – Anfang, Verlust
 Masc. auf –ling – Jüngling, Zwilling
 Neutra auf Ge- und Ver- - Verbot, Geschäft
 Neutra auf –nis – das Zeugnis, Ereignis, Erlebnis
 ca. 40 einsilbige Feminina, die einen oblig. Umlaut im Pl. haben – Kraft, Maus, Stadt,
Luft, Nacht
 Feminina auf –nis und –sal – Die Mühsal, (Er)Kenntnis
er-Endung

 viele Neutra – Buch, Ei, Kind, Wort, Haus, Land – einsilbig


 einige, wenige Masc. – Gott, Mann, Wald

en-Endung (gemischte Deklination)

 Nomina, die im Genitiv Sg. die Endung –(e)n haben


 Viele Masc. die männliche Lebewesen bezeichnen – der Affe, der Student
 Volks- und Staatsangehörige die auf –e enden – der Serbe, der Russe, der
Däne (Danac); NICHT der Deutsche
 die meisten Feminina - die Frau

Anmerkung:

Bei den Feminina mit –in wird –n im Pl. verdoppelt!


z.B. Studentinnen

 Nomina, die im G. Sg. die Endung –(e)s haben


 eine begrenzte Anzahl der Masc. – Nerv, Staat
 wenige Neutra – Auge, Ende, Hemd

s-Endung

Im heutigen Deutsch sehr produktive Pluralendung.

Kommt v.a. bei:

 Lehn- und Fremdwörtern (Taxis, Kinos)


 Kurzwörtern (Infos, Unis) und
 Abkürzungen ( PCs, GmbHs) vor.

Diesem Deklinationstyp gehören alle drei Genera an (aber Masc. u. Neutra sind in der
Überzahl).

z.B.

Masc: Park, Test


Neutra: Auto, Kino, Baby
Fem: Kamera, Party

Besonders Fremdwörter aus Engl. und Fraz. aber auch – Oma, Uhu (die Eule), Akku usw.
6.Deklination der Eigennamen (kopije)
7.Deklination der nominalisierten Adjektiva und Partizipien (kopije)
8.Lehn- und Fremdwörter (Pluralbildung) – kopije

9.Determinativa (allg. + Arten)


 sind Wörter, die kasus- und genusvariabel sind
 sind den Nomina vorangestellt
 im Deutschen hat jedes Nomen obligatorisch ein Determinativ bei sich
 normalweise kann nur ein Determinativ in einer Nominalphrase stehen
Nominalphrase:
das Mädchen
das kluge Mädchen
das kluge Mädchen, das ich gestern getroffen habe...

Zwei aufeinander folgende Determinative können als Randerscheinungen angesehen


weden. In diesen Kombination wird die Flexion des zweiten Determinativs teils durch das
ihm vorangestellte beeinflusst:
z.B.
alle diese Ausdrücke
alle seine Bücher

Im Deutschen hängt das Adjektiv vom Determinativ ab und das Determinativ hängt vom
Nomen ab.

Das Determinativ bestimmt die Flexion des nachfolgenden Adjektivs.

Determinativa können auch allein vorkommen, wenn das Nomen als Kern der NP getilgt
(löschen) wird:

z.B. Alle haben es gekauft.

die Arten

1.) Artikel:

 bestimmter
 unbestimmter
 Nullartikel

2.) demonstrative Determinative (Demonstrativa):

 aller, dieser, jener, derjenige, derselbe, solcher, der (betont)


3.) possessive Determinative (Possessiva):

 mein, dein, sein/ihr/sein, unser, euer, ihr, Ihr, dessen, deren

4.) interrogative Determinative (Interrogativa)

 was für ein, welcher, welch ein, wessen

5.) indefinite Determinative (Indefinita)

 ein bisschen, ein wenig, einige, etliche, irgendein, irgendwelche, jeder, mancher,
lauter, mehrere, viele, wenige

6.) negative Determinative

 kein-

Beispiele:

Er wohnt in diesem Haus. (etwas Naheliegendes)


Siehst du jenes Haus dort? (etwas Entferntes)

Nina und Milica haben Angst – diese vor Hunden, jene von Ketzen. (diese-Milica, jene-Nina)

Er wünscht sich auch ein solches Handy.


Sie möchte auch solch einen Freund. (unflektiert – značenje se nije promijenilo)

lauter – nicht als – nur


Lauter liebe Leute. (Sve sami dobri ljudi.)

etliche hat die gleiche Bedeutung wie einige

was für ein Mensch ist Ana?

DER ARTIKEL
Im Deutschen gibt es drei Artikel:

 bestimmter/definiter
 unbestimmter/indefiniter
 Nullartikel

Der bestimmte und der unbestimmte Artikel richten sich in Kasus (Fall), Numerus (Zahl)
und Genus (Geschlecht) nach dem Nomen dem sie vorangestellt sind.

Der bestimmte Artikel soll das zugeordnete Nomen als „bekannt“ kennzeichnen.
z.B. Ich sehe eine Studentin.
Die Studentin ist fleißig.

Der unbestimmte Artikel soll eine Sache als beliebiges Element einer Klasse ausweisen.

Der Nullartikel lässt sich semantisch nicht erfassen: er kennzeichnet unbestimmte Mengen,
oft Nichtgegenständliches, nicht attribuierte Personennamen, viele geo. Namen (z.B.
Städtenamen, Buchtitel u.Ä.)

Nullartikel = Pl. des unbestimmten Artikels

11.Bestimmter Artikel
verschmilzt oft mit der vorangehenden Präp. mit Dativ (am, im, vom; zur), während das
Neutrum auch mit der Präp. mit Akk. verschmelzen kann (ans, ins).

Die Verschmelzung ist obligatorisch bei Datumangaben, geo. Bezeichnungen,


nominalisierte Infinitiv:
z.B.
am 18. März 2019
beim Lernen
Frankfurt am Main

Der bestimmte Artikel wird gebraucht:

 bei bekannten oder vorerwähnten Personen u. Sachen


z.B. Ein Student lernt. Der (Dieser) Student lächt.
 bei einmaligen Größen (einzigen Exemplaren)
z.B. Die Erde dreht sich um die Sonne.
 wenn durch die Attribuierung etwas hinreichend identifiziert wird
z.B. Die einzig richtige Antwort auf diese Frage wäre...
 bei Generalisierungen (neben ein)
z.B. Der Wolf ist ein Tier.
 beim relativen Superlativ
z.B. Sie ist die fleißigste Studentin in der Gruppe.
 bei Ordinalzahlen (Ordinalia)
z.B. Das erste Studienjahr
 in manchen FVG, festen Wendungen und Sprichwörtern
z.B. Die Katze im Sach kaufen
 mit Abstrakta, die Eigenschaften od. Zustände bezeichnen (neben Nullartikel)
z.B. Die Lust zum Lernen
 bei Straßennamen
z.B. die Goethestraße
 bei Fluß-, Berg- u. Landschaftsnamen
z.B. die Donau, die Alpen
 bei mask. und fem. Ländernamen (+ Ländernamen im Pl.)
z.B. der Iran, der Irak, die Schweiz, die Türkei, die USA

12.Unbestimmter Artikel
 wenn etwas nicht vorerwähnt ist
z.B. Wir haben eine neue Kollegin bekommen.
 wenn ein beliebiges (proizvoljan) Exemplar aus einer Menge genannt wird
z.B. Geben Sie mir bitte ein Wörterbuch.
 bei Generalisierungen (neben der)
z.B. Ein Wolf ist ein Tier.
 wenn das Prädikativum eine Eigenschaft ausdrückt
z.B. Das ist eine große Überraschung.
 in manchen FVG, festen Wendungen und Sprichwörtern
z.B. Aus eine Mücke einen Elefanten machen.

13.Nullartikel
wird gebraucht:

 im Plural (wenn im Sg. ein steht)


 bei Berufs- und Nationalitätsbezeichnungen
 vor Stoffnamen
z.B. Ich esse Schokolade.
 mit Abstrakta, die Eigenschaften od. Zustände bezeichnen (neben der)
z.B. Lass mich in Ruhe.
 in Paarformeln u. Aufzählungen, festen Wendungen u. Sprichwörtern
z.B.
Mit Kind und Kegel
Mann und Frau
Damen und Herren
 in Überschriften, Tabellen, Listen, Anzeigen
 beim absoluten Superlativ (neben bestimmter Artikel)
z.B.
liebste Mutter
modernste Technologie
 in vielen Zeitangaben im Akk.
z.B.
nächsten Montag
voriges Jahr
 bei neutralen Ländernamen u. bei Städtenamen
z.B. Serbien, Deutschland, Novi Sad
 bei Personennamen
z.B. Ich bin Tamara.

14.Pronomen (allg. + Arten)


das Pronomen = das Fürwort

Pronomina sind deklinierbare Wörter, die anstelle von Nomina od. NP treten können.
der Apfel – NP

Sie folgen den gramm. Kategorien: Numerus, Kasus und Genus.

Genus bedeutet, dass Pronomina in alle drei Genera vorkommen.


Kasus bedeutet, dass P. einen bestimmten Kasus haben.
Numerus bedeutet, dass P. entweder im Singular oder Plural stehen.

Einige Pronomina (=Personal-, Reflexiv- u. Possessivpronomina) besitzen auch das gramm.


Merkmal Person.

Pronomina zählen zu den geschlossenen Wortklassen.

Sie sind nicht komparierbar.

Hauptmerkmal des Pronomens:


Es kann niemals in Kombination mit einem Nomen vorkommen.

Personalpronomina

Alle P. sind bezüglich der Person und des Numerus und Kasus charakterisiert.

Es gibt Pronomina für die erste Person Sg. und Pl. (ich, wir), für die zweite Person Sg. und
Pl. (du, ihr) und für die dritte Person Sg. und Pl. (er/sie/es, sie/Sie).

Die dritte Person Singular hat auch die Kategorie Genus.

Bei der zweiten Person unterscheidet man zwischen der vertraulichen Form (du,ihr) und
der Distanz(Höflichkeits)form (Sie).
Die Pronomina der ersten und zweiten Person sind genusneutral.
Sie zählen zu den Partnerpronomina.

Erste Person (Sprecher, Schreiber), zweite Person (der Hörer, Leser).

Die Pronomina der dritter Person heißen Verweispronomina.


Sie werden nach ihrer Hauptfunktion bezeichnet.
Sie verweisen auf vorerwähnte oder bekannte Größen.
Die grammatische Kategorie Genus kommt bei den Verweispronomina nur im Singular vor.

Possessiva

sind etimologisch auf die Genitivform der entsprechenden Personalpronomina


zurückzuführen.

Ich – meiner
Du – deiner...

Neben der Verwendung mit dem Nullartikel werden die Possessiva mit dem bestimmten
Artikel kombiniert.
z.B. Es sind die Meine. (Wenn sie angehörige Bezeichnen, dann werden sie groß
geschrieben)

Die durch –ig, (-ich) erweiterte Form klingt arhaisch.


z.B. der Meinige, der Seinige, die Unsrigen

Reflexiva

Eine spezifische Reflexivform gibt es nur für die 3. Person Sg. und Pl. für Dat. und Akk. =
sich.

Für die 1. u 2. Person Sg. und Pl. werden die gleichlautenden Formen der
Personalpronomina (mir, mich...) verwendet.  Reflexive Verwendung der
Personalpronomina

Die Genitivformen werden selten verwendet und dann i.d.R. in Kombination mit „selbst“.
z.B. Sie gedachten ihrer selbst. (Prisjećali su se samih sebe.)

Die Reflexiva kongruieren mit dem Satzsubjekt.


z.B. Ich kaufe mir ein Buch.
Demonstrativa

„Der“
wird immer betont und es gibt eine Doppelform im Genitiv und zwar bei den Feminina und
im Plural (deren/derer, deren/derer)

Diese Doppelformen hängen vom Kontext ab.

„Derer“ wird vorausweisend verwendet.


„Deren“ rückweisend.

z.B. Wir gedachten derer, die durch den Krieg alles verloren haben.
z.B. Kannst du Wege dahin? Es sind deren viele.

Relativa

„Der“
dekliniert wir wie das Demonstrativum „der“.

„Welcher“, „was“ und „wer“


deklinieren wir wie die entsprechenden Interrogativa.

Die Relativa leiten Relativsätze ein.

Das Relativa muss mit dem Bezugswort in Genus und Numerus übereinstimmen, nich aber
in Kasus.
z.B.
Ein Buch, das auf dem Tisch liegt.
Die Nachbarin, der ich mein Buch gab...

Der Kasus des Relativpronomens wird vom Verb im Relativsatz gesteuert.

„Welcher“
kommt selten vor.
Man verwendet es um das aufeinandertreffen von mehreren gleichklingenden Formen zu
vermeiden.
z.B.
Das Mädchen, das das Buch gekauft hat...
Das Mädchen, welches das Buch gekauft hat...

„Was“
Der Relativsatz wird in folgenden Fällen mit „was“ angeschlossen:

 wenn sich der Relativsatz auf den gesamten Sachverhalt des vorausgehenden
Hauptsatzes bezieht
 wenn das Bezugswort ein indefinites oder ein demonstratives Pronomen ist
 wenn das Bezugswort ein Adjektiv (meist im Superlativ) ist

„Wer“
wird selten als Relativpronomen verwendet und wenn doch dann immer vorangestellt. 
Wenn das Bezugswort ein Pronomen ist.
z.B. Wem das nicht gefällt, den kann gerne gehen.

Indefinita

Das ist die umfangreichste Gruppe und im manchen Grammatiken werden auch negative
Pronomina zu dieser Gruppe gerechnet.

Sie weisen Größen als nicht mehr identifiziert aus.

„Alles“
Das Pronomen alles fungiert als eine Sammelbezeichnung.
Kein Genitiv.
Dativ „allem“

Wenn „alles“ auf Menschen bezogen ist, dann konkurriert es mit „jeder“
z.B.
Alles singt die Nationalhymne.
Jeder singt die Nationalhymne.

Die nachfolgenden Adjektive wird groß geschrieben.


z.B. alles Gute, alles Liebe...

„einer“
Das singularische „einer“ wird nach Kasus und Genus flektiert.

„einer“ verweist auf einzelne Lebewesen oder Sachen, die zu bestimmten Menge gehören.

Wenn sich „einer“ auf Menschen bezieht, dann kann es durch „jemand“ ersetzt werden.
z.B. Jemand steht vor der Tür.

„etwas“ ist indeklinierbar und bezieht sich auf nicht-Personen und die Bedeutung kann
verstärkt werden indem man „irgend-„ voranstellt.
z.B. Dort muss irgendetwas passiert.

„etwas“ wird durch „nichts“ negiert.


z.B. Er hat nichts gelernt.
Die Adjektiva die nachgestellt – groß geschrieben.
z.B. nichts Besonderes, nichts Gutes

„jedermann“

4 Kasus
Von den 4 Kasus ist nur der Genitiv durch die s-Endung markiert.  G. jedermanns

„Jedermann“ klingt heute archaisch und wird deshalb duch „jeder“ ersetzt.

„jemand“
G. jemandes
Hier ist G. markiert und Dat. u. Akk. endunglos.
D. jemand/(em)
Akk. jemand/(en)

„jemand“ verweist auf eine nichtnäherbestimmte Person beliebigen Geschlechts.


„jemand“ wird durch „niemand“ negiert.
z.B. Niemand hat uns geholfen.

„man“
N. man
G. /
D. einem
A. einen

Eine Besondereform des Pronomens gibt es nur im Nominativ.


Im Dativ und Akkusativ werden die entsprechenden Formen des Pronomens „einer“
verwendet.

Eine Form für Genitiv gibt es nicht.

In der Alltagssprache wird selten die Nominativform durch „einer“ ersetzt.


z.B. Das sollte endlich einer (man) begreifen.

Das singularische „man“ bezeichnet nichtnäherbestimmte Personen.

Es kann sich auf eine einzelne Person beziehen oder generalisierende Bedeutung haben.
z.B. Man versuchte eine Gleichberechtigung.

„man“ wird oft zur Wiedergabe der passivische Bedeutung in Sätzen ohne Agens
verwendet.
z.B.
Man öffnet die Geschäfte um 8 Uhr.
Die Geschäfte werden geöffnet.

z.B.
Man spielt hier zu laut.
Es wird hier zu laut gespielt.

„meinesgleichen“
Diese Pronomina zählen zu den unveränderliche Indefinits.
Sie alle haben die Bedeutung „jemand wie ich/du/wir“.
z.B. Er will unter seinegleichen bleiben. (On želi da ostane svoj na svome.)

„unsereiner“
„jemand wie wir“
Hier wird nur die zweite Konstituente dekliniert.

Interrogativa

Mit „was“ fragt man nach Sachen und Sachverhalten.

Mit „wer“ fragt man nach einer oder mehreren Personen.

„was für einer“


Nur das dritte Element des Pronomens wird wie das indefinite „einer“ dekliniert.

Für den Plural gibt es 2 Möglichkeiten:


1) „was für“ + Nomen
2) „welcher“ tritt anstelle von „einer“ (das kommt aber in der Umgangssprache vor).

„was für einer“ fragt nach den Eigenschaften einer Größe.

Negativa

„keiner“
flektiert wie „einer“.
Hat aber auch eine Pluralform.

„keiner“ kann durch „niemands“ ersetzt werden, besonders dann wenn beide Geschlechter
mitgedacht werden.
z.B.
Niemand versteht mich.
Keiner versteht mich.

„nichts“
Es ist unveränderlich.
Bezeichnet ausschließlich nicht-Personen und „nichts“ fungiert (ima funkciju) als Negation
von „etwas“.

Adjektiv – groß geschrieben

„niemand“
Das singularische „niemand“ bezieht sich nur auf Personen.

„niemand“ verhält sich wie „jemand“ morphologisch betrachtet.

Es dient zur Verneinung von „jemand“.


z.B. Er hat niemanden gesehen.

G. niemandes

15.Das Pronomen „es“ (kopije)

16.Das Adjektiv (allg. + Hauptfunktionen)


das Adjektiv = das Eigenschaftswort

lat. adjectivum = das Hinzugefüge

Adjektive sind deklinierbare Wörter.


Sie beschreiben die Eigenschaft eines Nomens.
Sie richten sich in Kasus, Numerus und Genus nach dem Nomen, auf das sie sich beziehen.
Jedes Adjektiv kann alle drei Genera annehmen.
Adjektive stehen meistens zwischen Determinativ und Nomen.

Adjektive haben drei Hauptfunktionen:

 Attribut tur Nomen  attributive Verwendung/Funktion


 Prädikativum  prädikative Verwendung
 Satzangabe  adverbiale Verwendung

Attributive Verwendung

Nur als Attribut zum Nomen kann das Adjektiv deklinert werden:
z.B.
ein schöner Tag/der schöne Tag
eine schlechte Note/die schlechte Note
ein gutes Buch/das gute Buch
In allen anderen Formen bleibt es unflektiert:

z.B. als Attribut zu einem anderen Adjektiv:


ein typisch deutsches Lied

z.B. als Apposition:


Ihr Hund, zitternd vor Kälte,...

Prädikative Verwendung

Adjektive in prädikativer Verwendung verändern ihre Form nicht, d.h. sie werden nicht
dekliniert.
Solche Adjektive stehen hinter Verben (sein,bleiben,werden):
z.B.
Der Tag ist herrlich.
Das Haus ist sauber.
Die Arbeit wird gut.

Adverbiale Verwendung

Adjektive in adverbialer Verwendung verändern ihre Form nicht  sie werden nicht
dekliniert, d.h, dass die Grundform des Adjektivs im Satz erhalten bleibt. Solche Adjektive
stehen hinter Verben:
z.B.
Uschi (Ursula) schreibt schön.
Hans kocht gut.

18.Graduierung der Adjektiva


Graduierung der Adjektive = Steigerung, Komparation

Die Komparierbarkeit ist ein Merkmal, wodurch sich Adjektive von anderen Wortklassen
unterscheiden (mit Ausnahme von einigen Adverbien).

Die Steigerung unterscheidet zwischen:

 der Grundform des Adjektivs = dem Positiv


 der ersten Steigerungsstufe, bzw. dem Komparativ und
 der zweiten Steigerungsstufe = dem Superlativ

Neben diesen drei „Hauptformen“ gibt es noch den sog. absoluten Superlativ (Elativ).
Der Positiv

Der Positiv dient zum Ausdruck der Gleichheit beim Vergleich zweier Größen.

Da es hier keine spezifischen Endungen gibt, wird der Positiv als „unmarkiert“ bezeichnet.

Bildung:
„so+Adjektiv+wie“
z.B. Anna ist so alt wie Hans.

Der Komparativ

Im Gegensatz zum Positiv ist der Komparativ „markiert“, d.h. er wird mit der Endung –er
gebildet.

Er dient zum Ausdruck der Ungleichheit zweier miteinander vergleichener Größen.

Bildung:
„Komparativ+als“
z.B. Hans ist klüger als Anna.

Der Superlativ

Hier müssen mindestens drei Größen miteinander vergleichen werden, wobei einer Größe
der erste Platz zugesprochen wird.

Bildung:
durch die Endung –(e)st

Bei Einsilbigkeit und Endbetonung der Adjektive auf –d, -t, -s, -ss, -ß, -x –z + auf –los und
-haft  Endung –est (heißeste, älteste)

An anderen Stellen  Endung –st (jüngste)

In attributiver Stellung wird der Superlativ flektiert und mit dem bestimmten Artikel
verwendet.

In prädikativer Stellung können sowohl die flektierten Formen als auch die feste
Verbindung am+(e)sten gebraucht werden:
z.B.
Der schönste Monat ist Mai.
Der Monat Mai ist am schönsten.
Der Monat Mai ist der schönste (Monat).
Der Elativ

Der Elativ steht ohne einen konkreten Vergleich.


Er äußert einen sehr hohen Grad.
Formal gibt es eine Übereinstimmung mit dem Superlativ und die Möglichkeit der
Verwendung mit Nullartikel  herrlichstes Wetter; mit besten Grüßen

17.Das Adjektiv (Deklination)-kopije


Es gibt drei Arten der Deklination:

 starke
 schwache
 gemischte  kopije

Besonderheiten

1) Es gibt Adjektive, die auf –el enden und sie verlieren das –e im Positiv und im
Komparativ, aber im Superlativ bleibt das –e.
z.B. dunkel
ein dunkler Mantel/eine dunkle Tasche/ein dunkles Buch
der dunklere Mantel
der dunkelsten Mantel

eitel (sujetan) – ein eitler Mensch/eitlere/der eitelste

Auch fremde Adjektive auf –el verlieren dieses –e:


z.B. sensibel, flexibel, passabel, respektabel
ein sensibler Mensch
ABER
aktuell  das –e bleibt erhalten
aktueller, am aktuellsten

2) Bei Adjektiven auf –er oder –en kann das –e getilgt werden (das ist fakultativ),
besonders in der Ugs. wird es gerne gelassen.
z.B. heiter – das heit(e)re Wetter

Adjektive mit Diphtongen die auf –er oder –en enden, verlieren dieses –e
z.B. der saure Apfel

3) Es gibt Adjektive, die Komparativ und Superlativ mit einem Umlaut bilden:
kalt – kälter – am kältesten
klug – klüger – am klügsten
groß – größer – am größten

4) Wenn zwei Adjektive mit einen Bindestrich stehen, dann bekommt nur das zweite/letzte
Adjektiv die Endung:
z.B. die deutsch-österreichische Mundart
die rot-weiß-rote Fahne

5)unregelmäßige Adjektive
hoch – höher – am höhsten
gut – besser – am besten
gern – lieber – am liebsten
viel – mehr/sehr – am meisten

6) Einige Adjektive (alt, jung, kurz, lang, klein und groß) haben im Komparativ die
Steigerungsform auch ohne einen Vergleich. Das bedeutet: es handelt sich hier nicht um
eine Steigerung, sondern es handelt sich um eine Abschwächung des Positivs.
z.B.
ein junger Mann
ein jüngerer Mann
Ein junger Mann ist wirklich jung.
Der jüngere Mann ist schon volljährig. (ca. 30 od. mehr)

eine ältere Dame


eine alte Dame
Die ältere Dame ist jünger als die alte Dame.

19.Das Zahladjektiv (Kardinalia)


Das Zahladjektiv kann in zwei Hauptgruppen eingeteilt werden:

 Kardinalia (Grundzahlen): ein-, zwei, drei...


 Ordinalia (Ordnungszahlen): ester, zweiter, dritter...siebter...

Daneben gibt es Sondergruppen:

 Bruchzahlen: viertel, fünftel, zehntel...ABER zwei Viertel


 Wiederholungszahlen: dreimalig, fünfmalig...
 Vervielfältigungszahlen: dreifach, fünffach, zehnfach...(ne postoji einfach)
 Unbestimmte Zahladjektive: zahlreich, einzeln, paar, viel, wenig...
 Gattungszahlen: einerlei, zweierlei (zwei Arten), dreierlei...
 die Sammelzahl: beide...
Kardinalia

Die Kardinalia geben eine bestimmte Menge oder Anzahl von Lebewesen oder Sachen
an.
Man kann nach den Kardinalia mit wie viel? fragen.
Sie werden attributiv und prädikativ gebraucht.
Sie sind nicht flektierbar und nicht graduierbar.
Niedrige Kardinalia sind, von der Bildung her, einfache Wörter.
Höhere Kardinalia werden durch Zusammensetzung oder Verbindung der einfachen
Wörter gebildet (bei Zehnern auch durch Ableitung).
z.B.
einfache: eins, zwei, fünf...zwölf
abgeleitete: vierzig, zweiter, zweierlei, viertel...
zusammengesetzte: dreizehn, fünfundzwanzig...
Zahlenverbindungen: zwei Millionen, drei Achtel (tri osmine)

Besonderheiten der Kardinalia

1) die Zahl 1

 wird vollständig flektiert (im Sg.)


 Pluralformen sind nicht üblich
 bei den Singularformen unterscheiden wir danach ob:
 (die Zahl) adjektivisch-attributiver Gebrauch (gebraucht ist)
 substantivischer Gebrauch
 mit Nullartikel
 mit bestimmten Artikel (od. entsprechendem Artikelwort)

z.B.
Ein Student hat gelernt. (adj-attributiver Gebrauch nach Nullartikel)
Der eine Student hat gelernt. (adj-attributiver Gebrauch mit bestimmten Artikel)
Einen hat gelernt. (substantivischer Gebrauch nach Nullartikel)
Der eine hat gelernt. (substantivischer Gebrauch mit bestimmten Artikel)

2) die Zahlen 2 und 3

 haben manchmal im Genitiv und Dativ Flexionsformen


 zwei u drei flexiert man im Genitiv, wenn sie mit Nullartikel stehen:
z.B. Studenten zweier verschiedener Studienrichtungen (aber: von zwei
verschiedenen Studienrichtungen)
3) die Zahlen von 2 bis 12

 haben im Dativ Flexionsformen (wenn sie substantiviert gebraucht sind)


 Personenbezeichnungen:
z.B. Sie hat mit zweien aus dem Morphologie gesprochen.
 feste Präpositionaleverbindungen:
z.B. Das Baby ist auf allen vieren gekrochen.

4) Kardinalia verlangen i.d.R. den Plural des Nomens:


z.B. drei Bücher, tausend Lehrer, eine Million Kinder
Manchmal ist aber auch der Singular möglich, wenn:

 es die Zahl ein- ist (eine Frau, ein Mann)


 die Kardinalzahl nach dem Nomen steht (Kapitel vier)
 das Nomen eine Maß- und Mengenangabe ist ( Er isst nur drei Stuck Schokolade; Er
hat drei Glas Bier getrunken)

5) Bei den Zahlen von 13 bis 19 werden die Einer (jedinice) vor Zehner (desetice) gestellt.

6) Bei den Zahlen von 21 bis 99 werden die Einer vor der Zehner gestellt und es steht und
als Verbindungselement.

7) Es gibt drei Gruppen von nominalisierten Kardinalia:

 Maskulina
 Feminina
 Neutra

Maskulina

Maskuline substantivische Formen werden aus Kardinalia gebildet, mithilfe des Suffixes –
er.
Sie haben im Gen. Sg. –s und im Nom. Pl. sind endungslos.
z.B.
Er hat das Aussehen eines fünfzigers. (=eines Mannes, der ca. so ist)
Sie hat einen Fünfer im Lotto. (=fünf richtige Zahlen)

Feminina

Feminine substanitivische Formen werden aus Kardinalia gebildet.


Sie sind im Sg. endungslos und haben im Nom. Pl. –en/n.
z.B.
Die Drei ist eine einstellige Zahl.
Er hat drei Fünfen und eine Zwei.
Neutra

Eine neutrale substantivische Form können die Kardinalia hundert und tausend bilden.
Sie haben im Gen.Sg. –s und im Nom.Pl. –e.
z.B.
Sie prüfte Hunderte von Studentinnen.

8)Bei den Jahreszahlen von 1100 bis 1999 werden die Hunderter verwendet.

9) Bei der Uhrzeit gibt es:

 Stundenangaben (mit dem Wort Uhr im Sg.)


 Minutenangaben (mit dem Wort Minute im Sg. und Pl.)
 0-12 Uhr: die Stundenangaben sind einheitlich.
z.B. Es ist ein Uhr. Es ist fünf Uhr.
 12-24 Uhr
- offiziel  24 Stunden (Wort Uhr muss man schreiben)
- umgangssprachlich – 12 Stunden
-offiziel werden die Minuten nach den Stunden gezählt.
 Das Wort Minute(n) ist fakultativ.

20. Das Zahladjektiv (Ordinalia) – kopije

21. Das Adverb


Umstandswort

lat. adverbium = zum Verb/Wort

- unveränderliche Wörter
- nicht deklinierbar
- stehen i.d.R. hinter dem regierenden Nomen
- syntaktisch selbstständig
- bezeichnen Umstände, unter denen sich eine Handlung (die um Verb ausgedrückt ist)
vollzieht

Bezugswort – glavna razlika izmedju Adverbien i Adjektive


Morgen schreiben wir...

Nur einige Adverbien können Komparationsformen bilden.

bald – balder (eher) – am ehesten

früh - früher – am frühesten+


oft – öfter (häufiger) – am öftesten (am häufigsten)

sehr – mehr – am meisten

Einteilung

Es gibt 4 semantische Klassen beim Adverb.


Diese Klassen werden nach der Art der Umstände, die sie bezeichnen, unterteilt in:

TEMPORALADVERBIEN
LOKALADVERBIEN
MODALADVERBIEN
KAUSALADVERBIEN

TEMPORALADVERBIEN

bezeichnen:

 den Zeitpunkt (heute, morgen, damals, jetzt,...)


 die Dauer (seitdem) und
 die Wiederholung (oft, morgens, montags, abends,...)

einer Handlung.

Das Morphem S – charakteristisch für TA, die einer Wiederholung bezeichnen

LOKALADVERBIEN

bezeichnen:

 den Ort ( außen, hier, dort, überall, oben, vorne...) oder


 die Richtung (dorthin, hinher, nirgendwohin...)

einer Handlung.

Oft kommen als Bestandteile hin und her vor.


Durch hin wird die Bewegung vom Sprecher weg ausgedrückt.
Durch her wird die Bewegung zum Sprecher hin ausgedrückt.

z.B. Komm hierher. (Dodji ovamo.)

MODALADVERBIEN

bezeichnen die Art und Weise, wie eine Handlung abläuft und sie geben Informationen
über die Qualität, Intensität u. den Geltungsgrad eines Sachverhaltes.
Diese Klasse wird ständig erweitert (besonders die Ableitungen mit –weise).

z.B. Das habe ich getan.


Das habe ich gerne getan.

Zur Klasse der MA gehören auch die

Instrumentaladverbien.

Sie bezeichnen das Mittel zur Erreichung eines Zieles. (womit – damit, wodurch – dadurch)

z.B. Womit fährst du zur Arbeit?

KAUSALADVERBIEN

bezeichnen den Grund od. die Ursache einer Handlung.


deshalb, deswegen, wieso, weshalb...
und
viele Adverbien auf –wegen (deinetwegen) und –halber (sicherheitshalber)

z.B. Deinetwegen komme ich spät.

22. Pronominaladverbien
werden auch Präpositionaladverbien genannt.

Sie bilden eine bes. Gruppe von Adverbien.


Sie sind unveränderliche Wörter.
Sie bestehen aus einem Adverb + einer Präposition.

► da(r)  dabei, dafür, danach, darauf...


► wo(r)  wobei, wofür, wodurch, worauf...
► hier  hierzu, hiermit, hierbei, hierdurch...

daraus, worauf – kada imamo vokal tad –R-

Bildungen mit da(r) kommen am häufigsten vor.


Bildungen mit hier kommen sehr selten vor.

PA stehen dann, wenn das Bezugswort:

 einen Gegenstand/ein Abstraktum bezeichnet:


z.B. Er fährt mit dem Auto  damit
 eine Menschenmenge bezeichnet:
z.B. Viele Flüchtlinge kamen aus Syrien, darunter auch viele Kinder.
z.B. Er denkt an die Prüfung.  daran
Er denkt an seinen Freund.  X

Er arbeitet mit Holz.  damit


Er arbeitet mit Peter.  mit ihm

23. Präpositionen
lat. praepositio = Voranstellung

 unflektierbare Wörter
 sind syntaktisch unselbstständig
 können andere Elemente regieren
 können immer ein Nomen/Pronomen in sprezifischem Kasus bei sich haben
 oft verschmilzt der best. Artikel mit der vorangehenden Präp. (Dat. und Akk)  am,
beim, im, vom, zum, zur, ans, aufs, ins

Arten der Präpositionen

Primäre (einfache) – geschlossene Klasse  an, auf, in, zu...


Sekundäre (Neubildungen) – offene Klasse (erweitert werden können)  anhand, mittels,
aufgrund, während...

Sekundäre Präpositionen können durch Ableitungen (bezüglich), Zusammensetzungen


(inmitten) oder durch die Konversion entstehen (dank).

Stellung/Position der Präpositionen

Die meisten Präpositionen stehen VOR dem Nomen/Pronomen (vor dem Bezugswort) 
an, auf, für...

Manche stehen NACH dem Bezugswort  Postpräposition  zuliebe, halber, zuwider


z.B. Dir zu liebe...

Einige Präpositionen können beide Positionen einnehmen  nach, wegen, gegenüber


z.B. Nach meiner Meinung/meiner Meinung nach...
Wegen der Prüfung/der Prüfung wegen...

Es gibt auch zweigliedrige Präpositionen  Zirkumposition


Diese Präpositionen rahmen das Bezugswort ein  um...willen, von...an (von...wegen).
z.B. Von diesen Tag an.
Um Göttes Willen.
Von rechts wegen.
Besonderheit

Es können zwei Präpositionen auseinanderfolgen  anhand von(na osnovu), bis an, bis zu,
infolge von...
Dann wird der Kasus des Regierten Nomens von der zweiten Präposition regiert.
z.B. Bis zum nächsten Mal.
Ich folge Ihnen bis ans Ende der Welt.

Rektion der Präpositionen

Präpositionen regieren die obliquen Kasus  den Genitiv, den Dativ u. den Akkusativ

 Primäre Präpositionen regieren u.a. den Dativ u. Akk.


 Sekundäre Präpositionen regieren meist den Genitiv

Manche Präpositionen regieren nur einen Kasus.


Andere können zwei Kasus regieren.
Nur eine Präposition regiert alle drei Kasus  entlang
z.B.
entlang des Ufers (Voranstellung/Präposition)
entlang dem Ufer
das Ufer entlang (Nachstellung/Postpräposition)

24. Konjuktionen
Bindewörter

Sie verbinden Wörter, Phrasen (Wortgruppen), Satzglieder (Subjekt, Prädikat, Objekt,


Adverbiale) und ganze Sätze miteinander.
Lateinisch conjuctio bedeutet die Verbindung.
Es gibt 2 Subklassen:

 KOORDINIERENDE (nebenordnende) Konjuktionen


 SUBORDINIERENDE (unterordnende) Konjuktionen

KOORDINIERENDE KONJUNKTIONEN

sind nicht flektierbare und syntaktisch nicht selbstständige Wörter, die gleichrangige
Konjunkte miteinander verbinden.

Konjunkte (dijelovi koji se spajaju) können: Wörter, Wortgruppe, Satzglieder, Sätze


und Wortteile sein.
Sie regieren keinen Kasus.
Sie sind nicht vorfeldfähig. (ne stoje ispred glagola)

z.B. Sie lernt für den Test und sie kocht das Mittagessen.  Zwei (Haupt)Sätze

z.B. Ich weiß, dass sie gelernt haben und dass sie die Prüfung bestehen werden.  Zwei
(Neben)Sätze gleichen Grades

z.B. Ich habe fünf Kopien und 2 neue Bücher gekauft.  Zwei Phrasen

z.B. Katarina und Milica  Zwei Wörter

z.B. Das Fenster auf- und zumachen  Wortteile

Es gibt koordinierende Konjuktionen, die nur bestimmte Konjunkte verbinden können:

 nur Sätze (allein (bedeutet nur), denn, nur, doch)


 sie können alle Konjunkte außer Sätze verbinden (sowie, komplexe Konjunktionen –
sowohl...als auch)
 alle Konjunkte verbinden können außer Wortteile (aber, jedoch, zwar)

z.B. Sie hat gelernt, aber sie will nicht zur Prüfung antreten.  koordinierende Konjunktion

z.B. Sie hat gelernt, trotzdem will sie nicht zur Prüfung antreten.  Konjunktionaladverb

Semantische Einteilung

 kopulative koord. K. – anreiende?; und, sowohl...als auch, weder...noch, nicht


nur...sondern auch, sowie...auch;
Sie verbinden zwei oder mehrere Konjunkte.
 adversative (entgegengesätzte) koord. K. – aber, sondern (nur nach einer
Negation), doch, jedoch;
Sie drücken einen Gegensatz zwischen den Konjunkte aus.
 alternative (ausschließende) koord. K. – oder, beziehungsweise, entweder...oder;
Sie geben an, dass zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten entschieden werden
muss.
 kausale (begründende) koord. K. – denn;
Dieses „denn“ wird immer nachgestellt (postpozicija);
„Denn“ gibt an warum das Geschehen im vorausgehenden Satz nicht stattfinden
kann.
 spezifierende koord. K. – d.h., zwar;
Sie geben eine Spezifierung (nähere Erläuterung) an.
SUBJUNKTOREN (SUBORDINIERENDE KONJUNKTIONEN)

sind nicht flektierbare und syntaktisch nicht selbstständige Wörter, die Nebensätze oder
Infinitivkonstruktionen mit Hauptsätze verbinden.
nicht gleichrangige Elemente

Die meisten SK sind einteilig, aber es gibt auch mehrteilige.


Mehrteilig und trennbar: wenn...auch, je...desto
Mehrteilig und untrennbar: (an)stattdass, alsob, sodass

Semantische Einteilung

 temporale (zeitliche) subord. K. – als, wenn, bevor, bis, ehe, nachdem, seit(dem),
sobald, solange, sooft, während;
Gleichzeitigkeit (wenn, als, während, solange, sooft, seit(dem))
Vorzeitigkeit (nachdem)
Nachzeitigkeit (bis, bevor, ehe)
 kausale (begründende) – da, weil
 konsekutive (folgernde) – sodass, so dass
 konditionale (bedingende) – wenn, falls, insofern
 finale (den Zweck/die Absicht angebende Konjunktionen) – damit, damit dass,
um...zu
 konzessive (einräumende) – obwohl, obgleich, wenngleich, wenn auch;
Der Nebensatz nennt den Grund für das nicht eintreten des Geschehens im
Hauptsatz, das jedoch trotz fehlender Voraussetzungen stattfindet.
 adversative (entgegengestellte/gesätzte) – während;
Das Geschehen im NS steht im Gegenteil.
 komparative (vergleichende) – als (ob), als wenn;
Sie drücken einen irrealen Vergleich aus. (hypotetisch)
 proportionale (das Verhältnis angebende) – je...desto/umso/je; nachdem;
Das Geschehen im Haupt- und Nebensatz ändern sich im gleichen Maße
(proportional)
z.B. Je älter sie wird, desto klüger wird sie.
 modal-instrumentale (die Art und Weise angebende, bzw. das Instrument
angebend) – indem, ohne dass, ohne zu;
Die Sätze mit „indem“, „ohne dass“ und „ohne zu“ nennen das Mittel zu Erreichung
des Geschehens im Hauptsatz, bzw. fehlende Begleitungumstände (ohne).
 neutrale (bedeutungslose) – dass, ob;
Mehrteilige (komplexe) Konjunktionen

Sie können einen Sonderngruppe bilden.


Sie bestehen aus mindestens zwei Teilen.
Sie sind: sowohl...als auch, entweder...oder, nicht nur...sondern auch, weder...noch.

25. Partikeln
lat. particula = Teilchen

Partikeln sind i. w. S. alle unflektierten Wortarten und i. e. S. „Würz- und Färbewörter“, die
in der Kommunikation eine sehr wichtige Rolle spielen.

Partikeln modifizieren Äußerungen.

Deutsch  partikelreiche Sprache.

Partikeln bilden eine heterogene Gruppe – es gibt viele Homonyme in anderen Wortarten
(Konj., Adv., Adj.).

z.B. Das ist aber teuer. (Ala je to skupo.)


Ich wollte dich anrufen, aber ich hatte deine Telefonnummer verloren.  Konjunktion
Du hast wohl keine Lust ins Kino zu gehen. (Tebi se izgleda ne ide u kino.)  Adverb
Ich fühle mich hier wohl. (gut)  Adjektiv

Machen sie ruhig weiter. (slobodno)


Die Kinder waren ruhig. (mirna)

Um Partikeln von anderen Wortarten abgrenzen zu können, muss man die

 morphologische (Unflektierbarkeit)
 syntaktische (kein Satzglied- oder Satzwert) und
 semantische (keine/kaum eine lexikalische Bedeutung)

Ebene der Sprache betrachten.

Einteilung:

 Kopulapartikeln
sind Partikeln, die mit dem sog. Kopulaverben vorkommen (sein,werden,bleiben)
und sie werden ausschließlich predikativ verwendet.
z.B. Das ist schade.
Ihm wird Angst.

Kopulapartikeln: egal, klipp und klar, fix und fertig u.ä.


 Modalpartikeln
sind Partikeln, die Meinung bzw. das Urteil des Sprechers über einen Sachverhalt
ausdrücken.

z.B. Leider habe ich meine Hausübung nicht gemacht.

Modalpartikeln sind mittelfeldfähig.

Sie können als Antwort auf Entscheidungsfragen stehen.

z.B. Ist Morphologie so schwer wie man sagt?


- Keines Wegs. (nipošto)
- Allerdings. (itekako)

Modalpartikeln: hoffentlich, möglicherweise, vielleicht, sicherlich...


 Rangierpartikeln
Die Funktion der Rangierpartikeln im Satz deckt sich mit der von Modalpartikeln.
(Urteil, Meinung)
- vor-, mittelfeldfähig
Sie können nicht als Antwort auf irgendwelche Frage vorkommen.

z.B. Eigentlich sollte sie sich große Sorge während der Prüfung machen.
Glücklicherweise gibt es nur sieben Prüfungen im Semester.

Rangierpartikeln: dauerlicherweise, beispielsweise, immerhin...


 Gradpartikeln
Sie geben an in welchem Grad eine Eigenschaft vorhanden ist.
z.B. ziemlich, kaum, sehr (höchst)

Sie stehen im Mittelfeld.


Im Vorfeld stehen sie nur im Verbindung mit einer Konjuktion.

z.B. Die Studenten wurden immer stiller.


Die Prüfung ist ziemlich kompliziert.

Gradpartikeln: zumal, bloß, allein (ne u znacenju sam), sogar, überaus...


 Vergleichspartikeln
Im Deutschen sind als und wie die VP.
Sie treten in Vergleichskonstruktionen auf, in denen sie zwei Größen verbinden.
z.B.
Sie ist klug wie ihre Schwester.
Sie ist dümmer als ihr Bruder.
denn
z.B. Dieser Kurs ist mir mehr denn je verhast. (Zamrzela sam ovaj kurs više nego
ikad.)
 Abtönungspartikeln
drücken die Stellung des Sprechers zum Geaußerten oder zum Sachverhalt aus.
Sie verstärken oder schwächen, dh. sie modifizieren in einer Art und Weise die
Außerung.
z.B.
Warum muss die Prüfung auch immer so lange dauern?
Wie geht es dir denn? (Kako si?)
Du bist aber dumm. (Ala si ti glup./Baš si glup.)
Abtönungspartikeln: ja, doch, mal...
z.B. Erzählen sie das ja nicht weiter. (Ni slučajno da to pričate.)
Satzäquivalente
Das sind Partikeln, die alleine eine Satz ersetzen können.
Ja, nein, jein.

26.Modalwörter
Bezeichnen nicht das objektive Merkmal einer Handlung.
Drücken die subjektiv-modale Einschätzung einer Handlung durch den Sprechenden aus.
Beziehen sich nicht auf ein Wort, sondern auf den ganzen Satz.
Sind weder Satzglieder noch Satzgliedteile(Attribute).
Können nicht erfragt werden.
Können nicht durch Prowörter ersetzt werden.
Sind nicht negierbar.
Sind nicht komparierbar.
Sind kaum koordinierbar.
Lassen sich in einen übergeordneten HS trasformieren.
z.B.
Sie kommt vermutlich.
Man vermutet, dass sie kommt.
Können selbstständig stehen (als Antwort auf eine Frage (Entscheidungsfrage)).
z.B.
Kommt sie?
-Vermutlich.

Die Stellungnahme des Sprechenden zur Aussage kann modaler (Modalität) oder
emotionaler (Emotionalität) Art sein.

Modalität = Einschätzung einer Aussage bezüglich des Realitätsgrades

Modalwörter als Ausdruck der Beurteilung des Realitätsgrades einer Aussage (durch
den Sprecher)
 Bestätigung, Verstärkung des Inhalts der Aussage – bestimmt, gebiss, sicher(lich),
zweifellos
 Einschränkung oder Herabsetzung des Inhalts der Aussage – allerdings, freilich
(=natürlich), eigentlich
 Verstärkung der Verneinung einer Aussage – keinesfalls(wegs), mitnichten
 Vermutung, die durch Berufung auf einen offensichtlichen Tatbestand (činjenično
stanje) begründet wird – anscheinend, offensichtlich (kündig), scheinbar...
 Zweifel – vorsichtiger, starker Zweifel, der vom Sprecher selbst begründet wird –
vermutlich, kaum, womöglich...
 Zweifel der durch Distanzierung des Sprechers von der Aussage einer Anderen
Person begründet wird – angeblich = vorgeblich (navodno)

Emotionalität = gefühlsmäßige Einstellung, die zusätzlich zur Modalität hinzutreten kann

Modalwörter als Ausdruck der gefühlsmäßigen Einstellung des Sprechers zur Aussage
 Positive Emotionen – Erleichterung – glücklicherweise, erstaunlicherweise
 Negative Emotionen – drücken Bedauern aus – bedaurlicherweise,
unglücklicherweise, leider

 Unterscheidung zwischen Modalwörter und Adverbien:


z.B.
Sie kommt pünktlich.
Kommt sie?
Pünktlich. X

Sie hat das ganz natürlich gemacht. (natürlich = Adverb) – bezieht sich nur auf
Prädikat
Sie kannte die Geschichte natürlich. (natürlich = Modalwort)
27.Negationswörter (syntaktische Beschreibung)

Eine Aussage kann man bejahen oder verneinen.


Die Negation verneint eine Aussage.
Aus praktischen Gründen werden Negationswörter unter einem Sammelbegriff
zusammengefasst.
Jedes Negationswort hat eine positive Entsprechung:
kein-ein
nichts-alles, etwas
nirgendwo-irgendwo,irgendwohin
niemals/nie-jemals
noch nicht-schon...

Syntaktische Beschreibung

Zu den Negationswörtern gehören:

 substantivisch gebrauchte Indefinitpronomen (nichts, kein, niemand)


 Adverbien (niemals, nirgendwo, nicht)
 Konjunktionen (weder-noch)
 einige Präpositionen (ohne, statt, außer)
 bestimmte Verben, die als implizite lexikalisch Negationsträger, die Negation des
ihnen untergeordneten Satzes bewirken, u.a. Verben des Zurückweisens und
Verneinens (verneinen, bestreiten), Verben des Verbietens und Abratens (verbieten,
warnen, abraten) und der Weigerung des Unterlassens (sich weigern, verzichten).
 manche Präfixe – un- (unsicher), miss- (missverstehen), ab- (abraten, abnormal)
 verschiedene Suffixe - -los, -frei, -leer, -arm
 das Satzäquivalent nein
z.B. Hast du gelernt? –Nein.

Die meisten Negationswörter sind unflektierbar. (nicht, nichts, nie, niemals, nirgends...)
Nur niemand und kein/keiner sind deklinierbar.

28.Negationswörter (semantische Beschreibung)


Alle Negationswörter haben eines gemeinsam  sie drücken die verneinende Einstellung
des Sprechers zum Satzinhalt aus.
Man kann den gesamten Satzinhalt negieren  Satznegation
oder
nur einen Teil des Satzes (ein Wort, eine Phrase, ein Wortteil)  Sondernegation (partielle
Negation)
z.B.
Sie ruft mich nicht an.  Satznegation
Sie ruft nicht mich, sondern dich an.  Sondernegation

Verneinungswörter unterscheiden sich durch ihre eigene Semantik

(papirić)

Ich habe keinen Bruder/keine Angst.

Wegen dieser Eigenschaften können nicht alle Negationswörter alle Verben verneinen.
z.B.
Sie hat niemanden/keinen/nichts gesehen.
Sie hat nichts/nie gelesen.

Dies erklärt auch die Austauschbarkeit einiger Negationswörter.


Negationen der Zeit lassen sich untereinander austauschen, Negation des Ortes ebenfalls
usw.
ABER:
Sie können nicht durcheinander ausgetauscht werden:
z.B.
Sie war noch nie in Deutschland.
Sie war nirgendwohin in Deutschland. X

29.Stellung des Negationswortes nicht


Die Stellung des Negationswortes nicht ist im Deutschen nicht völlig frei.
Das Negationwort nicht kann durch seine Stellung die Bedeutung des Satzes variieren, d.h.
dass es mit der Änderung der Stellung des Negationswortes nicht auch zur
Bedeutungsänderung kommen kann.

Negative Frage – positive Antwort – DOCH.


Negative Frage – negative Antwort – NEIN.

z.B. Bist du gestern nicht ins Kino gegangen?


- Ja. X
- Doch.
- Nein.

Hier ist es wieder wichtig zwischen Satz- und Sondernegation zu unterscheiden, denn je
nach der Art der Negation (Satz- oder Sondernegation) unterscheidet sich die Bedeutung:
z.B. Nicht alle Studenten haben gelernt. (Sondernegation) – 2/3 haben gelernt, Mehrzahl
hat doch gelernt
Alle Studenten haben nicht gelernt. (Satznegation)

Bei der Satznegation wird das finite Verb verneint und damit wird gleichzeitig der gesamte
Satz verneint.

Das Negationswort nicht als Satznegation strebt nach dem Ende des Satzes und bildet
zusammen mit dem finiten Verb eine Negationsklammer.

Die Sondernegation bezieht sich niemals auf den ganzen Satz, sondern nur auf Teile des
Satzes.

Sie kann sich auf ganze Satzglieder beziehen:


z.B. Er lernt nicht am Sonntag, sondern erst am Montag.

auf Satzgliedteile:
z.B. Sie weinte nicht nach, sondern vor der Prüfung.

und manchmal auf Wortteile:


z.B. Sie haben das Haus nicht ge-, sondern verkauft.

Auch die Intonation (Betonung) kann die Bedeutung beeinflussen. Die intonatorische
Hervorhebung des Negationswortes nicht und des von ihm betroffenen Elements bedeutet
aber keine Verstärkung der Negation, sondern eine inhaltliche Einschränkung (von der
Satz- zur Sondernegation):

z.B.
Alle Frauen waren nicht verheiratet.
(=Satznegation, 100% der Frauen)

(Also) Alle Frauen waren nicht verheiratet. (Nisu baš sve...)


(=Sondernegation, etwa 90% der Frauen)

30. Verwendung von nicht und kein


Regel:

Wenn im positiven Satz der unbestimmte Artikel oder Nullartikel (bei unzählbaren Nomen
und im Plural) steht negiert man mit kein, sonst immer mit nicht.
1.

Die Negation eines Nomens mit unbestimmten Artikel lautet kein-:


z.B.
Hat er eine Tochter?
-Nein, er hat keine Tochter, sondern einen Sohn.

2.

Die Negation eines Nomens mit Nullartikel lautet kein-:


z.B.
Sind das Tische?
Nein, das sind keine Tische, sondern Stühle. (im Plural)

Sie trinkt Milch.


Sie trinkt keine Milch. (bei Stoffnamen) (nie/niemals)
Sie trinkt nicht Milch, sondern...

3.

Die Negation eines Nomens mit bestimmten Artikel lautet nicht:


z.B.
Er hat nicht den Test bestanden, sondern das Kolloquium. (nešto je položio)
Er hat weder den Test, noch das Kolloquium bestanden. (nijedno ni drugo)

Bei geographischen Namen und bei Berufbezeichnungen (mit als) steht nicht:
z.B.
Wir wohnen nicht in Novi Sad.
Sie arbeitet nicht als Lehrerin.

Steht ein Zahlwort (eins, zwei, drei,...) vor einem Nomen, wird es wie der unbestimmte
Artikel dekliniert.

Der Zahlwort wird mit nicht negiert:


z.B.
Er hat nicht einen (zwei, drei...) Bruder (Brüder), sondern fünf.
Der reiche Herr Müller hat nicht eine Tochter, sondern zwei.

Ich trinke keine/nicht Osa.

Herr Müller hat nicht ein Glas Bier getrunken, sondern sieben Flaschen.

Ich habe nicht ein Glas getrunken...(Polizei)