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Patentschrift

Patentschrift - Aufbau:
1. Deckblatt
2. Zusammenfassung (abstract) – kann ohne gesetzliche Vorgaben verfasst werden,
daher meist ungenau
3. Beschreibung § 10 PatV – so ausführlich, dass ein Fachmann sie ausführen kann § 34
IV
• Aktueller Stand der Technik mitsamt Nachteilen, Mängeln und Risiken bezogen
auf den Stand (Literaturangaben)
• Darstellung und Aufgabendefinition der Erfindung
• Lösungsansätze
• Ausführungsbeispiel
• Verwendungszweck und Einsatzgebiet
INID Codes: Standard Nummern zur Identifikation bibliographischer Daten
international
→ zur Auslegung der Patentansprüche heranzuziehen – nur Erläuterung, Auslegung
unter Sinngehalt nicht zulässig
4. Patentansprüche §§ 14, 34 III Nr. 3 PatG i.V.m. § 9 PatV
➔ Definieren geschützte technische Lehre
➔ Bestimmen den Inhalt und den Schutzbereich des Patents
➔ Abstrahierte Fassung in Patentansprüchen gängig
Dadurch keine Beschreibung eines konkreten Erzeugnisses, sondern das für die Lehre
konstitutive Merkmal
Beispiel: Befestigungsmerkmal, anstatt Schraube – so auch Klebemittel im SB
→ weiterer Schutzbereich, mehr Ausführungsformen werden darunter gefasst

In der Praxis: Zweiteilig mit Oberbegriff und kennzeichnenden Teil


Oberbegriff: Stand der Technik
Kennzeichnender Teil: beschreibt Merkmal wofür Schutz begeht
werden will über SdT hinaus

Unterschied Erzeugnispatent und Verfahrenspatent

➔ Erzeugnispatent § 9 S. 2 Nr. 1: Patent bezieht sich auf ein Erzeugnis, chemischer Stoff,
technische Vorrichtung oder biologisches Material
o Product-by-process Anspruch: wenn Erzeugnis durch Herstellungsverfahren
gekennzeichnet wird → Erzeugnispatent; technischer Inhalt der Erfindung nicht im
Verfahren als solchem, sondern in Eigenschaften des Erzeugnisses, welches durch das
Verfahren verliehen wurden
➔ Verfahrenspatent § 9 S. 2 Nr. 2: Herstellungs- oder Arbeitsverfahren
o Verwendungspatent: neue Verwendung bekannter (Stand der Technik) Verfahren →
Verfahrenspatent; aber: Schutzbereich nur auf Angabe des neuen Verwendungszwecks
und kein Schutz auf Verfahrenserzeugnis nach § 9 Nr. 3, auch Schutz bei sinnfälliger
Herrichtung der Sache durch andere – Beispielsweise in einer Gebrauchsanleitung oder
durch besondere Gestaltung der Sache

5. Zeichnungen

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