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10/2009 ! Karlsgymnasium Bad Reichenhall!

NTG

Grundwissen Chemie 8. Klasse

Stoffe: Die Teilchen von Wasserstoff, Stickstoff und Sauerstoff


Stoffebene makroskopische Betrachtung von Stoffen; Teil- (HNO-Regel), sowie der Halogene sind im elementaren
chenebene erklärt Bildungen von Stoffen und Verbindungen Zustand zweiatomige Moleküle (z. B. H2, Cl2, ...).
Reinstoff: R. haben bei gleichen Bedingungen (Temperatur, Atommodell
Druck) bestimmte qualitative (z.B. Farbe, Geruch, Ge- Im Periodensystem der Elemente (PSE), sind die Atomsorten
schmack, Aggregatzustand) und quantitative (z.B. Schmelz- so nach steigender Protonenzahl angeordnet, dass die Atome
und Siedetemperatur, Dichte) Eigenschaften. mit gleicher Anzahl von Außenelektronen (Valenzelektronen)
Chemische Verbindungen sind Reinstoffe, die sich in chem. in einer Gruppe untereinander stehen. Die Periodennummer
Elemente zerlegen lassen. gibt die Anzahl der durch die Hauptquantenzahl charakteri-
Chemische Elemente sind im PSE notierte Reinstoffe und sierten Hauptenergiestufen an.
lassen sich chemisch nicht weiter zerlegen. Elektronenkonfiguration: Atomarten der ersten und zwei-
Reaktionen: ten Periode des Periodensystems können durch Aufnahme
oder Abgabe von Elektronen in ihren Atomhüllen die gleiche
Chemische Reaktionen sind Stoff- und Energieumwandlun-
Anzahl und Anordnung von Elektronen wie die Edelgasatome
gen.
erreichen.
Physikalische Reaktionen sind Zustandsänderungen – keine
Elektrolyse: Die positiv geladenen Kationen (Mez+) werden
Stoffänderungen.
bei der Elektrolyse an der Kathode durch Aufnahme von E-
Die Synthese einer Verbindung ist eine Bildungsreaktion aus lektronen entladen. Die negativ geladenen Anionen (Xy–) wer-
zwei oder mehreren Reinstoffen. ! A + B → AB den bei der Elektrolyse an der Anode durch Abgabe von Elekt-
Die Analyse einer Verbindung ist eine Zerlegung in zwei oder ronen entladen.
mehrere Reinstoffe.! ! ! AB → A + B ! Kathode:! Mez+ + z e– !→ Me (↓)
Die Umsetzung ist die Umlagerung der Atome, bei der aus ! Anode:! Xy–! → X + y e–!
Verbindungen neue Verbindungen/Reinstoffe entstehen. Metalleatome sind Elektronendonatoren und werden
! ! ! ! AB + C → AC + B dann zu Kationen – besitzen also niemals eine negative
Energetik: Ladung.
Energie kann nicht verloren gehen oder aus dem Nichts ent- Elektronegativität (EN) drückt das Bestreben aus, bindende
stehen. Verschiedene Formen von Energie (Wärme, Licht, Elektronen an einen Bindungspartner zu ziehen.
innere Energie eines Stoffes, elektrische Arbeit, ...) können Bindungstypen
ineinander umgewandelt werden. Bindigkeit: Anzahl der Elektronenpaarbindungen, die ein
Die innere Energie ist der gesamte Energievorrat im Inneren Atom in einem Molekül ausbildet.
eines Systems [Ei] = 1kJ. Die Ionenbindung (ΔEN ≥ 1,7) sind die Wechselwirkungen,
Exotherme Reaktionen: die in Salzen als Anziehungskraft zwischen Kationen und Ani-
! ΔEi = Ei2 – Ei1 = ΔHR < 0 (↓) onen wirken.
– Energie wird vom System an die Umgebung abgegeben. Salze bestehen aus positiv geladenen Kationen (meist
Endotherme Reaktionen: Metallkationen) und negativ geladenen Anionen
! ΔEi = Ei2 – Ei1 = ΔHR > 0 (↑) Ionengitter: Regelmäßige Anordnung, Verband aus
– Energie wird vom System aus der Umgebung aufgenommen. Kationen und Anionen.
Katalysatoren begünstigen den Reaktionsweg derart, dass
Elektronenpaarbindungen (Atombindung) liegen in Mo-
eine niedrigere Aktivierungsenergie vonnöten ist. Der K. liegt
lekülen vor, die bindende Elektronen zwischen den Bin-
am Ende der Reaktion in unveränderter Form vor.
dungspartnern lokalisieren: ΔEN ≤ 0,5
Enzyme oder Biokatalysatoren aktivieren bestimmte chemi- ! => bindendes Elektronenpaar:
sche Reaktionen in Lebewesen.
In einer Einfachbindung liegt ein Bindungselektronen-
Formelsprache: paar, in einer Doppelbindung liegen zwei und in einer
Die Verhältnisformel gibt das Teilchenzahlenverhältnis in Dreifachbindung drei Bindungselektronenpaare vor.
einer bestimmten Verbindung an.
Molekül: Moleküle sind Atomverbände, die bei Elemen-
Die Molekülformel gibt an, wie viele Nichtmetallatome im ten aus gleichartigen Nichtmetallatomen (H2), bei Ver-
Molekül vorhanden sind. bindungen aus verschiedenartigen Nichtmetallatomen
Valenzstrichschreibweise: Durch Striche werden bindende (NH3) bestehen.
und nicht bindende Elektronenpaare symbolisiert. Polare Atombindungen liegen in Verbindungen vor,
Die Reaktionsgleichung gibt an, welche Teilchen in welchem bei denen gilt: 1,7 < ΔEN < 0,5
kleinstmöglichen Teilchenzahlenverhältnis miteinander rea- Metallbindung: Chemische Bindung, die in Metallen zwi-
gieren bzw. entstehen. Die Anzahl der Atome einer Atomsorte schen den positiv geladenen Metall-Atomrümpfen (Mez+) und
ist auf beiden Seiten der Reaktionsgleichung identisch. (Ent- dem Elektronengas wirken.
spricht dem Gesetz von der Erhaltung der Masse!)
Zusammengestellt in Anlehnung an: E. Brückl, H. Große, H. Schaschke, P. Zehentmeier, Elemente Chemie 9 Bayern | NTG, Ernst Klett Verlag, 1st ed., S. 6-9;
Grundwissen Ohm-Gymnasium, Erlangen.