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Service Training Elektronik Roland 900

Lackmodul

13 Lackmodul

13.1 Lackmodul mit Dosierwalze............................................

13.2 Lackmodul mit Kammerrakel..........................................

13.3 Magnetventilblock/Sensorik.............................................

13.4 Lackpumpen......................................................................

Data Base Documentation Erstellt am:13 September 1995


© MAN Roland A.G. Letzte Änderung:17 Juni 1998
Roland 900 Service Training Elektronik

Lackmodul

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Lackmodul

13.1 Lackmodul mit Dosierwalze

11 10 2
9

7 8 2 13
9

1
3

14
LACK1.PRZ

1 Gegendruckzylinder
2 Formzylinder
3 Transferter
7 Lackdosierwalze
8 Lackauftragswalze
9 Lackauffangwanne
13 Formzylinderwascheinrichtung
14 Druckzylinderwascheinrichtung

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Lackmodul

13.1 Lackmodul mit Dosierwalze

Konfiguration:
Vorwahl der Betriebsart über Menü „Allgemein”, „Service”, „Konfiguration”, Untermenü „Lackmenü”
(ändern nur mit Schlüsseldiskette):

Beispiel: Lackmenü:

Lackmodul 1 2

Betriebsart Rakel/Walze Lackwalze

Lackmodul mit GTW : + oder -


Lackmodul mit DZW : + oder -

LACKMENÜ1.PRZ

Bedienung:
- Druckmaschine befindet sich am Leitstand im Modus Auftragsvorbereitung oder DRUCKEN -

{ Im Menü „Vorwahl” ist eine Eingabezeile Lackbetrieb zu sehen, sie bedeutet:


Lackbetrieb + = nach Betätigung der Taste Arbeitsstellung (im Menü "Wasser/Farbe")
fährt die Lackdosierwalze in Arbeitsstellung,
das Anschießen der Lackauftragswalze ist möglich,
Druck An des Lackformzylinder ist möglich.

Lackbetrieb - = nach Betätigung der Taste Arbeitsstellung (im Menü "Wasser/Farbe")


fährt die Lackdosierwalze nicht in Arbeitsstellung,
das Anschießen der Lackauftragswalze ist nicht möglich,
Druck An des Lackformzylinder ist möglich.

{ Im Menü „Vorwahl” ist eine Eingabezeile Lackauftrag zu sehen, sie bedeutet:


Lackauftrag + = bedeutet automatisches ‘Anschiessen’ der Lackauftragswalze an den
Formzylinder bei Vorwahl Auto. Produktion.
Lackauftrag - = bedeutet kein ‘Anschiessen’ der Lackauftragswalze an den
Formzylinder bei Vorwahl Auto. Produktion.

{ Im Menü „Vorwahl”, Taste „Wasser/Farbe” erscheint, nur bei Vorwahl Betriebsart Rakel/Walze,
eine zusätzliche Zeile Lackierungsart, sie bedeutet:
LW = Lackwalzenbetrieb und
KR = Kammerrakelbetrieb (umschaltbar mit den +/- Tasten).

{ Im Menü „Vorwahl”,Taste „Wasser/Farbe” sind die Eingabezeilen Lackwalzen An und


Lackwalzen Ab zu sehen, sie bedeuten:
Lackwalze An = vorlackieren, d.h. 1 bis 9 Bogen vor Druck An zwischen Form- und
Gegendruckzylinder, wird die Lackauftragswalze an den Formzylinder
‘angeschossen’.

Lackwalze Ab = ablackieren, d.h. 0 bis 9 Bogen vor Druck Ab zwischen Form- und
Gegendruckzylinder, wird die Lackauftragswalze vom Formzylinder
‘abgeschossen’.

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Lackmodul

13.1 Lackmodul mit Dosierwalze

Dosierwalzenjustage:

Der Justiervorgang dient zum Festlegen des Arbeitsbereiches.

{ Im Menü „Allgemein”, „Service”, „Justage”, „Lack” wird die Oberfläche Dosierwalzenjustage


aufgerufen:

Verstellweg des Exenterlagers der Dosierwalze in mm

Position Ruhe- bzw. Nachtabstellung der Dosierwalze

Kisskontakt zw. Dosier- und Auftragswalze, Beginn des Arbeitsbereiches

99 0 Darstellung des Arbeitsbereiches (Stellweg der Dosierwalze = 0,3 mm),


entspricht im Menü „Wasser/Farbe” dem grünen Balken,
LACKMENÜ3.PRZ
99 = max. Lackmenge, 0 = min. Lackmenge

Siehe Menü „Wasser/Farbe”, Taste „Wasser/Lack”, Anwahl der Nummer des ‘Druckwerkes’ Lackmodul,
die beiden grünen Balken sind die Sollwert-Vorgabe [%] für die übertragbare Lackmenge.
Durch den sogenannten Kisskontakt, das ist die Berührungsposition zwischen Lackdosier- und
Lackauftragswalze, wird der Beginn des Arbeitsbereiches ermittelt.

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13.1 Lackmodul mit Dosierwalze

Einstellanweisung Dosierwalzenjustage:

Notwendig, da sich die Gummi-Oberfläche der Walze (Auftrags- oder Dosierwalze) über die Zeit abnutzt. Eine Überprüfung
sollte in regelmäßigen Abständen erfolgen (in Abhängigkeit von der Benutzerhäufigkeit).

1. Kontrolle der Parallelität der Lackauftragswalze (Stahlwalze) zum Formzylinder:

v ‘Gummituch’ des Formzylinders entnehmen.


v Druck An am zu überprüfendem Lackmodul aktivieren;
Nur im Ausnahmefall: Rundlauf der Lackauftragswalze testen (max. Rundlauftoleranz = 0,02 mm).
v parallelen Abstand Oberfläche Formzylinder zur Oberfläche Lackauftragswalze = 2,6 mm
(abhängig vom sog. Unterschnitt = 2,6 bzw. 3,2 mm {Sondermaß}) kontrollieren; mit den Kontrolluhren, falls
notwendig, nachstellen; Kontrolluhren aus Fassung entnehmen und auf Null stellen, Kontroll-
uhren in Fassung einsetzen; Abstand (A- und B-Seite) mit Kontrolluhren auf 0,3 mm
(entspricht Anzeige = 0,6) einstellen und an der Gewindestange die Muttern kontern.
v ‘Gummituch’ des Formzylinders einspannen.
2. Aufruf des Menüs zur Dosierwalzenjustage: siehe vorhergehende Seite.

3. Taste Freigabe am LEITSTAND betätigen, beide Motoren Dosierwalzenbeistellung (-M408 &


-M409) fahren (des angewählten Lackmodules) auf die Position Arbeitsbereich = 99%;
während des Fahrens der Motoren erscheint die Meldung ‘Justage aktiv’ und das Diagnosefeld
Bogenlauf wird rot, der Text Freigabe der Taste F10 verschwindet (Fahrtzeit bis zu 4 Min.).
Beim erstmaligen Einstellen fahren die Motoren auf einen vom LEITSTAND vorgegebenen
theoretischen Berührungspunkt.

4. Haben beide Motoren die Position Arbeitsbereich = 99% erreicht,


die Taste Vorwahl, Lackauftrag A-Seite oder B-Seite drücken (-A007),
die Tasten Einrichten minus und Einrichten plus werden freigeschaltet,
auf der 7-Segmentanzeige erscheint der aktuelle Sollwert [%].

5. Den Abstand zwischen der Dosier- und Aufragswalze auf der A- und B-Seite mit ‘Japanpapier’
(3/100 mm dick) kontrollieren (das ‘Japanpapier’ muß sich noch herausziehen lassen),
stimmt der Abstand nicht:
a) Taste Vorwahl, Lackauftrag anwählen auf deren Seite der Abstand nicht stimmt,
b) mit Taste Einrichten minus oder Einrichten plus Abstand korrigieren.

6. Soll die neue Einstellung gespeichert werden, muß sie mit der Enter-Taste am LEITSTAND
quittiert werden (Abspeicherung im EEPROM des Prozess-Racks Lackmodul).

7. In der Position Arbeitsbereich = 99% muß -S551 Endschalter Dosierwalze ist beigestellt = „1” sein.
Handterminal (HT) am Lackmodul anschließen, in activ-mode ‘umschalten’, im Menü 6,
Antrieb-Nr. 3 & 4 anwählen, Anzeige Sollwert: zwischen 6000 und 7800 Schritte;
den Sollwert um 300 Schritte verringern, das akustische Warnsignal muß ertönen und die
Lackpumpen würden Abschalten.
Kontrolle: In der Position Arbeitsbereich = 99% müssen sich die Lackpumpen
Einschalten lassen!

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Lackmodul

13.2 Lackmodul mit Kammerrakel

11 10 2
9

7 8 2 13
9

1
3

14
LACK1.PRZ

1 Gegendruckzylinder
2 Formzylinder
3 Transferter
9 Lackauffangwanne
10 Rasterwalze
11 Kammerrakel
13 Formzylinderwascheinrichtung
14 Druckzylinderwascheinrichtung

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Lackmodul

13.2 Lackmodul mit Kammerrakel

Konfiguration:
Vorwahl der Betriebsart über Menü „Allgemein”, „Service”, „Konfiguration”, Untermenü „Lackmenü”
(ändern nur mit Schlüsseldiskette):

Beispiel: Lackmenü:

Lackmodul 1 2

Betriebsart Rakel/Walze Kammerrakel

Lackmodul mit GTW : + oder -


Lackmodul mit DZW : + oder -

LACKMENÜ2.PRZ

Bedienung:
- Druckmaschine befindet sich am Leitstand im Modus Auftragsvorbereitung oder DRUCKEN -

{ Im Menü „Vorwahl” ist eine Eingabezeile Lackbetrieb zu sehen, sie bedeutet:


Lackbetrieb + = keine Bedeutung bei Betriebsart Kammerrakel.
Lackbetrieb - = keine Bedeutung bei Betriebsart Kammerrakel.

{ Im Menü „Vorwahl” ist eine Eingabezeile Lackauftrag zu sehen, sie bedeutet:


Lackauftrag + = bedeutet automatisches ‘Anschiessen’ der Rasterwalze an den
Formzylinder bei Vorwahl Auto. Produktion.
Lackauftrag - = bedeutet kein ‘Anschiessen’ der Rasterwalze an den
Formzylinder bei Vorwahl Auto. Produktion.

{ Im Menü „Vorwahl”, Taste „Wasser/Farbe” erscheint, nur bei Vorwahl Betriebsart Rakel/Walze,
eine zusätzliche Zeile Lackierungsart, sie bedeutet:
LW = Lackwalzenbetrieb und
KR = Kammerrakelbetrieb (umschaltbar mit den +/- Tasten).

{ Im Menü „Vorwahl”,Taste „Wasser/Farbe” sind die Eingabezeilen Lackwalzen An und


Lackwalzen Ab zu sehen, sie bedeuten:
Lackwalze An = vorlackieren, d.h. 1 bis 9 Bogen vor Druck An zwischen Form- und
Gegendruckzylinder, wird die Lackauftragswalze an den Formzylinder
‘angeschossen’.

Lackwalze Ab = ablackieren, d.h. 0 bis 9 Bogen vor Druck Ab zwischen Form- und
Gegendruckzylinder, wird die Lackauftragswalze vom Formzylinder
‘abgeschossen’.

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Lackmodul

13.2 Lackmodul mit Kammerrakel

Rasterwalze:

Die Rasterwalze ist auf der Oberfläche mit einer Keramikschicht versehen, in die mit Hilfe eines Lasers,
kleine ‘Taschen’ eingebracht worden sind.
Die in den ‘Taschen’ auf den Formzylinder übertragene Lackmenge, wird als Schöpfvolumen
bezeichnet.

Jede Rasterwalze wird mit einem Zertifikat ausgeliefert, aus der das Schöpfvolumen ersichtlich ist.

Rasterwalzen Varianten:

v 13 cm³/m² Schöpfvolumen nach Urmi, 80 Linien/cm (Standard)


v 9 cm³/m² Schöpfvolumen nach Urmi, 80 Linien/cm (Option)
v 15 cm³/m² Schöpfvolumen nach Urmi, 80 Linien/cm (Option)
v 18 cm³/m² Schöpfvolumen nach Urmi, 80 Linien/cm (Option)
v 20 cm³/m² Schöpfvolumen nach Urmi, 80 Linien/cm (Option)
v 6,5 cm³/m² Schöpfvolumen speziell für Auftrag von Goldlack, 130 Linien/cm (Option, für Doppellackmodul)

Wichtig: Die auf den Bedruckstoff übertragene Lackmenge, ist immer kleiner 50 % des
Schöpfvolumens der Rasterwalze!

Beim Wechseln der Rasterwalze die Oberfläche unbedingt schützen. Die Oberfläche
der Rasterwalze kann durch äußere mech. Einwirkungen leicht beschädigt werden und
ist dann unbrauchbar.

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Lackmodul

13.2 Lackmodul mit Kammerrakel

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Lackmodul

13.3 Magnetventilblock/Sensorik

Magnetventilblock -A011:

Ventil- Funktions -

position ort Funktion BMK Wo? Ruhepos ition Byte,Bit

1 GTW Gummituc h z y linder Waschkassette A n - / A b s c h w enken Y015 A - /B-Seite, innen eingefahren 19,6
2

3 DZ W Druckzylinder Waschkassette A n - / A b s c h w enken Y017 A - /B-Seite, innen eingefahren 20,2


4

6 Lackmodul Lackauftragsw alze An/Ab (oder Ras terw alz e ) Y057 A -/B-Seite, außen eingefahren 20,3
7 Lackmodul Kammerrakel A n s c h w enken Y122 A - /B-Seite, innen eingefahren 20,5
8 Lackmodul Kammerrakel A b s c h w enken Y121 A - /B-Seite, innen 20,4
9 DZ W W a s c h kassette A b s e n ken Y019 A - /B-Seite, innen ausgefahren 20,1
10 DZ W Waschkassette Anheben Y041 auf Quertraverse eingefahren 20,7
VENTIL.WK4

-Y121 und -Y122 sind beide über eine Luftleitung mit einem Druckminderer verbunden.
Der Druckminderer muß auf ca. 3 bar eingestellt werden. Ansonsten wird das Kammerrakel nicht richtig
an die Rasterwalze ‘angeschossen’.

1. Sensorik Kammerrakel:

-B139 Magnetschalter
Über die Auswerteeinrichtung -U010, Pin 7, wird eingelesen, daß das Kammerrakel
eingebaut ist.
-A548/3: Byte 1, Bit 7

-B131 Näherungsschalter Kammerrakel An-/Abgeschwenkt


-A548/4: Byte 5, Bit 1

2. Sensorik Lackwalzenbetrieb:

-S571 Endschalter Lackschwert eingebaut


Dieser Schalter wird über ein gerändeltes Handrad, Seitenständer B-Seite innen,
betätigt; wichtig ist, daß das Handrad bis zum Anschlag gedreht wird, ansonsten ist nicht
sichergestellt, das der Endschalter auch schaltet.
-A548/3: Byte 2, Bit 2

-S551 Endschalter Dosierwalze ist beigestellt (an Lackauftragswalze)


Diese Position wird durch eine Einbuchtung im Hebel zur exzentrischen Verstellung des
Dosierwalzenlagers B-Seite erfaßt und durch den Pos.Antriebsmotor betätigt.
In der Position Ruhe- bzw. Nachtabstellung ist das Signal „0”.
-A548/4: Byte 5, Bit 0
Schaltet der -S551 im Lackbetrieb (Lackauftragswalze in Arbeitsposition) von „1” nach „0”, ertönt ein Klingelsignal
und die Lackvorlaufpumpe -M204 schaltet ab. Siehe: Einstellanweisung Dosierwalzenjustage

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Lackmodul

13.3 Magnetventilblock/Sensorik

3. Sensorik Hilfsantrieb Dosier- und Auftragswalze:

-B133 Näherungsschalter Kupplungsüberlastung, Schutz für Dosier- und Auftragswalze das


Lack vorhanden ist.
Die beiden Walzen drehen sich mit unterschiedlicher Drehzahl, vorgegeben durch das
Getriebe Hilfsantrieb.
Bei Überlast, d.h. der Lack auf beiden Walzen ist angetrocknet, ist kein Schlupf
mehr vorhanden.
Die Dosierwalze dreht die Auftragswalze mit und der Überlastsensor
-B133 (nichtaktiv = „1”) wird durch Nocken (12 Stück über den Umfang verteilt) aktiviert.
-A548/4: Byte 6, Bit 0

Einstellanweisung:

1. Zum Austausch des Sensors -B133, Ölschmierung Aus, den Seitendeckel A-Seite demontieren,
die Kontermutter am -B133 nur ganz leicht lösen (max. halbe Umdrehung),
den -B133 aus der Überlastkupplung herausschrauben.
2. Den Abstand X mit einer Schieblehre ausmessen (ca. 36,5 mm).
3. Kontermutter auf das alte Maß X plus 0,1 mm auf den neuen -B133 aufschrauben, den Sensor
in die Überlastkupplung einschrauben bis die Kontermutter Kontakt mit der Oberfläche der
Überlastkupplung hat, Mutter kontern (möglichst nicht mehr als eine viertel Umdrehung), und mit
Loctite sichern!

Hilfsantrieb

-M410 Schneckenantrieb

Antriebszahnrad
Auftragswalze
Kontermutter
-B133
Formzylinder
X
Antriebszahnrad
Kontroll-LED
Dosierwalze

Überlastkupplung
mit Sensor -B133
Holzkeil

LACK2R900.PRZ

4. Funktionskontrolle:
- Hilfsantrieb -M410 Ausschalten. Das Antriebszahnrad Dosierwalze mit einem Holzkeil
klemmen!
- Bremse Hauptantrieb öffnen (-S010). Maschine vorsichtig per Hand vorwärts drehen.
- Ist das Antriebszahnrad Dosierwalze mit dem Holzkeil festgeklemmt, löst die Überlastkupplung
aus. -B133 = „0”, d.h. Byte 6, Bit 0 = „1”.
- Maschine per Hand solange drehen bis alle 12 Nocken den -B133 von „1” nach „0”
geschaltet haben (am -B133 an roter LED [geht aus, wenn Nocke Sensor bedeckt] ablesbar).
- Holzkeil entfernen!
- -M410 Einschalten, die 12 Nocken werden wieder in Grundstellung gedrückt!
Bremse Hauptantrieb schließen (-S010).

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Lackmodul

13.4 Lackpumpen
Der beigestellte Lackbehälter (zylindrisch, Edelstahl, ca. 0,5 m hoch, Verschlußkappe oben) ist ein
Druckausgleichsbehälter für Lacke mit unterschiedlicher Viskositäten.
Ohne diesen Behälter kann der Lack „pulsieren” und im Kammerrakel auch die dünnen Rakelbleche zum
schwingen anregen. Folge: ungleichmäßiger Lackauftrag.

-M204 und -M205 sind Einfachmembranpumpen.

X Rücklauf A-Seite
Y Rücklauf B-Seite

Vorlauf Lackmengen-
17.1 einstellung

-M204 -M391
Druckausgleichsbehälter
3~ 24VDC
aus Edelstahl

Ablaufrakel kann an der A- und B-Seite mit einem


Handrädchen an die Walzen (Dosier- und Auftragswalze)
beigestellt werden.

Lackschwert

Ablaufrakel Ablaufrakel

Rücklauf
17.2

-M205
X 3~ Y

Lack1.PRZ

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Lackmodul

13.4 Lackpumpen
Beschaltung des Lackpumpenverstellmotors -M391, 24VDC:

gelb

grün

orange

rot

braun

schwarz

grau

lila

blau

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Lackmodul

Wichtigsten Änderungen Doppellackmodul:

Im Transfermodul: 1. Bogenführungsbahnen, über 8-fach DA-Karte vom SPS-Rack LM1


mit Sollwert, Drehrichtung und Fehlermeldekanal versorgt
2. Pos.Antrieb Greiferaufschlagsleistenhöheneinstellung, versorgt
über Endstufe im Prozeß-Rack LM1
3. OPTION: DZW

Im Lackmodul: 1. zusätzliche MMS und Schütze (s. Stromlaufplan 0 39E 0194 38)
2. Neuer Magnetsicherheitsschalter -U010, max. 5 Auswerteschalter
anschließbar, durch Signal ,Betreibsbereit; 2-kanalige Auswertung
3. Frequenzgeregelte Lackpumpen (LUST), Sollwert, Drehrichtung und
Fehlermeldekanal über 8-fach DA-Karte vom SPS-Rack, Entfall der
bisherigen 4-kanal AD-Karte
4. zusätzliche 8-fach DA-Karte im SPS-Rack
5. zusätzliche Endstufe im Prozeß-Rack

Transfermodul:
- ELTOSCH-Trockner auf MAN-Roland Unterteil (Transferter & Gegendruckzylinder);
Ölumlaufschmierung: Versorgung über Schmiermodul LM1,
- Schmierung Greiferöffnungskurven: Versorgung über Schmiermodul LM1 (zusätzliche Ausgänge an
Fettpumpe);
- am Ende der ‘aufwärtsgehenden’ Bogenführungsbahn ist eine Saugleiste integriert, ist z.Zt. Option, soll
aber in die Serie eingehen (ab Serie 9xx), gilt für DWs&Transferter&LMs;
dazu gibt es auf der A-Seite ein zusätzliches Rohr (Saugluft), deren Luft von in Serie geschalteten
Gebläsen (Leistungserhöhung) erzeugt wird (Gebläseanzahl abhängig von Zahl der DWs/LMs);
- hat keine Seiten-, Umfang- und Schrägregeister Einstellung!!!
- optionelle DZW!!!! = identisch mit DZW der DWs

Lackmodul:
- am Ende der ‘aufwärtsgehenden’ Bogenführungsbahn ist eine Saugleiste integriert, ist z.Zt. Option, soll
aber in die Serie eingehen (ab Serie 9xx), gilt für DWs&Transferter&LMs;
dazu gibt es auf der A-Seite ein zusätzliches Rohr (Saugluft), deren Luft von in Serie geschalteten
Gebläsen (Leistungserhöhung) erzeugt wird (Gebläseanzahl abhängig von Zahl der DWs/LMs);
- 2 zusätzliche Bedienungstasten im -A007;
Taste [8.7] ‘GTW An-/Abschwenken’ ab Serie 919 Standard,
Taste [7.3] ‘Spülen’ als Option ab Serie 9xx??????
- Neue Lackpumpen = Schlauchpumpen (amerik. Firma), frequenzgeregelt (LUST);
Möglichkeit zum Spülen der Schläuche und Pumpen, Lack kann durch Drehrichtungsumkehr (Vorlauf)
zurückgesaugt werden und ist nicht mehr als”Verlust” zu betrachten
- neue Magnetschalter (Lackwalzen Betrieb, Entfall ‘Rasterrad’ zur Erkennung Endschalterbetätigung
„Lackschwert” eingelegt) für Auswerteeinrichtung -U010, „Empfänger” auf der B-Seite innen (in der
Nähe des Steckers für den Magnetschalter Kammerrakel),
ab Serie 919 auch für Standard-Lackmodul geändert
- als Option: Formzylinderblasvorrichtung (zur Verbesserung der Bogenführung bei kritischen
Bedruckstoffen),
dadurch Entfall der Druckzylinderblasvorrichtung,
1 Blaskasten (z.Zt. mit einstellbaren Düsen, ähnlich PKW Scheibenwaschdüsen) an der
Position Druckzylinderblasvorrichtung und 1 Blaskasten über dem Gegendruckzylinder
somit ‘hinter’ dem Formzylinder,
beide Blaskästen können über zwei Druckregelventile eingestellt werden und
beinflussen sich gegenseitig!!
separates Gebläse.

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Lackmodul

Spülvorrichtung der Schläuche und Lackpumpen am 16.06.98 noch nicht in der ‘endgültigen’
Ausführung, deshalb gibt es noch keine Zeichnungen (MRg sagt in ca. 2 Wochen!!)

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