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Service Training Elektronik Roland 900

Allgemeine Funktionen
Funktionen 8

8 Allgemeine Funktionen

8.1 Verschutzung........................................................................

8.2 Öl- und Fettschmierung.........................................................

8.3 Luftversorgung.......................................................................

Data Base Documentation Erstellt am:13 September 1995


© MAN Roland A.G. Letzte Änderung:28 April 1998
Roland 900 Service Training Elektronik

8 Allgemeine Funktionen

Data Base Documentation Erstellt am:13 September 1995


© MAN Roland A.G. Letzte Änderung:28 April 1998
Schutz Nr. Bezeichnung Stromlauf- Stop Tippen Tippen Schleich- Tippen Tippen
plan- Maschine Vor Zurück gang wegbegr. wegbegr.
bezeichnung Vor Zurück
1 Schutz vor Platten-/Gummituchzylinder Auslegerseite S526 x x x x
2 Klappschutz vor Farbwerk Auslegerseite S527 x x x
x x

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3 Schwenkschutz vor Farb-/Feuchtwerk Anlegerseite S515 x
4 Klappschutz Auslage (Schutzscheibe) S633 x x x
5 Einlaufschutz Auftragswalze/Plattenzylinder Auslegerseite S516 x
6a Einlaufschutz zwischen Platten-/Gummizylinder, rückwärts S517 x x x

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6b Einlaufschutz zwischen Platten-/Gummizylinder S518 x
7 Einlaufschutz zwischen Druck-/Gummizylinder S525 x
8 Einlaufschutz vor Druckzylinder Transferter S519 x
9 Klapptritt über Druckzylinder (Maschinendurchgang) S520 x x x x
10 Klapptritt über Transferter (Maschinendurchgang) S521* x x x
11 Klapptritt Anlage (Schwenktritt vor Feuchtwerk DW 1) S528 x
12 Klappschutz Anlage (Schwenkschutz über Anlage) S514 x x x
13 Klapptritt über Auslegertrommel (Maschinendurchgang) S521* x x x
14 Schwenktür Ausleger B-Seite (nicht bei LV) S631 x
15 Saugbändertisch in Arbeitsstellung S827 x x x
16 Schwenktür Ausleger B-Seite (bei LV) S503 x
17 Schiebeschutz über den Walzen (Lack) S566 x x x
18 Schutz über Formzylinder S569 x x x x
19 Schutz über Lackauftragswalze S572 x x x
20 Schutz vor Formzylinder S565 x
21 Einlaufschutz zwischen Auftragswalze (Lack) und Formzylinder S564 x
22 Endschalter Lackschwert eingebaut S571 x
23a Einlaufschutz vor Druck-, Formzylinder S570** x
23b Einlaufschutz vor Druckzylinder und Auslegertrommel S570** x
24 Lackwanne eingeschoben S563 x
25 Endschalter Kammerrakel ist eingebaut B139 x

Letzte Änderung:28 April 1998


Erstellt am:13 September 1995
26 Schutz vor Mannloch S901 x
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Funktionen
Allgemeine Funktionen

* beide Klapptritte aktivieren einen Schalter

VERSCH1.PRE
** beide Einlaufschutze aktivieren einen Schalter

LV = Lack/Verlängerung DW = Druckwerk
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8.1 Verschutzung
8
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8 Allgemeine Funktionen

8.1 Verschutzung

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Funktionen 8

8.1 Verschutzung

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Ölschmierung Druckwerke und Lackmodul (-A015) :

Die Ölschmierung versorgt alle Schmierstellen innerhalb der Schutzrahmen und in den Seitenständern mit Öl.
Es ist eine offene Ölumlaufschmierung, mit je einem Modul pro Druckwerk und Lackmodul.
Das Modul besteht aus: Ölbehälter, Pumpe, Saugsieb, Druckfilter und Funktionskontrolle.

A-Seite: der Schutzrahmen ist als Ölraum ausgebildet;


B-Seite: Schmierstellen mit festen Anschlüssen für Zu- und Ablauf.
Von der B-Seite wird das Öl über ein Rohr in den Ölraum der A-Seite geleitet.

8.2 Öl- und Fettschmierung

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Druckfilter mit Überwachung

abschraubbarer Deckel
max. 580

max. Ölstand 210

158,5
242
270

85 Grad

Saugsieb einstellbare Füße

Niveaufühler

Magnetpumpe Entlüfter Elektro-Verteiler

Ölrücklauf-
stutzen
340
170

Unterdruckschalter Ölpumpe
max. 810

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8.2 Öl- und Fettschmierung

Öldruckschalter (-F003):
Ein Druckschalter überwacht den Öldruck der Druckwerke (B-Seite), des Lackmodules (B-Seite) und
des Auslegers (A-Seite).
Es ist ein Membrandruckschalter (Schließer). Ansprechdruck: 0,4 bar +10% fallend,
0,5 bar +10% steigend..
Input : -A350, Byte 4, Bit 6.

Saugsieb und Druckfilter haben eine Zustandsüberwachung.

Saugsieb (-F004): filtert das Öl vor der Pumpe und schützt sie vor Blockade und Verschleiß;
es kann bis zu 10x gereinigt werden, danach muß es getauscht werden.
Die Verschmutzung des Saugsiebes wird durch Erfassung des max. Unterdruckes
in der Saugleitung durch einen Unterdruckschalter (Öffner) erkannt.
Input : -A350, Byte 10, Bit 3.
Druckfilter (-F005): reinigt das Öl vor Eintritt in die Maschine und schützt vor Verschleiß; es besteht aus
Filterkopf mit Druckdifferenzüberwachung (Öffner), Filterglocke und auswechselbarem
Filterelement.
Die Filterglocke ist zum Wechseln des Filterelementes ohne Werkzeug demontierbar.
Das Filterelement muß nach Überschreiten des Differenzdruckes gewechselt werden!
Input : -A350, Byte 10, Bit 2.

Elektroverteiler: Belegung der Steckplätze: 1 = Hubüberwachung Magnetpumpe (-B129)


(wasserdichter 8-fach Verteiler) 2 = Niveauüberwachung Magnetpumpe (-B130)
3 = Unterdruckschalter in der Saugleitung (-F004)
4 = Differenzdruckschalter Druckflter (-F005)
6 = Hubmagnet Magnetpumpe (-Y123)
z.B.: Steckplatz 4

Stecker 1...8 (-A347) :

8 6 4 2 Pin 1, 0V Pin 5, PE
X9
(16-polig)
Pin 3, -24V

7 5 3 1 Pin 4, Signal
-A347

Stecker X9 (-A347) :
N
Y -Y123

1
0V
2 12 10
-24V X

3 9
-F005
4 14 8
-B129
PE 7 -F004
-B130 6

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8.2 Öl- und Fettschmierung

Der Ölstand wird mit einem Niveauschalter im Ölbehälter des letzten Druckwerkes oder Lackmoduls überwacht.
Im Tauchrohr sind 3 Reed-Kontakte, die von einem Schwimmer geschaltet werden.
Alle Input: -A353, Byte 7, Bit 0..2.

mittleres Niveau -S640


maximales Niveau -S641
minimales Niveau -S637

1 2 3 4

2 -24V

3 1
4

-A370

Öleinfüllen und Ölablassen erfolgt über eine Pumpe (-M208), die mit einem Schlauch an den Ölrücklauf der
Auslegertrommel angeschlossen ist.
Die Ölwechselpumpe befindet sich unter der Treppe des Auslegers auf der A-Seite.
Output : -A353/13, Byte 17, Bit 2 (leeren) und Bit 3 (füllen).

Befüllen: Pumpe dreht in Gegenuhrzeigerrichtung, bei Blick auf den Lüfter;


in 'VORWAHL' Funktion "Befüllen Druckwerke" anwählen.

Beim Erreichen des max. Füllstandes im letzten Modul, schaltet der Niveauschalter die Pumpe zunächst AUS.
Da das letzte Modul zuerst befüllt wird, braucht es Zeit, bis zum Niveauausgleich des Öles mit den
anderen Modulen. Durch den im letzten Modul sinkenden Ölstand, schaltet der Niveauschalter die Pumpe
wieder EIN. Dieser Vorgang wiederholt sich solange, bis in allen Modulen das gleiche Ölniveau (max. Füllstand)
ansteht. Die Pumpe schaltet dann nicht mehr EIN.

Entleeren: Pumpe dreht in Uhrzeigerrichtung, bei Blick auf den Lüfter;


in 'VORWAHL' Funktion "Entleeren Druckwerke"anwählen.

Ölwechselintervall: - bei Neuaufstellung nach 200 Betriebsstunden,


- bei BETRIEB nach 2000 Betriebsstunden (kann nach Untersuchung verlängert werden).

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8.2 Öl- und Fettschmierung

Schmierung Greiferkurven:
Die Kurvenschmierung versorgt die : - Kurven der Greifersteuerung des Vorgreifers
- der Anlagetrommel
- des Transferters
- des Druckzylinders
- der Auslegertrommel
- die Steuerkurven der Vorder- und Deckmarken.
Die Kurvenschmierung ist eine Verlustschmierung.
Auf jedem Ölbehälter ist eine Magnetdosierpumpe, die den Schmierstoff zum zugehörigen Druckwerk befördert.
Überwacht werden der Füllstand im Schmierstoffbehälter (-B130) und der Hub des Kolbens (-B129).
Input : -A350, Byte 10, Bit 1 (-B130) und 0 (-B129);
-A548, Byte 5, Bit 4 (-B130) und 3 (-B129).
Hubüberwachung (-B129): * (s. folgende Seite)
(- Ruhestellung Pumpenkolben:
3 nach 4 geschlossen = grüne LED leuchtet;
Niveaukontrolle (-B130): - Endstellung Pumpenkolben:
(geschlossen, wenn Füllstand o.k.) 2 3 nach 4 offen = rote LED leuchtet, grüne LED aus.)
3 1

1 2 3 4 4 1 2 3 4

Reedkontakt
gr

Hilfskontakt
Hubmagnet

rt

Hubüberwachung
Schmiermittelbehälter
(0,5 l) Niveauüberwachung

Output :
-A350 (+BA, +Cx), Byte 19, Bit 5
-A548 (+Jx), Byte 21, Bit 5

Auslaß Schmierstelle

Hubmagnet

Alle 3000 Maschinenumdrehungen wird ein Schmierimpuls ausgelöst.


Gezählt werden die Umdrehungen der Maschine bei : BETRIEB, SCHLEICHGANG, TIPPEN VOR.
Die Werte für den Schmierimpuls können zwischen 500 und 8000 mit der Saalmeisterdiskette verändert werden;
Default: 3000.
8.2 Öl- und Fettschmierung
Der erste Schmierimpuls wird bei BETRIEB nach Einschalten Hauptschalter ausgeführt;
dabei erfolgen die Befehle: - Magnet Dosierpumpe (-Y123) EIN,
- Zählwerk für Intervall auf "0",
- Zählwerk für Überwachung auf "0",
- nach 3 sec. Magnet Dosierpumpe (-Y123) AUS. OEL4.PRE

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Funktionen 8

8.2 Öl- und Fettschmierung

Schmierung Kettenschienen:
Die Kettenschmierung ist eine Verlustschmierung.
Am Seitenständer A-Seite außen ist eine Magnet-Dosierpumpe befestigt. Die Nachfüllung des Schierstoff-
behälters (ab Serie 913: 1,5 l) über einen Revisionsdeckel.
zum Auffangen des überschüssigen Schmierstoffes, sitzen auf der A- und B-Seite unterhalb der Kettenschienen
Auffangbehälter (2,5 l). Die Behälter sitzen auf einer Traverse (unterhalb der Abnahmetrommel) und
sind über eine Revisionstür von der B-Seite her zugänglich.
Überwacht werden der Füllstand im Schmierstoffbehälter (-B130) und der Hub des Kolbens (-B129).
Input : -A353, Byte 12, Bit 3 (-B130) und 2 (-B129).
Hubüberwachung (-B129): *
(- Ruhestellung Pumpenkolben:
3 nach 4 geschlossen = grüne LED leuchtet;
Niveaukontrolle (-B130): - Endstellung Pumpenkolben:
(geschlossen, wenn Füllstand o.k.) 2 3 nach 4 offen = rote LED leuchtet, grüne LED aus.)
3 1
1 2 3 4 4 1 2 3 4

Reedkontakt
gr

Hilfskontakt
Hubmagnet

rt

Alle 120 Maschinenumdrehungen wird ein Schmierimpuls ausgelöst, bei vorhandenem Trockner alle 60 Umdr.
Gezählt werden die Umdrehungen der Maschine bei : BETRIEB, SCHLEICHGANG, TIPPEN VOR.
Die Werte für den Schmierimpuls können zwischen 50 und 2000 mit der Saalmeisterdiskette verändert werden;
Default: 60.
Der erste Schmierimpuls wird bei BETRIEB nach Einschalten Hauptschalter ausgeführt;
dabei erfolgen die Befehle: - Magnet Dosierpumpe (-Y123) EIN,
- Zählwerk für Intervall auf "0",
- Zählwerk für Überwachung auf "0",
- nach 3 sec. Magnet Dosierpumpe (-Y123) AUS.

*
Hubüberwachung auf Störung Ursache Behebung

rote und grüne LED aus keine Stromversorgung elektrische Anschlüsse überprüfen

Hubüberwachung defekt Dosierpumpe wechseln

rote LED leuchtet nicht, wenn Magnet ohne Strom Stromversorgung überprüfen
Hubmagnet erregt
Ein-/Auslaß oder Schmierleitung Verschluß entfernen
verschlossen

Magnet defekt Dosierpumpe wechseln

Kolben verklemmt

rote LED leuchtet noch, wenn Kolben wird durch Feder nicht
Hubmagnet nicht erregt in Ausgangstellung geschoben

Hubüberwachung defekt

OEL5.PRE

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8.2 Öl- und Fettschmierung

Schmierung Ausleger :

Die Auslegerschmierung versorgt alle Schmierstellen des Getriebes der Abnahmegreifer-Steuerung.


Es ist eine offene Ölumlaufschmierung.
Das Modul besteht aus: Ölbehälter (A-Seite, rechts oben, neben Ausleger-Hauptstapelmotor), Pumpe (-M206),
Saugsieb, Druckfilter und Funktionskontrolle.

Öldruckschalter (-F003) :
siehe Beschreibung 'Ölschmierung Druckwerke und Lackmodul';
Input : -A353, Byte 12, Bit 4.

Saugsieb (-F004) :
siehe Beschreibung 'Ölschmierung Druckwerke und Lackmodul';
Input : -A353, Byte 12, Bit 1.

Druckfilter (-F005) :
siehe Beschreibung 'Ölschmierung Druckwerke und Lackmodul';
Input : -A353, Byte 12, Bit 0.

Der Ölstand wird mit einem Niveauschalter (-S636) im Ölbehälter überwacht. Der Stecker befindet sich am Öltank
hinter der Seitenverkleidung A-Seite, Blickrichtung Bogenentnahme Auslage.
Im Tauchrohr sind 2 Reed-Kontakte, die von einem Schwimmer geschaltet werden.
Input : -A353, Byte 12, Bit 5 (min. Niveau) & Bit 6 (max. Niveau).

maximales Niveau
minimales Niveau

1 2 3 4

-24V
2
3 1
4
-S636

Zum Befüllen ist in die Saugleitung ein Kupplungsstück eingebaut, nach Auftrennen der Kupplung wird das eine Ende
in das Frischöl eingetaucht, das andere Ende ist an die Pumpe (-M206) angeschlossen.
Durch setzen des
Output: -A353/13, Byte 17, Bit 4,
wird mit der Pumpe -M206 Öl eingefüllt. Zum Ablassen dient ein Stopfen im Öltank.

Ölwechselintervall: im Betrieb nach 2000 Betriebsstunden (kann nach Untersuchung verlängert werden).

Schmierung Abnahmegreifer :

Mit der Fettpresse werden über Schmiernippel alle 500 Betriebsstunden die Abnahmegreifer und Lager der
Steuerwellen abgeschmiert.
Die Halteleisten der Schmiernippel sitzen auf der vorderen Traverse, Blickrichtung Bogenentnahme Auslage.

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Funktionen 8

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8.3 Luftversorgung

Hauptluftversorgung :

Die Luftversorgungsaggregate für Blasluft und Saugluft werden generell über Schütze eingeschaltet.
Die Motoren sind in Dreieckschaltung angeschlossen.

Es werden folgende Luftversorgungsaggregate benötigt:

- Druckzylinderblasvorrichtung (-M102),
- Ausleger Blasluft Blasrahmen (-M104),
- Ausleger Saugluft Saugleiste und Saugkammer (-M105),
- Ausleger Bogenglätter (-M106),
- Anleger Blasluft (-M200),
- Anleger Saugluft und Seitenziehmarke (-M120),
- Anlage Blasluft und Seitenbläser (-M119).

Da leistungsstärkere Drehstrommotoren beim Anlaufen in Dreieckschaltung einen großen Strombedarf


haben, werden sie über ein Sanftanlaufgerät (-G001) mit reduziertem Anlaufstrom gestartet, dies sind:

- Anleger Blasluft (-M200) über -K027;


- Druckzylinderblasvorrichtung (-M102) über K031,
aber nur bis Maschinengröße: R902 - R907
R902L - R906L.

Alle anderen Drehstrommotoren werden direkt über das Netzschütz eingeschaltet.

Kurzbeschreibung der eingesetzten Luftversorgungsaggregate:

{ Druckzylinderblasvorrichtung
Die Druckzylinderblasvorrichtung soll verhindern, daß der Bogen am Gummituchzylinder
anschlägt. Der Bogen wird an den Gegendruckzylinder geblasen.
Für Maschinen R902, R902L und R903 werden Seitenkanalverdichter eingesetzt;
für Maschinen R902 - R907 und R902L - R906L Radialgebläse (n = const.),
für Maschinen R907L, R908 und R908L Radialgebläse (n = frequenzgesteuert).

Radialgebläse (n = const.):
über eine einstellbare Drosselklappe muß die Stromaufnahme ermittelt werden,
dazu mit einem Zangenamperemeter die Stromaufnahme zum Motorschutzschalter
messen und über die Drosselklappe auf den Nennstrom (Typenschild) einstellen.

Output : -A354/13, Byte 17, Bit 4 schaltet -K032.

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8.3 Luftversorgung
Bild1: Seitenkanalverdichter
MRB Typenschild

Druckanschluß
Sauganschluß

Bild2 : Radialgebläse

Typenschild mit
MRB Sachnummer

2 Verschraubungen PG 21
Druckanschluß

Ansaugöffnung

{ Ausleger Blasluft Blasrahmen

Ein Seitenkanalverdichter versorgt den Blasrahmen mit Blasluft.


Mit einem Drucksicherheitsventil (+230 mbar) ist das Gebläse vor Überlast geschützt.

Output : -A354/13, Byte 18, Bit 0 schaltet -K043.

{ Ausleger Saugluft Saugleiste und Saugkammer

Ein Seitenkanalverdichter (2x saugseitiger Anschluß) versorgt die Saugleiste und die
Saugkammer mit Saugluft.
Mit einem Vakuumsicherheitsventil (-160 mbar) ist das Gebläse vor Überlast geschützt.

Output : -A354/13, Byte 18, Bit 3 schaltet -K011.

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8.3 Luftversorgung
Bild3 : Seitenkanalverdichter (2x Sauganschluß)

2 1

1 2

1 = Druckanschluß (2x)

2 = Sauganschluß (2x)

{ Ausleger Bogenglätter

Ein Seitenkanalverdichter versorgt den Bogenglätter mit Saugluft. Der Bogenglätter ist bei
jeder Maschineninstallation unter dem Treppenaufgang A-Seite am Ausleger aufgestellt.

Output : -A354/13, Byte 17, Bit 6 schaltet -K011.

{ Anleger Blasluft

Ein Drehschieber bzw. Vielzellenverdichter versorgt den Anleger mit Blasluft.


Eingestellt wird er auf 1000 mbar (entspricht max. Belastung).

Output : -A354/13, Byte 18, Bit 5 schaltet -K028.

Bild4 : Drehschieber bzw. Vielzellenverdichter

3 3

1 = Druckanschluß
2 = Drucksicherheitsventil
3 = Gummi-Metall-Puffer
1

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Funktionen 8

8.3 Luftversorgung

{ Anleger Saugluft und Seitenziehmarke

Ein Drehschieber bzw. Vielzellenverdichter versorgt den Anleger mit Saugluft und die
Seitenziehmarke mit Saugluft.

Output : -A354/13, Byte 18, Bit 1 schaltet -K044.

Bild 5 : Drehschieber bzw. Vielzellenverdichter

3
1

1 = Sauganschluß
3 = Gummi-Metall-Puffer
4 = Vakuumregulierventil

{ Anlage Blasluft und Seitenbläser

Ein Drehschieber bzw. Vielzellenverdichter versorgt die Anlage mit Blasluft und die
Seitenbläser mit Blasluft.

Output : -A354/13, Byte 17, Bit 5 schaltet -K030.

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8.3 Luftversorgung

KIMO- Sanftanlaufgerät

1 Hauptschütz Sanftanlaufgerät 5 Anlaufschütz Pumpe EIN


-K055 EIN
6 Hochlauf beendet
2 Stromgrenze wählen Mögliche Fehler:
- Stromgrenze nicht unterschritten
nach 10 Sekunden
3 Freigabesignal
7 Netzschütz Pumpe EIN
4 Meldung eingeschaltet
Mögliche Fehler:
- Unterspannung an T1,T2, T3
8 Anlaufschütz Pumpe AUS
- Phasenausfall
- Linksdrehfeld 9 Alle Steuerausgänge AUS,
weiter bei Punkt 2 für nächste
Pumpe, sonst -K055 AUS

L1
L2
L3

-K055 5
1
8
-A354/13, Byte 17, Bit 2

M
3~
R1..R2..R3
2
-A354/9, Byte 12, Bit 4..5..6
KIMO
FG (V6)
3
-A354/9, Byte 12, Bit 3

ME MH
(V1) (V2)

-A354/3, Byte 2, Bit 4 4 6 -A354/3, Byte 2, Bit 5

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Funktionen 8

8.3 Luftversorgung

Sanftanlaufgerät (KIMO)

L1 L2 L3 L1, L2, L3 = Spannungsversorgung


T1, T2, T3 = Ausgangsspannung
F1 F3 F1, F2, F3 = Sicherungen 2A

T1 F2 T2 T3 ME = Meldung eingeschaltet
MH = Meldung Hochlauf beendet
BH = "Befehl" Hochlauf (5 u. 6 gebrückt)
BF = "Befehl" Freigabe (7 u. 8 gebrückt)
SW = Stromistwert
(2Veff = Nennstrom )

K1 = Relais für MH
1001-601-04
K2 = Relais für ME

Poti M = Einschaltmoment 0%...100%


Poti H = Hochlauframpe 0,8s....8s
Poti B = Strombegrenzung Anlauf
1008-601-00 40%.....400%
Poti A = Auslauframpe 8s.....0,8s

K2 K1 V1 = leuchtet bei ME
V2 = leuchtet bei Hochlauf Ende
X2 V3 = blinkt bei : - Unterspannung
V1 V2 V5 V6
- Phasenausfall bei
Einschalten
M H B A
V3 V4 V4 = leuchtet bei Rechtsdrehfeld
1 2 3 4 X2 5 6 7 8 9 10 V5 = nur aus bei Auslauf und Bremsen
ME MH
V6 = leuchtet bei Freigabe
BH BF SW
X2 = Steckerverbindung der Platinen

1008-601-00 ME = Meldung eingeschaltet


MH = Meldung Hochlauf beendet
R1 = Stromgrenze 105A
R2 = Stromgrenze 70A
R3 = Stromgrenze 50A
ME MH R1 R2 R3 FG R1, R2, R3 = aus (Stromgrenze 150A)
AMP Latch
X2 FG = Freigabe
10 polig

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8.3 Luftversorgung

Druckluftversorgung

Die Maschinenpneumatik ist auf p = 6 bar ausgelegt.


Die Druckluftversorgung wird für die Druck An-/Abstellung, sowie zur Versorgung des Magnetventil-
blockes an den Drucktürmen benötigt.

Schema der Druckluftverteileranlage:

Druckluftkessel

Pneumatikzylinder
Wartungseinheit Druck An/Ab

Ringleitung

Kompressor

Kondensat Sammelbehälter Magnetventilblock


automatische Kondensatentleerung

Volumen Druckluftkessel: R902 - R905 = 250 Liter und


R906 - R908 = 350 Liter.
Aufstellungsort: stehend, auf der A-Seite letztes Druckwerk. Ein Sicherheitsventil (Deckel) = 16 bar,
schützt vor Überschreitung des zulässigen Höchstdruckes.

Bei hauseigener Druckluftversorgung müssen mindestens


390 Liter/min. für R902 - R905 und
510 Liter/min. für R906 - R908
zur Verfügung stehen. Die Zuleitung soll möglichst kurz (Kondenswasserbildung) und kann in verzinktem
Gasrohr, PA-Rohr oder Gewebeschlauch ausgeführt sein.

Serienmäßig steht der Kompressor auf der A-Seite des letzten Druckwerkes, bester Temperaturbereich
ist zwischen +10 und +25 Grad C (sowie trocken, frostsicher, staubfrei).

Der Druckschalter (am Kessel) ist über eine Steuerleitung mit dem Kompressor verbunden.
Die Schaltgrenzen sind: - Einschaltdruck = 11,5 bar
- Auschaltdruck = 14,5 bar.

Die automatische Druckluftbehälter-Entwässerung wird von der MMS stündlich für 15 sek. angesteuert.
Output : -A353/13, Byte 18, Bit 7 schaltet -Y038 (Kondensatablaßventil).

Data Base Documentation Erstellt am:13 September 1995


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Allgemeine Funktionen
Funktionen 8

8.3 Luftversorgung

Das Druckregelventil für den Kondensatablaß wird auf 2 bar eingestellt.


Die Wartungseinheit befindet sich auf der B-Seite, im Verteilerkasten zwischen letztem Druckwerk/Lack-
werk und Ausleger.

Wartungseinheit -A333 :

Kugelhahn
3/2 Wegeventil (mech. Absperrung)
Druckluft
Druckregelventil abstellen
Manometer
Filterregler mit
Kondensatabscheider

Überwachung
Luft 'EIN' Luftaustritt bei
min. Luftdruck
'Maschine Aus'
Luft 'AUS'
Ablaßventil,
muß immer geöffnet sein

Eingestellter Betriebsdruck = 6 bar.


Der Filterregler regelt die zugeführte Druckluft auf den eingestellten Betriebsdruck, gleicht Druckschank-
ungen aus und hat ein automatisches Kondensat-Ablaßventil.
Dieses Ventil ist Druck- und Kondensatwasserstand gesteuert und benötigt einen Mindestdruck von 1,5
bar um arbeiten zu können.
Das Ablaßventil muß immer offen sein. Der Ablaßschlauch wird auch in den Kondensat-Auffang-
behälter geführt.

Input : -A353/7, Byte 10, Bit 1 von -F006 (Überwachung minimaler Luftdruck).

Der minimale Luftdruck soll 4,5 bar nicht unterschreiten.

Ein 3/2 Magnet-Wegeventil führt der Maschine Druckluft zu, bei Hauptschalter EIN und
läßt die restliche Druckluft aus der Maschine entweichen, bei Hauptschalter AUS.
Dieses Ventil ist direkt an 0V bzw. -24V (-A334, X 53) angeschlossen.

Data Base Documentation Erstellt am:13 September 1995


© MAN Roland A.G. Letzte Änderung:28 April 1998
Roland 900 Service Training Elektronik

8 Allgemeine Funktionen

8.3 Luftversorgung

Magnetventilblock -A004

Der Magnetventilblock befindet sich auf der B-Seite unterhalb des Fußtrittes rechts.
Er besteht aus einem Gußelement, mit dem maximal 24 Ventile angesteuert werden können.
Die Erregerspulen sind im Servicefall einzeln austauschbar.
Der MV-Block ist in einer Ringleitung mit der Druckluftversorgung der Maschine verbunden.

Ventilbelegung:

Ventil- Funktions-

position ort Funktion BMK Wo? Ruheposition Byte/Bit

1 Farbw erktrennung Y 001 B-Seite, außen ausgefahren 17,0


2 Farbw erk Farbauf tragsw alzen A n/A b Y 002 A -/B-Seite, innen ausgefahren 17,1
3 Farbw alzenw aschvorrichtung Rakel A n /A b Y 003 A -/B-Seite, innen eingefahren 17,2
4 Feuc h tduktorantrieb Kupplung Ein-/A usschalten Y 004 B-Seite, außen ausgeschaltet 17,3
Dos ierw alzenantrieb Ein-/A u s kuppeln

5 Feuchtw erk Feuchtauftragsw alz e A n /A b Y 005 A -/B-Seite, auß e n eingefahren 17,4


6 Feuchtdosier w alze von Feuc h tduktor A n/A b Y 006 A -/B-Seite, auß e n eingefahren 17,5
Brücken- & Tandemw alze von Feuchtauftragsw alz e A n /A b

7 Brückenw alze von Farbauftragsw alze A n/A b Y 007 A -/B-Seite, auß e n eingefahren 17,6
8 A n trieb Feuchtauf tragsw alze i~1:1 oder Delta (i=1:8,2) Y 008 A - Seite, außen ausgeschaltet 17,7
9 Gitterschutz Maschinendurchgang A u s legerseitig Y 009 A -Seite, innen eingefahren 18,0
10 Res e r v e

11 DA -Schiene A u f /Zu, DE-Schiene spannen/entspannen Y011 B-Seite, außen ausgefahren 18,2


12 PPL DE-Schiene A u f /Zu Y012 A -Seite, außen ausgefahren 18,3
13 Andrückrolle A n / A b Y013 A -/B-Seite, innen eingefahren 18,4
14 A n d r ü c kleis te (Plattenende kanten) A n /A b Y014 A -/B-Seite, innen eingefahren 18,5
15 GTW Gummituc h z y linder Waschkassette A n - / A b s c h w enken Y015 A -/B-Seite, innen eingefahren 18,7
16 Res e r v e

17 Dr u c kz y linder Waschkas s e tte A n - / A b s c h w enken Y017 A -/B-Seite, innen 19,0


18 DZW Res e r v e

19 W a s c h kas s e tte Absenken Y019 A -/B-Seite, innen eingefahren 19,1


20 W a s c h kassette Anheben Y020 ausgefahren 19,2
21 GTW/DZW Dr u c k im W a s c h mittel-/Wasserbehälter (nur M1) Y021 an Vorratsbehälter (2x) und Rücksaugung 19,3
22 Vordermarken- & Dec kmarkensperre (nur M1) Y022 B-Seite, innen ausgefahren RTR
A n lage Vorgreifersperre A -Seite, innen

23 Saugluf t Seitenziehmarke ziehen nach A-/B-Seite (nur M1) Y023 Mitte A nlage eingefahren 19,4
24 Res e r v e

M V 9 mit Manometer (für Gitterschutz runter) VENTIL2.WK4

M V 13 m it Manometer (Andrückrolle PPL)

Data Base Documentation Erstellt am:13 September 1995


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Service Training Elektronik Roland 900

Allgemeine Funktionen
Funktionen 8

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