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Neurodidaktische Ansätze in Menschen

Neurodidaktik
Menschen
18. Hueber Konferenz

Budapest
Folie Nr. 1
13.01.2017 PD Dr. phil. habil. Marion Grein
Neurodidaktische Ansätze in Menschen

Kurzwiederholung:

+ Motivation

+ Relevanz

+ passender Neurotransmitter-Cocktail

Folie Nr. 2
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Neurodidaktische Ansätze in Menschen

Auswahl von Lernstil-Typen (als Kontinuum zu verstehen)

z.B. kognitiv (analytisch vs. funktional):


• Regeln (z.B. Grammatik) müssen vorgegeben sein vs. selbst entdeckend

z.B. exekutiv
• Ich möchte jedes Wort verstehen vs. Man kann das Meiste aus dem Kontext
erschließen -> Semantisierung / Einbezug der Muttersprache

z.B. sozial
• Ich bevorzuge Einzelarbeit vs. Ich arbeite lieber mit Partner/Gruppe; vielfältig

Tests: für die Testliebhaber sollten ausreichend Überprüfungsmöglichkeiten


geboten werden
Folie Nr. 3
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Neurodidaktische Ansätze in Menschen

• Ich möchte jede Aufgabe im Lehrwerk bearbeiten -> kürzere Lektionen und
Zusatzaufgaben auslagern auf DVD/Internet

• Mit Aktivitäten lernt man am besten vs. Aktivitäten machen mich nervös

• Spiele sind das A und O des Lernens vs. Spiele sind Zeitvergeudung

Obwohl man also weiß, dass das Andocken von „Reizen“ am besten durch
Aktivitäten (Handlungsorientierung, Lernerautonomie -> höherer Sauerstoffgehalt,
in der Regel bessere Speicherleistung) vollzogen wird, kann die „Handlungs- und
Produktionsorientierung“ auch kontraproduktiv sein.

Lückentexte oder Zuordnungsaufgaben beispielsweise führen nicht zu


kommunikativer Kompetenz, bieten aber vielen Lernenden Sicherheit -> sinnvoll
erscheint also eine Integration von geschlossenen Übungen hin zu freien Aufgaben
und ein Heranführen und Begründen, warum Aktivität sinnvoll ist

PD Dr. phil. habil. Marion Grein


Neurodidaktische Ansätze in Menschen

Was kann ein Lehrwerk leisten und wie ist dies in Menschen umgesetzt

 Motivation: kürzere Lektionen, ansprechende Bilder


 Strukturierter Aufbau
 Lernziele angeben (haben alle seit GER)
 Wünsche der Lernenden
 Lerntipps und Lernstrategien
 Rolle der L1, Sprachvergleich -> Sprachbewusstheit
 Mehrkanalige Darstellung (duale Kodierung)
 Wiederholungen
 Handlungsorientierung: Spiele, Projekte, Rätsel
 Übungsformenvielfalt inkl. vieler Hörtexte
 Grammatik: entdeckend, aber auch systematisch
 Aussprachetraining (in allen Lehrwerken recht gleich)
 [Hilfe für den Lehrenden, Produktkranz, Lehrwerksservice]

Folie Nr. 5
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Feste Struktur

Modul 1 Kursbuch (mit Lerner-DVD-ROM)


Lektion 1 = 4 Seiten Angabe der Lernziele nach Fertigkeiten
Lektion 2 = 4 Seiten Einstiegsseite, Doppelseite, Abschlussseite
Lektion 3 = 4 Seiten Doppelseite: präsentieren, üben, anwenden
Modul- Lesemagazin
Plus- Film-Station
Seiten
Projekt Landeskunde
Ausklang
Aktionsseiten am Ende des Kursbuchs

Folie Nr. 6
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Neurodidaktische Ansätze in Menschen

Das Arbeitsbuch weist ebenfalls konsequent immer die gleiche Struktur auf:
1 Modul = 3 Lektionen + abschließendem Kapitel

Modul 1 Arbeitsbuch (mit integrierter Audio-CD)


Lektion 1 = 6 Seiten
3 Seiten „Basistraining“
1 Seite fertigkeitenspezifisches Training, immer
abwechselnd, so dass alle Fertigkeiten
trainiert werden
Beim Fertigkeitentraining immer auch ein
Abschnitt zu gezieltem Aussprachetraining
1 Seite Test (Überprüfung) -> Ampelsystem
1 Seite Lernwortschatz
Wiederholungsstationen = gezielte Wiederholung

Folie Nr. 7
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Aussage einer erfahrenen Lehrschulleiterin (vormals DAAD-Lektorin):

„Mit keinem anderen Lehrwerk haben die Lernenden schneller auf Deutsch
kommunizieren können und wurden darüber hinaus auch zum Schreiben angeleitet“.

Die Erfahrungen an der Universität Mainz im Intensivkurs haben ebenfalls gezeigt,


dass man extrem schnell in der Lage ist, auf deutsch zu kommunizieren.

Dissertation von Herrn Al-Battal zeigt, dass es von den derzeit auf dem Markt
vorhandenen Lehrwerken die Forderungen der Neurobiologie auf deutlichsten
umsetzt.

Folie Nr. 8
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Die Einstiegsseite weckt Neugier – indem die Überschrift den grammatischen Fokus
der Lektion aufgreift, aber nicht gleich „verrät“
- das Bild weckt Emotionen
- das Einzelbild wird dann mit dem Hörtext verbunden, so dass eine duale Kodierung
vorliegt (Ansprache mehrerer Gehirnbereiche gleichzeitig)
- ferner wird durch die Einstiegsseite das Vorwissen aktiviert

Grammatik: indirekte Frage

Einstieg: Vermutungen

-> Hörtext
Folie Nr. 9
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Grammatikthema?

Vermutung ->
Vorentlastung

Duale Kodierung

Ansprache des Lernenden

Folie Nr. 10
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Ansprache durch Bilder, Neugier durch Einstiegsseite

Wahl von ansprechenden und vielfältigen Protagonisten

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Bildleiste -> Teil der


Aber auch Aufgaben zur Bildleiste Wortschatzarbeit

Folie Nr. 13
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Angabe der Lernziele (ohne Fokus auf der Grammatik!)

Folie Nr. 14
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Bedürfnisse der Lernenden

Folie Nr. 15
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Lerntipps/Lernstrategien
Direkte und indirekte Lerntipps

Folie Nr. 16
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An andere Sprachen andocken – Sprachvergleich – Übersetzung

Die Sinnhaftigkeit der absoluten Einsprachigkeit wurde durch die Neurodidaktik


widerlegt, da Sprachen bis zum Niveau B.1 immer an eine bereits im Gehirn
vorhandenen Sprache andockt.
D.h. Möglichst zu 90% auf deutsch kommunizieren, aber Wortschatzarbeit und
konkreter Sprachvergleich unterstützen den Lernprozess

Folie Nr. 17
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Folie Nr. 18
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Neurodidaktische Ansätze in Menschen

Mehrkanalig –> Bilder & Hören (über beigelegte Lerner DVD-ROM oder Internet ohne
Zusatzkosten verfügbar); Einstieg immer -> DUALE Kodierung

Ansprache der Lernenden + Wertevermittlung -> Bedeutsamkeit von Regeln in Dtl.

Folie Nr. 19
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Mehrkanalig: Hören + Visualisierung

Folie Nr. 20
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Musik hören & singen (in jeder Modulwiederholung, Ausklang)


Zielsetzung bei
Musikeinsatz!

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Video-Clips z.B. zu den Regeln

Folie Nr. 22
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Folie Nr. 23
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Film-Station (Filme auf digitalem Unterrichtspaket); gedreht wurde in Berlin,


München, Bern und Wien - Breite Vielfalt an Genres: Reportagen, Städteporträts,
Interviews, Spielszenen und Lieder – hier: der Hueber Verlag

Folie Nr. 24
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Systematische Wiederholungen

Folie Nr. 25
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Folie Nr. 26
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Selbsteinschätzung (überprüfte Wiederholung), die dann zu weiteren „passiven“


Übungen führt -> siehe gleich Übungsformenvielfalt

Folie Nr. 27
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Wiederholung durch Rückblick

Folie Nr. 28
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Übungsformenvielfalt -> Prinzip wie bereits dargestellt

Vorentlastung
Präsentation des „Stoffs“
Passive Übungen
Semi-Passive Übungen
Aktivierende Aufgaben -> Handlungsorientierung

Al-Battal (i.D.) zeigt, dass mit den Zusatzaufgaben im Internet, alle drei
Übungstypen (passiv, semi-passiv und aktivierend) gleichermaßen
berücksichtigt werden

Folie Nr. 29
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Vorentlastung -> Einstiegsseite


Passiv: Markieren

Folie Nr. 30
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Lesen Sie, ergänzen Sie, kreuzen Sie an

Folie Nr. 31
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Semi-passiv

Folie Nr. 32
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Aktiv
Projekte

Folie Nr. 33
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Übungen / Spiele, die das Gehirn speziell trainieren

Folie Nr. 34
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Folie Nr. 35
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Grammatik Kursbuch

Arbeitsbuch

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Interaktive Kursbuch Menschen

Folie Nr. 37
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Menschen

Folie Nr. 38
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Lehrwerksservice Internet

Folie Nr. 39
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Fazit (vgl. Al-Battal i.D.)

Setzt die Forderungen der Neurodidaktik besser um als Vergleichslehrwerke!

Folie Nr. 40
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Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und gerne beantworten wir Ihre Fragen

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