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Euro B2: Bewertungsschema Schreibfertigkeit

Grammatische Bandbreite und Lexikalische Bandbreite


Ausführung der Aufgabe Angemessenheit Kohärenz Kohäsion
Korrektheit und Korrektheit

Aufgabe wurde auf hohem Niveau gelöst. Konnektoren:


Strukturierung: Grammatische
breites Spektrum von Lexikalische Bandbreite:
Intention: vollkommen klar Stil und Format: der Gattung logischer und gut Strukturen: ihre Komplexität
Konnektoren verbindet für das Niveau reicher
angemessen, keine irrelevanten strukturierter, entspricht dem Niveau
Anweisungen: genau befolgt Wörter, Sätze und Wortschatz
Informationen nachvollziehbarer Orthographie: sehr gut
Wirkung auf Absätze angemessen und
Register: sichere Kenntnis und Gedankengang auf natürliche Weise Lexikalische Korrektheit:
5 den Leser: sehr positiv Wortfolge: richtig
angemessener Gebrauch der das Vokabular wird bei der
Absicht: klar Satzbau: Verwendung Interpunktion: richtig verwendet
Ergebnis: wird sicher erfolgreich sein erforderlichen Stilebene und Lösung der Aufgabe richtig
Informationen: zu von zusammengesetzten verwendet
Inhalt: alle wichtigen Details sind formalen Elemente, und die Fähigkeit Fehler: wenig Fehler, die das
einem kohärenten Text Formen und
enthalten, evt. auch einige eines Registerwechsels, wenn nötig Verständnis nicht
geordnet angemessenen
originelle Ideen beeinträchtigen
Bezugswörtern
4
Konnektoren: eine
Strukturierung: begrenzte Zahl von
Aufgabe wurde gelöst, einige Mängel. Gedankengang Konnektoren, die aber Grammatische
nicht immer logisch meist richtig verwendet Strukturen: entsprechend Lexikalische Bandbreite:
Intention: in den meisten Bereichen klar Stil und Format: großteils der
und nachvollziehbar werden, um Wörter, Sätze Orthographie: entsprechend der Wortschatz reicht gerade
Gattung angemessen, enthält
Anweisungen: die wichtigeren wurden befolgt aufgebaut und Absätze miteinander aus, um die Aufgabe auf dem
kaum oder gar keine irrelevanten Wortfolge: meist richtig
Wirkung auf zu verbinden Niveau zu lösen
3 Informationen Absicht: größtenteils
den Leser: im Allgemeinen positiv Satzbau: die Interpunktion: meist richtig verwendet Lexikalische Korrektheit:
Register: begrenzte Kenntnis und klar
Ergebnis: wird wahrscheinlich erfolgreich Verwendung von Fehler: kommen vor, das Vokabular wird in
Verwendung der erforderlichen Informationen:
sein zusammengesetzten erschweren aber das den meisten Fällen richtig
Stilebene und formalen Elemente größtenteils zu einem Formen und Verständnis nicht verwendet
Inhalt: enthält wichtige Details kohärenten Text Bezugswörtern ist wesentlich
geordnet begrenzt und manchmal
fehlerhaft
2
Aufgabe wurde nicht gelöst.
Grammatische
Intention: sehr unklar Strukturen: einfach Lexikalische Bandbreite: für
Stil und Format: der Gattung Strukturierung:
Anweisungen: die meisten nicht befolgt Orthographie: sehr schwach das Niveau recht ärmlicher
unangemessen, diese höchstens in durcheinander Konnektoren: verwendet
Wirkung auf Wortschatz
Spuren erkennbar kaum oder gar keine Wortfolge: oft falsch
1 den Leser: sehr negativ Absicht: unklar Konnektoren Lexikalische Korrektheit:
Register: erforderliche Stilebene Interpunktion: oft falsch
Ergebnis: wird sicherlich nicht erfolgreich Informationen: sehr das ärmliche Wortgut wird bei
und formale Elemente nur minimal Satzbau: sehr einfach
sein verworren Fehler: viele Fehler, die das der Aufgabenlösung häufig
vorhanden
Verständnis wesentlich falsch angewandt
Inhalt: Auslassungen, statt dessen beeinträchtigen
irrelevante Informationen
Nicht nachvollziehbar,
Keine oder total falsche Es fehlt der entsprechende
oder inhaltlich
Verwendung von Wortschatz zur Lösung der
Die Aufgabe wurde überhaupt nicht oder nur Die Sprachproduktion reicht zur vollkommen Minimale grammatische Kenntnisse, oder
Konnektoren, oder die Aufgabe, oder die Sprachpro-
0 teilweise gelöst. Die Sprachproduktion reicht zur Bewertung nicht aus (weniger als 20 irrelevant, oder die die Sprachproduktion reicht zur Bewertung
Sprachproduktion reicht duktion reicht zur Bewertung
Bewertung nicht aus (weniger als 20 Wörter) Wörter) Sprachproduktion reicht nicht aus (weniger als 20 Wörter)
zur Bewertung nicht aus nicht aus (weniger als 20
zur Bewertung nicht aus
(weniger als 20 Wörter) Wörter)
(weniger als 20 Wörter)
Test 3 – Schreiben

Musterbrief:
Aufgabe 2:
1 (220 Wörter)
Die Qual der Wahl beim Schenken
Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich früher sehr gern Geschenke
bastelte. Bei jedem Fest bekamen Familienmitglieder Zeichnungen, bemalte
Schachteln, selbstgemachte Halsketten und ähnliche Dinge. Damals fand ich es
leicht, Leute zu beschenken, und auch ich konnte mich über die Kleinigkeiten freuen,
die ich bekam.
Seit ich älter bin, erwartet man von mir größere Geschenke, und sehr oft habe ich
damit große Schwierigkeiten. Deshalb finde ich den Rummel um Weihnachten zum
Beispiel sehr unangenehm. Da muss man ja für viele Freunde und Verwandte etwas
aussuchen, aber es ist oft schwer, das Richtige zu finden, das weder zu teuer noch zu
billig ist.
Wenn es um meine Freunde geht, achte ich immer darauf, etwas zu kaufen, was zu
der Person passt, und worüber ich mich auch freuen würde. Dazu muss man
natürlich diese Person gut kennen, und deshalb beschenke ich ausschließlich meine
wirklichen Freunde. Viele Leute kaufen nur irgendein Plüschtier, weil ihnen nichts
Besseres einfällt.
In unserer Familie ist es üblich, nützliche Geschenke zu kaufen. Meine Mutter
bekommt oft etwas für die Küche, mein Vater etwas fürs Auto, die Kinder
bekommen Kleider. Ich kann mich darüber nicht wirklich freuen, denn Kleider oder
auch Kosmetika möchte ich lieber selber auswählen. Trotzdem bin ich enttäuscht,
wenn man mir nur Geld gibt, damit ich mir etwas kaufen kann. Das finde ich
phantasielos.

2 (216 Wörter)
Was halten Sie von Graffiti?
Graffiti sind Bilder, Buchstaben oder Symbole, die auf Häuserwände, Mauern,
Brücken und Fahrzeuge gesprüht oder gemalt sind. Manche sind hässliche
Schmierereien, andere sind ganz interessant oder sogar richtige Kunstwerke.
Das Problem damit ist, dass die Sprayer auf solchen Flächen arbeiten, die nicht
ihnen gehören. Die Hausbesitzer ärgern sich bestimmt, wenn sie eines Morgens an
ihrem Gebäude Buchstaben finden, die sich nicht entfernen lassen. Das Renovieren
der Wände kostet nämlich sehr viel Geld. Das ist eindeutig Sachbeschädigung, wie
auch bei der U-Bahn oder S-Bahn, wo die Waggons neu lackiert werden müssten.
Anders ist die Sache zu beurteilen, wenn der Besitzer den Sprayern das Bemalen der
Mauer oder der Wand erlaubt. In vielen Vorstädten oder an Bahngleisen zum
Beispiel gibt es große graue Wandflächen, die ausgesprochen düster wirken. In
einigen Ländern hat man den Sprayern solche Flächen zur Verfügung gestellt. Dort
können Sie legal ihrem Hobby nachgehen.
In meiner Heimatstadt wurde eine Bushaltestelle durch tolle, künstlerische Graffiti
verschönert. Sieht klasse aus! Leider kommen immer wieder ein paar Idioten, um
etwas darüberzusprühen.
Graffiti kann also das Stadtbild verschönern, denn es gibt viele begabte, anerkannte
Graffiti-Künstler. Allerdings gibt es in der Graffiti-Szene auch viele Nachahmer
oder Unbegabte, die einfach nur die Gefahr suchen, den Nervenkitzel, denn oft
werden schwer zugängliche Stellen wie Eisenbahnbrücken, hohe Türme oder U-Bahn-
Tunnel zum Sprühen ausgesucht.
Test 3 – Schreiben

3 (212 Wörter)
„Wahre Freundschaft – Was bedeutet sie heute für Jugendliche”

Man beginnt im Kindergartenalter Freundschaften zu knüpfen. Viele dieser


Freundschaften zerbrechen bald wieder, zum Beispiel, wenn man in die Schule
kommt oder in eine andere Stadt zieht. Doch einige Freunde gehen mit einem
durch dick und dünn, helfen, wenn man Probleme hat. Diese „wahren“
Jugendfreundschaften halten ein Leben lang.

Für junge Leute, die ihren Weg suchen, die von ihren Eltern unabhängig werden
wollen, haben Freundschaften einen besonderen Wert. Mit einem Freund kann
man über solche Dinge sprechen, die man seinen Eltern niemals verraten würde.
Ein wirklich guter Freund ist loyal, er ist immer da, wenn man ihn braucht.
Einem wahren Freund kann man alles erzählen, er verrät einen nie und lässt den
Anderen nie im Stich. Auch beste Freunde streiten manchmal, doch sie können
einander verzeihen und die Fehler des Anderen tolerieren.

Eine Freundschaft entwickelt sich jedoch langsam und braucht viel Zeit, um zu
reifen. Junge Leute wollen alles sehr schnell haben, deshalb geben sie den
Freundschaften nicht immer diese Zeit. Allgemein ist zu beobachten, dass
Freundschaft mit Kameradschaft verwechselt wird. Man geht zusammen shoppen
oder zu Partys und denkt, das sei schon eine Freundschaft.

In unserer mobilen Zeit kommt es oft vor, dass Tausende von Kilometern Freunde
voneinander trennen, doch kann man heute dank Internet und SMS miteinander
tagtäglichen Kontakt pflegen.