Sie sind auf Seite 1von 8

BD1III – GLV Sportinformatik

3.Einheit/Folie 2

Beispiel – MS ACCESS
BD1III Aufgabenstellung
Grundlagenlehrveranstaltung Sportinformatik
¾ Es soll eine Tabelle von Schülern (Vorname, Zuname, Geburtsdatum) und
Einführung in die Sportinformatik und Statistik – Teil 2 Lehrern (Titel, Vorname, Zuname) erstellt werden. Zunamen sollen
automatisch in Großbuchstaben umgewandelt werden. In einer dritten Tabelle
soll beschrieben werden, welcher Lehrer welchen Schüler in welcher Klasse
3. Einheit - 2. April 2009 unterrichtet.
¾ Folgende Abfragen sollen generiert werden:
• Welche Schüler heißen Peter ?
• Welche Schüler sind vor dem 1.1.1995 geboren ?
• Welche Schüler gehen in die 4A ?
• Welche Lehrer hat der Schüler Peter Maier ?
¾ Es soll ein Bericht erstellt werden, in dem die Schüler der 4A aufgelistet
sind.

Univ.-Prof. Dipl.-Ing.Dr. Arnold Baca

BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik


3.Einheit/Folie 3 3.Einheit/Folie 4

Messwerterfassung – Allgemeines

• Eine oder mehrere physikalische Größen wie zum Beispiel

– Kraft, Weg, Moment, Masse, etc........aus dem Bereich der Mechanik,


– Spannung, Strom, Ladung, etc............aus dem Bereich der Elektronik.
– Zeit, Temperatur, Feuchtigkeit, etc...................aus anderen Bereichen

Messwerterfassung • werden über spezielle Sensoren aufgenommen, falls notwendig in eine andere
physikalische Größe (zumeist in eine Spannung) umgewandelt und dann je nach
Anwendung elektronisch weiterverarbeitet bzw. mit der Anzeigeeinheit optisch
dargestellt.
BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik
3.Einheit/Folie 5 3.Einheit/Folie 6

Messkette
Erklärung

• Die Piezoelemente der Kraftmessplatte geben eine der


aufgebrachten Kraft proportionale Ladung ab. Diese wird im
Ladungsverstärker in eine zur Ladung und damit auch zur
Kraft proportionale Spannung umgewandelt, die dann am
Oszilloskop dargestellt werden kann.

BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik


3.Einheit/Folie 7 3.Einheit/Folie 8

Schnittstellen zur Übertragung von erfassten Messwerten

• Serielle Schnittstelle (RS-232)


Die meisten Messwertaufnehmer verfügen neben dem Sensor über eine
Umwandlungseinheit, viele auch über eine Anzeige. Diese drahtgebundene Schnittstelle wird für einfach zu realisierende
Datenübertragungen verwendet, bei denen nur geringe
Daneben werden "Schnittstellen" (engl. "Interfaces") eingebaut. Über diese
Interfaces können die Messgeräte mit dem durch die Messwertkarte erweiterten Datenmengen transferiert werden sollen (serielle Datenübertragung
PC verbunden werden. Solche Messwertkarten können über mehrere analoge = Bits werden nacheinander gesendet/empfangen). In Computern
und digitale Schnittstellen verfügen, die als Kanäle bezeichnet werden. werden diese Schnittstellen auch als COM-Ports bezeichnet (z.B.
COM1, COM2). Beispielsweise sind die Kommunikation mit einer
Pulsuhr (meist mittels Adapter), mit einem Fahrradcomputer oder
auch mit einfachen Messgeräten (elektronische Waage, Goniometer,
Multimeter, …) typische Anwendungen.
BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik
3.Einheit/Folie 9 3.Einheit/Folie 10

Schnittstellen zur Übertragung von erfassten Messwerten Schnittstellen zur Übertragung von erfassten Messwerten

• Serielle Schnittstelle (RS-232) • Serielle Schnittstelle (RS-232)

Zur technischen Realisierung wird ein sogenannter UART-Baustein


(Universal Asynchronous Receiver Transceiver) verwendet, welcher
unter vordefinierten Übertragungsrichtlinien
(Baudrate=Übertragungsrate, Anzahl der Datenbits bzw. Stoppbits,
Parität, Flusssteuerung) zwischen zwei Stellen eine bidirektionale
Datenverbindung (Senden & Empfangen) aufbauen kann. Die
gängigste Steckervariante ist der 9-polige D-Sub Stecker, welcher in
den Varianten mit Stiften (male) oder mit Buchsen (female) existiert.
Obwohl der RS-232-Standard schon in den 60er-Jahren
verabschiedet wurde, sind nach wie vor viele Geräte mit dieser
Schnittstelle ausgestattet. Links: Struktur eines Datenpakets bei der Übertragung;
rechts: 9-poliger D-Sub-Stecker (male/female)

BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik


3.Einheit/Folie 11 3.Einheit/Folie 12

Schnittstellen zur Übertragung von erfassten Messwerten Schnittstellen zur Übertragung von erfassten Messwerten

• USB (Universal Serial Bus) • USB (Universal Serial Bus)

Wie die RS-232 Schnittstelle arbeitet auch USB auf Basis einer
seriellen Datenübertragung, jedoch mit einer viel höheren
Geschwindigkeit (Æ USB 2.0). Neben einer Vielzahl an möglichen
Betriebsmodi gibt es auch die Möglichkeit der Emulation einer
klassischen RS-232 Verbindung („virtual COM-Port“), bei der die
Funktion auf Softwareebene nachgeahmt wird. Dies wird häufig bei
Mobiltelefonen, Bluetooth™-Adaptern, IR-Adaptern usw. ver-wendet
um bereits bestehende Geräte mit neuen Schnittstellen kompatibel
zu machen. Als häufigste Steckervariante werden die Typen A/B
verwendet (siehe Abb. 2a). Immer öfter wer-den jedoch auch die
miniaturisierten Stecker des Typs Mini-B/Micro-B bei portablen Abbildung 2a: USB Stecker Typ-A (links) bzw. Typ-B (rechts); 2b:
Geräten eingesetzt, welche sich nur mechanisch von den anderen USB Stecker Typ-Mini-B
unterscheiden (siehe Abb. 2b).
BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik
3.Einheit/Folie 13 3.Einheit/Folie 14

Schnittstellen zur Übertragung von erfassten Messwerten Messwertkarten


Analogspannungserfassung
• Drahtlose Datenerfassung
• Dies ist die wichtigste Einsatzmöglichkeit von Messwertkarten, da praktisch
alle physikalischen Größen durch einen Messwertaufnehmer mit
entsprechender Umwandlungseinheit in analoge Spannungen umgesetzt
werden können.
Bluetooth ™ ZigBee ™ ANT ™
• Die Einschubkarte, die das Analogspannungssignal über ein Anschlussboard
Funkfrequenz 2,4 GHz 2,4 GHz 2,4 GHz erhält, wandelt die Spannung zu bestimmten Zeitpunkten mittels eines Analog-
Digitalwandlers in (Integer-) Zahlenwerte um. Diese werden dann der normalen
Frequenzkanäle 79 16 125 PC-Konfiguration zugeführt.

Datenrate 1 MBit/s 250 kBit/s 1 MBit/s

Netzwerktyp Peer-to-Peer Star, Peer-to-Peer Star, Peer-to-Peer

Betriebsmodi Transceiver Transceiver Transmitter, Transceiver

BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik


3.Einheit/Folie 15 3.Einheit/Folie 16

Anwendungen
Einfacher Messaufbau
• Wird für Anwendungen eingesetzt, wo ein in Form einer Spannung
vorliegendes elektrisches Signal periodisch abgetastet, mittels A/D-Wandlers in
ein digitales Signal (Zahl) umgewandelt und dann weiterverarbeitet werden
muss.

• Solche Signale entstehen bei sportwissenschaftlichen Untersuchungen etwa


beim Einsatz eines elektrischen Goniometers, bei der Aufzeichnung von EKG´s
und EMG´s, in der Dynamometrie (etwa zur Erkennung von Fehlstarts im Sprint
mit Startblockdynamometern), bei der Verwendung von Biofeedbacksystemen
und der dabei erfolgenden Aufzeichnung verschiedener physiologischer
Parameter, bei der Aufzeichnung von mit Kraftmessplatten gemessenen
Bodenreaktionskräften, etc.
BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik
3.Einheit/Folie 17 3.Einheit/Folie 18

Kriterium: Wahl der richtigen Abtastrate


Kriterien (1)
• Ein wichtiges Kriterium bei der Analogspannungsmessung ist die Wahl der
Abtastrate, das ist die Anzahl der Analog-Digital-Umwandlungen pro
Sekunde. Sie muss so gewählt werden, dass einerseits in der Zeit Δt
zwischen zwei aufeinander folgenden Abtastungen keine wesentliche
Signalinformation verloren geht, andererseits aber auch nicht zu viele Werte
verarbeitet beziehungsweise gespeichert werden müssen.

BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik


3.Einheit/Folie 19 3.Einheit/Folie 20

Beispiel 1
Beispiel 2

Kurve mit Rekonstruierte Kurve mit Rekonstruierte


Abtastimpulsen Kurve Abtastimpulsen Kurve
BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik
3.Einheit/Folie 21 3.Einheit/Folie 22

Praxisbeispiel 1 - EKG

Beispiel 3

Der Abfall vom Maximalwert zum Minimalwert dauert ca. 0.05


Sekunden. In diesem Zeitintervall sollten vier Messungen
Rekonstruierte durchgeführt werden, um den Kurvenverlauf auch in diesem Bereich
Kurve mit richtig rekonstruieren zu können. Daraus ergibt sich:
Abtastimpulsen Kurve
Δt=0.05/4 = 0.0125 s. Das entspricht 80 Abtastungen pro Sekunde,
also 4800 Zahlenwerten pro Minute.
Viel höherer Speicherplatzbedarf, aber kaum Informationsgewinn

BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik


3.Einheit/Folie 23 3.Einheit/Folie 24

Praxisbeispiel 2 Weitsprungabsprung (Kraftdaten) Synchronität von Messdaten

• Simultaneous Sample and Hold


(voll synchron)

• Burst Mode Sampling


(fast synchron)

In diesem Fall muss mehr als eine Spannung aufgezeichnet werden. Bei
den meisten Messwertkarten steht jedoch nur ein Analog-Digitalwandler
zur Verfügung. Der Benutzer muss beachten, ob die gewählte Zeit
zwischen zwei Abtastungen die Zeit zwischen zwei Abtastungen des
selben Kanals oder die zwischen den Abtastungen zweier hintereinander
abgetasteter Kanäle ist.
BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik
3.Einheit/Folie 25 3.Einheit/Folie 26

Problem: Mehrkanal I/O


Lösung 1: SSH

Keine synchronisierten Signale. Phasenverschiebung.

BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik


3.Einheit/Folie 27 3.Einheit/Folie 28

Lösung 2: Burst Mode Sampling Nyquist-Theorem

Kein Informationsverlust, wenn die Abtastfrequenz mindestens das


doppelte der höchsten im Signal enthaltenen Frequenz ist.
BD1III – GLV Sportinformatik BD1III – GLV Sportinformatik
3.Einheit/Folie 29 3.Einheit/Folie 30

Kriterien (2) Zuordnung Spannung - Zahlenwert

Der zweite wichtige Parameter für eine Analogspannungsmessung ist der Für eine Karte mit einem 12-Bit A/D-Wandler ergibt sich für die
maximale Messbereich (engl. full scale range FSR). angegebenen Intervalle die folgende Zuordnung zwischen
Spannungsbereich und Integerwertebereich:
Er kann beispielsweise auf -10V..+10V, 0V..+10V, -5V..+5V, eingestellt werden.
Spannungsbereich Integerwertebereich
Bei einer Messwertkarte mit einem 12-Bit A/D-Wandler kann der gesamte
Messbereich in 212=4096 Stufen aufgelöst werden, bei einer mit einem 16-Bit -10V....+10V -2048....+2047
A/D-Wandler in 216=65536 Stufen. 0V....+10V 0....+4095
-5V....+5V -2048....+2047

Zusätzlich kann das Eingangssignal bei manchen Messwertkarten noch


softwaremäßig verstärkt werden (z.B. um die Faktoren 1, 10, 100 oder
500)