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E INE NEUROPHYSIOLOGISCH - PÄDAGOGISCH ORIENTIERTE

B ETRACHTUNG DER MACHTVOLLEN I MPFHYPOTHESE

VON
M ARC D IETZ
Über den Autor: Marc Dietz, Diplom-Pädagoge und Lehrer für
Sozialpädagogik und Psychologie, Jahrgang 1965, studierte in
Hamburg Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie.
1993 begann er eine Ausbildung zum Neurophysiologischen
Entwicklungstherapeuten (N.D.T./ INPP) am Institut für
Neurophysiologische Psychologie in Chester/England. Zusammen
mit einer zehnköpfigen Arbeitsgruppe brachte er diesen
Therapieansatz nach Deutschland und gründete hier die
Bundesarbeitsgemeinschaft Neurophysiologie und Pädagogik
(B.N.P.) mit. Nach Tätigkeiten in der Behindertenhilfe, vorwiegend mit autistischen
Menschen, und der anthroposophisch orientierten Heilpädagogik sowie als
freiberuflicher Therapeut für Lern-, Bewegungs- und Verhaltensauffälligkeiten und
Referent in der Pädagogen- und Therapeutenfortbildung, arbeitete er als Leiter einer
Kindertagesstätte für 1-3 jährige Kinder, entsprechend seiner gewonnenen
Überzeugung: “Je mehr Therapien wir brauchen, desto mehr stimmt etwas im
weitesten Sinne mit unserer Erziehung nicht, desto mehr müssen wir uns um
Erziehung und nicht um Therapie bemühen. Doch das erscheint unbequem, da es
uns etwas abverlangt und nicht dem scheinbar therapiebedürftigem Kind. Die
zunehmende Behandlung von Wahrnehmungs- und Bewegungsstörungen in unserer
Gesellschaft, gleicht der Arbeitsweise des Bauern, der jedes einzelne Saatkorn zum
Wachsen ermuntert, anstatt sich um die Bestellung und Pflege seines Ackers zu
bemühen. Unsere Kinder brauchen individuell unsere Liebe und gesellschaftlich
unser Engagement für eine Welt, in der nicht das wirtschaftliche Wachstum sondern
die allseitige Entwicklung des Lebens die höchste Prämisse genießt.” Zuletzt
unterrichtete er an einem Berufskolleg für Sozialpädagogik Erziehungswissenschaft
und Didaktik-Methodik.

Ausgehend von seinen Studien zu den Bedingungen und Störfaktoren der


Entwicklung des Nervensystems, beschäftigt sich M. Dietz seit 1994 mit dem Wesen
von Impfungen und deren Folgen für die Entwicklung des Kindes.
Besonderes Augenmerk wirft er bezüglich der Impffrage auf die Haltung vieler
Mediziner die sich der anthroposophisch erweiterten Medizin zurechnen und die
Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio empfehlen (als „Bauernopfer“ für die
Approbation?) anstatt auf die Angaben ihres Inaugurators zu vertrauen.

„Das individuelle Verhältnis der Reizbarkeit und des Reizes ist der Rhythmus der
individuellen Gesundheit.“ „Jeder Mensch hat seinen individuellen Rhythmus.“
„Gott weiß die Zeit der Krankheit, denn jegliche Krankheit hat ihre Zeit.“
„Krankheit gehört zur Individualisierung.“

(Friedrich von Hardenberg „Novalis“ in seinen Fragmenten)

© Marc Dietz, Dipl.-Päd., N.D.T/INPP, 2003, Dortmund

Schutzgebühr € 8,-
Inhaltsverzeichnis

Inhalt ............................................................................................................... 1

Entree ............................................................................................................. 2

Pädagogische Relevanz von Schutzimpfungen ......................................... 4

Praxis der Impfung — eine medizinische Kontroverse ............................. 7

Die Bedeutung der Markscheidenbildung für die Reifung des ZNS ....... 10

Abbau der Markscheide infolge von Schutzimpfungen (BSE, CSE, DSE) .. 13

Oligodendrozyten: Zeugen medizinischer Irrtümer? ............................... 21

Zwischenbetrachtung ................................................................................. 24

Schutzimpfungen und menschliche Entwicklung .................................... 29

Impfungen gegen Kinderkrankheiten - entwicklungshemmend? ........... 29

 Aktionspaket in der Heftmitte zwischen den Seiten ..............32 und 33


Heftklammern öffnen, entfernen und jede Seite auf
DIN A4 hochkopieren

Möglicher Einfluss von Impfungen auf die seelisch- geistige


Entwicklung ................................................................................................. 33

Historisches Aperçu ................................................................................... 38

Impfungen, seelische Deprivation und die Bedeutung des Religiösen . 39

Das “Lebendige”: ein erster Brückenschlag zwischen Materialismus


und Spiritualität ........................................................................................... 43

Pädagogische Beurteilung von Impfungen .............................................. 50

Abschlussbetrachtung und Ausblick ........................................................ 52

Inhaltsverzeichnis der Gesamtarbeit ....................................................... 56

Literaturliste ................................................................................................. 61

Sach- und Personenregister ...................................................................... 63

-1-
“Eine falsche Hypothese ist besser als gar keine; denn dass sie falsch ist, ist
gar keine Schande, aber wenn sie sich befestigt, wenn sie allgemein
angenommen, zu einer Art von Glaubensbekenntnis wird, woran niemand
zweifeln, welches niemand untersuchen darf, dies ist eigentlich Unheil woran
Jahrhunderte leiden.”

(J. W. v. Goethe, Schriften zur Botanik und Wissenschaftslehre)

Entree

Wenn wir uns mit der Frage des Impfschutzes auseinandersetzen, dürfen wir uns
bewusst sein, dass wir nicht nur einen medizinischen Teilbereich berühren.
Die vehemente Verteidigung der Schutzimpfungen und enorm starken
schulmedizinischen Bemühungen um eine Perfektion des Impfschutzes deuten auf
einen viel größeren Zusammenhang hin: Das Dogma des Impfschutzes ist einer der
tönernen Füße, auf die sich das herrschende und lukrative medizinische System
stützt. Aus diesem Grunde wird es mit allen Mitteln, besonders mit dem der Angst,
versucht zu verteidigen. Die herrschende medizinische Schulmeinung ist nicht nur
ein Denksystem sondern auch ein Machtinstrument. Daher bedeutet jedes
Infragestellen dieses Systems eine Gefahr für die gewonnene Macht und dem
gewonnenen sowie weithin ausbaufähigen Markt.
Mir liegt es fern, den einzelnen Mediziner, Laboranten oder anderweitig an der
Entwicklung und Verbreitung von Schutzimpfungen beteiligtem Menschen zu
diskreditieren. Ebenso soll auch nicht das Kind mit dem Bade ausgeschüttet werden,
und die gesamten Segnungen der Schulmedizin infrage gestellt werden, denn.
Notfallmedizin und moderne Chirurgie haben mir selbst große Dienste erwiesen.

Doch ebenso wie das Auto als eine durchaus gewinnbringende Erfindung betrachtet
werden kann, wird es durch das Übermaß und den Selbstzweck zunehmend von einer
Entlastung zu einer Belastung für die Menschheit. Ebenso wird auch hier durch eine
Fixierung auf dieses Werkzeug der Mobilität anderen u.U. sinnvolleren Alternativen
der Entwicklungsraum genommen. Wären wir in der Lage die volkswirtschaftlichen
Folgen zu berechnen und zu betrachten, die dadurch entstehen, dass die Menschen
ihre individuelle Mobilität der allgemeinen Lebensqualität vorziehen, sowie sie die
Verantwortung für ihre Gesundheit an die Schulmedizin abtreten, würden wir
zutiefst erschrecken. Schon Novalis deutete in seinem „Allgemeinen Brouillon“
(1798/99) auf den Segen der Eigenverantwortung hin: „Je mehr die Heilkunde
Elementarwissenschaft jedes Menschen werden [wird] ..., desto freier wird die Brust
des Menschengeschlechts werden. Jetzt suche jeder einzelne zur beschleunigten
Annäherung dieser glücklichen Zeit das Übel an der Wurzel zu greifen – er studiere
Medizin und beobachte und forsche - und erwarte mehr gründlichen Nutzen von der

-2-
Aufklärung seines Kopfes, als von allen Tropfen und Extrakten.“ (Hätten wir doch
nur derart geisteswissenschaftlich gebildete Gesundheitsminister/innen !)

Nicht zuletzt geht es bei beiden Themen um die Frage der menschlichen
Entwicklungsräume. In einer Zeit, wo schon Zweijährige gesund werden und gesund
sein mit Spritze(Impfung) verbinden anstatt mit liebevoller häuslicher Pflege und,
um meinen Vergleich abzuschließen, Dreijährige zwar mehrere Automarken
differenzieren aber keine Blume oder Baum mit Namen benennen können, scheint
mit offensichtlich etwas aus den Fugen geraten zu sein.

Es scheint an der Vehemenz zu liegen, mit der die Medizin ihre Dogmen behauptet
und verbreitet, sowie damit einhergehend an dem teilweise postuliertem
Alleinigkeits- und Allmachtsanspruch, dass die Verbraucher bei der
Inanspruchnahme medizinischer Leistungen weniger Vergleiche anstellen als beim
Kauf einer Stereoanlage, eines Autos oder ähnlichem.
Doch man darf sich sicher sein, dass Produkte die so forciert beworben werden, wie
es bei Impfungen mittlerweile auch der Fall ist, weniger dem Konsumenten als dem
Produzenten nützen.

Mögen Sie, liebe Leserin und lieber Leser, eine ihrer Lebenssituation und Ihrer
Persönlichkeit entsprechende Lösung in dieser schwierigen Frage finden. Sollten Sie
mehr Material über die weniger bekannten Darlegungen zu “Schutzimpfungen” für
Ihre Entscheidungsfindung brauchen, so finden sie eine kleine Literaturliste am Ende
dieser Schrift.

Bei der folgenden Darstellung handelt es sich um Textauszüge einer Diplomarbeit


am Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg mit dem Titel
“Erziehungsdefizite bei Timmy als Quelle pädagogischer Erkenntnis - Über die
Relevanz von neurophysiologischen Zusammenhängen und einer religiösen
Grundhaltung für die Pädagogik.” Die vollständige Arbeit (incl. Literaturverzeichnis)
kann bei dem Verfasser angefordert werden, ein Inhaltsverzeichnis der Arbeit findet
sich am Ende dieser Ausführungen.

Ich bitte besonders den im Umgang mit wissenschaftlicher Literatur ungeübten Leser
bzw. die Leserin um Nachsicht hinsichtlich der anfänglichen Ausführungen. Damit
diese ersten Seiten Ihnen nicht den Zugang zu den folgenden Ausführungen
verwehren, beginnen Sie einfach auf der Seite 7. Möge mir alsbald die Zeit
geschenkt werden, diese Auszüge inhaltlich und stilistisch im Sinne einer in sich
geschlosseneren Abhandlung zu überarbeiten.

-3-
SCHUTZIMPFUNGEN
MEDIZINISCH NOTWENDIG? PÄDAGOGISCH VERANTWORTBAR ?

9.2. PÄ D A G O G IS CH E RE L E V A N Z VON SCHUTZIMPFUNGEN

Zwei Zusammenhänge lassen es mir nötig erscheinen, mich in einer


erziehungswissenschaftlichen Arbeit mit Impfungen zu beschäftigen.
Zunächst waren nach einer achtmonatigen Übungszeit in der motorischen und
sozialen Entwicklung Timmys zwar leichte Fortschritte ersichtlich 1, doch schien die
Nachreifung der neurophysiologischen Entwicklung Timmys, die über die
Bewegungsübungen initiiert werden sollte, sich nicht in dem zu erwartetem Maße
einzustellen bzw. konnte sich nicht, wie ich vermutete, gegen andere
prädisponierende Faktoren durchsetzen. Dies zeigte sich insbesondere an der in
keiner Weise erweiterten Möglichkeit abstrahierender Raumvorstellungen.
Zu der letzteren Annahme wurde ich durch jüngere Veröffentlichungen zum Thema
der Schutzimpfungen veranlasst. Sensibilisiert durch die in der Beschäftigung mit
neurologischen Mechanismen erlangte Erkenntnis von der empfindlichen Störbarkeit
der neurologischen Entwicklung des jungen Nervensystems, ergab sich die
Notwendigkeit in diesem Bereich zu fokussieren. Denn des Weiteren hat sich bei der
Erhebung des Elternfragebogens im Rahmen der Neurophysiologischen Diagnostik
herausgestellt, dass Timmy ein nahezu vollständiges Impfprogramm, den
Empfehlungen der Schulmedizin gemäß 2, durchlaufen hat. Im Oktober 1993 wurden
ihm kurz vor unserem ersten Kontakt sechs (!) Impfungen an einem Termin
verabreicht 3.
“Die Frage nach direkten Impfkomplikationen wird immer wieder heftig geführt.” 4
Doch was ist mit möglichen indirekten Impfkomplikationen bzw. -folgen gemeint?
Ich möchte daher zunächst die in jüngster Zeit u.a. von Harris Coulter benannten
möglichen Indizien benennen, die einen Zusammenhang neurologischer
Schäden bzw. Unreifen und deren Auswirkungen von Autismus 5 bis Dyslexie mit
Impfungen herstellen.
Ich kann hier also i.S. der Ausführungen F.Schützes davon ausgehen, dass es sich bei

1siehe u.a. 3. Wiedervorstellung im Anhang, A 51 - A 59, und 7.2. und 8.


2siehe Pschyrembel 255. Aufl., S.778 und Harnack 1968, S.130
3siehe Elternfragebogen im Anhang, A 10 - A 14; das Impfheft Timmys konnte ich zu einem späteren
Zeitpunkt einsehen.
4Kummer 1995, S. 438
5zum Zusammenhang von autistischen Störungen und der Persistenz primitiver Reflexe siehe u.a.
Goddard 1990b, Goddard 1991 und Dietz 1994

-4-
diesem Themenbereich zum einen um “individual-biographische” Anteile — Timmy
erhielt insgesamt 17 Impfungen — und zum anderen um eine “kollektiv-
historisches” Dimension — die historische Entwicklung der Impfungen und ihre
gesellschaftliche Akzeptanz — handelt. Individuelles und Kollektives sind hier i.S.
“wechselseitiger Verwobenheit”, als “eng miteinander verbunden” zu begreifen. 6 Es
wird also im Folgenden zu untersuchen sein, inwieweit in diesem Fall die “Dynamik
der kollektiven Geschichte” einen u.U. wesentlichen Anteil als “Teil-
Bedingungskonstellation” i.S. der “individuellen biographischen Relevanzen”
aufspannt 7.
Konkret gehe ich also von der “individuell-biographischen Konstellation” Timmys
aus, um über die Beschäftigung mit größeren kollektiven Zusammenhängen und der
notwendigen fachübergreifenden Vertiefung, das nötige Verständnis für die
individuell-biographische Dimension Timmys zu erweitern, sowie zu einer
generalisierenden, fachbezogenen Bestimmung zu gelangen 8, denn nach
S.Auenfanger kann, wenn die strukturellen Elemente eines Falls herausgearbeitet
werden, das Besondere “als eine prinzipielle Möglichkeit des Allgemeinen”
erscheinen “und umgekehrt, das Allgemeine als eine spezifische individuelle
Variante” 9. In Anlehnung an die Ausführungen Fatkes zum Allgemeinen und
Besonderen in pädagogischen Fallstudien ließe sich somit sagen, “dass aus dem
Besonderen des Einzelfalls durchaus Allgemeines, mithin Wissenschaft entstehen
kann: “De singularibus tamen est scientia.” ” 10
Die Aussagen Coulters finden in der Fachwelt unterschiedliche Resonanz. Von den
meisten Schulmedizinern totgeschwiegen, werden sie von anderen 11 als
höchstwahrscheinliche Faktoren angesehen, wenn gleich sie auch in ihrem Anspruch
auf Absolutheit relativiert werden.
Zum einen warnt der Geschäftsführer der ständigen Impfkommission Prof. Klaus-
Dieter Zastrow: “Kinderkrankheiten sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen,
denn sie können gefährliche Komplikationen verursachen”, zum anderen sagt der
Medizinaldirektor Dr. Gerhard Buchwald, dass die Gefahr eines Impfschadens, der
bei keiner Impfung ausgeschlossen werden kann, viel problematischer ist als
eventuelle Komplikationen der Kinderkrankheiten. Seiner Erfahrung nach können
die Reaktionen auf eine Impfung von leichtem Fieber bis zu schweren körperlichen

6vergl. Schütze 1993, S. 216


7vergl. a.a.O. , S. 217
8vergl. a.a.O. , S. 196 u. 217
9 zit. nach Fatke 1995b, S. 688
10Fatke 1995b, S. 694
11Blythe & Goddard, INPP Chester, Ausführungen im Rahmen der Ausbildung zum N.D.T. Okt. 93,
Buchwald, Grätz

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und geistigen Behinderungen reichen 12. Diese Aussage gilt es zu betrachten. Gerade
auch in Anbetracht des letztjährigen von der UNO ausgerufenen Mottos des
Weltgesundheitstages “Impfschutz für alle” 13, das von den Krankenkassen
uneingeschränkt unterstützt wurde, muss man sich fragen, ob hier genug Wissen über
das Wesen der Impfungen und den möglichen Folgeerscheinungen vorhanden ist,
ganz i.S. des Goethe-Wortes “Zweifel wächst mit dem Wissen”,

Durch diese geschilderten Zusammenhänge wurde ich wiederum auf den Bereich
aufmerksam, den ich als seelische Dimension in der Beschäftigung mit Timmy
bezeichnen möchte und der im vorherigen Abschnitt ins Blickfeld rückte. Durch
Hinweise, die mir bei meinem Literaturstudium zum Bereich der Impfungen
begegneten, erschloss sich mir, getreu dem Ausspruch Goethes “Was der Geist nicht
denkt, sieht das Auge nicht”, erst durch diese geistige Anregung dieser weitere
Zusammenhang mit m.E. hoher pädagogischer Relevanz. Daher soll über die
naturwissenschaftliche Darstellung hinaus der Zusammenhang medizinischer
Maßnahmen und Problemfelder in Wechselwirkung mit einer religiös
durchdrungenen Erziehung bzw. einer Berücksichtigung tiefer seelischer Bedürfnisse
beleuchtet werden.

Diese beiden angedeuteten Bereiche lassen sich zusammenfassen in folgende


Untersuchungsgegenstände:
1. Medizinische Maßnahmen, am Beispiel der Impfungen, und ihre Auswirkungen
auf die Reifung des Kindes in ihrer Bedeutung für die Pädagogik; diese Frage
berührt zugleich die Frage nach der Bedeutung der Kinderkrankheiten für die
Entwicklung des Kindes.
Wir werden es hier im einzelnen mit der Frage schleichender Krankheiten und der
Entmyelinisierung als Ursache schwerer und leichter neurologischer Schäden bzw.
Beeinträchtigungen zu tun haben.
2. Die Berücksichtigung eines umfassenden Menschenverständnisses und dessen
Niederschlag in der Erziehung. Konkret geht es hier um die Berücksichtigung
geistiger Realitäten in Erziehungspraxis und -wissenschaft unter dem Stichwort einer
religiösen/spirituellen Erziehung und die Bedeutung dieser Berücksichtigung für die
Entwicklung und freie Seelenentfaltung des Kindes.
Beide Bereiche beinhalten zudem noch die Frage, welche Bedeutung der Position der
Eltern gegenüber der Impffrage für das erzieherische Verhältnis zuzumessen ist.
Denn insofern die vorbehaltlose Akzeptanz der medizinischen Autorität

12in: Öko-Test-Sonderheft Kleinkinder, Sonderheft Nr. 14, 1994, S.18-21, Öko-Test-Verlag,


Frankfurt a.M.
13DAK-Magazin 2/1995 Juni, Zeitschrift für die Mitglieder der Deutschen Angestellten Krankenkasse

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erzieherische und anthropologische Überlegungen verdrängen kann, deutet sich m.E.
eine erziehungswissenschaftliche wie erziehungspraktische Dimension von
grundlegender Bedeutung an. Diese Dimension erfährt ihre Vertiefung in der Frage
nach möglichen Folgeerscheinungen der Impfungen und möglichen
Gegenmaßnahmen zu erfolgten Impfungen. Hierbei scheinen sich neben den
dargestellten neurophysiologischen Möglichkeiten noch weitreichendere Formen zu
erschließen, die auf pädagogische Grundgedanken zurückreichen, welche im Laufe
der Geschichte von einer Vielzahl bedeutender Pädagogen erwähnt wurden.

So erstreckt sich das Thema der Impfung über mehrere Bereiche, die sich durchaus
miteinander verbinden lassen, deren Verbindung sich m.E. aus der Sache heraus
ergibt und auf die ich in der Begegnung mit Timmy aufmerksam geworden bin.
Diese Bereiche sind zum einen der neurophysiologische oder übergreifend
medizinische, der anthropologische i.S. der ontogenetischen Entwicklung und der
philosophisch/geistige Aspekt der Impffrage.

Zunächst einmal stelle ich einige in der Literatur und in der Ausbildung zum N.D.T.
dargestellte Zusammenhänge der neurophysiologischen Reifung des Menschen mit
den dargestellten Einwirkungen der Impfungen auf diese Reifung vor Dies leitet
über zu der Bedeutung, die von verschiedenen Autoren den Kinderkrankheiten
hinsichtlich der Entwicklung des Kindes zugemessen wird.

9.2.1. Praxis der Impfung — eine medizinische Kontroverse

Wie dargestellt, ist auf der Grundlage der Neurophysiologischen Diagnostik des
INPP/Chester eine Reihe deutlich persistenter primitiver Reflexe und aberranter
Haltereflexe bei Timmy festzustellen. Ich habe m.E. deutlich darstellen können, dass
es sich bei Timmy um einen Jungen mit ausgeprägter Kombination von Legasthenie
und Dyskalkulie handelt. Dem Impfausweis von Timmy ist zu entnehmen, dass er
von frühester Kindheit an eine Vielzahl von Impfungen erhalten hat:
TBC im Alter von 4 Tagen;
Polio.- Diphtherie - Tetanus im Alter von 5 Monaten, 7 1/2 Monaten, 23 Monaten, 8
2/3 Jahre;
Mumps und Masern mit 17 Monaten;
Mumps, Masern und Röteln mit 8 2/3 Jahren.
Eine Impfung gegen Pertussis erhielt er nie, hatte bisher aber auch noch keine
Keuchhustenerkrankung.

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Schulmedizinischen Lehrbüchern zufolge besteht zwischen diesen Faktoren -
Impfungen und Lernschwierigkeiten- kaum ein bzw. kein Zusammenhang.
Impfschäden finden hier in den meisten Fällen kaum Berücksichtigung oder werden
äußerst kurz in z.T. widersprüchlichen Aussagen abgehandelt. “Die Folgen einer
Impfenzephalitis für die Konstitution eines Menschen werden vielfach überbewertet;
gutachtliche Fragen sind in diesem Zusammenhang oft schwierig zu entscheiden.” 14
ist als einziger Vermerk zu den Folgen einer Impfung in einem über 500 Seiten
starken neurologischen Standardwerk 15 zu lesen. So werden zwar verschiedene,
starke Reaktionen wie z.B. “Gelegenheitskrämpfe unmittelbar im Anschluss an die
Impfung” als Anlass gesehen, die Impfserie zu unterbrechen 16, aber insgesamt
werden in keinem eingesehenen schulmedizinischem Werk Verbindungslinien
zwischen weichen neurologischen Schäden, Lernschwierigkeiten, senso-motorischen
Störungen u.Ä. gezogen. Auch in dem über 3000 Seiten umfassenden Werk zur
Pädiatrie 17 finden sich hierauf keine Hinweise. In den 22 Zeilen, die dieses Werk
dem Themenbereich Impfungen widmet, wird lediglich der Bezug zur
“Seuchenhygiene” hergestellt; Tenor ist die Erreichung eines hohen und zugleich
kostengünstigen Durchimpfungsgrad der Kinder und Jugendlichen durch komplette
Jahrgangsimpfungen in den Schulen18. Die Ursachen von Impfschäden werden im
Impfkompendium hauptsächlich auf unsachgemäße Impftechniken oder einen
unsachgemäßen Umgang mit Impfstoffen zurückgeführt 19. Auf mögliche generelle
Komplikationen der Impfstoffe wird nur in Bezug auf Spontanreaktionen i.S.
vorübergehender Nebenwirkungen eingegangen 20. Inwieweit die Aussage
hinsichtlich dieser Nebenwirkungen bei Pertussisimpfungen: “Es ist bisher niemals
beobachtet worden, dass aus den vorübergehenden Nebenwirkungen ein bleibender
Schaden entstanden ist” 21 die Sicherheit der Impfstoffe oder aber das Maß der
Beurteilungsfähigkeit der Mediziner beschreibt, wird im folgenden zu betrachten
sein. Lediglich starke Schädigungen finden, wenn schon wenig in der Literatur, so
zumindest in den Impfschadenstatistiken ihren Eingang und ihre
Berücksichtigung 22. Eine Vermutung zu dieser Verschwiegenheit und scheinbaren
Ignoranz dieses Problemfeldes äußerte schon im ersten Teil unseres Jahrhunderts Sir
G. Wilson: “ Zahlreiche Schadensfälle - ich vermute die meisten - wurden nie

14vergleiche demgegenüber die Aussagen Buchwalds zur Praxis von Impfschadensprozessen in: Roy
/Lage-Roy 1987, bes. S.62 bis 70, weite Teile in Buchwald 1994 und in Delarue 1990, S.146 f
15Janzen 1975, S. 242
16Harnack 1968, S. 132
17Bachmann u.a. 1978
18a.a.O. , Bd.1, S.324
19Spiess 1973, S.39 f
20a.a.O. , S.153
21ebd.
22Buchwald in Coulter 1993, S.273 f

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schriftlich erfasst, und zwar um Schadensersatzanklagen zu verhindern,...” 23. Doch
schon 1912 gab es Proteste gegen Impfungen und Veröffentlichung wie der “Impf-
Friedhof” von Hugo Wegener, in dem 36.000 Impfschäden genannt sind, von denen
34.000 ärztlich anerkannt waren. Wegener klagte die Allianz der Regierungen mit
der Schulmedizin an — zumal diese nicht in der Lage sei, die Wirksamkeit des
Pockenschutzes nachzuweisen — und nannte die notfalls mit Polizeigewalt
durchgesetzten Zwangsimpfungen das “schädlichste aller Inquisitionsverfahren” 24.
“In § 52 des Bundes-Seuchen-Gesetzes wird ein Impfschaden definiert als ein über
das übliche Maß einer Impfreaktion hinausgehender Gesundheitsschaden”25. Doch
wer definiert, was als Impfschaden zu betrachten ist und welche Möglichkeiten
bestehen überhaupt, vorhandene Korrelationen aufzudecken, denn “wir haben uns
angewöhnt auf die großen und sofortigen Auswirkungen zu achten und alles andere
zu ignorieren. Wenn sie nicht sofort erscheint, verneinen wir die Existenz der
Gefahr. Sogar Wissenschaftler leiden an dem Handicap, ungenügende Methoden zur
Entdeckung der Anfänge von Läsionen zu haben. Das Fehlen von genügend feinen
Methoden zur Entdeckung von Schäden, bevor Symptome erscheinen, ist eines der
großen ungelösten Probleme der Medizin”26. Auch Dr. K.-R.Kummer zieht nach der
Bearbeitung zahlreicher medizinischer Fachveröffentlichungen folgendes Resümee:
“Das Informationsdefizit über grundlegende Vorgänge bei Impfungen ist groß.” 27
In der 1994 erschienenen 4. neubearbeiteten Auflage des Impfkompendiums ist zu
lesen, dass die Impfgegner aus “häufig rational nicht nachvollziehbaren Gründen"
sich gegen Impfungen verwahren. Die Herausgeber des Impfkompendiums greifen
jedoch kein einziges Argument dieser »Front« auf um zu versuchen es zu
hinterfragen 28. Daher möchte ich nun einen möglichen Zusammenhang zwischen
leichten neurologischen Auffälligkeiten mit ihrer den Lebenslauf eines Menschen
belastenden Wirkung und Impfungen aufzeigen. Denn die Beurteilung der
Impfgegner durch Spiess lässt m.E. entweder auf eine Unkenntnis der zu diesem
Thema veröffentlichten Literatur und Untersuchungen oder aber auf eine
despektierliche Diskreditierung zahlreicher internationaler Fachkollegen und ihren
ernsthaften Bemühungen um die Ergründung dieses Themas schließen.

23Zit. nach Delarue 1990, S.7


24historisches Dokument veröffentlicht in Buchwald 1994 und Leick-Welter 1994
25nach Spiess 1973, S.41
26Rachel Carson nach Coulter 1991, S.163
27Kummer 1995, S. 313
28Spiess 1973, S.88

-9-
9.2.1.1. Die Bedeutung der Markscheidenbildung für
die Reifung des ZNS

Die Entwicklung und Unterdrückung primitiver Reflexe bzw. deren Transformation


in posturale Reflexe gilt den Ausführungen vieler Fachleute (s.o.) und den
Mitarbeitern des INPP/Chester zufolge als Indikator für die Reifung des ZNS: “Es ist
eine allgemein akzeptierte Tatsache, dass die primitiven Reflexe diagnostische
Kennzeichen für die Reifung des ZNS sind” 29.

Die Reifung des ZNS wird im wesentlichen von der Synapsenbildung und der
Umhüllung der Nervenbahnen mit den Markscheiden, der Myelinisierung, bestimmt,
wie es auch von dem Mediziner Otto Wolff ausgeführt wird: “Im einzelnen
ausgedrückt heißt dies für das Zentral-Nervensystem, dass bald nach der Geburt zwar
die Anzahl der Nervenzellen festliegt, nicht jedoch ihre Ausgestaltung, also
Myelinisierung, die beim Menschen durch die ersten Jahre hindurch als Reifung
stattfindet” 30.“Im Gehirn dauert die Markscheidenbildung Jahre. Sie beginnt im 3.
und 4. Fetalmonat an den Hirnnerven im Mesenzephalon 31 und verlängerten Mark
und steht mit dem bereits voll ausgebildeten Saug- und Schluckreflex 32 des
Neugeborenen in Zusammenhang, der ja für das Überleben von ausschlaggebender
Bedeutung ist" 33 und ebenfalls zu den primitiven Reflexen zu zählen ist 34.
Auch der Pädagoge Peter Prömm beschreibt, wie die Reifung des ZNS die
Möglichkeit koordinierter Bewegung bestimmt und Bewegungen die Reifung des
ZNS fördern: “In der Sprache der Physiologie ausgedrückt würde das heißen, dass
mit jeder neu erlernten Bewegung eine neue Assoziationsbahn ausgebildet wird. Im
Verlaufe dieses Prozesses erhalten die anfangs noch marklosen, also noch grauen
Nervenbahnen ihre Markscheiden (Myelinschicht, md) wodurch sie zu den späteren
weißen Leitungsbahnen werden. Der dabei stattfindende Prozess ist ein sich
gegenseitig beeinflussender: Auf der einen Seite zunächst unkoordinierter
Bewegungsdrang, auf der anderen daraus erwachende geistig-seelische Funktionen,
die wiederum möglich machen, die Bewegung allmählich zu koordinieren”35, und
Britta Holle stellt diesen Zusammenhang wie folgt dar: “Allmählich entwickelt sich
der Cortex mehr und mehr, viele Nervenbahnen werden myelinisiert und die

29Goddard 1994, S.2, siehe auch Vojta 1974, S. 9 f


30Wolff 1992, S 187
31Mittelhirn
32vergl. hierzu auch Shepherd 1974, S. 92 : “The early myelination of the cranial nerves is related to
the infant’s well-developed ability to suck and swallow.”
33Krämer 1987, S. 145
34siehe Tabelle zur Entwicklung und Transformation des Reflex-Systems im Anhang, A 2
35Prömm 1965, S. 106

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Verbindung mit dem verlängerten Mark und dem Rückenmark wird hergestellt. Die
Massenbewegungen verschwinden, und die vom Kortex gesteuerten Bewegungen
werden immer sicherer. Das Nervengewebe muss zur Ausführung einer bestimmten
Bewegung ausreichend entwickelt sein.” 36.
Eine “ungestörte Myelinisierung” ist also von “vitale(r) Bedeutung” für die Funktion
und die Entwicklung des Nervensystems 37.
Den primitiven Reflexen kommt hierbei eine grundlegende Bedeutung zu, denn “die
rechtzeitige Herausbildung und Hemmung der Reflexe spielt eine zentrale Rolle in
der Myelinisation der Nerven, und gerade vom Verlauf dieses Vorganges ist es
abhängig, ob der Herangewachsene schließlich auf allen Bewusstseinsebenen
effizient funktioniert” 38, denn “die Bildung der Markscheide steht in engem
Zusammenhang mit der Entwicklung der Nervenzellfunktion. Marklose Neurone
zeigen eine langsamere Leitgeschwindigkeit und raschere Ermüdbarkeit als
markhaltige Fasern, die eine hohe Entladungsfrequenz besitzen und erst nach
längerer Aktivität ermüden. Neurone, die Impulse rasch weiterzuleiten vermögen,
erwerben ihre Funktionstüchtigkeit, sobald ihre Axone von einer Markscheide
umgeben sind”.39
Dieser Reifungsprozess ist laut Peter Blythe vom INPP/Chester zu einem großen Teil
um das 7. Lebensjahr abgeschlossen 40 und eine Großzahl der Bewegungen verlaufen
nun auf gesicherten Bahnen. “Zwischen dem sechsten und achten Lebensjahr hat die
Gehirnreifung einen wichtigen Entwicklungsschritt vollzogen: Der größte Teil des
Corpus callosum ist myelinisiert, eine koordiniertere Zusammenarbeit der beiden
Gehirnhälften ist möglich. Vor diesem Entwicklungsschritt ist die Entwicklung des
Kleinhirns (cerebellum), des Mittelhirnes und des Corpus callosum nicht weit genug
voran geschritten, um bestimmte Feinheiten diagnostizieren zu können. Die optimale
Anwendung findet das Programm daher bei Kindern, die das achte Lebensjahr
überschritten haben” 41.
Vor diesem Zeitpunkt muss das Nervensystem als zu verletzlich und in der
Übertragung bestimmter Reize noch nicht sicher genug angesehen werden, was
Harris Coulter wie folgt beschreibt: “Development of the child's nervous system
during pregnancy and after birth occurs in two stages. First the nerve fibers (neurons
and axons) appear. Only when they are in place does the process of coating with

36Holle 1988, S.,11


37Remschmidt / Schmidt 1981, S. 67
38Goddard 1990, S.4
39Krämer 1987, S. 145; siehe zur Bildung und Bedeutung der Markscheide auch Kahle 1976, u.a.
S.36
40siehe hierzu auch Shepherd 1974, S. 92
41Peter Blythe, INPP Chester, Ausführungen im Rahmen der Ausbildung zum N.D.T. am 20.10.93,
aus dem Englischen

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myelin commence. Prior to myelination the nerve fibers are vulnerable, as nerve
impulses travel more slowly through unmyelinated than through myelinated fibers,
and they can short-circuit from fiber to fiber” 42.
Diese hier nochmals ausgeführten Zusammenhänge, bilden die Grundlage für die
Annahme, dass die Gründe für neurologische Unreifen in der verzögerten
Myelinisation zu vermuten sind, wie dies von R.S. Eustis 1947 43 veröffentlicht und
von Sally Goddard aufgegriffen wurde: “Die Ätiologie dieses Syndroms, das das
Institut für Neurophysiologische Psychologie (INPP) in Chester neurologische
Entwicklungsverzögerung genannt hat, ist vielfältig und häufig unklar. ... Nach
Eustis (1947) handelt es sich dabei um "eine Verlangsamung der neuromuskulären
Reifung und der damit zusammenhängenden verzögerten Myelinisierung der
Bewegungsbahnen und der ihnen verbundenen Nervenbahnen."...” 44.
Unterstützt wird diese These von den Ausführungen Harris Coulters, dass jede
Störung im Prozess der Myelinisation die neurologische Entwicklung des Kindes
behindert: “Anything that interferes with myelination hinders the child's neurologic
development and maturation” 45, sowie den von ihm angeführten Untersuchungen
von Dietrich et al : “Quite recent research (1988) by Rosalind B. Dietrich and
colleagues, using magnetic resonance imaging of the brains of infants and children
from four days to thirty-six months of age has found that those who were
developmentally delayed had immature patterns of myelination. Researchers also
find that impairment of mylination alters neural communication without necessarily
causing severe central nervous system damage” 46.
Betrachtet man die Aussage Nicholls et al: “Eine zusätzliche Folge der
Myelinisierung besteht darin, dass während der Impulsfortleitung 47 weniger
Natrium- und Kaliumionen in das Axon ein- bzw. ausströmen, denn die regenerative
Aktivität beschränkt sich auf die Schnürringe. Daher benötigt die Zelle weniger
Stoffwechselenergie, um die intrazellulären Konzentrationen wieder auf Ruhewert
einzustellen.” 48 so wird deutlich, dass der gesamte Organismus durch entmarktete
Neuronen stärker beansprucht wird und schlechter regeneriert. Nicht nur, dass z.B.
bei einem persistierenden Moro Reflex der Stoffwechsel über die Reflexaktivität im
Gesamtorganismus beansprucht wird, sondern auch das “Zurückfahren” des
Organismus beansprucht eine erhöhte Stoffwechselaktivität.

42Coulter 1990, S. 155


43Eustis,R.S., The primary orign of the specific language disability, Journal of Pediatrics XXXI
44Goddard 1990b, S.4 f
45Coulter 1990, S. 156
46ebd.
47hier ist die saltatorische Erregungsleitung über die Ranvierschen Schnürringe gemeint, siehe:
Nicholls et al 1995, S. 87
48a.a.O. , S.89

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Anhand dieser Aussagen und den im ersten Teil dargestellten Zusammenhängen
zwischen Lern- und Verhaltensauffälligkeiten mit einer verzögerten
Bewegungsentwicklung wird ersichtlich, dass alle die genannten Probleme ihre
Ursachen in nicht ausreichend myelinisierten Nervenbahnen haben können. Welche
Rolle hierbei die sog. “Schutzimpfungen” haben können, möchte ich nun betrachten.

9.2.1.2. Abbau der Markscheide infolge von Schutzimpfungen

Besonders im 1. Lebensjahr kann der Prozess der Myelinisation leicht unterbrochen


und sogar schon aufgebaute Markscheiden wieder abgebaut werden, Harris Coulter
spricht hier von einer “Demyelination”49 also einer Entmyelinisierung. Was dies
bedeutet, führt Glick aus: “ Since the myelin sheath of nerves enables fast
conduction, a diffuse demyelinating disease process that interrupts this sheats at
various places along each axon causese major slowing in nerve conduction
velocities”50. Folge dieser Demyelinisierung können natürlich nicht nur
Verlangsamungen, sondern auch Kurzschlüsse der Nervenimpulse sein, wie Coulter
ausführt (s.o.)und Nicholls et al sprechen gar von einem “Leitungsblock” infolge
einer “ausgedehnten Demyelinisierung” 51. Zur Entstehung dieser funktionalen
Störungen muss es nach Coulter nicht mal zu einer akuten Enzephalitis infolge einer
Krankheit oder als Reaktion auf eine Impfung (Enzephalitis postvaccinalis) kommen,
sondern zahlreiche Untersuchungen legen laut Coulter nahezu unausweichlich die
Folgerung nahe, dass neurologische Veränderungen bis hin zu schweren langfristigen
neurologischen Folgen auch ohne direkte akute Reaktionen die Folge bestimmter
Schutzimpfungen sein können 52. Den Untersuchungen und Veröffentlichungen des
holländischen Pathologen E. de Vries und des Hamburger Impfarztes Prof. Ehrengut
zufolge kann es sich in diesen Fällen um eine “postvakzinale Enzephalopathie”
handeln. Denn der wesentliche Unterschied zwischen einer “postvakzinalen
Enzephalitis und einer “blande postvakzinalen Enzephalopathie” besteht darin , dass
die Enzephalitis ein gut erkennbares Krankheitsbild besitzt, “während die
Enzephalopathie nur kaum oder sehr schwer erkennbar ist” und zudem noch “in
einem viel größeren Maße Spätschäden” erzeugt. Dies scheint besonders
dahingehend bedeutungsvoll zu sein, als dass dem Pathologen de Vries zufolge “das
kindliche Gehirn wegen seiner Unreife bis etwa zum 3. Lebensjahr nicht in der Lage
ist, auf die durch die Impfung gesetzte Schädigung in einer bestimmten Art - die wir

49Coulter 1990, S. 156


50Glick 1993, S. 338
51Nicholls et al 1995, S.90
52Coulter 1990, S. 121und 144

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»Entzündungen« nennen - zu reagieren.” Demzufolge ist bei jungen Kindern eher
mit einer “postvakzinalen Enzephalopathie” (= nach Impfungen auftretende
Gehirnerkrankung) denn mit eine Enzepahlitis als Reaktion auf eine Impfung zu
rechnen. “Diese Bezeichnung wurde von de Vries sehr treffend gewählt, weil sich
eben Entzündungszeichen - die in der Medizin mit der Endsilbe ‘itis’ bezeichnet
werden - nicht finden lassen.” 53 Doch selbst die Frage, ob es eine “symptomlos
verlaufende Enzephalitis gibt, ist bislang ungeklärt” erwähnt Dr. H. Remschmidt 54.
Dr. G. Buchwald spricht hier auch, mit Bezug auf die französischen Ärzte Dr.
Abeltier, Dr. Calmar und Prof. Delore, von “unerkennbaren
Minimalenzephalopathien”, die er —zumal bei der Anzahl von Impfungen, die ein
Kind in den ersten Lebensjahren (bis zu 17, siehe auch Impfauflistung Timmys)
“über sich ergehen lassen muss”— in Verbindung mit den zunehmenden Fällen von
Sprach- und Aufmerksamkeitsstörungen, Seh- und Hörstörungen, Alexie und
Legasthenie sieht 55.
Diese Aussagen stützen die Thesen Coulters, dass die Reaktionen nach einer
Impfung zunächst häufig unbemerkt dann aber, zunächst kaum mehr mit der
Impfung in Zusammenhang gebracht, umso gravierender ausfallen. Nicht im
Zusammenhang mit Schutzimpfungen, aber im Kontext der vulnerablen Perioden des
sich entwickelnden Gehirns, erwähnt der Professor für Psychiatrie, J. Martinius,
“dass während früher Reifungsperioden aus Noxen, die für das reife Gehirn
unerheblich wären, schwerste strukturelle Schäden resultieren. Je weiter die
Ontogenese fortschreitet, desto schwieriger wird es jedoch, Einwirkungen auf die
zunehmende Komplexität, besonders solche leichterer Art, zu erfassen. Zudem
können Potenzen getroffen sein, deren Schädigung sich erst sehr viel später, d.h.
dann wenn ein Entwicklungsschritt fällig ist, dokumentiert.” 56 In seiner berechtigten
Forderung nach Erkenntnis der Gesetzmäßigkeiten für Art, Ort und Zeitpunkt einer
Störung bezogen auf Reifungsvorgänge im ZNS, fordert er leider nicht auch zugleich
ein Erkenntnisstreben im Bereich der Ursachenforschung 57. Dieses wäre nicht nur

53aus “Impfschäden” von Dr. med. Gerhard Buchwald in: Roy/ Lage - Roy 1987, vergl. Buchwald
1994, S. 140 f
54Remschmidt / Schmidt 191; S. 303
55Buchwald 1994, S.160 f; zur Zunahme derartiger Störung sei u.a. auf die von Buchwald 1994,
S.167 erwähnte 1992 veröffentlichte Untersuchung von Heilemann und Höpfner in “Der Kinderarzt”
verwiesen. Nach dieser Untersuchung sind 34 % der deutschen Kinder als “sprachauffällig” zu
bezeichnen. Auf dem Hintergrund der Erfahrungen vieler Motologen und Krankengymnasten gewinnt
diese Untersuchungen eine weitreichende Bedeutung. Diese Erfahrungen finden sich in der Aussage
der Kinderärzte Goebel und Glöckler wieder: “Sprache kann als eine Metamorphose der
Körperbewegungen aufgefaßt werden. ... Deshalb wird man bei allen Sprachstörungen auch gröbere
oder feinere Störungen in der Bewegungsentwicklung bemerken können”, wie sich bei Timmy
deutlich zeigt. (Goebel /Glöckner 1984, S.293)
56Martinius in: Remschmidt / Schmidt 1981, S.67
57ebd.

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“mühsam”, sondern u.U. auch für bestimmte Bereiche der Präventivmedizin
unangenehm erhellend.
Auch die Professorin für Physiotherapy an Universität von Sydney, R.B.Shepherd,
nennt Impfungen als eine mögliche Ursache für Infektionen des Nervensystems und
folgende neurologische Komplikationen und bleibende Beeinträchtigungen 58.
Erstaunlich ist jedoch auch hier, dass sie trotz des Umfangs ihres Werkes diese
Zusammenhänge nur andeutet.
Das Problem der Demyelinisation ist der Medizin schon lange i.S. von
“Entmarkungskrankheiten” bekannt und wird von dem Mediziner Franz Seitelberger
als “aktuelles neuropathologisches Forschungsgebiet” bezeichnet. Es handelt sich
hierbei um herdförmige Zerstörungen der Marksubstanz des ZNS, also um einen
“Verlust der aus Fettstoffen, den Lipiden, bestehenden Hüllen der Nervenfasern, was
schwere Funktionsstörungen ... hervorruft”59. Ein Beispiel hierfür ist die Multiple
Sklerose (MS). Ursachen für derartige Entmarkungskrankheiten können
Entzündungen, autoimmune Prozesse (nach Seitelberger: “Autoimmunreaktionen,
die sich gegen das körpereigene Nervengewebe richten”), Enzyme und Toxine
sein 60. Die Voraussetzungen für diese Störungen werden von Seitelberger als sehr
komplex bezeichnet, was seines Erachtens auch die Behandlung “äußerst erschwert”.
Das Myelin besteht, wie in 4.1.2. gezeigt, jedoch nicht nur aus Lipiden, sondern auch
aus Proteinen. So erwähnt Harnack in Bezug auf “Polyneuritiden bzw.
Neuropathien”, dass im Liquor bei normaler Zellzahl der Eiweißgehalt erhöht ist.
Die Nervenleitgeschwindigkeit ist als Ausdruck des typischen Markscheidenbefalls
herabgesetzt.” 61 Inwieweit sich auch ein eher diffuser Markscheidenbefall durch
einen erhöhten Eiweißgehalt im Liquor cerebrospinalis mittels Liquordiagnostik
feststellen lässt, wäre ein m.E. notwendiges medizinisches Forschungsgebiet.
Problematisch wäre hier u.U. die relativ hohe Schwankung im Normbereich des
Proteingehaltes 62, so dass immer ein individueller Vergleichswert erforderlich sein
könnte. Doch muss nach Einschätzung Dr. G. Buchwalds vermutet werden, dass in
diesem Bereich auch nicht geforscht, “sondern höchstens vertuscht” wird 63.

58Shepherd 1974, S. 185 und 194


59Seitelberger, Franz: Medizinische Hirnforschung und Pädagogik. S.36, in: Möller 1992, S.27-40
60Pschyrembel 255. Aufl., S.447
61Harnack 1976, S. 844 Es finden sich hier neben den Hinweisen auf infektiös und toxisch bedingte
Neuropathien, Hinweise auf physikalische Ursachen (z.B. Kälte). Dies ist gerade im Rahmen einer
pädagogischen Arbeit mit dem Problembereich “Erziehungsdefizite” insofern erwähnenswert, da
hiermit die Leichtfertigkeit vieler Menschen im Umgang mit dem empfindlichen Wärmeorganismus
des Säuglings und Kleinkindes offenbar wird, wenn diese z.B. im Freien keine Kopfbedeckung
erhalten. Diese allerorten zu entdeckende Unsitte ist demzufolge mit erzieherischen Bemühen nicht zu
vereinbaren.
62siehe Pschyrembel 255. Aufl., S.976
63Buchwald 1994, S.175

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Diese Demyelinisierungsprozesse untersucht auch Glick in seinen Ausführungen zu
Studien zur Nerven-Leitungs-Geschwindigkeit im Zusammenhang mit
Polyneuropathien 64 und führt auch an, dass die meisten systemischen Toxine nach
dem Muster einer Polyneuropathie wirken und nennt dies “Toxic neuropathies” 65.
Toxine können demzufolge also einen Demyelinisierungsprozess bedingen. Bei den
Impfstoffen für Diphtherie und Tetanus handelt es sich in der Regel um so genannte
Toxin- bzw. Toxoidimpfstoffe 66.
Auch Shepherd erwähnt als eine mögliche Ursache der Polyneuropathie die “post-
immunization” i.S. einer toxischen Verursachung 67. Unter “post-immunization” ist
m.E. hier u.a. die häufig nach einer Verletzung als Simultanimpfung gegebene
Tetanus-Immunglobulin oder auch das prophylaktisch verabreichte Diphtherie-
Immunserum gemeint 68.

Inwieweit diese Stoffe eine akute oder schleichende “Toxic neuropathie” und
hierüber die infolge einer Demyelinisierung entstehenden neurophysiologischen
Probleme verursachen, ist meines Wissens bisher nicht schlüssig belegt aber auch
nicht widerlegt worden. Jedoch lassen die zahlreichen Symptome, die in der
Folgezeit einer Impfung auftraten, zumindest diese Herleitung schlüssig erscheinen.
Interessanterweise erwähnt der Professor für Neurologie K.Poeck in seiner
Abhandlung über Polyneuropathien 69 die “Serogenetische Polyneuritis”. “Es handelt
sich um eine allergische Polyneuritis, die vor allem nach Injektionen von Tetanus-
und Diphtherie-Antitoxin, aber auch nach Schutzimpfungen gegen Typhus,

64Glick 1993, S.338


65a.a.O. ,.S.362
66Grätz 1994, S.41 ; Spiess 1973, S.21, 160 f, 168f f. Hierbei ist der Hinweis zu beachten, dass anders
als bei vielen Infektionskrankheiten der Wundstarrkrampf, wenn er in natürlicher Weise auftritt,
keinerlei Immunität verleiht: “Nach der Infektion mit Tetanusbakterien gibt es keine stille Feiung. Ja
der Wundstarrkrampf hinterläßt noch nicht einmal einen Schutz vor erneuter Erkrankung.” (Spiess
1973, 2. Aufl., S. 53 mit Verweis auf Hansen; in der 4. Aufl. 1994 heißt es dann “...noch nicht einmal
einen sicheren Schutz...”).Wie sich demnach die Impflogik der aktiven Immunisierung bei Injektion
des Tetanus-Toxoid aufrechterhalten kann, ist sehr verwunderlich (siehe hierzu Grätz 1994, S.38 f),
zumal die Impftheorie — die Antigen-Antikörper-Theorie — G. Buchwald u.a. zufolge insgesamt nur
schwerlich haltbar ist (siehe u.a. Buchwald in: Roy /Lage-Roy 1987, S.35 und Buchwald 1994,
S.148). Demgegenüber spricht Spiess von einem hohen Schutzeffekt der aktiven Immunisierung bei
mehrfacher Impfung, der durch den Nachweis der Antikörper im Serum und über “gut angelegte
Doppelblindversuche” belegt sein soll (Spiess 1973, 2. Aufl., S. 57/58; vergl. 4. Aufl., S. 172 bei
weniger deutlicher Betonung des Antikörpernachweis).
67Shepherd 1974, S.193
68siehe hierzu auch Pschyrembel 255. Aufl., S.1542. Interessant ist in diesem Zusammenhang die von
Roy /Lage-Roy gegebene Fallschilderung eines Patienten mit Guillain-Barré-Syndrom der auf dem
Wege der Rekonvaleszenz wegen eines Sturzes auf dem Krankenhausflur (!) eine Tetanus-Impfung
bekam. Die Rekonvaleszenz dieses Mannes stagnierte und es entwickelte sich ein atypisches Guillian-
Barré-Syndrom. (Roy /Lage-Roy 1992b, S.49 f). Ergänzend hierzu Shepherd: “Guillian-Barré
syndrome is a polyneuropathy of unknown origin ...” (Shepherd 1974, S.193)
69Poeck 1966, S.397 - 413

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Paratyphus, Rotlauf und andere Infektionskrankheiten auftreten kann.”70 Leider
benennt er die “andere(n) Infektionskrankheiten” nicht näher. So bleibt offen, ob er
u.U. die MMR- und die Poliomyelitis-Schutzimpfung meint. Poeck betont zwar, dass
die serogenetische Polyneuritis eine sehr seltene Krankheit ist, doch bleibt auch hier
die Frage offen, ob die von ihm erwähnten Ursachen sich nur in den von ihm
geschilderten Symptomen 71 zeigen, oder ob es auch zu einem “diffusen”
“Markscheidenbefall” 72 mit weniger deutlicher Symptomatik kommen kann. Dies
gilt im gleichen Maße auch für die Medikamente die eine Polyneuropathie auslösen
können, wie verschiedene Antibiotika u.a.73.
Auch die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft machte im Deutschen
Ärzteblatt auf Verdachtsmomente aufmerksam, dass es nach FSME- Impfungen mit
aktiven Impfstoffen (Prävention gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis infolge
eines Zeckenstiches) zu “Störungen des zentralen und peripheren Nervensystems”
sowie zu “Krampfanfällen, Enzephalomeningitis und postvakzinale
Schwerpunktneuritis 74 kommen kann. Sie räumt gleichzeitig ein, dass es sich bei der
FSME um eine “relativ seltene Erkrankung ” handelt und stuft die Impfung als sog.
Indikationsimpfung ein 75. Diese Beurteilung zeigt deutlich, dass sich die
Arzneimittelkommission zumindest der möglichen Gefahr dieser Impfung bewusst
ist und daher eine sonst für viele Impfungen übliche Verfahrensweise nach dem
“Gießkannenprinzip” für bedenklich hält 76. Wenn gleich derartige Erkenntnisse
auch nur in Fachkreisen veröffentlicht zu werden scheinen, denn auf der anderen
Seite steigt der Absatz der FSME-Impfstoffe bei massiver Werbung (“Information”)
der Arzneimittelhersteller innerhalb der Ärzteschaft kontinuierlich an 77. In einem
Vortrag am 21.09.1995 in der Arcana-Heilpraktiker-Schule in Hamburg gab Dr.
Buchwald nach ausführlicher Darlegung die Gefahr einer Enzephalitis infolge eines
Zeckenbisses mit 1 : 72.000 an, die Gefahr einer Schädigung nach einer FSME-
Impfung jedoch mit 1: 36.000, also doppelt so hoch.
Andererseits wird ebenfalls im Deutschen Ärzteblatt für die Zulassung neuer
Lebendimpfstoffe gegen Pocken plädiert, um der zunehmenden “Gefährdung von
Mensch und Tier durch Pockeninfektionen bei Katzen” zu begegnen 78 und dies,

70a.a.O. , S.409
71z.B. “obere Plexuslähmung”,a.a.O. , S.410
72a.a.O. , S.398
73siehe Pschyrembel 255. Aufl., S.1339
74eine zu den Polyneuropathien zu rechnende, entzündliche Erkrankung des peripheren
Nervensystems z.T. degenerativer Art, einhergehend mit Störungen der motorischen oder sensiblen
Leitungen - siehe Pschyrembel 255. Auflage
75Deutsches Ärzteblatt, Heft 14, 09. April 1993, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, B- 755
76vergl. Buchwald 1994, S.120 f und 220 ff
77Hoffmann/ Berendes 1993, S. 53 - 66
78Deutsches Ärzteblatt, Heft 17, 30. April 1993, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, B- 905-908

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obwohl selbst der Erfinder des Kuhpockenimpfstoffes Edward Jenner gegen Ende
seines Lebens (†1823) selbst am Segen seines Werkes zweifelte “Ich weiß nicht, ob
ich nicht doch einen furchtbaren Fehler gemacht habe und etwas Ungeheures
geschaffen habe.” 79 und die Fragwürdigkeit und Gefahren der Pockenimpfungen
schon 1912 gut dokumentiert wurden 80.

Wie in den medizinischen Fachbüchern zu lesen ist, handelt es sich bei MS um eine
Entmarkungskrankheit. Verschiedentlich haben sich einige Ärzte dazu geäußert, dass
ein Zusammenhang zwischen dem Ausbruch von MS und der Polioimpfung als
gerechtfertigt anzusehen ist. “ Es konnte beobachtet werden ..., dass sich Multiple-
Sklerose-Fälle nach Polio-Impfungen verschlimmern oder häufiger auftreten” 81.
Auch eine weitere Ursache von Entmarkungskrankheiten, die “autoimmunen
Prozesse”, werden zunehmend in Zusammenhang mit den Impfreaktionen gebracht.
“It is highly probable that autoimmunity and developmental disabilities are
interlinked by the way of a vaccine-induced encephalitis” 82.
Dass Impfungen entzündliche Prozesse, zumindest im Bereich der Einstichstelle
verursachen, wird immer wieder berichtet 83, auch dass Impfungen einen
Provokationseffekt auf latente Entzündungsherde haben, wird eingeräumt 84.
Es kann also angenommen werden, dass es infolge einer Impfung über verschiedene
Wege zu Demyelinisierungsprozessen kommen kann. Dass diese Prozesse sich nicht
nur in pathologischen Formen manifestieren müssen, es also zwischen keiner
Reaktion und ausdrücklicher Pathologie eine Vielzahl von unterschiedlichen
Reaktionen geben kann, ist m.E. als selbstverständlich anzunehmen und wird von
vielen Medizinern zum Ausdruck gebracht85. “Die Gründe für Dysfunktion des
Zentralen Nervensystems sind genauso zahlreich - wenngleich subtiler - als jene für
offensichtlichere Formen körperlicher Missbildung.” 86

Demnach können Impfungen also entzündliche und autoimmune Prozesse


verursachen bzw. provozieren. Sie können, je nach Eigenart des Impfstoffes, Toxine
und Proteine und somit auch Enzyme in den Organismus des Impflings bringen; all
dies kann medizinischen Lehrbüchern zufolge, Ursache von

79nach Roy / Lage-Roy 1992a so auch folgende Information: Jenner führte die erste Pockenimpfung
an seinem zehn Monate alten Sohn durch, der danach bis zu seinem frühen Tod mit 21 Jahren geistig
behindert war und verwahrte sich vehement dagegen sein zweites Kind impfen zu lassen.
80s.o. Veröffentlichung von H.Wegener
81Delarue 1990, S.119 f, vergl. Buchwald 1994, S.219 f
82Menkes, John H. (1980) Textbook of Child Neurology. Nach Coulter 1990, S.155
83Grätz 1994, S. 19
84Harnack 1976, S.159
85Buchwald 1994, S.160 ff u. 175 ff
86Goddard 1992, S. 4

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Demyelinisierungsprozessen sein. All dies steht als Möglichkeit im Raume und
ergibt in weiten Bereichen m.E. äußerst schlüssige Zusammenhänge, ist aber in
seinen Wechselwirkungen noch nicht fundiert untersucht (zumindest nicht
veröffentlicht). Die herrschende schulmedizinische Aussage interpretiert Impfungen
als Ausgangspunkt einer “mitunter lebenslangen Immunität” 87 bei Ausbildung eines
“immunologischen Gedächtnisses” (die sog. “memory-cells”) 88, als ein
“Immuntraining” sozusagen. Demgegenüber sprechen die sog. “Impfgegner” von
Impfungen als der “Ursache für ein völlig durcheinander gebrachtes Immunsystem”
infolge der “riesige(n) Zahl der durch Impfungen zugeführten Giftkeime” 89.
Von den kritischen Betrachtern der Impfungen wird jedoch immer wieder die
“Einverleibung artfremden Eiweißes” direkt in den menschlichen Organismus als
eines der wesentlichen Probleme von Impfungen gesehen. Diese Einverleibung
artfremden Eiweißes begann mit der Arbeit E.Jenners über die Kuhpockenimpfung
im Jahr 1789 in großem Umfang 90.
Da “bei jeder Impfung einem Kleinkind um ein Vielfaches mehr Infektionskeime
zugeführt (werden), als es jemals bei einer echten Infektionskrankheit in sich
aufnehmen würde 91”, und die Impfstoffe in den meisten Fällen zudem noch auf
bestimmten Zellkulturen (häufig tierischen Ursprungs) gezüchtet werden 92, wird
deutlich, was viele Fachleute unter dem “Zuviel des zugeführten fremden
Eiweißes” 93 verstehen. Die Impfstoffe mit ihren Bakterien bzw. Viren, die für
unseren Körper Fremdeiweiß darstellen 94, werden in der Regel subkutan oder
intramuskulär auf alle Fälle parenteral, d.h. in den Blutkreislauf eingebracht 95, dies

87Spiess 1973, S.10; die in den immunologischen Fachbüchern dargestellten Belege des qualitativen
und quantitavien Unterschieds der sekundären Antikörperantwort gegenüber der primären
Antikörperantwort, basierend auf dem sog. “Immungedächtnis”, beziehen sich allerdings nur auf sehr
kurze Zeiträume (in etwa 40 bis 90 Tage); vergl. Roitt et al 1987, S.90 f und Roitt 1993, u.a. S. 27 f,
S. 135 und S. 152
88Spiess 1973, S.10
89Buchwald in: Coulter 1993, S. 269 f
90Buchwald 1994, S.214
91in dem Impfstoff der sog. Dreifachimpfung DPT (siehe Coulter 1991) sind 12 Millionen
Keuchhustenbakterien, 50 JE Diphtherie Antitoxin und die 50 fache tödliche, aber entgiftete
(attenuierte) Tetanus-Toxinmenge enthalten; Angaben nach L.Deggeller 1994
92Buchwald 1994, S.25 f; es findet sich hier auch der Hinweis, dass Krebszellen als Zellkulturen für
Impfstoffe verwendet werden. Dass hiermit eine deutliche Disposition für einer Krebserkrankung des
Impflings gesetzt wird, ist spätestens seit den Forschungsergebnissen des Physikers F.A.Popp als
höchstwahrscheinlich anzusehen (siehe Bischof 1995, u.a. S.112 ff, 301 ff sowie Schöffler 1984, S.25
ff) und korreliert nach Buchwald mit dem Krebsanstieg bei Kindern.
93Buchwald in: Roy /Lage-Roy 1987, S.38; vergl. Grätz 1994, S. 31: “...eine Impfung (ist) nichts
anderes ..., als die erzwungene Einführung einer größeren Anzahl von Krankheitserregern und
artfremden Proteinen (Eiweißkörper) in den gesunden Organismus. Sie ist also eine Maßnahme,
welche das biologische Gleichgewicht unseres Organismus zu stören droht und damit biochemische
Schäden verursacht.”
94Buchwald 1994, S.147
95eine Ausnahme bilden hier lediglich die Ruhr-, die Typhus- und Polio-Schluckimpfung, da es sich
hier um orale Techniken handelt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass hier die Gefahren eines

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entspricht mit Ausnahme des Tetanus-Infektionsweges auch nicht dem normalen
immunologischen Prozess 96. Der Körper hat damit nicht die Möglichkeit diese
Fremdstoffe (so auch die verschiedenen Zusatzstoffe s.u.) und insbesondere das
artfremde Eiweiß zu assimilieren, “nichts geht durch den Verdauungskanal und
könnte somit wenigstens teilweise unschädlich gemacht werden.” 97 Dass es hierüber
zu einer Sensibilisierung gegenüber artfremden Eiweißes kommt, wird von vielen
Fachleuten erwähnt und in einen direkten Zusammenhang mit den zunehmenden
zahlreichen allergischen Erkrankung und Immunschwächen gebracht 98. Wie ein
Körper aber auf Stoffe und besonders Eiweiße in seinem Blut reagiert, die er sich
nicht zuvor ‘zueigen’ gemacht hat, ist meines Wissens in der Schulmedizin zuwenig
erforscht und bedacht worden. Auffällig ist m.E. in diesem dargestellten Kontext,
dass es infolge von Impfungen, den dargestellten Zusammenhängen gemäß, zu einem
Abbau der Protein-Lipid-Hülle, also der Myelinscheide kommen kann. Verbindet
man diese Zusammenhänge zunächst in einer einfachen Weise so ergibt sich
folgende These: Durch die Zufuhr artfremden Eiweißes unter Umgehung der
Assimilationsmöglichkeit des Organismus scheint es zu einem Abbau funktional
wichtiger Eiweißbestandteile des Nervensystems zu kommen. Diese These zunächst
vorbehaltlos zu prüfen, wäre m.E. eine Aufgabe der medizinischen Forschung, zumal
wir im Tierreich mit der “Bovine Spongiforme Enzephalopathie” , dem sog.
Rinderwahnsinn, einen Beleg für die obige These zu haben scheinen, denn das Rind
hat von Natur aus keine Möglichkeit tierische Eiweißstoffe zu assimilieren 99, ein
Zustand der beim Menschen über das Einbringen in die Blutbahn und somit unter
Umgehung des Magen-Darm-Kanals sozusagen künstlich hergestellt wird. Haben
wir uns nach BSE nun auch CSE (Child Spongiforme Enzephalopathie / „Kinder-
wahnsinn“) und DSE (Demographic Spongiforme Enzephalopathie) geschaffen?
Ob sich aufgrund dieser Zusammenhänge die Aussage von Dr. med. J.G. Veigel
aufrechterhalten lässt “Das Impfen ist eine zutiefst biologische Methode. Es geht

Impfschadens verringert sind; siehe zu Poliomyelitis Buchwald 1994, S.89 ff, 194 f, 221 und
Scheibner 1993, S. 143 - 191
96Scheibner 1993, S. 259
97Leick-Welter 1994; vergl Scheibner 1993, S.259 f
98Buchwald 1994, S.215, Leick-Welter 1994, Deggeller 1994; vergl. auch Roberts, Yvonne / “A shot
in the dark” in: The Sunday Times Magazine. Dec. the 17th 1995, Times newspaper Ltd., London, S.
16 - 24, sie kommt in ihrem Bericht über die möglichen Folgen der großen MR- Impfaktion in
Großbritannien zum dem Schluß, dass die vorliegenden Anhaltspunkte die Vermutung nahe legen:
Das Immunsystem einer wesentlich größeren Anzahl Kinder, als bisher vom medizinischen
Establishment anerkannt wurde, reagiert höchst unangemessen auf Impfungen.
99vergl. Buchwald 1994, S.172

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genau den Weg der Natur, indem dem Körper abgeschwächte Erregerstoffe
verabreicht werden.” 100 ist m.E. fraglich.
Wesentlich für die menschlichen Schädigungen scheint mir aber auch der
Zusammenhang zwischen dem Blut als Einbringungsmedium für den Impfstoff und
dem Nervensystem, insbesondere dem ZNS, als Ort der Schädigung zu sein. Beides,
Blut und Nervensystem, darf man als die zentralen Funktionseinheiten bzw. -
kreisläufe des menschlichen Organismus ansehen. Die Zusammenhänge und somit
die durch das hier Behandelte aufgeworfenen Probleme zu erfassen, würde m.E. eine
weitreichendere Beschäftigung mit dem Wesen des Blutes und des Nervensystems
erfordern, was aber in der vorliegenden Arbeit nicht zu leisten ist.
Neben diesen beschriebenen Wirkungen der eigentlichen Wirkstoffe bergen auch die
Zusatzstoffe der Impfstoffe eine nicht unerhebliche Problematik. Zwar ist die
Pharmaindustrie bemüht hier Abhilfe zu schaffen, doch inwieweit diese Ersatzstoffe
unproblematischer sind als die z.B. bisher verwendeten Formaldehyd,
Aluminiumhydroxid, Hühnereiweiß oder auch Gentamycin, welches zu
Vestibularisschäden und Hörstörungen sowie zu Nierenstörungen führen kann 101,
muss bis zum aufrichtigen Beweis des Gegenteils fraglich bleiben.

9.2.1.3. Oligodendrozyten: Zeugen medizinischer Irrtümer?

In Anbetracht dieser Ausführungen möchte ich nun auf die in 4.1.2. dargestellten
Zusammenhänge der Myelinscheide mit den sie produzierenden und erhaltenden
Oligodendrozyten zurückkommen. Zwar kann die Aussage Kahles in der
wiedergegebenen Weise nicht aufrecht erhalten bleiben, doch kommen auch
Summers und Appel Ende 1994 zu der Aussage: “Myelin injury is associated with
the presence of virus but the mechanism of demyelination remains incompletely
understood.” 102 So wird andernorts zwar die Bedeutung der Oligodendrozyten für
das gesamte ZNS betont und versichert, dass das Verständnis ihrer und damit auch
der Entstehung des Myelin zunimmt 103, doch entsteht bei Einsicht in den neuesten

100Veigel, Jörg G. (1995) Das Wunder des Impfens: Rettung vor schrecklichen Seuchen. In:
Deutsches Ärzteblatt, Heft 44, 03. November 1995, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, B- 2188 -
2189145
101siehe Pschyrembel 255. Aufl., S. 579 f und Roy /Lage-Roy 1987, S.11; schon allein die
Nebenwirkungen dieses Zusatzstoffes wirken wie die Auflistung der Beeinträchtigung vieler
entwicklungsgestörter Kinder.
102Summers, B.A. /Appel M.J. (1994) Aspects of canine distemper virus and measles virus
encephalomyelitis. In: Neuropathol. Appl. Neurobiol., Ausg. Dez 1994, Nr. 20, S. 525- 534, Abstract
über Internet-Medline
103McLaurin J.A. / Yong V.W. (1995) Oligodendrocytes and myelin. In: Neurol. Clin., Ausg. Feb
1995, Nr. 13, S. 23- 49, Abstract über Internet-Medline

- 21 -
Veröffentlichungen zu den Oligodendrozyten-Forschungen 104 eher der Eindruck
einer Fülle spezialisierten Einzelwissens als verstandener Zusammenhänge.
Interessant ist hierbei die Einschätzung der Rolle der Oligodendrozyten für das
Krankheitsbild der Multiple Sklerose, bei der es zu einem Absterben der
Oligodendrozyten kommt, wobei einerseits angenommen wird, dass dies nicht der
Hauptursache der MS sei 105 und andererseits die mögliche Bedeutung des
“oligodendrocyte cell death” für die Bildung der MS-bedingten Läsionen
hervorgehoben wird.
Die Untersuchung von Li, Atashi et al vom ‘Brain and Development Research
Center’ der Universität von Carolina deutet allerdings auf den geschilderten
Übergangsbereich des Blutes zum Nervensystem hin 106. Sie gehen von der
Annahme aus, dass der regionale Verlust von Oligodendrozyten ein wichtiges
pathologisches Moment bei den verschiedenen Entmarkungskrankheiten des
Zentralen Nervensystems ist. Verschiedene Bestandteile des Serums 107, die
normalerweise von dem ZNS aufgrund der Blut-Hirn-Schranke ausgeschlossen
bleiben, wurden für die Untersuchung als Vermittler für demyelinisierenden
Funktionsstörungen eingesetzt. Das Ergebnis legt nahe, dass die im Versuch
erhaltenen Reaktionen der betrachteten Oligodendrozyten-Zelllinien (MOCH-1
Zellen) 108 auf hohe Konzentrationen des Serums und IFN-gamma 109 die in
Lebewesen auftretenden entscheidenden Reaktionen der Oligodendrozyten auf
Störungen, die bei demyelinisierenden Funktionsstörungen geschehen,
widerspiegeln. Soweit die Darstellung von Li et al; interessant wird diese
Untersuchung durch die Zurkenntnisnahme der Tatsache, dass die Blut-Hirn- bzw.
Blut-Liquor-Schranke u.a. durch Bakterientoxine 110 durchlässig werden kann, die
auch eine Bildung von g - Interferon hervorrufen 111 , deren Eindringen in das
Flüssigkeitsmilieu des Gehirns ist somit gegeben 112 . Dies führt nach oben
angeführter Untersuchung zu einer Veränderung der Oligodendrozyten und somit zu

104insgesamt wurden 54 Abstracts zum Thema aus dem Zeitraum Ende 1994 bis Mitte 1995 über die
Internet Medline eingesehen.
105Richardson, E.P. (1994) Pathology of multiple sclerosis: some new developments. In: Clin.
Neurosci., Ausg. Nr.2 1994, S. 253-257, Abstract über Internet-Medline
106Li, Y./Atashi, J./Hayes, C./Reap, E./Hunt, S./Popko, B. (1995) Morpohological and molecular
response of the MOCH-1 oligodendrocyte cell line to serum and interferon-gamma: possible
implications for demyelinating disorders. In: Journal of Neuroscience Research, Ausg. Feb.1995, Nr.
40, S. 189 - 198, Abstract über Internet-Medline
107der von den Blutkörperchen und dem Fibrin befreite nicht mehr gerinnbare, wäßrige Bestandteil
des Blutes, Träger wichtiger biologischer Eigenschaften; vergl. Pschyrembel 255. Aufl., S.1541
108Morphologische und molekulare Veränderungen
109Interferon-gamma, auch γ-Interferon oder Immun-Interferon
110 siehe Pschyrembel 255. Aufl., S.217
111 a.a.O. , S.769
112 nach Nicholls et al 1995, S.108 können schon “kleine Veränderungen (im Flüssigkeitsmilieu des
Gehirns) die Balance von fein abgestimmten erregenden und hemmenden Einflüssen erschüttern”.

- 22 -
einer Verminderung bzw. Einstellung der Markscheidenbildung bzw. -erhaltung.
Aber auch die sog. T-Zellen oder auch T-Lymphozyten, die bei Antigen-Kontakt
stimuliert werden und als einzige auch ohne erhöhte Durchlässigkeit die Blut-Hirn-
Schranke überwinden können 113 , werden zunehmend mit den akuten Entzündungen
des Gehirngewebes in Verbindung gebracht 114 .
Es zeigen sich hier doch einige Hinweise auf die möglichen Prozesse der Wirkung
von Impfstoffen, doch lassen sich insgesamt noch keine befriedigenden
Antwortmöglichkeiten auf die folgenden m.E. relevanten Fragen zur Involvierung
der Oligodendrozyten in den verschiedenen Prozessen der “diffusen
Markscheidenbefälle” finden. Ich stelle diese Fragen daher an dieser Stelle als
offenen Fragen auf, die es m.E. gilt, wissenschaftlich zu beleuchten und deren
Ergebnisse zu veröffentlichen, sofern dies noch nicht geschehen ist :
— Wie wirken die verschiedenen Bestandteile der jeweiligen Impfstoffe zum
einen auf die Myelinhüllen und zum anderen auf die Aktivität der
Oligodendrozyten?
— Geht ein Markscheidenbefall immer mit einer Deaktivierung bzw.
Mortifikation der Oligodendrozyten einher?
— Ist es vorstellbar, dass die Oligodendrozyten bei einem Markscheidenabbau,
sofern sie nicht mit beeinträchtigt sind, in ihrer Tätigkeit aber doch
erschöpfen?
— Über welche Mechanismen wird eine Remyelinisierung aktiviert, d.h. auch
wie ist der Aufbau der Markscheide über den Vollzug bestimmter
Bewegungen im Einzelnen zu verstehen?
— Können regionale Verluste oder Veränderungen von Oligodendrozyten, u.U.
durch Bestandteile der Impfstoffe hervorgerufen, irreberabel sein bzw. sich
zumindest gegenüber den Möglichkeiten einer Reaktivierung durch den
Prozess bestimmter Bewegungsabläufe resistent zeigen?

Die Beantwortung zumindest aber das vorbehaltlose Aufgreifen dieser an die


neurologische bzw. neurophysiologische Forschung gerichteten Fragen sollte im
Interesse aufrichtiger medizinischer Bemühungen stehen – auch wenn sich diese
nicht mit dem Interesse der pharmazeutischen Industrie vereinbaren lassen – um
Klarheit in den m.E. bewusst geschaffenen Nebel der Impffrage zu bringen, denn
“offenbar handelt es sich bei den Schutzimpfungen, um ein noch recht ungeklärtes
Gebiet, bei dem die stärkste Lobby, wie bei der Atomenergie, die Oberhand hat” wie

113 Nicholls et al 1995, S.118


114 ebd. und Williams, K.C. /Ulvestad E. /Hickley W.F. (1994) Immunology of multiple sclerosis. In:
Clin. Neuroscience, Ausg. 2/1994, S. 229-245, Abstract über Internet-Medline — “Finally, the
review suggests a role for T cells in the initiation, amplification, and possibly the termination of CNS
inflammatory events ...”

- 23 -
die Medizinerin Dr. Lore Deggeller 1994 in der Ärztezeitschrift ‘naturamed’ zum
Ausdruck bringt 115 . Die zahlreichen offenen Fragen und fehlenden Kenntnisse über
die Auswirkungen, Langzeitwirkungen und Nebenwirkungen von Impfungen werden
auch von Dr. K.-R. Kummer auf der Grundlage seines umfangreichen
Literaturstudiums immer wieder betont 116 .

9.2.1.4. Zwischenbetrachtung

Coulter führt in seinem Werk von 1990 aus, dass die direkten Reaktionen auf eine
Schutzimpfung so gering sein können und für die Eltern scheinbar ohne Bezug sind,
dass sie kaum als Reaktion wahrgenommen werden und somit bei späteren
Erhebungen nicht erinnert werden 117 . S.Delarue bezieht sich im wesentlichen auf
Untersuchungen zu atypischen Krankheitsverläufen und kommt zu dem Schluss:
“Der häufigere Fall (im Gegensatz zum Direktausbruch der Krankheit, gegen die
geimpft wurde/ md) ist der, dass der Impfling an einer atypischen Form der
Krankheit erkrankt ... solche Manifestationen der Krankheiten, die oft gar nicht
bemerkt werden oder die man für andere Krankheiten hält, sind sehr häufig” 118.
Dieser unmerkliche Verlauf einer Erkrankung, bei dem erst die Folgeerscheinungen
auf eine durchgemachte Gehirnerkrankung schließen lassen, betont auch W.
Holtzapfel 119 und er führt weiter aus, dass es sich nicht nur um körperliche
Missbildungen, sondern auch um die “sogenannte Verhaltensstörungen” handeln
kann, die bei genauer Beobachtung zeigen, dass die “Durchformung des Körpers
gelitten hat ” 120. “The overall impact of encephalitis is "developmental delay" in all
areas” behauptet Coulter und führt einen umfassenden Katalog der seiner
Überzeugung nach möglichen Auswirkungen an: “No less important than the
physical manifestations of the post-encephalitic syndrome are its intellectual and
moral ones. Even the midly affected individual often shows such symptomes as
egotism, narcissism, ego weakness, alienation, impulsiveness, emotional lability, flat
affect, anxiety, paranoia, impatience with criticism, rage, depression, and suicidal
impulses” 121. Betrachtet man diese Aussagen im Zusammenhang mit den folgenden:
Der Grad der neurophysiologischen Unreife geht einher mit einer verminderten

115 Deggeller 1994


116 Kummer 1995
117 Coulter 1990, S. 121
118 Delarue 1993, S. 38
119 Holtzapfel 1960, S. 25
120a.a.O. , S 26
121Coulter 1990, S. 144

- 24 -
Stressresistenz des betroffenen Menschen (ersteres bedingt das zweite) 122 und
Impfungen bedeuten für den Körper Stress und dieser Impfstress kann Krankheiten
hervorrufen 123, so ergibt sich m.E. ein interessantes Untersuchungsfeld zu der
Frage: Inwieweit sind in der neurophysiologischen Entwicklung beeinträchtigte
Kinder (durch Vererbung oder bestimmte Vorkommnisse in der Schwangerschaft
bzw. während der Geburt) in besonderer Weise prädisponiert für merkliche wie
unmerkliche aber folgenreiche Krankheitsverläufe in Folge einer Impfung?
Hier steht die Schulmedizin m.E. unter Beweiszwang, will sie weiterhin behaupten,
dass die Impfprogramme der gesundheitlichen Vorsorge per se dienen 124.
Für den französischen Mikrobiologen und Virologen Professor Jean Tissot ist
Impfung gleichbedeutend mit Anstecken. “Die Impfung beschert dem Geimpften im
günstigsten Fall die chronische Phase der Krankheit, eine Phase, die früher oder
später zu unausweichlichen Komplikationen führt” 125.
Den möglichen direkten Zusammenhang von Impffolgen und primitiven Reflexen
illustriert H. Coulter durch folgendes Beispiel:“ The mother of Eric Hart noted that
his Moro Reflex became more pronounced after his first DPT 126 shot. A month later
he developed infantile spasm.” Und im Weiteren verweist er auf Beispiele
postenzephalitischer Kinder und deren Links- bzw. Beidhändigkeit und schlägt vor,
diesen möglichen Zusammenhang weiterer Forschung zu unterziehen 127. Diese
Zusammenhänge lassen sich heute finden, denn wenn sich Impfungen über das
postenzephalitische Syndrom entmyelinisierend auswirken, so erschweren sie die
Ausführung koordinierter Bewegungen auf höherem Niveau. Das Nervensystem ist
u.U. gezwungen, auf einfachere Bewegungsmuster auszuweichen und die schon
unterdrückten primitiven Reflexe werden wieder aktiviert, d.h. ihre Hemmung kann
nicht mehr im ausreichendem Maße geschehen, Willensbewegungen aber entstehen
durch Hemmung störender Reflexe 128. Zu diesen Reflexen gehört auch der ATNR,
dessen Präsenz, und sei sie auch nur graduell, der Entwicklung einer eindeutigen
Dominanz, und dies nicht nur hinsichtlich der Hände, entgegenwirkt 129.
Dass die Reflexe wesenhafte Bewegungsmuster der frühen Kindheit sind, wurde
dargestellt. Dies konkretisiert im Zusammenhang der Demyelinisierungsphänomene

122nach Peter Blythe, INPP Chester, Ausführungen im Rahmen der Ausbildung zum N.D.T. am
12.10.94, vergl. Blythe /Mcglown 1978, S.12 und S.44
123Verliac, F / Gehmann, P (1973) Poliomyelitis als Folge bestimmter Impfungen. Médicine
Practicienne nach Delarue 1990, S.35
124vergl. Veigel, Jörg G. (1995) Das Wunder des Impfens: Rettung vor schrecklichen Seuchen. In:
Deutsches Ärzteblatt, Heft 44, 03. November 1995, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, B- 2188 - 2189
125nach Grätz 1994, S. 30
126Diphtherie-Pertussis-Tetanus-Impfung
127Coulter 1990, S. 119
128Jacobs 1972, S. 118
129Goddard 1992, S. 10 und 1994, S. 16; Field 1993, S. 15 f

- 25 -
die Aussage des Mediziners W. Holtzapfel im Rahmen seiner Ausführungen zur
“Zeitgestalt der Krankheit”: “Die Entmarkungserscheinungen, die man bei
Nervenkrankheiten feststellt, zeigen an, dass das Nervensystem wieder einen
Zustand annimmt, wie er der Embryonalzeit und frühen Kindheit entspricht.” 130.
Schon 1960 konstatierte Holtzapfel, dass die Hirnerkrankungen bei Kindern “in den
letzten Jahrzehnten deutlich im Zunehmen begriffen” sind und das kindliche Gehirn
überhaupt empfindlicher zu werden scheint, “denn nicht nur nach
Infektionskrankheiten , sondern durch die mannigfachsten Einwirkungen kommt es
immer häufiger zu frühkindlichen Hirnschäden”131. “Da kann es einen nachdenklich
machen, dass die Hirnschädigungen ständig zunehmen, während man die
Kinderkrankheiten durch Impfungen und ausschaltende Behandlung immer mehr zu
verringern bemüht ist” antizipiert Holtzapfel die Untersuchungen und Indizien
Coulters, um anschließend zu fragen: “Wird vielleicht durch die Impfung das
Krankheitsgeschehen gar nicht verhütet, sondern nur verlagert?”132. Diesen frühen
Aussagen Holtzapfels werden durch die folgenden Darstellungen Coulters erhärtet:
“The vaccination programm was given a boost in 1965 when Congress passed the
Immunization Assistance Act. In the following years more and more states extended
their vaccination programs and made them obligatory. Four or five years thereafter
physicians encountered a whole new group of neurologically defective four- and
five-year-olds. A 1986 National Health Interview Survey found that between 1969
and 1981 the prevalence of »activity-limiting chronic-conditions« in persons younger
than seventeen increased by an inexplicable forty-four percent — from 2.680 /
100.000 to 3.848 / 100.000; almost all increase occured between 1969 and 1975.” 133
Es “ist immer wieder feststellbar, dass eine Impfung nicht vor der Krankheit schützt,
sondern diese nach einer Infektion bestenfalls gedämpft abläuft. ... Was aber im
Allgemeinen unter gedämpft verstanden werden kann ist -...- sehr fragwürdig .... Der

Organismus ist seiner Selbstregulationsfähigkeit weitgehend beraubt !” 134

Betrachte ich im Lichte dieser Ausführungen, die Diagnoseergebnisse Timmys


hinsichtlich seiner neurophysiologischen Entwicklung - unterstützt durch die

130Holtzapfel 1994, S. 126; in diesem Zusammenhang weist er auch auf eine mögliche Erhöhung des
Blutkupferspiegels hin. “Auch dies deutet auf einen früheren Zustand, denn der Kupfergehalt des
Blutes ist beim Säugling und beim Kleinkind größer als beim Erwachsenen. Kupfer weist immer
zurück in die Frühzeit.”
131Holtzapfel 1960, S. 23
132a.a.O. , S.28
133Coulter 1990, S. 257; diese Zahlen korrespondieren mit denen in 9.1.2. genannten hinsichtlich der
zunehmenden Unfähigkeit im Umgang mit den Kulturtechniken.
134Grätz 1994, S. 28

- 26 -
Beurteilung der von Frau D. hinzugezogenen Neurologen und verschiedenen
Angaben seiner Genese - so liegen bestimmte Zusammenhänge nahe:
1. Timmys Geburtsumstände (nach Aussagen der Mutter “Rückenmarksspritze” 135,
Zangengeburt, vermuteter Sauerstoffmangel, Unterkühlung) lassen vermuten, dass
schon zu diesem Zeitpunkt eine Entwicklungsverzögerung bzw. -störung veranlagt
wurde, wie Jane Field auf der 5ten Europäischen Konferenz über Neurologische
Entwicklungsstörungen ausführte 136 und Angelika Blume in ihrem
sachverständigen, gut recherchierten Werk ebenfalls belegt 137.
2. Die frühzeitig erhaltenen, umfangreichen Schutzimpfungen können als weitere
Noxen hinsichtlich seiner neurophysiologischer Entwicklung zumindest
angenommen werden. Hier ist neben den sehr frühen Impfungen, die trotz m.E.
deutlicher Hinweise auf ein mögliche Schwäche des Nervensystems gegeben
wurden, auch die akkumulierte Verabreichung von Impfstoffen am 1. Oktober 1993
als äußerst problematisch zu betrachten. Beide Momente werden von zahlreichen
Fachleuten als unter allen Umständen zu vermeidende Komplikationsfälle
betrachtet 138. Die Problematik der Boosterung (Wiederholungsimpfung) findet auch
bei Dr. K.-R.Kummer Erwähnung 139.
3. So ist es erklärlich, dass Timmys einzige “Kinderkrankheit” eine
Scharlacherkrankung war, die allerdings wegen medikamentöser Behandlung nur
drei Tage dauerte.
Der leitende Kinderarzt des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke erläutert in einer
Informationsschrift des Krankenhauses “Zu den Impfungen”: “Drei große Bereiche
sind es innerhalb der Medizin des Kindesalters, die es den Kindern erschweren, in
der Krankheitsüberwindung etwas zu lernen: Die unüberlegte schematische
Anwendung von Fiebermitteln, von Antibiotika und von Impfungen” 140.
Und in der Klassischen Homöopathie weiß man, dass in vielen Fällen mit dem
Verschwinden der äußerlichen Symptome die Krankheit ins Innere getrieben wird,
und sich dort an lebenswichtigeren Stellen des Organismus manifestiert 141. Dazu
sagte Hahnemann: “..., so dass das innere Uebel nun schlimmer an einer edleren und

135dieser Ausdruck wird umgangssprachlich für Epiduralanästhesie verwendet (siehe Blume 1982,
S.128) und meint in den wenigsten Fällen wirklich eine Rückenmarks- bzw. Lumbalanästhesie, bei
der es sich im Ggs. zur Epi. um eine sog. tiefe Spinalanästhesie (in den Liquor) handelt und nicht um
die extradurale Spinalanä. (in den Epiduralraum).
136Field 1993; vergl. auch Goddard 1992, S.4 f
137Blume 1982, bes. S.80 f Geburtskomplikationen durch vorzeitigen Fruchtwasserabgang, S.90 ff
Zangengeburt infolge einer Epi. , S. 133 ff Nebenwirkung der Epiduralanästhesie: Auswirkungen auf
das ZNS des Kindes, schlechtere Versorgung des Kindes mit frischem sauerstoffhaltigem Blut unter
der Geburt.
138siehe hierzu u.a. Grätz 1994, S.43 ff; Roy /Lage-Roy 1987, S.15 f und 1992b, S. 5 f
139Kummer 1995, S. 321
140Goebel 1994
141Grätz 1994, S.53

- 27 -
bedenklichern Stelle auszubrechen genöthigt wird.” 142 Aber auch der Mediziner K.-
R.Kummer weist in diese Richtung: “Notwendig wären Erkenntnisse, ob durch
bestimmte Impfungen Krankheitsprozesse im Leben eines Menschen anders
verlaufen können. Es wäre zu vermuten, dass die durch Impfung verhinderte
Krankheit in anderen Bereichen ihren Ausgleich erfährt. Erste Hinweise ergeben sich
aus der Epidemiologie 143.” 144

Den Ausführungen Fields 145 et al zufolge haben die Geburtsumstände Timmys


einen wesentlichen Anteil an seiner neurophysiologische Unreife, was sich bei einer
derartig gestalteten Geburt und deren Folgeerscheinungen von modernen Neurologen
und Schulmedizinern durchaus bestätigt wird 146. Auch Kniest benennt in seinen
Ausführungen zu medizinischen Ansätzen u.a. Sauerstoffmangel, zu lange
Geburtsdauer und Zangengeburt als perinatale Schädigungen, die als Ursache zu
funktionellen Beeinträchtigung führen können 147. Blythe et al benennen immer
wieder die Möglichkeit, dass der Persistenz primitiver Reflexe zu einem hohen Teil
genetische Fehldispositionen zugrunde liegen, also vererbbar ist 148. Bei Timmy
kann das eine, wie auch das andere mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffen, da seine
Mutter in vielen Gesprächen berichtet, dass auch sie sich in ihrem
Gleichgewichtssinn als nicht gesichert empfindet. Auch Timmys leiblicher Vater
zeigt eine Anzahl von Verhaltensweisen, die, den Angaben des INPP/Chester
zufolge, auf eine neurophysiologische Unreife schließen lassen.
Diese mögliche erbliche Grundschwäche ist u.U. durch die Geburtsumstände
verstärkt worden, zumindest scheint eine Schwächung des Entwicklungsverlaufes
durch seine Geburtsumstände aber mit hoher Wahrscheinlichkeit bedingt, denn
“wenn eine geringfügige Schwäche im genetischen Code vorhanden ist, dann
kompensiert entweder der Verlauf der Schwangerschaft, der Geburt und der ersten
Lebensmonate diese Schwäche oder verstärkt sie” 149. So können aber auch die
“verzögerte Geburt und (die) erforderlichen Hilfen (Z.B. die Zange /md) ...
Auswirkung einer intrauterin gestörten Entwicklung sein.” 150 wie z.B. Goddard auf

142Hahnemann 1842, S.VI


143hier verweist Kummer auf Baer, M. et al (1995) Increase of bacteriaemic pneumococcal infections
in children. Lancet, S. 345 - 661
144Kummer 1995, S.,445
145Field 1993
146siehe hierzu E.E.Werner in Flehmig/Stern 1986, S. 392 und Blume 1982, sowie Remschmidt /
Schmidt 1981 S. 67 f: der Zeitpunkt um die Geburt wird hier als “vulnerable Periode” für das junge
Nervensystem gesehen.
147Kniest 1993, S.36
148Goddard 1990a, S.3
149Goddard 1992, S.4
150Janzen 1975, S. 285

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Odent rekurrierend für Steiß- und Schulterlagen erwähnt 151. Auf diese
Grundschwäche nun treffen die Impfungen, die Timmy zu einem sehr frühen
Zeitpunkt und im vollständigen Maße erhielt.
In der Homöopathie kennt und nutzt man die Vorstellungen “chronischer
Grundkrankheiten”. Es handelt sich hierbei um Grundkrankheiten, Schwächen, die
im Körper des Kindes schon latent vorhanden sind z.B. durch Vererbung.
Impfreaktionen gehören dem homöopathischen Denken zufolge nun zu diesen
chronischen Grundkrankheiten. “Eine Impfung ist in der Lage, die miasmatische 152
Prädisposition, welche das Kind von seinen Eltern geerbt hat, zu aktivieren” und
kann unter bestimmten Umständen “verheerende Wirkungen” anrichten 153.
Diese homöopathische Vorstellung trifft sich mit den Gedanken, dass eine schon
bestehende Unreife im ZNS durch verschiedene Faktoren, so auch und insbesondere
durch verschiedene Impfungen, eine Verstärkung erfährt und sich offenbart.

Mittels der vorangegangenen Ausführungen kann m.E. die Relevanz deutlich


geworden sein, die neurophysiologische Zusammenhänge und die Kenntnis um die
Entwicklung der Medizin für eine begründete pädagogische Stellungnahme als
fundierte Ergänzung und Argumentation haben.

9.2.2. Schutzimpfungen und menschliche Entwicklung

9.2.2.1. Impfungen gegen Kinderkrankheiten -


entwicklungshemmend?

Die Verhinderung jeglicher Auseinandersetzung des Organismus mit


Kinderkrankheiten zum Wohle des Kindes wie sie von der Schulmedizin und der
Pharmaindustrie gepriesen wird, steht den Erfahrungen vieler Ärzte und
Homöopathen entgegen, die nach einer Auseinandersetzung der Kinder mit den
Kinderkrankheiten, eine adäquate Pflege und Betreuung vorausgesetzt (!),
Wachstums- und Entwicklungsschübe festgestellt haben 154. “In jeder
Kinderkrankheit findet also ein Reifungsprozess statt, der für die menschliche
Entwicklung notwendig ist” 155. Und der niederländische Arzt B.Lievegoed erläutert:
“Immer wieder erlebt man, wenn man sich angewöhnt, den psychologischen

151Goddard 1990b, S.11


152homöopathischer Oberbegriff der Charaktere chronischer Grundkrankheiten
153Grätz 1994, S. 23
154Coulter 1990, S.126
155Grätz 1994, S.26; vergl. Buchwald 1994, S.96

- 29 -
Entwicklungsgang des Kindes in seinem Zusammenhang mit den Kinderkrankheiten
genauer zu betrachten, wie die Kinderkrankheiten Meilensteine innerhalb der
Entwicklung des Kindes sind.” 156 Die Bedeutung der Kinderkrankheiten stellte der
Arzt Norbert Glas schon 1937 in seinem Werk ‘Kinderkrankheiten als
Entwicklungsstufen des Menschen' dar und wies auf die Bedeutung dieser
Anschauung für die Pädagogik hin157. Der erfahrene Arzt und Heilpädagoge
W.Holtzapfel sagt hierzu:“ Die Frucht der Kinderkrankheit besteht nun nicht nur
darin, dass das Kind immun geworden ist, d.h. gefeit gegen eine nochmalige
Erkrankung gleicher Art, sondern vor allem in einer durchgreifenden Wandlung
seines ganzen Wesen und Verhaltens. Fortschritte auf den verschiedensten Gebieten,
ja ganz neue Fähigkeiten können plötzlich zum Vorschein kommen. ... Es ist
deutlich, dass die Behandlung eines solchen organischen Verlaufes, wie ihn die
Kinderkrankheit zeigt, nicht darin bestehen kann, ihn abzuschneiden oder zu
zerstören. Behandlung und Pflege müssen vielmehr Krankheiten dieser Art so
begleiten, dass sie sich ohne Risiko ausleben können.” 158
Hinsichtlich der typischen Impfung gegen Kinderkrankheiten, die Dreifachimpfung
MMR (Masern-Mumps-Röteln) spricht die Medizinerin L.Deggeller davon, dass hier
“die Nutzen /Schaden-Relation nun vollends gar nicht (stimmt)” 159, denn “Mumps
gilt als harmlose Kinderkrankheit , deren Impfung nicht einmal von der WHO
empfohlen wird”, und bei Röteln, “eine Krankheit die lediglich als Röteln-
Embryopathie gefährlich ist”, führt “nur eine wirklich durchgemachte Röteln-
Erkrankung ... zur ausreichenden Antikörperbildung für das ganze Leben.” Noch
problematischer gestaltet sich, L.Deggeller zufolge, die Masernimpfung hinsichtlich
der Verhinderung einer lebenslangen Immunität, zumal “die echte
Masernerkrankung, wie alle Kinderkrankheiten, einen positiven Entwicklungsfaktor
darstellt. Eltern und Ärzte bekräftigen immer wieder, dass nach einer solchen
‘Mauserung’ deutliche körperliche und psychische Fortschritte zu erleben sind:
Ekzeme bessern sich, Bettnässen, Sprachstörungen und ähnliches sind
verschwunden. Die Besserung eines nephrotischen Syndroms 160 nach Masern ist
bekannt.” 161 und W. Holtzapfel weiß zu berichten, dass ein Kind durch die
vermeintliche Unterrichtsversäumnisse aufgrund der Krankheit, häufig nicht den

156Lievegoed 1976, S.138


157Glas 1937, S.134
158Holtzapfel 1986, S. 25 f.
159vergl. Roberts, Yvonne / “A shot in the dark” in: The Sunday Times Magazine. Dec. the 17th
1995, Times newespaper Ltd., London, S. 16 - 24, ein Bericht über die möglichen Folgen der großen
MR- Impfaktion in Großbritannien
160Sammelbegriff für eine Vielzahl primärer und sekundärer Nierenkrankheiten bzw. -störungen, bei
Kindern häufig beginnend mit einer Proteinurie,d.i. eine erhöhte Eiweißausscheidung über den Harn;
vergl. Pschyrembel 255. Aufl., S.1151 u. 1371
161Deggeller 1994

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Anschluss verpasst, sondern “dass es im Gegenteil inzwischen vorangekommen ist
und mit wacherem Bewusstsein am Unterricht teilnimmt.” 162 Lievegoed spricht
davon, wie man beobachten kann, dass sich das Kind in den ersten zwei bis drei
Monaten nach Ablauf der Masern “bedeutsam wandelt. Die Gesichtszüge werden in
kurzer Zeit viel individueller. Die Gestalt wandelt sich stark und entwickelt sich viel
schneller als im letzten Jahr vor dem Masernausbruch.” 163
Auch er erwähnt das rasche Aufholen kleiner Entwicklungsrückstände und das
Beheben verschiedener Probleme durch bzw. infolge der Krankheit. Vielen Autoren
gemeinsam ist die durch Beobachtung gewonnene Überzeugung, dass die Kinder
sich in den Kinderkrankheiten mit dem ererbten Eigenheiten auseinandersetzen und
so die Individualisierung fördern, wie es im Ausspruch einer Mutter wiedergegeben
wird: “Das Kind fängt an mehr sich selbst ähnlich zu werden.” 164; denn in der
Rekonvaleszenz setzt eine erhöhte Tätigkeit gestaltbildender Kräfte, eine erhöhte
Wirksamkeit des “Formtriebes” 165, der sowohl im körperlichen als auch im
seelischen wirkt. Dieser Gedankengang der Auseinandersetzung der Kinder in den
Kinderkrankheiten mit der ererbten Physis zugunsten der Erarbeitung einer
individuelleren Gestalt ist m.E. besonders in Anbetracht der Geschichte Timmys
erwähnenswert und muss m.E. in Zusammenhang mit den Aussagen in 9.2.1.4. zu
den miasmatischen Prädispositionen gesehen werden. Insofern man diesem
Gedankengang der aus der Homöopathie heraus entwickelt wurde, folgen möchte
ergibt sich, dass die Impfungen, insbesondere gegen Kinderkrankheiten, also nicht
nur die Auseinandersetzung mit diesen Miasmen verhindern bzw. erschweren,
sondern diese aktivieren.

Durch Impfungen sei “der Organismus ... seiner Selbstregulationsfähigkeit


weitgehend beraubt”166. Diese Einschätzung vertritt auch der erfahrene Kinderarzt
zur Linden wenn er ausdrückt, dass die Kinderkrankheiten zu einer harmonischen
Entwicklung des Kindes notwendig sind 167 und in Übereinstimmung mit vielen
Impfexperten jede Impfung als einen schweren Eingriff in den menschlichen
Organismus beschreibt 168, zumal — wie Kummer aussagt — “Impfungen ... nicht
mal als abgemilderte Krankheit zu verstehen (sind), welche in abgeschwächter Form
verlaufen.” 169

162Holtzapfel 1994, S.127


163Lievegoed 1976, S. 138 f
164 a.a.O., S. 139
165ebd.
166Grätz 1994, S. 28
167Linden 1971, S.374
168a.a.O., S.394
169Kummer 1995, S. 313

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Die von der Schulmedizin postulierten Gefahren dieser Kinderkrankheiten scheinen
den vorangegangenen Aussagen zufolge, also eher in einer unsachgemäßen
Behandlung der Krankheit und Betreuung der Kinder zu liegen, als in dem Wesen
der Krankheit selbst. Dr. G. Buchwald zufolge wurde denn auch erst nach der
Herstellung eines Impfstoffes aus dem bis dahin harmlosen Ereignis der
Kinderkrankheit “eine schreckliche Krankheit mit schlimmen Nebenwirkungen
gemacht.” Laut Buchwald stieg die Komplikationsrate bei Masernerkrankung aber
erst an, als viele Kinder ihre Masernerkrankung, infolge einer nachlassenden
Wirkung des Impfstoffes, während der Schulzeit bekamen und nicht, wie es vor
Einführung des Impfstoffes die Regel war, diese Krankheit im Vorschulalter
durchmachten, also auf einer wesentlichen anderen Entwicklungsstufe 170. Auch
Buchwald kommt bei der Durchsicht einer großen Zahl statistischen Materials zu der
Schlussfolgerung, dass eine Impfung gegen Masern, dass Risiko an Masern zu
erkranken in Bezug auf die Gesamtlebensdauer nicht unbedingt senkt, aber die
Gefahr eines atypischen oder schweren Krankheitsverlaufes infolge einer ‘späten’
Erkrankung steigt. Mit dem frühen Beginn der Impfung schafft die pharmazeutische
Industrie, den Aussagen Buchwalds zufolge, lediglich eine lebenslange Abhängigkeit
des Impflings von dem immer wieder aufzufrischenden Impfschutz mit dem
Versprechen eines Schutzes, der lediglich durch das Durchmachen einer natürlichen
Masernerkrankung zu erreichen ist. Diese Abhängigkeit wird von geimpften Müttern
an ihre Kinder weitergereicht, da sie, die nie eine natürliche Immunität ausbilden
konnten, diese auch nicht auf ihr Kind zum Schutz während des ersten Lebensjahres
übertragen können 171.
Wie ich selbst aus zahlreichen Gesprächen mit Kinderärzten und in meiner
praktischen Arbeit in vielen Kindertagesstätten erfahren habe, treten Komplikationen
oder problematische Krankheitsverläufe bei den sog. Kinderkrankheiten dort auf, wo
die Eltern die Kinder nicht in der notwendigen Weise gepflegt und betreut haben
bzw. meinten aus beruflichen Gründen nicht pflegen zu können 172 oder gar der
Meinung waren “Die (ihre Kinder) haben sich das (i.d.F. Keuchhusten) hier (die
Kindertagesstätte) geholt, also könnt ihr (die Erzieher) es auch auskurieren.” 173

170Buchwald 1994, S.97 f


171Buchwald 1994, S.95 - 102, vergl. Deggeller 1994
172nach telefonischer Auskunft der Barmer-Ersatzkasse im Okt. 1995 besagt die gesetzliche
Regelung, dass berufstätige Mütter bei der Krankheit ihrer Kinder selbst Krankheitsschutz genießen.
Dieser beträgt pro Kind 10 Tage pro Jahr, aber insg. max. 25 Tage, bei Alleinerziehenden 20 Tage pro
Kind pro Jahr, insg. max. aber 50 Tage pro Jahr.
173Originalzitat einer Mutter, die ihre Kinder 3 Tage nach Ausbruch der Krankheit wieder in die
Tagesstätte brachte, notiert im Sept. 1992 in der Kindertagesstätte “Die Inselkinder” auf der
Nordseeinsel Föhr.

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Dass derartige Hintergründe bei den in den medizinischen Statistiken erfassten
schweren Krankheitsverläufen nicht mit erwähnt werden, ist m.E. sehr bedenklich
und unterstützt somit die Aussage Coulters, dass es sich bei den Impfungen, neben
dem Geschäft der pharmazeutischen Industrie, wesentlich mehr um die vermeintliche
Entlastung der Eltern als um die Sorge für das Wohl des Kindes handelt 174.

Befasst sich H.Coulter in seiner Untersuchung ausgiebig mit dem Phänomen der
“ego-weakness” - der Ich-Schwäche - als Folge von Impfungen, so findet sich dieser
Eindruck auch bei zur Linden mit dem Hinweis auf die Gestaltänderung des Kindes
“in Richtung auf das Individuellere” “durch das Überwinden einer
Kinderkrankheit” 175.

Die dargestellten Aussagen, aber auch die eigenen Erfahrungen die jeder mit Kindern
machen kann, stellt eine Frage in den Raum, der sich die Medizin und Pädagogik
stellen müssen: Sind Kinderkrankheiten von ihrem Wesen her als durch nichts zu
substituierende Lebenshilfen — u.a. bei der Auseinandersetzung mit den elterlichen
Vererbungskräften— zu verstehen?

9.2.2.2. Möglicher Einfluss von Impfungen auf die seelisch-


geistige Entwicklung

Die zahlreichen von H.Coulter aufgeführten Symptome, die er als Folgen einer
Enzephalitiserkrankung sowie einer postvakzinalen Enzephalitis mit und ohne akuten
Reaktionen interpretiert, lassen sich zum einen in den Bereich harter
(Zerebralparese) und weicher (die sog. MCD, Dyslexie etc.) neurologischer
Störungen bzw. Auffälligkeiten einordnen und zum anderen als seelische
Disharmonien und Zwangshandlungen bezeichnen. Der Ansicht, dass nicht nur
schwere Schäden als Impfschäden zu interpretieren sind, ist auch der französische
Arzt Dr. Abeltier. Er kommt zu dem Schluss, dass es bei den durch Impfungen
hervorgerufenen Schädigungen Übergangsformen geben muss, und zwar in den
Abstufungen vom Zustand »gesund« bis zum Zustand »Enzephalitis« bzw.
»Enzephalopathie« 176. Virusinfektionen und Enzephalitis werden auch von
Grissemann anhand der Untersuchungen E. Klasens in einen Zusammenhang mit
“organischen Funktions- und Reifestörungen”, die als Ursache schulischer

174siehe Coulter 1990, S.xxi f


175a.a.O., S. 374
176Buchwald in: Coulter 1993, S.264

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Leistungsstörungen und psychosomatischer Verhaltensanomalien gesehen werden,
gebracht 177.
H. Coulter bezieht sich in seinen Ausführungen auf Samuel Torrey Orton, der in den
2Oer Jahren erkannte, dass »emotionale Störungen« aus neurologischen
Tatbeständen hervorgehen; dieses wurde 1982 von Norman Geschwind wieder
aufgegriffen 178. Aufgrund dieser Verbundenheit des Nervensystems mit der
Gefühlswelt des Menschen, der neurophysiologischen Unreife mit emotionaler
Instabilität und seelischen Störungen lässt sich der Titel der deutschen Übersetzung
des Buches von H. Coulter “Impfungen- ein Großangriff auf Gehirn und Seele" 179
verstehen. Auch der deutsche Arzt Dr. med. Gerhard Buchwald führt in seinem
Nachwort zu der deutschen Ausgabe Aussagen an, dass “in Impfungen die Ursache
für später auftretende Charakter- und Gemütsschäden" zu sehen ist.
In ihren sachlichen Aussprachen gegen eine kritiklose Übernahme von
Impfempfehlungen stellt auch Dr. med. Dr. phil. Lore Deggeller mit deutlichen
Worten die Frage: “Was geschieht, wenn in die physisch-geistige Situation des
Kleinkindes hinein brutal Impfstoffe in den genannten Mengen hineingeschossen
werden?” und führt dann aus: “Neben den direkten Schädigungen der seelisch-
geistigen Entwicklung der Jugendzeit dürften wohl auch Störungen bzw.
Abweichungen der Ich-Entwicklung, wie sie heute zu beobachten sind, hier eine
ihrer Ursachen haben.” 180
Ohne sich direkt auf Impfungen als Ursache zu beziehen, benennt auch der
Psychiater und Neurologe R. Treichler den engen Zusammenhang seelischer
Erkrankungen mit Degenerationsprozessen des Nervensystems und zeigt die
Verbindung der Ich-Entwicklung mit dem Seelenleben an zahlreichen auch von
Coulter aufgegriffenen Phänomenen auf 181. Trotz seiner Doppelqualifikation bezieht
er sich in der Ursachenergründung der von ihm aufgegriffenen Phänomen im
wesentlichen auf psychologische Hintergründe, denen Coulter in seinen
Ausführungen zur Frage “Psychological or Neurologic?” die Ergebnisse seiner
Untersuchungen entgegenhält. Aufgrund des erweiterten Verständnisses von
»Seelenlehre« (Psycho-logie) und des gegenüber Coulter deutlicher herausgestellten
Begriffsverständnisses von »Ich« und »Seele« entzieht er sich nicht nur in weiten
Teilen der in besagtem Kapitel vorgebrachten Kritik Coulters an der Bedeutung
psychologischer Hintergründe, sondern kann diesem in seinem Bemühen der
Darstellung von Ich-Schwäche (“ego-weakness”) und deren Symptomatik ergänzend

177Grissemann 1974, S.70


178Geschwind 1982, S.13-30
179Coulter 1993
180Deggeller 1993
181Treichler 1982

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zur Seite gestellt werden. Auch wenn Coulters Vorstellungen vom »Ich« nicht
deutlich hervortreten, so beziehen sie sich m.E. im Wesentlichen auf den Begriff des
Selbstbewusstseins, der Selbstwahrnehmung.
Einige der Symptome die Coulter beschreibt, finden wir auch an anderen Stellen im
Zusammenhang mit der Persistenz primitiver Reflexe wieder.
Im Rekurs der Aussagen zur Bewegungsentwicklung des Kindes möchte ich die von
persistierenden primitiven Reflexen beherrschten Bewegungsstrukturen, die der
eigentlichen Willkürhandlung bzw. Willenstat des Kindes entgegenstehen, in
Übereinstimmung mit Georg v. Arnim zumindest teilweise als “leibverhaftete
Bewegungen” interpretieren. Der Kinderheilkundler und Heilpädagoge G.v. Arnim
sagt über diese Bewegungen in seiner Abhandlung über “Seelenleben und
Bewegungsstörungen des Kindes”, dass sie “bei vielen davon betroffenen Kindern
einen Mangel an Seinserfahrungen, Lebenssicherheit und Urteilsfähigkeit, auch an
Initiative” bedeuten 182. Zu diesen Bewegungen zählt er insbesondere die Tonischen
Nackenreflexe 183. Die Bedeutung der Tonischen Reflexe (TLR, ATNR, STNR) für
das Gleichgewichtsempfinden des Menschen wurde hinreichend erläutert. Ohne sich
auf diese Basiselemente zu beziehen, spricht auch I.Milz davon, dass “der
Gleichgewichtsmechanismus ... die Grundlage aller Bewegungsmuster und
letztendlich auch allen Verhaltens” ist 184.
Mögen diese Darstellungen von einem Großteil der Schulmedizin zunächst aufs
deutlichste bestritten und angezweifelt werden, so bleibt sie bis dato jedoch den
Nachweis schuldig, dass dem nicht so ist. Den Ausführungen des französischen
Arztes Dr. J.M. Kalmar zufolge sind die offerierten Verheißungen der
Impfbefürworter mit einer korrekten wissenschaftlichen Vorgehensweise nicht
belegbar, und er bezichtigt die Verantwortlichen hinsichtlich ihrer Impfpropaganda,
bei gleichzeitig deutlichen Hinweisen auf die Impfproblematik, denen sie mit
Ignoranz begegnen, der Scharlatanerie. Seiner Ansicht nach ist daher “jede Impfung
... wissenschaftlich gesehen ein Skandal” 185. Zu diesem Ergebnis kommt auch die
Australierin Dr. V. Scheibner in ihrem weitreichend und fundiert recherchiertem
Werk über “vaccination”. An verschiedenen Stellen erwähnt sie immer wieder, dass
sie keine wissenschaftlich haltbare Studie finden konnte, die die von der
Schulmedizin proklamierte Wirkung von Impfungen eindeutig belegen kann. Es
handelt sich ihren Aussagen zufolge bei den befürwortenden Aussagen um
verfälschende Darstellungen sogenannter Untersuchungsergebnisse 186.

182Arnim 1992, S.244


183a.a.O. , S.234 f
184Milz 1993, S. 39 und Dietz, Marc (1994) Die Bedeutung der Betrachtung des
Gleichgewichtsempfinden für das Verständnis “aggressiven” Verhaltens. In: Dietz 1991-94
185in: Delarue 1990, S.13-16
186siehe Scheibner 1993, u.a. S.xix, S.10, S.261 f

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Zu einer ähnlichen Einstellung gelangt auch Dr. G.Buchwald in seinem Werk über
Impfungen. Seinen Ausführungen zufolge gibt es keinen eindeutigen medizinischen
Beweis dafür, dass die nach einer Impfung im Blut des Geimpften nachweisbaren
Stoffe - die sog. “Antikörper” - wirklich zu einer lang anhaltenden Immunität führen.
Man glaubt lediglich, durch die Antikörper- bzw. Memory-Zellen-187 Nachweis-
Verfahren im positiven Fall den Beweis einer bestehenden Schutzwirkung geführt zu
haben und vernachlässigt, “dass die Antigen-Antikörper-Reaktion eine reine
Theorie” 188 bzw. eine “Modellvorstellung” 189 ist. Diese Theorie bzw. diese
Modellvorstellung 190, an die m.E. zuvörderst die Fragen des Fragenquadrupels
Stachowiaks 191 zu stellen sind, da die Objektivität, Reliabilität und insbesondere
Validität hinsichtlich der Postulierung einer lang anhaltenden Immunität bis heute
nicht verifiziert ist, ist die Grundlage aller mit viel naturwissenschaftlichen
Terminologien geschmückten und gerechtfertigten Taten an Kindern, Jugendlichen
und Erwachsenen. Taten und Rechtfertigungen von Menschen, die behaupten, mit
beiden Beinen auf dem Boden der Naturwissenschaft zu stehen, “allerdings ... zum
Teil mit Horror-Szenarien 192 und emotionalen Argumenten 193 für Impfungen”
werben 194. Inwieweit Glaubenssätze nur die oft zitierte ‘Angelegenheit der
Religion’ sind, ist m.E. auf diesem Hintergrund erneut zu prüfen 195. Hierzu ein Zitat
von Prof. Haas aus einem Artikel der Zeitschrift “Der praktische Arzt” aus dem Jahr
1977: “ Ob die Bestimmung der Serumantikörper in jedem Fall die für den
Schutzeffekt relevante Information liefert, ist zweifelhaft, zumindest offen.” und “Im
Grunde bieten alle In-vitro-Methoden zur Feststellung des Immunisationseffektes

187vergl. Spiess 1994, S. 10 und Roitt 1993, S. 152 f; Roitt et al 1987, S. 90 f


188Buchwald 1994, S.148
189Kummer 1995, S. 443 in bezug auf M. Weckemann
190vergl. u.a. die eher konjunktivischen Formulierungen zur “Hypothese der klonalen Selektion” bei
der Antikörperproduktion in: Roitt 1993, S. 136 f
191Stachowiak 1973, S. 133
192vergl. die große Impfkampagne der britischen Regierungsstellen, mit der die Aussage “measles
kills” vermittelt wurde, und der anschließenden Massenimpfung im November 1994. Innerhalb dieser
Kampagne wurden dem ausführenden Fachpersonal (u.a. Schulkrankenschwestern) und Eltern
suggeriert, dass sich eine Masernepidemie mit mindestens 200.000 Erkrankungsfällen abzeichnet und
in diesem Rahmen etwa 50 Todesfälle zu erwarten sind; siehe: “A shot in the dark” in: The Sunday
Times Magazine. Dec. the 17th 1995, Times newspaper Ltd., London, S. 16 - 24. Untertitel dieses
Reports von Yvonne Roberts ist: “ ’Measles kills’ was the message behind last year’s mass
vaccination of British children. But the jabs themselves seem to have caused severe illness in some,
and for thousands of others the vaccine may prove to be a catastrophic time bomb.” ; vergl. ebenfalls
die Plakataktion der Hamburger Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales -Amt für Gesundheit-
1995/96 mit z.B. folgender Gestaltung: “ ... Nervenschäden, Lähmungen, Körperbehinderungen ...
z.B. Ê Polio LIEBER IMPFEN” mit jeweiligem Verweis auf den nächsten behördlichen Impftermin.
193vergl. Veigel, Jörg G. (1995) Das Wunder des Impfens: Rettung vor schrecklichen Seuchen. In:
Deutsches Ärzteblatt, Heft 44, 03. November 1995, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, B- 2188 - 2189
194Kummer 1995, S.444
195siehe hierzu auch die Ausführungen in Buchwald 1994 zu den neuesten Ergebnissen zum
“wissenschaftlichen Betrug” Louis Pasteurs, S. 130

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durch Blutuntersuchungen nur Ersatzinformationen für die Antwort auf jene Frage,
die bei einer Impfung allein interessiert: Wie verhält sich der Geimpfte bei der
Exposition? Leider kann gerade diese Frage in vielen Fällen nicht zuverlässig
beantwortet werden...” und schließlich “Der Leser muss wissen, dass es vielfach auf
die Frage, wie groß der Schutzeffekt einer Impfung ist und wie lange er anhält -
keine zuverlässige Antwort gibt.” 196 Lesen die Mediziner ihre Fachzeitschriften
nicht, wollen sie einige Dinge nicht wissen oder werden derartige Aussagen, sind sie
einmal veröffentlicht, unter einer gut organisierten “Mauer des Schweigens”
(Buchwald) verborgen? Wie kann anhand dieser Darstellungen die Behauptung
aufrecht erhalten bleiben: “Tatsache ist, dass Impfungen zu den wirksamsten
Maßnahmen der präventiven Medizin gehören,...” 197, da H.C. Huber mit dieser
Aussage wohl nicht eine Diskreditierung der präventiven Medizin unterstellt werden
kann. Tatsache scheint aber auch der pharmakologische Grundsatz: “No drug is free
of toxic effects” zu sein, den Kummer unter Berufung auf verschiedene Fachkollegen
nennt 198.
Und so kann man mit den Worten des Virologen R. Rott aus seinem Vortrag zu
virusbedingten Verhaltensstörungen diesen Teil der Betrachtung abschließen: “All
dies mahnt bis zum Beweis des Gegenteils zur Vorsicht” 199.
Ich kann nicht umhin, hier eine Parallele zu den Worten Pestalozzis über die
“Giftmischer” seiner Zeit zu entdecken. Er beschreibt diese als diejenigen, die
“unverhohlen” der “elende(n) Kunst” wider der Menschennatur dienen, indem sie
“ihre Künste mit einer gedoppelten Täuschung und so treiben, dass sie selber nicht
wissen, dass sie vergiften, und die Vergifteten nicht ahnden, dass sie vergiftet
sind.”200
So möge die Forderung L.Deggellers allen Menschen, die sich mit Impfungen zu
beschäftigen haben, zu einem inneren Bedürfnis werden : “Es gilt, in Bezug auf die
Impfproblematik die Suche nach der Wahrheit besonders ernst zu nehmen.” 201
Statt einer ehrlichen Auseinandersetzung mit der Problematik der Impfungen und der
herrschenden Vorstellung vom Wesen der Krankheit scheint es jedoch eher im
schulmedizinischen Interesse zu liegen, über den Hinweis zur Befolgung von
Empfehlungen ein konformes (Fehl-?) Verhalten herbeizuführen, so dass nicht über
die Qualität der Stimmen, sondern über die Quantität der Handelnden die Akzeptanz
der scheinbaren Sicherheit von und Notwendigkeit der Impfungen erreicht werden

196S. 2972 in genanntem Jahrgang genannter Fachzeitschrift, zit. nach Buchwald 1994, S.148
197Dr.med.H.C.Huber vom Bayrischen Staatsministerium des Inneren, Abt. Gesundheitswesen und
Verbraucherschutz, in: Naturamed, Ärztezeitschrift für klassische Naturheilverfahren, Nr. 4/93
198Kummer 1995, S. 438
199Rott 1993, S. 230 in: Wilke et al 1993, S.225-230
200Pestalozzi 1807a, S.30
201Deggeller 1993

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soll, wie dies den kollegial mahnenden Worten von D. Hutzler zu den
Impfempfehlungen der STIKO zu entnehmen ist : “Im Sinne eines einheitlichen
Vorgehens wäre es aber wünschenswert, wenn sich die Ärzte weitgehend nach
diesen Empfehlungen richten, um die Akzeptanz der Impfwilligen und im Endeffekt
die Impfbeteiligung zu verbessern.” 202

Historisches Aperçu

Betrachtet man die Aussagen der Impfbefürworter und die Anschauung ihrer
theoretischen Basis, der Immunologie, so tritt uns hier in der Sichtweise von
Krankheiten, die von Erregern verursacht gedacht werden, ein Freund-Feind-Bild
entgegen, das eine aggressive Umwelt-Individuums-Beziehung voraussetzt 203. Auf
dieser Prämisse fußt die zunehmende Angst vor Krankheiten und das Bedürfnis nach
Schutz.
Der britische Forscher Brian Inglis hat 1981 auf eine historische Begebenheit
hingewiesen, die als eine mögliche Bedingung dieser bis heute geltenden
Anschauung angesehen werden kann.
Inglis stieß bei seinen Untersuchungen auf die Tatsache, dass Pasteurs erste Arbeit
über die Erreger-Theorie, in welcher der junge Pasteur die Mikroben als «Feinde»
des Menschen darstellte, im selben Monat erschien, als Darwin den Brief
veröffentlichte, in dem er erstmals die Evolutionstheorie darlegte. “Durch ein
zufälliges historisches Zusammentreffen wurden diese beiden Theorien gleichzeitig
öffentlich bekannt und nahmen Einfluss auf medizinische Denkmuster und
Verhaltensweisen; dies führte dann zu einer aggressiven Kriegführung gegen
Mikroben mit dem Ziel, sie im einzelnen Menschen wie in der gesamten
Bevölkerung auszumerzen.” 204 Dieser Verbindung der darwinistischen Denkweise
mit den Veröffentlichungen der Mikrobentheorie Pasteurs in dem Sinne, dass der
Mensch Kraft seines intellektuellen Übergewichts die seine biologische Schwäche
ausnutzenden Mikroben-«Feinde» abwehren müsse, konnte auch die spätere
Relativierung und Distanzierung Pasteurs von seinen frühen Behauptungen nicht
entgegenwirken 205. So blieb auch schon P.Jenners Infragestellung seines eigenen

202Hutzler,D./ Impfempfehlungen und Bericht aus der Ständigen Impfkommission (STIKO) in:
Deutsches Ärzteblatt, Heft 41, 13. Oktober 1995, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, B- 2033
203vergl. Kummer 1995, S. 443; vergl. Roitt 1993, S. 1
204Inglis, Brian (1983) The diseases of civilization. Granada Puplication Ltd. S. 179 f. Zitiert nach
Jensen 1993, S. 146
205siehe Jensen 1993, S. 144 ff; vergl. Leick-Welter 1994, S. 5 f

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Werks inmitten der die Naturüberwindung ins Auge fassenden
Wissenschaftseuphorie nahezu ungehört 206.
Diese sich bis heute festsetzende Vorstellung und die damit einhergehende Meinung
über das Wesen von Krankheit bezeichnet Kummer als “Therapeutischer
Nihilismus” 207.
Hinsichtlich der historischen Entwicklung und der weiterhin gängigen Praxis der
Impfungen auf der Grundlage nicht hinterfragter Theorien und Modelle möchte ich
auf eine Aussage Goethes aus der Wissenschaftslehre verweisen: “ Eine falsche
Hypothese ist besser als gar keine; denn dass sie falsch ist, ist gar keine Schande,
aber wenn sie sich befestigt, wenn sie allgemein angenommen, zu einer Art von
Glaubensbekenntnis wird, woran niemand zweifeln, welches niemand untersuchen
darf, dies ist eigentlich Unheil woran Jahrhunderte leiden.” 208

9.3. Impfungen, seelische Deprivation und die Bedeutung des


Religiösen

Wie dargestellt, benennen mehrere Autoren einen Zusammenhang von


“Gemütsschäden”, seelischen Disharmonien und Zwangshandlungen mit Impfungen
bzw. deren Auswirkungen auf das Nervensystem.
Erstaunlicherweise finden sich schon in Ausführungen des als Reformpädagogen
bezeichneten Begründers der Waldorfschulen R. Steiner Aussagen, die den
Zusammenhang von Seelenleere und Impfungen andeuten. Er äußerte 1922 in einem
Vortrag über “Die körperliche Erziehung im besonderen” übereinstimmend mit den
Erfahrungen und Indizien Buchwalds, Coulters u.a. hinsichtlich der
neurophysiologischen Störung als Ursache der aufgeführten Verhaltensstörungen:
“Seelische Abnormitäten haben eben immer ihre Grundlage in physischen
Abnormitäten nach irgendeiner Richtung...” 209.
Und noch konkreter beschreibt R. Steiner in verschiedenen Vorträgen, wie durch
Impfungen, die er als Vorgänge des Äußeren betrachtet, ein Ungleichgewicht
entstehen kann zwischen äußeren und inneren Prozessen der menschlichen
Entwicklung. Die auf das Physische wirkenden Impfungen müssen zwangsweise das
Seelische “veröden” 210 oder wie Steiner zitiert “Wo hygienische Maßregeln 211 zu
weit gehen, würden nur schwache Naturen fortgepflanzt werden”, wenn die

206vergl. 9.2.1.1.
207Kummer 1995, S. 443
208Goethe 1963, S. 194 f
209Steiner 1922a, S. 281
210Steiner 1910, S.172 ff
211hier sind u.a. Impfungen gemeint

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Erziehung nicht auch das Spirituelle berücksichtigt und beinhaltet 212. Hier benennt
er eine Größe die m.E. das bezeichnet, was die Lehrerin Timmys und ich an Timmy
bemerkt haben: Das Erfülltsein von geistigen Inhalten.
Nach Steiner müsste nun ein Mensch, der geimpft wurde und dessen Erziehung
keinen spirituellen Ausgleich zu geben in der Lage ist, sich irgendwann in einer Art
Gegenreaktion spirituellen Inhalten hingeben 213.
Haben derartige Aussagen überhaupt ernstzunehmenden Charakter? 214 Dass es in
unserer Gesellschaft eine zunehmende Suche nach einem geistigem Gehalt gibt,
scheint deutlich, denn “rund zwei Drittel aller Heranwachsenden ist nach
statistischen Erhebungen aktiv oder passiv mit (sogenannten /md) okkulten Praktiken
in Berührung gekommen” 215. Die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz
spricht von einer deutlichen Zunahme der “Vielfalt des Angebotes auf dem
religiösen Markt” und vermutet, dass es sich bei dieser teilweise subversiven
Bewegung nicht nur um eine Modeerscheinung handelt, sondern dass sie sich als
“durchgängiges Phänomen unter Jugendlichen” erhalten wird 216. So fragt denn auch
G. Winkel, ob z.B. “die Ausbreitung fernöstlicher Meditationspraktiken nicht

212Steiner 1910, S.170


213a.a.O. , S.172 ff
214Obwohl es sich bei dem Erkenntnisweg R.Steiners um einen nicht allgemein anerkannten handelt,
kann man doch nicht darüber hinwegschauen, dass sich viele seiner Aussagen, deren man sich zu
seinen Lebzeiten schon verwundert gegenüber sah, heute Realität werden. Hier sei nur die Angabe
genannt, dass Rinder, wenn sie mit tierischer Nahrung versorgt würden, “verrückt werden” würden.
Die Affinität zum sog Rinderwahnsinn - der Bovine Spongiforme Enzephalopathie (BSE)- bei dem
natürliche Pflanzenfresser mit tierischem Eiweiß versorgt wurden, ist m.E. deutlich erkennbar
(Steiner, Rudolf 1923, Über Gesundheit und Krankheit. Rudolf Steiner Verlag, Dornach/Schweiz, 2.
Aufl 1976); vergl. Buchwald 1994, S. 172 f. Weiterhin ist m.E. zu beachten, dass es hier eine gewisse
Parallelität zu Impfvorgängen gibt, welche in der Unmöglichkeit liegt, eingeführtes Eiweiß zu
assimilieren. Bei den BSE Rinder ist dies der Fall, da ihre Organisation nicht für die Assimilation
tierischen Eiweißes vorgesehen ist, bei den Menschen, da ihnen das Eiweiß parenteral in den
Blutkreislauf gegeben wird und es nicht über den Verdauungstrakt geht.
215Informationsbroschüre der 'Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Hamburg e.V., 1994.
Leider kann diese Broschüre nicht in vollem Umfang ihrem Anspruch der sachlichen Information
gerecht werden, da sie mit unzureichender Begriffserklärung deutlich hinter dem Informationsgehalt
einfachster Wörterbücher und Nachschlagewerke zurückbleibt. So bezeichnet z.B. der Begriff
‘Okkultismus’ zunächst wertfrei die “Lehre und Praktiken, die sich mit der Wahrnehmung
übersinnlicher Kräfte beschäftigen”, was auch als “Geheimwissenschaft” bezeichnet wird. (siehe u.a.
Duden, Bd.5, Biographisches Institut, Mannheim /Wien /Zürich, 1982) Dass mir der Beschäftigung
mit dieser Geheimwissenschaft gleichzeitig eine Anwendung zur Manipulation der persönlichen
Umwelt einhergeht ist in dieser Form eine weitgehend nicht belegbare Aussage der Verfasser dieser
Broschüre. Interessanter Weise stehen gerade in der Formulierung dieser Begriffsauslegung in einem
Satz die Negierung und gleichzeitig die Annahme von der Vorstellung von im herkömmlichen Sinne
sinnlich nicht erfassbaren Kräften: “ Mit Okkultismus ... bezeichnet man als Oberbegriff eine Reihe
von wissenschaftlich nicht anerkannten Praktiken, die verborgene Kräfte und Mächte in der Welt
voraussetzen und derer sich Menschen bedienen, um die persönliche Umwelt zu manipulieren.” (man
kann sich zwar gewisser Voraussetzungen bedienen, aber mit Sicherheit nicht Kräften, die nur
vorausgesetzt sind) Gerade im Bereich jugendlicher Orientierungslosigkeit scheint mir jedoch eine
Aufrichtigkeit im Umgang mit derartigen Begrifflichkeiten dringend geboten.
216a.a.O.

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ebenfalls eine Antwort auf die Entmythologisierung unserer Religion” ist 217. Andere
Surrogate einer geistigen Heimat, einer Anbindung an die Urwelt finden sich, so
erläuterte der Pfarrer E.M. Hoerner in einem öffentlichen Vortrag am 03.03.1994 in
Kassel, z.B. in dem Dinosaurierkult der Gegenwart, dem besonders die Kinder im
Vorschulalter und den ersten Schuljahren erliegen 218.
Was lässt sich aber unter dem Spirituellen, unter “spiritueller Erziehung” und
“spirituellem Ausgleich” verstehen? Anstatt hier auf das umfangreiche Werk R.
Steiners zu rekurrieren, welches trotz der weitreichenden Praktizierung und
Anerkennung seiner pädagogischen sowie heilpädagogischen, seiner medizinischen
und landwirtschaftlichen Anregungen wenig beachtet und z.T. gemieden wird 219,
möchte ich diese Fragen unter Berücksichtigung der Aussagen bedeutender
Pädagogen beleuchten.
Im Anschluss versuche ich dann eine Annäherung an die Frage, inwieweit sich eine
geistig/spirituelle Erziehung auf Prozesse auswirken kann, die uns als
neurophysiologische Phänomene begegnen.
Die Verbindungslinie zwischen den aufgeführten neurophysiologischen
Betrachtungen und ihren Grundlagen und dem von Steiner benannten “Spirituellen”
erwähnt zu Beginn des 19.Jh. der Schweizer Mediziner, Philosoph, Pädagoge und
Staatsmann Ignaz Paul Vital Troxler. In seinen Fragmenten, die erst nach seinem
Tod zur Veröffentlichung kamen, spricht er gerade dieses Verhältnis an, auf das
mich Timmy mit der Geschichte seiner Impfungen und der damit, nach H. Coulter et
al, zusammenhängenden Entwicklungsverzögerung sowie seiner Fähigkeit und
Hingabe für religiös orientierte Inhalte hinwies. Auch der Arzt und Heilpädagoge W.
Holtzapfel erwähnt im Rückblick auf alle ihm bekannt gewordenen Fälle von
Legasthenie, dass diese Kinder ein “auffallendes Verständnis für spirituelle
Vorstellungen besitzen.” 220
Dieser Spannungsbogen aus neurologischer Unreife und, nach Aussage der
Klassenlehrerin, Hingabe für religiös fundierte Inhalte lässt sich m.E. in den
Begrifflichkeiten Medizin und Religion polarisieren und ist, im Ausdruck von
Impfung und Spiritualität, den Aussagen R.Steiners zufolge als erzieherische

217Winkel 1994, S. 184; er weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass seines Erachtens das
“Religiöse auch unkonfessionell”, i.S. eines religiösen Grundgefühles, gepflegt werden kann.
218der ehemalige Biologe machte in seinem auf fundiertes paläontologisches Wissen aufgebautem
Vortrag u.a. auf die Wirkung und Bedeutung, die Dinosaurier auf und für das Gemüt der Kinder
haben, aufmerksam. Seiner Auffassung nach stellen die Dinosaurier das Surrogat für “die Liebe der
Kinder zu den Urbildern der Menschwerdung” dar. Da ihnen die Gegenwartswelt diesen von ihnen
gesuchten Halt verwehrt, binden sie sich an die Dinosaurier um zumindest hier einen starken “Rück”-
halt zu finden.- E.M.Hoerner illustrierte dies mit der Aussage eines Kindergartenkindes: “Ich stell’
mir vor ich wär’ ein Dino, dann bin ich stark und niemand kann mir etwas tun.”
219siehe Bohnsack/Kranich 1990
220Holtzapfel 1982, S. 103

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Aufgabe zu betrachten. Troxler sagte nun, mehr als ein halbes Jahrhundert vor
Steiner : “Zwischen Religion und Medizin steht als vermittelndes Band die
Pädagogik, welche daher mit dem Kultus jener und der Entwicklung von dieser sich
gleich abgeben muss.” 221
Auf diesem Hintergrund gewinnen die Erlebnisse und die Arbeit mit Timmy eine
neue Bedeutung.
Denn auf der einen Seite stellt Timmy sich mir als ein in der Bewegung und im
Erlernen der Kulturtechniken stark verzögert entwickelter Junge dar, dessen Defizite
mittels neurophysiologischer Diagnostik und Therapie in einen medizinisch
orientierten Gesamtzusammenhang gestellt werden können, auf der anderen Seite ist
Timmy nach Aussage seiner Klassenlehrerin hinsichtlich Gesang und Religion sehr
ansprechbar, bei religiösen und musikalischen Themen “generell” wacher,
aufmerksamer und erfüllter. Er “hängt sich für seine Verhältnisse, an ihm gemessen,
in die religiösen Inhalte besonders rein, es betrifft ihn emotional besonders” und “er
ist voll dabei, mit einer hohen Spannung”, “ganz hellhörig”, zeigt “ein freudig
gespanntes Zuhören” 222 was m.E. die Aussage Holtzapfels bestätigt.

221Troxler 1958, S.34


222persönliche Mitteilung der Klassenlehrerin

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9.3.4. Das “Lebendige”: ein erster Brückenschlag zwischen
Materialismus und Spiritualität

Wie ich oben anhand der Darstellungen und Ausführungen Heimanns und Hoerners
zur Rhythmikforschung ausführte, ist der Rhythmus Grundlage aller lebendigen
Prozesse und die heilende Wirkung rhythmischer Prozesse gilt weitgehend als
anerkannt oder wird zumindest in immer weiteren Kreisen genutzt 223.
Dieses Lebendige aber ist es, woran die Geister sich scheiden. Für die Vertreter der
anerkannten Naturwissenschaft 224 scheint es das Lebendige oder Lebenskraft per se
nicht zu geben, sondern nur die Bewegung und Wirkungen von Teilchen und
Quanten. Die Homöopathie hingegen baut auf der Vorstellung einer ordnenden und
dynamisierenden “Lebenskraft” oder eines “Lebensprinzips”, hier “Dynamis”
genannt, ihr Heilungswesen auf. Ein Heilverfahren, welches mit immateriellen
Prozessen, den Hochpotenzen, beansprucht zu arbeiten, kann schlüssigerweise nur
auf einer immateriellen Grundlage des Lebens fußen. Doch betrachtet man genauer,
was unter Rhythmus zu verstehen ist, so handelt es sich auch hier im eigentlichen um
“ein geistiges Phänomen”, um immaterielle Prozesse, denn die Versuche, den
Rhythmus auf materieller Ebene in Formeln oder in Modellen, die aus der Technik
abgeleitet sind, darzustellen, konnte das eigentliche Wesen des Rhythmus nicht
einfangen, wie renommierte Vertreter der Rhythmusforschung erfahren mussten 225
und wie u.a. auch von Dore Jacobs ausgeführt wurde: “Mit der Erscheinung des
Rhythmus stoßen wir (...) an die Grenze des mechanisch Erklärbaren”, denn der
Rhythmus gehört “ einer anderen Ebene an als mechanische Zweckmäßigkeit” 226.
Interessanterweise haben hochrangige Vertreter der Naturwissenschaft, wie z.B. der
Begründer der Quantentheorie und Nobelpreisträger Werner Heisenberg, durch ihre
Arbeit an den Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis nicht übergreifende
Allmachtsvisionen entwickelt, sondern sind in einer gewissen Demut und Ehrfurcht

223Heimann 1989, S. 122 und Hoerner 1978, S. 351


224Wobei hier m.E. die Frage auftritt: Wer erkennt hier eigentlich stellvertretend für wen was an ?
Sind es nicht die gleichen Kreise, die die Abschaffung der autoritären Vorherrschaft der Kirche als
Befreiung des aufgeklärten Menschen priesen, die nun, wieder einmal stellvertretend für das Volk,
anerkennen was wissenschaftlich anerkannt ist und was nicht? Wie zweifelhaft aber gerade auch diese
anerkannte Wissenschaft in einigen Bereichen ist, kann an vielen Stellen betrachtet werden, wie z.B.
die Auswertungen der privaten Notizbücher Pasteurs (Süddeutsche Zeitung 18.Feb. 1993 und
Buchwald 1994, S.130) und die Darstellungen zu Pasteurs Wirken in Roy /Lage 1992b zeigen.
Hiernach verfügte Pasteur selbst, dass die privaten Aufzeichnungen seiner Laborarbeit nie an die
Öffentlichkeit geraten. Die nun doch erfolgte Auswertung dieser Schriften offenbart den
schwerwiegenden Grund dieser Verfügung. Zum Problem der bedingten Richtigkeit
naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und der nicht immer gegebenen Aufrichtigkeit von
Naturwissenschaftlern siehe u.a.: Czeschlik, Dieter (Hrsg) (1987) Irrtümer in der Wissenschaft.
Springer, Berlin /Heidelberg /New York und Fölsing, Albrecht (1984) Der Mogelfaktor: Die
Wissenschaftler und die Wahrheit. Rasch und Röhrig, Hamburg
225Heimann 1989,, S.42 f
226Jacobs 1972, S.55f

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dahin gelangt, “... hinter der Wissenschaft die Dinge (zu) spüren und (zu) verehren,
auf die es eigentlich ankommt und über die so schwer zu sprechen ist” 227. Noch
deutlicher verweist der Nobelpreisträger, Atomtheoretiker und Quantenphysiker
Walter Heitler auf den hier dargestellten Zusammenhang und die Sackgasse rein
materieller Vorstellungen, wenn er resümiert: “Wenn wir in das Lebendige kommen
wollen, müssen wir die Türe zu einer anderen Landschaft aufstoßen”.228 Auf die
Möglichkeit und die Notwendigkeit, diese Türe aufzustoßen, wies schon I. Troxler,
u.a. in seinem Werk “Naturlehre des menschlichen Erkennens, oder Metaphysik” 229,
und später R. Steiner hin, indem er u.a. ausdrückte, dass “das tägliche Leben und die
auf Sinneswahrnehmung und Verstandestätigkeit gegründete Wissenschaft an eine
Grenze des Lebensweges führen, an der das seelische Menschendasein ersterben
müsste, wenn es diese Grenzen nicht überschreiten könnte.” 230

Der Biophysiker Fritz-Albert Popp stellt zwar mit seinem Konzept kohärenter
Zustände, die so etwas wie “Schnittstellen (darstellen), durch die Geistiges ins
Materielle wirksam werden kann” erstmalig naturwissenschaftlich fundierte
Theorien zur Erfassung der Wirkung von Geistigem auf Materielles auf, “ohne den
Bereich unanfechtbarer anerkannter wissenschaftlicher Theorien zu verlassen ” 231.
Doch kommt auch er nicht in den Bereich der 1990 formulierten Forderung des
Professors für Psychiatrie und Psychotherapie Dr. med P. Petersen, dass die
Methoden, eine “integrale Wirklichkeit” zu erfassen, den “Bewusstseinssprung zu
neuen Wahrnehmungsformen” - d.h. die Ausbildung diesbezüglicher
“Wahrnehmungsinstrumente” bzw. “Organe”- erfordern 232. Petersen kommt hier
aufgrund seiner Betrachtung zu dem gleichen Schluss wie Troxler ca.170 Jahre
zuvor, als dieser ausdrückte, dass “zur Vollendung der Philosophie ... ein
eigentümliches, höheres Organ des Bewusstseins und der Erkenntnis erforderlich”
sei 233. Aber auch Johann Gottlieb Fichte hat 1813 dieses Erfordernis in seinen
Einleitungsvorlesungen für die Wissenschaftslehre an der Universität Berlin
ausgesprochen. “Diese Lehre setzt voraus ein ganz neues inneres Sinneswerkzeug,
durch welches eine neue Welt gegeben wird, die für den gewöhnlichen Menschen
gar nicht vorhanden ist.” 234

227Heisenberg 1971, S. 313


228zit. nach Grätz, 1994 S. 52
229Troxler 1828, siehe hier besonders “Vorworte über die Wissenschaft”
230aus dem 2. Leitsatz vom 17 Feb. 1924 in: R. Steiner(1954) Anthroposophische Leitsätze.
231Bischof 1995, S. 414, vergl. Schöffler 1986, S.25-31
232Petersen 1990, S.121
233Troxler 1958, S. 15
234Fichte, Immanuel Hermann (Hrsg.) (1834) Johann Gottlieb Fichtes nachgelassene Werke - Bd. 1,
Bonn, S. 4

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Aufgrund der geringen Wahrnehmung derartiger Forderungen in der
Methodendiskussion der anerkannten Wissenschaften drängt sich die Frage auf, ob
sich hinter dem häufig zu vernehmenden “Argument” der Unwissenschaftlichkeit
solcher Forderungen, nicht eher die Angst vor dem Verlust des gesicherten Bodens
verbirgt. Man konstruiert sich daher lieber Perspektiven des scheinbaren Fortschritts
auf der Grundlage scheinbarer mathematischer Signifikanz und beständigen
Partikularisierens, als über wirkliche neue Wissenschaftswege nachzudenken 235.
Spätestens seitdem die »moderne Wissenschaft« den Vitalismus aus der
wissenschaftlichen Diskussion verdrängt hat, scheint das Lebendige so schwer
fassbar und unpopulär zu sein, dass es auch in der Erziehungswissenschaft nicht
weiter im Mittelpunkt der Betrachtungen steht. Das Lebendige stellt m. E. aber doch
einen wesentlichen Bezugspunkt der Erziehungswissenschaft dar, insofern Erziehung
auf die Lebensprozesse des Kindes aufbauend und nicht zerstörend wirkt 236. Den
Umgang der Wissenschaft mit dem Lebendigen brachte J.W.v. Goethe mit folgenden
Worten in seinem Faust zum Ausdruck:
“Wer will was Lebendiges erkennen und beschreiben,
Sucht erst den Geist herauszutreiben,
Dann hat er die Teile in seiner Hand,
Fehlt, leider! nur das geistige Band.
Encheiresin naturae nennt's die Chemie,
Spottet ihrer selbst und weiß nicht wie.”237
Und Troxler, sich an die Worte Goethes anlehnend, formuliert den Auftrag an seine
Zeitgenossen, der m.E. an Aktualität eher zugenommen hat: “ Wenn es nun wirklich
darum zu tun ist, was Lebendiges zu erkennen und beschreiben und die chemische

235als Beispiel aus der medizinischen Forschung können hier m.E. die Bemühungen um DNA-
Vakzine angeführt werden. Siehe Deutsches Ärzteblatt, Heft 43, 27. Oktober 1995, Deutscher Ärzte-
Verlag, Köln, B- 2119-2121 Wiegers, Klaus J. et al “Impfung mit reiner Nukleinsäure”. Trotz einer
noch nicht erbrachten wissenschaftlich fundierten Verifikation der “Antigen-Antikörper-Theorie”,
wird hier wieder mit einem Verfahren am Mensch experimentiert dessen “genaue(r) Mechanismus
noch unklar ist” und über einen DNA- “Cocktail” als “polyvalenter Impfstoff” geredet, ohne die
vielfältigen möglichen potentiellen Folgen ins Auge zu fassen, vergl. auch a.a.O. Mölling, Karin
“Nackte DNA aus der Impfpistole” B-2121-2126. Hier findet sich u.a. folgendes Beispiel
wissenschaftlicher Fragwürdigkeit: Kann eine Integration der geimpften DNA in das zelluläre
Chromosom bei 106 Körperzellen ausgeschlossen werden, so wird hier bei einer gesamten
Köperzellenanzahl von 1014 von einer gewissen Wahrscheinlichkeit gesprochen, dass doch irgendeine
Zelle die Impf-DNA in ihr Chromosom integriert. Zur Verdeutlichung in eine Prozentzahl
transformiert heißt dies, dass der Nachweis nur an 0,000001 % der Körperzellen erbracht wurde und
dies auch nur bei Mäusen und Kaninchen ! Mit der gleichen Logik ließe sich folgende kuriose
Behauptung aufstellen: Auch wenn bei 0,8 (null komma acht) Bundesbürgern ausgeschlossen werden
kann, dass sie in der kalten Jahreszeit eine Grippe bekommen, “bleibt also eine gewisse
Wahrscheinlichkeit, dass doch irgendein” Bundesbürger in dieser Jahreszeit an Grippe erkrankt. Auch
diese Aussage ist m.E. genauso richtig wie widersinnig und entbehrt jeglicher wissenschaftlicher
Aussagekraft.
236vergl. Lauff 1990, Vorl. 8
237Goethe, Faust - Erster Teil, Zeile 1936 - 1941

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encheiresis naturae 238, die den Geist ausgetrieben und die Teile uns in der Hand
gelassen, wieder gut zu machen, so müssen wir das verlorne oder nicht entdeckte
geistige Band aufzufinden suchen.”239
Nach W. Lauff bedeutet Erziehung “Kinder in die Bewegung des Lebens bringen
und in dieser Bewegung halten” bis sie sich selbst dort halten können d.h. erwachsen
sind 240. Im Wesen dieser Deutung des Erziehungsbegriffes haben wir es hier mit
immateriellen Begriffen zu tun: Dass das Kind nicht nur eine Physis ist, bedeuten uns
Pädagogen wie Pestalozzi, Montessori, J.Paul, Salzmann u.a.; betrachtet man den
Begriff des Lebens wie dargestellt, ist dieses m.E. durchaus erfassbar. Der Pädagoge
hat sich in aller Regel um die Lebensprozesse des Kindes, seine Vitalität d.h. die
Erstarkung seiner Lebenskräfte zu kümmern, denn das Lebensprinzip ist dem Kinde
wesenhaft immanent. Somit können wir auch den Begriff Leben in dieser Deutung
Lauffs als einen im Wesen immateriellen Begriff auffassen. Bewegung ist nun ein
Begriff, der zwar allenthalben benutzt wird, der bei näherer Betrachtung jedoch in
seiner spezifischen Eigenheit auch nicht erfasst zu sein scheint. In der Physik handelt
es sich um ein Raum-Zeit-Diskontinuum, in der Neurologie und Neurophysiologie
um Stoffwechselprozesse und elektronische Ladungsdifferenzen bei der
Reizübertragung. Was nun aber das eigentliche Wesen der Bewegung ist, vermag
m.E. keine Disziplin mit Eindeutigkeit zu sagen. Diese Unfähigkeit der Wissenschaft
und zahlreicher Philosophen, Bewegung ihrem Wesen entsprechend zu denken,
beschreibt auch der französische Philosoph Henri Bergson in seinen Ausführungen
über “Denken und schöpferisches Werden”. Er führt aus, dass Bewegung eben nicht
nur die Veränderung eines Zustandes von einem Raumesort zu einem fixen
Zeitpunkt zum nächsten Raumesort zu einem anderen fixen Zeitpunkt ist, sondern
dass Bewegung in Wirklichkeit etwas anderes ist 241 und fordert der “Bewegung
ihre Beweglichkeit zurück” zu geben 242. Da wir das Materielle, das “Biologische”
und das “Geistig-Seelische” in ihrer unabdingbaren Verbundenheit nicht zusammen
denken, “fehlt es uns an einer Terminologie (für Bewegung /md), die
unmissverständlich sagt was gemeint ist."243
In diesem Zusammenhang sind auch die Aussagen E.Bossharts zu sehen. Sie spricht
von dem grundsätzlichen Problem der Wissenschaft, dass deren Instrumentarium, ihr
Begriff zur Bestimmung geistiger Realitäten unzureichend ist, denn “ die Sprache ist
dem räumlich-zeitlichen Geschehen nachgebildet.” So hat denn auch “der Begriff ...

238Handhabung der Natur - siehe Anmerkung 254 in: Troxler 1828


239Troxler 1828, S.243 f
240vergl. Lauff 1990, Vorl. 5, S.7
241Bergson in: Zimmerli 1993, S.227
242A.a.O. , S.228 ; leider blieb diese Forderung auch bei ihm nur eine Forderung. Es war ihm nicht
vergönnt, das Wesen des Lebendigen, der Bewegung wirklich zu fassen.
243Jacobs 1972, S.13-18 u. S. 21-25

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seinen unmittelbar einsichtigen Gehalt der räumlich-zeitlichen Welt der
Erscheinungen entnommen und durch einen Abstraktionsakt des konkreten Stoffes
entkleidet.” Sie führt weiter aus, dass aber dort, wo die Begriffe nur noch mittelbar
mit der räumlich-zeitlichen Erscheinung verbunden sind, oft die reine Bedeutung des
abstrakten Begriffs nicht erfasst wird 244.
Bewegung scheint mir daher eine weitere immaterielle Komponente bei der
Beschreibung erzieherischer Tätigkeit zu sein. So deutet uns diese prägnante
Begriffsbestimmung der Erziehung von W.Lauff in weiten Teilen über das Physische
hinaus. Da dieses über das Physische Hinausweisende, wie in den bisherigen
Ausführungen gezeigt wurde, allen lebendigen Prozessen immanent ist, wird
deutlich, was Hahn darunter versteht, wenn sie davon spricht, dass, wenn diese
übernatürlichen Prozesse nicht ihre Berücksichtigung und Würdigung erfahren,
unnatürliche an ihre Stelle treten 245. In diesem Sinne äußerte sich schon R. Steiner
in der ihm eigenen Weise auf Kommendes deutend: “In der Zukunft werden die
Menschen überhaupt in der mannigfaltigsten Weise zu Deformierungen neigen, weil
sie nicht mehr mit den unwillkürlich wirksamen Kräften die normalisierende Gestalt
werden bilden können.” 246
Diese Aussagen können u.a. als Hinweis auf die willkürliche Konfrontation des
Organismus mit Krankheitserregern verstanden werden, wie es bei der ‘aktiven
Immunisierung’ der Fall ist.

In seinem Vortrag vom 07.10.1917 spricht R.Steiner davon, dass der Mensch in
Zukunft mittels Impfstoffen, die schon in der frühen Jugend, möglichst gleich bei der
Geburt dem Menschen zugeführt werden, dem Seelenleben entfremdet wird, dass
man mittels Impfstoffen die Seele “abschaffen” wird. “Den materialistischen
Medizinern wird man es überlassen, die Seelen auszutreiben aus der
Menschheit” 247.

Wie auch immer man die Aussagen R. Steiners bewertet, so haben sie doch eine
gewisse Affinität zu den Ausführungen Coulters, Buchwalds, Kalmars, Delores,
Scheibners u.a.; und diese könnten sich überspitzt und verkürzt wie folgt
zusammenfassen lassen: Und nicht nur, dass der paradigmatische Wissenschaftler
wie in Goethes Faust dem Teufel seine Seele verkauft, um dafür unbegrenzte
Wissens- und Machtfülle zu bekommen, sondern er entseelt auch noch die ihm
Anvertrauten zu diesem Zweck. Aktuellen Berichten zufolge scheint es sich hierbei

244Bosshart 1951, S.49 f


245Hahn 1983, S.54
246Steiner 1921b, S.161
247Steiner 1917 , S.90 f

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nicht einmal um eine Polemisierung zu handeln, wie am Beispiel der Debatte um
Patentrechte in der Gentechnik 248 oder die Behandlung von Parkinson-Patienten mit
embryonalem Hirngewebe 249 zu sehen ist.
Es darf m.E. jedoch angenommen werden, dass die meisten Ärzte, die u.U. aus
Gründen ihres eigenen materiellen Wohlergehens für Impfungen ins Feld
schreiten 250, in Unkenntnis dessen sind, was sie damit anrichten. Oder eben wo
immer sie das immerhin ahnen, um solcher materiellen Vorteile willen oder um die
weitere Anerkennung der Fachkollegen diese Ahnung verleugnen und verdrängen.
Wissen Sie also wirklich was sie u.U. tun?
Den Aussagen Buchwalds zufolge ließe sich der Satz des Mediziners B. Aschner
“Die Geschichte der Medizin ist die Geschichte von Irrtümern.” 251 erweitern mit
»...und der Geschäftspräferenz«, was m.E. durch die Empfehlung der STIKO
(Ständige Impfkommission des Bundesgesundheitsamtes) illustriert wird, denn diese
empfiehlt bis zum Alter von 15 Jahren nicht weniger als neunundzwanzig (29 !)
Routineimpfungen gegen insgesamt acht Krankheiten 252.

Auf der Rückseite der Paracelsus-Medaille, die die deutsche Ärzteschaft jährlich an
hervorragende Mitglieder ihres Standes verleiht, findet man folgendes geschrieben:
“Der Arzt lebt in Gott und in der Natur als ein gewaltiger Meister des Lichts.”253 In
Anbetracht des bisher Geschilderten mutet dieser Ausspruch des Paracelsus, mit dem
sich die heutige Schulmedizin schmückt, wie eine kontrastierende Beschreibung
zahlreicher schulmedizinischer Aktivitäten an. Denn es war auch Paracelsus, der die
Auffassung vertrat, dass es ein nichtmaterielles Lebensprinzip im Menschen gibt,

248Die ZEIT, Nr. 21 19. 05. 95, S.33-34


249Die ZEIT, Nr. 22 26.,05.,95, S.41
250so kommt der Kinderarzt Dr. Görig nach einer statistischen Untersuchung über die Häufigkeit von
Impfungen in Oberfranken zu folgendem Ergebnis: »Es werden notwendige Impfungen unterlassen.
Dies erhöht nach Expertenansicht das Infektions- und Krankheitsrisiko unserer Patienten. Diese
Unterlassung führt zu einem Honorarverlust in einem einzigen Regierungsbezirk von Bayern in Höhe
von 1,7 Millionen DM. Daraus resultiert die Aufforderung an jeden Kollegen: Impfen Sie mehr !«;
erschienen in der Fachzeitschrift ‘Der Allgemeinarzt', Juli 1992 zitiert nach Roy /Lage-Roy 1992b, S.
8. Allein 1989 betrug nach Angaben von Dr. med. K.Hoffmann der Umsatz an Impfstoffen in der
Bundesrepublik 145 Millionen DM. Hierbei handelt es sich nur um die Kosten, die von den
gesetzlichen Krankenkassen für 6.179.800 Impfungen aufgebracht wurden (Hofmann / Berendes
1993). Dr. med. Buchwald nennt die gleichen Zahlen und addiert zu den Kosten für die Impfstoffe
noch die Arztkosten hinzu, so dass die Belastung für die Krankenkassen auf nahezu 238 Millionen
DM steigt. Buchwald in: Coulter 1993, S. 283 f
Die Erfinder der Polioimpfung, die Wissenschaftler J.E.Salk und A.B.Sabin, profitieren von jeder
einzelnen Polioimpfung auf dieser Welt (Buchwald 1994, S.131), so dass m.E. im durchaus
deskriptiven Sinne weniger von Wissenschaft, denn von ‘Machenschaften’ zu sprechen wäre.
251Buchwald in: Coulter 1993, S.280
252siehe Spiess 1973, in der Aufl. von 1994; Kummer 1995, S.313 und Hutzler,D./
Impfempfehlungen und Bericht aus der Ständigen Impfkommission (STIKO) in: Deutsches
Ärzteblatt, Heft 41, 13. Oktober 1995, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, B- 2032-2035
253in: Deutsches Ärzteblatt, Heft 22, 2 Juni 1995, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, B-1190

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welches er »Archäus« nannte, und er war der Auffassung, dass ein Arzt, der diese
organische Lebenskraft oder »spirituelle Essenz« vernachlässigt, nicht mehr als ein
Quacksalber ist. Müsste Paracelsus, auf den sich die modernen Mediziner so gern
berufen, u.U. auch heute wieder vor denselben fliehen, wie 1528 aus Basel 254, wenn
er seine Erkenntnisse weiterhin so vehement vertreten würde und sie nicht dem
“beschränkten naturwissenschaftlichen Erkenntnisstand” seiner Zeit zuschreiben
würde? Denn die heutige Medizin will auch dem verehrten Theophrast von
Hohenheim nur das als echt zugestehen, was mit den heutigen wissenschaftlichen
Forschungsergebnissen übereinstimmt 255, darauf verweisend, dass seine
medizinische Anthropologie, die auf einer Mikrokosmos-Makrokosmos-Lehre fußt,
heute aufgrund ihrer kosmologischen Voraussetzungen nicht mehr mitgetragen
werden kann 256. Die moderne Schulmedizin möchte hier scheinbar repräsentative
Räume eines Hauses nutzen, dessen Fundament sie selber abträgt. Und die
aktuellsten Forschungsergebnisse, die diese Lehren des Paracelsus zu bestätigen
scheinen, die Biophotonen-Forschungen Popps 257, werden von der Wissenschaft
ebenso diskreditiert, wie das eigentliche Wesen Hohenheimschen Denkens.
Das Schicksal des Theoprast von Hohenheim in der modernen Medizin scheint sich
mit dem Pestalozzis in der heutigen Erziehungswissenschaft zu decken: Man
schmückt sich mit ihnen, scheint aber ihr wesenhaftes Anliegen nicht mit aller
Konsequenz verwirklichen zu wollen bzw. zu können, wie es u.a. von Englert-Faye
und später von Urs P. Meier und Theodor Ballauf mit fast peinlicher Zielsicherheit
benannt wird 258 und von Pestalozzi selbst schon zum Ausdruck gebracht wurde:
“Die Welt lobt den Schein der Dinge und lässt ihr Wesen unbemerkt.” 259
Dr. Gerhard Buchwald kommt aufgrund seiner 30-jährigen Forschungsarbeit und
Tätigkeit als Gutachter in ca. 150 Impfschadensprozessen und dem seiner
Vermutung nach umfangreichsten Archiv über Impfungen und Impfschäden zu der
Aussage: “Impfungen sind Verfahren, die jeder ärztlichen Ethik Hohn sprechen.”
Seiner Ansicht nach stellen Impfungen eine gröblichste Verletzung des
Hippokratischen Eides sowie des ältesten ärztlichen Grundsatzes “primum nil
nocere” (sinngemäß: Das Erste/Oberste ist, nicht zu schaden) dar 260.

254Kayser 1921, S.27


255a.a.O. , S. 536
256Prof. Dr. Dr. Udo Benzenhöfer zum “500.” Geburtstag des Theophrast von Hohenheim in:
Deutsches Ärzteblatt, Heft 10, 12. März 1993, Deutscher Ärzte-Verlag, Köln, B- 513-515
257vergl. Schöffler 1986, S.25 -31
258Englert-Faye 1967; Meier 1987, bes. S.73 f und S.91; Ballauf 1987, bes. S. 93
259Pestalozzi nach Englert-Faye 1967, S.140
260Buchwald in: Roy /Lage-Roy 1987, S.62 und Buchwald 1994, S. 229 u. 239

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Ein ähnliches Resümee zieht auch die Australierin Dr. V. Scheibner in ihrem Werk
über “vaccination”: “It (the medical system /md) lacks the philosophy of healing and
true knowledge of the physiology of the human body.” 261
Diesen Aussagen zufolge können viele Fälle der hier benannten
Entwicklungsproblemfelder — Legasthenie, Dyskalkulie Verhaltensauffälligkeiten,
etc. — als iatrogene, zumindest aber als durch ärztliches Handeln forcierte
Störungen, sozusagen ‘iatroforcere’, aufgefasst werden.

9.4. Pädagogische Beurteilung von Impfungen

Ein weiterer Aspekt der Impfung ist der auch von Coulter erwähnte Aspekt der
Praktikabilität für Eltern und Ärzteschaft. Ein geimpftes Kind verspricht wenig
pflegeintensive Krankheitsphasen, was der zunehmenden Berufstätigkeit der Mütter,
die meistens außerhalb des eigenen Heims verrichtet wird, entgegenkommt und den
Ärzten langwierige und umständliche Hausbesuche erspart 262. Funktionalität und
Pragmatismus scheinen hier wesentlich als Antriebsimpulse zu wirken, “...was
könnte es denn reizvolleres geben für eine Gesinnung, wie sie sich heute immer mehr
verbreitet, als einen Impfstoff zu finden, statt sich mit den Kindern jahrelang
abzuplagen!” deutete 1921 R.Steiner auf noch weitergehende Impfvorhaben hin als
bis heute realisiert sind 263.
Impfungen sind medizinische Prophylaxe (Vorbeugung, Verwahrung). Diese
präventive (zuvor-kommende) Sichtweise geht im Denken von der Krankheit aus,
wie im Falle der Impfungen besonders deutlich wird. Man definiert eine Maßnahme
als gut, weil sie angeblich vor Krankheit schützt, dieser zuvorkommt. Da man hierbei
aber nicht von der gesunden Entwicklung aus denkt 264, zumal wenn Gesundheit
mehr ist als die Abwesenheit von Krankheit, erkennt man nicht, wie wenig
erzieherisch, im eigentlichen sogar wie verzieherisch die Wirkung von Impfungen in
der Praxis sein können.
Wenn Erziehung die Zurkenntnisnahme und Förderung der Individualität des Kindes
beinhaltet, so kann eine Impfung, die das Kind pauschal zu einem willkürlich von
außen bestimmten Zeitpunkt mit den Erregern konfrontiert, schon von dieser
Perspektive aus nicht erzieherisch sein. B.Lievegoed hat die unterschiedlichen
Zeitpunkte des Erkrankens an einer Kinderkrankheit und die mögliche Bedeutung

261Scheibner 1993, S.262


262Coulter 1990, S. xii f
263Steiner 1921a, S. 131
264siehe u.a. Ausführungen zu den Kinderkrankheiten in 9.2.2.1.

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dieses Umstandes erkannt und auf die Beachtung dieser Umstände hingewiesen 265.
Viel deutlicher wird die verzieherische Wirkung aber durch die mögliche
Verhinderung bzw. Erschwernis wichtiger Individualisierungsprozesse und durch die
aufgezeigten möglichen Nebenwirkungen 266 nahezu aller Impfungen auf die
körperliche, seelische und geistige Gesundheit der Kinder.
Die Eltern haben m.E. die Pflicht, die sich aus ihrer stellvertretenden Verantwortung
für ihr Kind ableitet, sich über derartige in das Wesen des Kindes eingreifende
Vorgänge — und diese eingreifende Weise ist schon an der Art der äußerlichen
Verabreichung von Impfungen ersichtlich — umfassend zu informieren.
Ich stelle somit die These auf, dass die unhinterfragte Akzeptanz und Befürwortung
der Impfung für das eigene Kind als Indikator des bewussten bzw. unbewussten
Erziehungsverhältnisses betrachtet werden kann, denn die Eltern haben die ganze
Macht über die Impfungen in ihren Händen, trotz der Angst- und Einschüchterungs-
Maschinerie des medizinischen Apparates, wie Dr. V.Scheibner in ihrer
Veröffentlichung schreibt. Sie formuliert weiter: “Above all, parents have a moral
and legal obligation to ensure health and good prospect of a full life for their
children. Their loyality should at all times be with their children and not with their
peers or the medical system.” 267 Ganz im Sinne der Aussage Bohnes: “Da die
Erziehung verantwortliches Handeln ist, bleibt die entscheidende Aufgabe immer der
verantwortlichen Person, also dem praktischen Erzieher. Sein erstes Bemühen hat
sich zu richten auf den Konsensus der Geister, ohne den wahre Erziehung unmöglich
ist. Das beginnt bereits in der Familie. Wo Vater und Mutter erziehend
gegeneinander wirken, werden die Kinder zerstört statt erzogen” 268, möchte ich
diese erweitern, indem ich mich auf die Aussagen der im Vorhergehenden rezipierten
Pädagogen stütze: Wo erzieherisches Handeln sich nicht im Einklang mit dem
Natürlichen und Übernatürlichen befindet, werden die Kinder nicht erzogen,
entstehen aus Menschheitskeimen keine Menschheitsträger i.S. Pestalozzis; denn wie
wir von Fröbel wissen, ist “alle Erziehung, die sich nicht auf Religion gründet ...
fruchtlos.” 269 Es entsteht ein Ungleichgewicht zwischen äußeren und inneren
Prozessen des Menschen, wie R.Steiner schon hinsichtlich der Impfungen ausführte.
Die Beeinflussung physischer Prozesse erhält auf der Seite der seelischen

265Lievegoed 1976, S. 139


266folgt man den Argumentationen der zahlreichen, zitierten Fachleute, so handelt es sich bei diesen
Nebenwirkungen im eigentlichen um die Wirkungen, da die von der Schulmedizin postulierten
Wirkungen der Impfung diesen Ausführungen zufolge wissenschaftlich nicht erwiesen und beweisbar
sind.
267Scheibner 1993, S. 262
268Bohne 1951, S. 251 f
269Fröbel 1821 in: Rutt 1965, S.5

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Entwicklung kein Gegengewicht, da die Wissenschaft, wie Troxler ausdrückte, mit
ihrer Anthropologie nur im “äußeren Vorwerke” des Menschen verbleibt.
Wo das “Herz” nicht wirklich eine Grundlage hat, fehlt dem “Verstand” der wahre
Bezugspunkt und so kann die “Hand” im eigentlichen Sinne nicht erzieherisch
wirken. In Bezug auf Pestalozzis “Geist und Herz in der Methode” hieße also die
Schlussfolgerung, dass funktionalistisches Kalkül, verklärt mit dem Anspruch sein
Kind vor Krankheiten zu behüten, die Führung übernimmt.

11. Abschlussbetrachtung und Ausblick

Der Fall von Timmy hat mich, durch die z.T. weit ausgeführten und tiefgehenden
Betrachtungen der zunächst als Blockadepunkte der Entwicklung im Therapieprozess
aufgefassten Erziehungsdefizite, auf den Urgrund pädagogischen Denkens geführt.
...
Wenn, nach Lauff, das Verhältnis zwischen Stand- und Bewegungsfähigkeit des
Kindes das Verhältnis zwischen Nähren und Führen —als die genuin erzieherischen
Tätigkeiten— offenbart 270, so wird anhand der Gleichgewichts- und
Bewegungsprobleme von Timmy deutlich, dass das Verhältnis dieser Tätigkeiten
grundlegend gestört ist oder sich gar nicht grundlegend entwickelt hat.
An der Wahrnehmung dieser nicht wesenhaft entwickelten Stand- und
Bewegungsfähigkeit sowie aus den Beobachtungen im Prozess der Nachreifung der
physiologischen Fähigkeiten konnten Erkenntnisprozesse anschließen, die mich die
Grundbedingungen erzieherischen Handelns hervorheben sowie punktuell einige von
anderen Wissenschaften initiierte Erziehungsprobleme in ihrem Wesen bis auf den
Grund dieser Wissenschaften verfolgen ließen.
Würden die in dieser Arbeit aufgeführten Aussagen zu den Impfungen durch eine
aufrichtige neuro-wissenschaftliche Auseinandersetzung Bestätigung finden, so ließe
sich sagen, dass durch therapeutische bzw. heilpädagogische Anforderungen
medizinische Irrwege aufgedeckt würden.
Zu den Gefahren, die dazu beitragen, “dass die Lebenssituation der Kinder von
außerpädagogischen Faktoren geprägt wird”, wie es D.Spanhel hinsichtlich der
Bestimmung vieler gesellschaftlicher Bereiche durch den wissenschaftlich-
technischen Fortschritt formuliert, zählen m.E. auch die sog. Schutzimpfungen bzw.
deren weitgehend unreflektierte Anwendung. “Gegen diese Einflüsse kann die
Pädagogik die legitimen Ansprüche, Bedürfnisse und Interessen der Kinder aber nur
dann wirksam vertreten, wenn sie für ihre Anklagen und Anforderungen,

270Lauff 1990, 12.Juli.

- 52 -
Maßnahmen und Modelle wirklich überzeugende Argumente vorbringen kann. Kann
sie das nicht, wird sie leicht als Instrument zur Durchsetzung gesellschaftlicher
Ansprüche gegenüber dem Kind missbraucht ... ” resümiert Spanhel 271.
In diesem Sinne konnten aus der vertiefenden Beschäftigung heraus zum einen die
von der Medizin auf die Pädagogik übertragenen Problemstellungen an die Medizin
fachlich begründet zurückverwiesen werden und zum anderen eröffneten sich
erzieherische Erkenntnismöglichkeiten zur Klärung des pädagogischen Wesens. Der
Weg führte ausgehend von Timmy dann, pointiert formuliert, sozusagen induktiv
von den Oligodendrozyten zu den Grundlagen der Kunst eines beseelten
Erziehungsprozesses.

Den wesentlichen Erkenntnisprozess dieser Arbeit skizziert D.Jacobs mit ihren


Aussagen: Die “Bewegungskrise unserer Zeit ... ist ein Teil der religiösen Krise.” “In
diesem Zusammenhang muss das Problem der Bewegung gesehen werden, wenn es
eine zulängliche Lösung finden soll.” 272 Diese Lösungsaufgabe ist m.E. zuvörderst
eine erzieherische Anforderung i.S. des dargestellten Wesens der Erziehungskunst.
An diesem Kernpunkt stand auch I.P.V. Troxler als er dazu aufrief, eine vollkommen
neue “anthropologische Philosophie” zu erarbeiten, die das christliche Ereignis in
seiner Bedeutung für die Menschheit fernab christlicher Ideologien neu erfasst und
mit einbezieht und die er in ihrer Anwendung als Pädagogik bezeichnete, wie auch
“Pestalozzis Vollkommenheitsideal ... mit demjenigen (identisch ist), das Christus
gelehrt hat und nur er der Menschheit bringen konnte” und auf dem Pestalozzis
ganze Methode der Menschenbildung ruhte 273.
Insofern löst sich Pädagogik m.E. hier nicht in Weite, “im allgemeinen Menschsein”
auf 274, sondern klärt sich über die Bedingungen ihres genuinen Auftrages auf, aus
dem heraus sie allein ihre Tätigkeiten menschengemäß bestimmen kann. In diesem
Sinne betrachte ich die notwendige “anthropologische Philosophie”, wie sie u.a.
I.P.V.Troxler anstrebte, im Gegensatz zur Beschäftigung mit der allgemeinen und
herkömmlichen Anthropologie und Philosophie nicht als flüchtige Weite, sondern als
unausweichliche notwendige Tiefe aus der der Pädagoge schöpfen muss und die er

271Spanhel 1988, S. 75
272Jacobs 1972, S. 23
273Offermann 1965, S.91; vergl. Pestalozzi 1812, S. 188: Es “ergibt sich unwidersprechlich: Der
allgemeine Mittelpunkt aller wahren Elementarbildung ist die sittliche Kraft unserer Natur und die aus
ihr hervorgehende Seelenruh und hohe innere Würde unseres geistigen und sittlichen Lebens; sie liegt
mit seinem reinsten und tiefsten Entfaltungs- und Bildungsmitteln im Geist des Christenthums.” Dies
steht m.E. im Gegensatz zu der Interpretation Ballaufs und seiner These zur notwendigen
“Detheologisation” der “Ethik” Pestalozzis, da er m.E. die von Pestalozzi erkannte, reale Bedeutung
des christlichen Ereignisses in seiner Bedeutung für die menschliche Entwicklung nicht ergriffen hat
und Christlichkeit daher nur im konfessionellen Rahmen denken kann und bei Pestalozzi als Metapher
interpretiert; Ballauf 1987, S.102
274vergl. Lauff in: Lauff /Homfeldt1981, S. 250

- 53 -
durch die Reflexion seiner erzieherischen Praxis im Erkenntnisprozess fortwährend
vertiefen kann.
Auf der Hintergrundsfolie der Erkenntnis des Menschen als ein geistiges Wesen
kann deutlich werden, dass es sich bei der folgenden Aussage Troxlers nicht um eine
schöngeistig formulierte Metapher, sondern um Wirk-lichkeit im tiefsten Sinne
handelt: “ Das höchste Opfer bringt der Mensch, der sich selbst einem anderen zum
Erziehen übergibt, nämlich sich selbst mit allen seinen Gaben und mit seiner ganzen
Zukunft; er darf daher fordern, dass er sich selbst wiedergegeben werde durch den
Erzieher. Ja, die Bedingung der scheinbaren Selbstentäußerung ist eben nur, dass er
seiner selbst mächtiger und sich eigener werde, und desto sicherer und glücklicher
seine ursprüngliche Naturbestimmung erreichen und seinen freien Zwecke leben
könne. Die Erziehung soll also nicht geben und nicht nehmen, sondern nur den
Menschen auf seine wahre Natur zurückführen, welche hinwieder nur durch seine
freigewordene Bildung offenbar wird.” 275
Soll dieses “kindliche Opfer im Prozess der Erziehung nicht zum Verlust, sondern
zum Gewinn allgemeiner Lebensentwicklung beitragen”, wie es Lauff zum Ausdruck
bringt 276, so scheint der zur Erziehung Aufgerufene zuvörderst den Agnostizismus
überwinden zu müssen. Hiermit öffnet sich u.a. nach Hegel 277 das Tor zur
selbstlosen Liebe, die als Grundlage der Erziehung zu verstehen ist, und Kunst i.S.
der Erziehungskunst bzw. erzieherische Gestaltung wird mit dem Erleben des
Übersinnlichen möglich.

In Troxlers Aussage kommt der behutsame sowie entschiedene Charakter der


Erziehung und die höchste Anforderung, die in einem “nur” enthalten sein kann, zum
Ausdruck. Dieses möchte vor jedem zur Erziehung aufgerufenen Menschen
hingestellt sein.
Der pädagogische Kern beinhaltet die Verantwortung des Erwachsenen für die
Grundlage zur Menschwerdung des Kindes und offenbart sich in der Kunst, das Kind
so zu nähren und zu führen, dass es weder in die “Erdensucht” noch in die
“Weltenflucht” gerät, sondern für den Weg zur Freiheit befähigt ist, begabt mit
innerer sowie äußerer Standfähigkeit, Balance und Aufrichte und
Bewegungsfähigkeit.
Der in dieser am Abschluss meines institutionellen Studiums stehenden Arbeit
dargestellte Erkenntnisprozess sollte m.E. zu Beginn eines pädagogischen Studiums
angeregt werden. So könnten im weiteren Studium, im Austausch von Theorie und
Praxis, die Ansätze der pädagogischen Kunstfertigkeit und die Fähigkeit der

275Troxler 1958, S.39


276Lauff 1988, S. 55
277Hegel 1924, S.286 f

- 54 -
Reflexion, i.S. einer auf der Grundlage der Erziehungswissenschaft progressiv
agierenden und nicht nur unentwegt reagierenden Pädagogik, entwickelt und
vervollkommnet werden.

- 55 -
Die gekennzeichneten Absätze sind Inhalt dieser Schrift, die kursiven Seitenzahlen
beziehen sich auf den vorliegenden Auszug.

Inhaltsverzeichnis der Gesamtarbeit


SEITE

1. EINLEITUNG................................................................................. 1

1.1. Einführung in das 1


Thema..............................................................

1.2. Struktureller Aufbau der Arbeit.................................................... 5

1.3. Anmerkung zur 8


Methodik.............................................................

ERSTER TEIL

2. LEGASTHENIE / DYSKALKULIE.................................................. 12

2.1. Zum Begriff der Legasthenie........................................................ 13

2.2. Zum Begriff der Dyskalkulie....................................................... 15

2.3. Versuch einer Orientierung am Fall............................................. 17

3. NEUROPHYSIOLOGIE:

VON DER MEDIZIN ZUR PÄDAGOGIK......................................... 18

3.1. Entwicklung eines Verhältnisses.................................................. 18

3.1.1. Aberrante Reflexe - Zeichen einer Pathologie oder Unreife?..... 23

3.1.2. Der Grundbaustein von Bewegung und Lernen........................... 26

3.2. Neurowissenschaften in der Pädagogik........................................ 32

mit Exkurs: Was ist Erziehung?.................................................. 35

und: Was bedeutet Menschenbild?.............................................. 43

- 56 -
4. NEUROPHYSIOLOGISCHE GRUNDLAGEN.................................. 47

4.1. Das Nervensystem........................................................................ 47

4.1.1. Struktureller Überblick................................................................. 47

4.1.2. Myelin — Ein Fett-Eiweißstoff für die Leistungsfähigkeit.......... 49

4.1.3. Die Geschichte des Nervensystems: eine Verständnisbrücke...... 52

mit Exkurs: Mensch und Phylogenese.......................................... 55

4.2. Primitive Reflexe: Grundsätzliches.............................................. 59

mit Exkurs: Reflexe - Reaktionen? Eine Begriffsbestimmung.... 61

4.2.1. Rückzugsreflexe - “Schutzhaft”................................................... 63

4.2.2. Moro Reflex - Ausbruchszwang................................................... 65

4.2.3. TLR / STNR - die Plage mit der Gravitation und Integration...... 67

4.2.4. ATNR - das Band zwischen Auge und Hand............................... 70

4.2.5. Zusammenfassende Betrachtung: Individuelle Bewegung vs.

individuelle 71
Bewegungsstörung....................................................

ZWEITER TEIL

5. DIE VORSTELLUNG VON TIMMY............................................... 75

5.1. Meine Begegnung mit Timmy...................................................... 75

5.2. Timmys Geschichte...................................................................... 76

5.2.1. Schwangerschaft - Geburt - die ersten drei Jahre......................... 77

5.2.2. Tabellarischer Abriss der ‘institutionellen 80


Beurteilungen’............

5.2.3. Beurteilung von Timmy durch die Krankengymnastin................ 84

6. DIE DIAGNOSTISCHE BEURTEILUNG......................................... 86

6.1. Notwendigkeit und Möglichkeit differenzierter 86

- 57 -
Diagnostik.........

6.2. Das diagnostische Verfahren des INPP........................................ 87

6.3. Die diagnostische Erstbeurteilung von Timmy............................ 91

6.3.1. Zusammenfassung der Ergebnisse................................................ 107

6.3.2. Auswertung der 109


Diagnose.............................................................

7. DER VERLAUF DES ÜBUNGSPROGRAMMS.............................. 113

7.1. Theoretischer Hintergrund des Übungsprogramms.................... 113

7.2. Timmys neurophysiologische Förderung..................................... 116

7.3. Die vorläufige 120


Abschlussuntersuchung.........................................

7.4. Zusammenfassende Betrachtung des Behandlungsverlaufes

aus therapeutischer Sicht.............................................................. 123

8. CHRONOS UND KAIROS DER FALLENTWICKLUNG.................. 128

DRITTER TEIL

9. AUSGEWÄHLTE, IM BETREUUNGSPROZESS

AUFGEWORFENE FRAGESTELLUNGEN UND

BETRACHTUNGEN....................................................................... 148

9.1. Erneute Betrachtung der Rechenschwäche bei Timmy................ 148

9.1.1. Raumempfinden - Zahlenraum..................................................... 148

9.1.2. Zahlenraum - Seelenraum............................................................. 151

mit Exkurs: Gedanken zum Seelenbegriff.................................... 154

und: Anmerkungen zum Begriff der Meta- 159


physik........................

9.2. Pädagogische Relevanz von Schutzimpfungen..........................4 161

- 58 -
9.2.1. Praxis der Impfung - eine medizinische Kontroverse................7 164

9.2.1.1. Die Bedeutung der Markscheiden für die Reifung des ZNS....10 167

9.2.1.2. Abbau der Markscheide infolge von Schutzimpfungen...........13 170

9.2.1.3. Oligodendrozyten: Zeugen medizinischer Irrtümer?...............21 178

9.1.2.4. Zwischenbetrachtung................................................................24 181

9.2.2. Schutzimpfungen und menschliche Entwicklung.....................29 186

9.2.2.1. Impfungen gegen Kinderkrankheiten - entwicklungshemmend? 29 186

9.2.2.2. Möglicher Einfluss von Impfungen auf die seelisch - geistige

Entwicklung..............................................................................33 190

Historisches Aperçu..................................................................38 194

9.3. Impfungen, seelische Deprivation und die Bedeutung des

Religiösen.................................................................................39 196

9.3.1. Begründung des Religiösen in der historischen Pädagogik.......... 199

9.3.2. Zeitgenössische Aussagen zur Bedeutung des Religiösen für

die Erziehung................................................................................ 205

9.3.3. Religiöse Erziehung und ihre Wirklichkeit.................................. 215

9.3.4. Das “Lebendige”: Ein erster Brückenschlag zwischen


Materialismus und Spiritualität................................................43
221

9.4. Pädagogische Beurteilung von Impfungen...............................50 228

mit Exkurs: Liebe als Grundlage der 230


Erziehung...........................

9.5. Neurophysiologische Nachreifungsbehandlung aus

erzieherischer Sicht....................................................................... 233

9.5.1. Ergänzende Erkenntnis- und 233


Handlungsmöglichkeit.....................

9.5.2. Ein Beitrag zur “Menschenbildung”?.......................................... 236

9.5.3. Erweiterung in der Betreuung Timmys........................................ 241

9.6. Die mögliche Bedeutung der Eltern für die

- 59 -
Entwicklungsverzögerung von 250
Timmy.........................................

9.6.1. Die Mutter: Funktionalität statt Beziehung 250


?................................

9.6.1.1. Ein exemplarischer 250


Fokus.............................................................

9.6.1.2. Ursache versperrter “Innenbewegung”?...................................... 254

9.6.2. Der Vater: Ohne väterliche Wirkung?......................................... 256

9.7. Schulreifeuntersuchung und Schulauswahl.................................. 260

10. SCHLUSSFOLGERUNG FÜR DIE

ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT..................................................... 263

10.1. Hirnforschung, Philosophie und pädagogische 263


Kunst....................

10.2. Dreidimensionalität pädagogischer Kunst.................................... 269

10.3. Konsequenzen für die pädagogische Ausbildung......................... 274

10.3.1. Gesunde Bewegung sehen lernen................................................. 274

10.3.2. Erziehungswissenschaft: Analyse in Synthese............................. 277

11. ABSCHLUSSBETRACHTUNG UND AUSBLICK.........................52 282

- 60 -
Literaturliste

für vom Autor verwendeten Bücher, die sich von der weniger bekannten Seite
mit dem Thema der “Schutzimpfungen” befassen:
Die Jahreszeitenangaben direkt hinter den Autoren- bzw. Herausgebernamen sind die
Ersterscheinungsdaten der Werke bzw. der deutschen Übersetzung. Insofern andere
Ausgaben verwendet wurden, sind diese am Ende der jeweiligen Angabe bezeichnet.

Buchwald, Gerhard (1993) Impfungen: Geschäft, Nutzen - oder Schaden? In:


Naturamen, Ärztezeitschrift für klassische Naturheilverfahren, Nr. 4/1993, Verlag
Kirchheim, Mainz

Buchwald, Gerhard (1994) Impfen — Das Geschäft mit der Angst. emu - Verlag für
Ernährung, Medizin und Umwelt, Lahnstein (3.Aufl. 1995)

Coulter , Harris L / Fisher, B (1991) Dreifach-Impfung— Ein Schuss ins Dunkle.


Barthel & Barthel, Berg

Coulter, Harris L (1990) Vaccination, Social Violence, and Criminality - The


Medical Assault on the American Brain. North Atlantic Books, Berkeley, California

Coulter, Harris L (1993) Impfungen - der Großangriff auf Gehirn und Seele.
Hirthammer, München

Degeller, Lore (1993) Schutzimpfungen im Kindesalter heute. In: Naturamed,


Ärztezeitschrift für klassische Naturheilverfahren, Nr. 4/1993, Verlag Kirchheim,
Mainz

Delarue, Simone (1990) Impfungen - der unglaubliche Irrtum. Hirthammer,


München (5. Aufl. 1995)

Delarue, Simone (1993) Impfschutz - Irrtum oder Lüge? Hirthammer, München

Goebel, Wolfgang (1994) Zu den Impfungen. Beratungsblatt der Kinderabteilung des


Gemeinnützigen Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke, Herdecke

Goebel, Wolfgang / Glöckler, Michaela (1984) Kindersprechstunde - Ein


medizinisch-pädagogischer Ratgeber. Urachhaus, Stuttgart (10. erg. Aufl. 1992)

Grätz, Joachim-F (1994) Sind Impfungen sinnvoll? Hirthammer, München


(2. überarb. u. erw. Aufl. 1995)

- 61 -
Hoffmann, Klaus / Berendes, Axel (1993) Rette Dein Immunsystem. Vier Flamingos
Verlag, Rheine

Kummer, Karl-Reinhard (1995) Impfungen im Kindesalter. In: Der Merkurstab -


Beiträge zu einer Erweiterung der Heilkunst, 48. Jahrgang, Heft 4, Juli /August 1995
S. 313 - 322 und Heft 5, September/Oktober 1995, S. 438 - 450

Roy, Ravi / Lage-Roy, Carola (1987) Homöopathischer Ratgeber: Impfschäden.


Lage & Roy Verlag, Murnau (3. erw. u. überarb. Aufl. 1995)

Roy, Ravi / Lage-Roy, Carola (1992a) Homöopathischer Ratgeber: Die


homöopathische Impfung. Lage & Roy Verlag, Murnau (2.überarb. Aufl. 1994)

Roy, Ravi / Lage-Roy, Carola (1992b) Homöopathischer Ratgeber: Behandlung der


Impfschäden. Lage & Roy Verlag, Murnau

Scheibner, Viera (1993) Vaccination - 100 years of Orthodox Research shows that
vaccines represent a medical assault on the immune system. Australian Print Group,
Victoria /AUS

Steiner, Rudolf (1910) Ein Zyklus von elf Vorträgen gehalten in Hamburg. Rudolf
Steiner - Nachlaßverwaltung (Hrsg.), Rudolf Steiner-Verlag, Dornach /CH (5.
Auflage 1968)

Steiner, Rudolf (1917) Die spirituellen Hintergründe der äusseren Welt. Rudolf
Steiner Verlag, Dornach /CH (3. Aufl. 1977)

Steiner, Rudolf (1921a) Der Mensch als leiblich seelische Wesenheit in seinem
Verhältnis zur Welt. Rudolf Steiner Verlag, Dornach /CH (Ausg.1967)

Steiner, Rudolf (1921b) Vortrag für Ärzte und Medizinstudierende über


Heileurythmie. In: Geisteswissenschaftliche Gesichtspunkte zur Therapie. Rudolf
Steiner Verlag, Dornach /CH (4.Aufl. 1984)

Steiner, Rudolf (1922a) Die körperliche Erziehung im Besonderen. In: Die gesunde
Entwicklung des Leiblich-Physischen als Grundlage der freien Entfaltung des
Seelisch-Geistigen. Rudolf Steiner - Nachlaßverwaltung (Hrsg.), Rudolf Steiner-
Verlag, Dornach /CH (3. Auflage 1978)

- 62 -
Sach- und Personen- Register

de Vries 13 Glick 13, 16


Deformierungen 47 Goddard 4, 5, 10, 11, 12, 18,
A Deggeller 19, 20, 24, 30, 31, 26, 27, 28, 29
Abeltier 14, 33 32, 34, 38 Goethe 2, 6, 39, 45
Abhängigkeit 32 Delarue 8, 9, 18, 24, 25, 35 Grundkrankheiten: Miasmen29
Abnormitäten 40 Demyelinisierung 13, 16
Agnostizismus 54 Denkmuster 38
Deprivation 1, 39
H
Akzeptanz 5, 7, 38, 51
Allmachtsanspruch 3 Diskreditierung 9, 37 Haas 37
Allmachtsvisionen 43 DNA-Vakzine 45 Hahn 47
Aluminiumhydroxid 21 Dogma 2 Hahnemann 28
Angst 2, 38, 45, 51 Dynamis 43 Hegel 54
Antigen-Antikörper-Reaktion Dyskalkulie 7, 50 Heisenberg 43, 44
36 Dyslexie 4, 33 Heitler 44
Antikörper 16, 36, 45 Hirnerkrankungen 26
Antikörperantwort 19 E Hirnschäden 26
Antikörperbildung 30 Hochpotenzen 43
Arnim 35 ego-weakness 33, 35 Holle 10, 11
Ärztezeitschrift 24, 37 Ehrengut 13 Holtzapfel 24, 26, 30, 31, 42
Assimilationsmöglichkeit 20 Einschüchterungs-Maschinerie Homöopathie 28, 29, 31, 43
Aufmerksamkeitsstörungen 14 51 Honorarverlust 48
Autismus 4 Eiweiß 20, 40 Hörstörungen 14, 21
autoimmunen Prozesse 18 Encheiresin naturae 45 Hypothese 2, 36, 39
Autorität 7 Entmarkungskrankheiten 1 5,
18
Entmyelinisierung 6, 13
I
B Entwicklung 1, 2, 4, 5, 6, 7, iatroforcere 50
Bakterientoxine 22 10, 11, 12, 25, 26, 27, 29, iatrogene 50
Behinderungen 6 30, 32, 33, 34, 39, 40, 42, Ich-Entwicklung 34
Bergson 46 50, 52, 53 Ich-Schwäche 33, 35
Bewegung 46 Entwicklungsfaktor 30 Immunität 16, 19, 30, 32, 36
Bewegungsentwicklung 13, 14, Entwicklungsrückstände 31 Immunschwächen 20
35 Entwicklungsverzögerung 1 2, Immunsystem 19, 20, 62
Bewegungskrise 53 27, 42 Impfempfehlungen 34, 38, 48
Bewegungsübungen 4 Enzephalitis 13, 17, 33 Impfenzephalitis 8
Beweiszwang 25 Enzephalopathie 13, 20, 34, 40 Impf-Friedhof 9
Bewusstseinssprung 44 Erkenntnismöglichkeiten 53 Impfgegner 9, 19
biologische Methode 21 Erziehung 6, 39, 40, 41, 45, Impfkampagne 36
Biophotonen 49 46, 47, 50, 51, 54 Impfkompendium 8
Blockadepunkte 52 Ethik 49, 53 Impfkomplikationen 4
Blut-Hirn-Schranke 22 Eustis 12 Impfproblematik 35, 38
Blythe 5, 11, 25, 28 Impfprogramm 4
Boosterung 27 F Impfpropaganda 35
Bovine Spongiforme Enzepha- Impfschadenstatistiken 8
lopathie, CSE, DSE 20,40 Fichte 44 Impfschutz für alle 6
Buchwald 5, 8, 9, 14, 15, 16, Field 26, 27, 28 Impfstress 25
17, 18, 19, 20, 30, 32, 34, Formaldehyd 21 Impfvorhaben 50
36, 37, 40, 43, 48, 49, 50 Forschungsergebnisse 49 Individualisierung 31
Bundes-Seuchen-Gesetz 9 Freund-Feind-Bild 38 Individualität 50
FSME 17 Inglis 38, 39
Funktions- und Reifestörungen INPP: Institute for
C 34 Neurophysiologigal
Charakter- und Funktionsstörungen 15, 22 Psychology 5, 7, 10, 11,
Gemütsschäden 34 12, 25, 28
Corpus callosum 11 Irrwege 52
Coulter 4, 8, 9, 11, 12, 13, 18,
19, 24, 25, 26, 30, 33, 34, G
J
35, 42, 48, 50 Gegenreaktion 40
Gemütsschäden 39 Jacobs 25, 43, 46, 53
Gentamycin 21 Jenner 18
Gesundheit 2, 36, 40, 50, 51
Gießkannenprinzip 17 K
D Glas 30
Glaubensbekenntnis 2, 39 Kalmar 35
Darwin 38

- 63 -
Kinderkrankheiten 1, 5, 6, 7, Nerven-Leitungs- Sensibilisierung 20
26, 29, 30, 31, 32, 33, 50 Geschwindigkeit 16 Serogenetische Polyneuritis 16
Komplikationen 5, 8, 15, 25, Neuropathien 15 Seuchenhygiene 8
32 neurophysiologische Shepherd 10, 11, 15, 16
Krebserkrankung 19 Forschung 23 Skandal 35
Kummer 4, 9, 24, 27, 28, 32, Nicholls et al 12, 13, 23 Spanhel 52, 53
36, 37, 38, 39, 48 Nierenstörungen 21 Spätschäden 13
Nihilismus 39 Spiess 8, 9, 16, 19, 36, 48
Novalis 2 spirituelle Essenz 49
L Nutzen /Schaden-Relation 30 Steiner 39, 40, 41, 42, 44, 47,
Lauff 45, 46, 47, 52, 53, 54 50, 51
Lebensentwicklung 54 STIKO 38, 48
O Stressresistenz 25
Lebenshilfen 33
Legasthenie 7, 14, 42, 50 Objektivität 36 Summers und Appel 21
Leistungsstörungen 34 Oligodendrozyten 1, 21, 22,
Leitungsblock 13 23, 53 T
Lernschwierigkeiten 8
Li, Atashi et al 22 Toxic neuropathies 16
Lievegoed 30, 31, 51
P Toxin- bzw. Toxoidimpfstoffe
Links- bzw. Beidhändigkeit 25 Paracelsus 48 16
Liquor 15, 22, 27 Paracelsus-Medaille 48 Troxler 41, 42, 44, 45, 46, 52,
Lobby 24 parenteral 20, 40 53, 54
Pasteur 38, 43 T-Zellen 23
M Pestalozzi 37, 46, 49, 53
Petersen 44 U
Machtinstrument 2 philosophy of healing 50
Markscheiden 10, 13 Poeck 16 Umsatz 48
Markscheidenbildung 1, 10, 23 Polyneuritiden 15 Unwissenschaftlichkeit 45
Markt 2, 41 Popp 19, 44 Ursachenforschung 14
Martinius 14 post-immunization 16
Masernerkrankung 30, 32 Pragmatismus 50
Massenimpfung 36 Problemstellungen 53
V
Mauer des Schweigens 37 Prophylaxe 50 Validität 36
Medizin und Religion 42 Protein-Lipid-Hülle 20 Veigel 21, 25, 36
Memory-Zellen 36 Provokationseffekt 18 Verantwortung 2, 51, 54
Menschenbildung 53 Verhaltensanomalien 34
Mikrobentheorie 39 Verhaltensauffälligkeiten 13,
Minimalenzephalopathien 14
R
50
Moro Reflex 12, 25, 57 Reflexe 4, 7, 10, 11, 25, 26, Verhaltensstörungen 24, 37, 39
Multiple Sklerose: MS 15, 18, 28, 35 Vestibularisschäden 21
22 Reifungsprozess 11, 30 Vorherrschaft 43
Myelin 15, 21, 22 Reliabilität 36
Myelinisation 11, 12, 13 Religion 37, 41, 42, 51
Myelinisierung 10, 11, 12 Remyelinisierung 23
W
Myelinscheide 20, 21 Rhythmus 43 Wachstums- und
Myelinschicht 10 Routineimpfungen 48 Entwicklungsschübe 30
Wahrheit 38, 43
N S Wissens- und Machtfülle 48

Naturbestimmung 54 Scheibner 20, 36, 50, 51


Naturwissenschaft 36, 43 Schutzeffekt 16, 37
Z
Nebenwirkungen 8, 21, 24, 32, Seelenleere 39 ZNS: Zentral-Nervensystem 1,
51 seelische Disharmonien 33 10, 14, 15, 21, 22, 27, 29,
Nervenleitgeschwindigkeit 15 Selbstregulationsfähigkeit 27, Zwangshandlungen 33, 39
31

- 64 -
Willkommen beim
& Aktionspaket in der Heftmitte &
Liebe Leserin, lieber Leser,

auf den Folgenden sieben Seiten finden Sie einen Aktionsteil.


Er beinhaltet auf der umliegenden Seite ein MERKBLATT MIT MÖGLICHKEITEN ZUR PRÄVENTION
UND BEHANDLUNG jener Krankheiten, gegen die selbst menschenkundlich orientierte Ärzte (u.a.
aus „sozialen Gründen“ sic!) noch gerne impfen. Doch es gibt „Alternativen“, obwohl dieser
Begriff hier nicht ganz korrekt ist, denn er bedeutet eine „andere Möglichkeit“. Dies suggeriert
aller-dings, dass die sog. „Schutzimpfungen“ tatsächlich eine verlässliche, wirksame und
weitgehend komplikationslose Möglichkeit sind, uns vor Krankheiten zu schützen.
Ich rate Ihnen, diese Seite mehrfach auf ein kleineres Format zu kopieren und evtl. laminieren
zu lassen und so bei sich zu führen, in die (homöopathische) Reiseapotheke zu legen und Ihren
Kindern mit den entsprechenden Mitteln mit auf Ausflügen und Reisen zu geben.

Die dann folgenden zwei Seiten sollten Sie auf A 4 hochkopieren und, sofern Sie sich doch für
eine Schutzimpfung entscheiden, die „ÄRZTLICHE IMPFERKLÄRUNG“ unbedingt vom impfenden
Arzt ausfüllen und rechtswirksam unterzeichnen lassen. Lassen Sie sich nicht einschüchtern
und abwimmeln oder gar überrumpeln. Lassen Sie sich den Beipackzettel des verwendeten
Impfstoffes zeigen bzw. aushändigen, es ist Ihr gutes Recht. Wichtig ist dann eine genaue
Beobachtung in den folgenden Tagen nach der erfolgten Impfung und eine akribische
Dokumentation. Hierfür ist der BEOBACHTUNGSBOGEN beigefügt. Sollten Sie auffällige Reaktion
bemerken, ziehen Sie eine dritte Person als Zeugen hinzu.

Sollten Sie oder eines Ihrer Familienmitglieder in einer sog. Gemeinschaftseinrichtung (GE)
gemäß § 33 IfSG – z.B. Kindertagesstätte, Heim, Schule, u.v.m. – arbeiten oder betreut werden
so sind bzw. werden Sie früher oder später mit der „BELEHRUNG FÜR ELTERN UND SONSTIGE
SORGEBERECHTIGTE GEM. § 34 ABS. 5, S. 2 INFEKTIONSSCHUTZGESETZ (IfSG)“ bzw. der
„Belehrung nach § 35 Infektionsschutzgesetz für die Beschäftigten in Schulen und Kindergärten
und sonstigen Einrichtungen zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen“ bzw. mit der
Belehrung gemäß § 43 IfSG konfrontiert. Diese Belehrungen entsprechen meistens den
Vorschlägen und Formulierungen des Robert-Koch-Instituts. Sie unterschreiben mit ihrer
Unterschrift unter einer solchen Belehrung automatisch Sätze wie „Bitte bedenken Sie, dass ein
optimaler Impfschutz jedem Einzelnen sowie der Allgemeinheit dient.“
Diese vorformulierten Belehrungen werden leider aus Mangel an Alternativen oder aus
Bequemlichkeit unhinterfragt übernommen. Sie sind eindeutig im Sinne der Interessen des
Robert-Koch-Instituts (und der pharmazeutischen Industrie) formuliert und negieren jegliche
Alternative der Information.
Die letzten vier Seiten dieses Aktionsteils geben Ihnen eine echte Alternative zu den
vorgefertigten Belehrungsformulierungen. Sie wird natürlich den Anforderungen der
Belehrungen gemäß IfSG gerecht ( Seite 1-2), beinhaltet darüber hinaus aber auch die wichtige
Information über die Meldepflicht gemäß § 34, Abs. 6 IfSG und erfüllt die zur RKI –Ergebenheit
verplichtende Aufklärungspflicht gemäß § 34 Abs. 10 IfSG in einer autonomen Weise (Seite 3).
Des Weiteren werden wissenschaftlich nicht haltbare Formulierungen (s.o.) weggelassen.

Im Sinne mündiger Bürger und einer freien Entscheidungsfindung sind diese Belehrungs-
varianten den RKI-Vorlagen vorzuziehen. Kopieren Sie auch diese Vorlagen auf A 4 hoch und
überreichen Sie sie an die Leitungen der GE in denen Sie beschäftigt sind oder in denen in
Ihrer Sorge stehende Menschen betreut werden. Entscheiden Sie, was Sie unterschreiben und
ersetzen Sie Ihnen vorgelegte Belehrungsschreiben durch diese Variante. Jede unbedachte
Unterschrift nützt den Befürwortern und Strategen einer verdeckten Impfpflicht.
Tipp: Überdenken Sie im Interesse der Blut-Hirn-Schranke und des Immunsystems auch die
Nutzung von Mobiltelefonen, siehe hierzu: www.eletrosmognews.de Es ist kein Zufall, dass der
Staat und die Industrie an Mobilfunk verdienen, den Schutz der Bürger vernachlässigen und
gleichzeitig die Arbeitnehmer von der finanziellen Mitverantwortung im Gesundheitssystem
entbunden werden.
Impfalternativen
oder
Prävention und Behandlung von Infektionen

Zusammenstellung verschiedener Maßnahmen gegen die Krankheiten für die selbst


anthroposophisch orientierte Ärzte sich zu einer Impfempfehlung hinreißen lassen:

TETANUS: Blutende Wunden auf alle Fälle erst einmal bluten lassen und nicht sofort
verschließen, da der Erreger sich nur unter anaeroben Bedingungen vermehren
kann. Bei Stichverletzungen möglichst schnell Blut herauspressen
Arnica (bzw. Ledum bei Stichwunden) in Potenz, sowie Hypericum.
(vergl. J.-F. Grätz, Sind Impfungen sinnvoll, S.39 f)
Bei Gefahr von Wundstarrkrampf Injektionen mit Belladonna D 30
zusammen mit Hyoscyamus D15 (R.Steiner, GA 316 Meditative Betrachtung
und Anleitung zur Vertiefung der Heilkunst, S.227 f.)
Die Wunde mit Ballistol-Waffenöl (nicht Neo-Ballistol aus der Apotheke)
betupfen (Heilpraktikerin Ahrens)
Rescue-Tropfen direkt auf die Wunde und mind. 3 Tropfen oral. Dann Rescue
Salbe auf die Wunde.
Behandlung bei einer Wundstarrkrampferkrankung: Penicillin und
Metronidazol (vergl Buchwald, Das Geschäft mit der Angst, S. 87)

POLIO: Ansteckung mit Viren der Poliomyelitis bei Hypoglykämie:


Vermeidung von fabrikzuckerhaltigen Nahrungsmitteln besonders in
Zusammenhang mit erhöhter Tätigkeit (z.B. das Speiseeis an Sommertagen vor
dem Schwimmen) ( J.-F. Grätz, Sind Impfungen sinnvoll, S 35 f)
Magnesiumchloridbehandlung nach Dr. A. Neveu sogar bei schlimmsten
Krankheitsformen erfolgreich.( J.-F. Grätz, Sind Impfungen sinnvoll, S 36 f)
Allgemeine Stärkung des Immunsystems (homöopathische
Konstitutionsbehandlung) und
allgemeine Abwehrkräftigung des Organismus gegen von außen eindringenden
Bakterien und Viren mit täglicher Propolis-Einnahme
Auf gut gewachsene Nahrungspflanzen achten, das Kleinhirn belastende
Stoffe (z.B. Blei) meiden, Auskurieren und gutes Pflegen einer Grippe
( vergl. R. Steiner, GA 351 Mensch und Welt. Das Wirken des Geistes in der
Natur., S.109 ff) Therapie der Kinderlähmung: Sodabäder, arsensaures
Eisen und einer „besonderen Substanz“, die aus Kleinhirn gewonnen wird ! ?

DIPHTHERIE: Eigenurintherapie bzw. –einnahme zur Prophylaxe

Fortsetzung folgt...
)MPFBESCHEINIGUNG

¯RZTLICHE)MPFERKLËRUNG

)CH DERUNTERZEICHNENDE!RZT ERKLËREVERBINDLICH


DASSDER)MPFSTOFF

.AMEDES(ERSTELLERS 3ERIEN .UMMER

ALS6ORBEUGUNGGEGENFOLGENDE%RKRANKUNGEN

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)CHVERSICHERE DASSERVORDER)MPFUNGKEINERLEI+RËMPFEODERSONSTIGENNEUROLOGISCHEN3TÚRUNGENODER!LLERGIENHATTE
)CHVERSICHERE DASSDERVERABREICHTE)MPFSTOFFVÚLLIGUNGEFËHRLICHFàRDAS,EBENUNDDIE'ESUNDHEITDES'EIMPFTENISTUNDKEINEDIREKTEN
ODERINDIREKTEN3CHËDENODER&OLGEKRANKHEITENVERURSACHENWIRD WIEBEISPIELSWEISE,ËHMUNGEN 'EHIRNSCHËDEN "LINDHEIT 4UBERKULOSE
+REBSANDER)MPFSTELLEODERANDEREN/RTEN .IERENSCHËDEN ,EBERENTZàNDUNGEN $IABETES USW MITODEROHNE4ODESFOLGE
)CHVERSICHEREWEITER DASSDERVERABREICHTE)MPFSTOFF*AHRELANGDIE+RANKHEITVERHàTET GEGENDIEERGEGEBENWIRD
3OLLTEDIE+RANKHEIT GEGENDIEGEIMPFTWURDE DENNOCHINDIESER:EITAUFTRETEN SOWERDEICHDAFàRFREIWILLIGUNDOHNEVORHERIGEN
GERICHTLICHEN0ROZESSVOLLFàRDENENTSTANDENEN3CHADENAUFKOMMEN
7ENNIRGENDEINPHYSISCHERODERPSYCHISCHER3CHADENDURCHDIEHEUTIGE)MPFUNGENTSTEHT VERPmICHTEICHMICH DEM/PFERODERDESSEN
&AMILIEODER!NGEHÚRIGENEBENFALLSOHNEJEGLICHE6ERZÚGERUNGODER!NRUFUNGEINES'ERICHTS VOLLFàRDEN3CHADENAUFZUKOMMEN
6ORDER)MPFUNGWURDENDERZU)MPFENDEODERDESSEN6ERANTWORTLICHEWIE%LTERN 6ORMUNDUSWGENAUESTENSàBERDIE:USAMMENSETZUNGDES
)MPFSTOFFES ALLEMÚGLICHEN.EBENWIRKUNGENUNDUNTER!USHËNDIGUNGDESZUM)MPFSTOFFGEHÚRENDEN"EIPACKZETTELSINFORMIERT


/RT $ATUM .AMEUNDRECHTSVERBINDLICHE5NTERSCHRIFTDES!RZTES

3TEMPEL

!%')3$EUTSCHLANDE6 0OSTFACH %ICHSTËTT 4ELEFON  &AX  INFO AEGIS DEUTSCHLANDDE WWWAEGIS DEUTSCHLANDDE

+OPIERENUND7EITERGEBENERWàNSCHT
"EOBACHTUNGENUND2EAKTIONENNACH)MPFUNGEN

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7ARDAS+INDBISHERGESUND/*A/.EIN 7ENNNEIN WELCHE"ESCHWERDENHATTEES

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"EOBACHTUNGENWËHREND4AGENNACHDEM)MPFTAG
! )MPFSTELLEGERÚTET VERHËRTET SCHMERZHAFT + (AUTREIZUNGEN
" %RHÚHTE+ÚRPERTEMPERATUR , 7ESENSVERËNDERUNGEN
# 6ERMEHRTES7EINEN UNRUHIG UNZUFRIEDEN -+ALTER3CHWEISS&àSSE (ËNDE
$ 0LÚTZLICHES!UFSCHREIEN SCHRILLES3CHREIEN . 3TUHLVERËNDERUNGEN $URCHFALL
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& %INSCHLAFSCHWIERIGKEITEN NËCHTLICHES!UFWACHEN 0 ,ËHMUNGSERSCHEINUNGEN :UCKUNGEN +RËMPFE
' !PPETITLOSIGKEIT 1 !TMUNGSUNREGELM˔IGKEITEN
( 3TILLSCHWIERIGKEITEN BRUSTSCHEU 2 %RKËLTUNGEN)NFEKTE
) )NTERESSELOSIGKEIT 3 3PEICHELmUSS FEHLENDE3CHLUCKREAKTION
* %RBRECHEN 4 "ETTNËSSEN
"ITTETRAGEN3IEDIE"EOBACHTUNGENMITDENENTSPRECHENDEN"UCHSTABENUND:AHLENINDENFOLGENDEN4ABELLENEIN
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+OPIERENUND7EITERGEBENERWàNSCHT
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BITTE LESEN SIE SICH DIESES MERKBLATT SORGFÄLTIG DURCH


Belehrung für Eltern und sonstige Sorgeberechtigte gem. § 34 Abs. 5 S. 2
Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Liebe Eltern, gemäß § 34 Abs. 5 S. 2 des seit 01.01.2001 in Kraft gesetzten Infektions-
schutzgesetzes (IfSG), sind wir verpflichtet Sie über folgendes zu belehren:

Wenn Ihr Kind eine ansteckende Erkrankung hat und dann die Schule oder andere
Gemeinschaftseinrichtungen (GE) besucht, in die es jetzt aufgenommen werden soll, kann
es andere Kinder, Lehrer, Erzieher oder Betreuer anstecken. Außerdem sind gerade
Säuglinge und Kinder während einer Infektionskrankheit abwehrgeschwächt und können
sich dort noch Folgeerkrankungen (mit Komplikationen) zuziehen.

Um dies zu verhindern, möchten wir Sie mit diesem Merkblatt über Ihre Pflichten,
Verhaltensweisen und das übliche Vorgehen unterrichten, wie sie das
Infektionsschutzgesetz vorsieht. In diesem Zusammenhang sollten Sie wissen, dass
Infektionskrankheiten in der Regel nichts mit mangelnder Sauberkeit oder Unvorsichtigkeit zu
tun haben. Deshalb bitten wir Sie stets um Offenheit und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Das Gesetz (§ 34 Abs.1 IfSG) bestimmt, dass Ihr Kind nicht in die Schule, den Kindergarten
oder andere Gemeinschafts-Einrichtungen (GE) gehen darf, wenn es

1. an Diphtherie, Cholera, Typhus, ansteckungsfähige Lungentuberkulose und Durchfall


durch EHEC-Bakterien erkrankt ist, weil dies schwere Infektionen sind, die durch geringe
Erregermengen verursacht werden. Alle diese Krankheiten kommen bei uns in der Regel
nur als Einzelfälle vor (außerdem nennt das Gesetz noch virusbedingte hämorrhagische Fieber, Pest
und Kinderlähmung. Es ist aber höchst unwahrscheinlich, dass diese Krankheitserreger in Deutschland
übertragen werden),

2. an Keuchhusten, Masern, Mumps, Scharlach, Windpocken, Hirnhautentzündungen


durch Hib-Bakterien, Menigokokken-Infektionen, Krätze, ansteckende Borkenflechte,
Hepatitis A und bakterielle Ruhr erkrankt ist, weil es sich um Infektionskrankheiten
handelt, die in Einzelfällen schwer und kompliziert verlaufen können,

3. von Kopfläusen befallen ist und die Behandlung noch nicht abgeschlossen ist,

4. an Erbrechen und/oder Durchfall (infektiöse Gastroenteritis) erkrankt ist oder ein


entsprechender Verdacht besteht und noch keine 6 Jahre alt ist.

Die Übertragungswege der aufgezählten Erkrankungen sind unterschiedlich.


Schmierinfektionen sind z.B. viele Durchfälle und Hepatitis A. Die Übertragung erfolgt
sowohl durch verunreinigte Lebensmittel als auch durch mangelnde Händehygiene, nur

- Seite 1 / 4 -
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Belehrung nach IfSG § 34 Abs. 5 S.2

selten durch Gegenstände (Handtücher, Möbel, Spielsachen).


ü Tröpfchen- oder “fliegende“ Infektionen sind z.B. Masern, Mumps, Windpocken und
Keuchhusten.
ü Infektionen durch Haar-, Haut- und Schleimhautkontakte sind z.B. Krätze, Läuse und
ansteckende Borkenflechte.

Dies erklärt, dass in Gemeinschaftseinrichtungen (GE) besonders günstige Bedingungen für


eine Übertragung der genannten Krankheiten bestehen.

Wir bitten Sie also, bei ernsthaften Erkrankungen Ihres Kindes immer den Rat Ihres Haus-
oder Kinderarztes in Anspruch zu nehmen (z.B. bei hohem Fieber, auffallender Müdigkeit,
wiederholtem Erbrechen, Durchfällen länger als einen Tag und anderen
besorgniserregenden Symptomen).
Er wird Ihnen – bei entsprechendem Krankheitsverdacht oder wenn die Diagnose gestellt
werden konnte – darüber Auskunft geben, ob ihr Kind eine Erkrankung hat, die einen Besuch
der GE nach dem Infektionsschutzgesetz verbietet.

Muss ein Kind zu Hause bleiben oder sogar im Krankenhaus behandelt werden,
benachrichtigen Sie uns bitte unverzüglich und teilen Sie uns auch die Diagnose mit, damit
wir zusammen mit dem Gesundheitsamt alle notwendigen Maßnahmen ergreifen können,
um einer Weiterverbreitung der Infektionskrankheit vorzubeugen.

Viele Infektionskrankheiten haben gemeinsam, dass eine Ansteckung schon erfolgt, bevor
typische Krankheitssymptome auftreten. Dies bedeutet, dass Ihr Kind bereits
Spielkameraden, Mitschüler oder Personal angesteckt haben kann, wenn es mit den ersten
Krankheitszeichen zu Hause bleiben muss. In einem solchen Fall müssen wir die Eltern der
übrigen Kinder anonym über das Vorliegen einer ansteckenden Krankheit informieren.

Manchmal nehmen Kinder oder Erwachsene nur Erreger auf, ohne zu erkranken. Auch
werden in einigen Fällen Erreger nach durchgemachter Erkrankung noch längere Zeit mit
dem Stuhlgang ausgeschieden oder in Tröpfchen beim Husten und durch die
Ausatmungsluft übertragen. Dadurch besteht die Gefahr, dass sie Spielkameraden,
Mitschüler, oder das Personal anstecken. Im Infektionsschutzgesetz ist deshalb vorgesehen,
dass die “Ausscheider“ von Cholera-, Diphtherie-, EHEC-, Typhus-, Paratyphus- und
Shigellenruhr-Bakterien nur mit Genehmigung und nach Belehrung des Gesundheitsamtes
wieder in eine GE gehen dürfen ( § 34 Abs. 2 IfSG ).

Auch wenn bei Ihnen zu Hause jemand an einer schweren oder hochansteckenden
Infektionskrankheit leidet, können weitere Mitglieder des Haushaltes diese
Krankheitserreger schon aufgenommen haben und dann ausscheiden, ohne selbst erkrankt
zu sein. Auch in diesem Fall muss Ihr Kind zu Hause bleiben. (IfSG § 34 Abs.3)
Das gleiche gilt auch für das Personal unserer Einrichtung. Auch dieses darf im Falle einer in
der Wohngemeinschaft auftretenden Krankheit, im Sinne des § 34 Abs.3 IfSG, nicht in der
Einrichtung arbeiten.
Wann ein Besuchsverbot der Schule oder einer anderen GE für Ausscheider oder ein
möglicherweise infiziertes aber nicht erkranktes Kind besteht, kann Ihnen Ihr behandelnder
Arzt oder Ihr Gesundheitsamt mitteilen Auch in diesen beiden Fällen müssen Sie uns
benachrichtigen.

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Hier können Sie das Zeichen oder den Stempel Ihrer Einrichtung einfügen

Belehrung nach IfSG § 34 Abs. 5 S.2

Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Haus- oder Kinderarzt oder an
Ihr Gesundheitsamt. Ende der Belehrung gemäß IfSG § 34 Abs. 5 S.2

Wir machen Sie darauf aufmerksam, dass wir nach § 34 Ab. 6 dazu verpflichtet sind, bei
begründeten Verdachtsmomenten und dem Auftreten der oben genannten Erkrankungen
dies dem Gesundheitsamt zu melden und krankheits- und personenbezogene Angaben zu
machen haben. Diese Pflicht entfällt, wenn uns ein Nachweis darüber erbracht wird, dass die
Krankheit bereits von einer in § 8 IfSG genannten Person (Hausarzt, Amtsarzt, etc) gemeldet
wurde.

Liebe Eltern, gemäß IfSG § 34 Abs. 10 sollen die Gemeinschaftseinrichtungen gemeinsam


mit den Gesundheitsämtern Sie über die Bedeutung eines vollständigen, altersgemäßen
nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) ausreichenden
Impfschutzes und über die Prävention übertragbarer Krankheiten aufklären. Wir machen Sie
hiermit darauf aufmerksam, dass zu zahlreichen Infektionskrankheiten Impfungen angeboten
werden. Sie haben die Möglichkeit sich hierüber unter anderem im Rahmen der
Vorsorgeuntersuchungen, bei Ihrem Arzt oder dem Gesundheitsamt zu informieren. Von der
STIKO werden diese Impfungen empfohlen.
Andere Organisationen vertreten einen anderen Standpunkt. Auch hier können Sie sich
informieren und dann zu einem eigenen, verantwortungsvollen Urteil kommen.

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass es nur eine Sichtweise ist, Kinderkrank-
heiten betont als schwer ablaufende Infektionskrankheiten zu sehen, die es daher zu
verhindern bzw. zu “eliminieren“ gilt (diese Darstellung findet sich, insbesondere mit Bezug
auf die Masern, im “10 Punkte-Programm zur Erhöhung der Impfbereitschaft und zur
Steigerung der Durchimpfungsrate in Deutschland” des Robert Koch Instituts). Von vielen
erfahrenen Medizinern werden Kinderkrankheiten als unersetzliche, p o s i t i v e
Entwicklungsfaktoren gesehen.

Jede Krankheit kann in Einzelfällen zu schweren Komplikation führen. Und auch ein
geimpftes Kind kann an der Krankheit oder einer atypischen Variante erkranken, gegen die
es geimpft ist. Eine mögliche Maßnahme, z.B. im Falle von Kinderkrankheiten, möglichen
Komplikationen vorzubeugen, ist die richtige, ausdauernde, häusliche Pflege des kranken
Kindes. Ebenso wichtig ist die Einhaltung d e r nach dem Abklingen der Symptome
empfohlenen Schonfrist. Zur Bedeutung und Pflege der Kinderkrankheiten gibt es
hervorragende Literatur, bitte erkundigen Sie sich bei uns.
Auskunft zu Fragen der Kinderkrankheiten und Schutzimpfungen und möglichen Alternativen
erhalten Sie ebenfalls unter den aufgeführten Adressen:
ü AEGIS/Bayern: Postfach 1205, 85066 Eichstätt, Tel.: 08421 / 903707, Fax: 08421 / 99761
e-mail: info@aegis-deutschland.de , homepage: http://www.aegis-deutschland.de
ü AEGIS/Schweiz: Udelbodenstr. 43, CH- 6014 Littau, Fax: (+41) 041 250 23 63, e-mail: info@aegis.ch,
homepage: http://www.aegis.ch, Kostenloses Impfsorgentelefon (+41) 041 250 24 74
ü EFI. Marl - Eltern für Impfaufklärung, Sickingmühler Straße 92, 45768 Marl Tel./Fax: 02365/68702
homepage: http://www.efi-marl.de
ü EFI, e-mail: efi@augusta.de, homepage: http://www.efi-online.de
ü Broschüren „Die Impfentscheidung“ und „Nicht impfen - was dann?“ zu bestellen bei: Dr. med Friedrich Graf,
Sprangsrade Verlag, Hof Sprangsrade, 24326 Ascheberg, Fax: 04526 / 380704 oder über AEGIS.CH

Auf Seite 4 folgt ausschließlich die Bestätigung der Belehrung gemäß § 34 Abs. 5 S.2 bzw. § 35 IfSG.

- Seite 3 / 4 -
Hier können Sie das Zeichen oder den Stempel Ihrer Einrichtung einfügen

Bestätigung
über die Belehrung für Eltern und sonstige Sorgeberechtigte
gem. § 34 Abs. 5 S. 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Ich/ Wir, ........................................................., habe/n das Merkblatt aufmerksam gelesen und zur Kenntnis
genommen. Ich bin/ Wir sind darüber informiert worden, dass ich mich/ wir uns bei weiteren Fragen an
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung, an das Jugendamt oder das Gesundheitsamt wenden
kann/können.

Ich bin/ Wir sind über die Möglichkeit von Impfungen informiert worden und mir/ uns sind Stellen genannt
worden, an denen ich/ wir weitere Informationen zu der Bedeutung von Impfungen erhalten können.

................., den ....................................... ................................................................


(Ort / Datum) (Unterschrift Sorgeberechtigte/r)

!---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hier können Sie das Zeichen oder den Stempel Ihrer Einrichtung einfügen

Bestätigung
über die Belehrung von Beschäftigten in Gemeinschaftseinrichtungen
für Kinder und Jugendliche gem. § 35 Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Hiermit erkläre ich

Name, Vorname ...............................................................................................................................................

geboren am ...............................................................................................................................................

Wohnort ..............................................................................................................................................,

dass ich gemäß § 35 Infektionsschutzgesetz (IfSG) über die gesundheitlichen Anforderungen und
Mitwirkungspflichten sowie über Infektionskrankheiten und Präventionsmaßnahmen entsprechend der
Sichtweise des Robert Koch-Instituts nach § 34 IfSG belehrt wurde.
Der Auflage des § 34, Abs. 10 IfSG entspreche ich, insofern ich mich für die Aufgabe als fachlich
verantwortungsvoll, der Mehrdimensionalität und dem Für und Wider des Sachverhaltes entsprechend
kompetent erachte.
Mir sind keine Tatsachen bekannt, die für ein Tätigkeitsverbot nach § 34 IfSG sprechen. Treten vor, bei
oder nach der Aufnahme der Tätigkeit Hinderungsgründe nach § 34 IfSG auf, bin ich verpflichtet, diese
unverzüglich meinem Arbeitgeber mitzuteilen.

................., den ....................................... .......................................................................


(Ort / Datum) (Unterschrift des/der Beschäftigten)

- Seite 4 / 4 -
Als Ergänzung zu dieser Schrift, empfehle ich die Schriften von

Dr. med. Friedrich P. Graf

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sowie

Julia Emmenegger und Anita Petek-Dimmer


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