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DIALOGOS ÓPERA LA FLAUTA

MÁGICA 2020

ACTO I

Nro 1 introduction
Tamino:
Wo bin ich? Ist´s Fantasie, dass ich
noch lebe?

(Panflöte)
DURANTE LA INTRODUCCION DE LA
ORQUESTA:

Was hör ich?

Nro 2 Arie
Tamino:
He da!

Papageno:
Was da?

Tamino:
Sagt mir, wer du bist?

Papageno:
Wer ich bin? Dumme Frage! Ein
Mensch, wie du.
Und wenn ich dich nun fragte, wer du
bist?

Tamino:
Mein Vater ist ein Fürst, darum nennt
man mich Prinz.

Papageno:
Länder? Menschen? Prinz? Sag du mir
zuvor: Gibt’s auBer dieser Bergen auch
noch Länder und Menschen ?

Tamino:
Viele Tausende Aber wie lebst du?
Papageno:
Na, von Essen und Trinken, wie alle
Menschen.

Tamino:
Wodurch erhältst du das?

Papageno:
Durch Tausch – ich fange für die
sternflammende
Königin verschiedene Vögel; dafür
erhalte ich täglich Speise und Trank von
ihr.

Tamino:
Sternflammende Königin? – Sag mir,
guter Freund,
warst du schon so glücklich, diese
Göttin der Nacht zu sehen?

Papageno:
Sehen? Die sternflammende Königin
sehen? Welcher Sterbliche
Könnte sich rühmen, die je gesehen zu
haben?
Warum siehst du so verdächtig und
schelmisch nach mir?

Tamino:
Weil… weil ich zweifle. Ob du ein
Mensch bist.

Papageno:
Wie war das?

Tamino:
Nach deinen Federn, die dich bedecken,
halt´ich dich-….

Papageno:
Doch für keinen Vogel? Du, bleib
zurück, sag´ ich,
und traue mir nicht; den ich habe
Riesenkraft.(für sich)
Wenn er sich nicht bald von mir
schrecken lässt, so lauf ich davon.

Tamino:

Riesenkraft? (Er sieht auf die Schlange)


Also warst du wohl gar mein Erretter,
der diese giftige
Schlange bekämpfte?

Papageno:
Schlange!
(Er sieht sich um,weich zitternd einige
Schritte zurück)
Ah! Ah! Ist sie tot oder lebendig?

Tamino:
Aber um alles in der Welt, Freund! wie hast
du dieses Ungeheuer bekämpft? Du bist
ohne Waffen.

Papageno:
Brauch keine! Bei mir ist ein starker
Druck mit der Hand
mehr als Waffen.

Tamino:
Du hast sie also erdrosselt?

Papageno:
Erdrosselt!
(für sich)
Bin in meinem Leben nicht so stark
gewesen, als heute.

Dritter Auftritt
(Die Drei Damen erscheinen
verschleiert.)

Drei Damen:
Papageno!

Papageno:
Aha, das geht mich an!

Tamino:
Wer sind diese Damen?

Papageno:
Wer sie eigentlich sind, weiB ich selbst
nicht.
Ich weiB nur so viel, dass sie mir
täglich meine Vögel
Abnehmen, und mir dafür Wein,
Zuckerbrot und süBe Feigen bringen.

Drei Damen :
Papageno!

Papageno:
Was hab ich bloB heute verbrochen,
dass die so aufgebracht
Wider mich sind? – Hier, meine
Schönen, übergeb´ ich euch
meine Vögel.

Erste Dame: (reicht ihm ein GefäB mit


Wasser):
Dafür schickt dir unsere Fürstin heute
zum ersten Mal statt
Wein reines, helles Wasser.

Zweite Dame:
Und mir befahl sie, dass ich, statt
Zuckerbrot, diesen Stein
Dir überbringen soll.

Papageno:
Was? Steine sol lich fressen?

Dritte Dame:
Und statt der süBen Feigen, hab´ ich
die Ehre, dir dies
goldene Schloss vor den Mund zu
schlagen.

(Sie schägt ihm das Schlöss vor.


Papageno hat seinen Scherz
Durch Gebärden.)

Zweite Dame:
Du willst vermutlich wissen, warum die
Fürstin dich heute so
Wunderbar bestraft?
(Papageno bejaht es durch Nicken mit
dem
Kopf.)
Damit du künftig nie mehr Fremde
belügst.

Erste Dame:
Sag an!

Zweite Dame:
Hast du diese Schlange bekämpft?

(Papageno verneint es, durch Schütteln


mit dem Kopft.)

Dritte Dame:
Wer den also?

(Papageno deutet an, dass er es nicht


weiB.)

Zweite Dame (zu Tamino):


Wir waren´s, Jüngling, die dich befreiten. Zittre
nicht! Hier, dies
Gemälde schickt dir die groBe Fürstin;
es ist das Bildnis
Ihrer Tochter. Aber “Findest du, dass
diese Züge dir nicht
gleichgültig sind, dann ist Glück,
Her´und Ruhm dein Los!” -
aufwiedersehen.
(Geht ab.)

Erste Dame:
Adieu, Monsieur Papageno! (Geht ab.)

Dritte Dame: Adieu!

Nro 3 Arie

Erste Dame :
Schöner Jüngling ¡ Die Königin hat jedes
deiner Worte gehört, Sie hat…

Zweite Dame:
…hat jeden Zug in deinem Gesichte
gelessen …

Dritte Dame :
…und hat beschlossen, dich ganz
glücklich zu machen. Hat dieser
Jüngling, SPRACH SIE so viel Mut und
Tapferkeit, al ser zärtlich ist …
Zweite Dame:
“so ist meine Tochter ganz gewiss
gerettet.”

Erste Dame :
Pamina ist der Name der KÖniglichen
Tochter.

Tamino:
PAMINA? (Gerettet?) Pamina sei
gerettet! Das schwör´ ich
bei meiner Liebe, bei meinem Herzen.

Ihr Götter, was ist das?


(Es wird dunkel.)

Zweite Dame:
Fasse dich! Es verkündigt die Ankunft
unserer Königin.

Erste Dame : Sie kommt ¡


Zweite Dame : Sie kommt ¡
Dritte Dame : sie kommt ¡

Nro 4 arie

Tamino: (nach einer Pause):


Ist´s denn auch Wirklichkeit, was ich
sah? O ihr guten
Götter, täuscht mich nicht!

Nro 5 Quintetto

Nro 6 terzetto

Pamina: (spricht wie im Traum):


Mutter – Mutter – Mutter!
(Sie erholt sich, sieht sich um)

Vierzehnter Auftritt

Papageno (tritt ein):


Bin ich nicht ein Narr, dass ich mich
schrecken lieB?
Es gibt doch auch schwarze Vögel auf
der Welt, warum denn
Nicht auch schwarze Menschen? – Ah,
da ist ja das schöne
Fräuleinbild noch. – Du Tochter der
nächtlichen Königin –

Pamina:
Nächtlichen Königin? Wer bist du?

Papageno:
Papageno.

Pamina:
Papageno? – Papageno – ich erinnere
mich, den Namen oft
gehört zu haben, dich selbst aber sah
ich nie.

Papageno:
Ich dich ebensowenig.

Pamina:
Du kennst also meine gute, zärtliche
Mutter?

Papageno:
Wenn du die Tochter der nächtlichen
Königin bist – ja!
Pamina:
O ich bin es.

Papageno:
Das will ich gleich erkennen.
(Er sieht das Portrait an.)
Die Augen schwarz – richtig, schwarz.
Die Lippen rot – richtig, rot.
Blonde Haare – blonde Haare.
Alles trifft ein, bis auf Hände und FüBe.
Nach dem Gemälde zu schlieBen, sollst
du weder Hände noch
FüBe haben; den hier sind keine
angezeigt.

Pamina:
Erlaube mir – Ja, ich bin´s! Wie kam es
in deine Hände?

Papageno:
Ich muss dir das umständlicher
erzählen. Ich kam heute früh,
Wie gewöhnlich, zu deiner Mutter
Palast.

Pamina:
Lieferung?

Papageno:
Ja, und eben, als ich im Begriffe war,
meine Vögel
abzugeben, das ah ich einen Menschen
vor mir, der sich Prinz
nennen last, und dieser Prinz hat deine
Mutter so von sich
eingenommen, dass sie ihm dein Bildnis
schenkte und ihm
befahl, dich zu befreien. Sein
Entschluss, der war ebenso
rasch, als seine Liebe zu dir.

Pamina:
Liebe?
(freudig)
Er liebt mich also? O. sage mir das noch
einmal, ich höre
Das Wort Liebe gar zu gerne.

Papageno:
Das glaube ich dir. Bist ja auch ein
Fräuleinbild.
Wo blieb ich den?

Pamina:
Bei der Liebe

Papageno:
Richtig, bei der Liebe! Das nenn´ ich
ein Gedächtnis haben.

Pamina:
Freund, wenn Sarastro dich hier
erblicken sollte, dann –
Papageno:
So würde mir meine Rückreise erspart
blieben – das kann ich
mir denken.

Pamina:
Dein martervoller Tod würde ohne
Grenzen sein.

Papageno:
Um diesem auszuweichen, gehn wir
lieber beizeiten.

Papageno:
Ja, Komm mein schönes Fräuleinbild,
du wirst Augen machen,
Wenn du den schönen Jüngling
erblickst.

(Sie gehen, Pamina kehrt um)

Pamina:
Aber wenn dies ein Fallstrick ware –
wenn dieser nun ein
böser Geist von der Welt.

Pamina:
Vergib, vergib, wenn ich dich beleidigte!
Du hast ein
Gefühlvolles Herz.

Papageno:
Ja, freilich habe ich ein gefühlvolles
Herz! Aber was nutzt Mir den das alles?
– Ich möcht´ mir doch oft alle meine
Federn ausrupfen, wenn ich bedenk´
dass Papageno noch keine Papagena hat

Pamina:
Armer Mann! Du hast also noch kein
Weib?

Papageno:
Noch nicht einmal ein Mädchen,
geschweige denn ein Weib! Und
Unsereiner hat eben auch so seine
lustigen Stunden, wo man gerne
Gesellschaftliche Unterhaltung haben
möch´.

Pamina:
Geduld, Freund! Der Himmel wird auch
für dich sorgen; er
Wird dir eine Freundin schicken, ehe du
dir´s vermutest.

Papageno:
Wenn er´s nur bald schickte.
Nro 7 Duetto

ACTO II
Nro 9 Marcia

Sarastro:

Ihr, in dem Weisheitstempel


Eingeweihten. Diener der grOßen Götter
Osiris und Isis! Unsere heutige
Versammlung ist eine der wichtigsten
unserer Zeit. Tamino, ein Königssohn,
will seinen nächtlichen Schleier von sich
reissen. Ihm freundschaftlich die Hand
zu bieten sei daher unsere Pflicht. Mag
immer das Vorurteil seinen Tadel über
uns Eingeweihte auslassen, unseren
Bund erschüttert es nie. Und es wird
schwinden, sobald Tamino selbst die
Grösse unserer schweren Kunst besitzen
wird.

Sprecher: Er besitzt Tugend?

Sarastro: Tugend.

2° Priester: Auch Verschwiegenheit?

Sarastro: Verschwiegenheit?
Ein Weiter Priester: Ist Wohltätig?

Sarastro: Wohltätig.
( DIE AKKORDE VOM ORCHESTER)

Als künftigem Herrscher ist ihm Pamina


bestimmt. Das ist der Grund, warum ich
sie der stolzen Mutter entriss. Das Weib
hofft, durch Blendwerk und Aberglauben
das Volk zu berücken und unseren
festen Bund zu zerstören. Allein, das soll
sie nicht. Tamino selbst wird ihn mit uns
befestigen und einst als gerechter
Herrcher die Tugend belohnen und das
Laster bestrafen. DIE

(AKKORDE VOM ORCHESTER)

Sprecher:
Grosser Sarastro, deine weisheitsvolle
Absicht erkennen und bewundern wir.
Allein, wird Tamino die harten
Prüfungen, die seiner warten, bestehen?
– Er ist Prinz!
Sarastro:
Noch mehr – er ist Mensch.
Haltet Ihr ihn fuer würdig, so folgt
meinem Beispiel.

Nro 10 Aria con Coro

Zweiter auftrittZweiter auftritt

Sprecher: Ihr Fremdlinge, was


sucht oderfordert ihr von uns?

Tamino: Weisheit und Liebe.

Sprecher: Bist du bereit, sie mit deinem


Leben zu erkämpfen?

Tamino: Ja! Weisheit sei mein Sieg,


Pamina mein Lohn.

Sprecher: Du unterziehst dich jeder


Prüfung?
Tamino: Jeder!

Sprecher: Reiche mir deine Hand

2 Priester: Willst auch du die


Weisheistliebe erkämpfen?

Papageno: Kämpfen ist meine Sache


nicht. Ich bin so ein Naturmensch, der
sich mit Schlaf, Speise und Trank
begnügt, und wenn es sein könnte, daB
ich mir einmal ein schönes Weibchen
fange.

2 Priester: Die wirst du nie erhalten,


wenn du dich nicht unseren Prüfungen
unterziehst!

Papageno: Worin besteht diese


Prüfung?

2 Priester: Dich allen unseren Gesetzen


unterwerfen, selbst den Tod nicht
scheuen.

Papageno: Ich bleibe ledig.

2 Priester: Wenn aber Sarastro dir ein


Mädchen aufbewahrt hätte, das dir ganz
gleich wäre?

Papageno: Mir gleich? Ist sie jung?

2 Priester: Jung und schön!

Papageno: Und heiBt?


2 Priester: Papagena.

Papageno: Papagena? Die möcht ich


aus blosser Neugier sehen.

2 Priester: Sehen kannst du sie!

Papageno: Aber wenn ich sie gesehen


habe, hernach muB ich…?
2 Priester: (mach zweideutige
Pantomime)

Papageno: Ich bleibe ledig.

2 Priester: Sehen kannst du sie, aber


bis zum Ende der Prüfungszeit kein Wort
mit ihr sprechen. Wirst du soviel
Standhaftigkeit besitzen, deine Zunge in
Schranken zu halten?

Papageno: O ja!

2 Priester: Deine Hand! Du sollst sie


sehen.

Sprecher: Auch dir, Prinz, wird


Stillschweigen auferlegt! Auch du wirst
Pamina sehen, aber nie sie sprechen
dürfen, dies ist der Anfang eurer
Prüfungszeit.
Nro 11 Duetto

Papageno: He, Lichter her, Lichter her!


So oft einen die Herren verlassen, so
sieht man mit offenen Augen nichts.
(Donner) O weh! Ich glaube, ich
bekomme ein kleines Fieber.

Tamino: Pfui, Papageno! Sei ein Mann!

Papageno: Ich wollt, ich wär ein


Mädchen. (Ein starker Donnerschlag)
O! O! O! Das ist mein letzter Augenblick.

Nro 12 Quintetto

Sechster auftritt
Sprecher: Jüngling! Dein standhaft
männliches Betragen hat gesiegt. Wir
wollen unsere Wanderschaft weiter
fortsetzen (Er gibt ihm den Sack um) –
Nun Komm!

2 Priester: Freund, steh´auf. Was ist


dir?
Papageno: Ich lieg´in einer Ohnmacht!

2 Priester: Auf und sei ein Mann!

Papageno: Aber sagt mir nur, meine


Herren, warum muB ich den alle diese
Qualen und Schrecken empfinden, um
Papagena zu erringen?

2 Priester: Komm!

Papageno: Bei so einer ewigen


Wanderschaft möcht´einem die Liebe
auf immer vergehen.

Siebenter auftritt

Monostatos: Ha, da find ich ja die


Schöne, deretwegen man meine
FuBsohlen behämmerte.
Das Mädchen wird mich noch um
meinem Verstand bringen.

Nro 13 aria

Achter Auftritt

Königin: Zurück!

Pamina: Mutter! Meine Mutter!

Monostatos: Mutter? Das muB man


belauschen.

Königinn :
Wo ist der Jüngling, den ich an dich
sandte?
Pamina : Ach Mutter, Er hat sich den
Eingeweihten gewidmet.

Königinn : Den Eingeweihten? --


Unglückliche
Tochter, nun bist du auf ewig mir
entrissen. --
Pamina : Entrissen? -- O fliehen wir
liebe Mut-
ter! unter deinem Schutz trotz ich jeder
Gefahr.

Königinn : Schutz? Liebes Kind, deine


Mutter
kann dich nicht mehr schützen. Mit
deines Vaters
Tod ging meine Macht zu Grabe.

Pamina: Mein Vater…

Königinn : Dein Vater übergab freiwillig


den mächtigen siebenfachen
Sonnenkreis den Eingeweihten.
Als ich ihn darüber beredete, so sprach
er :
Weib! meine letzte Stunde ist da, alle
Schätze, so ich allein besaß, sind dein
und deiner Tochter. -- Der alles
verzehrende Sonnenkreis ist
den Geweihten bestimmt . Sarastro
wird ihn so männlich verwalten, wie ich
bisher.
Forsche nicht nach Wesen,
die den weiblichen Geiste unbegreiflich
sind.
Deine Pflicht ist, dich und deine
Tochter, der
Führung weiser Männer zu überlassen “

Pamina : Liebe Mutter, nach allem dem


zu schlie-
ßen, ist wohl auch der Jüngling auf
immer für mich
verloren.

Königinn : Verloren, wenn du nicht, eh'


die Son-
ne die Erde färbt, ihn durch diese
unterirdische
Gewölber zu fliehen beredest.
Siehst du hier diesen Stahl? -- Er ist für
Sarastro geschliffen.
Du wirst ihn töten, und den mächtigen
Sonnenkreis mir überliefern.
Pamina. Aber liebste Mutter! --
Königinn. Kein Wort!

Nro 14 Aria

Pamina: Morden? Das kann ich nicht –


Das kann ich nicht… Was sol lich tun?

Monostatos: Dich mir anvertrauen!


(Nimmt ihr den Dolch weg)

Pamina: (erschricht)

Monostatos: Warum zitterst du? Vor


mir oder vor dem ausgedachten Mord?
Du hast nur einen Weg, dich und deine
Mutter zu retten.

Pamina: Der ware?

Monostatos: Mich zu lieben!

Pamina: Nein.

Monostatos: So fahre hin. Herr, man


hat dir Tod geschworen, ich wollte dich
rächen.

Sarastro: Ich weiB… weiB daB deine


Seele ebenso schwarz als dein Gesicht
ist. Geh!

Pamina: Herr, nimm nicht Rache an


meiner Mutter, nimm nicht Rache.

Nro 15 aria

Dreizehnter Auftritt

Sprecher: Hier bleibt ihr euch allein


überlassen. Sobald die Posaune tönt,
nehmt ihr euren Weg dahin. Prinz, lebe
wohl! Und vergiB nicht Schweigen.

2 Priester: Papageno, wer an diesem


Ort sein Stillschweigen bricht, den
strafen die Götter
durch Donner und Blitz. (ab)

Papageno: Tamino!

Tamino: St!

Papageno: Das ist ein lustiges Leben!

Tamino: St!

Papageno: Mit mir selbst werd ich wohl


sprechen dürfen.

Tamino: St!

Papageno: (Singt) La la la – la l-a la!


Nicht einmal einen Tropfen Wasser
bekommt man bei diesen Leuten.

Papageno: Ist das für mich?

Weib: Ja, mein Engel!

Papageno: Wasser! Sag mir, du


unbekannte Schöne, warden alle
fremden Gäste auf diese Art bewirtet?

Weib: Freilich, mein Engel!

Papageno: So, so! Geh Alte, setz dich


her zu mir. Sag, wie alt bist du denn?

Weib: Achtzehn Jahr und zwei Minuten.

Papageno: Achtzehn Jahr und zwei


Minuten?

Weib: Ja!

Papageno: Hahaha! Ei, du junger


Engel! Hast du auch einen Geliebten?

Weib: I freilich!

Papageno: Ist er auch so jung wie du?


Weib: Nicht ganz, er ist zehn Jahre
älter.
Papageno: Zehn Jahre älter? Das muB
eine Liebe sein! Wie nennt sich denn
dein Liebhaber?

Weib: Papageno!

Papageno: Papa-Papageno? Wo ist er


denn, dieser Papageno?

Weib: Da sitzt er, mein Engel !

Papageno: Ich wär dein Geliebter?

Weib: Ja, mein Engel!

Papageno: Sag mir, wie heiBt du denn.

Papagena: Ich heiBe-(Donner)

Papageno: O weh!

Tamino: (Droht mit dem Finger)

Papageno: Nun sprech ich kein Wort


mehr!

Nro 16 terzetto

Papageno:
Tamino, wollen wir nicht speisen? -- --

Tamino (bläst uaf seiner Flöte.)

Papageno : Blase du nur fort auf


deiner Flöte, ich
will meine Brocken blasen. -- Herr
Sarastro führt eine gute Küche.
Auf die Art, ja da will ich schon
schweigen (Er trinkt.) Das ist
Götterwein! -- (Die Flöte schweigt.)

Pamina:
Du hier? -- Gütige Götter!
Dank euch, daß ihr mich diesen Weg
führet. Ich hörte deine Flöte und lief
dem Tone nach. Aber du bist traurig?
Sprichst nicht eine Silbe?
Tamino: (Winkt ihr fortzugehen)

Pamina: Liebst du mich nicht mehr?


Papageno, sage du mir, was ist mit ihm?

Papageno: (Hat einen Brocken im


Munde, winkt fortzugehen) Hm, hm,
hm!

Pamina: Wie? Auch du schweigst? O ,


das ist mehr als Kränkung, mehr als Tod
.

Nro 17 Aria

Papageno: Nicht wahr, Tamino, ich


kann auch schweigen, wenn´s sein
muB? Ja, bei so einem Unternehmen bin
ich ein Mann. Der Herr Koch und der
Herr Kellermeister sollen leben!
(Dreimaliger Posaunenton)

Tamino: (Winkt Papageno, DaB er


gehen soll)

Papageno: Geh du nur voraus, ich


komme schon nach. Wir kommen noch
immer zeitig genug, um uns braten zu
lassen.

Nro 18 Chor der Priester

Sarastro: Gerührt über die Einigkeit


Eurer Herzen dankt Sarastro euch im
Namen der Menschheit. Man bringe
Tamino und Pamina. (Zum Sprecher)
Und du, Freund, vollziehe dein Amt und
lehre ihn durch deine Weisheit, was
seine Pflicht sei. Lehre ihn, die Macht
der Götter erkennen.

(Tamino wird hereingeführt)

Prinz, schlägt dein Herz noch für Pamina


und
wünschest du, einst als weiser Fürst zu
regieren, so mögen die Götter dich auf
deinem Prüfungsweg begleiten. – Deine
Hand.

(Pamina wird hereingeführt)

Pamina: Tamino?

Sarastro: Er wartet, dir das letzte


Lebewohl zu sagen.

Pamina: Das letzte Lebewohl?

Nro(19) Terzetto

Papageno: Tamino! Tamino! Hast du


mich denn gänzlich verlassen?
(Er kommt an die Tür, wo Tamino
abgegangen ist)

Eine Stimme: Zurück! (Ein


Donnerschlag)

Papageno: Barmherzige Götter! Wo


wend´ ich mich hin?
(Er kommt an die Türe, wor er
hereinkam)

Die Stimme: Zurück! (Donner)

Papageno: Nun kann weder vortwärts


noch rückwärts. MuB vielleicht am Ende
verhungern.

2 Priester: Mensch! Du hättest


verdient, auf immer in finsteren Klüften
der Erde zu wander, die gütigen Götter
aber erlassen dir die Strafe. Dafür wirst
du auch das himmlische Vergnügen der
Eingeweihten nie fühlen.

Papageno: Je nun, es gibt ja noch


mehr Leute meinesgleichen. Mir wäre
jetzt ein gutes Glas Wein das gröBte
Vergnügen.
2 Priester: Sonst hast du keinen
Wunsch?
Papageno: Bis jetzt nicht.

2 Priester: Man wird dich damit


bedienen!

Papageno: Juchhe! Da ist er schon!


Herrlich!-Himm-lisch!–Göttlich! Ha, ich
bin jetzt so vergnügt, daB ich bis zur
Sonne fliegen wollte. – Ha! Du, halt´s
Maul! – Mir wird ganz wunderlich, ich
möchte – ich wünschte – ja, was denn?

Nro 20 Arie

Weib: Da bin ich schon, mein Engel!

Papageno: Das ist ein Glück!

Weib: Und wenn du mir versprichst, mir


ewig treu zu bleiben, dann sollst du
sehen, wie zärtlich dein Weibchen dich
lieben wird!

Papageno: Nur nicht so hastig, lieber


Engel! So ein Bündnis braucht doch auch
seine Überlegung.

Weib: Papageno, ich rate dir, gib deine


Hand, oder du bist auf immer hier
eingekerkert.

Papageno: Eingekerkert?

Weib: Wasser und Brot wird dein Kost


sein, und der Welt muBt du auf immer
entsagen.

Papageno: Wasser trinken? Der Welt


entsagen? Nein, da will ich doch lieber
eine Alte nehmen, als gar keine. Da hast
du meine Hand und ich schwöre dir, daB
ich dir immer treu bleibe.
(Für sich) So lang ich keine Schönere
sehe.
Weib: Das Schwörst du?

Papageno: Ja! Das schwör´ich.


Weib: (Verwandelt sich in ein junges
Weib)
Papageno: Pa – Pa – Papagena!

2 Priester:
Zurück! Fort mit dir!
(Er zieht sie hinein)
Zurück! Sag ich!

Papageno: Eh´ich mich zurückziehe,


soll die Erde mich verschlingen
(Er sinkt hinab)