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Sonderausgabe

INTERNATIONALE KUNSTAUSSTELLUNG 2015

Die Mund- und Fußmaler


zu Gast in Frankfurt am Main
Rund 60 mund- und fußgemalte Werke und Schaffen der Künstler. Ein Filmporträt
schmücken vom 5. Mai bis 19. Juni 2015 die über die Frankfurter Fußmalerin Antje
Wände vom Haus am Dom in Frankfurt. Kratz sowie Maldemonstrationen von ihr Sehr geehrte Damen
Hohe Decken, offene Flure und die moderne und weiteren Mund- und Fußmalern laden und Herren,
Architektur bilden einen ungezwungenen die Besucher ein, die Künstler und deren
Rahmen und entführen die Ausstellungsbe- Arbeitsweisen kennenzulernen. es freut mich sehr,
sucher auf eine kleine Entdeckungsreise. Das dass die Vereinigung
Ziel: Eintauchen in die unterschiedlichen Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der Mund- und Fuss-
Stimmungen und in die Geschichten hinter der die Werke und das Leben der Maler malenden Künstler
den Motiven. Denn jedes einzelne ist geprägt beleuchtet – eingeleitet mit Grußwor­- in aller Welt e.V. das
und inspiriert durch individuelle Erlebnisse, ten des hessischen Ministerpräsidenten Haus am Dom für
Lebensgeschichten und Begegnungen mit Volker Bouffier, der Beauftragten der die Internationale Kunstausstellung ausge-
Menschen auf der ganzen Welt. Bundes­regierung für Belange behinderter wählt hat und heiße die Künstlerinnen und
Menschen, Verena Bentele, dem Ober­ Künstler sowie alle Ausstellungsbesucher
Doch nicht allein die Kunst ist bewegend, bürgermeister von Frankfurt am Main, herzlich willkommen. Sehr gerne übernehme
auch die Lebensgeschichten der Mund- und Peter Feldmann, und dem Präsidenten ich die Schirmherrschaft für diese Ausstel-
Fußmaler, ihr Talent, ihr Wille und ihre Kraft. der VDMFK, Serge Maudet – selbst pas­ lung, die Frankfurt am Main in vielerlei Hin-
Künstlertafeln säumen den Weg durch die sionierter Mund­maler. sicht bereichert.
Ausstellung und geben Einblick in das Leben
Die ausgestellten Bilder bieten den Betrach-
tern eine Reise in entfernte Länder, neue
Sichtweisen auf Alltägliches und manchmal
auch Raum für Interpretationen. So verbindet
diese Ausstellung auf eine besondere Art und
Weise: über verschiedene Kulturen hinweg,
ganz gleich welcher Konfession und ob mit
oder ohne Behinderung. Die Gespräche vor
den Bildern und mit den Künstlern bauen
Barrieren ab, machen Mut und lenken den
Blick in eine andere Perspektive. Unter diesem
Aspekt erfüllt die Ausstellung auch eine
wichtige kulturelle Funktion für die Stadt
Frankfurt.

Als Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt


unterstütze ich diese Ausstellung besonders
gern, weil ich mir genau so die Kultur in
Frankfurt vorstelle. Denn bei den ganz unter-
schiedlichen Lebensgeschichten der Künstle-
rinnen und Künstler wird eines klar: Die Kunst
und die Unterstützung durch die VDMFK
macht die Künstler finanziell unabhängiger
und öffnet Türen, die ohne die Malerei ver-
schlossen blieben.

Ich wünsche Ihnen spannende Begegnungen


und eine angenehme Lektüre.

Peter Feldmann
Oberbürgermeister
der Stadt Frankfurt am Main
Sonderausgabe

INTERNATIONALE KUNSTAUSSTELLUNG IN FRANKFURT

„Eine Ausstellung in
meiner Heimat,
das ist etwas ganz
Besonderes!“
In Frankfurt kam Antje Kratz im Jahr 1961 zur Antje Kratz wurde ohne Arme und Hände ge-
Welt – seither hat die Fußmalerin der Stadt boren. Schon früh begann sie, ihre Füße nicht
am Main nie den Rücken gekehrt. Ob im Bal- nur dafür einzusetzen, um sich fortzube­
lettunterricht mit ihren Freunden, in der wegen. Mit ihnen macht sie all das, wofür
Schule, als Volontärin bei den Städtischen andere Menschen ganz selbstverständlich die
Bühnen in Frankfurt oder zuhause in ihrem Hände nehmen: Sie greift, sie tastet – und sie
Atelier – „Frankfurt war immer gut zu mir, malt mit den Füßen. Um ihre Balance zu ver-
jetzt freue ich mich, dass wir mit der Ausstel- bessern, hat sie fast zwanzig Jahre lang Bal-
lung etwas Gutes für Frankfurt tun können“, lett getanzt, sie schwimmt, fährt Auto und
so die Fußmalerin. Seit Termin und Ort der geht gerne auf Reisen – besonders nach
Ausstellung feststehen, wächst ihre Vorfreu- ­Italien, wo sie 1999 auch ihren Mann Horst
de auf den Austausch mit den Besuchern täg- geheiratet hat. Von dort bringt sie so manche
lich. „Es ist toll, wenn man bei Maldemon­ Bildidee mit nach Hause: Toskanische Land-
strationen regelrecht spüren kann, wie sich schaften gehören neben Stillleben zu ihren
Barrieren in Luft auflösen“, erzählt Kratz. Lieblingsmotiven.

„Ich bin neugierig darauf, wie meine „Das größte Glück für mich ist, „Inklusion ist mehr als nur behinder-
Bilder, die ich an meiner Staffelei wenn sich die Leute über meine tengerechte Gestaltung der Umge-
in meinem kleinen Atelier zuhause Bilder freuen, wenn ich spüre, bung. Die VDMFK ermöglicht mir
gemalt habe, in den schönen licht- dass ich ihnen durch meine Bilder Lebensfreude beim Malen, unab-
durchfluteten Räumen im Haus etwas geben kann.“ hängig und frei. Ich kann am Leben
am Dom wirken. Hier wird wieder Günther Holzapfel teilhaben und Kunstliebhaber an
die Gelegenheit sein, mit Kunstfreun- meinen Bildern.“
den und treuen Kunden unseres Ver- Markus Kostka
lags ins Gespräch zu kommen. Der
Austausch mit ihnen ist mir wichtig.“ Mehr Infos unter www.mfk-verlag.de
Thomas Kahlau