Sie sind auf Seite 1von 3

Charlotte

Dunis Kørte
2nd4
Kann man sich objektiv informieren?

Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der es heutzutage unmöglich ist nicht
informiert zu sein.
Doch Informationen waren lange Zeit eine eher knappe Ressource und der Zugang zu
ihnen war eine echte Herausforderung. Heute haben wir Dank neuer digitalen
Technologien, Medien, Internet und Smartphones ständigen Zugriff auf eine Vielzahl von
Informationen. Wir können die Nachrichten jederzeit verfolgen, indem wir unser
Smartphone herausnehmen oder den Fernseher einschalten. Jedoch wird immer mehr
bemängelt, dass die Informationsmöglichkeiten immer weniger qualitativ sind, und die
Objektivität der Informationen in Frage gestellt.

Kann man sich heutzutage objektiv informieren?

Einerseits könnte man meinen, dass hundertprozentige Objektivität nur ein Ideal ist, da
man davon ausgeht, dass jede Sichtweise anders ist und damit subjektiv.
Besonders bei Fotos wird klar: Je nachdem, aus welchem Winkel und Entfernung das
Foto gemacht wurde, ist die Deutung und Interpretation anders. Deswegen ist es auch so
einfach Fotos, aus ihrem Kontext heraus zu nehmen.

Außerdem sind Medien im Allgemein (besonders die Presse) mehr oder weniger
politisch eingestellt und damit nicht objektiv. Medien organisieren sich in sozialen
Gruppen, die dieselbe Ideologie und Werte vertreten wie sie. Zeitschriften sind oft
politisch orientiert, dies ist mehr oder weniger sichtbar und sie wählen damit ihr
Zielpublikum. Z.B hat Zeitschrift „die Welt“, die eher als konservativ gilt eine Zielgruppe
von ältere Menschen. Die Medien haben außerdem die Macht (die keiner besitzt): über
die Themen zu bestimmen, die angesprochen werden sollen und welche nicht. Sie
können darüber entscheiden, welche Themen wichtig und welche nicht, was sie ins Licht
bringen und was im Schatten bleibt.
Sie betreiben „Agenda Setting“: sie berichten massenhaft ununterbrochen über Themen
die besonders relevant sind um die Zuschauer zu bestimmten Zeiten anzulocken. Ein
Beispiel dafür ist der Klimawandel und Umweltschutz. Die Medien können durch ihren
großen Einfluss das Weltbild und Weltanschauung des vertrauenden Zuschauer
beeinflussen wie es ihnen gefällt, und so manchmal ihre Eigeninteressen zu vertreten.
Mit provokativen Schlagzeilen und schockierenden Fotos wird das Interesse des Lesers
und Zuschauers geweckt. Die Journalisten müssen versuchen, über die Geschehnisse so
realitätsnah wie möglich zu berichten. Wie der Journalist und Schriftsteller Kurt
Tuchholsky sagte, ist „die Reproduktion der Realität wichtiger als das Geschehnis
selbst“.

Außerdem sind viele Fernsehsender in privater oder teilweise privater Hand und
werden von großen Unternehmen, Industriebranchen (z.B Autoindustrie und großen
Internetzentren) unterstützt. Diese vertreten private Interessen und die Redaktion ist so
organisiert, dass die Firma mit dem Programm und Themen einverstanden ist und
mitentscheidet.
Ein anderes Problem ist, dass viele falscher Informationen im Internet kursieren,
besonders in den sozialen Medien: sogenannte „Fake New, die massenhaft verbreitet
werden, um die öffentliche Meinung zu manipulieren. Dies führt zur Fehlinformationen.
Das Internet ist laut Studien die meist genutzte Informationsquelle Besonders bei den
jüngeren Generationen ist es beliebt, weil man sich schnell informieren kann. Jedoch
sind die Informationen nicht unbedingt von guter Qualität.
Jeder kann schreiben, was er möchte und sich äußern.
Twitter ist besonders bekannt für seine Unmengen an „Fake News“ und
Verschwörungstheorien. Während des US-Wahlkampfes im Jahr 2016 gab es laut der
„Fundation Knight Fandanon“ mehr als 700.000 Twitter-Konten, und es wurden mehr
als 10 Millionen Fake News tweets von programmierten und Bots Robotern verbreitet.
Es wird heute sogar über ihre Herkunft spekuliert und wie viel Einfluss diese falschen
Informationen hatten.

Andererseits kann man meinen, dass, die sichersten Informationsquellen die öffentliche
rechtlichen Rundfunkanstalten sind, die eine gewisse Unabhängigkeit garantieren
sollen. Sie gelten als neutral, sachlich und damit objektiv. Diese Sender haben einen
hohen Qualitätsanspruch: Sie arbeiten unter Zeitdruck und haben eine langjährige
Erfahrung. Sie haben so eine hohe Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der Zuschauer
erworben. Diese Sender finanzieren sich in Deutschland durch Fernsehsteuer und
Werbung und in den meisten anderen Ländern auch durch Werbung. „Die Tageschau“
des Ersten Programms ist die meist geschaute Nachrichtensendung des Tages in
Deutschland.

Mann darf aber auch nicht vergessen, dass die Menschen heutzutage gebildeter und
misstrauischer sind. Heute gibt es weniger „Medienmonopole“ ,und es setzen sich auch
aktiv viele Organisationen und Journalisten ein, um „Fake news“ zu bekämpfen, wie z.B
die Website Hoaxbuster.com.

Um sich zu dokumentieren, ist es am besten,sich mit Büchern auseinanderzusetzen.


Diese beinhalten sichere Quellen und sind detaillierter als Medien, die oft aus
Zeitmangel Informationen vereinfachen. Man kann sich auch Debatten im Fernsehen
anzuschauen. Hier werden verschiedene Ansichten und Sichtpunkte konfrontiert, es
kommen auch abweichende Stimmen zu Wort und man kann sich eine Meinung bilden,
festigen oder sie in Frage stellen.
Mann kann auch einen Zeitungkommentar lesen, der zu den Ereignissen Stellung nimmt.
Dies erfordert Zeit, ist jedoch weitaus schneller als das Verfolgen der Ereignisse in
Echtzeit, wenn noch niemand in der Lage ist, die erforderliche Distanz zu wahren, um
eine echte Meinung zu haben.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass man sich heutzutage durchaus objektiv
informieren kann. Noch nie war der Zugang zu Informationen so einfach wie heute. Doch
paradoxerweise war es auch noch nie so schwer, sich objektiv zu informieren.
Hundertprozentige Objektivität ist unmöglich. Die Journalisten sollten jedoch die
Wahrheit nicht verändern und uns das Wesentliche mitteilen. Deshalb ist es wichtig,
einen kritischen Geist zu entwickeln und offen zu sein. Außerdem sollte man versuchen,
sich zu informieren, indem man mehrere Artikel oder verschiedene Quellen vergleicht,
damit man mehrere Meinungen hat und sich dass wichtigste herausziehen kann. Dieses
Problem, dass erst seit kurzem angesprochen wird, sollte man möglichst weiter in die
Öffentlichkeit tragen, um die Menschen zu sensibilisieren. Die Schule eignet sich zum
Beispiel sehr gut dafür,den kritischen Umgang mit Medien zu vermitteln.