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Danksagung
Fachspezifische hochschulische Weiterbildung auf Masterniveau in den medizinsch-technischen
Gesundheitsberufen wird derzeit in Österreich (leider) nicht von der öffentlichen Hand finanziert
und ist daher abhängig von Einzelinitiativen und individuellem Engagement.
Es ist einer wegbereitenden Entscheidung der Geschäftsführung der Fachhochschule Campus
Wien geschuldet, dass dieser berufsbegleitende, mittels privaten Studienbeiträgen finanzierte
Masterlehrgang für Radiologietechnologinnen und Radiologietechnologen erstmals in Österreich
angeboten werden kann. Für diese Ermöglichung und die Bereitstellung der notwendigen Ressour-
cen in der Entwicklung und Durchführung des Lehrganges möchte ich meinen Dank aussprechen.
Ich bedanke mich weiters bei den Mitgliedern des Entwicklungsteams, bei den Lektorinnen und
Lektoren, den Diplomarbeitsbetreuerinnen und –betreuern und insbesondere bei den Studierenden
des 1. Masterlehrganges Radiologietechnologie 2008/2010 für ihren Pioniergeist sowie ihr indivi-
duelles Engagement den Weg der Professionalisierung der Radiologietechnologie in Österreich in
den ersten Schritten gemeinsam zu gehen.
Besonderer Dank gilt Christian Ruthner für die Mitarbeit in der Gestaltung dieser Broschüre.

Wien, im Sommersemester 2011

Gerold Unterhumer,
Radiologietechnologe und
Leiter des Masterlehrganges Radiologietechnologie
Inhaltsverzeichnis
Einleitende Gedanken zu den Perspektiven der aktuellen Radiologietechnologie
(Gerold Unterhumer) 1

Reduktion der Handdosis durch die Verwendung einer automatischen Abfüllsta-


tion beim Umgang mit 18 F-FDG und Genauigkeitsevaluierung von semiauto-
matischer und manueller Präparation (Reza Agha Mohammadi-Saresghi) 3

Fort- und Weiterbildung in der Radiologietechnologie – Gegenwart und Perspek-


tive (Andreas Astl) 5

Herabsetzung der Strahlenexposition des Personals durch Verwendung von ab-


schirmenden Vorrichtungen (Jolanta Bachmayr) 7

Der Umgang mit der Schwangerschaft in der MRT in Österreich – angesichts des
Trends zu höheren statischen Feldern (Genowefa Bauer) 9

Einfluss der Lagerung von IntensivpatientInnen bei der CT-Untersuchung des


Thorax auf Dosis, Bildqualität und Befund (Romana Fragner) 11

Neue Anforderungen an RadiologietechnologInnen durch den Einsatz einer tele-


zytologischen Beurteilung bei perkutanen Biopsien des Thorax
(Elisabeth Hoffmann) 13

Evaluierung der Positionierungsgenauigkeit eines Doppelmaskensystems unter


Verwendung von zusätzlichen Thermoplastic Pelles für die Präzisionsradio-
therapie (Alireza Homayuni) 15

Evaluierung und Möglichkeiten der Neudarstellung von radiologietechnologischen


Leistungen unter Berücksichtigung der Weiterentwicklung der medizinischen
Infrastruktur an Beispielen der Teletherapie an der Univ. Klinik für Strahlen-
therapie AKH Wien – Medizinischer Universitätscampus (Michael Kamper) 17

Optimierung des Zuweisungsprozesses um Rahmen des Projekts “Kommunikati-


onsoffensive CT/MR” der WGKK (Barbara Kraus) 19

Fehlerreporting als Teil des klinischen Risikomanagements (Martin Saler) 21

Bestimmung der Effektivitätsparameter der diffusionsgewichteten MR Bildge-


bung in der Diagnostik von Brusttumoren (Michaela Schär) 23

Genauigkeitsanalyse der digitalen Volumentomographie in der computerassistier-


ten Dentalimplantologie im Vergleich zum Einsatz der Dental-Computer-
tomographie (Nina Schmidt) 25

Optimierung der Quantifizierung von DAT-Untersuchungen im Donauspital des


SMZ Ost (Zoran Siljic) 27

Einfluss von Patientenvorbereitung und Kontrastmittel auf die Höhe der Herz-
frequenz bei der CT des Herzens – eine prospektive Studie aus radiologietech-
nologischer Perspektive (Sylvia Unterhumer) 29

Einfluss der Anamneseerhebung durch das radiologisch-technische Personal auf


die Befundung der Brustuntersuchung mittels MRT (Kerstin Willdonner) 31
Masterlehrgang 2010 – Einleitende Gedanken zu den Perspektiven der aktuellen
Radiologietechnologie

Einleitende Gedanken zu den Perspektiven der aktuellen Radiolo-


gietechnologie

Radiologietechnologie ist ein moderner dynamischer Gesundheitsberuf, der gleichzeitig auf eine
lange Tradition baut. Als Wilhelm Conrad Röntgen 1895 die, im deutschsprachigen Raum nach
ihm benannten, Materie durchdringenden Strahlen fand, war vermutlich selbst für die kühnsten
Pioniergeister die volle Bedeutung der nachfolgenden Entwicklungen in der Anwendung dieser Ent-
deckung nicht abschätzbar. Radiologietechnologie ist heute ein breitgefächerter Tätigkeitsbereich
in verschiedenen Branchen. Der Kernbereich liegt gemäß seiner Definition als Gesundheitsbe-
ruf in der Medizin und hier insbesondere in der diagnostischen Radiologie, wie zum Beispiel
in der Computertomographie und der Magnetresonanztomographie, über die Nuklearmedizin
und Strahlentherapie bis hin zu den Agenden im medizinischen Strahlenschutz. Weitere Tätig-
keitsfelder finden sich unter anderen in der medizinischtechnischen Industrie beispielsweise als
Applikationsspezialistinnen und –spezialisten, im Medizinprodukte-Vertrieb, den Anwendungen
der Telemedizin und Teleradiologie, aber auch in der Veterinärmedizin.
Die Dynamik dieses Gesundheitsberufes manifestiert sich an vielerlei Entwicklungen und Verände-
rungen, auf die es aktiv und proaktiv zu agieren gilt. Diese Entwicklungen gehen zumeist zeitlich
vorgelagert im Systemumfeld des Berufes (,extern‘) vor sich und betreffen vorrangig die Materialen
und Werkzeuge der professionellen Tätigkeit. Als Beispiele lassen sich die rasanten technologischen
Innovationen der letzten Dekaden in der Medizintechnik nennen, die nicht invasive Einblicke
in den menschlichen Körper und seiner lebenswichtigen Funktionen in zuvor nicht gekannter
Präzision, Detailgenauigkeit und Dimension ermöglichen. Die medizintechnische Industrie stellt
diese diagnostischen und therapeutischen Innovationen zur kommerziellen Verfügung. Doch alle
diese technologischen Möglichkeiten blieben ungenützt, wenn sie nicht durch fachlich kompetentes
Personal zur klinischen Anwendung fänden. Vergleichbar einem Automobilhersteller für sportliche
Luxuskarossen, der darauf vertraut, dass seine Produkte von verantwortungsvollen Anwenderin-
nen und Anwendern fachgerecht bedient werden um keinen Schaden an sich und ihrer Umwelt
anzurichten, müssen auch die Hersteller medizinischer Großgeräte auf bestens ausgebildetes und
verantwortliches Anwendungspersonal vertrauen, um ihre Produkte zum Wohle der Patientinnen
und Patienten im Einsatz zu wissen. Die falsche (Selbst)Einschätzung des fahrerischen Könnens –
im Falle des Sportautomobils - kann fatale und zuweilen sogar letale Folgen zeitigen. Eine Analogie
zur Verantwortung von Radiologietechnologinnen und Radiologietechnologen ließe sich bei aller
gebotenen Vorsicht vor schrägen Analagien ohne große Verrenkungen ableiten.
Tatsächlich lassen sich Wechselwirkungen zwischen den “externen” Veränderungen im Syste-
mumfeld und den “internen” Entwicklungen im Berufsfeld der Radiologietechnologie feststellen.
Diese Veränderungen erfordern Anpassungs- und Adaptierungsleistungen von jeder und jedem
einzelnen Berufsangehörigen. Denn jedes neue oder neuartige Werkzeug erfordert eine definierte
Art der Anwendung und des Gebrauchs. Dieser Gebrauch muss einerseits erlernt und andererseits
in seiner Auswirkung auf das Ergebnis reflektiert werden. Diese Reflexion, wie sich hard- und
softwaretechnische Innovationen auf die Abläufe, Ergebnisse und die Qualität der beruflichen Tä-

1
Masterlehrgang 2010 – Einleitende Gedanken zu den Perspektiven der aktuellen
Radiologietechnologie

tigkeit auswirken, führt zur Definition von spezifischen radiologietechnologischen Prozessen. Eine
wissenschaftliche Auseinandersetzung mit eben diesen Prozessen liefert einen essentiellen Beitrag
zur Definition des Gegenstandsbereiches der Radiologietechnologie und zur Professionalisierung
dieses Gesundheitsberufes.
Die in diesem Abstractband vorgelegten Arbeiten dokumentieren diese aktiven und proaktiven
Entwicklungsleistungen von einer Gruppe von Radiologietechnologinnen und Radiologietech-
nologen, die sich dieser Aufgabe im Rahmen des 1. Masterlehrganges Radiologietechnologie
gewidmet haben. Dabei skizziert die Themenvielfalt der Beiträge ein Bild des Spektrums der
aktuellen Radiologietechnologie. Es sind nicht nur Fragestellungen in allen drei Haupttätigkeits-
bereichen (radiologische Diagnostik, Nuklearmedizin, Strahlentherapie) vertreten, sondern auch
in jenen Feldern, die erstmalig in dieser wissenschaftlichen Form von Radiologietechnologin-
nen und Radiologietechnologen in Österreich betreten worden sind. Diese Beschäftigung mit
Schnittbereichen aus den Bezugswissenschaften wie den medizinischen Fachwissenschaften, den
Ingenieurswissenschaften, den Naturwissenschaften und den Human- und Sozialwissenschaften, in
denen Radiologietechnologie eingebettet ist, zeugt von Interdisziplinarität, oder besser: Transdis-
ziplinarität sui generis.
Der vorliegende Abstractband markiert einen Meilenstein im Prozess der Professionalisierung
von Radiologietechnologie in Österreich. Er zeigt Perspektiven auf in welche Richtungen sich das
Berufsfeld weiterentwickeln und eine “wissenschaftliche Radiologietechnologie” entstehen kann. Die
“Profiteure” dieser Entwicklung werden die Patientinnen und Patienten sein, welche von den Er-
gebnissen und Erkenntnissen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung von den Anwenderinnen
und Anwendern von medizinischen Großgeräten ihren jeweils individuellen Nutzen ziehen werden.
Dieser Nutzen manifestiert sich in der Problemlösungskompetenz von Radiologietechnologinnen
und Radiologietechnologen bei Fragen der Untersuchungs- und Behandlungsmethodik sowie der
dabei als Maßstab angelegten Qualität, bei Sicherheitsfragen bei der Anwendung ionisierender
und nicht-ionisierender Strahlung und Felder und nicht zuletzt bei der Implementierung von
informationstechnologischen Innovationen in die Radiologie, Nuklearmedizin und Radioonkologie.
Radiologietechnologie kann als sozialer und medizintechnologischer Dienstleistungsberuf im Span-
nungsfeld von medizintechnischer Entwicklungen, medizinischer Indikation und sozialer Interaktion
bestimmt werden. Auf diesem Weg etabliert sich die Profession als unverzichtbarer Partner in der
radiologischen, nuklearmedizinischen und radioonkologischen Patientenversorgung und – sicherheit
im österreichischen Gesundheitswesen.
Die deutschen Kurzzusammenfassungen und die englischen Abstracts sind nach den Autorinnen
und Autoren geordnet. Bei jedem Beitrag sind die wissenschaftlichen Betreuer, die Schlagworte
(Keywords) sowie eine Kontakt-Email-Adresse angegeben. Die Originalarbeiten sind in der Biblio-
thek der Fachhochschule Campus Wien öffentlich einsehbar.

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Masterlehrgang 2010 – Reza Agha Mohammadi-Saresghi

Reduktion der Handdosis durch die Verwendung einer automatischen Abfüll-


station beim Umgang mit F18-FDG und Genauigkeitsevaluierung von semiau-
tomatischer und manueller Präparation

Reduction of the hand dose by using an automated dispensing unit for F18-
FDG preparation, and accuracy evaluation of semi automated preparation and
manual preparation

Autor: Reza Agha Mohammadi-Saresghi


Kontakt: sareshgi@yahoo.de
Betreuung und Begutachtung: Josef Preitfellner, Godoberto Guevara-Rojas

Kurzzusammenfasssung Abstract

Schlagwörter: Reduktion der Handdosis, Au- Keywords: hand dose reduction, Automatic
tomtische Abfüllstation, Semiautomatische/ma- Dispensing unit, Semi-automated/manual pre-
nuelle Präparation, 18 F-FDG-Präparation, PET- paration, FDG preparation, PET-CT
CT
One of the main responsibilities of radio-
Der Umgang mit ionisierender Strahlung graphers is the correct use of radiation and
und die dazugehörigen Strahlenschutzmaßnah- radiation protection measures.
men stellen einen wesentlichen Bestandteil des At the nuclear medicine department of the
Verantwortungsbereiches eines Radiologietech- Medical University of Vienna, scintigraphy di-
nologen dar. Die manuelle Präparation von vision, the preparation of FDG was carried out
FDG wurde bis April 2009 im “Heißen Raum” manually in a lead shield until April 2009. In
der Szintigraphieambulanz der Universitäts- July 2009, as a radiation protection measure,
klinik für Nuklearmedizin in einer Bleiburg the semi-automated preparation of FDG with
durchgeführt. Als eine aus heutiger Sicht not- the “Automatic Dispensing unit” AAS was in-
wendige Strahlenschutzmaßnahme wurde im troduced.
Juli 2009 die semiautomatische Präparation In this thesis we investigated the reduction of
der FDG mittels einer “Automatischen Abfüll- the Hand Dose of Radiographers by using the
station” (AAS) eingeführt. In dieser Arbeit ist AAS unit and comparing it with the manu-
einerseits die Reduktion der Handdosen von al preparation. In addition, we compared the
Radiologietechnologen bei der Verwendung ei- accuracy of activity in the syringe in both pre-
ner AAS im Vergleich zur manuellen Präpa- parations methods.
ration untersucht worden. Anderseits wurde After Data analysis, we found that a reduction
die Genauigkeit der Aktivität in den Injekti- of the hand dose was achieved when using the
onsspritzen der beiden Präparationsmethoden AAS unit. Furthermore, we observed that the
verglichen. Nach der Analyse der Daten konnte manual preparation of the patients’ syringes
festgestellt werden, dass die Strahlenbelastung achieved a higher approximation to the desired

3
Masterlehrgang 2010 – Reza Agha Mohammadi-Saresghi

der Hände durch die Verwendung der AAS activity of 18 F-FDG.

merkbar reduziert wurde und dass die manuel-


le Präparation der Patientenspritzen eine ge-
nauere Annäherung an die Zielaktivität für

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Masterlehrgang 2010 – Andreas Astl

Fort- und Weiterbildung in der Radiologietechnologie – Gegenwart und Per-


spekte

Continuing training and education in Radiological Technology, presence and


prospect

Autor: Andreas Astl


Kontakt: andreas.astl@gmx.at
Betreuung und Begutachtung: Gerold Unterhumer, Claudia Fischl-Lubinger

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagworter: Berufliche Fortbildung, Wei- Keywords: Continuing Training, Continuing


terbildung, Radiologietechnologie, Österreich, Education, Vocational Training, Vocational
Lebenslanges Lernen CPD, Austria, Lifelong Learning

“Lebenslanges Lernen” gewinnt in unserer “Lifelong Learning” is gaining more and mo-
Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Wei- re importance in our Western society. Further-
ters fordern Interessensvertreter der RT ge- more in Austria, lobbyists of the radiographic
meinsam mit Protagonisten der gehobenen branch together with protagonists of other su-
medizinisch-technischen Berufsgruppen eine ex- perior medical-technical services claim a more
plizitere legistische Regelung der berufsspezi- explicit statutory rule concerning professional
fischen Fortbildung dieser Professionen. Diese development within their occupational catego-
und eine Reihe anderer Aspekte haben bedeu- ries. This and alternative aspects have major
tende Auswirkungen auf die berufsspezifische effects on the structure of radiographers CPD
Fort- und Weiterbildungslandschaft der Radio- in Austria.
logietechnologie in Österreich. This sophisticated subject area was investiga-
Dieser komplexe Themenbereich wurde unter ted by means of a methodological triangulation
Anwendung einer Methoden-Triangulation im in the terms of a mixed-methods-study. Initi-
Sinne einer Mixed-methods-Studie beforscht. ally a comparative web-based offer- orientated
Initial wurde ein Vergleich zwischen den aktu- focus-analysis concerning CPD in the occupa-
ellen Fort- und Weiterbildungsangeboten der tional categories of radiographers, physiothera-
drei personalstärksten Berufssparten des geho- pists and biomedical scientists in Austria was
benen medizinisch-technischen Dienstes, neben performed. The results of this method were
der Radiologietechnologie sind dies die Physio- basis of semi-structured guided interviews con-
therapie und biomedizinische Analytik, mittels ducted with four experts of the CPD-branch
quantitativer, angebotszentrierter Fokusanaly- in Austria. Furthermore a survey within the
se gezogen. Die daraus gewonnen Ergebnisse occupational category of the radiographers in
flossen in leitfadenbasierte, teilstrukturierte Ex- Austria was executed (n=190).
perteninterviews ein, welche mit vier Fachleu- The results display evident differences concer-

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Masterlehrgang 2010 – Andreas Astl

ten aus dem medizinischen- technischen Fort- ning quantity of offered education possibilities,
bildungsbereich geführt wurden. Parallel dazu structure and motivation of CPD within the
wurden Angehörige der Berufsgruppe (n=190) different medical-technical services. Theses dif-
mittels anonymen Fragebogens zum Thema ferences can be explained by varying occupa-
“Berufliche Fortbildung” befragt. tional framework conditions. The mentioned
Das radiologietechnologische Fort- und Weiter- legislation amendment and changes in terms of
bildungsangebot zeigt merkbare Unterschiede training and continuing education are apprecia-
in Quantität, Struktur, Organisation zu dem ted by the four interviewed experts. Associated
der anderen beiden Berufsgruppen. Begründet innovations in CPD might encourage motivati-
ist dies durch unterschiedliche berufsfeldrele- on of the radiographers in Austria.
vante Umfeldbedingungen der Berufsgruppen. Increase in attractiveness might be gained by
Die genannte Gesetzesänderung sowie die neu- an adjustable, demand-orientated CPD-offer
en Wege in Aus- und Weiterbildung werden for radiographers related with moderate pri-
von den befragten Experten als Chance für cing. Central CPD administrative organization
die Berufsgruppe gesehen. Damit verbunden would be an asset. Further advantage could be
könnten Innovationen am berufsspezifischen extracted by more flexible curricula concerning
Fortbildungssektor die Motivation fördern. master-degree-studies because of small target
Eine Attraktivitätssteigerung des radiologie- group in Austria. Cooperation and dialogue
technologischen Fortbildungsangebots könnte among relevant CPD stake-holders should be
durch das Anbieten bedarfsorientierter, nach- extended for the benefit of all, in further con-
frageabhängiger Kurse, Seminare, et cetera bei sequence also our patients.
moderater Preisgestaltung erzielt werden. Ei-
ne zentrale Fortbildungsorganisation wäre von
Vorteil. Masterlehrgänge sollten aufgrund der
kleinen Zielgruppe flexible Curricula vorweisen,
um für einen größeren Personenkreis attrak-
tiv zu sein. Die relevanten Stake-holder sollten
verstärkt gemeinsame Wege und Lösungen in
der radiologietechnologischen Fort- und Wei-
terbildung zum Nutzen aller, suchen.

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Masterlehrgang 2010 – Jolanta Bachmayr

Herabsetzung der Strahlenexposition des Personals durch Verwendung von


abschirmenden Vorrichtungen

Reduction of the radiation dose to staff through the use of shielding devices

Autorin: Jolanta Bachmayr


Kontakt: jolanta.bachmayr@chello.at
Betreuung und Begutachtung: Ernst Havlik, Franz König

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagwörter: PET, 18 F-FDG, Handdosis, Keywords: PET, 18 F-FDG, hand dose, radia-
Strahlenexposition, Abschirmung tion exposure, shielding device

Ziel dieser Arbeit ist einerseits die Strahlen- The aim of this work is, on the one hand,
exposition von Fingern und Händen beim Han- to show the degree of exposure to radiation of
tieren mit 18 F-FDG in der täglichen Routine fingers and hands when handling 18 F-FDG in
an zwei Wiener Krankenanstalten (Wilhelmi- the daily routine in two hospitals in Vienna
nenspital und SMZO-Donauspital) aufzuzeigen (WIL and SMZO); and, on the other hand, to
sowie andererseits die Effektivität der unter- compare the efficiency of the different shielding
schiedlichen Abschirmvorrichtungen, die in der devices used.
Routine verwendet werden, zu vergleichen. Method: In either hospital 3 RTs (technolo-
Methode: In den beiden Krankenanstalten nah- gists) were equipped with electronic extremity
men jeweils 3 RTs (RadiologietechnologInnen) dosimeters and – over a period of one month
für den Zeitraum eines Monats Messungen der - measured the degree of exposure to radiati-
Strahlenexposition mit einem direkt ablesba- on when unpacking the 18 F-FDG and when
ren Fingerdosimeter während des Auspackens preparing the injection for the patient. Over a
von angeliefertem 18 F-Fluorodeoxyglucose und period of one month, each technologist wore,
beim Portionieren der Aktivität für die Pati- at the same time, both a finger dosimeter and
entenspritzen vor. Gleichzeitig wurden je ein a whole-body-dosimeter for later evaluation.
Fingerringdosimeter sowie ein Ganzkörperdosi- Results: Over a period of three months, expos-
meter getragen, die später ausgewertet wurden. ure of fingers to radiation was measured and
Ergebnisse: Insgesamt wurden 583 Fingerdosis- recorded 583 times, the figure resulting from
Messungen in 3 Monaten aufgezeichnet (86 bei 86 unpacking processes of 18 F-FDG (AV1) and
Auspackvorgängen (AV1) und 202 bei Spritzen- the preparation of 202 injections for patients
portionierungen (AV2) im WIL sowie 74 bei (AV2) in WIL as well as 74 AV1 and 221 AV2
AV1 und 221 bei AV2 im SMZO). Insgesamt in SMZO. A total of 224, 3GBq 18 F-FDG had
mussten 224, 3GBq 18 F-FDG-Aktivitäten im to be handled in WIL and 271, 3GBq in SMZO.
WIL und 271, 3GBq 18 F-FDG-Aktivitäten im Exposure of fingers to radiation during each
SMZO ausgepackt und portioniert werden. Die procedure of unpacking the 18 F-FDG amoun-

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Masterlehrgang 2010 – Jolanta Bachmayr

durchschnittliche Fingerdosis pro Auspackvor- ted to 20, 5µSv in WIL and 30, 1µSv in SMZO
gang betrug 20, 5µSv im WIL sowie 30, 1µSv and during each procedure of preparation of
im SMZO und pro Portionierung 62, 7µSv im the injection for the patient to 62, 7µSv in
WIL und 9, 2µSv im SMZO, so dass durch- WIL and 9, 2µSv in SMZO. Considering both
schnittliche Gesamtfingerdosen von 50, 1µSv processes, this results in an average exposure
für WIL und 14, 5µSv für SMZO resultierten. of fingers to radiation of 50, 1µSv for WIL
In Bezug auf die normierten Fingerdosen (Do- and of 14, 5µSv for SMZO. As for standardi-
sen pro gehandhabter Aktivität) fand sich ein zed exposure of fingers to radiation (dose per
ähnlicher Unterschied mit 0, 064µSv/M Bq im MBq of activity), a similar difference was found:
WIL und 0, 016µSv/M Bq im SMZO. 0, 064µSv/M Bq for WIL und 0, 016µSv/M Bq
Schlussfolgerung: Bei der Portionierung der Pa- for SMZO.
tientenspritzen ist die Strahlenexposition der Conclusion: The shielding device used at the
Finger durch die im SMZO verwendete Ab- SMZO during the preparation of injections re-
schirmvorrichtung deutlich geringer als durch sults is considerably less exposure of fingers to
die im WIL eingesetzte. Beim Portionieren er- radiation than in WIL. During the preparation
gaben sich im SMZO im Vergleich zum WIL of injections the exposure of fingers to radiati-
um ca. 84% geringere Fingerdosen. on was approximately 84% less in SMZO than
in WIL.

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Masterlehrgang 2010 – Genowefa Bauer

Der Umgang mit der Schwangerschaft in der MRT in Österreich – angesichts


des Trends zu höheren statischen Feldern

Handling of pregnancy in MRI in Austria in the face of trends to higher


magnetic field strengths

Autorin: Genowefa Bauer


Kontakt: genia.bauer@yahoo.de
Betreuung und Begutachtung: Siegfried Trattnig, Tanja Stamm

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagwörter: MRT, Schwangerschaft, Elek- Keywords: MRI, Pregnancy, Electromagnetic


tromagnetisches Spektrum, Statisches Magnet- spectrum, Static magnetic field, Electromagne-
feld, Elektromagnetisches Hochfrequenzfeld, tic high frequency field, Gradient field
Gradientenfeld
Magnetic resonance imaging (MRI) has
Die MRT hat sich als eine Untersuchungs- established itself as an excellent examinati-
methode des ungeborenen Kindes etabliert. Die on method for the unborn child. Advances in
Entwicklung führt zu immer höheren magneti- MR-technology went hand in hand with incre-
schen Induktionen. Diese Erhöhung erfordert asing magnetic induction. This raise requires a
auch höhere Anregungsfrequenzen, die ihrer- higher excitation frequency which consequent-
seits zu immer stärkeren Gewebserwärmungen ly causes stronger tissue warming. Therefore
führen. Somit ist eine neue gesundheitliche it is necessary to investigate the influence of
Bewertung des MRT-Einsatzes nötig, um Ge- MRI on pregnant women and on the unborn
sundheitsbeeinträchtigungen für Schwangere in order to prevent any health impairment.
und gegebenenfalls schwangeres medizinisches Considering the vulnerability of foetuses to
Personal nach Möglichkeit auszuschließen, ins- environmental impacts, the effects of MRI on
besondere, da bei Feten von einer besonde- pregnant women (patients and pregnant MR-
ren Empfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüs- technologists) must be well understood. Sin-
sen ausgegangen werden muss. Da man heute ce MRI-field strength has increased nowadays
im diagnostischen Alltag mit nicht nur 1 und from 1.0 to 1.5 up to 3.0 tesla, we can not
1,5 Tesla-, sondern auch mit 3 Tesla-Geräten neglect possible implications for pregnant wo-
zu rechnen hat, können physiologische Belas- men. For MRI-technologists there is a need
tungen für Schwangere nicht ausgeschlossen for a firm legal framework due to their repea-
werden. Durch die regelmäßige Exposition in ted exposure to magnetic fields. Hence, the
Magnetfeldern ergibt sich vor allem für die problem formulation of this paper is the fol-
beruflich Exponierte die Notwendigkeit siche- lowing: Do scientific progress in MRI and its
rer, gesetzlicher Rahmenbedingungen. Die Fra- practical medical application of electromagne-
gestellung der vorliegenden Arbeit stellt sich tic fields still correspond? This paper presents

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Masterlehrgang 2010 – Genowefa Bauer

folgendermaßen dar: Gehen die wissenschaftli- the controversial current legal basis regarding
chen Fortschritte und die alltägliche Praxis im this topic and relates them to present scientific
Umgang mit der Anwendung elektromagneti- knowledge and expert opinions. As method,
scher Felder in der Medizin Hand in Hand? In radio technologists and experts in MRI were
der Arbeit werden die umstrittenen aktuellen given structured interviews and questionnaires
gesetzlichen Grundlagen zum Thema erörtert which were analyzed qualitatively and quanti-
und mit den aktuellen wissenschaftlichen Er- tatively and descriptive statistics were assessed.
kenntnissen und Expertenmeinungen in Bezie- As result a description of the present situation
hung gesetzt. Als Methode wurde die quantita- is given which shows how controversially this
tive Befragung der RadiologietechnologInnen topic is debated and how different the practical
in den MR-Einrichtungen in Wien sowie Ex- realisation is carried out. This discrepancy in
perteninterviews gewählt. such a sensible field like pregnancy inevitably
Das Ergebnis der Studie ist eine Ist- Zustands- causes uncertainty among pregnant patients
beschreibung, in welcher aufgezeigt wird, wie as well as exposed pregnant medical personal.
unterschiedlich das Thema gesehen wird und For this reason, this study should contribute
wie tatsächlich unterschiedlich auch die prak- to the discussion of pregnancy and MRI in the
tische Umsetzung gehandhabt wird, was in science community.
einem sensiblen Bereich wie dem der Schwan-
gerschaft zwangsläufig zur Verunsicherung bei
schwangeren Patientinnen wie auch beruflich
exponierten Schwangeren führt. Damit soll die-
se Studie zur Diskussion zum Thema Schwan-
gerschaft und MRT in der Science community
beitragen.

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Masterlehrgang 2010 – Romana Fragner

Einfluss der Lagerung von IntensivpatientInnen bei der CT-Untersuchung des


Thorax auf Dosis, Bildqualität und Befund

Arm positioning during CT examination of the thorax in intensive care pati-


ents: dose exposure, image quality and diagnostic value

Autorin: Romana Fragner


Kontakt: romana.fragner@tmo.at
Betreuung und Begutachtung: Christian Loewe, Michael Figl

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagwörter: Armlagerung, Artefakte bei Keywords: Arm positioning, dose exposure,


Intensivpatienten, Befundqualität, Bildanaly- image quality, diagnostic care patients, filters,
severfahren, Bildqualität, Computertomogra- artifact quantification
phie. Dosis, Filter
Imaging of the thorax using computed to-
Im Bereich der Radiologie kommen bei der mography, particularly after the introduction
Computertomographie der Lunge zwei verschie- of multidetector technique (MDCT), is used
dene Lagerungsarten der Arme zur Anwendung. routinely in the diagnostic work-up of chest di-
Die Arme werden entweder über dem Kopf, seases. Usually, patients are positioned supine
oder seitlich neben dem PatientInnenkörper while scanning, with arms raised to the head
gelagert. Die spezifische Untersuchungssitua- to avoid artifacts. However, in intensive care
tion an IntensivpatientInnen ist durch eine patients, the positioning of the arms is parallel,
Vielzahl an potentiellen Artefaktquellen ge- next to the body. Moreover, the specific situa-
kennzeichnet (zum Beispiel ZVK, Defibrillator, tion of intensive care patients is characterized
Herzschrittmacher, Bülau-Drain, EKG- Kabel/ by numerous sources of other artifacts These
-Elektroden). Die Relevanz dieses Sachverhal- factors could decrease the diagnostic value of
tes liegt sowohl in einer Erhöhung der Patien- the imaging datasets and influence the patient
tInnendosis, als auch in der möglichen Beein- exposure dose. The aim of this diploma thesis is
trächtigung der Bildqualität und Befundbar- to analyze qualitatively and quantitatively the
keit des Bildmaterials, wenn dis Arme neben impact of artifacts that are specifically caused
dem Patientinnenkörper gelagert werden. Ziel by arm positioning in intensive care patients,
dieser Studie war die qualitative und quan- and the influence of positioning on the patient
titative Analyse der armlagerungsbedingten radiation exposure dose. The study is based on
Artefakte beim CT-Thorax von Intensivpati- 80 datasets (40 for each group). Twenty-four
entInnen unter Einbeziehung der Patientendo- criteria were used for the radiological analyses.
sis und Befundqualität. Zusätzlich wurde eine Four different filters were used for mathema-
Übersicht über die bei IntensivpatientInnen tic artifact quantification to quantify streaking
zu erwartenden Artefakte gegeben. 80 Patien- artifacts. The radiation exposure dose to the

11
Masterlehrgang 2010 – Romana Fragner

tInnendatensätze bildeten die Datenbasis für patients was determined using the dose-length
die Auswertung (40 pro Lagerungsart). Zur product (DLP). The statistical analyses tested
radiologischen Bewertung wurden 24 Kriteri- 12 hypotheses, and showed a statistically si-
en herangezogen. Die mathematische Artefakt- gnificant difference in the variance of patient
quantifikation bediente sich vier verschiedener positioning, with a p-value from 0.004223 to
Filter (Line Enhancement Convolution Filter >2.2e−16 . In conclusion, this diploma thesis
für Weichteilfenster und Lungenfenster, Line shows the crucial impact of arm positioning on
Detection Convolution Filter für Weichteilfens- intensive care patients with regard to radiati-
ter und Lungenfenster), um die Natur der Strei- on exposure dose as well and diagnostic image
fenartefakte geeignet erfassen zu können. Zur value. An awareness of the correct arm posi-
Erhebung der PatientInnendosis wurde das mit tioning and avoiding sources of artifacts are
dem PatientInnenprotokoll ausgegebene Dosis- crucial in the diagnostic work-up of intensive
längenprodukt verwendet. 12 Hypothesen wur- care patients.
den statistisch ausgewertet. Alle 12 Hypothe-
sen ergaben einen signifikanten Unterschied in
den Positionen mit einem p-value von 0.004223
bis <2.2e−16 . Die Arbeit zeigte sowohl in der
Bewertung durch zwei Radiologen, als auch
durch die mathematische Bildanalyse, sowie
bei der PatientInnendosis signifikante Unter-
schiede zwischen den beiden Armlagerungsar-
ten. Die Beachtung der geeigneten Armlage-
rung ist daher ein entscheidender Faktor, der
bei der CT-Thorax, auch an IntensivpatientIn-
nen, zu berücksichtigen ist.

12
Masterlehrgang 2010 – Elisabeth Hoffmann

Neue Anforderungen an RadiologietechnologInnen durch den Einsatz einer


telezytologischen Beurteilung bei perkutanen Biopsien des Thorax

New requirements for radiological technologists by the use of a telecytologic


evaluation in percutaneous biopsies of the thorax

Autorin: Elisabeth Hoffmann


Kontakt: lisa hoffmann@gmx.at
Betreuung und Begutachtung: Helmut Prosch, Gerhard Mostbeck

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagwörter: Telemedizin, Telezytologie, Keywords: telemedicine, telezytology, CT-gui


CT-gezielte Biopsie, RadiologietechnologIn, ded biopsy, radiological technologist, prozess
Prozessablauf flow

Hintergrund: Eine schnellzytologische Be- Background: On-site cytological evaluation


fundung CT-gezielt gewonnener Präparate kann has been reported to increase the sensitivity of
die diagnostische Sicherheit von Thoraxbiopsi- CT guided biopsies. The study aims to evalua-
en erhöhen. Ziel dieser Studie war die Machbar- te the feasibility of telecytological evaluation of
keit einer telezytologischen Begutachtung von samples from CT guided lung biopsies using a
CT-gezielt gewonnenen Thorax-Biopsiepräpa- dynamic telecytological system and to identify
raten zu evaluieren und festzustellen, welche which tasks (i.e. staining of the sample and ope-
Aufgaben von radiologischem Personal über- ration of the microscope) could be performed
nommen werden können. Es sollte evaluiert by personnel from the radiology department.
werden, ob RadiologietechnologInnen das Fär- Materials and methods: To evaluate the quality
ben der Objektträger, das vor dem Mikrosko- of the staining of the sample by the radiologi-
pieren erforderlich ist, und das Bedienen des cal technologist (RT), 45 training-samples were
telezytologischen Mikroskops in der geforder- stained by one RT and by one laboratory tech-
ten Qualität durchführen können. nician (LT), using a May-Grünwald staining
Material und Methode: Die diagnostische Ge- set. One Cytologist rated the quality of the stai-
nauigkeit der telezytologischen Begutachtung ning using a three-step scale. The diagnostic
wurde durch die retrospektive Beurteilung von accuracy of the telecytological evaluation when
45 CT-gezielt gewonnenen Ausstrichpräpara- personnel from the radiology departement ope-
ten des Thorax evaluiert. Dabei wurde das rated the microscope was rated retrospectively
Mikroskop einerseits von einer Radiologietech- by reviewing 45 imprint samples from CT gui-
nologin und andererseits von einem Radiologen ded biopsies of lung lesions. One radiologist
bedient. Die Präparate wurden von Zytologen and one RT operated the microscope and two
telezytologisch beurteilt und mit einem zuvor cytologists diagnosed the samples independent-
definierten Goldstandard verglichen. Um die ly off-site.

13
Masterlehrgang 2010 – Elisabeth Hoffmann

Qualität der Färbung durch die Radiologie- Results: 97.78% of the samples stained by the
technologin festzustellen, wurden jeweils 45 RT were rated “good assessable”, 2.22% “limi-
Übungssamples von einer Radiologietechnolo- ted assessable” and no sample “not assessable”.
gin und von biomedizinischen AnalytikerInnen The observed diagnostic accuracy when the
mit derselben Methode gefärbt. Die Qualität radiologist or the RT operated the microscope
der Färbung wurde von Zytologen anhand ei- was 100% (45/45) and 95.56% (43/45), respec-
ner dreistufigen Skala bewertet. tively.
Ergebnis: Bei der Bedienung des Mikroskops Conclusion: Telecytological evaluation of im-
durch den Radiologen konnte eine diagnosti- print samples from CT guided lung biopsies can
sche Genauigkeit von 100% (45/45; CI [1,0; be performed with a high diagnostic accuracy
1,0]) und bei der Radiologietechnologin von with personnel from the radiology department
95,56% (43/45; CI [0,89; 1,0]) erreicht wer- operating the microscope. The staining can be
den. Bei der Färbung der Präparate durch die achieved in very good quality by an RT.
Radiologietechnologin wurden 97,78% der Ob-
jektträger als “gut beurteilbar” und 2,22% als
“eingeschränkt beurteilbar” bewertet. Es wurde
keine Färbung als “nicht beurteilbar” bewertet.
Konklusio: Eine telezytologische Begutachtung
bei Abstrichpräparaten von CT-gezielten Thor-
ax-Biopsien kann mit einer hohen diagnosti-
schen Genauigkeit durchgeführt werden, wenn
radiologisches Personal das Mikroskop bedient.
Die Färbung der Objektträger kann durch Ra-
diologietechnologInnen in sehr guter Qualität
ausgeführt werden.

14
Masterlehrgang 2010 – Alireza Homayuni

Evaluierung der Positionierungsgenauigkeit eines Doppelmaskensystems unter


Verwendung von zusätzlichen Thermoplastic Pelles für die Präzisionsradiothe-
rapie

Evaluation of the reproducibility of patient setup for a double-mask using ad-


ditional thermoplastic pelles for precision radiotherapy

Autor: Alireza Homayuni


Kontakt: homayuni@gmx.at
Betreuung und Begutachtung: Markus Stock, Dietmar Georg

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagwörter: Bildfixierung für die Präzisi- Keywords: thermoplastic mask system, posi-
onsstrahlentherapie, Bildgeführte Radiothera- tioning uncertainties
pie, Lagerungsunsicherheiten, Sicherheitssaum
zur Kompensation von Lagerungsfehlern Aim: In this study the reproducibility of
patient setup was evaluated for a thermoplastic
Ziel: Im Rahmen dieser Studie wurde die mask system (HeadSTEP (Elekta) combined
Lagerungsgenauigkeit eines thermoplastischen with a component to support upper jaws (Bite-
Kopfmaskensystems (HeadSTEP, Elekta) mit STEP)). Furthermore, a modified mask using
integriertem Oberkiefersupport (BiteSTEP) eva- additional thermoplastic pelles was compared
luiert und zu einer modifizierten, durch zusätz- to the standard mask. Material and methods:
liche thermoplastische Pelles verstärkte Version For 21 patients, which were treated at the
dieser Maske verglichen. Department of Radiotherapy of the Vienna
Material und Methoden: Für jeweils 21 Pati- General Hospital within the course of clini-
enten, die im Rahmen der klinischen Routine cal routine, two types of individually adapted
im Kopfbereich am Allgemeinen Krankenhaus mask systems were tested. Either a standard
Wien bestrahlt worden sind, wurde entweder ei- mask combined with an upper jaw supporting
ne einfache Maske mit dem Oberkiefersupport device was used or a mask with additional ther-
angefertigt, oder eine Maske, die mit zusätzli- moplastic pelles at the forehead, the nose or
chen thermoplastischem Material im Bereich the mandible was used to restrict lateral po-
der Stirn, der Nase und dem Unterkiefer ver- sitioning uncertainties and the head rotation
stärkt worden war. Das Ziel war dabei, die late- within the mask.
rale Lagerungsunsicherheiten und Kopfrotatio- The positions of 4 radio-opaque markers moun-
nen innerhalb der Maske zu minimieren. Für ted on the mask surface were determined rela-
die Bestimmung der Genauigkeit der Patien- tively to bony structures based on two ortho-
tenpositionierung innerhalb der Maske wurde gonal planar images to measure the degrees of
die relative Lage von 4 an der Maske ange- freedom of the patients head within the mask.
brachten, röntgendichten Referenzmarkern in ConeBeam-CT studies were used to evaluate

15
Masterlehrgang 2010 – Alireza Homayuni

Relation zu knöchernen Strukturen basierend the magnitude of rotational and translational-


auf zwei orthogonalen Projektionsaufnahmen accuracy of patient setup. The reproducibility
gemessen. ConeBeam-CT-Aufnahmen dienten of patient set-up was evaluated for the first
zur Evaluierung der Rotation und der Trans- three fractions and thereafter once a week un-
lation des Schädels innerhalb der Maske. Die til the prescribed dose was achieved.
Repositionierungsgenauigkeit der Patientenla- Results: For all translationas the systematic er-
gerung wurde bei den ersten drei Fraktionen ror of patient set-up was found to be less than
und danach in der Regel einmal wöchentlich 1mm which reduced to less than 0.5mm if ad-
bis zum Ende der Therapie ermittelt. ditional thermoplastic pelles were used. The
Ergebnisse: Für den Spielraum der Patienten- necessary margin (setup and internal margin)
lagerung innerhalb der Maske wurde in al- was calculated to be 2.8mm in cranio-caudal
len translatorischen Richtungen ein systemati- (CC) direction, 2.5mm in anterio-post-
scher Fehler von durchschnittlich weniger als erior (AP) direction and 2.2mm in right-left
1mm festgestellt, der sich unter Verwendung direction. If additional thermoplastic pelles we-
von zusätzlichem thermoplastischem Pelles auf re used these results decreased to 1.5mm (CC),
unter 0, 5mm reduzierte. Der ermittelte not- 1.9mm (AP) and 2.2mm (RL).
wendige Sicherheitssaum (Set-Up und Internal Conclusion: The achievable accuracy of the
Margin) beträgt für das einfache HeadSTEP- mask system with respect to patient setup is
Maskensystem 2, 8mm in kranio-kaudaler Rich- comparable to other stereotactic mask systems.
tung, 2, 4mm in anterio-posteriorer Richtung Additional thermoplastic pelles enable to mini-
und 2, 2mm in rechts-links Richtung. Durch die mize the uncertainties for daily patient setup
Verwendung eines teilweise verstärkten Mas- and in particular for patients without teeth.
kenmaterials reduzierten sich diese Werte auf
1, 4mm (KK), 1, 9mm (AP) und 2, 2mm (RL).
Schlußfolgerung: Die Genauigkeit des unter-
suchten Maskensystems ist mit anderen stereo-
taktischen Maskensystemen vergleichbar.
Zusätzliche thermoplastische Pelles ermögli-
chen insbesonder bei zahnlosen Patienten, die
Unsicherheiten der Patientenlagerung zu mini-
mieren.

16
Masterlehrgang 2010 – Michael Kamper

Evaluierung und Möglichkeiten der Neudarstellung von radiologietechnologi-


schen Leistungen unter Berücksichtigung der Weiterentwicklung der medizi-
nischen Infrastruktur an Beispielen der Teletherapie an der Univ. Klinik für
Strahlentherapie AKH Wien – Medizinischer Universitätscampus1

Evaluation and possibility of representation of radiology-technological perfor-


mance in view of the evolution of the medical infrastructure based on examples
of the teletherapy treatments on the Department of Radiotherapy in the Me-
dical University Vienna/AKH Vienna 2

Autor: Michael Kamper


Kontakt: michael.kamper@akhwien.at
Betreuung und Begutachtung: Martin Reich, Reinhard Krepler

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagwörter: Radiologietechnologische Leis- Keywords: Professional qualifications and pro-


tungen in der Strahlentherapie, arbeitsprozess- fession of radiology technologists, Labor-process
begleitende Abbildung der radiologischen Leis- mapping of the radiology technological achie-
tungen in der Teletherapie, Evaluierung von vements in the teletherapy, Evaluation and
radiologietechnologischen Leistungen in der Te- representation of radiology-technological achie-
letherapie vements if examples in teletherapy

Diese Arbeit soll einen Einblick in den Auf- This work gives an insight into the struc-
bau und die Struktur sowie auch in die zukünf- ture and future challenges of the Austrian hos-
tigen Herausforderungen des österreichischen pital system. It is based on the current work
Spitalswesens geben. Es wird auf die momenta- process for outpatients and inpatients in the
nen arbeitsprozessbegleitenden Abrechnungen radioonkological teletherapy department.
der Leistungen in der Teletherapie von Pati- It also forms the basis of defining the profile
entinnen und Patienten sowohl ambulant als of radiology technology as a profession, to in-
auch stationär eingegangen. clude its historical development, and current
Ebenfalls Grundlagen der Masterarbeit bilden job description. A description of the tasks of a
die Definitionen von radiologietechnologischen Radiology technologist in radiation therapy is
Leistungen, das Berufsprofil samt seiner his- discussed and listed. These tasks and activities
torischen Entwicklung, und das momentane include both patient and quality assurance do-
Berufsbild. Die Aufgaben von Radiologietech- cumentation.
nologinnen und Radiologietechnologen in der The key to this work is the documentation of
Strahlentherapie werden beschrieben und auf- the working-process. It is an actual state sur-

1
Hinweis: gesperrt bis September 2015
2
Note: blocked till September 2015

17
Masterlehrgang 2010 – Michael Kamper

gelistet. Diese Aufgaben beinhalten sowohl Tä- vey on the irradiation devices newer generation
tigkeiten am Patienten als auch Qualitätssiche- by analyzing the operating times and made up
rung und Dokumentation. to now performance documentation in calen-
Kernpunkt dieser Arbeit ist die arbeitsprozess- dar year 2009, as well as an elaboration of new
begleitende Leistungsdokumentation. Grund- display options and their categorization into a
lage bildet eine Ist-Stand Erhebung an den catalog of services.
Bestrahlungsgeräten der neueren Generation, The new performance codes are significantly
durch Analyse der Betriebszeiten und der bis better for the resource binding than the cur-
jetzt erfolgten Leistungsdokumentation im Ka- rent conventional Performance documentation
lenderjahr 2009. Anhand der vorhandenen Be- (MEL, ASK) form. Furthermore, the new per-
strahlungsdaten erfolgt eine Ausarbeitung neu- formance codes in comparison with the current-
er Darstellungsmöglichkeiten und deren Ka- ly used systems (MEL, ASK) compared more
tegorisierung in einen Leistungskatalog. Eine exactly.
Evaluierung der neuen Leistungscodes erfolgt As a result, the new codes for utilization ma-
durch den Vergleich der tatsächlich angefalle- nagement and strategic planning especially for
nen Betriebszeiten mit den einzelnen ausgewie- the procurement of major equipment to be
senen Zeitbindungen der Leistungscodes. used in our clinic. For a state wide, respective-
Die neuen Leistungscodes bilden die Zeitbin- ly, a nationwide usage of the calculation codes
dung der Linearbeschleuniger pro Patientenbe- it is necessary to do the same studies in other
handlung an der Univ. Klinik f. Strahlenthe- comparible departments of radiation therapy
rapie besser ab als die derzeit üblichen Leis- with the goal to get a wider database.
tungsdokumentationssysteme (MEL, ASK).
Als Resultat können die neuen Codes für ei-
ne Auslastungssteuerung, strategische Planung
insbesondere der Beschaffung von Großgeräten
herangezogen werden. Um eine bundeslandwei-
te, respektive eine bundesweite Neukalkulation
der Berechnungscodes durchführen zu können,
ist es notwendig, auch in anderen Strahlenthe-
rapien ähnliche Untersuchungen bezüglich der
tatsächlich benötigten Zeitbindungen anzustel-
len.

18
Masterlehrgang 2010 – Barbara Kraus

Optimierung des Zuweisungsprozesses um Rahmen des Projekts “Kommuni-


kationsoffensive CT/MR” der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK)

Referralprocedure optimization in scope of the project ‘Kommunikationsoffen-


sive CT/MRI’ of the Wiener Gebietskrankenkasse

Autorin: Barbara Kraus


Kontakt: barbara.kraus@fh-campuswien.ac.at
Betreuung und Begutachtung: Tanja Stamm, Harald T. Zipko

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagwörter: Zuweisungsprozess, Kommuni- Keywords: referral process, Kommunikations-


kationsoffensive CT/MRT der Wiener Gebiets- offensive CT/MTR of the Wiener Gebietskran-
krankenkasse, Zuweisungsqualität, Radiologi- kenkasse, referral quality, radiological guideli-
sche Leitlinien nes

Diese Masterthesis stellt das Vorprojekt The subject of this Master Thesis is the
im Rahmen der Kommunikationsoffensive CT/ preliminary design study of the Kommunikati-
MRT der Wiener Gebietskrankenkasse dar. Ziel onsoffensive CT/MRI of the Wiener Gebiets-
des Gesamtprojektes ist die Anpassung der krankenkasse. The goal of this whole project is
Qualität der Zuweisungsformulare von Seiten to tailor the quality of the referral forms from
der Zuweiser - Fachärzte oder Allgemeinme- the perspective of the referrer, specialists or ge-
diziner - an die Anforderungen der CT- und neral practitioners, to the requirements of the
MRT-Institute und der WGKK. Das Vorpro- CT- and MRI institutes and the WGKK. The
jekt dient der Methodenfindung mit anschlie- preliminary design study aims to test the im-
ßender Datenerfassung und Auswertung, um plementation of methods especially data acqui-
die Möglichkeit der Umsetzbarkeit zu erpro- sition and analysis and therefore demonstrate
ben und den damit verbundenen Nutzen der the relevant use of the Kommunikationsoffen-
Kommunikationsoffensive CT/ MRT für die sive CT/MRI for WGKK and then be able to
WGKK aufzuzeigen und im Anschluss großflä- roll out the service broadly.
chig starten zu können. The compilation of the quality of the CT and
Die Erfassung der Qualität der CT- und MRT- MRI referrals was evaluated in a quantitative
Zuweisungen wurde in einer quantitativen Stu- study by means of 604 referral forms dating
die anhand von 604 Zuweisungsformularen, Leis- from the first quarter of 2009 from WGKK
tungsabrechnungsdaten des 1. Quartals 2009 and expert surveys. The results shows that a
der WGKK und Expertenbefragungen (Frage- qualitative deficit can be demonstrated to a
bögen) evaluiert. large degree in relation to the formal criteria
Die Ergebnisse zeigen, dass in einem hohen Ma- such as the completeness of medically relevant
ße qualitative Mängel hinsichtlich formaler Kri- information. The existence of different formals

19
Masterlehrgang 2010 – Barbara Kraus

terien wie der Vollständigkeit der medizinisch and layouts, as well as the relation to a medi-
relevanten Angaben nachweisbar sind. Das Vor- cal specialty influences very significantly the
liegen verschiedenster Formate und/oder Lay- decision whether to approve or reject a referral
outs, sowie die Zugehörigkeit zu medizinischen by the control function of WGKK.
Fachdisziplinen beeinflussen die Entscheidung There is the potential for change at WGKK due
hinsichtlich einer Bewilligung oder Ablehnung to the identified quality characteristics. In this
der Kontrollorgane der WGKK mit hoher Si- way, the first result of the preliminary design
gnifikanz. study could be implemented, which is training
Änderungspotenzial für die WGKK ergibt sich courses for referring doctors and control bodies.
aus den herausgefilterten Qualitätsmerkmalen. In the future, it should be considered to stan-
So können als erstes Resultat des Vorprojek- dardize the formulas including the definition
tes Fortbildungsveranstaltungen für Zuweiser of the mandatory fields or the completion of
und Kontrollärzte implementiert werden. Für the whole referral process using an electronic
die Zukunft soll die Vereinheitlichung des For- solution without a change in format.
mulares inklusive der Definition von Pflichtfel-
dern oder die Überführung des gesamten Zu-
weisungsprozesses in eine elektronische Lösung
ohne Medienbrüche angedacht werden.

20
Masterlehrgang 2010 – Martin Saler

Fehlerreporting als Teil des klinischen Risikomanagements – Was können Ra-


diologietechnologen und Radiologietechnologinnen aus bereits gemachten Feh-
lern und beinahe Fehlern in der medizinischen Bildgebung lernen?

Critical incident reporting as part of clinical risk management

Autor: Martin Saler


Kontakt: martin.saler@hotmail.com
Betreuung und Begutachtung: Kurt Schicho, Sonja Novak-Zezula

Kurzzsuammenfassung Abstract

Schlagwörter: Risikiomanagement, Fehlermel- Keywords: Risk manegement, Critical Inci-


desystem, Fehler, Fehlerkultur, Patientensicher- dent Reporting System, mistake, “culutre of
heit, Radiologietechnologinnen/ Radiologietech- errors”, Patient Safety, Radiological Technolo-
nologen gists

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es zu zei- Purpose: It is the purpose of this thesis
gen, dass aus einem Fehlermeldesystem gewon- to show that the obtained knowledge from a
nene Erkenntnisse in konkrete Empfehlungen CIRS (critical incident reporting system) can
umgesetzt werden können. Weiters weist die be implemented into concrete recommendati-
Arbeit auf Vorbehalte von Kolleginnen und ons. The thesis points out the reservations of
Kollegen gegenüber einem Fehlermeldesystem colleagues to such a system to facilitate the im-
hin, um dessen Implementierung zu erleich- plementation. In the profession of radiological
tern. In der Berufsgruppe der Radiologietech- technologists the awareness of the importance
nologinnen und Radiologietechnologen soll das of a new “culture of errors” should be crea-
Bewusstsein für die Wichtigkeit einer neuen ted. Methods: Over a period of 2–3 months
Fehlerkultur geschaffen werden. errors, near misses and error-causing factors
Methode: Fehler, beinahe Fehler und Fehler were recorded by previously designed critical
verursachende Umstände wurden über einen incident reporting forms in six different ra-
Zeitraum von 2–3 Monaten durch Austeilen diology departments. Reported incidents were
vorher entworfener Fehlermeldebögen und wie- analyzed and discussed with a project group in
der Sammeln der ausgefüllten Fehlermeldebö- each department and recommendations were
gen in zu Verfügung gestellten Sammelboxen created. Radiological technologists were inter-
in sechs verschiedenen Radiologieinstituten er- viewed about CIRS using questionnaires to
fasst. Gemeldete Zwischenfälle wurden mit ei- isolate parameters that must be observed in
ner Projektgruppe vor Ort analysiert und dis- the implementation of a CIRS.
kutiert und Empfehlungen zur Vermeidung des Main findings/conclusion: 106 recommenda-
erneuten Auftretens gemeldeter Fehler erstellt. tions were derived from 96 collected critical
Radiologietechnologinnen und Radiologietech- incidence reports. When a CIRS is created, the

21
Masterlehrgang 2010 – Martin Saler

nologen wurden mittels Fragebögen zum The- raise awareness of the importance of reporting
ma Fehlerreporting befragt, um Parameter iso- near misses and seemingly trivial incidents, a
lieren zu können, die bei der Implementierung comprehensive and intensive information to
eines Fehlerreportings beachtet werden müs- the staff about the meaning, the purpose and
sen. the function of the created CIRS and the feed-
Ergebnisse/Schlussfolgerung: Aus 96 gesam- back to the staff about the reporting input as
melten Fehlerreports wurden 106 Empfehlun- well as the derived and implemented measures
gen abgeleitet. Bei Einführung eines Fehler- must be observed especially. The management
meldesystems ist insbesondere auf die Sensi- of an institution must take seriously critical in-
bilisierung für die Wichtigkeit der Meldung cident reports. Furthermore the question “Who
von beinahe Fehlern und scheinbar banalen was that?” must not be asked after a critical
Zwischenfällen, auf umfassende und intensive incident report, but only the question “Why
Information der Mitarbeiter über Sinn, Zweck did it happen?”. It should be possible to report
und Funktionsweise des einzuführenden Fehler- a critical incident quick and easy.
meldesystems und Feedback an die Mitarbeiter
über Meldungseingang sowie abgeleitete und
umgesetzte Maßnahmen zu achten. Die Füh-
rung einer Institution muss Fehlermeldungen
ernst nehmen und gewillt sein, Empfehlungen
umzusetzen. Weiters darf nach einer Fehlermel-
dung nicht die Frage “Wer war das?”, sondern
nur die Frage “Warum ist das passiert?” gestellt
werden. Das Melden von Fehlern muss schnell
und unkompliziert möglich sein.

22
Masterlehrgang 2010 – Michaela Schär

Bestimmung der Effektivitätsparameter der diffusionsgewichteten MR Bildge-


bung in der Diagnostik von Brusttumoren

Determination of efficiency metrics of diffusion weighted MR imaging in di-


gnostics of breast tumors

Autorin: Michaela Schär


Kontakt: m.schaer@gmx.at
Betreuung und Begutachtung: Andreas Stadlbauer, Katja Pinker

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagwörter: Magnetresonanztomographie, Keywords: magnetic resonance imaging,


DWIBS, Brusttumore, ADC, Sensitivität, Spe- DWIBS, breast tumor, ADC, sensitivity, spe-
zifität cificity

Diese Arbeit beschäftigte sich mit dem This thesis deals with the application of
Einsatz der diffusionsgewichteten Sequenz mit diffusion-weighted whole-body imaging with
Hintergrundkörpersignalunterdrückung (engl. background body signal suppression (DWIBS)
diffusion-weighted whole-body imaging with for MR-Mammography, the interpretation of
background body signal suppression, DWIBS), the apparent diffusion coefficent (ADC) and to
deren Auswertung durch Berechnung des Ap- answer the question of the practical relevance
parent Diffusion Coefficents (ADC), und des- of this sequence for using it to differentiate
weiteren mit der Frage nach der Relevanz und between benign and malignant breast lesions.
Sinnhaftigkeit dieser Sequenz bei der Untersu- This retrospectiv study included 61 women
chung der weiblichen Brust mittels Magnetre- with 68 lesions in the breast, examined with
sonanztomographie. conventionel sequeneces of MR Mammogra-
Die Studie schloss 61 Frauen mit insgesamt 68 phy including the DWIBS sequence on a 1,5T
Herden in der Brust bei welchen eine Magne- MRT and following histopathologic correlati-
tresonanztomographie mit einer DWIBS Se- on. ADC values were calculated for combina-
quenz, an einem 1,5 Tesla MRT, durchgeführt tion of three different b-values (b=0, 500, and
wurde und welche im Anschluss histologisch 1000s/mm2 . t-Tests were performed to show
verifiziert wurden mit ein. Bei all diesen Patho- up a significant difference between the ADC
logien wurde der ADC Wert mit drei verschie- values of various breast lesions. The ROC ana-
denen b-Werten (0, 500, 1000s/mm2 ) berech- lysis was implemented to determine the cut
net. Statistisch untersucht, mittels des t-Tests off values, which seperate benignant from ma-
und Receiver Operating Characteristic (ROC), lignat pathologies, and the Area under the
wurden die Fragen nach einer möglichen Un- curve (AUC) to demonstrate the diagnosti-
terscheidung zwischen benignen und malignen cal significance of the DWIBS sequence for
Veränderungen in der Brust anhand der ADC- classification of different breast lesions. ADC

23
Masterlehrgang 2010 – Michaela Schär

Werte, die Sensitivität und Spezifität, sowie die values of benign and malignant tumours we-
optimalen Schwellenwerte der einzelnen b-Wert re significantly different (p<0, 0001) in all va-
Kombinationen. Die Auswertung zeigte einen rious b-value combinations. The combination
höchst signifikanten Unterschied (p<0, 0001) of b500/b1000s/mm2 showed the diagnostical-
der ADC-Werte zwischen benignen und mali- ly highest conclusive (AUC 0,89). The sensi-
gnen Pathologien in der Brust. Die b-Werte 500 tivity and specificity were 90,6% and 83,3%.
und 1000s/mm2 weisen in Kombination die Only less lower were these of b0/b1000s/mm2
höchste diagnostische Aussagekraft auf (AUC (AUC 0,88; sensitivity 87,5% and specificity
0,89). Die Sensitivität und Spezifität liegen bei 83,3%). More distant of these was the import-
90,6 Prozent und 83,3 Prozent. Nur etwas nied- ance of b0/b500s/mm2 (AUC 0,83; sensitivity
riger ist jene für die b-Werte 0und1000s/mm2 75% and specificity 80,5%). The cut off values
(AUC 0,88; Sensitivität 87,5 Prozent; Spezi- were defined at 1, 36mm2 /s; 1, 17mm2 /s and
fität 83,3 Prozent). Abgeschlagen davon lie- 1, 07mm2 /s for b0/b500s/mm2 ; b0/b1000s/mm2
gen die Kennzahlen der ADC Berechnung mit and b500/b1000s/mm2 .
b=0s/mm2 und b=500s/mm2 (AUC 0,83, Sen- This diffusion weighted sequence, with a dia-
sitivität 75 Prozent, Spezifität 80,5 Prozent). gnostically high conclusive, may play an im-
Die Cut off Values liegen bei 1, 36; 1, 17 und portant role, in combination with conventional
1, 07∗10−3 mm2 /s (b0/b500;b0/b1000 und b500/ sequences of MR Mammography, to make pre-
b1000s/mm2 ). cise distinctions between malignant and beni-
Die DWIBS bei der MR-Mammographie ist gnant pathologies in a breast.
zusätzliche Messung zu den konventionellen
Sequenzen, welche eine hohe diagnostische Aus-
sagekraft besitzt, um zwischen benignen und
malignen Veränderungen in der Brust zu diffe-
renzieren.

24
Masterlehrgang 2010 – Nina Schmidt

Genauigkeitsanalyse der digitalen Volumentomographie in der computerassis-


tierten Dentalimplantologie im Vergleich zum Einsatz der Dental-Computer-
tomographie

Accuracy of conebeam computed tomography in image guided dentalimplant


surgery compared to dental-computertomography

Autorin: Nina Schmidt


Kontakt: ninny@gmx.at
Betreuung und Begutachtung: Kurt Schicho, Godoberto Guevara-Rojas

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagwörter: Radiologie, Orthopantomogra- Keywords: Radiography, Orthopantomogra-


phie, Computertomographie, Digitale Volumen- phy, Computertomography, Cone beam com-
tomographie, Implantatplanung, Navigierte Den- puted tomography, Dental implant planning,
talimplantation Image guidance in maxillofacial surgery

Hintergrund: Die Computertomographie Introduction: Computertomography (CT)


(CT) gilt als Goldstandarduntersuchung bei der has been the goldstandard diagnostic imaging
navigierten Dentalimplantation. In den letzten modality for image guidance in maxillofacial
Jahren gewinnt die digitale Volumentomogra- surgery. In the last few years conebeam com-
phie in diesem Bereich immer mehr an Bedeu- puted tomography (CBCT) has become more
tung. Durch die geringere Strahlenbelastung important. CBCT delivers a lower dose, less
bzw. Artefaktanfälligkeit, schnellere Untersu- metal artefacts, faster examination times and
chungszeit und die Kompaktheit des Gerätes a compact design. These are the main reasons
wird die DVT immer mehr der CT bevorzugt. why CBCT is more preferred than CT. This
In dieser Arbeit soll die DVT mit dem konven- thesis compares the accuracy of the CBCT
tionellen Dental-CT hinsichtlich Genauigkeit with conventional CT.
verglichen werden. Material and methods: Ten mandibula models,
Material und Methode: Zehn Mandibulamodel- each with four precise markers, were scanned
le, mit jeweils vier exakt angebrachten Markie- with CT and conebeam CT. The six distances
rungspunkten, wurden einmal in der konven- between the four markers were measured with
tionellen Computertomographie und der digi- three different methods (Mimics, navigation
talen Volumentomographie gescannt. Die sechs system, planning tool within the navigation
Distanzen der vier Markierungspunkte, wur- system) and compared with the reference di-
den mittels drei verschiedenen Messmethoden stances. Analysis of the results was conducted
ermittelt (Mimics, Navigation und einem Pla- by using R and SPSS (statistical software) with
nungstool in dem Navigationssystem) und mit descriptive statistics and a paired t-test.
den bekannten Referenzwerten verglichen. Die Results: The results clearly show that CBCT

25
Masterlehrgang 2010 – Nina Schmidt

Ergebnisse wurden mittels deskriptiver Statis- and CT have the same accuracy. Of all measu-
tik sowie T-Test für verbundene Stichproben rements 83% of the arithmetic mean values are
mit dem Statistikprogramm SPSS und R mit- within the +/ − 0, 5mm range (CT 44% and
einander verglichen. CBCT 39%) and 17% within the +/ − 1, 0mm
Ergebnisse: Die Ergebnisse der statistischen range (CT 6% and CBCT 11%). The absolute
Auswertung zeigen, dass sowohl die konventio- difference of the arithmetic mean values shows
nelle Computertomographie als auch die digi- no difference between the CT and the CBCT.
tale Volumentomographie sehr exakt sind. Von The overall mean of the CBCT is 0, 46mm and
den gesamten Messungen befinden sich 83% the CT is 0, 43mm.
der Mittelwerte innerhalb der +/ − 0, 5mm Conclusion: The CBCT, based on this study,
Bandbreite (CT 44% und DVT 39%) und 17% delivers the same accuracy as CT and can be
innerhalb der +/−1, 0mm Bandbreite (CT 6% used for image- guidance in maxillofacial surge-
und DVT 11%). Bei den absoluten Differenzen ry. These results are in line with the literature.
der Mittelwerte unterscheidet sich die digitale
Volumentomographie von der konventionellen
Computertomographie um nur 0, 03mm. Die
digitale Volumentomographie erreicht einen
Overall mean von 0, 46mm und die konven-
tionelle Computertomographie 0, 43mm.
Konklusio: Die digitale Volumentomographie
liefert die gleiche Genauigkeit wie die konven-
tionelle Computertomographie und ist daher
für die Anwendung bei der computerassistier-
ten Dentalimplantation geeignet. Dieses Ergeb-
nis steht im Einklang mit der Literatur.

26
Masterlehrgang 2010 – Zoran Siljic

Optimierung der Quantifizierung von DAT-Untersuchungen im Donauspital


des SMZ Ost

Optimization of the quantification of DAT examination in the Danube Hospi-


tal of the SMZO

Autor: Zoran Siljic


Kontakt: zoran.siljic@wienkav.at
Betreuung und Begutachtung: Franz König, Thomas Leitha

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagwörter: CT-Schwächungskorrektur, Kol- Keywords: Collimator, CT-Attenuation Cor-


limator, Messzeit, Quantifizierung, Streustrah- rection, Measurement time, Quantification, Scat-
lenkorrektur, Striatum Phantom, Winkelschrit- ter Correction, Step Angle, Striatum Phantom
te
The objective of the thesis was to determine
Gegenstand der vorliegenden Arbeit war es, the influence of the acquisition parameters (an-
den Einfluss der Aufnahmeparameter (Winkel- gle, collimator and measurement time), scatter
schritte, Kollimator, Messzeit), Streustrahlen- correction (optimal scatter correction method)
korrektur (optimale Korrekturmethode) und and attenuation correction (optimal attenuati-
Schwächungskorrektur (optimale Schwächungs- on correction method) on the image quality of
korrekturmethode) auf die Bildqualität von images of the basal ganglia. To determine the
Bildern der Hirnstammganglien zu ermitteln. optimal imaging parameters and optimal cor-
Zur Ermittlung der optimalen Aufnahmepara- rection methods measurements with a Jaszczak
meter und optimaler Korrekturmethoden sind (with hollow sphere) and striatal phantom were
Messungen am Jaszczak (mit Hohlkugeln) und performed. All studies were performed at the
Striatum Phantom vorgenommen worden. Alle Donauspital (Vienna) using a Siemens Sym-
Phantomstudien wurden an der Siemens Sym- bia T6 gamma camera. The evaluation of the
bia T6-Gammakamera im Donauspital Wien hollow spheres was performed using the image
durchgeführt. Die Auswertung der Hohlkugeln processing program ImageJ. Post-processing of
erfolgte mit dem Bildverarbeitungsprogramm striatal phantom studies using the example of
ImageJ. Postprozessing der Striatum Phantom- 123 I-DAT scintigraphy was performed on the

studien am Beispiel der 123 I-DAT Szintigraphie e-soft and Hermes workstation. All striatum
erfolgte an der e-soft und Hermes Workstation. studies were corrected (for attenuation and
Die Studien wurden an der Konsole korrigiert, scatter) on the console, reconstructed, quanti-
rekonstruiert, quantifiziert (DaTSCAN Ana- fied and then compared with uncorrected stu-
lysis) und mit unkorrigierten Studien unter dies under the same conditions. The visual
gleichen Bedingungen verglichen. Die visuel- assessment followed the criteria for the 123 I-
le Beurteilung erfolgte nach den Kriterien der DAT scintigraphy.

27
Masterlehrgang 2010 – Zoran Siljic

123 I-DAT Szintigraphie. The evaluation of the hollow spheres showed


Die Auswertung der Hohlkugeln ergab für die that in comparison to all the other acquisi-
Aufnahmeserie 3-HR-30 (3◦ Winkelschritte, HR- tion series the acquisition series 3-HR-30 (3◦
Kollimator, 30 Sec./Frame) beste Kontrastie- angle, HR-collimator, 30 sec./frame) provided
rung der kleinsten Kugel (12mm) im Vergleich the best contrast for the smallest hollow sphe-
zu allen anderen Aufnahmeserien. Da die Ba- res (12mm). Since the basal ganglia have a size
salganglien eine Größe von 7 bis 12mm auf- of 7-12mm, the acquisition series 3-HR-30 (3◦
weisen, bietet sich die Aufnahmeserie 3-HR-30 angle, HR-collimator, 30 sec./frame) is suitable
(3◦ Winkelschritte, HR-Kollimator, 30 Sec./ for clinical use. Stray radiation correction of
Frame) als bestens geeignete Aufnahmeserie SPECT study of the striatal phantom achieved
im klinischen Einsatz. Es konnte durch die a significant improvement of the striatum-to-
Streustrahlenkorrektur am Striatum Phantom background contrast. The values of specific
eine deutliche Verbesserung der Kontrastierung binding rates were higher in the stray radiati-
Striata gegen den Hintergrund erzielt werden. on corrected study in comparison to the non
Daher ist es empfehlenswert, in der klinischen stray radiation corrected study. Therefore it
Routine der Basalgangliendiagnostik die TEW- is recommended to apply the method of the
Methode der Streustrahlenkorrektur anzuwen- TEW scatter correction in the routine of clini-
den. Die Werte der spezifischen Bindungsrate cal diagnosis of basal ganglia. The DaTSCAN
lagen höher bei der streustrahlenkorrigierten analysis without attenuation correction sho-
als im Vergleich zur nicht streustrahlenkorri- wed the lowest values of specific binding as
gierten Studie. Auf Grund der DaTSCAN Ana- well as am inferior contrast. The mathematical
lyse zeigte sich, dass keine Schwächungskorrek- attenuation correction by CHANG resulted in
tur die niedrigsten Werte der spezifischen Bin- higher values of the specific binding in compa-
dungsrate ergibt. Auch visuell war ein schlech- rison to the CT attenuation correction. This
ter Kontrast erkennbar. Deutliches Ergebnis goes to show that depending on the type of
lieferte die mathematische Schwächungskorrek- attenuation correction different cut-off values
tur nach CHANG, wo in allen Aktivitätskon- have to be used for clinical diagnosis.
zentrationen die Werte der spezifischen Bin-
dungsrate höher lagen als im Vergleich zur CT-
Schwächungskorrektur. Ein Einsatz der CT-
Schwächungskorrektur mit dem derzeitigen cut
off von 2,5 (gesunder Patient) ist nicht emp-
fehlenswert, da die CT-Schwächungskorrektur
einen M. Parkinson geringer Ausprägung fälsch-
lich aggravieren würde.

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Masterlehrgang 2010 – Sylvia Unterhumer

Einfluss von Patientenvorbereitung und Kontrastmittel auf die Höhe der Herz-
frequenz bei der CT des Herzens - Eine prospektive Studie aus radiologietech-
nologischer Perspektive

Impact of patient-information and contrast medium to heart rate in CT of


coronary arteries. A prospective study from the radiographers perspective

Autorin: Sylvia Unterhumer


Kontakt: sylvia.unterhumer@akhwien.at
Betreuung und Begutachtung: Christian Loewe, Alfred Stadler

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagwörter: Herzfrequenz, CT-Angiographie Keywords: heart rate, computed tomography


Koronarien, KHK, Calzium-Scoring, Kontrast- of coronary arteries, coronary artery disease,
mittel, Patientenmanagement calcium-scoring, contrast medium, patient ma-
nagement
Zielsetzung: Hohe Herzfrequenzen (HF) wäh-
rend der CT-Angiographie (CTA) der Koro- Objective: High heart rates (HR) are re-
narien nehmen Einfluss auf Bildqualität und lated to image quality and patient dose in
Patientendosis. Gründe für hohe HF können computed tomography of the coronary arte-
Ängste der Patienten und der Kontrastmittel- ries (CTA). Patient anxiety and contrast bolus
Bolus sein. Ob RadiologietechnologInnen einen may explain high HR. The question is whether
Beitrag zur Erreichung der Zielfrequenz (HF≤ radiographers make a contribution to receive
65bpm) leisten können, soll evaluiert werden. the goal heart rate (HR≤65bpm).
Methode: Bei 122 konsekutiven, prospektiv Methods: In 122 consecutive prospective ran-
randomisierten Patienten wurde die Höhe der domized patients HR after (a) patient infor-
HF nach (a) Patienteninformation (persönli- mation (one-to-one talk versus information-
ches Gespräch versus standardisiertes Infor- handout) – in calcium scoring (CALC), and
mationsblatt) – im Calzium-Scoring (CALZ), (b) during contrast application (Iomeprol 400
sowie während Applikation von (b) Kontrast- mgI/ml versus Iodixanol 320mgI/mg) – in
mittel (Iomeprol 400mgJ/ml versus Iodixanol CTA were measured. Goal heart rate - HR≤
320 mgJ/ml) – in der CTA gemessen. Als Ziel 65bpm was defined.
wurde eine HF≤65bpm definiert. Results: 69% (n=84) patients received the goal
Ergebnisse: 69%(n=84) erreichten die Zielherz- HR≤65bpm in CALC. Among these 84 pati-
frequenz (≤65bpm) im CALZ. Von diesen 84 ents 66 (78%) also received the goal heart rate
Patienten HF≤65 CALZ erreichten 66 (78%) in CTA. Therefore HR≤65bpm in CALZ was
auch während CTA die Zielherzfrequenz. Eine a positive predictor for HR≤65bpm in CTA.
HF≤65bpm im CALZ stellte somit einen posi- 22 (18%) patients with HR>65bpm in CALC
tiven Prädiktor für das Erreichen der HF≤65 required i.v. betablocker medication. Among

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Masterlehrgang 2010 – Sylvia Unterhumer

während CTA dar. 22 (18%) Patienten mit these 32% (n=7) in relation to 68% (n=15)
HF>65bpm im CALZ erhielten eine i.v. Beta- received a premedication depending on the in-
blocker-Medikation. Davon erhielten 32% (n=7) formation before (p<0,05). 40 (33%) patients
zu 68% (n=15) eine Prämedikation in Abhän- mentioned to suffer from stress. 14 (78%) of 18
gigkeit von der vorangegangenen Information received HR≤65bpm in CALC after one-to-one
(p<0,05). 40 (33%) Patienten gaben an unter talk – 4 (22%) lay above. 22 of the patients who
Stress zu leiden. 14 (78%) von 18 erreichten received the information-handout 13 (59%) sho-
HF≤65bpm im CALZ nach einem persönlichen wed HR≤65bpm – 9 (41%) lay above (p<0,05).
Gespräch, 4 (22%) lagen darüber. Von 22 Pa- No significant difference (p>0,05) to HR-mean
tienten welche ein Informationsblatt erhielten, value was to notice with Iomeprol and Iodixa-
erreichten 13 (59%) eine HF≤65bpm, 9 (41%) nol in CTA (n=122). But a significant result
lagen darüber (p<0,05). Kein signifikanter Un- with Iomeprol to HR increase (p=0,0001) in
terschied (p>0,05) bestand zwischen Iomeprol relation to individual HR in CALZ and HR
und Iodixanol in der CTA beim Vergleich der in CTA was to notice. However there was no
HF-Mittelwerte (n=122). Allerdings zeigte sich significance with Iodixanol (p>0,05).
ein signifikanter HF-Anstieg mit Iomeprol (p= Conclusion: HR≤65bpm in CALZ was a signifi-
0,0001) in Bezug auf die individuelle HF zwi- cant predictor for HR≤65bmp in CTA. One-to-
schen CALZ und HF-CTA. Iodixanol zeigte one talk with the patient before investigation
diesbezüglich keine Signifikanz (p>0,05). showed a positive effect to HR-CALZ in pati-
Zusammenfassung: HF≤65bpm während CALZ ents with stress. With Iomprol HR increased
war ein Prädiktor für HF≤65bpm während in CTA but no significant HR increase was to
CTA. Die persönliche Patienteninformation notice with iodixanol. Evaluations in higher
zeigte an Patienten unter Stress eine positive population might show clinical benefit.
Wirkung auf die HF im CALZ. Bei der Anwen-
dung von Iomeprol stieg die HF, mit Iodixanol
konnte kein signifikanter HF-Anstieg während
der CTA nachgewiesen werden. Weitere Stu-
dien an größeren Kollektiven zur Klärung des
klinischen Benefit sind angezeigt.

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Masterlehrgang 2010 – Kerstin Willdonner

Einfluss der Anamneseerhebung durch das radiologisch-technische Personal


auf die Befundung der Brustuntersuchung mittels MRT.
Medical history, carried out by radiographers, and its effects on the results of
magnetic resonance imaging of the breast
Autorin: Kerstin Willdonner
Kontakt: kerstin.willdonner@gmx.at
Betreuung und Begutachtung: Wolfgang Krampla, Gerold Unterhumer

Kurzzusammenfassung Abstract

Schlagwörter: Bildgebende Brustdiagnostik, Keywords: Breast imaging, Magnetic reso-


Mamma, Magnetresonanz, Anamnese nance imaging, Medical history, Diagnostic of
breast lesions
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der bild-
gebenden Mammadiagnostik und der Beeinflus- This thesis deals with magnetic resonance
sung durch die Anamnese. Zu Beginn sollen imaging of the breast and its interference by
Anatomie und Pathologie eine Einführung in medical history. Firstly, anatomy and anatomi-
diese Thematik geben. Weiters sollen die dia- cal pathology of the breast are discussed.
gnostischen Methoden bezüglich ihrer techni- Further, the integral component of each dia-
schen Komponente erklärt werden. Im Haupt- gnostic technique is presented.
teil werden die MR-Mammographie und die The main part displays magnetic resonance
Studie angeführt. Bei der MR-Mammographie imaging of the breast and the trial. The entire
wird die Durchführung aufgelistet, ihre Vor- treatment of magnetic resonance imaging of
und Nachteile und die derzeitigen Indikatio- the breast is depicted, as well as advantages
nen. Die Studie befasst sich mit der Frage, ob and disadvantages of the current medical indi-
die Anamnese, welche durch das radiologisch- cation. The aim of the survey is, firstly, to find
technische Personal durchgeführt wird, einen out whether the medical history carried out by
Einfluss auf das Befundergebnis haben kann. a radiographer, has any effects on the results
Zusätzlich soll untersucht werden, ob die MR- of magnetic resonance imaging of the breast.
Mammographie indikationsbezogen eingesetzt Secondly, the question is examined whether
wird. Die Studie wird in ihrer Ausgangssituati- the referral of magnetic resonance imaging of
on, ihrer Methodik und ihrem Erwartungswert the breast is correctly indicated.
beschrieben. The survey depicts the initial situation, scien-
tific approach and the end results.

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