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EinfEinfüührunghrung inin dasdas RechtRecht derder audiovisuellenaudiovisuellen undund NeuenNeuen MedienMedien

Vorlesungsplan

17.04.08 Einführung in das Recht der audiovisuellen und Neuen

Medien

24.04.08 Grundzüge des Urheberrechts I

08.05.08 Grundzüge des Urheberrechts II

22.05.08 Rechtliche Grundlagen journalistischer Arbeit

12.06.08 Öffentlich-rechtlicher Rundfunk – Auftrag, Strukturen,

Aufsicht

26.06.08

Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

03.07.08

Privater Rundfunk im dualen Rundfunksystem

17.07.08

Rechtliche Grundlagen der Neuen Medien

24.07.08

Klausur

Literaturhinweise:Literaturhinweise:

• Herrmann/Lausen Rundfunkrecht, 2. Auflage, Verlag C. H. Beck

• Hesse Rundfunkrecht, 3. Auflage, Verlag Vahlen

• Fechner Medienrecht, 8. Auflage, Mohr Siebeck

1. Vorlesung EinfEinfüührunghrung inin dasdas RechtRecht derder audiovisuellenaudiovisuellen undund NeuenNeuen MedienMedien

1. Begriffsbestimmung

2. Rechtsgrundlagen im Überblick

3. Rundfunkfreiheit – Ausgestaltung des Rundfunkrechts durch das Bundesverfassungsgericht

4. Übersicht über das System der Rundfunkstaatsverträge

a) Rundfunkstaatsvertrag

b) Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag

c) Rundfunkgebührenstaatsvertrag

d) ARD/ZDF-Staatsverträge

5. ARD/ZDF/DLR im Überblick

6. Landesrundfunkgesetze/Staatsverträge für Mehrländeranstalten

7. Privatrundfunkgesetze

8. Überblick über das Recht der Neuen Medien

1.1. BegriffsbestimmungBegriffsbestimmung

1. 1. Begriffsbestimmung Begriffsbestimmung Medien Massenmedien Individualkommunikation Presse Film Telekommunikation

Medien

1. 1. Begriffsbestimmung Begriffsbestimmung Medien Massenmedien Individualkommunikation Presse Film Telekommunikation
Massenmedien Individualkommunikation Presse Film Telekommunikation Rundfunk Hörfunk Fernsehen Neue Medien
Massenmedien
Individualkommunikation
Presse
Film
Telekommunikation
Rundfunk
Hörfunk
Fernsehen
Neue Medien

Medien …

kein juristischer Fachbegriff

Massenmedium

- verbreitet werden geistige, optische und akustische Gehalte

- verbreitet mit Hilfe technischer Mittel

- verbreitet an eine Vielzahl von Personen (Kreis der Empfänger ist offen)

Individualkommunikation

- Informationsaustausch zwischen zwei oder mehreren bestimmten Beteiligten

- Individualkommunikation über Distanz = Telekommunikation

Abgrenzung zunehmend schwieriger (z. B. Chatrooms im Internet)

Medienrecht =

GesamtheitGesamtheit alleraller gesetzlichengesetzlichen RegelungenRegelungen undund richterlicherrichterlicher Vorgaben,Vorgaben, diedie ArbeitArbeit undund WirkungWirkung vonvon MedienMedien rechtlichrechtlich bestimmen.bestimmen.

Sammelbegriff,Sammelbegriff, derder allealle TeilbereicheTeilbereiche ausaus verschiedenenverschiedenen RechtsgebietenRechtsgebieten zusammenfasst.zusammenfasst.

2.2. RechtsgrundlagenRechtsgrundlagen imim ÜÜberblickberblick

pr. Rundfunk- veranstalter

im im Ü Ü berblick berblick pr. Rundfunk- veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz

Landesmedien-

anstalt

berblick pr. Rundfunk- veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz Telemediengesetz/ 9. RÄStV

Landesmedien-

gesetz

veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz Telemediengesetz/ 9. RÄStV (Informations- und

Telemediengesetz/ 9. RÄStV

(Informations- und

Kommunikations-

dienste, die nicht TK-Dienste und nicht Rundfunk sind

Landesrund-

funkanstalt

und nicht Rundfunk sind Landesrund- funkanstalt Landesrund- funkgesetz allgemeine Gesetze : BGB,

Landesrund-

funkgesetz

Landesrund- funkgesetz
Landesrund- funkgesetz
sind Landesrund- funkanstalt Landesrund- funkgesetz allgemeine Gesetze : BGB, UrhG, StGB, TKG, GWB

allgemeine

Gesetze:

BGB,

UrhG,

StGB,

TKG,

GWB

u.a.

Europäische

Regelungen:

u. a.:

- EG-Fernseh-

richtlinie

- Amsterdamer Protokoll

- EG-Vertrag

u.a.

Bundesrund-

funkanstalt

Protokoll - EG-Vertrag u.a. Bundesrund- funkanstalt - - Landespressegesetz im vereinten Deutschland -

-

- Landespressegesetz

im vereinten Deutschland - Landesverfassung

im vereinten Deutschland - Landesverfassung Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG
im vereinten Deutschland - Landesverfassung Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG

Staatsvertrag über den Rundfunk

Bundes-

rundfunkG

Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1
Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1 S.2 GG, Art. 30 GG

Rundfunkfreiheit

?

RechtsprechungRechtsprechung desdes BundesverfassungsgerichtsBundesverfassungsgerichts prpräägtgt RundfunkordnungRundfunkordnung

Mittlerweile zahlreiche Rundfunkurteile:

- „Fernsehurteil“

(12, 205)

- „Mehrwertsteuerentscheidung“

(31, 314)

- „Freie Rundfunk AG-Entscheidung“

(51, 295)

- „Niedersachsenentscheidung“

(73, 118)

- „Baden-Württemberg-Beschluss“

(74, 297)

- „WDR-Urteil“

(83, 238)

- „Hessen 3-Beschluss“

(87, 181)

- „Kurzberichterstattung“

(97, 228)

- „11. Rundfunkurteil“ vom 11.09.2007

3.3. RundfunkfreiheitRundfunkfreiheit AusgestaltungAusgestaltung desdes RundRund-- funkrechtsfunkrechts durchdurch dasdas BundesverfassungsgerichtBundesverfassungsgericht

Art. 5 Abs. 1 Satz 2 Grundgesetz

(1)

„… Die Pressefreiheit und die Freiheit der Bericht- erstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2)

Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften

der allgemeinen Gesetze, den Bestimmungen zum Schutz der der persönlichen Ehre.“

gesetzlichen Jugend und in dem Recht

1.1. RundfunkurteilRundfunkurteil (Fernsehurteil)(Fernsehurteil)

„ gehört der Rundfunk ebenso wie die Presse zu den

unentbehrlichen modernen Massenkommunikations- mitteln, durch die Einfluss auf die öffentliche Meinung genommen und diese öffentliche Meinung mitgebildet wird. Der Rundfunk ist mehr als nur „Medium“ der öffentlichen Meinungsbildung; er ist ein eminenter „Faktor“ der öffentlichen Meinungsbildung.“

(Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 28.02.1961)

1.1. RundfunkurteilRundfunkurteil

Artikel 5 GG verlangt, dass „dieses moderne Instru-ment der Meinungsbildung weder dem Staat noch einer gesellschaftlichen Gruppe überlassen wird

Dies erfordert besondere Vorkehrungen zur

Verwirklichung der in Artikel 5 GG gewährleisteten

Freiheit,

die durch Gesetz zu treffen sind.“

(Bundesverfassungsgericht, Urteil vom 28.02.1961)

ErstesErstes Fazit:Fazit: FernsehurteilFernsehurteil istist MagnaMagna ChartaCharta desdes RundfunksRundfunks

Magna Charta Charta des des Rundfunks Rundfunks “ “ Rundfunkfreiheit ist dienendes Freiheitsrecht.

Rundfunkfreiheit ist dienendes Freiheitsrecht.

“ “ Rundfunkfreiheit ist dienendes Freiheitsrecht. Rundfunkveranstaltung ist öffentliche Aufgabe. Rundfunk

Rundfunkveranstaltung ist öffentliche Aufgabe.

Rundfunkveranstaltung ist öffentliche Aufgabe. Rundfunk darf weder Staat noch einer gesellschaftlichen

Rundfunk darf weder Staat noch einer gesellschaftlichen Gruppe überlassen werden .

noch einer gesellschaftlichen Gruppe überlassen werden . Prof. Dr. Karola Wille Sommersemester 2008 Modul: Normen
„Das Post- und Fernmeldewesen umfasst nur den sendetechnischen Bereich des Rundfunks aber den Rundfunk als

„Das Post- und Fernmeldewesen umfasst nur den

sendetechnischen Bereich des Rundfunks aber den Rundfunk als Ganzes.“

(BVerfGE 12, 205, 239)

nicht

Art. 73 Nr. 7, 87 (1) GG

Art. 30 GG

Bund ist für Übertragungstechnik zuständig („dienende Funktion des Fernmeldewesens“) zuständig („dienende Funktion des Fernmeldewesens“)

Länder sind für Organisation der Veranstaltung und für Inhalt der Sendungen zuständig Veranstaltung und für Inhalt der Sendungen zuständig

AufbruchAufbruch inin diedie dualeduale RundfunkordnungRundfunkordnung

1971

Gründung „Freie Rundfunk AG“

1981

„FRAG Urteil“ des

Fazit:

Bundesverfassungsgerichts

privater Rundfunk ist zwar nicht verfassungswidrig

aber:

Notwendigkeit gesetzlicher Vorkehrungen die sicherstellen, dass alle gesellschaftlich relevanten Kräfte zu Wort kommen.

„Wegen der Bedeutung des Rundfunks für die öffentliche Meinungsbildung darf er nicht den Kräften des Marktes überlassen werden“

DieDie NiedersachsenentscheidungNiedersachsenentscheidung vomvom 04.11.198604.11.1986

Junktim zwischen Zulassung privaten Rundfunks und Funktionieren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Reduzierung der Vielfaltsanforderungen an private Veranstalter solange hinnehmbar, solange die „Grundversorgung“ gewährleistet ist.

DualeDuale RundfunkordnungRundfunkordnung undund GrundversorgungGrundversorgung

1a) In der dualen Ordnung des Rundfunks, wie sie sich gegenwärtig in der Mehrzahl der deutschen Länder auf der Grundlage der neuen Mediengesetze herausbildet, ist die unerlässliche „Grundver-sorgung" Sache der öffentlich-rechtlichen Anstalten, deren terres-trische Programme nahezu die gesamte Bevölkerung erreichen und die zu einem inhaltlich umfassenden Programmangebot in der Lage sind. Die damit gestellte Aufgabe umfasst die essentiellen Funk-tionen des Rundfunks für die demokratische Ordnung ebenso wie für das kulturelle Leben in der Bundesrepublik. Darin finden der öffentlich-rechtliche Rundfunk und seine besondere Eigenart ihre Rechtfertigung.

(Viertes Rundfunkurteil BVerfGE 73/118)

b) Solange und soweit die Wahrnehmung der genannten Aufgaben durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wirksam gesichert ist, erscheint es gerechtfertigt, an die Breite des Pro-grammangebots und die Sicherung gleichgewichtiger Vielfalt im privaten Rundfunk nicht gleich hohe Anforderungen zu stellen wie im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Die Vorkehrungen, welche der Gesetzgeber zu treffen hat, müssen aber bestimmt und geeignet sein, ein möglichst hohes Maß an gleich-gewichtiger Vielfalt im privaten Rundfunk zu erreichen und zu sichern.

BadenBaden--WWüürttembergrttemberg--BeschlussBeschluss vomvom 24.03.198724.03.1987

Klarstellung zum Begriff „Grundversorgung“

„Grundversorgung durch die öffentlich-rechtlichen Anstalten ist keine Mindestversorgung. Zur Grundversorgung gehört stets eine Mehrzahl von Programmen …“

WDRWDR--UrteilUrteil vomvom 05.02.199105.02.1991

PflichtlektPflichtlektüürere

„Art. 5 GG verpflichtet den Staat, die Grundversorgung, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in einer dualen Rundfunkordnung zufällt, zu gewährleisten.“

„Die Bestands- und Entwicklungsgarantie für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erstreckt sich auch auf neue Dienste mittels neuer Techniken, die künftig Funktionen des herkömmlichen Rundfunks übernehmen können.“

11.11. RundfunkurteilRundfunkurteil vomvom 11.09.200711.09.2007

Kontinuität und Wandel

„Die vom Bundesverfassungsgericht aufgestellten Anforderungen an die gesetzliche Ausgestaltung der Rundfunkordnung zur Sicherung der Rundfunkfreiheit im Sinne des Artikel 5 Abs. 1 Satz 2 GG sind durch die Entwicklung von Kommunikationstechnologie und Medienmärkten nicht überholt.“

DieDie RundfunkfreiheitRundfunkfreiheit dientdient derder freien,freien, individuellenindividuellen undund ööffentlichenffentlichen Meinungsbildung.Meinungsbildung.

„Der in Artikel 5 Abs. 1 Satz 2 GG enthaltene Auftrag zur Gewährleistung der Rundfunkfreiheit zielt auf eine Ordnung, die sicherstellt, dass die Vielfalt der bestehenden Meinungen im Rundfunk in möglichster Breite und Vollständigkeit Ausdruck findet.

DualeDuale RundfunkordnungRundfunkordnung

 

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

 

Privater Rundfunk

Grundversorung der Bevölkerung mit Rundfunk (Hörfunk/ Fernsehen)

Freiheit, ob Rundfunk veranstaltet wird

 

Abgesenkte Anforderungen an Programminhalte

Gebührenfinanzierung

Werbefinanzierung

Werbefinanzierung stark eingeschränkt

 

RechtsgrundlagenRechtsgrundlagen imim ÜÜberblickberblick

pr. Rundfunk- veranstalter

im im Ü Ü berblick berblick pr. Rundfunk- veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz

Landesmedien-

anstalt

berblick pr. Rundfunk- veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz Telemediengesetz/ 9. RÄStV

Landesmedien-

gesetz

veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz Telemediengesetz/ 9. RÄStV (Informations- und

Telemediengesetz/ 9. RÄStV

(Informations- und

Kommunikations-

dienste, die nicht TK-Dienste und nicht Rundfunk sind

Landesrund-

funkanstalt

und nicht Rundfunk sind Landesrund- funkanstalt Landesrund- funkgesetz allgemeine Gesetze : BGB,

Landesrund-

funkgesetz

Landesrund- funkgesetz
Landesrund- funkgesetz
sind Landesrund- funkanstalt Landesrund- funkgesetz allgemeine Gesetze : BGB, UrhG, StGB, TKG, GWB

allgemeine

Gesetze:

BGB,

UrhG,

StGB,

TKG,

GWB

u.a.

Europäische

Regelungen:

u. a.:

- EG-Fernseh-

richtlinie

- Amsterdamer Protokoll

- EG-Vertrag

u.a.

Bundesrund-

funkanstalt

Protokoll - EG-Vertrag u.a. Bundesrund- funkanstalt - - Landespressegesetz im vereinten Deutschland -

-

- Landespressegesetz

im vereinten Deutschland - Landesverfassung

im vereinten Deutschland - Landesverfassung Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG
im vereinten Deutschland - Landesverfassung Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG

Staatsvertrag über den Rundfunk

Bundes-

rundfunkG

Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1
Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1 S.2 GG, Art. 30 GG

4.4. ÜÜbersichtbersicht üüberber SystemSystem derder RundfunkstaatsvertrRundfunkstaatsverträägege

DerDer StaatsvertragStaatsvertrag üüberber denden RundfunkRundfunk imim vereintenvereinten DeutschlandDeutschland vomvom 31.31. AugustAugust 19911991

zuletzt geändert durch 9. Rundfunkänderungsstaatsvertrag vom 07.02.2007

Staatsvertrag über den Rundfunk im vereinten Deutschland

Staatsvertrag über den Rundfunk im vereinten Deutschland Artikel 1: Rundfunkstaatsvertrag Artikel 2:

Artikel 1: Rundfunkstaatsvertrag

Artikel 2: ARD-Staatsvertrag

Artikel 3: ZDF-Staatsvertrag

Artikel 4: Rundfunkgebührenstaatsvertrag

Artikel 5: Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag

RundfunkstaatsvertrRundfunkstaatsverträägege

• Schließen alle Bundesländer ab (bedarf Zustimmung aller Landtage in 16 Bundesländern)

• Gilt für private und öffentlich-rechtliche Veranstalter, z. B. allgemeine Programmgrundsätze, Kurzberichterstattung, Werbung, Sponsoringgrundsätze

• Einzelne Vorschriften gelten nur für öffentlich-rechtlichen Rundfunk, z. B. Auftrag, Programme, Finanzierung, Finanzbedarf

• Einzelne Vorschriften gelten nur für privaten Rundfunk, z. B. Sicherung Meinungsvielfalt, Medienaufsicht, Sendezeit für Dritte

• Regelungen zu Plattformen/Übertragungskapazitäten

ARDARD--StaatsvertragStaatsvertrag

• Gemeinsame Veranstaltung des Ersten Deutschen Fernsehens

• Berufung Programmdirektor

• Programmbeirat

• Konferenz der Gremienvorsitzenden

• Fernsehtext

Zudem:

ARD-Satzung Fernsehvertrag (Verwaltungsvereinbarung der Landesrundfunkanstalten über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Fernsehens)

RundfunkfinanzierungsstaatsvertragRundfunkfinanzierungsstaatsvertrag ((RFinStVRFinStV))

Inhaltsverzeichnis I. Abschnitt Verfahren zur Rundfunkgebühr

§ Bedarfsanmeldung

§ Einsetzung der KEF

§ Aufgaben und Befugnisse der KEF

§ Zusammensetzung der KEF

§ Verfahren bei der KEF

§ Finanzierung und Organisation der KEF

Verfahren bei den Ländern II. Abschnitt Höhe der Rundfunkgebühr

§ 7

1

2

3

4

5

6

§ Höhe der Rundfunkgebühr

§ Aufteilung der Mittel

8

9

III. Abschnitt Anteil der Landesmedienanstalten

§ Höhe des Anteils

§ Zuweisung des Anteils

IV. Abschnitt Finanzausgleich

§ Ermächtigung und Verpflichtung zum Finanzausgleich

§ Aufbringung der Finanzausgleichs- masse

§ Umfang der Finanzausgleichsmasse

§ Vereinbarung der Rundfunkanstalten

§ Beschluss der Landesregierungen

V. Abschnitt Übergangs- und Schlussvorschriften

§ 17

10

11

12

13

14

15

16

Vertragsdauer, Kündigung

RundfunkgebRundfunkgebüührenstaatsvertraghrenstaatsvertrag (RGebStV)(RGebStV)

Inhaltsverzeichnis

§ Rundfunkempfangsgeräte, Rundfunkteilnehmer

§ Rundfunkgebühr

§ Anzeigepflicht

§ Beginn und Ende der Gebührenpflicht, Zahlungsweise, Auskunftsrecht

§ Zweitgeräte, gebührenfreie Geräte

§ Gebührenbefreiung natürlicher Personen

§ Gebührengläubiger, Schickschuld, Erstattung, Vollstreckung

§ Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag, Datenübermittlung

§ Ordnungswidrigkeiten

§ Revision zum Bundesverwaltungsgericht

§ Vertragsdauer, Kündigung

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

RechtsgrundlagenRechtsgrundlagen imim ÜÜberblickberblick

pr. Rundfunk- veranstalter

im im Ü Ü berblick berblick pr. Rundfunk- veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz

Landesmedien-

anstalt

berblick pr. Rundfunk- veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz Telemediengesetz/ 9. RÄStV

Landesmedien-

gesetz

veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz Telemediengesetz/ 9. RÄStV (Informations- und

Telemediengesetz/ 9. RÄStV

(Informations- und

Kommunikations-

dienste, die nicht TK-Dienste und nicht Rundfunk sind

Landesrund-

funkanstalt

und nicht Rundfunk sind Landesrund- funkanstalt Landesrund- funkgesetz allgemeine Gesetze : BGB,

Landesrund-

funkgesetz

Landesrund- funkgesetz
Landesrund- funkgesetz
sind Landesrund- funkanstalt Landesrund- funkgesetz allgemeine Gesetze : BGB, UrhG, StGB, TKG, GWB

allgemeine

Gesetze:

BGB,

UrhG,

StGB,

TKG,

GWB

u.a.

Europäische

Regelungen:

u. a.:

- EG-Fernseh-

richtlinie

- Amsterdamer Protokoll

- EG-Vertrag

u.a.

Bundesrund-

funkanstalt

Protokoll - EG-Vertrag u.a. Bundesrund- funkanstalt - - Landespressegesetz im vereinten Deutschland -

-

- Landespressegesetz

im vereinten Deutschland - Landesverfassung

im vereinten Deutschland - Landesverfassung Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG
im vereinten Deutschland - Landesverfassung Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG

Staatsvertrag über den Rundfunk

Bundes-

rundfunkG

Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1
Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1 S.2 GG, Art. 30 GG

5.5. ARD,ARD, ZDF,ZDF, DLRDLR imim ÜÜberblickberblick

ARD

Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands

Keine eigene Rechtspersönlichkeitder öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands Zusammenarbeit der Landesrundfunkanstalten beim Fernsehen

Zusammenarbeit der LandesrundfunkanstaltenDeutschlands Keine eigene Rechtspersönlichkeit beim Fernsehen „Das Erste“ als bundes- weites

beim Fernsehen

Zusammenarbeit der Landesrundfunkanstalten beim Fernsehen „Das Erste“ als bundes- weites Fernsehprogramm Keine

„Das Erste“ als bundes-

weites Fernsehprogramm

Keine bundesweiten HörfunkprogrammeFernsehen „Das Erste“ als bundes- weites Fernsehprogramm Anbieter von Telemedien Prof. Dr. Karola Wille

Anbieter von Telemedienweites Fernsehprogramm Keine bundesweiten Hörfunkprogramme Prof. Dr. Karola Wille Sommersemester 2008 Modul: Normen

ZDF

Von allen Bundesländern gegründete öffentlich- rechtliche Rundfunkanstalt allen Bundesländern gegründete öffentlich- rechtliche Rundfunkanstalt

Veranstaltet nur Fernsehengegründete öffentlich- rechtliche Rundfunkanstalt Anbieter von Telemedien Prof. Dr. Karola Wille

Anbieter von Telemedienrechtliche Rundfunkanstalt Veranstaltet nur Fernsehen Prof. Dr. Karola Wille Sommersemester 2008 Modul: Normen

DeutschlandRadio

von allen Bundesländern gegründete öffentlich- rechtliche Körperschaft allen Bundesländern gegründete öffentlich- rechtliche Körperschaft

ARD und ZDF sind Mitglieder veranstaltet nur Hörfunk veranstaltet nur Hörfunk

Anbieter von TelemedienARD und ZDF sind Mitglieder veranstaltet nur Hörfunk Prof. Dr. Karola Wille Sommersemester 2008 Modul: Normen

RechtsgrundlagenRechtsgrundlagen imim ÜÜberblickberblick

pr. Rundfunk- veranstalter

im im Ü Ü berblick berblick pr. Rundfunk- veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz

Landesmedien-

anstalt

berblick pr. Rundfunk- veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz Telemediengesetz/ 9. RÄStV

Landesmedien-

gesetz

veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz Telemediengesetz/ 9. RÄStV (Informations- und

Telemediengesetz/ 9. RÄStV

(Informations- und

Kommunikations-

dienste, die nicht TK-Dienste und nicht Rundfunk sind

Landesrund-

funkanstalt

und nicht Rundfunk sind Landesrund- funkanstalt Landesrund- funkgesetz allgemeine Gesetze : BGB,

Landesrund-

funkgesetz

Landesrund- funkgesetz
Landesrund- funkgesetz
sind Landesrund- funkanstalt Landesrund- funkgesetz allgemeine Gesetze : BGB, UrhG, StGB, TKG, GWB

allgemeine

Gesetze:

BGB,

UrhG,

StGB,

TKG,

GWB

u.a.

Europäische

Regelungen:

u. a.:

- EG-Fernseh-

richtlinie

- Amsterdamer Protokoll

- EG-Vertrag

u.a.

Bundesrund-

funkanstalt

Protokoll - EG-Vertrag u.a. Bundesrund- funkanstalt - - Landespressegesetz im vereinten Deutschland -

-

- Landespressegesetz

im vereinten Deutschland - Landesverfassung

im vereinten Deutschland - Landesverfassung Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG
im vereinten Deutschland - Landesverfassung Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG

Staatsvertrag über den Rundfunk

Bundes-

rundfunkG

Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1
Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1 S.2 GG, Art. 30 GG

6.6. Landesrundfunkgesetze/StaatsvertrLandesrundfunkgesetze/Staatsverträägege ffüürr MehrlMehrläänderanstaltennderanstalten

Beispiele:

Bayerisches Rundfunkgesetz WDR-Gesetz oder MDR-Staatsvertrag

d. h.

jeweilige Landtage beschließen über Sicherung der Grundversorgung

Der Staatsvertrag über den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) v. 30.05.1991

Aufgabe und Rechtsform

Regionale Gliederung

Inkrafttreten

Aufgabe und Rechtsform Regionale Gliederung Inkrafttreten Kündigung des Staatsvertrags Datenschutz

Kündigung des Staatsvertrags

Datenschutz

Personalvertretung

Rechtsaufsicht

Programme

Programmauftrag und Programmgrundsätze

Wirtschaftsführung, Finanzen, Beteiligungen

Organe des MDR

ZusammensetzungZusammensetzung desdes MDRMDR--RundfunkratesRundfunkrates ((§§ 1919 Abs.Abs. 11 MDRMDR--Staatsvertrag)Staatsvertrag)

(1) Der Rundfunkrat setzt sich zusammen aus:

1. je einem Vertreter der Landesregierungen,

2. Vertretern der in mindestens zwei Landtagen durch Fraktionen oder Gruppen vertretenen Parteien in der Weise, dass jede Partei entsprechend der Gesamtstärke der Fraktionen oder Gruppen je angefangene fünfzig Abgeordnete ein Mitglied entsendet; - dabei kann im Rahmen dieser Bestimmung eine Gruppe nur eine Partei vertreten. Es wird in der Reihenfolge Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen entsandt. Die Auswahl der zu entsendenden Vertreter innerhalb eines Landes ist gemäß dem d'Hondt'schen Höchstzahlverfahren vorzunehmen,

3. zwei Mitgliedern der evangelischen Kirchen, und zwar aus Sachsen und Thüringen,

4. zwei Mitgliedern der katholischen Kirche, und zwar aus Sachsen- Anhalt und Thüringen,

5. einem Mitglied der jüdischen Kultusgemeinden aus Sachsen,

6. drei Mitgliedern der Arbeitnehmerverbände, und zwar je ein

Mitglied aus

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen,

7. drei Mitgliedern der Arbeitgeberverbände, und zwar je ein Mitglied aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen,

8. drei Mitgliedern der Handwerksverbände, und zwar je ein Mitglied aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen,

9. drei Mitgliedern der kommunalen Spitzenverbände, und zwar je ein Mitglied aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen,

10.einem Mitglied der Industrie und Handelskammern, und zwar aus Sachsen,

11. einem Mitglied der Bauernverbände, und zwar aus Sachsen- Anhalt,

12. einem Mitglied des Deutschen Sportbundes, und zwar aus Sachsen,

13. einem Mitglied der Jugendverbände, und zwar aus Thüringen,

14. einem Mitglied der Frauenverbände, und zwar aus Sachsen- Anhalt,

15. einem Mitglied der Vereinigung der Opfer des Stalinismus, und zwar aus Sachsen,

16. je einem Mitglied acht weiterer gesellschaftlich bedeutsamer Organisationen und Gruppen, von denen die gesetzgebende Körperschaft des Landes Sachsen vier und die des Landes Sachsen-Anhalt sowie des Landes Thüringen je zwei bestimmen.

RechtsgrundlagenRechtsgrundlagen imim ÜÜberblickberblick

pr. Rundfunk- veranstalter

im im Ü Ü berblick berblick pr. Rundfunk- veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz

Landesmedien-

anstalt

berblick pr. Rundfunk- veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz Telemediengesetz/ 9. RÄStV

Landesmedien-

gesetz

veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz Telemediengesetz/ 9. RÄStV (Informations- und

Telemediengesetz/ 9. RÄStV

(Informations- und

Kommunikations-

dienste, die nicht TK-Dienste und nicht Rundfunk sind

Landesrund-

funkanstalt

und nicht Rundfunk sind Landesrund- funkanstalt Landesrund- funkgesetz allgemeine Gesetze : BGB,

Landesrund-

funkgesetz

Landesrund- funkgesetz
Landesrund- funkgesetz
sind Landesrund- funkanstalt Landesrund- funkgesetz allgemeine Gesetze : BGB, UrhG, StGB, TKG, GWB

allgemeine

Gesetze:

BGB,

UrhG,

StGB,

TKG,

GWB

u.a.

Europäische

Regelungen:

u. a.:

- EG-Fernseh-

richtlinie

- Amsterdamer Protokoll

- EG-Vertrag

u.a.

Bundesrund-

funkanstalt

Protokoll - EG-Vertrag u.a. Bundesrund- funkanstalt - - Landespressegesetz im vereinten Deutschland -

-

- Landespressegesetz

im vereinten Deutschland - Landesverfassung

im vereinten Deutschland - Landesverfassung Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG
im vereinten Deutschland - Landesverfassung Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG

Staatsvertrag über den Rundfunk

Bundes-

rundfunkG

Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1
Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1 S.2 GG, Art. 30 GG

7.7.

PrivatrundfunkgesetzePrivatrundfunkgesetze

Jedes Bundesland hat Privatrundfunkgesetz erlassen

Gesetze regeln Fragen des landesweiten/regionalen und lokalen Rundfunks (Hörfunk/Fernsehen)

Die Landesmedienanstalten und ihre Aufgaben

Beispiel: Sachsen

Entscheidung über die Zulassung eines Bewerbers

Rücknahme/Widerruf der Zulassung

Medienrat/ Direktor (Verwaltungsrat Versammlung in Bayern, Sachsen, Schlesw.-H.)
Medienrat/
Direktor
(Verwaltungsrat
Versammlung
in Bayern,
Sachsen,
Schlesw.-H.)

Offene Kanäle (Einrichtung und Betreuung)

Entscheidung bei Rund- funkähnlichen Diensten

Mitwirkung bei Versorgungs- planung/Frequenzverteilung

laufende Aufsicht über die Rundfunkveranstalter (Programm-/ Konzentrationskontrolle)

Ausbildung

Begutachtung

Weiterverbreitung von Rund- funkprogrammen in Kabelan- lagen - Rangfolgeentscheidung

Durchführung von Ordnungswidrigkeitsverfahren

8.8.

ÜÜberblickberblick üüberber dasdas RechtRecht derder NeuenNeuen MedienMedien

Schwierigster Teil des Medienrechts!

Beispiele:

Verteildienste wie Fernsehtext, Radiotext, vergleichbare Textdienste

Abrufdienste wie Text, Ton-, Bilddarbietungen auf Anforderung aus elektronischen Speichern

Begriffsklarheit?!

Kompetenzen?!

RechtsrahmenRechtsrahmen ffüürr TelemedienTelemedien

Telemediengesetz vom

26.02.2007

„alle elektronischen Informations- und Kommuni- kationsdienste, soweit sie nicht Telekommunikations-dienste nach TKG oder Rundfunk sind“

9. Rundfunkänderungsstaats- vertrag (Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien vom

07.02.2007)

„alle elektronischen Informa- tions- und Kommunikations- dienste, soweit sie nicht Telekommunikationsdienste nach TKG oder Rundfunk sind“

„Die an die Inhalte von Telemedien zu richtenden besonderen Anforderungen ergeben sich aus Rundfunkstaatsvertrag.“

Rundfunk …

die für die Allgemeinheit bestimmte Veranstaltung und Verbreitung von Darbietungen aller Art in Wort, Ton und Bild unter Benutzung elektro- magnetischer Schwingungen ohne Verbindungsleitung oder längs oder mittels eines Leiters.“

RechtsgrundlagenRechtsgrundlagen imim ÜÜberblickberblick

pr. Rundfunk- veranstalter

im im Ü Ü berblick berblick pr. Rundfunk- veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz

Landesmedien-

anstalt

berblick pr. Rundfunk- veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz Telemediengesetz/ 9. RÄStV

Landesmedien-

gesetz

veranstalter Landesmedien- anstalt Landesmedien- gesetz Telemediengesetz/ 9. RÄStV (Informations- und

Telemediengesetz/ 9. RÄStV

(Informations- und

Kommunikations-

dienste, die nicht TK-Dienste und nicht Rundfunk sind

Landesrund-

funkanstalt

und nicht Rundfunk sind Landesrund- funkanstalt Landesrund- funkgesetz allgemeine Gesetze : BGB,

Landesrund-

funkgesetz

Landesrund- funkgesetz
Landesrund- funkgesetz
sind Landesrund- funkanstalt Landesrund- funkgesetz allgemeine Gesetze : BGB, UrhG, StGB, TKG, GWB

allgemeine

Gesetze:

BGB,

UrhG,

StGB,

TKG,

GWB

u.a.

Europäische

Regelungen:

u. a.:

- EG-Fernseh-

richtlinie

- Amsterdamer Protokoll

- EG-Vertrag

u.a.

Bundesrund-

funkanstalt

Protokoll - EG-Vertrag u.a. Bundesrund- funkanstalt - - Landespressegesetz im vereinten Deutschland -

-

- Landespressegesetz

im vereinten Deutschland - Landesverfassung

im vereinten Deutschland - Landesverfassung Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG
im vereinten Deutschland - Landesverfassung Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG

Staatsvertrag über den Rundfunk

Bundes-

rundfunkG

Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1
Staatsvertrag über den Rundfunk Bundes- rundfunkG Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Art. 5 Abs. 1 S.2 GG, Art. 30 GG

VielenVielen DankDank ffüürr IhreIhre Aufmerksamkeit!Aufmerksamkeit!

Mit freundlicher Unterstützung von Roger V.

Schutz geistiger Leistungen

Urheberrecht

Gewerblicher Rechtsschutz

> Urhebergesetz > Wahrnehmungsgesetz

> Patentgesetz > Gebrauchsmustergesetz > Halbleiterschutzgesetz > Markenrecht > Titelschutzrecht > Schutz vor unlauterem Wettbewerb

> Recht zur exklusiven Nutzung der geschützten Leistungen Achtung: Kein allgemeiner Ideenschutz (Geistesblitze, Geschäftsideen, etc. sind nicht geschützt)

Urheberrecht

> schützt bestimmte geistige Leistungen > Urheberschutz nur für Werke auf dem Gebiet der

Literatur

• Wissenschaft

Kunst

> Werk ist eine persönliche geistige Schöpfung > Geschützt ist

konkrete Form (z. B. Dichter verfasst ArtusSage neu)

u. a. auch Inhalt (Schriftsteller erfindet eine Romanfigur)

Begriff der persönlichen und geistigen Schöpfung

> Etwas Neues muss geschaffen werden. > muss sich aus der Masse des Alltäglichen abheben

> Bestimmte Eigentümlichkeit aufweisen (keine industrielle Massenware)

ABER:

> Geringe Schöpfungshöhe reicht aus (auch Schundroman oder kitschiges Ölgemälde sind schutzfähig)

> Persönliche geistige Leistung •Von einem Computer komponiertes Lied genießt keinen Urheberrechtsschutz > Bedeutung des Urhebers •Kritzelei von Picasso = Kunst im Zweifel •Kritzelei von Max Meier Kunst

Urheberschaft

Urheber:

Jede natürliche Person (auch Kinder und Geschäftsunfähige)

Miturheber:

Gemeinsame Schöpfung eines Werks (z. B. Computerprogramm)

Achtung:

Werden mehrere Werke verbunden, bleibt jedes Werk eigenständig

Gehilfe:

(z. B. Gedicht + Melodie , Buch + Illustration) Gibt Anregungen oder führt Vorgaben des Urhebers aus > kein Urheber

Mit freundlicher Unterstützung von Roger V.

Urheberpersönlichkeitsrecht

> Veröffentlichungsund Informationsrecht > Urheberbenennungsrecht

• z. B. Im Filmabspann muss Regisseur und Drehbuchautor genannt werden Bei Fotos in

Zeitschriften (Kunstwerken) sind die Fotografen zu nennen > Beeinträchtigungsverbot > Entstellungen und Beeinträchtigungen sind verboten

• z. B. Theaterstück wird stark gekürzt Ein Originalgemälde wird umgestaltet Achtung: U. U. muss Urheber nach Treu und Glauben die Einwilligung zu einem Eingriff erteilen

Zeitliche Schranken des Urheberrechts

> Urheberrecht erlischt 70 Jahre nach Tod des Urhebers

> Bei den wichtigsten verwandten Schutzrechten läuft die Schutzfrist 50 Jahre

Lichtbilder:

• Ausübende Künstler:

Hersteller von Tonträgern:

Sendeunternehmen:

Filmhersteller:

Ab erster erlaubter Veröffentlichung

Ab Erscheinen des Bildoder Tonträgers

Ab Erscheinen des Tonträgers

Ab Ausstrahlung der Sendung

Ab Erscheinen des Films

> Bei anderen Schutzrechten läuft die Schutzfrist 25 Jahre.

• wissenschaftliche Ausgaben

• Schutz des Veranstalters bei Auftritten ausübender Künstler

Wichtige verwandet Schutzrechte (Leistungsschutzrechte)

Schutzumfang vergleichbar dem Urheberrecht

> Schutz der Lichtbilder

Fotografie ohne besonderen künstlerischen Wert Aufnahmen die Automat gemacht hat Bsp.: Vogel fliegt durch Lichtschranke und löst Kamera aus > Schutz der ausübenden Künstler

Sprachwerke

Musikalische Werke

Pantomimische Werke

Bsp.: Joe Cocker (ausübender Künstler) singt Lieder, die ein anderer Urheber komponiert hat. Den ausübenden Künstlern stehen Einwilligungsbzw. Verbotsrechte sowie gesetzliche

Lizenzansprüche zur Seite.

Struktur

Welche Werke gibt es?

Sprachwerke

Werke der Musik

Filmwerke

Lichtbildwerke

Werke der Baukunst

Tanz / Pantomime

Wie können diese Werke genutzt werden?

Vervielfältigungsrecht Verbreitungsrecht Ausstellungsrecht Aufführungsrecht Senderecht Recht der öffentlichen Zugänglichmachung

Mit freundlicher Unterstützung von Roger V.

Sprachwerke §2 Abs. 1 Nr. 1 UrheberG

> Schriften und Reden = schutzfähig ABER:

> Worte und Wortverbindungen

()

> Titel

()

> Adress, Telefonbücher

()

> (Alltags) Briefe

()

> Wissenschaftliche Lehre (Begriffe, Wissenschaftlicher Sprachgebrauch, Ergebnisse) ()

()

> Nachrichten

> Computerprogramme = schutzfähig

Werke der Musik, Pantomimische Werke und Werke der Tanzkunst

Werke der Musik

> Umfang der Komposition ist unerheblich

> Melodie ist geschützt

§2 Abs. 1 Nr. 2 UrheberG

Pantomimische Werke und Werke der Tanzkunst

> Durch Gebärden und Bewegungen werden Gedankeninhalte ausgedrückt

§2 Abs. 1 Nr. 3 UrheberG

Werke der Baukunst, Lichtbildwerke

Werke der Baukunst

> Jedes Bauwerk kann schützfähig sein • Bauwerk muss Ausdruck eines individuellen ästhetischen Schaffens sein > Bühnenbild kann Schutz genießen

§2 Abs. 1 Nr. 4 UrheberG

Lichtbildwerke > Kunstfotografie Lichtbilder genießt Urheberrechtsschutz

(z. B. Helmut Newton)

§2 Abs. 1 Nr. 5 UrheberG

genießt Leistungsschutz (z. B. Schnappschüsse)

Filmwerke, Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art

Filmwerke > Spielfilme etc.

genießt Urheberrechtsschutz

(z. B. Steven Spielberg)

§2 Abs. 1 Nr. 6 UrheberG Laufbilder genießt nur Leistungsschutz (z. B. Amateurfilmer nimmt zufällig Flugzeugabsturz auf)

<>

Darstellungen wissenschaftlicher oder technischer Art > Bebauungsund Baupläne > Stadtpläne > Konstruktionszeichnungen > Bestellformulare etc.

§2 Abs. 1 Nr. 7 UrheberG

Mit freundlicher Unterstützung von Roger V.

Verwertungsrechte

> Vervielfältigungsrecht (§16)

Werk wird den menschlichen Sinnen zugänglich gemacht.

z.

B.

Von einem Buch werden weiter Exemplare hergestellt

Eine Plastik wird fotografiert

Ein Konzert wird auf Tonträger aufgezeichnet

> Verbreitungsrecht (§17)

Original oder Vervielfältigungsstücke dürfen der Öffentlichkeit angeboten oder in den Verkehr gebracht werden

z. B. Bild wird ausgestellt, Buch in den Handel gebracht

> Ausstellungsrecht (§18)

bei bildender Kunst und Lichtbildwerbung

> Vortrags , Aufführungs und Vorführrecht (§19)

> Vortragsrecht: Sprachwerke werden persönlich aufgeführt

> Aufführungsrecht: Musikund Bühnenwerke werden aufgeführt

> Vorführrecht: Filme, Bilder etc. werden durch eine technische Einrichtung in die Öffentlichkeit gebracht

> Recht der öffentlichen Zugänglichmachung (§19a)

> Senderecht (§20)

Werk wird von Hörfunk oder Fernsehen ausgestrahlt

> Recht der Wiedergabe durch Bildund Tonträger (§21)

so genanntes „Zweitverwertungsrecht“

z.

B. Öffentliche Wiedergabe von Musik (CD´s, Kassetten)

>

Hauptanwendungsfall: Musik in Kaufhäusern, Restaurants

> Recht der Wiedergabe von Funksendungen (§22)

• so genanntes „Zweitverwertungsrecht“

Funksendungen werden in der Öffentlichkeit durch eine technische Einrichtung (Radio, Fernsehen) verbreitet

> Hauptanwendungsfall: Radiound Fernsehsendungen in Gaststätten

> Recht der öffentlichen Zugänglichmachung(§19 a)

Werk wird drahtgebunden oder drahtlos der Öffentlichkeit zugänglich gemacht

• Urheber soll entscheiden, ob das Werk Dritten unkörperlich angeboten wird und kopiert werden kann

• Schützt Urheber bei Internetverbreitung

Abgrenzungsprobleme zum Senderecht bei Verbreitung von Rundfunk über digitale Mobilplattformen und bei digitalen OnDemandDiensten

Mit freundlicher Unterstützung von Roger V.

> Senderecht (§20)

• Das Senderecht ist das Recht, das Werk durch Funk, wie Tonoder Fernsehrundfunk,

Satellitenrundfunk, Kabelfunk oder ähnliche technische Mittel, der Öffentlichkeit zugänglich zu

machen

• Das Senderecht wird für die Ausstrahlung von urheberrechtlich geschützten Werken im Radio und im Fernsehen benötigt

• Das Senderecht reicht n i c h t aus, um urheberrechtlich geschützte Werke, die im Radio oder Fernsehen ausgestrahlt wurden, OnDemand im Internet anzubieten!

Einräumung von Nutzungsrechten

angloamerikanisches Copyright

vs.

kontinentaleuropäisches Urheberrecht

geschützt wird der Inhaber des Copyrights

vs.

geschützt wird der Urheber

Verwertungsrechte Nutzungsrechte Verwertungsrechte beschreiben das Recht des Urhebers, über die Verwertung seines Werkes zu bestimmen. Mit der Vergabe von Nutzungsrechte erlaubt der Urheber dem Nutzer, das Werk für einen vertraglich vereinbarten Zweck zu nutzen. Bsp.: Das Senderecht ist ein Verwertungsrecht. Das Verwertungsrecht steht nur dem Urheber zu. Der Urheber kann einem Fernsehsender das Nutzungsrecht einräumen, sein Werk weltweit und beliebig oft auszustrahlen. In diesem Fall ist das Verwertungsrecht identisch mit dem Nutzungsrecht. Bsp.: Der Urheber räumt einem Fernsehsender das Recht ein, sein Werk in Deutschland bis zum Jahr 2009 insgesamt 3x auszustrahlen. In diesem Fall ist das Verwertungsrecht (Senderecht) viel weitgehender als das Nutzungsrecht.

§31

Urheber kann dem Nutzer das Recht einräumen, sein Werk auf einzelne oder alle Nutzungsarten zu nutzen (Nutzungsrecht)

Nutzungsrecht einfach/ausschließlich/exklusiv räumlich

zeitlich

inhaltlich

räumlich zeitlich inhaltlich beschränkt Alte Rechtslage Nutzungsrechte an unbekannten

beschränkt

Alte Rechtslage

Nutzungsrechte an unbekannten Nutzungsarten können nicht übertragen werden.

Beispiel:

Will die ARD einen „Tatort“ aus dem Jahr 1990 ondemand ins Netz zu stellen, muss sie nachträglich dieses

neue Nutzungsrecht von den Urhebern erwerben.

Der Abruf von Werken im Internet (ondemand) war 1990 noch nicht bekannt.

Neue Rechtslage:

Das UrhG arbeitet mit einer Fiktion:

Für die Zeit ab 1966 gelten alle seither entstandenen neuen Nutzungsarten als eingeräumt, wenn der Nutzer damals alle wesentlichen Nutzungsrechte erworben hat. Die neue Nutzung muss vergütet werden.

Aber:

Der Urheber kann Widerspruch gegen die neuartige Verwertung einlegen.

Für die Zukunft gilt, dass neue, heute noch unbekannte Nutzungsformen als übertragbar gelten

Mit freundlicher Unterstützung von Roger V.

• Vergütung muss bezahlt werden • Urheber kann neuer Nutzung widersprechen.

Urheber in Arbeitsverhältnissen

> Arbeitnehmer kann Urheber sein (z. B. Redakteur, Journalist, SoftwareEntwickler) > Arbeitnehmer tritt durch Vereinbarung seine Arbeitsergebnisse an Arbeitgeber ab

Tarifvertrag

• Arbeitsvertrag

stillschweigend im Rahmen seiner arbeitsvertraglichen Verpflichtungen

Schranken des Urheberrechts

Beschränkungen die der Urheber hinnehmen muss

> Zitierrecht (unentgeltliche und freie Verwendung)

> Großzitat

Ein Werk darf im Rahmen eines wissenschaftlichen Werkes vollständig zitiert werden. Das Zitat muss im Zusammenhang mit dem zitierenden Werk stehen. Bsp.: Wissenschaftliches Werk zum Impressionismus > Bilder dürfen in das Werk als Großzitat aufgenommen werden

> Kleinzitat Ausschnitte aus einem Werk dürfen zitiert werden. Bsp.: Ausschnitt aus Werbespot, um Wirkung oder Machart von Werbung zu erläutern.

> Musikzitat(Sonderfall des Kleinzitats)

Privatkopie urheberrechtlich geschützter Werke ist auch digital erlaubt Aber:

Es ist verboten, Kopierschutztechniken zu knacken, um dann zu kopieren. (Tod der Privatkopie) Ist bei einer Tauschbörse im Internet klar, dass es sich offensichtlich um ein rechtswidriges Angebot handelt, ist die Privatkopie verboten.

Verwertungsgesellschaften

Verwertungsgesellschaften nehmen

Urheberrechte

Leistungsschutzrechte

wahr für die Urheber und sonstige Berechtigte.

Bsp.:

Kneipen seine Musik läuft. Die GEMA bzw. GVL übernehmen das. Berechtigter (Urheber, ausübende Künstler, Plattenhersteller, etc.) beauftragt Verwertungsgesellschaft(en) mit der Wahrnehmung seiner Rechte.

Ein Komponist kann unmöglich kontrollieren, welche Radiosender sein Lied spielen oder in welchen

GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte und mechanische Vervielfältigungsrechte) GEMA verwertet Musikaufführungsrechte . Sie vertritt Urheber. Achtung:

Die „großen Aufführungsrechte“(Recht zur szenischen Aufführung, Sendung oder Wiedergabe eines dramatischen Werks) nehmen Urheber oder ihre Musikverleger ihre Rechte selbst wahr.

Mit freundlicher Unterstützung von Roger V.

GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten) Nimmt Rechte der ausübenden Künstler und Tonträgerhersteller wahr. Bsp.: Joe Cocker singt „With a little help“(Lennon/McCartney)

Rechte von Lennon/McCartney als Urheber nimmt GEMA wahr. Rechte von Joe Cocker als ausübenden Künstler nimmt GVL wahr.

VG Wort

VG Bild = Kunst

> nimmt Rechte an Sprachwerken wahr > vertritt •bildende Künstler

Fotografen und Grafikdesigner

Filmemacher

GÜFA, VFF und VGF vertreten Filmund Fernsehproduzenten.

> Rechte und Pflichten der Verwertungsgesellschaften

> Wahrnehmungszwang Auf Verlangen des Berechtigten müssen Verwertungsgesellschaften dessen Rechte wahrnehmen.

> Auskunftspflicht Jedermann hat Anspruch auf kostenlose Auskunft gegen Verwertungsgesellschaften, ob sie Nutzungsrechte an einem Werk wahrnehmen.

> Abschlussund Tarifzwang Jedermann hat Anspruch gegen die Verwertungsgesellschaft auf Einräumung der Nutzungsrechte zu angemessenen Bedingungen.

Pflichten des Veranstalters gegenüber Verwertungsgesellschaften

• Veranstalter muss sich bei öffentlicher Aufführung Vortrags, Aufführungsund Vorführungsrecht vor Beginn der Veranstaltung einräumen lassen.

Bsp.: Bei einem Stadtfest soll urheberrechtlich geschützte Musik gespielt werden. GEMA fordert vorherige Anmeldung der Veranstaltung.

• Nach Ende der Veranstaltung muss Veranstalter eine Liste über die benutzten Werke

aushändigen. Achtung: Bei Werknutzung ohne Rechtseinräumung wird doppelter Tarifbetrag fällig.

Presserecht - gesetzliche Grundlagen

Art. 5 Abs. 1 GG schützt Rundfunk- und Pressefreiheit

Presserecht

Abs. 1 GG schützt Rundfunk- und Pressefreiheit Presserecht Art. 1 GG schützt Menschenwürde Art. 2 GG
Abs. 1 GG schützt Rundfunk- und Pressefreiheit Presserecht Art. 1 GG schützt Menschenwürde Art. 2 GG

Art. 1 GG schützt Menschenwürde

Art. 2 GG schützt Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit

Art. 14 GG schützt Wirtschaftsunternehmen

SPANNUNGSVERHÄLTNIS

Publizistische Sorgfaltspflicht

Maßstab § 276 BGB, § 5 Sächs. LPG

= Beachtung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt, d. h. die berufsmäßigen Besonderheiten sind bei dem anzulegenden Sorgfaltsmaßstab hinreichend zu berücksichtigen

Publizistische Sorgfaltspflicht

- Darf das Bild gezeigt werden?

- Darf der Name genannt werden?

Sorgfaltspflichten

werden? - Darf der Name genannt werden? Sorgfaltspflichten - Stimmen die Tatsachen? - Überschreitet die
werden? - Darf der Name genannt werden? Sorgfaltspflichten - Stimmen die Tatsachen? - Überschreitet die

- Stimmen die Tatsachen?

- Überschreitet die Meinungsäußerung die Grenze zur Beleidigung?

Publizistische Sorgfaltspflicht

Sorgfaltspflichten:

Recherchepflicht:

Bemühen um Wahrheit

Vollständigkeit

Aktualität

keine Recherchepflicht bei privilegierter Quelle

je größer ein Schaden durch die Berichterstattung für einen Betroffenen sein kann, desto höhere Anforderungen bestehen für die Recherche

Publizistische Sorgfaltspflicht

Zitattreue

Gelegenheit zur Stellungnahme:

erforderlich bei erheblichen Tatsachenbehauptungen

Beachtung des Persönlichkeitsrechts: z. B. durch Anonymisierung des

Einschaltung von Fachleuten:

Rechtsfolge: Beweislastumkehr

Namens

wenn sachkundige Beurteilung neutraler Experten erforderlich

Publizistische Sorgfaltspflicht

Problemfälle bei Archivmaterial

- Wenn in einer Sendung aufgestellte Behauptungen nach der Erstausstrahlung nicht presserechtlich angegriffen wurden, bedeutet das nicht, dass die aufgestellten Behauptungen auch künftig unangreifbar wären

- Je mehr Zeit seit der Erstausstrahlung vergangen ist, desto höher die Anforderungen an die journalistische Sorgfaltspflicht (z. B. Nachforschungspflicht)

Träger des Persönlichkeitsrechts

Natürliche Personen

- von der Geburt bis zum Tod

- Postmortaler Achtungsanspruch

Dauer abhängig von Berühmtheit

Juristische Personen

- Personengesellschaften (Kommanditgesellschaft, offene Handels- gesellschaft)

- Vereine

- Gewerkschaften

- Parteien

- Körperschaften des öffentlichen und privaten Rechts

Allgemeines Persönlichkeitsrecht

Recht auf informationelle Selbstbestimmung

Recht auf Schutz des selbstdefinierten sozialen Geltungsanspruchs

Entscheidung darüber, wie man sich der Öffentlichkeit darstellen will

Bsp.: Vertraulichkeit des gesprochenen Wortes

Recht auf Schutz des Lebens- und Charakterbildes

Allgemeines Persönlichkeitsrecht

Recht auf Schutz des Namens und des Bildes

Bsp.: - Namensnennung eines Angeklagten nur bei schweren Straftaten - Kalender mit Bildern von Fußballstars

Allgemeines Persönlichkeitsrecht

Abstufungen des Persönlichkeitsschutzes

Öffentlichkeitssphäre

- Man begibt sich ins Rampenlicht

Bsp.: Künstler, Politiker, Wissenschaftler,

Sozialsphäre

- Man ist als Glied der sozialen Gemeinschaft von der Öffentlichkeit wahrnehmbar

Bsp.: im Beruf, beim Einkaufen, etc.

Privatsphäre

- Man ist von der Öffentlichkeit abgeschirmt

Bsp.: familiär-häuslicher Bereich

Allgemeines Persönlichkeitsrecht

Geheimsphäre

- Soll nach dem Willen des Betroffenen nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

Bsp.: Tagebuchaufzeichnungen, genetischer Fingerabdruck

Intimsphäre

- Engster, letzter und unantastbarer Raum der Persönlichkeit

Bsp.: Sexualität, körperliche Gebrechen

Recht am eigenen Bild (Kunsturhebergesetz)

Besondere Form des allgemeinen Persönlichkeitsrechts

Schutzumfang

Jede Darstellungsform fällt unter das Kunsturhebergesetz.

Bsp.: Foto, Film, Fernsehen, Fotomontagen, Gemälde, etc.

Erkennbarkeit

Nur bei Erkennbarkeit besteht Recht am eigenen Bild.

Recht am eigenen Bild

Recht am eigenen Bild • Absolute Person der Zeitgeschichte  Personen, die durch Geburt, Stellung, Leistungen,

Absolute Person der Zeitgeschichte

Personen, die durch Geburt, Stellung, Leistungen, Taten oder Untaten außergewöhnlich aus dem Kreis der Mitmenschen hervorgehoben sind.

Bsp.: Politiker, Schauspieler, Sänger, Sportler

sind. Bsp.: Politiker, Schauspieler, Sänger, Sportler • Relative Person der Zeitgeschichte  Personen, die

Relative Person der Zeitgeschichte

Personen, die nur im Zusam- menhang mit einem bestimmten Ereignis Bedeutung erlangt haben und dadurch vorübergehend aus der Anonymität hervor- getreten sind.

Bsp.: Richter, Mitspieler bei Big Brother

Problematisch bei Straftätern und Opfern

dürfen ohne Einwilligung aufgenommen werden, aber nur soweit nicht im Einzelfall ein berechtigtes Interesse des Betroffenen entgegensteht

Recht am eigenen Bild

ACHTUNG: Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg schränkt Berichterstattung über Sozialspähre von Promis ein.

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Bilder sind nur zulässig, wenn Promis in offizieller Funktion unterwegs sind (Thronrede, Oscar-Verleihung, Empfänge)

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Wenn die Fotos einen Beitrag zu einer „Debatte von allgemeinem öffentlichen Interesse“ leisten. (Minister kommt aus der Wohnung seiner Geliebten)

ACHTUNG: Der deutsche BGH übernimmt diese Rechtsprechung. Die Medien müssen auch bei Personen mit hohem Bekanntheitsgrad (Caroline von Monaco) abwägen, ob ihre Berichterstattung zu einer Debatte mit einem Sachgehalt beiträgt oder der bloßen Befriedigung der Neugier dient.

Recht am eigenen Bild

Einwilligung

Erforderlich bei jedem, der nicht relative oder absolute Person der Zeitgeschichte ist.

Ausdrückliche Einwilligung

Durch schlüssiges Verhalten Bsp.: Interview vor laufender Kamera, Honorarvertrag

bei Verstorbenen ist die Einwilligung der Angehörigen erforderlich (postmortaler Rechtsschutz)

ACHTUNG: Kinder können nicht wirksam einwilligen.

Recht am eigenen Bild

Personen als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeiten keine Einwilligung erforderlich

Personenabbildung ist der Gesamtdarstellung untergeordnet

Bsp.: Bilder von Versammlungen oder Demonstrationen, Nahaufnahmen von Fans bei Fußballübertragung

Recht am eigenen Bild

Entgegenstehende Interessen

Ausnahmeregelung in § 23 Abs. 2 KUG

Absolute und relative Personen der Zeitgeschichte müssen Einwilligung erteilen, bei

Verletzung von Privat- und Intimsphäre

Verwendung von Fotos zu Werbezwecken

ACHTUNG: Satire erfordert in der Regel keine Einwilligung

Fall: Caroline von Monaco

Die Zeitschrift „Die Bunte“ berichtet, Caroline von Monaco würde ihre auf der Insel Lanzarote gelegene Villa vermieten. Illustriert wird der Bericht mit Aufnahmen, die die Klägerin im Urlaub neben ihrem Ehemann auf einer öffentlichen Straße mit anderen Menschen zeigen.

C. klagt auf Unterlassung. Sie möchte im Urlaub nicht fotografiert werden.

Die Zeitschrift macht geltend, eine Fürstin müsse damit leben, fotografiert zu werden. Wer hat Recht?

Fall: Caroline von Monaco

Die Zeitschrift X berichtet im Jahr 2002, dass der Fürst von Monaco erkrankt ist. Bebildert wird der Bericht mit Bildern der Klägerin im Skiurlaub in Sankt Moritz.

Im Jahr 2003 berichtet X wieder über den Skiurlaub von Caroline von Monaco und zeigt viele Bilder, wie sie und ihr Mann sich auf öffentlichen Straßen bewegen.

Im Jahr 2004 wird in der X über den bevorstehenden Rosenball in Monaco berichtet. Der Bericht wird wieder mit Bildern aus dem Skiurlaub der Fürstin bebildert.

C. klagt auf Unterlassung.

Recht am eigenen Bild Fall: Joschka Fischer

Zeitungsverlag nutzt verfremdetes Bild von F.,das ihn als Kind zeigt, für Werbekampagnie

Fischer verlangt 200.000 fiktive Lizenzgebühr.

Recht am eigenen Bild Fall: Joschka Fischer

BGH gibt Schadensersatzklage statt.

Gründe

Keine Einwilligung

Absolute Person der Zeitgeschichte. Darf nicht für Werbezwecke eingesetzt werden.

Bedürfnis der Allgemeinheit nach Information bei Werbung nicht gegeben.

Berechtigte Interessen von F. sind verletzt