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1) Die Rückkehr des Antisemitismus in Deutschland

- Um von der Rückkehr des Antisemitismus zu reden, muss man erst verstehen seit wann es ihn
gibt. Den Begriff Antisemitismus wurde erst im 19. Jahrhundert erfunden, doch den Hass
gegenüber den Juden gibt es seit dem Mittelalter. Ihnen wurde vorgeworfen, Christusmörder zu
sein. Die einzigen Berufe die ihnen zugeteilt wurden waren z.B. Geldverleiher oder Händler.
Deshalb gibt es heutzutage diese negativen Stereotypen, wie Gelder oder Einfluss.

- In Nazi-Deutschland war Antisemitismus weit verbreitet, und gehörte sogar zur offiziellen
Politik. Nach der Nazizeit waren die Juden zwar offiziell keine Feinde mehr, aber viele Deutsche
empfanden trotzdem noch einen tiefen Hass gegen ihnen. In anderen Ländern wie Russland
fielen die Juden immer noch der antisemitischen Politik Stalins zu Opfer.

- Kann man also von einer Rückkehr des Antisemitismus sprechen? Nicht wirklich, doch wegen
der aktuellen Situation in Israel findet die Debatte offiziell wieder auch im politischen Bereich
statt.

- Mit den Demonstrationen in Berlin habe viele Muslime, die Trumps Entscheidung nicht
zugestimmt haben, antisemitische Phrasen gebrüllt und israelische Flaggen verbrannt. Da eine
andere Gemeinschaft jetzt in Deutschland antisemitisch ist, hat man allgemein das Gefühl das
dieser Rassismus zurück ist, obwohl Antisemitismus tief in Deutschland verankert ist.
Benachteiligte Muslime identifizieren sich mit Palestinensern

2) Wie hat man auf den immer mehr werdenden antisemitischen Gesprächen reagiert?

- Angela Merkel wurde am 27. Januar 2018, also vor 4 Tagen interviewt, da es der Holocaust-
Gedenktag war. Der Journalist befragt sie über den heutigen Wichtigkeitsgrad von Auschwitz.
Merkel antwortet dass wir Auschwitz nicht vergessen dürfen. Die Kanzlerin selbst hat
anerkannt, dass es steigende Tendenzen zu Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit gibt.

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- Andere Politiker geben ihre Meinung zu dem Thema. Sigmar Gabriel (SPD) sagt « Der Schmerz
um das, was Menschen anderen Menschen antun können und angetan haben, die Trauer und
Erinnerung an alle, die ihrer Würde beraubt, um ihre Existenz gebracht, verfolgt, gemartert,
gedemütigt, ermordet wurden, sind auf immer Teil von uns » d.H. nicht nur sich an Auschwitz
erinnern, sondern auch eine Art Mitleid, und ein Versuch den Schmerz, der den Juden zugefügt
wurde zu verstehen.

- Heiko Maas (auch SPD) sagt « Wir tun alles, um jüdisches Leben bei uns zu schützen ». Alle
Parteien sind sich darüber einig dass Antisemitismus in Deutschland nicht geduldet werden
darf.

- Ein Problem in der deutschen Politik: die AfD. Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden
in Deutschland, Charlotte Knobloch, meinte « Es schmerzt, dass in Deutschland eine Partei
drittstärkste Kraft werden konnte, die in ihren Reihen nicht nur Geschichtsklitterung und
Antisemitismus duldet, sondern auch Rassismus, Rechtsextremismus und völkischen
Nationalismus » Es ist störend eine Politik zu führen, die gegen Antisemitismus kämpft, wenn
eine antisemitische Partei 92 Sitze im Bundestag hat.

3) Welche Lösungen gibt es?

- Damit die allgemeine Idee des Antisemitismus in Deutschland verblasst, wäre der erste Schritt
dass Parteien wie die AfD weniger Erfolg haben, und weniger Stimmen bekommen, da so die
antisemitische Ideologie nicht mehr von der Politik kommen würde.

- Wenn man den Antisemitismus von den Migranten unter Betracht nimmt, gibt es mehrere
Massnahmen die ergriffen werden können. Die Union will, dass der Bundestag die Regierung
auffordert, gegenüber den Ländern mehr Druck in der Sache zu machen. Es soll möglich sein,
Ausländer zu verweisen, wenn Sie zu antisemitischen Hass aufrufen. Der Bundestag soll
allgemein Antisemitismus künftig als deutlich gravierender einstufen.

- Eine andere Möglichkeit ist es, eine Lösung für den Israelisch-Palestinensischen Konflikt zu
finden. Wegen Trumps Aussage, dass Jerusalem von den U.S.A. als Hauptstadt Israels
anerkannt wurde, kam die Debatte wieder ans Licht. Wegen dieser Anerkennung sind auch
viele Muslime Antisemitisch geworden und haben demonstriert.