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Ausgabe 215 | Januar 2020

Bei uns
Die Stadt Regensburg informiert

StadtMenschen
Joseph Wasswa
ist der Trommler
zwischen zwei
Welten

Kunst für
Spaziergänger
Stadt bietet legale
Sprühflächen für
Graffiti

40 Jahre Adoptions-
vermittlung
Gretel Meier sagt
leise Servus

„Der grösste
Puffer gegen
Stress ist Sinn“
Neuer Referent im
Wirtschaftsreferat
Impressum
Herausgeber: Stadt Regensburg,
Abteilung Presse- und Öff f entlich-
keitsarbeit,
Rathausplatz 1, 93047 Regensburg
Für den Inhalt verantwortlich, so-
weit ein Verfasser nicht genannt
Das Amt für Jugend und Familie sucht ab sofort ist:
Juliane von Roenne-Styra;
Redaktion: Dagmar Obermeier-
Kundel, Katrin Butz, Eva Karl-Falter-

Vollzeitpflegeeltern meier, Kristina Kraus, Claudia Bier-


mann, Tatjana Setz
Fotos und Repros (falls nicht an-
ders genannt):
Die Stadt Regensburg will benachteiligten Kindern ein Zuhause in Peter Ferstl, Stefan Eff
f enhauser
Pflegefamilien bieten. Druck: Mittelbayerisches Druck-
zentrum GmbH & Co.KG,
Voraussetzungen für Pflegeeltern: Rathenaustraße 11,
• Bereitschaft
f , Kindern ein Zuhause zu bieten, deren Eltern 93055 Regensburg
über einen längeren Zeitraum oder dauerhaftf für die Erziehung Akquisition & Vermarktung:
und Versorgung ihres Kindes ausfallen Mittelbayerische Werbegesell-
schaft
f KG,
• ausreichende, kindgerechte Räumlichkeiten
Roland Schmidt, Tel. 207-479;
• in der Regel eine Altersgrenze von 45 Jahren Verantwortlich für den Anzeigen-
inhalt: Franz-Xaver Scheuerer;
Das Amt für Jugend und Familie bereitet Sie auf diese Aufgabe vor, Gestaltung: Shana Ziegler
steht jederzeit fachlich beratend und begleitend zur Verfügung und
bietet Ihnen ein monatliches Pflegegeld.

Bitte senden Sie einen kurzen Lebenslauf an das Die nächste


Amt für Jugend und Familie, Pflegekinderdienst,
Am Singrün 2a, 93047 Regensburg. Bei uns-Ausgabe
Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Verena Deubler,
erscheint am
Tel. 0941/507-4513, E-Mail: deubler.verena@regensburg.de 27. März 2020

Das Bestattungsunternehmen der


Stadt Regensburg wickelt fachkundig
alle Bestattungsangelegenheiten ab.
Wenden Sie sich vertrauensvoll an uns.

Städtische Bestattung • Bürger- und Verwaltungszentrum • D.-Martin-Luther-Str. 3


staedtische-bestattung@regensburg.de, www. regensburg.de/bestattung
Liebe Leserinnen, liebe Leser, Inhalt

w enn Sie die Bei uns aufmerksam lesen, ist es


Ihnen vielleicht aufgefallen: unser Inhaltsver-
zeichnis sieht diesmal anders aus als bisher.
Anstatt die Inhalte des Heftftes von der ersten
bis zur letzten Seite aufzuzählen, gliedern wir unsere Beiträge ab
sofort in Rubriken. Mit dieser neuen Gliederung möchten wir eine
Brücke zu unserer Online-Ausgabe regensburg-507 schlagen, in der
04

05
KURZ & KNAPP
Aktuelle Meldungen und Termine aus der
Stadtverwaltung

STANDPUNKT
Kulturreferent Wolfgang Dersch zum kulturellen
Jahresthema
wir dieselben Rubriken verwenden. Unter www.regensburg.de/507
finden Sie alle Beiträge aus diesem Heft ft – und dazu noch viele wei- NACHGEFRAGT
tere KURZ-UND-KNAPPe Meldungen, Berichte, in denen wir NAH
06 Der neue Wirtschaft f s-, Wissenschaft
f s- und Finanz-
DRAN sind und NACHFRAGEN, SEHENSWERTE Fotos und Videos, referent Prof. Dr. Georg Stephan Barfuß im Interview
STANDPUNKTE unserer Bürgermeister und Referenten sowie, unter
14 Kommunale Jugendarbeit und legale Sprühflächen
MERK-WÜRDIG, Kurioses und Unterhaltsames aus der Stadtverwal- in Regensburg
tung. Über unseren Newsletter haben Sie zudem die Möglichkeit,
sich einmal im Monat eine Auswahl der schönsten, wichtigsten
und spannendsten Beiträge direkt in Ihr E-Mail-Postfach liefern zu NAH DRAN
lassen. Mehr dazu auf Seite 23. 09 Joseph Wasswa: Trommler zwischen zwei Welten
Eine Rubrik, die es normalerweise nur online gibt, sind die StadtBil- 17 Studium Soziale Arbeit (B.A.) – das geht auch DUAL!
der. Jeden Monat präsentieren wir Ihnen hier ein Foto, das uns be- 20 40 Jahre Adoptionsstelle: Gretel Meier geht in den
eindruckt hat – entweder, weil es besonders schön oder kurios ist, Ruhestand
oder weil es ein Ereignis eingefangen hat, das für die Stadt beson-
ders wichtig war. Auf der Panoramaseite zeigen wir Ihnen eine Aus- SEHENSWERT
wahl der StadtBilder aus dem Jahr 2019. 12 Das waren die StadtBilder 2019
Unter der Überschrift ft StadtMenschen stellen wir Ihnen mit Joseph
Wasswa und Gretel Meier in dieser Ausgabe gleich zwei städtische MERK-WÜRDIG
Mitarbeiter vor: Joseph Wasswa kommt aus Uganda und ist als
16 Stadtteil-Serie: Kasernenviertel
Lehrer für Trommeln und Percussion an der städtischen Sing- und
Musikschule ein Kulturvermittler im besten Sinne. Gretel Meier lei-
tet seit vierzig Jahren die städtische Adoptionsstelle. Kurz bevor sie MITMACHEN UND GEWINNEN
im Februar ihren Ruhestand antritt, blickt sie mit uns zurück. 23 Rätselecke
Außerdem klären wir, wo es in Regensburg Flächen gibt, an denen
sich Graff
ffiti-Künstler legal austoben können, wir stellen Ihnen das
Kasernenviertel vor, befragen den neuen Wirtschaft fts- Wissen-
schaft
fts- und Finanzreferenten und geben Ihnen alle Informationen Unser Titelbild zeigt den Musikschullehrer Joseph Wasswa, den
zum neuen dualen Studium Soziale Arbeit, das die Stadt in Zusam- wir Ihnen ab Seite 9 in der Serie StadtMenschen vorstellen.

menarbeit mit der OTH anbietet.


Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Ihr Bei uns-Redaktionsteam

All dies und noch viel mehr können Sie übrigens jederzeit aktuell
auch im Internet lesen, in der Online-Ausgabe von Bei Uns unter
www.regensburg.de/507.

An dieser Bei uns-Ausgabe haben mitgewirkt (von links): Juliane von Roenne-Styra, Claudia Biermann, Eva Karl-Faltermeier,
Dagmar Obermeier-Kundel, Katrin Butz, Tatjana Setz, Peter Ferstl, Stefan Eff
f enhauser

BEI UNS 03
REGENSBURG KURZ & KNAPP
Austausch zur
Neugestaltung des
Bahnhofsumfeldes
Am 17. und 18. Januar hatte die Stadt
zu einem Dialogforum ins Thon-Ditt-
mer-Palais eingeladen, um über den
aktuellen Planungsstand der Neuge-
staltung des Bahnhofsumfeldes zu in-
Ein Sinnbild für Gemeinschaft
ft wächst
formieren. Begleitend gab es eine
Mit der Fertigstellung des Rohbaus für das
Ausstellung zu den fortgeschrittenen
Begegnungszentrum ist im Januar ein
Planungen – die Weiterentwicklung
wichtiges Element des Projekts Soziale
der Ideen von 2017. Es bestand außer-
Stadt Innerer Südosten sichtbar geworden.
dem die Möglichkeit zum Austausch Für rund 5,3 Millionen Euro errichtet die
mit Fachleuten. Während am 17. Janu- Stadt Regensburg in der Guerickestraße ei-
ar vor allem Interessensvertreter, der ffpunkt für alle großen und kleinen
nen Treff
Stadtrat und Anwohnerinnen und An- Bürgerinnen und Bürger des Viertels: Das
wohner zum Austausch eingeladen Gebäude wird ein Jugend- und Familien-
waren, konnte sich am zweiten Tag Û Das Begegnungszentrum verfügt über eine
zentrum beherbergen, Vereinen und Initia-
ffentlichkeit intensiv aus-
die breite Öff Nutzfläche von rund 1 600 Quadratmetern
tiven verschiedene Räumlichkeiten bieten –
tauschen. Beide Tage waren sehr gut für Fortbildungen und Seminare genauso
besucht, die regen Diskussionen wur- ftlichen Zusammenhalt im stark wach-
schaft
wie für Flüchtlings- und Integrationsbera- senden Stadtteil zu stärken. In dem ener-
den sowohl von den Experten als tung. Neue Sport- und Spielanlagen sollen
auch von vielen Bürgerinnen und Bür- gieeff
ffizienten Neubau sitzt mit dem Quar-
das Leben im Viertel attraktiver machen. tiersmanager auch der zentrale Ansprech-
gern als konstruktiv und wichtig be- Mit seinen verschiedenen Angeboten soll
schrieben. Auch Bürgermeisterin Ger- partner für die Bewohner des Stadtgebiets,
das multikulturelle Begegnungszentrum der sich um ihre Anliegen kümmert und die
trud Maltz-Schwarzfischer und Pla- unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, Bewohner miteinander vernetzen kann. Im
nungs- und Baureferentin Christine um die soziale Integration und den gesell- Herbst soll das Gebäude bezogen werden.
Schimpfermann waren anwesend, um
die Anregungen der Bürgerinnen und
Bürger aus erster Hand zu hören. Alle
Hinweise und Meinungen, die beim
Dialogforum gesammelt wurden,
werden nun von dem beauft ftragten
Dialogbüro und der Stadtverwaltung
aufbereitet und ausgewertet. Im
Herbst 2020 ist ein erneuter Aus-
tausch mit den Bürgerinnen und Bür-
gern geplant. „Uns ist es wichtig, dass
wir die Stadtgesellschaftft im Prozess
mitnehmen“, betonte Bürgermeiste-
rin Gertrud Maltz-Schwarzfischer.

Baumpflegearbeiten im Winter
Noch bis Ende Februar sind die Mitarbeite- sicher stehen und daher vorsichtshalber ge-
rinnen und Mitarbeiter des städtischen fällt werden müssen. Manche Krankheiten
Gartenamts mit den jährlichen Baumarbei- können nur Fachleute erkennen. Deswegen
ten beschäft
ftigt. Vor Beginn der gesetzli- kommt es durchaus vor, dass Bäume, die
chen Vogelschutzzeit müssen rund 253 Bäu- aus Sicherheitsgründen entfernt werden
me im Stadtgebiet gefällt werden. Als Aus- müssen, von Laien für gesund gehalten
gleich werden im Laufe des Jahres rund 300 werden. 57 Bäume weichen städtischen
Jungbäume gepflanzt. Bauprojekten, 90 Prozent davon allein auf-
Noch mehr kurze Meldungen Bei knapp 200 Bäumen haben die bisheri- grund der Erweiterung der städtischen Be-
finden Sie in regensburg 507 unter: gen Lebenserhaltungsmaßnahmen leider rufsschule II. Bei den 300 Neupflanzungen
www.regensburg.de/regensburg-507/ nicht gefruchtet. Sie sind so morsch, krank legt das Gartenamt Wert auf robuste und
kurz-knapp. und von Pilzen befallen, dass sie nicht mehr klimaresistente Stadtbäume.

04 BEI UNS KURZ & KNAPP


STANDPUNKT Veranstaltungen

In dieser Rubrik äußern sich die Bürgermeister, Referenten und Amtsleiter Kulturmontag im Degginger
mit persönlichen Worten zu einem Thema oder einem Anliegen. Diesmal Am 3. Februar geht der Reigen im Deg-
stellt Ihnen Kulturreferent Wolfgang Dersch das kulturelle Jahresthema ftstellerin
ginger wieder los, mit Schrift
2020 „Provinz - Stadt - Metropole“ vor. Gerda Stauner und Kabarettist Tobias
Ostermeier und einer Lesung mit
Schauspiel auf der Bühne. In der
Liebe Leserinnen und Leser,
„Kleinsten Galerie“ eröffffnet die Re-
ich freue mich, Sie im neuen Jahr an dieser
gensburger Künstlerin Barbara Regner
Stelle begrüßen zu können. Sie wissen, der
ihre fotografische Installation „Show
Jahreswechsel bedeutet auch jeweils ein
yourself!“. Los geht’s, wie immer, um
neues kulturelles Jahresthema. 2020 ist das
19 Uhr, Eintritt frei.
erste Jahresthema, das ich als neuer Kultur-
referent das ganze Jahr miterleben und be-
gleiten darf, und darauf freue ich mich sehr. KinderKulturFestival
Das Motto heuer ist wirklich spannend! Wir Das zweite KinderKulturFestival in Re-
erforschen den Begriff ffsbogen „Provinz – gensburg geht in diesem Jahr mit
Stadt – Metropole“ aus künstlerischer Sicht. dem Motto „Bretter, die die Welt be-
Regensburg im Jahr 2020: Das ist eine Stadt deuten“ an den Start. Kinder, Jugend-
mit vielen interessanten Facetten und Prä- liche und Familien werden dabei in
dikaten, UNESCO-Weltkulturerbe, Sitz von die spannende Welt des Theaters, der
drei Hochschulen, Standort moderner Un- Performance und der Bühne geführt.
ternehmen aus dem Bereich Zukunft ftstech- ffüh-
Zu erleben gibt es zahlreiche Auff
nologien und vieles mehr. Aber eine richtige Û Kulturreferent Wolfgang Dersch rungen und Workshops zum Mitma-
Großstadt, eine Metropole gar? chen, interaktives Theater, Musik und
den einen roten Faden und liefern wichtige Tanz, Clownerie und Zauberei, den
Mit ihren knapp 170 000 Einwohnerinnen
Impulse für Ideen. Mit vielen beteiligten Blick „hinter die Kulissen“ und vieles
und Einwohnern wird Regensburg manch-
Partnern und unter Einbindung der lokalen mehr. Von 13. bis zum 15. März an ver-
mal noch als Provinzstadt wahrgenommen.
Kulturakteure werden themenspezifische schiedenen Spielorten in der Altstadt
Oder doch nicht? Alles ist eine Frage der
Formate und Veranstaltungen entwickelt und in den Städtischen Jugendzentren
Perspektive und damit ein guter Anlass,
und umgesetzt. Man wagt sich dabei im- in den Stadtteilen. Die Vorfreude ist
sich ein Jahr lang mit den verschiedensten
mer neu an die kreative, kontroverse, sachli- groß!
Aspekten dieses besonderen Spannungs-
che oder auch außergewöhnliche Aufarbei-
verhältnisses zwischen Provinz und Metro-
tung eines Themas – und das macht es für
pole zu beschäftftigen.
mich so spannend!
Aus den Ideen der Regensburger Kulturak-
teure ist ein abwechslungsreiches Pro- Wir sind gerade dabei, die Jahresthemen
gramm aus Tanz, Theater und Musik, aus für die nächsten drei Jahre festzulegen –
Vorträgen, Spaziergängen, Ausstellungen, ein spannender Findungsprozess, der in
Projekten zum Mitmachen und Mitwirken mehreren Schritten erfolgt. Die konkreten
entstanden. Ich lade Sie herzlich ein, viele Titel kann ich Ihnen noch nicht verraten,
dieser Veranstaltungen zu besuchen und aber vielleicht schon mal so viel: Wir möch-
mit uns gemeinsam auf Erkundungsreise ten die nächsten Themen abstrakt halten,
zu gehen. Die kulturellen Jahresthemen damit sie noch off ffener und noch inspirie-
sind ein wichtiger Baustein unserer Arbeit render sind. Seien Sie gespannt!
Internationale Kurzfilmwoche
im Kulturbereich. Sie stellen die Programm-
Die Internationale Kurzfilmwoche Re-
punkte unter ein bestimmtes Thema, bil- Ihr Wolfgang Dersch
gensburg geht von 11. bis 18. März in
ihre 26. Ausgabe und bringt fünf
Wettbewerbe, den Länderschwer-
Neue Chefin für die Feuerwehr punkt Ukraine und eine Fokussierung
auf zwei Themen mit, die aktueller
An der Spitze des städtischen Amtes für Amtsleiters. Bürgermeisterin Gertud Maltz- nicht sein könnten – Natur und Nach-
Brand- und Katastrophenschutz steht seit Schwarzfischer und Rechts- und Regionalre- haltigkeit. Neben den Hauptprogram-
dem 1. Januar eine Frau. Iris Krimm über- ferent Dr. Walter Boeckh gratulierten der men erwarten uns außerdem viele
neuen Amtsleiterin: „Frau Krimm hat in der kleine Schmankerl wie Party- und
nahm mit diesem Amt auch die Führung
Vergangenheit bereits bewiesen, dass sie Tanzfilme, zahlreiche Extraprogram-
der Berufsfeuerwehr sowie der Freiwilligen
auch in kritischen Situationen, wie bei- me und natürlich die beliebten Stan-
Feuerwehren der Stadt Regensburg.
spielsweise bei Bombenentschärfungen, dards: Plattenfilme und Poetry in Mo-
Seit 2014 agierte die ausgebildete Berufs- Hochwasser oder den Bränden in der Alt- tion. Mischen Sie sich unter die zahl-
feuerwehrfrau und studierte Maschinen- stadt im vergangenen Jahr, einen kühlen reichen internationalen Gäste und ein
bauerin dort bereits als Stellvertreterin des Kopf und stets die Übersicht bewahrt.“ interessiertes Film-Publikum!

KURZ & KNAPP BEI UNS 05


Foto: BKK ProVita, Markus Wagner

Im Interview

Der größte Puff


ffer gegen Stress ist Sinn
Eva Karl-Faltermeier

Prof. Dr. Georg Stephan Barfuß trat am 1. Januar 2020 sein Amt als Wirt- der betriebswirtschaftlichen Fakultät der
schaft
fts-, Wissenschaft
fts- und Finanzreferent an. Wir haben mit ihm über sei- Technischen Hochschule Ingolstadt und
ne neue Aufgabe gesprochen. gleichzeitig Führungskraft in der Autoin-
dustrie.
Prof. Dr. Georg Stephan Barfuß bringt al-

I n den Reihen der städtischen Referen-


ten hat es einen Wechsel gegeben: Prof.
Dr. Georg Stephan Barfuß ist seit Januar
von Lettland, absolviert. Seit 1999 arbeite-
te er im Finanzbereich internationaler
Konzerne. Dabei hat er stets den Schulter-
so eine breite Bandbereite aus Wirt-
schaftserfahrung, Finanzexpertise und
Einblicke in das Hochschul- und For-
nach Dieter Daminger der neue Wirt- schluss zur Wissenschaft gesucht und schungswesen für seine neue Herausfor-
schafts-, Wissenschafts- und Finanzrefe- sich berufsbegleitend fortgebildet: Cont- derung in Regensburg mit.
rent der Stadt Regensburg. Der Volkswirt rolling-Ausbildung in Wien, dann die be- Wie sich der Referent auf seine neue Posi-
hat in den Niederlanden studiert und da- rufsbegleitende Promotion in Augsburg. tion vorbereitet hat und wie er sie ausfül-
bei sein Auslandssemester für die UNO in Darauf folgte noch ein MBA Studium in len will, beantwortete er in einem Inter-
Riga, im Arbeits- und Sozialministerium Lüneburg. Seit 2013 war er Professor an view.

06 BEI UNS NACHGEFRAGT


Was erwarten Sie sich von Ihrer neuen Aufga- Haben Sie sich auf Ihren neuen Job in den ver- Zum anderen gilt es dann im zweiten
be? gangenen Wochen besonders vorbereitet? Schritt, all meine Kraft und Energie dar-
Ein Umfeld, in dem ich gestalten kann. Selbstverständlich. Herr Daminger und auf zu verwenden, bei der Strategie für
Ich strukturiere gerne Themenfelder, ord- ich tauschen uns trotz unserer vollen be- unsere Stadt mitzuarbeiten: Wo wollen
ne sie und richte sie in eine bestimmte rufl
flichen Auslastung seit Monaten hin- wir in zehn, fünfzehn Jahren stehen? Wie
Richtung aus. Das halte ich für den größ- weg gemeinsam aus: so durfte ich im Vor- soll Regensburg dann aufgestellt sein?
ten Reiz des Referats: Im engen Aus- feld neben der Frau Bürgermeisterin be- Hier werde ich mit der Wirtschafts-, Wis-
reits meinen Führungskreis sowie einige senschafts- und Finanzkompetenz mei-
tausch mit den internen und externen
der Referentenkollegen persönlich ken- nes gesamten Teams Ideen und Vorschlä-
Partnern eine stringente Wirtschafts-,
nen lernen. Außerdem haben wir städti- ge einbringen, wie die Zukunft unserer
Wissenschafts- und Finanzpolitik für Re-
sche Einrichtungen besucht sowie das Stadt aussehen kann.
gensburg gestalten zu dürfen.
Natürlich habe ich keine typische Verwal- Netzwerk zu Unternehmen und unseren
Hochschulen gepfl flegt – selbst erste Kon- Welche Themen erachten Sie in Ihrem Referat
tungslaufb
fbahn hinter mir. Trotzdem habe
takte zur Regierung der Oberpfalz sowie zukünft
ftig als besonders wichtig?
ich Erfahrung mit der Verwaltung in
Deutschland gemacht: sowohl als Stadtrat in die Ministerien nach München wurden Hier muss ich kurz ausholen.
meiner Heimatgemeinde Lauingen an geknüpft. Für diese Einarbeitungszeit bin Regensburg blickt auf Jahre des wirt-
der Donau als auch über verschiedene ich Herrn Daminger sehr dankbar. schaftlichen Booms zurück. Dabei haben
Projekte, welche ich für zum Beispiel Lü- wir uns an kontinuierlich steigende Steu-
neburg und Worms machen durfte. Nicht Was halten Sie für die größte Herausforde- ereinnahmen und somit an einen größer
zuletzt die Exkursion zur Magistratsabtei- rung in den nächsten Monaten? werdenden Handlungsspielraum für die
lung 17 der Stadtverwaltung Wien, welche Die ist zweigeteilt. Zum einen geht es mir Politik gewöhnt. Das spiegelt sich unter
ich im Zuge meiner Promotion besucht darum, eine vernünftige Einarbeitungs- anderem in dem ehrgeizigen Investiti-
hatte, hat mir Einblicke in die Arbeitswei- onsprogramm wieder, welches der Stadt-
phase zu absolvieren. Das bedeutet, mein
se der öffentlichen Verwaltung gegeben. rat aufgelegt hat. Nun bricht eine Zeit an,
bisheriges Netzwerk aus Wirtschaft und
Insofern sind mir die Unterschiede zwi- in der nicht mehr automatisch mit stetig
Wissenschaft mit Regensburg zu ver-
schen einer klassischen Verwaltung im steigenden Einnahmen gerechnet werden
knüpfen und mich darüber hinaus fach-
kann. Insofern werden die „Verteilungs-
öffentlichen Dienst und einem Manage- lich in die Themenvielfalt des Referats
kämpfe“ spürbarer und es gilt, sich wirt-
mentsystem in der freien Wirtschaft einzuarbeiten. Dabei ist mir eine gute Ar-
schaftlich zu fokussieren, um handlungs-
durchaus bewusst – aber Führung wird beitsebene zu meinen internen wie exter-
fähig zu bleiben. Hierbei möchte ich als
beides Mal gebraucht, die Zielsysteme nen Ansprechpartnern besonders wich-
Kämmerer „ehrlicher Makler“ sein und
und Methoden sind nur andere. tig.
die finanzpolitischen Auswirkungen of-
fen und transparent darlegen, sowie Al-
ternativen durchdenken helfen. Wir dür-
fen nicht vergessen: Die städtischen Ein-
nahmen sind das „politische Kapital“, mit
dem wir gestalten können. Bricht dieses
Kapital ein oder gar weg, verlieren wir
mit jedem Euro Handlungsoptionen, wel-
che wir für die Gestaltung der kommen-
den Herausforderungen in Regensburg
dringend brauchen. Es gibt leider genü-
gend Beispiele, wo sich Kommunen in der
misslichen Lage befinden, nur noch den
gesetzlich vorgegebenen Pfl flichtaufgaben
nachzukommen – dann braucht es ei-
gentlich gar keine Politik mehr, dann
kann man das Elend nur noch verwalten…
Das Spannende an meinem Referat ist
aber, dass ich die Einnahmenseite der
Stadt nicht nur passiv hinnehmen muss,
sondern ganz im Gegenteil aktiv beein-
fl
flussen kann: zumindest die Rahmenbe-
dingungen kann ich als Wirtschaftsförde-
rer zusammen mit meinem Team ja auch
mitgestalten. Insofern wird es für die Zu-
Û Beim Spazierengehen tankt der Referent Kraft
ft Foto: privat kunft wichtig bleiben, den bestehenden

NACHGEFRAGT BEI UNS 07


und möglichen zukünftigen Unterneh- vermehrt die soft facts sein, wozu ich Welche Hobbies haben Sie privat? Was sorgt
men in Regensburg eine gute Heimat zu auch das Führungsverhalten sowie das für den nötigen Ausgleich?
geben – damit sie prosperieren und über Arbeitsklima zähle. Vor diesem Hinter- Der größte Puffer gegen Stress ist „Sinn“!
Arbeitsplätze und Steuern auch wirt- grund sehe ich meine Aufgabe als Füh- Wenn man das, was man täglich macht,
schaftliche Vorteile für Regensburg brin- rungskraft auch darin, Themen zu priori- als sinnvoll erachtet, ist man „resilienter“,
gen. sieren: Wenn alles dringend ist, ist eben sprich: man kann besser mit der Arbeits-
Im Bereich der Wissenschaftsförderung nichts mehr dringend! belastung umgehen. Insofern freue ich
möchte ich die gute Zusammenarbeit mit mich auf die neue Herausforderung in
unseren Hochschulen in Regensburg fort- ften beschreiben Ihre Art zu
Welche Eigenschaft Regensburg, denn es gibt für mich nichts
führen. Neben der engen Verzahnung mit arbeiten? Sinnvolleres, als mich für die Allgemein-
der Wirtschaft, welche wir mittelbar mit heit – in diesem Falle für die Bevölkerung
Ich würde mich zum Einen als strategie-
der OTH und der Uni Regensburg realisie- der Stadt Regensburg – einzubringen.
basiert bezeichnen, das bedeutet, ich
ren, als auch unmittelbar zum Beispiel Nichtsdestotrotz wird es immer wieder
möchte das „große Bild“ verstehen und
über unseren Biopark, die RTech oder die Zeiten geben, in denen „richtig Dampf auf
mitgestalten – hier kommt der Volkswirt
TechBase, freue ich mich besonders über dem Kessel“ ist und die Arbeitsbelastung
in mir durch. Daraus abgeleitet gehe ich
unsere Hochschule für katholische Kir- überhandnimmt. Hier wirken dann mei-
dann die einzelnen operativen Schritte
chenmusik und Musikpädagogik: Wissen- ne Familie und mein Umfeld ausglei-
im Tagesgeschäft.
schaft und Kunst haben eben auch einen
Ich bin außerdem sehr zielorientiert. Es chend. Zeit mit meiner Frau und meinen
Stellenwert, welcher über deren wirt-
lohnt sich regelmäßig zu hinterfragen, ob Kindern zu verbringen macht das wahre
schaftliche „Verwertbarkeit“ hinausgeht!
das, was man tut auch zielführend ist – Leben aus.
Außerdem möchte ich die VWA Ostbay-
hier bricht sich der Betriebswirt in mir Hinzu kommt unser Leben auf dem „fl fla-
ern nicht vergessen, welche gerade in der
Bahn, ich war ja auch jahrelang als Con- chen Land“: Wenn ich in den Wäldern
Lehre einen sehr guten Job macht – hier
troller tätig. Um das beurteilen zu kön- rund um Hohenthann spazieren, oder
bin ich stolz, dass ich dort weiterhin als
nen, ist es notwendig, mit Zahlen, Daten mit meinen zwei Hunden laufen gehe,
Dozent im Bereich „Business Ethics“ mei-
und Fakten zu arbeiten. Das hilft im Übri- wenn ich mit unseren Pferden oder im
nen Beitrag leisten kann.
gen auch dabei, im teilweise hitzigen poli- Garten arbeite, dann tanke ich Energie
tischen Tagesgeschäft die Sachverhalte zu und Kraft. Dabei kommen mir übrigens
Woran möchten Sie in Zukunft
ft gemessen entemotionalisieren – und eben kühl und immer die besten Ideen, weil dann der
werden? faktenbasiert zu argumentieren. Kopf „frei“ ist. Zu guter Letzt bin ich ein
Ob ich die gesteckten Ziele erreichen Schlussendlich sehe ich mich als jemand, großer Sportfan: Ich schaue gerne live
kann, ohne Leute zu „verbrennen“ – son- der den Menschen zugewandt arbeitet. Fußball- oder Eishockeyspiele an. Bisher
dern sie im Gegenteil zu unterstützen, da- Ich wünsche mir, dass es mir gelingt, hart in Ingolstadt, Landshut und München –
mit sie mit ihrer jeweiligen Aufgabe auch in der Sache, aber freundlich und kollegi- aber zum Glück hat hier ja Regensburg
wachsen können. al im Ton zu agieren. Das ist mein Leit- auch in diesem Bereich ganz viel zu bie-
Im Kern möchte ich die zuweilen extrem bild, an dem ich mich orientiere. ten…
hohe Arbeitsbelastung nicht einfach nur
aushalten, sondern gerade als Führungs-
kraft gegensteuern. Es geht doch meist
darum, die richtigen Ideen zu haben,
gründlich nachzudenken und sein Netz-
werk richtig zu spielen. Hierfür braucht
es auch Ruhepausen und Rehabilitations-
phasen, um weiterhin geistig frisch zu
bleiben und sein Potenzial auszuschöp-
fen. Hierbei kann uns zum Beispiel die
Digitalisierung helfen. Kombiniert mit ei-
ner Vertrauenskultur, welche Freiräume
für mehr Eigenverantwortung gibt, ist das
ein großer Schritt in Richtung einer ver-
nünftigen Arbeitsatmosphäre. Ein The-
ma, das meines Erachtens auch ein wich-
tiger Pluspunkt für Regensburg als Ar-
beitgebermarke sein kann: Wir müssen ja
heute schon um die guten Leute am Ar-
beitsmarkt ringen, das wird in Zukunft
nicht einfacher! Da wir nicht unbedingt
mit Geld locken können, müssen es eben Û Prof. Dr. Barfuß nach der Wahl zum Referenten mit Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer

08 BEI UNS NACHGEFRAGT


Û Seine Begeisterung ist ansteckend. Dennoch sagt Joseph Wasswa, Deutschland habe ihn ernster gemacht

StadtMenschen: Joseph Wasswa

Trommler zwischen zwei Welten


Dagmar Obermeier-Kundel

Joseph Wasswa stammt aus Uganda. Aus seiner ostafrikanischen Heimat Menschen, die er – wie in seiner Heimat
mitgebracht hat er die Begeisterungsfähigkeit, die Fröhlichkeit und die Liebe üblich – fröhlich grüßte, starrten ihn ver-
zu Rhythmen, die er als Lehrer für Trommeln und Percussion an der städti- wundert an. Mit seinem fflließenden Eng-
schen Sing- und Musikschule an seine Schüler weitergeben kann. Denn so lisch – in einer ehemals britischen Kolo-
definiert er seinen Auft
ftrag: Zwei ganz unterschiedliche Welten einander nä- nie fast selbstverständlich – kam er in der
herzubringen. Metropole der Oberpfalz nicht weit. Doch

Gut zu wissen
„In Deutschland vergleicht man sich stän- auf: „Ohne Bildung gibt es keine Zu-
dig und muss immer das Beste haben“, kunft.“ Alle zehn Kinder fanden ihren Wollen Sie den Förderverein für Musik
sagt der 33-Jährige. „In meiner Heimat ist Weg: Der Älteste als Priester, eine Schwes- und Kultur Uganda e.V. (FMK) unter-
die Grundeinstellung, zufrieden zu sein, ter engagiert sich für Straßenkinder, ein stützen?
mit dem, was man hat.“ Dies habe ihm Bruder arbeitet als Ingenieur in Bahrein, IBAN: DE23 7505 0000 0026 5928 16
sein inzwischen verstorbener Vater, der Joseph Wasswas Zwillingsschwester Mary BIC: BYLADEM1RBG
ehemalige Bürgermeister von Masaka, ei- ist Buchhalterin in einer Schule, er selbst Durch Angabe der Anschrift
f wird eine
ner kleinen Stadt südlich von Kampala in absolvierte sein Studium der Musik und Spendenquittung unaufgefordert zu-
der Nähe des Viktoriasees, mit auf den Ethnologie an der Universität in Kampala gesandt.
Weg gegeben. Aber noch eine andere Bot- als Zweitbester und ergatterte ein Stipen- Weitere Informationen im Internet un-
schaft sogen der kleine Joseph und seine dium der Diözese Regensburg. Doch der ter https://fmk-uganda.de.
neun Geschwister mit der Muttermilch Kulturschock traf ihn hart. Die fremden

NAH DRAN BEI UNS 09


Û Die Vermittlung von Kultur ist für Joseph Wasswa keine Einbahnstraße

er wollte nicht aufgeben, weil er seine Fa- die Grundnahrung der Menschen. Er sti- bringen.“ Aber Wasswa stellte auch
milie in der Heimat, die große Hoffnun- muliere die Gehirnhälften und trage dazu schnell fest, dass die Vermittlung von Kul-
gen auf ihn gesetzt hatte, nicht enttäu- bei, dass sich bereits kleine Kinder besser tur keine Einbahnstraße sein darf. Ihm
schen wollte. konzentrieren und leichter abschalten sei bewusst geworden, dass auch er in die
Zu Hilfe kam ihm da zum einen die Gelas- könnten. Diese Sprache Afrikas trug er deutsche Kultur hineinwachsen musste,
senheit, die seinem Volk eigen ist, und nach Regensburg und merkte schnell, betont er. Deshalb belegte er an der Uni-
zum anderen die Musik, die keine Gren- dass er damit seine Schülerinnen und versität Kurse in Internationaler Hand-
zen kennt und überall auf der Welt ver- Schüler fesseln konnte, denn: „Die Musik lungskompetenz, las Hermann Bausin-
standen wird. In Afrika sei der Rhythmus hilft, ein Stück Heimat in die Fremde zu gers Buch „Wir Deutschen“ und lernte
schnell und vor allem fflließend Deutsch,
das er heute so schnell spricht, dass auch
Einheimische sich schwer tun, ihm zu fol-
gen. Und natürlich ist ihm inzwischen
auch das Bayerische nicht mehr fremd.
Nach Abschluss seines Studiums an der
Hochschule für Katholische Kirchenmu-
sik und Musikpädagogik engagierte er
sich als Chorleiter der Gemeinde Stein-
weg und unterrichtet seit 2014 an der
Sing- und Musikschule Singen und
Rhythmusvermittlung. Er ist Träger des
Kulturförderpreises der Stadt Regensburg
und Promotionsstipendiat der Hanns-Sei-
del-Stiftung. Thema seiner Doktorarbeit
ist die Migrationsforschung von Men-
schen mit afrikanischer Herkunft in
Deutschland und die integrative und
identitätsstiftende Bedeutung von Musik-
Û Durch die Musik will er seinen Schülerinnen und Schülern sein Heimatland näher bringen kultur und alltagskulturellen Praxen.

10 BEI UNS NAH DRAN


Das wahre Bild gend ist unsere Zukunft“. Vor allem des-
Afrikas vermitteln halb, weil Uganda statistisch gesehen die
Aber das Interesse für die unterschiedli- jüngste Bevölkerung der Welt aufweise.
chen Möglichkeiten, kulturelle Gräben zu Und auch das Reden, das Miteinander-Re-
überwinden, beschäftigt ihn nicht nur den, liegt ihm am Herzen, denn: „Wenn
aus wissenschaftlichen Gründen. In man miteinander redet, hat man sofort
Deutschland Verständnis für Afrika zu ein anderes Bild. Das Reden rüttelt wach!“
vermitteln, das empfindet er als seinen
ganz persönlichen Auftrag. Die Musik hat Perspektiven
daran einen wesentlichen Anteil. „Ich ver- schaffen
mittle nicht nur die Musik“, sagt er, „ich Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Besonders stolz ist Wasswa auf das Part-
vermittle das wahre Bild Afrikas.“ Und der Stadtverwaltung sind in den unter-
nerschaftsprojekt, das er 2018 ins Leben
das ist etwas ganz Anderes als ein paar schiedlichsten Bereichen für Regens-
gerufen hatte und das zu einem Aus-
Lehmhütten, exotische Tiere und halb- burg tätig: von A wie Abfallentsorgung
tausch der Sing- und Musikschule in Re-
nackte Kinder mit Baströckchen. 54 Län- bis Z wie Zulassungsstelle. In unserer
der, die sich auf einem riesigen Kontinent gensburg und der „International School
Serie „StadtMenschen“ stellen wir zum
verteilen, können eben nicht über einen of Music, Languages and Studio Produc-
einen die vielfältigen Tätigkeitsfelder
Kamm geschoren werden. tion“ führte. Auch der Förderverein für
vor, die die Anforderungen an die
Musik und Kultur in Uganda e.V. (FMK),
Joseph Wasswa ist mit seinen Ideen beilei- Stadtverwaltung widerspiegeln. Zum
den er in Regensburg gegründet hat, soll
be noch nicht am Ende. Sein Ziel ist es, in anderen wollen wir zeigen, dass es
zur Völkerverständigung, und vor allem
seine Heimat zurückzukehren und dort ganz normale Menschen (mit teilweise
als Politiker wirklich etwas zu bewegen. dazu, dass Kinder aus seiner Heimat ei- außergewöhnlichen Interessen) sind,
Seine Frau, eine Deutsche, die aber schon nen besseren Zugang zur Bildung erhal- die sich täglich für die Stadt, ihre Bür-
häufig längere Zeit in Afrika verbracht ten, einen wesentlichen Beitrag leisten. gerinnen und Bürger und damit für ein
hat, und seine kleine Tochter würden die- Schließlich steht für Wasswa fest: „Wenn gelungenes Miteinander einsetzen.
sen Weg mitgehen, da ist er sich sicher. es den Menschen gut geht, dann kommt
Weitere Porträts unter
Vor allem möchte er dann in die Jugend niemand auf den Gedanken, sein Land zu
www.regensburg.de/507.
seines Landes investieren, denn: „Die Ju- verlassen.“

Û Auch bei der Verleihung des Kulturförderpreises im Jahr 2016 sorgte Wasswa für Stimmung

NAH DRAN BEI UNS 11


StadtBilder 2019
E nde Januar ist die Zeit der Jahresrückblicke eigentlich schon vorbei. An dieser Stelle
wollen wir trotzdem noch einmal zurückschauen – und zwar auf unsere StadtBil-
der 2019. Unter dieser Rubrik zeigen wir Ihnen in unserer Online-Ausgabe regensburg-
507 jeden Monat ein Bild, das uns besonders aufgefallen ist, weil wir es schön fanden
oder weil es eine besonders beeindruckende oder kuriose Situation eingefangen hat.
Ein Bild eben, das in Erinnerung bleibt. Eine Auswahl dessen, was uns 2019 beeindruckt
hat, finden Sie auf dieser Seite, alle zwölf Bilder unter www.regensburg.de/507. Und
selbstverständlich kommt auch im neuen Jahr jeden Monat ein neues Bild dazu. (kb)

01 02

04

05 03
01 Januar 05 Juli
Im Kaisersaal der Musikakademie Alteglofs- Einsatz der Berufsfeuerwehr und der Frei-
heim, Probentage der Schulensembles des willigen Feuerwehr Regensburg am 25. Juli
von-Müller-Gymnasiums. 2019 in der Glockengasse, Ecke Steinergas-
se.
02 Februar
Die Thorarollen werden in die neue Synago- 06 August
ge gebracht. Damit gilt das neue jüdische Teddy beim Gebäudeklettern erwischt!
Gotteshaus als eingeweiht. Nachdem er sich in an der Fassade des Kin-
derschutzhauses im Michlstiftft verstiegen
03 März hatte, musste er in einer waghalsigen Ret-
Ein Mädchen mit Down-Syndrom aus der tungsaktion in Sicherheit gebracht werden.
Inklusionsklasse in der Grundschule der Aber keine Sorge - Teddy und Retter sind
Vielfalt und Toleranz. Sie ist dort vorbildlich wohlauf!
in den Schulalltag integriert.
07 Oktober
04 Mai Der Goldene Waller ist da und funkelt im
Ute Doß ist die erste Frau bei der städti- Sonnenlicht. Das neue Kunstobjekt steht
schen Straßenreinigung. Näher kennenler- am Donauufer vor dem Museum der Bayeri-
nen kann man sie in unserer damals neu ge- schen Geschichte und sorgt für viel Ge-
06 starteten Serie „StadtMenschen“ sprächsstoff
ff. 07

12 BEI UNS SEHENSWERT SEHENSWERT BEI UNS 13


Û Legale Flächen wie die Brücke am Dultplatz und die 24h-Galerie werden von der örtlichen Writer-Szene seit Jahren gut angenommen

Kunst für Spaziergänger

Kommunale Jugendarbeit und legale


Eva Karl-Faltermeier

Für viele bedeutet das Wort „Graffffiti“ nichts als Ärger. Manche denken zunächst „Es gibt im Stadtgebiet einige legale Sprüh-
an unliebsame und teilweise grob unschöne Schmierereien an Hauswänden. ffllächen. An der Oberpfalzbrücke, an Jugend-
Doch echtes Graff
ffiti wird längst auf dem Kunstmarkt hoch angesehen – und aus zentren, am Roten-Brach-Weg und an der
jugendlichen Graff
ffiti-Artists werden anerkannte Künstlerinnen und Künstler. 24h-Galerie“, erklärt Annerose Raith, Leite-
rin des Amtes für kommunale Jugendarbeit.

A uch aus Regensburg kommen Graffi- sowie die Inksulin-Crew. Das liegt vor allem
Legale Flächen gesucht
ti-Künstler, die sich bereits national daran, dass die Stadt Regensburg bereits Nach einem regen Aufb fblühen der örtlichen
oder international einen Namen gemacht seit den späten 90er-Jahren erkannt hat, Szene in den 90er-Jahren begann im Stadt-
haben, wie zum Beispiel Peter Phobia, Ema- dass die Stadt im Bereich Graffiti mit einer gebiet eine große Diskussion über illegale
nuel Jesse, Sigurd Roscher, Yosl und Lady B reinen Verbotspolitik nicht weiterkommt. sogenannte „Bombings“ und Schmierereien
an Hausflflächen. Annerose Raith ist der fes-
ten Überzeugung, dass man nur durch die
Bereitstellung legaler Flächen das Beste aus
der Kunstform herausholen kann. „Die Sze-
ne reguliert sich immer selbst. Extreme Pa-
rolen oder unschöne Schmierereien werden
von den echten Künstlerinnen und Künst-
lern recht bald übermalt.“
Wichtig sei auch die Unterscheidung zwi-
schen echtem Graffiti und Schmierereien
von Sachbeschädigern. „An manchen Stel-
len, an denen immer wieder Schmierereien
entstehen, wäre eine Freigabe der Fläche
mit anfänglicher Vergabe an bekannte
Künstlerinnen und Künstler sogar sinnvoll,
Û Illegale Graff
ffitis stellen oft
ft ein Ärgernis für die Hausbesitzer dar weil dann echte Kunst an den Wänden zu

14 BEI UNS NACHGEFRAGT


Sprühflächen in Regensburg

werden könnten. Das würde sehr oft Sinn


ergeben!“

Trend zur Street Art


Momentan beobachte man ohnehin einen
Trend zur sogenannten „Street Art“ – Also
Papierbildern, die lediglich angekleistert
werden. Diese Technik verursache viel weni-
ger Schaden, so Raith.
An den Jugendzentren im Stadtgebiet wer-
den immer wieder Graffiti-Workshops abge-
halten, bei denen auch thematisiert werde,
wo man im Stadtgebiet sprayen dürfe. „Die
Workshops sind für eine bestimmte Ziel-
gruppe immer noch sehr interessant. Wobei
wir schon auch beobachten, dass derzeit
längst nicht mehr so viele Gruppen unter-
Û Echtes Graff
ffiti ist eine anerkannte Kunstform
wegs sind wie in den 90-er Jahren.“ Auch
die bisher gegründeten Vereine der Szene
sehen wäre, die von weniger geübten Spray- mungseffekt. Die Freigabe von Flächen sei hätten sich inzwischen aufgelöst.
ern geachtet werden.“ Dies sei für private in Regensburg natürlich auch immer ein „Wir sind hier in Regensburg auf jeden Fall
Hausbesitzer oder in der Altstadt natürlich Thema des Denkmalschutzes. „Dadurch ha- auf dem richtigen Weg – ein paar mehr Flä-
nicht so einfach. Letztendlich hilft bei ben wir es an manchen Stellen etwas chen wären jedoch nicht schlecht. Vielleicht
Schmierereien, die im Übrigen Sachbeschä- schwieriger als andere Städte. Das bedeutet finden sich in Zukunft einige private Flä-
digung sind, nur, diese immer zügig zu jedoch nicht, dass nicht auch Abrisshäuser chen, die freigegeben werden. Ein wenig
überstreichen. Dann entstehe kein Nachah- und Leerstände vorübergehend freigegeben Kunst in der Stadt schadet nicht!“

NACHGEFRAGT BEI UNS 15


REGENSBURGER

Grafik: Stadt Regensburg, Tatjana Setz


STADTTEILE
KASERNENVIERTEL
Weitere Stadtteile auf www.regensburg.de/507

Mit 31,3 Quadratmetern


weist das Kasernenviertel Beim Jugendzen-
die niedrigste Wohnfläche trum Arena in der
pro Kopf aus. Dafür stehen Unterislinger
den Bewohnerinnen und Be- Straße gibt es
wohnern je 213 Quadratmeter einen Dirt-
für Aktivitäten im Freien zur Verfügung. Park für
BMXler.

Kasernenviertel
Entstanden ist das Kasernenviertel vor
allem an der Wende zum 20. Jahrhun-
dert. Seinen Namen verdankt dieser Seit 2017 gibt es hier den
Stadtteil seiner militärisch geprägten ersten Regensburger
Geschichte. Lange zeichneten mehrere Bauspielplatz.
Kasernen, Industrie und Gewerbe das
Gebiet aus. Diese weichen jetzt nach
und nach einer Wohnbebauung. In den
nächsten Jahren soll das Viertel außerdem
im Zuge des Projekts Soziale Stadt deutlich
aufgewertet werden. Auch neue Sport-
anlagen, ein Begegnungszentrum sowie ein
Hallenbad werden hier gebaut.
Die Landshuter Straße
ist die längste Straße
im Kasernenviertel.
348 Hektar Fläche

Die Klein-
siedlung
DER OSTPARK IST 2,4 an der Prinz-
HEKTAR GROSS. ER IST Rupprecht-Straße
AUS EINEM EHEMALI- stammt aus den
GEN EXERZIERPLATZ 1920er-Jahren und
DER VON-DER-TANN- gilt als erste Siedlung
KASERNE ENTSTANDEN. des sozialen Wohnungs-
baus in der Oberpfalz.
Quellen:
• Karl Bauer (2014): Regensburg. Kunst-, Kultur- und Alltagsgeschichte. MZ-Buchverlag.
• Statistisches Jahrbuch der Stadt Regensburg, Ausgabe 2018
• Dagmar Obermeier-Kundel: Der Ostpark. Ruhepol im Großstadttrubel. In: Bei uns, Mai 2016, S. 31ff.
• http://www.büso-regensburg.de/pages/stadtteil-tour/historische-entwicklung.php

16 BEI UNS MERK-WÜRDIG


Studium Soziale Arbeit (B.A.) – das geht auch DUAL!

Jetzt online bei der Stadt Regensburg


bewerben!
Nicole Zizler

Regensburg mit seinen rund 165 000 Einwohnern ist nicht nur UNESCO- Dabei steht die Prävention und Lösung
Welterbe und eines der wichtigsten Wirtschaft ftszentren der Region. Etwa sozialer Problemlagen durch die Aktivie-
30 000 Studierende haben sich im vergangenen Semester für den Hoch- rung der Eigenkräfte der betroffenen Per-
schulstandort Regensburg und damit für eine der beliebtesten Studenten- sonen im Vordergrund.
städte Deutschlands entschieden. Und das zu Recht! Als größter kommuna- Zu den vielfältigen Studieninhalten gehö-
ler Arbeitgeber der Region bietet die Stadt Regensburg ab dem Winterse- ren insbesondere:
mester 2020/21 in Kooperation mit der Ostbayerischen Technischen Hoch- Û Sozialwissenschaftliche Methoden

schule (OTH) Regensburg weitere Duale Studienplätze im Studiengang Sozi-


ale Arbeit (B.A.) an. Bewerbungen sind noch bis 10. Februar 2020 möglich. Jetzt bewerben!

Bewerbungen mit aussagefähigen Un-

W er Freude daran hat, mit Men-


schen zu arbeiten, wer das Ziel
hat, andere durch schwierige Lebenssitua-
im Bachelor-Studiengang „Soziale Arbeit“
an der richtigen Adresse! Als Sozialpäda-
gogin und Sozialpädagoge besteht die
terlagen (Lebenslauf, Schulzeugnisse,
etc.) können bis spätestens 10. Februar
2020 über das Bewerberportal online
erfolgen. Nähere Informationen zur ak-
tionen zu begleiten, ihnen dabei zu hel- Möglichkeit, einen Beitrag zu mehr indi-
tuellen Ausschreibung sind im Internet
fen, psychosoziale Probleme zu bewälti- vidueller Lebensqualität und sozialer Ge-
auf www.regensburg.de/stellenange-
gen und wer sich auch durch Rückschläge rechtigkeit in unserer Gesellschaft zu leis-
bote zu finden.
nicht aus der Ruhe bringen lässt, der ist ten.

NAH DRAN BEI UNS 17


und Arbeitsweisen
Û Human-, Rechts-, Erziehungs- und
Gesellschaftswissenschaften
Û Psychologie
Û Gesundheitswissenschaft und
Sozialmedizin
Û Ökonomische und sozialpolitische
Grundlagen
Û Kultur- und Medienpädagogik
Û Sozialmanagement

Intensive
Praxistätigkeit
Der Bachelor-Studiengang „Soziale Ar-
beit“ wird in Kooperation mit der OTH
Regensburg als Studium mit vertiefter
Praxis zum Wintersemester 2020/21 an-
geboten. Start der betrieblichen Vorpraxis
bei der Stadt Regensburg ist bereits der
1. August 2020.
Bei dem Studium mit vertiefter Praxis
wird das Hochschulstudium mit einer in-
Û Eine Einsatzmöglichkeit für Absolventen ist die Familienbetreuung Foto: Monkey Business Images
tensiven Praxistätigkeit verbunden. In
den betrieblichen Praxisphasen, die in
den vorlesungs- und prüfungsfreien Zei- Jahre (Regelstudienzeit von sieben Se- Übernahme auf gute Aufstiegsmöglich-
ten („Semesterferien“, i.d.R. 15. Februar bis mestern). keiten in einem sicheren und ortsfesten
14. März, bzw. 1. August bis 30. Septem- Job freuen.
ber), in den praktischen Studiensemes- Gute Aufstiegsmöglichkeiten – Die Stadt Regensburg steht als öffentli-
tern und während der Bachelorarbeit sicherer Job cher Arbeitgeber für eine sichere Alters-
stattfinden können, erfolgt der Einsatz im vorsorge und die bestmögliche Vereinbar-
Etwa 90 Nachwuchskräfte in den ver-
jeweiligen Fachamt bei der Stadt Regens- keit von Familie und Berufsleben. Dabei
schiedensten Fachrichtungen beginnen
burg, wie dem Amt für Soziales oder dem sorgen fl flexible Arbeitszeitmodelle, wie
jedes Jahr ihre Ausbildung oder ihr Dua-
Amt für Tagesbetreuung von Kindern. Teilzeit, Jobsharing und Tele-Arbeitsplät-
Hierdurch kann eine optimale Verknüp- les Studium bei der Stadt Regensburg. Mit
ze und das Angebot eines Sabbaticals für
fung von Theorie und Praxis ermöglicht ihrer Tätigkeit haben sie die Möglichkeit,
eine ausgewogene Work-Life-Balance. Zu-
werden. Durch die intensive Praxiszeit einen persönlichen Beitrag zum Wohl der sätzlich wird eine Beurlaubung auf Grund
(mindestens 50 Prozent mehr als im re- Allgemeinheit zu leisten und dafür zu von Kinderbetreuung oder der Betreuung
gulären Studium) erhalten die Dual Stu- sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger pfl
flegebedürftiger Angehöriger berück-
dierenden einen umfassenden Einblick in der Stadt sich auf eine gut funktionieren- sichtigt. Auch im Bereich Gesundheits-
das künftige Tätigkeitsgebiet und können de Infrastruktur verlassen können. Wer management kann die Stadt Regensburg
wertvolle praktische Erfahrungen sam- das Duale Studium erfolgreich abge- punkten: Es gibt insbesondere die Mög-
meln. Das Studium dauert ca. dreieinhalb schlossen hat, kann sich nach erfolgter lichkeit, Gesundheitskurse, ergonomi-
sche Arbeitsplätze sowie vielfältige städti-
sche Sportangebote zu nutzen.
Nähere Informationen
Unsere Konditionen
Weitere Infos zum Dualen Studium an der OTH Regensburg unter
https://www.oth-regensburg.de/ duale-studiengaenge.html Während des Dualen Studiums wird so-
Zu den Studieninhalten, -zielen und zum Ablauf: wohl für die praktischen als auch für die
https://www.oth-regensburg.de/fakultaeten/angewandte-sozial-und- theoretischen Studienabschnitte eine
gesundheitswissenschaft
f en/studiengaenge/bachelor-soziale-arbeit.html monatliche Vergütung gewährt. Diese
Zu den Zulassungsvoraussetzungen der OTH Regensburg: entspricht der Vergütung für die Auszu-
https://www.oth-regensburg.de/studium/studiengaenge/bachelor.html bildenden im öffentlichen Dienst nach
https://www.oth-regensburg.de/studium/studienbewerbung/ dem Tarifvertrag für Auszubildende des
zulassungsvoraussetzungen-nc.html.
öffentlichen Dienstes (TVAöD) – Besonde-
https://www.oth-regensburg.de/studium/studium-organisieren/praktikum/
vorpraktikum.html#panel-4107-7 rer Teil BBiG in der jeweils gültigen Fas-
sung. Dabei können sich die Dual Studie-

18 BEI UNS NAH DRAN


renden auf ein monatliches Gehalt von 1 018,26 Euro (brutto)
im ersten Studienjahr freuen. Die regelmäßige wöchentliche
Praxiszeit während der betrieblichen Praxisphasen beträgt
39 Stunden.
Die Dual Studierenden haben einen Urlaubsanspruch von 20
Arbeitstagen pro Jahr. Bis zu zehn Tage dieses Urlaubs wer-
den jährlich auf vorlesungsfreie Tage während der Semester-
zeiten an der Hochschule angerechnet. Der Urlaub ist wäh-
rend des Studiums in der vorlesungsfreien Zeit einzubrin-
gen. Für die Teilnahme an Lehrveranstaltungen und Leis-
tungsnachweisen an der Hochschule erfolgt eine Freistel-
lung.
Û Wer gerne mit Menschen arbeitet, ist bei diesem Studium an der richti-
gen Stelle Foto: 123rf.com/Belchonock
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Nach Abschluss des Bildungsvertrages mit der Stadt Regens-
burg ist zusätzlich eine Bewerbung für den Studienplatz im
Studiengang Soziale Arbeit (B.A.) an der OTH Regensburg er-
forderlich. Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester
2020/21 ist voraussichtlich vom 1.Mai bis 15. Juli 2020.
Dabei müssen die Zulassungsvoraussetzungen der OTH Re-
gensburg erfüllt werden – insbesondere das Vorliegen bzw.
der rechtzeitige Erwerb einer Hochschulzugangsberechti-
gung wie die Fachhochschulreife oder die allgemeine oder
fachgebundene Hochschulreife. Zudem muss beim Studien-
gang Soziale Arbeit (B.A.) als zulassungsbeschränkter Studi-
engang der Numerus Clausus (N.C.) erfüllt werden und es be-
steht eine Vorpraktikumspfl flicht. Die Anrechnung der be-
trieblichen Vorpraxis bei der Stadt Regensburg (1. August bis
30. September 2020) als Vorpraktikum ist grundsätzlich
möglich.

Besuchen Sie uns auf den Ausbildungsmessen!

Gerne können Sie sich im Rahmen der Ausbildungsmessen


im Jahr 2020 persönlich am Stand der Stadt Regensburg er-
kundigen. Wir freuen uns auf Sie!

1./2. Februar 2020


Job- und Karrieremesse „meineZukunft
f !“, marinaforum Re-
gensburg
9./10. Februar 2020
f “, Maxhütte-Haid-
Bildungsmesse „Fit für die Zukunft
hof/Stadthalle
15. Februar 2020
Baumbestattung

Aktionstage für Ausbildung, Mittelschule Neutraubling


13. Mai 2020 Naturnahe Bestattung im
Zentrale Berufsinformationsmesse des Beruflichen Schul- Herzen von Regensburg
zentrums Georg Kerschensteiner, Donau Arena Regensburg
16. Mai 2020
„ABI Zukunft
f “, Donau Arena Regensburg
17./18. Juni 2020 Friedenstraße 12
Tel.: 0941 59202 20
Vocatium, Donau Arena Regensburg www.evangelischer-zentralfriedhof.de

NAH DRAN BEI UNS 19


StadtMenschen: Gretel Meier

Die Tränentrocknerin
Katrin Butz

„In keinem anderen Büro in der Stadtverwaltung wird soviel geweint wie in Stelle zusammengeführt.“ Das war die
meinem“, sagt Gretel Meier. „Die einen weinen, weil sie keine Kinder be- Geburtsstunde der Adoptions- und Pfl fle-
kommen können, die anderen, weil sie schwanger sind und alles gegen das gekindervermittlung, deren Jubiläum
Kind spricht.“ Gretel Meier hat als Leiterin der Adoptionsstelle vierzig Jahre seitdem alle fünf Jahre gefeiert wird.
lang die Tränen beider Seiten getrocknet. Im Februar geht sie in den Ruhe-
stand. Wir blicken mit ihr zurück. „Holt die Kinder aus den Heimen“
Für Gretel Meier bot die Umstrukturie-
rung eine Riesenchance. „Ich wollte ei-

F ür Regensburger Adoptiveltern und


–kinder ist sie eine Institution, die zur
Familie gehört. Seit 1978 die Adoptions-
schen Jugendamt anfing, noch ganz an-
ders aus als heute. „Ich gehörte zu den
dreizehn Bezirkssozialarbeitern. Jeder
gentlich im Kinderheim arbeiten. Als
dann die Stelle im Adoptionsbüro ausge-
schrieben wurde, habe ich mir gedacht
stelle gegründet wurde, lief jede Adoption von uns war für ein bestimmtes Stadtge- ‚das ist genau das, was ich machen möch-
in Regensburg über Gretel Meiers biet zuständig und hat dort die Menschen te‘. ‚Holt die Kinder aus den Heimen‘ von
Schreibtisch. Wobei „über den Schreib- besucht, die etwa Sozialhilfe bekamen Uwe Gerber war damals ein wichtiges
tisch laufen“ viel zu bürokratisch ausge- oder die in schwierigen Familienverhält- Buch für mich. Ich habe das als meine Er-
drückt ist; das wird schnell klar, wenn nissen lebten.“ Die Entscheidungen, die füllung gesehen.“
Gretel Meier aus ihrem vierzigjährigen diese Menschen betrafen – zum Beispiel, In den ersten Jahren war Meier allein zu-
Berufsleben erzählt. Sie strahlt dabei eine wo ein Kind bleiben sollte – wurden aller- ständig für Adoptionen, Pfl flegekinderwe-
solche Herzenswärme aus, dass man so- dings von Sachbearbeitern im Amt ge- sen und Tagespfl flege. Mitte der achtziger
fort merkt: Gretel Meier lebt und liebt ih- troffen, die nie vor Ort gewesen waren. Jahre kam eine zweite Kollegin dazu.
ren Beruf. „Diese Trennung von Außen- und Innen- Mittlerweile ist die Tagespfl
flege beim Amt
Dieser Beruf sah 1977, als Meier als frisch dienst hat unser damaliger Amtsleiter für Tagesbetreuung von Kindern angesie-
diplomierte Sozialarbeiterin beim städti- 1978 abgeschafft und beides auf einer delt, und das Team der Adoptions- und

20 BEI UNS NAH DRAN


Pfl
flegekinderstelle besteht aus fünf Kolle- Schönes erleben können. Ganz nebenbei Erfahrung und natürlich ihre Kollegen.
ginnen. Vier davon kümmern sich um bekommen die Kinder so auch mit, dass Nur die abgebenden Mütter sind in aller
den Bereich Pfl flegekinder, Gretel Meier sie nicht die einzigen sind, die adoptiert Regel allein in dieser schwierigen Situati-
ausschließlich um die Adoptionen. „Dass wurden. „Denn selbst wenn sie von An- on.“ Zudem würden sie von der Gesell-
wir dafür eine eigene Vollzeitstelle haben, fang an darüber aufgeklärt werden, füh- schaft oft als Rabenmütter angesehen, die
ist ein großes Geschenk. Das ist keines- len sie sich trotzdem oft wie Exoten“, er- sich aus ihrer Verantwortung stehlen. Da-
wegs überall üblich, obwohl es sehr not- klärt Meier. Manchmal kämen auch Müt- bei sei genau das Gegenteil der Fall, so
wendig ist.“ Denn eine Adoption sei kein ter und Väter mit kleinen Kindern in ihr Meier. „Indem sie ihr Kind abgeben, be-
einmaliger Akt, der schnell erledigt ist. Büro, um dem Kind zu zeigen, „wo damals weisen sie größte Verantwortungsbereit-
„Adoption ist ein lebenslanger Prozess. die Entscheidung getroffen worden ist, schaft. Durch ihren Schritt, der wirklich
Und alle – seien es die Adoptiveltern, die und wie die Frau aussieht, die dich da- alles andere als einfach ist, ermöglichen
Kinder, aber auch die abgebenden Mütter mals zu uns gebracht hat.“ Offenheit sei sie ihren Kindern ein besseres Leben. Sie
– haben ein Recht auf die bestmögliche für Adoptivkinder das A und O, betont haben jede Ehrung verdient.“ Meier ver-
Begleitung und Betreuung.“ Meier. Schon einem kleinen Kind könne sucht deshalb, jede der Schwangeren, die
man erklären, dass es nicht im Bauch sei- zu ihr kommen, nach Kräften zu unter-
Offenheit ist das A und O ner Mama gewachsen ist, sondern dass es stützen und sie auch bei der Auswahl der
Insgesamt 194 Kindern hat sie zu einer in seinem Leben eine „Bauch-Mama“ gibt. Adoptiveltern einzubeziehen.
neuen Familie verholfen. Über ihrem
Schreibtisch hängt eine ganze Galerie von Ein Plädoyer für die Bauch-Mama Die eigene Herkunft entdecken
Babybildern, aber auch Kinder und Ju- Die „Bauch-Mama“ ist Gretel Meier ein Wieviel Kontakt die abgebende Mutter zu
gendliche, die als Babys adoptiert worden ganz besonderes Anliegen. Im sogenann- ihrem Kind möchte, bleibt natürlich ihre
sind, finden sich auf den Fotos. „Wer ein- ten Adoptions-Viereck aus Adoptiveltern, eigene Entscheidung. Zwischen der ano-
mal unter meinen Fittichen war, bleibt Kind, abgebender Mutter – meistens nymen Geburt, bei sie keinerlei Daten
sein Leben lang ein bisschen da“, schmun- kommen die Mütter allein, ohne den Va- hinterlässt und einer offenen Adoption,
zelt Meier. Im ersten Jahr nach der Adop- ter – und Jugendamt seien sie das bei der sie die Entwicklung ihres Kindes
tion ist das Amt für Jugend und Familie – schwächste Glied. „Die Adoptiveltern ha- aus der Ferne mitverfolgen kann – zum
wie das Jugendamt mittlerweile heißt – ben sich gegenseitig, sind berufl flich und Beispiel mit Fotos, manchmal auch mit
Vormund und gesetzlich verpfl flichtet, sich finanziell gut aufgestellt, haben in der Re- Besuchen – ist alles möglich.
um die Adoptivfamilien zu kümmern. gel auch ein soziales Umfeld, das sie un- Auch wenn kein Kontakt erwünscht ist,
Danach gibt es keinen gesetzlichen Auf- terstützt und sich zusammen mit ihnen ermuntert Meier die Frauen, für ihre Kin-
trag mehr. In Regensburg haben Adoptiv- oft schon jahrelang auf dieses Kind ge- der etwas über sich zu hinterlegen – Fo-
eltern und -kinder trotzdem die Möglich- freut hat. Das Adoptivkind wird meist tos, Informationen über Hobbys, viel-
keit, den Kontakt zu halten, wenn sie das viele Jahre lang sehnsüchtig erwartet und leicht auch einen Brief. Wenn das Kind
möchten. Meier und ihr Team organisie- von der ganzen Adoptiv-Verwandtschaft sechzehn Jahre alt ist, darf es im Amt sei-
ren jedes Jahr ein Sommerfest und ein entsprechend mit Liebe überschüttet, ne Akte einsehen. Manche kommen
Weihnachtstheater für sie, damit sie sich wenn es dann endlich da ist. Die Mitarbei- gleich – „vor allem Mädchen interessieren
kennenlernen und gemeinsam etwas ter im Jugendamt haben Fachwissen und sich sehr für ihre Herkunft“, hat Meier be-
obachtet – andere erst mit Mitte zwanzig.
„Wenn der junge Erwachsene dann auch
etwas Persönliches vorfindet, das ihm sei-
ne Mutter damals hinterlassen hat, ist das
einfach schön.“

Verbindungen bleiben bestehen


In den letzten vierzig Jahren hatten Adop-
tivkinder darüber hinaus das Glück, der
Frau gegenüberzusitzen, die einst auch
ihre Mutter betreut und beraten hat. „Ich
konnte ihnen natürlich aus meiner Erin-
nerung immer noch einiges erzählen“, so
Meier.
Diese Möglichkeit wird es künftig im Amt
erst einmal so nicht mehr geben. Für ei-
nen nahtlosen Übergang ist indes ge-
sorgt. „Ich hatte das große Glück, dass
meine Nachfolgerin schon da ist und ich
Û Meiers Dienstausweis aus dem Jahr 1977 sie noch selbst einarbeiten konnte. Dafür

NAH DRAN BEI UNS 21


bin ich sehr dankbar“, so Meier.
Sie selbst freut sich darauf, künftig mehr
Zeit für ihren Garten zu haben und sich
ihrer Sammelleidenschaft noch mehr
widmen zu können. Gretel Meier sam-
melt alte Schwarze-Peter- und Quartett-
Spiele, organisiert Sammlertreffen und
tauscht sich mit anderen Sammlern aus.
Vor allem Unikate haben es ihr angetan.
Es interessiert sie, wie so ein selbst gemal-
tes Quartett vor vielen Jahrzehnten ent-
standen ist, wer es gemalt hat und unter
welchen Umständen. Und natürlich wird
sie auch die Kontakte zu ihren Adoptivfa- Û Gretel Meier mit „ihren“ Kindern und Eltern beim Sommerfest in Haslbach
milien nicht abreißen lassen. Als ihr Ab-
schied im Januar gefeiert wurde, kamen im Krankenhaus anonym abgegeben. Die onsstelle leiten, dann müssten Sie auch
rund neunzig Adoptiveltern, zum Teil mit Krankenschwester, die es in Empfang ge- schon an der Adoption meines Mannes
ihren jugendlichen Kindern und deren nommen hat, ist selbst eines ‚meiner‘ Ad- beteiligt gewesen sein.‘ Und so war es
Lebenspartnern. Manche dieser Kontakte optivkinder. Das Kleine kam auf die Neu- dann auch. Der Mann hat sich dann spä-
halten schon sehr lange, andere kommen geborenenstation, und als ich es dort be- ter bei mir gemeldet und mir auch seine
zufällig wieder zum Vorschein, erzählt sucht habe, sagte mir die betreuende Ärz- Familie vorgestellt. Erlebnisse wie diese
Meier: „Neulich wurde ein Kind nachts tin: ‚Wenn Sie seit 40 Jahren die Adopti- sind das Schönste an meiner Arbeit.“

Eigene Badideen wahr machen


Die Fachausstellung ELEMENTS
bietet Inspiration und kompetente Beratung
Jeder hat seine ganz eigenen Vorstellungen, wenn es um die
Gestaltung des Bades geht. Um individuelle Bad(t)räume Wirk-
lichkeit werden zu lassen, ist die Fachausstellung ELEMENTS
genau der richtige Partner. In REGENSTAUF finden sich an der
Gutenbergstraße 26 all die Dinge, die aus dem Bad eine Erleb-
niswelt oder den Ruhepol des Hauses machen.
Die exklusiven Badideen von ELEMENTS laden Kunden gemeinsam
mit dem Fachhandwerker ihres Vertrauens in eine inspirierende
Baderlebniswelt ein und bieten kompetente Beratung.
Eintauchen, treiben lassen, träumen: Von A wie Armatur, über
Duschwände und Accessoires, bis W wie Waschtisch findet man bei
ELEMENTS in Regenstauf auf über 1200 Quadratmetern alles, was
ein Badezimmer zu einer Wellness-Oase macht. Die Produkte vor Ort
live zu sehen, zu fühlen und auszuprobieren, erleichtert die Ent-
scheidungsfindung und bietet darüber hinaus Raum für eigene krea-
tive Ideen.
Egal ob Luxusbad mit Whirlpool, zeitloses Design kombiniert mit
höchster Funktionalität oder besondere Bedürfr nisse hinsichtlich der
Bewegungsfreiheit: Für jede Größe, jeden Anspruch und jedes Budget
ist garantiert das passende Angebot dabei – präsentiert in einmaliger
Atmosphäre!
Mal ungewöhnlich im Design, mal erstaunlich in der Farbgebung: Die
Musterbäder sind unterschiedlich gestaltet, aber nah an der
Lebenswirklichkeit konzipiert und geben vielfältigeAnregungen für den
Neubau und die Renovierung des eigenen Bades. Die Ausstellung
umfasst Marken führender deutscher und internationaler Hersteller.
Spezialisierte Mitarbeiter stehen mit viel Fachwissen für ein erstes
kreatives Bad-Brainstorming nach Terminabsprache zur Verf r ügung.

22 BEI UNS NAH DRAN


Rätselecke

Wo ist das?

D
iese Frage werden wir Ihnen, liebe Leserinnen und Le-
ser, an dieser Stelle künft
f ig immer stellen. Wenn Sie
wissen, aus welcher Regensburger Sehenswürdigkeit
der abgebildete Detailausschnitt stammt, senden Sie
bitte eine ausreichend frankierte Postkarte mit der Lösung an:
Stadt Regensburg
Abteilung Presse- und Öff
f entlichkeitsarbeit
Altes Rathaus
Postfach 11 06 43, 93019 Regensburg
oder eine E-Mail an: pressestelle@regensburg.de
Wenn Sie sich nicht sicher sind, werfen Sie doch einen Blick in un- über den ersten Regensburger Stadtfotografen Christoph Lang er-
ser Online-Magazin regensburg 507. Hier finden Sie einen Beitrag halten („Alltag.Wandel.Leben“ und „Der zeitlose Augenblick“).
mit der Lösung. f hatten wir nach dem Hahnenkampf auf der Stei-
Im letzten Heft
f ende Lö-
Einsendeschluss ist der 17. Februar 2020. Verspätet eintreff nernen Brücke gefragt. Claudia Enderer, Anton Götz, Karin Jaky-
sungen können nicht mehr berücksichtigt werden. miw, Robert Lepar und Elfriede Zangl haben das gewusst und je-
Aus allen richtigen Einsendungen losen wir fünf Gewinner aus, weils einen Kalender von der Dom-Illumination gewonnen.
die jeweils ein Bücherpaket mit beiden historischen Bildbänden Herzlichen Glückwunsch!

Hinweise zur Teilnahme und zum Datenschutz


Teilnahmeberechtigt sind volljährige, natürliche Personen. Jeder Teilnehmer kann nur im eigenen Namen und pro Gewinnspiel nur einmal teilnehmen. Mitarbeiter
der Stadt Regensburg sowie deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Bei einem Verstoß gegen diese Teilnahmebedingungen behält sich die
Stadt Regensburg das Recht vor, Personen vom Gewinnspiel auszuschließen. Die Ermittlung der Gewinner erfolgt im Losverfahren durch die Stadt Regensburg. Die
Gewinner werden telefonisch oder schrift f lich benachrichtigt, sie können ihre Gewinnansprüche nicht auf Dritte übertragen. Die Gewinner sind mit ihrer Namens-
nennung in der nächsten Ausgabe der Bei uns einverstanden. Eine Barauszahlung von Gewinnen ist nicht möglich. Um an dem Preisausschreiben teilzunehmen,
ist es unerlässlich, persönliche Daten anzugeben. Zu den bei der Registrierung gespeicherten Kontaktdaten der Teilnehmer/innen gehören: Vorname, Nachname,
E-Mail-Adresse und/oder Anschrift f . Weitere Angaben sind freiwillig. Durch die Registrierung erklären sich die Teilnehmer/innen ausdrücklich damit einverstanden,
dass durch den Veranstalter des Preisausschreibens sämtliche angegebenen Daten zum Zweck und für die Dauer der Aktion erhoben, gespeichert und verarbeitet
werden dürfen. Es erfolgt keine Weitergabe an Dritte. Es steht den Teilnehmer/innen jederzeit frei, per Widerruf gegenüber der Stadt Regensburg die Einwilligung
in die Speicherung und Verarbeitung aufzuheben. Im Falle des Widerrufs der Kontaktdaten liegt darin auch der Rücktritt von der Wettbewerbsteilnahme mit Wir-
kung für die Zukunft f . Nach Zugang des Widerrufs werden die Daten vom Veranstalter umgehend gelöscht.

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regensburg 507 – das Online-Magazin der Stadt
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NACHGEFRAGT

SEHENSWERT

NAH DRAN

Die Versammlungsfreiheit ist Der historische Dachstuhl über LED-Sanierungskonzept geht


ein Grundrecht dem Reichssaal auf
Dr. Walter Boeckh, Rechts- und Der alte Dachstuhl über dem his- Die energetische Sanierung der
Regionalreferent, erklärt, warum torischen Reichssaal ist einer jener Straßenbeleuchtung mit Hilfe von
die Stadt Demonstrationen nicht Orte, die man normalerweise nicht LED-Technik startete 2009.
verbieten kann. zu sehen bekommt.

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Mehr Informationen und Teilnahmebedingungen finden Sie unter Unterislinger Weg 41
www.HUK.de/check 93053 Regensburg
Mo.–Do. 8.00–12.00 Uhr
Di. 15.00–19.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung