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Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132 a SGB V

zur Erbringung von häuslicher Krankenpflege


und Haushaltshilfe

Geltungsbereich

Dieser Rahmenvertrag gilt zwischen dem


dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. - bpa -
dem Bundesverband Ambulante Dienste e.V. - bad -
Bundesarbeitsgemeinschaft Hauskrankenpflege e. V. Landesverband Sachsen-Anhalt
(B.A.H.)
dem Berufsverband Heim- und Hauskrankenpflege e. V. - BHHP -
dem Arbeitgeber- und Berufsverband privater Pflege e.V. - ABVP -
dem Landesverband Hauskrankenpflege Sachsen-Anhalt e. V. -- LVHKP -
- dem Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe Sachsen-Anhalt e.V. -VDAB-

im Folgenden Leistungserbringer genannt

und
den Landesverbänden der Krankenkassen
dem BKK Landesverband Mitte, Regionalvertretung Niedersachsen, Bremen, Sachsen
Anhalt*

der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau

der Knappschaft, Regionaldirektion Cottbus


und

den Ersatzkassen

Techniker Krankenkasse (TK)


BARMER GEK
DAK-Gesundheit
Kaufmännische Krankenkasse - KKH
HEK - Hanseatische Krankenkasse
Handelskrankenkasse (hkk)
gemeinsamer Bevollmächtigter mit Abschlussbefugnis:
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek),
.vertreten durch den Leiter der vdek-Landesvertretung

- andererseits -.

*gilt für die Versorgung der Versicherten der BKK, sofern die jeweils zuständige BKK den
BKK Landesverband Mitte beauftragt hat.

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Präambel

Die Vertragspartner haben auf Landesebene aufgrund der Regelungen der §§ 132 und 132 a
SGB V diesen Rahmenvertrag partnerschaftlich mit dem Ziel erarbeitet, eine
bedarfsgerechte und gleichmäßige, dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen
und pflegefachlichen Erkenntnisse entsprechende Versorgung mit häuslicher Krankenpflege
zu gewährleisten, die es den Krankenkassen und den Leistungserbringern ermöglicht, auf
eine qualitätsgerechte humane und wirtschaftliche Krankenbehandlung der Versicherten
hinzuwirken.

Kapitel I

Inhalt des Rahmenvertrages

Zur Sicherstellung der Versorgung der Versicherten der Krankenkassen mit häuslicher
Krankenpflege und Haushaltshilfe regelt dieser Rahmenvertrag, unter Berücksichtigung der
Richtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen über die Versorgung von
häuslicher Krankenpflege nach § 92 Absatz 1 Satz 2 Nr. 6 SGB V vom 19.09.2013 in der
jeweils gültigen Fassung, insbesondere:

1. Allgemeine Grundsätze (Kapitel ll, §§ 2 bis 6 ),


2. Inhalt der häuslichen Krankenpflege einschließlich deren Abgrenzung (Kapitel III, §§ 7
bis 10),
. Inhalt der Haushaltshilfe (Kapitel Ill, § 11)
. Eignung der Leistungserbringer (Kapitel IV, §§ 12 bis 25),
. Maßnahmen zur Qualitätssicherung (Kapitel V, §§ 26 bis 27),
pıuı ım Inhalt und Umfang der Zusammenarbeit des Leistungserbringers mit den an der
Versorgung Beteiligten (Kap. Vl, §§ 28 bis 31),
7. Grundsätze der Wirtschaftlichkeit der Leistungserbringung einschließlich deren Prüfung
(Kapitel VII, §§ 32 bis 35),
8. Grundsätze der Vergütung und ihrer Strukturen (Kapitel VIII, §§ 36,37),
9. Clearingstelle und Schiedsperson (Kapitel IX, §§ 38,39)
10. Inkrafttreten und Kündigung (Kapitel X, §§ 40, 41)
11. Salvatorische Klausel (§ 42)

Die Anlagen 1 - 10 sind Bestandteil des Rahmenvertrages.

Kapitel II
- Allgemeine Grundsätze -

§2
Gegenstand des Rahmenvertrages

(1) Die Krankenkassen und die Leistungserbringer haben eine bedarfsgerechte und
gleichmäßige, dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen und
pflegefachlichen Erkenntnisse entsprechende Versorgung der Versicherten zu
gewährleisten. Die Versorgung der Versicherten muss ausreichend und zweckmäßig
sein, sie orientiert sich an dem individuellen Hilfebedarf des Versicherten, darf aber das
Maß des Notwendigen nicht überschreiten und muss wirtschaftlich erbracht werden.

(2) Die Pflegedienste nach § 12 erbringen häusliche Krankenpflege sowie Haushaltshilfe im


Rahmen der vertragsäıztlichen Behandlung

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- nach § 37 Absatz 1 SGB V zur Vermeidung oder Verkürzung einer
Krankenhausbehandlung oder wenn Krankenhausbehandlung geboten, aber nicht
ausführbar ist, oder
- nach § 37 Absatz 2 SGB V zur Sicherung des Ziels der ärztlichen Behandlung soweit
der Versicherte die erforderlichen Verrichtungen nicht selbst durchführen oder eine im
Haushalt lebende Person den Versicherten in dem erforderlichen Umfang nicht
pfiegen und versorgen kann.

(3) Ziel der häuslichen Krankenpflege ist es, dem Versicherten das Verbleiben oder die
möglichst frühzeitige Rückkehr in seinen häuslichen Bereich zu erlauben sowie die
ambulante, ärztliche Behandlung zu ermöglichen und deren Ziel zu sichern. Bei der
Leistungserbringung ist die Selbstversorgungskompetenz des Versicherten zu
respektieren und zu fördern.

(4) Haushaltshilfe kann nach § 38 SGB V; §§ 24g und 24h SGB V; ggf. nach
Satzungsleistung der entsprechenden Krankenkasse erbracht werden und setzt je nach
der Art der beantragten Haushaltshilfe entsprechende versicherungsrechtliche
Voraussetzungen voraus. Haushaltshilfe ist Bestandteil der Krankenbehandlung. Der
Anspruch auf Haushaltshilfe besteht nur, wenn der Versicherte über einen Haushalt
verfügt, dessen Weiterführung ihm nicht möglich ist.

(5) Durch Kooperation aller am Pflegeprozess Beteiligten ist eine effiziente


Leistungserbringung zu gewährleisten.

( ) Der Pflegedienst hat auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Versicherten
und seinen Bezugspersonen hinzuwirken.

§3
Leistungsgrundlagen

) Art, Umfang und Dauer der vom Pflegedienst zu erbringenden Leistungen ergeben sich
bis zur Entscheidung der Krankenkasse aus der ärztlichen Verordnung. lm Rahmen der
Verordnung schätzt die Vertragsärztinlder Vertragsaizt auch ein, ob eine im Haushalt
lebende Person die erforderliche(n) Maßnahme(n) durchführen kann (§ 37 Abs. 3 SGB
V). Diese Verordnung ist durch die Versichertelden Versicherten oder derenldessen
gesetzIiche(n) VeıtreterinNertreter bei der zuständigen Krankenkasse einzureichen.
Ergeben sich aus der Verordnung nicht aile für die Leistungsentscheidung erforderlichen
Informationen oder ist die Verordnung nicht eindeutig, unzureichend oder fehlerhaft
ausgefüllt, wendet sich die Krankenkasse ausschließlich an die ausstellende Ärztinlan
den ausstellenden Arzt oder ggf. an die Versichertelden Versicherten zur
diesbezüglichen Klärung. Änderungen oder Ergänzungen der vertragsärztlichen
Verordnung von häuslicher Krankenpflege bedürfen einer erneuten Arztunterschrift mit
Stempel und Datumsangabe.

(2) Die von der oder dem Versicherten eingereichte ärztliche Verordnung wird durch die
Krankenkasse unter Berücksichtigung des § 275 Abs. 1 und 2 SGB V geprüft. Die
Krankenkasse informiert den Pflegedienst schriftlich über Art und Umfang der mit ihr
abrechnungsfähigen Leistungen. Bei einer von der ärztlichen Verordnung abweichenden
Entscheidung teilt die Krankenkasse der verordnenden Ärztinldem verordnenden Arzt
sowie der/dem Versicherten die Gründe mit. Über Veränderungen in der häuslichen
Pflegesituation aufgrund der häuslichen Krankenpflege berichtet der Pflegedienst der
behandelnden Vertragsärztin oder dem behandelnden Vertragsarzt. Diese oder dieser
entscheidet über die erforderlichen Maßnahmen, die sich daraus ergeben. Die
Vertragsärztin oder der Vertragsarzt informiert den Pflegedienst über neue
pflegerelevante Befunde.

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(3) Die Krankenkasse übernimmt bis zur Entscheidung über die Genehmigung die Kosten
für die von der Vertragsärztin oder dem Vertragsarzt verordneten und vom Pflegedienst
erbrachten Leistungen entsprechend der Vergütungsvereinbarung nach § 132a Abs. 2
SGB V, wenn die. Verordnung spätestens an dem dritten der Ausstellung folgenden
Arbeitstag der Krankenkasse vorgelegt wird. Die Frist soll als gewahrt gelten, wenn die
Verordnung als Fax oder als Datei der Krankenkasse vorliegt. Originale sind in diesem
Fall nachzureichen.
(4) Kosten für genehmigte und vom Pflegedienst erbrachte Leistungen sind auch bei
verfristeter Einreichung der Verordnung ab Verordnungsbeginn durch die Krankenkasse
zu tragen.

(5) Auf die Regelungen der vorläufigen Kostenzusage kann sich nicht berufen werden,
wenn Leistungen erbracht werden, die nicht entsprechend der Richtlinie der häuslichen
Krankenpflege verordnungsfähig sind oder wenn Leistungen der Grundpflege oder der
hauswirtschaftlichen Versorgung im Rahmen der Sicherungspflege nach § 37 Abs. 2
SGB V verordnet werden, die nach § 37 Abs. 2 Satz 4 SGB V in der Satzung der
jeweiligen Krankenkasse nicht vorgesehen sind.

(6) Die Zahlungspflicht der Krankenkassen besteht bis zu dem Zeitpunkt des Zugangs der
(teil-) ablehnenden Entscheidung beim Leistungserbringer unter Berücksichtigung des §
37 SGB X.

§4
Eigenverantwortung

(1) Häusliche Krankenpflege und Haushaltshilfe erhalten Versicherte in dem Umfang, in


dem sie oder eine im Haushalt lebende Person die Leistungen selbst nicht durchführen
können.

(2) Die Erbringung der häuslichen Krankenpflege und Haushaltshilfe ist unter
Berücksichtigung des behandlungs- und pflegeunterstützenden Umfeldes des
Versicherten darauf auszurichten, dass der Versicherte bzw. eine im Haushalt lebende
Person durch Anleitung in die Lage versetzt wird, diese Leistungen selbst zu erbringen
und dadurch die Selbstversorgungskompetenz wieder zu stärken.

§5
Wahl des Pflegedienstes
Die Vertragspartner respektieren die freie Wahl der Versicherten unter den vertraglichen
Leistungserbringern. Wird ein anderer als einer der nächsterreichbaren Leistungserbringer in
Anspruch genommen, werden dadurch entstehende höhere Fahrtkosten grundsätzlich nicht
von der Krankenkasse übernommen.

§6
Datenschutz
(1) Der Leistungserbringer ist verpflichtet, die Bestimmungen über den Schutz der
Sozialdaten (SGB V, 10. Kapitel I SGB X, 2. Kapitel) zu beachten, insbesondere
personenbezogene Daten nur zur Erfüllung der sich aus diesem Vertrag ergebenden
Aufgaben zu verarbeiten, bekannt zu geben, zugänglich zu machen oder sonst zu
nutzen.

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(2) Der Leistungserbringer hat seine Mitarbeiter zur Beachtung der
Datenschutzbestimmungen und der Schweigepflicht zu verpflichten. Die Verpflichtung ist
zu dokumentieren.

Kapitel Ill
- Inhalt der häuslichen Krankenpflege einschließlich deren Abgrenzung -

§7
Inhalt der häuslichen Krankenpflege

(1) Zur Vermeidung oder zur Verkürzung der Krankenhausbehandlung oder wenn
Krankenhausbehandlung geboten, aber nicht ausführbar ist, umfasst die häusliche
Krankenpflege die im Einzelfall notwendige Behandlungs- und Grundpflege sowie
hauswirtschaftliche Versorgung.

(2) Zur Sicherung des Ziels der ärztlichen Behandlung erbringt der Pflegedienst als
häusliche Krankenpflege Behandlungspflege mit dem Ziel der Heilung einer
bestehenden Krankheit, der Verhütung der Verschlimmerung einer bestehenden
Krankheit oder der Linderung von Krankheitsbeschwerden. Grundpflege und
hauswirtschaftliche Versorgung können hierbei nur im Rahmen der
Satzungsbestimmungen der
Krankenkassen erbracht werden. In diesen Fällen stellen die Krankenkassen den
Vertragspartnern die diesbezügliche Satzungsregelung bei Bedarf in der jeweils gültigen
Fassung zur Verfügung. Für anerkannte Pflegebedürftige im Sinne des SGB XI kann
keine Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung erbracht werden.

(3) Inhalt und Abgrenzung der Leistung ergeben sich aus der Anlage 2.

(4) Alle Leistungen der häuslichen Krankenpflege beinhalten die Wahrnehmung und
Beobachtung, die Kommunikation, die Pflegeplanung und Pflegedokumentation, die
jeweilige Vor- und Nachbereitung der Pflege sowie die erforderliche Information der am
Pflegeprozess Beteiligten.

(5) Die Leistungen werden


- als Anleitung oder als Beaufsichtigung bzw. Mithilfe mit dem Ziel der
Selbstvornahme durch den Versicherten oder eine im Haushalt lebende Person,
_ als Anleitung oder als Beaufsichtigung zur Orientierung des Versicherten in Zeit und
Raum oder
- durch völlige Übernahme durch die Pflegefachkraft/Pflegekraft erbracht.

§ 8.
Behandlungspflege

Behandlungspflegerische Leistungen gemäß § 37 SGB V des Pflegedienstes umfassen die


Maßnahmen der ärztlichen Behandlung, die auf Grundlage einer medizinischen Indikation im
Rahmen eines individuellen Behandlungsplanes auf Grund einer ärztlichen Verordnung an
PflegefachkräfteIPflegekräfte nach §§ 18 - 22 delegiert werden.

§9
Grundpflege

Grundpflegerische Leistungen, gemäß § 37 Absatz 1 SGB V, des Pflegedienstes umfassen


die Grundverrıchtungen des täglichen Lebens, die von Pflegefachkräften/Pflegekräften nach

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§§ 18 - 22 auf Grund ärztlicher Verordnung dann erbracht werden, wenn der Versicherte
grundlegende Lebensaktivitäten krankheitsbedingt nicht mehr selbst durchführen kann.

§ 10
Hauswirtschaftliche Versorgung

Zur hauswirtschaftlichen Versorgung, gemäß § 37 Absatz 1 SGB V, durch den Pflegedienst


gehören nach ärztlicher Verordnung die Maßnahmen, die zur Aufrechterhaltung der
grundlegenden Anforderungen einer eigenständigen Haushaltsführung allgemein notwendig
sind, um in diesem Haushalt die häusliche Krankenpflege durchführen zu können. Die
hauswirtschaftliche Versorgung ist ausschließlich auf die Versorgung des Versicherten
gerichtet.

§ 11
Haushaltshilfe

Haushaltshilfe nach § 38 SGB V; §§ 24g und 24h SGB V; ggf. nach Satzungsleistung der
jeweiligen Krankenkasse, kann durch Haus- und Familienpflegerinnen oder andere
entsprechend qualifizierte Kräfte erbracht werden. Die Haushaltshilfe umfasst
Dienstleistungen, die zur Weiterführung des Haushaltes notwendig sind. Darüber hinaus
erstreckt sie sich auf die Betreuung und Beaufsichtigung von Kindern.

Kapitel IV
- Eignung der Leistungserbringer -

Abschnitt 1
Vertragliche Beziehungen zwischen KrankenkasselPflegedienst

§ 12
Pflegedienst

(1) Leistungserbringer für die häusliche Krankenpflege und Haushaltshilfe nach diesem
Vertrag werden im Folgenden, unabhängig von ihrer Trägerschaft als Pflegedienst
bezeichnet.
(2) Ein Pflegedienst ist eine auf Dauer angelegte organisatorische Zusammenfassung von
Personen und Sachmilteln, der in der Lage sein muss, eine ausreichende zweckmäßige
und wirtschaftliche Versorgung mit häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe für
einen wechselnden Kreis von Versicherten zu gewährleisten. Zur Durchführung einer
qualifizierten ambulanten Versorgung der Versicherten mit häuslicher Krankenpflege
und Haushaltshilfe hat der Pflegedienst Anforderungen an die Struktur- (§§16-22),
Prozess- (§§ 23 - 24) und Ergebnisqualität (§ 25) zu erfüllen.

§ 13
Vertragliche Beziehungen zu Pflegediensten

(1) Pflegedienste, welche die gesetzlichen und vertraglichen Voraussetzungen erfüllen,


erhalten mit Beitritt durch Anerkennung dieses Vertrages gemäß Anlage 1 die
Berechtigung, häusliche Krankenpflege gemäß § 37 SGB V; § 24 g SGB V und
Haushaltshilfe gemäß § 38 SGB V, § 24h SGB V; ggf. Satzungsleistung und
Haushaltshilfe gemäß § 38 SGB V zu Lasten der jeweiligen Krankenkasse zu erbringen.

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(2) Der Pflegedienst gewährleistet im Rahmen seiner Kapazitäten die Versorgung der
Versicherten in seinem Einzugsbereich mit Leistungen der häuslichen Krankenpflege und
Haushaltshilfe.
Räumlich getrennte Filialen, Außenstellen und Nebenstellen oder andere Stellen, von
denen aus häusliche Krankenpflege und Haushaltshilfe erbracht wird, gelten als
Zweigstellen. Für diese ist ein gesonderter Vertrag erforderlich, auch wenn diese
organisatorisch mit dem Pflegedienst verbunden, rechtlich aber nicht selbstständig sind.
Die entsprechenden Zulassungsbedingungen sind einzuhalten. Als Zweigstelle
insbesondere gelten Stellen, welche öffentlich beworben und für Patienten und deren
Angehörige begehbar sind.

Die Berechtigung zur Erbringung Häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe gem.


Abs. 1 kann abgelehnt oder gekündigt werden, wenn in der Person der verantwortlichen
Pflegefachkraft oder ihrer Vertretung sowie des Leiters des Pflegedienstes Tatsachen
vorliegen, die die Annahme rechtfertigen, dass sie für die Tätigkeit im Pflegedienst
ungeeignet ist. Ungeeignet ist insbesondere, wer
- wegen eines Verbrechens oder wegen einer Straftat gegen das Leben, die sexuelle
Selbstbestimmung oder die persönliche Freiheit, wegen vorsätzlicher
Körpenıerletzung, wegen Erpressung, Urkundenfälschung, Untreue, Diebstahls,
Unterschlagung, Betrugs oder Hehlerei oder wegen einer gemeingefährlichen
Straftat oder einer Konkursstraftat zu einer Freiheitsstrafe oder Ersatzfreiheitsstrafe
von mindestens drei Monaten, sofern die Tilgung im Zentralregister noch nicht
erledigt ist,
- in den letzten fünf Jahren, längstens jedoch bis zum Eintritt der Tilgungsreife der
Eintragung der Verurteilung im Zentralregister, wegen einer Straftat nach der §§ 29
bis 30b des Betäubungsmittelgesetzes oder wegen einer sonstigen Straftat,
rechtskräftig verurteilt worden ist.

§ 14
AustrittI0rdentliche Kündigung des Pflegedienstes

Der Pflegedienst ist berechtigt, sein durch Beitritt in diesen Rahmenvertrag begründetes
Vertragsverhältnis mit den Krankenkassen jederzeit mit sofortiger Wirkung ohne
Angaben von Gründen zu kündigen. Die Kündigung bedarf der Schriftform.

Die Krankenkasse ist berechtigt, das Vertragsverhältnis mit dem Pflegedienst mit
sechsmonatiger Frist zum Quartalsende unter Angabe des Grundes mit
eingeschriebenem Brief zu kündigen.

Der Pflegedienst ist verpflichtet, die von ihm behandelten Patienten unverzüglich über
eine Kündigunglßeendigung des Vertragsverhältnisses zu informieren. Die das
Vertragsverhältnis aufkündigende Seite ist verpflichtet, die nahtlose Weitenıersorgung
der Versicherten sicherzustellen.

Die Einstellung des Geschäftsbetriebes ist ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist


möglich und durch den Pflegedienst den Krankenkassen in angemessener Frist
anzuzeigen, in jedem Fall jedoch spätestens 14 Kalendertage vor Betriebseinstellung.
Der Pflegedienst hat die Weiterversorgung der Patienten sicherzustellen.

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§ 15
Außerordentliche Kündigung des Pflegedienstesl
Maßnahmen bei Vertrasverstößen

(1) Besteht der Verdacht eines Verstoßes gegen Pflichten aus diesem Vertrag, so
verpflichtet sich die Krankenkasse den Pflegedienst schriftlich oder mündlich innerhalb
einer Frist von 28 Tagen anzuhören (§§ 24, 25 SGB X). Der Pflegedienst ist berechtigt
seinen Verband zu beteiligen.
(2) Bestätigt sich im Anhörungsverfahren gemäß Absatz 1 der Verdacht eines
Veıtragsverstoßes, entscheidet die Krankenkasse unter Beachtung des
Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes über geeignete Maßnahmen. Diese sind insbesondere
die Verwarnung, Abmahnung, Vertragsstrafen sowie Kündigung. Diese Maßnahmen
bedürfen der Schriftform. Der Pflegedienst ist berechtigt, seinen Verband zu beteiligen.

(3) Für den Fall eines schwerwiegenden Vertragsverstoßes nach Absatz 4 haben beide
Vertragsparteien das Recht, den Vertrag fristlos mit eingeschriebenem Brief zu kündigen.

(4) Als schwenıviegende Vertragsverstöße kommen unter Beachtung des


Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes insbesondere in Betracht:
1. dauerhafte Nichterfüllung der in §§ 18 - 22 genannten fachlichen oder personellen
Voraussetzungen bzw. Leistungs_erbringung durch Mitarbeitende, die den (dort
genannten) vertraglichen Anforderungen nicht entsprechen,
2. schwere pflegebedingte Qualitätsmängel, derentwegen Versicherte zu Schaden
kommen,
3. Abrechnung nicht erbrachter bzw. nicht dokumentierter Leistungen,
4. Forderung bzw. Annahme. von Zahlungen durch Versicherte für bewilligte
Vertragsleistungen,
5. Annahme von ärztlichen Verordnungen und deren Weitergabe (Vermittlung) an Dritte
gegen Entgelt oder zur Erlangung anderer geldwerter Vorteile,
6. vorsätzliche oder grob fahrlässige Vertragsverstöße im Wiederholungsfall
7. vorsätzlicher oder grob fahrlässiger, wiederholter oder schwerer Verstoß gegen den
Datenschutz (§ 6).
(5) Wurden Leistungen entgegen geltendes Recht bzw. den Vertrag erbracht oder
Leistungen ohne entsprechende Gegenleistungen mit der Krankenkasse abgerechnet,
hat der Pflegedienst unabhängig von einer der in Absatz 2 genannten Maßnahmen den
entstandenen Schaden zu ersetzen. Die Krankenkasse ist berechtigt, den entstandenen
Schaden mit Forderungen des Pflegedienstes, die aus dem Vertrag resultieren, zu
ersetzen.
(6) Bei Verstößen gegen Qualitätsanforderungen in Fällen des Absatzes 4 Ziffern 1 und 2
werden durch die Krankenkassen Vertragsstrafen in Höhe von bis zu 10.000 Euro mit
einem widerspruchsfähigen Bescheid festgesetzt und an den Pflegedienst versandt.

Abschnitt 2
- Strukturqualität -

§ 16
Organisatorische Voraussetzungen

(1) Der Pflegedienst ist eine selbstständig wírlschaftende Einrichtung. Er hat unter der
ständigen Verantwortung einer Pflegefachkraft die Versorgung der Versicherten in ihrem
Haushalt oder ihrer Familie bei Tag und Nacht, einschließlich an Sonn- und Feiertagen,
mit häuslicher Krankenpflege zu übernehmen. Der Pflegedienst muss ständig erreichbar

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(nicht Anrufbeantworter) sein. Soweit der Pflegedienst die fachlichen Voraussetzungen
nicht erfüllt., hat er die Versorgung abzulehnen.

(2) Der Pflegedienst muss über eigene, in sich geschlossene Geschäftsräume verfügen.

(3) Der Pflegedienst übernimmt nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften die Haftung
für Schäden, welche die Pflegekräfte in Ausübung Ihrer Tätigkeit verursachen.

(4) Der Pflegedienst hat den Krankenkassen vor Vertragsschluss schriftlich und verbindlich
folgende Nachweise (Anlage 3) vorzulegen:
1. Anzeige der Aufnahme der Tätigkeit bei den zuständigen Behörden sowie Angabe
des lnstitutionskennzeichens des Pflegedienstes,
2. Mitgliedschaft bei der zuständigen Berufsgenossenschaft,
3. Abschluss einer ausreichenden Betriebshaftpflicht für Personen-, Sach- und
Vermögensschäden, die regelmäßig an die aktuelle Betriebsgröße angepasst wird,
4. beglaubigte Kopien der Qualifikationsnachweise und Beschäftigungsnachweise der
verantwortlichen und stellvertretenden Pflegefachkraft sowie des Mindestpersonals
nach § 21,
5. Vorlage einer beglaubigten Kopie des Auszugs aus dem Bundeszentralregister der
Generalbundesanwaltschaft (einfaches polizeiliches Führungszeugnis; nicht älter als
3 Monate) für die verantwortliche Pflegefachkraft und den Leiter des Pflegedienstes
6. Angaben über Trägerllnhaber des Pflegedienstes,

(5) Den Pflegedienst betreffende Veränderungen sind den Krankenkassen auf


Landesebene innerhalb von 4 Wochen unter Venıvendung des Aktualisierungsformulars
(Anlage 6) anzuzeigen. Der Pflegedienst hält außerdem eine Liste über das eingesetzte
Personal mit Namen, Qualifikation und Handzeichen vor. Auf Wunsch kann die
Krankenkasse diese Unterlagen einsehen.

(6) Der Pflegedienst hat eine Mitarbeiterdokumentation, die insbesondere die gültigen
Beschäftigungsnachweise sowie Nachweise über die Qualifikation, Fortbildung und
Sozialversicherung der Mitarbeitenden (Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) enthält,
entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu führen und
Personal.einsatzpläne zu erstellen. I

(7) Diese sind der Krankenkasse auf Anforderung vorzulegen.

(8) Die Leistungserbringung kann in Kooperation mit anderen Pflegediensten erfolgen.


Kooperationsvereinbarungen können nur zwischen Leistungserbringern nach diesem
Vertrag geschlossen werden

§ 17
Praxis- und Betriebseinrichtung
(1)Alle in der häuslichen Krankenpflege verwendeten Materialien und Gerätschaften
müssen fachlich geeignet sein sowie Sicherheits- und anderen gesetzlichen
Bestimmungen entsprechen. Der Pflegedienst hat
- eine zweckmäßige Büroausstattung voızuhalten sowie
- eine ausreichende und geeignete Mobilität des Personals sicherzustellen.

(2) Der Pflegedienst ist verpflichtet, für die Akutversorgung insbesondere folgende
Sachmittel vorzuhalten:
- Blutdruckmessgerät, Fieberthermometer, Schere und Desinfektionsmittel, unsterile
Einmalhandschuhe, Schutzkleidung
- Blutzuckermessgerät

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Die Vorhaltung dieser und ähnlicher Materialien und Gerätschaften dient lediglich zur
Uberbrückung in Notfällen oder bei unvorhergesehenen Erstbesuchen.

(3) Leistungsansprüche des Versicherten nach §§ 31, 33 SGB V bleiben unberührt.

§ 18
Fachliche Anforderungen

(1) Der Träger des ambulanten Pflegedienstes stellt sicher, dass die angebotenen
Leistungen der häuslichen Krankenpflege und Haushaltshilfe unter ständiger
Verantwortung einer Pflegefachkraft nach § 19 erbracht werden.
(2) Er gewährleistet, dass die Leistungen der häuslichen Krankenpflege und der
Haushaltshilfe nur von dazu fachlich qualifiziertem Personal erbracht werden.

(3) Pflege unter ständiger Verantwortung einer Pflegefachkraft bedeutet, dass diese u. a.
verantwortlich ist für
a. die Erbringung der verordneten und genehmigten Leistungen nach den
allgemein anerkannten medizinisch-pflegerischen Erkenntnissen
b. die Umsetzung des Pflegekonzeptes des Pflegedienstes
c. die fachliche Koordination der Häuslichen Krankenpflege im Rahmen der
ärztlichen Ver- und Anordnung in dem für diese Leistungen gebotenen
Umfang
d. die fachgerechte Führung der Pflegedokumentation
e. die Einsatzplanung der Pflegekräfte
f. die regelmäßige Durchführung der Dienstbesprechungen innerhalb des
ambulanten Pflegedienstes.

(4) Die Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung kann von Pflegekräften ohne
formale Qualifikation unter Anleitung und Verantwortung einer Pflegefachkraft
durchgeführt werden.

(5) Für Leistungen der Behandlungspflege sind folgende Pflegefachkräfte vorrangig


geeignet:
- Krankenschwester.fKrankenpfleger
- Gesundheits- und Krankenpflegerinl Gesundheits- und Krankenpfleger
- Kinderkrankenschwester/ Kinderkrankenpfleger,
- Kindergesundheits~ und Krankenpflegerinl Kindergesundheits- und
Krankenpfleger
- Altenpflegerin/Altenpfleger,
- Sprechstundenschwester (nur mit Ausbildung in der ehemaligen DDR ab 1974
mit Übergangsregelung)
- Hebammen
- Notfallsanitäter

(6) Pflegekräfte ohne diese formelle Qualifikation können ebenfalls unter Verantwortung
einer Pflegefachkraft I leitenden Pflegefachkraft (PDL) Leistungen der
Behandlungspflege erbringen, soweit sie über ausreichende Berufserfahrung in der
Pflege verfügen.
Die verantwortliche Pflegefachkraft stellt sicher, dass Pflegekräfte entsprechend ihrer
Eignung eingesetzt werden. Damit liegt die Verantwortung für
- gie Feststellung des notwendigen Wissens, Könnens und die entsprechende
rgnung
- Die Delegation der Pflegemaßnahmen,
- Die regelmäßige Überprüfung der fachgerechten Durchführung sowie der
Ergebnisqualität

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bei der verantwortlichen Pflegefachkraft.
Das notwendige Wissen umfasst insbesondere die theoretischen Grundkenntnisse der
jeweiligen behandlungspflegerischen Maßnahme, Kenntnisse von Risiken,
Komplikationen, typischen Fehlerquellen und zielgerichteter Folgebehandlung sowie die
jeweiligen praktischen Grundkenntnisse zur Durchführung, einschließlich hygienischer
Verfahrensregeln. Das notwendige Können umfasst das Beherrschen der selbständigen
Durchführung der jeweiligen behandlungspflegerischen Maßnahme.
Zur Feststellung der Eignung überprüft die verantwortliche Pflegefachkraft, ob die
jeweilige behandlungspflegerische Maßnahme von der Pflegekraft durchgeführt werden
kann. Die Pflegekraft hat zu bestätigen, ob sie die jeweilige Maßnahme durchführen
kann.
(7) Für besonders qualifizierte, technisch anspruchsvolle und invasive
behandlungspflegerische Maßnahmen sind zusätzlich entsprechende Qualifizierungen
der Pflegefachkräfte durch Foıtbildungsnachweise zu belegen.
(8) Die Durchführung der häuslichen Krankenpflege und der Haushaltshilfe durch freie
Mitarbeiter* ist unzulässig.
*Der freie Mitarbeiter erbringt seine Leistungen nicht weisungsgebunden im Rahmen der von
der anderen Partei vorgegebenen Arbeitsorganisation und die Tätigkeit unterliegt nicht den
Weisungen des Auftragsgebers in Hinsicht auf die Durchführung, Zeit, Dauer, Ort und
sonstiger Modalitäten der Leistungserbringung.

§ 18 a
Fort- und Weiterbildung

(1) Der Pflegedienst ist verpflichtet, die erforderliche fachliche Kompetenz der
Pflegefachkräfte, die Behandlungspflege im Rahmen dieses Vertrages erbringen und
Pflegekräfte die im Rahmen der Grundpflege Leistungen erbringen, durch spezifische
Fortbildungen sicherzustellen.
Alle in der Pflege tätigen Mitarbeiter werden entsprechend der individuellen
Notwendigkeiten in die Fortbildung miteinbezogen. Zu den Fortbildungen im Sinne dieses
Paragraphen zählen interne und externe Maßnahmen.

(2) Ziel dieser Maßnahme ist es, die entsprechenden Mitarbeiter in die Lage zu versetzen,
die Versicherten nach dem jeweils anerkannten pflegewissenschaftlichen
Erkenntnisstand zu versorgen.

(3) Fortbildungen sind regelmäßig durchzuführen. Die Fortbildungsmaßnahmen haben einen


Mindestumfang von 10 Stunden pro Mitarbeitenden und Kalenderjahr zu umfassen.

(4) Art, Inhalt und Umfang sowie die namentliche Auflistung der teilnehmenden Mitarbeiter
der einzelnen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sind nachvollziehbar zu
dokumentieren. Der Pflegedienst hat für seine Mitarbeiter gemäß Abs. 1 bei Aufforderung
durch die Krankenkasse innerhalb eines Monats den Nachweis zu erbringen, dass in
dem zurückliegenden Dreijahreszeitraum der Fortbildungspflicht nach Abs. 3 im
Durchschnitt nachgekommen wurde. Längere Abwesenheitszeiten wie zum Beispiel
Elternzeit und Krankheit und unterjährige Beschäftigungszeiten werden entsprechend
berücksichtigt.

(5) Kann zu einem Mitarbeiter der Fortbildungsnachweis nicht oder nicht vollständig erbracht
werden, ist die Krankenkasse berechtigt, die an den Pflegedienst zu zahlende Vergütung
für die Tätigkeit dieses Mitarbeiters in der häuslichen Krankenpflege für die ersten 6
Monate, die auf den Dreijahreszeitraum folgen, in Höhe von bis zu 5 von Hundert zu
kürzen, ab dem darauf folgenden Monat in Höhe von bis zu 10 von Hundert. Die
Vergütungskürzung endet nach Ablauf des Monats, in dem der vollständige
Fortbildungsnachweis erbracht wird.

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(6) Der Pflegedienst kann die für den Dreijahreszeitraum festgelegte Fortbildung binnen
eines Jahres ganz oder teilweise nachholen; die nachgeholte Fortbildung wird auf den
folgenden Dreijahreszeitraum nicht angerechnet.

(7) Erbringt der Pflegedienst den Fortbildungsnachweis nicht spätestens ein Jahr nach
Ablauf des Dreljahreszeitraumes, kann der Vertrag ordentlich gekündigt werden.

(8) Gesetzliche Auflagen zur Fort- und Weiterbildung bleiben hiervon unberührt.

§ 19
Verantwortliche Pflegefachkraft für häusliche Krankenpflege (PDL)

(1) Die fachlichen Voraussetzungen als verantwortliche Pflegefachkraft erfüllen Personen,


die eine Ausbildung als
a) Krankenschwester/Krankenpfleger
b) Gesundheits- und Krankenpflegerin oder Gesundheits- und Krankenpfleger oder
c) Gesundheits~ und Kinderkrankenpflegerin oder Gesundheits- und
Kinderkrankenpfleger oder
d) Altenpflegerin oder Altenpfleger nach dem Altenpflegegeselz vorn 25.08.2003 oder
e) Altenpflegerin oder Altenpfleger mit einer dreijährigen Ausbildung nach Landesrecht
f) Sprechstundenschwester (nur mit Ausbildung in der ehemaligen DDR ab 1974 mit
Übergangsregelung)
abgeschlossen haben.

(2) Zweijährig ausgebildete Altenpflegefachkräfte, die aufgrund besonderer Regelungen in


einzelnen Bundesländern als verantwortliche Pflegefachkraft anerkannt sind und diese
Funktion ausgeübt haben bzw. ausüben, werden auch von den Vertragspartnern nach §
132a Abs. 2 SGB V in anderen Bundesländern als verantwortliche Pflegefachkraft
anerkannt.

(3) Hat sich ein Pflegedienst auf die Versorgung von Menschen mit Behinderung
spezialisiert, die dem Grunde nach zu dem anspruchsberechtigten Personenkreis nach §
53 SGB XII gehören, kann die Funktion der verantwortlichen Pflegefachkraft bzw. der
stellvertretenden verantwortlichen Pflegefachkraft durch eine
Heilerziehungspflegerin/einen Heileıziehungspfleger ausgeübt werden, sofern die jeweils
andere Funktion (verantwortliche Pflegefachkraft bzw. stellvertretende verantwortliche
Pflegefachkraft) durch eine Fachkraft mit einer Qualifikation nach Abs. 1 oder 2
wahrgenommen wird.

(4) Die Eignung zur Übernahme der ständigen Verantwortung ist ferner davon abhängig,
dass innerhalb der letzten acht Jahre mindestens zwei Jahre ein unter Absatz 1 bis 3
genannter Beruf hauptberuflich ausgeübt wurde, davon mindestens neun Monate im
ambulanten Bereich.
(5) Für die Anerkennung als verantwortliche Pflegefachkraft ist ferner Voraussetzung, dass
eine Weiterbildungsmaßnahme für leitende Funktionen mit einer Mindeststundenzahl,
die 460 Stunden nicht unterschreiten soll, erfolgreich durchgeführt wurde.
Diese Maßnahme umfasst insbesondere folgende Inhalte:
- Managementkompetenz (Personalführung, Betriebsorganisation,
betriebswirtschaftliche Grundlagen, Rechtsgrundlagen, gesundheits- und
sozialpolitische Grundlagen),
- psychosoziale und kommunikative Kompetenz sowie
- die Aktualisierung der pflegefachlichen Kompetenz (Pflegewissen,
Pflegeorganisation).

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Von der Gesamtstundenzahl sollen mindestens 20 Prozent oder 150 Stunden in
Präsenzphasen vermittelt worden sein. Die Voraussetzung ist auch durch den Abschluss
eines betriebswirtschaftlichen, pflegewissenschaftlichen oder sozialwissenschaftlichen
Studiums an einer Fachhochschule oder Universität erfüllt.

(6) Die verantwortliche Pflegefachkraft soll in dieser Funktion in Vollzeit in einem


sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis tätig sein. Eine
Teilzeitbeschäftigung im Mindestumfang von 50 Prozent einer Vollzeittätigkeit ist auch
möglich, wenn diese zusammen mit der stellvertretenden verantwortlichen
Pflegefachkraft mindestens 1,5 Vollzeitstellen je Pflegedienst beträgt. Die verantwortliche
Pflegefachkraft darf zugleich auch als solche bei dem gleichen ambulanten Pflegedienst
nach dem SGB XI und bei einem anderen ambulanten Pflegedienst des gleichen Trägers
nach SGB V und/oder SGB XI tätig sein. Die Regelungen des § 72 Abs. 2 SGB Xl
bleiben davon unberührt. Die Voraussetzungen der Sätze 1 bis 3 sind auch erfüllt, sofern
die verantwortliche Pflegefachkraft EigentümerinIEigentümer oder
GeseIIschafterln/Gesellschafter des ambulanten Pflegedienstes ist und der
Tätigkeitsschwerpunkt der Pflegefachkraft sich auf den jeweiligen ambulanten
Pflegedienst bezieht. Ausgenommen von den Regelungen in den Sätzen 1 bis 3 sind
Mitglieder geistlicher Genossenschaften, Diakonissen sowie Kirchenbeamte.

.§ 20
Stellvertretende verantwortliche Pflegefachkraft

(1) Die stellvertretende verantwortliche Pflegefachkraft erfüllt bezogen auf Berufsabschluss


und Berufserfahrung die gleichen Voraussetzungen wie die verantwortliche
Pflegefachkraft (§ 19 Absätze 1 - 4). lm Vertretungsfall muss die Vertretung der
verantwortlichen Pflegefachkraft im Umfang einer Vollzeitstelle gewährleistet sein.

(2) Der Träger des Pflegedienstes stellt sicher, dass bei vorübergehendem Ausfall (z.B.
durch Verhinderung, Krankheit, Urlaub) der verantwortlichen Pflegefachkraft die
Vertretung, maximal bis zu drei Monate, durch die stellvertretende Pflegefachkraft
gewährleistet ist. Bei Ausfallzeiten von mehr als drei Monaten ist die Vertretung durch
eine verantwortliche Pflegefachkraft gem. § 19 Absatz 1 Punkt 1-4 sicherzustellen.
Abweichungen davon sind unter Prüfung des Einzelfalls nur mit schriftlicher
Genehmigung der Krankenkasse für einen begrenzten Zeitraum möglich.

(3) Wird im Falle des Ausfalls der verantwortlichen PDL bzw. deren Vertretung nach Ablauf
der vertraglich geregelten Vertretungsfristen nach Absatz 2 keine neue PDL bzw.
Vertretung tätig, ist die Krankenkasse berechtigt im Zeitraum ohne PDL bzw. deren
Vertretung die Vergütung aller abgerechneten Leistungen gemäß §§ 132 und 132a SGB
V des Pflegedienstes um 5 von Hundert zu kürzen.

(4) Wird im Falle des Ausfalls der verantwortlichen PDL bzw. deren Vertretung nach Ablauf
der vertraglich geregelten Vertretungsfristen nach Absatz 2 nicht nahtlos eine neue PDL
oder stellvertretende. PDL tätig, ist die Krankenkasse berechtigt, das Vertragsverhältnis
mit dem Pflegedienst unter Ausschluss des § 15 Absatz 4 fristios zu kündigen. ln diesen
Fällen hat die Krankenkasse die Weitenıersorgung der Patienten sicherzustellen.

§ 21
Pfiegefachkräfte

(1) Der Pflegedienst hat zusätzlich zu einer verantwortlichen sozialversicherungspflichtigen


Pflegefachkraft und ihrer Vertretung ständig mindestens drei weitere
sozialversicherungspflichtige Pflegefachkräfte gemäß § 18 Absatz 5 (Vollzeit undloder
Teilzeit) zu beschäftigen.

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(2) Hinsichtlich der Sozialversicherungspflicht sind Eigentümer und Gesellschafter, die
hauptberuflich im Pflegedienst mitarbeiten sowie Mitglieder geistlicher
Genossenschaften, Diakonissen und Kirchenbeamte gleichgestellt.

(3) Bei Verhinderung der Pflegefachkräfte nach Absatz 1 ist entsprechendes


Vertretungspersonal einzusetzen.

§ 21 a
Bestandsschutz

Für Pflegedienste, die vor Inkrafttreten dieses Rahmenvertrages zur Leistungserbringung


nach §§ 132, 132a SGB V berechtigt waren, gilt abweichend von § 21 Absatz 1 folgende
Regelung zum Bestandsschutz:
(1) Pflegedienste, die zusätzlich zu einer verantwortlichen sozialversicherungspflichtigen
Pflegefachkraft und ihrer Vertretung ständig zwei weitere soziatversicherungspflichtige
Pflegefachkräfte gemäß § 18 beschäftigen, sind weiterhin zur Leistungserbringung nach
diesem Rahmenvertrag berechtigt.

(2) Mit der Aktualisierungsmeldung zur Anstellunglßeschäftigung einer dritten


Pflegefachkraft verliert der Bestandsschutz seine Wirkung.
(3) Bei Verhinderung der Pflegefachkräfte nach Absatz 1 ist entsprechendes
Vertretungspersonal einzusetzen.

§ 22
Pflegekräfte

(1) Der Pflegedienst kann darüber hinaus weitere geeignete Kräfte einsetzen, die neben den
Leistungen der Grundpflege und Haushaltshilfe auch Leistungen der medizinischen
Behandlungspflege unter Anleitung und Verantwortung einer Pflegefachkraft gemäß § 18
Absatz 5 und 6 erbringen.
(2) Der Anteil der Pflegeleistungen, der durch geringfügig Beschäftigte erbracht wird, darf 20
Prozent nicht übersteigen. „Ein-Euro-Job-Kräfte“ sind von der Leistungserbringung
ausgeschlossen.

Abschnitt 3
- Prozessqualität -

§ 23
Behandlungspflegerischer Prozess
(1) Der Pflegedienst erstellt aufgrund der ärztlichen Verordnung unverzüglich einen
individuellen Pflege- bzw. Einsatzplan. Dieser beschränkt sich auf die Planung und
Durchführung der ärztlichen Verordnung und muss die Entwicklung der
Behandlungspflege entsprechend kontinuierlich aktualisieren. Dabei sind die beim
Versicherten vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten in den Prozess mit
einzubeziehen. Die Leistungen sind im Sinne einer größtmöglichen Kontinuität für den
Versicherten von möglichst wenigen Personen zu erbringen.

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(2) Die ärztlich verordnete Behandlungspflege erfolgt in Ausführungsverantwortung des
Pflegedienstes und unter Kontrolle des delegierenden Arztes. Soweit nach Auffassung
des Pflegedienstes die vom Arzt verordneten Maßnahmen der häuslichen Krankenpflege
und Haushaltshilfe nicht mehr erforderlich oder nicht ausreichend sind, ist der
behandelnde Arzt unverzüglich zu informieren.

§ 24
Pflegedokumentation

(1) Der Pflegedienst hat ein geeignetes, dem aktuellen Standard entsprechendes
Pflegedokumentationssystem anzuwenden, das die übersichtliche und jederzeit
nachvollziehbare Dokumentation der Stammdaten und des Pflegeprozesses in allen
seinen Schritten ermöglicht. Alle Eintragungen sind nachvollziehbar und eindeutig mit
Handzeichen abzuzeichnen. Die Pflegedokumentation ist, außer bei Anwendung
elektronischer Dokumentationssysteme oder in begründeten Ausnahmefällen, beim
Versicherten aufzubewahren.

(2) Die Aufbewahrungsfrist für die Pflegedokumentation beträgt drei Jahre nach Ende des
Kalenderjahres der Leistungserbringung.

Abschnitt 4
- Ergebnisqualität -

§ 25
Ergebnisqualität

Das Ergebnis des Pflegeprozesses ist anhand der ärztlichen Verordnung und des definierten
Behandlungs- und Pflegeziels regelmäßig zu überprüfen. Das Ergebnis der Überprüfung
ist in der Pflegedokumentation festzuhalten.

Kapitel V
- Maßnahmen zur Qualitätssicherung -

§ 26
Qualitätssicherung

(1) Qualitätssicherung ist in interne und externe Maßnahmen zu unterscheiden. Die


Durchführung der Qualitätssicherung wird vom Pflegedienst dokumentiert und
aufbewahrt. Die Pflegedienste haben die Durchführung von und die Beteiiigung an
Qualitätssicherungsmaßnahmen auf Anforderung bei Qualitätsprüfungen der
Krankenkasse nachzuweisen.
(2) Die interne Qualitätssicherung bezieht sich auf jeden Pflegedienst und umfasst die
diesbezüglichen Maßnahmen der Pflegedienste zur Qualitätssicherung. Jeder
Pflegedienst ist für die Qualität seiner Leistungen verantwortlich.

(3) Bei der externen Qualitätssicherung handelt es sich um unterschiedliche Formen der
Beratung und Außenkontrolle, sei dies im Rahmen rechtlicher Verpflichtungen oder
freiwilliger Prüfung.

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(4) Die in den Maßstäben und Grundsätzen für die Qualität und Qualitätssicherung sowie für
die Entwicklung eines einrichtungsinternen Qualitätsmanagements nach § 113 SGB XI in
der ambulanten Pflege - in der jeweils gültigen Fassung ~ getroffenen Festlegungen sind
Bestandteil dieses Vertrages, soweit durch diesen Vertrag nichts anderes 'geregelt ist.

§ 27
Verfahren zur Durchführung von Qualitätsprüfungen

(1) Vlürd von der Krankenkasse die Notwendigkeit einer Qualitätsprüfung als gegeben
angesehen, ist sie berechtigt, die Qualität der Leistungserbringung der häuslichen
Krankenpflege durch den MDK oder andere Sachverständige der Krankenkassen
überprüfen zu lassen.

(2) Dem Träger des Pflegedienstes ist der Zeitpunkt der Prüfung mitzuteilen.
(3) Zur Durchführung der Qualitätsprüfung ist dem Medizinischen Dienst der
Krankenversicherung oder anderen Sachverständigen der Krankenkasse innerhalb der
Geschäftszeiten Zugang zum Pflegedienst zu gewähren.

(4) Vom Träger des Pflegedienstes oder dessen Beauftragten sind dem Prüfer auf
Verlangen die für die Qualitätsprüfung notwendigen Unterlagen vorzulegen und
Auskünfte zu erteilen.

(5) Grundlage der Prüfung sind insbesondere:


die Pflegedokumentation nach § 24,
die Personaleinsatzpläne nach § 16 Absatz 6,
die Qualifikationsnachweise des Pflegepersonals,
- Nachweise über interne Qualitätssicherungsmaßnahmen (wie Fort- und
Weiterbildungsmaßnahmen, Dokumentationen pflegerischer Themen in
Dienstbesprechungen),
- Mindestpersonalzahl
- Kostenübernahmeerklärungen, Leistungsnachweise.
Diese Unterlagen sind drei Jahre aufzubewahren. sofern nicht aufgrund gesetzlicher
oder tarifvertraglicher Regelungen längere Fristen gelten. Dem Träger des
Pflegedienstes ist das Ergebnis der Prüfung innerhalb von 4 Wochen nach Abschluss
der Prüfung schriftlich mitzuteilen.

Kapitel VI
- Inhalt und Umfang der Zusammenarbeit des Leistungserbringers mit den an der
Versorgung Beteiligten -

§ 28
Allgemeines
(1) Zur Sicherstellung der Leistungserbringung im Rahmen der häuslichen Krankenpflege
wirkt der Pflegedienst mit dem Vertragsarzt, dem Krankenhaus, der
Rehabilitationseinrichtung, der Pflegekasse und anderen an der Versorgung Beteiligten
und der Krankenkasse des Versicherten eng zusammen. Dabei soll auch das Ziel
erreicht werden, dass die Leistungen wirksam und wirtschaftlich erbracht werden.
(2) Der Pflegedienst und die Krankenkassen dürfen Vertragsäızte nicht aus
eigenwirtschaftlichen Uberlegungen in ihrer Verordnungsweise beeinflussen.

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§29
Zusammenarbeit mit dem Vertragsarzt

(1) Die Koordination der Zusammenarbeit liegt beim behandelnden Vertragsarzt.

(2) Der Pflegedienst berichtet dem behandelnden Vertragsarzt mit Einverständnis des
Patienten unverzüglich über Veränderungen im gesundheitlichen Status und über
Veränderungen in der häuslichen Pflegesituation aufgrund der häuslichen Krankenpflege
und Haushaltshilfe.

(3) Wird der Pflegedienst vom Vertragsarzt oder vom Versicherten über Veränderungen der
Verordnung, von der Verordnung abweichende Genehmigungen oder über neue
pflegerelevante Befunde informiert, hat der Pflegedienst diese Information unverzüglich
zu berücksichtigen, sobald sie ihm schriftlich vorliegt.

(4) Der Pflegedienst ermöglicht dem Vertragsarzt, sich an der Führung der
Pflegedokumentation zu beteiiigen.

(5) Nach Erweiterung einer Verordnung bedarf es der Zustimmung der Kasse.

§ 30
Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus

(1) Zur Sicherstellung der Leistungserbringung im Rahmen der häuslichen Krankenpflege


wirkt die Vertragsärztin oder der Vertragsarzt mit dem Pflegedienst und der
Krankenkasse der oder des Versicherten eng zusammen. Die Koordination der
Zusammenarbeit liegt bei der behandelnden Vertragsärztin oder dem behandelnden
Vertragsarzt. Der Pflegedienst stellt sicher, dass die notwendigen krankenpflegerischen
Informationen auf der Grundlage der Pflegedokumentation bei Einweisung des
Versicherten in ein Krankenhaus unverzüglich schriftlich zur Verfügung gestellt werden,
sofern er Kenntnis von der Krankenhausbehandlung erlangt.
(2) Hält eine Krankenhausärztin oder ein Krankenhausarzt die Entlassung einer Patientin
oder eines Patienten für möglich und ist aus ihrer oder seiner Sicht häusliche
Krankenpflege erforderlich, kann sie oder er diese anstelle der Vertragsärztin oder des
Vertragsarztes für die Dauer bis zum Ablauf des dritten auf die Entlassung folgenden
Werktages (inklusive des Entlassungstages) verordnen. ln diesem Falle soll die
Krankenhausärztin oder der Krankenhausarzt vor der Entlassung aus dem Krankenhaus
rechtzeitig die weiterbehandelnde Vertragsärztin oder den weiterbehandelnden
Vertragsarzt informieren.

(3) Der Pflegedienst berücksichtigt bei der Planung und Durchführung der häuslichen
Krankenpflege den vom Krankenhaus bei der Entlassung des Versicherten erstellten
Bericht oder Uberleitungsbogen, sofern er dem Pflegedienst vorliegt.

§ 31
Pflegebedürftigkeit
ist nach Auffassung des Pflegedienstes der Versicherte erheblich pflegebedürftig, hat dieser
aber noch keinen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung gestellt, weist der
Pflegedienst auf die erforderliche Antragstellung hin.

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Kapitel VII
- Grundsätze der Wirtschaftlichkeit der Leistungserbringung einschließlich deren
Prüfung -

§ az
wirıscnafrırcnkeır
(1) Die Leistungen der Pflegedienste sind nach Maßgabe der vertragsärztlichen Verordnung
im Rahmen des Notwendigen insgesamt ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich zu
erbringen. Leistungen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, können Versicherte
nicht beanspruchen, Krankenkassen nicht bewilligen und die Pflegedienste nicht zu
Lasten der Krankenkassen erbringen; eine orts- und bürgernahe Versorgung soll
gewährleistet werden.

(2) Sind die verordneten Leistungen der häuslichen Krankenpflege und Haushaltshilfe im
Hinblick auf das Behandlungsziel nicht mehr notwendig oder wirksam (Ergebnisqualität),
ist der behandelnde Vertragsarzt umgehend zu infomıieren.

§ 33
Wirtschaftlichkeitsprüfung

Die Krankenkasse kann die Wirtschaftlichkeit überprüfen, sofern Anhaltspunkte dafür


vorliegen, dass ein Pflegedienst die Anforderungen an die wirtschaftliche
Leistungserbringung nicht oder nicht mehr erfüllt.
Pflegedienste bzw. Träger der Pflegedienste sind über das Ergebnis der
Wirtschaftlichkeitsprüfung umfassend und nachvollziehbar zu informieren und ggf.
anzuhören.

§ 34
Buchführungs- und Rechnungswesen

(1) Pflegedienste haben die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung zu beachten.


In der Regel führen sie ihre Bücher nach der kaufmännischen doppelten Buchführung.

(2) Die Rechnungen über die ausgeführten Leistungen sind grundsätzlich monatlich bei der
leistungspflichtigen Krankenkasse einzureichen. Sollten Rechnungen später als drei
Monate nach Leistungserbringung eingereicht werden, kann die Krankenkasse die
Bezahlung venıveigern. Den Rechnungen ist der Leistungsnachweis (Anlage 7)
beizufügen.

(3) Bei Verordnungen über einen Monatszeitraum hinaus ist Durchschlag Nr. 12 c der
Verordnung nur bei der ersten monatlichen Rechnungslegung beizufügen. Die
Genehmigung von Leistungen für ein Quartal bzw. Halbjahr sind nach fachlicher und
leistungsrechtlicher Abklärung insbesondere bei folgenden Leistungen in Absprache
zwischen Krankenkasse und Leistungserbringer möglich:
- lnsulininjektionen,
- Verabreichen von Medikamenten,
- An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen.

(4) Die Richtlinien nach § 302 SGB V sind in der jeweils gültigen Fassung anzuwenden.
(5) Die Abrechnung ist getrennt nach Status:
- Mitglieder (ohne Rentner)
M=1

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- Familienangehörige dieser Mitglieder
F-3
- Rentner und deren Familienangehörige
R=5
- Sozialhilfeempfänger
SH = 4
zu erstellen, wobei zu jeden einzelnen Versicherten die erbrachten Leistungen nach Art,
Menge und Preis zu bezeichnen sind.
Die vom Pflegedienst durchgeführten Leistungen sind direkt nach Leistungserbringung
von der durchführenden Pflegefachkraft im Leistungsnachweis abzuzeichnen und
monatlich durch den/die Versicherteln bzw. einer von ihmlihr beauftragten Person zu
bestätigen. Eine Bestätigung im Voraus ist unzulässig. Eine Bestätigung für dielden
Versicherteln durch den Pflegedienst ist ausgeschlossen. In Ausnahmefällen, die
entsprechend zu kennzeichnen und zu begründen sind, bleibt das Unterschriftsfeld frei.
Folgende inhaltliche Angaben müssen aus dem Leistungsnachweis henıorgehen:
- Name, Vorname, Geburtsdatum und KV-Nr. des/der Versicherten
- Datum (TaglMonatlJahr) und
Zeitpunkt (Zeitkorridor z.B. MoNo/MilNalAb) der Leistungserbringung
- Legende zu den Zeitkorridoren
- Leistungsart (Leistung der Grund-/Behandlungspflege inkl. Positionsnummer der
Leistungsbeschreibung)
- Anzahl der einzelnen Leistungen und einzelnen Leistungserbringungen pro Tag (Jede
Leistung muss gesondert dokumentiert werden)
- Zusammengefasst Anzahl der einzelnen Leistungserbringungen pro Monat
Handzeichen der durchführenden Pflegefachkraft/Pflegekraft pro Leistungsart und pro
Leistungserbringung
- Datum und Unterschrift des Versicherten bzw. der beauftragten Person
- Datum und Unterschrift der verantwortlichen Pflegefachkraft
- Stempel und IK des Leistungserbringers
Pflegedienste, die ein EDV-Programm zur Leistungserfassung und/oder
Leistungsdokumentation verwenden, können den von ihrem EDV-Programm erstellten
Leistungsnachweis für die Abrechnung venrvenden. Der in dieser Form erstellte
Leistungsnachweis muss mindestens die gleichen Anforderungen an
Personalidentifikation ermöglichen, wie ein Leistungsnachweis mit durch Handzeichen
bestätigten Einzelleistungen.

Die Bezahlung der Rechnungen erfolgt innerhalb von 21 Kalendertagen nach Eingang
bei den zuständigen benannten Abrechnungsstellen der Krankenkassen. Die
Krankenkassen sind verpflichtet, die Anschriften der Abrechnungsstellen sowie mögliche
Veränderungen den Vertragspartnern rechtzeitig bekannt zu geben. Bei Zahlung durch
Ubenıveisung gilt die Frist als gewahrt, wenn der Auftrag innerhalb dieser Zeit dem
Geldinstitut erteilt wurde. Beanstandungen müssen innerhalb von sechs Monaten nach
Rechnungslegung geltend gemacht werden. -
Für den Personenkreis der Zugeteilten (z.B. Anspruchsberechtigte nach dem BVG, BEG
und HHG) sind Einzelrechnungen in doppelter Ausfertigung bei der jeweiligen
Krankenkasse einzureichen.
Uberträgt der Pflegedienst die Abrechnung einer Abrechnungsstelle, so hat er die
Krankenkasse unverzüglich schriftlich über Namen und Zeitraum zu ínfomıieren.
Zahlungen an eine AbrechnungsstelleNerrechnungsstelle erfolgen mit
schuldbefreiender Wirkung für die Krankenkasse, dies gilt auch dann, wenn die
Rechtsbeziehung zwischen AbrechnungsstelleNerrechnungsstelIe und dem
Pflegedienst mit einem Rechtsmangel behaftet ist (Anlage 5).

Seite 19 von 26
§ 35
Abrechnung und Datenträgeraustausch - DTA

Die Pflegedienste sind verpflichtet, die von ihnen erbrachten Leistungen im Wege
elektronischer Datenübertragung oder maschinell verwertbar auf Datenträgern
abzurechnen. Daraus ergibt sich für die Krankenkassen die Verpflichtung, die Daten
maschinell anzunehmen (vgl. § 302 SGB V). Bei der Umsetzung und Ausgestaltung der
Regelungen zur Abrechnung in den Verträgen nach § 132a Abs. 2 SGB V haben die
Vertragspartner die Richtlinie nach § 302 Abs. 2 SGB V zu beachten. Die Grundsätze
der Datensparsamkeit und der Datenvermeidung sind zu berücksichtigen. Soweit die
Empfehlungspartner nach § 132a Abs. 1 SGB V Regelungen treffen, die von den
Regelungen der Richtlinie nach § 302 Abs. 2 SGB V abweichen, sind diese vorrangig (§
132a Abs. 1 Satz 4 Nr. 7 und Satz 6 SGB \/). Regelungen in diesem Sinne sind die
Absätze 2, 3, 4 und 6.

Vor der erstmaligen Durchführung der elektronischen Datenübertragung im


Echtverfahren ist die ordnungsgemäße Verarbeitung durch ein Erprobungsverfahren
sicherzustellen. lm Erprobungsverfahren sind der Krankenkasse neben den Testdaten
die Abrechnungsunterlagen in Papierform zu übermitteln. Nach dreimaliger erfolgreicher
Durchführung des Erprobungsverfahrens ist die maschinelle Abrechnung ins
Echtverfahren zu überführen. Der Pflegedienst erhält eine Mitteilung über die
erfolgreiche Beendigung des Erprobungsverfahrens. Anschließend werden die
maschinellen Abrechnungen immer im Echtverfahren durchgeführt. Die Einzelheiten
bezüglich des Übergangs vom Erprobungs- zum Echtverfahren sowie die damit im
Zusammenhang stehenden Modalitäten sind unter Berücksichtigung der Synergien der
elektronischen Datenübertragung zwischen den Vertragsparteien nach § 132a Abs. 2
SGB V zu regeln.

Die im Rahmen des maschinellen Abrechnungsverfahrens zu übermittelnden Daten


müssen entsprechend der vertraglichen Regelungen nach § 132a Abs. 2 SGB V mit den
Angaben im Leistungsnachweis übereinstimmen. Neben den maschinell oder auf
Datenträgern übermittelten Daten sind den Abrechnungen die von den Vertragspartnern
nach § 132a Abs. 2 SGB V vereinbarten Urbeiege sowie die notwendigen Begleitzettel
beizufügen. Der Abrechnung ist der unterschriebene Leistungsnachweis im Sinne eines
Papierbeleges beizufügen, solange die Vertragspartner nicht ein anderes -technisches
- Verfahren der Darstellung und Übermittlung des Leistungsnachweises vereinbart oder
eine andere Regelung getroffen haben. Die Partner der Empfehlungen streben
perspektivisch an, den Leistungsnachweis als Teil des elektronischen
Datenaustausches zu übermitteln. lm Falle der Änderung des § 3 Abs. 3 der
Bundesrahmenempfehlungen gem. §132a Abs. 1 SGB V vereinbaren die
Vertragspartner eine entsprechende Anpassung.

Unterlagen, die der Krankenkasse im Rahmen des Genehmigungsverfahrens bereits


vorgelegen haben (z.B. Verordnung) bzw. die im Rahmen des Genehmigungsverfahrens
von der Krankenkasse erstellt wurden (z.B. Genehmigungsschreiben der Krankenkasse)
müssen bei der Abrechnung von genehmigten und erbrachten Leistungen der
Krankenkasse oder ggf. einem von der Krankenkasse bestimmten externen Dienstleister
nicht erneut vorgelegt werden. Diese Regelung findet spätestens ab dem 01.09.2014
Anwendung.

Sofern eine Gesamtrechnung Abrechnungspositionen enthält, die fehlerhaft sind bzw.


deren Abrechnung von der Krankenkasse im Rahmen der Rechnungsprüfung
beanstandet wird, berechtigt dies die Krankenkasse grundsätzlich nicht, die Abrechnung
der unstrittigen Abrechnungspositionen zurückzuweisen. Bei begründeten
Beanstandungen kann eine Abrechnung insgesamt zurückgewiesen werden. Eine
begründete Beanstandung liegt vor, wenn die Abrechnung übenrviegend falsche
Abrechnungspositionen enthält, die nicht der Genehmigung bzw. in Fällen des Absatzes

Seite 20 von 26
6 nicht der Verordnung entsprechen oder übenrviegend Preise zur Abrechnung kommen,
welche nicht vertraglich vereinbart wurden.

Die Krankenkassen stellen die Abrechnung von Leistungen sicher, für die im Rahmen
der Regelung zur vorläufigen Kostenzusage nach § 6 Abs. 6 HKP-RL ein
Vergütungsanspruch besteht. Hierzu wird im Schlüsselverzeichnis der Technischen
Anlage Nr. 3 eine neue Schlüsselnummer für das Feld „Genehmigungskennzeichen"
geschaffen, die in Fällen der Abrechnung der im Rahmen der vorläufigen Kostenzusage
erbrachten Leistungen anzugeben ist, sofern die Krankenkasse kein individuelles
Genehmigungskennzeichen vergeben hat. Wenn Leistungen mit Hilfe dieses Schlüssels
abgerechnet werden und die Krankenkasse im Rahmen ihrer Prüfung feststellt, dass die
Abrechnungspositionen im Rahmen der vorläufigen Kostenzusage zu Unrecht vergütet
wurden, ist sie berechtigt, die Vergütung zurückzufordern. Dies ist auch der Fall, wenn
ein Abrechnungszentrum dazwischen geschaltet ist. Einzelheiten sind vertraglich zu
vereinbaren. Die Regelung findet spätestens ab dem 01.04.2014 Anwendung.

Pflegedienste, die Dienstleister für die Abrechnung beauftragen, stellen die in diesem
Zusammenhang notwendigen Unterlagen und Abrechnungsinformationen (z.B. Verträge,
Leistungsnachweise, Verordnungsangaben, Genehmigungsschreiben) für eine
ordnungsgemäße Abrechnung zur Verfügung. Dies gilt in gleicher Weise für die
Krankenkassen und die von ihnen beauftragten Abrechnungszentren.

lm Rahmen der Abrechnungen zum Datenträgeraustausch ist das Schlüssel-I


Gebührenpositionsnummernverzeichnis zur Vergütungsvereinbarung dieses
Rahmenvertrages maßgeblich (Anlage Q).

Kapitel VIII
- Grundsätze der Vergütung und ihrer Strukturen -

§ 36
Allgemeine Grundsätze
(1) Der Abschluss einer Vergütungsvereinbarung gilt nur für Pflegedienste, die dem Vertrag
nach § 13 beigetreten sind.

(2) Das System zur Vergütung von häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe soll
insbesondere nachfolgende Grundsätze erfüllen:
1. Das Vergütungssystem muss für die Vertragspartner und die Versicherten
transparent und praktikabel sein.
2. Die Vergütung muss leistungsgerecht sein und die Leistungserbringer in die Lage
versetzen, eine ausreichende, zweckmäßige und den Qualitätsanforderungen
entsprechende Leistung zu erbringen.
3. In den Vereinbarungen über die Vergütung der häuslichen Krankenpflege und
Haushaltshilfe haben die Krankenkassen und die Leistungserbringer den Grundsatz
der Beitragssatzstabilität zu beachten.
4. Die Vergütung wird prospektiv für einen zukünftigen Zeitraum vereinbart.
5. Zahlungen zu Vertragsleistungen darf der Pflegedienst von dem Versicherten oder
seinen Angehörigen weder fordern noch annehmen.
6. Das Vergütungssystem ist so zu gestalten, dass Doppelabrechnungen beispielsweise
durch Leistungsüberschneidungen vermieden werden.

Die im Zusammenhang mit der Leistungserbringung dem Pflegedienst entstehenden


Aufwendungen sind dabei zu berücksichtigen.

Seite 21 von 26
§ 37
Vergütungsforrnen

(1) Die Vergütung der erbrachten Leistungen wird in der Anlage 8 geregelt.

(2) Mit den in der Anlage 8 genannten Vergütungen sind sämtliche im Zusammenhang mit
den erbrachten Leistungen erforderlichen Aufwendungen abgegolten. Dies gilt nicht für
verordnungsfähige Arznei-, Verband-, Heil- und Hilfsmittel.

Kapitel IX
- Clearingstelle und Schiedsperson -

§ 38
Clearingstelle

.Zur Klärung von Meinungsverschiedenheiten bei der Auslegung dieses Rahmenvertrages,


ausgenommen der §§ 14 bis 15, wird eine Clearingstelle gebildet. Entsprechend der
Geschäftsordnung der Clearingstelle (Anlage 10) wird diese paritätisch aus Vertretern der
Leistungserbringer und der Krankenkassen besetzt.

§ 39
Schiedsperson

(1) Die Parteien verpfiichten sich zur Durchführung einer Konfliktlösung, wenn sich die
Verhandlungsparteien über den konkreten Inhalt der Verträge, insbesondere über die
Höhe der Vergütung, nicht einigen können.
(2) lm Falle von Nichteinigung legt eine von den Vertragsparteien zu bestimmende
unabhängige Schiedsperson den Vertragsinhalt, dessen Auslegung sowie die Vergütung
und Leistung fest.

(3) Näheres wird in einem Schiedsvertrag geregelt.

Kapitel X
- Inkrafttreten und Kündigung -

§ 40
Inkrafttreten
Dieser Rahmenvertrag tritt am 01.05.2015 in Kraft. Er kann unter Beachtung der Vorgaben
des § 41 frühestens zum 31.12.2016 ordentlich gekündigt werden.

§ 41
Kündigung des Rahmenvertrages
(1) Der Vertrag kann von jeder Vertragspartei mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende
des Kalenderjahres mit eingeschriebenem Brief gekündigt werden. Über die Kündigung
sind die jeweiligen Vertragspartner der jeweiligen Vertragspartei mit gleicher Post zu
informieren.

Seite 22 von 26
(2) Die Kündigung durch einen Vertragspartner berührt die Weitergeltung dieses Vertrages
für die übrigen Vertragspartner nicht.

(3) Bei Kündigung dieses Rahmenvertrages oder Teilen dieses Rahmenvertrages gelten die
gekündigten Vertragsbestimmungen bis zum Abschluss neuer Vertragsbestimmungen
weiter. Nach Eingang der Kündigung sind unverzüglich Verhandlungen über einen neuen
Rahmenvertrag aufzunehmen.
(4) Für Anlagen mit befristeter Laufzeit entfällt die Kündigung durch die Vertragspartner. Bis
zum lnkrafltreten einer neuen Vereinbarung gilt die bisherige weiter.

(5) Die Vertragspartner können diese Vereinbarung auch im ungekündigten Zustand


einvernehmlich ändern.

§ 42
Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieses Rahmenvertrages nichtig sein oder durch gesetzliche
Neuregelungen ganz oder teilweise unwirksam werden, so wird hierdurch die Wirksamkeit
des Rahmenvertrages im Übrigen nicht berührt. Tritt ein solcher Fall ein, verständigen sich
die Vertragspartner unverzüglich über die notwendigen Neuregelungen.

Seite 23 von 26
Anlagen
zum Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132 a Absatz 1 SGB Vzur Erbringung von
häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe vom 1.5.2015

Anlage 1 Beitrittserklärung zum Rahmenvertrag

Anlage 2 Leistungsverzeichnis

Anlage 3 Antragsformular für einen Vertragsabschluss

Anlage 4 Beschäftigungsnachweis

Anlage 5 Ermächtigungserklärung

Anlage 6 Aktualisierungsformular

Anlage 7 Leistungsnachweis

figgå Vergütungsvereinbarung zum Rahmenvertrag zur Erbringung von


Häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe
Anlage 9 Schlüssel-IGebührenpositionsnummernverzeichnis zur
Vergütungsvereinbarung zum Rahmenvertrag zur Erbringung
häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe
Anlage 10 Geschäftsordnung Clearingstelle einschl. Anlagen

Seite 24 von 26
Unterschriftsseite _
zum Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132 a Abs. 1 SGB V zur Erbringung von
häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe vom 01.05.2015

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sozialer Dienste e. V. (bpa) Lëifldf-'S92 äflsstßlle
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Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Der Leiter der vdek-Landesvertretung

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Anlage 1
Beitrittserklärung zum Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132 a SGB V zur Erbringung von
häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe vom 01.05.2015

Beitritt

Als Träger des zugelassenen ambulanten Pflegedienstes erklären wir hiermit den Beitritt
zum Rahmenvertrag nach §§ 132 und 132a Abs. 2 SGB V zur Erbringung von häuslicher
Krankenpflege und Haushaltshilfe zwischen

- dem Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)


- dem Bundesverband Ambulante Dienste e.V. (bad)
- dem Bundesarbeitsgemeinschaft Hauskrankenpflege e. V. Landesverband Sachsen-
Anhalt (B.A.H.)
- dem Berufsverband Heim- und Hauskrankenpflege e. V. (BHHP)
- dem Arbeitgeber- und BerufsVerband privater Pflege e.V. (ABVP)
- dem Landesverband Hauskrankenpflege Sachsen-Anhalt e. V. (LVHKP)
- dem Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe Sachsen-Anhalt e.V. (VDAB)

und

- dem BKK Landesverband Mitte


- der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVFLG)
- der Knappschaft, Regionaldirektion Cottbus
- den Ersatzkassen
- Techniker Krankenkasse (TK)
- BARMER GEK
- DAK-Gesundheit
- Kaufmännische Krankenkasse - KKH
- HEK-Hanseatische Krankenkasse
- hkk
Gemeinsamer Bevollmächtigter mit Abschlussbefugnis:
Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), vertreten durch den Leiter der vdek-
Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Pflegedienst: _____________________________________ (Name)

_____________________________________ (Inhaber)

_____________________________________ (Anschrift)

_____________________________________ (PLZ, Ort)

Institutionskennzeichen: _____________________________________

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Verband: _____________________________________

Der Träger des Pflegedienstes erkennt durch diese Beitrittsvereinbarung die Inhalte des
Rahmenvertrages nach §§ 132 und 132a Abs. 2 SGB V zur Erbringung von häuslicher
Krankenpflege und Haushaltshilfe als verbindlich an.

Träger der Einrichtung: ____________________________________________

____________________________________________

____________________________________________

____________________________________________
(Name und Anschrift)

__________________________________
Ort, Datum

__________________________________ ______________________________
(rechtsverbindliche Unterschrift des Trägers) (Stempel des Trägers)

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Anlage 2
Leistungsverzeichnis zum Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132 a SGB V zur Erbringung von häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe vom 01.05.2015

1. Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung


Pflegerische Prophylaxen, Lagern und Hilfen bei der Mobilität sind Bestandteil der verordneten Leistungen in dem Umfang, wie sie zur Wirksamkeit der verordneten Leistungen notwendig
sind, auch wenn die Häufigkeit, in der sie nach Maßgabe der individuellen Pflegesituation erbracht werden müssen, von der Frequenz der verordneten Pflegeleistungen abweichen. Die
allgemeine Krankenbeobachtung ist Bestandteil jeder einzelnen Leistung der häuslichen Krankenpflege und von daher nicht gesondert verordnungsfähig.
Hinweis: Obenstehende Problematik Prophylaxen unter Vorbehalt

Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Bemerkung


Vergütungsvereinbarung
1. Anleitung bei der Grundpflege in der Häuslichkeit 1 Die Patientin oder der Patient, eine Angehörige oder ein Angehöriger oder eine andere Person
gem. HKP-Richtlinie nach § 92 SGB V wird
- in der Durchführung einer Maßnahme angeleitet bzw. unterstützt und
Beratung und Kontrolle des Patienten, Angehöriger oder anderer - im Hinblick auf das Beherrschen einer Maßnahme kontrolliert,
Personen in der Häuslichkeit bei initialer Unfähigkeit zur Durchführung
der Maßnahmen und vorhandenem Lernpotenzial (z. B. bei den um die Maßnahme dauerhaft selbst durchführen oder dauerhaft Hilfestellung bei der
Grundverrichtungen des täglichen Lebens, wie Lagern, Körperpflege) eigenständigen Durchführung der Maßnahme geben zu können.

2. Ausscheidungen: 2

- Ausscheidungen, Hilfe beim Ausscheiden und der siehe Stomabehandlung (Nr. 28)
Beseitigung von Urin, Stuhl, Schweiß, Sputum und auch siehe Einlauf, Klistier, Digitale Enddarmausräumung (Nr. 14)
Mageninhalt, z. B.:
 Verwendung von Inkontinenzprodukten (z. B. Vorlagen, Das Abklemmen des Dauerkatheterschlauches zur Steigerung der Blasenkapazität ist Bestandteil
Condomurinal) der Leistung.
 Reinigung des Harnröhrenkatheters (Reinigung des
Katheters und der Harnröhrenöffnung, ggf. Abstöpseln in Siehe Trachealkanüle, Wechsel und Pflege der (Nr. 29)
zeitlich festgelegten Intervallen)
 Wechsel des Katheterbeutels siehe PEG, Versorgung bei (Nr. 27)
 Reinigung und Versorgung des Urostoma
 Reinigung und Versorgung des Anus-praeter siehe Katheter, Versorgung eines suprapubischen (Nr. 22)

- Kontinenztraining, Toilettentraining (Aufsuchen der Toilette


nach einem festen Zeitplan). Die Uhrzeiten sind in einem
Erfassungsbogen zu dokumentieren.
 der Harnblase. Die Blasenentleerungszeiten sind im
Abstand zur Einnahme von Flüssigkeit je nach Gewohnheit
der Patientin oder des Patienten einzupendeln, anfänglich
mindestens zweistündlich. Angestrebt wird eine viermalige
Blasenentleerung pro Tag.
 des Enddarms. Die Darmentleerungszeiten sind je nach
Gewohnheit der Patientin oder des Patienten einzupendeln.

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Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Bemerkung
Vergütungsvereinbarung
gegebenenfalls einschließlich
- pflegerische Prophylaxen (pflegerische Maßnahmen zur
Vorbeugung von Kontraktur, Obstipation, Parotitis, Pneumonie,
Soor, Thrombose, Hornhautaustrocknung, Intertrigo).
- Dekubitusprophylaxe wenn Hautdefekt noch nicht besteht (z. B.
wirksame Druckentlastung, Hautpflege, ausreichende
Flüssigkeitszufuhr),
- Lagern (Flachlagerung, Oberkörperhochlagerung, Ist aus medizinischer Sicht eine besondere Lagerungsform erforderlich, ist dies auf der
Bauchlagerung, Beintieflagerung, Beinhochlagerung oder Verordnung einer anderen Leistung anzugeben.
Seitenlagerung (30, 90, 135 Grad), ggf. unter Verwendung von
Lagerungshilfsmitteln),
- Mobilität, Hilfe zur Verbesserung der (im Rahmen der
aktivierenden Pflege z. B.: Aufstehen aus liegender oder
sitzender Position in Form von Aufrichten bis zum Stand, Gehen
und Stehen, Treppensteigen, Transfer/ Umsetzen, Hinsetzen und
Hinlegen, Betten einer immobilen Patientin oder eines immobilen
Patienten, Lagern, Allgemeine Bewegungsübungen).

3. Ernährung beinhaltet: 2
- Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr, Hilfe bei
- Sondennahrung, Verabreichen von, über Magensonde, siehe PEG, Versorgung bei (Nr. 27)
Katheter-Jejunostomie (z. B. Witzel-Fistel), perkutante siehe Medikamentengabe (Nr. 26)
endoskopische Gastrotomie (PEG) mittels Spritze, Schwerkraft
oder Pumpe, Überprüfung der Lage der Sonde, Spülen der Sonde
nach Applikation, ggf. Reinigung des verwendeten
Mehrfachsystems,

gegebenenfalls einschließlich
- pflegerische Prophylaxen (Pflegerische Leistungen zur
Vorbeugung von Kontraktur, Obstipation, Parotitis, Pneumonie,
Soor, Thrombose, Hornhautaustrocknung, Intertrigo),
- Dekubitusprophylaxe wenn Hautdefekt noch nicht besteht (z. B.
wirksame Druckentlastung, Hautpflege, ausreichende
Flüssigkeitszufuhr), Ist aus medizinischer Sicht eine besondere Lagerungsform erforderlich, ist dies auf der
- Lagern (Flachlagerung, Oberkörperhochlagerung, Verordnung einer anderen Leistung anzugeben.
Bauchlagerung, Beintieflagerung, Beinhochlagerung oder
Seitenlagerung (30, 90, 135 Grad), ggf. unter Verwendung von
Lagerungshilfsmitteln),
- Mobilität, Hilfe zur Verbesserung der (im Rahmen der
aktivierenden Pflege z. B.: Aufstehen aus liegender oder
sitzender Position in Form von Aufrichten bis zum Stand, Gehen
und Stehen, Treppensteigen, Transfer / Umsetzen, Hinsetzen und
Hinlegen, Betten eines immobilen Patienten, Lagern, allgemeine
Bewegungsübungen).

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Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Bemerkung
Vergütungsvereinbarung
4. Körperpflege beinhaltet: 2 Kosmetische Maßnahmen im Sinne der Schönheitspflege sind keine Maßnahmen der häuslichen
- Duschen, Baden, Waschen (auch von Augen, Ohren, Nase), Krankenpflege.
Mund-, Zahn-, Lippen- und Hautpflege, Rasur, Haar- und
Nagelpflege ggf. Pflege eine Augenprothese Die Hornhautpflege mit künstlicher Tränenflüssigkeit, z. B. bei fehlendem Lidschluss soweit keine
- ggf. Mundpflege als Prophylaxe bei abwehrgeschwächten Augenerkrankung vorliegt, ist eine prophylaktische Maßnahme.
und/oder im Allgemeinzustand stark reduzierten Patientinnen
oder Patienten Gabe von Augentropfen/-salben siehe Medikamentengabe.

- An- und/oder Auskleiden (Vorbereiten individueller Kleidung, Die Augenspülung ist eine ärztliche Leistung.
Hilfe beim An- und Ausziehen der Kleidung, von Stützstrümpfen,
von Antithrombosestrümpfen, von
konfektionierten/teilkonfektionierten/maßgefertigten Bandagen, von Zu Kompressionsstrümpfen ab Klasse II siehe Verbände (Nr. 31)
Kompressionsstrümpfen der Kompressionsklasse I, das An- und
Ablegen von Prothesen, von Orthesen, von Stützkorsetts, von
Bruchbändern etc.).

gegebenenfalls einschließlich
- pflegerische Prophylaxen (Pflegerische Maßnahmen zur
Vorbeugung von z. B. Kontraktur, Obstipation, Parotitis,
Pneumonie, Soor, Thrombose, Hornhautaustrocknung, Intertrigo),
- Dekubitusprophylaxe wenn Hautdefekt noch nicht besteht (z. B.
wirksame Druckentlastung, Hautpflege, ausreichende
Flüssigkeitszufuhr),
- Lagern (Flachlagerung, Oberkörperhochlagerung, Ist aus medizinischer Sicht eine besondere Lagerungsform erforderlich, ist dies auf der
Bauchlagerung, Beintieflagerung, Beinhochlagerung oder Verordnung einer anderen Leistung anzugeben.
Seitenlagerung (30, 90, 135 Grad), ggf. unter Verwendung von
Lagerungshilfsmitteln),
- Mobilität, Hilfe zur Verbesserung der (im Rahmen der
aktivierenden Pflege z. B.: Aufstehen aus liegender oder
sitzender Position in Form von Aufrichten bis zum Stand, Gehen
und Stehen, Treppensteigen, Transfer/Umsetzen, Hinsetzen und
Hinlegen, Betten einer immobilen Patientin oder eines immobilen
Patienten, Lagern, Allgemeine Bewegungsübungen).

5. Hauswirtschaftliche Versorgung beinhaltet: 3

Besorgungen (auch von Arzneimitteln), Bettwäsche wechseln,


Einkaufen, Heizen, Geschirr spülen, Müllentsorgung,
Mahlzeitenzubereitung (auch Diät), Wäschepflege, Reinigung der
Wohnung (Unterhalts- ggf. Grundreinigung).

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2. Leistungen der Behandlungspflege
Pflegerische Prophylaxen, Lagern und Hilfen bei der Mobilität sind Bestandteil der verordneten Leistungen in dem Umfang, wie sie zur Wirksamkeit der verordneten Leistungen notwendig
sind, auch wenn die Häufigkeit, in der sie nach Maßgabe der individuellen Pflegesituation erbracht werden müssen, von der Frequenz der verordneten Pflegeleistungen abweichen. Die
allgemeine Krankenbeobachtung ist Bestandteil jeder einzelnen Leistung der häuslichen Krankenpflege und von daher nicht gesondert verordnungsfähig.

Hinweis: Obenstehende Problematik Prophylaxen unter Vorbehalt

Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Bemerkung


Vergütungsvereinbarung
6. Absaugen 5 d)

- Absaugen der oberen Luftwege


Bei hochgradiger Einschränkung der Fähigkeit zum Abhusten/ der
bronchialen Selbstreinigungsmechanismen z. B. bei schwerer
Emphysembronchitis, Aids, Mukoviszidose, beatmeten Patientinnen
oder Patienten.

- Bronchialtoilette (Bronchiallavage)
Therapeutische Spülung der Bronchien bei
intubierten/tracheotomierten Patientinnen oder Patienten z. B. mit
physiologischer Kochsalzlösung, ggf. unter Zusatz von Sekretolytika

7. Anleitung bei der Behandlungspflege in der Häuslichkeit 1 Die Patientin oder der Patient, eine Angehörige oder ein Angehöriger oder eine andere Person
gem. HKP-Richtlinie nach § 92 SGB V wird

Beratung und Kontrolle der Patientin oder des Patienten, Angehöriger - in der Durchführung einer Maßnahme angeleitet bzw. unterstützt und
oder anderer Personen in der Häuslichkeit bei initialer Unfähigkeit zur - im Hinblick auf das Beherrschen einer Maßnahme kontrolliert
Durchführung der Maßnahmen und vorhandenem Lernpotenzial (z. B.
Blutzuckerkontrolle). um die Maßnahme dauerhaft selbst durchführen oder dauerhaft Hilfestellung bei der
eigenständigen Durchführung der Maßnahme geben zu können.

8. Beatmungsgerät, Bedienung und Überwachung des 5 e)

Anpassung und Überprüfung der Einstellungen des Beatmungsgerätes


an Vitalparameter (z. B. Atemgase, Herzfrequenz, Blutdruck) auf
Anordnung der Ärztin oder des Arztes bei beatmungspflichtigen
Erkrankungen, z. B. Querschnittslähmung, Zustand nach Schädel-
Hirntrauma; Überprüfung der Funktionen des Beatmungsgerätes, ggf.
Austausch bestimmter Teile des Gerätes (z. B. Beatmungsschläuche,
Kaskaden, O2-Zellen).

9. Blasenspülung 5 d) Blasenspülungen sind nur verordnungsfähig bei durchflussbehinderten Dauerkathetern infolge


Pyurie oder Blutkogeln.
Einbringen einer Lösung unter sterilen Kautelen mittels Blasenspritze
oder Spülsystem durch einen Dauerkatheter in die Harnblase, Bei Blasenspülungen sind Blaseninstallationen Bestandteil der Leistung und nicht gesondert
Beurteilen der Spülflüssigkeit. verordnungsfähig. siehe Instillation (Nr. 20)

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Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Bemerkung
Vergütungsvereinbarung
10. Blutdruckmessung 5 a) 24-h-Blutdruckmessungen mittels Dauermessgerät sind keine Leistung der häuslichen
Krankenpflege.
bei Erst- und Neueinstellung eines Hypertonus
Die Häufigkeit der Blutdruckmessung erfolgt nach Maßgabe des ärztlichen Behandlungsplanes
in Abhängigkeit der ärztlich verordneten Medikamententherapie

11. Blutzuckermessung 5 b) Routinemäßige Dauermessungen sind nur zur Fortsetzung der sogenannten Intensivierten
Insulintherapie verordnungsfähig.
Ermittlung und Bewertung des Blutzuckergehaltes kapillaren Blutes Bei der Folgeverordnung ist der HbA 1 C – Wert zu berücksichtigen
mittels Testgerät (z. B. Glucometer)
Nur verordnungsfähig bei Patientinnen und Patienten mit
- bei Erst- und Neueinstellung eines Diabetes insulin- oder - einer so hochgradigen Einschränkung der Sehfähigkeit, dass es ihnen unmöglich ist,
tablettenpflichtig) das kapillare Blut zu entnehmen, auf den Teststreifen zu bringen und das
- bei Fortsetzung der sog. Intensivierten Insulintherapie Messergebnis abzulesen oder
- einer so erheblichen Einschränkung der Grob- und Feinmotorik der oberen
Extremitäten, dass sie das kapillare Blut nicht entnehmen und auf den Teststreifen
bringen können oder
- einer so starken Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit, dass sie zu
schwach sind, das kapillare Blut entnehmen und auf den Teststreifen bringen zu
können (z. B. moribunde Patientinnen oder Patienten) oder
- einer so starken Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit und Realitätsverlust,
dass die Compliance bei der Diagnostik nicht sichergestellt ist Oder
- entwicklungsbedingt noch nicht vorhandener Fähigkeit, die Leistung zu erlernen oder
selbständig durchzuführen.

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

Die Häufigkeit der Blutzuckermessung erfolgt nach Maßgabe des ärztlichen Behandlungsplanes
in Abhängigkeit der ärztlich verordneten Medikamententherapie.

12. Dekubitusbehandlung 5 d) Bei der Verordnung ist der Dekubitus (Lokalisation, Grad, Größe) sowie die bereits vorhandene
technische Ausstattung zur Druckentlastung zu beschreiben. Im Pflegeprotokoll sind der
Verordnungsvoraussetzungen: Lagerungszeitpunkt, die Lagerungsposition sowie die durchgeführte Wundbehandlung zu
- Mindestens oberflächlicher Hautdefekt, evtl. Blasenbildung dokumentieren.
- Versorgung durch Wundreinigung/Wundverbände (z.B.
Feuchtverband, Hydrokolloidverband, Hydrogelverband) Ziel der Dekubitusbehandlung ist die Wundheilung. Die Erstverordnung ist in Abhängigkeit von
- wirksame Druckentlastung Art und Umfang des Dekubitus bis zu 3 Wochen auszustellen. Vor der Folgeverordnung hat die
Ärztin oder der Arzt das Pflegeprotokoll auszuwerten und prognostisch einzuschätzen, ob die
Dekubitustherapie unter ambulanten Bedingungen zum Ziel führen kann. Die Frequenz der
Druckentlastung richtet sich nach dem Fortgang der Wundheilung (z. B. alle 2 Stunden).

Die Lagerung von Dekubituspatientinnen und Dekubituspatienten soll nach Möglichkeiten – ggf.
nach Anleitung – von Angehörigen übernommen werden.

Zur Dekubitusbehandlung ist der Verbandwechsel Bestandteil der Leistung und nicht gesondert
verordnungsfähig.

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Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Bemerkung
Vergütungsvereinbarung
13. Drainagen, überprüfen von, Versorgen 5 c)

Überprüfen von Lage, Sekretfluß sowie von Laschen, Wechseln des


Sekretbehälters

14.1 Einlauf 5 d) Das dafür erforderliche Mittel ist nicht zu Lasten der GKV verordnungsfähig; Ausnahme: bei
Tumorleiden, bei Megakolon, bei Divertikulose, bei Divertikulitis, bei neurogenen
14.2 Klistier/Klysma/digitale Enddarmausräumung 5 c) Darmlähmungen, bei phosphatbindender Medikation, bei chronischer Niereninsuffizienz, vor
diagnostischen Eingriffen.
bei Obstipation, die nicht anders zu behandeln ist.

15. Flüssigkeitsbilanzierung 5 d) Routinemäßige Flüssigkeitsbilanzen sind nicht verordnungsfähig. Diese Leistung erstreckt sich
jeweils über 24 Stunden und ist als eine Leistung anzusehen. Ergebnisse sind gemäß
Messung der Ein- und Ausfuhr von Flüssigkeiten mit kalibrieten ärztlichem Behandlungsplan zu würdigen, Verlaufsprotokolle sind immer zu führen und durch
Gefäßen, ggf. inclusive Gewichtskontrolle, ggf. incl. Messung von die Ärztin oder den Arzt auszuwerten. Sie ist nur gesondert verordnungsfähig, wenn keine Hilfe
Bein- und Bauchumfang zur Kontrolle des Flüssigkeitshaushaltes bei bei der Nahrungsaufnahme und/oder beim Ausscheiden erbracht wird.
dessen beginnender Dekompensation.

16. Infusionen, i. v. 5 e) Verlaufsbogen erforderlich.

Wechseln und erneutes Anhängen der ärztliche verordneten Infusion Die i. v. Medikamentengabe, die venöse Blutentnahme sowie die arterielle, intrathekale Infusion
bei ärztlich gelegtem peripheren oder zentralen i. v.-Zugang oder des sind keine Leistungen der häuslichen Krankenpflege.
ärztlich punktierten Port-a-cath zur Flüssigkeitssubstitution oder
parenteralen Ernährung, Kontrolle der Laufgeschwindigkeit (ggf. per
Infusionsgerät) und der Füllmenge, Durchspülen des Zuganges nach
erfolgter Infusionsgabe, Verschluss des Zuganges

16a Auf der Verordnung ist der Infusionstyp, die Menge und die
Infusionen, s.c. 5 e) Dauer der Infusion anzugeben.
– Legen, Anhängen, Wechseln, sowie abschließendes Entfernen einer Indikation:
ärztlich verordneten s.c. Infusion zur Flüssigkeitssubstitution Mittelschwere Exsikkose bei negativer Flüssigkeitsbilanz (bei
– Kontrolle von Laufgeschwindigkeit und Füllmenge akuter Erkrankung oder Verschlimmerung der Erkrankung z. B.
– Überprüfung der Injektionsstelle beim Anlegen, Wechseln oder bei Fieber, Diarrhoe), mit einhergehendem Unvermögen oralen
Entfernen der Infusion auf Zeichen einer Ödembildung, Schwellung Ausgleichs und potenzieller Reversibilität insbesondere bei
oder Rötung geriatrischen Patienten.
Als Kontraindikationen sind insbesondere zu beachten:
– Schwere Dehydratation
– Dekompensierte Herzinsuffizienz
– Dekompensierte Niereninsuffizienz
– Koagulopathien
– Kreislaufschock
– Langfristiger Flüssigkeitsbedarf
– Finale Sterbephase
– zur ausschließlichen Erleichterung der Pflege
– Ungenügende Durchführbarkeit aufgrund der Compliance
des Patienten/der Patientin oder der häuslichen Bedingungen in Bezug auf die
Infusionstherapie

Dauer und Häufigkeit der Maßnahme: bis zu 7 Tage

Seite 6 von 13
Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Bemerkung
Vergütungsvereinbarung
17. Inhalation 5 c)

Anwendung von ärztlich verordneten Medikamenten, die mittels


verordneter Inhalationshilfen (gemäß Hilfsmittelverzeichnis) als
Aerosol oder als Pulver über die Atemwege inhaliert werden.

18. Injektionen

18.1 - i. v. Die i. v. Injektion ist eine ärztliche Leistung.

- i. m.
Aufziehen, Dosieren und Einbringen von ärztlich verordneten 5 c)
Medikamenten
18.2
- s. c. (inkl. Insulin) Die s. c. Injektion ist nur verordnungsfähig bei Patientinnen und Patienten mit
Aufziehen, Dosieren und Einbringen von ärztlich verordneten 5 b) - einer so hochgradigen Einschränkung der Sehfähigkeit, dass es Ihnen unmöglich ist,
Medikamenten die Injektion aufzuziehen, zu dosieren und fachgerecht zu injizieren oder
- einer so erheblichen Einschränkung der Grob- und Feinmotorik der oberen
Extremitäten, dass sie die Injektionen nicht aufziehen, dosieren und fachgerecht
injizieren können oder
- einer so starken Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit, dass sie zu
schwach sind, die Injektion aufzuziehen, zu dosieren und fachgerecht zu injizieren (z.
B. moribunde Patientinnen und Patienten) oder
- einer so starken Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit und Realitätsverlust,
dass die Compliance bei der medikamentösen Therapie nicht sichergestellt ist oder
- entwicklungsbedingt noch nicht vorhandener Fähigkeiten, die Leistung zu erlernen
oder selbständig durchzuführen.

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

Insbesondere bei Insulin- und Heparininjektionen ist vor der Verordnung dieser Leistung zu
prüfen, ob eine eigenständige Durchführung mit Hilfe eines optimalen PEN/Fertigspritze
(Selbstapplikationshilfe) – ggf. auch nach Anleitung – möglich ist.
19. Injektionen, Richten von 5 b) Das Richten der Injektion ist nur verordnungsfähig bei Patientinnen und Patienten mit einer so
hochgradigen Einschränkung der Sehfähigkeit, dass es ihnen unmöglich ist, die Medikamente
Richten von Injektionen zur Selbstapplikation zu unterscheiden oder die Dosis festzulegen.

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

siehe Medikamentengabe (Nr. 26)

20. Instillation 5 c) Bei Blaseninstillationen sind Blasenspülungen Bestandteil der Leistung und nicht gesondert
verordnungsfähig.
Tropfenweises Einbringen von ärztlich verordneten flüssigen
Medikamenten in den Organismus (Hohlorgane, Körperhöhlen, siehe Blasenspülung (Nr. 9)
Körperöffnungen)

Seite 7 von 13
Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Bemerkung
Vergütungsvereinbarung
21. Kälteträger, Auflegen von 5 a) Das Auflegen eines Kälteträgers ist nur verordnungsfähig bei Patienten mit
- einer so hochgradigen Einschränkung der Sehfähigkeit, dass es ihnen unmöglich ist,
Bei akuten posttraumatischen Zuständen, akuten entzündlichen den Kälteträger vorzubereiten oder
Gelenkerkrankungen, postoperativen Zuständen - einer so erheblichen Einschränkung der Grob- und Feinmotorik der oberen
Extremitäten, dass sie den Kälteträger nicht vorbereiten und nicht an den Ort seiner
Bestimmung führen können oder
- einer so starken Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit, dass sie zu
schwach sind, den Kälteträger bereiten und an den Ort seiner Bestimmung bringen zu
können (z. B. moribunde Patienten) oder
- einer so starken Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit und Realitätsverlust,
dass die Compliance bei der Therapie nicht sichergestellt ist.

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

Das dafür erforderliche Mittel ist nicht zu Lasten der GKV verordnungsfähig (siehe § 34 SGB V).

22 Katheter, Versorgung eines suprapubischen 5 c) siehe Ausscheidung (Nr. 2)


siehe Stomabehandlung (Nr. 28)
Verbandwechsel der Katheteraustrittstelle einschließlich
Pflasterverband und einschließlich Das Abklemmen des Dauerkatheterschlauchs zur Erhaltung und Steigerung der Blasenkapazität
Reinigung des Katheters, Desinfektion der Wunde, ggf. ist Bestandteil der Leistung.
Wundversorgung und Anwendung ärztlich verordneter Medikamente Die Abdeckung oder der Wechsel der Abdeckung ist auch ohne Entzündungen mit Läsionen der
- nach Neuanlage Haut verordnungsfähig, wenn damit insbesondere durch erhebliche Schädigungen mentaler
- bei Entzündungen mit Läsionen der Haut an der Funktionen (z.B. Kognition, Gedächtnis, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Orientierung,
Katheteraustrittsstelle. psychomotorische Unruhe) bedingte gesundheitsgefährdende Handlungen des Patienten an der
Katheteraustrittsstelle oder dem Katheter wirksam verhindert werden können. Dies muss aus der
Verordnung hervorgehen.

nach Neuanlage für bis zu 14 Tage


23. Katheterisierung der Harnblase zur Ableitung des Urins 5 d) Die Katheterisierung mit dem Ziel der Restharnbestimmung sowie das Einlegen und Wechseln
eines suprapubischen Katheters sind ärztliche Leistungen (siehe Ausscheidungen (Nr. 2).
Einlegen, Entfernen oder Wechseln eines transurethralen
Dauerkatheters in die Harnblase. Die Schulungskatheterisierung ist bei Patientinnen und Patienten verordnungsfähig, die im
Rahmen der vorhergehenden Behandlung nicht ausreichend geschult wurden und die Fähigkeit
Einbringen eines transurethralen Einmalkatheters in die Harnblase zur besitzen, die Selbstkatheterisierung zu erlernen.
Schulung von Patientinnen und Patienten in der sachgerechten Die intermittierende transurethrale Einmalkatheterisierung ist verordnungsfähig, wenn eine
Anwendung des Einmalkatheters. andere Methode der Harnableitung nicht zu besseren Ergebnissen führt bei Patientinnen und
Patienten, die wegen
Intermittierende transurethrale Einmalkatheterisierung bei 5 d) - einer so erheblichen Einschränkung der Grob- oder Feinmotorik oder
neurogener Blasenentleerungsstörung oder myogener chronischer - eingeschränkter Sehfähigkeit oder
Restharnbildung. - einer so starken Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit oder eines Realitätsverlusts
oder
- entwicklungsbedingt noch nicht vorhandener Fähigkeit
die Katheterisierung nicht erlernen oder nicht selbständig durchführen können.

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

Seite 8 von 13
Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Bemerkung
Vergütungsvereinbarung
24. Krankenbeobachtung, spezielle 5 e) Die Leistung ist verordnungsfähig,

- Kontinuierliche Beobachtung und Intervention mit den notwendigen - wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit sofortige pflegerische/ärztliche Intervention bei
medizinisch-pflegerischen Maßnahmen lebensbedrohlichen Situationen täglich erforderlich ist und nur die genauen Zeitpunkte und
- Dokumentation der Vitalfunktionen wie: Puls, Blutdruck, Temperatur, das genaue Ausmaß nicht im Voraus bestimmt werden können
Haut, Schleimhaut - wenn über einen Zeitraum von mindestens 24 Stunden festgestellt werden soll, ob die
ärztliche Behandlung zu Hause sichergestellt werden kann oder ob
einschließlich aller in diesem Zeitraum anfallender pflegerischen Krankenhausbehandlung erforderlich ist.
Maßnahmen Die Verordnung ist nur begründet, wenn aufgrund schwerwiegender akuter
Verschlechterung des Krankheitsverlaufs die Kontrolle der Vitalfunktionen erforderlich ist
und erst aufgrund des über den gesamten Betrachtungszeitraum zu führenden
Verlaufsprotokolls die ärztliche Entscheidung über die Notwendigkeit der
Krankenhausbehandlung oder des Verbleibs zu Hause getroffen werden kann.

Die spezielle Krankenbeobachtung setzt die permanente Anwesenheit der Pflegekraft über den
gesamten Versorgungszeitraum voraus.

Zur speziellen Krankenbeobachtung gehören auch die dauernde Erreichbarkeit der Ärztin oder
des Arztes und die laufende Information der Ärztin oder des Arztes über die Veränderungen der
Vitalzeichen.

Die allgemeine Krankenbeobachtung ist Bestandteil jeder pflegerischen Leistung.

25. Magensonde, Legen und Wechseln 5 d)

Legen und Wechseln einer Verweilsonde durch die Nase/den Mund siehe Ernährung (Nr. 3)
zur Ableitung des Magensaftes oder zur Sicherstellung der enteralen siehe Ausscheidungen ( Nr. 2)
Ernährung, wenn die normale Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich
ist

Seite 9 von 13
Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Vergütungsvereinbarung Bemerkung

26. Medikamentengabe (außer Injektionen, Infusionen, Instillationen, 5 a) Die Medikamentengabe ist nur verordnungsfähig bei Patientinnen und Patienten mit
Inhalationen) - einer so hochgradigen Einschränkung der Sehfähigkeit, dass es ihnen unmöglich ist, die
Medikamente zu unterscheiden oder die Dosis festzulegen oder
- einer so erheblichen Einschränkung der Grob- und Feinmotorik der oberen Extremitäten,
dass sie die Medikamente nicht an den Ort ihrer Bestimmung führen können oder
- einer so starken Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit, dass sie zu schwach
sind, die Medikamente an den Ort ihrer Bestimmung bringen zu können (z. B. moribunde
Patienten) oder
- einer so starken Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit und Realitätsverlust, dass
die Compliance bei der medikamentösen Therapie nicht sichergestellt ist Oder
- entwicklungsbedingt noch nicht vorhandener Fähigkeiten, die Leistung zu erlernen oder
selbständig durchzuführen.

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

Richten von ärztlich verordneten Medikamenten, wie z. B.


Tabletten, für von der Ärztin oder vom Arzt bestimmte Zeiträume Das Richten der Arzneimittel erfolgt i. d. R. wöchentlich (mit Ausnahme flüssiger Medikamente
wie Säfte und Tropfen) und umfasst auch die Kontrolle, ob die Medikamente regelmäßig
Medikamente richten (wöchentlich) eingenommen wurden.
5 c) Die Position Richten der Medikamente ist nicht zeitgleich neben der Position
- Verabreichen von ärztlich verordneten Medikamenten (z. B. Medikamentengabe abrechenbar.
Tabletten, Augen-, Ohren- und Nasentropfen, Salben, Tinkturen, 5 a)
Lösungen, Aerosole, Suppositorien) für von der Ärztin oder vom Die Ohrenspülung ist eine ärztliche Tätigkeit.
Arzt bestimmte Zeiträume
- über den Magen-Darmtrakt (auch über die Magensonde)
- über die Atemwege
- über die Haut und Schleimhaut

 als Einreibungen bei akuten posttraumatischen Zuständen,


akuten entzündlichen Gelenkerkrankungen, akuten
wirbelsäulenbedingten Symptomen, akuten dermatologischen siehe Körperpflege (Nr. 4)
Erkrankungen

 als Bad zur Behandlung von Hautkrankheiten mit ärztlich


verordneten medizinischen Zusätzen zur Linderung oder
Heilung bei dermatologischen Krankheitsbildern und die ggf.
erforderliche Nachbehandlung (z. B. Einreibung mit ärztlich
verordneten Salben)

 zur Behandlung des Mundes, lokale Behandlung der


Mundhöhle und der Lippen mit ärztlich verordneten
Medikamenten

 zur Behandlung des Auges, insbesondere bei Infektionen,


Verletzungen, postoperativen Zuständen, Glaukom
Auch Hornhautbehandlung mittels künstlicher Tränenflüssigkeit aufgrund augenärztlicher
Diagnostik.

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Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Vergütungsvereinbarung Bemerkung

27. Perkutante endoskopische Gastrotomie (PEG), Versorgung bei 5 c)

Wechsel der Schutzauflage bei PEG, Kontrolle der Fixierung und siehe Ernährung (Nr. 3)
Durchgängigkeit, einschließlich Reinigung der Sonde, Desinfektion der
Wunde, ggf. Wundversorgung und Anwendung ärztlich verordneter
Medikamente

28. Stomabehandlung 5 d) Bei Anuspraeter und Urostoma siehe Ausscheidungen (Nr. 2)


siehe Katheter, Versorgung eines suprapubischen (Nr. 22)
Desinfektion der Wunde, Wundversorgung, Behandlung mit ärztlich siehe PEG, Versorgung bei (Nr. 27)
verordneten Medikamenten, Verbandwechsel und Pflege von künstlich Bei Trachostoma siehe Trachealkanüle, Wechsel und Pflege (Nr. 29)
geschaffenen Ausgängen (z. B. Urostoma, Anus-praeter) bei akuten
entzündlichen Veränderungen mit Läsionen der Haut

29. Trachealkanüle, Wechsel und Pflege der 5 d)

Herausnahme der liegenden Trachealkanüle, Reinigung und


Pflege, ggf. Behandlung des Stomas, Einsetzen und Fixieren der
neuen Trachealkanüle, Reinigung der entnommenen Trachaelkanüle

30. Venenkatheter, Pflege des zentralen 5 d)

Verbandwechsel der Punktionsstelle grundsätzlich mit Die notwendige Inspektion der Punktionsstelle ist Bestandteil der allgemeinen
Transparentverband, Verbandwechsel des zentralen Venenkatheters, Krankenbeobachtung
Beurteilung der Einstichstelle (einschließlich i. v. Porth-a-cath)

Seite 11 von 13
Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Bemerkung
Vergütungsvereinbarung
31. Verbände Lokalisation und Wundbefund sind in der Diagnose anzugeben. Das „Überprüfen von Drainagen“
ist Bestandteil der Leistung und nicht gesondert verordnungsfähig. Wundschnellverbände (
Anlegen und Wechseln von Wundverbänden 5 d) z. B. Heftpflaster, Abpolsterung, Sprühverband) sind keine Leistung der häuslichen
Anlegen, Wechseln von Verbänden, Wundheilungskontrolle, Krankenpflege. Sofern im Zusammenhang mit dem Anlegen und Wechseln von Wundverbänden
Desinfektion und Reinigung (auch Wundreinigungsbad), Spülen von eine Kompressionsbehandlung erforderlich ist, ist dies auf der Verordnung anzugeben. Eine
Wundfisteln, Versorgung von Wunden unter aseptischen Bedingungen. gesonderte Verordnung des Anlegens oder Abnehmens eines Kompressionsverbandes
bzw. des An oder Ausziehens von Kompressionsstrümpfen/ strumpfhosen der
Kompressionsklassen II bis IV erfolgt in diesen Fällen nicht.

Anlegen oder Abnehmen eines Kompressionsverbandes 5 d) Das Anlegen eines Kompressionsverbandes ist verordnungsfähig, wenn aus medizinischen
(z. B. nach Pütter, Fischer, Tübinger) 5 a) bzw. anatomischen Gründen angepasste Kompressionsstrümpfe nicht möglich sind.

An oder Ausziehen von Kompressionsstrümpfen/-strumpfhosen 5 d) Das An oder Ausziehen von Kompressionsstrümpfen/ Kompressionsstrumpfhosen sowie das
der Kompressionsklassen II bis IV. 5 a) Abnehmen eines Kompressionsverbandes ist nur verordnungsfähig bei Patientinnen und
Bei Patientinnen und Patienten zur Abheilung von Ulcera, zur Patienten mit
Unterstützung des venösen Rückflusses, Unterstützung des - einer so erheblichen Einschränkung der Grob –und Feinmotorik der oberen Extremitäten, dass
Lymphabflusses bei sie die Kompressionsstrümpfe/Kompressionsstrumpfhosen nicht fachgerecht an oder ausziehen
- Varikose können bzw. den Kompressionsverband nicht fachgerecht abnehmen können oder
- Thromboembolie - einer so starken Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit, dass sie zu schwach sind,
- chronischer Veneninsuffizienz (CVI) die Kompressionsstrümpfe/Kompressionsstrumpfhosen fachgerecht an -oder ausziehen
- Ödemen bzw. den Kompressionsverband fachgerecht abnehmen zu können (z. B. moribunde Patientinnen
- Narben/Verbrennungen oder Patienten) oder
- einer starken Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit oder Realitätsverlust, sodass die
Dauer und Häufigkeit der Maßnahmen : jeweils 1x täglich Compliance bei der Therapie nicht sichergestellt ist oder
- entwicklungsbedingt noch nicht vorhandener Fähigkeit, die Leistung zu erlernen oder
selbstständig durchzuführen.

Dies muss aus der Verordnung hervorgehen.

Kompressionsstrümpfe/Kompressionsstrumpfhosen / Kompressionsverbände sind in der Regel


bei mobilen Patientinnen und Patienten indiziert. Der Einsatz bei immobilen Patientinnen und
Patienten kann insbesondere notwendig sein bei Narben/Verbrennungen, Ulcus cruris
venosum (bei dafür geeigneten Materialien zur Kompressionsbehandlung) und bei
Stauungszuständen in Folge von Immobilität.

Der dauerhafte Einsatz (länger als nur tagsüber) von


Kompressionsstrümfen/Kompressionsstrumpfhosen/ Kompressionsverbänden kann
insbesondere notwendig
sein bei Narben/Verbrennungen und Ulcus cruris venosum (bei dafür geeigneten Materialien zur
Kompressionsbehandlung).

Kompressionsstrümpfe/Kompressionsstrumpfhosen der
Kompressionsklasse I siehe Körperpflege (Nr. 4)

Anlegen von stützenden und stabilisierenden Verbänden zur 5 d)


unterstützenden Funktionssicherung der Gelenke
z. B. bei Distorsion, Kontusion, Erguss
Dauer und Häufigkeit der Maßnahmen: Bis zu 2 Wochen jeweils 1
xtäglich
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3. Leistungen der Haushaltshilfe
Nr. Leistungsbeschreibung Position lt. Bemerkung
Vergütungsvereinbarung
32 Haushaltshilfe nach §§ 24 g, 24h SGB V oder ggf. Pflichtleistung Siehe Anlage 8 unter 4.) Haushaltshilfe/ /Stunde
nach § 38 Abs. 1 SGB V

33 Haushaltshilfe nach §§ 24g, 24 h oder ggf. Satzungsleistung Siehe Anlage 8 unter 4.) max. 6 Stunden
nach § 38 Abs. 2 SGB V der jeweiligen Krankenkasse

Seite 13 von 13
Anlage 3
Antragsformular für einen Vertragsabschluss zum Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132 a SGB V
zur Erbringung von häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe vom 01.05.2015

Antragsformular für einen Vertragsabschluss zur Erbringung häuslicher


Krankenpflege und Haushaltshilfe gemäß §§ 132 und 132 a SGB V

 Neuzulassung
 Trägerwechsel/Änderung der Rechtsform

1. Name und Anschrift sowie IK des beantragenden Pflegedienstes

IK:
Tel.-Nr.: Fax.-Nr.:
E-Mail:

2. Name und Anschrift vom Träger des Pflegedienstes (falls abweichend von 1.)

Tel.-Nr.: Fax.-Nr.:
E-Mail:

3. Der Träger betreibt weitere Einrichtungen zur Erbringung häuslicher


Krankenpflege und Haushaltshilfe gemäß §§ 132 und 132 a SGB V

Wenn ja, welche? ja O nein O

4. Status der Einrichtung privat O freigemeinnützig O öffentlich O

5. Mitglied im Träger- oder Berufsverband ja O nein O

Wenn ja, in welchem?

6. Verantwortliche Pflegefachkraft

Die Häusliche Krankenpflege wird unter der Anleitung und Verantwortung einer examinierten
Fachkraft (Pflegedienstleitung) erbracht. Die Pflegedienstleitung muss eine mindestens 2-
jährige praktische hauptberufliche Tätigkeit in den letzten 8 Jahren (davon mindestens neun
Monate im ambulanten Bereich) in einem unter § 19 genannten Beruf und eine
abgeschlossene Zusatzqualifikation zur Pflegedienstleitung nachweisen.

Name: _________________________ Vorname: _________________________

Seite 1 von 2
 staatliche Anerkennung*
 Berufspraxis*
 einfaches Führungszeugnis*
 PDL-Nachweis*
 Beschäftigungsnachweis*

7. Stellvertretende verantwortliche Pflegefachkraft

Name: _________________________ Vorname: _________________________

 staatliche Anerkennung*
 Berufspraxis*
 Beschäftigungsnachweis*

8. Pflegefachkräfte

Neben der verantwortlichen Pflegefachkraft und deren Stellvertretung sind mindestens drei
weitere Pflegefachkräfte gemäß § 21 zu beschäftigen.

Name: 1. Arbeitskraft ____________________________

 staatliche Anerkennung*
 Beschäftigungsnachweis *

2. Arbeitskraft ____________________________

 staatliche Anerkennung*
 Beschäftigungsnachweis *

3. Arbeitskraft ____________________________

 staatliche Anerkennung*
 Beschäftigungsnachweis *

9. Weitere erforderliche Nachweise sind beizufügen:

 Anzeige der Aufnahme der Tätigkeit beim Finanzamt


 Anzeige der Aufnahme der Tätigkeit beim Gesundheitsamt
 Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft
 Nachweis über eine Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung
für Personen-, Sach- und Vermögensschäden
 eigenständiger Telefon- und Faxanschluss
 bei Trägerwechsel/Änderung der Rechtsform entsprechende Verträge (z. Bsp.
Gesellschaftervertrag, Übernahmevertrag)

______________________________ ______________________________
Ort/Datum Unterschrift

* Erforderliche Nachweise sind komplett beizufügen. Bei Trägerwechsel/Änderung der Rechtsform in


Abstimmung mit der Krankenkasse.

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Anlage 4
Beschäftigungsnachweis zum Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132a SGB V zur
Erbringung von häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe vom 01.05.2015

Beschäftigungsnachweis

Hiermit bestätigen wir,

dass zwischen dem Pflegedienst

..............................................................................................................................
..............................................................................................................................
..............................................................................................................................
(Name und Anschrift oder Stempel)

und Herrn/Frau .....................................................................................................


(Name, Vorname) (Geb. Name)

seit dem ...................................................


(Datum)

ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis besteht.

Herr/Frau .....................................................................................................

ist als  PDL seit: ______________

 stellv. PDL seit: ______________

 Fachkraft

im Umfang von .......................... Stunden wöchentlich angestellt.

Bestätigung*
Mit der Unterschrift bestätigen wir die Richtigkeit der gemachten Angaben und erklären uns
bereit, auf Verlangen der Krankenkasse diese im Einzelfall zu belegen.

________________________ ___________________________________
Ort, Datum Unterschrift Arbeitnehmer/in

________________________ ___________________________________
Ort, Datum Unterschrift/ Stempel des Trägers

*Hinweis: Der Beschäftigungsnachweis ist Bestandteil des Vertrages. Unwahr gemachte Angaben
erfüllen den Tatbestand der Dokumentenfälschung und haben strafrechtliche Konsequenzen sowie
vertragsrechtliche Konsequenzen gemäß § 15 des Vertrages gemäß §§ 132 und 132a Abs. 1 SGB V
zur Erbringung von häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe.
Anlage 5
Ermächtigungserklärung zum Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132 a SGB V zur
Erbringung von häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe vom 01.05.2015

Ermächtigungserklärung

Nach § 34 Abs. 9 des Vertrages

Hiermit erkläre(n) ich (wir), dass ich (wir)

(Name/Anschrift des Pflegedienstes)

die Firma/Herrn/Frau

__________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________

__________________________________________________________________________
(Name/Anschrift der beauftragten Firma/Person)

ermächtige(n), ab .......................... sämtliche von mir (uns) nach den Bestimmungen dieses
Vertrages für Versicherte erbrachten Leistungen mit schuldbefreiender Wirkung mit der
Krankenkasse abzurechnen.

_________________________ ____________________________________
Ort, Datum Unterschrift/Stempel des Leistungserbringers
Anlage 6
Aktualisierungsformular zum Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132 a SGB V zur
Erbringung von häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe vom 01.05.2015

Aktualisierungsformular
zum Vertrag häusliche Krankenpflege und Haushaltshilfe
gemäß §§ 132 und 132 a SGB V

Es sind nur die Eintragungen vorzunehmen, auf die sich die Aktualisierung bezieht

1. Name, Anschrift und IK des Pflegedienstes

IK:

Tel.-Nr.: Fax.-Nr.:

E-Mail:

2. Name und Anschrift vom Träger des Pflegedienstes (falls abweichend von 1.)

Tel.-Nr.: Fax.-Nr.:

E-Mail:

3. Der Träger betreibt weitere Einrichtungen zur Erbringung häuslicher


Krankenpflege und Haushaltshilfe gemäß §§ 132 und 132 a SGB V

Wenn ja, welche? ja nein

4. Status der Einrichtung privat freigemeinnützig öffentlich

5. Mitglied im Träger- oder Berufsverband ja nein

Wenn ja, in welchem?

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6. Verantwortliche Pflegefachkraft
Die Häusliche Krankenpflege wird unter der Anleitung und Verantwortung einer examinierten
Fachkraft (Pflegedienstleitung) erbracht. Die Pflegedienstleitung muss eine mindestens 2-
jährige praktische hauptberufliche Tätigkeit in den letzten 8 Jahren (davon mindestens neun
Monate im ambulanten Bereich) in einem unter § 19 genannten Beruf und eine
abgeschlossene Zusatzqualifikation zur Pflegedienstleitung nachweisen.

Name: _________________________ Vorname: _________________________

 staatliche Anerkennung*
 Berufspraxis*
 einfaches Führungszeugnis*
 PDL-Nachweis*
 Beschäftigungsnachweis*

7. Stellvertretende verantwortliche Pflegefachkraft

Name: _________________________ Vorname: _________________________

 staatliche Anerkennung*
 Berufspraxis*
 Beschäftigungsnachweis*

8. Pflegefachkräfte

Neben der verantwortlichen Pflegefachkraft und deren Stellvertretung sind mindestens drei
weitere examinierte Pflegefachkräfte gemäß § 21 zu beschäftigen.

Name: 1. Arbeitskraft ____________________________

staatliche Anerkennung*
Beschäftigungsnachweis*

2. Arbeitskraft ____________________________

staatliche Anerkennung*
Beschäftigungsnachweis*

3. Arbeitskraft ____________________________

staatliche Anerkennung*
Beschäftigungsnachweis*

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9. Weitere Nachweise sind bei Veränderungen beizufügen:

 Anzeige der Aufnahme der Tätigkeit beim Finanzamt


 Anzeige der Aufnahme der Tätigkeit beim Gesundheitsamt
 Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft
 Nachweis über eine Betriebs-/Berufshaftpflichtversicherung für Personen-, Sach-
und Vermögensschäden
 eigenständiger Telefonanschluss und Faxanschluss

Ort/Datum _________________________ Unterschrift ___________________

* erforderliche Nachweise sind komplett beizufügen

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Anlage 7
Leistungsnachweis zum Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132a SGB V zur Erbringung häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe vom 01.05.2015
gültig ab 01.05.2015
Leistungsnachweis Jahr / Monat:............................................................. Beleg-Nr.: ..................................
(Stempel des Leistungserbringers)
Name der/des Versicherten: ............................................. geb.: .................. KV-Nr. ........................

Pos.-Nr. Leistung Zeit 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Anzahl


*1) *2) *3) *4)

Legende: *1 Positionsnummer (6-stellig) laut Pos-Nr.-Verzeichnis, *2) Bezeichnung der Leistung, *4) handschriftl. Kürzel des Mitarbeiters
*3) Zeit: Mo. 5.00 - 8.59 Vo: 9.00-10.59 Mi: 11.00-13.59 Na: 14.00-16.59 Ab: 17.00- 19.59 sAb: 20.00- 21.59 N: 22.00-4.59 (Beispiellegende)

Bemerkungen:

Unterschrift des Versicherten ............................................. Datum ....................... verantwortliche Schwester/Pfleger .............................................


Vergütungsvereinbarung LAG
Anlage 8
Vergütungsvereinbarung zum Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132a SGB V zur Erbringung häuslicher
Krankenpflege und Haushaltshilfe vom 01.05.2015

gültig: Datum 01.05.2015 bis 31.12.2016

Leistungserbringergruppenschlüssel (LEGS) 31 14 600 / 32 14 600

1. Anleitung für Leistungen der Häuslichen Krankenpflege

Position lt. Leistungs- GePos Anleitung


Leistung beschreibung
Grundpflege in der Häuslichkeit 1
- Hilfen bei der Ausscheidung 374
- Hilfen bei der Ernährung 373
- Hilfen bei der Körperpflege 375
- Hilfen bei der Grundpflege gesamt 376
Behandlungspflege in der Häuslichkeit 7
- Behandlungspflegepauschale Gruppe 1 341
- Behandlungspflegepauschale Gruppe 2 342
- Behandlungspflegepauschale Gruppe 3 343
- Behandlungspflegepauschale Gruppe 4 344

Vergütung: Anleitung zur Grundpflege wird zum Preis der jeweilig anzuleitenden Leistung (Einzelleis-
tung oder Gesamtleistung) zuzüglich eines Aufschlages von 50 % vergütet.

Anleitung zur Behandlungspflege wird zum Preis der jeweilig anzuleitenden Leistung ver-
gütet. Ist nach drei Monaten kein neuer Leistungsfall bezüglich der anzuleitenden Leistung
entstanden, wird zusätzlich ein Aufschlag durch den Leistungserbringer
von 100 % abgerechnet.

2. Grundpflege nach § 37 SGB V

Position lt. GePos


GePos
Leistung Leistungs- Vergütung Anleitung Vergütung
Art der
beschrei- je Einsatz (max. 5 Einsätze je Einsatz
Leistung abrechnungs-
bung fähig)

379 2,97 € 374 4,46 €


- Hilfen bei der Ausscheidung 2

218 3,64 € 373 5,46 €


- Hilfen bei der Ernährung 3

205 10,09 € 375 15,14 €


- Hilfen bei der Körperpflege 4

- Hilfen bei der Grundpflege ge-


507 16,69€ 376 25,06 €
samt

Seite 1 von 5
3. Hauswirtschaftliche Versorgung

Position lt.
GePos
Leistung Leistungs- Vergütung GePos Vergütung
Art der
beschrei- je Einsatz Anleitung je Einsatz
Leistung
bung

- Hauswirtschaftliche Versorgung 5 453 11,97 € keine 0,00 €

4. Haushaltshilfe (gem. § 38 SGB V)

Position lt.
GePos
Leistung Leistungs- Vergütung GePos Vergütung
Art der
beschrei- je Stunde Anleitung je Stunde
Leistung
bung
Haushaltshilfe
- Pflichtleistung nach § 38 Abs. 1 32 000 20,33 € keine 0,00 €
SGB V
- Satzungsleistung nach § 38 Abs. 2
SGB V (maximal bis zu 6 Stun- 33 000 11,97 € keine 0,00 €
den/Tag)

5. Behandlungspflege

a) Behandlungspflege Gruppe I

Position lt. GePos


GePos
Leistung Leistungs- Vergütung Anleitung Vergütung
Art der
beschrei- je Einsatz (max. 10 Einsätze je Einsatz
Leistung abrechnungs-
bung fähig)

Blutdruckmessung 10 201 331

Auflegen von Kälteträgern 21 203 397

Ausziehen von Kompressions-


31 299 4,68 € 378 9,36 €
strümpfe
Abnehmen eines Kompressionsver-
31 387 keine
bandes
Medikamentengabe und –überwa-
26 233 400
chung (alle Applikationsformen)

Hinweis: Die Pauschale gilt unabhängig von der Anzahl der gleichzeitig erbrachten Leistungen der Gruppe. Werden
bei einem Einsatz Leistungen aus unterschiedlichen Gruppen erbracht, kommt nur der Preis der höheren Gruppe
zur Abrechnung.

Seite 2 von 5
b) Behandlungspflege Gruppe II

Position lt. GePos


GePos
Leistung Leistungs- Vergütung Anleitung Vergütung
Art der
beschrei- je Einsatz (max. 10 Einsätze je Einsatz
Leistung abrechnungs-
bung fähig)

Richten einer Injektion 19 311 336

Medikamente richten (täglich) 26 367 400


5,69 € 11,38 €
Injektionen s. c. (inkl. Insulin) 18.2 324 335

Blutzuckermessung 11 240 372

Hinweis: Die Pauschale gilt unabhängig von der Anzahl der gleichzeitig erbrachten Leistungen der Gruppe. Werden
bei einem Einsatz Leistungen aus unterschiedlichen Gruppen erbracht, kommt nur der Preis der höheren Gruppe
zur Abrechnung.

c) Behandlungspflege Gruppe III

Position lt. GePos


GePos
Leistung Leistungs- Vergütung Anleitung Vergütung
Art der
beschrei- je Einsatz (max. 10 Einsätze je Einsatz
Leistung abrechnungs-
bung fähig)

Instillation 20 259 396


Klistier / Klysma / digitale Enddarm-
14.2 303 445
ausräumung
Drainagen, Überprüfung und Versor-
13 246 394
gung
Versorgung eines suprapubischen
22 313 398
Katheter
8,48 € 16,96 €
Inhalation 17 255 333

PEG 27 309 404

Sonstige Injektionen (i. m.) 18.1 325 keine


Medikamente richten (wöchentlich) –
26 312 518
Medikamentenwochenbox
Anziehen von Kompressionstrümpfen 31 298 377

Hinweis: Die Pauschale gilt unabhängig von der Anzahl der gleichzeitig erbrachten Leistungen der Gruppe. Werden
bei einem Einsatz Leistungen aus unterschiedlichen Gruppen erbracht, kommt nur der Preis der höheren Gruppe
zur Abrechnung.

d) Behandlungspflege Gruppe IV

Position lt. GePos


GePos
Leistung Leistungs- Vergütung Anleitung Vergütung
Art der
beschrei- je Einsatz (max. 10 Einsätze je Einsatz
Leistung abrechnungs-
bung fähig)

Blasenspülung 9 241
W 448

Flüssigkeitsbilanzierung 15 249 395

Seite 3 von 5
Absaugen 6 230 390

Katheterisierung der Harnblase 23 262 keine


ITEK (Intermittierende transurethrale
23 371 keine
Einmalkatheterisierung)
Pflege des zentralen Venenkatheter 30 319 406
Anlegen und Wechseln von Wund-
31 282 407
verbänden 23,78 €
11,98 €
Anlegen von stützenden und stabili-
31 323 410
sierenden Verbänden
Anlegen eines Kompressionsverban-
31 308 408
des
Stomabehandlung 28 276 keine

Wechsel und Pflege Trachealkanüle 29 435 keine

Einlauf 14.1 247 332

Dekubitusbehandlung 12 243 393


Legen und Wechseln einer Magen-
25 265 399
sonde

Hinweis: Die Pauschale gilt unabhängig von der Anzahl der gleichzeitig erbrachten Leistungen der Gruppe. Werden
bei einem Einsatz Leistungen aus unterschiedlichen Gruppen erbracht, kommt nur der Preis der höheren Gruppe
zur Abrechnung.

Mehr als eine Behandlungspflege der Gruppe IV je Einsatz ist nicht abrechenbar. Ausnahmen bilden die sonstigen
Leistungen der Behandlungspflege nach Buchstabe e.

e) Sonstige Leistungen der Behandlungspflege

Position lt.
GePos
Leistung Leistungs- Vergütung GePos Vergütung
Art der
beschrei- je Einsatz Anleitung je Einsatz
Leistung
bung
Port-a-cath Versorgung anschließen
(Flüssigkeitssubstitution, parenterale 16 521 13,53 € keine 0,00 €
Ernährung
Port-a-cath Versorgung verschließen
(Flüssigkeitssubstitution, parenterale 16 522 10,18 € keine 0,00 €
Ernährung)

Hinweis: Die Leistung ist neben den Leistungen der Behandlungspflege der Gruppen a-d abrechenbar.

Position lt.
GePos
Leistung Leistungs- Vergütung GePos Vergütung
Art der
beschrei- je Stunde Anleitung je Stunde
Leistung
bung
Infusionen 16 326 15,82 € keine 0,00 €

Spezielle Krankenbeobachtung 24 320 15,82 € keine 0,00 €

Hinweis: Die Anzahl der Stunden ist im Einzelfall mit der Kasse zu vereinbaren. Leistungen der Behandlungspflege
nach a-e die zeitgleich anfallen, können mit Zustimmung der Krankenkasse zusätzlich abgerechnet werden.

Seite 4 von 5
Position lt.
GePos
Leistung Leistungs- Vergütung GePos Vergütung
Art der
beschrei- je Einsatz Anleitung je Einsatz
Leistung
bung
Anlegen einer s.c Infussion 16a 200 11,58 € keine 0,00 €

Abnehmen einer s.c. Infusion 16a 598 4,20 € keine 0,00 €

Wechseln einer s.c. Infussion 16a 598 4,20 € Keine 0,00

Position lt.
GePos
Leistung Leistungs- Vergütung GePos Vergütung
Art der
beschrei- Anleitung
Leistung
bung
Die Leistung
wird im Einzel-
Bedienen und Überwachen eines
8 238 fall mit der keine 0,00 €
Beatmungsgerätes Kasse verein-
bart.

Hinweis: Die Leistung ist neben den Leistungen der behandlungspflege der Gruppe a-d abrechenbar.

Es ist jederzeit möglich, nicht beschriebene Leistungen (Sonderleistungen) und besonders schwere kom-
plexe Fälle (a-e) einzelvertraglich mit der jeweiligen Krankenkasse zu regeln.

6. ) Fahrtkosten

GePos
Vergütung GePos Vergütung
Leistung Art der
je Einsatz Anleitung je Einsatz
Leistung

Einsatzpauschale (inkl. Fahrtkosten) 120 2,75 € keine 0,00 €

Seite 5 von 5
Anlage 9

Schlüssel-/Gebührenpositionsnummernverzeichnis zur Vergütungsvereinbarung zum Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132a SGB V
zur Erbringung häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe vom 01.05.2015 für Leistungen nach §§ 37 und 38 SGB V
Leistungserbringergruppenschlüssel (LEGS) : 31 14 600 / 32 14 600

Grundpflege

GePos
gesetzliche Art der Vergütung
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung
Anleitung Anlage 9
Leistung

01 1 379 374 Hilfe bei der Ausscheidung 2, 97 €

01 1 218 373 Hilfe bei der Ernährung 3,64 €

01 1 205 375 Hilfe bei der Körperpflege 10,09 €

01 1 507 Hilfe bei Grundpflege gesamt 16,69 €

01 1 376 Anleitung bei der Grundpflege gesamt 25,06 €

Hauswirtschaftliche Versorgung
11,97 €
l 01
l 3
l 453
l keine
l Hauswirtschaftliche Versorgung
l l
Behandlungspflege

Behandlungspflege Gruppe 1

GePos
gesetzliche Art der Vergütung
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung
Anleitung Anlage 9
Leistung

03 2 170 Behandlungspflegepauschale Gruppe 1 4,68 €

03 2 341 Anleitungspauschale Gruppe 1 / 100% 9,36 €

03 2 201 331 Blutdruckmessung

03 2 203 397 Auflegen von Kälteträgern

03 2 299 378 Ausziehen von Kompressionsstrümpfen

03 2 233 338 Medikamentengabe und -überwachung (alle Aplikationsformen)

03 2 387 Abnehmen eines Kompressionsverband


Behandlungspflege Gruppe 2
GePos
gesetzliche Art der Vergütung
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung
Anleitung Anlage 9
Leistung

03 2 171 Behandlungspflegepauschale Gruppe 2 5,69 €

03 2 342 Anleitungspauschale Gruppe 2 / 100 % 11,38 €

03 2 311 336 Richten von Injektionen

03 2 367 400 Medikamente richten (täglich)

03 2 324 335 Injektionen s. c.

03 2 301 334 Insulininjektion

03 2 240 372 Blutzuckermessung

Behandlungspflege Gruppe 3
GePos
gesetzliche Art der Vergütung
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung
Anleitung Anlage 9
Leistung

03 2 172 Behandlungspflegepauschale Gruppe 3 8,48 €

03 2 343 Anleitungspauschale Gruppe 3 / 100% 16,96 €

03 2 259 396 Instillation

03 2 303 445 Klistir/Klysma/digitale Enddarmausräumung


03 2 246 394 Drainagen, Überprüfen, Versorgen

03 2 313 398 Katheter, Versorgung eines suprapubischen

03 2 255 333 Inhalation

03 2 309 404 PEG, Versorgung bei

03 2 325 keine sonstige Injektionen (i. m.)

03 2 312 518 Medikamente richten (wöchentlich) Wochenbox

03 2 298 377 Anziehen von Kompressionsstrümpfen

Behandlungspflege Gruppe 4
GePos
gesetzliche Art der Vergütung
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung
Anleitung Anlage 9
Leistung

03 2 173 Behandlungspflegepauschale Gruppe 4 11,98 €

03 2 344 Anleitungspauschale Gruppe 4 / 100% 23,78 €

03 2 241 448 Blasenspülung

03 2 249 395 Flüssigkeitsbilanzierung

03 2 230 390 Absaugen

03 2 262 keine Katheterisierung der Harnblase

03 2 371 keine ITEK (Intermittierende transurethrale Einmalkatheterisierung)

03 2 319 406 Pflege des zentralen Venenkatheter


03 2 282 407 Anlegen und Wechseln von Wundverbände

03 2 323 410 Anlegen von stützende und stabilisierende Verbände

03 2 308 408 Anlegen eines Kompressionsverbandes

03 2 276 keine Stomabehandlung

03 2 435 keine Wechseln und Pflege der Trachealkanüle

03 2 247 332 Einlauf

03 2 243 393 Dekubitusbehandlung

03 2 265 399 Legen und Wechseln einer Magensonde

Behandlungspflege – Sonstige Leistungen

GePos
gesetzliche Art der Vergütung
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung
Anleitung Anlage 9
Leistung

Einzelleistung ohne Pauschalen

03 2 521 keine Port-a-cath Versorgung anschließen 13,53 €

03 2 522 keine Prot-a-cath Versorgung verschließen 10,18 €

03 2 326 keine Infusion i.v. je Stunde 15,82 €

03 2 200 keine Anlegen einer s.c. Infusion je Einsatz 11,58 €

03 2 598 keine Abnehmen einer s.c. Infusion je Einsatz 4,20 €


03 2 598 keine Wechseln einer s.c. Infusion je Einsatz 4,20 €

03 2 320 keine spezielle Krankenbeobachtung je Stunde 15,82 €

03 2 238 keine Bedienung und Überwachung eines Beatmungsgerätes Einzelfall

03 2 100 keine 24 Stundenpflege in der Häuslichkeit Einzelfall

03 2 528 keine sonstige Leistung Einzelfallentscheidung Einzelfall

03 2 120 keine Einsatzpauschale (inkl. Fahrtkosten) 2,75 €

Kombination aus Grund-/Behandlungspflege/hauswirtschaftlicher Versorgung

GePos
gesetzliche Art der Vergütung
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung
Anleitung Anlage 9
Leistung

01 4 379 374 Hilfe bei der Ausscheidung 2,97 €

01 4 218 373 Hilfe bei der Ernährung 3,64 €

01 4 205 375 Hilfe bei der Körperpflege 10,09 €

01 4 507 Hilfe bei Grundpflege gesamt 16,69 €

01 4 376 Anleitung bei der Grundpflege gesamt 25,06 €

01 3 453 keine Hauswirtschaftliche Versorgung 11,97 €


01 4 170 Behandlungspflegepauschale Gruppe 1 4,68 €

01 4 341 Anleitungspauschale Gruppe 1 / 100% 9,36 €

01 4 201 331 Blutdruckmessung

01 4 203 397 Auflegen von Kälteträgern

01 4 299 378 Ausziehen von Kompressionsstrümpfen

01 4 233 338 Medikamentengabe und -überwachung (alle Aplikationsformen)

01 4 387 keine Abnehmen eines Kompressionsverband

Kombination aus Grund-/Behandlungspflege/hauswirtschaftlicher Versorgung


GePos
gesetzliche Art der Vergütung
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung
Anleitung Anlage 9
Leistung

01 4 171 Behandlungspflegepauschale Gruppe 2 5,69 €

01 4 342 Anleitungspauschale Gruppe 2 / 100% 11,38 €

01 4 311 336 Richten von Injektionen

01 4 367 400 Medikamente richten (täglich)

01 4 324 335 Injektionen s. c.

01 4 301 334 Insulininjektion

01 4 240 372 Blutzuckermessung


01 4 172 Behandlungspflegepauschale Gruppe 3 8,48 €

01 4 343 Anleitungspauschale Gruppe 3 / 100 % 16,96 €

01 4 259 396 Instillation

01 4 303 445 Klistir/Klysma/digitale Enddarmausräumung

01 4 246 394 Drainagen, Überprüfen, Versorgen

01 4 313 398 Katheter, Versorgung eines suprapubischen

01 4 255 333 Inhalation

01 4 309 404 PEG, Versorgung bei

01 4 325 keine sonstige Injektionen (i. m.)

01 4 312 518 Medikamente richten (wöchentlich) Wochenbox

01 4 298 377 Anziehen von Kompressionsstrümpfen

Kombination aus Grund-/Behandlungspflege/hauswirtschaftlicher Versorgung


GePos
gesetzliche Art der Vergütung
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung
Anleitung Anlage 9
Leistung

01 4 173 Behandlungspflegepauschale Gruppe 4 11,98 €

01 4 344 Anleitungspauschale Gruppe 4 / 100% 23,78 €

01 4 241 448 Blasenspülung


01 4 249 395 Flüssigkeitsbilanzierung

01 4 230 390 Absaugen

01 4 262 keine Katheterisierung der Harnblase

01 4 371 keine ITEK (Intermittierende transurethrale Einmalkatheterisierung)

01 4 319 406 Pflege des zentralen Venenkatheter

01 4 282 407 Anlegen und Wechseln von Wundverbände

01 4 323 410 Anlegen von stützende und stabilisierende Verbände

01 4 308 408 Anlegen eines Kompressionsverbandes

01 4 276 keine Stomabehandlung

01 4 435 keine Wechseln und Pflege der Trachealkanüle

01 4 247 332 Einlauf

01 4 243 393 Dekubitusbehandlung

01 4 265 399 Legen und Wechseln einer Magensonde


Kombination aus Grund-/Behandlungspflege/hauswirtschaftlicher Versorgung

GePos
gesetzliche Art der Vergütung
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung
Anleitung Anlage 9
Leistung

Einzelleistung ohne Pauschalen

01 4 521 keine Port-a-cath Versorgung anschließen 13,53 €

01 4 522 keine Prot-a-cath Versorgung verschließen 10,18 €

03 4 326 keine Infusion i.v. je Stunde 15,82 €

03 4 200 keine Anlegen einer s.c. Infusion je Einsatz 11,58 €

03 4 598 Keine Abnehmen einer s.c. Infusion je Einsatz 4,20 €

03 4 598 keine Wechseln einer s.c. Infusion je Einsatz 4,20 €

01 4 320 keine spezielle Krankenbeobachtung je Stunde 15,82 €

01 4 238 keine Bedienung und Überwachung eines Beatmungsgerätes Einzelfall

01 4 100 keine 24 Stundenpflege in der Häuslichkeit Einzelfall

01 4 528 keine sonstige Leistung Einzelfallentscheidung Einzelfall

01 4 120 keine Einsatzpauschale (inkl. Fahrtkosten) 2,75 €


Kombination aus Grund- und Behandlungspflege
GePos
gesetzliche Art der Vergütung
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung
Anleitung Anlage 9
Leistung

01 9 379 374 Hilfe bei der Ausscheidung 2,97 €

01 9 218 373 Hilfe bei der Ernährung 3,64 €

01 9 205 375 Hilfe bei der Körperpflege 10,09* €

01 9 507 Hilfe bei Grundpflege gesamt 16,69 €

01 9 376 Anleitung bei der Grundpflege gesamt 25,06 €

01 3 453 keine Hauswirtschaftliche Versorgung 11,97 €

01 9 170 Behandlungspflegepauschale Gruppe 1 4,68 €

01 9 341 Anleitungspauschale Gruppe 1 / 100% 9,36 €

01 9 201 331 Blutdruckmessung

01 9 203 397 Auflegen von Kälteträgern

01 9 299 378 Ausziehen von Kompressionsstrümpfen

01 9 233 338 Medikamentengabe und -überwachung (alle Aplikationsformen)

01 9 387 keine Abnehmen eines Kompressionsverband


Kombination aus Grund- und Behandlungspflege
GePos
gesetzliche Art der Vergütung
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung
Anleitung Anlage 9
Leistung

01 9 171 Behandlungspflegepauschale Gruppe 2 5,69 €

01 9 342 Anleitungspauschale Gruppe 2 / 100 % 11,38 €

01 9 311 336 Richten von Injektionen

01 9 367 400 Medikamente richten (täglich)

01 9 324 335 Injektionen s. c.

01 9 301 334 Insulininjektion

01 9 240 372 Blutzuckermessung

01 9 172 Behandlungspflegepauschale Gruppe 3 8,48 €

01 9 343 Anleitungspauschale Gruppe 3 / 100% 16,96 €

01 9 259 396 Instillation

01 9 303 445 Klistir/Klysma/digitale Enddarmausräumung

01 9 246 394 Drainagen, Überprüfen, Versorgen

01 9 313 398 Katheter, Versorgung eines suprapubischen

01 9 255 333 Inhalation

01 9 309 404 PEG, Versorgung bei


01 9 325 keine sonstige Injektionen (i. m.)

01 9 312 518 Medikamente richten (wöchentlich) Wochenbox

01 9 298 377 Anziehen von Kompressionsstrümpfen

Kombination aus Grund- und Behandlungspflege

GePos
gesetzliche Art der
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung Vergütung Anlage 9
Anleitung
Leistung

01 9 173 Behandlungspflegepauschale Gruppe 4 11,98 €

01 9 344 Anleitungspauschale Gruppe 4 / 100% 23,78 €

01 9 241 448 Blasenspülung

01 9 249 395 Flüssigkeitsbilanzierung

01 9 230 390 Absaugen

01 9 262 keine Katheterisierung der Harnblase

ITEK (Intermittierende transurethrale


01 9 371 keine
Einmalkatheterisierung)

01 9 319 406 Pflege des zentralen Venenkatheter

01 9 282 407 Anlegen und Wechseln von Wundverbände

01 9 323 410 Anlegen von stützende und stabilisierende Verbände

01 9 308 408 Anlegen eines Kompressionsverbandes


01 9 276 keine Stomabehandlung

01 9 435 keine Wechseln und Pflege der Trachealkanüle

01 9 247 332 Einlauf

01 9 243 393 Dekubitusbehandlung

01 9 265 399 Legen und Wechseln einer Magensonde


Kombination aus Grund- und Behandlungspflege

GePos
gesetzliche Art der
Grundlage Versorgung Art der Leistungsbeschreibung Vergütung Anlage 9
Anleitung
Leistung

Einzelleistung ohne Pauschalen

01 9 521 keine Port-a-cath Versorgung anschließen 13,53 €

01 9 522 keine Prot-a-cath Versorgung verschließen 10,18 €

03 2 326 keine Infusion i.v. je Stunde 15,82 €

03 2 200 keine Anlegen einer s.c. Infusion je Einsatz 11,58 €

03 2 598 keine Abnehmen einer s.c. Infusion je Einsatz 4,20 €

03 2 598 keine Wechseln einer s.c. Infusion je Einsatz 4,20 €

01 9 320 keine spezielle Krankenbeobachtung je Stunde 15,82 €

01 9 238 keine Bedienung und Überwachung eines Beatmungsgerätes Einzelfall

01 9 100 keine 24 Stundenpflege in der Häuslichkeit Einzelfall

01 9 528 keine sonstige Leistung Einzelfallentscheidung Einzelfall

01 9 120 keine Einsatzpauschale (inkl. Fahrtkosten) 2,75 €


Haushaltshilfe (gemäß § 38 SGB V)

gesetzliche Grundlage § 38 (1) S. 1 SGB V § 38 (2) S. 1 SGB V


(max. 6 Std.)
Einzelleistung aus der Positionsnummer Preis je Stunde Positionsnummer Preis je Stunde
Genehmigung

Hauptberufliche 055111 20,33 € 065111 11,97 €


Haushaltshilfe mit
staatlicher Anerkennung
Hauptberufliche 056111 20,33 € 066111 11,97 €
Haushaltshilfe ohne
staatliche Anerkennung

gesetzliche Grundlage § 24g SGB V § 24h SGB V


( max. 6 Std.)
Einzelleistung aus der Positionsnummer Preis je Stunde Positionsnummer Preis je Stunde
Genehmigung

Hauptberufliche 075111 20,33 € 085111 20,33 €


Haushaltshilfe mit
staatlicher Anerkennung
Hauptberufliche 076111 11,97 € 086111 11,97 €
Haushaltshilfe ohne
staatliche Anerkennung
Fahrtkosten (Hinweis: Einsatzpauschale inkl. Fahrtkosten )
gesetzliche Grundlage § 37 (1) S. 1 § 37 (1) S. 5 § 37 (2) S. 1 § 37 (2) S. 4 § 38 (1) S. 2
SGB V SGB V SGB V SGB V SGB V
Einzelleistung aus der Genehmigung Positionsnummer Positionsnummer Positionsnummer Positionsnummer Positionsnummer Preis

Grundpflege 011120 021120 - 041120 - 2,75 €


Behandlungspflege 012120 022120 032120 042120 - 2,75 €
Hauswirtschaftliche Versorgung 013120 023120 - 043120 - 2,75 €
Kombi aus Grund- 014120 024120 - 044120 - 2,75 €
/Behandlungspflege/hauswirtschaftlicher
Versorgung
Kombi aus Grund- und 019120 029120 - 049120 - 2,75 €
Behandlungspflege

Fahrtkosten / Haushaltshilfe ( Hinweis: Einsatzpauschale inkl. Fahrtkosten )


Gesetzliche Grundlage § 38 (1) S.1 § 38 (2) S. 1 § 24g SGB V § 24 h SGB V Preise
SGB V SGB V
Positionsnummer Positionsnummer Positionsnummer Positionsnummer

Hauptberufliche Haushaltshilfe mit 055120 065120 075120 085120 2,75 €


staatl. Anerkennung

Hauptberufliche Haushaltshilfe ohne 056120 066120 076120 086120 2,75 €


staatliche Anerkennung
Anlage 10
Geschäftsordnung der Clearingstelle einschließlich Anlagen zum Rahmenvertrag gemäß §§ 132 und 132 a SGB V zur Erbringung von häuslicher
Krankenpflege und Haushaltshilfe vom 01.05.2015

Geschäftsordnung der ClearingsteIle

I. Zweck der ClearingsteIle


Die ClearingsteIle dient der Klärung von Meinungsverschiedenheiten bei der Auslegung der o. g. Rahmenverträge an Hand von Einzelfällen.
Sie dient dem partnerschaftlichen Umgang miteinander.

II. Besetzung der ClearingsteIle


Die ClearingsteIle ist paritätisch besetzt mit drei Mitgliedern der Leistungserbringer und drei Mitgliedern der Krankenkassen.

III. Arbeitsweise der ClearingsteIle


1. Die Sitzungen der ClearingsteIle finden nach Bedarf und gegenseitiger Abstimmung statt. Dies gilt auch für die Abstimmung zum Ort und Zeit der
nächsten Sitzung.
2. Sitzungsort und Protokollführung wechseln zwischen den Parteien nach Absprache. Die Sitzungsleitung übernimmt jeweils die Partei, von der die
Sitzung einberufen wird.
3. Zur Vorbereitung der Sitzung sind die Tagesordnungspunkte und die dazugehörigen anonymisierten Unterlagen mit Angabe der KV-Nr. unter
Verwendung der Anlage 1 nach Problemen den jeweiligen Mitgliedern der Clearingstelle spätestens 14 Kalendertage vor dem jeweiligen Sit-
zungstermin zuzuleiten.
4. Eine Kosten- und Auslagenerstattung findet nicht statt.

IV. Festlegungen der ClearingsteIle


1. Festlegungen der ClearingsteIle werden in der Sitzung als Ergebnisprotokoll (Anlage 2) formuliert.
2. Es sind nur einvernehmliche Festlegungen bei vollständiger Besetzung der Clearingstelle möglich.
3. Die Vertragspartner verpflichten sich, die Festlegungen als verbindliche Grundlage in der Verwaltungspraxis einzusetzen.

Anlagen
Anlage 1 Muster - Problemdarstellung
Anlage 2 Muster - Ergebnisprotokoll

1 von 3
Anlage 1
Problemdarstellung zur Clearingstelle SGB V am ………
Pflegedienst Verordnungs-
KV-Nr. Rechnungs-Nr. Problembeschreibung
IK-Nr. zeitraum

Seite 2 von 3
Anlage 2
Ergebnisprotokoll der Sitzung der Clearingstelle vom ..............

Einigung
Gegenstand der Beratung Festlegung
erzielt
1.  ja
 nein
2.
 ja
 nein
3.
 ja
 nein
4.
 ja
 nein
5.
 ja
 nein
6.
 ja
 nein
7.
 ja
 nein
8.
 ja
 nein
9.  ja
 nein

Seite 3 von 3