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27/01/2020 MedizInfo®: Diagnostik bei Spinalkanalstenose

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Diagnostische Erkrankungen Skoliose Rückenmuskulatur
Verfahren Hexenschuss Spina bifida Wirbelgleiten
Instabile Spinalkanalstenose
Halswirbelsäule

Diagnostik bei Spinalkanalstenose


Ausführliche Inhaltsübersicht:
Informationen zur Anamnese
allgemeinen Diagnostik Körperliche Untersuchung
bei Rückenbeschwerden. Apparative Diagnostik
Befundbeispiel HWS-Stenose

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Anamnese
Weitere Der erste Schritt zur richtigen Diagnose der
Informationen zur Spinalkanalstenose ist die ausführliche Befragung
Anamnese finden Sie des Betroffenen. Hier sind in erster Linie folgende
hier. Informationen wichtig:
Bestehen Schmerzen und wenn ja wo, in welcher
Stärke und von welcher Art?
Sind die Schmerzen von Belastungen oder
bestimmten Körperhaltungen abhängig?
Wurden eine Bewegungseinschränkung der
Wirbelsäule, eine Muskelschwäche,
Empfindungsstörungen sowie Beeinträchtigungen
der Blasen und/oder Darmfunktion bemerkt?
Sind Durchblutungsstörungen bzw. Herz-
Kreislauf-Erkrankungen bekannt?
(Durchblutungsstörungen der Beine können NEW
ähnliche Symptome hervorrufen wie eine SCANDINAVIAN
Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule.) DESIGN
 
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Körperliche Untersuchung
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Schmerzen beim An die Anamnese schließt sich die körperliche
Beklopfen sind Unersuchung an. Zunächst werden Form und Haltung
typisch. der Wirbelsäule im normalen Stand betrachtet sowie
festgestellt, ob sich durch Beklopfen der
Wirbelknochen Schmerzen auslösen lassen. Das
kommt bei einer Spinalstenose häufig vor. Außerdem
zeigt sich häufig eine Verspannung der Muskeln in
unmittelbarer Nähe der Wirbelsäule. Diese
Verspannung wird durch  die Schmerzen ausgelöst.
Sie können vom Arzt getastet werden.
 
Die Beweglichkeit ist Um die Beweglichkeit der Wirbelsäule zu überprüfen,
eingeschränkt. wird der Betroffene aufgefordert, sich nach vorne,
nach hinten und zu jeder Seite zu neigen bzw. den
Kopf in den Nacken, auf jede Schulter und auf die

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Brust zu legen sowie ihn zu jeder Seite zu drehen. Bei
einer Einengung des Wirbelkanals kann die
Beweglichkeit, u.a. durch Schmerzen, in einer oder
mehreren Richtungen eingeschränkt sein.
 
Das Gehen und Um eine Gangunsicherheit oder Muskelschwächen in
Stehen wird getestet. den Beinen festzustellen, werden das normale Gehen
und Stehen mit geöffneten und geschlossenen Augen
sowie Gehen und Stehen auf Fersen und auf
Zehenspitzen sowie das einbeinige Stehen (nach
Möglichkeit ebenfalls auf Zehenspitzen und auf den
Fersen) beurteilt.
 
Die Kraftprüfung an Die genauere Einschätzung der Kraft erfolgt an den
Armen und Beinen Armen (zur indirekten Beurteilung der
gibt Aufschluss über Halswirbelsäule) in sitzender Position. Der Arzt fordert
die Beteiligung den Betroffenen auf, die Arme in der Schulter
entsprechender abzuwinkeln bzw. an den Körper heranzuführen sowie
Nerven. die Unterarme, die Hände und die Finger jeweils zu
strecken und zu beugen. Um einen Eindruck von der
Kraft des Betroffenen in den einzelnen
Muskelgruppen zu erhalten, hält der Arzt jeweils mit
seiner eigenen Muskelkraft dagegen. Die Kraftprüfung
an den Beinen (Beugung im Hüftgelenk, Beugung und
Streckung im Kniegelenk sowie Heben und Senken
der Füße, der Zehen bzw. nur der Großzehen) erfolgt
im Liegen. Sie dient der indirekten Beurteilung der
Lendenwirbelsäule. Sind einer oder mehrere
Rückenmarksnerven durch die Einengung des
Wirbelkanals in Mitleidenschaft gezogen, können
Muskelschwächen auftreten. Aus ihrer Verteilung
können bereits Rückschlüsse auf den genauen Ort
der Schädigung gezogen werden.
 
Der "blinde Fleck" Um das Empfindungsvermögen zu testen, streicht der
lässt sich Untersucher locker mit den Händen über die Haut
zurückverfolgen. des Betroffenen und bittet diesen anzugeben, wenn
einige Regionen "taub" erscheinen. Je nachdem, wo
"taube" Regionen auftreten, kann auf die
Beeinträchtigung bestimmter Rückenmarksnerven
geschlossen werden.
 
Kalte Füße können Weil Durchblutungsstörungen der Beine ähnliche
ein Hinweis sein. Symptome wie eine Spinalkanalstenose des
Lendenwirbelkanals hervorrufen können, werden die
Temperatur an den Füßen und die Pulse auf dem
Fußrücken und am Knöchel überprüft.
 
Mit dem "Hammer Abschließend werden die so genannten
zur Tat" schreiten. Muskeleigenreflexe getestet. Mit einem
Reflexhämmerchen klopft der Arzt auf bestimmte
Sehnen an Armen und Beinen. Dadurch wird als
Reflex eine Kontraktion des zugehörigen Muskels
ausgelöst. Bei einer Nervenschädigung fällt dann auf,
dass der Reflex auf einer Seite deutlich
abgeschwächt oder sogar vollkommen ausgefallen
ist.
 
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Apparative Diagnostik
Degenerative Zur Sicherung der Verdachtsdiagnose einer
Veränderungen Spinalkanalstenose sind bildgebenden Verfahren
werden im notwenig. Auf einer normalen Röntgenaufnahme des
Röntgenbild betroffenen Wirbelsäulenabschnitts stellt sich die
festgehalten. Einengung nicht direkt dar. Jedoch können
allgemeine Verschleißerscheinungen Hinweise darauf
geben, dass auch der Wirbelkanal betroffen ist. Dann
zeigen sich auf dem Röntgenbild evtl. verdickte
Wirbelgelenke, Osteophyten, verringerter Abstand
zwischen zwei benachbarten Wirbelkörpern als
Hinweis auf einen Bandscheibenschaden.
 

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CT oder MRT zeigen, Um einen eingeengten Wirbelkanals sicher zu
an welcher Stelle der erkennen, ist die Durchführung einer
Platz zu eng wird. Computertomografie oder einer
Magnetresonanztomografie notwendig. Auf den so
erhaltenen Schnittbildern kann der Wirbelkanal in
seinem Querschnitt betrachtet werden, so dass eine
Einengung deutlich wird. Zudem lässt sich der Grund
für die Stenose erkennen. Weil die Schichtbilder auch
das Nervengewebe darstellen, kann gut erkannt
werden, ob und an welcher Stelle es beeinträchtigt
ist.
 
Die Verteilung des Gelegentlich kann es hilfreich sein, eine
Kontrastmittels ist Kontrastmitteldarstellung des Wirbelkanals
bei einer Stenose nur vorzunehmen (Myelografie). Dabei wird ein
noch eingeschränkt Kontrastmittel im Bereich der Lendenwirbelsäule in
möglich. den Wirbelkanal gespritzt und die Verteilung (mit Hilfe
eines Durchleuchtungsgerätes und/oder der
Computertomografie) beobachtet. Durch diese
Methode lassen sich stark eingeengte Regionen sehr
gut erkennen, weil dort die Passage des
Kontrastmittels nur noch eingeschränkt oder gar nicht
mehr möglich ist.
 
Die verbliebene Wenn die Bilder der Computer- oder
elektrische Aktivität Magnetresonanztomografie nicht aussagekräftig
in Nerven und genug erscheinen, werden ergänzend die natürlichen
Muskeln kann elektrischen Aktivitäten in Nerven und Muskeln
gemessen werden. bestimmt. Dazu werden kleine Messelektroden über
Nerven bzw. Muskeln angebracht und zum einen die
natürliche Nerven- und Muskelaktivität gemessen und
zum anderen die Reaktion auf einen schwachen
elektrischen Strom. Aus den Ergebnissen lassen sich
Rückschlüsse darauf ziehen, welche Nerven betroffen
sind, in welchem Ausmaß und an welcher Stelle.
 
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Befundbeispiel HWS-Stenose
Nicht in jedem Fall Die nachfolgende Übersicht zeigt exemplarisch die
müssen bei einem Befunde, die eine ausgeprägten Spinalkanalstenose
Betroffenen alle diese im Bereich der Halswirbelsäule mit sich bringen kann.
Befunde auch Folgende Befunde bzw. Beschwerden können
tatsächlich festgestellt werden:
vorkommen. Schmerzen im Nacken, die auf der Rückseite des
linken Armes bis in den kleinen Finger ziehen. Der
kleine Finger kann gelegentlich gefühllos sein.
Unsicheres Gangbild mit geschlossenen Augen.
Eingeschränkte Beweglichkeit der
Halswirbelsäule in alle Richtungen.
Kraftminderung beim Strecken des linken
Unterarmes, der Hand und der Finger.
Gefühlsminderung an der linken äußeren
Handkante.
Abgeschwächter Muskelreflex bei Beklopfen der
Sehne des Unterarmstreckmuskels auf der linken
Seite.
Im Röntgenbild deutliche
Verschleißerscheinungen: Osteophyten und
verdickte Wirbelgelenke an der unteren
Halswirbelsäule.
In der Magnetresonanztomografie Einengung des
Wirbelkanals, vor allem zwischen dem 6. und
7. Halswirbel verursacht u.a. durch verdickte
Wirbelgelenke, Osteophyten und eine
Bandscheibenvorwölbung. Der auf der linken
Seite den Wirbelkanal verlassende
Rückenmarksnerv wird stark eingeengt.
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Spinalkanalstenose

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