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Landtagsklub

An den Präsidenten Süd-Tirol, am 08. November 2019


des Süd-Tiroler Landtages

Schriftliche Anfrage
Bombardierungen im Unterland

Vor genau 75 Jahren, im November 1944, begann der konzentrierte Angriff der
Alliierten auf die Brennerlinie. Auch das Unterland wurde bombardiert. Um genau
zu sein: die Eisenbahnbrücke über die Etsch in Auer (siehe Anhang) und der Bahn-
hof von Auer. Über ein halbes Dutzend Einsätze mit über 100 schweren Flugzeugen
wurden damals durchgeführt. Hunderte Tonnen an Sprengmaterial gingen über
das Unterland nieder.

Da die „Treffsicherheit“ der damaligen Bombardierungen ungenau und der Ein-


schlagradius der Bomben sehr breit waren, schlugen auch viele Sprengkörper noch
hunderte Meter von der Brücke und dem Bahnhof entfernt in den umliegenden
Obstwiesen ein, wie auf den Fotos der US Air Force gut zu erkennen ist.

Es ist nicht auszuschließen, dass unter den abgeworfenen Bomben auch einige
Blindgänger waren. Diese Bomben könnten für die Bauern bei eventuellen Gra-
bungsarbeiten auf ihren Feldern eine Gefahr darstellen.

Deshalb stellt die Süd-Tiroler Freiheit folgende Fragen:

1. Hat die Landesregierung einen Einblick, inwieweit die Bombenabwürfe in


Süd-Tirol erhoben bzw. vermerkt worden sind? (Falls Ja wird um
Übermittlung der Aufstellung gebeten).

2. Ist es aus Sicht der Landesregierung sinnvoll, eine Art Gefahrenplan mit
dem Vermerk der Einschlaglöcher zu erstellen?

L.-Abg. Sven Knoll L.-Abg. Myriam Atz Tammerle

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Süd-Tiroler Freiheit - Landtagsklub | Südtiroler Straße 13 | 39100 Bozen
Telefon +39 0471 946170 | landtag@suedtiroler-freiheit.com
Anhang: Foto der US Air Force der Bombardierung der Eisenbahnbrücke
bei Auer, 11. November 1944.

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