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Montag, II - 1.

Woche1 2-01

Lesung: 1 Sam 1, 1-8


Evangelium: Mk 1, 14-20

Kyrie:

V: Herr Jesus Christus,


du bist „der Sohn Gottes“2, unser Heiland und Retter.3

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

V: Du erneuerst unser Leben durch Buße und Umkehr.

(gesungen:) V: Christus, erbarme dich unser.


A: Christus, erbarme dich unser.

V: Wer an dich glaubt,


hat das ewige Leben.4

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

1
Empfehlung zur Feier der Liturgie: Präfation: MB 408f („Präfation für Sonntage VI“) oder Hochgebet für
Messen für besondere Anliegen III. Jesus, unser Weg, 30-37; Liedvorschlag: GL 578 (Nr. 616) „‘Mir nach’,
spricht Christus“; (zur Danksagung) GL 577f (Nr. 615) „Alles meinem Gott zu Ehren“ oder GL 583 (Nr. 622)
„Hilf, Herr meines Lebens“
2
Mk 3, 11; Lk 4, 41; 22, 70; Joh 1, 34; 1, 49; 11, 4. 27; 20, 31; 1 Joh 4, 15; 5, 5; vgl. Mt 16, 16; 27, 54; Mk 1, 1;
15, 39; Röm 1, 4; 2 Kor 1, 19; Gal 2, 20; Hebr 4, 14; 1 Joh 3, 8; 5, 20
3
vgl. Lk 2, 11; Joh 4, 42; Tit 3, 4; Joh 4, 14
4
vgl. Joh 3, 15-16. 36; 5, 24; 6, 47. 54; 1 Joh 5, 11-13
Tagesgebet:

I.

„Gott,
du berufst Männer und Frauen,
alles zu verlassen, um Christus nachzufolgen.
Lehre uns, daß Liebe unser größter Reichtum ist -
die Liebe, die du uns schenkst
und die wir einander erweisen.
Das gewähre uns durch Jesus Christus.“5

oder:

II.

„Gott.
Du hast uns geschaffen -
doch wir kennen dich kaum.
Du liebst uns -
und doch bist du uns fremd.
Offenbare dich deiner Gemeinde.
Sag uns, wer du bist
und was du für uns bedeutest.
Lehre uns
dich erkennen, dich verstehen, dich lieben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.“6

oder:

III.

5
vgl. MB 318/37; 1036
6
leicht gekürzt: MB 305/2
„Gott.
Wir danken dir,
daß du uns hier zusammengeführt hast.
Laß uns erkennen, was wir sind.
Laß uns glauben, was wir beten.
Laß uns tun, was du uns sagst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.“7

7
MB 309/13
LESUNG vgl. 1 Sam 1, 1-8
(überarbeitete Kurzfassung)

Lesung aus dem ersten Buch Samuel.

„Einst lebte ein Mann, er hatte zwei Frauen.

Die eine hatte Kinder,


Hanna aber hatte keine Kinder.

Dieser Mann zog Jahr für Jahr nach Schilo,


um den Herrn anzubeten und ihm zu opfern.

An dem Tag, an dem er das Opfer darbrachte,


gab er seiner Frau, die Mutter war,
und all ihren Söhnen und Töchtern
ihre Anteile.

Hanna aber gab er einen doppelten Anteil;


denn er hatte Hanna lieb,
obwohl der Herr ihren Schoß verschlossen hatte.

Ihre Rivalin aber kränkte und demütigte sie sehr,


weil der Herr ihren Schoß verschlossen hatte.

So war es Jahr für Jahr.

Sooft sie zum Haus des Herrn hinaufzogen,


wurde Hanna von ihrer Rivalin gekränkt;
und Hanna weinte und aß nichts.
Ihr Mann fragte sie:
Hanna, warum weinst du, warum ißt du nichts,
warum ist dein Herz betrübt?

Bin ich dir nicht viel mehr wert als zehn Söhne?“8

Wort des lebendigen Gottes.

8
vgl. 1 Sam 1, 1-8
GESUNGENER HALLELUJAVERS
VOR DEM EVANGELIUM - IM JAHRESKREIS9 -
ZUM HALLELUJA GL 221 oder GLÖ 322
(Mk 1, 14-20) „Ihr Christen, singet hocherfreut“

V: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.


A: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.

V: 1. Der Herr sprach, als er Leute sah: -


Kehrt um, das Gottesreich ist nah, -
es kommt und ist zugleich schon da. -
Halleluja.

oder:

V: 2. Der Herr sprach, als er Leute sah: -


Kehrt um, das Gottesreich ist nah, -
es kommt zu euch und ist schon da. -
Halleluja.

A: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.

V: 3. Kommt her und folgt mir, Jünger mein, -


und holt für Gott die Menschen ein, -
denn Menschenfischer sollt ihr sein. -
Halleluja.

oder:

9
T: Pfarrer Dr. Georg Pauser, Wien 2015 / 2017: vgl. Pauser G., Lieder und Gebete über 1000.
Zusammengestellt und teilweise überarbeitet von Pfarrer Dr. Georg Pauser. Pfarre St. Georg - Kagran. 2.
verbesserte und erweiterte Auflage, Wien 2017; M: Frankreich 15. Jh.; O: GL 221 oder GLÖ 322 („Ihr Christen,
singet hocherfreut“)
V: 4. Kommt her und seid die Jünger mein, -
zu folgen mir, ich lade ein, -
denn Menschenfischer sollt ihr sein. -
Halleluja.

A: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.


EVANGELIUM vgl. Mk 1, 14-20

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.

„Nachdem man Johannes den Täufer


ins Gefängnis geworfen hatte,
ging Jesus wieder nach Galiläa;
er verkündete das Evangelium Gottes und sprach:

Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.


Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!

Als Jesus am See von Galiläa entlangging,


sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
die auf dem See ihr Netz auswarfen;
sie waren nämlich Fischer.

Da sagte er zu ihnen:
Kommt her, folgt mir nach!
Ich werde euch zu Menschenfischern machen.

Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.

Als er ein Stück weiterging,


sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus,
und seinen Bruder Johannes;
sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.

Sofort rief er sie,


und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern
im Boot zurück
und folgten Jesus nach.“10

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

10
vgl. Mk 1, 14-20
Predigt/Homilie:

Die Lesung hat erzählt,


was der Geburt des Samuel vorausging.11

Eine Frau wurde von einer anderen gedemütigt,


weil sie kinderlos war.12

Aber der Ehegatte liebte die Kinderlose


sogar mehr als die Mutter seiner Kinder.

Damals war es üblich,


daß ein Mann nicht nur eine Frau hatte.

Inzwischen hat sich doch einiges geändert:

Die Ehe ist nur zwischen zwei - einem Mann und einer Frau -
möglich.

Der Zweck der Ehe ist nicht nur die Zeugung der Kinder,
genauso zählt die von Liebe erfüllte Partnerschaft.

Es gibt viele ehelos gebliebene Ehegatten,


die in ihrer Partnerschaft zu ihrem großen Glück gefunden haben,
die in ihrem mit- und füreinander Dasein ihre Berufung
und den Sinn ihres Lebens dankbar erkennen und annehmen.

Gott liebt die Mutter, den Vater, er liebt auch den Alleinstehenden.

Jeder hat von Gott her Berufung, das Leben so anzunehmen,


wie er es ihm zugedacht hat.

Zu allen sagt Jesus:

„Kommt her, folgt mir nach!“

11
vgl. 1 Sam 1, 20
12
vgl. 1 Sam 1, 6f
Jeder hat sein Kreuz zu tragen,13 und jeder hat Freuden.

Jeder ist (- dazu -) berufen,


in der Schöpfung und in seinem Leben
das Reich Gottes zu entdecken.

Darum beten wir in den Fürbitten:

Fürbitten:
13
vgl. Mt 16, 24; Mk 8, 34; Lk 9, 23
1. Hilf den Menschen,
in der Toleranz einander wertzuschätzen.

2. Ermutige die Christen,


in missionarischer Gesinnung
„Menschenfischer“ zu sein.

3. Segne die Eltern, aber auch die Alleinstehenden,


daß sie im Leben die Berufung erkennen, für andere dazusein.

4. Sende den Kranken und Notleidenden Helfer,


die sie verstehen.

5. Rufe zu dir auch unsere Toten,


daß sie für immer Anteil haben am ewigen Leben.

Gabengebet:
I.

„Herr, unser Gott,


komm uns mit deiner Gnade zuvor
und hilf uns, nach deinem Willen zu leben,
damit wir den verheißenen Lohn erlangen.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“14

oder:

II.

„Gütiger Gott, nimm unsere Gaben an.


Laß uns klar erkennen,
was in deinen Augen recht ist,
und ermutige deine Kirche,
immer und überall in Wort und Tat
das Evangelium deiner Liebe zu verkünden.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“15

Präfation:

MB 408 („Präfation für Sonntage VI“)


oder:
Hochgebet für Messen für besondere Anliegen III.
Jesus, unser Weg, 30-37

ev. nach der Kommunion:

14
vgl. MB 102; MB 216
15
vgl. MB 661; MB 1053
„Herr, du bist bei mir,
bist in mich eingekehrt,
hast Wohnung genommen in mir.

Du sendest auch mich hinaus in die Welt.

Habe ich Mut, dir zu folgen?

Du hast allen deine Liebe erwiesen


und hast den Tod nicht gescheut.

Habe auch ich den Mut,


Lieblosigkeit mit Liebe zu beantworten?

Ich habe keine Angst,


wenn ich weiß, in dir geborgen zu sein,
wenn ich in dir bin und du in mir.“16

Schlußgebet:
16
Pfarrer Dr. Georg Pauser
„Barmherziger Gott,
wir haben den Auftrag deines Sohnes erfüllt
und sein Gedächtnis begangen.
Die heilige Gabe,
die wir in dieser Feier empfangen haben,
helfe uns,
in der Liebe Christus nachzufolgen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.“17

17
vgl. MB 153 (= MB 171; MB 179; MB 192; MB 196; MB 248; MB 300)