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Übersicht

Dysphagie im Verlauf der Parkinson-Krankheit:


Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie
Dysphagia in Parkinson’s Disease: Pathophysiology,
Diagnosis and Therapy

Autoren I. Suttrup, T. Warnecke

Institut Department für Neurologie, Universitätsklinikum Münster

Heruntergeladen von: University of British Columbia. Urheberrechtlich geschützt.


Schlüsselwörter Zusammenfassung Abstract
●▶ Dysphagie ▼ ▼
●▶ Schluckstörung Oropharyngeale und ösophageale Dysphagien sind Oropharyngeal and esophageal dysphagia are a fre-
●▶ Parkinson-Krankheit
●▶ FEES ein häufiges, aber zu selten diagnostiziertes Sym- quent, but seldom diagnosed symptom of Parkin-
●▶ Logopädie ptom der Parkinson-Krankheit. Mehr als 80 % aller son’s disease (PD). More than 80 % of patients with
Key words Parkinsonpatienten entwickeln eine klinisch rele- PD develop dysphagia during the course of their
●▶ dysphagia vante Dysphagie im Verlauf der Erkrankung. Folgen disease leading to a reduced quality of life, compli-
●▶ swallowing dysfunction hiervon sind eine Reduktion der Lebensqualität, cated medication intake, malnutrition and aspira-
●▶ Parkinson’s disease eine erschwerte Einnahme der Medikation, ein tion pneumonia, which is a major cause of death
●▶ FEES
●▶ speech and language therapy unzureichender Effekt von Dopaminergika sowie in PD. The underlying pathophysiology is poorly
Malnutrition und Aspirationspneumonien, die bei understood. Impaired dopaminergic and non-do-
Parkinsonpatienten im fortgeschrittenen Stadium paminergic mechanisms of the cortical swallowing
der Erkrankung die häufigste Todesursache dar- network as well as peripheral neuromuscular in-
stellen. Die Pathophysiologie der parkinsonbeding- volvement have been suggested to contribute to its
ten Schluckstörungen ist nicht eindeutig geklärt. multifactorial genesis. Diagnostic screening meth-
Es wird eine multifaktorielle Genese angenom- ods include PD-specific questionnaires and a modi-
men, die Beeinträchtigungen dopaminerger und fied water test. Fiber optic endoscopic evaluation of
nichtdopaminerger Bahnsysteme des zentralen swallowing (FEES) and videofluoroscopic swallow-
Schlucknetzwerks sowie zusätzliche periphere ing study (VFSS), which complement each other,
neuromuskuläre Einflüsse umfasst. Als diagnosti- are the gold standard for evaluation of PD-related
sche Screening-Methoden stehen Parkinson-spezi- dysphagia. For evaluation of esophageal dysphagia,
fische Fragebögen sowie ein modifizierter Was- the high-resolution manometry (HRM) may be a
sertest zur Verfügung. Die Goldstandards der helpful tool. In addition to dysphagia-specific treat-
apparativen Dysphagiediagnostik sind die endos- ment by speech and language therapists (SLTs), op-
kopische Evaluation des Schluckaktes (FEES) sowie timized dopaminergic medication is a meaningful
die Videofluoroskopie (VFSS), die sich in ihrer Aus- therapeutic option. A promising novel method is
sagekraft ergänzen. Zur Evaluation von ösophagea- intensive training of expiratory muscle strength
Bibliografie len Schluckstörungen steht zudem die High-Re- (EMST). Deep brain stimulation does not seem to
DOI http://dx.doi.org/ solution-Manometrie (HRM) zur Verfügung. Als have a clinically relevant effect on swallowing func-
10.1055/s-0042-107245 therapeutische Option kann neben einer störungs- tion in PD.
Fortschr Neurol Psychiatr musterspezifischen logopädischen Therapie auch
© Georg Thieme Verlag KG eine Optimierung der dopaminergen Medikation
Stuttgart · New York ·
sinnvoll sein. Eine erfolgversprechende neue Me-
ISSN 0720-4299
thode stellt zudem ein intensives Training der ex-
Korrespondenzadresse piratorischen Muskelkraft (EMST) dar. Die Tiefe
Priv.-Doz. Dr. T. Warnecke Hirnstimulation hat dagegen keinen klinisch rele-
Department für Neurologie, vanten Effekt auf die Schluckfunktion von Parkin-
Universitätsklinikum Münster
sonpatienten.
Albert-Schweitzer-Campus 1,
Gebäude A1
48149 Münster
Tobias.Warnecke@ukmuenster.
de

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Epidemiologie und klinische Relevanz könnte beispielsweise besonders schwere Verlaufsformen par-
▼ kinsonbedingter Dysphagien erklären [15]. Zusätzlich mehren
Schon James Parkinson berichtete in seiner Erstbeschreibung der sich in der letzten Zeit die Hinweise darauf, dass auch periphere
Erkrankung aus dem Jahre 1817 vom Vorhandensein Parkinson- neuromuskuläre Mechanismen eine Rolle bei der Entstehung der
assoziierter Schluckstörungen: „As the disease proceeds towards parkinsonbedingten Schluckstörungen spielen könnten. Mu und
its last stage, […] food is with difficulty retained in the mouth until Kollegen konnten in Post-mortem-Studien von Parkinsonpatien-
masticated; and then as difficulty swallowed“ [1]. In den letzten ten die Ablagerung von Alpha-Synuclein sowohl in sensiblen als
Jahren konnte in einer Vielzahl von Studien belegt werden, dass auch in motorischen peripheren Nerven nachweisen, die den La-
tatsächlich ein Großteil der Patienten mit idiopathischem Parkin- rynx bzw. die pharyngeale Muskulatur innervieren [16, 17].
son-Syndrom (IPS) eine Störung des Schluckaktes im Verlauf der Zusätzlich besteht zunehmende Evidenz, dass im Krank-
Erkrankung entwickelt, wobei Geschlecht, Alter, Erkrankungs- heitsverlauf parkinsonspezifische adaptive kortikale Verände-
dauer und das Vorhandensein einer demenziellen Störung wichti- rungen des Schluckprozesses stattfinden können. In einer Studie
ge Einflussfaktoren darstellen [2 – 5]. In der „Barcelona-und-Lissa- von Suntrup und Kollegen konnte mithilfe der Magnetenzepha-
bon-Kohorte“ wurde bei 68 % der IPS-Patienten im Spätstadium lografie (MEG) gezeigt werden, dass IPS-Patienten ohne Dyspha-
(Hoehn-&-Yahr-Stadium 4 und 5, mittleres Alter 74,1 Jahre, mittle- gie im Unterschied zu IPS-Patienten mit Dysphagie vermutlich
re Erkrankungsdauer 17,9 Jahre) eine subjektive Dysphagie im On- kompensatorisch vermehrt den lateralen prämotorischen und in-
Zustand dokumentiert [6]. ferolateralen Kortex aktivieren, der zur zerebellär-parietal-prä-
Schwerwiegende, von Patienten subjektiv wahrgenommene motorischen Schleife des motorischen Systems gehört, über die

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Schluckstörungen treten zumeist im fortgeschrittenen Stadium durch externe/sensorische Trigger ausgelöste Bewegungen ge-
der Parkinson-Krankheit auf, durchschnittlich 10 – 11 Jahre nach steuert werden [18].
den ersten motorischen Symptomen [7]. Beim frühen Einsatz von
apparativen Diagnostikmethoden wie der fiberoptischen Evalua-
tion des Schluckaktes (FEES) oder der Videofluoroskopie (VFSS) Diagnostische Methoden
finden sich allerdings bereits bei etwa 50 % der klinisch noch ▼
asymptomatischen IPS-Patienten Störungen des Schluckaktes Nur 20 % bis 40 % der Parkinsonpatienten nehmen das Vorhanden-
[8]. In der Meta-Analyse von Kalf und Mitarbeitern zeigte sich, sein einer Schluckstörung adäquat wahr und weniger als 10 % er-
dass die Prävalenz der oropharyngealen Dysphagie bei Parkin- wähnen diese spontan ihrem Arzt gegenüber [19, 20]. Daher sollte
sonpatienten von 35 % nach subjektiver Einschätzung auf bis zu während der neurologischen Untersuchung gezielt nach Störun-
82 % unter Anwendung objektiver Untersuchungstechniken an- gen der Schluckfunktion gefragt werden [21]. Zur klinischen Eva-
steigt [2]. luation von IPS-Schluckstörungen stehen mehrere validierte
Die parkinsonbedingte Dysphagie führt zu relevanten klinischen Fragebögen zur Verfügung. Der „Swallowing Disturbance Questi-
Konsequenzen, insbesondere einer erheblichen Beeinträchtigung onnaire“ (SDQ) und der „Münchner Dysphagie-Test – Parkinson’s
der Lebensqualität, unzureichender Medikamentenwirkung, Mal- disease“ (MDT-PD) sind standardisierte, parkinsonspezifische Fra-
nutrition, Dehydratation sowie im schlimmsten Fall zu einer Aspi- gebögen, die anhand eines Scores das Vorliegen einer parkinson-
rationspneumonie, die bei IPS-Patienten eine der häufigsten To- bedingten Dysphagie mit einer Sensitivität und Spezifität von
desursachen darstellt [9]. Zusätzlich leiden IPS-Patienten mit 80,5 % und 81,3 % bzw. 82 % und 71 % anzeigen [22, 23]. Der Vorteil
Schluckstörungen signifikant häufiger an neuropsychiatrischen des SDQ liegt in seiner einfacheren Auswertung, während der
Symptomen wie Angst oder Depression als IPS-Patienten ohne Dys- MDT-PT auch beginnende bzw. leichtgradige parkinsonbedingte
phagie [10]. Schluckstörungen erfasst [24]. Zusätzlich kann der dysphagiespe-
zifische Quality of Life Questionnaire (SWAL-QOL) verwenden
werden, der jedoch nicht speziell für die Parkinson-Krankheit vali-
Pathophysiologie diert wurde. Der Fragebogen zu nichtmotorischen Symptomen
▼ beim Morbus Parkinson (PD NMS Quest) enthält ebenfalls eine Fra-
Die zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen der ge zu Schluckstörungen, allerdings identifizierte dieser Test nur
parkinsonassoziierten Dysphagie sind bislang nicht abschließend bei 27 % der befragten IPS-Patienten Schluckstörungen und unter-
geklärt. Es wird postuliert, dass sowohl dopaminerge als auch schätzt damit die tatsächliche Prävalenz [25]. Ähnlich verhält es
nichtdopaminerge Mechanismen eine Rolle spielen. Die Basal- sich bei der Unified Parkinson’s Disease Rating Scale (UPDRS), die
ganglien üben eine wichtige Funktion innerhalb des suprame- ebenfalls nur eine Frage (Teil II, Frage 7) zum Thema Schluckstö-
dullären Schlucknetzwerks aus [11]. In Studien mittels funktio- rungen enthält [26].
neller Magnetresonanztomografie (fMRT) zeigte sich während Neben den Fragebögen sollten klinische Prädiktoren beachtet
des Schluckens von gesunden Kontrollprobanden eine bilaterale werden, die auf das Vorhandensein einer Dysphagie bei Parkin-
Aktivierung von Putamen und Globus pallidus [12]. Der Dopa- sonpatienten hinweisen: (1) Patienten in den Hoehn-&-Yahr-Sta-
minmangel im Striatum von Parkinsonpatienten bewirkt daher dien IV und V weisen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Dyspha-
vermutlich eine funktionelle Störung des supramedullären gie auf [6]. (2) Ein ungewollter Gewichtsverlust über mehrere
Schlucknetzwerks. Diese Hypothese wird dadurch gestützt, dass Monate oder ein Body-Mass-Index < 20 kg/m2 können ebenso
einige Parkinsonpatienten eine signifikante Verbesserung der ein Hinweis auf eine Dysphagie sein wie ein (3) vermehrter Spei-
Schluckfunktion nach Einnahme von L-Dopa zeigen [13]. chelfluss [13, 27]. (4) Außerdem ist die Parkinson-Demenz als Ri-
Den Braak-Stadien zufolge sind im Verlauf der Parkinson-Krank- sikofaktor für das Vorhandensein von Schluckstörungen identifi-
heit Lewy-Körperchen in verschiedenen nichtdopaminergen ziert worden [5].
Arealen im Bereich des Hirnstamms und des zerebralen Kortex Die klinische Diagnostik parkinsonbedingter Schluckstörungen
nachweisbar, die maßgeblich an der Kontrolle der Schluckfunk- wird dadurch erschwert, dass die Schluckfunktion während einer
tion beteiligt sind [14]. Die Affektion medullärer Schluckzentren standardisierten neurologischen Untersuchung nur mit erhebli-

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chen Einschränkungen beurteilt und der Weg des Bolus durch den Typische Befunde, die bei parkinsonbedingten Dysphagien in den
Schlucktrakt nicht direkt beobachtet werden kann. Die Durchfüh- verschiedenen Phasen des Schluckaktes vorkommen können,
rung eines „normalen“ Wassertests, wie er für die klinische Dys- sind in ●
▶ Tab. 1 zusammengefasst:

phagiediagnostik bei Schlaganfallpatienten genutzt wird, stellte ●▶ Abb. 1 stellt den möglichen Verlauf oropharyngealer Dyspha-
sich für IPS-Patienten als ungeeignet heraus [27]. Für Parkinsonpa- giesymptome (X-Achse) während des Fortschreitens der Parkin-
tienten wird deshalb ein modifizierter Wassertest empfohlen, der son-Krankheit in Relation zu den Braak-Stadien (Y-Achse) dar.
das maximale Schluckvolumen (normal > 20 ml) oder die maxima- Hierbei handelt es sich um eine Hypothese der Autoren, die bis-
le Schluckgeschwindigkeit (normal > 10 ml/s) bestimmt [28]. Die- lang verfügbare Daten berücksichtigt. Histopathologische Studi-
ser Test wurde bisher allerdings nur in kleinen gemischten Studi- en, in denen Dysphagiesymptome mit Braak-Stadien korreliert
enpopulationen evaluiert und nicht gegen etablierte apparative werden, existieren bislang nicht. Noch vor den sensiblen pharyn-
Diagnostikverfahren getestet [29]. golaryngealen Defiziten treten wahrscheinlich subklinische öso-
Zur objektiven Evaluation des Störungsmusters und des Schwe- phageale Motilitätsstörungen auf.
regrads von parkinsonbedingten Dysphagien wird daher die An-
wendung apparativer Verfahren empfohlen: Die fiberoptische
Evaluation des Schluckaktes (FEES) und die Videofluoroskopie Behandlungsoptionen
(VFSS) werden beide als Goldstandard zur Diagnostik von oro- ▼
pharyngealen Dysphagien angesehen [29]. Während der FEES- Prinzipiell ist die logopädische Therapie die zentrale Komponen-
Untersuchung wird ein dünnes flexibles Laryngoskop durch die te in der Behandlung von parkinsonbedingten Dysphagien. Sie

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Nase in den Hypopharynx eingeführt und die späte orale sowie verfügt über eine Vielzahl von Verfahren, die bei Parkinsonpa-
die pharyngeale Schluckfunktion bei verschiedenen Nahrungs- tienten zum Einsatz kommen können. Allerdings gibt es den Kri-
konsistenzen (weich, flüssig, fest) getestet [30, 31]. Die Deutsche terien der evidenzbasierten Therapie entsprechend nur wenige
Gesellschaft für Neurologie bietet seit 2015 ein spezielles FEES- methodisch gute Studien, in denen spezifische Methoden der lo-
Ausbildungscurriculum für neurogene Dysphagien an, in dem gopädischen Schlucktherapie bei Parkinsonpatienten untersucht
auch Parkinson-Syndrome behandelt und hinsichtlich der Dys- wurden [36, 37]. Daher gilt allgemein für die Auswahl der logo-
phagie als komplexe Krankheitsgruppe eingestuft werden [32]. pädischen Therapieverfahren bei Parkinsonpatienten, dass diese
Bei der VFSS wird ein bariumhaltiges Kontrastmittel herunterge- sich an den individuellen Störungsmustern der Patienten aus-
schluckt. Unter Durchleuchtung wird der Schluckakt mit einer richten sollten (●▶ Tab. 2). In einer aktuellen randomisierten kon-

Frequenz von ca. 25 – 30 Bildern/s aufgezeichnet. Die VFSS dient


insbesondere zur Beurteilung der oralen und pharyngealen Pha-
se des Schluckaktes sowie der Funktion des oberen Ösophaguss-
Tab. 1 Typische Befunde bei parkinsonbedingten Dysphagien in den ver-
phinkters [33]. Als zusätzliche Methode kann die High-Resolu-
schiedenen Phasen des Schluckaktes (oral, pharyngeal und ösophageal).
tion-Manometrie (HRM) des Ösophagus für die Untersuchung
von ösophagealen Motilitätsstörungen genutzt werden. Dabei Phase des Schluckaktes häufige Befunde
wird der Messkatheter nach vorheriger Rachenanästhesie in die oral repetitive Pumpbewegungen der Zunge
Speiseröhre eingeführt. 32 zirkulär und longitudinal angeordne- orale Residuen
te Drucksensoren messen anschließend den intrapharyngealen leaking
fragmentiertes Abschlucken des Bolus
und intraösophagealen Druck, während der Patient ca. alle 10 s
pharyngeal Residuen (Valleculae >>> Sinus piriformis)
einen 5-ml-Wasserbolus schluckt. Auf diese Weise ist eine Be-
Aspiration in > 50 % der dysphagischen
stimmung u. a. des Intrabolusdrucks, der ösophagealen Peristal-
Patienten
tik sowie des Kontraktions- und Relaxationsverhaltens des obe- Hyposensibilität des Pharynx
ren und unteren Ösophagussphinkters möglich [34]. reduzierte spontane Schluckfrequenz
Mithilfe der HRM wurden ösophageale Schluckstörungen schon (48/h vs. 71/h)
im sehr frühen Stadium der Parkinson-Krankheit, d. h. innerhalb ösophageal Hypomotilität
von 3 Jahren nach Diagnosestellung, nachgewiesen [35]. Spasmen und multiple Kontraktionen

Braak Abb. 1 Möglicher Verlauf oropharyngealer Dys-


Stadien phagiesymptome (X-Achse) und L-Dopa-Sensitivität
während des Fortschreitens der Parkinson-Krank-
heit in Relation zu den Braak-Stadien (Y-Achse).
6

3 L-Dopa-Sensitivität

Sensibles Pharyngeale Orale Komplexes Zeitlicher


Defizit Residuen Störungen Störungsmuster Verlauf
inkl. Aspiration

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Symptom Pharmakologische Therapie Logopädische Therapie Tab. 2 Zusammenfassung mög-


licher logopädischer und medika-
repetitive Pumpbewegungen – Erhöhung der L-Dopa-Dosis – Triggerung des Schluckreflexes
mentöser Therapieoptionen für
der Zunge vor den Mahlzeiten – externe Trigger?
verschiedene Störungsmuster
– Amantadin?
parkinsonbedingter Dysphagien.
Verlust der oralen Boluskontrolle – orale Boluskontrolle
– Vermeidung von Dual-Task-
Situationen
stille Aspiration – nichtorale Applikation: Pflaster- – Schutzreflexe
oder Pumpentherapie? – sensorische Stimulation
– supraglottische Schluckmanöver
– sichere Nahrungskonsistenzen?
– PEG?
pharyngeale Residuen ohne Bestimmung des individuellen Anspre- – kräftiges Schlucken
motorische Fluktuationen chens auf L-Dopa, falls positiv:
– Erhöhung der L-Dopa-Dosis vor
den Mahlzeiten
pharyngeale Residuen mit Bestimmung des individuellen Anspre- – Mahlzeiten in klinischen On-Phasen
motorischen Fluktuationen chens auf L-Dopa, falls positiv: – kräftiges Schlucken
– Optimierung der oralen Behandlung
– nichtorale Applikation: Pflaster-

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oder Pumpentherapie?
ösophageale Spasmen – nichtorale Applikation: Pflaster- – Schutzreflexe
oder Pumpentherapie? – sichere Nahrungskonsistenzen?
– Botulinum-Toxin-Injektionen in – Mendelsohn-Schluckmanöver
den oberen Ösophagussphinkter? – PEG?

trollierten Studie konnte gezeigt werden, dass die FEES bei Par- ggf. sinnvoll [42]. Für diese Fragestellung kann das standardisierte
kinsonpatienten innerhalb der logopädischen Therapie effektiv FEES-Levodopa-Test-Protokoll verwendet werden [45].
als Biofeedback-Technik eingesetzt werden kann [38]. Die trans- ●▶ Tab. 2 fasst mögliche logopädische und medikamentöse Thera-
kutane neuromuskuläre elektrische Stimulation wurde bislang pieoptionen für verschiedene Störungsmuster parkinsonbeding-
in einer randomisierten und kontrollierten Studie bei dyspha- ter Dysphagien zusammen.
gischen Parkinson-Patienten im Vergleich zur traditionellen Die Effekte der Tiefen Hirnstimulation auf die Schluckfunktion
logopädischen Schlucktherapie getestet. Hier ergab sich nach von Parkinsonpatienten sind noch nicht abschließend geklärt.
15 Behandlungstagen weder für die elektrische Stimulation auf Troche und Kollegen analysierten in einem systematischen Re-
motorischem noch auf sensorischem Level ein zusätzlicher klini- view mehrere Studien, die überwiegend die Stimulation des Nu-
scher Effekt auf die Schluckfunktion [39]. cleus subthalamicus (STN) betrafen. Sie kamen zu dem Ergebnis,
Ein vielversprechendes neues Therapieverfahren stellt die Durch- dass die Tiefe Hirnstimulation weder zu einer klinisch relevanten
führung eines intensiven Ausatemtrainings (EMST) dar. In einer Verbesserung noch zu einer klinisch relevanten Verschlechterung
kontrollierten, randomisierten Studie mit n = 60 Patienten konnte der Schluckfunktion führt [46]. In einer retrospektiven Studie, in
gezeigt werden, dass bei IPS-Patienten mit leicht- bis mittelgradi- der die STN-Stimulation mit der Stimulation des Globus pallidus
ger Dysphagie ein vierwöchiges Training der expiratorischen Mus- internus (GPi) in Bezug auf die Schluckfunktion untersucht wur-
kulatur mit einem speziellen Ausatemtrainer (EMST150, Aspire Pro- de, zeigte sich eine leichtgradige Verschlechterung der mittleren
ducts) zu einer signifikanten Reduktion des Schweregrades von Werte auf der Penetrations-/Aspirationsskala nur in der Gruppe
Aspirationen in der VFSS führt und die Schluckeffizienz verbessert mit STN-Stimulation [47]. Allerdings fehlen hier direkte prospek-
[40]. tive Vergleichsstudien. Eine niederfrequente 60-Hz-Stimulation
Der Effekt von Levodopa auf die parkinsonbedingte Schluckstörun- des STN kann möglicherweise zu einer verbesserten Schluck-
gen wird derzeit kontrovers diskutiert [40]. Als Argument für ei- funktion von dysphagischen Parkinsonpatienten führen und da-
nen positiven Effekt wurde der Anstieg der Überlebensrate von bei insbesondere Aspirationen reduzieren [48]. Weitere rezente
Parkinsonpatienten nach Einführung der Levodopa-Therapie im Studien deuten eine subklinische Modulation der pharyngealen
Vergleich zur Prä-Levodopa-Ära angeführt. Wenn Aspirations- Phase des Schluckaktes durch die Tiefe Hirnstimulation an, ins-
pneumonien eine häufige Todesursache von Parkinsonpatienten besondere mit Veränderungen des zeitlichen Ablaufs, jedoch
darstellen und sich die Lebenserwartung im Levodopa-Zeitalter er- ohne Alteration der oralen Phase [49]. Die Tiefe Hirnstimulation
heblich verbessert hat, dann könnte eine verbesserte Schluckfunk- kann möglicherweise eine Verbesserung der ösophagealen Moti-
tion mit geringerem Aspirationsrisiko einen Anteil daran haben lität bewirken [50].
[41]. Tatsächlich konnte in verschiedenen Pilotstudien eine signifi- Die Ziele der Dysphagietherapie unterscheiden sich bei Parkin-
kante Verbesserung der Dysphagie bei einigen Parkinsonpatienten sonpatienten in Abhängigkeit vom Krankheitsstadium: Im frühe-
nach Levodopa-Gabe, aber auch nach Applikation von subkutanem ren Stadium der Erkrankung (Stadien I und II nach Hoehn & Yahr)
Apomorphin oder transdermalem Rotigotin nachgewiesen werden sollte die Wahrnehmung von Anzeichen für eine beginnende
[42 – 44]. Prinzipiell sollte die Schluckfunktion von Parkinsonpa- Schluckstörung bzw. der Erhalt des physiologischen Schluckmus-
tienten im klinischen Alltag immer sowohl im On- als auch im ters das vorherrschende Ziel sein. Im Verlauf der Erkrankung
Off-Zustand untersucht werden. Bei einer Verbesserung der Dys- (Stadien III und IV nach Hoehn & Yahr) steht das Erlernen von
phagie im On ist eine Optimierung der dopaminergen Medikation kompensatorischen Schlucktechniken durch gezieltes logopädi-
sches Training im Vordergrund, um die Aufnahme normaler Kost

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zu erhalten und eine Malnutrition zu vermeiden. Im fortgeschrit- 12 Suzuki M, Asada Y, Ito J et al. Aktivation of cerebellum and basal ganglia
on volitional swallowing detected by functional magnetic resonance
tenen Stadium der Erkrankung (Stadium IV und V nach Hoehn &
imaging. Dysphagia 2003; 18 (2): 71 – 77
Yahr) sollte der Fokus insbesondere auf der Vermeidung eines re- 13 Warnecke T, Hamacher C, Oelenberg S et al. Off and on-state assessment
levanten Gewichtsverlusts sowie von Aspirationspneumonien of swallowing function in Parkinson’s disease. Parkinsonism Relat Dis-
liegen. Ziel ist dabei die Aufrechterhaltung der oralen Ernährung ord 2014; 20 (9): 1033 – 1034
durch adaptierte Kost. In Fällen, in denen dies nicht mehr mög- 14 Braak H, Del Tredici K, Rub U et al. Staging of brain pathology related to
sporadic Parkinson’s disease. Neurobiol Aging 2003; 24 (2): 197 – 211
lich ist, kann die Anlage einer perkutanen endoskopischen Gas-
15 Hunter P, Crameri J, Austin S et al. Response of parkinsonian swallo-
trostomie (PEG) in Betracht gezogen werden [51]. wing dysfunction to dopaminergic stimulation. J Neurol Neurosurg
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Take Home Message 16 Mu L, Sobotka S, Chen J et al. Alpha-Synuclein pathology and axonal de-
generation of the peripheral motor nerves innervating pharyngeal
Oropharyngeale und ösophageale Dysphagien sind ein häufi- muscles in Parkinson’s disease. J Neuropathol Exp Neurol 2013; 72
ges, aber zu selten diagnostiziertes Symptom der Parkinson- (2): 119 – 129
Krankheit. 17 Mu L, Sobotka S, Chen J et al. Parkinson’s disease affects peripheral sen-
sory nerves in the pharynx. J Neuropathol Exp Neurol 2013; 72 (7):
Parkinsonbedingte Dysphagien können zu einer Beeinträchti- 614 – 623.38
gung der Lebensqualität, einer erschwerten Einnahme der Me- 18 Suntrup S, Teismann I, Bejer J et al. Evidence for adaptive cortical chang-
dikation, einem unzureichenden Effekt von Dopaminergika so- es in swallowing in Parkinson’s disease. Brain 2013; 136 (3): 726 – 738
wie Malnutrition und Aspirationspneumonien führen. 19 Bird M, Woodward M, Gibson E et al. Asymptomatic swallowing disor-
ders in elderly patients with Parkinson’s disease: A description of fin-
Als diagnostische Screeningmethoden stehen parkinsonspezifi-

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dings on clinical examination and videofluoroscopy in sixteen pa-
sche Fragebögen sowie ein modifizierter Wassertest zur Verfü- tients. Age Ageing 1994; 23 (3): 251 – 254
gung. 20 Bushmann M, Dobmeyer S, Leeker L et al. Swallowing abnormalities and
Die Goldstandards der apparativen Dysphagiediagnostik sind their responses to treatment in Parkinson’s disease. Neurology 1989;
die endoskopische Evaluation des Schluckaktes (FEES) sowie 39: 1309 – 1314
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die Videofluoroskopie (VFSS), die sich in ihrer Aussagekraft er-
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gänzen. Thieme Verlag; 2008
Als therapeutische Option kann neben einer störungsmuster- 22 Simons JA, Fietzek UM, Waldmann A et al. Development and validation
spezifischen logopädischen Therapie auch eine Optimierung of a new screening questionnaire for dysphagia in early stages of Par-
der dopaminergen Medikation sinnvoll sein. Eine erfolgver- kinson’s disease. Parkinsonism Relat Disord 2014; 20 (9): 992 – 998
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