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DIN EN ISO 11699-2:2012-01

Nationales Vorwort
Der Text von ISO 11699-2:1998 wurde vom Technischen Komitee ISO/TC 135 „Non-destructive testing“ der
Internationalen Organisation für Normung (ISO) erarbeitet und als EN ISO 11699-2:2011 durch das
Technische Komitee CEN/TC 138 „Zerstörungsfreie Prüfung“ übernommen, dessen Sekretariat vom AFNOR
(Frankreich) gehalten wird.

Das zuständige deutsche Gremium ist der Arbeitsausschuss NA 062-08-22 AA „Durchstrahlungsprüfung und
Strahlenschutz“ im Normenausschuss Materialprüfung (NMP).

Für die in diesem Dokument zitierten Internationalen Normen wird im Folgenden auf die entsprechenden
Deutschen Normen hingewiesen:

ISO 11699-1 siehe DIN EN ISO 11699-1

Änderungen

Gegenüber DIN EN 584-2:1997-01 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

a) Übernahme ohne technische Änderungen;

b) redaktionell überarbeitet.

Frühere Ausgaben

DIN EN 584-2: 1997-01

Nationaler Anhang NA
(informativ)

Literaturhinweise

DIN EN ISO 11699-1, Zerstörungsfreie Prüfung — Industrielle Filme für die Durchstrahlungsprüfung — Teil 1:
Klassifizierung von Filmsystemen für die industrielle Durchstrahlungsprüfung

2
EUROPÄISCHE NORM EN ISO 11699-2
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROPÉENNE Oktober 2011

ICS 37.040.25 Ersatz für EN 584-2:1996

Deutsche Fassung

Zerstörungsfreie Prüfung —
Industrielle Filme für die Durchstrahlungsprüfung —
Teil 2: Kontrolle der Filmverarbeitung
mit Hilfe von Referenzwerten
(ISO 11699-2:1998)

Non-destructive testing — Essais non destructifs —


Industrial radiographic films — Films utilisés en radiographie industrielle —
Part 2: Control of film processing Partie 2: Contrôle du traitement des
by means of reference values films au moyen de valeurs de référence
(ISO 11699-2:1998) (ISO 11699-2:1998)

Diese Europäische Norm wurde vom CEN am 25. September 2011 angenommen.

Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen
dieser Europäischen Norm ohne jede Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist. Auf dem letzten Stand befindliche Listen
dieser nationalen Normen mit ihren bibliographischen Angaben sind beim Management-Zentrum des CEN-CENELEC oder bei jedem CEN-
Mitglied auf Anfrage erhältlich.

Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch, Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache,
die von einem CEN-Mitglied in eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem Management-
Zentrum mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen Fassungen.

CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich,
Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen,
Portugal, Rumänien, Schweden, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Tschechischen Republik, Ungarn, dem Vereinigten
Königreich und Zypern.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


EUROPEAN COMMITTEE FOR STANDARDIZATION
COMITÉ EUROPÉEN DE NORMALISATION

Management-Zentrum: Avenue Marnix 17, B-1000 Brüssel

© 2011 CEN Alle Rechte der Verwertung, gleich in welcher Form und in welchem Ref. Nr. EN ISO 11699-2:2011 D
Verfahren, sind weltweit den nationalen Mitgliedern von CEN vorbehalten.
DIN EN ISO 11699-2:2012-01
EN ISO 11699-2:2011 (D)

Inhalt Seite

Vorwort ................................................................................................................................................................3
Einleitung .............................................................................................................................................................4
1 Anwendungsbereich .............................................................................................................................5
2 Normative Verweisungen ......................................................................................................................5
3 Begriffe ...................................................................................................................................................5
4 Herstellung von vorbelichteten Filmstreifen zur Kontrolle des Verarbeitungssystems ................5
4.1 Format .....................................................................................................................................................5
4.2 Auswahl des Filmtyps für die Herstellung der Filmstreifen ..............................................................5
4.3 Beispiel für die Herstellung der vorbelichteten Filmstreifen ............................................................6
4.4 Maßfelder und Bestimmung der Referenzwerte .................................................................................7
4.5 Zertifikat für vorbelichtete Filmstreifen ...............................................................................................8
4.6 Lagerung der vorbelichteten Filmstreifen ...........................................................................................9
5 Anwenderprüfung der Übereinstimmung mit einem klassifizierten Filmsystem ............................9
5.1 Festlegung der Filmverarbeitungsbedingungen ................................................................................9
5.1.1 Automatische Verarbeitung ..................................................................................................................9
5.1.2 Handverarbeitung ..................................................................................................................................9
5.2 Verarbeitung der vorbelichteten Filmstreifen .....................................................................................9
5.3 Bewertung der vorbelichteten Filmstreifen ........................................................................................9
5.3.1 Kalibrierung des Densitometers ..........................................................................................................9
5.3.2 Parameter zur Bewertung des Verarbeitungssystems ................................................................... 10
5.3.3 Kontrolle der Fixierung und der Wässerung ................................................................................... 10
6 Interpretation der Ergebnisse ............................................................................................................ 10
6.1 Grenzwert für D0 ................................................................................................................................. 10
6.2 Empfindlichkeits-Index (Sx) ............................................................................................................... 10
6.3 Kontrast-Index (Cx) ............................................................................................................................. 10

7 Prüfintervalle ....................................................................................................................................... 11
8 Prüfbericht ........................................................................................................................................... 11
9 Übereinstimmung mit der Filmsystemklassifizierung .................................................................... 11
Anhang A (normativ) Methode zur Kontrolle der Verarbeitungskonstanz ................................................. 12
A.1 Filmstreifen für die Kontrolle der Verarbeitung ............................................................................... 12
A.2 Parameter für die sensitometrische Bewertung .............................................................................. 12
A.3 Referenzwerte ..................................................................................................................................... 12
A.4 Interpretation der Ergebnisse ............................................................................................................ 13
A.4.1 Grenzwerte von D0 ............................................................................................................................. 13
A.4.2 Empfindlichkeits-Indikator ................................................................................................................. 13
A.4.3 Kontrast-Indikator ............................................................................................................................... 13
A.5 Dokumentation .................................................................................................................................... 13

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EN ISO 11699-2:2011 (D)

Vorwort
Der Text von ISO 11699-2:1998 wurde vom Technischen Komitee ISO/TC 135 „Non-destructive testing“ der
Internationalen Organisation für Normung (ISO) erarbeitet und als EN ISO 11699-2:2011 durch das
Technische Komitee CEN/TC 138 „Zerstörungsfreie Prüfung“ übernommen, dessen Sekretariat vom AFNOR
gehalten wird.

Diese Europäische Norm muss den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung
eines identischen Textes oder durch Anerkennung bis April 2012 und etwaige entgegenstehende nationale
Normen müssen bis April 2012 zurückgezogen werden.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Texte dieses Dokuments Patentrechte berühren können.
CEN [und/oder CENELEC] sind nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen Patentrechte zu
identifizieren.

Dieses Dokument ersetzt EN 584-2:1996.

Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind die nationalen Normungsinstitute der folgenden


Länder gehalten, diese Europäische Norm zu übernehmen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland,
Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg,
Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei,
Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich und Zypern.

EN ISO 11699 umfasst eine Reihe von Europäischen Normen für industrielle Filme zur Durchstrahlungs-
prüfung, die aus folgenden Normteilen besteht:

 EN ISO 11699-1, Zerstörungsfreie Prüfung — Industrielle Filme für die Durchstrahlungsprüfung — Teil 1:
Klassifizierung von Filmsystemen für die industrielle Durchstrahlungsprüfung

 EN ISO 11699-2, Zerstörungsfreie Prüfung — Industrielle Filme für die Durchstrahlungsprüfung — Teil 2:
Kontrolle der Filmverarbeitung mit Hilfe von Referenzwerten

Anerkennungsnotiz

Der Text von ISO 11699-2:1998 wurde vom CEN als EN ISO 11699-2:2011 ohne irgendeine Abänderung
genehmigt.

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DIN EN ISO 11699-2:2012-01
EN ISO 11699-2:2011 (D)

Einleitung
Dieser Teil der ISO 11699 beschreibt eine Methode zur Kontrolle von Filmsystemen durch den Anwender mit
Hilfe von kalibrierten vorbelichteten Filmstreifen.

Diese Filmstreifen werden mit Hilfe von Röntgenstrahlung vorbelichtet und mit einem Zertifikat des Herstellers
der Filmstreifen ausgestattet.

Der Anwender verarbeitet diese Streifen in seinem Verarbeitungssystem und zeichnet das Resultat auf.

Dieser Teil der ISO 11699, Abschnitt 4, legt die vom Hersteller der Filmstreifen einzuhaltenden Daten fest.
Der Anwender ist verantwortlich für die Abschnitte 5 bis 8, die die Übereinstimmung mit der gewählten
Systemklassifizierung aufzeigen.

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DIN EN ISO 11699-2:2012-01
EN ISO 11699-2:2011 (D)

1 Anwendungsbereich
Dieser Teil der ISO 11699 beschreibt die Vorgehensweise bei der Kontrolle von Filmverarbeitungssystemen.

2 Normative Verweisungen
Die folgenden zitierten Dokumente sind für die Anwendung dieses Dokuments erforderlich. Bei datierten
Verweisungen gilt nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte
Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

ISO 11699-1:1998, Non-destructive testing — Industrial radiographic film — Part 1: Classification of film
systems for industrial radiography

3 Begriffe
Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die folgenden Begriffe.

3.1
Filmsystem
Kombination von Film und Filmverarbeitung, die in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Filmherstellers
und/oder des Herstellers der Verarbeitungschemikalien durchgeführt wird

[ISO 11699-1]

3.2
Filmsystemklasse
Klassifizierung unter Berücksichtigung der Grenzwerte in ISO 11699-1:1998, Tabelle 1

3.3
Filmstreifen
Stück eines Filmmaterials, auf dem ein Stufenkeil belichtet werden kann

3.4
vorbelichteter Filmstreifen
Filmstreifen, der so vorbelichtet ist, dass nach der Verarbeitung mindestens zehn optische Dichten erscheinen

3.5
Netto-Dichte
optische Dichte ohne Schleierschwärzung und Träger

4 Herstellung von vorbelichteten Filmstreifen zur Kontrolle des


Verarbeitungssystems

4.1 Format

Die Filmstreifen müssen eine belichtete Mindestfläche von 15 mm u 100 mm haben. Die vorbelichteten Film-
streifen haben unterschiedliche Felder: einen Stufenkeil für die Messung der optischen Dichte und ein
unbelichtetes Feld zur Messung des Trägers und der Schleierschwärzung und der Archivierbarkeit.

4.2 Auswahl des Filmtyps für die Herstellung der Filmstreifen

Die ausgewählte Filmsorte für die Filmstreifen muss sich bei der Filmverarbeitung so verhalten wie die nach
ISO 11699-1 klassifizierten Filme.

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EN ISO 11699-2:2011 (D)

4.3 Beispiel für die Herstellung der vorbelichteten Filmstreifen

Bild 1 zeigt die Aufnahmeanordnung. Die Gestaltung des Stufenkeils wird durch Bild 2 und Tabelle 1 beschrie-
ben. Abweichende Maße und Werkstoffe können verwendet werden, wenn sie zu denselben Dichtestufen
führen.

Maße in Millimeter

Legende

1 Strahlenquelle
2 3 mm dicker Vorfilter aus Kupfer
3 Stufenkeil
4 Film

Bild 1 — Beispiel einer Aufnahmeanordnung

Die aufeinanderfolgenden Stufen der Filmstreifen müssen so belichtet werden, dass nach Verarbeitung
Dichtezunahmen von etwa 0,3 je Stufe erhalten werden, z. B. durch einen Stufenkeil nach Tabelle 1 und
Bild 2.

Gegen Streustrahlung müssen geeignete Vorkehrungen getroffen werden. Als Strahlenquelle dient eine
Gleichspannungsröntgenanlage, die bei etwa 150 kV betrieben wird. Die Belichtungszeit wird so gewählt,
dass nach der Verarbeitung unter den Bedingungen des nach ISO 11699-1 klassifizierten Systems eine der
ersten 6 Stufen des Stufenkeils (gerechnet von niedriger Dichte in Richtung hoher Dichte) die Netto-Dichte
von ungefähr 2,0 erreicht.

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EN ISO 11699-2:2011 (D)

Bild 2 — Muster eines Stufenkeils

Tabelle 1 — Stufendicke; Werkstoff: Feinkörniges Kupfer

Stufe Dicke für 150 kV


Nr. mm
1 11,7
2 10,8
3 10,0
4 9,3
5 8,8
6 8,2
7 7,7
8 7,3
9 6,9
10 6,5

4.4 Maßfelder und Bestimmung der Referenzwerte


Die Stufen für die Bestimmung der Referenzwerte müssen wie folgt sein (siehe Bild 3):

Stufe X: Eine Stufe mit einer optischen Netto-Dichte am nächsten zu D 2,0.


Stufe X  4: Eine Stufe mit höherer optischer Dichte, vier Stufen entfernt von Stufe X.
Zur Ermittlung der Referenzwerte müssen mindestens 5 vorbelichtete Filmstreifen in einer Filmsystemklasse
verarbeitet werden. Die dann ermittelten optischen Dichtewerte dürfen nur eine maximale Abweichung
'D r 0,1 aufweisen.

Die Referenzwerte werden wie folgt ermittelt:

 Referenzempfindlichkeits-Index Sr:
Der Mittelwert der Netto-Dichtewerte der Stufe X wird berechnet. Der Referenzempfindlichkeits-Index
entspricht dann diesem Mittelwert, der auf eine Dezimalstelle gerundet wird.
 Referenzkontrast-Index Cr:

Der Mittelwert der optischen Netto-Dichtewerte der Stufe X  4 wird berechnet. Der Referenzkontrast-
Index ist dann die positive Differenz aus dem mittleren Dichtewert der Stufen X und X  4, auf eine
Dezimalstelle gerundet.

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EN ISO 11699-2:2011 (D)

Maße in Millimeter

Legende

1 unbelichtetes Feld
a Position
b Stufe

ANMERKUNG Die Position und Dichte der Stufen X und X  4 auf dem Filmstreifen kann sich ändern.

Bild 3 — Beispiel für einen Filmstreifen

4.5 Zertifikat für vorbelichtete Filmstreifen

Vorbelichtete Filmstreifen müssen immer mit Zertifikat geliefert werden. Darin müssen folgende Daten
enthalten sein:

 Beschreibung des Verarbeitungssystems durch Angabe der Entwicklungsmaschine, der verwendeten


Chemie, der Durchlaufzeit und der Temperatur;

 der Herstellername und der Typ des vorbelichteten Filmstreifens;

 Referenzempfindlichkeits- und Referenzkontrast-Index und die Stufen-Nummern, aus deren Messwerten


die Referenzwerte berechnet werden.

Die folgenden Angaben müssen mitgeteilt werden:

 Hand- oder Maschinenverarbeitung;

 Entwicklertyp und Immersionszeit;

 Entwicklertemperatur;

 Fixiermitteltyp und Immersionszeit;

 Fixiermitteltemperatur;

 Filmstreifen:

 Herstellername;

 Filmtyp.

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EN ISO 11699-2:2011 (D)

 Empfindlichkeits-Index:

 Referenzempfindlichkeits-Index (Sr);

 Referenzempfindlichkeits-Stufe (X).

 Kontrast-Index::

 Referenzkontrast-lndex (Cr);

 Referenzkontrast-Stufe (X  4).

4.6 Lagerung der vorbelichteten Filmstreifen


Vorbelichtete Filmstreifen müssen kühl und trocken gelagert werden. Der Hersteller muss Angaben über das
Ablaufdatum und die Lagerungsbedingungen machen.

5 Anwenderprüfung der Übereinstimmung mit einem klassifizierten Filmsystem


Für die Prüfung auf Übereinstimmung mit einer Filmsystemklasse müssen der vorbelichtete Filmstreifen und
der Filmtyp des zu prüfenden Filmsystems vom selben Hersteller sein.

Wenn der Referenzwert zur Zeit der Einrichtung des Verarbeitungssystems nicht erreicht werden kann, darf
die Temperatur des Entwicklers innerhalb von r 2 K angepasst werden, verglichen mit der Temperatur, die im
Zertifikat des vorbelichteten Filmstreifens nach 4.5 festgelegt war.

5.1 Festlegung der Filmverarbeitungsbedingungen

5.1.1 Automatische Verarbeitung

Die Entwicklungsmaschine muss entsprechend den Empfehlungen des Herstellers eingestellt und gewartet
sein. Um größeren Änderungen der Verarbeitungsbedingungen während des Einfahrens der Maschine
vorzubeugen, müssen die Empfehlungen des Herstellers zur Startprozedur eingehalten werden. Wenn die
Entwicklungsmaschine ständig in Betrieb ist, dürfen die vorbelichteten Filmstreifen ohne weitere Maßnahmen
verarbeitet werden.

5.1.2 Handverarbeitung

Die Chemikalien müssen angesetzt, regeneriert und temperiert werden, entsprechend der Filmsystem-
klassifizierung und den Empfehlungen des Filmherstellers.

5.2 Verarbeitung der vorbelichteten Filmstreifen


Um einen sicheren Transport durch die Entwicklungsmaschine sicherzustellen, müssen die Empfehlungen
des Herstellers zur Verarbeitung und zum Transport kleinformatiger Filme eingehalten werden.

5.3 Bewertung der vorbelichteten Filmstreifen

5.3.1 Kalibrierung des Densitometers

Zur optischen Dichtemessung muss ein Messgerät mit einem optischen Mindest-Dichtebereich von D 0 bis
D 4 verwendet werden.

Das Densitometer muss mit einer Referenz-Dichtetreppe kalibriert werden. Das Gerät ist kalibriert, wenn die
Abweichung der Messwerte von den Werten der Dichtetreppe innerhalb von r 0,1 liegt.

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EN ISO 11699-2:2011 (D)

5.3.2 Parameter zur Bewertung des Verarbeitungssystems

Die Parameter zur Bewertung des Verarbeitungssystems werden wie folgt erhalten:

 Cx: Kontrast-Index:

Differenz zwischen der optischen Dichte Dx  4 der Stufe X  4 und der optischen Dichte Dx der Stufe X,
bezogen auf den Referenzempfindlichkeits-Index Sr zur Eliminierung der Empfindlichkeitseinflüsse. Um
den Kontrast-Index Cx zu berechnen, wird folgende Gleichung verwendet:

Cx Dx  4  Dx Sr (1)
Sx

Dabei ist

D0 die Dichte von Stufe 0;

Dx die Dichte von Stufe X;

Sx der Empfindlichkeits-Index Dx  D0.

5.3.3 Kontrolle der Fixierung und der Wässerung

Die Lagerqualität des verarbeiteten Films hängt teilweise vom Restthiosulfat in der Filmemulsionsschicht
infolge nicht ausreichender Fixierung oder Wässerung ab.

Zur Feststellung ausreichender Fixierung und Wässerung muss folgende Prüfung durchgeführt werden:

10 g Silbernitrat und 30 g Essigsäure je Liter destillierten Wassers werden verwendet. Ein Tropfen dieser
Prüflösung wird auf einen unbelichteten Teil des verarbeiteten Films getropft. Nach 2 min wird die über-
schüssige Flüssigkeit entfernt. Dieser Vorgang wird auf der gegenüberliegenden Stelle auf der Rückseite des
Films wiederholt. Die erhaltene Färbung wird mit einer vom Filmhersteller gelieferten Tabelle verglichen.

6 Interpretation der Ergebnisse


Nach der Verarbeitung eines Filmstreifens werden die Systemparameter nach 5.3.2 berechnet. Die
Ergebnisse müssen mit den Werten nach 4.5 verglichen werden. Ein Verarbeitungssystem entspricht dem
Standard, wenn die Prüfergebnisse den Bedingungen nach 6.1 bis 6.3 entsprechen.

6.1 Grenzwert für D0

Der Wert von D0 muss kleiner als 0,3 sein.

6.2 Empfindlichkeits-Index (Sx)

Der gemessene Empfindlichkeits-Index darf vom Referenzempfindlichkeits-Index Sr (siehe 4.5) nicht mehr als
r 10 % abweichen.

6.3 Kontrast-Index (Cx)

Der gemessene Kontrast-Index darf vom Referenzkontrast-Index Cr (siehe 4.5) nicht mehr als 10 % oder
15 % abweichen.

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EN ISO 11699-2:2011 (D)

7 Prüfintervalle
Die Verarbeitung muss nach jedem Neuansatz der Entwicklerlösung überprüft werden. Zusätzlich wird eine
regelmäßige Kontrolle empfohlen.

Wenn sich die Umgebungsbedingungen signifikant ändern (z. B. mobile Dunkelkammer, Temperatur) oder
wenn die Chemikalien manuell aufgefüllt werden, muss die Prüfprozedur wiederholt werden.

Darüber hinaus wird eine häufige Kontrolle nach Anhang A empfohlen.

8 Prüfbericht
Der Prüfbericht muss folgende Informationen enthalten:

a) Datum der Prüfung;

b) Verarbeitungsprozess: Hand oder Maschine;

c) Parameter: Entwicklertemperatur und Durchlaufzeit;

d) Herstellername und Bezeichnung der verwendeten Chemikalie;

e) Herstellername, Bezeichnung und Identifizierung der zertifizierten Filmstreifen;

f) Schleier-Dichte D0 (6.1);

g) Empfindlichkeits-Index Sx und Referenzempfindlichkeits-Index Sr (siehe 6.2 und 4.5);

h) Kontrast-Index Cx und Referenzkontrast-Index Cr (siehe 6.3 und 4.5).

Die Dokumentation dieser Ergebnisse darf schriftlich, als Diagramm oder als Computerdarstellung erfolgen.

9 Übereinstimmung mit der Filmsystemklassifizierung


Für ein Filmsystem einer vorgegebenen Klasse muss die Übereinstimmung mit dieser Klasse wie folgt erzielt
werden:

Bei Verwendung von vorbelichteten Filmstreifen hat das Filmsystem des Anwenders eine Filmsystemklassi-
fizierung entsprechend den Herstellerdaten, wenn die Maßwerte aus der Verarbeitung der Filmstreifen die
Bedingungen nach Abschnitt 6 erfüllen.

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EN ISO 11699-2:2011 (D)

Anhang A
(normativ)

Methode zur Kontrolle der Verarbeitungskonstanz

Dieser Anhang legt eine zusätzliche Prozedur zur Kontrolle der Konstanz der Verarbeitungsbedingungen fest.

Die Absicht ist, eine Routinekontrolle der Qualität zu erreichen, ohne dass eine volle Übereinstimmung mit
einem klassifizierten Filmsystem erforderlich ist. Die Häufigkeit muss an die Anforderungen der Prüfanwen-
dung angepasst werden.

A.1 Filmstreifen für die Kontrolle der Verarbeitung


Obwohl prinzipiell die gleichen Filmstreifen verwendet werden können, ist dies für die Oberprüfung der
Verarbeitungsqualität nicht notwendig. Hier können Filmstreifen mit mindestens drei Stufen verwendet
werden:

 Stufe A: Eine unbelichtete Stufe zur Messung des Schleiers;

 Stufe B: Eine Stufe mit einer Belichtung auf ungefähr D 2 dient als Empfindlichkeits-Indikator;

 Stufe C: Eine Stufe, belichtet auf ungefähr D 3,5, um einen Kontrast-Indikator zu bestimmen.

A.2 Parameter für die sensitometrische Bewertung


Parameter für die sensitometrische Bewertung sind:

 D0: Dichte der Stufe A;

 Empfindlichkeits-Indikator: Dichte der Stufe B;

 Kontrast-Indikator: Dichte der Stufe C minus Dichte der Stufe B.

A.3 Referenzwerte
Referenzwerte werden in der folgenden Art und Weise erhalten (Verarbeitungsbedingungen müssen 5.1 und
5.2 entsprechen).

Mindestens drei Filmstreifen müssen verarbeitet und die Werte von D0, Empfindlichkeits-Indikator und
Kontrast-Indikator bestimmt werden. Diese Werte müssen sich innerhalb der Toleranz von 0,1 bewegen.
Diese Prozedur muss dreimal wiederholt werden mit einem Mindestabstand von 24 h. Für jeden einzelnen
Parameter wird der Mittelwert von mindestens 9 Messwerten berechnet. Dieser Mittelwert ist der Referenz-
wert für die Verarbeitungskontrolle.

Die Referenzwerte müssen immer dann bestimmt werden, wenn Filmstreifen einer neuen Serie verwendet
werden.

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DIN EN ISO 11699-2:2012-01
EN ISO 11699-2:2011 (D)

A.4 Interpretation der Ergebnisse


Regelmäßig muss ein Filmstreifen verarbeitet und die Parameter bestimmt werden. Die Verarbeitungsqualität
ist gleich geblieben, wenn die Abweichungen der Prüfergebnisse kleiner sind als die erlaubten Toleranzen.

A.4.1 Grenzwerte von D0

Die optische Dichte der Stufe A darf 0,3 nicht überschreiten.

A.4.2 Empfindlichkeits-Indikator

Der Empfindlichkeits-Indikator darf vom ermittelten Referenzwert nicht mehr als r 0,3 abweichen.

A.4.3 Kontrast-Indikator

Der Kontrast-Indikator darf nicht mehr als 15 % und 10 % vom festgelegten Referenzwert abweichen.

A.5 Dokumentation
Die ermittelten Ergebnisse müssen entsprechend Abschnitt 8 aufgezeichnet werden, aber die sensitometri-
schen Werte (siehe A.2) werden in einem Diagramm als Funktion der Zeit festgehalten.

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