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Infinitiv mit ZU, Infinitivkonstruktionen

Beispiel: Es ist richtig, Kindern etwas zu zeigen.

Kindern beim Lernen helfen


Es ist interessant, Kindern etwas zeigen
Es ist (nicht) Kinder etwas nachmachen lassen
richtig,
Es ist (nicht) gut, Kinder etwas allein ausprobieren
lassen
Kinder immer kontrollieren
mit Kindern spielen

Nomen
1. Angst haben alleine / reisen
2. Lust haben ein Eis / essen
3. keine Zeit haben seine Freundin / besuchen
4. viele Moö glichkeiten haben

Verben
1. anfangen Vokabeln lernen
2. aufhoö ren rauchen
3. bitten noch einmal anrufen
4. raten
5. vergessen
6. versuchen
7. vorschlagen
8. empfehlen
9. verbieten

10.ich finde es gut ...


11.ich halte es für unmöglich ....
12.es scheint mir wichtig ....

Das macht alles meine Freundin. Bilden Sie Sätze wie im Beispiel.

den Urlaub buchen – die Fahrkarten kaufen – die Sitzplaö tze suchen – nach dem Weg fragen –
die Koffer tragen – das Restaurant auswaö hlen – das Essen bestellen – den Kellner rufen –
die Rechnung bezahlen

Ich lasse immer meine Frau den Urlaub buchen.

Ich versuche nicht, ...


Ich habe keine Zeit, ... zu
Ich habe keine Lust, ...
Jung und ohne Zuhause: Obdachlose in Berlin

Rund 20.000 junge Menschen leben in Deutschland auf der Straße, schaö tzt das Kinder- hilfswerk.
Viele gehen in die Hauptstadt Berlin. Der junge Obdachlose Jan ist einer von ihnen.
Jan ist 20 Jahre alt, er sieht muö de aus. Er ist einer von etwa 30 Jugendlichen, die regelmaö ßig zum
"Drugstop" in Berlin kommen. In der Anlaufstelle fuö r junge Obdachlose bekommen sie nicht nur
kostenlos etwas zu essen, ihnen versucht man zu helfen.
Marc Lehmann arbeitet im "Drugstop". Er bemuö ht sich, die Jugendlichen im Alltag zu
unterstuö tzen. "Wir kommen zum Beispiel mit, wenn sie zu AÄ mtern gehen und Formulare
ausfuö llen muö ssen." Denn viele Jugendliche haben Angst vor den Behoö rden oder koö nnen nicht gut
lesen und schreiben.
Jan hat seinen Schulabschluss auch beim dritten Versuch nicht geschafft. In der Schule hat er zu
oft gefehlt. Jan hat mit 13 begonnen Alkohol zu trinken. "Ich trinke jeden Tag. Also kann man
schon sagen, dass ich ein Alkoholiker bin", sagt er. "Drogen spielen im Leben von Straßenkindern
und Jugendlichen eine sehr große Rolle", erklaö rt Lehmann. Fast alle Jugendlichen, die zum
"Drugstop" kommen, sind drogenabhaö ngig. Immer wieder sterben junge Obdachlose an Drogen.
"Im Jahr haben wir im Durchschnitt zwischen drei und sechs Drogentoten", sagt Lehmann.
Lehmann leitet die Werkstatt "Vielfarben" im "Drugstop". Hier koö nnen die Straßenkinder T-
Shirts bedrucken oder anderweitig kreativ sein. Was sie herstellen, duö rfen sie behalten. Dazu
bekommen sie einen kleinen Lohn und vor allem die Perspektive, einen Tag ohne Drogen zu
verbringen.

Obdachlose/r, der/die – jemand, der auf der Straße lebt


etwas schaö tzen – hier: etwas annehmen; etwas vermuten
Kinderhilfswerk, das – eine Organisation, die Kindern in Not hilft
Anlaufstelle, die – hier: ein Ort, wo jemand, der Hilfe braucht, hingehen kann
Werkstatt, die – ein Ort, an dem Dinge hergestellt oder repariert werden
etwas bedrucken – hier: mit Hilfe einer Vorlage Schrift oder ein Bild auf einer Flaö che abbilden

Das "Drugstop" ist …


1. eine Anlaufstelle fuö r junge Obdachlose.
2. eine Behoö rde.
3. eine Aktion gegen Drogen.
Wenn Drogen im Leben eine große Rolle spielen, dann …
1. sind sie unwichtig.
2. sind sie teuer.
3. sind sie sehr wichtig.
Jemanden, der auf der Straße lebt, bezeichnet man als …

Die Obdachlosen können / können nicht/ sollen / sollen nicht ...


- Das Drugstop will / kann / kann nicht ....

müssen - jemand hat die Pflicht


- jemand hat die Aufgabe
- jemand ist gezwungen
- etwas ist erforderlich
- etwas ist notwendig
nicht müssen - jemand hat keine Pflicht
- jemand ist nicht verpflichtet
dürfen - jemand hat das Recht
- etwas ist erlaubt
- etwas ist gestattet
nicht dürfen - etwas ist verboten
- etwas ist nicht erlaubt
- jemand hat keine Erlaubnis
können - jemand hat die Moö glichkeit
- jemand ist in der Lage
- jemand ist imstande
- etwas ist moö glich
nicht können - jemand schafft es nicht
- es gelingt jemandem nicht
wollen - jemand hat die Absicht
- jemand beabsichtigt
- jemand hat vor

Faszination Wikipedia
Wer fuö llt eigentlich das Online-Lexikon Wikipedia? Es sind Menschen wie Tim Hector. Der
deutsche Schuö ler schreibt und korrigiert freiwillig Artikel, weil ihn das System fasziniert.

Mit dreizehn Jahren fing Tim Hector an, sich bei Wikipedia zu engagieren. Fuö r eine Schularbeit
uö ber den Autor Friedrich Duö rrenmatt suchte er in einem Wikipedia-Artikel nach Informationen
und fand einen Zahlendreher. Er meldete sich bei Wikipedia an, korrigierte die Zahl – und war
dabei. Der 17 Jahre alte Schuö ler sagt, dass er es liebt, Texte zu schreiben, zu strukturieren und sie
dann anderen zur Verfuö gung zu stellen.
An seinem Lieblingsartikel uö ber die Bayer AG in Leverkusen hat er uö ber ein Jahr lang gearbeitet
– er gehoö rt zu den ausfuö hrlichsten, die man in der deutschen Wikipedia findet. Tim erzaö hlt:
"Wenn ich einmal anfange, mich in einen Sachverhalt einzuarbeiten und immer mehr
Hintergruö nde entdecke, dann finde ich das so spannend, dass ich nicht mehr aufhoö ren kann,
mich damit zu beschaö ftigen.
Tim hat bereits 40 Artikel fuö r Wikipedia geschrieben und rund 14.000 "Edits", Bearbeitungen an
Artikeln, verfasst. Zwar sitzt er manchmal stundenlang am Computer, doch seine Freunde sind
ihm ebenso wichtig. Durch die Mitarbeit bei Wikipedia hat er viele Menschen kennengelernt, die
er auch außerhalb der Online-Plattform trifft – zum Beispiel bei Treffen und
Forschungsprojekten mit anderen Menschen, die von Wikipedia fasziniert sind.
Kritiker sagen, dass es Wikipedia-Autoren heute weniger darum geht, Wissen zu teilen.
Stattdessen wuö rden sie nach Macht und Anerkennung streben und sich immer oö fter mit anderen
Autoren streiten. Tim haö lt das fuö r eine UÄ bertreibung. Und kommt es mal zu einem Streit – z. B.
daruö ber, wie lange man einen Nutzer fuö r eine Beleidigung sperren sollte –, zieht sich Tim aus der
Diskussion zuruö ck. Er meint: "Das bringt dem, was wir da eigentlich in diesem Projekt tun,
uö berhaupt nichts."
Zahlendreher, der – eine falsche Zahl
etwas zur Verfügung stellen – etwas an andere weitergeben
ausführlich – sehr genau
Sachverhalt, der – die Tatsache und ihre → Hintergründe
sich in etwas einarbeiten – sich intensiv mit etwas beschäftigen
Hintergrund, der – hier: der Zusammenhang; die Ursache für etwas
etwas verfassen – etwas schreiben
nach etwas streben – etwas erreichen wollen
jemanden sperren – hier: dafür sorgen, dass jemand nichts mehr auf einer Internetseite schreiben kann

Fragen zum Text


1. Tim Hector mag an Wikipedia besonders, dass …

2. Tim hat angefangen Artikel für Wikipedia zu schreiben, weil …

3. Tim hat bereits 40 Artikel und … für Wikipedia geschrieben.


a) eine Reportage
b) 14.000 Edits
c) vier Gedichte

Infinitiv + zu
Tim versucht,…….
Tim empfiehlt, …………. Es wird oft versucht, ……..
Tim vergisst nicht, …………. Es wird oft empfohlen, ……….
Tim verspricht, ………. Es wird oft vergessen ,…………..
Tim hat vor, …………

Infinitivsatz

Um-zu, damit
Er meldete sich bei Wikipedia an und korrigierte die Zahl.
Er sitzt am Computer, weil er die Artikel bearbeiten will.
Er braucht schnelle Internetverbindung, weil er die Texte anderen zur Verfuö gung stellen will.

Partystadt Berlin

Die Weltjugend liebt Berlin. Hier gibt es Clubs, die in der ganzen Welt bekannt sind. Am
Wochenende kommen tausende junge Clubtouristen in die Stadt, um das Nachtleben zu
genießen.
Fruö her waren sie die Highlights eines jeden Berlin-Touristen: das Brandenburger Tor, die
Museumsinsel oder die ehemalige Berliner Mauer. Dies hat sich gewandelt, seitdem ein
Drittel aller Touristen juö nger als 30 Jahre ist. Die Berliner Sehenswuö rdigkeiten heißen
heute "Berghain", "WMF" oder "Weekend". Wie Magneten ziehen weltberuö hmte DJs in
diesen Clubs jedes Wochenende etwa 15 000 Gaö ste aus aller Welt an.
Studenten, Schuö ler und Arbeiter kommen extra nach Berlin, um zu Hause erzaö hlen zu
koö nnen, dass sie in einem bekannten Berliner Club gewesen sind. Mehr als zwei Drittel
der Besucher kommen aus dem europaö ischen Ausland, Israel und sogar aus UÄ bersee. Sie
kommen mit Billigfliegern, um sich nach der Landung so schnell wie moö glich in die
Schlangen vor den beliebten Clubs zu stellen.
Das Berliner Nachtleben ist mit einem Umsatz von etwa 180 Millionen Euro zu einem
wichtigen wirtschaftlichen Faktor geworden. Und es nimmt weiter an Bedeutung zu. So
rechnet man mit bis zu 20 000 zusaö tzlichen Arbeitsplaö tzen in den naö chsten Jahren und
einem Wachstum von bis zu 3,5 Prozent.
Lange stellten sich Lokalpolitiker gegen die Clubs, mittlerweile haben auch sie begriffen,
wie wichtig das Nachtleben fuö r die Hauptstadt ist. So ist aus Berlin, einer einst
urdeutschen Stadt, eine internationale Partymetropole geworden. Sie ist nicht mehr nur
die Stadt, die von der Mauer geteilt war, sondern ein Ort, an dem Menschen aus aller
Welt zusammenkommen, um gemeinsam Spaß zu haben.
Fragen zum Text
1. Das Interesse an Sehenswuö rdigkeiten in Berlin hat sich gewandelt, weil …

2. Die meisten Clubtouristen kommen …


a) wegen der Discos.
b) aus anderen deutschen Metropolen.
c) mit Billigfliegern aus dem europaö ischen Ausland.

3. Das Berliner Nachtleben ist wichtig fuö r die Stadt, weil …


a) es die bekannten Sehenswuö rdigkeiten ersetzt.
b) Berlin eine urdeutsche Stadt ist.
c) es einen bedeutenden wirtschaftlichen Nutzen fuö r die Stadt hat.

Gründe

- Warum kommen junge Touristen nach Berlin?


- Warum kamen sie fruö her?
- Warum stellen sie sich in die Schlangen?
- Warum kommen in den Clubs junge Menschen zusammen?
- Warum muss mit dem Nachtleben gerechnet werden?