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abacus

FETT
Fertigteilträger

mit den Zusatzmodulen

FETT-DBS
FETT-FAT
FETT-HLK
FETT-SAU
FETT-SUP
FETT-EC2

Beschreibung
abacus
®

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemeines 4

2. Verfahren 6

2.1 System 6
2.2 Belastung und Schnittgrößen 6
2.2.1 Lastfälle 6
2.2.2 Kombinationen von Einwirkungen 6
2.3 Querschnittsgenerierung 7
2.4 Materialkennwerte 9
2.4.1 nach DIN 1045-1:2008 9
2.4.2 nach DIN 1045/88 und DIN 4227 10
2.4.3 nach EC2 10
2.5 Kriechen und Schwinden, Relaxation 11
2.6 Nachweise 12
2.6.1 Nachweise nach DIN 1045-1:2008 12
2.6.2 nach DIN 1045/88 und DIN 4227 17
2.6.3 Nachweise nach EC2 20
2.7 Nachweise im Verankerungsbereich für Spannstahl 22
2.7.1 Verankerung durch Verbund 22
2.7.2 Querbewehrung 22
2.8 Stegaussparungen 23
2.9 Nachweise im Brandfall 24
2.10 Nachweisstellen 24
3. Kapazitäten 25

4. Programme und Dateien 25

4.1 Allgemeines 25
4.2 Installation 26
4.3 Einrichten der Kopfzeilen 26
4.4 Englischsprachige Programmversion (Zusatzmodul FETT-ENG) 27
4.5 Bearbeiten der Dateien KOMPSI.DKA und CHARMAT.DKA 28
5. Eingabe 30

5.1 Benutzeroberfläche 30
5.2 Werkzeugleisten 30
5.3 Arbeitsfenster und Menüs 31
5.4 Fensterbearbeitungsfunktionen 34
5.5 Voreinstellung Bearbeitungsfenster 35
5.6 Farben 35
5.7 Schriftarten 36
5.8 Ansichten 37

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5.9 Eingabemenüs 37
5.9.1 Menü <Datei>, Eingabedateien, Ausgabe 37
5.9.1.1 Eingabedateien, Sicherungsdatei, Ansichtsfenster öffnen 38
5.9.1.2 Ausgabe 39
5.9.1.3 Programm verlassen 40
5.9.2 Menü <Allgemein> 41
5.9.2.1 Auftrag und Position 41
5.9.2.2 Ausdruck/Grafikausgabe 42
5.9.2.3 Ausdruck/Nachweise 44
5.9.2.4 Problemtyp 44
5.9.3 Menü <Norm/Material> 45
5.9.3.1 Nachweise nach DIN 1045-1:2008 45
5.9.3.2 Nachweise nach EC2 50
5.9.3.3 Nachweise nach DIN 1045/88 52
5.9.3.4 Nachweise nach DIN 4227 (1988) 53
5.9.3.5 Nachweise nach DIN 4227-A1 (1995) 55
5.9.4 Menü <System> 57
5.9.4.1 Stützweite 57
5.9.4.2 Querschnitte 57
5.9.4.3 Stegaussparungen 59
5.9.4.4 Betonstahllagen 60
5.9.4.5 Spannstahllagen 61
5.9.5 Menü <Belastung> 62
5.9.5.1 Eigengewicht / Lastfälle / Einwirkungsarten 62
6. Ausgabe 64

6.1 Eingaben 64
6.2 Auflagerkräfte 68
6.3 Querschnittskenngrößen 69
6.4 Ausführliche Nachweise für ausgewählte Schnitte 70
6.4.1 Nachweise nach DIN 1045-1:2008 und EC2 70
6.4.2 nach DIN 1045/88 und DIN 4227 75
6.4.3 Zusätzliche Nachweise 77
6.5 Zusammenfassung der Nachweise 80
7. Listingdateien anzeigen und ausgeben 88

8. Hilfesystem 91

8.1 Hilfeindex 91
8.2 Dokumentation im PDF-Format 91
8.3 abacus im Internet 91
9. Fehlermeldungen 92

Index 93

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1. Allgemeines
Für Einfeldträger mit oder ohne Kragarmen werden an allen maßgebenden Stellen und zusätzlichen
n-tels-Punkten die Querschnittswerte, die Kriech- und Schwindbeiwerte und die maßgebenden
Schnittgrößen ermittelt, auch unter Berücksichtigung auflagernaher Einzellasten. Der Querschnittsverlauf
ist beliebig, Querschnittsänderungen können ebenso erfasst werden wie Querschnittssprünge und
Aussparungen. Als Belastung kommen Einzellasten, Dreieck-, Trapez- und Gleichlasten sowie Momente
in Frage, das Eigengewicht des Fertigteils kann generiert werden.

Neben schlaff bewehrten Trägern erfasst das Programm auch im Spannbett vorgespannte Träger. Der
Spannstahl wird lagenweise eingegeben. Unter Berücksichtigung von Abisolierungen und Eintragungs-
länge wird pro Schnitt die wirksame Spannstahlbewehrung ermittelt. Die Auswirkungen von Kriechen und
Schwinden können in ein oder zwei Stufen berücksichtigt werden. Folgende Nachweise können geführt
werden:

Grundmodul:
FETT Biege-, Schub- und Torsionsbewehrung sowie Rissebeschränkung für Stahlbeton nach
DIN 1045-1:2008, Spannungsnachweise, zusätzliche Nachweise für Stegaussparungen.
Zusatzmodule:
FETT-DBS zusätzlich Nachweise im Brandfall nach DIBt-Richtlinie in Verbindung mit EC2.
FETT-HLK zusätzlich Hochleistungsbeton nach DIN 1045-1:2008 (Betonfestigkeitsklassen ab
C55/67).
FETT-SAU zusätzlich Nachweise für Spannbeton: Bruchsicherheit, Hauptspannungen mit Schub-
deckung, Krafteinleitung, Rissebeschränkung und Spannungsnachweise.
Falls Aufbeton: Kriechumlagerungen zwischen Fertigteil und Aufbeton sowie Schub-
nachweis in der Fuge.
FETT-SUP zusätzlich Ermittlung der effektiven Durchbiegungen für Anfangs-, Zwischen- und
Endzustand. Grafische Darstellung von System, Belastung und Ergebnissen.
FETT-FAT zusätzlich Nachweis gegen Ermüdung für Beton und Bewehrung.
Auswertung für Alternativlastfälle
FETT-EC2 Nachweise nach EC2, Teil 1 - 3, jeweils für die vorher genannten Module. Nahtloser
Übergang von schlaffer Bewehrung über teilweise Vorspannung bis hin zu
beschränkter bzw. voller Vorspannung (FETT-SAU erforderlich). Berücksichtigung
unterschiedlicher Teilsicherheitsbeiwerte.
FETT-KIN Nachweis der Kippsicherheit nach Theorie II. Ordnung unter Berücksichtigung von
Querlasten. Effektive Steifigkeiten. Nachweise für schiefe Biegung und Torsion.

Der Umfang des Ausdrucks im Grenzzustand der Gebrauchstauglichkeit und der Tragfähigkeit kann
gewählt werden: Die schnellste Übersicht kann man sich mit den tabellarischen Ausgaben pro Nachweis
in allen Schnitten verschaffen. Zu Kontrollzwecken besteht die Möglichkeit, sich in beliebigen Schnitten
zusätzliche Informationen ausgeben zu lassen (z. B. Randdehnungen bzw. -spannungen, Höhe der
Druckzone usw.)

Um Varianten schnell und effektiv untersuchen zu können, bietet sich folgende Vorgehensweise an: Mit
Hilfe des Menüs <Testlauf> erhält man bereits aus dem Eingabeprogramm heraus - ohne dies zu
verlassen - die Ergebnisse am Bildschirm angezeigt. Vor allem die Bildschirmgrafiken bieten
übersichtliche und aussagekräftige Informationen, z. B. über den Verlauf der Zugkraftdeckung oder der
Durchbiegungen.

Insbesondere bei Nachweisen nach DIN 1045-1:2008 und EC2 kann man aufgrund der geschilderten
Möglichkeiten mit Hilfe der teilweisen Vorspannung einen Träger so optimieren, dass eine wirtschaftliche
Bewehrung und gleichzeitig auch eine gute Gebrauchstauglichkeit gewährleistet sind.

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Vorteile der teilweisen Vorspannung im Vergleich zur beschränkten bzw. vollen Vorspannung nach
DIN 4227:

- bei großen Unterschieden zwischen min.M und max.M, d. h. bei hohen Nutzlastanteilen.

- wenn die Beschränkung der Zugspannungen in der vorgedrückten Zugzone für die
Bewehrung maßgebend wird.

- bei Fertigteilen erübrigt sich ein Flansch in der vorgedrückten Zugzone.

- bei TT - Platten mit Aufbeton werden die während der Lagerung entstehenden unterschiedlichen
Verformungen deutlich verringert.

In diesem Zusammenhang kommt dem Nachweis der effektiven Durchbiegungen zentrale Bedeutung zu.

Hierzu einige Zitate aus dem bereits 1986 vom VBI herausgegebenen Band „Teilweise Vorspannung“,
S. 89 f aus einem Schreiben von Dr. Goffin anlässlich der bauaufsichtlichen Einführung von DIN 4227
Teil 2 - Spannbetonbauteile mit teilweiser Vorspannung:

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch die von den Schweizer Kollegen getroffene Fest-
stellung, dass seit Einführung der teilweisen Vorspannung die volle und beschränkte Vorspannung mehr
und mehr in den Hintergrund getreten sind, ohne dass irgendwelche negativen Erfahrungen gemacht
worden sind. Gleiche Feststellungen wurden auch von den niederländischen Kollegen getroffen.

Mit der Einführung wurde im übrigen auch die in der Fachwelt ausnahmslos vertretene Auffassung
„amtlich“ unterstrichen, dass die z. Zt. noch bestehende deutliche Kluft zwischen Spannbeton nach
DIN 4227 Teil 1 und DIN 1045-1:2008 nicht mehr vertreten werden kann, wobei mit den Teilen 2 und 6
allerdings nur ein erster, vorsichtiger und auf der sicheren Seite liegender Schritt getan wurde
(Zitatende).

Es hat noch viele Jahre gedauert, bis durch Einführung der DIN 1045-1:2008 die Widersprüche zwischen
den alten Normen beseitigt und durchgängige Lösungen mit einheitlichen Materialgesetzen möglich
wurden.

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2. Verfahren

2.1 System
In Frage kommen statisch bestimmt gelagerte Einfeldträger mit oder ohne Kragarmen. Der Querschnitts-
verlauf in Längs- und Vertikalrichtung ist variabel.

2.2 Belastung und Schnittgrößen


2.2.1 Lastfälle
Einzel- und Streckenlasten (Dreiecks-, Trapez-, Gleichlasten) sowie Momente werden lastfallweise
eingegeben. Die Umsetzung des neuen Sicherheitskonzeptes nach DIN 1055-100 führt aufgrund der
Teilsicherheitsbeiwerte zum Teil zu erheblichem Mehraufwand gegenüber bisherigen Berechnungen mit
globalen Sicherheitsbeiwerten. In Anbetracht des Nebeneinanders von alten und neuen Normen gilt es
vor allem, durch geeignete Maßnahmen Fehler zu vermeiden. Deshalb sind im Programm FETT die
1.0-fachen Lasten („charakteristische Lasten“) ohne jegliche Faktoren und somit völlig unabhängig von
irgendeiner Norm einzugeben. Dieses Vorgehen ermöglicht auch einfache und vor allem schnelle
Vergleichsrechnungen.
Jedem Lastfall wird eine Einwirkungsart zugeordnet, die entscheidend dafür ist, mit welchem Anteil der
Lastfall bei den Überlagerungen zu berücksichtigen ist. Folgende Lastfälle sind vorgesehen:
LF 1 G1 : Eigengewicht des Fertigteils (kann generiert werden)
LF 2 G2 : Eigengewicht Aufbeton
LF 3 G3 : Eigengewicht Belag usw.
LF 4 .... : ab LF 4 weitere Lasten (Nutzlast „QA“, „QB“,..., Schnee „S1“,..... s. folgende Seite)
Vom Programm werden zusätzlich folgende Lastfälle erfasst:
LF Po : Vorspannung (Zeitpunkt T0)
LF K+S1 : Kriechen + Schwinden (1. Stufe von T0 - T1)
LF K+S2 : Kriechen + Schwinden (2. Stufe von T1 - T∞)
Alternativlastfälle: Mit dem Modul FETT-FAT können Lastfälle, die sich gegenseitig ausschließen (z. B.
aus verschiedenen Fahrzeugstellungen), einer Gruppe von Alternativlastfällen zugeordnet werden. Nur
der ungünstigste Lastfall pro Gruppe wird addiert. (Kennung für Gruppe 1: „A1“, für Gruppe 2: „A2“, usw.)

2.2.2 Kombinationen von Einwirkungen


Die notwendigen Schnittgrößenkombinationen werden automatisch vom Programm gebildet, auch unter
Berücksichtigung der Abminderungsmöglichkeiten bei unterschiedlichen Einwirkungsarten (z. B.
gleichzeitiges Wirken von Schnee und Wind). Dazu wird für jeden Lastfall die Einwirkungsart benötigt
(Eigenlast G1, Schnee S1, Wind W usw.). Die erforderlichen Sicherheitsbeiwerte γ und Kombinations-
beiwerte ψ werden je nach Norm der mitgelieferten Stammdatei KOMPSI.DKA entnommen. Da es sich
um eine Ascii-Datei handelt, kann sie bei Bedarf für spezielle Einwirkungsarten individuell ergänzt
werden. Dabei muss die vorhandene Struktur (Endmarkierungen, Zahlen rechtsbündig usw.) unbedingt
erhalten bleiben!
Folgende Kombinationen werden vom Programm automatisch gebildet:
Grenzzustände Einwirkungskombinationen Kombinationsbeiwerte
Leiteinwirkung übrige
Tragfähigkeit (GZT) ständige und vorübergehende (P/T) 1.0 ψ0
außergewöhnliche (A) ψ1 ψ2

Gebrauchstauglichkeit (GZG) seltene 1.0 ψ0


häufige ψ1 ψ2
quasi-ständige ψ2 ψ2
Die notwendigen Kombinationen werden automatisch unter Berücksichtigung der jeweiligen Leitein-
wirkung durch das Programm gebildet.

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Beispiele für Kombinationsbeiwerte nach DIN 1055-100:

Kombinationsbeiwerte
Einwirkungen
ψ0 ψ1 ψ2
Ständige Lasten G 1.0 1.0 1.0

Nutzlasten - Kat. A/B: Wohn-, Büroräume QA,QB 0.7 0.5 0.3

- Kat. C/D: Versammlungs-,Verkaufsräume QC,QD 0.7 0.7 0.6

- Kat. E: Lagerräume QE 1.0 0.9 0.8

Schneelasten - Orte bis zu NN + 1000 m S1 0.5 0.2 0

- Orte über NN + 1000 m S2 0.7 0.5 0.2

Windlasten W 0.6 0.5 0

Beispiel: Nutzlasten der Kategorie B – Büroräume – werden mit Kennung „QB“ eingegeben.

Sonstige Einwirkungen:
ƒ außergewöhnliche: Sind außergewöhnliche Einwirkungen (Kennung „EA“) vorhanden (z. B. erhöhte
Schneelasten im norddeutschen Tiefland), werden die Nachweise für außerge-
wöhnliche Kombinationen (A) zusätzlich geführt.

Um die nötige Transparenz herzustellen, wird bei den Bemessungskombinationen eine Kennung
angegeben, aus der die Beteiligung der einzelnen Lastfälle zweifelsfrei abzulesen ist. Pro Lastfall steht
eine Ziffer, die folgende Werte annehmen kann:
2: Der Lastfall ist in der Kombination γ-fach enthalten. Eigenlast: γsup
1: Der Lastfall ist γ∗ψ-fach enthalten, bzw. wenn Eigenlast: γinf
0: Der Lastfall ist nicht enthalten.

Die Kombinationsbeiwerte lassen sich sinngemäß auch für Nachweise nach DIN 1045/88 bzw. DIN 4227
anwenden, so z. B. für gleichzeitiges Auftreten von Schnee und Wind jeweils ψ0 = 0.5 oder beim
Nachweis der Rissebeschränkung ψ2 = 0.7 für den Anteil der ständig wirkenden Nutzlast.

2.3 Querschnittsgenerierung
Der Querschnittsverlauf wird über die ganze Trägerlänge beschrieben; dies bietet den Vorteil, dass aus
diesen Vorgaben gleich das Eigengewicht des Fertigteils generiert werden kann. Bei symmetrischen
Trägern reicht die Beschreibung der linken Trägerhälfte, dies gilt auch für Stegaussparungen.

Die Trägerabmessungen werden durch Schichten beschrieben: Eine Schicht verläuft vom Anfangspunkt
Xa, Za zum Endpunkt Xe, Ze, Anfangsbreite Ba, Endbreite Be; d. h. sie kann steigen oder fallen und sie
kann breiter oder schmaler werden. Damit können sowohl Vouten als auch Querschnittssprünge erfasst
werden. Aussparungen werden gesondert eingegeben, die nötigen Schichten werden intern generiert.
Wird Aufbeton vorgegeben, so wird er dem Querschnittsteil zwischen den beiden obersten
Schichten zugeordnet. Die zugehörigen Breiten werden im Verhältnis der E-Moduln umgerechnet. Bei
TT-Platten mit 2 Stegen denkt man sich die beiden Stege zusammengefasst, somit ist als Schichtbreite
die doppelte Stegbreite einzugeben. Für eine korrekte zeichnerische Darstellung der Querschnitte ist die
lichte Weite zwischen den Stegen einzugeben (TT).

Die Eingabe von Stegaussparungen erfolgt unabhängig vom Schichtverlauf (siehe Eingabemenü).

Anhand eines Dachbinders sind auf der folgenden Seite die einzugebenden Schichten exemplarisch
dargestellt.

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Beispiel:
Schichteingabe zur Querschnittsgenerierung
Symmetrischer Dachbinder

Symmetrie-
achse
Z B
A 1 2

ha
7
4 5

za
X 6

A B
xa ba

Schnitt A-A Schnitt B-B

2
1 3

7
4
5
6

Einzugeben ist die linke Trägerhälfte bis zur Symmetrieachse. Eingezeichnet sind die Nummern der
Schichten, z. B. Schicht 1 = OK Träger.

Für die Schichten werden die Anfangs- und Endkoordinaten (X, Z) sowie die zugehörigen Breiten
eingegeben.

Die Eingabe der Stegaussparung erfolgt über die Anbindemaße (xa,za) und Abmessungen (ba,ha).

Alle Ordinaten Z beziehen sich auf UK Träger.

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2.4 Materialkennwerte
2.4.1 nach DIN 1045-1:2008
Die Berichtigung 2 der Norm (Juni 2005) ist ab Version V4.1 berücksichtigt. Die Standardwerte der Norm
sind in der Materialdatei CHARMAT.DKA (Ascii-Datei) abgespeichert. Sie können bei Bedarf (z. B. wenn
ein besserer E-Modul gewährleistet ist) geändert werden. Dabei muss die vorhandene Struktur unbedingt
beibehalten werden. Wird die Materialdatei CHARMAT.DKA für ein spezielles Projekt geändert, sollte die
geänderte Datei in dem Ordner gespeichert werden, in dem auch die Eingabedatei abgelegt wird. Sind
die Ordner projektweise organisiert, so kann damit ganz einfach mit projektspezifischen Materialwerten
gearbeitet werden. Grundsätzlich wird zuerst im jeweiligen Ordner der Eingabedatei nach der Material-
datei gesucht. Ist dort keine vorhanden, wird die Materialdatei aus dem Ordner \ABASTA geholt.

Standardbeton:
Es gelten die Betonfestigkeitsklassen nach Tabelle 9 der Norm bis C50/60 samt zugehörigen
Kenngrößen, bei vorgespannten Trägern ist mindestens Festigkeitsklasse C25/30 vorzusehen. Für die
Nachweise im Grenzzustand der Tragfähigkeit wird das Parabel-Rechteckdiagramm nach Bild 23
angesetzt. Für ständige und vorübergehende Bemessungssituationen (P/T) beträgt der Teilsicher-
heitsbeiwert für Ortbeton γc = 1.50, Für Fertigteile kann γc reduziert werden. Für außergewöhnliche
Bemessungssituationen (A) gilt γc = 1.30.

Hochleistungsbeton:
Für Hochleistungsbetone gelten folgende Änderungen: Der Teilsicherheitsbeiwert γc für Beton ist mit dem
Faktor γc´ = 1/(1.1-fck / 500) ≥ 1 zu vergrößern. Statt des einheitlichen Parabel-Rechteck-Diagramms
gelten je nach Betonfestigkeitsklasse unterschiedliche Spannungs-Dehnungs-Linien, siehe Tabelle 9 der
Norm bzw. anschaulich als Grafik in den Unterlagen zum abacus-Praxis-Seminar „Was bringt die neue
DIN 1045?“.
Materialdatei: enthält die Festigkeits- und Formänderungskennwerte nach Tabelle 9 der Norm:
Ecm, Gcm, γ, fck, fctm : Ecm: Sekantenmodul s. Bild 22 in Kapitel 9.1.5 der Norm
εc1, εc1u : nach Zeile 8 + 9 zu Bild 22
n, εc2, εc2u : nach Zeile 10 – 12 zu Bild 23 in Kapitel 9.1.6 der Norm (Bemessungsparabel)

Betonstahl:
Verwendet werden bilineare Spannungs-Dehnungs-Linien nach Bild 27, wobei der Anstieg oberhalb der
Streckgrenze berücksichtigt wird. Die maximale Dehnung beträgt εu = 25 0/00, als E-Modul ist Es =200000
N/mm2 anzusetzen. Für ständige und vorübergehende Bemessungssituationen (P/T) beträgt der
Teilsicherheitsbeiwert γs = 1.15. Für außergewöhnliche Bemessungssituationen (A) gilt γs = 1.00.

Materialdatei: enthält die Festigkeits- und Formänderungskennwerte nach Kapitel 9.2 der Norm:
Es, Gs, γ, fyk, ftk , εsu : s. auch Bild 27 der Norm

Spannstahl:
Für Spannstahl werden bilineare Spannungs-Dehnungs-Linien sinngemäß wie für Betonstahl verwendet
(s. Bild 29). Als charakteristische Werte zur Bezeichnung der Spannstahlsorte gelten die Zugfestigkeit fpk
und die 0.1%-Dehngrenze fpo.1k. Der Anstieg oberhalb der 0.1%-Dehngrenze wird ebenfalls berück-
sichtigt. Teilsicherheitsbeiwert γs wie für Betonstahl. Aufgrund des Nebeneinanders von neuen und alten
Zulassungen ist insbesondere der Wert für fpo.1k zu überprüfen und eventuell die Materialdatei zu
ergänzen.
Materialdatei: enthält die Festigkeits- und Formänderungskennwerte nach Kapitel 9.3 der Norm:
(0)
Ep, Gp, γ, fp0.1k, fpk, εpu : s. auch Bild 29 der Norm (Grenzdehnung: εp + εpu)

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2.4.2 nach DIN 1045/88 und DIN 4227


Beton:
Es gelten die Betonfestigkeitsklassen nach DIN 1045, Tabelle 11, dort finden sich auch die zugehörigen
Elastizitätsmodule. Für vorgespannte Träger muss der Beton mindestens der Festigkeitsklasse B35
entsprechen. Bei der Bemessung wird das Parabel-Rechteck-Diagramm nach DIN 1045, Bild 11 bzw.
DIN 4227, Bild 6 verwendet, wobei die unterschiedlichen Regelungen bezüglich der Rechenfestigkeit βR
zu beachten sind. Die Zugfestigkeit ergibt sich aus Heft 240 DAfStb., Tafel 6.2.
Betonstahl:
Verwendet werden bilineare Spannungs-Dehnungslinien nach DIN 1045, Bild 12 bzw. DIN 4227, Bild 5.
Bei Druckbeanspruchung tritt nach DIN 4227 an die Stelle von βS der Rechenwert βS ∗ 1.75/ 2.1.

Spannstahl:
Für Spannstahl gelten bilineare Spannungs-Dehnungslinien sinngemäß wie für Betonstahl. Der Elastizi-
tätsmodul ist der jeweiligen Zulassung zu entnehmen. Als charakteristische Werte zur Bezeichnung der
Spannstahlsorte gelten die Fließgrenze (β0.2) und die Zugfestigkeit (βZ).

2.4.3 nach EC2


Die Standardwerte der Norm sind in der Materialdatei CHARMAT.DKA (Ascii-Datei) abgespeichert. Sie
können bei Bedarf (z. B. wenn ein besserer E-Modul gewährleistet ist) geändert werden. Dabei muss die
vorhandene Struktur unbedingt beibehalten werden. Wird die Materialdatei CHARMAT.DKA für ein
spezielles Projekt geändert, sollte die geänderte Datei in dem Ordner gespeichert werden, in dem auch
die Eingabedatei abgelegt wird. Sind die Ordner projektweise organisiert, so kann damit ganz einfach mit
projektspezifischen Materialwerten gearbeitet werden. Grundsätzlich wird zuerst im jeweiligen Ordner der
Eingabedatei nach der Materialdatei gesucht. Ist dort keine vorhanden, wird die Materialdatei aus dem
Ordner \ABASTA geholt.

Beton:
Es gelten die Betonfestigkeitsklassen nach Tabelle 3.1, bzw. Tabelle 3.101 nach EC2 Teil 1 - 3. Letztere
wurde erweitert bis zur Festigkeitsklasse C60/70. Der Elastizitätsmodul ergibt sich nach Tabelle 3.2. Für
die Bemessung wird das Parabel-Rechteckdiagramm nach Bild 4.2 angesetzt. Für die Berechnung der
Verformungen werden Spannungs-Dehnungs-Linien analog Anhang 4 verwendet. Die Zugfestigkeit ergibt
sich ebenfalls nach Tabelle 3.1. Für ständige und vorübergehende Bemessungssituationen (P/T) beträgt
der Teilsicherheitsbeiwert für Beton bei Ortbeton γc = 1.50, Für Fertigteile kann γc reduziert werden. Für
außergewöhnliche Bemessungssituationen (A) gilt γc = 1.30.
Materialdatei: enthält die Festigkeits- und Formänderungskennwerte nach Tabelle 3.1 und 3.101:
Ecm, Gcm, γ, fck, fctm : Ecm: Sekantenmodul
εc1, εc1u : nach Zeile 8 + 9 zu Bild 22
n, εc2, εc2u : nach Bild 4.2 der Norm (Bemessungsparabel)
Betonstahl:
Verwendet werden bilineare Spannungs-Dehnungs-Linien nach Bild 4.5, wobei oberhalb der Streck-
grenze die Spannung nicht mehr zunimmt. Die maximale Dehnung beträgt εsu = 20 0/00. Für ständige und
vorübergehende Bemessungssituationen (P/T) beträgt der Teilsicherheitsbeiwert für γs = 1.15. Für
außergewöhnliche Bemessungssituationen (A) gilt γs = 1.00.
Materialdatei: enthält die Festigkeits- und Formänderungskennwerte nach Kapitel 9.2 der Norm:
Es, Gs, γ, fyk, ftk , εsu : s. auch Bild 4.5 der Norm (Vorbelegung: fyk = ftk)
Spannstahl:
Für Spannstahl werden bilineare Spannungs-Dehnungs-Linien sinngemäß wie für Betonstahl verwendet
(s. Bild 4.6). Als charakteristische Werte zur Bezeichnung der Spannstahlsorte gelten die Zugfestigkeit fpk
und die 0.1%-Dehngrenze fpo.1k. Teilsicherheitsbeiwert γs wie für Betonstahl.
Materialdatei: enthält die Festigkeits- und Formänderungskennwerte:
(0)
Ep, Gp, γ, fp0.1k, fpk, εpu : s. auch Bild 4.6 der Norm (Grenzdehnung: εp + εpu)

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2.5 Kriechen und Schwinden, Relaxation


Für eine zutreffende Ermittlung der Auswirkungen hinsichtlich der Beton und Stahldehnungen ist der
zeitliche Verlauf von entscheidender Bedeutung:
Zeitpunkt T0 : Aufbringen der Vorspannkraft (PO + G1)
Zeitpunkt T1 : Aufbringen des Aufbetons (G2)
Aufbringen des Belags (G3)
Zeitpunkt T∞ :
Kriechen und Schwinden wird dementsprechend in 2 Stufen berechnet - Stufe 1 von T0 bis T1 und Stufe 2
von T1 bis T∞, da sich zum Zeitpunkt T1 die kriecherzeugende Spannung ändert bzw. auch - im Falle von
Aufbeton - der wirksame Querschnitt. Der Zeitpunkt T1 (Einbau des Trägers) spielt für die Verformungen
eine wesentliche Rolle:
Bei vorgespannten Trägern ergibt sich i. a. für T0 - T1 eine Durchbiegung nach oben, für T1 bis T∞, jedoch
unter voller Last eine gegenläufige Tendenz. Werden Träger nebeneinander verlegt, die unterschiedliche
Lagerzeiten aufweisen, werden sie zwangsläufig auch unterschiedliche Durchbiegungen zeigen. Durch
Vergleichsrechnungen lassen sich die Unterschiede eingrenzen, bzw. kann nach EC2 der Vorspanngrad
so gewählt werden, dass der Kriecheinfluss auf die Verformung und auch die Verformung selbst mög-
lichst gering ausfallen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch, dass sämtliche Bewehrung für die
Kriech- und Schwindberechnung berücksichtigt wird, so behindert z. B. Bewehrung in der Druckzone die
Kriechverformungen ganz erheblich.
Der Zeitraum T1 bis T∞ ist für die Träger von Bedeutung, bei denen wegen empfindlicher Einbauten die
Verformungen ab Trägereinbau zu begrenzen sind, z. B. nach DIN 1045-1:2008 11.3.1 (10) oder nach
EC2, 4.4.3.1 (G) auf L/500. Für Stahlbetonträger interessiert häufig der Zeitpunkt T1 nicht, d. h. da er mit
T0 zusammenfällt, erfolgen die Eingaben auch nur für die Stufe 2.
Auf Wunsch werden die Kriech- und Schwindbeiwerte in Abhängigkeit von Betonalter, Betontemperatur,
Konsistenz und Luftfeuchtigkeit entsprechend DIN 4227, Abs. 8 oder EC2, Anhang 1 bzw. nach Heft 525
DAfStb ermittelt. Für Spannstahl kann die Anfangsrelaxation im Spannbett angesetzt werden.
Die Verformungen infolge Kriechen und Schwinden des Fertigteils werden behindert durch die verschie-
denen Bewehrungslagen. Wird eine Schicht Aufbeton aufgebracht, so entstehen in der Fuge Zwängungs-
kräfte infolge des unterschiedlichen Betonalters. Dadurch ergeben sich Spannungsumlagerungen, die
man aus der Lösung eines Gleichungssystems erhält, das auf der Verträglichkeit von Dehnungen und
Krümmungen basiert. Intern erfolgt die Berechnung der Spannungen infolge Kriechen und Schwinden
iterativ in mehreren Schnitten, jeweils mit neu ermittelter kriecherzeugender Spannung.

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2.6 Nachweise
2.6.1 Nachweise nach DIN 1045-1:2008

Auflagerreaktionen
Die Ausgabe der Auflagerreaktionen erfolgt pro Lastfall (G1, G2, G3, Q..). Dabei handelt es sich um die
1.00-fachen Werte, die für die Weiterleitung benötigt werden (z. B. automatische Übernahme für die
Stützenberechnung mit HOST).
Hinweis: Mit Hilfe der neuen Weiterleitung von Auflagerkräften (Dateien *.dau) stehen ab Version V5
auch Zusatzinformationen wie z. B. zu Einwirkungsarten und Alternativlastfällen zur Verfügung.
Lagesicherheit (Abhubsicherung):
Für den Nachweis der Lagesicherheit werden die minimalen Auflagerkräfte anhand der Kombinationen
nach DIN 1055-100 in folgender Form berechnet:
E d ,dst − E d ,stb ≤ R d DIN 1055-100 Gl. (13)

Ergibt sich die Summe der stabilisierenden und destabilisierenden Einwirkungen Ed (Auflagerkraft A)
negativ, so handelt es sich um den Bemessungswert Rd der zu verankernden abhebenden Kraft. Positive
Auflagerkräfte sind nach unten gerichtet.
Hinweis: Beim Nachweis werden Eigengewichtslasten von Kragarm und Feld getrennt berücksichtigt.

Schnittgrößen
Die Beteiligung der Lastfälle an den maßgebenden Schnittgrößenkombinationen für die Tragfähig-
keitsnachweise (GZT) und die Nachweise der Gebrauchstauglichkeit (GZG) wird durch die Kombinations-
kennziffern (z. B. „Max-Komb.“) eindeutig nachvollziehbar angegeben (Erläuterungen s. Kap. 2.2.2).
Für die Tragfähigkeitsnachweise (Grundkombination P/T) gelten folgende Teilsicherheitsbeiwerte:
γg = 1.35 / 1.00 für ständige Lasten
γq = 1.50 / 0.00 für nichtständige Lasten
γp = 1.00 für Vorspannung
Nachweis der Tragfähigkeit (außergewöhnliche Kombination A) und Nachweis gegen Ermüdung:
γG = γQ = γp = 1.00

Für die Nachweise der Gebrauchstauglichkeit betragen die Teilsicherheitsbeiwerte einheitlich 1.00,
jedoch sind je nach Nachweis zusätzliche Faktoren zu berücksichtigen:
r.inf : Beiwert zur Bestimmung des unteren charakteristischen Wertes der
Vorspannkraft.
r.sup : Beiwert zur Bestimmung des oberen charakteristischen Wertes der
Vorspannkraft.
Für nicht-ständige Lasten gelten folgende Kombinationsbeiwerte:
psi0 : Grundkombination
psi1 : häufige Kombination
psi2 : quasi-ständige Kombination
So sind z. B. die Stahlspannungen für den Nachweis der Rissebeschränkung bei Stahlbeton für quasi-
ständige Lasten zu ermitteln, jedoch bei Spannbeton für häufige Lasten!

Nachweis im Grenzzustand der Tragfähigkeit (GZT) :

Die Bemessung erfolgt für ständige und vorübergehende Bemessungssituationen (P/T) und - wenn
außergewöhnliche Einwirkungen (Einwirkungsart Ea) vorhanden sind - zusätzlich für außergewöhnliche
Bemessungssituationen (A).

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Biegung :
Die maßgebenden Schnittgrößen werden aus der ungünstigsten Kombination der Lastfälle gebildet. Bei
der ‘Max.’- Kombination handelt es sich um die maßgebenden Schnittgrößen für den Nachweis der
Zugkraft am unteren Rand, die ‘Min.’- Kombination gilt für den oberen Rand.
Bei Spannbeton werden äußeres und inneres Bruchmoment auf die Spannstahllage am Zugrand
bezogen, bei Stahlbeton auf die Lage des Betonstahls. Der Nachweis im Grenzzustand der Tragfähigkeit
(GZT) erfolgt unter Verwendung der zuvor beschriebenen Spannungs-Dehnungs-Linien, die Teilsicher-
heitsbeiwerte für Beton, sowie Beton- und Spannstahl können vom Anwender variiert werden. Die
Vorspannung wird mit ihrem Bemessungswert berücksichtigt. Die Stahldehnung wird bei schwacher
Druckzone zur Vergrößerung der Druckzone notfalls abgemindert bis auf den Wert, bei dem die
Streckgrenze erreicht wird. Für diesen Dehnungszustand wird - falls erforderlich - Druckbewehrung
eingelegt. Eingegebene Bewehrung wird beim Nachweis berücksichtigt (z. B. Betonstahl in der Druck-
zone). Bei der Ermittlung der Längsbewehrung wird eine Mindestbewehrung nach Abs. 13.1.1
berücksichtigt, sie wird - wenn maßgebend - mit ‘m’ gekennzeichnet und ist bis zu den Auflagern
durchzuführen.
Der Hebelarm Z als Abstand von Zug- und Druckmittelpunkt wird beim Schubnachweis verwendet.
Das Versatzmaß ergibt sich in Abhängigkeit von cot.θ nach 13.2.2 bzw. 13.3.2.

Querkraft:

Der maßgebende Schnitt für die erforderliche Bewehrung liegt bei direkter Lagerung im Abstand 1.0∗d
vom Auflagerrand, bei indirekter Lagerung am Auflagerrand. Die Fallunterscheidung wird vom Programm
automatisch vorgenommen: Die aufnehmbare Querkraft ist bis zum Auflagerrand zu überprüfen. Bei
Ausklinkungen im Auflagerbereich wird indirekte Lagerung angenommen, ansonsten direkte Lagerung.

Die Berücksichtigung von auflagernahen Einzellasten im Abstand x < 2.5d vom Auflagerrand erfolgt nach
10.3.2.

Bei der Ermittlung der Bemessungsquerkraft VEd wird die Neigung des Obergurts berücksichtigt. Falls
sich die Bemessungsquerkraft VEd < max(VRdct;VRdct,min) ergibt, ist keine Schubbewehrung erforderlich.
Die Mindestquerkrafttragfähigkeit nach DIN 1045-1:2008 VRdct,min wird dabei berücksichtigt. Für den
Nachweis der Betondruckstreben muss außerdem VEd < VRdmax erfüllt sein. Falls Schubbewehrung erfor-
derlich ist (VEd > max(VRdct;VRdct,min)), wird der Hebelarm nach 10.3.4(2) auf z = d-2cvl >= d-cvl-30
begrenzt. Im Ausdruck ist dann z durch (*) gekennzeichnet. Im Gegensatz zum bisherigen Mindestwert
cnom ist mit cvl nach DIN 1045-1:2008 nun die tatsächliche Betondeckung (Verlegemaß) zur Begrenzung
des Hebelarms zu berücksichtigen.

Der zulässige Bügelabstand nach Tabelle 31 findet sich beim Plot der Schubbewehrung.

Der Wert VRdct ist sehr stark abhängig von der Längsbewehrung. Deshalb berücksichtigt das Programm
sämtliche vorhandene Zugbewehrung. Günstig wirken sich insbesondere die Druckspannungen infolge
Vorspannung aus. Für ungerissene Bereiche wird Gleichung (72) nach 10.3.3 der Norm angesetzt.

Erfolgt keine Vorgabe, wird die Druckstrebenneigung so optimiert, dass sich eine möglichst geringe
Querkraftbewehrung ergibt. Bei Problemen mit der Zugkraftdeckung kann es erforderlich sein, die
Neigung vorzugeben, um ein kleineres Versatzmaß zu erhalten.

Die Mindestschubbewehrung (im Ausdruck mit "m" gekennzeichnet) ergibt sich für „Balken“ nach 13.2.3.

Nachweis in der Fuge zwischen Fertigteil und Ortbeton:


Es ist ein zusätzlicher Nachweis für die Schubkraftübertragung in der Fuge nach 10.3.6 zu erbringen.
Schubbewehrung in der Fuge ist nur erforderlich, wenn die Schubkraft in der Fuge den Wert vRdj nach GL
(84) überschreitet, wobei dieser von der Fugenausbildung abhängig ist (Rauigkeitsbeiwert cj, Reibungs-
beiwert µ nach Tabelle 13). Dabei werden folgende Fälle unterschieden:

verzahnt - rau - glatt - sehr glatt

Angaben zur Oberflächenbeschaffenheit enthält DIN 1045-1:2008 10.3.6 (1) sowie Heft 525 DAfStb.

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Zum Zeitpunkt der Fertigstellung von FETT 6.0 waren noch keine Gitterträger-Zulassungen nach DIN
1045-1:2008 verfügbar. Laut BK 2009/1 2.2.2 gelten für Gitterträger ohne Zulassung für die DIN 1045-
1:2008 nach wie vor die Regelungen nach DIN 1045-1:2001. Die Gitterträger-Zulassungen auf Basis der
DIN 1045-1:2001 weisen einige von der Norm abweichende Regelungen auf. Deshalb kann der
Nachweis in der Fuge wahlweise nach Norm oder Zulassung geführt werden. Z. B. ist die maximale
Schubkrafttragfähigkeit auf den Wert 0,5*VRdmax begrenzt, ferner sind andere Grenzen für cot.θ definiert.
Auch in den Zulassungen wird ausdrücklich auf die Begrenzung des Hebelarms z nach 10.3.4(2)
verwiesen, dies hat insbesondere bei dünnen Platten erhebliche Auswirkungen auf den Stahlverbrauch.
Für den Querkraftnachweis nach 10.3.4 und den Nachweis in der Fuge ist die gleiche
Druckstrebenneigung anzusetzen.

Querkraft und Torsion:


Bei kombinierter Beanspruchung infolge Querkraft und Torsion ist der Nachweis mit der Interaktions-
beziehung nach DIN 1045-1:2008 10.4.2 (für Kompaktquerschnitte quadratisch) zu führen. Die
Schubkraft VEd wird durch die Ersatzschubkraft VEd,T+V nach Gl.(90) ersetzt. Wenn Gl. (87) und (88) erfüllt
sind, reicht die Mindestbewehrung nach 13.2.3 aus. Die angegebene Bügelbewehrung ast infolge Torsion
gilt pro Seite (für den Steg insgesamt also 2*ast), die Längsbewehrung Asl ist über den Umfang zu
verteilen. In der Zugzone ist Asl zur vorhandenen Längsbewehrung zu addieren, in der Druckzone kann
sie entsprechen den vorhandenen Druckkräften abgemindert werden.

Bei gegliederten Querschnitten wird der Nachweis für die Teilquerschnitte, z. B. Obergurt, Steg und
Untergurt erbracht. Die Aufteilung des Torsionsmoments erfolgt im Verhältnis der Steifigkeiten der
Teilquerschnitte. Mit dem gewählten Winkel θ ist der Nachweis sowohl für Querkraft als auch für Torsion
zu führen. Es ist aber auch zulässig, vereinfachend die Bewehrung für Torsion allein unter der Annahme
von θ = 45° zu ermitteln und zu der nach 10.3.4 ermittelten Querkraftbewehrung zu addieren.

Im zulässigen Bereich wird für die kombinierte Beanspruchung ebenfalls - wenn gewünscht - eine
Optimierung hinsichtlich einer möglichst günstigen Druckstrebenneigung durchgeführt.

Nachweis gegen Ermüdung (Zusatzmodul FETT-FAT):


Der Nachweis ist zu erbringen für tragende Bauteile, die beträchtlichen Spannungsänderungen unter
nicht vorwiegend ruhenden Einwirkungen unterliegen. Die Ermittlung der Spannungen erfolgt im Zustand
II unter Vernachlässigung der Betonzugfestigkeit. Das Verhältnis der E-Moduln von Stahl und Beton
Es/Ec kann gewählt werden. Das unterschiedliche Verbundverhalten von Beton- und Spannstahl wird
nach Gl.(118) erfasst. Beim Nachweis der Querkraftbewehrung wird als Winkel der Druckstrebenneigung
Θfat angesetzt.

Stufe 1: Vereinfachte Nachweise gegen Ermüdung nach DIN 1045-1:2008 10.8.4 durch Begrenzung der
Spannungen bzw. Spannungsschwingbreiten, wobei die Schnittgrößen unter der häufigen
Einwirkungskombination zu ermitteln sind. Die zulässige Spannungsschwingbreite für Stahl beträgt nach
2
DIN 1045-1:2008 ∆σs ≤ 70 N/mm , alternativ können nach Heft 525 DAfStb Tabelle 1 abhängig vom
Durchmesser bzw. Biegerollendurchmesser modifizierte Werte angesetzt werden. Für Beton erfolgt der
Nachweis nach Gl.(123) bzw. für die Betondruckstrebe nach Gl.(125) oder (126). Falls einer der
Nachweise nicht eingehalten ist, werden der entsprechende Nachweis nach Stufe 2 geführt.
Stufe 2: Die maßgebende Einwirkungskombination ergibt sich aus der zyklischen Einwirkung in Verbin-
dung mit der ungünstigen Grundkombination der nicht- zyklischen Einwirkungen. Für Beton- und Spann-
stahl ist der Nachweis nach Gl.(119) mit γF.fat = γEd.fat = 1.0 und γs.fat = 1.15 zu erbringen, wobei ∆σs.equ =
∆σs gesetzt wird. ∆σRsk ergibt sich aus Tabelle 16 (mit Berücksichtigung der Abminderung in
Abhängigkeit vom Biegerollendurchmesser) bzw. Tabelle 17. Es wird so lange Bewehrung zugelegt, bis
∆σRsk eingehalten ist. Für Beton gilt Gl.(120).

Angaben zu Gabelstaplerlasten finden sich in DIN 1055-3 Abschnitt 6.4 (Im Eingabemenü für zyklische
Einwirkungsart z. B. ‚QG’). Für Hofkellerdecken und planmäßig befahrene Deckenflächen wird auf DIN
1072 verwiesen. Da diese in der aktuellen Musterliste der Technischen Baubestimmungen nicht mehr
enthalten ist, wird in den NABau-Auslegungen zur DIN 1045-1 empfohlen, Lastmodelle in Anlehnung an
DIN-Fachbericht 101 zu verwenden.

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Grenzzustände der Gebrauchstauglichkeit (GZG):

Expositionsklassen nach Tabelle 3 und Anforderungsklassen nach Tabellen 18 + 19

Klasse Bauteile Anforderungsklasse


Vorspannung Stahlbeton
XC1 Karbonatisierung Innenräume D F
XC2-XC4 Karbonatisierung Außenbauteile
Bewehrungs- C E
Gründungen
korrosion
XD1-XD3 Chloride Parkdecks,
durch: B E
Sprühnebelbereich
XS1-XS3 Meerwasser Hafenanlagen B E
XF1 –XF4 Betonangriff Frost, Taumittel Außenbauteile -- -

Mindestbetondeckung und Vorhaltemaß nach Tabelle 4

Zeile Spalte 1 2 3
Klasse Mindestbetondeckung cmin [mm] Vorhaltemaß
Betonstahl Spannstahl ∆c [mm]

1 XC1 10 20 10
2 XC2 20 30
XC3 20 30
XC4 25 35
3 XD1
40 50 15
XD2
XD3
4 XS1
XS2 40 50

XS3

Nennmaß der Betondeckung cnom = cmin + ∆c (bitte Ausnahmen nach DIN 1045-1:2008 6.3
beachten)

Nachweis der Normalspannungen:

Der Spannungsnachweis hat nicht mehr die Bedeutung wie z. B. nach DIN 4227, da es keine Beschrän-
kungen für Betonzugspannungen gibt. Für die Expositionsklassen XD1 - XD3, XF1 – XF4 und XS1 - XS4
sind die Betondruckspannungen unter der seltenen Einwirkungskombination auf 0.6∗fck begrenzt. Bei
„wesentlichem“ Kriecheinfluss sollten die Betonspannungen unter quasi-ständigen Lasten auf 0.45∗fck
beschränkt werden. Die Nachweise werden im Zustand I erbracht, wenn die Betonspannungen fctm
überschreiten, auch im Zustand II.

Spannungen in Betonstählen sollten unter der seltenen Einwirkungskombination den Wert 0.8∗fyk nicht
überschreiten. Für Spannstähle gilt unter der quasi-ständigen Einwirkungskombination 0.65∗fpk.

Die Spannungen sind mit dem Mittelwert der Vorspannung zu ermitteln.

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Begrenzung der Rissbreiten und Nachweis der Dekompression:

Die Mindestbewehrung ergibt sich nach Abs. 11.2.2, wobei die Zugfestigkeit des Betons nach Tabelle 9
angesetzt wird. Die Anforderungen nach DIN 1045-1:2008 für dicke Bauteile (nach 11.2.2 (8)) sowie für
Zuggurte in gegliederten Querschnitten (GL (128a)) werden dabei berücksichtigt. Ferner werden die
Stahlspannungen unter der maßgebenden Einwirkungskombination nach Tabelle 18 überprüft. Für den
vorgegebenen Grenzdurchmesser wird die Stahlspannung – falls erforderlich - abgemindert, so dass die
vorgegebene Rissbreite bzw. der Wert nach Tabelle 18 eingehalten ist. Für Beton- und Spannstahl
können unterschiedliche Durchmesser vorgegeben werden. Die Anrechnung des Spannstahls erfolgt
nach 11.2.3 (5).

Falls für den gewählten Grenzdurchmesser Längsbewehrung zugelegt werden muss, werden folgende
Zusätze ausgedruckt:

‘r’ : Mindestbewehrung maßgebend

‘R’ : Stahlspannung zur Einhaltung der vorgegebenen Grenzdurchmesser maßgebend, zur


Kontrolle wird das zugehörige Moment angegeben.

Für die Anforderungsklassen A bis C wird unter der maßgebenden Lastkombination die Einhaltung des
Grenzzustandes der Dekompression nach Heft 525 DAfStb nachgewiesen,

Durchbiegungen:

Der Nachweis ist zu führen für die Gesamtdurchbiegung unter quasi-ständigen Lasten. Ständige Lasten
werden mit γg = 1.0, veränderliche Lasten mit ψ2∗γq = ψ2∗1.0 angesetzt. Falls empfindliche Trennwände,
Befestigungselemente o. ä. vorhanden sind, ist zusätzlich die Differenzdurchbiegung im Zeitraum T1 bis
T∞ von Interesse (Durchbiegung nach Einbau).

Da im vorliegenden Fall ein Nachweis über die Begrenzung der Biegeschlankheit aufgrund der Gegeben-
heiten (starker Einfluss von Kriechen und Schwinden, der verschiedenen Querschnittsformen, teilweiser
Vorspannung, usw.) allenfalls eine grobe Abschätzung liefern kann, wird hier eine genaue
Durchbiegungsberechnung durchgeführt.

In einer ausreichenden Anzahl von Zwischenpunkten werden die Krümmungen nach Zustand I und II
ermittelt. Für die Bereiche des Trägers, in denen die Zugspannungen kleiner als die Zugfestigkeit des
Betons bleiben, werden die Krümmungen für Zustand I verwendet, für die restlichen Bereiche werden
jeweils nach Anhang 4 des EC2 die effektiven Durchbiegungen für Anfangs-, Zwischen- und Endzustand
unter Berücksichtigung von Kriechen und Schwinden und auch der vorhandenen Zug- und Druck-
bewehrung berechnet. Für diese Beiwerte β1 und β2 werden folgende Annahmen getroffen:

β1 = 1.0 für Rippenstahl


β2 = 0.5 für Dauerbelastung.

Wirksame Beanspruchungen zu den verschiedenen Zeitpunkten:


T0: P0 + G1
T1-1: P0 + G1 + (k+s)1
T1-2: P0 + G1 + G2+ (k+s) 1
T∞ : P0 + quasi-ständige Last (k+s) 1+ (k+s) 2

Die teilweise Vorspannung bietet den großen Vorteil, dass eine wirtschaftliche Lösung gleichzeitig ein
gutes Gebrauchsverhalten gewährleistet: Der Vorspanngrad lässt sich so variieren, dass sich Lastver-
formungen und Verformungen aus Vorspannung die Waage halten. Somit verbleibt der Träger
durchgängig im Zustand I, wodurch sich das Thema Rissbreitenbegrenzung von alleine erledigt.

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2.6.2 nach DIN 1045/88 und DIN 4227

Auflagerreaktionen und Schnittgrößen:

Zunächst erfolgt die Ermittlung für die Grundlastfälle G1, G2, G3 und P. Aus diesen Werten werden die
maßgebenden Kombinationen für die Nachweise im Gebrauchs- und Bruchzustand gebildet. Zur
Unterscheidung tragen Schnittgrößen im Bruchzustand immer den Index u. Im allgemeinen beträgt die
geforderte Sicherheit für Schnittgrößen aus äußeren Lasten bei Nachweisen im Bruchzustand
gamma = 1.75, sie kann jedoch z. B. für Nachweise im Transportzustand reduziert werden.

Bei der Bildung der maßgebenden Kombinationen können Nutzlasten unterschiedlich berücksichtigt
werden:

Soll eine Nutzlast bei der Schnittgrößenermittlung ungünstigst feldweise berücksichtigt werden, sind die
Lastanteile für Kragarm und Feld getrennt einzugeben (Beispiel: Verkehrslast). Andernfalls geht die
gesamte Last in die Überlagerung ein (Beispiel: Schnee).

Nachweis der Bruchsicherheit:

Die maßgebenden Schnittgrößen werden aus der ungünstigsten Kombination der Lastfälle gebildet. Bei
der ‘Max.’-Kombination handelt es sich um die maßgebenden Schnittgrößen für den Nachweis der
Zugkraft am unteren Rand, die ‘Min.’- Kombination gilt für den oberen Rand.

Bei Spannbeton werden äußeres und inneres Bruchmoment auf die Spannstahllage am Zugrand
bezogen, bei Stahlbeton auf die Lage des Betonstahls. Der Nachweis für den Grenzzustand der
Tragfähigkeit erfolgt unter Verwendung der zuvor beschriebenen Spannungs-Dehnungs-Linien, die
geforderten Sicherheiten betragen in der Regel gamma = 1.75 für ständige und Verkehrslasten und
gamma = 1.00 für Vorspannung. Die Stahldehnung infolge Last ist auf 5 0/00 begrenzt, bei schwacher
Druckzone wird sie zur Vergrößerung der Druckzone notfalls bis auf 3 0/00 (DIN 1045) bzw. 2 0/00
(DIN 4227) reduziert. Für diesen Dehnungszustand wird - falls erforderlich Druckbewehrung eingelegt.
Einzugebende Bewehrung wird beim Nachweis berücksichtigt. (z. B. Betonstahl in der Druckzone).

Beim Ansatz der Spannungen im Spannstahl ist Kriechen und Schwinden berücksichtigt.

Der Hebelarm Z als Anstand von Zug- und Druckmittelpunkt wird beim Schubnachweis verwendet.

Bemessung für Querkraft:

Der maßgebende Schnitt für die Bestimmung der maximalen Querkraft liegt bei direkter Lagerung im
Abstand h/2 vom Auflagerrand, bei indirekter Lagerung am Auflagerrand. Die Fallunterscheidung wird
vom Programm automatisch vorgenommen: Bei Ausklinkungen im Auflagerbereich wird indirekte
Lagerung angenommen, ansonsten direkte Lagerung.

Der Querkraftanteil aus auflagernahen Einzellasten im Abstand a < 2 ∗ h von der Auflagermitte wird im
Verhältnis a/2 ∗ h abgemindert.

Bei Ermittlung der Bemessungsquerkraft wird die Neigung des Obergurts berücksichtigt.

Schubdeckung nach DIN 1045/88:

Für Feld und Kragarme müssen zunächst die maßgebenden Schubbereiche ermittelt werden. Je nach
Schubbereich ergibt sich dann die erforderliche Schubbewehrung.

Nähere Angaben zur Abminderung für auflagernahe Einzellasten enthält Heft 400 DAfStb.

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Schubdeckung nach DIN 4227:


Die Nachweise werden jeweils für maximale und minimale Schnittgrößen erbracht, falls für die Querkräfte
sich ein Wert ungleich Null ergeben hatte.
Für max. Schnittgrößen ergeben sich die Normalspannungen aus allen ständigen und aus den mit MAX.
bezeichneten Lastfällen, im Falle min. Schnittgrößen entsprechend aus der Kombination der ständigen
mit den MIN. Lastfällen.
Schub- und Normalspannungen werden für Zustand I ermittelt, sofern Zone A vorliegt. Für Zone B
werden die Schubspannungen nach Zustand II ermittelt, der hierfür benötigte Hebelarm wird aus dem
Bruchsicherheitsnachweis übernommen. Welche Trägerbereiche in Zone A oder B liegen, erkennt man
aus der zugehörigen Grafik.
Für die vorliegende Normal- und Schubspannungsverteilung wird die ungünstigste Hauptzug- und die
ungünstigste Hauptdruckspannung ermittelt. (Für die Ermittlung der Hauptdruckspannung vgl. DIN 4227,
12.3.2)
Liegt der Querschnitt in Zone B, so wird zusätzlich die Schubspannung nach Zustand II ermittelt. Die
Schubdeckung wird unter rechnerischer Bruchlast nachgewiesen.
Die erforderliche Bügelbewehrung wird für BSt 420 mit einer zulässigen Spannung beta.S = 420 N/mm2
für BSt 500 mit 500 N/mm2 ermittelt. Die Mindest-Schubbewehrung wird nach DIN 4227, 6.7.5 ermittelt.

Nachweis in der Fuge zwischen Fertigteil und Aufbeton

Nach DIN 1045/88:


Die in der Fuge wirkenden Schubkräfte sind durch Bewehrung aufzunehmen. Für die Bemessung ist der
Beton mit der geringeren Festigkeit anzusetzen. Je nach Fugenausbildung sind folgende Fälle zu unter-
scheiden:
Fuge „rau“ : Bei nicht vorwiegend ruhender Belastung grundsätzlich volle Schubdeckung.
Bei vorwiegend ruhender Belastung verminderte Schubdeckung für
τ < 0.7 ∗ τ012, darüber hinaus volle Schubdeckung. Schubbereich 3 ist in
beiden Fällen nicht zulässig.

Fuge „rau“ : Nach Heft 400 DAfStb bei vorwiegend ruhender Belastung verminderte
Schubdeckung, Schubbereich 3 aber ebenfalls nicht zulässig.

Fuge „verzahnt“ : Schubdeckung je nach Schubbereich - auch Schubbereich 3 zulässig -, wenn


folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
- Ausbildung der Fuge nach Heft 400 DAfStb, S. 126
- vorwiegend ruhende Belastung

Nach DIN 4227:


Fuge „verzahnt“ : Druckstrebenneigung nach Abs. 12.4.2
Fuge „rau“ : Druckstrebenneigung nach Abs. 12.7

Nachweis der Normalspannungen:


Die Spannungen werden für folgende Lastfälle ermittelt:
1: Vorspannung VO
2. Ständige Last G1 (Fertigteil)
3. Kriechen + Schwinden, 1. Stufe von T0 -T1
Kriecherzeugende Spannungen aus Lastfall 1 + 2
4. Ständige Last G2 (Aufbeton)
5. Ständige Last G3 (Belag usw.)
6. Kriechen + Schwinden, 2. Stufe von T1 - T∞
Kriecherzeugende Spannungen aus Lastfall 1 - 5
7. Max. nichtständige Last QA, QB,...
8. Min. nichtständige Last QA, Qb,... (wenn unterschiedlich vom Max-Wert)

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Die maßgebenden Spannungsüberlagerungen werden für max. und min. Beanspruchungen ermittelt.

Max.: Erzeugt eine Zugspannung an UK Träger


Min. : Erzeugt eine Zugspannung an OK Träger

Für die Lastfälle V0 bis G2 wirkt nur der Fertigteilquerschnitt, ab LF G3 wird das Mitwirken des Aufbetons
herangezogen.

Falls auf die Abfrage „Keine Zugspannung für Nutzlastanteil...“ ein Wert ungleich 0 eingegeben wurde
(i. a. 50 %), werden die Spannungen aus Vorspannung + ständiger Last + Anteil Nutzlast nachgewiesen.
Dieser Nachweis ist für Bauteile im Freien zu erbringen (vgl. DIN 4227, 10.1.2)

Ausgegeben werden die Betonrandspannungen für Fertigteil (sig.bu, sig.bo) und Aufbeton (sig.au,
sig.ao), sowie die Spannstahlspannungen sig. zu und sig.zo. Wenn unten mehrere Spannstahllagen
vorhanden sind, ist zu beachten, dass es sich bei sig.zu um die Spannung der jeweils maßgebenden
Lage handelt.

Ebenfalls ist bei Vergleichsrechnungen zu beachten, dass bei den zur Spannungsermittlung verwendeten
Querschnittswerten immer sämtliche Bewehrung berücksichtigt wird. Gegenüber dem reinen Beton-
querschnitt ergeben sich deshalb insbesondere bei schlaff bewehrten Trägern erhebliche Unterschiede.

Nachweise der Rissebeschränkung nach DIN 1045/88:

Die Berücksichtigung der Umweltbedingungen erfolgt nach DIN 1045, Tabelle 10, Zeile 1 (Innenbauteile)
bzw. Zeile 2 - 4 (sonstige). Nach Heft 400 DAfStb (Aufsatz Schießl) ergibt sich für Innenbauteile als
zulässige Rissbreite wk = 0.4 mm, ansonsten gilt zul.wk = 0.25 mm.

Für den vorgegebenen Grenzdurchmesser wird die Stahlspannung – falls erforderlich - abgemindert, so
dass die vorgegebene Rissbreite bzw. der Wert nach Heft 400 eingehalten ist. Die Stahlspannung wird
infolge häufig wirkender Lasten ermittelt, der Anteil der ständig wirkenden Nutzlast kann hierbei z. B. mit
einem Faktor = 0.7 berücksichtigt werden (s. DIN 1045, 17.6.3). Ferner ist eine Mindestbewehrung nach
17.6.2 vorzusehen. Die wirksame Betonzugfestigkeit wird ebenfalls nach Heft 400 DAfStb in Abhängig-
keit von der Bauteildicke festgelegt.

Nachweise der Rissebeschränkung nach DIN 4227 (Juli 1988):

Die maßgebenden max. bzw. min. Schnittgrößen ergeben sich aus den 1.0-fachen ständigen und
Verkehrslasten, der 0.9 - bzw. 1.1-fachen Vorspannung unter Berücksichtigung von Kriechen und
Schwinden, sowie dem Zusatzmoment Delta.M nach DIN 4227, 10.2. Es gelten die Umweltbedingungen
nach DIN 1045, Tabelle 10, die Verbundeigenschaften werden nach DIN 4227, Tabelle 8.1
berücksichtigt.

Der Nachweis wird dann geführt, wenn eine der nach Zustand I ermittelten Randspannungen sig.bu bzw.
sig.bo Zug ergibt und ein Grenzdurchmesser vorgegeben wurde. Die Spannungen werden iterativ für
Zustand II ermittelt, hierbei wird die vorgegebene und auch die aufgrund der Bemessung erforderliche
Betonstahl- und Spannstahlbewehrung berücksichtigt. Als zulässige Spannung im Betonstahl werden
420 N/mm2 für BSt 420 und 500 N/mm2 für BSt 500 angesetzt.
Die inneren (Index i) und äußeren Momente (Index a) werden auf die Betonstahllage am Zugrand
bezogen. Falls keine Eingabe erfolgte, wird H’ = 3 cm angenommen. Die Stahlspannung wird solange
abgemindert, bis für den vorgegebenen Grenzdurchmesser Gleichung (8) erfüllt ist. Der Bewehrungs-
prozentsatz wird hierbei auf die Zugzone, maximal jedoch auf 80 cm Höhe bezogen.

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Durchbiegungen:
Die Vorgehensweise entspricht dem in Heft 240 DAfStb. geschilderten Verfahren: Der Nachweis wird
geführt unter Dauerlast, d. h. der Anteil der Verkehrslast wird durch einen entsprechenden Faktor fest-
gelegt. Da im vorliegenden Fall ein Nachweis über die Begrenzung der Biegeschlankheit aufgrund der
Gegebenheiten (starker Einfluss von Kriechen + Schwinden, der verschiedenen Querschnittformen, der
Vorspannung usw.) allenfalls eine grobe Abschätzung liefern kann, wird hier eine genaue
Durchbiegungsberechnung durchgeführt:
In einer ausreichenden Anzahl von Zwischenpunkten werden die Krümmungen nach Zustand I und II
ermittelt („unterer“ und „oberer“ Rechenwert). Hieraus wird der „wahrscheinliche“ Wert der Durchbiegung
für Anfangs-, Zwischen- und Endzustand unter Berücksichtigung von Kriechen und Schwinden und auch
der vorhandenen Zug- und Druckbewehrung berechnet. Für die Bereiche des Trägers, in denen die
Zugspannungen kleiner als die Zugfestigkeit des Betons bleiben, werden die Krümmungen für Zustand I
verwendet, für die restlichen Bereiche werden die effektiven Krümmungen nach den in Anhang 4 zu EC2
geschilderten Verfahren ermittelt. Für die Beiwerte β1 und β2 werden folgende Annahmen getroffen:

β1 = 1.0 für Rippenstahl


β2 = 0.5 für Dauerbelastung

Sinngemäß das gleiche Vorgehen wurde bereits von Leonhardt in „Vorlesungen über Massivbau“
beschrieben.

Nachweise nach DIN 4227 / A1 (Dezember 1995)

Gegenüber der Ausgabe vom Juli 1988 haben sich folgende Nachweise geändert:

Nachweis der Rissebeschränkung:

Der bisherige Absatz 10.2 ist gestrichen dafür gilt Absatz 6.7.3 (neu). Die Bewehrung zur Rissbreiten-
beschränkung ist zu ermitteln unter der seltenen Einwirkungskombination und der 0.9-fachen
Vorspannkraft, wenn Betondruckspannungen kleiner als 1 N/mm2 auftreten. Beton- und Spannstahl
können mit unterschiedlichen Durchmessern berücksichtigt werden, wobei je nach Spannstahlsorte ein
Ersatzdurchmesser einzugeben ist, z. B. für 7-drähtige Litzen d = 1.75 ⋅ dv, für 3-drähtige Litzen
d = 1.20 ⋅ dv. Außerdem wird der Verbundbeiwert ξ nach Tabelle 7 angesetzt.

Sicherstellung der Robustheit:

Zusätzlich ist eine Bewehrung zur Erhöhung der Robustheit einzulegen, die das Rissmoment des nicht
vorgespannten Trägers abdecken soll. Sie ergibt sich nach Tabelle 4, Zeilen 2a und 2b.

Mindestschubbewehrung:

Aufgrund der geänderten Werte nach Tabelle 5 ergibt sich eine höhere Mindestschubbewehrung.

2.6.3 Nachweise nach EC2

Auflagerreaktionen: wie DIN 1045-1:2008

Schnittgrößen: wie DIN 1045-1:2008

Nachweise im Grenzzustand der Tragfähigkeit (GZT):

Biegung: wie DIN 1045-1:2008

Mindestbewehrung nach Abs. 5.4.2.1.

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Querkraft:
Der maßgebende Schnitt für die Bestimmung der maximalen Querkraft liegt bei direkter Lagerung im
Abstand 1.0 ∗ d vom Auflagerrand, bei indirekter Lagerung am Auflagerrand. Die Fallunterscheidung wird
vom Programm automatisch vorgenommen: Bei Ausklinkungen im Auflagerbereich wird indirekte
Lagerung angenommen, ansonsten direkte Lagerung.
Die Berücksichtigung von auflagernahen Einzellasten im Abstand x < 2.5d vom Auflagerrand erfolgt nach
4.3.2.2 (9). Das Programm führt im fraglichen Bereich den Nachweis automatisch nach dem Standard-
verfahren, da nur hier eine Erhöhung der aufnehmbaren Querkraft möglich ist.
Bei der Ermittlung der Bemessungsquerkraft VSd wird die Neigung des Obergurts berücksichtigt. Falls
sich die Bemessungsquerkraft VSd < VRd1 ergibt, ist keine Schubbewehrung erforderlich. Für den
Nachweis der Betondruckstreben muss außerdem VSd < VRd2 erfüllt sein. Zur Ermittlung der rechnerisch
erforderlichen Schubbewehrung kann zwischen 3 Nachweisarten gewählt werden:
a. Standardverfahren:
Abzug der Querkrafttragfähigkeit des Betons VRd1, für die verbleibende Querkraft volle
Schubdeckung (cot.θ = 1.0)

b. Verfahren mit veränderlicher Druckstrebenneigung:


Im zulässigen Bereich 4/7 < cot.θ < 7/4 wird programmintern eine Optimierung mit dem
Ziel einer möglichst niedrigen Schubbewehrung durchgeführt.

c. Empfehlung nach Heft 425 DAfStb:


Die Druckstrebenneigung wird mit cot.θ = 1.25 - 3 ∗ σp / fcd festgelegt.
Bei der Auswahl des Verfahrens ist auch zu beachten, dass das Versatzmaß sich zu ae = z/2 ∗ cot.θ
ergibt, d. h. das kleinste Maß ergibt sich beim Nachweis nach dem Standardverfahren.
Der Wert VRd1 ist sehr stark abhängig von der Längsbewehrung: Einmal davon, ob mehr als 50 %
gestaffelt sind, zum anderen vom Bewehrungsgrad selbst. Deshalb berücksichtigt das Programm
sämtliche vorhandene Zugbewehrung. Günstig wirken sich insbesondere die Druckspannungen infolge
Vorspannung beim Standardverfahren aus, hingegen nicht beim Verfahren mit veränderter Druck-
strebenneigung. In ungerissenen Bereichen wird nach EC2 Teil 1-3 4.3..2.3 (102) verfahren.
Die Mindestschubbewehrung (im Ausdruck mit "m" gekennzeichnet) ergibt sich nach 5.4.2.2 Tab. 5.5.

Nachweis in der Fuge zwischen Fertigteil und Aufbeton:


Es ist ein zusätzlicher Nachweis für die Schubspannung in der Fuge zu erbringen. Schubbewehrung in
der Fuge ist nur erforderlich, wenn die Schubspannung τsdj größer als der Abzugswert nach Gleichung
(4.191) wird, wobei dieser von der Fugenausbildung abhängig ist. Folgende Fälle werden unterschieden:
Fuge nach EC2 Teil 1 - 3, 4.5.3.2:
- verzahnt
- rau
- glatt
- sehr glatt

Torsion: Der Nachweis wird analog DIN 1045-1:2008 geführt.

Grenzzustände der Gebrauchstauglichkeit (GZG):


Nachweis der Normalspannungen:
Der Spannungsnachweis hat nicht mehr die Bedeutung wie z. B. nach DIN 4227, da es keine Beschrän-
kungen für Betonzugspannungen gibt. Lediglich für die Umweltklassen 3 und 4 sind die Betondruck-
spannungen auf 0.6∗fck begrenzt. Nach EC2 Teil 1 - 3 kann unter bestimmten Voraussetzungen dieser
Wert auf 0.7∗fck erhöht werden. Bei „wesentlichem“ Kriecheinfluss sollten die Betonspannungen unter
quasi-ständigen Lasten auf 0.45∗fck beschränkt werden. Die Nachweise werden im Zustand I erbracht,
wenn die Betonspannungen fctm überschreiten, auch im Zustand II. Es werden die Mittelwerte der
Vorspannung angesetzt.
Spannungen in Betonstählen sollten den Wert 0.8∗fyk nicht überschreiten, für Spannstähle gilt 0.75∗fpk.

21
abacus
®

Beschränkung der Rissbildung und Nachweis der Dekompression:

Die Mindestbewehrung ergibt sich nach Abs. 4.4.2.2, wobei die Zugfestigkeit des Betons nach Tabelle
3.1 angesetzt wird. Ferner werden die Stahlspannungen bei Stahlbeton unter quasi-ständigen Lasten, bei
Spannbeton für häufige Lasten überprüft. Für den vorgegebenen Grenzdurchmesser wird die Stahl-
spannung – falls erforderlich - abgemindert, so dass die vorgegebene Rissbreite bzw. der Wert nach
Tabelle 4.10 eingehalten ist. Für Beton- und Spannstahl können unterschiedliche Durchmesser
vorgegeben werden. Die Anrechnung des Spannstahls erfolgt wie für DIN 4227/A1.

Falls für den gewählten Grenzdurchmesser Längsbewehrung zugelegt werden muss, werden folgende
Zusätze ausgedruckt:

‘r’ : Mindestbewehrung maßgebend

‘R’ : Stahlspannung zur Einhaltung der vorgegebenen Grenzdurchmesser maßgebend, zur


Kontrolle wird das zugehörige Moment angegeben.

Bei Spannbeton ist für die Umweltklassen 2 bis 4 unter der häufigen Lastkombination nachzuweisen,
dass die Spannstahllagen mindestens 25 mm innerhalb der Druckzone liegen (Grenzzustand der
Dekompression).

Durchbiegungen: wie DIN 1045-1:2008

2.7 Nachweise im Verankerungsbereich für Spannstahl


2.7.1 Verankerung durch Verbund

Ein Nachweis kann entfallen, wenn innerhalb der Übertragungslänge Lbpd die Betonzugspannungen im
GZT den Wert fctk0.05 nicht überschreiten. Die Übertragungslänge ist mit der Verbundspannung nach
DIN 1045-1:2008 Tabelle 7 für die zum Zeitpunkt der Spannkraftübertragung vorhandene
Betondruckfestigkeit fcmj zu ermitteln (EC2 4.2.3.5.6). Bei Überschreitung der Betonzugfestigkeit fctk0.05
ist die Zugkraftdeckung nachzuweisen. Der Zugkraftverlauf im Spannstahl wird nach Bild 17 bestimmt,
hierzu sind die Stelle des ersten Risses Lr und die Verankerungslänge Lba zu bestimmen, entsprechend
ist nach EC2 Bild 4.9 zu verfahren.

Nach DIN 4227 ergibt sich die Übertragungslänge Lü nach 14.2. Die Verankerung im rechnerischen
Bruchzustand gilt als nachgewiesen, wenn die Verankerungslänge L frei von Biegerissen („Zone a“) und
frei von Schubrissen (Begrenzung der Hauptzugspannungen) ist. Andernfalls ist der erforderliche
Überstand der Spannglieder über die Auflagervorderkante nach Gl.(20) nachzuweisen.

Die Eintragungslänge lpeff (e) ergibt sich nach DIN 1045-1:2008 8.7.6(8), EC2 4.2.3.5.6 bzw. DIN 4227
12.6.

2.7.2 Querbewehrung

Zur Aufnahme der aus den Verankerungskräften hervorgerufenen Spaltzugspannungen ist eine Querbe-
wehrung anzuordnen. Hierzu wird ein Horizontalschnitt über der oberen Spannstahllage geführt, wie z. B.
im Betonkalender 1994 S. 666 beschrieben. Im Verankerungsbereich ist der größere Wert aus Querkraft-
und Spaltzugbewehrung einzulegen.

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abacus
®

2.8 Stegaussparungen
Die Biegebemessung für die globalen Schnittgrößen erfolgt im Bereich einer Aussparung für den redu-
zierten Querschnitt. Die Zusatzuntersuchungen betreffen die Beanspruchungen der Riegel unter und
über einer Aussparung infolge von Sekundärmomenten und die Störzonen vor und hinter der
Aussparung.

Öffnungen im Stegbereich unterbrechen die Streben für die Querkraftübertragung. Die Nachweise für die
Zusatzbeanspruchung werden auf der Grundlage von Stabwerkmodellen geführt. Nähere Angaben zum
Verfahren finden sich im DAfStb-Heft 459 bzw. im Betonkalender 2001 Band 2 im Aufsatz:
Schlaich / Schäfer: Konstruieren im Stahlbetonbau
Neuere Veröffentlichungen bauen überwiegend auf den im DAfStb-Heft 459 getroffenen Annahmen auf
und bringen zusätzliche Detailverbesserungen.

Zunächst wird überprüft, ob eine „kleine“ Aussparung vorliegt. Dies ist der Fall, wenn sich unter
Einhaltung der zulässigen Druckspannung noch eine Druckstrebe ausbilden kann.

Andernfalls ist ein komplexes Stabwerkmodell zugrunde zu legen, hierzu wird auf Bild 4.3-10 im Kapitel
„Balken mit großen rechteckigen Öffnungen“ verwiesen, aus dem sich die Riegelgurtkräfte und die
vertikalen Zugkräfte ergeben. Es gelten die dort getroffenen Annahmen, dazu gehört z. B., dass im
Bereich der Öffnung keine großen Einzellasten auftreten sollen. Die Herleitung der dort angegebenen
Formeln basiert auf EC2, wonach man in bestimmten Grenzen die Druckstrebenneigung frei wählen
kann. Ergänzend dazu werden vom Programm für Anwendungen nach DIN 1045 und DIN 4227 die
jeweiligen Restriktionen bezüglich der Druckstrebenneigung beachtet.

80
12.30 asw(cm2/m)

10.15 0.00 Aso(cm2) (D20)


3
40
3

0.00 8.04 Asu(cm2) (D20)

80 1.18

88 44 80 31 79

8.62 6.52 10.94 asw(cm2/m)


12.64 6.54

Im Vergleich zum Verfahren nach Leonhardt ergibt sich im Obergurt eine wesentlich größere Zugkraft.
Der Grund dafür ist die Berücksichtigung des Versatzmaßes. Zu beachten ist auch die größere
Verteilbreite der Bügel zur Abdeckung der vertikalen Zugkräfte neben der Öffnung, die mit der fächer-
förmigen Ausbildung der Übergangsdruckstrebe begründet wird.

Sind mehrere Stegaussparungen vorhanden, wird zusätzlich deren Abstand überprüft. Für einen Abstand
e < 0.8*h wird der Zwischensteg als Stiel eines vereinfachten Rahmenmodells nachgewiesen. Für
Abstände e < 0.1*h verhalten sich benachbarte Öffnungen wie eine große Einzelöffnung, dies sollte bei
der Eingabe berücksichtigt werden.

Grundsätzlich ist darauf hinzuweisen, dass Stegaussparungen nicht im Bereich großer Querkraftbean-
spruchung angeordnet werden sollten, insbesondere nicht im Auflagerbereich.

23
abacus
®

2.9 Nachweise im Brandfall


Für Bauteile, die nach DIN 1045-1 für Normaltemperatur bemessen werden, ist eine brandschutz-
technische Bemessung nach der ursprünglichen DIN 4102 wegen des unterschiedlichen Sicher-
heitskonzeptes nicht möglich. Deswegen wurde die
„DIBt-Richtlinie zur Anwendung von DIN V ENV 1992-1-2 in Verbindung mit DIN 1045-1“
herausgegeben. Ihr Geltungsbereich umfasst Normal- bzw. Leichtbeton bis zur Festigkeitsklasse C 60/75
bzw. LC 50/55 und die Feuerwiderstandsklassen F30 bis F180.
Nach der DIBt-Richtlinie ist nur das sogenannte Tabellenverfahren zulässig. In Abhängigkeit von den
Feuerwiderstandsklassen sind für die verschiedenen Bauteile Mindestbreiten bzw. Mindestdicken fest-
gelegt. Ferner sind Mindestmaße für die Randabstände der Bewehrung angegeben. In Frage kommen:
Tabelle 4.5 für statisch bestimmt gelagerte Balken
Tabelle 4.8 für statisch bestimmte gelagerte Platten
Die Tabellen gelten für Balken, die von drei Seiten brandbeansprucht sein können.
Die erforderlichen Achsabstände für Beton- und Spannstahl ergeben sich wie folgt: Auf der Grundlage
der Stahlspannung unter der außergewöhnlichen Einwirkungskombination (Ed,fi) sowie der vorhandenen
Bewehrung (Aserf/Asvorh) wird die kritische Temperatur ermittelt, für die der Mindestachsabstand nach
Tabelle 4.5 bzw. 4.8 angepasst wird..

2.10 Nachweisstellen
An folgenden Stellen werden automatisch Nachweise geführt:
- am Querschnittswechsel
- am Ende der Eintragungslänge
(mit Ausdruck der Krafteinleitung)
- je nach Lagerung:
bei indirekter Lagerung: am Auflagerrand
bei direkter Lagerung:
nach DIN 1045-1:2008 und EC2: im Abstand d vom Auflagerrand
nach DIN 1045/88 und DIN 4227: im Abstand h/2 vor dem Auflagerrand
- links und rechts einer Einzellast
- an der Stelle der maximalen Zugkraft
(wichtig für Träger mit geneigtem Obergurt)
- in den gewählten n-tels-Punkten
Als Vorbelegung wurde n = 1 gewählt.
Intern werden ferner Nachweise in den 10-tels-Punkte generiert. Damit ist sichergestellt, dass zur
Ermittlung der Durchbiegung der Krümmungsverlauf zutreffend erfasst wird. Wie Vergleichsrechnungen
zeigen, besteht ferner die Gefahr, dass insbesondere zum Trägerende hin Spannungsspitzen nicht
erkannt werden, das gilt auch für den Nachweis der Rissebeschränkung. An kurzen Kragarmen werden
die n-tels-Punkte automatisch reduziert, damit keine unnötigen Nachweise geführt werden.
Wenn nur Nachweise in ausgewählten Schnitten geführt werden sollen, kann n = 0 gesetzt werden.

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abacus
®

3. Kapazitäten
System:

Schichten max. 40 Eingaben im Menü <Querschnittsgenerierung>

Querschnittssprünge max. 50 Abschnitte


Aus den Schichten wird der Querschnittsverlauf generiert. An den
Stellen, an denen Schichten beginnen bzw. enden, beginnt bzw. endet
ein Steifigkeitsabschnitt.

Betonquerschnitt max. 20 Schichten pro Schnitt

Aussparungen max. 40

Spannstahl max. 30 Lagen

Betonstahl max. 50 Lagen

Belastung:

Lastfälle max. 30

Einzel- und Streckenlasten max.100 Lasteingaben, zusätzlich die programmintern generierten


Lasten infolge Trägereigengewicht.

Ausgabe:

Anzahl der Schnitte max. 20 Schnitte


(Menü „Ausgabe von ausführlichen Nachweisen“)

4. Programme und Dateien


4.1 Allgemeines
Folgende Dateinamen- und Erweiterungen werden verwendet:

Eingabe:
FETT .EXE Eingabeprogramm
FETTAW .EXE
FETT .DLL
FETT .HLP Hilfedatei
FETT .PDF Programmbeschreibung im Verzeichnis \Abasta\Dokumentation

KOMPSI .DKA Ascii-Datei mit Kombinationsfaktoren (änderbar)


CHARMAT .DKA Ascii-Datei mit Materialwerten (änderbar)

FETT(NR) .DAT Benutzer-Eingabedateien (NR: beliebige gültige Dateibezeichnung)


FETT .UCO Arbeitsdatei

Ausgabe :
FETT1 .EXE Rechenprogramm
KOPF0 .RTF Beispiel für die Dokumentvorlagen KOPF,KOPF1...KOPF9.RTF

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abacus
®

4.2 Installation
Die Installationsprogramme INSTALL.EXE bzw. FettIns.exe und FettDok.exe auf der Programm-CD
installieren alle benötigten Dateien ins abacus-Programmverzeichnis (normalerweise C:\ABASTA) und
erstellen zusätzlich im WINDOWS-Startmenü unter Programme ein Gruppenfenster mit dem Titel
abacus. Bitte starten Sie FETT von dort aus über das entsprechende Programmsymbol. Auch finden sie
dort die Verknüpfung „abacus Dokumentation“ zu den Programmbeschreibungen im PDF-Format.

4.3 Einrichten der Kopfzeilen


4.3.1 ATF-Ausgabe (abacus Textformat)
Die Kopfzeilen der Druckausgabe werden in der Datei „\Abasta\KUNDE.TXT“ festgelegt und sind von
abacus entsprechend den Kundendaten vorbelegt. Die Datei kann jederzeit mit einem Texteditor ab
Zeile 3 geändert werden. Dabei sind die Platzhalter für Auftrag @A345678, Position @P345678, Positions-
nummerierung @N, Seitenzahl @S und Kopfende ^-------- zu beachten. Weitere Kopfvarianten (1-9)
werden einfach angefügt.
Um Umlaute und Leerräume richtig darzustellen, ist ein DOS-Editor aufzurufen (z. B. Start / Ausführen
„Edit C:\Abasta\Kunde.txt“). Wird ein Windows-Editor verwendet (z. B. „Notepad C:\Abasta\Kunde.txt“),
muss dort der Zeilenumbruch abgeschaltet und die bei der Grundinstallation mitgelieferte Schriftart
MS-LineDraw verwendet werden!

26
abacus
®

4.3.2 RTF-Ausgabe (MS-Word®)


Für die RTF-Ausgabe wird, falls vorhanden, die Datei \Abasta\KOPF.RTF als Druckvorlage verwendet.
Diese Datei kann entsprechend den Kundendaten aus der Beispieldatei KOPF0.RTF mit MS-Word®
erstellt werden. Analog können weitere Kopfvarianten KOPF1.RTF bis KOPF9.RTF erzeugt werden.

Die Kopfzeilen mit den Textmarken ^AUFTRAG, ^POSITIO, ^N und ^S werden vom Rechenprogramm
entsprechend den Eingabedaten ausgefüllt. Die Markierung ^Ende ist im Textteil und formatiert die
Schriftart und Seitenränder für den Rest des Dokuments. Zusätzlich können auch noch Fußzeilen
eingerichtet werden.
Die maximal wählbare Schriftgröße ist durch die Breite der Tabellenspalten bzw. Seitenränder begrenzt.
In den Windows-Druckereinstellungen sollte „TrueType-Schriftarten als Grafik drucken“ eingestellt sein.
Grafiken sind in MS-Word® nur dann sichtbar, wenn unter Ansicht „Seiten-Layout“ ausgewählt ist.

4.4 Englischsprachige Programmversion (Zusatzmodul FETT-ENG)


In der Programmgruppe abacus wird das Symbol „FETT-ENG Precast-girder“ angelegt, welches das
englischsprachige Eingabeprogramm startet.
Folgende zusätzlichen Dateinamen- und Erweiterungen werden verwendet:
FETT_eng .EXE Eingabeprogramm
FETT_eng .DLL
FETT1_eng .LEX Rechenprogramm
KOPF_eng .RTF Beispiel für englische Dokumentvorlagen
Die englischsprachige Ausgabe ist nur im Word®-Format möglich. Sie wird unabhängig vom Eingabe-
programm aktiviert durch die zusätzliche Zeile „Sprache=eng“ am Ende der Dokumentvorlagen
KOPF(x).RTF, vgl. Musterdatei KOPF_eng.RTF.

27
abacus
®

Beispiel: Die Datei KOPF0.RTF wurde bearbeitet und unter KOPF.RTF abgespeichert. Die Datei
KOPF_ENG.RTF ist ebenfalls verändert und unter KOPF2.RTF gespeichert worden. Wird nun in der
Kopfvariante (header version) eine „2“ eingegeben, wird entsprechend der Vorlage KOPF2.RTF die
englischsprachige Wordausgabe erstellt, bei Eingabe von 0 die deutsche Version gemäß KOPF.RTF.

4.5 Bearbeiten der Dateien KOMPSI.DKA und CHARMAT.DKA


4.5.1 Datei mit Teilsicherheits- und Kombinationsbeiwerten KOMPSI.DKA
Die Textdatei \Abasta\KOMPSI.DKA enthält sämtliche Teilsicherheits- und Kombinationsbeiwerte. In
speziellen Fällen kann es erforderlich sein, mit einem Texteditor Faktoren zu ändern oder neue Einwir-
kungsarten hinzuzufügen. Um Umlaute und Leerräume richtig darzustellen, ist z. B. über „Start/Ausführen“
ein DOS-Editor aufzurufen:

Wird ein Windows-Editor verwendet (z. B. „Notepad C:\Abasta\Kunde.txt“), muss dort der Zeilenumbruch
abgeschaltet und die bei der Grundinstallation mitgelieferte Schriftart MS-LineDraw verwendet werden!
In unten dargestellten Beispiel wurde eine veränderliche Last mit der Kennung QX definiert. Wichtig
dabei ist, dass das Format der Spalten eingehalten wird. Dazu dürfen nur Leerzeichen verwendet
werden, nicht die TAB-Taste! Die Werte in der Spalte „Kennung“ können beliebig vergeben werden,
reserviert sind: „G“ für Eigenlasten, „P“ für Vorspannung, „EA“ für außergewöhnliche Einwirkungen,
ferner die Kürzel „QU“ und „QT“ für den Fachbericht 101.

28
abacus
®

Am Anfang des Programmausdrucks werden alle vorhandenen Einwirkungsarten wiedergegeben. Diese


sollten auf jeden Fall überprüft werden.

Automatische Berücksichtigung der Kombinationsbeiwerte nach DIN1055-100


P/T: Ständige, vorüberg. Ek, A: außergew. Ek Ls: Lagesicherheit
Einwirkung inf.gamma (P/T) .sup (A).sup psi0 psi1 psi2 r.inf r.sup
P 1.00 1.00 1.00 1.00 1.00 1.00 0.95 1.05
G1 1.00 1.35 1.00 1.00 1.00 1.00
G3 1.00 1.35 1.00 1.00 1.00 1.00
QX 0.00 1.50 1.00 0.70 0.70 0.70
S1 0.00 1.50 1.00 0.50 0.20 0.00
W 0.00 1.50 1.00 0.60 0.50 0.00

Wichtig:
Das Programm Fett sucht die Datei KOMPSI.DKA zuerst im jeweiligen Projektordner, wo auch die
Eingabedatei gespeichert ist. Ist dort keine vorhanden, wird auf die Datei in \ABASTA zugegriffen.

4.5.2 Datei mit Materialkennwerten CHARMAT.DKA

Ebenso wie die Datei KOMPSI.DKA kann auch die Datei CHARMAT.DKA bearbeitet werden. Die
Vorgehensweise ist genau die gleiche. Auch hier gilt: es wird zuerst im jeweiligen Projektordner der
Eingabedatei nach der Datei CHARMAT.DKA gesucht, erst dann wird auf \ABASTA zugegriffen.

Die einzelnen Werte wie Ecm, ec1, ec1u usw. sind im Kapitel 2.4 (Materialkennwerte) erläutert.
Normenkennung: „DIN1045N“ = DIN 1045-1:2008, „DIN1045“ = DIN 1045/88

29
abacus
®

5. Eingabe
5.1 Benutzeroberfläche

Titelzeile
Menüzeile
Werkzeugleiste oben

Werkzeugleiste
rechts
Grafikfenster

Infotextzeile

In der Titelzeile werden der Pfad und Name der aktuellen Datei angezeigt, die Menüleiste enthält die
einzelnen Bearbeitungs- und Eingabemenüpunkte, in der Infotextzeile erscheinen Kurzinformationen
bzw. Eingabeaufforderungen in Form von Text. Die Werkzeugleisten enthalten Schaltflächen für die
wichtigsten Eingabemenüs und Fensterbearbeitung.
Das Grafikfenster oder auch Arbeitsfenster kann die vom Anwender definierten Ansichten enthalten. Es
dient dazu, alle System- und Lasteingaben grafisch als Eingabekontrolle darzustellen. Die Maus ist in
diesem Bereich durch ein Fadenkreuz, außerhalb des Arbeitsfensters durch einen Pfeil dargestellt.
Durch die Verwendung der Multifenstertechnik können mehrere Arbeitsfenster gleichzeitig geöffnet sein
und bearbeitet werden.
Es werden zunächst die Werkzeugleisten sowie die verschiedenen Arbeitsfenster mit ihren Menüs in der
Übersicht dargestellt.

5.2 Werkzeugleisten

Werkzeugleisten

Werkzeugleisten für Funktionen in den Menüs <Datei>, <Allgemein>, <Norm/Material>, <System>,


<Belastung>, sowie für die Fensterbearbeitung und die Ansichtsdefinition.

30
abacus
®

5.3 Arbeitsfenster und Menüs

Es stehen zwei unterschiedliche Fenstertypen zur Verfügung:

Ansichtsfenster
Grafische Darstellung des Systems und der Belastung.

Listing
Ansicht von Textdateien mit Grafik, keine grafische Eingabe.

31
abacus
®

Je nach Typ des aktuellen Arbeitsfensters sieht die Menüleiste des Anwendungsfensters (Arbeitsfenster
sind Dokumentenfenster und haben keine eigene Menüzeile) folgendermaßen aus:

Anwendungsfenster ohne geöffnetes Arbeitsfenster:

Das Menü <Hilfe> ist in allen Menüzeilen gleich:

32
abacus
®

Anwendungsfenster mit geöffnetem Ansichtsfenster:

Das Menü <Fenster> ist immer dasselbe und ist vorhanden, sobald ein Arbeitsfenster geöffnet ist.

Anwendungsfenster mit geöffnetem Listingfenster:

33
abacus
®

5.4 Fensterbearbeitungsfunktionen
Mit den Fensterbearbeitungsfunktionen wird der Ausschnitt des aktuellen Arbeitsfensters ausgewählt, der
angezeigt werden soll. Folgende Funktionen stehen zur Verfügung:

Wahl eines Bearbeitungsausschnitts durch Eingabe eines Rechtecks.

Aktuellen Ausschnitt um einen gewissen Betrag verkleinern (Zoomen), dabei kann das Zentrum
des verkleinerten Bereiches eingegeben werden.

Aktuellen Ausschnitt um einen gewissen Betrag vergrößern (Zoomen), dabei kann das Zentrum
des vergrößerten Bereiches eingegeben werden.

Aktuellen Ausschnitt verschieben, dabei kann das Zentrum des verschobenen Bereiches
eingegeben werden.

Maximaler Ausschnitt, umfasst alle Zeichnungsteile des jeweiligen Arbeitsfensters.

Bildneuaufbau des aktuellen Ausschnitts des Arbeitsfensters.

Letzten Ausschnitt des aktuellen Arbeitsfensters wieder setzen.

Verschieben des aktuellen Ausschnitts des Arbeitsfensters um einen gewissen Betrag nach links,
rechts, oben oder unten. Zum Beispiel Panning mit 100%:

Die Beträge, um welche die Ausschnitte vergrößert, verkleinert oder verschoben werden sollen, können
bei den Voreinstellungen für die Arbeitsfenster angegeben werden.

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abacus
®

5.5 Voreinstellung Bearbeitungsfenster

Panfaktor

Zoomfaktor

Die Hintergrundfarbe ist entsprechend der Auswahl für alle Arbeitsfenster dieselbe. Es ist darauf zu
achten, dass Objekte mit dem Farbattribut des jeweiligen Hintergrunds nicht sichtbar sind, ebenso
Objekte beim Identifizieren, wenn die Anzeigefarbe der Hintergrundfarbe entspricht.

5.6 Farben

Es stehen 16 Farben zur Auswahl zur Verfügung. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Farbe für
Linien oder Texte nicht mit der des Hintergrunds des Arbeitsfensters übereinstimmt, da dann die Objekte
unsichtbar sind.

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abacus
®

5.7 Schriftarten

Arial
Times New Roman
Courier New

Grundsätzlich unterscheidet Windows zwischen vier verschiedenen Typen von Schriften (auch Fonts
genannt):

Bildschirmfonts: Diese Fonts sind speziell für Bildschirme ausgelegt, zum Beispiel für die Texte
in Dialogen oder für Menübefehle. Sie haben fest definierte Größen und sehen
auf dem Drucker (Nadel-, Laser- oder Tintenstrahldrucker) anders aus bzw.
wird dort ein Font benutzt, der dem jeweiligen Bildschirmfont am nächsten
kommt.

Druckerfonts: Diese Fonts sind speziell für Drucker ausgelegt und haben ebenfalls fest defi-
nierte Größen.

TrueType-Fonts: TrueType-Fonts sehen auf dem Bildschirm und auf dem Drucker genau gleich
aus und sind in der Höhe und in der Breite frei skalierbar. Bildschirme und
Drucker sind sogenannte rasterorientierte Ausgabegeräte (rechtwinklig ange-
ordnete Bildpunkte bzw. Pixel), TrueType-Fonts lassen sich nur auf rasterorien-
tierten Ausgabegeräten darstellen und können nicht auf vektororientierten
Ausgabegeräten (Verbinden von X- und Y-Koordinaten durch Ziehen einer
Linie) wie Stiftplottern ausgegeben werden.

Vektorfonts: Vektorfonts sehen ebenfalls auf dem Bildschirm und auf dem Drucker gleich
aus und können auch frei skaliert werden. Sie können aber sowohl auf
rasterorientierten- als auch auf vektororientierten Ausgabegeräten ausgegeben
werden. Allerdings ist die Qualität der Fonts nicht so gut wie die der TrueType-
Fonts, da die einzelnen Buchstaben durch Polygone dargestellt werden und
nicht wie bei den TrueType-Fonts durch Ausfüllen von Flächen.

Im Programm FETT wird zur grafischen Darstellung der Eingaben standardmäßig der Vektorfont Modern
verwendet.

Leider enthalten nicht alle Schriftarten die benötigten Sonderzeichen zur Ausgabe von Listingdateien.
Bitte beachten Sie deshalb die Hinweise auf die möglichen Schriftarten für die Ausgabe der
Listingdateien im Kapitel „Listingdateien anzeigen und ausgeben“.

36
abacus
®

5.8 Ansichten

Mit der Ansichtsdefinition kann der Umfang der grafischen Darstellung der System- und Lasteingaben im
Arbeitsfenster festgelegt werden.

5.9 Eingabemenüs
5.9.1 Menü <Datei>, Eingabedateien, Ausgabe

Das Menü <Datei> ist normalerweise immer das erste Menü in der Menüzeile eines Anwendungs-
programms.

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abacus
®

5.9.1.1 Eingabedateien, Sicherungsdatei, Ansichtsfenster öffnen


Beim Start von FETT aus dem Programmfenster abacus im Startmenü kann sofort mit der Bearbeitung
einer Datei begonnen werden. FETT verwendet dabei für den Dateinamen einen Standarddateinamen:
FETTNONE.DAT (FEKINONE.DAT). Der Namen der aktuellen Datei wird immer in der Titelzeile des
Anwendungsfensters angezeigt.

Neu Bearbeiten einer neuen Datei, alle Daten werden initialisiert, es wird zunächst der
Standarddateiname verwendet.
Öffnen Öffnen einer vorhandenen Datei zur weiteren Bearbeitung. Es kann auch eine
neue Datei angelegt werden, indem für den Dateinamen im Dateiauswahldialog
ein neuer Name angegeben wird.
Je nach Problemtyp (s. Kap. 5.9.2.3) ergeben sich unterschiedliche Dateibezeichnungen:
Fertigteilträger: Dateien FETT...DAT enthalten die Eingaben für Nachweis im Gebrauchs- und
Bruchzustand.
Kippnachweis: Dateien FEKI...DAT enthalten die Eingaben für den Nachweis der Kippsicherheit.

Speichern Speichern der aktuellen Bearbeitung. Enthält die aktuelle Bearbeitung den
Standarddateinamen, dann wird automatisch der Dateiauswahldialog zur Eingabe
eines Dateinamens aufgerufen. Hier kann ebenfalls ein Projektverzeichnis
angegeben werden

Speichern unter... Speichern der aktuellen Bearbeitung unter einem anderen Namen. Es erscheint
der Dateiauswahldialog zur Eingabe des neuen Namens, unter dem die aktuelle
Bearbeitung gespeichert werden soll. Die Datei mit dem neuen Namen wird dann
zur aktuellen Datei.

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abacus
®

Aus Sicherungsdatei

Alle Eingaben und Änderungen der aktuellen Bearbeitung werden in einer Sicherungsdatei aufgezeichnet
und gespeichert. Sollte zum Beispiel durch einen Stromausfall der Rechner plötzlich ausfallen, dann kann
nach einem Neustart des Rechners über diesen Menüpunkt die letzte, aktuelle Bearbeitung eingelesen
werden, auch wenn durch den Ausfall des Rechners die aktuelle Bearbeitung nicht mehr über die Befehle
<Speichern> oder <Speichern unter...> gesichert werden konnte.

Ansichtsfenster öffnen Öffnen eines Ansichtsfensters zur grafischen Darstellung der


System- und Lasteingabe. Es können maximal 2 Ansichtsfenster
geöffnet werden.

Drucker/Plotter einrichten Siehe Kapitel „Listingdateien anzeigen und ausgeben“.

5.9.1.2 Ausgabe
Mit Hilfe der Menüpunkte <Testlauf mit Bildschirmvorschau> oder <Ausgabe im RTF-Format> werden
Berechnung und Bemessung durchgeführt.
Vor dem Start des Ausgabeprogramms werden System und Belastung auf Plausibilität hin überprüft. Je
nach Plausibilitätskontrolle kann zum Beispiel folgender Dialog zur Warnung erscheinen:

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abacus
®

Testlauf mit Bildschirmvorschau


Nach Berechnung und Bemessung wird automatisch ein Listingfenster im abacus Textformat ATF (Text
und Grafik) geöffnet, in dem die Ergebnisse angezeigt werden. Sollten schon Listingfenster zur aktuellen
Bearbeitung geöffnet sein, dann werden diese automatisch aktualisiert. Die Listingdatei kann
anschließend auf den Drucker ausgegeben werden. Nähere Informationen hierzu siehe Kapitel
„Listingdateien anzeigen und ausgeben“.

Ausgabe im RTF-Format für Microsoft®-Word


Die Ausgabe kann mit FETT-RTF im Rich-Text-Format erfolgen. Diese RTF-Dateien sind kompatibel zu
Microsoft-Word® 97 und können mit dieser und allen neueren Word-Versionen verändert und weiter-
verarbeitet werden. Damit besteht die Möglichkeit, die statischen Berechnungen mit eigenen Texten,
Kommentaren und Bildern individuell zu gestalten. Kopfzeilen, Überschriften und zusammenhängende
Abschnitte werden beim Umbruch berücksichtigt.
Ist Word nicht vorhanden, so kann ersatzweise der „Microsoft® Word Viewer 97“ von unserer
Internetseite www.abacus-computer.de heruntergeladen werden. Mit ihm kann das verbesserte Layout
der RTF-Dateien dargestellt und gedruckt werden.

Ausgabe des ATF-Listings


Drucken einer geöffneten ATF-Listingdatei. Einstellungen der Ränder und des Druckers.

Listingdatei anzeigen
Anzeigen von Listingdateien im abacus-Textformat, siehe Listingdateien im Kapitel „Listingdateien
anzeigen und ausgeben“.

5.9.1.3 Programm verlassen

FETT kann über diesen Befehl, durch Doppelklick auf das Schaltfeld des Systemmenüs des
Anwendungsfensters oder über den Befehl <Schließen> im Systemmenü des Anwendungsfensters
verlassen werden. Sollte die aktuelle Bearbeitung verändert worden sein und vor dem Verlassen von
FETT nicht mit den Befehlen <Speichern> bzw. <Speichern unter...> gesichert worden sein, dann
erscheint folgende Abfrage:

„Ja“ speichert die aktuelle Datei unter dem aktuellen Dateinamen. Ist dieser Dateiname der Standard-
dateiname, dann erscheint der Dateiauswahldialog zur Abfrage des endgültigen Dateinamens. Mit „Nein“
können alle Änderungen der aktuellen Bearbeitung seit dem letzten Sichern verworfen werden und FETT
wird beendet, bei „Abbruch“ wird das Programm nicht verlassen.

40
abacus
®

5.9.2 Menü <Allgemein>

5.9.2.1 Auftrag und Position

Die eingegebenen Auftrags- und Positionsbezeichnungen werden oben auf jeder Seite ausgedruckt.

Ebenso ist eine Seitennummerierung und die Wahl Ihrer Kopfvariante möglich, die Sie hier ebenfalls
bestimmen.

Ausdruckbeginn : >0: Die Seiten werden mit dieser Seitenzahl beginnend durchnummeriert.
=0: Kein Ausdruck der Seitenzahl.
Kopfvariante Angabe der Kopfvariante mit 0 beginnend (0 = Standardkopf)

41
abacus
®

5.9.2.2 Ausdruck/Grafikausgabe

Im Unterschied zum Menü <Ausgabe/Nachweise> erfolgt hier die Zusammenstellung für den tabella-
rischen Ausdruck über die ganze Trägerlänge.
Ausgabepunkte:
n-tels Punkte L / n : Die Ausgabe erfolgt in diesen n-tels-Punkten, zusätzlich in den vom
Programm ermittelte maßgebenden Punkten (am Querschnittswechsel, an
der Stelle der max. Zugkraft usw.). Intern 10-tels-Punkte für Grafik usw.
Empfehlung: L / 1.
Ausdruck (tabellarisch):
Spannungen Verlauf der maßgebenden Längsspannungen + Rissbreiten
Längsbewehrung Erforderliche Betonstahl- und Spannstahlbewehrung
Schubbewehrung Erforderliche Schubbewehrung
Durchbiegungen Verlauf der Durchbiegungen
Schnittgrößen pro LF Schnittgrößen für die einzelnen Lastfälle
Ermüdung Nachweis gegen Ermüdung (FETT-FAT erforderlich)

Grafikausgabe:
Systemlängsmaßstab Entweder Vorgabe eines festen Maßstabs, z. B: M 1 : 25 oder „passend“.
Dann ermittelt das Programm einen geeigneten Maßstab so, dass die
Darstellung auf ein DIN A4-Blatt passt.

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abacus
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Befehlsschaltfläche „Schnitte“:

X (m) : Abstand des gewünschten Schnitts vom Trägeranfang

Last- und Ergebnisgrafiken:

Lasten

Momente
Querkräfte

Durchbiegungen
Spannungen
Zugkraft
Schubbewehrung
Rissbreiten
Torsionsmomente

Plots um 90° : In der Grundeinstellung Ausgabe in Hochformat, bei Drehung um 90° im


drehen Querformat.

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abacus
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5.9.2.3 Ausdruck/Nachweise

An beliebigen Stellen des Trägers können ausführliche Informationen über Querschnitt und Ergebnisse
angefordert werden:
X (m) : Abstand des gewünschten Schnitts vom Trägeranfang

Querschnittswerte : Ausgabe des Querschnittaufbaus (B, Y), der Fläche, der Trägheits- und
Widerstandsmomente sowie des Schwerpunkts

Spannungen : Ausgabe der Längsspannungen für Einzellastfälle und Überlagerungen

Rissebeschränkung : Ausdruck des Nachweises der Rissebeschränkung mit Kontrollwerten

Bruchsicherheit : Ausdruck des Bruchsicherheitsnachweises mit Kontrollwerten

Schub : Ausdruck des Schubnachweises (Hauptspannungen)

Ermüdung : Nachweis gegen Ermüdung

5.9.2.4 Problemtyp

Fertigteilträger Nachweise im Gebrauchs- und Bruchzustand

Kippnachweis Modul FETT-KIN erforderlich

44
abacus
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5.9.3 Menü <Norm/Material>

5.9.3.1 Nachweise nach DIN 1045-1:2008

Betonfestigkeit Fertigteil : Festigkeitsklasse des Fertigteilbetons


bis C50/60: Standardbeton
ab C55/67: Hochleistungsbeton (FETT-HLK)
aus Materialdatei CHARMAT.DKA
gamma.c : Teilsicherheitsbeiwert Beton
(Der Faktor γc´ wird vom Programm zusätzlich
ab C55/67 berücksichtigt.)
Falls Aufbeton vorhanden:
Aufbeton : Festigkeitsklasse des Aufbetons
(Modul FETT-SAU erforderlich)
aus Materialdatei CHARMAT.DKA
Fuge : Ausbildung der Fuge zwischen Fertigteil und
Aufbeton: verzahnt / rau / glatt / sehr glatt

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abacus
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Fugenbreite bF (cm) : wirksame Fugenbreite (für Schub in der Fuge)


alternativ Nachweis n. Gitterträger-Zulassung (s. u.)
Betonstahl : Streckgrenze fyk (N/mm2)
aus Materialdatei CHARMAT.DKA
gamma.s : Teilsicherheitsbeiwert Beton- und Spannstahl

Spannstahl aus CHARMAT.DKA fpo.1K , fpk , Ep aus Materialdatei


alternativ Eingabe der Kenngrößen:
char. Spannung : fpo.1K (N/mm2)
char. Zugfestigkeit : fpk (N/mm2)
E-Modul : Ep (N/mm2)
Anfangsspannung. : Anfangsspannungen des Spannstahls im
Spannbett
Beiwerte rinf Beiwerte zur Bestimmung des unteren und
rsup oberen charakt. Wertes der Vorspannkraft
Relaxation: Kennwert Beton : Wert zwischen 0.5 und 1.0, i. a. 0.8
Relaxationsverluste Spannstahl : für T0, T0 - T1 und T1 - T∞ in %
Kriechen + Schwinden K+S : s. u.
Schub Platte ? : Nachweis für „Balken“ oder „Platte“
Druckstrebenneigung cot.t : cot.t = 0: interne Optimierung
Hebelarm z begrenzen ? : Wahlweise Begrenzung des Hebelarms auf
z = d – 2cvl >= d – cvl - 30
nach DIN 1045-1:2008 10.3.4
Vorw. ruhende Belastung ? : Für Schubnachweis im Zustand I erforderlich
Torsion cot.t wie Schub ? : entweder Druckstrebenneigung wie Schub
oder:
Druckstrebenneigung cot.t : Vorgabe für Torsion
Randabstand Ecklängsbew. : Achsmaße horizontal und vertikal (cm)
s. Bild 36 der Norm: teff/2
Stahlart : nach Tabelle 15: gerippt / profiliert / Litzen
Rissebeschränkung Vorgaben für oberen und unteren Rand:
Ohne / nach Expositionsklasse / wk vorgeben
Expositionsklasse : Anhand der Expositionsklasse wird die Beton-
deckung cnom zur Begrenzung des Hebelarms z
bestimmt.

wko/wku (mm) : Alternativ direkte Vorgabe der zul. Rissbreite


grenz.do/du (mm) : Grenzdurchmesser für untere (du) und obere
Bewehrung (do). Die Eingabe erfolgt jeweils für
Beton- und Spannstahl, wobei z. B. für Litzen
äquivalente Durchmesser einzugeben sind.
7-drähtige Litzen: d = 1.75 · dDraht
3-drähtige Litzen: d = 1.20 · dDraht

Brandschutz : nach DIBt-Richtlinie zu DIN 1045-1:


„Automatisch“: Ermittlung der möglichen Feuer-
widerstandsklasse, sonst Vorgabe F30....F180.
Für zutreffende Ergebnisse bitte die Lage der
Bewehrung möglichst genau eingeben.
Ermüdung mit/ohne : s. u.

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abacus
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Falls Gitterträger als Querkraftbewehrung vorgesehen sind:

Vorwerte für Kriechen und Schwinden:

Falls Eingabe der Vorwerte:


Zeitpunkte (Tage) : T0 : Zeitpunkt der Vorspannung
T0 - T 1 : Zeit bis zum Einbau
T1 - T00 : Zeit ab Einbau
Luftfeuchte (%) : nach DIN 1045-1:2008 und EC2:
80% : außen
50% : innen
nach DIN 4227, Tabelle 8
90% : in sehr feuchter Luft
70% : allgemein im Freien
50% : in trockenen Innenräumen
Mittlere Temperatur (°C) : Betontemperatur
Zementbeiwert : Jeweils für Fertigteil und Aufbeton:
DIN 1045-1:2008, EC2: S / N, R / RS
DIN 4227: Z 25 / Z 35 F / Z 55
Konsistenzbereich : DIN 4227: KS: steif, KP: plastisch, KR: weich
DIN 1045-1:2008, EC2: S1: S2, S3: S4:

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Anzahl Stege für die Umfangsermittlung : Für die Ermittlung des Umfangs des Betonquerschnitts wird
die Anzahl der Stege benötigt, z. B. bei TT - Platten
Anzahl = 2.
Falls direkte Eingabe: jeweils für Fertigteil und Aufbeton:
Kriechbeiwerte phi :
Schwindbeiwerte eps (-E-5) : 105-fache Werte ohne Vorzeichen
T0 - T 1 : Zeit bis zum Einbau (nur für Fertigteil)
T1 - T00 : Zeit ab Einbau

Zyklische Einwirkungsart : zur Ermüdung führende Einwirkungsart


(z. B. Gabelstapler: „QG“)
Mindestens ein Lastfall mit dieser Einwirkungsart muss vor-
handen sein.
Dynamischer Faktor phi : Vergrößerungsfaktor für die Schnittgrößen infolge der zykli-
schen Einwirkungsart für Nachweise in Stufe 2, i. a. phi=1.0
Lastspielzahl N : für die Nachweise maßgebende Lastspielzahl
Lastbeginn Tage : Zeitpunkt der Erstbelastung des Betons
Verhältnis Es/Ec : Verhältnis der E-Moduln von Stahl und Beton (i. a. Es/Ec=10)
0: Ermittlung durch das Programm für die vorhandene
Betonfestigkeitsklasse
Betonstahl : zur Ermittlung der Kenngrößen nach Tabelle 16
Biegerollendurchmesser dbr/ds : Verhältnis Biegerollendurchmesser / Stabdurchmesser
Für gebogene Stäbe (Bügel) benötigt bei:
Nachweise in Stufe 1: ∆σs,lim nach Heft 525 Tabelle 1
Nachweise in Stufe 2: ∆σRsk nach DIN 1045-1:2008 Tabelle 16
Spannungsschwingbreite delta.sig.s : Nachweise in Stufe 1: Wahlweise Begrenzung der Span-
Heft 525 nungsschwingbreite nach Heft 525 DAfStb oder nach
DIN 1045-1:2008 10.8.4

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abacus
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5.9.3.2 Nachweise nach EC2

Betonfestigkeit Fertigteil : Festigkeitsklasse des Fertigteilbetons aus Material-


datei CHARMAT.DKA
gamma.c : Teilsicherheitsbeiwert Beton
Falls Aufbeton vorhanden:
Aufbeton : Festigkeitsklasse des Aufbetons aus Materialdatei
CHARMAT.DKA
Fuge : Ausbildung der Fuge zwischen Fertigteil und
Aufbeton: verzahnt / rau / glatt / sehr glatt
Fugenbreite bF (cm) : wirksame Fugenbreite (für Schub in der Fuge)
Betonstahl : Streckgrenze fyk (N/mm2) aus Materialdatei
CHARMAT.DKA
gamma.s : Teilsicherheitsbeiwert Beton- und Spannstahl
Spannstahl aus CHARMAT.DKA fpo1K , fpk, Ep aus Materialdatei
alternativ Eingabe der Kenngrößen:
char. Spannung : fpo1K (N/mm2)
char. Zugfestigkeit : fpk (N/mm2)
E-Modul : Ep (N/mm2) nach EC2, 3.3.4.4
Anfangsspannung. : Anfangsspannungen des Spannstahls im Spann-
bett
Beiwerte rinf Beiwerte zur Bestimmung des unteren
rsup und oberen charakteristischen Wertes der Vor-
spannkraft
Relaxation: Kennwert Beton : Wert zwischen 0.5 und 1.0, i. a. 0.8

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abacus
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Relaxationsverluste Spannstahl : für T0, T0 - T1 und T1 - T∞ in %


Kriechen + Schwinden K+S : s. o. Kapitel 5.9.3.1

Schubdeckungsgrad nach Heft 425 DAfStb


Standardverfahren
Variable Druckstrebenneigung
Druckstrebenneigung cot.t : wählbar, falls variable Druckstrebenneigung
Randabstand Ecklängsbew. (cm) : Achsmaße horizontal und vertikal
vorwiegend ruhende Belastung ? : Für Schubnachweis im Zustand I erforderlich
Längsbewehrung mehr als 50% : Bei der Ermittlung der Schubbewehrung ist zu
gestaffelt berücksichtigen, ob mehr als 50% der Feld-
bewehrung gestaffelt ist.
Stahlart : nach Tabelle 7:
gerippt / profiliert / Litzen
Rissebeschränkung
Umweltbedingungen EC2 Tabelle 4.1 Zeile : Zeile 1: trocken, z. B. Innenräume
Zeile 2: feucht z. B. Außenbauteile
Zeile 3: feucht mit Frost + Taumitteleinwirkung
wk(mm) : Alternativ direkte Vorgabe der zul. Rissbreite
grenz.do/du (mm) : Grenzdurchmesser für untere (du) und obere
Bewehrung (do)., s. Tabelle 4.11.
Die Eingabe erfolgt jeweils für Beton- und
Spannstahl, wobei z. B. für Litzen Ersatzdurch-
messer einzugeben sind.
7-drähtige Litzen: d = 1.75 · dDraht
3-drähtige Litzen: d = 1.20 · dDraht

Brandschutz : „Automatisch“: Ermittlung der möglichen Feuer-


widerstandsklasse, sonst Vorgabe R30....R240. Für
zutreffende Ergebnisse bitte die Lage der
Bewehrung möglichst genau eingeben.

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abacus
®

5.9.3.3 Nachweise nach DIN 1045/88

Betonfestigkeit Fertigteil B : Festigkeitsklasse des Fertigteilbetons


Falls Aufbeton vorhanden:
Aufbeton B : Festigkeitsklasse des Aufbetons
(Modul FETT-SAU erforderlich)
Fuge : Ausbildung der Fuge zwischen Fertigteil und
Aufbetonschicht.
nach Heft 400 : verzahnt / rau
nach DIN 1045: vorwiegend ruhende /
nicht vorwiegend
ruhende Belastung
Betonstahl BSt : Streckgrenze (N/mm2)
Kriechen + Schwinden K+S : s. o. Kapitel 5.9.3.1
Anteil der ständigen Nutzlast (0..1) : Anteil der ständigen an der Gesamtnutzlast,
maßgebend für Rissebeschränkung und Durchbie-
gungen.
Bruchsicherheit gamma (G+P) : Für die Bemessung auf Biegung beträgt der Sicher-
heitsbeiwert i. a. gamma = 1.75. Für Nachweise im
Transportzustand kann er reduziert werden.
Rissebeschränkung
Umweltbedingungen : Zeile 1: in geschlossenen Räumen
Tabelle 10 Zeile ... Zeile 2: offene Gebäude,
Zeile 3: im Freien
Zeile 5: Tausalze, chem. Angriff
Alternativ direkte Vorgabe der zul. Rissbreite
wk (mm) :
grenz.do/du (mm) : Grenzdurchmesser für die obere (do) und untere
Bewehrung (du) zur Ermittlung der zulässigen
Betonstahlspannung nach Tabelle 14.
Kein Nachweis, wenn grenz.du bzw. grenz.do = 0.

52
abacus
®

5.9.3.4 Nachweise nach DIN 4227 (1988)

Betonfestigkeit Fertigteil B : Festigkeitsklasse des Fertigteilbetons


Falls Aufbeton vorhanden:
Aufbeton B : Festigkeitsklasse des Aufbetons
(Modul FETT-SAU erforderlich)
Fuge : Ausbildung der Fuge zwischen Fertigteil und
Aufbetonschicht.
profiliert / rau / glatt
Betonstahl BSt Streckgrenze (N/mm2)
Spannstahl Fließgrenze : β0.2 (N/mm2)
Bruchgrenze :
E-Modul : nach Zulassung
Anfangsspannung. Anfangsspannungen des Spannstahls im Spann-
bett
Relaxation: Kennwert Beton : Wert zwischen 0.5 und 1.0, i. a. 0.8
Relaxationsverluste Spannstahl : für T0, T0 - T1 und T1 - T∞ in %
Kriechen + Schwinden K+S : s. o. Kapitel 5.9.3.1
keine Zugspannung für Nutzlastanteil (0..1) : Nur einzugeben, wenn nachgewiesen werden
soll, dass unter diesem Nutzlastanteil keine
Zugspannungen auftreten (Bauteil im Freien)
Anteil der ständigen Nutzlast (0..1) : Anteil der ständigen an der Gesamtnutzlast,
wird benötigt für den Nachweis der Durchbie-
gungen

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abacus
®

Bruchsicherheit gamma (G+P) : Für die Nachweise im Bruchzustand beträgt der


Sicherheitsbeiwert für Schnittgrößen infolge
äußerer Lasten i. a. gamma = 1.75. Für Nach-
weise im Transportzustand kann er reduziert
werden.
Stahlart : Zur Ermittlung des Beiwerts r nach DIN 4227
(Juli 1988): profiliert / gerippt
Rissebeschränkung
Umweltbedingungen Tabelle 8 Zeile : entspricht DIN 1045/88, Tabelle 10:
Zeile 1: in geschlossenen Räumen
Zeile 2: offene Gebäude, im Boden
Zeile 3: im Freien
Zeile 5: Tausalze, chem. Angriff
grenz.do/du (mm) : Grenzdurchmesser für untere (du) und obere
Bewehrung (do). Kein Nachweis, wenn grenz.du
bzw. grenz.do = 0.
Die Eingabe erfolgt jeweils für Beton- und
Spannstahl, wobei z. B. für Litzen Ersatzdurch-
messer einzugeben sind.
7-drähtige Litzen: d = 1.75 · dv
3-drähtige Litzen: d = 1.20 · dv

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abacus
®

5.9.3.5 Nachweise nach DIN 4227-A1 (1995)

Betonfestigkeit Fertigteil B : Festigkeitsklasse des Fertigteilbetons


Falls Aufbeton vorhanden:
Aufbeton B : Festigkeitsklasse des Aufbetons
(Modul FETT-SAU erforderlich)
Fuge : Ausbildung der Fuge zwischen Fertigteil und
Aufbetonschicht
profiliert / rau / glatt
Betonstahl BSt : Streckgrenze (N/mm2)
Spannstahl Fließgrenze : β0.2 (N/mm2)
Bruchgrenze :
E-Modul : nach Zulassung
Anfangsspannung Anfangsspannungen des Spannstahls im Spannbett
Relaxation: Kennwert Beton : Wert zwischen 0.5 und 1.0, i. a. 0.8
Relaxationsverluste Spannstahl : für T0, T0 - T1 und T1 - T∞ in %
Kriechen + Schwinden K+S : s. o. Kapitel 5.9.3.1
keine Zugspannung für Nutzlastanteil (0..1) : Nur einzugeben, wenn nachgewiesen werden
soll, dass unter diesem Nutzlastanteil keine
Zugspannungen auftreten (Bauteil im Freien)
Anteil der ständigen Nutzlast (0..1) : Anteil der ständigen an der Gesamtnutzlast,
wird benötigt für den Nachweis der Durch-
biegungen

55
abacus
®

Bruchsicherheit gamma (G+P) : Für die Nachweise im Bruchzustand beträgt der


Sicherheitsbeiwert für Schnittgrößen infolge
äußerer Lasten i. a. gamma = 1.75, für Nach-
weise im Transportzustand kann er reduziert
werden.
Stahlart : nach Tabelle 7:
gerippt / profiliert / Litzen

Rissebeschränkung
Umweltbedingungen Tabelle 8 Zeile : entspricht DIN 1045/88, Tabelle 10:
Zeile 1: in geschlossenen Räumen
Zeile 2: offene Gebäude, im Boden
Zeile 3: im Freien
Zeile 5: Tausalze, chem. Angriff
grenz.do/du (mm) : Grenzdurchmesser für untere (du) und obere
Bewehrung (do). Kein Nachweis, wenn grenz.du
bzw. grenz.do = 0.
Die Eingabe erfolgt jeweils für Beton- und
Spannstahl, wobei z. B. für Litzen Ersatz-
durchmesser einzugeben sind.
7-drähtige Litzen: d = 1.75 · dv
3-drähtige Litzen: d = 1.20 · dv

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abacus
®

5.9.4 Menü <System>

5.9.4.1 Stützweite

Stützweiten L(m) :
Feld : Achsmaß der Feldlänge
linker Kragarm : Länge des linken Kragarms, falls vorhanden
rechter Kragarm : Länge des rechten Kragarms, falls vorhanden
Auflagerbr. B (m) : Auflagerbreiten des linken und rechten Auflagers

5.9.4.2 Querschnitte

57
abacus
®

Der Querschnittsverlauf längs des Trägers wird durch „Schichten“ beschrieben. Jede Schicht wird
definiert durch:

Ba (cm) : Schichtbreite (= Querschnittsbreite) an der Stelle Xa, Za = Schichtanfang


Xa (m) : Anfang der Schicht bezüglich Trägeranfang
Za (cm) : Höhenkote am Schichtanfang bezogen auf UK Träger
Be (cm) : Schichtbreite (= Querschnittsbreite) an der Stelle Xe, Ze = Schichtende
Xe (m) : Ende der Schicht bezüglich Trägeranfang
Ze (cm) : Höhenkote am Schichtende bezogen auf UK Träger
TT (cm) : lichte Weite zwischen den Stegen, falls TT-Träger
Q-const. : konstanter Querschnitt über die Trägerlänge:
Be, Xe, Ze müssen nicht eingegeben werden.

Die Reihenfolge bei der Eingabe ist beliebig, da programmintern sortiert wird. Es ist darauf zu achten,
dass der Querschnittsverlauf über die gesamte Trägerlänge beschrieben wird, da sonst das
Eigengewicht nicht generiert werden kann, Überschneidungen von Schichten sind nicht zulässig.

Zeile kopieren : Strg + F7 kopiert die aktuelle Zeile in die folgende


Zeile löschen : Strg + F8
Zeile einfügen : Strg + F9 verschiebt die folgenden Zeilen

Wenn im Menü <Nachweise nach...> Aufbeton eingegeben wurde, dann geben die obersten beiden
Schichten die Lage des Aufbetons vor.

58
abacus
®

Bei symmetrischen Trägern ist bei aktivierter Symmetrieachse nur die linke Trägerhälfte einzugeben, dies
gilt auch für Aussparungen. Die Lage der Symmetrieachse ergibt sich aus dem größten eingegebenen
Xe. Ändert sich die Querschnittsbreite sprunghaft, sind 2 Schichten mit der gleichen Höhe einzugeben.
Ausklinkungen: s. Skizze Kap. 2.3

Löschen einer Schicht: zugehörige Maße auf Null setzen, Zeile entfällt.

5.9.4.3 Stegaussparungen

Xa (m) : Abstand Trägeranfang – Beginn Aussparung


Za (cm) : Abstand UK Träger – UK Aussparung
Ba (cm) : Rechteck: Breite der Aussparung / Kreis: Durchmesser
Ha (cm) : Rechteck: Höhe der Aussparung / Kreis: 0.0
Do (mm) : Durchmesser der zus. Längsbewehrung im Obergurt
H´o (cm) : Randabstand
Du (mm) : Durchmesser der zus. Längsbewehrung im Untergurt
H´u (cm) : Randabstand
Zeile kopieren : Strg + F7 kopiert die aktuelle Zeile in die folgende
Zeile löschen : Strg + F8
Zeile einfügen : Strg + F9 verschiebt die folgenden Zeilen

59
abacus
®

5.9.4.4 Betonstahllagen

Anzahl : Anzahl der Stäbe


As (cm2) Querschnitt pro Stab, alternativ: Durchmesser (negativ eingeben, z. B. -8)
E (cm) : Stababstand (nur für Kippnachweis erforderlich)
Z (cm) : Höhe der Lage
Xa (m) : Anfang der Lage
Xe (m) : Ende der Lage

Die Ordinate Z ist wahlweise auf UK oder OK Träger bezogen, die Werte Xa, Xe auf den Trägeranfang.

Zeile kopieren : Strg + F7 kopiert die aktuelle Zeile in die folgende


Zeile löschen : Strg + F8
Zeile einfügen : Strg + F9 verschiebt die folgenden Zeilen

60
abacus
®

5.9.4.5 Spannstahllagen

Spannstahllagen :
Anzahl : Anzahl der Stäbe/Litzen
Az (cm2) : Querschnitt pro Stab/Litze,
alternativ: Durchmesser (negativ eingeben, z. B. -8)
E (cm) : Stababstand (nur für Kippnachweis erforderlich)
Z (cm) : Höhe der Lage
Xa (m) : Anfang der Lage
Xe (m) : Ende der Lage

Die Ordinate Z ist wahlweise auf UK oder OK Träger bezogen, die Werte Xa, Xe auf den Trägeranfang.

Zeile kopieren : Strg + F7 kopiert die aktuelle Zeile in die folgende


Zeile löschen : Strg + F8
Zeile einfügen : Strg + F9 verschiebt die folgenden Zeilen

Eintragungslänge L (m) : Vorgabe der Eintragungslänge, alternativ Ermittlung:


Betonfestigkeit fcmj (N/mm2) : Vorgabe der Betonfestigkeit; fcmj = 0 → Ermittlung zur Zeit To
Nenndurchmesser dp (mm) : Litzen: dp = 3·dDraht
Nennquerschnitt Ap (mm2) :

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abacus
®

5.9.5 Menü <Belastung>

5.9.5.1 Eigengewicht / Lastfälle / Einwirkungsarten

Hinweis: Die Einzel- und Streckenlasten werden in einem eingebetteten Unterformular eingegeben.
Daher erfolgt hier der Spaltenwechsel mit der Tastenkombination (Shift+Pfeiltaste links/rechts) und
nicht wie gewohnt mit der Tabulatortaste.
Spezifisches Gewicht : gamma (kN/m3) zur Generierung des Eigengewichts des Fertigteils G1
(gamma = 0: G1 wird eingegeben)
Lastfall LF 1 : G1: Eigengewicht des Fertigteils
LF 2 : G2: Eigengewicht des Aufbetons (falls vorhanden). Die Belastung aus
Aufbeton wird nicht generiert.
LF 3 : G3: Belag (wirksam ab T1)
LF 4 ... : QA, QB,..,S1,.... mit frei wählbarer Einwirkungsart
Die Lastfälle 1 bis 3 sind für G1 - G3 fest reserviert.
Einwirkungsart : Entsprechend DIN 1055-100
Alt. LF-Kennung : Zur Kennzeichnung von Alternativlastfällen (FETT-FAT)
Zuordnung zu Alternativlastfallgruppen (A1......A9)
Lastfälle einer Gruppe schließen sich gegenseitig aus, z. B. verschie-
dene Fahrzeugstellungen.

62
abacus
®

Die „Tabelle Einwirkungsarten“ kann am Bildschirm zur Erleichterung der Eingabe eingeblendet werden:

Die korrekte Definition der Lastfälle und Einwirkungsarten ist Voraussetzung für die automatische
Überlagerung durch das Programm:

Einzel- und Streckenlasten, Momente:

a (m) : Abstand des Lastanfangs vom Trägeranfang


Q1 (kN/m) : Streckenlast: Lastordinate links
P (kN) : Einzellast
b (m) : Lastbreite
b = -1: b = Trägerlänge (Einzellast, Moment: b = 0)
Q2 (kN/m) : Streckenlast: Lastordinate rechts
M (kNm) : Moment
ey (cm) : Exzentrizität für Einzel- und Streckenlasten

Vorzeichen : positiv sind::


Einzel- und Streckenlasten entgegen der z-Achse
Momente rechtsdrehend
Exzentrizitäten s. Skizze
Zeile kopieren : Strg + F7 kopiert die aktuelle Zeile in die folgende
Zeile löschen : Strg + F8
Zeile einfügen : Strg + F9 verschiebt die folgenden Zeilen

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abacus
®

6. Ausgabe
6.1 Eingaben

Lasten M 1 : 10
o
9.08

LF 4: S1
6Z(P) 13
3.72

LF 3: G3
13 40
9.55

9.55
9.31

9.31
7.89
7.31

7.31
LF 1: G1
19 33
1.80 1.80
4.00 9.20 9.20 4.00
S 2 98

15 15
29.70

Längsschnitt M 1 : 230
Q1 Q2 Q3
6
31
4
1.23

1.80 1.80
4.00 9.20 9.20 4.00

Spannstahllagen
c
b
a
a

2.40 25.20 2.40

Lasten pro LF G1, G2, G3, QA,...S1,.....


System
Längsschnitt mit Markierung der Querschnitte (Q1, Q2, . .)
und Spannstahllagen (Eintragungslänge gestrichelt)

64
abacus
®

Querschnitt mit Vermaßung der Abmessungen und Bewehrung

Materialkennwerte nach DIN 1045-1:2008 und EC2:

Die Materialkennwerte sind für folgende Bemessungssituationen (Bs) zu ermitteln:


Ständige und vorübergehende Bs, außergewöhnliche Bs, Ermüdung

Beton Fertigteil Betonfestigkeitsklasse


fcd (N/mm2) : Bemessungswert der Betondruckspannung
gamma.c : Teilsicherheitsbeiwert
fctm (N/mm2) : Mittelwert der Betonzugfestigkeit
fctk005 (N/mm2) : unterer Quantilwert der Betonzugfestigkeit
Ec (N/mm2) : E-Modul Fertigteilbeton (Sekantenmodul)
Ec(To) (N/mm2) : E-Modul zum Zeitpunkt To
eps.c2, eps.c2u (0/00) : Dehnungen des Parabel-Rechteck-Diagramms
Aufbeton : Betonfestigkeitsklasse
fcd (N/mm2) : Bemessungswert der Betondruckspannung
gamma.c : Teilsicherheitsbeiwert
Fuge Fertigteil-Aufbeton : Fugenausbildung
verzahnt / rau / glatt / sehr glatt
Spannstahl
fpd(N/mm2) : Bemessungswert der Spannstahlspannung (zu eps.01)
gamma.s : Teilsicherheitsbeiwert
Ep (N/mm2) : Elastizitätsmodul
eps.01 (0/00) : 0.1 %-Dehngrenze
eps.u (0/00) : max. Dehnung (zug. Festigkeitswert: fpk)
sig.0u (N/mm2) : Anfangsspannung obere Spannstahllage
sig.0u (N/mm2) : Anfangsspannung untere Spannstahllagen
lp.eff (m) : Eintragungslänge

Betonstahl
fyd (N/mm2) : Bemessungswert der Stahlspannung (zu eps.sy)
gamma.s : Teilsicherheitsbeiwert
Es (N/mm2) : Elastizitätsmodul
eps.sy (0/00) : Fließdehnung
eps.su (0/00) : max. Dehnung

Materialkennwerte nach DIN 1045/88 bzw. DIN 4227:

Beton B : Betonfestigkeitsklasse für Fertigteil und Aufbeton


2
Eb (N/mm ) : E-Modul Beton
beta.r (N/mm2) : Rechenfestigkeit Beton
beta.bz (N/mm2) : Zugfestigkeit
Fuge Fertigteil - Aufbeton : Fugenausbildung verzahnt / rau

Spannstahl St : Fließ- und Bruchgrenze


2
Ez (N/mm ) : E-Modul Spannstahl
Ez/Eb Verhältnis der Moduli
sig.z (N/mm2) : Zul. Spannung
beta.s (N/mm2) : Fließspannung
sig.o (N/mm2) : Anfangsspannung obere Spannstahllage
sig.u (N/mm2) : Anfangsspannung untere Spannstahllagen
E (m) : Eintragungslänge

Betonstahl BSt : BSt 420 oder 500


2
Es (N/mm ) : E-Modul Betonstahl
beta.s (N/mm2) : Fließspannung

65
abacus
®

Beiwerte für Kriechen und Schwinden:


a. Bei Direkteingabe der Werte

phi.1 : Kriechwert 1. Stufe (T0 - T 1)


eps.1 : Schwindbeiwert 1. Stufe (T0 - T 1)
phi.2 : Kriechbeiwert 2. Stufe (T1 - T00)
eps.2 : Schwindbeiwert 2. Stufe (T1 - T00)
phi : Kriechbeiwert Aufbeton
eps : Schwindbeiwert Aufbeton
Relaxationsbeiwert
Beton : Kennwert
Relaxationsverluste
Spannstahl : Verluste in % jeweils im Spannbett sowie für Stufe 1 und Stufe 2.

b. Bei Eingabe der Vorwerte


T0 : Betonalter (Tage) zum Zeitpunkt des Vorspannens.
T1 : Zeitpunkt (Tage) Ende der 1. Stufe von Kriechen und Schwinden.
T00 : Zeitpunkt T = ∞
Temperatur (G) : Erhärtungstemperatur des Betons bis zum Zeitpunkt des Vorspannens
und danach
Feuchte (%) : Luftfeuchte der beiden K + S-Stufen
phi.f0 : Grundfließzahl
eps.s0 : Grundschwindmaß
KEF : Beiwert nach DIN 4227, Abschnitt 8.5
Konsistenz : Konsistenzbereich KP, KS oder KR
Zement : Festigkeitsklasse des Zements

Vorgabewerte für die Rissbreitenbegrenzung:

Maßgebende Bemessungskombinationen (Bs) unten oben


Expositionsklassen XD3 XC1
Anforderungsklassen B D
Grenzzustand der Dekompression Bs : häufige
Rissbreitenbegrenzung Bs : seltene häufige
Rissbreiten zul.wk(mm) : 0.20 0.20
Grenzdurchmesser Betonstahl dg(mm) : 14.0 14.0
Spannstahl dg(mm) : 7.4 7.4
Spannstahltyp Litzen Verbundbeiwert xi 0.6

Nach DIN 1045-1:2008 ist für Anforderungsklasse B die Rissbreitenbegrenzung unter der seltenen und
der Grenzzustand der Dekompression unter der häufigen Bemessungskombination nachzuweisen. Mit
dem Verbundbeiwert nach Tabelle 15 der Norm ergibt sich die anrechenbare Spannstahlfläche.

Systemwerte:
Stützweiten L (m) für Kragarm links, Feld, Kragarm rechts
Auflagerbreiten B (m) für linkes und rechtes Auflager

Spannstahllagen: (Nach DIN 4227 Index z statt p)


Lage :
Anzahl : Anzahl der Stäbe/Litzen pro Lage
Ap (cm2) : Querschnitt pro Stab/Litze, alternativ Durchmesser, z. B. D 8
Apl (cm2) : Querschnitt pro Lage
E (cm) : Stababstand
Z (cm) : Höhenlage (negativ: ab OK Fertigteil)
Xa (m) : Anfang der Lage bzgl. Trägeranfang
Xe (m) : Ende der Lage

66
abacus
®

Betonstahllagen:
Lage :
Anzahl : Anzahl der Stäbe
As (cm2) : Querschnitt pro Stab, alternativ Durchmesser, z. B. D 8
Asl (cm2) : Querschnitt pro Lage
E (cm) : Stababstand
Z (cm) : Höhenlage ab UK Träger (negativ: ab OK Fertigteil)
Xa (m) : Anfang der Lage bzgl. Trägeranfang
Xe (m) : Ende der Lage

Querschnittsverlauf:
Beschreibung der Schichten für die Querschnittsgenerierung (s. Skizze im Kapitel 2.3):
Ba (cm) : Schichtbreite (= Querschnittsbreite) an der Stelle Xa, Za
Xa (m) : Anfang der Schicht bzgl. Trägeranfang
Za (cm) : Höhenkote am Schichtanfang bzgl. UK Träger
Be (cm) : Schichtbreite (= Querschnittsbreite) an der Stelle Xe, Ze
Xe (m) : Ende der Schicht bzgl. Trägeranfang
Ze (cm) : Höhenkote am Schichtende bzgl. UK Träger

Stegaussparungen:
Xa (m) : Abstand der Aussparung bzgl. Trägeranfang
Ba (cm) : Rechteck: Breite der Aussparung, Kreis. Durchmesser
Zu (cm) : Abstand UK Träger – UK Aussparung
Ha (cm) : Höhe der Aussparung

Belastung:
Art : Lastart
Einwirkung : Einwirkungsart entsprechend DIN 1055-100
Alt. : Falls Alternativlastfall: Zugehörige Alt.gruppe (A1, A2,...)
A (m) : Lastanfang
Q1 : Lastordinate links bzw. Moment
B (m) : Lastbreite (Einzellast, Moment: B = 0)
Q2 : Lastordinate rechts (Einzellast: Q2 = 0)
Ey (cm) : Exzentrizität für Einzel- und Streckenlasten

Automatische Berücksichtigung der Kombinationsbeiwerte nach DIN1055-100 bzw. EC2:

P/T: Ständige, vorüberg. Bs, A: außergew. Bs Ls: Lagesicherheit


Einwirkung inf.gamma (P/T) .sup (A).sup psi0 psi1 psi2 r.inf r.sup
P 1.00 1.00 1.00 1.00 1.00 1.00 0.95 1.05
G1 1.00 1.35 1.00 1.00 1.00 1.00
G3 1.00 1.35 1.00 1.00 1.00 1.00
S1 0.00 1.50 1.00 0.50 0.20 0.00

gamma.inf : Teilsicherheitsbeiwert (Tragfähigkeit) bei günstiger Wirkung


gamma.sup : Teilsicherheitsbeiwert (Tragfähigkeit) bei ungünstiger Wirkung
psi0 : Kombinationsbeiwert für die Grundkombination (Tragfähigkeit)
psi1 : Kombinationsbeiwert – häufige Kombination
psi2 : Kombinationsbeiwert – quasi-ständige Kombination
rinf : unterer Beiwert zur Berücksichtigung der Streuung der Vorspannkraft
rsup : oberer Beiwert zur Berücksichtigung der Streuung der Vorspannkraft
Folgende Bemessungssituationen (Bs) werden gebildet:
Ständige und vorübergehende Bs: P/T
Außergewöhnliche Bs A (falls außergewöhnliche Einwirkungen „EA“ vorhanden)
Lagesicherheit: s. Auflagerkräfte

67
abacus
®

Nachweis gegen Ermüdung: zykl. Einwirk.: QG Dyn. Faktor phi = 1.00


Lastspielzahl N= 1.000E+06 Heft 525
Erstbelastung:365 Tage gamma Tab. N* k1 k2 del.sig.Rsk
Beton: fck.fat = 26.89 1.50 Stufe 1 2
Längsbewehrung ger./geb.: 1.15 16 1.000E+06 5 9 100.0 195.0
Bügel dbr = 25*ds: 1.15 16 1.000E+06 5 9 75.0 195.0
Gitterträger: 1.15 16 2.000E+06 92.0

Zyklische Einwirkung : Zur Ermüdung führende Einwirkungsart

Dyn. Faktor phi : Dynamischer Vergrößerungsfaktor für die Schnittgrößen infolge der
zyklischen Einwirkungsart für Nachweise in Stufe 2

Lastspielzahl N : für die Nachweise maßgebende Lastspielzahl

Heft 525 Wenn dieser Hinweis erscheint, gilt für Nachweise in Stufe 1:
Begrenzung der Spannungsschwingbreite nach Heft 525 DAfStb,
ansonsten nach DIN 1045-1:2008 10.8.4 (s. Spalte „Stufe 1)
2
Beton fckfat (N/mm ) Ausgangswert für fcd,fat nach DIN 1045-1:2008 GL.(124)

Längsbewehrung ger./geb. Ausgangswerte für „gerade und gebogene Stäbe“ nach DIN 1045-1:2008
Tabelle 16 Zeile 1

Bügel dbr Verhältnis Biegerollendurchmesser dbr / Stabdurchmesser ds


Für gebogene Stäbe (Bügel) benötigt bei:
Nachweise in Stufe 1:: ∆σs,lim nach Heft 525 Tabelle 1
Nachweise in Stufe 2: ∆σRsk nach DIN 1045-1:2008 Tabelle 16

Gitterträger nach Zulassung

gamma Teilsicherheitsbeiwerte γc und γs

Tab. Maßgebende Tabelle für Betonstahl nach DIN 1045-1:2008

N* Lastspielzahl nach Tabelle 16 Spalte 1

k1,k2 Spannungsexponenten

Stufe 1, Stufe2 Zulässige Spannungsschwingbreiten für Nachweise in Stufe 1 bzw. 2

6.2 Auflagerkräfte
A U F L A G E R K R Ä F T E Az, Bz + - M O M E N T E Ta, Tb:

LF Einwirkung Az(kN) Ta(kNm) Bz(kN) Tb(kNm)


1 G1 142.262 0.000 142.261 0.000
3 G3 66.930 0.000 66.929 0.000
4 QC 183.406 18.341 183.406 18.341
max.A (P/T) 557.518 27.511 557.516 27.511

Az, Bz Auflagerkräfte
Ta,Tb Auflagermomente, wenn Lastexzentrizitäten ey vorhanden.
Überlagerungen: max.A, min.A, max.T, min.T inkl. Teilsicherheitsfaktoren
Wenn abhebende Kräfte (negatives Vorzeichen) auftreten, wird der Nachweis der Lagesicherheit („Ls“)
nach DIN1055-100 ausgegeben. Es handelt sich um den Bemessungswert der zu verankernden
abhebenden Auflagerkraft.

68
abacus
®

6.3 Querschnittskenngrößen
Querschnitte M 1 : 16

Q1 x = 8.00

6 10
3
o o

65
47

49
o o

4
o o o o

8
3
o o o o

8
3
o o o o

13
o o

5
4 4
1 2 2 1
50 20 50

1.25

Betonabmessungen: falls Aufbeton:


B (cm) : Querschnittsbreite dunkel angelegt
Z (cm) : Zugehörige Ordinate ab UK Träger
Spannstahl:
Ap (Az) (cm2) : Querschnitt
Z (cm) : Lage bzgl. UK Träger
Betonstahl:
As (cm2) : Querschnitt
Z (cm) : Lage bzgl. UK Träger

Ac = 1883 cm2 Querschnittswerte ohne Aufbeton


Ai = 1921 cm2 Zio = -13.40 cm Wio = -11869.0 cm3
Ji = 159073 cm4 Ziu = 16.60 cm Wiu = 9584.2 cm3

Ac = 2301 cm2 Querschnittswerte mit Aufbeton


Ai = 2340 cm2 Zio = -15.56 cm Wio = -15861.4 cm3
Ji = 246807 cm4 Ziu = 19.44 cm Wiu = 12696.0 cm3

Querschnittswerte Beton: (Index b)


Ab (cm2) : Fläche
Ideelle Querschnittswerte: (Index I)
Ai (cm2) : Fläche
Ji (cm4) : Trägheitsmoment
Zio, Ziu (cm) : Schwerlinienlage
Wio, Wiu (cm3) : Widerstandsmomente
Wenn vom Programm ermittelt: Kriech- und Schwindbeiwerte:
U (cm) : Umfang
Def (cm) : Wirksame Körperdicke
phi : Kriechbeiwert
eps : Schwindbeiwert

Die folgenden Ausgaben erhält man für Schnitte, für die im Eingabemenü <Ausgabe von ausführlichen
Nachweisen> Ergebnisse angefordert wurden:

69
abacus
®

6.4 Ausführliche Nachweise für ausgewählte Schnitte


6.4.1 Nachweise nach DIN 1045-1:2008 und EC2
Grenzzustand der Tragfähigkeit für Biegung (Bemessungssituation P/T bzw. A):

Max-Komb.: 20220
MEd = 3207.49 kNm eps.c = -3.25 o/oo x = 17.49 cm
MRd = 3208.84 kNm eps.p = 23.38 o/oo Z = 2355.96 kN
vorh.Ap = 18.60 cm2 erf.Ap = 15.48 cm2 Zp = 2830.77 kN
Mindestbewehrung zur Sicherstellung eines duktilen Bauteilverhaltens:
eff.Ap/3 = 6.20 cm2 erf.As = 0.35 cm2 Mcr = 447.77 kNm

Max-Komb.: : LF-Kombination. Die Ziffern zeigen die Beteiligung der Lastfälle an:
2: voll (Eigenlast: γsup, Verkehrslast: Leiteinwirkung)
1: abgemindert (Eigenlast: γinf, Verkehrslast: ψ*γ
0: keine
MEd (MSd) (kNm) : Bemessungsmoment
MRd (kNm) : aufnehmbares Moment (zur Kontrolle)
eps.c (0/00) : Betonstauchung
eps.p (eps.s) (0/00) : Spannstahldehnung (Betonstahldehnung)
x (cm) : Höhe der Druckzone
Z (kN) : erforderliche Zugkraft
Zp (kN) : vorhandene Zugkraft aus Vorspannung
Zs (kN) : vorhandene Zugkraft aus Betonstahl
vorh. Ap (cm2) : vorhandener Spannstahl
erf. Ap (cm2) : erforderlicher Spannstahl
vorh. As (cm2) : vorhandener Betonstahl
Falls die vorhandene Bewehrung nicht ausreicht:
erf.As (cm2) : Erforderlicher Betonstahl
As’ : Erforderliche Druckbewehrung
Mcr (kNm) : Rissmoment
erf. As (cm2) : Mindestbewehrung nach DIN 1045-1:2008 13.1.1
Die Mindestbewehrung nach DIN 1045-1:2008 13.1.1 ist immer einzulegen. Ansonsten zählt der größte
Wert aus vorgegebener und erforderlicher Bewehrung. Keine Addition!

Falls außergewöhnliche Einwirkungen vorhanden sind, erfolgt zusätzlich der Nachweis für die außer-
gewöhnliche Kombination (A).

Grenzzustand der Tragfähigkeit für Querkraft (Bemessungssituation P/T bzw. A):

Max.V-Komb.: 2022
V0d = 498.49 kN red.V0d = 498.49 kN Ap+As = 30.06 cm2
VEd = 498.49 kN cot.t = 1.72 z = 144.1* cm
VRdct(I) = 426.32 kN VRdmax = 1595.65 kN asw = 4.62 cm2/m
Max-Komb.: : LF-Kombination. Die Ziffern zeigen die Beteiligung der Lastfälle an:
VOd (kN) : maßgebende Bemessungsquerkraft
red. VOd (kN) : Querkraft mit Berücksichtigung auflagernaher Einzellasten
Berücksichtigung auflagernaher Einzellasten: Bei gemischter Belastung
wird der Abminderungsbeiwert beta anteilmäßig ermittelt.
EC2 4.3.2.2 (9): Erhöhung der aufnehmbaren Querkraft
DIN 1045-1:2008 10.3.2: Abminderung des Querkraftanteils
VEd (VSd) (kN) : Bemessungsquerkraft mit Berücksichtigung der Obergurtneigung
2
Ap + As (cm ) : Vorhandene Zugbewehrung

70
abacus
®

z (cm) : Hebelarm; Begrenzung auf d-2cnom durch „*“ markiert.


cot.t : Druckstrebenneigung (cotangens)
VRdct (VRd1) (kN) : Bemessungswert der ohne Schubbewehrung aufnehmbaren Querkraft
unter Berücksichtigung des Beiwerts beta
Wenn im Zustand I ermittelt: Zusatz (I)
VRdmax (VRd2) (kN) : Höchster Bemessungswert der Querkraft, maßgebend für den Nachweis
der Druckstrebe

asw (cm2/m) : Schubbewehrung (Mindestbewehrung durch Zusatz „m“ gekennzeichnet)

Verbundbewehrung : Fuge zwischen Fertigteil und Aufbeton

Verbundfuge: rau beta.ct = 2.0 mue = 0.7 Breite b = 91.4 cm


vEd = 294.63 kN/m vrdct = 208.38 kN/m asj = 2.36 cm2/m

a. DIN 1045-1:2008: Nachweis nach Norm


beta.ct : Rauigkeitsbeiwert nach Tabelle 13
mue : Reibungsbeiwert nach Tabelle 13
vEd : zu übertragende Schubkraft je Längeneinheit
vRdct : ohne Bewehrung aufnehmbare Schubkraft
asi : erforderliche Schubbewehrung

b. Nach Gitterträger- Zulassung ist 0.5*Vrdmax einzuhalten:

Verbundfuge: rau beta.ct = 2.0 mue = 0.7 Breite b = 91.4 cm


vEd = 294.63 kN/m vrdct = 208.38 kN/m asj = 6.78 cm2/m
0.5Vrdmax= 770.18 kN

c. EC 2:
kt : Beiwerte nach Tabelle 4.115, abhängig von der Fugenausbildung
tau. Sdj (N/mm2) : Schubspannung in der Fuge

kt ∗ tau.Rd (N/mm2) : Grenzwert der ohne Schubbewehrung aufnehmbaren Schubspannung


asj (cm2/m) : erforderliche Schubbewehrung

71
abacus
®

Torsion (Bemessungssituation P/T bzw. A):

Steg Ak = 551.40 cm2 asw = 4.62 cm2/m


TEd = 3.10 kNm Uk = 195.80 cm ast = 0.65 cm2/m
TRdmax = 49.21 kNm cot.t = 1.00 Asl = 1.27 cm2
IAB.V+T = 0.10
Obergurt Ak = 1114.00 cm2 asw = 3.84 cm2/m m
TEd = 14.13 kNm Uk = 132.93 cm ast = 0.00 cm2/m
TRdmax = 99.42 kNm cot.t = 1.00 Asl = 1.94 cm2
IAB.V+T = 0.02
Untergurt Ak = 673.50 cm2 asw = 3.65 cm2/m m
TEd = 7.37 kNm Uk = 102.13 cm ast = 0.00 cm2/m
TRdmax = 60.11 kNm cot.t = 1.00 Asl = 1.29 cm2
IAB.V+T = 0.02
Torsionsmomente werden anteilmäßig den Teilquerschnitten Steg. Ober- und Untergurt zugewiesen:
TEd (TSd) (kNm) : anteiliges Bemessungsmoment
TRdmax (TRd1) (kNm) : Bemessungswert des aufnehmbaren Torsionsmoments
2 2
IAB.V+T Interaktionsbedingung (TEd / TRdmax) + (VEd / VRdmax) ≤ 1
2
Ak (cm ) : Fläche des durch die Eckstäbe eingeschlossenen Ersatzquerschnitts
Uk (cm) : Umfang des Ersatzquerschnitts
cot.t : Druckstrebenneigung (cotangens)
2
ast (cm /m) : Bügelbewehrung (pro Seite !)
2
Asl (cm ) : Längsbewehrung

Nachweis gegen Ermüdung (FETT-FAT):

Max-Komb.: 2220100 Heft 525 / DIN 1045 10.8.4


Stufe 1 (häufige Ek) fcd.fat = 20.61 N/mm2 Es/Ec = 10.00
MEd = 130.61 kNm sig.c = -5.93 N/mm2 sig.s = 105.39 N/mm2
MEd = 13.81 kNm sig.c = -0.63 N/mm2 sig.s = 11.21 N/mm2
Längsbew. Asu = 28.65 cm2 del.s = 94.19 > 70

Max-Komb.: : LF-Kombination. Die Ziffern zeigen die Beteiligung der Lastfälle an:
Stufe 1 Nachweise unter der häufigen Einwirkungskombination
2
fcd.fat (N/mm ) : Festigkeit nach Gl.(124)

Es/Ec : Verhältnis der E-Moduln Stahl/Beton

MEd (kNm) : maßgebende Momente: Oberer und unterer Wert


2
sig.c (N/mm ) . zugehörige Betonspannung
2
sig.s (N/mm ) . zugehörige Stahlspannung
2
del.s (N/mm ) . Spannungsschwingbreite. Begrenzung der Spannungsschwingbreite
nach Heft 525 DAfStb oder nach DIN 1045-1:2008 10.8.4

Betondruckspg. sig.max/fcd.fat = 0.29


Gl.(123) zul. = 0.51

sig.max/fcd.fat : Nachweis der Betondruckspannung nach Gl.(123)


zul. Zulässig = Rechte Seite der Gleichung

72
abacus
®

VEd = 164.86 kN sig.c = -1.48 N/mm2 sig.s = 303.08 N/mm2


VEd = 18.84 kN sig.c = -0.17 N/mm2 sig.s = 34.63 N/mm2
Bügel asw = 9.83 cm2/m cot.fato = 1.10 del.s = 268.45 > 70
cot.fatu = 1.00
Druckstrebe sig.max/fcd.fat* = 0.10
Gl.(123) zul. = 0.50

VEd (kN) : maßgebende Querkräfte: Oberer und unterer Wert


VEdr (kN) : red.V infolge auflagernaher Einzellasten
2
sig.c (N/mm ) . zugehörige Druckstrebenspannung
2
sig.s (N/mm ) . zugehörige Stahlspannung
2
del.s (N/mm ) . Spannungsschwingbreite. Begrenzung der Spannungsschwingbreite
nach Heft 525 DAfStb oder nach DIN 1045-1:2008 10.8.4

cot.fato, cot.fatu Für die Querkraftbewehrung ist nach DIN 1045-1:2008 10.8.2(5) als
Winkel der Druckstrebenneigung Θfat anzusetzen, nicht jedoch für den
Nachweis der Druckstrebe (Index o,u: zu oberem, unterem VEd).

sig.max/fcd.fat* : Nachweis der Betondruckstrebe nach Gl.(123)


fcd.fat* = α*fcd.fat (DIN 1045-1:2008 10.8.4(5))
zul. Zulässig = Rechte Seite der Gleichung

Wenn ein oder mehrere Nachweise nach Stufe 1 nicht eingehalten sind:

Stufe 2 DIN 1045 10.8.3


MEd = 143.59 kNm sig.c = -6.53 N/mm2 sig.s = 116.53 N/mm2
MEd = 13.81 kNm sig.c = -0.63 N/mm2 sig.s = 11.21 N/mm2
Längsbew. Asu = 28.65 cm2 del.s = 105.32 < 169

Bei der zulässigen Spannungsschwingbreite handelt es sich um ∆σRsd nach Gl.(119).

Falls erforderlich, Nachweis der Betondruckspannung nach Gl.(120)

VEd = 181.09 kN sig.c = -1.48 N/mm2 sig.s = 117.09 N/mm2


VEd = 18.83 kN sig.c = -0.17 N/mm2 sig.s = 13.38 N/mm2
Bügel asw = 25.45 cm2/m cot.fato = 1.10 del.s = 103.71 ~ 103
cot.fatu = 1.00
2
Die Bügelbewehrung muss verstärkt werden, um ∆σRsd = 103 N/mm einzuhalten -> Fettdruck.

Grenzzustände der Gebrauchstauglichkeit:


Rissebeschränkung:

Fertigteil unten:
Randspg. (seltene.Ek): sig.co = -16.28 N/mm2 sig.cu = 7.80 N/mm2
Grenzzust. Dekompression : sig.co = -8.54 N/mm2 sig.cu = 0.05 N/mm2
Einhaltung des Grenzzustands der Dekompression:
Spannstahllage a nicht mind.12.0 cm in der Druckzone (xd = 119.3 cm)
Komb.: 2221 Nachweis im Zustand II, 0.95-fache Vorsp.
MEd= 818.39 kNm sig.c = -8.15 N/mm2 x = 97.61 cm
vorh.Ap= 12.44 cm2 sig.s = 9.08 N/mm2 Z = -211.47 kN
vorh.As= 0.50 cm2 erf.As = 0.50 cm2 As'= 0.00 cm2

Randspg. (seltene Ek) : Nachweis erforderlich, wenn sich für die maßgebende Randspannung
hier: seltene Einwirkungskombination nach DIN 1045-1:2008 σc > -
1 N/mm2 bzw. nach EC2 σc > 0 ergibt.
Komb. : LF-Kombination. Die Ziffern zeigen die Beteiligung der Lastfälle an:

73
abacus
®

MEd (MSd) (kNm) : Bemessungsmoment unter der maßgebenden Einwirkungskombination


2
sig.c (N/mm ) . Betonrandspannung
sig.s (N/mm2) : Stahlspannung
x (cm) : Höhe der Druckzone
Z (kN) : Abzudeckende Zugkraft
vorh. Ap (cm2) : Vorhandener Spannstahl
vorh. As (cm2) : Vorhandener Betonstahl
erf. As (cm2) : Erforderlicher Betonstahl
wenn erf. As > vorh. As: r : Mindestbewehrung
R: Stahlspannung maßgebend zur Einhaltung des Grenzdurchmessers
As’ (cm2) : Erforderliche Druckbewehrung
Wenn sich eine Rissbreite wk > 0 ergibt:
vorh.wk (mm) : vorhandene Rissbreite. Damit vorh.wk = zul.wk eingehalten ist, wird
Bewehrung zugelegt.
s (mm) : Rissabstand

Dekompression: Falls Nachweis der Dekompression erforderlich:


sig.co, sig.cu (N/mm2) . Betonrandspannungen unter der maßgebenden Einwirkungskombination
Falls die Bedingungen nach Heft 525 DAfStb nicht eingehalten sind, wird
die oben angegebene Meldung ausgegeben.
Hinweis: Beim Nachweis der Rissebeschränkung und der Dekompression ist der maßgebende
charakteristische Wert der Vorspannung anzusetzen.

SPANNUNGEN sig(N/mm2) im Zustand (I) bzw. (II), sig.a: Aufbeton


LF N(kN) M(kNm) sig.cu sig.co sig.au sig.ao sig.p sig.s
Po -1895.2 -508.4 -18.37 3.98 0.00 0.00 898.0a 7.5
1 G1 0.0 177.3 4.90 -3.07 0.00 0.00 24.1a 26.1
KS :To-1 271.2 75.3 3.48 -0.75 0.00 0.00 -145.3a 18.9
2 G2 0.0 56.7 1.57 -0.98 0.00 0.00 7.7a 8.3
3 G3 0.0 43.0 0.99 -0.41 -0.35 -0.45 5.0a 5.3
KS :T1-oo 141.1 46.1 2.99 -1.78 2.19 2.25 -75.1a 15.8
4 QA 0.0 476.3 10.93 -4.58 -3.83 -5.00 55.2a 58.5
Po+G1 -13.47 0.91 0.00 0.00 928.0b -5.8
P1+G1-3 -7.44 -1.24 -0.35 -0.45 792.7b -12.0
Poo+G1-3 -4.45 -3.02 1.84 1.80 715.9b -18.6
qu.-ständig min (I) -4.45 -3.02 1.84 1.80 715.9b -18.6
qu.-ständig max (I) 1.01 -5.31 -0.07 -0.71 742.9a 4.0
häufig min (I) -4.45 -3.02 1.84 1.80 715.9b -18.6
häufig max (I) 4.29 -6.69 -1.22 -2.21 759.4a 21.7
selten min (I) -4.45 -3.02 1.84 1.80 715.9b -18.6
selten max (I) 6.48 -7.61 -1.99 -3.21 770.4a 33.5
max(II) 0.00 -7.97 -7.02 -7.95 860.7b 28.6

Po, P1, Poo (kN) : Vorspannkraft zu den Zeitpunkten T0, T1 und T∞


N (kN) : Normalkraft (γ = 1.0)
M (kNm) : Moment (γ = 1.0)
sig.cu (N/mm2) : Betonspannung UK Fertigteil
sig.co (N/mm2) : Betonspannung OK Fertigteil
sig.au (N/mm2) : Betonspannung UK Aufbeton
sig.ao (N/mm2) : Betonspannung OK Aufbeton
sig.p (N/mm2) : maßgebende Spannstahlspannung
sig.s (N/mm2) : maßgebende Schlaffstahlspannung
Sind mehrere Spannstahllagen vorhanden, wird die jeweils maßgebende Lage gekennzeichnet (z. B.
´a´). Für Betonzugspannungen > fctm erfolgt der Nachweis im Zustand II, damit gilt: (I) bedeutet
Zustand I, (II) Zustand II. Die Spannungen sind mit dem Mittelwert der Vorspannung zu ermitteln.

74
abacus
®

6.4.2 nach DIN 1045/88 und DIN 4227


Bruchsicherheit: (Für gamma-fache Gebrauchslasten)

Max-Komb.: 2221
Mzau = 1318.26 kNm eps.b = -1.53 o/oo x = 13.34 cm
Mziu = 1317.97 kNm eps.z = 4.57 o/oo z = 48.76 cm
vorh.Az = 18.58 cm2 erf.Az= 17.22 cm2

Mzau (kN/m) : Auf den Spannstahl bezogenes äußeres (a) und


Mziu (kN/m) : inneres (i) Bruchmoment (zur Kontrolle)
eps.b (0/00) : Beton-Randstauchung
eps.z (0/00) : Spannstahldehnung
x (cm) : Höhe der Druckzone
z (cm) : Hebelarm
vorh. Az (cm2) : Vorhandener Spannstahlquerschnitt
erf. Az (cm2) : Erforderlicher Spannstahl
vorh. As (cm2) : Vorhandener Betonstahl (o: Oberflächenbewehrung)
Falls der vorhandene Stahl (Spannstahl + Schlaffstahl) nicht ausreicht:
erf. As (cm2) : Einzulegende zusätzliche Zug- und Druckbewehrung
As’ (cm2) : (BSt 420 bzw. 500) zur Aufnahme des Differenzmomentes.

Rissebeschränkung nach DIN 1045/88:


Nachweis oben (bezüglich OK Fertigteil) und unten für die Kombination aus ständiger Last und dem
häufig wirkenden Lastanteil. Ansonsten Ausdruck wie für DIN 4227.

Rissebeschränkung nach DIN 4227 (Juli 1988):


Nachweis oben (bezüglich OK Fertigteil) und unten, für die Kombination aus 1.0-fachen Lasten und 0.9
bzw. 1.1-facher Vorspannung, K + S und delta.M :

Nachweis nach Zustand II:


sigma.o (N/mm2) : Zug. Betonrandspannungen nach Zustand I,
sigma.u (N/mm2) : Lasten siehe oben

delta.M (kNm) : Zusatzmoment nach DIN 4227


Msa, Msi (kNm) : Auf den Betonstahl bezogenes äußeres (a) bzw. inneres (i) Moment.

sigma.b (N/mm2) : Betonrandspannung (Zustand II)


sigma.s (N/mm2) : Maßgebende Stahlspannung
x (cm) : Höhe der Druckzone
mue.z (%) : Bewehrungsprozentsatz bzgl. der Zugzone (DIN 4227)
vorh. Z (kN) : Vorhandene Zugkraft (insgesamt)
Z.z (kN) : Vorhandene Zugkraft (Spannstahl)
Z.s (kN) : Vorhandene Zugkraft (Betonstahl)
vorh. As (cm2) : Vorhandene schlaffe Bewehrung
erf. As (cm2) : Erforderliche schlaffe Bewehrung zur Einhaltung des eingegebenen
Grenzdurchmessers
As’ (cm2) : Druckbewehrung

75
abacus
®

Rissebeschränkung nach DIN 4227/A1 (Dezember 1995)

Die Bewehrung ist zu ermitteln unter der seltenen Einwirkungskombination und 0.9-facher Vorspannung.
Das Zusatzmoment delta.M entfällt. Die erforderliche Bewehrung ist wie folgt gekennzeichnet:
r: Mindestbewehrung
R: Stahlspannung maßgebend zur Einhaltung des Grenzdurchmessers
Spannungen: (Ab LF G3 mit Berücksichtigung des Aufbetons)
N (kN) : Normalkraft
M (kNm) : Moment
sig.bu (N/mm2) : Betonspannung UK Fertigteil
sig.bo (N/mm2) : Betonspannung OK Fertigteil
sig.au (N/mm2) : Betonspannung UK Aufbeton
sig.ao (N/mm2) : Betonspannung OK Aufbeton
sig.zu (N/mm2) : Spannstahlspannung unten
sig.zo (N/mm2) : Spannstahlspannung oben
Sind mehrere Spannstahllagen vorhanden, wird die jeweils maßgebende Lage z. B. durch ‘a’, ‘b’ usw.
gekennzeichnet. (I) bedeutet Zustand I, (II) Zustand II.
Hauptspannungen + Schubdeckung nach DIN 4227:

HAUPTSPANNUNGEN im Gebrauchszustand:
Max.Q0 = 343.41 kN Max.Qs = 337.49 kN red.Q= 337.49 kN
sigma.u= -1.72 N/mm2 sigma.o= 0.13 N/mm2
sigma.x= -0.54 N/mm2 tau= 0.63 N/mm2
sigma.I= 0.42 N/mm2 sigma.II = -1.83 N/mm2 Z= 91.30 cm

Max.Qo, Min.Qo (kN) : Nachweis im Gebrauchszustand für max. bzw. min.Q


Max.Qs, Min.Qs (kN) : Querkraft mit Berücksichtigung der Obergurtneigung

sigma.u (N/mm2) : Randspannung unten


sigma.o (N/mm2) : Randspannung oben
Größte Hauptzugspannung:
sigma.x (N/mm2) : Normalspannung
tau (N/mm2) : Schubspannung
sigma. I (N/mm2) : Größte Hauptzugspannung
sigma.II (N/mm2) : Zug. Hauptdruckspannung
Z (cm) : Lage des Schnittes bzgl. UK Querschnitt

HAUPTSPANNUNGEN, Schubdeckung für 1.75-fache Lasten:


Max.Q0 = 600.96 kN Max.Qs = 590.61 kN red.Q= 590.61 kN
sigma.u= -0.58 N/mm2 sigma.o= -0.92 N/mm2
sigma.x= -0.76 N/mm2 tau= 1.17 N/mm2
sigma.I= 0.85 N/mm2 sigma.II = -3.39 N/mm2 Z= 74.18 cm
sigma.x= -0.75 N/mm2 tau= 1.17 N/mm2
sigma.I= 0.85 N/mm2 sigma.II = -3.39 N/mm2 Z= 71.33 cm
Zone A asb = 11.00 cm2/m

Max.Qo, Min.Qo (kN) : Nachweis im Bruchzustand für max. bzw. min.Q


Max.Qs, Min.Qs (kN) : Querkraft mit Berücksichtigung der Obergurtneigung
sigma.u (N/mm2) : Randspannung unten
sigma.o (N/mm2) : Randspannung oben
Größte Hauptdruckspannung:
sigma.x (N/mm2) : Normalspannung
tau (N/mm2) : Schubspannung
sigma. I (N/mm2) : zugehörige Hauptzugspannung
sigma.II (N/mm2) : Größte Hauptdruckspannung
Z (cm) : Lage des Schnittes bzgl. UK Querschnitt

76
abacus
®

Größte Hauptzugspannung:
sigma.x (N/mm2) : Normalspannung
tau (N/mm2) : Schubspannung
sigma. I (N/mm2) : Größte Hauptzugspannung
sigma.II (N/mm2) : Zug. Hauptdruckspannung
Z (cm) : Lage des Schnittes bzgl. UK Querschnitt

Zusätzlich wenn Zone B vorliegt:


Zustand II :
tau (N/mm2) : Schubspannung für Zustand II
Schubbereich : Angabe des Schubbereichs
asb (cm2/m) : mit erforderlicher Bügelbewehrung
Falls Aufbeton Nachweis OK Fertigteil:
2
taua (N/mm ) : Schubspannung in der Fuge
asba (cm2/m) : erf. Bügelbewehrung

6.4.3 Zusätzliche Nachweise

DIN 1045-1:2008 / EC2:


Ermittlung der Eintragungslänge:
Nenndurchmesser dp = 12.5 mm
Nennquerschnitt Ap = 93.0 mm2
Betondruckfestigkeit (To = 3 Tage) fcmj = 50.00 N/mm2
Verbundspannung fbp = 4.60 N/mm2
Spannstahlspannung (To) sig.pm0 = 848.4 N/mm2
Übertragungslänge lbp = 0.44 m
Eintragungslänge lpeff = 0.99 m
Betondruckfestigkeit fcmj: entweder vorgegeben oder für Zeitpunkt To ermittelt
(To: s. Kriechen und Schwinden)
Nachweis der Verankerung: (Zul. Betonzugspannung fctk005 = 3.05 N/mm2)
Lage X(m) lr(m) lbpd(m) sig.cu (N/mm2) erf.Z(kN) vorh.Z(kN)
lba (m)
a 0.30 0.25 < 0.69 1.81 3.56 621.98 335.40
2.04 1439.06 1985.20
12.20 0.25 < 0.69 3.57 1.82 619.24 332.15
2.04 1439.04 1985.15
sig.cu: Randspannungen (GZT) am Spanngliedanfang bzw. -ende und im Ab
stand lbpd (kein Nachweis erforderlich für sig.cu < fctk005)
lr Stelle des ersten Risses
lba Länge des Verankerungsbereichs
erf.Z, vorh.Z erforderliche Zugkraft und vorhandene Zugkraftdeckung an den Stellen
min(lr, lbpd) und lba. (Zugkraftdeckung erforderlich für lr < lbpd).
Ist erf.Z > vorh.Z, ist die Differenz dieser Kräfte durch zusätzliche Bewehrung aufzunehmen.
DIN 4227:
Ermittlung der Eintragungslänge:
Nenndurchmesser dv = 12.34 mm
Verbundbeiwert k1 = 65.00
Übertragungslänge lü = 0.80 m Eintragungslänge e = 1.48 m

Nachweis der Verankerung:


Verankerungslänge l = 1.14 m
Max. Randspannung sigu = 0.87 N/mm2 < 2.65 Zone A
Hauptzugspannung sigI = 4.28 N/mm2 > 2.00
Zu verankernde Zugkraft ZAu = 827.1 kN

77
abacus
®

Ab Aufl.vorderkante l1*2/3 = 22.2 cm


sigu Randspannung im Bruchzustand (zul.sigu nach 12.3.1 der Norm)
sigI Hauptzugspannung (zul.sigI nach Tab. 9 der Norm)
Zau am Auflager zu verankernde Zugkraft nach Gl.(20)
Ab Auflagervorderkante erforderlicher Überstand der Spannglieder über die Auflagervorderkante
(Faktor 2/3 bei direkter Lagerung)
Krafteinleitung:
Schubkraft F= 2625.61 kN Spaltzugbewehrung Asw = 21.36 cm2
Jeweils am Ende der Eintragungslänge wird die Schubkraft angegeben, die sich aus der Ausbreitung der
Spannkraft ergibt (z. B. Kupfer: Bemessung von Spannbetonbauteilen im Betonkalender 1994 S. 666)
Richtungsänderung des Druckgurts:
Vertikale Umlenkkraft V = 151.99 kN erf.As = 3.50 cm2
Bei Neigung des Obergurts ergibt sich aus der dann ebenso geneigten Druckresultierenden eine Vertikal-
komponente, die sich für die üblichen Dachbinder günstig beim Schubnachweis auswirkt. Im Firstpunkt
ergibt sich dementsprechend eine vertikale Umlenkkraft, die durch Bewehrung abzudecken ist.

Stegaussparungen:
Abstand der Gurtachsen zl = 70.0 cm (Lage des Momentennullpunkts: X0)

Komb. Ml(kNm) Nl(kN) Vl(kN) Mr(kNm) Nr(kN) Vr(kN) X0(m)


max.M 300.26 0.00 -329.96 36.30 0.00 -329.96 9.52
Gurte: VRdmax
max.M o 104.61 -225.05 -241.83 -88.85 -225.05 -241.83 499.19
u 38.12 225.05 -88.13 -32.38 225.05 -88.13 343.20

80
12.30 asw(cm2/m)

10.15 0.00 Aso(cm2) (D20)


3
40
3

0.00 8.04 Asu(cm2) (D20)

80 1.18

88 44 80 31 79

8.62 6.52 10.94 asw(cm2/m)


12.64 6.54

zl : Abstand der Gurtschwerachsen


X0 : Abstand des Momentennullpunkts der Gurte ab Trägeranfang
Trägerschnittgrößen (globale) für die maßgebenden Kombinationen:
Ml, Nl, Vl : am linken Ende der Aussparung
Mr, Nr, Vr : am rechten Ende der Aussparung
entsprechend die Sekundärschnittgrößen für Ober- (o) und Untergurt (u)
VRdmax (VRd2) aufnehmbare Querkraft
Als Bewehrung ergibt sich:
Aso, Asu (cm2) Längsbewehrung mit Verankerungslänge
asw (cm2/m) Bügelbewehrung
Im allgemeinen ergibt sich in den Gurtanschnitten ein Kräftepaar aus Zug- und Druckkraft. Die Zugkraft
wird durch Bewehrung abgedeckt. Im Falle von V = 0 ergeben sich beide Kräfte gleichsinnig als Zug-

78
abacus
®

bzw. Druckkraft, d. h. die ausgewiesene Bewehrung entspricht der Hälfte der Zuggurtbewehrung. Dies ist
vor allem bei Aussparungen, die an die Längsbewehrung am Zugrand heranreichen, zu beachten.
„Kleine“ Aussparungen:
Dieser Fall liegt vor, wenn sich die Druckstrebe noch ausbilden kann. Deshalb reduziert sich der
Ausdruck auf die Überprüfung der Spannung in der Druckstrebe.
Abstand zwischen zwei Aussparungen < 0.8·h:
Für einen Abstand e < 0.8·h wird der Zwischensteg als Pfosten eines vereinfachten Rahmenmodells für
Biegung und Schub nachgewiesen.
Asp (cm2) Längsbewehrung je Seite
asw (cm2/m) Bügelbewehrung

Nachweis des Brandschutzes: DIBT-Anwendungsrichtlinie zu ENV 1992-1-2


Feuerwiderstandsklasse Vorgabe: F 90 X(m): 7.200

Anpassung der Achsabstände a für die kritischen Temperaturen crit.T:


MEdfi = 748.12 kNm erf.Z = 3100.28 kN crit.Ts = 579.8 del.as = -0.8 cm
MEd = 1441.52 kNm vorh.Z = 3419.65 kN crit.Tp = 445.4 del.ap = -1.0 cm
Vorgespannte Drähte/Litzen: Korrekturmaß del.ap = 1.5 cm

Mindestabmessungen erf. vorh.


Platte Tabelle 4.8:
Plattendicke hs : 10.0 cm
Achsabstand Feldbew. am : 3.0 cm Einfeldplatte
Achsabstand Feldbew. am : 1.5 cm Durchlaufplatte
Steg Tabelle 4.5:
Stegdicke bw : 10.0 cm < 22.8
Balkenbreite bmin : 22.8 cm = 22.8 in Höhe Bewehrung
Achsabstand am : 4.2 cm < 6.0 gesamte Zugbew.
Achsabstand am/2 : 2.1 cm < 5.0 Einzelstab

Der Nachweis ist an der Stelle der höchsten Beanspruchung (Zugkraft) zu führen.
Stahlspannung σs,fi nach Gl.(4.2) mit:
MEdfi : maßg. Moment der außergewöhnlichen Kombination (Edfi)
MEd : maßg. Moment der Grundkombination (Ed)
erf.Z, vorh.Z : erforderliche / vorhandene Zugkraft
Mit der Stahlspannung σs,fi ergibt sich:
crit.Ts : kritische Spannung des Betonstahls
del.as : Änderung des Achsabstands ∆a für crit.Ts
crit.Tp : kritische Spannung des Spannstahls
del.ap : Änderung des Achsabstands ∆a für crit.Tp
Bei gleichzeitiger Verwendung von Beton- und Spannstahl für Gl.(4.6):
del.ap : Korrekturmaß ∆ap für unterschiedliche kritische Temperaturen
des Betonstahls und des Spannstahls
Mindeststegdicke bw : nach Tabelle 4.5
Mindestbalkenbreite bmin : Mindestbreite in Höhe des Schwerpunkts der Zugbewehrung
Wirksame Höhe u. Flansch deff : Ist ein unterer Flansch vorhanden, gilt für die mittlere Höhe des
Flansches deff = d1 + 0.5*d2 > bmin.
Mindestachsabstand am : mittlerer Achsabstand der gesamten Bewehrung
Der Achsabstand jedes Einzelstabs muss kleiner sein als:
Mindestachsabstand F30 a : Achsabstand für F30
am/2 : halber mittlerer Achsabstand

79
abacus
®

Um zutreffende Ergebnisse zu erzielen, sollte die Lage der Bewehrung möglichst genau eingegeben
werden. Für Stegaussparungen wird verlangt, dass die verbleibende Querschnittsfläche in der Zugzone
2
Ac > 2*bmin ist (bmin nach Tabelle 4.5).

6.5 Zusammenfassung der Nachweise


Für die im Menü <Ausdruck/Grafikausgabe)> getroffene Auswahl erhält man den Verlauf der gewünsch-
ten Ergebnisse über die ganze Trägerlänge:
Maßgebende Längsspannungen im Gebrauchszustand:
Nach DIN 1045-1:2008 und EC2:

Spannbett Spannstahl St1500/1770 sig.o : 1350.00


T = To Spannstahl St1500/1770 sig.mo : 1275.00
Quasi-ständige Kombination Beton C45/55 sig.c : -20.25
Aufbeton C20/25 sig.a : -9.00
T = Too Spannstahl St1500/1770 sig.m : 1150.50
Seltene Kombination Beton C45/55 sig.c : -27.00
(Beton: nur Anf.klasse A+B) Aufbeton C20/25 sig.a : -12.00
Betonstahl BSt500 sig.s : 400.00
To - Too Spannstahl St1500/1770 sig.m : 1350.00
quasi-ständig seltene Kombination
Schnitt X(m) sig.co sig.p sig.co sig.ao sig.p sig.s
sig.cu sig.cu sig.au
... ... ... ... ... ... ...

12 19.82 -8.30 1063.47 -13.33 1063.47 -230.01


-6.94 -6.94

sig.cu, sig.co Maßg. Betondruckspannungen am unteren / oberen Rand des Fertigteils


sig.au, sig.ao Maßg. Betondruckspannungen am unteren / oberen Rand des Aufbetons
sig.p, sig.s Maßg. Spannstahlspannungen, Maßg. Betonstahlspannungen

Spannungen sig.c (N/mm2) quasi-st. Kombination M 1 : 15

-20.25

-5.14 -6.86 -5.14


-2.81 -2.81

-13.58 -13.58
-19.33 -19.33 -20.25

Spannungen sig.c (N/mm2) seltene Kombination M 1 : 15

-27.00

-5.86 -7.99 -5.86


-3.12 -3.12

-13.58 -13.58
-19.33 -19.33
-27.00

80
abacus
®

Spannungen sig.a (N/mm2) seltene Kombination M 1 : 15

-12.00

1.55 -2.29 1.56

1.50 -1.02 1.51

-12.00

Nach DIN 1045/88 und DIN 4227:


sig.bu, sig.bo : Maßgebende Betonrandspannungen, jeweils Druck und Zug
sig. z Maßgebende Spannstahlspannungen
sig. s Maßgebende Betonstahlspannungen
Die angegebenen Betonzugspannungen sind für Zustand I ermittelt und dienen lediglich der Kontrolle.
Falls sie die Betonzugfestigkeit überschreiten, erfolgt die Ermittlung der Betondruck- und Stahlspan-
nungen automatisch im Zustand II.

Rissbreiten

nach DIN 1045-1:2008 und EC 2:

Rissbreiten wku,wko Anforderungsklasse D häufige Ek zul.wko = 0.20


Anforderungsklasse B seltene Ek zul.wku = 0.20

Schnitt X(m) MEd(kNm) sig.c sig.s Asu (cm2) Aso wku (mm) wko
1 0.00 0.00 0.00 0.00 9.82 0.00
4 1.93 107.28 -15.85 237.93 9.82 0.13
6 3.86 160.92 -20.44 194.60 19.64 0.07
9 5.79 160.92 -20.44 194.60 19.64 0.07
11 7.72 107.28 -15.85 237.93 9.82 0.13
14 9.65 0.00 0.00 0.00 9.82 0.00

MEd (MSd) (kNm) : Moment


sig.c Betonspannung
sig.s Betonstahlspannung
wku (mm) : Vorhandene Rissbreite an UK Fertigteil
wko (mm) : Vorhandene Rissbreite an OK Fertigteil

Rissbreiten wk(mm) M 1 : .30

0.30

0.07
0.13 0.13
0.30

Dekompression sig (N/mm2) häufige Kombination M 1 : 15

0.33

-2.05 -2.98 -3.03 -3.03 -2.05


-2.98

81
abacus
®

Erforderliche Längsbewehrung nach DIN 1045-1:2008 und EC2:


Erforderliche Längsbewehrung (Spannstahl Ap + Betonstahl Asu, Aso):

Schnitt X(m) MEd(kNm) eps.c eps.s Z(kN) Ap(cm2) Asu(cm2)Aso


... ... ... ... ... ... ... ... ...
8 9.82 3724.19 -3.50 17.69 2726.07 18.67 0.00 0.00
9 13.03 4256.29 -3.50 14.66 3148.63 22.07 0.00 0.00
10 16.25 4433.65 -3.50 13.73 3291.22 23.22 0.00 0.00
11 19.46 4256.29 -3.50 14.66 3148.63 22.07 0.00 0.00
MEd (MSd) (kNm) : Bemessungsmoment
eps.c (0/00) : Betonstauchung
eps.s (0/00) : Stahldehnung
Z (kN) : Abzudeckende Zugkraft
Ap (cm2) : Erf. Spannstahlbewehrung
Asu (cm2) : Erf. untere Betonstahlbewehrung
Aso (cm2) : Erf. obere Betonstahlbewehrung
m : Mindestbewehrung
r,R : Bewehrung zur Rissebeschränkung: wie vor
E : Bewehrung aus Ermüdungsnachweis

Zugkraftdeckung Z (kN) M 1 : 1316

285.97 285.97

3291.22
3968.11 3968.11
4108.67 4108.67

erf.Z vorh.Z Z(P)

nach DIN 1045/88 und DIN 4227:


M (kNm) : Bemessungsmoment
DIN 1045: M = Moment im Gebrauchszustand
DIN 4227: Mu = Moment im Bruchzustand
eps.b (0/00) : Betonstauchung
eps.s (0/00) : Stahldehnung
Z (kN) : Abzudeckende Zugkraft
Az (cm2) : Erf. Spannstahlbewehrung
Asu (cm2) : Erf. untere Betonstahlbewehrung
Aso (cm2) : Erf. obere Betonstahlbewehrung
Bewehrung zur r : Mindestbewehrung
Rissebeschränkung R : das zug. Moment unter quasi-ständiger Last wird ausgedruckt
Robustheitsbewehrung
nach DIN 4227/A1: o : Oberflächenbewehrung nach Tab. 4, Zeile 2a + 2b

82
abacus
®

Erforderliche Schubbewehrung nach DIN 1045-1:2008 und EC2:


Erf. Schubbewehrung asw(cm2/m) für Balken: (vorwiegend ruhende Lasten)
Schnitt X(m) V0d(kN) VEd(kN) z(cm) cot(V) VRdmax (kN) VRdct Z asw
1 0.00 0.00 0.00
3 0.10 138.66 138.66 43.5 * 1.00 384.85
5 0.70 128.13 128.13 42.0 * 1.88 308.48 133.48 1 2.53 m
6 0.95 123.74 123.74 42.0 * 2.22 278.01 133.04 1 2.53 m
7 1.30 117.60 117.60 43.0 * 2.38 271.64 60.10 2 2.65
V0d (kN) : Bemessungsquerkraft, ohne Berücksichtigung der Obergurtneigung
VEd (VSd) (kN) : Bemessungsquerkraft, mit Berücksichtigung der Obergurtneigung
z (cm) : Hebelarm; Begrenzung nach DIN 1045-1:2008 10.3.4: d-2cnom durch „*“
markiert
cot(V) : Druckstrebenneigung (cotangens) für Querkraft
VRdmax (VRd2) (kN) : Höchster Bemessungswert der Querkraft, maßgebend für den Nachweis
der Druckstrebe
VRdct (VRd1) (kN) : Bemessungswert der ohne Schubbewehrung aufnehmbaren Querkraft;
Zustand I berücksichtigt (Voraussetzung: vorwiegend ruhende Lasten).
Z : Zustand I/II
asw (cm2/m) : Schubbewehrung (Mindestbewehrung ist mit ‘m’ gekennzeichnet, aus dem
Ermüdungsnachweis mit ‚E’)

Maßg. Querkräfte VEd (kN) M 1 : 717

1793.11 1793.11
1629.54 1551.18 1551.18 1629.54

551.68

5.83
-5.83

-551.68

VRdmax VEd

83
abacus
®

Falls Aufbeton, Nachweis in der Fuge:


Nach DIN 1045-1:2008:

Schubkraftübertragung in der Fuge zum Aufbeton:


Aufbeton: Fuge rau cj= 0.4 mue= 0.7 vEd, vRdmax, vRdcj (kN/m)
Bewehrung: BSt 500 Winkel: 90.00 Grad asj(cm2/m)

Schnitt X(m) V0d(kN) vEd z(cm) bj(cm) vRdmax vRdcj asj


3 0.15 -3.01
4 0.15 430.31
5 0.25 428.30 489.49 87.0 100.0 3541.67
6 0.75 418.08 457.43 88.5 100.0 3541.67
7 1.06 411.84 438.38 89.4 100.0 3541.67 404.44 0.93
8 1.12 410.64 434.78 89.6 100.0 3541.67 404.44 0.83
9 1.65 399.49 402.57 91.4 100.0 3541.67 404.44 0.00

Oberflächenbeschaffenheit nach Tabelle 13: verzahnt / rau / glatt / sehr glatt


cj, mue Beiwerte nach DIN Tabelle 13 in Abhängigkeit der Oberflächenbeschaffenheit
der Fuge
V0d (kN) Maßgebende Querkraft
vEd Bemessungswert der zu übertragenden Schubkraft je Längeneinheit (Gl. 83)

z (cm) Hebelarm
Zusatz *: nach DIN 1045-1:2008 10.3.4 begrenzter Hebelarm
bj (cm) Fugenbreite

vRdmax (kN) Maximale Querkrafttragfähigkeit (Gl. 86)


vRdcj (KN) Aufnehmbare Schubkraft ohne Verbundbewehrung

asj (cm2/m) Querschnitt der die Fuge kreuzenden Bewehrung unter Berücksichtigung des
angegebenen Winkels (45 < α < 90). Im obigen Beispiel ist an allen Stellen
vEd < vRdcj -> keine Schubbewehrung in der Fuge erforderlich, asj = 0,00
Nach EC 2:
tau.Sdj (N/mm2) : Schubspannung in der Fuge
tau.Rdj (N/mm2) : Bemessungswert der aufnehmbaren Querkraft (pro Flächeneinheit)
asj (cm2/m) : erforderliche Schubbewehrung

84
abacus
®

Falls Torsion vorhanden:


Betonzugfestigkeit fctd = 1.48 N/mm2 vorwiegend ruhende Belastung
Torsion: S: Steg Bewehrung inf. V: asw(cm2/m) 2-schn.
Aufteilung der TEd: O: Obergurt T: ast(cm2/m) 1-schn.
U: Untergurt T: Asl(cm2) Umfang
Randabstand der Mittellinie t/2 horizontal: 3.0 cm, vertikal: 3.0 cm
Interaktion T+V IAB = (TEd/TRdmax)**2 + (VEd/VRdmax)**2
Schnitt X(m) V0d(kN) VEd(kN) z(cm) cot(V) VRdmax (kN) VRdct Z. asw
TEd(kNm) cot(T) TRdmax Asl ast

.... .... ... ....


4 0.97 524.23 524.23 144.9 * 1.69 1619.28 425.16 1 4.92
S 3.26 1.00 49.21 1.33 0.68
O 14.86 1.00 99.42 2.04 0.00
U 7.75 1.00 60.11 1.35 0.00
Nachweise für Steg (S), Obergurt (O) und Untergurt (U):
TEd (TSd) (kNm) : Bemessungsmoment
Z (cm) : Hebelarm; Begrenzung nach DIN 1045-1:2008 10.3.4: d-2cnom durch „*“
markiert
cot(T) : Druckstrebenneigung (cotangens) für Torsion
TRdmax (TRd1) (kN) : Höchster Bemessungswert der Querkraft, maßgebend für den Nachweis
der Druckstrebe
ast (cm2/m) : Bügelbewehrung (pro Seite !)
Asl (cm2) : Längsbewehrung, über den Umfang zu verteilen

Maßg. Torsionsmomente TEd (kNm) M 1 : 15

27.23
18.12

6.31

-6.44

-18.12
-27.23

T Steg T Steg + Obergurt T gesamt

Erforderliche Schubbewehrung nach DIN 1045/88:


Qo (kN) : Maßgebende Querkraft
Qs (kN) : Maßgebende Querkraft mit Berücksichtigung der Obergurtneigung, maß-
gebend für die Schubspannung
red. Q (kN) : Reduzierte Querkraft infolge auflagernaher Einzellasten, maßgebend für
die ermittelte Schubbewehrung
Z (cm) : Hebelarm
Schubb. : Maßgebender Schubbereich
tau 0 (N/mm2) : Schubspannung
asb (cm2/m) : Schubbewehrung

nach DIN 4227:


Qo (kN) : Maßgebende Querkraft (max.Q/min.Q)

85
abacus
®

Qs (kN) : Maßgebende Querkraft mit Berücksichtigung der Obergurtneigung,


maßgebend für die Schubspannung

sig I (N/mm2) : Hauptzugspannung im Gebrauchszustand


Zone : Querschnitt liegt in Zone A bzw. B
s/t (N/mm2) : Zone A:sig I u : Hauptzugspannung im Bruchzustand
Zone B:tau 0 : Schubspannung
sig II u (N/mm2) : Hauptdruckspannung
red. Q(kN) : Reduzierte Querkraft infolge auflagernaher Einzellasten, maßgebend für
die ermittelte Schubbewehrung
asb (cm2/m) : Schubbewehrung, Mindestbewehrung mit ‘m’ gekennzeichnet.
Falls Aufbeton, Nachweis in der Fuge:
taua (N/mm2) : Schubspannung in der Fuge
asba (cm2/m) : erforderliche Schubbewehrung

Nachweis gegen Ermüdung: Spannung sig(N/mm2), Betonstahl Asu,Aso(cm2)


MEd(kNm), VEd(kN), vEd(kN/m)

Längsbewehrung del.sig.Rsd = 169.57 N/mm2


Beton fcd.fat = 20.61 N/mm2
Gl.123: vorh.E =/max.sigc/fcdfat/, zul.E =0.5+0.45*/min.sigc/fcdfat/

X(m) max.MEd Gl. sig.c vorh.E Gl. sig.p sig.s del.sigs Aso
min.MEd sig.c zul.E sig.p sig.s del.sigp Asu
... ... ...
3.00 271.46 120 -11.82 0.57 119 194.91 169.05 10.05
36.00 -1.57 1.00 25.85 32.60
3.07 276.12 120 -11.95 0.58 119 194.96 169.61 10.05
35.97 -1.56 1.00 25.35 33.25
3.20 285.82 120 -12.18 0.59 119 193.14 169.02 10.05
35.83 -1.52 1.00 24.12 34.94
.... .... ... ...
MEd (kNm) : Maßgebendes oberes und unteres Moment
Gl. Gleichungsnummer nach DIN 1045 (z. B. 120 für Beton, 119 für Stahl)
sig.c (N/mm2) : Betonspannung
sig.s (N/mm2) : Stahlspannung
del.sigs (N/mm2) : Spannungsschwingbreite
Asu (cm2) : Zugehörige untere Betonstahlbewehrung
Aso (cm2) : Zugehörige obere Betonstahlbewehrung

Bügel del.sig.Rsd = 103.43 N/mm2


Beton-Druckstrebe alfa*fcd.fat = 15.46 N/mm2
Gl.123: vorh.E =/max.sigc/fcdfat/, Gl.125/126: vorh.E =/max.VEd/VRdct/

X(m) max.VEd Gl. sig.c vorh.E red.VEd Gl. sig.s del.sig asw
min.VEd sig.c zul.E red.VEd sig.s
0.00 0.00
0.00
0.94 157.12 123 -2.72 0.24 117.58 119 232.57 168.87 8.00
32.21 -0.56 0.52 32.21 63.71
1.00 156.80 123 -2.71 0.24 117.26 119 232.52 169.30 7.98
31.89 -0.55 0.52 31.88 63.23
... . ... . . . . . . .
VEd (kN) : Maßgebender oberer und unterer Wert der Querkraft
red.VEd (kN) : zur Berücksichtigung auflagernaher Einzellasten
Gl. Gleichungsnummer nach DIN 1045 (z. B. 123 für Beton, 119 für Stahl)
vorh.E : /max.σcd / fcd,fat/
zul.E : 0.5+0.45* /min.σcd / fcd,fat/ ≤ 0.9 bzw. 0.8 z. B. nach Gl.(123)

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abacus
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del.sigs (N/mm2) : Spannungsschwingbreite


asw (cm2/m) : Zugehörige Bügelbewehrung

Maßgebende Durchbiegungen:
Die Ausgabe erfolgt zu den Zeitpunkten T0, T1 und T∞.
(T1 entfällt, wenn nur eine Kriechstufe eingegeben wird.)
Durchbiegungen zum Zeitpunkt T1 unter P0 + G1 + (K+S).1 :
Schnitt X(m) M(kNm) Mr(kNm) k.I k.II eff.k w(cm)
1 0.00 0.00 41.23 -0.0246 0.3
2 0.12 -40.50 -61.78 -1.0784 0.0
4 0.69 -214.91 -196.63 -4.5337 -2.9105 -3.5899 -1.4
5 0.77 -216.43 -205.86 -4.4497 -0.1080 -2.0721 -1.6
10 6.47 -185.32 -313.74 -2.9248 -9.8
11 8.04 -181.11 -313.74 -2.8593 -10.2
12 8.06 -181.11 -313.74 -2.8593 -10.2
16 14.19 -240.33 -311.80 -4.1406 -4.3
18 15.34 -215.13 -202.41 -4.4656 -0.1079 -2.0366 -1.6
19 15.39 -214.17 -196.63 -4.5185 -2.9057 -3.5855 -1.5

Auflagerverdrehungen alpha(arc) links: -0.02594 rechts: 0.02586

M (kNm) : Moment infolge der angegebenen Lastfallkombination


Mr (kNm) : Rissmoment des Querschnitts, ergibt sich aus der Betonzugfestigkeit.
Wenn diese überschritten wird, gilt Zustand II.
K. I (1/km) : Krümmung im Zustand I
K. II (1/km) : Krümmung im Zustand II
eff.K (1/km) : effektive Krümmung ermittelt aus K. I und K. II nach dem in Anhang A 4.3
zu EC2 geschilderten Verfahren.
w (cm) : Durchbiegung
Zusätzlich zu den Durchbiegungen werden die Verdrehungen am linken und rechten Auflager
angegeben.
alpha (arc) : Auflagerverdrehung im Bogenmaß

Maßg. Durchbiegungen W (cm) M1:2

-6.32

-4.78

-3.45
-2.91
-2.40

w(To) w(T11) w(T12) w(Too)

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7. Listingdateien anzeigen und ausgeben

Neben der Ausgabe im RTF-Format für Microsoft-Word® kann das FETT-Rechenprogramm auch
schnelle und vereinfachte Listingdateien im abacus-Textformat *.atf erstellen. Text und Grafiken werden
direkt im Eingabeprogramm angezeigt und je nach ausgewählter Schriftart werden automatisch die
Seitenumbrüche so vorgenommen, wie sie am eingestellten Drucker benötigt werden.

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abacus
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Im Menü <Listing><Schrift> wird die Schriftart zur Anzeige und zur Ausgabe auf einen Drucker
festgelegt. Es sollte dabei eine Schriftart verwendet werden, die den kompletten IBM-Zeichensatz bzw.
den MS-DOS Zeichensatz enthält, da sonst verschiedene Sonderzeichen (σ, τ, Σ, ╬, ╚╩) nicht korrekt
gedruckt werden.

Die TrueType-Schriftart MS-LineDraw enthält die o.g. Zeichensätze komplett. Sie gehört zum Liefer-
umfang der abacus-Grundinstallation. Es ist zu beachten, dass die Ausgabe von TrueType-Fonts auf
einem Nadeldrucker sehr lange dauern kann, da TrueType-Schriften immer als Grafik ausgegeben
werden.

Im Menü <Suchen nach ...> kann ein Text gesucht werden. Dieser erscheint dann als erste Zeile im
Listingfenster und die zugehörige Zeilen- und Seitennummer werden in der Infozeile angezeigt.

Mit <Listingdatei drucken> werden der Umfang, sowie die Seitenränder des Ausdrucks festgelegt. Über
die Befehlsschaltfläche „Umbruch am Schirm“ kann vor dem Ausdruck bei Änderung der Ränder der
neue Seitenumbruch am Bildschirm überprüft werden.

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abacus
®

Mit <Listingdatei speichern unter ...> kann die Listingdatei ganz oder teilweise in einer anderen Datei
gespeichert werden.

Im Menü <Listinggrafikoptionen> werden den Bildschirmfarben der einzelnen Linien Farben und Strich-
stärken für den Ausdruck zugeordnet. Manche Drucker wandeln die Farben dann in Grauwerte um.
Zusätzlich kann angegeben werden, ob alle Farben als Schwarz-/Weiß-Druck ausgegeben werden
sollen.
Über die Befehlsschaltfläche “Grafikschriftart” kann zusätzlich noch die Schriftart für die Beschriftung der
Grafik angegeben werden.

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abacus
®

8. Hilfesystem
8.1 Hilfeindex

Über den Befehl <Hilfeindex> kann der komplette Inhalt der Fett-Hilfe angezeigt werden.
Wenn ein Menübefehl innerhalb eines Menüs selektiert ist oder ein Dialog geöffnet ist, dann kann mit der
Taste F1 zu den meisten Menüpunkten und Dialogen gezielt Hilfe aufgerufen werden. Es erscheint dann
die Hilfe wie im obigen Bild dargestellt, jedoch nicht beginnend mit der ersten Seite der kompletten Hilfe,
sondern mit der ersten Seite zum entsprechenden Thema.
Mit dem Befehl <Hilfe über Hilfe> kann die schon angesprochene, allgemeine Anleitung zur Benutzung
des Windows-Hilfesystems aufgerufen werden.
Neben der Windows Hilfe kann auch in der Infozeile eine Kurzinformation erscheinen. Dies erfolgt zum
Beispiel dann, wenn die Maus über einer grafischen Befehlsschaltfläche bewegt wird oder wenn zum
Beispiel mit den RICHTUNGSTASTEN in den einzelnen Menüs der Menüzeile Menübefehle selektiert
werden.

8.2 Dokumentation im PDF-Format


Bei der Installation der abacus-Programme wird zusätzlich ein Unterverzeichnis \Abasta\Dokumentation
erzeugt, in dem sich die Programmbeschreibung und ggf. ein Programmbeispiel im PDF-Format
befinden. Zur Anzeige der Beschreibung muss das Programm Acrobat-Reader® der Firma Adobe
installiert sein. Dieses Programm ist in der Regel auf allen neueren Rechnern vorhanden, kann aber auch
kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden.

8.3 abacus im Internet


Link zur abacus-Homepage www.abacus.eu. Dort finden Sie u. a. aktuelle Informationen zu den abacus-
Programmen, zu neuen Normen, einen Downloadbereich sowie Programm- und Kundenbeispiele.

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abacus
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9. Fehlermeldungen
„ Programm-Modul FETT-EC2 erforderlich!“
Für Nachweise nach EC2 ist FETT-EC2 erforderlich.
„ Programm-Modul FETT-HLK erforderlich!“
Für Hochleistungsbeton ab C55/67 ist FETT-HLK erforderlich.
„Programm-Modul FETT-SAU erforderlich!“
Für Spannbeton-Nachweise und für Aufbeton ist FETT-SAU erforderlich.
„ Für Durchbiegungen Programm-Modul FETT-SUP erforderlich!“
„ Für Grafik Programm-Modul FETT-SUP erforderlich!“
Für die Ermittlung der Durchbiegungen und der grafischen Ausgabe ist FETT-SUP erforderlich.
„ Programm-Modul FETT-FAT erforderlich!“
Für den Nachweis gegen Ermüdung ist FETT-FAT erforderlich.
„ Fehler: Zeile ... der Eingabedatei nicht lesbar!“
Die angegebene Zeile enthält undefinierte Zeichen, deshalb kann die Eingabedatei nicht gelesen
werden.
„ Fehler: .... Lasten vorhanden, zulässig: ...!“
Die Anzahl der Lasten ist zu hoch.
„ Fehler: ... Steifigkeitsabschnitte, zulässig: 50!“
Bei der Querschnittsgenerierung sind zu viele Steifigkeitsabschnitte entstanden. Abhilfe: Schichtverlauf
vereinfachen.
„ Fehler: ... Schichten in Schnitt x = ....m, zulässig: 20!“
Bei der Querschnittsgenerierung haben sich im angegebenen Schnitt zu viele Schichten ergeben.
Abhilfe wie vor.
„ Fehler: Für X = ...m kein Querschnitt generiert“
Ursache: Unvollständige oder falsche Querschnittsangaben.
„ Fehler: Ende des letzten Querschnitts bei Xe (m) = ...
Länge des Trägers L (m) = ...
Ursache: Keine Querschnittsangaben von Xe bis Trägerende.
„ Fehler: Rissebeschränkung: grenz.d für Betonstahl erforderlich!“
Ursache: zusätzlich zu Spannstahl ist Betonstahl erforderlich, dazu muss ein Grenzdurchmesser
definiert sein.
Nachweise nach DIN 1045/88:
„ Fehler: tau > tau 03!“
Die Schubspannung überschreitet die zulässige Spannung für Schubbereich 3.
„ Fehler: tau > tau02!“
Beim Nachweis der Fuge zwischen Fertigteil und Aufbeton nach Heft 400 (Ausführung: nicht verzahnt)
ist Schubbereich 3 nicht zulässig.
„ Fehler: Mindesthöhe = 30 cm!“
Für Schubbereich 3 ist die angegebene Mindesthöhe erforderlich.
Nachweise nach DIN 1045-1:2008 und EC2:
„ Druckstrebe versagt: VEd > VRdmax!“ (EC2: VRd2)
Die Querkraft VEd ist zu groß, s. DIN 1045-1:2008 10.3.4 bzw. EC2 4.3.2.2 (4)
„ Erf. asw > max. asw!“
Die zulässige Bügelbewehrung max. asw nach EC2 4.3.2.4.4 wird überschritten.
„ Fehler: in der Fuge: tau.Sdj > tau.Rdj!“ (EC2)
Die Schubspannung in der Fuge zwischen Fertigteil und Aufbeton überschreitet den zulässigen Wert
tau.Rdj

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Index
Listing 31, 33, 40, 87, 88, 89
Alternativlastfälle 6, 12, 61
Ansichtsfenster 31, 39 Mindestbewehrung 13, 16, 19, 20, 22, 73, 75,
Arbeitsfenster 30, 32, 34 81, 82, 85
ATF-Format 26, 40 Multifenstertechnik 30
Aufbeton 4, 5, 6, 7, 11, 13, 18, 19, 21, 64, 65,
70, 73, 75, 76, 91 Neigung des Obergurts 13, 17, 21, 77
auflagernahe Einzellasten 13, 17, 21 n-tels-Punkte 42
Ausklinkungen 17 Nutzlast 6, 12, 17, 19
außergewöhnliche Einwirkung 7, 12, 28, 66
Aussparungen 4, 7 Panfaktor 35
Panning 34
Bemessung 39, 40 Parabel-Rechteck-Diagramm 10
Betondruckspannungen 15, 21, 79
Bruchmoment 13, 17, 74 Rissmoment 20, 69, 86
Robustheit 20, 81
Datei Öffnen, Speichern 38 RTF-Format 27, 28, 39, 40
Dekompression 16, 22, 65, 73
DIN 1055-100 7 Schichten 7, 25, 57, 66, 91
Dokumentation 26, 90 Schnittgrößenkombinationen 6, 12
Druckstrebe 18, 21, 50, 70, 71, 82, 84, 91 Schubbereich 76, 84, 91
Durchbiegung 11, 16, 20, 87 Schwerlinie 68
Schwindbeiwert 65, 68
Eigengewicht 4, 7 Seitenumbruch 87
Eintragungslänge 4, 22, 24, 60, 64, 76, 77 Sicherungsdatei 39
Einwirkungsart 6, 7, 66 Spannstahlspannungen 19, 80
englische Version 27 Spannungs-Dehnungs-Linien 9, 10, 13, 17
Ermüdung 4, 14, 67, 71, 85 Speichern 38
Expositionsklasse 15, 46 Stahldehnung 17, 81, 85

Fadenkreuz 30 Teilsicherheitsbeiwert 4, 6, 9, 10, 28, 64, 66


Fenstertypen 31 teilweise Vorspannung 4, 5, 16
Fonts 36 Testlauf 4
Fuge 13 Torsion 14, 46, 71, 84
Fugenausbildung 13, 21, 64 Trägheitsmoment 68
TrueType-Fonts 36, 88
Gebrauchstauglichkeit 6, 12, 15, 21, 71, 72
Grenzdurchmesser 16, 19, 22 Übertragungslänge 22, 76
Gruppenfenster 38 Umweltbedingungen 19
Umweltklasse 21, 22
Hauptdruckspannung 85
Hauptzugspannung 75, 76, 85 Vektorfonts 36
Hebelarm 13, 17, 18, 69, 74, 84 Versatzmaß 13, 21, 23
Hintergrundfarbe 35
Hochleistungsbeton 4, 9, 45 Werkzeugleisten 30
Word 87
Kombinationsbeiwert 6, 7, 12, 28, 66
Kopfvarianten 26, 27, 28, 41 Zone A oder B 18
Kopfzeilen 26, 40 Zoomen 34
Kriechbeiwert 65, 68 Zoomfaktor 35
Krümmung 16, 20, 86 Zugfestigkeit 10, 16, 20, 64
Zugkraft 24, 73, 74, 81, 85, 86
Lagerung 13, 17, 21, 24 Zustand II 18, 19, 73, 74, 75, 76, 86
Lagesicherheit 12
Lastfälle 6, 13, 17, 18, 19, 62, 69, 71, 72

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www.abacus.eu
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FETT V6.0 Stand: 05 / 2009

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