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COSWIG UND WEINBÖHLA 9


9 . FE B RU A R 2 0 1 8 * SÄCHSISCHE ZEITUNG ||||||||||||||||||||||||||||||||

Für Sie Ines Scholze-Luft für das Gebiet Coswig/Weinböhla


vor Ort Telefon .......................................................................... 0351 837475654
E-Mail ............................................ luft.ines@ddv-mediengruppe.de

Mit DDR-Fahrrad durch Afrika


Coswig nen Schrebergarten zu haben. Stefan Frotz-
scher hält sich und seine Reisen aber kei-
„Blanko“ haben ihn die nesfalls für extrem. „Afrika ist nicht gefähr-
Afrikaner gerufen, als Stefan licher als beispielsweise Berlin“, sagt er
Frotzscher radelnd den heute.
Kontinent querte. Nach 14 Früher hatte er auch dieses Klischeebild
im Kopf, dass hinter jeder Ecke das Verbre-
Jahren ist das Abenteuer vorbei. chen lauert. Doch mit Kriminalität sei er
Auf seinen Vorträgen erlebt er nie in Berührung gekommen. „Die Men-
die Reisen noch einmal nach. schen sind sehr freundlich, lieb und hilfs-
bereit“, sagt er. Wenn er abends in einem
Urwalddorf keine Unterkunft gefunden
Von Beate Erler hatte, fragte er den Dorfältesten und der
fand in jedem Fall eine Hütte, die geräumt

G erade hat Stefan Frotzscher sich ge-


setzt, ein Stück Sachertorte und einen
Pfefferminztee bestellt, da springt er plötz-
und ausgefegt wurde. Diese Begegnungen
haben seine Weltsicht verändert.
Natürlich gab es auch bedrückende Mo-
lich auf, um sein Fahrrad noch einmal um- mente. Zweimal seien ihm und seiner da-
zuparken. Er schiebt es direkt vor das Fens- mals weiblichen Reisebegleiterin ein Baby
ter, hinter dem er sitzt, um es im Blick zu zur Adoption angeboten wurden. Er erin-
haben: „Es hat einen materiellen Wert von nert sich an den Dreck und die Armut in La-
Null, aber der ideelle Wert ist unschätz- gos, der Hauptstadt Nigerias. Abseits der
bar“, sagt er. Der 65-jährige Coswiger hat Touristenzentren gab es in den Hotels, in
mit dem alten metallicblauen DDR-Fahrrad denen er übernachtete ein Holzgestell als
in 14 Etappen ganz Afrika durchradelt. So Bett, einen Eimer Wasser und keinen
entstand die innige Beziehung zwischen Strom. Das war auch der Grund, weshalb
Rad und Radler. seine Frau bei nur zwei seiner Touren dabei
Von seiner letzten Tour ist er erst im De- war. Seinen 65. Geburtstag feierte Stefan
zember zurückgekehrt. Sie führte ihn von Frotzscher letztes Jahr in Rom und in der
Kamerun nach Coswig und war gleichzei- Vatikanstadt. Seine Frau kam mit dem Zug,
tig das Ende vom Abenteuer Afrika. Dass er seiner Tochter und seinem Sohn bezahlte
so etwas einmal machen wird, hätte Stefan er das Flugticket.
Frotzscher nie für möglich gehalten. „Das Als er nach der längsten Etappe von 20
war ein Prozess, der 14 Jahre meines Le- Wochen in Urwald und Wüste wieder zu-
bens geprägt hat“, sagt er. Zumal die ersten rück war, sei er wie auf Samtschuhen
Annäherungsversuche an das Fortbewe- durch Coswig gelaufen. Alles war so sauber
gungsmittel nicht sehr vielversprechend und in den Supermärkten gab es von allem
waren. hundert verschiedene Sorten. „Allen Men-
Erst im Alter von zwölf Jahren gelang es Wo geht es hier nach Afrika? Mit seinem alten Mifa-Rad ist Stefan Frotzscher schon 388 000 Kilometer gefahren. Das sei mehr als die schen, die sich immer nur beschweren wie
seinem Onkel, ihm das Fahrradfahren bei- mittlere Entfernung von Coswig zum Mond, sagt er. Foto: Arvid Müller schlecht hier alles ist, empfehle ich, durch
zubringen. Auf einer huckeligen Wiese, er- Afrika zu reisen“, sagt er. Aber nicht mit so
innert er sich. „Schon mein Vater und mein einer Kuschelagentur, sondern richtig. Das
Opa hatten es ewig probiert“, sagt Stefan gendeinem Termin mit dem Zug zu fah- nach Athen. 4 000 Kilometer in vier Wo- zu viel“, sagte er sich. Er weiß, dass ihn vie- würde ihre Meinung sicher verändern.
Frotzscher und lacht. Der Onkel sei ein ren“, sagt er. Im Jahr radelt er zwischen chen, das waren eigentlich Herausforde- le Leute in seinem Alter für extrem halten.
Pragmatiker gewesen und habe ihm eine 15 000 und 18 000 Kilometer. rung und Abenteuer genug, sagt er. Doch es Das merkt er immer wieder an den Fragen Info: Am Sonntag, 18. März, 18 Uhr, ist Stefan Frotz-
Wäschestange zum Festhalten hingestellt. Alles begann mit der Idee eines Bekann- sollte erst der Anfang sein. Damals arbeite- und Reaktionen auf seinen Reisevorträgen. scher in der Börse Coswig und stellt in einem Multimedia-
Seit diesen Kindheitstagen ist das Fahrrad ten, im Jahr 2004. Leipzig hatte sich damals te Stefan Frotzscher als Informatiker in der „Die Leute hier haben so ein enormes Si- vortrag seine letzte Etappe „Durch die Sahara nach Hause“
sein ständiger Begleiter. Ein Auto hat er für die Olympischen Sommerspiele bewor- Walzengießerei Coswig. cherheitsbedürfnis“, sagt er. Ab einem ge- vor. Kartenpreis: 12 Euro.
schon seit Jahrzehnten nicht mehr. „Ich ben. Auf einer Werbefahrt fuhren Stefan Mit 58 Jahren hängte er den Job an den wissen Alter reiche es den meisten vor dem
würde niemals auf die Idee kommen, zu ir- Frotzscher und 25 Begleiter von Leipzig Nagel: „Das Leben ist zu kurz und die Pläne Fernseher zu sitzen und vielleicht noch ei- web www.boerse-coswig.de
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