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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

„Man muss das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns
herum immer wieder gepredigt wird, und zwar nicht von Einzelnen,
sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf
Schulen und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf,
und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der
Majorität, die auf seiner Seite ist.“

Goethe

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Udo C. Deppisch 
 

Inhaltsverzeichnis:
Kein Cash – und nun? 4
Eine Insel im Mittelmeer hat keine Mittel mehr 10
Der Internationale Währungsfonds plant die Enteignung 14
Ihr Vermögen ist staatlicher Willkür schutzlos ausgeliefert 17
Die US-Notenbank ist ein Fake 22
Die US-Notenbank ist eine Verschuldungsmaschine 31
Der Euro ist eine Desperado-Währung 35

Belächelt, bekämpft, bewundert 40


Zu allen Zeiten ging die Welt (nicht) unter 48

Welt-Währungen in der Krise – gibt es eine Krisenwährung? 56


Das Ende ist noch nicht zu Ende 68

Impressum 70
Hinweis 71
Quellenverzeichnis 72
Bildnachweis 73

 

 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Kein Cash –  
Und nun? 


 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

Kein Cash – und nun?


Was haben Griechenland und Zypern gemeinsam? Sie eint ein ge-
meinsames Leiden: der Euro. Er hat ihnen mehr Probleme als
Chancen beschert. Hier wie dort wachte die Bevölkerung eines Mor-
gens auf, rannte zum Geldautomaten, steckte die EC-Karte ein, tipp-
te die PIN ein, und heraus kam nichts, also so gut wie nichts.

Keine wirklichen neuen Bilder. Zu allen Zeiten hat es Krisen gege-


ben und die Menschen mussten Schlange stehen, wenn es um ihr
Geld ging, wie dieses Bild aus Nachkriegsdeutschland zeigt1.

 

 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Damals wie heute, wer sich beschweren wollte, stand häufig vor ver-
schlossenen Türen:


 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

Doch wirklich gelernt hat aus dieser Geschichte niemand. Bis heue
bunkern die Bürger eines Landes einen nicht unerheblichen Anteil
ihres Geldes in Geldwerte (Sparbücher, Sparkonten, Lebensversi-
cherungen, festverzinsliche Wertpapiere). Diese Werte sind alles an-
dere als sicher. Sie sind nur ein Zahlungsversprechen, an das sich in
Krisenzeiten niemand erinnern wird.

Somit ist klar. Wer sich verhält wie die Masse, wird mit ihr Unterge-
hen. Anleger, Sparer und Unternehmer, die andere Wege gegangen
sind, die sich vom Mainstream abkoppelten und sich eigene Gedan-
ken machten waren die Gewinner. Denn auch das lehrt die Ge-
schichte. Vielfach konnten sie ihr Geld sicher durch die schwierigen
Zeiten bringen und danach ihr Reichtum deutlich mehren. Das war
kein Glück, sondern vorausschauendes Denken. Wie wichtig das in
Krisenzeiten ist, davon handelt dieses Buch.

Können Sie sich in die Situation der hier genannten Bevölkerung


hineinversetzen, die derzeit um ihr wirtschaftliches Überleben kämp-
fen? Haben Sie eine Vorstellung davon, was es bedeutet, sein Leben
lang hart gearbeitet zu haben, alles Geld auf dem Sparkonto von der
Hand in den Mund gespart zu haben, um sich dann von anderen
sein eigenes Geld zuteilen zu lassen? Wenn es überhaupt etwas zu
verteilen gibt. In Zypern waren die Banken für einige Tage geschlos-
sen. Da erhielt kein Kunde auch nur einen Cent. In Teilen Griechen-
lands war es nach dem Auslaufen des EU-Hilfsprogramms ebenfalls
zu weitreichenden Bankschließungen gekommen, weil keine Bank-
noten mehr verfügbar waren.

Machen Sie sich bewusst, wovon hier die Rede ist. Es sind Men-
schen, die, wie Sie und ich, jeden Tag konsumieren müssen, um zu
überleben. Ob Sprit fürs Auto, Lebensmittel, Heizung, Wasser etc.,
für all das muss bezahlt werden. Wenn nun aber kein Geld trotz

 

 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Bankguthaben aus dem Automaten kommt, braucht es nicht viel


Fantasie, um sich vorzustellen, was diese Menschen durchmachen.

Im Juli 2015 ging das Bild des griechischen Rentner Giorgos


Chatzifotiadis um die Welt. Dieser saß weinend vor einem Bankge-
bäude in Thessaloniki. Zuvor war er bei drei Banken vorstellig ge-
worden, um für seine kranke Frau wenigstens einen Teil der Rente
zu ergattern. Doch er stand immer vor verschlossenen Türen. Die
vierte Bank hatte zwar geöffnet, doch konnte sie ihm kein Geld aus-
zahlen. Daraufhin ist er einfach zusammengebrochen. Weinend saß
er auf dem Boden, hilflos wie verzweifelt (Symbolbild):

Später sagte er, dass er mit seiner Frau einige Jahre in Deutschland
hart gearbeitet hatte. Von dort stammt auch die Rente seiner Frau,
die ihm nun vorenthalten wird. Wer hätte je geglaubt, dass Rentner


 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

im 21. Jahrhundert, die Zeit ihres Lebens hart gearbeitet haben, so


gedemütigt werden?

Diese Entwicklung macht nur noch sprachlos.

Hinzu kommt die Ungewissheit. Niemand weiß, wie es mit einem


bankrotten Staat weitergehen soll. Wer hätte gedacht, dass Griechen-
land, in dem die Wiege der Demokratie steht, auf Ramschniveau
herabgestuft werden würde. Zudem hat es als erstes Industrieland
der Welt eine fällige Rate an den Internationalen Währungsfonds
(IWF) nicht zurückgezahlt.

 

 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Eine Insel im Mittelmeer


hat keine Mittel mehr

Immer dann, wenn


Geld im Spiel ist,
können die Dinge
ganz schnell aus dem
Ruder laufen und
Menschen ins Un-
glück stürzen. Selbst
dann, wenn diese
Menschen über be-
trächtliches Vermö-
gen verfügen, aber
aufgrund von staatli-
cher Anordnung keine Chance haben, es in Besitz zu nehmen. Wie
so etwas aussehen kann, sah man im März 2013. Zypern stand da-
mals vor dem Bankrott. Also entschieden die EU-Finanzminister,
dass nun alle mit anpacken müssten, um das Land zu retten. Der ers-
te offiziell vorgestellte Plan sah vor, dass Sparer mit weniger als
100.000 Euro Sparguthaben 6,6 Prozent davon abzugeben hätten.
Ab 100.000 Euro Sparvermögen sollten es 9,9 Prozent sein. So der
Plan. Mit anderen Worten: Es wurde quasi im Eiltempo eine neue
Steuer auf Spareinlagen eingeführt und zwar von jetzt auf gleich. Die
Sparer hatten gar keine Chance, sich dieser Entwicklung zu entzie-
hen. Bereits bei Verkündigung des Rettungsplans wurden die Ban-
ken vorsichtshalber für einige Tage geschlossen, sodass es unmög-
lich war, Geld abzuheben. Selbst die Geldautomaten waren auf die
neue Situation umgestellt worden. Hier zeigt sich, dass durch die di-
gitale Vernetzung nur ein Klick gesetzt werden muss, um alle Auto-
maten auf „Standby“ umzuschalten. Die Auszahlungen wurden ge-

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Udo C. Deppisch 
 

deckelt. Besonders prekär war die Situation für die Unternehmer auf
der Insel. Sie konnten weder über Kundeneinzahlungen verfügen
noch selbst Rechnungen an ihre Lieferanten zahlen.

Der Aufschrei der Zyprer war bis nach Brüssel zu hören. Wütende
Bürger gingen auf die Straßen Zyperns, um gegen diesen Aderlass zu
demonstrieren. Mit Erfolg. Die Protagonisten änderten ihren verwe-
genen Plan und stellten Sparvermögen bis zu 100.000 Euro von Ab-
gaben frei. Dafür sollten Vermögende die Hälfte ihres 100.000 Euro
übersteigenden Guthabens in weitgehend wertlose Bankaktien um-
tauschen. Die Politiker sprachen hier von einer einmaligen Aktion,
die nicht als Blaupause für ähnlich gelagerte Fälle herangezogen
werden würde. Das muss der Chef der Euro-Gruppe, Jeroen René
Victor Anton Dijsselbloem, wohl überhört haben. Ein paar Tage
nach dieser konzertierten Aktion sagte er in einem Interview mit der
Nachrichtenagentur Reuters und der Wirtschaftszeitung „Financial
Times“, dass der Fall Zypern Modell für den Umgang mit drohen-
den Bankpleiten in der Zukunft stünde. Mit anderen Worten: eine
Blaupause. Seit diesem Eingeständnis gilt: Alles ist möglich. Nichts
ist mehr unmöglich.

Diese Ankündigung sorgte für heftige Reaktionen an den Märkten,


und zwar so heftig, dass Herr Dijsselbloem zurückruderte und nun
nur noch von einem speziellen Fall sprach. Spätestens mit Beginn
der Euro-Krise wissen wir um die Halbwertzeiten solcher Aussagen.
Denn nur einen Monat später sagte der deutsche Finanzminister:
„Herr Dijsselbloem ist in der Substanz zu Unrecht gescholten worden und auch
nicht von mir.“ Für ihn, den Minister, muss die Beteiligung von Eigen-
tümern, zu denen auch Sparer gehören (zumindest teilweise), nach-
rangige Anleihegläubiger und ungesicherte Anleger, der Normalfall
sein, wenn ein Finanzinstitut in eine Schieflage gerät.

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Der EURO ist eine unberechenbare Währung,


die Sie sogar enteignen kann!

Wer weiß, vielleicht müssen wir uns schon bald an diese Bilder ge-
wöhnen:

Von Euro-Rettungsmaßnahmen sind auch die betroffen, die nicht


einmal ansatzweise im Verdacht stehen, mit Geld zu zocken, son-
dern nur ihr mühsam erwirtschaftetes Vermögen „sicher“ auf einer
Bank hinterlegt haben. Irrtümlicherweise wird der Eindruck erweckt,
dass der Normalbürger im Falle eines Falles verschont bleibt und
nur Reiche geschröpft werden. Dem ist nicht so. Ein Unternehmen,
das Geld für die nächsten Gehälter flüssig auf dem Bankkonto vor-
halten muss, kommt, je nach Unternehmensgröße, leicht über

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Udo C. Deppisch 
 

100.000 Euro. Würde in Deutschland nach dem Zypern-Modell ge-


handelt, wären somit über Nacht die Guthaben weg und damit die
Gehälter.

Noch schlechter würde es den Versicherungsgesellschaften und


Pensionsfonds ergehen. Auch sie halten in größerem Umfang liquide
Mittel vor, die auf Bankkonten zwischengeparkt werden. Dabei han-
delt es sich um Gelder ihrer Kunden. Nicht viel besser erginge es ei-
nem Versicherungskunden, der sich seine Lebensversicherung hat
auszahlen lassen. Er wäre ebenfalls Opfer dieser Zwangsmaßnahme.
Eine Lebensversicherung, die über 30 Jahre angespart wurde, landet
schnell in einem sechsstelligen Bereich. Reich ist man damit noch
lange nicht, und doch würde der Betrag anteilig zur „Rettung“ her-
angezogen.

Sie sehen hier, wie „gefährlich“ diese Entwicklung für jeden Einzel-
nen von uns ist.

Der Euro sollte Europa vereinen, Menschen zusammenbringen,


Wohlstand schaffen. Erreicht wurde, so hat es den Anschein, das
Gegenteil – leider. Wütende Demonstranten, Straßenschlachten in
den Regierungsvierteln, und verzweifelte Menschen bestimmen zu-
nehmend das Bild in einigen europäischen Ländern.

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Der Internationale Währungsfonds (IWF)


plant die Enteignung

Mitte Oktober 2013 forderte


kein Geringerer als der In-
ternationale Währungsfonds
(IWF) eine zehnprozentige
„Schulden-Steuer“ auf alle
Sparguthaben in der gesam-
ten Euro-Zone2. Das ist
nichts anderes als ein weite-
rer Schritt in die weltweite
Enteignung von Privatver-
mögen. Zahlen soll diese
Steuer jeder Haushalt in der
Euro-Zone, auch wenn er nur über geringe Ersparnisse verfügt. Wo-
für die Gelder verwendet werden sollen, ist bereits festgelegt: zum
einen, um die Forderungen der Banken zu befriedigen, und zum an-
deren, um das Schuldensystem zu retten. Dieses Konzept, so sagt
der IWF, habe sich bereits nach dem Ersten Weltkrieg in Europa
bewährt. In dem IWF-Bericht hieß es dazu auf Seite 49:

„Die deutliche Verschlechterung der öffentlichen Finanzen in vielen


Ländern hat das Interesse an einer Zwangsabgabe auf Vermögen (capi-
tal levy) geweckt. Dies ist eine einmalige Abgabe als eine außergewöhn-
liche Maßnahme, um die Nachhaltigkeit der Schulden wiederherzustel-
len. Der Charme einer solchen Maßnahme besteht darin, dass eine sol-
che Steuer erhoben werden kann, bevor es zu einer Steuerflucht kommen
kann. Dazu muss der Glaube hergestellt werden, dass diese Maßnahme
einmalig ist und niemals wiederholt wird. Die Steuer würde die Bürger
nicht verstören. Einige würden sie sogar als fair empfinden.“

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Udo C. Deppisch 
 

Wer geschichtlich halbwegs bewandert ist, weiß, warum es zum


Zweiten Weltkrieg innerhalb weniger Jahre kam. Zudem ist es mehr
als zynisch, eine Steuer, die Sparvermögen enteignet, als fair zu be-
zeichnen. Daran ändert auch die Erklärung des IWF mit Blick auf
die Alternative nichts:

„Die Voraussetzungen für eine solche Steuer müssen ge-


schaffen werden. Doch sie müssen abgewogen werden gegen
die Alternativen: Diese wären die Ablehnung der öffentli-
chen Schulden (also Staatspleiten) oder Inflation.“

Nicht der Bürger hat die Finanzkrise ausgelöst, sondern Banken und
Staaten durch einen verantwortungslosen Umgang mit den ihnen
anvertrauten Geldern. Nun aber werden nicht nur die Falschen zur
Kasse gebeten, sondern das dadurch eingenommene Geld schafft
auch keinen nachhaltigen Mehrwert. Die Zwangssteuer auf Vermö-
gen kurbelt weder die Wirtschaft an noch verbessert sie die Infra-
struktur. Selbst für die Bildung ist kein Cent übrig.

Fakt ist, dass der IWF den Staaten nahelegt, diese Steuer zu erheben,
um den Schuldendienst (!) bei den Banken, privaten wie öffentli-
chen, sicherzustellen. Mit anderen Worten: Die möglichen Steuer-
einnahmen würden einige Fehler der Vergangenheit kaschieren,
während die weitere Verschuldung nicht eingedämmt werden würde.

Der IWF-Vorschlag findet immer mehr Anhänger. Selbst die Deut-


sche Bundesbank kann einer Zwangsabgabe etwas Positives abge-
winnen, wie sie in ihrem Monatsbericht Januar 2014 schrieb. Droht
einem Staat die Zahlungsunfähigkeit, dann soll er nach Aussage der
Bundesbank nicht auf das Geld europäischer Steuerzahler oder die
Zentralbank schielen, sondern zunächst das Vermögen seiner eige-
nen Bürger einmalig besteuern. Womit sich doch eine Frage auf-

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

drängt: Wie wollen Sie Ihr Geld, Ihr Vermögen und Ihre Finanzen
vor staatlicher Willkür schützen?

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Udo C. Deppisch 
 

Ihr Vermögen ist staatlicher Willkür


schutzlos ausgeliefert

Wie haben Sie Ihr Geld angelegt?

Aktien
Immobilien
Gold, Silber und Platin
Festverzinsliche Wertpapiere
Sparbuch
Investmentfonds

Wo auch immer es angelegt ist, es ist in großer Gefahr. Der Staat


weiß nicht erst seit NSA, wo Sie Ihr Geld angelegt haben. Die
Amtsgerichte führen Grundbücher online. Alle Zinsgewinne unter-
liegen der Abgeltungssteuer. Somit ist es für den Staat leicht, sich
schnell einen Überblick über
Ihre finanzielle Situation zu
verschaffen. Gold, Silber und
Platin können Sie „am Staat
vorbei“ erwerben. Doch wie
schützen Sie sich vor Dieb-
stahl?

Sie können es drehen und


wenden wie Sie wollen, Sie
sind mit den klassischen
Währungen (Euro und US-
Dollar) Angriffen schutzlos
ausgeliefert.
 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Dabei ist das Geld Ihr Eigentum, und doch können Sie in Krisenzei-
ten darüber nicht verfügen. Spätestens jetzt ist klar, was von der so
genannten Einlagensicherung der europäischen Banken zu halten ist:
gar nichts. Die greift nur im Konkursfall einer Bank, aber nicht in
Zeiten von Währungsturbulenzen und Staatskrisen. Das für sich al-
lein genommen ist Grund genug, staatlich verordnetes Geld zu mei-
den. Aber es kommt noch viel dicker. Wenn Sie Ihr Geld zur Bank
tragen und es dort auf ein Sparkonto einzahlen, dann erhalten Sie
darüber für gewöhnlich einen ausgedruckten Kontoauszug, der in
etwa so aussehen könnte:

Die meisten Bankkunden glauben, dass dieses auf dem Papier aus-
gewiesene Guthaben real verfügbar sei. Sie irren! Tatsächlich ist es
gar nicht mehr vorhanden, weil die Bank es z. B. als Kredit weiterge-
reicht hat. Somit ist jeder Kontoauszug nur ein Zahlungsversprechen
der Bank und keine Garantie über die jederzeitige Auszahlung der

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Udo C. Deppisch 
 

ausgewiesenen Beträge. Kann die Bank ihr Versprechen nicht einlö-


sen, greift bis zu einem bestimmten Betrag die Einlagensicherung.
Doch wann diese greift und ob sie ausreicht, um alle „Opfer“ zu
entschädigen, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt.

Erstaunlich, dass Bankkunden diesen Umstand mit stoischer Gelas-


senheit einfach so hinnehmen. Wenn es darum geht, Angebote zu
nutzen, ist ihnen kein Weg zu weit. Da informieren sie sich über
Stunden, um am Ende mit ein paar Euro Einsparung nach Hause zu
gehen. Wenn es aber darum geht, ihr „monetäres Lebenswerk“ ab-
zusichern, verlassen sie sich einzig auf den Namen der Bank. Ein-
fach deshalb, weil sie das Währungssystem nicht verstehen. Sie ha-
ben es noch nie verstanden. Bereits zu Zeiten des schwerreichen
US-Automobilherstellers Henry Ford (1863-1947) verhielt es sich so.
Er sagte:

„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken-


und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es näm-
lich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“

Ford erlebte die Gründung der „angeblichen“ US-amerikanischen


Notenbank, FED. Auf eine Initiative des deutschen Bankiers Paul
Warburg trafen sich im Jahre 1910 auf Jekyll-Island die Familie
Morgan (JP Morgan), Paul Warburg sowie Vertreter der Rockefeller-
Gruppe. Gemeinsam arbeiteten sie eine Gesetzesvorlage für eine
Zentralbank aus.

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Das neue Institut sollte von den großen amerikanischen Bankhäu-


sern beherrscht werden. Dadurch sollte ihre Macht auf den Staat
und seine Wirtschaft ausgebaut und für alle Zeiten festgeschrieben
werden. Der Schwiegervater von John D. Rockefeller II., Senator
Nelson Aldrich, brachte diese Gesetzesvorlage in den Kongress ein
und scheiterte damit.

Eine herbe Niederla-


ge für die finanzkräf-
tigen Herren, die sich
davon aber nicht be-
eindrucken ließen. Sie
finanzierten in der
Zeit danach den
Wahlkampf des Prä-
sidentschaftskandida-
ten Woodrow Wilson
für die Wahl 1912. Er
gewann. Wilson „be-
dankte“ sich auf ganz
besondere Art. Er
schleuste die Vorlage
seiner Gönner einige Tage vor Heiligabend des Jahres 1913, als viele
Abgeordnete schon im Weihnachtsurlaub waren, durch den Kon-
gress. Unter dem Namen „Federal Reserve Act“ kam es dann zur
Gründung des Fed-Systems = Federal Reserve System (FED). Ein
Gegner dieses Gesetzes war Charles A. Lindbergh, der Vater des
Flugpioniers. Vor dem Kongress sagte er:

„Dieses Gesetz etabliert das gigantischste Kartell auf Erden.


Es wird Inflation erzeugen, wann immer das Kartell Inflati-
on wünscht.“

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Udo C. Deppisch 
 

Sechs Jahre nach diesem denkwürdigen Tag soll Woodrow Wilson


Folgendes gesagt haben3:

„Ich bin ein zutiefst unglücklicher Mann. Ich habe unwis-


sentlich mein Land ruiniert. Eine große industrielle Nation
wird von ihrem Kreditwesen kontrolliert …“

Angesichts dieser Fakten bekommen wir als Laien einen ganz ande-
ren Eindruck von den Geschehnissen dieser Welt. Oder hätten Sie
geglaubt, dass eine „private“ Bank mehr oder weniger den Dollar
kontrolliert? Es bleibt abzuwarten, wie sich das System weiter entwi-
ckeln wird. Möglicherweise erlebt es das gleiche Schicksal wie alle
anderen großen Dynastien und Reiche, wie die von Babylon, Ägyp-
ten, Rom oder das Osmanische Reich. Sie kommen und gehen, so
wie die letzten vier großen Reiche, die im letzten Jahrhundert fielen:

1918 Österreich-Ungarisches Reich


1945 Deutsches Reich
1949 Britisches Weltreich
1989 Sowjetisches Reich

Alchimisten waren zu allen Zeiten versucht, Gold synthetisch herzu-


stellen. Weil es ihnen nie gelungen ist, wichen sie auf den Finanz-
markt aus. Hier schien das Unmögliche möglich zu werden. Reich-
tum aus dem Nichts (bzw. mit geliehenem Geld) aufzubauen, ohne
den Weg über eine real existierende Wertschöpfung in Form von
Güterproduktion, realen Investments oder Dienstleistungen zu ge-
hen. Wohin das geführt hat, zeigt die derzeitige Krise. „Der Krug geht
so lange zum Brunnen, bis er bricht“, insofern war es nur noch eine Frage
der Zeit, bis das jahrelange Umwälzen der Schulden zu dieser desas-
trösen Entwicklung führte, mit der wir uns nun schon etliche Jahre
plagen.

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Die US-Notenbank
ist ein Fake!

Wann immer Sie im Internet nach dem Begriff FED für „Federal
Reserve System“ googeln, erhalten Sie auf Internetseiten, die blind
dem Mainstream folgen und keine eigene Meinung haben, die Erklä-
rung, dass es sich hierbei um die Zentralbank der Vereinigten Staa-
ten von Amerika handelt. Deshalb wird umgangssprachlich auch
von der US-Notenbank gesprochen.

Doch diese US-Notenbank gehört weder dem Volk noch der ameri-
kanischen Nation. Kein einziger Anteil dieser Bank wird von der
amerikanischen Regierung gehalten. Einfach deshalb, weil sich diese
Bank im Privatbesitz befindet. Somit ist die Bezeichnung FED eine

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Udo C. Deppisch 
 

Mogelpackung. „Federal“ bedeutet bundesstaatlich. Wenn die FED


privaten Eigentümern gehört, kann sie somit nicht staatlich sein.
Dass die FED in privaten Händen ist, hat 1982 sogar ein Bundesge-
richt höchstrichterlich geurteilt. Das räumt die FED inzwischen so-
gar selbst ein. Sie sagt, dass ihre zwölf regionalen Federal-Reserve-
Banken eigentlich wie Privatunternehmen organisiert seien4.

Die Bezeichnung „Reserve“ im Namen soll glaubhaft machen, dass


die FED über Geldreserven verfügt. Diese hat sie nie gehabt und
wird sie auch nie haben, weil sie sie nicht braucht. Bereits in den
1960er-Jahren schrieb die ehemalige Kongressabgeordnete und Vor-
sitzende des House Banking Currency Committee, Wright Patt-
mann:

„Bestände an Bargeld gibt es nicht. Es hat sie nie gegeben.“

Somit drängt sich dem Außenstehenden die Frage auf, woher die
FED das Geld nimmt, um z. B. US-Staatsanleihen zu kaufen. Darauf
wird niemand wirklich eine Antwort erhalten, weil die FED privat ist
und nicht staatlich. Ein privates Unternehmen ist nicht verpflichtet,
seine Geschäftspolitik offenzulegen. Das ist Betriebsgeheimnis.
Nach langer aufwändiger Recherche ist es Wright Patman dennoch
gelungen, eine Antwort zu finden5:

„Die FED bekommt kein Geld, sie schöpft es schlicht und


einfach durch die Ausstellung eines Schecks.“

Mit anderen Worten: Will der Inhaber eines Schecks selbigen einlö-
sen und sich den Wert in bar auszahlen lassen, wird die FED dieses
Bargeld einfach drucken. So entstehen Dollarnoten. Somit ist die
FED eine private Druckerei, die auf das Drucken von Papiergeld
spezialisiert ist. Und zwar so viel wie sie möchte, weil sie von keiner

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

staatlichen Institution kontrolliert wird. Deshalb befeuert sie die In-


flation.

Bis zur Gründung der Federal Reserve hatten die USA nie über ei-
nen längeren Zeitraum anhaltende Probleme mit einer Inflation. In
dem Jahrhundert vor der Gründung der FED lag die jährliche
durchschnittliche Inflationsrate bei einem halben Prozent6. In den
100 Jahren nach Gründung der FED lag dieser Wert bei 3,5 Prozent.
Der tatsächliche Wert läge allerdings noch viel höher. Die Inflati-
onszahlen werden nämlich kosmetisch bearbeitet und deutlich nied-
riger dargestellt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt?

Somit ist klar:

„Der US-Dollar ist eine private Währung. Deshalb haben


die Vereinigten Staaten von Amerika keine staatliche

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Udo C. Deppisch 
 

Währung. Allein der Grundbesitz der US-Bundesstaaten


dient der FED als Pfand.“

Womit sich die Frage aufdrängt, warum die mächtigste Nation der
Welt, die USA, sich ausgerechnet in Gelddingen nicht persönlich
kümmert, sondern es privaten Personen wie Institutionen überlässt?
Artikel I, Absatz 8, der amerikanischen Verfassung verleiht dem
Kongress doch das Recht,

„Münzen zu prägen, ihren Wert und den fremder Währun-


gen zu bestimmen und Maße und Gewichte zu normen.“

Warum tun sie es dann nicht? Warum übertragen sie diese Aufgabe
der FED? Eine Aufgabe, die der US-Kongressabgeordnete Ron Paul
mit folgender Frage verband7:

„Die Federal-Reserve-Bank unterstützt die Willkür der Regie-


rung, ist außerdem illegal und moralisch verwerflich. Einzelperso-
nen ist das Geldfälschen verboten. Warum erlauben wir einer
Bank, insgeheim Falschgeld zu produzieren?“

Lesen Sie bitte nicht über diese Einlassungen so einfach hinweg.


Führen Sie sich vor Augen, worum es hier im Kern geht. Da räumt
die „mächtigste Nation der Welt“ einer von privaten Bankiers ge-
führten Notenbank seit 1913 das Recht ein, wertloses Papier in die
Druckmaschine zu spannen und es mit grüner Farbe nach Belieben
zu bedrucken. Sobald diese Papiere fertiggestellt sind, kauft der sou-
veräne amerikanische Staat diesen privaten Gelddruckern das inzwi-
schen ausgestanzte Druckergebnis ab. Es trägt bereits den allseits
bekannten Namen Dollar. Dafür zahlt der Staat hohe Zinsen. Er
muss es, weil er nur so seine Ausgaben finanzieren kann: Beamte,
Angestellte, Militär, Parlament, NASA, NSA, CIA und vieles mehr.

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Kaum zu glauben und doch seit mehr als 100 Jahren bittere Realität
– ein Fass ohne Boden, wie die Zahlen beweisen.

In der Zeit von 2004 bis 2009 schuf die FED 2,75 Billionen US-
Dollar aus dem Nichts. Mit diesen Beträgen überflutete sie das Fi-
nanzsystem. Damit legte sie den Grundstein für eine Aktien-Hausse,
die in der Geschichte ohne Beispiel ist. In der schwersten Finanzkri-
se nach dem Zweiten Weltkrieg, die 2007 ihren Anfang nahm, stie-
gen die Aktienkurse um ein Vielfaches, obwohl es mit den Rahmen-
bedingungen der Wirtschaft nicht zum Besten bestellt war.

So entwickelte sich der amerikanische Aktienmarkt (Dow-Jones) seit


1995:

Am 1. Februar 2009 notierte der Dow-Jones bei 7.134 Zählern. Am


1. Juni 2015 waren es 17.600. In etwas mehr als sechs Jahren legte

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Udo C. Deppisch 
 

der amerikanische Aktienindex somit um 150 Prozent zu. Mit ande-


ren Worten:

Die Aktiengewinne werden aus heißer Luft produziert.

Sie entbehren jedem wirtschaftlichen Sachverstand.

Zum Vergleich: Wer sein Geld nicht in Aktien investiert, sondern es


sicher auf ein Sparbuch gepackt hat, reibt sich angesichts dieser Zah-
len verwundert die Augen:

Leitzinsentwicklung führender Industrienationen seit 2000:

(Quelle: Snapshot http://www.finanzen.net/leitzins/

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Sie sehen die gelbe Linie. Sie dokumentiert den Verlauf der US-
Leitzinsen. Diese notierten Anfang 2000 noch bei sechs Prozent.
2015 sind es null Prozent. Gäbe es keine Inflation, wäre eine solche
Entwicklung zu verkraften. Es gibt aber eine Inflation. Wenn diese
höher liegt als die Sparzinsen, vernichtet sie Bares. Die Situation,
keine Zinsen und höhere Inflationsraten, ist Gift für jeden Anleger.
Dennoch wird sich daran nichts verändern. Da müssen wir noch
Jahre mit leben. Was diese Entwicklung für Ihr Geld bedeutet, kön-
nen Sie an einer Zahl „festmachen“, und zwar an der Zahl

Wann immer Sie wissen wollen, wann sich Ihr eingesetztes Kapital
verdoppelt, nehmen Sie immer die Zahl 72 und teilen den in Aus-
sicht gestellten Zins. Nehmen wir an, Sie bekommen zwei Prozent,
dann hat sich Ihr Kapital in 36 Jahren verdoppelt (72:2). Erhalten
Sie vier Prozent Zinsen, dann sind es nur 18 Jahre, und Sie können
sich über eine Verdoppelung freuen. Sie sehen, ohne Taschenrech-
ner erkennen Sie, wie wichtig eine faire Verzinsung Ihres eingesetz-
ten Kapitals ist.

Wenn Zinsen gegen Null tendieren, dann suchen Anleger aus ver-
ständlichen Gründen nach Alternativen. Viele sehen diese im Akti-

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Udo C. Deppisch 
 

enmarkt. Doch Vorsicht. Dieser hat sich in den letzten Jahren kei-
nesfalls aufgrund fundamentaler Daten so entwickelt. Er ist vielmehr
das Ergebnis von Anlegern, die von Gier und Wahnsinn getrieben
wurden.

Dieselbe 72er-Rechnung funktioniert in Sachen Inflation genauso.


Nur muss das Ergebnis umgekehrt gedeutet werden. Nehmen wir
an, die Inflationsrate liegt bei zwei Prozent, dann teilen Sie 72 durch
 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

zwei. Sie erhalten als Ergebnis 36. Das bedeutet, dass sich die Kauf-
kraft Ihres Sparvermögens (und damit der Wert) in 36 Jahren hal-
biert. Liegt die Inflationsrate bei vier Prozent, dann ist Ihr Geld im
übertragenen Sinne in 18 Jahren nur noch die Hälfte wert. Sie sehen,
so schnell können Sie buchstäblich enteignet werden.

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Udo C. Deppisch 
 

Die US-Notenbank ist eine


Verschuldungsmaschine!

Die FED kann somit


buchstäblich Geld aus dem
Nichts schaffen und das
sogar ohne nennenswerte
Kosten. Die Kosten für
Papier und Druckertinte
dürften sich im Cent-
Bereich bewegen. Mit die-
ser geringen Investition
kann sie aus dem Nichts
Milliardensummen und
damit Gewinne erzeugen.
Sie zeigt, dass es somit doch möglich ist, wie ein Zauberer ein Ka-
ninchen nach dem anderen aus dem Hut zu ziehen, ohne dafür in
Vorleistung treten zu müssen. Der ehemalige US-Notenbankchef
Alan Greenspan sagte hierzu8:

„Das US-Bankensystem ist voller Betrug, und wir benötigen


viel schärfere Gesetze gegen den Betrug. Es wurden Sachen
gemacht, die waren sicher illegal und in manchen Fällen
ganz kriminell. Betrug ist eine Tatsache. Betrug schafft gro-
ße Instabilität in den kompetitiven Märkten.“

Muss man sich dann noch wundern, dass seit Gründung der FED
vor mehr als 100 Jahren die US-amerikanische Staatsverschuldung
um das 5000-fache angestiegen ist? Deshalb muss die FED den
Leitzins auf einem historischen Tief halten. Würde sie den Zins auf
„nur“ sechs Prozent erhöhen, was angesichts des Durchschnittszin-
 
31 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

ses extrem günstig wäre, müssten die amerikanischen Staatsbürger


allein zur Begleichung der Zinsen der Staatsverschuldung mehr als
eine Billion US-Dollar zusätzlich aufbringen9.

Obwohl die USA und ihre Einwohner bis über die Halskrause ver-
schuldet sind, hält sich das System, und das schon erstaunlich lange.
Wenn, wie in den USA, jeder Bürger statistisch gesehen 7.000 Euro
einnimmt, aber 11.000 Euro ausgibt, dann braucht es keine prophe-
tischen Fähigkeiten, um ein desaströses Ende sicher vorhersagen zu
können. Die Schuldenquote der USA ist so hoch wie ihre gesamte
Wirtschaftsleistung eines Jahres. Nur zum Vergleich: Die Barreser-
ven des US-Computergiganten Apple AG sind höher als die Bar-
schaft der gesamten USA.

Bei diesen gigantischen Zahlen hat inzwischen wohl jeder den Über-
blick verloren. Es wird nur noch von Milliarden und Billionen ge-
sprochen. Im Internet gibt es ein Portal10 zur US-Schuldensituation.
Es führt dem Betrachter vor Augen, von welchen Dimensionen die
Rede ist. Die Übersicht beginnt mit einer 100-Dollar-Note. Es folgt
ein Notenstapel mit einer Million Dollar. Für dieses Geld muss im
weltweiten Durchschnitt ein Mensch etwa 92 Jahre arbeiten. Hun-
dert Millionen Dollar passen als 1,50 Meter hoher Stapel noch auf
eine ISO-Palette. Eine Milliarde in gleicher Höhe aufgestapelt ergibt
bereits 10 ISO-Paletten. Eine Billion Dollarscheine aufeinander ge-
stapelt ergibt in der Fläche ein Feld, auf dem rund 40 amerikanische
LKW-Sattelzüge nebeneinander stehen sowie jeweils 5 hintereinan-
der. Das Feld ist so groß, dass darauf eine Boeing 747-400 bequem
parken könnte.

Nun haben die Amerikaner rund 16 Billionen Dollar Schulden


(Stand 2015), wobei jährlich über eine Billion dazukommen. Stellen
Sie sich nun vor, die zuvor beschriebene Menge der Lastwagen blie-
be in der Fläche gleich, doch müsste weiter übereinander gestapelt

32 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

werden, dann würde dieser Quader etwa bis zu den Unterarmen der
amerikanischen Freiheitsstatue reichen.

Es kommt aber noch dicker, weil der Staat zwei Arten von Schulden
macht, die in der Summe zusammenzurechnen sind.

Der US-Staat zahlt Rente und erbringt Sozialleistungen, somit haben


wir es hier mit im- und expliziten Staatsschulden zu tun. Diese zu-
sammengenommen ergeben die unvorstellbare Summe von rund
115 Billionen US-Dollar. Diese in US-Dollar-Scheinen ergeben ein
Feld, das die Höhe des Empire State Buildings bei Weitem über-
trumpft.

Insofern über-
rascht es nicht,
dass der US-Dollar
von allen Kapital-
anlagen (soweit
man in diesem Zu-
sammenhang da-
von sprechen
kann) am schlech-
testen abgeschnit-
ten hat. Wer 1801
einen US-Dollar
anlegte, dessen
Nachkommen
können sich 215 Jahre später über einen Betrag von 0,047 US-Dollar
freuen. Zum Vergleich: Wer diesen US-Dollar in US-amerikanische
Aktien investierte, machte seine Erben zu Millionären. Aus einem
US-Dollar wurden 1,2 Millionen US-Dollar.

 
33 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Wertentwicklung verschiedener Anlageklassen seit 1801:

Fakt ist, dass die globale Verschuldung auf

199 Billionen US-Dollar

angestiegen ist. Sie hat sich seit der Jahrtausendwende mehr als ver-
doppelt. Im Jahr 2000 lag sie nur bei 87 Billionen Dollar.

34 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

Der Euro ist eine Desperado-


Währung

In anderen Teilen dieser Erde sieht es


nicht viel besser aus. In Europa zum Bei-
spiel ist der Euro inzwischen zur
Ramschwährung verkommen. Medienbe-
richten zufolge hat er seit seiner Einfüh-
rung 2002 rund 30 Prozent seines Wertes
eingebüßt. Das sollen wir glauben – doch
es stimmt nicht. Der Verlust ist viel hö-
her.

Der unabhängigste Indikator in Sachen


Werthaltigkeit ist Gold. 2002 lag der
Preis für eine Unze bei rund 300 Euro.
Inzwischen müssen Käufer für das
Edelmetall rund 1.200 Euro bezahlen.
Das entspricht rein rechnerisch einer

Euro-Entwertung gegenüber Gold von rund 300 Prozent!

Also das Zehnfache dessen, was uns die Medien vorgaukeln. Aus gu-
tem Grund. Würden sie anders berichten und sich an die Wahrheit
halten, der Aufschrei in der Bevölkerung wäre groß. Diese weiß aber
nicht, dass sie quasi an der Nase herumgeführt wird. Also bleibt sie
ruhig. Dabei zeigt die Leitzinsentwicklung führender Industrienatio-
nen seit 2000 einen extremen Abwärtstrend (siehe blaue Linie):

 
35 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Leitzinsentwicklung:

(Quelle: Snapshot http://www.finanzen.net/leitzins/)

Ein weiteres Problem ist die Inflation, also die Geldentwertung.


Wenn Sie heute einen 100-Euro-Schein unter die Bettmatratze legen
und ihn in einem Jahr wieder zur Hand nehmen, dann ist er noch
immer derselbe Schein.

Der Schein trügt. Denn bei einer Inflationsrate von zwei Prozent er-
halten Sie jetzt Waren im Wert von rund 98 Euro. Im besten Fall.
Im anderen Fall läge der Kaufpreis von 100 Euro nach einem Jahr
bei 102 Euro. Somit könnten Sie dieses Produkt mit Ihrem ein Jahr
alten Euroschein nicht mehr erwerben.

36 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

Daraus folgt:

Geld muss arbeiten, um den Lebensstandard


halten und sichern zu können.

Das war in den letzten Jahren auch nicht das Problem, bis Prof. Dr.
Mario Draghi das Ruder bei der Europäischen Zentralbank (EZB) in
die Hand nahm. Seitdem spielen Inflationsrate und Zinsen verrückt.
Auch wenn vor seiner „Amtszeit“ dieser Prozess eingeläutet wurde,
so hat er ihn mit seiner monetären Politik extrem befeuert. Er
pumpt Billionen Euro in die Märkte, um die Staaten vor dem Unter-
gang zu retten. Die Zeche bezahlen zum einen die Steuerzahler. Sie
haften unter bestimmten Umständen für die EZB. Zum anderen
werden die ehrlichen Sparer, die aus verschiedenen Gründen keinen
waghalsigen Kapitalanlageempfehlungen folgen, sondern lieber kon-
servativ anlegen, für ihr umsichtiges Verhalten bestraft. Sie erhalten
so gut wie keine Zinsen mehr aufs Ersparte.

„Zinsverlauf“ in Deutschland:

 
37 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Viele Staaten leben seit der Euro-


Einführung immer mehr auf Pump
und zwar so gewaltig, dass sie sich
noch nicht einmal an Grenzen hal-
ten. Ihre Schulden liegen deutlich
über den im Maastrichter Vertrag
festgelegten Grenzen. Das kann
nicht gut gehen. Der Weg in die
Staatspleite ist vorprogrammiert.

Doch was bedeutet das?

Viel! Sehr viel, weil im schlimmsten


Fall Ihr Erspartes verloren ist.
Schauen wir nach Europa und hier
im Besonderen auf Griechenland.
Kein EU-Land kann die Hellenen
aus der Zone werfen. Nur sie selbst.
Denn die Mitgliedschaft im Euro ist
nicht widerrufbar. Es können also
nur die Griechen von sich aus die
Zone verlassen. Im Übrigen ist pleite
nicht bankrott. Deshalb kann Griechenland gar nicht bankrottgehen.
Es kann, wie alle anderen Staaten auch, sich einfach für zahlungsun-
fähig erklären und munter weitermachen. Mit oder ohne Euro, ob in
der EU oder nicht. Das Problem sind die Schulden, und die lösen
sich nicht so einfach in der Luft auf.
Genauso wie Firmenpleiten nun einmal zum Wirtschaftsgeschehen
gehören, gab es in der Vergangenheit auch immer wieder Staatsplei-
ten. In den letzten zweihundert Jahren ist das 227-mal vorgekom-
men. Griechenland war insgesamt sechsmal zahlungsunfähig,
Deutschland sogar siebenmal.

38 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

Damit den Staaten nicht die sprichwörtliche Luft ausgeht, hängen sie
weiterhin am Tropf der EZB. Somit ist ein schwacher Euro im Inte-
resse der Politik und der Europäischen Zentralbank. Nur wenn er
schwach ist, kann die EZB die Krisenländer, die keine Anstalten
machen, etwas zu verändern, wettbewerbsfähig halten. Dass dadurch
das Vermögen der Europäer entwertet wird, wird billigend in Kauf
genommen. Aus Sicht der Zentralbank ist sie nicht für das Wohl der
Sparer verantwortlich, sondern einzig für eine Stabilität der Wäh-
rung. Dabei spielt ihr die Politik in die Hände. Die Politik akzeptiert
lieber einen schwachen Euro als gar keinen mehr.

Somit ist klar, dass es nicht mehr um die Frage geht, ob der Euro
und der US-Dollar eines Tages kollabieren, sondern nur noch, wann
es soweit ist.

Davor müssen Sie sich schützen. Davor können Sie sich schützen,
indem Sie eine andere Währung wählen, die Krypto-Währung (Ab-
kürzung für Kryptische Währung). Diese Währung ist einfach und
grenzenlos.

 
39 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

 
 
 
 
 
 
 
 

Belächelt, 
bekämpft, 
bewundert 
40 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

Belächelt, bekämpft,
bewundert!

Was denken Sie über mich, wenn ich Ihnen Folgendes versprechen
würde?

1. Es gibt eine Währung, die Sie vor den Unbilden staatlicher


Willkür schützt.

2. Sie können mit dieser Währung Ihr Einkommen generieren.

3. Sie können mit dieser Währung Millionär werden.

 
41 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

4. Diese Währung wird Sie REICH machen.

5. Sie stehen am Anfang einer großartigen Entwicklung, die alles


Bisherige in den Schatten stellen wird.

6. Diese Währung ist weder vom Euro noch vom US-Dollar ab-
hängig.

7. Sie profitieren von Kursschwankungen (die bei allen Währun-


gen vorkommen).

Ich weiß, was Sie jetzt denken: Der Udo Deppisch spinnt. Der er-
zählt uns etwas vom goldenen Kalb. Das alles klingt zu schön, um
wahr zu sein. Stopp!

Ich kann Ihre Gedanken verstehen. Doch unterbrechen Sie diese für
einen Augenblick. Nur weil etwas für Sie neu ist bzw. Sie davon das
erste Mal hören, muss es nicht falsch sein.

Sie kennen doch die Hummel.

42 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

Haben Sie sich dieses Insekt schon mal ganz genau angeschaut?
Dann werden Sie gesehen haben, dass die Flügelfläche nur 0,7 cm2
groß ist und das Insekt insgesamt 1,2 g wiegt. Nach den Gesetzen
der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.
Und? Was macht die Hummel?

Sie fliegt!

Sie schert sich einfach nicht darum, was andere sagen. Sie fliegt ein-
fach.

Im übertragenen Sinne verhalte ich mich genauso. Ich schere mich


nicht darum, was andere sagen, sondern ich lebe mein Leben. Wenn
meine eingangs erwähnten Behauptungen auch noch so unglaublich
klingen, vertrauen Sie mir, ich weiß, wovon ich spreche. Ich möchte
mich, in aller Bescheidenheit, keinesfalls mit den überaus erfolgrei-
chen Persönlichkeiten der Zeitgeschichte vergleichen bzw. auf eine
Stufe stellen. Doch uns eint, dass wir alle zunächst belächelt wurden,
als wir der Öffentlichkeit von unseren Ideen und Möglichkeiten wie
Visionen erzählten. Wir wurden mit Hohn und Spott überzogen.
Doch wir wussten, dass wir am Ende Recht behalten sollten. Lesen
Sie bitte im Folgenden, wie Menschen auf ähnliche Ungereimtheiten
reagierten, sobald sie davon erfuhren. Dann sprechen wir uns wie-
der.

„In zwei Jahren wird das Spam-Problem gelöst sein“, versprach der
Gründer von Microsoft, Bill Gates im Jahr 200411. Und, wie
viele Spams haben Sie heute in Ihrem Posteingangskorb vorge-
funden?

„Aus dem iPad wird nichts. Netbooks gehört die Zukunft“, war eine
weitere fehlerhafte Einschätzung von Bill Gates12.

 
43 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

„Apple ist bereits tot“, meinte Nathan Myhrvold, ehemaliger


CTO im Jahr 199713. Mit Drucklegung dieses Buches ist Apple
das teuerste Unternehmen der Welt.

„Es gibt keinen Grund, warum jeder einen Computer zu Hause haben
sollte“, behauptete 1977 der Gründer der Computerfirma Digi-
tal Equipment Corp., Ken Olsen14. In 2015 werden weltweit
fünf Milliarden Menschen einen PC nutzen15.

„Dies ist kein großartiges Telefon (gemeint ist das iPhone). Es ist höchs-
tens eine interessante Design-Studie“, meinte Rob Enderle von der
gleichnamigen Enderle Group16.

„Diese virtuelle Tastatur ist für das Tippen von E-Mails und Nachrich-
ten so sinnvoll wie eine Wählscheibe. Es wäre nicht verwunderlich, wenn
mancher iPhone-Käufer seinem aufgegebenen BlackBerry nachtrauert,
während er unterwegs eine Stunde länger braucht, um E-Mails abzuset-
zen“, prophezeite Seth Porges, CrunchGear17.

„Apple wird ein paar an seine Fans verkaufen, aber das iPhone wird am
Markt keinen bleibenden Eindruck hinterlassen“, sagte Matthew
Lynn vom Nachrichtendienst Bloomberg18.

„Ich bin überzeugter denn je, dass der iPhone-Absatz nach einem kurzen
Medien-Hype und Verkäufen an Early Adopters unspektakulär sein
wird“, sagte David Haskin von der Zeitung Computerworld19.

„Ein Mobiltelefon zu bauen, ist schwieriger als alles, was Apple bisher
gemacht hat. Kaufe dir einen iPod und lasse ihn aus Hüfthöhe fallen. Das
ist sein Ende. Apple wird ganz sicher kein großer Mitspieler am Handy-
Markt“, erkannte Edward Snyder von Charter Equity Research,
einer Agentur für Telekommunikationsmarketing20.

44 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

„Niemand braucht einen 8-GB-iPod im Telefon. Gebt uns 2 GB Kapa-


zität für unsere Lieblingsmusik, reduziert den Preis auf 299 US-Dollar,
und dann wird es vielleicht interessant.“ – Todd Sullivan, Seeking
Alpha21.

„Das Abonnement-Modell für den Kauf von Musik ist gescheitert”,


meinte Steve Jobs am dritten Dezember 2003. Mit seinem iTu-
nes Store widerlegte er seine Feststellung22.

„Facebook, das ist doch nur ein Verzeichnis im Web“, spottete 2008
der Medienmogul Rupert Murdoch23. Inzwischen haben die
Facebook-Nutzerzahlen Murdoch´s Tochterunternehmen
„MySpace“ deutlich überholt.
 
Und, wie fühlen Sie sich jetzt?

 
45 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Geben Sie sich jetzt eine Chance?

Glauben Sie mir meine Einlassung zu Beginn dieses Kapitels, die ich
an dieser Stelle noch einmal wiederholen möchte:

1. Es gibt eine Währung, die Sie vor den Unbilden staatlicher


Willkür schützt.

2. Sie können mit dieser Währung Ihr Einkommen generieren.

3. Sie können mit dieser Währung Millionär werden.

4. Diese Währung wird Sie REICH machen.

5. Sie stehen am Anfang einer großartigen Entwicklung, die alles


Bisherige in den Schatten stellen wird.

6. Diese Währung ist weder vom Euro noch vom US-Dollar ab-
hängig.

7. Sie profitieren von Kursschwankungen (die bei allen Währun-


gen vorkommen).

Dann lesen Sie bitte weiter. Sie werden sehen, dass auch Sie die
Möglichkeit haben, dem Währungswahnsinn zu entfliehen. Sie
schützen fortan Ihr Vermögen und verdienen sogar daran.

46 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

Zu allen Zeiten 
ging die Welt  
(nicht) unter 

 
47 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Zu allen Zeiten ging die


Welt (nicht) unter!
 

Vermögen zu sichern, wird eine der größten Herausforderungen un-


serer Zeit. Damit stehen wir den Generationen vor uns in nichts
nach. Jede hatte mit den Unbilden ihrer Zeit zu tun. So mussten die
heute über 75-Jährigen mit dem Krieg leben. Die heutige Generation
der 40-Jährigen plagt sich mit der Sorge um die Rente. Die Kinder
und Jugendlichen heutiger Zeit werden in vierzig Jahren mit der
Überbevölkerung zu kämpfen haben. Vom Energieproblem ganz zu
schweigen.

Wie erwähnt. Jede Generation hatte es „schwer“.

In den sechziger Jahren waren Wissenschaftler der Meinung, dass


wir kurz vor einer Eiszeit stehen. Der zunehmende Anteil von Luft-
schadstoffen habe die Sonneneinstrahlung gedämpft und die globa-
len Temperaturen um bis zu drei Grad gesenkt. Eine Verstärkung
dieses Effektes durch noch mehr Wirtschaftswachstum hätte also
zur Eiszeit führen müssen. Von dieser Annahme sind die heutigen
Wissenschaftler Lichtjahre entfernt. Sie vertreten allerdings eine
neue Theorie. Die inzwischen sauberer werdende Luft wird die Er-
derwärmung beschleunigen. Schauen wir einmal, was die nächste
Generation der Wissenschaftler in vierzig Jahren für eine Theorie
vertritt.

Das zweite große Weltuntergangsszenario des vergangenen Jahr-


hunderts war der Atomkrieg. Die Wissenschaftler orakelten auch
hier falsch. Sie waren der Meinung, dass die Arsenale der Super-
mächte keinen anderen Ausweg zulassen würden als einen Atom-

48 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

krieg. Gott sei Dank haben sich auch diese wissenschaftlich „fun-
dierten“ Prognosen nicht bestätigt.

Seit Wissenschaftler
vor Jahrzehnten ei-
nen Zusammen-
hang zwischen ei-
nem Meteoritenein-
schlag und dem
Aussterben der Di-
nosaurier und vieler
tausend anderer Ar-
ten feststellten, ist
die Furcht, dass uns
der Himmel buch-
stäblich auf den
Kopf fallen könnte,
brandaktuell. Die
NASA ist schon dabei, Abwehrsysteme von Himmelskörpern auf
Kollisionskurs zu entwickeln.

Auch die Metropole New York war nach Meinung so genannter Ex-
perten des Öfteren dem Untergang geweiht. Anfang des vergange-
nen Jahrhunderts war man der Meinung, dass bei weiter steigendem
Verkehrsaufkommen der Pferdemist auf New Yorks Straßen bis
zum ersten Stock der Häuser reichen werde. „Big Apple“ ist davon
verschont geblieben.

Wenn ich an dieser Stelle also von der Sorge um das Vermögen
spreche, dann erreiche ich damit in erster Linie die Menschen, die
Vermögen haben. Sie sind allerdings in der Minderheit. Dennoch
stieg trotz aller wirtschaftlichen weltweiten Schwierigkeiten und poli-
tischen Unruhen die Zahl der Milliardäre innerhalb eines Jahres um
 
49 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

sieben Prozent. Das sogenannte akkumulierte Vermögen der Super-


reichen stieg um zwölf Prozent auf über sieben Billionen US-Dollar.
Ein Drittel der Milliardäre stammt aus Europa.

Verteilung nach Vermögen:


(in US-Dollar)

1.316

732

169
88
16 4

1-2 Mrd. 2-5 Mrd. 5-10 Mrd. 10-25 Mrd. 25-50 Mrd. über 50 Mrd.

(Quelle: Wealth X and UBS Billionaire Cnesus Report 2014; Anzahl der Milliardäre)

Über welches durchschnittliche Einkommen verfügen Sie?

Wie auch immer Ihre Antwort ausfällt, von Geld kann man nie ge-
nug haben. Es ist das zentrale Thema der Menschen und immer
wieder Gegenstand von Erfolgen, Streitigkeiten, Hass, Liebe, Intri-
gen etc. Häufig wird unterstellt, dass Geld den Charakter verdirbt.
Demnach müsste es im Umkehrschluss bedeuten, dass der Mangel
an Geld uns zu besseren Menschen macht. Wer das glaubt, ist noch
nicht reif für das viele Geld, dass er tatsächlich verdienen kann, und
zwar unabhängig von allen Umständen und Widrigkeiten im Alltag.

Wann ist ein Mensch reich?

50 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

International gesehen gibt es hier weder eine Definition noch eine


Reichtumsschwelle. Nach Meinung des Reichtumsberichts der Bun-
desrepublik Deutschland ist ein Bundesbürger ab einem monatlichen
Netto-Einkommen von 3.000 Euro reich. In Kenia würde dieser Be-
trag einen Mega-Reichtum darstellen, wohingegen in Monaco dieses
wohl nur ein „Trinkgeld“ wäre. Somit wird deutlich, dass es immer
auf den Standpunkt ankommt.

Viel wichtiger als der Standpunkt ist die Frage, welche Eigenschaften
es braucht, um Millionär zu werden. Die Antwort auf diese Frage hat
jemand gefunden, der sich tatsächlich Reichtumsforscher nennen
darf, und zwar Prof. Dr. Thomas Druyen vom Lehrstuhl für verglei-
chende Vermögenskultur an der „Sigmund Freud“-Privatuniversität
Wien. Seiner Meinung verfügen reiche Menschen über

Willensstärke
unternehmerische Ziele
Risikobereitschaft
gute Netzwerke
Kompetenz
eine gute Bildung

Spricht er von Ihnen?

Ich finde mich in dieser Aufzählung wieder. Als Selbstständiger teile


ich die Aussage des Professors für Reichtum. Ich habe sie für mich
in einem Satz zusammengefasst. Für mich ist ein erfolgreicher
Mensch eine

einzigartige Persönlichkeit, die am, nicht im


Unternehmen arbeitet!

 
51 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Wer in seinem Unternehmen arbeitet, kümmert sich um alles. Er


wird von den täglichen Aufgaben überrollt, weil er nicht in der Lage
ist zu delegieren. Dieser Unternehmertyp hält sich für unersetzbar.
Nicht nur eine beispiellose Anmaßung, sondern auch eine gefährli-
che Selbstüberschätzung. Im schlechtesten Fall kann diese Einstel-
lung in den Konkurs führen und die Gesundheit gefährden. Stich-
wort: Überarbeitung und Realitätsverlust.

Erfolgreiche Unternehmer
sind erfolgreich, weil sie
»AM« Unternehmen arbei-
ten. Ein Unternehmer ent-
wickelt z. B. nicht selbst
eine Software oder führt
ständig Verkaufsgespräche.
Er schafft das Umfeld, in
dem diese Software pro-
grammiert wird bzw. das
Produkt, das von seinen
Mitarbeitern verkauft wer-
den kann. Alles, was mit
der Erstellung, dem Ver-
kauf, der Logistik und vie-
lem mehr zu tun hat, ist ei-
ne Managementaufgabe, die
von Führungskräften über-
nommen wird. Es sind nicht die Aufgaben eines Unternehmers!

Wer alle Aufgaben allein und gleichzeitig erledigen will, verzettelt


sich. Damit wird der Anfang vom Ende des Unternehmens eingelei-
tet. Ein Unternehmer, der am Unternehmen arbeitet, sorgt für Mul-
tiplikation seiner Geschäftskontakte, über die er dann weitere Ge-
schäfte tätigen wird, so wie im Network-Marketing. Denn wer »AM«

52 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

Unternehmen arbeitet, generiert ein Leben lang passives Einkom-


men.
Schauen wir uns die reichsten Menschen dieser Welt an. Es sind fast
immer Unternehmer (wenn das Geld nicht geerbt wurde). Zudem
haben die Ultrareichen ihr Geld im Finanzsektor verdient bzw. ver-
dienen es noch immer:

Die reichsten unternehmerisch denkenden Menschen der Welt:

Name Land Tätigkeit Vermögen


in Mrd. Euro
Warren Buffett USA Investor 50,0
Michael Bloomberg USA Unternehmer 28,4
Carl Icahn USA Beteiligungen 21,1
Prinz A. Bin Talal Alsaud Saudi- Beteiligungen 17,5
Arabien Investmentfirma
George Soros USA Investor 16,5

Nach einer Studie der UBS-


Bank (Wealth X and UBS Bil-
lionaire Census Report) sind

91 Prozent der Milliardäre


Selfmade-Milliardäre1.

Sie sind Problemlöser, indem


sie in Lösungen denken. Diese
Lösungen verkaufen sie und
verdienen damit richtig viel
Geld, weil es auf allen Ebenen nur Gewinner gibt.
                                                            
1 Bei den Männern. Bei den Frauen sind es neun Prozent.
 
53 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Wie erwähnt, hat der typische Milliardär sein Geld in der Finanz-
branche gemacht. Er besitzt über drei Milliarden US-Dollar und vier
Anwesen, die jeweils durchschnittlich 23,5 Millionen US-Dollar wert
sind. Das alles erreichten nicht wenige unter ihnen ohne akademi-
schen Abschluss24: 35 Prozent der 2.325 weltweiten Milliardäre ha-
ben keinen Universitätsabschluss.

Aus meiner Sicht gibt es nur diese zwei Möglichkeiten, auf dieser
Welt zu Geld zu kommen. Und doch könnten die Unterschiede
nicht größer sein:

Sie tauschen Ihre Zeit Sie tauschen Ihre Fähigkeit


gegen Geld gegen Geld

54 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

Wer seine Zeit gegen Geld tauscht, so wie die meisten Angestellten
und Arbeiter, wird erkennen, dass es ein denkbar schlechtes Ge-
schäft ist, insbesondere dann, wenn keine entsprechende Ausbildung
vorhanden ist. Ungelernte Arbeitskräfte sehen sich nicht nur einem
sehr knappen Tauschangebot, also einem Angebot an Arbeitsplät-
zen, gegenüber. Sie werden zudem oft schlecht bezahlt, sollte die
Wahl auf sie fallen.

Die, die um ihre Talente wissen und an ihren Fähigkeiten gearbeitet


haben, können ihr Know-how „in bare Münze“ umsetzen. Sie kön-
nen nicht nur mehr Geld verlangen als andere, sie treffen auch auf
einen Markt, der bereit ist, diesen Mehrwert zu zahlen. Bezahlt wird
hier nicht nach Aufwand und Zeiteinsatz, sondern für die Fähigkeit,
einen „guten“ Job besser zu machen als andere.

 
55 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Welt‐Währungen  
in der Krise –  gibt es  
eine Krisenwährung? 
 
56 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

Welt-Währungen in der Krise –


gibt es eine Krisenwährung?
 

Ja, es gibt eine Krisenwährung, die allerdings keine Krise braucht,


um sich zu etablieren. Die Rede ist vom „Bitcoin“ und damit von
einer „ganz frischen Währung“, die erst vor wenigen Jahren das
Licht der Welt erblickte. Bei der Währung „Bitcoin“, dessen Namen
sich aus „Bit“, die kleinste Speichereinheit im Computer, und
„Coin“, der englische Begriff für „Münzen“, zusammensetzt, han-
delt es sich um ein rein digitales Produkt, das weder Scheine noch
Münzen kennt. Bitcoins haben außer dem Gebrauchswert keinen
besonderen eigenen oder inneren Wert. Dieser entsteht einzig durch
die Akzeptanz der Handelspartner (eine Beziehung zwischen Zah-
lern und Beziehern).

Der Name Bitcoin leitet sich aus dem Englischen für „Binärziffer-
münze“ ab. Sie steht zum einen für ein weltweit dezentrales Zah-
lungssystem, zum anderen als Bezeichnung für eine digitale Geld-
einheit. Geldbewegungen werden über das Internet mithilfe einer
speziellen Peer-to-Peer-Anwendung abgewickelt. Dafür braucht es
keine zentrale Abwicklungsstelle mehr, wie das im herkömmlichen
Bankverkehr der Fall ist. Die Guthaben der Kunden sind tatsächlich
vorhanden und nicht, wie bei Banken üblich, ein reines Zahlungs-
versprechen. Der Wert von Bitcoins schwankt. Angebot und Nach-
frage bestimmen den Kurs. Bitcoin-Inhaber speichern ihr Vermögen
in sogenannten digitalen Brieftaschen.

Bitcoin ist somit die ideale Krisenwährung, weil sie von allen staatli-
chen wie politischen Einflüssen unabhängig ist. Die andere Krisen-
währung ist Gold, die es seit mehr als 5000 Jahren gibt und für eine
Stabilität par excellence steht. Dagegen kommen Papierwährungen
 
57 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

und gehen. Festverzinsliche Wertpapiere, wie z. B. Staatsanleihen,


können verfallen – und genau das tun sie auch. Schon seit Jahrhun-
derten. So ist z. B. die Anleihe des „Deutschen Reiches“ heute kei-
nen Cent mehr wert. Wer damals, vor über 80 Jahren und auch da-
nach, sein Geld nicht in diese Anleihe investierte, sondern in eine
Aktie des Mischkonzerns „General-Electric“ (GE), dürfte heute
mehr als reich sein. Denn diese Aktie ist seit Erstnotierung des ame-
rikanischen Aktienindexes „Dow-Jones“ dort notiert.  
 

Diese Erfolgsgeschichte wirft eine Frage auf: Was ist mit Immobi-
lien? Nun, was soll mit ihnen sein? Wenn Sie Besitzer eines in den
1950er-Jahren gebauten Einfamilienhauses an der polnischen Gren-
ze sind, dann dürften Sie daran wenig Freude haben. Das Gesetz der
Marktwirtschaft ist knallhart. Angebot und Nachfrage bestimmen
den Preis. Weil immer mehr Menschen in Metropolen ziehen und

58 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

damit ländlichen Regionen den Rücken kehren, kommt es zu einem


extrem Preisabfall.

Ähnliches ist bei gewerblichen Immobilien zu beobachten. Sind Sie


im Besitz eines Gewerbeobjektes, dann dürfte sich auch hier Ihre
Freude in Grenzen halten. Ob Praktiker, Karstadt, Kaufhof, Schle-
cker oder Weltbild-Verlag, sie alle waren über die gesamte Republik
verteilt und entsprechend begehrt bei Vermietern. So lange, bis diese
Unternehmen, und viele andere mehr, sich u. a. (aber nicht alle) in
die Insolvenz verabschiedeten.

Wer hingegen Besitzer einer „New Yorker-Wohnfläche“ in Form


einer Eigentumswohnung ist, kann sich über einen Quadratmeter-
preis von 13.500 Euro freuen.

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Dieser Preis ist mit Blick auf London noch günstig. Hier werden
umgerechnet noch einmal 1.000 Euro mehr verlangt. Somit ist klar:
Gold ist und bleibt die Währung, die das höchste Vertrauen in der
Welt genießt.

Das könnte sich, erstmalig, nach mehr als 5.000 Jahren, ändern.
Denn zwei Dinge sind für das Vertrauen in eine Währung unab-
dingbar:

Seltenheit
Begrenzung

Gold ist ein Edelmetall, welches inzwischen mit wachsendem Auf-


wand aus der Erde geschürft werden muss. Es braucht mehrere
Tonnen Erdmasse, um ein paar Gramm Gold zu gewinnen. Somit
ist klar: Gold wird immer seltener. Experten sind sich sicher, dass
die Vorräte in ein paar Jahrzehnten erschöpft sein werden. Damit
erfüllt Gold diese Bedingungen: Es ist selten und begrenzt. Dagegen
kann Papiergeld ohne Ende gedruckt werden. Da reicht im übertra-
genen Sinne das Wort eines Bankvorstandes, und die Druckmaschi-
ne druckt Tag und Nacht. So wie seit Jahrzehnten. Das löst aller-
dings kein einziges monetäres Problem in der Welt.

Der US-amerikanische Autobauer Henry Ford sagte: „Wenn ich die


Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie nach schnelleren Pferden ver-
langt.“ In der Analogie dazu würden die heutigen, auf Sicherheit ori-
entierten Anleger nach noch mehr Gold verlangen. Mit anderen
Worten: Menschen, die zu Zeiten Fords lebten, und unsere heutige
Generation verbindet, dass sie nicht in der Lage sind, auch andere
Möglichkeiten zu sehen. Sie klammern sich an Altes und fordern,
dass dieses sich noch verstärkt. Hätte Ford auf die Menschen gehört,
wir hätten heute die schönsten und schnellsten Pferde.

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Udo C. Deppisch 
 

Allerdings würden sie auch


weiterhin Tage brauchen,
um von A nach B zu kom-
men. Erst das Auto machte
es möglich, dass wir noch
schneller voranschreiten.
Gut, dass es Menschen
vom Schlage Ford gibt, die
sich über jede gesellschaft-
liche Konvention hinweg-
setzen und den Mut haben,
neue Wege zu gehen.

Beim Geld verhält es sich


nicht anders. Je länger wir an den alten Währungen klammern, desto
größer werden unsere Abhängigkeiten, die einfach den Blick auf In-
novationen verhindern.

Gerade in Sachen Geld hat sich in den letzten Jahren einiges verän-
dert. Inzwischen gibt es hier so etwas wie ein digitales Zahlungsmit-
tel, sogenannte Bitcoins, eine Krypto-Währung. Dieses neue Geld
braucht keine Zentralbank, weil es durch Private geschöpft wird.
Das Besondere daran: Diese Währung ist genauso selten wie Gold,
denn mehr als 21 Millionen „Bitcoins“ wird es nicht geben. Einfach
deshalb, weil bei der Erstellung dieser digitalen Währung ein ma-
thematischer Algorithmus verbindlich festgelegt wurde. Der einzige
Unterschied ist, dass Gold über 5000 Jahre Zeit hatte, Vertrauen als
Währung aufzubauen. Bitcoins hingegen sind erst ein paar Jahre am
Markt. Sie müssen sich dieses Vertrauen erarbeiten. Angesichts der
Probleme mit den „Notenbanken“ wird es meiner Meinung nach
kein langer Weg sein, bis dieses Vertrauen vorhanden ist.

 
61 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Die Währung besteht nur aus berechneten, verschlüsselten Daten-


blöcken. Jeder kann diese Währung erwerben. So wie Sie Ihren Euro
in US-Dollar tauschen können, so können Sie z. B. mit einem Euro
Bitcoins erwerben. Das ist eine Möglichkeit. Sie können auch Waren
und Dienstleistungen verkaufen, die mit Bitcoins bezahlt werden.
Eine Zentralbank oder eine staatliche Institution, die die Ausgabe
der Bitcoins überwachen würde, gibt es nicht. Was gut ist, wie Sie ja
bereits zu Beginn dieses Buches haben lesen können.

Gold ist die Krisenwährung schlechthin. Es hat gegenüber klassi-


schen Geldanlagen Vorteile. Allerdings hat die Vergangenheit ge-
zeigt, dass nicht nur totalitär agierende Regime dazu neigten, Ver-
mögen der Bevölkerung zu beschlagnahmen. Selbst die USA verbot
einst den Besitz von Gold.

Angesichts von NSA und anderen digitalen Entwicklungen in der


Welt fragen sich viele, wie sicher diese Bitcoins sind. Hier kann
Entwarnung gegeben werden. Ein handelsüblicher Computer
braucht einige Monate, um Bitcoins zu erstellen. Denn die Systeme
berechnen die Währung über stark verschlüsselte wie komplizierte
Formeln. Experten sprechen in diesem Zusammenhang von, oh
Wunder, „schürfen“ oder „mining“. Also Begriffe, die auch die
Goldsucher am Yukon verwendeten. Aufgrund dieser extrem langen
Errechnungszeit lohnt sich für „Normalsterbliche“ das Bitcoin-
Schürfen nicht. Die Kosten für den extrem hohen Stromverbrauch
sind höher als der Wert des erzeugten virtuellen Geldes.

Hinzu kommt, dass aufgrund der extrem langen Passwörter niemand


die eigenen Bitcoins stehlen oder beschlagnahmen kann. Selbst Va-
ter Staat nicht. Darüber hinaus brauchen Sie kein Bargeld mehr,
wenn Sie mit Bitcoin zahlen wollen. Eine körperliche Mitnahme von
Bitcoins ist nicht erforderlich. Wo immer Sie auf der Welt sind, Sie
brauchen nur einen Computer mit Internet-Anschluss, um auf Ihre

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Udo C. Deppisch 
 

Bitcoins zugreifen zu können. Mit Blick auf die nächsten zehn Jahre
könnte diese virtuelle Währung auch das Überfallrisiko senken.

Die Übertragung von Bitcoins ist vergleichbar mit der uns bekann-
ten Banküberweisung. Wer Bitcoins überweisen will, benötigt die
Adresse des Empfängers und seine Überweisungsvermittler. Die be-
kommen für ihre Dienste eine geringe Gebühr, so wie klassische
Banken auch. Je mehr Vermittler in diesen Transfer involviert sind,
desto sicherer ist das Ganze. Dabei gilt auch hier, wie bei Bank-
überweisungen, dass einmal ausgeführte Transferzahlungen nicht
mehr widerrufen werden können. Dabei ist dieses digitale Geld nicht
nur so gut wie fälschungssicher, es unterliegt auch keiner staatlichen
Kontrolle. Deshalb kann sein Wert auch nicht künstlich verfälscht
werden. Der Wert der Bitcoin-Währung richtet sich nur nach den
Gesetzen der Marktwirtschaft. Das aber gewaltig. Sie sehen hier die
Entwicklung Euro-US-Dollar:

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Da hat sich seit dem Jahr 2000 (umgerechnet) nicht viel entwickelt.
Werfen wir nun einen Blick auf den „Bitcoin“:

Sie erinnern sich an meine Behauptung aus dem vorherigen Kapitel,


die ich gerne verkürzt wiederhole:

Diese Währung ist weder vom Euro noch vom US-Dollar ab-
hängig.
Sie profitieren von Kursschwankungen (die bei allen Währun-
gen vorkommen).

Lassen Sie mich das an dieser Stelle mit Blick auf die obige Grafik
erklären. Wenn Sie bei der „Geburt der Bitcoin“-Währung 27 US-
Dollar investiert hätten, dann hätten Sie sich nach weniger als acht
Jahren über 886.000 US-Dollar freuen können.

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Udo C. Deppisch 
 

Zu Recht werden Sie sich die Frage stellen, wie es bei einer krypti-
schen Währung zu dieser Kursentwicklung kommen konnte. Lassen
Sie mich an dieser Stelle die wesentlichen Eigenschaften dieser Wäh-
rung zusammenfassen. Danach haben Sie ein Gesamtbild, das er-
klärt, warum Sie von einer kryptischen Währung sowohl als Zah-
lungs- wie als Anlagemittel profitieren können.

Dafür steht die kryptische Währung:

Freies Geld!
Virtuelle Währung.
Peer-to-Peer (P2P) Connection (= Geldaustausch funktioniert
von Rechner zu Rechner, ohne dass eine Institution (z. B. SE-
PA), dazwischengeschaltet ist).
Anonyme Transaktionen (bei Banken kann jede Kontobewe-
gung über Jahre nachverfolgt werden).
Es gibt keine Wechselkurse.
Es gibt keine Zentralbank, deshalb kann sie auch keinen Ein-
fluss auf die Währung nehmen.
Jeder kann die kryptische Währung kaufen, verkaufen und zah-
len.
Sicheres Zahlungsmittel aufgrund eines extrem starken Ver-
schlüsselungsverfahrens.
Hinter dieser Währung steht kein Staat – somit ist sie frei von
staatlichem Einfluss.
Diese Währung kann nicht für politische Zwecke „miss-
braucht“ werden.
So, wie es unterschiedliche Währungen in der Welt gibt, so gibt
es auch verschiedene kryptische Währungen.

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Kein Diebstahl möglich, da es nicht physisch aufbewahrt wer-


den muss. Ein PC reicht. Weil diese Währung nach einem Zu-
fallsprinzip erzeugt wird, kann sie auch nicht einfach herunter-
geladen werden (kein Datenklau).
Eine Überweisung ist in wenigen Sekunden ausgeführt, 24/7.
Keine Feiertage oder Wochenenden, an denen eine Überwei-
sung über Tage nicht ausgeführt werden kann.

Hier kann bereits mit der kryptischen Währung gezahlt werden25:

Computerhersteller Dell
Wikimedia Foundation
Greenpace
PayPal-Händler
In Kalifornien ist die kryptische Währung als legales Zah-
lungsmittel anerkannt (Vorreiterrolle).

Hinter dieser Währung steht ein kryptischer Code, deshalb sind


dem Geldmengenwachstum Grenzen gesetzt. Es kann eben nicht
einfach nachgedruckt werden wie Papiergeld. Insofern unterliegt
es auch nicht der Inflation. Es ist wie Gold und Silber nur be-
grenzt verfügbar. Weil Angebot und Nachfrage den Kurs einer
Währung regeln, kommt es zu Wertsteigerungen wie auf Seite 62
zu sehen ist.

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Udo C. Deppisch 
 

Das Ende ist 
noch nicht zu 
Ende 

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Das Ende ist noch nicht zu Ende


 
 
So oder so ist eines ganz gewiss: Die Zeiten staatlicher Obhut und
Sicherheit sind obsolet. Jetzt weht der Wind rauer. Deshalb braucht
es ein stabiles Fundament, um ihm zu trotzen. Werden Sie in diesen
Zeiten der Fels, dem selbst die stärkste Brandung nichts mehr anha-
ben kann.

Das ist eine große Herausforderung, die zu schaffen ist. Glauben Sie
an sich und haben Sie Vertrauen, dann bringen Sie die besten Vo-
raussetzungen mit, jede Krise zu meistern und den Erfolg über Ge-
bühr zu genießen. Wenn ich dieses schreibe, dann sehe ich vor mei-
nem geistigen Auge „die große Seele“ Mahatma Gandhi, der sagte:

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Udo C. Deppisch 
 

„Wenn ich mir einrede, ich kann etwas nicht, dann bin ich
dazu unfähig. Wenn ich aber fest daran glaube, ich würde es
können, dann erlange ich auch die Fähigkeit dazu.“

Wenn Sie mögen, können wir gern persönlich darüber sprechen. Bis
dahin verbleibe ich gern

Ihr
Udo C. Deppisch

 
69 
 
 

 
         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Impressum:

U. Stare Elektrarny 2071/12


71000 Ostrava
Tschechische Republik

70 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

Hinweis
Dieser Ratgeber dient ausschließlich der persönlichen Weiterbildung der Leser in Fragen
der privaten Vermögensbildung. Er beinhaltet keine Anlageempfehlung für bestimmte
Finanzprodukte oder Vermögensgegenstände. Aus diesem Grund ist jede direkte oder
indirekte Inanspruchnahme von Regress oder Gewährleistung ausgeschlossen. Das gilt im
Besonderen für Fälle, in denen Personen die in diesem Ratgeber vorgestellten Anlagesitu-
ationen nachbilden. Alle Beispiele, Berechnungen und Anlagesituationen stellen in keiner
Weise einen Aufruf zur individuellen oder allgemeinen Nachbildung, auch nicht still-
schweigend, dar. Die von mir vorgestellten Investitionsmöglichkeiten und Anlageproduk-
te stellen keine Aufforderung von Kauf oder Verkauf von Kryptischer Währung, Wertpa-
pieren jeder Art, Finanzprodukten und sonstigen Vermögensgegenständen dar. Eine Haf-
tung für mittelbare und unmittelbare Folgen der veröffentlichen Inhalte sind somit ausge-
schlossen. Alle Personen, die aufgrund der hier veröffentlichten Inhalte Anlageentschei-
dungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig in eigener Verant-
wortung und auf eigene Gefahr.

Risiko der Krypto-Währung:

Wertentwicklung ist von Angebot und Nachfrage abhängig


Kursschwankungen
kein fester Währungskurs
Passwort-Sicherheit (Kopien/Screenshots des Backoffices sind möglich)

Jede Form der Geldanlage (Aktien, Währungen, Optionsscheine, Handel mit derivativen
Finanzprodukten, Investmentfonds, Versicherungen) beinhaltet das Risiko hoher Wert-
verluste bis hin zum Totalverlust. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Anleger
nur dann eigenverantwortlich eine Anlageentscheidung treffen sollten, wenn sie über ein-
gehende Kenntnisse der Materie verfügen.

Die Haftung für Schäden, die im Zusammenhang mit Währungen, Bank- und Versiche-
rungsprodukten, Grundstücks- und sonstigen Immobiliengeschäften sowie unternehmeri-
schen Tätigkeiten entstehen können, ist ausgeschlossen.

 
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         Krypto‐Währung – Sie haben es verdient
 

Quellenverzeichnis:
                                                            
1 https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ec/Bundesarchiv_Bild_183-2005-1017-513%2C_Essen%2C _W%C3%A4
hrungsreform.jpg(Bundesarchiv, Bild 183-2005-1017-513 / CC-BY-SA)
 http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/17/die-grosse-enteignung-zehn-prozent-schulden-steuer-auf-alle-spar-guthaben 
2

3 http://ef-magazin.de/2012/10/26/3794-gold-gegen-falschgeld-wolfgang-muenchaus-maerchenstunde-bei-spiegel-online
4 Buch: Ron Paul: Befreit die Welt von der US-Notenbank; Warum die Federal Reserve abgeschafft werden muss
5 http://www.zeitenschrift.com/artikel/zentralbanken-ein-paar-bankgeheimnisse#.VZW2vsIw-Uk
6 Buch: Dean Henderson: „Das Kartell der Federal Reserve“; Acht Familien beherrschen die Welt
7 Heiko Schrang, CD „Die Jahrhundertlüge 2“ – Die nur Insider kennen
8 Heiko Schrang, CD „Die Jahrhundertlüge 2“ – Die nur Insider kennen
9 Buch: Ron Paul: Befreit die Welt von der US-Notenbank; Warum die Feeral Reserve abgeschafft werden muss
10 www.usdebt.kleptocracy.us
11 http://www.pcwelt.de/ratgeber/Die_spektakulaersten_Fehlprognosen_der_IT-Geschichte-6948150.html
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13 http://www.pcwelt.de/ratgeber/Die_spektakulaersten_Fehlprognosen_der_IT-Geschichte-6948150.html
14 http://www.pcwelt.de/ratgeber/Die_spektakulaersten_Fehlprognosen_der_IT-Geschichte-6948150.html
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18 http://www.maclife.de/iphone-ipod/iphone/das-iphone-wird-ein-flop-8-wunderliche-zitate-aus-vergangenen-tagen
19 http://www.maclife.de/iphone-ipod/iphone/das-iphone-wird-ein-flop-8-wunderliche-zitate-aus-vergangenen-tagen
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22 http://www.maclife.de/iphone-ipod/iphone/das-iphone-wird-ein-flop-8-wunderliche-zitate-aus-vergangenen-tagen
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13158818.html
25 https://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin

72 
 
 
   

Udo C. Deppisch 
 

                                                                                                                                                                                          

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