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AKTIVE TOUREN IN DEN KARPATEN

Die Erschliessung Rumäniens zu dem westlichen Tourismus in den


letzten Jahren hat für die Bergsteiger im Deutschen Sprachraum neue
Horizonte in den am wenigsten bekannten Bergen Europas geöffnet: in
den Karpaten.
Diese Berge sind auf alle Fälle nicht höher als die Alpen. Muss aber alles
was niedriger als die die Alpenkette ist, nur noch sanfte Hügel sein?
Falsch! Genau so haben sich in den letzten Jahren schon viele
Bergsteiger aus Deutschland überraschen lassen, wie spektakulär die
Karpaten sind.
Dazu kommt noch die uralte Bergkultur Rumäniens: die Rumänen sind
seit je und eh ein typisches Hirtenvolk, aber dieser allgemeine Satz
kommt heute nur noch auf den Karpatenwiesen zur Geltung. Elektrischer
Strom hält sich von den primitiven Schäferhütten des weiteren fern, und
bei der Käseherstellung geht es genau so wie vor 500 Jahren zu. Das
Eindringen des Modernen begrenzt sich meist auf einer Lanterne, mit der
die Hirten in der Nacht die Wölfe und die Bären fern vom Stall der Schafe
halten.
Tymes Tours ist nur einer der etwa ein Dutzend Rumänischen

TYMES TOURS
Reiseveranstalter, die es versuchen, die westlichen Bergsteiger nach
Rumänien heranzulocken. Unser Umgang zum Thema war aber vom
Anfang an anders: nicht die höchsten Punkte der Karpaten vorzuzeigen
(weil diese sowieso viel niedriger als jene von den Alpen sind ...),
Aktive Touren in den Karpaten sondern was am originellsten in den Karpaten zu finden ist: eine
Mischung aus wilden Bergen und ursprünglicher Bergkultur. Dass diese
Rumänien Berge spektakulär sind, versprechen wir vom vorhinein: Schluchten und
Canyons, wilde Karstlandschaft im Mittelgebirge, aber auch einsames,
stilles Hochgebirge.
GRUPPENREISEN 2006 - 2007

Informationen für Reisebüros / Reiseveranstalter und Also bis bald in den Karpaten,
Vereine im Deutschen Sprachraum
Ihr Cristian Badoiu
Bergsteiger und Manager

P.S. Freilich kann jede der folgenden Touren auf Wunsch geändert
werden.
Aktive Touren in den Karpaten, Rumänien

Die Karpaten Sportliche Touren oder milde Wanderungen Weniger ist mehr ...
zwischen kulturellen Höhepunkten?
Der Gedanke, den Bergsteigern mehrere Gebirgsketten in
Gemütliche Unterbringung oder wie vor 100 Jahren? zwei Wochen vorzustellen, ist uns fremd. Wir sind auf Berge
begrenzt, wo uns alle „geheime Tipps“ vertraut sind, wo wir
den vorhandenen „Stoff“ so verwenden können, dass die
Freilich sind diese Fragen wichtig, und wenn man tiefer Reisenden sich Jahre nachher mit Freude auf die
geht, so findet man noch mehrere Kriterien für die Auswahl Karpatentour erinnern. Wohin wir gehen, sind unsere
einer Tour. Da wir beides gern veranstalten, und weil uns Bergführer schon längst zu Hause.
all diese Unterbereiche vertraut sind, finden Sie im
diesjährigen Katalog beide Arten. Wir lassen es zur Wahl
der Touristen bzw. unseren Partnern, an.
Hochplateau im Bucegi-Gebirge

Die offizielle Propaganda betont, dass Rumänien über eine


intakte Natur verfügt. Und man kann ja davon ausgehen,
dass die isolierten Gebirgsgegenden bisher wenig Kontakt zu
den Menschen gehabt haben; es gibt auch verschmutzte
Gebiete (wo viel Bergbau betrieben wird oder um die Städte
der Hüttenindustrie), aber breite Fläche wo es bislang nur
traditionelle Bewirtschaftung gegeben hat sind sehr gut
konserviert. Und man kann noch immer breite Wälder finden
die (bis jetzt) noch keine Axt gespürt haben.
Die Bergführer
Die Karpaten bringen keine außergewöhnlichen Höhen
hervor. Die höchsten Gipfel ragen nur wenig über 2500 Verlassene Forstbahnbrücke in der Karasch-Schlucht Grundsätzlich gibt es zwei erfahrene Bergführer bei jeder
Meter empor. Bei dieser Höhe kann man aber schöne Tour. Die sind kompetent auch in der Richtung,
Die hier angebotenen Touren decken eine sehr breite entsprechende Änderungen gemäss lokalen Umständen
Hochgebirgslandschaft sehen, und dies verspricht alpine
Palette ab: von Tagestouren (nur mit Leichtgepäck) bis zu (Wetter, zerstörte Brücken u.s.w.) festzustellen. Von den
Eindrücke. Es gibt aber viele niedrigere Berge in der
wochenlangen Wanderungen. Von 4*-ige Hotels bis zu zwei, zumindest einer spricht laufend Deutsch.
Karpatenkette, die recht viel Bergfreude liefern:
Schäferhütten und sogar Übernachtungen in Höhlen. Bitte
Karstplateaus, Schluchten, Canyons, scharfe Kämme, Höhlen
die Beschreibungen der jew. Touren aufmerksam lesen. Für
u.v.m.
weitere Infos (Routenbeschreibungen, Schwierigkeitsgraden, Unsere Gäste
Des öfters finden wir interessante kulturelle Karten)bitte melden Sie sich bei uns.
Sehenswürdigkeiten unmittelbar am Fusse des Berges Da die Touren stark differenziert sind, werden auch die
Auf alle Fälle, für die Reiseart „leichte Wanderungen über
gelegen. Diese besichtigen wir vor oder nach den Tagen, die Anforderungen an den Touristen relativ unterschiedlich.
einen Hügel, von einem Kloster zu einem Schloss“ finden Sie
fürs Wandern reserviert sind. Trotzdem haben wir in den Voraussetzung für alle: lauter Freude, in schönen Bergen zu
bereits interessante Angebote in unserem Katalog für
Karpaten Gelegenheit, interessante Objekte zum Thema sein; Teamgeist sowieso. Die Anforderungen an Technik sind
„anders reisen-Touren“, zum Herunterladen unter:
„Kultur & Tradition“ unmittelbar im Gebirgsgebiet zu bei den meisten Touren eher klein, aber die Anforderungen
finden. www.tymestours.ro/rumaenien-anders-reisen.pdf an die körperliche Kondition eher groß. Für jede Tour bitte
die jew. detailierten Infos lesen.

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Technische Voraussetzungen ATR01D
• alle Touren sind als Tageswanderungen gedacht, also
nur mit Leichtgepäck (leichtem Rucksack) zu führen
Retezat, Cernatal, Donau-Engpass (9 Tage)
• Im Bereich des Hochgebirges (Retezat) und des Karstes
wird ab und zu eine mäßige Trittsicherheit erforderlich;
sonnst niedrige Anforderungen an Technik
• relativ lange Tageswanderungen, also gute körperliche
Kondition erforderlich
• keine steile Abstiege, die zB. Versicherung mit Kabeln
brauchen – steilster Abstieg: cca 150 Meter auf
Steinschutt in die Prisacinaschlucht (Tag 7)
• empfohlene Jahreszeit: 15. Mai – 30. Sept.

Eingeschlossene Leistungen
• Unterkunft T1, T8: gutes Hotel 2*+ oder 3* in Timisoara T1, T9: Temeswar, Barock-
und Heldenstadt
• Unterkunft T2, T3, T4: Cabana Rotunda 3*, Nationalpark T2: Hunyadi Schloss
Retezat und Kirche zu Densus

• Unterkunft T5, T6, T7: H. Ferdinand 4*, Herculane


eh. Grenzerpfad in Tasna-Klamm, Cernatal
• alle Abendessen, einschl. Weinverkostung und T2-T4: Nationalpark Retezat, Granit,
meist 1500 – 2500 M.H.
Abendessen am Weingut Recas
• Mittagessen als Lunchpaket, täglich Poarta Bucurei-Sattel im Retezat-Gebirge

• 2 Reiseleiter / Bergführer, davon einer mit sehr guten


T5-T6: Klein-Retezat, Kalkstein,
Deutschen Sprachkenntnissen um 1500-2000 M.H.
• Beförderung mit modernem Kleinbus 15+1, mit Klima; für
T7: Nationapark Cernatal, meist
schlechte Forststraßen evt. auch Kleinbusse ohne Klima Kalkstein, um 200 – 1500 M/H.
• alle Eintritte zu Objektiven und Nationalparks

Preis pro Person im Doppelbettzimer:


T8: Donau-Engpass, meist
• Gruppe 15 - 16 Gäste: 581 Euro. Kalkstein, um 50 – 300 M.H.
• Gruppe 12 - 14 Gäste: 638 Euro.
• Gruppe 8 - 11 Gäste: 755 Euro.
Die Tour entfaltet sich in drei Nationalparks, die
• Gruppe 5 - 7 Gäste: 830 Euro. Höhenlagen von 55 bis 2500 Meter abdecken –
• Zuschlag für Einzellbettzimmer: 112 Euro. daher sehr abwechslungsreiche Landschaften!
Zuerst erwandern wir den Nationalpark Retezat, wo
Teilnehmerzahl: 5 – 16 Personen. wir das Hochgebirge mit unzähligen Seen durch
Tagestouren erkunden. Wir überqueren den
Mögliche Änderungen: die erwanderten Berge bieten Kalkkamm des Klein-Retezats und erreichen die
eine Vielzahl an Änderungen, beide des Tourcharakters starke Cerna-Quelle. Nachher wandern wir durch
(zB. auch Unterkunft in Zelten) sowie der den Nationalpark Cernatal: Mittelgebirge mit vielen
Wanderstrecken: mehr oder weniger Tage dem einem Schluchten und isolierten Bauernhöfen die noch
oder dem anderen Gebirge zu widmen. Auch viel keinen Strom kennen. Unsere am 2500 M.ü.M.
längere Varianten sind möglich – s. zB. Tour ATR02D. angefangene Tour bringt uns schliesslich bis 50 M.
Die ATR01D ist unsere kürzeste Tour in dieser Gegend Höhe im spektakulären Donau-Engpass.
(beabsichtigt für den kürzen Urlaub), die Region Unterbringung in 2*+ bis 4*.
verdient wohl mehr Tage.
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ATR01D: Retezat, Cernatal, Donau-Engpass (9 Tage)

T1: Ankunft in Temeswar T2: Am Fusse des Retezat T3: Im Kessel der einstigen Gletschern
Nach der Landung auf den Temeswarer Flughafen und Das malerische Hatzeger Land (“Ţara Haţegului”) liegt Vom Punkt „Gura Bucurei“ (Bucura-Mündung, ca 1550
Zimmerbezug haben wir noch Zeit für eine Stadtführung. am Fusse des Retezat-Gebirges. Hier besichtigen wir das M.H. - dem Punkt wo die Bäche Bucura und Peleaga
Dabei entdecken wir die spannende Geschichte die mittelalterliche Hunyadi Schloss in Hunedoara (typisch zusammen münden und das Lapusnicul-Tal entsteht)
hinter den zahlreichen Denkmälern der Stadt liegt – mediävales Aussehen, viele spitzige Türme) sowie das steigen wir im mässigen Schritt zum Bucura-See; er liegt
Ungaren, Türken, Österreicher und nun Rumänen haben Dörfchen Densus, wo wir die älteste Kirche des Landes in einem ursprünglichen Gletscherkessel (dem größten in
bei der Verwaltung der Stadt gewechselt; besonders die finden – dahinter liegt viel mehr als nur reine Statistik: den Karpaten) und ist in Rumänien der größte dieser Art.
K.u.K-Zeit hat aber Temeswar dauerhaft geprägt, daher die Hausteine standen ursprünglich in den Säulen und Die felsigen Spitzen herum können wir besteigen – so zB.
auch die Benennung „Klein-Wien“. Abends sind wir in Denkmälern der benachbarten römischen Stadt die Peleaga (2509) oder den scharfen Judele, aber für
Recas / Rekasch zu Weinverkostung samt Abendessen Sarmisegetuza; man kann noch lateinische Inschriften den ersten Wadertag reicht es wenn wir entlang dem
(deftige Banater Speisen) erwartet. Das Weingut auf den Bausteinen lesen. Nachmittags erreichen wir sanften Bergrücken des Slăveiu Richtung Hütte
Rekasch liegt auf den letzten Hügeln die aus den unsere gemütliche Hütte im berühmten Nationalpark absteigen.
Karpaten stammen, die Banater Schwaben haben die Retezat, die uns für die kommenden Tage als Basislager 7 Std., ⇑ 750, ⇓ 1000
Kunst des Weinbaus im XVIII. Jhd. hierher mitgebracht. dient. (inkl. Pausen und Rastzeiten; alle Sattel eingeschlossen!)

T4: Die scharfen Kämme des Retezat T5: Übers „Klein-Retezat“ nach Cernatal T6: Weiler und Schluchten im Cerna-Gebirge
(Wieder) von Gura Bucurei steigen wir heute entlang Ein Aufstieg von 700 Meter Höhenunterschied bringt uns Heute haben wir auch etwas Kultur im Programm
dem einsamen Peleaga-Tal zum Peleaga-Sattel hinauf. am Soarbele-Sattel, um 1930 Meter-Höhe. Wir befinden (Besichtigung der K.u.K.-Altstadt von Herkulesbad), steile
Der zweithöchste Gipfel des Massifs, Păpuşa (2508) ist uns auf Hochkarst im sog. „Klein-Retezat“ (dies konnte Berge aus weißem Kalkstein ragen jedoch unmittelbar
von hier nur einen Katzesprung entfernt. Des weiteren einen Extra-Tag verdienen). Knieschonender Abstieg ins über den Kurort empor. Um Mittag gehen wir dann
folgen wir einem scharfen Kamm zum Cusutura-Gipfel Soarbele-Tal, das um die Jahrhundertwende vom tatsächlich in die Berge des Cernatals (ebenfalls
(2457), der uns alpine Aussichten auf die berühmten Französischen Geograph E. De Martonne Nationalpark). Auf einem bewaldeten Plateau sind kleine
herumliegenden Tälern und Gletscherseen verspricht. Im untersucht wurde. Auch hier, sowie im bevorstehenden Weiler und urige Gehöfte verstreut – die meisten noch
Plaiul Mic-Sattel (1879) ist die Landschaft milderer Jiu-Cerna-Pass, treffen wir einige dunkle Schachthöllen. immer ohne Strom, und tiefe, wilde Schluchten und
geworden (Wiese, Schafhirten ...), bald sind wir wieder Über einen trockenen Canyon kommen wir dann runter Canyons begrenzen dieses Plateau. Wir können in einem
an der Gura Bucurei und somit schliessen wir diese Richtung Cerna-Quelle, Rumäniens größte Karstquelle. von denen – Prisacina-Schlucht hinabsteigen, oder wir
Rundwanderung mit klarem Hochgebirgscharakter ab. Von hier holt uns unser Bus ab und bringt uns in den können die „mildere“ Variante durch weitere abgelegene
Kurort Herculane / Herkulesbad. Weiler nehmen.
8 - 9 Std., ⇑ 1300, ⇓ 1300 8 Std., ⇑ 700, ⇓ 1000 7 - 8 Std., ⇑ 300, ⇓ 300
T7: Cernatal oder Dalmatien? T8: Donau-Engpass oder Eisernes Tor
T9: Sonntag Vormittag in Temeswar
Schon bei der gestrigen Wanderung haben wir neugierig Unsere Tour hat uns langsam weit weg nach Süden
die schneeweissen Kämme auf der anderen Seite der gebracht: die Donau ist nur 16 Km entfernt von Der Vorort des Banats sorgt für Ihre gemütlichen letzten
Cerna geschaut. Heute gehen wir hin! Zuerst fahren wir Herkulesbad. Und hier treffen wir die schönste Strecke Momente in Rumänien. Die schöne Innenstadt mit viel
zu einem Bergpass im Mehedinti-Geb. Unsere der Donau: ihr Engpass oder das Eiserne Tor der Donau. Barock und Jugendstil bietet viele Terrassen wo sich bei
Entdeckungstour bringt uns dann durch kahle Wir erforschen es näher indem wir eine kurze Tour zur einem trockenen Wein die schönsten Landschaften
Karstplateaus und dorniges Gestrüpp auf den Vârfu-lui- Ponicova-Höhle (via Ponicova-Canyon) unternehmen. Am unserer Bergwanderung und die interessantesten Treffen
Stan Gipfel (1450), von wo wir in die einmaligen unteren Ende der Höhle kommen wir direkt raus in die im Gebirge bestens ausklingen lassen. Je nach der Zeit
„Crovuri“ hinabsteigen; diese sind malerische Senken im Donau schwimmend! Nachher steigen wir auf den Ihres Rückfluges erfolgt um Mittag der Transfer zum
Karst die um 1000 M.ü.M. nah zum Hauptkamm des Ciucaru-Mare, um die schönste Ansicht der Donau zu Flughafen – es heisst nun Abschied vom rumänischen
Mehedinti-Gebirge südlich von Vârfu-lui-Stan aneinander bewundern: die Großen Kessel. Die Reise geht weiter Team nehmen und nach Hause fliegen.
gereiht sind. Abstieg durch die unberührte, wilde Tasna- entlang der Donau (unvergessliche Bilder!). Abends sind
Klamm bis zur Straße am Cernatal. wir wieder in Temeswar.
10 Std., ⇑ 500, ⇓ 1200 6 Std., ⇑ 300, ⇓ 250

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Informationen zwischen den Zeilen: das Retezat-Gebirge und das Klein-Retezat

Cabana Die Pflanzenwelt des R. ist größtenteils ungestört. Dracsanu
Pietrele 2080 ■

e
Besonders wertvoll sind die vielen Exemplare von

ar
M

Zirbel-Kiefern (Arven, Pinus cembra) die verstreut

l
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■ Buta
Piule

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Cabana Zla um und gleich oben der Waldgrenze zu treffen ▲

pu
Retezat 2080
Vf. Pietrii Gura Zlata ta

La
Stanuletii Piatra lui
2192 2485 ▲ at sind (die Waldgrenze liegt im R. um 1700-1800 M. Plesa
▲ 2457 arb Mari Iogovan ▲ S ▲
▲ Peleaga ul B 2030▲ 2014 Albele cor
1840
▲2508 Ra H.). Ebenso gibt es noch breite Flächen die mit
2509 )( ▲ ot
▲ 2005 a
Latschenkiefern (Pinus mugo) bedeckt sind. Viele

)(
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Judele

2398 ▲ Bucura-See Tierarten leben hier, was die Touristen am So de
Ve

Peleaga
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ar iul
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▲ be
2142

Slaveiu Custura häufigsten davon bekommen sind die Gemsen und le
▲ 2400 ▼ 2457 die Marmotten, manchmal auch Bären. Es gibt Jiu-Cerna Pass
▼cca 1050
cca 1550 1350 Oslea
viele Wölfe (ihr Bestand liegt auf Wachstumstrend

)( )(
1990

)(
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es Cabana in den letzten Jahren), die aber sehr scheu sind. ▲

l
de

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S Cabana

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■ Buta

lM
Rotunda ■ Dracsanu Das sog. Klein-Retezat (Rum. „Retezatul Mic“,
Ra

cu
La 2080▲ Das R. ist eine der berühmtesten Gebirgsgruppen

ni
pu But Piule-Iorgovan Massif) schliesst sich der

s
Branu sn

pu
icu a Rumäniens. Die schwache Infrastruktur hat bis

La
2050
▲ l Ma Hauptkette südlich vom Dracsanu-Gipfel, an.
Borascu re Piatra lui jetzt die großen Touristenmassen fern gehalten.
Geologisch sind die Sachen sehr klar: eine

st
2158 Iogovan
Es gibt ja viele Touristen hier, sie sind aber meist

Ve
Gugu ▲ ▲ 2014
Paltina ausgedehnte Kalksteinfläche fasst das ganze Massif

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2291

ld
▲ (Soarbele) t Bergwanderer die vor langen Touren mit viel
)(

es um, und vor allem durch diese Zusammensetzung

Jiu
2149 ▲ eV Gepäck nicht scheu sind. Die meisten zelten auf
ld unterscheidet sich K.-R. von den etwas höheren
▲ Jiu
der Wiese neben dem Bucura-See oder bleiben an
Moraru Nachbaren – Retezat bzw. dem Godeanu-Gebirge.
2280▲ ▲2162 den Hütten Pietrele (3 Std. nördlich davon) oder
Oslea Der Hauptkamm des K.-R. läuft fast paralel zu
Buta (4 Std. östlich von Bucura).
1990 dem des „Groß“-R., im allg. in O-W-Richtung. Die
)(


Blick vom Kamm zw. Judele und Slaveiu, nach Nordosten höchsten Gipfel betragen um 2000 M.H.: Piule
Peleaga-Gipfel
(2080), Stanuletii Mari, Piatra lui Iorgovan (2014).
Das Retezat-Gebirge liegt im westlichen Teil der Südkarpaten, gleich südlich der
Kleinstadt Hateg, und nordwestlich von Petrosani. Bucura-See Die dicken Kalksteinschichten führen zu einer
interessanten alpinen Karstlandschaft: Dolinen,
Der höhere Teil des R. besteht meist aus Vulkaniten (Granit, Granodioryt, Andesit) mit Schachthöhlen, weißes oder hellgraues Geröll.
kristallinen Schiefern dazwischen. Im SO überlappen Sedimentgesteinslager die Innerhalb des Massifs finden wir kaum permanente
Graniten, aber dort fängt bereits das Areal des Klein-Retezats an. Flüsse oder Bäche, es gibt wenige Quellen und
Im Zentralgebiet des R. bewegen sich die Höhen stets über 2000 Meter. Die nördlichen selbst die angrenzenden Flüsse (Jiul de Vest im S,
Ausläufer (Richtung angrenzender Hateg-Senke) sind kurz und steil, während die Buta im NO und Lapusnicul Mare im NW) weissen
südlichen Nebenkämme, trotzt der Tatsache dass sie schon um 1000-1400 M. H. ins bedeutende Wasserverluste direkt im Flussbett,
Lapusnicul Mare-Tal zum Endpunkt kommen, sind länger und weniger abfällig. Die vor. Zahlreiche Höhlen, im höheren Bereich sind
Gletscher des Quaternäres haben die Kämme oft beidseitig geschnitzt und verschärft, es meist Schachthöhlen – wobei einige über 100
mehrere Gipfel ragen über 2400 Meter empor: Peleaga (2509), Papusa (2508), Retezat, Meter tief sind, und die meisten Höhlengletscher
Varful Mare, Custura. Die Morphologie ist sehr un-linear, die oben benannten Gipfel beherbergen.
liegen nicht immer entlang des Hauptkamms nacheinander, sondern befinden sich oft
auf Sekundärkämme. Die Landschaft ist sehr stark von den einstigen Gletschern geprägt Piatra lui Iorgovan (2014)
(wir finden hier also alle typische Merkmale ...). Im Zentrum des Massifs liegt der Unser ausgewählter Unterbringungsort Rotunda
Bucura-Kessel. Einst befand sich hier der größte Gletscher der heutigen Rumänischen Hütte (Cabana Rotunda) im Lapusnicul Mare-Tal ist
Karpaten. Mehrere sekundäre, kleinere Kessel (entstanden in einer weniger harten durchaus eine Ausnahme. Der lokalen Legende
Eiszeit) hängen übers breite Haupttal, das vom großen Gletscher gestalten wurde. nach hat sie Ceausescu während seinen
Jagdpartien benützt. Heute frisch renoviert bleibt
Einzigartig in den Rumänischen Karpaten ist die Zahl der in den eh. Gletscherkesseln
die Rotunda Hütte zu teuer für die meisten
entstandenen Seen: 80. Dazu zählt der größte alpine See des Landes – Bucura mit ca 9
einheimischen Bergsteiger. Immerhin ist es mehr
Ha, und auch der tiefste – Zanoaga, 28 Meter tief.
als ein Ziel für wohlhabende Luftschnapper.

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Technische Voraussetzungen ATM01D
• alle Touren sind als Tageswanderungen gedacht, also Hochgebirge in den Südkarpaten: Bucegi und
nur mit Leichtgepäck (leichtem Rucksack) zu führen
Königstein (10 Tage)
• Im Königstein mittlere bzw. hohe Erforderungen an
Technik (Fixseil, Kabel an ausgesetzten Stellen, steile
Aufstiege und Abstiege)
• relativ lange Tageswanderungen, die Höhenunterschiede
betragen manchmal mehr als 1000 M pro Tag, also gute
körperliche Kondition erforderlich
• empfohlene Jahreszeit: 01. Juni – 30. Sept., jedoch am
besten in Juni oder September (weil viele Touristen im
Hochsommer hier)

Eingeschlossene Leistungen
• Unterkunft T1, T9: H. Silva 3* in Sibiu / Hermannstadt
• Unterkunft T2 - T8: H. Rozmarin 3*, Predeal
T1, T10: Hermannstadt, der T2: Schäßbug, die Siebenbürgische
• alle Abendessen und Frühstücke, Weinkostprobe und gotische Hauptort der Rothenburg ob der Tauber, und Unter dem Gipfel „La Om“ / Hirtenspitze im Königstein
Vesper bei den Sachsen in Kleinschelken Siebenbüger Sachsen Kleinschelken, gewaltige Kirchenburg und
guter Wein
• Mittagessen als Lunchpaket, täglich
• 2 Reiseleiter / Bergführer, davon einer mit sehr guten Das Hirschtal (Valea Cerbului) im Bucegi-Gebirge
Deutschen Sprachkenntnissen
T2-T4: Königstein, Kalkstein,
• Beförderung mit modernem Kleinbus 15+1, mit Klima; für 1500 - 2000 M.H.
schlechte Forststraßen eventuell auch Kleinbusse ohne
Klima
• alle Eintritte zu Objektiven und Nationalparks

Preis
T5-T6: Bucegi, Konglomerat, um
• Im Doppelbettzimmer pro Person: 600 Euro. 1500-2500 M.H.
• Zuschlag für Einzellbettzimmer: 83 Euro.
Teilnehmerzahl: 8 – 15 Personen. T7: Schloss Peles, eh. Königliche
Sommerresidenz der Hohenzollern

Mögliche Änderungen: die Tage, die technisch


schwer sind, können auf Wunsch ersetzt werden. Auch
in diesem Gebiet können wir leichtere Tage 2 Tage auf den ausgedehnten Hochplateaus des
einschliessen, mit leichten Wanderungen zu malerische Bucegi-Geb., 3 Tage auf dem schmalen, steilen
Gebirgsdörfer (diese haben jedoch alle Strom...). Wir Kamm des Königsteins, sowie Abstecher zu den
schönsten historischen Städten in Siebenbürgen:
können nicht alle körperlich schwere Tage ersetzen –
Hermannstadt, Kronstadt und Schäßburg. Die Tour
die Tage mit großen Höhenunterschieden, die
bietet sehr gute Unterbringung und ausschliesslich
schönsten Ansichten in diesen Bergen liegen ja fasst Tagestouren (also ohne schwere Rucksäcke), aber in
ausschliesslich in Höhe. manchen Tagen große Höhenunterschiede (die
schwereren Tage können jedoch auf Wunsch ersetzt
werden). Die Tour stellt eine gelungene Mischung
aus Bergwandern und kulturellen Objektiven dar.
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ATM01D: Hochgebirge in den Südkarpaten: Bucegi und Königstein (10 Tage)

T1: Ankunft in Sibiu / Hermannstadt T2: Die Siebenbürger Sachsen zu Hause T3: Hohe Plateaus des Bucegi-Gebirge
Der Linienflug von München landet in Sibiu abends, also Hermannstadt ist eine Gründung der sog. Siebenbürgen- Per Seilbahn steigen wir zum Hochplateau des Bucegi-
für heute heisst es nur Begrüßungsdrink und Sachsen, deutsche Kolonisten die schon Mitte des XII. Gebirge auf. Von der Babele-Hütte (2238) führt unser
Abendessen – zu dieser Gelegenheit erfahren wir mehr Jahrhunderts den „Drang nach Osten“ folgten. Frau Weg fast höhengleich entlang dem welligen Hauptkamm,
über die Tour, die uns auf einige den schönsten Bergen Lehrerin Marga Grau ist unser fachkundiger Führer durch mit einer kurzen Pause bei der Hütte „Piatra Arsa“. Auf
Siebenbürgens bringt. Wer nachher noch Lust hat, kann die mittelalterliche Altstadt. Um Mittag besichtigen wir den Wiesen begegnen wir die Schafhirten die wie vor
mit unserem Team die schöne Altstadt bei einem das große ASTRA-Freilichtmuseum für Volkskunde und 500 Jahre zwischen Tal und Kamm pendeln. Nach dem
abendlichen Spaziergang entdecken. die Kirchenburg zu Heltau (rum. Cisnadie). Transfer per Abstieg in Luftkurort Sinaia besichtigen wir das prächtige
Bus nach Predeal (ca 1200 M.u.M.), d.h. eine Fahrt Schloss Peles, eh. Residenz der Könige Rumäniens.
Richtung Osten durch reizvolle Landschaften. 5 Std., ⇑ 100, ⇓ 650

T4: Zum höchsten Bergziel Omul T5: Große Karpaten-Kultur T6: Auf dem Königstein: die Hirtenspitze
Wieder steigen wir per Seilbahn zur Babele-Hütte (2238). Das wehrhafte Siebenbürgen zeigt sich heute in vollem Viele einheimische Bergsteiger sprechen vom Königstein
Weiter im leichten Aufstieg über das nördliche Plateau, Glanz. Wir besuchen die mittelalterliche Burg von Bran, als „schönsten Massiv Rumäniens“, und dies mag wohl
den Gipfeln Caraiman und Costila vorbei, mit welche unter den Dracula-Fans weltweit als Nest des wahr sein. Ab „Plaiul Foii“-Hütte steigen wir steil auf, erst
wunderschönen Aussichten über die tiefen Schluchten, Blutsaugers berühmt ist. Unweit auf einer Anhöhe liegt durch Fichtenwald der Spirla-Hütte vorbei dann über
die das Hochplateau des Bucegi umgeben. Vom Gipfel die Bauernfliehburg von Rosenau / Râşnov. Und der Gestein (ab und zu ist der Pfad mit Kabeln ausgerüstet)
Omul (2505) steigen wir entlang dem schluchtartigen Höhepunkt stellt Kronstadt / Braşov dar, mit einer bis zur Hirtenspitze (2238). Der Abstieg erfolgt auf der
„Hirschtal“ (Valea Cerbului) zur Hütte von Gura Diham Stadtführung einschl. der massiven, spätgotischen milderen südöstliche Lehne, der Grind-Nothütte vorbei
ab, wo der Bus auf uns wartet. „Schwarzen Kirche“ (größtes Gotteshaus zw. Wien und und durch die malerischen Wiesen der Vladusca.
7 -8 Std., ⇑ 300, ⇓ 1200 Konstantinopel).
8 Std., ⇑ 1400, ⇓ 1400

T7: Die Schluchten Königsteins ... T8: Aufstieg auf den Turnul
... werden wir heute kennenlernen, und zwar vom Mitte Noch einmal der Königstein, nun ist sein nördlichster
des steilen Westhanges, wo der etwas ausgesetzte Eckpfeiler unser Ziel. Nach dem wir die Curmatura-Hütte
„Mittelsteg“ in fast gleicher Höhe läuft. Um dort an zu hinter uns haben, wird der Aufstieg etwas härter, ab und
kommen, steigen wir erst zur Nothütte Cioranga Mare. zu gibt es wieder Kabel zum Festhalten bis wir oben auf
Am Ende des Mittelstegs steigen wir steil zur Plaiul-Foii- dem Turnul-Gipfel (1923) sind – eindrucksvoll trotz
Hütte wieder ab. Der Besuch zu einem Wolfsgehege relativ geringer Höhe. Der Aufstieg erfolgt entlang einem
rundet unseren Program ab – in der Wildnis sind diese steilem, trockenen Kanion bis zum Haupttal Barsa Mare
Tiere viel zu scheu. Technisch schwerste Tagestour. (die Burze).
7 Std., ⇑ 850, ⇓ 850 8 Std., ⇑ 1100, ⇓ 1100

T9: Mittelalterliches Siebenbürgen T10: Sightseeing und Shopping


Wir verlassen Predeal und fahren nach Sighisoara Einen ganzen Vormittag in Hermannstadt steht zur
(Schäßburg) ins Herzen Siebenbürgens . Die Obere Stadt freien Verfügung. Dabei kann man zwischen charmanten
ist noch immer von ihrer mediävalen Burgmauer samt Plätzen mit gotischer Bausubstanz, Straßencafes und ein
viele Wehrtürme geschützt. Im Kokeltaler Weinland Dutzend Museen und Ausstellungen wählen.
besichtigen wir die Kirchenburg von Seica Mica / Nachmittags Transfer zum Rückflug nach München.
Kleinschelken, nachher verkosten wir die Weine bei einer
der letzten Sächsischen Familien des Dorfes. Abends
treffen wir Hermannstadt wieder, die Altstadt bietet viele
Möglichkeiten für den letzten Abend in Siebenbürgen.

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Informationen zwischen den Zeilen: Bucegi-Gebirge und Königstein
ì Plateaus – gegen das Prahova-Tal, also - ist sehr steil, hier
Predeal Da der Kamm so scharf ist, sind dann die Ausläufer
befinden sich die längsten Kletterrouten Rumäniens. Der z.T. sehr steil. Aus geologischen Gründen
Ostkamm besteht aus Konglomeraten, während im (Anlehnung der Kalksteinschichten) ist der
Westkamm vor allem Jura-Kalken erscheinen. Die westlichen nordwestliche Hang viel steiler als der östliche. In
Hänge des Massifs sind auch steil, aber die Wände sind nicht vielen Fällen, spricht man von einer „Westwand“.
so hoch wie im Osten. Interessant: die Westwand wird um Mittelhöhe von

ti

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es

lae
1582 einer „Treppe“ - den sog. „Mittelsteg“,
an
Die benachbarten Luftkurorten im Prahova-Tal (Sinaia,

Ma
Tig ▲
Bucsoiul unterbrochen. Auch wenn technisch ziemlich
Cab. Gura Azuga, Busteni, Poiana Tapului, Predeal) sowie die Nähe zu
▲2492 Dihamului schwer und etwas ausgesetzt, bietet der
Scara )( Valea M ■ Großstädten wie Bukarest und Brasov hat den touristischen
orarulu Mittelsteg eine Alternative zu den üblichen Routen
2422 ▲ Omul i Verkehr in B.-G. entscheidend beeinflusst: nirgendwo

Va
2505▲■ („1200 Meter rauf zum Kamm, 1200 runter“) die in

lea
Gau
ra
▲ Valea Cerbului
anders in Rumänien kommen so viele Touristen wie hier. Wir
Königstein wegen der einfachen Morphologie als

Ce
2402 sagen mal „Touristen“ statt Bergsteiger, denn die weissen
Standard gelten.

rbu
Gutanu▲
Costila starke Mängel an Erfahrung und Austattung. Es gibt hier

lui
2150
2498▲
lba
viele Hütten („Cabana“), Hotels, Kabinnenlifts u.s.w. Auch wenn es hier nur zwei echte Berghütten gibt,
A
Caraiman Valea

Batrana 2384 □□□ und auch wenn die Touren überdurchschnittlich
schwierig sind, ist K. vom Massentourismus nicht
Do


2181 Cab. Busteni Der Königstein (Rum. „Piatra Craiului“ - kleine Karte auf
am

Babele verschont. Nicht so intensiv wie im Bucegi-Geb.,


▲■ der rechten Spalte) ist ein morphologisch sehr einfaches
nel


trotzdem bilden sich oft Menschenschlangen bei
e

Strungile Mari Valea Jepilor Gebirge: ein scharfer Kamm mit der Richtung NNO-SSW. Im
den vielen Strecken, wo Kabel („Lanzen“)
Horo

2162
Nordwesten wird der Königstein vom Barsa (dt. „die Burze“)
eingestellt werden.
aba

abgegrenzt, im Südosten von den Zuflüssen der Dambovita.


Im Nordwesten kommt der Königstein mit der niedrigen
Cab.
)(

Padina Prahova Senke des Burzenlandes in Kontakt, was ihn noch imposanter
Cabana
■ Piatra Arsa macht. rsa
■ Ba

Ba
Ialomita

rs
Tataru Der Kamm des Königsteins besteht vollständig aus Kalkstein.

a
1998

)( )(
▲ Da es so gut wie keine Bächen und Flüsse innerhalb des ■ Tunul
Furnica Cab.Plaiul Foii 1923 1620
2103 ▲ Massifs gibt, ist die Erosion nicht sehr bedeutend: es gibt ▲ Piatra Mica

)(
1816
Blana keine tiefe Sattel, der Kamm ist sehr einheitlich. Der ▲
Vala Dorului

Varfu cu Pele ▲
1875
□□□
s höchste Punkt ist der Gipfel Hirtenspitze/“La Om“, 2238. Varfu Ascutit
▲ Dor ▲ ■Cab.

Sp
2136
2030 Sinaia Curmatura

irla
Eine der vielen Schluchten Königsteins

Spirla

)(
La Om
Das Bucegi-Gebirge liegt im östlichen Teil der Südkarpaten, unweit vom ▲
2229▲ 2238 Vladu
sca

großen Bogen der Rumänischen Karpaten. Die Ostgrenze des B. ist sehr klar: 1644
■ Grind
das Prahova-Tal.
Morphologisch ähnelt das B. einem umgekehrten „U“ Buchstaben mit der
Spitze gegen Norden, wobei in dieser Spitze auch der höchste Punkt liegt:
Gipfel Omul. Dieses Gipfel ist von allen Seiten von tiefen Tälern umgeben,

Valea Seaca a Pietrelor


aber das weitaus wichtigste ist das Tal, welches im inneren des „U“-Grund-
risses eingebettet ist: der Fluss Ialomita. Vom Gipfel Omu entspringen die
zwei Kämme des Massifs: der östliche bzw. der westliche Kamm. Auch wenn
der Hauptkamm gut über 1000 Meter über den umliegenden Tälern
emporragt, ist das B.-G. überhaupt nicht von spitzigen Kämmen
gekennzeichnet: um 1600-2400 Meter u.M. dehnt sich ein N-S langerstrecktes
Plateau an. Besonders am östlichen Kamm ist es sehr gut erhalten, es ist das
berühmte „Platoul Bucegilor“ (Hochplateau des Bucegi). Die Ostlehne dieses
_______________________________________________________________tymes tours __ S8______________________________________________________________
Technische Voraussetzungen AB01D
• alle Touren sind als Tageswanderungen gedacht, also
nur mit Leichtgepäck (leichtem Rucksack) zu führen
Sagen des Kalksteins im Banater Bergland
(9 Tage)
• die Anforderungen an Technik sind klein
• an einigen Tagen relativ lange Tageswanderungen, die
Höhenunterschiede betragen aber im Durchschnitt wenig
als 500 Meter pro Tag, also eine mässig gute
körperliche Kondition reicht
• empfohlene Jahreszeit: 01. Mai – 30. Juni und 01. Sept.
- 15. Okt. (hervorragend für Frühjahr und Herbst!)

Eingeschlossene Leistungen
• Unterkunft T1, T8: gutes Hotel 2*+ oder 3* in Timisoara
• Unterkunft T2, T3: H. Ferdinand 4*, Herculane
T1, T9: Temeswar, eh. „Klein-
• Unterkunft T4, T5: private Pension im Dorf Sasca Wien“, inkl. Weinverkostung und T3: Prisacina-Schlucht im Abendsonne in einer der „Crovuri“-Senken im Meheinti-Gebirge
Montana, unweit von Nera-Klamm Banater Speisen Cerna Gebirge, isolierte Weiler

• T6, T7: private Pension oder Motel in Anina / Steierdorf Prisacina-Schlucht im Cerna-Gebige
• alle Abendessen und Frühstücke, Weinkostprobe in
Recas
T2, T4: Mehedinti-
• Mittagessen als Lunchpaket, täglich Gebirge, typisches
• 2 Reiseleiter / Bergführer Karstgebiet
T8: Cheile Garlistei (Schlucht
der Gerlistye) kurz aber
• Beförderung mit modernem Kleinbus 15+1, mit Klima; für malerisch
schlechte Forststraßen evt. auch Kleinbusse ohne Klima
• alle Eintritte zu Objektiven und Nationalparks
T8: Caras-Schlucht, die längste
Klamm Rumäniens (Nationalpark)
Preis pro Person im Doppelbettzimer:
• Gruppe 15 - 16 Gäste: 581 Euro.
T7: Nationalpark Nera-Klamm und
• Gruppe 12 - 14 Gäste: 638 Euro. Wasserfälle der Beusnita

• Gruppe 8 - 11 Gäste: 755 Euro. T5-T6: Ponicovaschlucht und T2-T5: Herkulesbad, beliebter
Kurort von Franz Joseph und Sissi
• Gruppe 5 - 7 Gäste: 830 Euro - bei nur 1 Bergführer. -Höhle im Donau-Engpass

• Zuschlag für Einzellbettzimmer: 112 Euro.


Teilnehmerzahl: 5 – 16 Personen. Die Tour bietet die Besichtigung der abgelegenen
(doch bewohnten!) Klamm- und Schluchtgebieten
des Banater Berglands: Cernatal, Nera und Karasch
Mögliche Änderungen: bei nur 9 Tage in diesem
(alle Nationalparks), an. Es ist Mittelgebirge mit
wunderschönem Gebiet, bleibt freilich auch viel aus. Daher
unzählige Möglichkeiten auch für andere Wanderungen. Man relativ kleinen Höhenunterschieden, doch von einem
muss jedoch die Infrastruktur in Sicht halten; weil nicht spektakulären Karst geprägt: viel Gestein, viele
überall gute Unterkünfte gibt, muss man für einige Ecke des vertikale Wände, üppige Pflanzenwelt. Empfohlene
Banater Berglands mit längeren Transfers rechnen. In der Jahreszeit: Frühjahr oder Herbst, wenn das Wetter in
vorgeschlagenen Route stimmen aber beide Unterkünfte und diesem Mittelgebirge nicht so heiss ist.
Transfers – für längere Varianten bitten wir um Anmeldung. Unterbringung in guten Hotels, Motels und
Der Tag T2 mit einem etwas größerem Höhenunterschied Pensionen, 2* bis 4*-ig, Vollpension. Sehr wenig
kann auf Wunsch ersetzt werden. Touristen hier, Sie erleben nun gemütlich eine der
unerschlossenen Bergregionen Europas.

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AB01D: Sagen des Kalksteins im Banater Bergland (9 Tage)

T1: Ankunft in Temeswar (Timisoara) T2: Herkulesbad und Domogled T3: Cerna-Gebirge: Weiler und Schluchten
Nacht der Landung auf den Temeswarer Flughafen und Transfer nach Herculane. Der reizvolle Kurort war schon Auf dem ehemaligen Grenzerpfad (hier war einst Grenze
Zimmerbezug haben wir noch Zeit für eine Stadtführung. in der Römerzeit bekannt, und später lobte ihn Franz zwischen Türken und Habsburgen) steigen wir langsam
Die Hauptstadt des Banats ist (noch) keine Vedette für Joseph als „der berühmteste Kurort des Kontinents“. auf das Plateau oberhalb von Prisacina-Schlucht; auf
den Tourismus, die Innenstadt ist aber sicherlich Heute etwas vernachlässigt, besitzt „Herkulesbad“ noch dem Weg treffen wir isolierte Weiler und Häuser die noch
interessant, mit barocken Plätzen und Resten der immer eine schöne Altstadt mit vielen Gebäuden aus der immer kein Strom kennen. Ein relativ steiler Abstieg auf
Festung aus der Zeit Maria Theresias und des Prinzen Belle-Epoque. Wir steigen aber auch auf dem Domogled, Steinschutt bringt uns unten in die Schlucht hinab, wo
Eugen von Savoyen. Abends gibt es eh mehr als den „Wächter Herkulesbads“, welches imposante, steile die Prisacina rauscht gewaltig zwischen 300 Meter höhen
Begrüßungsdrink: am Weingut Recas / Rekasch Hang 800 Meter über den Kurort empor ragt. Übrigens, Wände. Am unteren ende der Schlucht mündet die
geniessen wir eine Weinverkostung gefolgt von einem dies ist Rumäniens älteste Naturreservat, wegen den Prisacina in die Cerna hinein, hier treffen wir eine alte
üppigen Abendessen (traditionelle Banater Speisen, seltenen Pflanzen- und Insektenarten. Der Abstieg ist Mühle und eine andere Variante des Grenzerpfades, die
einfach aber lecker) erwartet. recht mild: durch Wald und Haine von Balkan-Buchen, uns bald wieder an Bus bringt.
Edelkastanien und türkischen Hazelnussbäumen.
6 – 7 Std., ⇑ 800, ⇓ 800 7 - 8 Std., ⇑ 300, ⇓ 300

T5: Der wildeste Punkt an der Donau T6: Nera-Klamm und Beusniţa-Wasserfälle T7: Caraş-Klamm und Comarnic-Höhle
Genau so kann man die „Cazanele Mari“ (Großen Kessel) Mitten im Nationalpark Nera-Klamm liegt der Transfer nach Anina-Steierdorf via Oravita. Im Stadtteil
in der Donauenge („Eisernes Tor“) ausschildern. Wir geheimnisvolle Teufelsee (Lacul Dracului), der in einer Celnic fängt unsere Wanderung an: dem Buhui
erwandern hier den Ponicova-Canyon der uns zur P.- abgestürzten Höhle entstanden ist. Wir laufen des flussabwärts bis zur Mündung in den Karasch/Caraş
Höhle führt. Am unteren Ende der Höhle kommen wir weiteren auf dem schmalen Pfad entlang der Nera - (Punkt „Medjureka“) wo eine alte verlassene
schwimmend zur Donau wieder an Tageslicht – das manchmal ist unser Fussweg unmittelbar in den Forstbahnbrücke für Spannung bei der Überquerung
werden Sie lange in Erinnerung halten! Da die senkrechten Kalsteinwänden gemeißelt; die Pflanzenwelt sorgt. Des weiteren entlang dem Karasch hinab merken
Höhenunterschiede trotzt spektakulärer dieser Strecke ist erstaunlich, besonders im Mai sind die wir wie sein Tal immer wilder wird, mit einem Höhepunkt
Gebirgslandschaft klein sind, kann man diesen Tag auch Felsen mit üppigen Gebüschen in voller Blüte (zB. viel bei der Mündung des Comarnic-Baches. Unweit liegt die
als verdienten Erholungstag betrachten. Pause im Wildflieder) gedeckt. Wir verlassen die Nera-Klamm und Comarnic-Höhle mit ca 5,5 Km Gesamtlänge: mit
Durchbruch: einheimische „Fisch-Tschorba“. Die Nacht erreichen die wunderschönen Wasserfälle der Karbidlampen und Stirnlichtern besichtigen wir nur etwa
verbringen wir in einer privaten Pension im Dorf Sasca Beuschnitza, die auf einem Flussbett aus Sinterstein 2 Km davon, nämlich die schönsten Galerien.
Montana / Deutsch-Saska. laufen.
9 Std., ⇑ 300, ⇓ 200
4 Std., ⇑ 300, ⇓ 300 9 Std., ⇑ 150, ⇓ 300

T8: Schluchten, Zwetschgen, Dörfer, Industrie T8: Spuren der K.u.K: Bergtechnik und -kultur T9: Sonntag Vormittag in Temeswar
Über Wiesen und primitive Zwetschgenplantagen In der Früh nehmen wir den Zug auf der ältesten Diese Rundtour des Banater Berglands war relativ
steigen wir in die Schlucht der Gârlişte ab. Die milde Bergbahn östlich von Wien: die Bahnlinie zwischen intensiv aber sicherlich nicht erschöpfend – die
Wanderung führt uns entlang dem engen Tal das von Anina-Steierdorf und Oravita ist auch unter dem Namen Tagestouren eher leicht, göll? Temeswar, der Vorort
üppiger Vegetation überwachsen wird, und dann ins „Banater Semmering“ bekannt und berühmt für beide des Banats, sorgt nun für Ihre gemütliche letzte
malerische Gebirgsdorf Gârlişte, wo die alten Häuser schöne Landschaften und technische Lösungen. In Momenten in Rumänien. Wir können durch die schöne
noch von den Anfängen der Industrialisierung in der Oravita finden wir das älteste Theater SO-Europas, eine Innenstadt mit viel Barock und Jugendstil spazieren,
K.u.K. erzählen. In der bankrottierten Industriestadt Miniatur-Nachahmung des eh. „Kleines Burgtheater“ aus Last-Minute-Shopping treiben oder ganz entspannt auf
Resita / Reschitz besichtigen wir die Sammlung von Wien. Das prunkvolle Innere spricht von besseren Zeiten einer Terrasse in die Sonne legen und die
Dampflocks, dann können wir uns einen Abstecher in der Kleinstadt Oravita – wo alles heute wie ein Freilicht- sonntäglichen Menschenschwarm des einstigen
das von Kroaten bewohnte Dorf Carasova gönnen – museum aus sieht. Fahrt nach Norden durch die Banater
„Klaan-Wien“ bewundern.
dabei kann man den sehr milden, aber aromavollen Tiefebene (bis vor kurzem Wohngebiet der Banater
Zwetschgenschnapps (hausgemacht) direkt erwerben. Schwaben) Richtung Temeswar – wo wir den letzten
Abend zusammen feiern.
4 Std., ⇑ 0, ⇓ 200

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Informationen zwischen den Zeilen: Karst im Banater Bergland - das Nera-Becken
1224▲ Die N. schneidet sich einen Weg durch diese Dracsanu
Leordis▲
Radosca

i
hu
1160
2080 ▲ ▲1013

anita

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ras
Talva Craiovii Kalksteinschichten und schafft dabei die längste

Bu
▲ 1076

Ner

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Ca
Porcar 1103
Klamm Rumäniens: 22 Km (gleich so lang wie die Socolari

Nerg

□□

Be
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854 □Anina □ ▲ Carsa Mare

Cos
▲ Caras-Klamm, mit der wir uns auch befassen ▲ Piule

a
893 Plesiva


Stanuletii Piatra lui 1097


Flamanda 1144 2080

□Mari

ava
a
Talva Zanei werden). Die Nera-Klamm weisst starke Meander Beusnita-
Iogovan

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▲1009

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Potoc Wasserfälle
939▲ □□ vor; vielerorts sind die Kalksteinwände kahl und ▲ u2014

La
Simionul 2030 ▲ e

Du
▲ B

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Oravita Steierdorf Chiochiu
□□□ 899

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senkrecht, aber es gibt ebenso viel Gebüsch

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▲Rolul is 513

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Min

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mittelmeerischer Herkunft (unter anderen viel Ne

Re
913 Sasca ra Lapusnicul
Minis


a
Ciclova 1046 wildes Flieder) das die Wände maskiert – erst Romana Mare

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Baca▲ ▲ Habitu M □

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Montana oc
wenn man nah ist, wird man bewusst wie steil die 837▲

Ner
989 Cioaca Inalta er
1045 is

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Hänge sind. In N.-Klamm gibt es wenig 593 Oslea

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▲ ▲ Su

▲1990
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Leordis interessante Höhlen, eine wichtige Ausnahme gibt Mocerisra

Min
1013 sa

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▲ ra Ne

a
1160

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▲ ▲
1097
es doch: den Teufelssee, entstanden in einer zur Teufelssee ●
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Hälfte abgestürzten Höhle. Dagegen gibt es im („Lacul Dracului“)


sn

▲Plesiva

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Bereich der N.-Klamm zahlreiche Karstquellen. ra


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1144 Carbunari ▲
Bozovici Ne
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□□ Talva Balan
Be

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Sasca er 716
Ne N Dem Karst im N.-Becken gehören aber nicht nur
Romana
□ ra
Lapusnicul □Sopotu Nou
□ □
Mare die Meander der N.-Klamm, sondern auch die
M

Sasca 1001
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Montana Su ▲593 ▲ Plateaus links und rechts der Nera.


er
Du

s
is

ar Rudaria
□ □ □ besteht fast vollständig aus Kalkstein. Auffallend
cin

a
Carbunari Moceris Dalboset Die Karstplateaus auf der linken Seite sind sind die sehr zahlreichen Karstquellen mit
□ ●

Ru
▲716 weniger hoch, sie gehören dem Locva-Gebirge
Talva Blidarului Sinterablagerungen – der Sinterstein ist

da
ria
897 (Plateaus um 500-700 M.H.). In der Zeit der
So

▲ gewöhnlicher Baumaterial im Banater Bergland, es


po

□Sopotu 1102▲ Österreichisch-Ungarischen Monarchie sind hier


tu

wird seit jeher wegen seiner luftiger Natur als


Ravensca Svinecea Mare Rumänen und Tschechen aus Böhmen zwecks
Moldovita
Nou □ ▲
1224 eine Art primitives „Porotherm“ verwendet. Sehr
▲770
Bewirtschaftung der ausgedehnten Buchenwälder oft wirft sich das Wasser dieser Karstquellen über
kolonisiert worden. Heute wird in den malerischen wunderschöne Wasserfälle aus Sinterstein: im
Der Karst im Becken des Flusses Nera stellt eine der interessantesten Regionen des Dörfer der Böhmen das älteste noch bestehende Minis-Tal (mehrere Beispiele), im Moceris-Tal,
Banater Berglands dar. Dialekt der Tschechischen Sprache verwendet. In Lapusnicul-Tal u.s.w. Die schönsten sind aber die
den Wäldern oder unmittelbar in den Dörfern trifft Wasserfälle von Beu-Beusnita (der Beu fliesst in
Die Nera beflisst das südliche Banater Bergland. Die Quellen des Flusses liegen auf dem man auf Tausenden Dolinen, manche von großen die N. auf der letzten Strecke der N.-Klamm ein).
Plateau des Semeniks, diese Bachen (Nergana, Nerganita) vertiefen sich schnell in die Ausmassen. Auch einen kleinen, aber reizvollen Karstsee gibt
kristallinen Schiefern des Semeniks – in diesen Wäldern sind die ältesten Buchen
Die Plateaus auf der rechten Seite – im Anina- es hier: den Ochiul Beiului. Das Wasser all dieser
Europas zu finden (gemischt mit Weissen Tannen).
Gebirge zwischen N. und ihr Zufluss Minisch, sind Quellen und Wasserfällen sammelt sich unter-
Zunächst trifft die N. die Almascher-Senke (Depresiunea Almajului), ein Gebiet wo die viel höher und interessanter. Das Anina-Gebirge irdisch aus dem erwähnten Plateau, das Wasser
uralten Bäuerlichen Traditionen sehr gut konserviert sind: zahlreiche Wassermühlen (die erhebt sich treppenartig bis zu 1100 M.H. und kommt durch zahlreiche Sinkpunkte in unbekannte
von Rudaria sind nur die berühmtesten), alte Hirtendörfer wo die Bewohner jedes Jahr oder wenig bekannte Höhlensysteme rein.
Tunnel auf dem römischen Weg in Nera-Klamm
die Schafen auf die Bergwiesen treiben, in manchen Dörfer wird noch immer regelmäßig
Auch das Karstplateau des Anina-Gebirge ist sehr
am Fluss mit hausgemachter Seife gewaschen u.s.w. Die andere Hauptbeschäftigung des
dicht bewaldet – meist Buche, auch Weisse Tanne
Gebietes ist das Brennen von Zwetschgenschnapps – auch wenn die Brennanlagen recht
in höheren Lagen. Es gab zwar in manchen
primitiv sind, besitzen einige Bauer fast industrielle Mengen Schnapps. In der ganzen
Wäldern eine systematische Abforstung in der Zeit
Senke gibt es keine einzige Stadt, wichtigste Ortschaft ist die Gemeinde
der Frühindustrialisierung, davon ist es aber
Bozovici/Bosowitsch, einst Sitz eines bedeutenden K.u.K-Grenzerregimentes. Bei
wirklich keine Spur zu sehen, die Wälder sind noch
Bosowitsch bekommt die N. ihr größten Zufluss, den Minis/Minisch, dessen Quellen in
intakt, daher ist die Orientierung oft schwierig
der Nähe von Anina-Steierdorf im Anina-Gebirge sich befinden.
hier. Dem Kennenlernen dieses interessanten
Nachdem die N. durch oder vorbei noch einige malerischen Dörfer fliesst, trifft sie die Karstplateaus sind mehrere Tage in unserer Tour
Kalksteinschichten im Westen des Banater Berglands. AWB02 gewidmet.

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Technische Voraussetzungen AWB01D
• 8-tägiger Treck, mittlere Anforderungen an Technik
Reise in die Vergangenheit – Schluchten und
• in 5 der insgesamt 8 Tage trage wir die Rucksäcke mit; in Geisterdörfer im Cerna-Gebirge (8 Tage)
den Rucksäcken muss sein: Kleidung für Mittelgebirge,
persönliche Sachen, gemeinschaftliche Ausrüstung (nur
Kochtöpfe) und Proviant für 2-3 Tage
• wir müssen wenig Essen (Proviant) tragen weil an der
Hälfte der Tour werden wir nochmals mit Essen beliefert,
und wir essen auch bei den Bauern
• in der zweiten Hälfte der Tour haben wir einen Ruhetag
• Höhenunterschiede bis max. 800 M pro Tag; keine sehr
sportliche Kondition notwendig, gute Kondition reicht
• die Zusammensetzung der Rucksäcke wird von uns
geprüft, wir beraten Sie gerne über den optimalen Inhalt
• empfohlene Jahreszeit: 01. Mai – 30. Juni und 01. Sept.
- 15. Okt. (hervorragend für Frühjahr und Herbst!)
T1, T8: Stadt Timisoara / Temeswar (530 Km ab Wien), keine Zubereitung vom Abendessen in der Höhle
Übernachtungen aber je ein Mittagessen am ersten bzw. letzten Tag
Eingeschlossene Leistungen
Überquerung der Cerna am Punkt „Bobot“
• Unterkunft T1: bäuerliches Haus, Canicea
T2: Canicea-Kamm,
• Unterkunft T2 - T6: sehr primitive Schäferhütten und 1 x westlicher Seitenkamm von
in einer Höhle. Falls erwünscht: Zelte, die man aber Cerna-Gebirge, einsames
gemeinsam tragen muss Mittelgebirge

• Unterkunft T7: Motel „Dumbrava“ 3*, Cernatal


T3: Cerna-Gebirge -
• Vollpension, zumeist was wir in den Rucksäcken tragen Hauptkamm , Panorama und
(das Proviant wird von uns am Anfang der Tour verteilt); T4: östliche Lehnen des
jeden Abend wird gekocht. Cerna-Gebirges –
abgelegene Weiler und
• Inkl. zwei komplette Mittagessen in Timisoara, Schluchten
Mittagessen & Frühstück bei den Bauern (inkl.
selbstgebrannten Getränke), Mittagessen & Frühstück am
Motel „Dumbrava“ T5, T6, T7: Mehedinti-
• 1 Reiseleiter / Bergführer Gebirge, Mischung aus
kahlem Karst, Buchenurwälder
• Beförderung mit Kleinbus ohne Klima, für Gruppe von 2-3 und Schluchten
Teilnehmer mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Preis pro Person: 510 Euro. Wenn man an die Karpaten denkt, erwartet
EZ-Zuschlag: vergessen Sie´s (nur bei Änderungen der Tour man eher Wildnis und unbewohnte Berge, nicht
möglich). 4*-ige Hotels. Die Tour bietet Ihnen genau das:
Teilnehmerzahl: 2 – 7 Personen. Teamgeist erforderlich! die Stille der einsamen Berge, abgelegene
Weiler wo es kein Tourismus gibt. Das
Mögliche Änderungen: erkunden Sie aus erster Hand in einem
entspannten Treck. Übernachtung bei Bauern, in
Die Tour lässt sich in beiden Richtungen ändern ...
primitiven Schäferhütten und sogar in einer Höhle –
• ... vereinfachen – nur öffentliche Verkehrsmittel so erleben Sie hautnah das Cernagebirge (welliger
verwenden, inkl. Autostop auf Forststraßen Hauptkamm dann Schluchten und isolierte Weiler)
• ... verkomplizieren – Maultiere verwenden, echte und die Karstsenken des Mehedintigebirge.
Zeltlager legen, also die Tour in der Art einer klassischen
_______________________________________________________________tymes
Expeditionstour umstellen, mit einem längeren Treck tours __ S12______________________________________________________________
AWB01D: Reise in die Vergangenheit – Schluchten und Geisterdörfer im Cerna-Gebirge (8 Tage)

T1: Ankunft in Temeswar T2: Culmea Canicii T3: Cerna-Gebirge: Weiler und Schluchten
Nach der Landung / Anfahrt in Temeswar gönnen wir uns Nun geht´s los: direkt vom Dorf Canicea steigen wir zum Heute geht es noch höher, nämlich um Mittag erreichen
eine kurze Pause in der Innenstadt, Gelegenheit zum nahgelegenen Kamm „Culmea Canicii“ auf, von wo sich wir den Hauptkamm des Cerna-Gebirge am Punkt Varfu
gegenseitigen Kennenlernen und Einführung ins plötzlich eine breite Aussicht über den gesamten Babii (Altweibersgipfel, 1825 M.H. - der höchste der
Programm – sowie Mittagessen. Fahrt nach Canicea, ein Hauptkamm des Cerna-Gebirge öffnet. Nun laufen wir in Tour). So hoch ist´s ja nicht, aber als wir Richtung Süden
kleines Dorf im Banater Bergland, wo wir bei den Bauern fast gleicher Höhe durch Laubwälder und Wiesen, einige über Berg-Sattel-wieder-Berg-und-noch-ein-Sattel bis
Unterkunft finden. Das Abendessen ist üppig, und der Weiler treffen wir auch. Die wenigen Äcker die wir mitten vorm Berg Arjana wandern, geniessen wir sehr schöne
hausgebrannte Zwetschgenschnapps ist freilich im Gebirge sehen werden noch wie in der Zeit Maria Blicke über die dunklen Täler die irgendwo weit unten
inklusive. Schliesslich ist ja alles auf dem Tisch eigene Theresias bewirtschaftet. Abends verlassen wir die liegen. Abends gelangen wir dann wieder zu einer
Produktion bester Qualität, die Banater Bauer von humanisierte Landschaft der Weiler und kommen zum Schäferhütte. Wenn die von voriger Nacht als „3-sternig“
Canicea treiben noch immer eine sehr autarke Bio- Quartierort: die Schäferhütte auf dem Berg Cozia (1450). eingestuft wäre, diese bei Arjana-Gipfel ist dann eher
Landwirtschaft. Auch die Verteilung des von uns zur „Zimmerbezug“ (Check-In“). Da die Schäfer nicht hier einem bescheidenem Hostel ähnlich. Stimmung hoch!
Verfügung gestellten Proviants erfolgt an diesen Abend – sind, suchen wir uns eine beliebige Ecke zum Schlafen.
wir müssen nur für 2 Tage Essen mitnehmen. 9 Std., ⇑ 550, ⇓ 200 (wie immer: inkl. Pausen) 9 Std., ⇑ 800, ⇓ 300

T4: Eine sterbende Welt in wilden Bergen T5: Typische Karstlandschaft T6: Ruhetag
Wir befinden uns im Quellenbereich des tiefen Prisacina- In der Früh geniessen wir den Sonnenaufgang aus der Bislang hat uns diese Tour unheimlich viel geboten, total
Tals, einen Zufluss der Cerna. Nach Abstieg durch jungen „Terrasse“ unserer Höhle – also Kaffee mit Aussicht, unanstrengend war´s nicht, also jetzt sollen wir uns die
Wald erreichen wir die Welt der sterbenden Dörfer: in dann geht es loss: Abstieg zur Straße entlang der Cerna, Eindrücke in Ordnung stellen und die Landschaft mal
Prisacina leben nur noch 15 Familien; diese schenken ihren dann motorisiert ins Mehedinti-Gebirge bis zum ohne Rucksack geniessen. Wir weilen ums Feuer, wo
aus Stein, Holz und Lehm gebauten Häuser viel Achtung, Gebirgspass bei den Quellen der Arsasca. Wir nehmen heute unserer Bergführer Bohneneintopf nach Banater
viele uralte Höfe sind aber verlassen und werden bald ohne die Rucksäcke auf den Schultern, wir steigen im Art (d.h. scharf) kocht, oder wir spazieren auf die kurzen,
Spur verschwinden. In einer längeren Pause bekommen wir entspannten Tempo über seltsame Kalksteinfelsen zum trockenen Canyons die in die Senke münden. Überall
auch ein einfaches „bäuerliche Mittagessen“. Den letzten 3
Varfu lui Stan-Gipfel. Das Panorama ist überwältigend, weisse Kalkfelsen und eine Ruhe wie vorm Anfang der
Häusern von „La Groapa“ - gefangen zwischen Kalkwände
und für heute heisst es nur noch durch die vor uns Welt.
und Urwald - vorbei kommen wir durch die wilde Prisacina-
Schlucht bis zur Cerna runter – hier treffen wir eine ... liegenden „Crovuri“ (malerische Karstsenkungen)
asphaltierte Strasse (Proviant wartet hier auf uns). Bald spaziergehen bis zu „unserer“ Schäferhütte in Crovu
steigen wir steil zu der Höhle wo wir übernachten werden. Medvedului (Bären-Senke, auf Alt-Slawisch).
4 Std (so lange müssen die Bohnen kochen)
9 Std., ⇑ 150, ⇓ 800 8 Std., ⇑ 600, ⇓ 550

T7: Tasna-Schlucht
Mit Wehmut verlassen wir die Schäferhütte und die
Karstsenken. Was kommt aber ist noch interessanter: T8: Nach Hause via Temeswar
Tasna-Sclucht. Das kleine Bach Tasna, das im Sommer
fast vollkommen trocknet, hat sich solch eine tiefe Nach dem Frühstück heisst es nun „Auf Wiedersehen
Klamm geschnitten, dass Österreicher und Türken sie als Karpaten!“ / „La revedere!“. Via Herkulesbad sind wir
Grenzlinie zwischen ihren Kaiserreichen ausgewählt nach Temeswar transferiert. Hier gönnen Sie sich eine
haben. Die Banater Kiefer (Pinus nigra ssp. banatica) die Pause und ein Mittagessen in der Innenstadt, dann
auf blossem Fels wachsen, verleihen den Eindruck einer erfolgt der Heimkehr nach einer eindrucksvollen Reise.
Japanischen Stampe. Direkt an der Mündung der Tasna
in die Cerna liegt ein gutes Motel, wo wir wieder Strom
treffen. Nach der heißersehnten Dusche lassen wir die (alle Zeiten inkl. Pausen und Rastzeiten; alle Sattel
Tour bei Abendessen und einem Glass Wein ausklingen. eingeschlossen!)

8 Std., ⇑ 300, ⇓ 300

_______________________________________________________________tymes tours __ S13______________________________________________________________


Informationen zwischen den Zeilen: das Cerna-Gebirge
Der Hauptkamm ist also höher: Gipfel wie Vlascu Boldoveni▲
Olanul 1781 ▲ 1799
oder die sehr photogenische Arjana erreichen ZmogotinF

◊ ◊
1990 ras
nicht mal 2000 M.H., aber die kahlen Hänge inc
□ ▲ ea
Teregova verliehen ihnen ein alpines Aussehen. In der Tat,

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Cozia

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O
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erhebt sich der Hauptkamm doch mit weit über

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1450 Frasincea

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Rusca ▲ Vf. Babii

un
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1825 1000 Meter über die umliegenden Täler der Cerna

a

Culmea
Craiova

Cerna
und Belareca. Südlich der Arjana liegt der St
ud
Vlascu Mic
1731▲
Canicii Sat Hauptkamm im Bereich 900-1300 M.H., und endet en
a
1300 ▲ ▲
Oplesata bei Herkulesbad wo die Belareca in die Cerna
To
Canicea □ 1568 mündet. pe
ni
Vlascu Mic a
Piatra Elisovii Iau
1150▲ 1731▲ na

Der Hauptkamm des C.-G. besteht zum größten
□Cornereva Teil aus kristallinem Gestein, der Canicea-Kamm 1586▲
ca

Bogaltin

Ar
lare

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aus verschiedenen Sedimentschichten. Kalkstein

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□ Tatu

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Be

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gibt es nur wenig, meist in der Nähe der Cerna.

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Bogaltin Iu

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at Vf. lui Stan
▲ Pr
isa
▲1460 Aber dort wo es Kalkstein gibt, prägt er die

Iu
Landschaft sehr ausdrücklich: die Schluchten der

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Arjana cin
a Arjana Scarisoara
1513 Prisacina, Bedina, Drastanic, Iuta u.a. sind sehr
reca


1513

wild, geeignet für Canyoning. Andere sehens- Prisacina

na
Bela

Cracu Mare
◊La Groapa

er
Cicilovete
◊ ◊

C
1310 ▲ Pietrele Albe würdige Kalksteinerscheinungen gibt es auf dem

▲ 1335 Arjana-Berg sowie neben Herkulesbad, wo es auch


Ta


Prisacina
sn

▲ viele Kletterrouten und Höhlen – zT. von Drastanic


a

Ineletul Mare
Thermalwasser geschaffen, gibt. ◊ Medved


1310


Inelet

I“

Valea

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Suscu Im Inneren des „Hufeisens“, sowie am Osthang des Dobraia

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Bolvasnitei ▲ 1192

V
Hauptakmmes liegen die verstreute Weiler der

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□ Domogled

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Gemeinde Cornereva. Was die Fläche betrifft,

Bedina
▲1105

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Mehadia

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Baile diese ist Rumäniens größte Gemeinde. In fast allen

D
Herculane Vanturatoarea- ▲
diesen Weilern leben aber weit unter 50 Seelen,
□□
□ Wasserfall


Pietrele Albe
und einige sind per Auto nicht erreichbar. Sehr 1335


rna

na
isoliert sind die Weiler am Osthang (Prisacina,
C □

Ta
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er

sn
C
Pecinisca Dobraia, Scarisoara, La Groapa, Drastanic u.s.w)

a
weil diese den Raum zwischen dem hochen Kamm 1000 M.H., und ebenso kleine Kartoffel- und Mais-Äcker oder sogar
Das Cerna-Gebirge (Rumänisch „Muntii Cernei“) ist eine dem und den erwähnten Schluchten gegen Cerna kleine Pfirsichhaine können plötzlich im Wald getroffen werden.
Tourismus am wenigsten erschlossene Gebirgsgruppen Rumäniens. Es decken. Nicht mal elektrischen Strom gibt es hier
dürfte ja normal sein, morphologisch ist das Cerna-Gebirge (jedoch haben sich einige fleissige Einwohner Anscheinend sind diese Dörfer in der Epoche der heftigen
anscheinend nur eine niedrigere Verlängerung des Godeanu-Gebirge, primitive „Wasserkraftwerke“ gebaut), die Schlachten zwischen Türken und Österreicher im XVIII. Jahrhundert
welches gleich so wenig begangen ist. Menschen leben hier tatsächlich noch wie im von Flüchtlingen gegründet worden. War doch das C.-G. lange Zeit
Mittelalter, abgesehen von ein Paar Radio-Geräte. Grenzgebiet zwischen Kaiserreichen. Bis zur Jahrhundertwende
An Ort und Stelle sehen die Sachen etwas komplizierter aus. Das von
Übrigens, die Läden wo man sich Batterien – oder war noch die Gegend trotzt strenger militärischen Bewachung
der Cerna und ihr Hauptnebenfluss Mehadica-Belareca begrenzte
sonnst was - kaufen könnte fehlen vollständig. Die seitens der Österreicher Schauplatz regelmässiger Räuberfälle;
Gebirge weisst eine bedeutende Zweigung des Kammes auf: vom Varfu
Wälder zwischen diesen Weilern sind noch immer eine Höhle am Rand von Herkuelsbad heisst ja „Räuberhöhle“. In
Babii (Altweibersgipfel, 1800) verzweigt ein niedriger, jedoch langer
voll von Bären und Wölfe – weil diese nicht essbar der Zeit des www und der Atomkraftwerke zeigt die Jugend dieser
Kamm Richtung Osten. Östlich dem tiefen Sattel um den Cozia-Gipfel
sind, Wildschwein und Reh sind einem ziemlich Ortschaften wenig interesse zum Hierbleiben. Besonders nach der
(1450) wird er als „Culmea Canicii“ (Canicea-Kamm, 900-1300 M.H.)
wilden Pochen ausgesetzt. Freilich sind diese Wende ist die Zahl der Einwohner alarmant gesunken, viele
bekannt. So kommt es vor, dass das C.-G. einem Hufeisen mit de
Ortschaften von Schafzucht abhängig, aber auch verwachsene Mauerreste mitten im Walde und stillgelegte
Öffnung nach Süden ähnelt, selbst wenn die zwei Armen des Hufeisens
an Schnappsdestillation; der milden Klima zu Wassermühlen deuten vom baldigen Abgrund dieser in Europa
unterschiedlicher Höhen sind.
danke gedeihen Zwetschgenbäume auch in über einmaligen Bergkultur.

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Technische Voraussetzungen AWB02D
• 8-tägiger Treck, wenig bis keine Anforderungen an
Technik
Banater Karst – Buchenurwälder, Wasserfälle
und Hirtendörfer (8 Tage)
• in nur einem der insgesamt 8 Tage (und zwar am
vorletzten Tag, Abstieg) tragen wir die Rucksäcke mit; in
den Rucksäcken müssen aber nur persönliche Kleidung
und Sachen sowie gemeinschaftliche Ausrüstung (leichte
Zelte und Kochtöpfe) sein, kein Proviant
• in der zweiten Hälfte der Tour haben wir einen Ruhetag
• Höhenunterschiede bis max. 800 Meter pro Tag; eine
gute körperliche Kondition reicht (nicht sportliche ...)
• die Zusammensetzung der Rucksäcke wird von uns
geprüft, wir beraten Sie gerne über den optimalen Inhalt
• empfohlene Jahreszeit: 01. Mai – 30. Juni und 01. Sept.
- 15. Okt. (hervorragend für Frühjahr und Herbst!)
T1, T8: Stadt Timisoara / Temeswar (530 Km ab Wien), keine
Übernachtungen aber je ein Mittagessen am ersten bzw. letzten Tag Zubereitung von Schnecken in der Poiana Florii, Schritt 1.
Eingeschlossene Leistungen
• Unterkunft T1 im Motel „Austria“ 2* im Gebirgsdorf Üppige Pflanzenwelt (wildes Flieder im Hintergrund) in
T2: Hochplateau Semenik
Garana / Wolfsberg, T3 bei den Bauern im Gebirgsdorf (1450 M.H.), Kristallingestein, Karasch-Klamm
Lapusnicul Mare, T2 und T4-T7 Zeltlager und Böhmendorf Wolfsberg
• Vollpension, zumeist was wir mitgebracht haben; beim
Zelten wird jeden Abend gekocht. T2, T3: Caras-Schlucht,
Kalkstein mit mittelmeerischen
• Inkl. zwei komplette Mittagessen in Timisoara; Pflanzen und Spuren der
Abendessen in Garana / Wolfsberg; Abendessen, Frühindustrialisierung, inkl.
Frühstück & Mittagessen bei unseren Gastgebern in Comarnic-Höhle
Lapusnicul Mare (inkl. selbstgebrannten Getränke) T4, T5, T6: Anina-Gebirge,
• alle Transfers des Gepäcks ausser vorletzten Tag (gegen Karstplateau mit unberührten
Zuschlag können wir das auch organisieren) Buchenwäldern

• 1 Reiseleiter / Bergführer T7: Wasserfälle der


Beusnitza, auf Sinterstein
• Beförderung mit Kleinbus ohne Klima – die Fahrstrecken
sind aber kurz T3 / T4: malerische Almaj-Senke -
Übernachtung bei den Bauern (vor dem
Aufstieg ins Aninagebirge) und uralte
Preis pro Person: 575 Euro. Wassermühlen in Rudaria-Klamm
EZ-Zuschlag: vergessen Sie´s (nur bei Änderungen der Tour
möglich).
Unser Treck (noch leichter als die AWB01) läuft nun
Teilnehmerzahl: 4 – 8 Personen. Teamgeist erforderlich! quer durch das Banater Bergland: vom Deutsch-
Böhmischen Dorf Wolfsberg über Semenikplateau,
Mögliche Änderungen: Comarnic-Höhle und Karaschschlucht zu den
Die Tour lässt sich in mehreren Richtungen ändern ... typischen Dörfern der Almascher Senke. Weiter
besteigen wir eine wahrhafte „Terra Incognita“ - die
• ... verlängern – bei Behalten der selben Orten für Karstlandschaft des Anina-Gebirge rechts der Nera:
Unterkunft dunkle Wälder mit Tausenden Dolinen. Abstieg zu
• ... auch Unterkünfte zT. ändern (mit oder ohne den Wasserfällen der Beusnita. Übernachtung im
Verlängerung der Tour), d.h. 1-2...3 Nächte in einer guten Zeltlager, bei Bauern und als Startpunkt in einer
Pension in Sasca Montana einschliessen – der Abstieg Pension. Alles in einem: eine Woche ohne Handy am
vom Tag 7 kann uns direkt dorthin führen Ende der Welt – in Europa doch möglich!

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AWB02D: Banater Karst – Buchenurwälder, Wasserfälle und Hirtendörfer (8 Tage)

T1: Ankunft in Temeswar T2: Semenik und Bersau-Tal T3: Comarnic-Höhle und Karasch-Schlucht
Nach der Landung / Anfahrt in Temeswar gönnen wir uns Wolfsberg liegt um 1000 M.H., und der Semenik, Neben der Wiese liegt ein Forsthaus und der Eingang zur
eine kurze Pause in der Innenstadt- für Mittagessen höchster Punkt im Bergland, ist ganz nah. Vom Gipfel Comarnic-Höhle. Wir besichtigen nicht alle 5.5 Km der
sowie zum gegenseitigen Kennenlernen und Einführung (1450) fliegen unsere Blicke ungestört in allen Höhle, aber die schönsten Tropfsteinhallen schon. Dann
ins Programm. Fahrt ins Herze des Banater Berglands Richtungen wie auf einer Karte, markant aber ist der ziehen wir los, dem Caras / Karasch aufwärts auf der
nach Garana / Wolfsberg, einem der Deutsch- riesige Naturwald der alles bedeckt. Abstieg ohne Pfad, Spur der einstigen Waldbahn – jetzt mit Wildflieder
Böhmischen Dörfer im Banat. Böhmen („Pema“) gibt es aber mild ins Bersau-Tal, dann kurzer Aufstieg zur Wiese verwachsen. Einige Tunnels sind davon noch zu sehen
nur noch wenige, sind aber noch immer mehrheitlich, „Poiana Betii“ (wieder Aussichtspunkt), am Rande des (zT. abgestürzt), eine verlassene Zugbrücke (Spannung
denn die meisten Häuser werden nur am Wochenende Karst des Caras-Beckens gelegen. Ein weiterer beim Übergehen), und fast sicherlich einige Wildtiere
von Sonntagsausflügler bewohnt. Unser Gastgeber hier langsamer Abstieg durch Mischwald bringt uns gerade (die Karasch-Schlucht ist Nationalpark). Wir kommen an
ist Heinz, ein in Wolfsberg naturalisierter Wiener, immer dorthin: auf der malerischen Wiese von Comarnic (einen der Marghitas-Hütte an, von wo wir per Bus via
freundlich und in guter Stimmung. Zufluss des Caras), verloren zwischen bewaldeten Kleinstadt Anina-Steierdorf ins Dorf Lapusnicul Mare
Hängen. Zeltlager ist schon eingestellt, Wasser kocht. transferiert sind.
9 Std., ⇑ 650, ⇓ 800 (Pausen und Essen inbegriffen) 6 Std., ⇑ 250, ⇓ 50

T4: Uralte Bergbauernkultur T5: Bewaldete Karstplateaus T6: Ruhetag


Lapusnicul Mare liegt im Almascher Land, eine Senke die Ab der schönen Wiese steigen wir hoch auf das Heute heisst es Ruhetag – hauptsächlich in die Sonne
trotzt Frühindustrialisierung des Banater Berglands noch bewaldete Plateau des Aninei-Gebirges. Zahlreiche liegen, am Rande unseren „persönlichen“ Baches (der
immer sehr archaisch lebt. Unweit, im Dorf Rudaria Dolinen zeugen von dem, was unter der Oberfläche Mitte auf der Wiese unterirdisch geht). Wer will kann
besichtigen wir die wertvollsten Wassermühlen ganz geschieht: die Bächen verlieren sich (wir sehen heute am komplizierten Kochen der Spezialität des
Europas – weil sehr alt und primitiv (Mühlen mit Versickerungspunkten vielerorts auf dem Weg) und Hauses – Schnecken mit Bärlauch-Beilage (nur im
horizontalem Wasserrad). Nach einem ausgiebigen schaffen ein Netz von Höhlen. Auch Schachthöhlen gibt Frühjahr), mitmachen. Wer nicht, kann das breite Plateau
Mittagessen bei unseren Gastgebern in Lapusnicul Mare es in den kleinen Waldlichtungen, die wir treffen. Nach (helle Wälder mit sehr vielen Blumen) bis an seinem
setzen wir unsere Wanderntour fort bergauf dem einer 2-stündigen Pause für ein „Hirtenmahl“ (Polenta, Rand erkunden: mit Überraschung entdecken Sie wie
Moceris-Tal: manche alte Bauernhöfe besitzen primitive Käse) bei der Schäferhütte zu Poiana Roschii-Wiese sind hoch das flache Plateau über den angrenzenden Tälern
Anlagen zur Stromerzeugung vom Bach. Am oberen wir bald am Ziel: die Wiese von Poiana Florii, irgendwo hängt.
Ende des Tals liegt unsere herrliche Wiese, 200 Meter am Ende der Welt gelegen.
von einem schönem Wasserfall auf Sinterstein entfernt.
10 Std., ⇑ 700, ⇓ 150
4 Std. , ⇑ 250, ⇓ 50 - (goanix, Programm auf Wunsch)

T7: Reizvolle Wasserfälle der Beusnita T8: Auf Wiedersehen, Banater Bergland!
Was der Bergführer gestern erzählt hat, wird nun Der Kleinbus bringt uns nach Temeswar (naja erstmal 15
wahrgenommen: der Abstieg vom Plateau ist lang und Km schlechter Forstweg um aus dem Gebirgsgebiet raus
erfolgt dennoch ohne Pfad, durch Urwald und zu kommen), wo eine kurze Pause vor der Fahrt/Flug
kalkliebendes (manchmal dorniges) Gestrüpp. Am Ende nach Hause Pflicht ist – und ein letztes gemeinsames
des Abstiegs wartet aber die Belohnung: die Mittagessen in der Innenstadt.
wunderschönen Wasserfälle der Beusnita (sprich
Auf Wiedersehen in die nächste wilde Tour in den
„Beuschnitza“), die auf einem Sinterstein-Bett in die
Karpaten!
Sonne schimmern. Abends sind wir am Zeltplatz bei der
Forellenzucht Beu und feiern – der Busfahrer ist uns
entgegen mit allerlei Proviant gekommen – die
gelungene Tour durch den größten Naturwald Europas.

8 Std., ⇑ 50, ⇓ 800

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Informationen zwischen den Zeilen: das Cernatal
Das Nationalpark Cernatal befindet Das Godeanu-Gebirge liegt zwischen dem hohen Retezat und das niedrigere
sich im SW Rumäniens, am westlichen Cerna-Tal, ist aber vielmehr als eine Transitionserscheinung. Es ist Hochgebirge aus
Rand der Südkarpaten. Die kristallinen Schiefern, kennzeichnend für Godeanu sind aber die ausgedehnten
interessante Strecke des Tals beginnt Borascu Hochplateaus (um 2000-2200 M.H.) auf denen Ränder die mächtigen Gletscher der

gleich oberhalb vom Kurort Baile 2150 letzten Eiszeit tief „gebissen“ haben; diese schroffe Abwechslung ist sehr
Gugu ▲
Herculane/ Herkulesbad und wird 2291
Paltina photogenisch.
▲ 2150
schon dort ganz deutlich durch die ▲ Alle nördliche Täler des Godeanu sind kurz und steil, mit sehr vielen Wasserfällen
steilen Hänge des Domogleds. Moraru Scarisoara
2280 ▲ 2250 (hier befinden sich auch die größten Wasserfälle Rumäniens, die Täler sind aber sehr
Godeanu
▲ wild und schwer zu begehen, daher haben wir die nördlichen Täler des Godeanu in
Das Becken de Cerna fasst Teile ▲
2229 Oslea unseren Touren nicht eingeschlossen). Die südlichen Täler sind lang und mild, und
mehrerer Gebirgsgruppen an: Godeanu ▲
1990 dennoch ziemlich hoch.
im NW, Cerna-Gebirge im W, Valcan-
Gebirge mit Oslea-Massiv im NO,Olanul Cerna-Quelle Schön ist es in Godeanu auch, dass es aus allen Seiten von anderen Gebirgsgruppen
Mehedinti-Gebirge im O. 1990▲ ▼ 810

Iov
ringsum umgeben ist. Die Hochplateaus sind ideal für die Schafzucht, und daher ist

anu
Das Tal ist sehr tief, daher haben die 1750 Godeanu im Sommer voll von traditionellen Hirten. Auf der anderen Seite, es gibt
▲ hier fast kein Tourismus (weil keine Hütte da), Godeanu ist wahrscheinlich das

l
meisten Wanderungen hier relativ
große Höhenunterschiede. einsamste Hochgebirge Rumäniens.
1800 ▲
O
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Vlascu nu
Mic l □▼
Cerna-Sat
1700 ▲ 450
Oplesata
1500

na
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C

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Varfu lui Auf dem Berg Domogled im Mehedinti-Gebirge


Arjana Stan
1513 ▲ Pris ▲ 1460 entstand in den 1930-er das erste Naturreservat
ac Rumäniens. Nicht nur seltene Arten von Die “Crovuri“- Karstsenkungen des Mehedinti-Gebirges erstrecken sich
in
a mittelmeerischen Pflanzen, Schmetterlinge und entlang dem Hauptkamm des Mehedinti-Gebirge (gleich westlich davon) zwischen
Reptilien werden hier geschützt, sondern ganze dem Varfu lui Stan-Gipfel und Pietrele Albe. Die sind eine Art riesiger Dolinen (es
Cicilovete Pietrele
▲ Albe Landschaften die in Zentraleuropa einmalig sind gibt ähnliche in Dalmatien, im Adria-Karst): es sehen wie große Stadiums aus – die
1130 Ta
▲ sn 1335 (sie sind typisch für den Raum des Mittelmeeres). Hänge sind steinig, der Boden ist flach und mit dünnem Grass bedeckt. Die „Crovuri“
a
▲ wirken sehr malerisch und sehr ruhig (es rauschen keine Bäche hier, selbst die
Be

1310 Quellen sind sehr selten) aus.


la
re
ca

na

Baile
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C

Herculane
□ ▲Domogled
□□ 1175

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Technische Voraussetzungen ATR02D
• alle Touren sind als Tageswanderungen gedacht, also
nur mit Leichtgepäck (leichtem Rucksack) zu führen
Cerna-Tal, auf den Spuren des legendären
Drachens (14 Tage)
• Im Bereich des Hochgebirges (Retezat) und des Karstes
wird ab und zu eine mäßige Trittsicherheit erforderlich;
sonnst niedrige Anforderungen an Technik
• an einigen Tagen relativ lange Wanderungen, die
Höhenunterschiede betragen im Durchschnitt 500
Meter pro Tag, also eine mässig gute körperliche
Kondition reicht
• empfohlene Jahreszeit: 15. Mai – 30. Sept.

Eingeschlossene Leistungen
• Unterkunft T1, T13: gutes Hotel 2*+ oder 3* in Timisoara
• U. T2, T3, T4: Cabana Rotunda 3*, Nationalpark Retezat
Bucurasee im Retezatgebirge, Ansicht von Slaveiu
• U. T5, T6, T7: Zeltlager neben dem Jiu-Cerna T1, T9: Temeswar, eh. „Klein-
Wien“, inkl. Weinverkostung und T3: Prisacina-Schlucht im
Gebirgspass Banater Speisen Der eigentliche Zugang zum Weiler Scarisoara erfolgt über
Cerna Gebirge, isolierte
• U. T8, T9, T10: H. Ferdinand 4*, Herculane / Herkulesbad Weiler ohne Strom hölzerne Leiter
• U. T11, T12: Pension Steaua Dunarii in der Donauenge
• alle Abendessen, einschl. Weinverkostung und
Abendessen am Weingut Recas T2, T4: Mehedinti-
Gebirge, typisches
• alle Mittagessen ausser T11 und T14. Für Tourentage: Karstgebiet
T8: Cheile Garlistei (Schlucht
Paketlunch.
der Gerlistye) kurz aber
• 2 Reiseleiter / Bergführer, davon einer mit sehr guten malerisch
Deutschen Sprachkenntnissen
• Beförderung mit modernem Kleinbus 15+1, mit Klima; für T8: Caras-Schlucht, die längste
schlechte Forststraßen evt. auch Kleinbusse ohne Klima Klamm Rumaeniens
• alle Eintritte zu Objektiven und Nationalparks
T7: Nationalpark Nera-Klamm und
Preis pro Person im Doppelbettzimer: Wasserfaelle der Beusnita
• Gruppe 12 - 15 Gäste: 780 Euro.
T5-T6: Ponicovaschlucht und T2-T5: Herkulesbad, beliebter
• Gruppe 8 - 11 Gäste: 870 Euro. -Hoehle im Donau-Engpass Kurort von Franz Joseph und Sissi
• Zuschlag für Einzellbettzimmer: 131 Euro.
Teilnehmerzahl: 8 – 15 Personen. Unsere „Premium“ Tour ist die Lösung für einen
kompletten Urlaub: unvergessliche Berge – vom
Mögliche Änderungen: diese Tour ist schon eine stark alpinen Hochgebirge bis zum schluchtigen
erweiterte Variante der ersten Tour in diesem Heft, Karst/Mittelgebirge, gepfeffert mit Kultur,
ATR01. Weitere Änderungen können noch eintreffen, dazwischen viel Freizeit (keine Hektik, Zeit gibt´s ja
zB. für eine kleinere Gruppe - wo man alternative, in dieser Tour zur genüge), Bad&Sonne im dem
billigere Transportation wählen kann, damit sich der mittelmeerisch-anmutenden Donau-Engpass.
Gesamtpreis noch in Grenzen hält. Für die etwas Unterbringung abwechslungsreich, aber immer dem
schwereren Tagen (zB. T9) können wir Alternativen Herze des Bergsteigers nahe: Zelten auf isolierten,
bilderbuchschönen Wiesen, aber auch in guten
anbieten.
Hotels, Hütten und Pensionen.
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ATR02D: Cerna-Tal, auf den Spuren des legendären Drachens (14 Tage)

T1: Ankunft in Temeswar T2: Mittelalter am Fusse des Berges T3: Hochgebirge im Nationalpark Retezat
Nach der Ankunft in Timisoara / Temeswar und check-in Das Banat is eher klein, nach einer nicht all zu langen Das Zentrale Retezat hat typische Züge von
unternehmen eine kurze Stadtführung durch die barocke Fahrt sind wir schon in Siebenbürgen, das uns sogleich Hochgebirge: Täler die noch die deutlichen Spuren der
Innenstadt. Folgend fahren wir zum benachbarten Dorf ihre mittelalterliche Kunstschatz zeigt: das prächtige eh. Gletscher tragen, scharfe Kämme und spitzige Gipfel.
Recas, wo die vielfältige Kultur des Banats die andere Schloss der Hunyadis spricht von der Bedeutung der Unser Ziel heute ist der größte alpine See Rumäniens –
Seite zeigt: Weinkostprobe plus ein üppiges Abendessen Adelsfamilie in dessen Reihen der berühmte König Bucura, mit fast 10 Hektaren. Der Abstieg erfolgt entlang
(traditionelle Banater Speisen). Da die Tour lang ist, Ungarns Mathias Rex seine Wurzeln hat. In Densus liegt dem langen Kamm „Cracu Slaveiului“ das uns auf
schafft dieser erste Abend also vom Anfang an die die älteste Kirche Rumäniens, vollständig aus römischen bequemer Weise bis zu unserer Hütte bringt. Abends am
perfekte Voraussetzung zum gegenseitigen Bausteinen gebaut. Herkunft dieser noch römische Feuer erfahren wir über die legende des berüchtigten
Kennenlernen. Inschriften tragenden Steinen? - die benachbarte Drachens, welcher mit dieser Ecke der Karpaten
Samisegetuza Regia, Hauptstadt der römischen Provinz verbunden ist – unsere ganze Tour verfolgt seine Spuren
Dazien (Dakien); freilich besichtigen wir Sarmisegetuza von Retezat bis zum Eisernen Tor hin.
auch. Von hier bis zu unserer Hütte Mitte im Retezat
Nationalpark sind es bloss weniger als 50 Km. 7 Std., ⇑ 750, ⇓ 1000

T4: Spitzige Gipfel, kristallklare Seen T5: Alpine Karstlandschaft


Vom Punkt „Bucura-Mündung“ (Gura Bucurii) steigt Wechsel der Landschaft: das Klein-Retezat besteht aus
unseren Pfad einem Almbetrieb vorbei im mässigen Kalkstein, den Unterschied gegenüber Retezat spüren
Tempo Richtung Peleaga-See und Peleaga-Sattel. Über wir gleich. Der Aufstieg durch Fichtenwald ist mild, und
Schutt und riesige Steinfelder lässt sich die Papusa- wenn wir oben sind erwarten uns weisse Klippen, die
Spitze (2508) ersteigen, und was für schöne Aussichten durch Höhlen und Risse durchgebohrt sind. Am
uns dort noch erwarten: weit unter uns liegen in allen spektakulärsten ist die große Öffnung einer
Richtungen tiefe, dunkle Täler, und in absolut jedem Schachthöhle, die sehr viel Eis enthält. Hier rasten wir für
Gletscherkessel liegt je ein tiefblauer See. Über einen die Mittagspause. Wir steigen auf einem langen
scharfen Kamm kommen wir auf der Custura (2457) an. südlichen Bergfuss langsam ab, einem einstigen
Ein langer knieschönender Abstieg bringt uns erst im Gletecherkessel der heute wie ein Amphitheater
Plaiul Mic-Sattel und schliesslich wieder an Gura Bucurii. aussieht, vorbei, bis wir das trockene Flussbett des Jiu
erreichen. Unser Zeltlager ist nicht mehr weit.
9 Std., ⇑ 1300, ⇓ 1300
9 Std., ⇑ 650, ⇓ 850

T6: Ruhetag oder lieber die „Ciuceve“? T7: Auf dem Gipfel des Helden
Heute können wir den verdienten Ruhetag geniessen. Von einer Anhöhe neben unserem neuen Lager am Jiu-
Abgesehen davon, 20 Meter hinter unserem Zeltlager Cerna-Pass bewundern wir den strahlendweissen Gipfel
öffnet sich das breite Loch einer Schachthöhle, unten ist Piatra lui Iorgovan („Iorgovans Stein“). Der Legende
sie mit ganz viel Schnee, Eis und Firn belegt. Unsere nach, war Iorgovan der Held, der den gefürchteten
Bergführer helfen beim Abseilen (ca 25 Meter, davon nur Drachen zum Verhängnis gebracht hat. Es ist gar nicht
10 vertikal) und bringen Sie in den kurzen, aber weit, aber wir haben den interessantesten Weg dorthin
interessanten Galerien die dann folgen. Übrigens da gewählt: entlang dem Iaru-Tal. Es ist ein trockener, aber
halten wir das Proviant unseres Lagers frisch! Oder sehr enger Canyon der am oberen Ende direkt in die
besser die „Ciuceve“ erkunden: scharfe, doch begehbare alpine Wiese unter dem Piatra lui Iorgovan und Stanuletii
Kalksteinkämme die dazu noch von einer Vielzahl Mari mündet. Natürliche Brücken, Schachthöhlen mit
(Hunderten!) von kleinen Höhlen durchgebohrt sind. Höhlengletscher und sonstige alpine Karstlandschaft
Oder eigentlich Beeren essen, die gibt es in der Nähe zur kriegen wir heute in Hülle und Fülle.
Genüge. 9 Std., ⇑ 700, ⇓ 500
Exotische Bilder im Cernatal: schwarze Kiefer in der Tasnaschlucht

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ATR02D: Cerna-Tal, auf den Spuren des legendären Drachens (14 Tage) - Fortsetzung

T8: Endlich die Cerna - Cerna-Quelle T9: Karst im Mehedinti-Gebirge T10: Cerna-Gebirge, Weiler und Schluchten
Das Hochgebirge ist nun definitiv vorbei, es bleibt aber Als wir morgens per Bus dem Arsasca-Tal aufwärts Auf der rechten Seite der Cerna (im Cerna-Gebirge also)
des weiteren spannend. Bald nach dem Abstieg ins transferiert sind, fängt der steile Varfu lui Stan (1450) gibt es noch Dörfer die keine Schaltung zur Moderne
Cernisoara-Tal erreichen wir die Quelle der Cerna. Es ist und seine Westwände unsere Blicke an. Dies ist dann haben. So ist Scarisoara („die Kleine Leiter“),
die größte Quelle in den Karpaten, durch ein unser nächstes Ziel, der Abstieg ist aber viel leichter als Hauptzugang für die Bewohner dieses Weilers ist eine
komplizierten Höhlensystem (über dem wir schon viel vermutet. Vom Gipfel bietet sich ein breites Panorama hölzerne Leiter welche auf einer Steinwand liegt. Dem
Auskunft von den Bergführern bekommen haben; noch übers mittlere Cerna-Tal, aber noch interessanter Weiler „La Groapa“ („Im Loch“) geht es noch schlimmer:
kein Zugang entdeckt) kommt der Fluss hier zu scheinen die Senken südlich vom Gipfel: die „Crovuri“. die verbliebenen 3 Häuser sind durch Urwälder und
Tageslicht. Auf dem Weg nach Herkulesbad bewundern Nach einem Abstieg durch Buchenurwald treffen wir die Felsen von der Hektik (und Strom) der Welt isoliert. Wir
wir uns nicht nur über die katastrophale Straße sondern erste Senke – Crovul Beletina, gefolgt von anderen gleich steigen vorsichtig über bewegendes Steinschut in die
auch über die enge Corcoaiei-Schlucht (Pause an halber so schön. Schliesslich verlassen wir diese raue, trockene imponierende Prisacina-Schlucht ab, die von zahlreichen
Fahrt) – freilich hat auch diese Schlucht mit der Legende Welt und steigen in die Tasna-Schlucht ab. Die mit Höhlen gebohrten Wände sind über 250 Meter hoch.
von Iorgovan und des Drachens etwas zu tun. schwarzen Kiefern bunten Wände sind einmalig. Bald treffen wir dann die Cerna wieder.
6 Std., ⇑ 0,⇓ 500 10 Std., ⇑ 500, ⇓ 1200 8 Std., ⇑ 300, ⇓ 300

T11: Herkulesbad und Donauenge T12: Die Großen Kessel im Donau-Engpass


Im Zentrum des Kurorts Baile Herculane / Herkulesbad Vorigen Nachmittag sind wir an der Donau gekommen,
treffen wir ein Sequoia-Baum das Kaiser Franz Joseph die Landschaft im Donau-Engpass weiss echte Berge vor,
vor etwa 100 Jahre gepflanzt hat. Bei der Führung durch und trotzt niedriger Höhe manchmal unerwartet wild. So
den Kurort entdecken wir Spuren die viel weiter zurück gehen wir heute die Ponicova-Höhle kennen lernen. Das
gehen, zB. die Römischen Bäder. Heute gönnen wir uns Bach Ponicova ist ein direkter Zufluss der Donau, vor der
etwas Freizeit, wer will kann bei K.u.K.-Spazier- Mündung aber hat er sich einen schönen Canyon und
gepflogenheiten bleiben, aber auch die Wellnessanlage eine 1,7 Km lange Höhle geschaffen. Der untere Eingang
des Hotels dürfte eine Option sein. Im frühen Nachmittag der Höhle bringt uns unerwarteter Weise schwimmend
ziehen wir dann weiter Richtung Donauenge (nur 16 Km direkt in die Donau raus, und zwar am wildesten Punkt
von Herkulesbad entfernt). Unterwegs besichtigen wir des Donau-Durchbruchs: „Cazanele Mari“ (die Großen
noch die Resten eines türkischen Aquädukts aus der Zeit Kessel). Mit etwas Glück essen wir am Rückweg Feigen
der Kriegen zwischen Prinz Eugen und Osmanen – eine direkt aus dem Baum: mittelmeerische Einflüsse.
interessante Geschichte steckt hinter diese Ruine.
6 Std., ⇑ 300, ⇓ 250
T13: Donau-Engpass und K.uK. im Banat T14: Freizeit in Temeswar
Unsere Fahrt nach Westen bringt weitere Impressionen Die letzten Stunden in Temeswar gestaltet sich jeder
aus dieser Ecke Europas: der breite Fluss, dem eigenen Geschmack nach. Unser Reiseleiter /
Festungsruinen, Kalkwände. Am „Fliegenloch“ (Gaura cu Bergführer gibt Ihnen gerne Insidertipps über die
Musca) kommt die Story zum Ende: verfolgt vom Helden schönen Ecken der Innenstadt. Je nach der Abflugszeit
Iorgovan, hier hat sich der Drache versteckt, aus seinem werden Sie im Laufe des Tages zum Flughafen
faulen letzten Kopf sind die befürchteten „Golubaker transferiert.
Fliegen“ entstanden. In der Kleinstadt Oravita / Orawitza
ist die Zeit stehen geblieben: wir finden hier das älteste
Theater in Süd-Osteuropa, eine Miniaturkopie des
wienerischen „Kleinen Burgtheater“. Bei einem Besuch
der katholischen Kirche erfahren wir von den
österreichischen Kolonisten der Ortschaft. Abends sind
wir in Temeswar, der Banater Metropole: feierlicher
Reiseabschluss. Am Rande des Ciucaru-Plateaus am Eisernen Tor der Donau

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