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Fertigungsplanung

- Teilefertigung
Gliederung
der Lehrveranstaltung
Einleitung
Literatur
1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
4. Technologische Fertigungsunterlagen
5. Problemorientierte Schritte zur Fertigungsplanung
6. Rechnerunterstützte Arbeitsplanung (CAP)
Zusammenfassung

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 2
Dresden, 18. Oktober 2019
Gliederung
der Lehrveranstaltung
Einleitung
Literatur
1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
4. Technologische Fertigungsunterlagen
5. Problemorientierte Schritte zur Fertigungsplanung
6. Rechnerunterstützte Arbeitsplanung (CAP)
Zusammenfassung

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


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Einführung

Lehrveranstaltung …

Download zum Vorlesungsteil Teilefertigung:


• Vorlesungsskripte
• Arbeitsmaterial zur Vorlesung
http://ff.mw.tu-dresden.de Passwort: fpl1*19fs

Prüfung:
• Fragenspektrum zur Prüfungsvorbereitung (Download)
• Fragen zu beiden Teilen: Teilefertigung (1/3) und Montage (2/3)
• schriftlich, ohne Unterlagen, gesamt 90 Minuten

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Einführung

LV Fertigungsplanung I / Teilefertigung
Grundlage der LV:
• Grundlagen Fertigungstechnik
allgemein: Fertigungsverfahren nach (DIN 8550), speziell: Zerspantechnik
• Grundlagen Werkzeugmaschinen und Betriebsmittel

Ziele und Schwerpunkte der LV


• Definition der Arbeitsvorbereitung, Einordnung der Fertigungsplanung
• Darstellung der Fertigungsaufgabe, der Fertigungsprozesse und
Arbeitsweisen in der Fertigungsplanung
• Überblick zu Organisationsformen der Fertigung und zu
Fertigungsarten
• Erläutern der Informationsdokumente der Fertigungsplanung
• Aufzeigen problemorientierte Schritte zur Fertigungsplanung
• Rechnerunterstützte Systeme zur Arbeitsplanung

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Definition Fertigungstechnik (LVen FT I und FT II)


• Die Fertigungstechnik beinhaltet die Erzeugung von Gütern
geometrisch bestimmter Form. In der Fertigung ist die Aufgabe zu
lösen
• Werkstücke (geometrisch bestimmte Körper) aus vorgegebenen
Werkstoff (formlosen Stoff und/oder festen Körpern) nach
vorgegebenen geometrischen Bestimmungsgrößen zu formen
(Formgebung, Formänderung, Stoffeigenschaftsänderung) und
• diese zu funktionsfähigen Erzeugnissen zusammenzusetzen.

• Hierbei vollzieht sich eine Wandlung vom Roh- zum Fertigteil-


zustand, der durch Einwirkung von Werkzeugen und Wirkmedien
auf das Werkstück im Fertigungsprozess erreicht wird.

[Lexikon Produktionstechnik, Verfahrenstechnik, 1995]

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Einführung

Definition Fertigungssystem
• Das Fertigungssystem beinhaltet die Gesamtheit der Teilsysteme,
die am Leistungserstellungsprozess der Fertigung beteiligt sind
• allgemein:
Art und Weise der Verknüpfung und Funktionen einzelner Prozesse
• speziell:
Kombination technischer Mittel zur automatisierten Fertigung
• Beispiele:
- einzelne Mensch-Maschine-Systeme
- arbeitsteilige Fertigungsabschnitte, -bereiche
- globale, organisatorisch zusammenhängende Fertigungsverbünde

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Einführung

Definition Fertigungssystem (WSWW)

Span Werkzeugs (WZ)

Technologische
Bewegung
Operation
Werkstück (WST)
TOP

Spannmittel (SPM)

Werkzeugmaschine (WZM)
Eingangsgrößen Kenngrößen Ausgangsgrößen

EG KG AG
W Werkstück
S Spannmittel
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W
Folie 8
Werkzeug
Dresden, 18. Oktober 2019 W Werkzeugmaschine
Einführung

Grundbegriffe: Planung
• ein Prozess - vorausschauend, handlungsorientiert,
zukunftsbezogen
• systematisches Suchen und Festlegen von Zielen
• Entwicklung, Abwicklung
• wirtschaftlich, organisatorisch, ...

• Bestimmung von Aufgaben zur Erreichung der Ziele


• Festlegung von Abläufen, Reihenfolgen, ...
• Auswahl von Mitteln, Methoden, ... und deren wirksame Anwendung

• Kontrolle der Ergebnisse bei Lösungsschritten zu Aufgaben


• Qualität, Zeit, ...

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Grundbegriffe: Prozess
• Gesamtheit von aufeinander einwirkenden Vorgängen in einen
System, durch die Materie, Energie oder Information umgeformt,
transportiert oder gespeichert wird [DIN 19226]
• Vorgang der Zustandsänderung in einem System
• sachliche, zeitliche und räumliche Verkettung einer Wertschöpfung
• Menge von Operationen, beschreibbar durch Input in ein System,
interne Funktionen im System, Output aus dem System

• Beispiele:
• diskontinuierlicher Prozess - Teilefertigungsprozess
• kontinuierlicher Prozess - Verfahrensprozess
• Prozess in der Produktion: Fertigungsprozess, Herstellprozess
• Prozess in der Informatik: Vorgang einer algorithmisch ablaufenden
Informationsverarbeitung, Anwendungssoftware

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Einführung

Grundbegriffe: Technischer Prozess

Fertigungs-
planungs-
system

Fertigungs-
system

Bezug zur
Fertigung Produktlebenszyklus und Fertigungsprozesse

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Einführung

Fertigungsplanung – Planung von Fertigungsprozessen


• Setzen von Fertigungszielen
• Festlegung von Fertigungsaufgaben, deren Durchführung zum
Erreichen der Ziele notwendig ist
• Auswahl von Fertigungssystemen und Anwendung von Fertigungs-
mitteln und –parametern für Fertigungsabläufe und deren Kontrolle

Anfangszustand Endzustand

Fertigungsprozess Teilefertigung
Stoff, Energie, Information Stoff, Energie, Information
Fertigungsvorgang
Folge erforderlicher TOP / WSWW

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Einführung

Definition Fertigungsprozess

Werkstück- und Stückzahl,Termin,


Fertigungsmittel- Organisationsform
parameter

Rohteil Fertigungsprozess Teilefertigung Fertigteil und


Späne
Werkzeugmaschine
Spannvorrichtung Fertigungstechnik
Werkzeug Fertigungssysteme Montagefähiges
Halbzeug,
Werkstück Werkstück,
vorgefertigtes Teil
Einzelteil

Werkstückqualität Kosten, Zeit

[Jacobs, Dürr: Fertigungsprozesse 2000]

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Einführung

Unternehmensfunktionen (Beispiel)

Be- Verwaltung Vertrieb


schaffung (Betriebsorganisation und DV, Buchhaltung,
Personal, Überwachung)

Service F/E Konstruktion Arbeitsplanung ...

Material- und Produktionsplanung und Qualitätssicherung


Lagerwirtschaft -steuerung

Betriebs- Teilefertigung und Montage Instand-


mittelbau haltung

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Einführung

Unternehmensfunktionen im Umfeld der Arbeitsplanung

Konstruktion Arbeitsplanung

Produktionsplanung Qualitätssicherung
und -steuerung

Teilefertigung

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Einführung

Fertigungsplanung – Wissensmanagement für die Produktion


Bedeutung im Unternehmen:
• Motor der Leistungsentwicklung
• Know-how-Koordinator und Dienstleister
• zunehmende Komplexität der Einzelteile beherrschen
• Wissen um technologische Einflussfaktoren und Wirkzusammenhänge
der Verfahren einbringen
• Grenzbereiche von Leistung und Präzision bei hoher Prozessfähigkeit
beherrschen
• automatisierte Informationsprozesse unterstützen
• ... führt zwangsläufig zu höheren Planungsaufwänden

[nach Westkämper, 2002]

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Einführung

Fertigungsplanung – Wissensmanagement für die Produktion


Anforderungen:
• Planungsmethoden an neue Formen der Arbeitsorganisation anpassen,
höherer Grad an Selbstorganisation und –optimierung
• Einsatz multimedialer Mittel für Arbeitsanweisungen
• Einsatz neuer Planungswerkzeuge und Systeme
für das Datenmanagement, datentechnische Abbildung realer Prozesse
• Einsatz von Simulationsverfahren zur Prozessoptimierung; Modellierung
technologischer, kinematischer und logistischer Wirkzusammenhänge
• Anwendung von Methoden des Wissensmanagements,
Bereitstellung explizites und implizites Wissens

[nach Westkämper, 2002]

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Literatur

Literatur
• Eversheim, W.: Organisation in der Produktionstechnik 3, Arbeitsvorbereitung.
4. Auflage, Springer Berlin, 2012, 978-3-642-62640-1
• Geipel, T.: Produktionssysteme Produktionssystematik. 1. und 2. Studienbrief,
Fertigungsplanung. Dresden: TU Dresden, Fakultät Maschinenwesen, 2000
• Jacobs, H.-J.; Dürr, H.: Entwicklung und Gestaltung von Fertigungsprozessen. Planung
und Steuerung der spanenden Teilefertigung. Leipzig: Fachbuchverlag 2002,
ISBN 3-446-21748-7

• AWF (Hrsg.): Handbuch der Arbeitsvorbereitung. Teil 1 Arbeitsplanung, Berlin: Beuth


Verlag 1973
AWF - Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung e.V.,
ab 2001 AWF-Arbeitsgemeinschaften für Vitale Unternehmensentwicklung
• REFA (Hrsg.): Methodenlehre der Planung und Steuerung, München: Hanser Verlag,
1985
REFA - Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation e.V.: http://www.refa.de/

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Gliederung
der Lehrveranstaltung
Einleitung
Literatur
1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
4. Technologische Fertigungsunterlagen
5. Problemorientierte Schritte zur Fertigungsplanung
6. Rechnerunterstützte Arbeitsplanung (CAP)
Zusammenfassung

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1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
- Einordnung der Fertigungsplanung I-a
• Vorbereitung der Arbeit, d.h.
– Prozesse der Teilefertigung vordenken, festlegen, terminliche Durchführung planen
– Institutionalisierung durch betriebliche Abteilung ‚Arbeitsvorbereitung‘ (AV)

• AV ist Bindeglied zwischen Konstruktion und Fertigung


– Prozesskette Produktentwicklung: kundenanonym; Prozessgestaltung mit Spielraum
– Prozesskette Auftragsabwicklung: kundenspezifisch; zeit-, kosten-, qualitätsoptimal
Produktgestaltung
(Konstruktion)

Prozess-, Produktionsmittel- kundenanonyme Marketing


gestaltung (Arbeitsplanung) Produktentwicklung Produktplanung

Markt
Fertigung, Montage
Kunde

Arbeitsvorbereitung kundenspezifische Angebot


(Arbeitsplanung, -steuerung) Auftragsabwicklung Auftragsplanung

Konstruktion
Quelle: Eversheim

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1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
- Einordnung der Fertigungsplanung I-b
• Aufwand und Ergebnisqualität der AV abhängig von
– Kostenverantwortung: etwa 20% der Produktkosten werden in AV festgelegt

Arbeits- Einkauf
Entwicklung Verwaltung
vorbereitung Material-
100 Konstruktion Vertrieb
Fertigung wirtschaft

Kostenfestlegung
70 %
Kostenverursachung
Selbstkosten %

36 % 40 %

20 %
18 %
6% 7% 3%

Quelle: VDI 2235


– Planungsschritte, Planungstiefe  Kosten
– Fachwissen des Planungspersonals, Hilfsmittel zur Planung  Kosten

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1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
- Einordnung der Fertigungsplanung I-c
• Detaillierungsgrad der zu planenden Arbeitsschritte ist abhängig z.B.
– Fertigungsart, Teileart
– Automatisierungsgrad, Kosten der Fertigungsmittel
– Mitarbeiterqualifikation in der Fertigung

• Wandel in der Vorbereitung der Arbeit


– Überwindung von Abteilungsgrenzen
– temporäre Teambildung mit einer
gemeinsamen, überschaubaren
Arbeitsaufgabe
– integierte Produkt- und
Prozessgestaltung
• dauerhafte Teambildung
• interdisziplinäres Arbeiten
• multifunktionale Qualifikation

Quelle: Ehrlenspiel

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1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
- Einordnung der Fertigungsplanung II
Definition der Arbeitsvorbereitung [AWF, REFA]
Industrielle Produktionstechnik

Energietechnik Verfahrenstechnik Fertigungstechnik Fördertechnik Informationstechnik

Konstruktion Arbeitsvorbereitung Fertigung

– zusammen mit Konstruktion und Fertigung: Produktionsbereich des Betriebes


– Arbeitsvorbereitung mit Bezug zur Fertigungstechnik – ein Bestandteil der
industriellen Produktionstechnik
– Gesamtheit aller Maßnahmen einschließlich Bereitstellung aller Unterlagen für
Arbeitsgegenstand, Menschen und Betriebsmittel dem Ziel, durch ...
• Planung, Steuerung und Überwachung für die Fertigung von Erzeugnissen und
• Gestaltung von Abläufen jeder Art
ein Optimum aus Aufwand und Arbeitsergebnis zu erreichen

AWF - Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung e.V., REFA - Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation e.V.

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1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
- Einordnung der Fertigungsplanung III-a
Unterteilung der Arbeitsvorbereitung [AWF, REFA]
Konstruktion

Arbeitsvorbereitung
Arbeitsplanung Arbeitssteuerung
alle einmalig auftretenden alle Maßnahmen, die für eine der
Planungstätigkeiten, welche - unter Arbeitsplanung entsprechende
ständiger Berücksichtigung der Auftragsabwicklung erforderlich sind
Wirtschaftlichkeit - die
fertigungsgerechte Herstellung eines
Erzeugnisses sichern

Fertigung

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1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
- Einordnung der Fertigungsplanung III-b

Arbeitsvorbereitung

Arbeitsplanung Arbeitssteuerung

technischen Vorbereitung (WAS, WIE, WOMIT) organisatorische Vorbereitung (WIEVIEL, WANN,


auftragsneutral WO, durch WEN)
Aufgaben: auftragsbezogen
— langfristig: Investitions-, Materialplanung, Aufgaben:
Verfahrens-, Methodenentwicklung
— Durchsetzung und Kontrolle der
— mittelfristig: Planungsvorbereitung, Fertigungsplanungsergebnisse,
Arbeitsgestaltung, Qualitätssicherung, Zeit-,
Kostenplanung auftragsbezogene Fertigungsdokumente
— kurzfristig: einmalig für ein Werkstück — Materialdisposition
durchzuführenden Planungsaufgaben, — Termin- und Kapazitätsplanung
Dokumentation in auftragsneutralen — Werkstattsteuerung
Fertigungsunterlagen
Ziel: Qualitätsgerechte Erzeugnisse zum
Ziel: Optimum zwischen Aufwand und Ergebnis
geforderten Termin; Durchlauf- und
bei der Realisierung des Fertigungsprozesses
Auslastungsoptimierung der Fertigungsein-
richtungen bei Minimierung der Gesamtkosten

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1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
- Einordnung der Fertigungsplanung III-c

Arbeitsplanung

Arbeitsablaufplanung Arbeitssystemplanung
(Prozessgestaltung) (Produktionsmittelgestaltung)

kurz- bis mittelfristige Tätigkeiten mittel- bis langfristige Tätigkeiten


Festlegung von Maßnahmen zur Maßnahmen zur wirtschaftlichen
wirtschaftlichen Fertigung Gestaltung und Auslegung der Prozesse
Aufgaben Aufgaben
— Planungsvorbereitung — Bedarf und Anordnung der Fertigungsmittel
— Stücklistenverarbeitung — Lager- und Transportplanung
— Prozess- und Operationsplanung — Personalbedarfsplanung
— Fertigungsmittel- und Prüfplanung — Flächen- und Gebäudeplanung
— NC-Programmierung — Investitionsrechnung
— Kalkulation

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1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
- Einordnung der Fertigungsplanung IV
• Rechnerunterstützung CAx (Kapitel 6)
— Die Abwicklung umfaßt die primär PPS CAD/CAM
betriebswirtschaftlich orientierten Auftragsabwicklung Produktentwicklung
Aufgaben eines Unternehmens.
Auftrags- Produkt-
Diese Aufgaben werden von einem

Pro
bearbeitung anforderungen
Produktionsplanungs- und

du

g
Entwurf /

nun
Bedarfsplanung

ktio
-steuerungssystem (PPS-System) Konstruktion

pla
ns p
übernommen. Arbeitsplanung /

t
duk
Materialwirtschaft

la n
Prüfplanung

Pro
ung
NC-
Kapazitätsplanung
— Die Entwicklung umfaßt die Programmierung

Funktionsbereiche, die sich primär mit Maschinen-,

Produktionssteuerung
Robotersteuerung

Produkrealisierung
Feinsteuerung
den technologisch orientierten
Aufgaben befassen. Werkzeugverwaltung

Diese Aufgaben betreffen die Betriebsdatenerfassung Lager- und


Realisierung des Produktes von der
Transportsteuerung

ersten Idee bis zur Herstellung Kontrolle Qualitätssicherung


(CAD/CAM-Systeme).
Y-CIM-Modell nach Prof. Scheer
CIM ...Computer Integrated Manufacturing

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1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
- Einordnung der Fertigungsplanung V-a
• Fertigungsplanung
— Synonyme: Fertigungs(prozess)gestaltung, externe Prozessgestaltung
— Bestandteil der Arbeitsplanung; rechnerunterstützter Systeme (Kapitel 6)
— Gegenstand: planende Tätigkeiten, die sich auf Entwurf, Gestaltung und Optimierung von
Fertigungsprozessen beziehen (Kapitel 2 und 3)
— auftragsneutral, Zeitpunkt der Planung liegt i.d.R. (weit) vor Durchführung (Kapitel 5)
— Planungsdaten: zu erwartende Stückzahl, Losgrößenbereiche, ...
— Ziel: liefert Solldaten zur qualitäts-, termin- und kostengerechten Fertigung (Kapitel 4)

TU Dresden Arbeitsplan Professur für


Ergebnis: Institut für
Produktionstechnik
Produktionsautomatisierung/
Steuerungstechnik
— Arbeitsplan APL-Nr. Datum Auftrags-Nr. Blatt:
Bearbeiter
Benennung Zeichnungs-Nr.

Mat.-Nr. Roh Fertig ME Abmessung Mat.-Benennung Stück- Los-


zahl grösse

AG Pos. Arb.platz AG-Benennung TE [min] TR [min] Lohn- MMB


form

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1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
- Einordnung der Fertigungsplanung V-b
• Fertigungssteuerung
— Synonyme: Fertigungslenkung, interne Prozessgestaltung
— Bestandteil der Arbeitssteuerung
— Gegenstand: steuernde Tätigkeiten, die sich auf Veranlassen, Überwachen und Sichern
von Fertigungsprozessen beziehen
— auftragsgebunden, da Zeitpunkt der Steuerung i.d.R. die Durchführung betrifft
— Steuerungsdaten: Termine, Durchlaufzeit, Auslastung, ...
— Ziel: liefert Istdaten zur qualitäts-, termin- und kostengerechten Fertigung

Ergebnis:
AVG AVG AVG AVG
— Durchlaufplan u.a.

... Bearbeiten Lager Transport ...

Arbeitsvorgang (AVG)

Zeit

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Gliederung
der Lehrveranstaltung
Einleitung
Literatur
1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
4. Technologische Fertigungsunterlagen
5. Problemorientierte Schritte zur Fertigungsplanung
6. Rechnerunterstützte Arbeitsplanung (CAP)
Zusammenfassung

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2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Einleitung
• Aufgaben von Konstrukteur und Technologe (Produktionsingenieur)
– Produkt: WAS (Einzelteil, ...) hergestellt wird
– Produktionsprozess: WIE (Verfahren) und WOMIT (Maschine) es hergestellt wird

• Produktionsprozesse im Maschinenbau und der metallverarbeitenden Industrie:


Fertigungsprozesse (FP)
– planmäßiger Ablauf von Fertigungsvorgängen, Material  in vorausbestimmten Endzustand
– Gesamtheit aller Prozesse (Fertigungsschritte, auf Arbeitsgegenstand bezogen)
die auf die Herstellung von Einzelteilen, Baugruppen und Erzeugnissen gerichtet sind
– Herstellung von Einzelteilen (Arbeitsgegenstand Werkstück): Teilefertigungsprozesse (TFP)
– Einzelteil: geometrisch bestimmte Körper
• Teilefertigung (TF)
– Gesamtheit aller Fertigungsprozesse zum Formschaffen, Formändern,
Stoffeigenschaftsändern und Beschichten von Werkstücken
– Aufgabe der Fertigungsprozessgestaltung: Konzipieren und Realisieren von FPen
– Rohteilfertigung: Rohteil (Ausgangsteil)
– Einzelteilfertigung: Fertigteil (Einzelteil)

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2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Einleitung
Rohmaterial

Rohteilfertigung Urformen Trennen


Gießen, ..
• Rohteile (Ausgangsteile)

Umformen Spanen ...


Gesenkschmieden, .. Drehen, Fräsen, ..

vorgeformte Bauteile Erzeugnis

Einzelteilefertigung
Spanen Beschichten Eigenschäftsändern ...
• Fertigteile (Bauteile, Drehen, Fräsen, ... Galvanisieren, ... Härten, ...

„Einzelteile“)
Bauteile Erzeugnis

Zulieferteile
Montage
• Produkt ... Fügen

(Baugruppen,
Schrauben, ...

Finalerzeugnisse)
Baugruppe Erzeugnis

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2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Fertigungsaufgabe
– Startpunkt der Fertigungsplanung
– Grundlage liefert Konstrukteur: Zeichnung, Stückliste
– Bestandteile
• konstruktive Merkmale
• fertigungstechnische Merkmale
• fertigungsorganisatorische Bedingungen
• ökonomische Bedingungen

– Einflüsse auf die Effektivität der Teilefertigung


• Anwendung von Standard- und Normteilen, Einsatz von Wiederholteilen
• konstruktive Vereinheitlichung, Formelemente
• funktionsgerechte Qualitäts- und Genauigkeitsanforderungen
• materialsparende Rohteile, verfügbare Fertigungsmöglichkeiten

– fertigungsgerechtes Gestalten als bereichsübergreifende Aufgabe


• verfahrensgerecht, urform-, umform-, spanungsgereches Gestalten
• werkzeuggerecht, spannmittelgerecht, ...

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 33
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2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Darstellung von Fertigungsprozessen:
Prozessgraph (Knoten, Kanten)
eindeutiger Prozessgraph

geometrischer und /
AG1 AG2 AG3 AG4
A 1 oder stofflicher
2 3 E
Werkstückzustand
Operation
(Vorgang) zwischen
mehrdeutiger Prozessgraph AG3 zwei Zuständen
2 4
AG2 AG4

AG1 AG51 AG6 AG7


A 1 3 5 E

AG52 UND-, ODER-


Verknüpfungen

Rohteil ? Zwischenzustände ? Fertigteil


Darstellung diskontinuierlicher Stückgutprozesse – Graphen für Teilefertigungsprozesse
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2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Darstellung von Fertigungsprozessen: Beispiel

WZM3
WZM2 Fräsen
Nut
Drehen
2 4 WZM 4
Rohteil, Kontur
Bohren Fertigteil
geschmiedet
WZM1 WZM 6
A 1 5 E
Plandrehen Schleifen
WZM5
und
Zentrieren Komplett-
bearbeitung

Rohteil ? Zwischenzustände ? Fertigteil


Darstellung diskontinuierlicher Stückgutprozesse – Graphen für Teilefertigungsprozesse
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2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Gliederung von Fertigungsprozessen
— horizontale Gliederung
— vertikale Gliederung
— zeitliche Gliederung

Vorfertigung Einzelteilefertigung, z.B. spanende Teilefertigung Montage

Prozessstufe
Arbeitsgang Arbeitsgang
Spannstufe Spannstufe
Zeiten
Arbeitsstufe Arbeitsstufe
Zeiten
Operation Operation
Zeiten
Zeiten

Rohteil Fertigungszeit Fertigteil

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2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Gliederung von Fertigungsprozessen

• horizontale Gliederung
• Gliederung nach der Funktionsbestimmung der Teilprozesse
prinzipiell:
1. Rohteilfertigung – überwiegend urformende und umformende Teilefertigung
2. Einzelteilfertigung – überwiegend zerspanende und abtragende Teilefertigung
3. Montage

montage-
formloser Urform Rohteil:
Gießen Schmieden fähiges
Stoff Halbzeug Schmiedeteil Zerspanen
Fertigteil

• außerdem
– Hauptprozesse (Materialbereitstellung, Teilefertigung, Montage, Verpackung)
– Hilfsprozesse (Instandhaltung)

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2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Gliederung von Fertigungsprozessen

• vertikale Gliederung
• Prozessstufe - technologisch bedingte Folge, auch an mehreren Arbeitsplätzen
• Arbeitsgang (auch Arbeitsvorgang) - an einem Arbeitsplatz
• Spannstufe - in einer Auf- bzw. Einspannung
• Arbeitsstufe (auch Teilarbeitsvorgang) - mit einem Werkzeug
• Operation - mit unveränderten technologischen Arbeitswerten

Prozessstufe Arbeitsgang Spannstufe Arbeitsstufe Operation

Sägen Drehen,
Rohteil- Langdrehen Konturschnitt
Drehen 1.Seite
herstellung Plandrehen Schruppen
Fertigteil- Fräsen Konturschnitt
Schleifen Drehen, Konturdrehen
herstellung Bohren Schlichten
2.Seite

Detaillierung führt zu immer kleineren Definitionsbereichen

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2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Gliederung von Fertigungsprozessen –
Darstellungsgrundlagen, Beispiel
– Fertigungsprozessgraph: Kennzeichnung der Arbeitsgänge und ihrer Folge

AG1 AG2 AG3 AG4


A 1 2 3 E

– Arbeitsganggraph: Kennzeichnung der Arbeitsstufen/Operationen und ihre Folge

TOP TOP TOP TOP


2 21 22 23 3
1 2 3 4

Arbeitsblatt

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2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Beispiel „abgesetzte Welle“
– Fertigungsaufgabe und Prozessgraphen

Beispiel nach [JACOBS]

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2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Beispiel „abgesetzte Welle“ WZM 6 WZM 4 WZM 3
Futterspitzen Nutfräsen Bohren
und Gewinde- 10
Mehrdeutiger Prozessgraph drehen
für das Beispiel „abgesetzte
Welle“ (vgl. vorn) WZM 2
Spitzen- und
WZM 3 WZM 4
Gewindedrehen
Bohren Nutfräsen
8 9

Rohteil
WZM 5
geschmiedet
WZM 2 WZM 3 WZM 4 Gewinde-
WZM 1
Spitzdrehen Bohren Nutfräsen schneiden
1 2 3 4 5 6

WZM 6
Futterspitzen- WZM 4 WZM 3
Ablängen, drehen Nutfräsen Bohren
Zentrieren 7
WZM 1
12

WZM 7
Sägen
WZM 8 (Drehzelle)
11 Bearbeitungszentrum:
Drehen, Bohren, Nutfräsen,
Halbzeug Gewindeschneiden

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 41
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Beispiel „abgesetzte Welle“
WZM 1 WZM 2 WZM 3 WZM 4
1 Ablängen, 2 Spitzendrehen 3 4 5
Bohren Nutfräsen
Zentrieren

WZM 5
Gewindeschneiden

WZ 2 WZ 3
WZ 1 Absatz-
2 Einstech-
Langdrehen 2.1
drehen
2.2
drehen
3 Eindeutiger Prozess-
und Arbeitsgang-
graph für das Beispiel
„abgesetzte Welle“
(vgl. vorn)

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 42
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Beispiel „abgesetzte Welle“
2 WZ 1 2.1 2.2 WZ 3 3
χ´r = 45° Einstech-
Langdrehen drehen

WZ 2
χ´r = 90°
WZ 2, χ´r = 75° Absatzdrehe
Langdrehen, Absatzdrehen n

WZ 2 WZ 3
1. WST-Spannung, 2. WST-Spannung,
Absatzdrehen Einstechdrehen
Mehrdeutiger
Arbeitsgang- 2.3
WZ 1 2.4
graph für das 2. WST-Spannung,
Langdrehen
Beispiel
AG 2 – AG 3
(vgl. vorn)

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 43
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Gliederung von Fertigungsprozessen
• zeitliche Gliederung
• sichert einheitliche Transparenz der Fertigungsprozesse
• erlaubt Darstellung des geplanten zeitlichen Prozessablaufes
• Voraussetzung zur Fertigungssteuerung
• ermöglicht Zeit- und Kostenrechnungen zur Prozessbewertung

• Aufbau nach [REFA]


• Vorgabezeit: Sollzeiten für Arbeitsabläufe, die vom Menschen (Tätigkeiten) und vom
Betriebsmittel (Nutzung) ausgeführt werden
• erforderliche Zeiten T
» menschbezogen: Auftragszeit Ta
» betriebsmittel(arbeitsplatz)bezogen: Belegzeit TbB

• tatsächlich verfügbare Arbeitszeiten AZ im Planungszeitraum


• AZ stückbezogen, AZAP arbeitsplatzbezogen

AZ > T oder AZ = T

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 44
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Zeitgliederungsschema nach REFA (Auszug)
Auf-, Um- und
Abrüsten des Berechnungsvorschriften:
Arbeitsplatzes; Vor-
und Nacharbeiten; t g = th + tn
nur einmal pro
Auftrag bzw. Los, z.B. Auftragszeit th ... verfahrensabhängige Berechnung
Spannvorrichtung Ta
montieren, tn ... maschinenspezifische Tabellen
Werkzeuge
beschaffen
Rüstzeit Ausführungszeit
tr ta te = 1,15 • tg (ter + tv) etwa 15 % der Grundzeit
ta = m • te t a = m • te z.B. bei Losfertigung:
Unregelmäßig m ... Anzahl Werkstücke pro Los
auftretende
Zeiten, zusätzlich Zeit je Einheit Ta = tr + ta
zur planmäßigen te
Ausführung, z.B. tr ... maschinenspezifische Tabellen
infolge Störungen,
Verfügbarkeiten
Verteilzeit Erholungszeit Grundzeit
tv ter tg Zeit der unmittelbaren Veränderung am
Werkstück, z.B. Zerspanvorgang

Zeit für die Erholung Regelmäßige, nur mittelbar für Hauptzeit-


des Menschen Hauptzeit Nebenzeit abläufe beitragend, z.B. Werkzeugwechsel
th tn zwischen zwei Operationen, Leerwege

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 45
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Zeitgliederungsschema nach REFA (Beispiel)
Beispiel: Prozessstufe

Arbeitsplatz Maschine Arbeitsgang Arbeitsgang


Komplettbearbeitung Spannstufe Spannstufe
Zeiten
Arbeitsstufe Arbeitsstufe

Zeiten Operation Operation


Tb  t r  m  te
Tb  t r  m * (t g  tv ) Zeiten

Zeiten
nsp = 1
nSP ... Anzahl der nA
Spannstufen
Tb  t r  m tei nA nO
i 1 Tb  tr  m te ik
nA ... Anzahl der i 1 k 1
Arbeitsstufen nO ... Anzahl der
Operationen
Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “
Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 47
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Hilfsmittel für die Zeitwirtschaft
— mobile Datenerfassung und Auswertung
— Zeitstudienauswertung
— Planzeitkataloge und Formelsammlungen für AV

Quelle: DRIGUS

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 48
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Kostenrechnung
• Einzelkosten
• Methoden, Verfahren
 Vor-, Zwischen-, Nachkalkulation
 Variantenvergleich
 Zuschlagskalkulation, Stundenkostensatzkalkulation

• Kostenelemente [REFA]
 Fertigungskosten (FK)
– Maschinenkosten KM... zeitbezogen, Maschinen, Anlagen
– Lohnkosten KL... zeitbezogen, Maschinenbediener, NC-Programmierer
– Werkzeugkosten KW ... standzeitbezog., WZ-Verbrauch, -Nachschliff, -Wechselzeit
– Kosten Vorrichtungen, Werkzeuge und Prüfmittel KVWP... auftragsbezogen,
Sonderanfertigungen
– Materialkosten KMt ... stückbezogen, Rohteile, Halbzeuge

 Ermittlung von Fertigungsvergleichskosten (ausgewählte Berechnungsgrundlagen)

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 49
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Ermittlung der Grenzstückzahl (ausgewählte Berechnungsgrundlagen)

Darstellung der Einsparung und Verluste durch Einführung von Variante 2

K Variante 1
(Basis)
unwirtschaftlicher
Bereich
Variante 2
(Vergleich)

wirtschaftlicher
Bereich
Arbeitsblatt

n
nG
• Berechnung am Beispiel (Selbststudium)

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Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Kostenelemente .... (Zusammenfassung)
Ausgangs- (AG) und Eingangsgrößen (EG) des Fertigungsprozesses (FP)
Differenzierung: fertigungstechnische, fertigungsorganisatorische, ökonomische

Arbeitsblatt
EG: Werkstück-Geometrie, FP AG: Werkstück-Qualität,
Fertigungs-mittel, Technologie, Kosten, Zeit ...
Stückzahl, Termin,
Organisationsform ...

• Strategisches Ziel der Fertigungsplanung:


Ermittlung Sollwerte für gegebene EG
Beispiel Fertigungskosten: AG = f (EG) -> Minimum
Fertigungskosten = f(WSWW1,Fertigungszeit, Schnittwerte,
Werkzeugstandzeit)
• Ziel wird in unterschiedlichen wissenschaftlichen Niveaustufen erreicht:
- Erfahrungswissen und Regeln
- mathematische Modellierung und Optimierung
- Softwarewerkzeuge der künstliche Intelligenz
1 WSWW...System Werkzeugmaschine, Spannmittel, Werkstoff, Werkzeug

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 51
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Arbeitsweisen in der Fertigungsplanung
(Fertigungsprozessgestaltung)

Arbeitsweise

generierend projektierend

— Generierende Arbeitsweise
• Fertigungsprozess wird neu entworfen und gestaltet (generiert)
• Planungsgrundlagen: Planungsregeln und Daten, Informationen über Maschinen,
Fertigungsmittel, technologische Zusammenhänge
• Fertigungsprozessentwurf in Varianten und Fertigungsmittelvorauswahl
• Planungsarten: Neuplanung (Generierungsprinzip); Spezialform: Optimierungsprinzip

— Projektierende Arbeitsweise
• Rückgriff auf vorhandene Fertigungsprozesslösungen bzw. Prozessfragmente und Modifikation
bewährter Lösungen (Anpassen und/oder Wiederverwenden)
• hohe Planungsgeschwindigkeiten, nicht unbedingt die optimale Prozesslösung
• Voraussetzung: konstruktiv und technologisch homogenes Werkstückspektrum
• Planungsarten: Ähnlichkeits-, Varianten-, Wiederholplanung

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 52
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Arbeitsweisen in der Fertigungsplanung
(Fertigungsprozessgestaltung)

– Generierende (hier: optimierende) Arbeitsweise [JACOBS]


• Technologische Optimierung – mathematische Modellierung technologischer
Sachverhalte
Lösung von Extremwertaufgaben unter Beachtung einzuhaltender
w … Anzahl der
gleichzeitig zu Nebenbedingungen
betrachtenden – Zielfunktionen: Funktionen, deren Extremwerte gesucht sind
Zielfunktionen
Q1 = F1 (x1, x2, ...,xv); Q2 =...; Qw = ...; (w = 1 Monooptimierung; w > 1 Polyoptimierung)
– Nebenbedingungen: schränken als Restriktionen (Gleichungen oder Ungleichungen) den
v … Anzahl der
Optimierungs-
Lösungsbereich ein
variablen R1 = f1 (x1, x2, ..., xv); R2 = ...; Rf = ...;
– Optimierungsvariable: Variablen x1 bis xv der Zielfunktionen und der Restriktionen, deren
optimale Werte gesucht sind

• Modellierungsgebiete
Hinweis: – Verfahrensoptimierung (externe Optimierung, Fertigungsplanung)
Vertiefendes – Auslastungsoptimierung (interne Optimierung, Fertigungssteuerung)
Selbststudium
– Selbstoptimierung (dynamische Optimierung, Autonomie und Kooperation)

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 53
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Arbeitsweisen in der Fertigungsplanung
(Fertigungsprozessgestaltung)

– Generierende (hier: optimierende) Arbeitsweise [JACOBS]


Prozessexterne Fertigungsplanung

Primäroptimierung
„Idealer“ Fertigungsprozess
mit ausgewählten Fertigungsmitteln (Verfahrensoptimierung) und ökonomische
Bewertung (Kosten, Zeit, Kompromiss) der Fertigungsprozess-Alternativen

Prozessinterne Fertigungssteuerung

Sekundäroptimierung
„Realer“ Fertigungsprozess
mit beliebigen zeitlichen Auslastungen und mit Prozessstörungen
AZ > T: Auslastungsoptimierung und AZ < T: optimaler Störungsausgleich

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 54
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Arbeitsweisen in der Fertigungsplanung
(Fertigungsprozessgestaltung)

– Generierende (hier: optimierende) Arbeitsweise [JACOBS]

optimaler Störungsausgleich
durch Autonomie- und Kooperationskompetenz

Autonomie: Der gestörte Arbeitsplatz holt die durch die Störung verlorene Zeit
ohne Hilfe auf (Modellgestützte Veränderung der Schnittwerte)
Kooperation: Der gestörte Arbeitsplatz holt die verlorenen Zeit mit Hilfe eines
technologisch alternativen anderen Arbeitsplatz auf

Sekundäroptimierung als dynamische Selbstoptimierung


Merkmal „Intelligenter Fertigung“ - Selbstplanende Fertigungssysteme

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 55
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Verfahrensoptimierung
– WSWW-Systeme mit definierten Fertigungsverfahren, realisieren technologische
Operationen
– Gemeinsamkeit aller WSWW-Komponenten: Schnittwerte vc = f (fz)
– existieren zwei Optimierungsvariablen x1 und x2: Restriktionen bilden ein
Lösungsfeld
z.B. für spanende Verfahren:
x1 = vc Schnittgeschwindigkeit und x2 = fz Vorschub

– Prozessgestaltung: Fertigungsmittelauswahl im System WSWW


für definierte Fertigungsaufgabe (WST) – Fertigungsmittel (WZM, SPM, WZ)
FM-Vorauswahl in Alternativen (Kataloge, Datenbanken, ...)
damit noch keine befriedigende Abstimmung für das Zusammenwirken
FM-Zuordnung zur technologischen Bewertung der Alternativen
dazu gemeinsames ‚Koordinatensystem‘ notwendig
vc; fz – System: technische Grenzen G, müssen eingehalten werden
aus G entstehen Restriktionen R für das Lösungsfeld
Beispiel technologisches Lösungsfeld

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 56
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Verfahrensoptimierung (Beispiel: technologisches Lösungsfeld)

Fertigungsmittellösungsfelder
Technische Grenzen und Restriktionen

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 57
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Verfahrensoptimierung (Beispiel: Fertigungsmittel-Lösungsfelder)

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 58
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Verfahrensoptimierung
(Beispiel: Technologisches WSWW-Lösungsfeld)

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 59
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Verfahrensoptimierung (Beispiel: Technologische Bewertung
zugeordneter Fertigungsmittel bei gegebener Fertigungsaufgabe)

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 60
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Verfahrensoptimierung (Beispiel: Technologische Bewertung
zugeordneter Fertigungsmittel bei gegebener Fertigungsaufgabe)

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 61
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Verfahrensoptimierung

– Zielkriterien:
Fertigungskosten Qk (Kostenzielfunktion)
Maschinenkosten KM, Lohnkosten KL, Werkzeugkosten KW, Kosten für
Sonderwerkzeuge KVWP, Materialkosten KM
Fertigungszeit Qt (Zeitzielfunktion)
Belegungszeit Tb

 Restriktionen:
Beispiele für technische Restriktionen beim Fertigungsverfahren Drehen:
- max. und min. Vorschub- und Schnittgeschwindigkeitsbereiche der Maschine
- maximale Antriebsleistung der Werkzeugmaschine
- minimale Standzeit des Werkzeuges
- maximale Schnittkraft durch Drehmoment an der Arbeitsspindel, Abbiegung des
Werkzeuges, Schneidstoffbelastung, Kippen und Rutschen des Werkstückes im
Spannmittel, Systemdeformation des Systems WSWW u.a.
- maximaler Vorschub durch Spanungsdicke; Rautiefe

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 62
Dresden, 18. Oktober 2019
Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “
Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 63
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Prozessgestaltung: Fertigungsmittelauswahl
– Technologische Bewertung zugeordneter Fertigungsmittel bei gegebener Fertigungsaufgabe

lg vc thmin
Beispiel: vcmax
FM-Zuordnung
Hauptzeitgerade
(WZM) zur
Fertigungs- WZ-T-Gerade
aufgabe
WZM-P-Gerade Tmin

vc
vcmin

fmin1,2,3 fmax1,2,3 Pmax lg f


f
Lösungsfeld für alle technisch-technologisch möglichen Wertepaare (f,vc)
– Installierte WZM-Antriebsleistung (P-Gerade) lässt keine befriedigende Auslastung
des Lösungsfeldes zu  WZM mit höherer Antriebsleistung auswählen!

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 64
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Arbeitsweisen in der Fertigungsplanung
(Fertigungsprozessgestaltung)

Arbeitsblatt
Fertigungsplanung

Generierende Arbeitsweise Projektierende Arbeitsweise

Ähnlichkeitsplanung Variantenplanung Wiederholplanung

1. Ähnlichkeit: konstruktiv Basis ist Bildung von Teil wird auf gleiche
vollständig gleich  Teileklassen Weise gefertigt
Technologie (Typentechnologie)
Merkmale in Komplexteil
2. Ähnlichkeit: konstruktív erfaßt
Standard-/Komplexteil-
teilweise gleich  Technologie
(Gruppentechnologie) arbeitsplan für gesamte
veränderte Aufgabenstellung oder Teilefamilie
Randbedingungen

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 65
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Arbeitsweisen in der Fertigungsplanung
(Fertigungsprozessgestaltung)

— Projektierende Arbeitsweise
erfordert Systematisierung und Klassifizierung
• Voraussetzung für rechentechnische Speicherung, Analyse und Wiederverwendung
• ermöglicht Teilevielfalt einzuschränken

— Klassifizierung von Einzelteilen - Grundlage für Vereinheitlichung von


Fertigungsprozessen
• Klassifikator nach Opitz
• Klassifikator für Einzelteile Maschinenbau (Grundklassifikator, Ergänzungsklassifikator)
• firmen- und anwendungsspezifische Klassifikatoren (wellenförmig, gehäuseförmig, ...)

— Klassifizierung von Fertigungsprozessen (enge Beziehung mit Einzelteil-Klassifikator)


bisher noch keine so große Bedeutung; Komplexität erfordert erheblichen Aufwand!
• Klassifikator für Fertigungsprozesse analog dem für Einzelteile
• allgemeiner Klassifikator DIN 8580ff. für Fertigungsverfahren

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 66
Dresden, 18. Oktober 2019
Grundklassifikator

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 67
Dresden, 18. Oktober 2019
Klassifikator nach Opitz

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 68
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Arbeitsweisen in der Fertigungsplanung
(Fertigungsprozessgestaltung)

• bekannt: allgemeiner Klassifikator DIN 8580ff. - erzeugbare Flächen (siehe LV FT1)


Kinematik Grund- Grund- Grund- Wälz- Grund- Steuerung
und kinematik kinematik kinematik vorgang kinematik der
Werkzeug Fräser mit Profil im Bewegung
Bezugsprofil Werkzeug im Raum
erzeugte ebene kreis- schraub- Wälzfläche Profilfläche Freiform-
Fläche Fläche zylindrische /wendel- fläche
Fläche förmige
Fläche
Verfahren Plan… Rund… Schraub… Wälz… Profil… Form…

Ordnungs- x.x.x.1 x.x.x.2 x.x.x.3 x.x.x.4 x.x.x.5 x.x.x.6


nummer

Fertigungsplanung I / Teilefertigung
Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “
Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 69
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Arbeitsweisen in der Fertigungsplanung
(Fertigungsprozessgestaltung)

– Technologische Vereinheitlichung – Gruppenbearbeitung bzw. –technologie

Aufteilung der Teileklassen


in Gruppen

Gruppen mit geschlossener Gruppen mit gemeinsamen Gruppen mit geschlossener


Bearbeitungsfolge auf Arbeitsgängen Bearbeitungsfolge auf
gleichen Ausrüstungen verschiedenen
Ausrüstungen

– Merkmale zur Gruppenbildung


• geometrische Grundform, Größe, Abmessungsverhältnisse der Teile
• Fertigungsablauf der Teile
• Bestimmende Abmessungen der verfügbaren Ausrüstungen
• Genauigkeitsanforderungen der Bearbeitung
• Werkstoff
[Mitrofanow,
1960]

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 70
Dresden, 18. Oktober 2019
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
- Arbeitsweisen in der Fertigungsplanung

– Technologische Vereinheitlichung - individuelle Bearbeitung bzw. Technologie


• wenige gleiche oder sehr ähnliche Bauteile
• Bearbeitungsfolge unähnlicher Teile
• Ähnlichkeits- und Wiederholplanung nicht anwendbar
• Kosten vergleichbar mit Serienproduktion
• zu hoher Aufwand der Änderungs- und Neuplanung
• Ansatz: Variantenplanung

– Anforderungen an hochflexible Variantenplanungsmethoden


• Anpassungen an Randbedingungen, Kundenwünsche
• aufwandsarme Erweiterbarkeit vorgedachter Prozesslösungen
• einfache Ergänzung von neuen Prozessen und Betriebsmitteln
• automatisierte, wissensbasierte Unterstützung
• Sonderformen von Arbeitsplänen, „Maximal-Arbeitsplan“, „Komplexteil-Arbeitsplan“

[nach Zäh u.a., 2007]

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 71
Dresden, 18. Oktober 2019
Gliederung
der Lehrveranstaltung
Einleitung
Literatur
1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
4. Technologische Fertigungsunterlagen
5. Problemorientierte Schritte zur Fertigungsplanung
6. Rechnerunterstützte Arbeitsplanung (CAP)
Zusammenfassung

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 72
Dresden, 18. Oktober 2019
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
- Definition und Ziel der Fertigungsorganisation
• Definition Fertigungsorganisation
– untersucht Gesamtsystem und Teilsysteme des Fertigungsprozesses

... AG AG AG AG Lager Transport ...

Teilsystem
Gesamtsystem
– charakterisiert
• Ordnung von Fertigungsprozessen nach zeitlicher und räumlicher Struktur
• Zustand der industriellen Fertigung durch Organisationsformen und
Fertigungsarten
– benutzt Methoden der rationellen Gestaltung der Haupt- (Teilefertigung, ...) und
Hilfsprozesse (Lager, Transport, Instandhaltung, ...)

• Ziel der Fertigungsorganisation


– Schaffung eines technologischen Flusses durch produktionsorganisatorische
Maßnahmen

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 73
Dresden, 18. Oktober 2019
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
- Ordnung von Fertigungsprozessen
Ordnung von Fertigungsprozessen (oder Struktur von ...)
— räumliche Ordnung ... Art der Anordnung und Anzahl der Arbeitsplätze
• Spezialisierung der Fertigung ... Form der Spezialisierung

– verfahrensspezialisiert
(Verfahrens-, Werkstattprinzip)
» Anordnung der Arbeitsplätze
gleicher/gleichartiger
Fertigungsverfahren zur Bearbeitung
unterschiedlicher Werkstücke
» Arbeitsplätze stehen untereinander
nicht in Beziehung, keine Bindung an
Werkstücke
» wechselnde Fertigungsaufgaben und -
technologien, niedrige Stückzahlen

Beispiel: Fräserei, Dreherei, Schleiferei,


... als Werkstätten

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 74
Dresden, 18. Oktober 2019
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
- Ordnung von Fertigungsprozessen
Ordnung von Fertigungsprozessen (oder Struktur von ...)
— räumliche Ordnung ... Art der Anordnung und Anzahl der Arbeitsplätze
• Spezialisierung der Fertigung ... Form der Spezialisierung

– erzeugnisspezialisiert (Gegenstands- oder Erzeugnisprinzip)


Anordnung der Arbeitsplätze verschiedener Fertigungsverfahren zur Durchführung von
Arbeitsgängen an gleichen oder ähnliche Werkstücken
Fertigungsbereiche nach der Bearbeitungsfolge(-ablauf) der Werkstücke

Beispiel: Gehäusefertigung, Wellenfertigung, … als gegenstandsspezialisierter


Fertigungsabschnitt

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 76
Dresden, 18. Oktober 2019
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
- Ordnung von Fertigungsprozessen
Ordnung von Fertigungsprozessen (oder Struktur von ...)
— räumliche Ordnung ... Art der Anordnung und Anzahl der Arbeitsplätze
• Konzentration der Fertigung ... bezüglich Kombination und Teilung der Arbeit

– Konzentrationsprinzip (‚zusammengefasst‘)
» geringe Anzahl von Arbeitsgängen mit jeweils vielen Arbeitsstufen
gleichartige oder unterschiedliche Fertigungsverfahren
» wenig Arbeitsplätze/Maschinen, kurze Durchlaufwege/-zeiten, hochqualifizierte
Arbeit
Beispiel: Komplettbearbeitung auf Bearbeitungszentren, hochautomatisierte
Bearbeitungszellen, flexible Bearbeitungssysteme

– Differenzierungsprinzip (‚aufgeteilt‘)
» große Anzahl von Arbeitsgängen mit jeweils wenigen Arbeitsstufen, zeitlich
abgestimmt, Werkstück muss ständig weitertransportiert werden
» viele Arbeitsplätze/Maschinen, Qualifikation der Arbeiter kann niedriger sein
Beispiel: Einzelbearbeitungen mit Spezial- und Einzweckmaschinen, Zusammenfassung
zu Maschinenfließreihen möglich

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 78
Dresden, 18. Oktober 2019
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
- Ordnung von Fertigungsprozessen
Ordnung von Fertigungsprozessen (oder Struktur von ...)
— räumliche Ordnung ... Art der Anordnung und Anzahl der Arbeitsplätze
• Konzentration der Fertigung ... bezüglich Kombination und Teilung der Arbeit

– Differenzierungsprinzip (‚aufgeteilt‘)

Beispiel: Maschinenfließreihe xxxx

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 80
Dresden, 18. Oktober 2019
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
- Ordnung von Fertigungsprozessen
— zeitliche Ordnung ... Art der Weitergabe von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz,
Veranschaulichung: GANTT-Diagramme für Durchlaufzeiten Reihenverlauf

Arbeitsplatz
A 1 2 3 4
– Reihenverlauf B 1 2 3 4

» mehrere gleiche Werkstücke werden zusammengefasst C 1 2 3 4

gefertigt (Werkstückmenge heißt Los), geschlossene


Weitergabe von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz
» z.B. Losfertigung bei niedrigen Stückzahlen, wechselnden
Fertigungsaufgaben, langen Transportwegen
tB Zeit tD
– Parallelverlauf
Los

» jedes Werkstück (Einzelteil) wird nach der Bearbeitung Parallelverlauf


des Arbeitsvorganges zum nächsten Arbeitsplatz sofort

Arbeitsplatz
weitergegeben, zeitliche Abstimmungen notwendig A 1 2 3 4
» z.B. Fließfertigung mit gleichgroßen Arbeitsinhalten, B 1 2 3 4

kurzen Transportwegen C 1 2 3 4

– kombinierter Verlauf
» Aufteilung eines Loses, z.B. in zwei Transportlose
» verschiedene Teile pro Los (Mischlos)
tB Zeit tD
Stück

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 81
Dresden, 18. Oktober 2019
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
- Ordnung von Fertigungsprozessen
— zeitliche Ordnung ... Art der Weitergabe von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz,
Veranschaulichung: GANTT-Diagramme für Durchlaufzeiten
• Bestimmtheit der Werkstückweitergabe

– zeitlich gebunden
» fester, determinierter Rhythmus an jedem Arbeitsplatz (Zeitmaß heißt Takt)
– zeitlich ungebunden
» ohne festen Rhythmus, nach Fertigungsfortschritt, benötigen Werkstückpuffer

Parallelverlauf Parallelverlauf
für Fließfertigung nicht für Fließfertigung
geeignet geeignet

Taktzeit
Zeit

Austakten
3 2
4 5 4 5
6 3 3 6
1 2 1

Arbeisstationen Arbeisstationen

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 82
Dresden, 18. Oktober 2019
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
- Organisationsformen
Produktionssystem

... ergeben sich aus verfahrens- gegenstands-


den Kombinationen spezialisiert spezialisiert

Weitergabe zeitlich zeitlich


losweise ungebunden gebunden

Beispiele für
Gestaltungsformen Werkstatt- Weitergabe Weitergabe
fertigung losweise einzeln

Aufenthalt lückenlose Folge


zwischen zwischen
Arbeitsstationen Arbeitsstationen
möglich

Beispiele für Reihenfertigung Fließfertigung


Realisierungsformen
FI, FZ; FS Transferstraße,
CNC, BAZ
Fließstraße

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 83
Dresden, 18. Oktober 2019
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
- Fertigungsarten
berücksichtigt Mengenaspekt; Einflüsse sind Stückzahl, Fertigungszeitaufwand je Stück,
Art der Einzelteile, Sortimentsbreite, Wiederholperioden, Beständigkeit, ...

– Einzelfertigung
• einmalige oder einzeln in größeren Abständen erfolgende Herstellung von
Erzeugnissen
• Beispiel: Musterbau, Branche Werkzeug-und Formenbau
– Serienfertigung (Klein-, Mittel-, Großserienfertigung)
• gleichzeitige oder unmittelbar aufeinanderfolgende Herstellung gleicher bzw.
konstruktiv und/oder technologisch ähnlicher Erzeugnisse in größeren Stückzahlen
(Serien)
• im Wechsel mit anderen Erzeugnissen auf gleichen Produktionseinrichtungen,
Umrüsten
• Beispiel: Hauptproduktion, Branche Elektromotorenbau
– Massenfertigung
• massenhafte Herstellung von konstruktiv gleichen Erzeugnissen über größere
Zeiträume in großen Mengen, Umrüsten der Arbeitsplätze entfällt
• Beispiel: Normteilefertigung, Kugellagerfertigung

Einfluss der Fertigungsart auf die Fertigungsplanung: Aufwand / Nutzen

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 88
Dresden, 18. Oktober 2019
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
- Fertigungsarten (Beispiele)

– Einzelfertigung – Einzelfertigung
• Modellbau • technische Modelle, Prototypen, Urmodelle
• Werkzeug- und • Formen zur Massenfertigung von
Formenbau Kunststoffteilen
• Großmaschinenba
u

– Serienfertigung – Serienfertigung
• Elektro- • Wellen
maschinenbau • xx
• xxx

– Massenfertigung – Massenfertigung
• Maschinenbau • Kugellager
• Automobilbau • Motoren

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 89
Dresden, 18. Oktober 2019
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
- Einsatz unterschiedlicher Realisierungsformen
automatisierter Maschinen

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 98
Dresden, 18. Oktober 2019
Gliederung
der Lehrveranstaltung
Einleitung
Literatur
1. Aufgaben und Teilbereiche der Arbeitsvorbereitung
2. Gegenstand der Fertigungsplanung
3. Grundlagen der Fertigungsorganisation
4. Technologische Fertigungsunterlagen
5. Problemorientierte Schritte zur Fertigungsplanung
6. Rechnerunterstützte Arbeitsplanung (CAP)
Zusammenfassung

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 99
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen

Zusammenfassung wesentlicher Eingangsinformationen


— Konstruktionszeichnung (Gestalt, Topologie, Werkstoff)
— Konstruktionsstückliste bei Baugruppen
— evtl. Auftragsdaten, Stückzahl, Termine (häufig auftragsneutral)
— verfügbare Maschinen, Arbeitsplätze
— einsetzbare Fertigungsverfahren, (Standard-)Werkzeuge

Technologische Fertigungsunterlagen (TFU): Arbeitsplan und Folgedokumente


— Zweck TFU: Beschreibung der Bearbeitungsschritte, Zuordnung von Maschinen bzw.
Arbeitsplätzen, Dokumentation der Lohngruppen und Vorgabezeiten
— Umfang TFU: abhängig von Fertigungsaufgabe, Organisationsform, Fertigungsart,
Anliegen der Planung (Grob-/Feinplanung)
— Voraussetzung zur Durchführung, Lenkung, Kontrolle und Abrechnung des
Fertigungsprozesses: u.a. zur Kapazitäts-, Fertigungsmittel-, Investitions-, Kostenplanung

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 100
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen

Arbeitsplan ... wichtigstes zentrales Stammdokument für die Fertigung zur


— Strukturierung der Fertigungsaufgabe
— Festlegung des Rohteils, der Arbeitsgangfolge und der Planzeiten
— Termin- und Kapazitätssteuerung, Disposition (Maschinenbelegung)
— Entlohnung

Formen des Arbeitsplanes ... sind betriebsspezifisch und nicht standardisiert


— Gründe: viele Besonderheiten der Produkte, Prozesse und Unternehmen
— Gemeinsamkeit: dokumentiert das Ergebnis der Arbeitsplanung
— Mindestanforderung: Angaben zu Material, Arbeitsplatz, Betriebsmittel, Lohngruppe,
Vorgabezeit
— Unterscheidung:
• auftragsunabhängiger Arbeitsplan (auch Basis-, Stammarbeitsplan)
• auftragsabhängiger Arbeitsplan (auch Auftragsarbeitsplan)

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 101
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplandaten (auftragsunabhängig, nach REFA)
— Datengruppe - Allgemeine Angaben
• AP-Nummer, Verwendung (Serien-, Ersatzteile)
• Bearbeiter, Datum, Änderungszustand, ...
• Mengen (Stückzahl, ...)

— Datengruppe - Sachabhängige Angaben


• Ausgangsmaterial (Rohteil): Sachnummer, Bezeichnung, Werkstoff, Gewicht, Ausgangsmaße, -
zustand
• Fertigteil: Sachnummer, Bezeichnung, Zeichnungsnummer, Teilefamiliennummer

— Datengruppe - Angaben zum Arbeitsgang


• Arbeitsgangnummer, -bezeichnung
• Arbeitsplatz, Kostenstelle
• Vorrichtungen, besondere Werkzeuge, Prüfmittel
• Rüstzeit
• Zeit je Einheit (Stückzeit)
• Lohngruppe
• Verweis auf Arbeitsgangdetaillierungen (Arbeitsunterweisung)
• Alternativen (mehrdeutig)

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 102
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan

Kopfdaten,
TU Dresden Allgemeine Arbeitsplan Sachdaten
Professur für
Institut für Produktionstechnik Werkstück
Produktionsautomatisierung/
Daten
Steuerungstechnik

APL-Nr. Datum Auftrags-Nr. Blatt:


Bearbeiter
Benennung Zeichnungs-Nr.

Mat.-Nr. Roh Fertig ME Abmessung Mat.-Benennung Stück- Los-


zahl größe

AG Pos. Arb.platz AG-Benennung TE [min] TR [min] Lohn- MMB


form

Arbeitsgangdaten

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 103
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan

TU Dresden Arbeitsplan Professur für


Institut für Produktionstechnik Produktionsautomatisierung/
Steuerungstechnik

APL-Nr. Datum Auftrags-Nr. Blatt:


Bearbeiter
Benennung Zeichnungs-Nr.

Mat.-Nr. Roh Fertig ME Abmessung Mat.-Benennung Stück- Los-


zahl größe
1. Rohteil-
bestimmung
AG Pos. Arb.platz AG-Benennung TE [min] TR [min] Lohn- MMB
form

2. Fertigungs-
verfahrensauswahl
3. 4. 5. 6.
AG-Folge- Arb.platz-, Vor- Vorgabe-
ermittlung Maschinen- richtungen, zeit-
auswahl Spannmittel ermittlung

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 104
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Folgedokumente
... sind betriebsspezifisch und nicht standardisiert
— auftragsabhängig, d.h, unter Berücksichtigung von Auftragsdaten
— vollständige oder teilweise inhaltliche Kopien des Arbeitsplanes

Arbeitsplan

Laufkarte Terminkarte Lohnschein Materialschein

Werkstückbegleitung Pendelt zwischen Entlohnung bei Leistungs- Bezug von Material


durch die Fertigung Fertigung und Terminverfolgung bzw. Akkordlohn aus dem Materiallager

— weitere z.B. in Abhängigkeit von automatisierten Fertigungsprozessen:


Arbeitsfolgeplan
Werkzeugeinstellplan
NC-Programm

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 105
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Sonder-Formen von Arbeitsplänen
z.B. in Abhängigkeit der Vereinheitlichung von Fertigungsprozessen

– Voraussetzung: Klassifizierung der Objekte (Einzelteile, Baugruppen, Erzeugnisse)


• Ableitung der Anwendung typischer Reihenfolgen der Verfahren, gleicher Ausrüstungen,
Maschine und Fertigungsmittel
– Typarbeitspläne
• geometrisch ähnliche Teile mit gleichen technologischen Prozess herstellen

– Blind- bzw. Gruppenarbeitspläne


• geometrisch unterschiedliche, aber technologisch ähnliche Teile (Komplexteil) mit gleichen
Fertigungsmitteln bearbeiten

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 106
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan-Datengruppe Sachabhängige Angaben

Rohteile... sind Ausgangspunkt (vorgegeben oder zu ermitteln)


— Halbzeuge
• Stange rund, Stange rechteckig, Rohr, Blech, Profil
— Gussrohling
• Kokillenguss, Formmaskenguss, Feinguss, Druckguss, Schleuderguss
— Schmiedeteil
• Gesenkschmieden, Freiformschmieden, Stauchen
— Schweißteil

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 107
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan-Datengruppe
Arbeitsgangdaten
Fertigungsverfahren (DIN 8550) zur Herstellung von Roh- und Fertigteilen

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 108
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan-Datengruppe
Arbeitsgangdaten
Fertigungsverfahren (DIN 8550) zur Herstellung von Roh- und Fertigteilen

Fertigen durch Zusammenbringen Eigenschafts- Werkstoffbehandlung


Fertigen eines Formänderung
bildsames von zwei oder veränderungen im festen Zustand
festen Körpers
aus formlosen
(plastisches) Fertigungsverfahren
eines festen Körpers
durch Aufheben des
mehrerenDIN 8580 im durch mechanische,
Ändern der Form Werkstücken oder Oberfächen- thermische oder
Stoff Stoffzusammenhalts
eines festen Körpers mit formlosen Stoff bereich chemische Einwirkung

Stoffeigen-
Urformen Umformen Trennen Fügen Beschichten schaften
ändern

• Gießen • Walzen • Zerteilen • Schweißen • Lackieren • Aufkohlen


• Sintern • Schmieden • Spanen • Löten • Galvanisieren • Tempern
• Generieren • Pressen • Abtragen • Kleben • Emailieren •
• Ziehen • Zerlegen • Nieten Magnetisieren
• Biegen • Schrauben • Härten
• Anlasssen
• Nitrieren

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 109
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan-Datengruppe
Arbeitsgangdaten
Fertigungsverfahren (DIN 8550) zur Herstellung von Roh- und Fertigteilen
Fertigungsverfahren Trennen DIN 8589

Spanen mit geometrisch Spanen mit geometrisch Abtragen


bestimmten Schneiden unbestimmten Schneiden DIN 8590

• Drehen • Schleifen • Thermisches Abtragen


• Bohren, Senken, Reiben • Bandschleifen • Funkenerodieren
• Fräsen • Hubschleifen • Lichtbogen, Laser, ...
• Hobeln, Stoßen • Läppen • Chemisches Abtragen
• Räumen • Strahlspanen • Ätzen
• Sägen, Feilen, Raspeln (Wasserstrahl-) • Entgraten, ...
• Bürstspanen • Gleitspanen • Elektrochem. Abtragen
• Schaben, Meißeln • Senken
• Polieren, ..

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 110
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan-Datengruppe Arbeitsgangdaten
Arbeitsgangdaten… Betriebsmittel (VDI 2815)
– Fertigungsmittel
• Maschinelle Anlagen
• Werkzeugmaschinen bzw. -systeme
• Vorrichtungen
– Standard, Sondervorrichtungen,
Baukastensysteme
– Spannen, Führen, Schablonen
für Werkstück oder Werkzeug
• Werkzeuge
– Standard-WZ, Hohlform-WZ

– Mess- und Prüfmittel


– Fördermittel
– Lagermittel
– Ver- und Entsorgungseinrichtungen
– Ausstattungs- und Organisationsmittel

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 111
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan-Datengruppe Arbeitsgangdaten
Arbeitsgangdaten… Betriebsmittel (VDI 2815)
– Fertigungsmittel (I)
• Werkzeugmaschinen bzw. -systeme
(siehe Übungsmaterial)
• Technische Daten Gildemeister CTX 400:
– Arbeitsbereich und Genauigkeit
– Hauptantrieb
– Werkzeugträger
– Zusatzgeräte
– Aufstellmaße, Gewicht
– Maschinenkosten
– Rüst- und Hilfszeiten
– Mess- und Prüfmittel

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 112
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan-Datengruppe Arbeitsgangdaten
Arbeitsgangdaten… Betriebsmittel (VDI 2815)
– Fertigungsmittel (I)
• Werkzeugmaschinen bzw. -systeme
(siehe Übungsmaterial)
• Technische Daten MAHO 800 C :
– Arbeitsbereich und Genauigkeit
– Hauptantrieb
– Werkzeugträger
– Zusatzgeräte (Werkstückspanner)
– Aufstellmaße, Gewicht
– Maschinenkosten
– Rüst- und Hilfszeiten
– Mess- und Prüfmittel

Lehrveranstaltung „Fertigungsplanung - Teilefertigung “


Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 113
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan-Datengruppe Arbeitsgangdaten
Arbeitsgangdaten… Betriebsmittel (VDI 2815)
– Fertigungsmittel (II)
• Werkzeuge (siehe Übungsmaterial)
• Technische Daten Drehwerkzeuge :
– Drehwerkzeuge zum Aussendrehen
– Drehwerkzeuge zum Innendrehen
– Gewinde- und Stechdrehwerkzeuge
– ....
– Wendeschneidplatten
– Werkzeughalter
• Technische Daten Fräswerkzeuge :
– Plan- und Kopierfräser
– Nutenfräser
– Schaftfräser
– Walzenstirnfräser
– ....
– Wendeschneidplatten
– Werkzeugadapter

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 114
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan-Datengruppe Arbeitsgangdaten
Arbeitsgangdaten… Zeiten
— Normative für Rüstzeit- und Nebenzeiten
• Beispiel Arbeitsplatz Drehmaschine Gildemeister CTX 400

Rüstzeiten (einmal pro Auftrag)


– Auftrags- und Werkzeugbereitstellung 15 min
– Meißelhalter montieren 2,0 min
– Klemmhalter einspannen 0,6 min
– Bereitstellung Meß- und Prüfmittel 3,0 min
– Futter an- und abbauen 5,0 min
– Umfangsmitnehmer an- und abbauen 5,0 min

Nebenzeiten
Futterbacken wechsen, einstellen
(einmal pro Stück)
7,0 min
– NC-Programm einlesen, vertrautmachen 3,0 min
– Werkstückwechsel Spannfutter 1,5 min
– Werkstückwechsel zwischen Spitzen 1,3 min
– Werkzeugwechsel 2,0 min
– Schneidplatte wechseln 1,0 min
– Werkstück messen, prüfen (pro Maß) 0,25 min
– Werkstück entgraten 1,0 min
– Werkstück säubern 2,0 min

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 115
Dresden, 18. Oktober 2019
4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan-Datengruppe Arbeitsgangdaten
Arbeitsgangdaten… Zeiten
— Berechnungen der Grundzeit tg = th + tn
• Arbeitsplatz Drehmaschine Gildemeister CTX 400

Beispiel: Hauptzeitberechnung Langdrehen

th = L • i / vf L = Lw + la + lv + lü [mm] .... Vorschubweg


vf = f • n [mm/min] ... Vorschubgeschwindigkeit
f ... Vorschub [mm/U], n ... Drehzahl [U/min]
vc = d • P • n / 1000 [m/min] ... Schnittgeschwindigkeit
d ... Werkstückdurchmesser [mm]

th = L • d • P • i / f • vc • 1000 [min]

– Ausführzeit
Berechnung Stückzeit te = tg + tv + ter
ta = m • te m ... Stückzahl

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Institut für Fertigungstechnik, Professur Formgebende Fertigungsverfahren Folie 116
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4. Technologische Fertigungsunterlagen
- Arbeitsplan-Datengruppe Arbeitsgangdaten
Arbeitsgangdaten… Zeiten
— Berechnungen der Grundzeit tg = th + tn
• Arbeitsplatz Fräsmaschine MAHO 800
Beispiel: Hauptzeitberechnung Messerkopffräsen

th = L • i / vf L = Lw + la + lv + lü [mm] .... Vorschubweg


la = ......
vf = fz • z • n [mm/min] ... Vorschubgeschwindigkeit
fz... Vorschub pro Zahn [mm/U], z ... Anzahl der Zähne
vc = d • P • n / 1000 [m/min] ... Schnittgeschwindigkeit
d... Werkzeugdurchmesser [mm]

th = L • d • P • i / f • vc • 1000 [min]
– Ausführzeit
Berechnung Stückzeit te = tg + tv + ter
ta = m • te m ... Stückzahl

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