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Waffen und Ihre Entwicklung im Ersten Weltkrieg

(Fokus: Deutsche Waffenentwicklung und erste Einsätze neuer Waffen)

Maschinengewehre
Das Erste Maschinengewehr wurde im Zeitraum von 1883 - 1885 von den amerikanischen
Entwickler Hiram und Stevens Maxim gebaut und nach diesen als "Maxim Gun" benannt,
welches dank dem von Maxim entwickelten Rückstoßlader 550 Schuss pro Minute verschoss,
und eine effektive Reichweite von 1000 bis 2000 Metern hatte. Der Begriff Rückstoßlader
kommt aus der Mechanik im Gewehr die für das nachladen zuständig ist. Bei einem
Rückstoßlader wird die kinetische Energie des Rückstoßes verwendet um die alte
Patronenhülse auszuwerfen und eine neue Patrone zu laden. Dieses Gewehr fand in den ersten
Kampfhandlungen des 1. Weltkrieges auf allen Seiten Verwendung, wurde jedoch 1915 durch
das aus deutscher Produktion stammende "MG-08" oder auch "Gerät-08" ersetzt. Etwas später
wurde auch dieses Modell generalüberholt und von dem “MG 08/15” abgelöst, was eine
leichtere Variante seines Ursprungsmodell ist und zum Standard der Infanterie gemacht.

Entwicklung des Giftgases und Buntschießen


Der erste Einsatz von Giftgasen wurde 1914 von Frankreich und Großbritannien registriert.
Hierfür dienten die damals für die Pariser Polizei entwickelten “Cartouches suffocantes”
(Erstickungspatronen) als Grundbasis des Konzeptes, welches im August 1914 bei einem
Einsatz wenig Wirkung zeigte. Dazu ist zu erwähnen, dass Gase wie Chloraceton oder
Schwefeldioxid auch für den Einsatz erwogen wurden, welche im November 1914 in das
französische Arsenal aufgenommen wurden. Am 22.April 1915 wurde von den deutschen
Streitkräften mit der Empfehlung von Fritz Haber, dem Leiter der chemischen Abteilung im
preußíschen Kriegsministerium, 180.000kg Chlorgas in der Region Ypern(Belgien) in einem
gezielten Einsatz freigegeben, was auf deutscher Seite für 12 Todesopfer und rund 200
Verletzte und auf alliierter Seite 5.000 Todesopfer und 15.000 Verletze hervorruf.
Im Körper reagiert Chlogas dabei mit körpereigenem Wasserstoff. Dabei entsteht hydrochloric
acid oder auch Salzsäure welche dann zu Verätzungen führt und somit Augen, Rachen und
Lungen der Soldaten verletzt.

Weitergehend wurde von den deutschen Soldaten neue Kampfstoffe welche in den drei
Hauptkategorien Grünkreuz, Gelbkreuz und Blaukreuz eingeteilt waren, benutzt.
Grünkreuz​(Green Cross) waren Kampfstoffe wie Phosgenen, Disphosgenen und Chlorpikrin
gefüllt, welche lungenschädigend sowie Hautschädigend sind.
Gelbkreuz​(Yellow Cross) waren Kampfstoffe wie S-Lost und N-Lost, die auch als Senfgas
bezeichnet wurden, welche hautschädigend und Textil schädigend sind.
Blaukreuz​(Blue Cross) waren Kampfstoffe wie Clark I bis Clark III und Adamsit(Azin), welche
Nasen und Rachen reizen und unter den Spitznamen “Maskenbrecher” bekannt wurden.
(Beim kombinierten schießen dieser Stoffe sprach man von Buntschießen)

Der erste Einsatz von Flammenwerfern


1901 reichte Richard Fiedler sein Design eines “Flammenwerfer” bei der Deutschen Armee ein.
Dieses wurde am 26.Februar 1915 erstmal gegen Französische Soldaten in der Region von
Verdun und später gegen Britische Streitkräfte als moderne Kriegswaffen benutzt um diese aus
ihren Stellungsgräben zu jagen. Der Flammenwerfer bestand aus zwei mit hoch entflammbaren
Brennstoff gefüllten Behältern, die auf dem Rücken befestigt wurden, einem Schlauch, durch
den der Brennstoff mit konstantem Druck nach betätigen eines Schalters gedrückt wird und
einem Entzünder, der am Ende des Schlauches den Brennstoff anzündete. Die effektive
Reichweite der Flammenwerfer belief sich meist auf Maximal 18 Meter.

Die Britischen “tanks” und die deutsche Adaption


Im Februar 1916 begann Großbritannien die Entwicklung der sogenannten “tanks” mit der
Intention gepanzerte Kampffahrzeuge zu entwickeln, die in der Lage waren Breschen in die
deutschen Sperranlagen zu schlagen, den festgefahrenen Stellungskrieg zu lösen und damit
der Infanterie sowie Kavallerieeinheiten den Durchbruch der deutschen Linien zu ermöglichen.
Der erste Einsatz der “tanks” des Modell Mark 1 war am 15.September 1916 im Gefecht von
Flers-Courcelette in Frankreich, welches von gemischten Ergebnissen gezeichnet war. Diese
Ereignisse führten auf deutscher Seite zu einer Zusammenarbeit von Leitenden
Ingenieursunternehmen und der 7.Abteilung des preußischen Kriegsministeriums für
Verkehrswesen unter der direktion von Joseph Vollmer die sich an die Entwicklung des ersten
deutschen tank, der die Bezeichnung “Sturmpanzerwagen A7V” hat und zum Großkampfwagen
K-Modell oder auch “K-Wagen” genannt, dieser fand im Gegensatz zum A7V keinen aktiven
Einsatz im Krieg, da die zwei in produktion befindenden Prototypen niemals fertig gestellt
wurden.
Quellen
http://www.bpb.de/geschichte/deutsche-geschichte/ersterweltkrieg/155306/strategien-und-waffe
n-im-industrialisierten-krieg
https://www.loc.gov/collections/world-war-i-rotogravures/articles-and-essays/military-technology-
in-world-war-i/
https://www.dnb.de
https://www.iwm.org.uk/history/how-modern-weapons-changed-combat-in-the-first-world-war
https://mashable.com/2016/02/04/wwi-flamethrowers/?europe=true
https://www.chemie.de/lexikon/Blaukreuz.html
https://www.chemie.de/lexikon/Gr%C3%BCnkreuz.html
https://www.chemie.de/lexikon/Gelbkreuz.html
https://digi.landesbibliothek.at/viewer/image/AC01859921/1/LOG_0003/
http://www.worldwar1.com/sf2ypres.htm
https://en.wikipedia.org/wiki/A7V
https://de.wikipedia.org/wiki/Chlorpikrin
https://de.wikipedia.org/wiki/Senfgas
https://web.archive.org/web/19991023051711/http://www.mitretek.org/mission/envene/chemical/
history/ww1.html
http://www.allworldwars.com/Handbook%20of%20the%20Maxim%20Automatic%20Machine%2
0Gun%20Model%201904.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinengewehr
https://web.archive.org/web/20180515170001/https://www.educacion-holistica.org/notepad/docu
mentos/War/Weapons/MG%2034%20and%20MG%2042%20Machine%20Guns.pdf