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Die Weimarer Republik

Der Kieler Matrosenaufstand


Hier ist einiges durcheinandergeraten. Schneide die fünf Textabschnitte aus und klebe sie in der
richtigen Reihenfolge in dein Geschichtsheft ein.

Die Revolutionäre bildeten einen „Soldatenrat“ und wenig später auch einen „Arbeiterrat“. Der SPD-
Reichstagsabgeordnete Gustav Noske verhandelte mit dem Soldatenrat. Dieser legte ihm seine
Forderungen, die so genannten Kieler 14 Punkte, vor. Noske übernahm am 4. November die Führung
des Soldatenrates. Auf diese Weise erreichte er zum einen, dass die Revolutionäre von der Berliner
Reichsregierung als Verhandlungspartner akzeptiert wurden und zum anderen, dass die Unruhen auf den
Straßen Kiels abnahmen.

Heute erinnert in Kiel ein 1982 errichtetes Denkmal im Ratsdienergarten an den Matrosenaufstand. An
der DGB-Zentrale in der Legienstraße weist eine Tafel auf den Arbeiter- und Soldatenrat hin. Die
Gedenktafel enthält folgende Inschrift: „In diesem Haus tagte Anfang November 1918 der Kieler Arbeiter-
und Soldatenrat. Er gab den entscheidenden Anstoß zur Ausrufung der ersten deutschen Republik am
9. November 1918 in Berlin.“ In der Feldstraße markiert eine weitere Gedenktafel den Ort, an dem die
ersten Toten zu beklagen waren. Die Gefallenen des Matrosenaufstands sind auf dem Eichhoffriedhof
und dem Nordfriedhof beigesetzt.

Im Oktober 1918 war die Niederlage des Deutschen Reiches nicht mehr zu verhindern. Dennoch sollten
die deutschen Schiffe nach dem Willen der Marineführung noch einmal zu einer Seeschlacht gegen den
überlegenen Feind auslaufen. Daraufhin verweigerten auf mehreren Schiffen in Wilhelmshaven Matrosen
den Befehl und riefen zur Meuterei auf. Sie wurden verhaftet. Gleichzeitig ließ die Marineführung einige
der Schiffe am 1. November nach Kiel verlegen.

Die Revolution in Kiel war vorbei. Allerdings breitete sie sich ringsherum weiter aus – zunächst in der
Provinz Schleswig-Holstein und in den norddeutschen Städten, dann im ganzen Deutschen Reich.
Überall bildeten sich Arbeiter- und Soldatenräte. Sie übernahmen zum Teil die Kieler 14 Punkte als
Forderungen und zugleich die Macht.

Dort gingen die Unruhen aber weiter. Die Matrosen protestierten zunächst nur gegen die Verhaftung ihrer
Kameraden. Als sich ihnen auch Kieler Werftarbeiter anschlossen, wurden die Forderungen jedoch
revolutionär: Der Kaiser sollte abdanken und ein allgemeines Wahlrecht eingeführt werden. Es kam zu
Schießereien und mehreren Toten. Auf den Schiffen der Reichsmarine wehten rote Revolutionsfahnen.
Die Kieler Arbeiter traten in den Generalstreik.

Im U-Boot-Hafen in Kiel wird die rote Fahne gehisst.


(Foto, Kiel 3./4. November 1918)

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