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Das erste Buch von

Adam und Eva


Übersetzung ins Deutsche
Kapitel 1
-Der Kristallsee-
-Gott befiehlt Adam in der Schatzhöhle zu leben-

Vers 1:
„Am dritten Tag pflanzte Gott den Garten im östlichen
Teil der Erde, an der Grenze der Welt ostwärts. Über
diese Grenze hinaus, dem Sonnenaufgang entgegen
findet man nichts als Wasser, welches die ganze Welt
umgibt, und dieses Wasser reicht bis an die Grenzen des
Himmels.

Vers 2:
Nördlich des Gartens gibt es einen See, dessen Wasser
so klar und rein im Geschmack ist wie kein anderes auf
der Welt. Und durch diese Klarheit ist es sogar möglich
in die Tiefen der Erde zu schauen.

Vers 3:
Und wenn ein Mensch sich in diesem wäscht, wird er
rein durch die Reinheit des Wassers, und strahlend
weiß, sogar wenn dieser Mensch dunkel wäre
[Kommentar: dies bezieht sich bestimmt nicht auf die
Hautfarbe, sondern auf den geistlichen Zustand; im
weiteren Verlauf wird erklärt das Satan und seine
Dämonen dunkel sind].
Vers 4:
Unser Vater im Himmel erschuf diesen See, weil ihm
dieser Gedanke gefiel und weil er genau wusste, was
aus dem ersten Menschen, den er erschaffen sollte,
ausgehen würde. Nachdem dieser aufgrund seiner
Übertretungen aus dem Garten verstoßen wurde,
sollten weitere Menschen auf Erden geboren werden.
Die gerechten Menschen, welche im Verlauf der
Menschheitsgeschichte sterben, dessen Seelen wird
Gott am letzten Tag aus dem Tod erwecken. Nachdem
diese Seelen zu ihrem Körper zurückkehren, sollen sie
in dem Kristallsee baden, und ihre Sünden abwaschen.“

Vers 5:
Nachdem Gott nun Adam aus dem Garten vertrieben
hatte, setzte er ihn nicht an die nördliche Grenze des
Gartens, damit er sich nicht dem Kristallsee näherte,
und Adam und Eva sich darin waschen, von ihren
Sünden gereinigt werden, nicht mehr an ihre
Übertretung denken, welche sie begangen haben, und
sie somit nicht mehr an ihre Bestrafung [i.e. die
Konsequenzen ihres Handels im Garten Eden] erinnert
werden.

Vers 6:
Auch setzte Gott ihn nicht in die südliche Seite des
Gartens. Denn wenn der Wind aus dem Norden in
Richtung Süden weht, würde Adam in den Genuss des
herrlichen Geruchs der Bäume des Garten Edens
kommen.

Vers 7:
Deshalb setzte Gott Adam nicht dahin, damit er nicht
den süßen Geruch dieser Bäume riechen sollte und
dadurch seine Übertretung vergisst. Sonst würde er von
seinem Kummer getröstet werden, sich an dem
Wohlgeruch der Bäume erfreuen, und niemals von
seiner Sünde gereinigt werden.

Vers 8:
Da Gott jedoch gnädig und besonders mitfühlend ist, da
er alle Dinge in seiner Hand hält und auf eine Weise
regiert, die nur er selber kennt und versteht, ließ er
unseren Vater Adam an der westlichen Grenze des
Gartens Leben. Denn auf dieser Seite ist das Land [oder
die Erde] sehr breit [oder weit].

Vers 9:
Und Gott befahl ihm dort in einer Steinhöhle zu leben –
die Schatzhöhle unterhalb [oder unter] dem Garten
Eden.
Kapitel 2
-Adam und Eva fallen in Ohnmacht, nachdem sie
den Garten verließen-
-Gott sendet sein Wort, um Adam und Eva zu
ermutigen-

Vers 1:
„Als jedoch unser Vater Adam und Eva den Garten
verließen, gingen sie auf dem Grund des Bodens, ohne
zu wissen, dass sie liefen.

Vers 2:
Und als sie zum Eingangstor des Gartens kamen, sahen
sie das weite, vor ihnen ausgebreitete Land, überdeckt
mit kleinen und großen Steinen und mit Sand. Da
fürchteten sie sich, zitterten und fielen zu Boden auf ihr
Angesicht. Die Angst überkam sie in so
überwältigendem Maße, dass sie wie tot waren.

Vers 3:
Bis zu diesem Zeitpunkt kannten sie nur das Land des
Gartens, bepflanzt mit allerlei wunderschönen Bäumen.
Nun sahen sie vor sich ein ihnen fremdes Land, das sie
nicht kannten und nie zuvor gesehen haben.

Vers 4:
Als sie noch im Garten lebten, waren sie erfüllt mit der
Herrlichkeit einer hellen Natur [i.e. sie leuchteten aus
dem inneren heraus, vgl. himmlischer Körper], und ihre
Herzen waren nicht auf irdische Dinge gerichtet.
Vers 5:
Daher hatte Gott Mitleid mit ihnen. Und als er sie vor
dem Eingangstor des Gartens liegen sah, sandte er sein
Wort zu unserem Vater Adam und zu unserer Mutter
Eva; dieses Wort richtete sie wieder auf [oder erweckte
sie aus ihrem gefallenen Status / Zustand].
Kapitel 3
-Die Verheißung der großen 5 und ½ Tage-

Vers 1:
Gott sagte zu Adam: „Auf dieser Erde habe ich Tage und
Jahre bestimmt, du und deine Nachkommen sollen in
ihnen leben und wandeln. Bis die Tage und Jahre erfüllt
sind, nach denen ich das Wort senden werde, das dich
erschaffen hat und gegen welches du dich versündigt
hast. Das Wort, das dich aus dem Garten vertrieben hat
und welches dich aufrichtete, nachdem du hingefallen
warst.

Vers 2:
Ja, dieses Wort wird dich erneut retten, nachdem die 5
½ Tage erfüllt sind“.

Vers 3:
Aber als Adam diese Worte Gottes vernahm,
insbesondere bezüglich der großen 5 ½ Tage, verstand
er ihre Bedeutung nicht.

Vers 4:
Denn Adam dachte es würden wirklich nur 5 ½ Tage bis
zum Ende der Welt vergehen.
Vers 5:
Und Adam weinte und bat Gott um Erklärung
hinsichtlich dieser 5 ½ Tage.

Vers 6:
Dann erklärte Gott in seiner Erbarmung gegenüber
Adam, welcher nach Gottes Ebenbild und Wesen
erschaffen wurde, dass es sich um 5000 und 500 Jahre
handelte; wie dann jemand kommen würde, um Adam
und seine Nachkommen zu erretten.

Vers 7:
Jedoch hatte Gott genau diesen Bund schon zuvor mit
Adam beschlossen, bevor er aus dem Garten vertrieben
wurde, nämlich als er bei dem Baum war, von dem Eva
die verbotene Frucht nahm und sie Adam zu essen gab.

Vers 8:
Und als Adam aus dem Garten ging, kam er an genau
diesem Baum vorbei und sah, wie Gott dessen Aussehen
in eine andere Form veränderte, sodass er verdorrte.

Vers 9:
Als Adam sich dem Baum näherte fürchtete er sich,
zitterte und fiel zu Boden; aber Gott hatte Erbarmen mit
ihm und richtete ihn auf. Dann schloss er den oben
genannten Bund mit ihm.

Vers 10:
Und als Adam erneut zum Eingangstor des Gartens
kam, sah er den Cherubim, bewaffnet mit einem
feurigen Schwert in seiner Hand. Als der Cherubim sie
sah wurde er wütend und schaute sie mit zornigem Blick
an. Adam und Eva hatten schreckliche Angst vor ihm
und dachten er würde ihrem Leben nun ein Ende setzen.
Daher fielen sie mit dem Gesicht zu Boden und zitterten
vor Angst.

Vers 11:
Der Cherubim hatte Mitleid mit ihnen und erbarmte sich
ihrer. Und nachdem er sich von ihnen abwandte, erhob
er sich zum Himmel, betete zum HERRN und sagte:
Vers 12:
„HERR, du sandest mich aus, damit ich das Eingangstor
des Gartens mit einem feurigen Schwert bewache.

Vers 13:
Aber als deine Diener, Adam und Eva, mich sahen, fielen
sie mit dem Gesicht zu Boden und waren wie tot. Oh
mein HERR, was sollen wir mit deinen Dienern tun?“

Vers 14:
Dann hatte Gott Mitleid mit ihnen und erbarmte sich
ihrer. Er sandte seinen Engel aus, um den Garten
[weiterhin] zu bewachen.

Vers 15:
Und das Wort Gottes kam zu Adam und Eva und richtete
sie wieder auf.

Vers 16:
Und der HERR sagte zu Adam: „Ich habe dir schon zuvor
erklärt, dass ich am Ende der 5 ½ Tage mein Wort
senden und dich retten werde.

Vers 17:
Daher stärke dein Herz und bleib in der Schatzhöhle,
von der ich dir schon zuvor erzählt habe“.

Vers 18:
Und als Adam die Worte Gottes vernahm, wurde er
durch diese beruhigt, besonders durch die Tatsache,
dass Gott ihm versprochen hatte ihn [und seine
Nachkommen] zu retten.
Kapitel 4
-Adam bedauert die veränderten Bedingungen-
-Adam und Eva betreten die Schatzhöhle-

Vers 1:
Adam und Eva beweinten ihre Vertreibung aus dem
Garten, ihrer ersten Heimat.

Vers 2:
Und als Adam sein Fleisch betrachtete, dass es
verändert wurde, da weinte er bitterlich, er und auch
Eva, aufgrund dessen, was sie getan haben. Doch
gingen sie und betraten vorsichtig die Schatzhöhle.

Vers 3:
Als sie dort ankamen, beweinte sich Adam und sagte zu
Eva: „Schau dir diese Höhle an! Wahrlich dient sie als
unser Gefängnis in dieser Welt, als ein Ort der
Bestrafung!

Vers 4:
Was ist diese Höhle im Vergleich mit dem Garten? Was
ist ihre Enge verglichen mit der unfassbaren Weite des
Gartens?

Vers 5:
Was ist dieses Steingewölbe, gelegen seitlich dieses
Wäldchens? Und was ist die Finsternis dieser Höhle
verglichen mit dem Licht des Gartens?

Vers 6:
Was ist dieser Felsvorsprung, der uns beschützt,
verglichen mit der Barmherzigkeit des HERRN, die uns
überschattet [oder: über uns thront]?
Vers 7:
Was ist der Boden dieser Höhle verglichen mit dem
Boden des Gartenlandes? Diese Erde, überstreut mit
Steinen; dieser Garten mit köstlichen Obstbäumen?“

Vers 8:
Dann sagte Adam zu Eva: „Betrachte deine und meine
Augen, welche zuvor Engel sahen, welche im Himmel
anbeteten – ohne Pause.“

Vers 9:
Aber nun sehen wir mit unseren Augen nicht mehr wie
zuvor; unsere Augen sind fleischlich geworden. Mit
ihnen können wir nicht mehr sehen wie wir es früher
taten.“

Vers 10:
Adam sagte erneut zu Eva, „Was ist unser Körper heute,
verglichen mit dem aus früheren Tagen, als wir noch im
Garten lebten?“

Vers 11:
Nachdem Adam dies sagte wollte er die Höhle unter dem
Felsvorsprung nicht betreten, nein er wollte sie niemals
betreten.

Vers 12:
Aber er ordnete sich Gottes Befehl unter; und sagte zu
sich selbst: „Wenn ich die Höhle nicht betrete, dann bin
ich erneut ein Übertreter [von Gottes Gesetz]“.
Kapitel 5
-Eva betet ein nobles und emotionales Gebet, in
dem sie die Schuld auf sich nimmt-

Vers 1:
Dann betraten Adam und Eva die Höhle und beteten im
Stehen, in ihrer eigenen Sprache, welche uns zwar
unbekannt ist, sie jedoch kannten sie sehr gut.

Vers 2:
Und als sie beteten erhob Adam seine Augen und er sah
das Gestein und das Dach der Höhle, welches ihn
droben überdeckte. Das Dach hinderte Adam daran, den
Himmel oder Gottes Geschöpfe zu sehen. Daher weinte
er und schlug sich so stark auf seine Brust, bis er hinfiel
und wie tot erschien.

Vers 3:
Und Eva saß weinend da, denn sie glaubte Adam sei tot.

Vers 4:
Dann stand sie auf, breitete ihre Hände in Richtung
Gottes aus, bat Ihn um Gnade und Erbarmen und sagte:
„Oh Gott, vergib mir meine Sünde, die ich begannen
habe und rechne sie mir nicht mehr als Unrecht an.

Vers 5:
Denn allein durch mich fiel dein Diener der Sünde zum
Opfer und wurde aus dem Garten in dieses verdammte
Land getrieben; vom Licht in diese Finsternis, vom Haus
der Freude in dieses Gefängnis.
Vers 6:
Oh Gott, schau auf deinen Diener, wie er gefallen daliegt
und bringe ihn zurück ins Leben, auf das er weine, und
Buße tue über die Sünde die er durch mich gegen dich
verübt hat.

Vers 7:
Nimm seine Seele jetzt nicht weg, sondern lass ihn
leben, auf dass er stehe nach dem Maß seiner Reue und
deinen Willen tue, wie er es vor seinem Tode getan hat.

Vers 8:
Aber solltest du ihn nicht zum Leben erwecken, dann
bitte ich dich, oh Gott, auch meine Seele wegzunehmen,
auf dass ich sei wie er. Lass mich nicht allein in diesem
Verlies, als einzelne Person, ganz alleine. Denn ich
könnte nicht alleine leben in dieser Welt, sondern nur
mit ihm.

Vers 9:
Denn du, oh Gott, ließest ihn einschlafen, nahmst einen
Knochen von seiner Seite und schlossest die Stelle mit
Fleisch. Dies tatst du durch deine Göttliche Macht.

Vers 10:
Und du nahmst mich, den Knochen, und erschufst mich
als Frau, genauso leuchtend hell wie ihn, mit einem
Herz, Verstand und Sprache. Auch erschufst du mich
aus Fleisch, ähnlich wie seinem. Du machtest mich nach
seinem Ebenbild und Aussehen, durch deine Gnade und
Kraft.
Vers 11:
Oh, HERR, er und ich sind eins und du, Oh Gott, bist
unser Schöpfer. Du bist der, welcher uns beide an ein
und demselben Tag machte.

Vers 12:
Daher, Oh Gott, gib ihm Leben, auf dass er mit mir sei
in diesem fremden Land, solange wir aufgrund unserer
Sünde in ihm leben.

Vers 13:
Aber solltest du ihm nicht das Leben geben, dann nimm
mich genauso wie ihn, auf dass wir beide am selben Tag
sterben.“

Vers 14:
Und Eva weinte bitterlich, und fiel auf unseren Vater
Adam, aufgrund ihres überaus großen Kummers.
Kapitel 6
-Gott weist Adam und Eva zurecht und erklärt
ihnen warum sie gesündigt haben-

Vers 1:
Aber Gott schaute sie an, denn sie hatten sich durch
ihren überaus großen Kummer selbst getötet.

Vers 2:
Jedoch entschied sich Gott dafür, sie vom Tode zu
erwecken und sie zu trösten.

Vers 3:
Darum sandte er sein Wort zu ihnen, auf das Adam und
Eva durch dieses Wort unmittelbar wieder aufgerichtet
werden und so wieder stehen sollten [zuvor sind sie ja
auf den Boden gefallen und konnten alleine nicht mehr
aufstehen]

Vers 4:
Und der HERR sagte zu Adam und Eva: „Ihr habt aus
eurem eigenen freien Willen heraus gesündigt, bis ihr
aus dem Garten heraus kamt, in den ich euch zuvor
gesetzt habe.

Vers 5:
Aus eurem eigenen freien Willen habt ihr gesündigt,
durch euer Verlangen nach Göttlichkeit, Größe und
einem erhobenen [Göttlichem] Status, so wie Ich, der
HERR, ihn habe. Daher entzog ich euch eurer hellen
[leuchtenden] Natur, die ihr bis dahin hattet. Und ich
sorgte dafür, dass ihr aus dem Garten in dieses Land
kamt, ein raues Land voller Unannehmlichkeiten.
Vers 6:
Hättet ihr doch nicht gegen mein Gebot verstoßen, mein
Gesetz gehalten und nicht von der Frucht des Baumes
gegessen, von dem ich euch geboten habe nicht einmal
in die Nähe zu kommen! Gab es doch weitaus bessere
Fruchtbäume im Garten als diesen.

Vers 7:
Aber der gottlose, abgefallene Satan hat seinen Glauben
nicht bewahrt und hatte keine guten Absichten
gegenüber Mir, dem HERRN. Obwohl ich ihn erschuf,
sah er mich als nutzlos an und ersuchte die Gottheit für
sich selbst. Daher schleuderte ich ihn aus dem Himmel,
sodass er weiterhin nicht in seiner ersten Heimat [o.
Herrschaftsbereich] bleiben konnte. Es war Satan, der
den Baum in euren Augen wohlgefällig erschienen lies,
bis ihr davon gegessen habt, da ihr seinen Worten
Glauben schenktet.

Vers 8:
Dadurch habt ihr gegen mein Gebot verstoßen und
deshalb brachte ich all den Kummer und all die Sorgen
über euch.

Vers 9:
Denn ich bin Gott, der Schöpfer. Als ich all meine
Geschöpfe schuf, war es sicherlich nicht meine Absicht
diese zu vernichten. Aber nachdem meine Geschöpfe
meinen Zorn aufs Äußerste provoziert haben, habe ich
sie durch schlimme Plagen bestraft, bis sie zur Einsicht
kommen und von ihrer Sünde umkehren.
Vers 10:
Wenn meine Geschöpfe jedoch nicht zur Einsicht
kommen, weiterhin im Herzen verhärtet bleiben und
weiter sündigen, dann sollen Sie unter einem Fluch
stehen und zwar für immer.“
Kapitel 7
-Gott besänftigt die Tiere, damit sie wieder zu
Adam kommen und in Frieden mit ihm und seinen
Gerechten Nachkommen leben-

Vers 1:
Als Adam und Eva diese Worte von Gott vernahmen, da
weinten und schluchzten sie abermals, doch stärkten sie
ihre Herzen im Vertrauen auf Gott, denn sie fühlten nun
in ihrem Herzen, dass der Herr zu ihnen war wie ein
Vater und eine Mutter. Genau aus diesem Grund,
weinten sie vor ihm und ersuchten Gnade von ihm.

Vers 2:
Darauf hatte Gott Mitleid mit ihnen und sagte: „Oh
Adam, Ich habe einen Bund mit dir geschlossen. Von
diesem werde ich mich nicht abwenden, noch werde ich
dich in den Garten zurückkehren lassen, bis mein Bund
bezüglich der großen 5 ½ Tage erfüllt ist.“

Vers 3:
Adam antwortete Gott folgendermaßen: „Oh HERR, du
hast uns erschaffen um in deinem Garten zu leben.
Bevor ich mich gegen dich versündigte, ließest du alle
Tiere zu mir kommen, damit ich ihnen allen einen
Namen gebe.

Vers 4:
Deine Gnade ruhte auf mir und ich gab ihnen einen
Namen in Übereinstimmung mit deinem Geist. Du
machtest mir alle Tiere untertan, auf dass ich über sie
herrsche.
Vers 5:
Aber nun, Oh HERR mein Gott, nachdem ich gegen dein
Gebot verstoßen habe, werde alle Tiere sich gegen mich
erheben, um mich zu verschlingen. Nicht nur mich,
sondern auch Eva, deine Magd. Sie werden uns
verschlingen und unser Leben wird vom Angesicht der
Erde verschwinden.

Vers 6:
Daher bitte ich dich, Oh Gott, da du uns aus dem Garten
herausgetrieben hast, und wir nun in einem fremden
Land leben, dass uns die Tiere doch nicht schaden
dürfen.“

Vers 7:
Als der HERR die Worte Adams vernahm, hatte er Mitleid
mit ihm. Denn der HERR fühlte in seinem Herzen, dass
Adam wahrlich Recht gesprochen hatte, als er sagte, die
Tiere des Feldes würden sich gegen ihn und Eva erheben
und sie verschlingen. Denn der HERR war zornig auf
Adam und Eva, da sie gegen ihn gesündigt hatten.

Vers 8:
Und so befahl Gott den Tieren des Feldes, den Vögeln
und allem, was sich auf Erden bewegt, zu Adam zu
kommen und Freundschaft mit ihm zu schließen. Sie
sollten Adam und Eva nicht ängstigen, noch ihnen Sorge
bereiten. Dies soll auch gelten für alle ihre
rechtschaffenden, gerechten Nachkommen.
Vers 9:
Danach erwiesen alle Tiere Adam ihre Ehrerbietung, so
wie Gott ihnen befohlen hatte. Die Schlange näherte
sich jedoch nicht, denn Gott war sehr zornig auf sie.
Diese kam nicht mit den anderen Tieren zu Adam.
Kapitel 8
-Erklärung warum Adam und Eva ihrer hellen,
leuchtenden Natur entzogen worden-
Vers 1:
Dann weinte Adam und sagte: „Oh Gott, als wir noch im
Garten lebten und unser Herz zu dir erhoben war, sahen
wir wie Engel dir im Himmel Loblieder sangen und dich
priesen. Aber nun sehen wir nicht mehr wie es uns einst
möglich war. Seitdem wir die Höhle betraten wurde die
gesamte Schöpfung vor uns verborgen.“

Vers 2:
Dann antwortete Gott, der HERR, Adam und sagte:
„Solange du mir gehorsam warst und dich mir
untergeordnet hattest, ruhte die helle, leuchtende Natur
in dir. Daher konntest du selbst die entferntesten Dinge
sehen. Jedoch, nachdem du gesündigt hattest, wurde
dir und Eva die helle Natur aus eurem Inneren
entzogen. Alsdann konntet ihr nicht mehr auf dieselbe
Weise sehen und die entferntesten Dinge waren euch
nun verborgen. Nur noch nahe Dinge sind euch nun
möglich zu sehen, nach der Fähigkeit eures Fleisches,
so wie es den Tieren zugetan ist [im Englischen steht
hier das Wort „brutish“, was so viel wie „animalisch“
oder „entmenscht“ bedeutet].

Vers 3:
Nachdem Adam und Eva diese Worte Gottes
vernommen hatten, gingen sie ihres Weges. Dabei
priesen und lobten sie Ihn mit einem bekümmerten,
traurigen Herzen.

Vers 4:
Und Gott hörte auf mit ihnen zu reden.
Kapitel 9
-Wasser vom Baum des Lebens. Adam und Eva sind
dem Ertrinken nahe -
Vers 1:
Dann kamen Adam und Eva aus der Schatzhöhle und
näherten sich dem Tor des Gartens. Sie standen vor
dem Tor und schauten den Garten an. Sie beweinten
den Garten, da sie von dort vertrieben wurden.

Vers 2:
Jedoch wandten sich Adam und Eva vom Tor des
Gartens ab und gingen zur Südseite des Gartens [o. des
Gartentores]. Dort fanden sie die Quelle des Wassers,
das den Garten bewässerte. Er entsprang aus der
Wurzel des Baums des Lebens und teilte sich dort in vier
Flüsse, die sich über die ganze Erde erstreckten.

Vers 3:
Dann näherten sich beide diesem Wasser und schauten
es an. Sie erkannten, dass das Wasser aus der Wurzel
des Lebensbaums entsprang, welcher im Garten
gepflanzt ist.

Vers 4:
Und Adam begann zu weinen und zu wehklagen. Er
schlug sich auf die Brust, da er nun vom Garten getrennt
ist, wandte sich zu Eva und sagte:

Vers 5:
„Warum hast du über mich, über dich und über unsere
Nachkommen so viele Plagen und Bestrafungen
gebracht?“
Vers 6:
Und Eva entgegnete ihm: „Was hast du gesehen [o.
erkannt], auf dass du so bitterlich weinst und auf so eine
Weise mit mir redest?“

Vers 7:
Und Adam sprach zu Eva, „Siehst du nicht das Wasser,
welches wir im Garten hatten, welches die Bäume des
Gartens bewässerte und vom Garten ausströmte?

Vers 8:
Als wir noch im Garten waren, beachteten wir es kaum.
Jedoch nun, da wir in dieses fremde Land gekommen
sind, lieben und wertschätzen wir es und nutzen es für
unseren Körper.“

Vers 9:
Nachdem Eva diese Worte von ihm vernahm, beginn
auch sie zu weinen. Durch den bitteren Schmerz ihres
Weinens fielen beide in das Wasser und waren dabei,
ihrem Leben in dem Wasser ein Ende zu setzen, um
nicht wieder an die Erdoberfläche zurückzukehren und
die Schöpfung zu erhalten. Denn als sie das Werk der
Schöpfung sahen, hatten sie das Gefühl ihrem Leben ein
Ende zu setzen.
Kapitel 10
-Ihre Körper brauchen Wasser, nachdem sie den
Garten verließen-
Vers 1:
Darauf schaute Gott, der Barmherzige und Gütige, sie
an wie sie im Wasser lagen, dem Tode nahe. Er schickte
einen Engel, der beide aus dem Wasser heraufbrachte
und sie ans Ufer [o. Seeküste / Meeresküste] legte. Sie
waren bewusstlos und lagen dort wie tot.

Vers 2:
Dann stieg der Engel zu Gott empor, wurde willkommen
geheißen, und sagte: „Oh Gott, wie es scheint haben
deine beiden Geschöpfe ihren letzten Atemzug getan.“

Vers 3:
Dann sandte Gott sein Wort zu Adam und Eva, welches
beide vom Tod erweckte.

Vers 4:
Nachdem Adam vom Tod erweckt wurde sagte er: „Oh
Gott, während wir noch im Garten wandelten, hatten wir
dieses Wasser nicht nötig, noch beachteten wir es. Aber
seit wir in dieses Land kamen können wir nicht ohne
dieses Wasser sein.“

Vers 5:
Und Gott antwortete Adam, „Als du meinem Befehl
unterstandst, mir gehorcht hattest und ein heller,
leuchtender Engel warst, kanntest du dieses Wasser
nicht.
Vers 6:
Aber nun, nachdem du mein [einziges] Gebot
übertreten hast, kannst du nicht ohne dieses Wasser
leben. Du musst damit deinen Körper waschen und
brauchst es zum Wachstum. Dein Körper ähnelt nun
dem der Tiere und schreit nach diesem Wasser.“

Vers 7:
Als Adam und Eva diese Worte von Gott hörten, weinten
sie bitterlich. Adam flehte Gott an, dass er ihn doch
wieder in den Garten zurückkehren lies, nur um ihn ein
zweites Mal anschauen zu dürfen.

Vers 8:
Aber Gott sagte zu Adam, „Ich habe dir ein Versprechen
gegeben. Wenn dieses Versprechen sich erfüllt, werde
ich dich zurück in den Garten bringen. Dich und deine
gerechten Nachkommen.“

Vers 9:
Und Gott hörte auf mit Adam zu sprechen.
Kapitel 11
-Ein Rückblick auf die glorreichen Tage im Garten-

Vers 1:
Adam und Eva merkten, dass ihr Körper nach Wasser
dürstete und die Hitze auf ihnen lastete, ebenso wie die
vielen Sorgen in ihrem Inneren.

Vers 2:
Und Adam sagte zu Eva, „Wir sollten nicht von diesem
Wasser trinken, auch wenn das unseren Tod bedeuten
sollte. Oh Eva, wenn wir dieses Wasser trinken und es
in unsere Innereien dringt, dann wird unsere Strafe und
die unserer Nachkommen sicherlich noch größer sein als
sie jetzt schon ist.“

Vers 3:
Danach gingen Adam und Eva weg von dem Wasser. Sie
tranken nicht einen Schluck von diesem Wasser,
sondern gingen zurück zur Schatzhöhle und betraten
diese.

Vers 4:
Nachdem beide die Höhle betraten, konnte Adam Eva
nicht mehr sehen. Er konnte lediglich die Laute hören,
die sie machte. Auch Eva konnte Adam nicht sehen und
auch nur die Laute hören, die er machte.

Vers 5:
Dann weinte Adam, und schlug sich aus tiefster Trauer
auf seine Brust. Er stand auf und sagte zu Eva, „Wo bist
du?“
Vers 6:
Und sie sagte zu ihm: „Schau, ich stehe hier in tiefer
Finsternis.“

Vers 7:
Adam erwiderte, „Gedenke der Tage, in denen wir
unsere helle, leuchtende Natur innehatten, als wir noch
im Garten lebten!

Vers 8:
Oh Eva! Erinnere dich an die Herrlichkeit, die im Garten
auf uns ruhte. Oh Eva! Gedenke der Bäume die uns im
Garten überschatteten, während wir unter ihnen
entlang wandelten.

Vers 9:
Oh Eva! Weißt du noch, dass wir im Garten weder Nacht
noch Tag kannten? Gedenke nur des Baums des Lebens,
aus dessen Wurzeln unterhalb des Baums Wasser
herausströmte, und dieser wunderbare Glanz über uns!
Erinnere dich doch, Oh Eva, an das Land des Gartens,
den Glanz und die Herrlichkeit dessen!

Vers 10:
Denke doch daran, dass in diesem Garten keine
Dunkelheit war, als wir in ihm lebten.

Vers 11:
Aber nur kurz danach, als wir in diese Schatzhöhle
kamen, umgab uns nichts als Dunkelheit. Wir können
uns nicht einmal mehr sehen. All die Freuden dieses
Lebens sind dahingeschwunden und kommen nicht
zurück.“
Kapitel 12
-Wie Finsternis zwischen Adam und Eva kam-

Vers 1:
Dann schlugen sich Adam und Eva auf die Brust und sie
trauerten die ganze Nacht bis zur Morgendämmerung.
Und sie seufzten aufgrund der Länge der Nacht im
Monat Miyazia [s. Äthiopischer Kalender, steht für den
Monat April].

Vers 2:
Und Adam schlug sich selbst und warf sich auf den
Boden der Höhle, da er von bittere Trauer überwältigt
wurde und wegen der Finsternis. Er lag da wie tot.

Vers 3:
Aber Eva hörte, wie Adam auf den Boden fiel. Da
versuchte sie ihn in der Finsternis mit ihren Händen zu
ertasten. Als sie ihn fand, dachte sie er wäre tot.

Vers 4:
Dann fürchtete sie sich, konnte nicht sprechen und blieb
bei ihm.

Vers 5:
Aber der überaus gnädige HERR betrachtete den Tod
Adams und Evas Stille aufgrund ihrer Furcht vor der
Finsternis.

Vers 6:
Aber dann kam das Wort Gottes zu Adam und weckte
ihn vom Tode auf. Darüber hinaus öffnete das Wort Evas
Mund, sodass sie wieder sprechen konnte.
Vers 7:
Dann erhob sich Adam in der Höhle und sagte, „Oh Gott,
warum ist das Licht von uns gewichen? Warum umgibt
uns nun nur Finsternis? Warum hast du uns in dieser
nicht endenden Finsternis gelassen? Warum plagst du
uns damit?

Vers 8:
Und diese Dunkelheit, Oh HERR, wo war sie bevor sie
uns umgab? Denn durch sie ist es uns unmöglich
einander zu sehen.

Vers 9:
Denn als wir noch im Garten lebten, da sahen wir keine
Finsternis, wir wussten nicht einmal was Finsternis ist,
sie war uns völlig fremd. Weder war ich vor Eva
verborgen, noch sie vor mir. Aber nun können wir uns
einander nicht mehr sehen. Im Garten kam keine
Finsternis über uns, die uns voneinander trennte.

Vers 10:
Nein, sondern wir beide waren in einem hellen Licht [o.
von einem hellen Licht umgeben]. Ich konnte sie sehen
und sie mich. Aber seitdem wir in diese Höhle
gekommen sind, umgibt uns nichts als Finsternis, und
diese trennt uns voneinander, sodass ich sie nicht sehen
kann und sie mich nicht.

Vers 11:
Oh HERR, wirst du uns nun weiterhin mit dieser
Finsternis plagen?“
Kapitel 13
-Der Fall Adams-
-Warum Tag und Nacht erschaffen wurden-

Vers 1:
Als der überaus gnädige Gott, der voller Mitleid und
Erbarmen ist, die Stimme Adams hörte, sagte er zu ihm:

Vers 2:
„Oh Adam, solange der gute Engel [Satan] mir
gegenüber gehorsam war, ruhte auf ihm ein helles Licht,
ja sowohl auf ihm als auch auf seinen Heerscharen.

Vers 3:
Als er jedoch gegen mein Gebot verstoßen hatte, da
entzog ich ihm sein helles Wesen [o. Lichtgestalt, so
auch später], und so wurde er dunkel [o. finster, i.e.
eine Schattengestalt].

Vers 4:
Damals, als er noch in den himmlischen
Herrschaftsbereichen wandelte, im Reich des Lichts, da
war ihm die Finsternis noch völlig unbekannt.

Vers 5:
Jedoch versündigte er sich gegenüber mir, und daher
sorgte ich dafür, dass er vom Himmel auf die Erde fiel.
Alsbald kam Finsternis über ihn.

Vers 6:
Ähnlich ist es bei dir, Oh Adam. Während du im Garten
in Rechtschaffenheit und Gehorsam wandeltest, da
ruhte das helle Wesen auch auf dir.
Vers 7:
Nachdem ich jedoch von deiner Übertretung hörte,
entzog ich dir ebenso deine leuchtende Natur. Aus purer
Gnade verwandelte ich dich nicht in Finsternis [o. in eine
Schattengestalt]. Nein, sondern wie dir bekannt ist,
habe ich dir einen Körper aus Fleisch gegeben, mit Haut
überzogen, sodass dein Körper Hitze und Kälte spüren
[o. ertragen] kann.

Vers 8:
Hätte ich meinen Zorn vollends gegen dich losgelassen,
dann hätte ich dich vernichten müssen, und hätte ich
dich in Finsternis verwandelt. Das wäre dann aber
genauso, als hätte ich dich getötet.

Vers 9:
Aber in meiner Gnade habe ich dich so geschaffen, wie
du bist. Als du gegen mein Gebot verstoßen hast, habe
ich dich aus dem Garten vertrieben und dich in dieses
Land gebracht. Ich befahl dir in dieser Höhle zu leben,
in der Finsternis über dir wohnt, genauso wie es mit ihm
[i.e. Satan] geschah, nachdem er gegen mein Gebot
verstoßen hatte.

Vers 10:
Daher, Oh Adam, hat diese Nacht dich getäuscht. Diese
Nacht wird nicht für immer dauern, sondern nur für
Zwölf Stunden, danach kehrt das Tageslicht zurück [und
es wird wieder hell].

Vers 11:
Klage und seufze nicht, und sei auch nicht beunruhigt.
Sage auch nicht in deinem Herzen, dass diese
Dunkelheit lange anhält und an deiner Seele nagt. Sag
auch nicht in deinem Herzen, dass ich dich damit plage.

Vers 12:
Stärke also dein Herz und hab keine Angst. Diese
Dunkelheit ist keine Strafe. Oh Adam, ich machte den
Tag, und setzte die Sonne [als Herrscher] in diesen,
damit sie Licht gebe, sodass du und deine Kinder am
Tag eurer Arbeit nachgehen könnt.

Vers 13:
Denn ich wusste [schon vor der Grundlegung der Welt],
dass du sündigen und mein Gebot übertreten würdest.
Mir war auch bewusst, dass ihr in dieses [fremde] Land
kommen würdest. Dennoch habe ich dir [dein Schicksal]
nicht aufgezwungen, noch bin ich über dir gehört
worden [betreffend seiner Vorsehung], noch habe ich
geschwiegen. Weder habe ich dich durch deinen Fall
verdammt, noch durch deinen Übergang vom Licht in
die Finsternis, noch durch deine Vertreibung aus dem
Garten in dieses Land.

Vers 14:
Denn ich schuf dich als Lichtgestalt, und war gewillt
weitere Kinder des Lichts aus dir hervorgehen zu lassen,
dass sie genauso seien wie du [, eine wunderbare
Lichtgestalt].

Vers 15:
Aber an einem Tag hast du mein Gebot nicht gehalten,
als ich gerade mit der Schöpfung fertig war und alles
segnete, was ich schuf [Deutung unsicher].
Vers 16:
Bezüglich des Baumes befahl ich dir nicht davon zu
essen. Dennoch wusste ich, dass Satan, der sich selbst
verführte [o. blendete], auch euch verführen würde.

Vers 17:
Daher hatte ich es euch zuvor bezüglich des Baums
wissen lassen, diesem nicht einmal nahe zu kommen.
Und ich sagte euch doch, nicht von seiner Frucht zu
essen, nicht einmal einen Bissen davon zu probieren.
Auch solltet ihr weder darunter sitzen, noch sich ihm
beugen.

Vers 18:
Hätte ich nicht bezüglich des Baums mit dir gesprochen,
Oh Adam, und dir kein Gebot über ihn an dich
weitergegeben, und hättest du dann gesündigt – dann
wäre es ein Vergehen meinerseits gewesen, da ich dir
keine Anweisung bezüglich des Baums gegeben hätte.
Dann hättest du dich zu mir gewandt und mir die Schuld
zugewiesen.

Vers 19:
Aber wie du weißt, habe ich dir ein Gebot gegen, dich
gewarnt, und doch bist du gefallen. So kann keines
meiner Geschöpfe mir die Schuld zuweisen, sondern die
Schuld lastet auf ihnen allein.

Vers 20:
Ich möchte dir noch weiteres kundtun, Oh Adam. Ich
habe den Tag gemacht, sodass du und deine
Nachkommen ihre Arbeit ihn ihm vollbringen können
und sich abschuften. Die Nacht hingegen schuf ich,
damit du und deine Nachkommen in ihr zur Ruhe
kommen von ihrer Arbeit, und damit die Tiere des
Feldes in der Nacht ausziehen können, um ihre Nahrung
zu suchen.

Vers 21:
Hab keine Angst, Oh Adam, denn die Dunkelheit bleibt
nur noch für eine kurze Weile, und das Tageslicht wird
schon sehr bald erscheinen.“
Kapitel 14
-die früheste Prophezeiung vom Erscheinen des
Messias [vgl. Johannes 1:1-10]-

Vers 1:
Dann sagte Adam zu Gott: „Oh HERR, so nimm meine
Seele und lass mich diese Finsternis nicht mehr sehen.
Wenn möglich, so bring mich doch zu einem anderen
Ort, an dem es keine Finsternis gibt.“

Vers 2:
Aber Gott, der HERR, sagte zu Adam, „Wahrlich, ich
sage dir, dass diese Finsternis von dir weichen wird,
jeden Tag aufs Neue, bis die festgesetzten Tage meines
Bundes mit dir erfüllt sind. Dann werde ich dich erretten
und dich wieder in diesen Garten zurückbringen. In das
Haus des Lichts, nach dem du dich so sehr sehnst und
in welchem es keine Finsternis gibt. Dort werde ich dich
hin zurückbringen – in das Königreich des Himmels.“

Vers 3:
Wiederum sprach Gott zu Adam, „All die Trübsal, die du
auf dich genommen hast aufgrund deiner Sünde, wird
dich weder aus der Hand des Satans befreien, noch dich
freisetzen [vom gefallenen Zustand].

Vers 4:
Nur ich kann das tun. Eines Tages werde ich, der HERR,
vom Himmel herabkommen und soll Fleisch deiner
Nachkommen werden. Dann werde ich die Krankheit, an
der ihr leidet auf mich nehmen, und die Finsternis die
dich in dieser Höhle umgibt, soll auch mich in meinem
Grab umgeben, zu der Zeit in dem ich im Fleisch deiner
Nachkommen wandle.
Vers 5:
Und ich, der ohne Anzahl von Jahren ist, werde
anerkannt werden bezüglich der Zeitrechnung von
Jahren, Zeiten, Monaten und Tagen. Darüber hinaus soll
ich anerkannt werden als einer der Menschensöhne,
damit ich euch errette [aus der Hand der Sünde].“

Vers 6:
Und Gott höre auf mit Adam zu sprechen.