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Philosophisch-Theologische

Hochschule Sankt Georgen


Frankfurt am Main

Mitteilungen 25
Akademisches Jahr 2003/2004
Impressum

Herausgeber Philosophisch-Theologische Hochschule


Sankt Georgen Frankfurt am Main
Rektorat

Redaktion Petra Muth


Hochschulsekretärin

Anschrift Offenbacher Landstraße 224


60599 Frankfurt am Main
Fon 069 6061-254
Fax 069 6061-307
e-mail hochschulsekretariat@st-georgen.uni-frankfurt.de
Internet http://www.st-georgen.uni-frankfurt.de

Erscheinungsdatum Oktober 2004

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Aktion » Mehr Brücken zu Gott «


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BLZ 500 100 60

2
Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Rektors 5

1 Doz. Dr. Ansgar Wucherpfennig SJ


Die Hochzeit zu Kana:
Erzählperspektive und symbolische Bedeutung
Vortrag bei der Akademie zur Eröffnung des Studienjahres
2003/04 am 20.10.2003 7

2 Personenstand 19

3 Studierendenschaft 23

4 Mitgliedschaften, Partnerschaften
und internationale Beziehungen 25

5 Wissenschaftliche Einrichtungen 29

6 Lehrveranstaltungen 43

7 Akademische Veranstaltungen 51

8 AStA und Konvent 57

9 Veröffentlichungen der Professoren und Dozenten 59

10 Auswärtige Tätigkeiten der Professoren und Dozenten 65

11 Wissenschaftliche Abschlussarbeiten 75

12 Priesterseminar 79

13 Geistliche Ausbildung 81

14 Weitere Veranstaltungen 83

15 Theater 87

16 Freunde und Förderer 89

17 Kommunität SJ und Kolleg 91

18 Verabschiedung 93

3
4
Vorwort des Rektors

Z
u dem Zeitpunkt, zu dem die Mitteilungen 25 als Rechen-
schaftsbericht über das vergangene Akademische Jahr
2003/04 erscheinen – zum letzten Mal im bisherigen Lay-
out, also mit den alten Hochschulgebäuden auf dem Umschlag –
wird das neue Hörsaal- und Institutsgebäude der Hochschule
bezugsfertig sein, so dass rechtzeitig zum Beginn des Studien-
jahres 2004/05 am 18. Oktober 2004 im Rahmen der Semester-
eröffnungsakademie der Bischof von Hildesheim Dr. Josef
Homeyer den Neubau einweihen kann. Über die Planung des
„Hochschul-Ersatzbaus“, den Abriss der alten Bauten, die Über-
raschungen bei den Ausschachtungsarbeiten und den Beginn des
Rohbaus wurde ja bereits in den Mitteilungen 24 ausführlich be-
richtet. Gott sei Dank gab es keine Unfälle am Bau! Am 16.
Dezember 2003 konnte mit den Arbeitern, den Architekten und
der Baubegleitung das Richtfest begangen werden. Die feierliche
Grundsteinlegung im Atrium nahm der Bischof von Osnabrück
Dr. Franz-Josef Bode am 20. Januar 2004 vor.
Nicht nur der täglich auf der Homepage im Internet zu verfol-
gende Fortschritt des Neubaus, auch personelle Veränderungen
zeigten uns im vergangenen Studienjahr 2003/04 als eine
„Hochschule im Wandel“. Dozent P. Dr. Ulrich Rhode SJ wurde
am 19.02.2004 zum Professor für Kirchenrecht an der Philoso-
phisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen ernannt. Herr
Dr. phil. Dr. theol. habil. Klaus Kießling wurde zum 01.04.2004
als Dozent für Religionspädagogik, Pastoralpsychologie und
Psychologie eingestellt. P. Dr. Ansgar Wucherpfennig SJ wurde
am 26.04.2004 zum Dozent für Einleitung und Exegese des
Neuen Testaments ernannt. Frau Gundel Maria Busse, die fast
zwei Jahrzehnte lang in der Rhetorikausbildung an der Hoch-
schule prägend gewirkt hat, wurde – auch zum Dank für ihr
Engagement in der Theaterarbeit – während der Sommerserenade
am 11. Juli 2004 „musisch“ verabschiedet.
Schließen möchte ich mit einem Dank an die Mitglieder und
Angehörigen der Hochschule, die das vielfältige Leben und Arbei-
ten in Sankt Georgen und darüber hinaus mitgetragen und -gestal-
tet haben, insbesondere an das Priesterseminar, das sich während
der letzten drei Semester „zusammengekauert“ hat, um der
Hochschule alle seine Gemeinschaftsräume einschließlich des
Speisesaales für einen zwar beengten, aber doch störungsfreien
Studienbetrieb zur Verfügung zu stellen, und an alle Freunde und
Förderer der Hochschule, durch deren Unterstützung manche
Vorhaben erst realisiert werden konnten.
Frankfurt am Main, im September 2004

(Prof. Dr. Helmut Engel SJ)


– Rektor der Hochschule –
5
6
1
Doz. Dr. Ansgar Wucherpfennig SJ

Die Erzählung von der Hochzeit zu Kana


Die Hochzeit zu Kana:
Solche Fragen stellen sich auch bei der Hoch-
Erzählperspektive und zeit zu Kana in Joh 2,1–11. Die Weinspende auf
symbolische Bedeutung der Hochzeit ist das erste im Johannesevan-
gelium von Jesus berichtete Wunder. Der Bericht
Vortrag bei der Akademie zur Eröffnung ist ganz im einfachen Erzählstil verfasst, der
des Studienjahres 2003/04 am 20.10.2003 auch viele biblische Erzählungen des Alten
Testaments prägt. Die Zahl der genannten Per-
sonen ist überschaubar: Jesu Mutter; Jesus und
Die Sonderstellung des Johannes unter den eine noch kleine Gruppe von Jüngern; mehrere
vier Evangelien wurde schon von seinen ersten Hausdiener; der Tafelaufseher und der Bräu-
Auslegern in der Alten Kirche erkannt. Augusti- tigam. Auch für die Gliederung der Erzählung
nus hat Johannes einen contemplator lucis inter- reichen die Kategorien zur Analyse einfacher alt-
nae atque aeternae genannt.1 Damit spielte der testamentlicher Erzählungen aus. Nach der Ex-
nordafrikanische Kirchenlehrer auf das Symbol- position folgen drei kurze Szenen, in deren Mit-
tier des Evangelisten, den Adler, an, denn der telpunkt jeweils eine direkte Rede oder ein
Adler konnte nach den Vorstellungen antiker Dialog stehen, und am Ende schließt ein Kom-
Biologie auf seinem Flug hoch oben am Himmel mentar des Erzählers den Bericht ab.
als einziges Tier ungeschützt ins Licht der Sonne
schauen. 124 Predigten hat Augustinus dem Jo- „Und am dritten Tag“ (2,1) sind die ersten
hannesevangelium gewidmet, sie zählen zu den Worte der Erzählung. Diese Zeitangabe setzt
schönsten Auslegungen der alten Kirche. Seine eine Reihe von Tagesangaben im vorangehenden
allegorische Deutung brachte das ewige und in- Abschnitt fort. An einigen aufeinander folgen-
nere Licht des Evangeliumstextes zum Vorschein den Tagen hatten sich erstmals Männer aus dem
und belegt auch, dass Johannes schon früh als Kreis der Täuferschüler Jesus angeschlossen,
der „eigentliche“ Theologe unter den vier Evan- darunter Andreas und sein Bruder Simon. Dies
gelisten galt. hatte sich im Ostjordanland an dem Ort ereig-
net, an dem der Täufer lehrte, außerhalb von
Spätestens die moderne Bibelforschung rück- Galiläa, der Heimat Jesu. Am letzten Tag jenseits
te das Johannesevangelium wegen seines beson- des Jordans entschließt sich Jesus, in seine Hei-
deren Charakters weiter von den drei synopti-
schen Evangelien ab. Die Synoptiker Matthäus, 1 Augustinus, In Joh 36,5, CChrSL 36, Willems, 326–327: „Dixi
Markus und Lukas wurden als weniger theolo- uobis, fratres, quia Johannes iste euangelista sanctus multum alte
gisch reflektiert, aber dafür als historisch zuver- uolat, uix est cum mente comprehendere. Mysterium autem altius
uolantis opus est ut commemorare caritatem uestram. (…) ipse est
lässiger eingeschätzt. Das Johannesevangelium Johannes, sublimium praedicator, et lucis internae atque aeternae
hingegen wurde als ein theologisches Kunstpor- fixis oculis contemplator.”
trät des Lebens Jesu betrachtet, das mit den reali- 2 Allerdings gab es auch schon früh in der Auslegungsgeschichte
stischen Darstellungen der Synoptiker nur noch andere Standpunkte. So hat Tatian Mitte des zweiten Jahr-
wenig gemein habe.2 Für Rückschlüsse auf den hunderts aus historischem Interesse seine Evangelienharmonie
verfasst. Darin hat er offenbar das Johannesevangelium als
„historischen Jesus“ wurde das Johannesevan- Rahmen für die Beschreibung des Lebens Jesu übernommen
gelium daher kaum herangezogen. Ist diese (Vgl. dazu die ausgewogene Stellungnahme bei Titus Nagel, Die
Einschätzung des Johannesevangeliums ange- Rezeption des Johannesevangeliums im 2. Jahrhundert: Studien
zur vorirenäischen Aneignung und Auslegung des vierten
messen? Will es anders als die synoptischen Evangeliums in christlicher und christlich-gnostischer Literatur,
Evangelien nicht mehr biographische Erzählung AzBiG 2, Leipzig 2000, 69–74). Die Untersuchung eines Textes
unter der Rücksicht des ›ÛÙÔÚÈÎfiÓ gehörte zu den ersten
aus dem Leben Jesu sein? Ist es – wie Bultmann Schritten antiker Philologie. Sie findet sich auch im ersten wis-
meinte – das späte literarische Produkt christolo- senschaftlichen Kommentar zum Johannesevangelium bei dem
gischer Offenbarungsreden, die nur noch künst- „Gnostiker“ Herakleon. Vgl. Ansgar Wucherpfennig, Heracleon
Philologus: gnostische Johannesexegese im zweiten Jahrhun-
lich mit erzählerischen Relikten aus dem Leben dert, WUNT 142, Tübingen 2002, 57–90, zum Vergleich mit
Jesu verbunden sind? Tatian ebd., 380.

7
mat Galiläa zurückzukehren. Daraufhin schlie- und dem Tafelaufseher davon zu bringen. Wein
ßen sich ihm auch Philippus und Natanael an. wurde in Galiläa gewöhnlich nicht in großen
Vasen gelagert. Wenn er nicht bald konsumiert
Nach zwei Nächten setzt der Erzähler nun wurde, wurde er für eine längere Lagerung in
mit der Exposition neu an und gibt den äußeren Schläuchen aufbewahrt. Angesichts des fehlen-
Rahmen der folgenden Erzählung an: „Und am den Weins überrascht diese Aufforderung Jesu.
dritten Tag fand eine Hochzeit zu Kana in Gali- Eine Lösung des peinlichen Engpasses gerät
läa statt.“ Mit der Zeitangabe überbrückt er die auch am Ende dieser Szene noch nicht in den
Zeit, die die kleine Reisegruppe gebraucht haben Blick.
mag, um vom Ostjordanland nach Kana in Am Anfang der dritten Szene wechseln Ort4
Galiläa zu kommen. Das griechische Wort für und Hauptakteure. Im Mittelpunkt steht jetzt
Hochzeit, Á¿ÌÔ˜ benennt die Situation recht der Tafelaufseher. Er kostet von dem Wasser, das
allgemein, denn es kann den gesamten Vorgang die Diener ihm gebracht hatten, und stellt fest,
der Eheschließung bezeichnen. Unter der jüdi- dass es Wein ist, von dem er noch nichts wusste.
schen Bevölkerung Galiläas dauerte sie mehrere Jesus wird in dieser Szene nicht mehr erwähnt
Tage und wurde von verschiedenen Feierlich- und auch die Hausdiener nur noch in einer
keiten begleitet:3 Dazu gehörten die Unter- Nebenbemerkung. Dadurch bekommt die Er-
zeichnung des Hochzeitsvertrags, der Ketubbah; zählung beinahe humoreske Züge, denn der Er-
die Vorhochzeit, die gewöhnlich am Sabbat im zähler schildert, wie Tafelaufseher und Bräuti-
Haus der Braut stattfand, und einen explizit reli- gam, die eigentlich für das Mahl Verantwort-
giösen Charakter hatte; oft auch ein Hochzeits- lichen, über die Herkunft des unverhofften
zug, bei dem der Bräutigam die Braut abholte. Qualitätsweines völlig im Dunkeln tappen. Der
Auf dieser Prozession wurde er von den Gästen Erzähler beschreibt keinerlei innere Bewegung.
mit Liedern auf das Brautpaar begleitet. Erst aus Alles spricht aus der Weinregel, mit der der
dem weiteren Erzählverlauf wird deutlich, dass Tafelaufseher den Bräutigam am Ende oberleh-
es sich bei der Feierlichkeit um das eigentliche rerhaft kritisiert (2,10): „Jeder Mensch setzt zuerst
Hochzeitsmahl im Haus des Bräutigams han- den guten Wein vor und, erst wenn sie (die Gäste)
delt. trunken werden, den weniger guten.“ Wein ist
jetzt zwar wieder da, aber die Ratlosigkeit der
Nach der kurzen Darstellung der Situation beiden bleibt.
wird die Mutter Jesu als neue Person innerhalb
der fortlaufenden Erzählung des Evangeliums Damit endet die eigentliche Erzählung. In
unter den Hochzeitsgästen eingeführt und erst einer Abschlussnotiz hält der Erzähler noch ein-
danach die Neuankömmlinge aus dem Ostjor- mal den Ort fest, an dem sich das berichtete
danland: Jesus und seine ersten Jünger. Geschehen abgespielt hat: „Diesen Anfang der
Zeichen tat Jesus in Kana in Galiläa.“5 Dies ent-
Zu dem Zeitpunkt, an dem die eigentliche spricht der Art, wie ein Chronist den Ort des
Erzählung einsetzt, ist das Hochzeitsmahl schon ersten Wunders Jesu festhält. Und er kehrt noch
eine zeitlang fortgeschritten. Dies wird zu einmal zu der Gruppe zurück, die vorher im
Beginn der ersten Szene im Anschluss an die Ostjordanland war und deren erstes Erlebnis in
Exposition deutlich: „Der Wein ging aus…“ – Galiläa er nun beschrieben hatte: „und er offen-
˘§ ÛÙËÚ‹Û·ÓÙÔ˜ Ô’›ÓÔ˘. Zwei knappe Worte be- barte seine Herrlichkeit und seine Jünger glaub-
schreiben im griechischen Text das auslösende ten an ihn.“
Moment der Erzählung, das bis zum Ende die
Spannung aufrechterhält. Im Mittelpunkt der Die Erzählweise dieser kurzen Perikope über
Szene steht die Mutter Jesu: Sie teilt ihrem Sohn 11 Verse ist an dieser Stelle den synoptischen
das Fehlen des Weins mit und erhält darauf eine Evangelien noch nahe. An Länge ist sie nur noch
schroffe distanzierte Antwort, die uns später mit der Fernheilung des Sohnes eines könig-
noch genauer beschäftigen wird. Trotz dieser
Antwort fordert sie die Diener des Hauses auf,
3 Vgl. dazu Ruben Zimmermann, Geschlechtermetaphorik und
dem Wort Jesu zu folgen, und wird dann bis Gottesverhältnis: Traditionsgeschichte und Theologie eines
zum Ende der Erzählung nicht mehr erwähnt. Bildfelds in Urchristentum und antiker Umwelt, WUNT II,
Tübingen 2001, 230–240.
In der zweiten Szene rückt ihr Sohn ins 4 Der Ortswechsel wird durch die Bemerkung über den Tafel-
Zentrum der Aufmerksamkeit. Sie beginnt mit aufseher in 2,9b deutlich: ηÈ̀ ԇΠ‹’ ‰ÂÈ fiıÂÓ ¤ÛÙÈÓ. Vgl. Birger
Olsson, Structure and Meaning in the Fourth Gospel: A Text-
einer Beschreibung von sechs steinernen Was- Linguistic Analysis of John 2:1–11 and 4:1–42, CB.NT 6,
serbehältern, die der jüdischen Reinigung die- Uppsala 1974, 79.
nen. Jesus fordert die Hausdiener auf, diese 5 Durch die Nennung des Ortes am Ende stellt er auch eine inclu-
Reinigungsgefäße mit frischem Wasser zu füllen sio zum Beginn her, die seine Erzählung rahmt.

8
lichen Hofbeamten in Joh 4,46–53 vergleichbar, mit dem Charakter der übrigen Wunder verein-
dem zweiten Zeichen, das ebenfalls von Kana bar, in denen Jesus sich als Retter in der Not
aus geschieht. Die weiteren Berichte über Wun- zeigt. Dibelius hielt deswegen Jesu Hilfe in Kana
dertaten Jesu werden immer mehr mit Dialogen für „keineswegs notwendig“ und meint, dass sie
und Streitgesprächen verbunden, die sich aus „vielleicht sogar bedenklich ist, jedenfalls mit
den Taten Jesu ergeben. In Joh 11 schließlich ist evangelischem Ethos nichts zu tun hat.“ 9
die Spannung der Auferweckung des Lazarus so
sehr durch reflektierende Dialoge hinausgezö- Dieses Urteil findet sich ganz ähnlich schon
gert, dass daraus ein subtiles literarisches Kunst- bei David Friedrich Strauß, dessen rationalisti-
werk wird. Diese späteren Erzählungen bei Jo- sche Kritik oft als Beispiel für die Exegese des 19.
hannes unterscheiden sich auch durch ihre litera- Jahrhunderts zitiert wird. Erstaunlicherweise
rische Form von den anekdotisch kurzen entzünden sich auch seine Zweifel an der Über-
Berichten der drei ersten Evangelien. lieferung nicht an der Verwandlung von Wasser
in Wein. Seinen Anstoß nahm Strauß ebenfalls
an dem moralischen Charakter dieser Wunder-
Die Bedenken gegen das Weinwunder und tat. An der Hochzeit zu Kana stoße nämlich
seine symbolische Deutung gleich „eine bei’m ersten Anblick sich aufdrin-
gende Bedenklichkeit“ auf, „dass nämlich Jesus
Dennoch wurde auch in dieser Erzählung durch dieses Wunder nicht wie er sonst pflegte,
vermutet, dass der johanneische Erzähler nicht irgend einer Noth, einem wirklichen Bedürfniß
aus dem historischen Leben Jesu berichtet. Mar- abhalf, sondern nur einen weiteren Reiz der Lust
tin Dibelius, dessen formgeschichtliche Methode herbeischaffte; nicht sowohl hülfreich, als viel-
einen großen Einfluss in der neutestamentlichen mehr gefällig sich erwies; mehr nur so zu sagen
Exegese des 20. Jahrhunderts hatte, hat die ein Luxuswunder, als ein wirklich wohlthätiges
Erzählung als Novelle bezeichnet. Ihre Ent- verrichtete.“10
stehung sei auf die frühe christliche Gemeinde
zurückzuführen. Sie habe mit dieser Erzählung Der auffällige Luxuscharakter löste bereits bei
das Ansehen Jesu als Wundertäter durch Motive Auslegern in den ersten Jahrhunderten histori-
nicht-christlicher heidnischer Göttergeschichten, sche Bedenken aus. Der Anhalt dafür war oft die
etwa vom Weingott Dionysos, steigern wollen.6 bereits zitierte praktische Weinregel am Schluss
Dibelius’ Bezeichnung entspricht seinem Scharf- (2,10): „Jedermann tischt zuerst den guten Wein
blick für die literarische Form neutestament- auf und, erst wenn sie (die Gäste) trunken werden,
licher Texte und trifft den Charakter der Er- den weniger guten.“ Die trunkenen Gäste im
zählung. Eine eigene Form von Wunder-Berich- Nebensatz geben den Charakter einer galiläi-
ten gibt es im Neuen Testament und in der schen Landhochzeit realistisch wieder. Ein
frühjüdisch-hellenistischen Literatur nicht.7 Ein Hochzeitsmahl dauerte bis tief in die Nacht.
antiker Leser hätte die Verse von der Hochzeit Dies war so gewöhnlich, dass Jesus das Beispiel
zu Kana für eine ‰È‹ÁËÛȘ, eine gewöhnliche spät heimkommender Hochzeitsgäste sogar im
kurze Geschichte, gehalten. Sie gehörte zu der Gleichnis verwenden konnte (Lk 12,35–38).
Art von Literatur, die man als „Denkwürdig- Auch nach rabbinischen Zeugnissen war es
keitenliteratur“ (·’ ÔÌÓËÌÔÓ‡̷ٷ) bezeich- schwer vorstellbar, dass die Gäste einer Hochzeit
nete.8 Wenn Wunderberichte heute bisweilen nüchtern blieben.11 Ephraem d. Syrer zitiert da-
dennoch als eigene literarische Form behandelt her die Schüler des Häretikers Markion: „Über
werden, dann beruht dies auf einer nachträgli-
chen Eintragung des neuzeitlichen Weltbildes in 6 Martin Dibelius, Die Formgeschichte des Evangeliums, 3. Aufl.
die Formen antiker Literatur. Allein aus der hrsg. v. Günther Bornkamm, Tübingen 1959, 98–99.
Tatsache, dass hier Wasser in Wein verwandelt 7 Vgl. Marius Reiser, Sprache und literarische Formen des Neuen
wird, hätte kein antiker Leser gefolgert, dass hier Testaments: Eine Einführung, Paderborn, München, Wien,
eine besondere literarische Form vorliegt. Zürich 2001, 137–141 und v. a. Klaus Berger, Formgeschichte
des Neuen Testaments, Heidelberg 1984, 305–310.

Dibelius’ Skepsis gegenüber der johannei- 8 Vgl. Justin, Apol. 66, 3; 67, 3; Dial. 100, 4 u. ö. Zu ‰È‹ÁËÛȘ in
Lk 1,1 vgl. Loveday Alexander, The preface to Luke’s Gospel.
schen Erzählung liegt nicht an der wunderbaren Literary convention and social context in Luk 1.1–4 und Acts
Transsubstantiation von Wasser zu Wein. Den 1.1, SNTS 78, Cambridge 1993, 111.
Grund, an der Authentizität der Überlieferung 9 Dibelius, Formgeschichte, 98.
zu zweifeln, sah er vielmehr in der Art des 10 David Friedrich Strauß, Das Leben Jesu, Tübingen 1835, II, 224.
Wunders: ein Geschenkwunder, bei dem Jesus
Wein in sinnlos überfließender Menge spendet, 11 Martin Hengel, The Interpretation of the Wine Miracle at Cana:
John 2:1–11, in: L. D. Hurst, N. T. Wright, The Glory of Christ
je nach zugrundegelegter Maßeinheit bis zu 700 in the New Testament, FS George Bradford Caird, Oxford 1987
mindestens aber 500 Liter. Dies war für ihn nicht [83–112], 88, mit Anm. 21.

9
das Hochzeitsmahl von Kana spotteten sie: – Wein sein Kleid, in Traubenblut sein Gewand.
‚Fern sei es, dass unser Herr zu ihm ging’“.12 Für Feurig von Wein funkeln die Augen, seine Zähne
asketische Gruppen der frühen Kirche war der sind weißer als Milch.“
Herr unter trunkenen Hochzeitsgästen schwer
vorstellbar. An den vom Wein feurig glänzenden Augen
des messianischen Herrschers ist auch zu erken-
Auch Tatian hat wohl schon im zweiten Jahr- nen, dass die Anwesenheit Jesu unter den wein-
hundert den kurzen Nebensatz über die trunke- seligen Hochzeitsgästen für jüdische Messias-
nen Hochzeitsgäste in seinem Text des Johannes- erwartung nicht unbedingt anstößig sein musste.
evangeliums wegfallen lassen. In Tatians Text- Dieser Segen ließe sich um weitere Texte
fassung steht nach Ephraems Referat die ergänzen, die zeigen dass der Wein in dieser Er-
praktische Weinregel des Tafelaufsehers am Ende zählung auch eine Symbolbedeutung hat. Nicht
ohne den skandalisierenden Zwischensatz von nur der Wein, auch Anderes in der Erzählung
den trunkenen Gästen: „Jeder Mensch setzt hat sicherlich eine symbolische Bedeutung: Der
zuerst den guten Wein vor und danach den „dritte Tag“ zu Beginn beschreibt in biblischer
weniger guten.“13 und außerbiblischer Literatur häufiger den Zeit-
raum, nach dem eine glückliche Wende eintritt.
Historische Bedenken ergaben sich allerdings Möglicherweise ist er schon ein Hinweis auf die
nicht nur aus moralisch-asketischen Gründen, Auferstehung. Und die Hochzeit ist eine tradi-
sondern auch aufgrund ernster zu nehmender tionelle biblische Metapher für den Bund Gottes
chronologischer Probleme, so etwa bei Orige- mit seinem Volk Israel. Hinter einer Mehrzahl
nes, dem wohl gebildetsten Philologen der alten der Elemente der Erzählung sind von Kommen-
Kirchengeschichte.14 Nach dem Zeitrahmen des tatoren verschiedene Symbolbedeutungen er-
Johannesevangeliums zählte Origenes sechs Tage kannt worden.17 Von dieser Beobachtung her
zwischen der Taufe Jesu und dem Wunder zu lässt sich unsere Ausgangsfrage nach der Son-
Kana. Bei den Synoptikern Matthäus und Lukas derstellung des Johannesevangeliums jetzt also
liegen aber genau in dieser Zeit auch die vierzig in zwei Fragen zur Hochzeit zu Kana präzisie-
Tage der Versuchung Jesu. Der chronologische ren:
Ablauf des Johannesevangeliums war also nicht
mit dem Bericht der beiden Synoptiker synchro-
12 Ephraem, Hymnus 47,3, CSCO 170/77, Beck, Rom 1957, 163.
nisierbar. Daher schloss Origenes, dass die Dort findet sich auch eine allegorische Deutung: "Die Kirche
Erzählung in diesem Fall, da der biblische Text nennen sie eine Braut – und unsern Herrn den wahren
erkennbar keine einfache historische Aussage Bräutigam! – Und das Symbol des Weines des Hochzeitsfestes
ist in ihren Kelchen, – der Typus des Gastmahles in ihren
habe, eine übertragene Bedeutung habe.15 So Festen."
war die allegorische Deutung des Textes schon
13 L. Leloir, Ephr. Comm. Diatessaron 5,8, SC 121, Leloir, 110.
im antiken Christentum verbreitet. Sie fügte sich
gut in die Einschätzung einer allgemeinen theo- 14 Origenes, In Joh. X 3, 10. Zur übertragenen Bedeutung eines
biblischen Textes, wenn seine Aussage nicht primär auf histori-
logischen Aussageabsicht ein, die man im Vier- scher Ebene liegt, vgl. auch Wucherpfennig, Heracleon, 90–93.
ten Evangelium erkannte. Der eigentliche Schwer-
15 Hengel, Wine-Miracle, 86, Anm. 13.
punkt der Erzählung wurde dementsprechend in
ihrer allegorischen Symbolbedeutung gesehen. 16 Augustinus verwendet die Verwandlung von Wasser in Wein für
eine Allegorie, durch die er geschickt die Einheit und das bibel-
theologische Verhältnis zwischen Altem und Neuem Testament
Dies hat die Auslegung bis heute bestimmt. beschreibt (Aug. in Joh 9,5, BKV, Specht 155): „Denn wenn er
Wurde in der alten Kirche die Symboldeutung das Wasser hätte ausgießen lassen und so selbst Wein aus ver-
borgenen Falten der Schöpfung eingösse, woher er auch Brot
der Verwandlung von Wasser in Wein oft mit der machte, als er so viele Tausende sättigte (…) so könnte er auch
Eucharistie verbunden, so wird heute ergänzend das Wasser ausgießen und den Wein eingießen, und wenn er das
der Wein als Symbol des Messias gesehen.16 getan hätte, so würde es scheinen, als hätte er die alten Schriften
mißbilligt. Indem er aber gerade das Wasser in Wein verwandel-
Diese Deutung hat ihren Anhalt in biblischen te, zeigte er uns, daß auch die alte Schrift von ihm ist; denn auf
Texten, z. B. im Jakobssegen im Buch Genesis. seinen Befehl wurden die Wasserkrüge gefüllt. Vom Herrn ist
zwar auch jene Schrift; aber sie schmeckt gar nicht, wenn darin
In Jakobs Segensspruch über Juda ist der Wein nicht Christus verstanden wird.“ (= CChrSL, Willems, 93: Si
das Zeichen der neuen Fruchtbarkeit, die mit enim iussisset inde aquam effundi, et sic ipse mitteret uinum ex
dem Kommen des Messias einhergeht (Gen occultis creaturae sinibus, unde fecit et panem quando saturauit tot
millia (…) sic posset et effus usa aqua uinum infundere; quod si
49,10–12): fecisset, uideretur scripturas ueteres improbasse. Cum autem ipsam
aquam conuertit in uinum, ostendit nobis quod et scriptura uetus ab
„Nie weicht von Juda das Zepter, der Herr- ipso est; nam iussu ipsius impletae sunt hydriae. A Domino quidem
et illa scriptura; sed nihil sapit, si non ibi Christus intellegatur.“)
scherstab von seinen Füßen, bis der kommt, 2 2
dem er gehört, dem der Gehorsam der Völker 17 Birger Olsson hat folgende 2 Elemente aufgelistet: ÙËÆ Ë2 ̤ڷ
§ ˛ ÙË2 ‘
ÙÚ›ÙË, Á¿ÌÔ˜, ∫·Ó· ` ÙË ˜ °·ÏÈÏ·›·˜, § Ì‹ÙËÚ ÙÔ˘ ’πËÛÔ˘,
Ë
gebührt. Er bindet am Weinstock sein Reittier ‘ 2 2
Á‡Ó·È, ˧ ÒÚ· Æ ÌÔ˘, ÙÔÈ ˜ ‰È·ÎfiÓÔȘ, ‘Ÿ ÙÈ 2 ’·’Ó Ï¤ÁË‘ ˘ÌÈ § Ó
fest, seinen Esel am Rebstock. Er wäscht in ÔÈ‹Û·ÙÂ, Ï›ıÈÓ·È, ηٷ` ÙỒÓ Î·ı·ÚÈÛÌỒÓ ÙˆÓ ’πÔ˘‰·›ˆÓ,

10
1) Ist die Aussageabsicht der Wundererzählung zurück, die von dem Wort sprechen, das am
tatsächlich besonders oder sogar ausschließ- Anfang bei Gott war. Damit wird eine inclu-
lich in der symbolischen Bedeutung zu se- sio zwischen dem Beginn des Evangeliums
hen? So ließe sich aus der Auslegungs- und dem Ende des ersten sichtbaren Zeichens
geschichte folgern und so hat selbst Rudolf des Mensch gewordenen Wortes Gottes her-
Schnackenburg in einer sehr ausgewogenen gestellt.
und nach vielen Seiten reflektierten Zusam- 2) Das griechische ‰fiÍ· hingegen bezieht sich
menfassung in seinem großen Johannes- auf die zweite Stelle, an der im Prolog vom
kommentar geschrieben: „Aber nach der Wort die Rede ist (1,14): „Und das Wort wurde
historischen Resonanz des Wunders wird Fleisch, und es hat unter uns sein Zelt aufge-
man überhaupt nicht fragen dürfen; dem schlagen, und wir haben seine Herrlichkeit
Evangelisten kommt es vielmehr auf die gesehen, die Herrlichkeit des einziggeborenen
‚theologische’ Wirkung an.“18 Sohnes vom Vater.“ An dieser Stelle spricht
2) Bleibt die Aussage des Textes in der angedeu- der Erzähler in der Wir-Form. Er berichtet
teten offenen Symbolik? So hat Martin Hen- von einer noch unbestimmten Gruppe derer,
gel in einem schon länger zurückliegenden die die Herrlichkeit des Fleisch gewordenen
Beitrag über die Hochzeit zu Kana behaup- Wortes gesehen haben. Zum ersten Mal im
tet. Diese Erzählung bewege sich – so Hengel Evangelium begegnet an dieser Stelle das
– wie das gesamte Evangelium in einem weit- Motiv des Sehens, das den ersten Teil beglei-
gespannten symbolischen Netz verschieden- tet. Das Sehen bezieht sich stets auf Jesus und
ster Referenzmöglichkeiten.19 Der Text war nimmt seine Person immer deutlicher in den
sicherlich in verschiedene Richtungen sym- Blick. Das Motiv hängt mit einer wichtigen
bolisch verstehbar, aber die Erzählung enthält Aufgabe des ersten Teils innerhalb des Evan-
auch eine Aussageabsicht, die nicht in der geliums zusammen: Er berichtet noch kaum
Erzählung selber liegt, aber dennoch genauer von dem irdischen Jesus selbst, der eindeuti-
ist als der beschriebene unbestimmte Sym- gen Hauptperson der späteren Teile, sondern
bolhorizont. hat vielmehr die Funktion verschiedene Au-
Beginnen wir mit der ersten Frage. genzeugen einzuführen, die Jesus dann im
weiteren Verlauf begleiten.21

Augenzeugenschaft und literale Bedeutung Der erste Zeuge ist der Täufer. Gleich im
der Wundererzählung Prolog wird er in dieser Rolle eingeführt: „Und
es trat ein Mensch auf, gesandt von Gott, sein
Die Weinspende auf der Hochzeit zu Kana ist
das erste Wunder Jesu im Johannesevangelium.
Der Abschluss der Erzählung hält dies, wie wir 2

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schon gesehen haben, ausdrücklich fest (Joh Æ 2 ’ÂÛÙÈÓ Ôȧ Ë’ ÓÙÏËÎfiÙ˜
ÙÚ›ÎÏÈÓÔ˜ ÙỒ ‘‡‰ˆÚ, Ô˘’ Î ‹’ ‰ÂÈ fiıÂÓ 2 ÙỒ
2,11): „Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus im ‘‡‰ˆÚ, ÙỒÓ Ó˘ÌÊ›ÔÓ, ÙỒÓ Î·ÏỒÓ ÔÈ’ÓÔÓ, ·’ Ú¯Ë̀Ó ÙˆÓ ÛËÌ›ˆÓ,
’ÂÊ·Ó¤ÚˆÛÂÓ ‰fiÍ·Ó, ’Â›ÛÙÂ˘Û·Ó Â’È˜ (vgl. Olsson, Structure
Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herr- and Meaning, 113).
lichkeit, und seine Schüler glaubten an ihn.“ Das
18 Schnackenburg, 329. Deutlicher ist Barnabas Lindars: „The
zurückliegende Ereignis
2 nennt er hier mit dem miracle itself is unimportant and all the interest lies in the sym-
griechischen ÛËÌÂÈÔÓ ein „Zeichen“, und verwen- bolical possibilities of the event.“ (Ders., The Gospel of John,
det damit das erstemal eine Bezeichnung, die er London 1972, 123 (zitiert bei Olsson, Structure, 95). Vgl. auch
Lindars, John, 131: „If the formcritical analysis given above is
fortan für die Wundertaten Jesu gebraucht. accepted, the transformation is regarded as unhistorical, so that the
Dieser Satz schließt nicht nur den Bericht von miracle requires no explanation.“
der Hochzeit ab, sondern markiert eine größere 19 M. Hengel, Wine Miracle, 102 (mit Verweis auf Olsson): „I be-
Zäsur20 innerhalb des Evangeliums: den Ab- lieve that John wishes to have this miracle narrative, which is
programmatic for him, interpreted in many ways – and this in
schluss eines ersten Teils, der von diesem Vers the sense of the ‚multiplicity of approaches’ – so that it can be
bis zum Beginn des 1. Kapitels zurückreicht. related to the whole Gospel through a ‘dense and coherent’ (…)
Diese Zäsur wird durch entsprechende Querver- web of references.” (letzteres Hervorhebung A. W.).
bindungen angezeigt, mit denen der Satz auf den 20 So auch die Einteilung von Theodor Zahn, Das Evangelium des
Prolog zurückverweist. Die beiden griechischen Johannes, KNT 4, Leipzig 19123 u. 4, 162.

Wörter ·Ú¯‹ in „diesen Anfang der Zeichen“ 21 Der Prolog wird oft vom Rest des Evangeliums deutlich abge-
und für ‰fiÍ· in „und er offenbarte seine Herr- setzt und als eine Art Vorspiel verstanden, die wie manche
Ouvertüren vor allem in der klassischen Auffassung ein eigen-
lichkeit“ stehen an den beiden Schlüsselstellen, ständiges Kunstwerk vor der eigentlichen Oper darstellen. Der
an denen der Prolog über den ÏfiÁÔ˜ spricht: Prolog hat ja auch demenstprechend in Vers 18 ein deutliches
Ende:
„Gott hat niemand jemals gesehen; der einziggeborene Gott, der
1) Das griechische Wort für „Anfang“ bezieht an der Brust des Vaters ist, jener hat ihn ausgelegt." – ein deut-
sich auf die ersten Verse des Evangeliums licher Kontrast zum Motiv des Sehens, das in 1,1–2,11 im

11
Name war Johannes, dieser kam zum Zeugnis, in seinem Leben sehen werden. Die besonders
damit er Zeugnis ablege für das Licht.“ Das Motiv gestaltete Eröffnung „Amen, Amen, ich sage
des Sehens verbindet sich zunächst mit seiner euch“ hebt dieses letzte Wort als feierlichen Ab-
Person. Nach dem Prolog kommen jüdische schluss der Ankündigungen heraus. Sie richtet
Gesandte zu Johannes und erkundigen sich, sich in der Erzählung zwar unmittelbar an
warum er die Leute einer Reinigungstaufe mit Nathanael, aber durch die pluralische Anrede
Wasser unterziehe. Johannes verweist die jüdi- auch an die übrigen Jünger, und über diese hin-
schen Gesandten aber auf den, der nach ihm aus auch an die Leser des Evangeliums. All diese
kommen wird. Er wird die Leute nicht mehr mit Ankündigungen erfüllen sich als erstes in der
dem reinigenden Wasser, sondern mit dem Geist Hochzeit zu Kana. Das stellt der letzte Satz zum
Gottes taufen. Jesus steht zu diesem Zeitpunkt Abschluss der Erzählung fest (2,11): „Diesen
noch unerkannt unter der Menge der Zuhörer Anfang der Zeichen machte Jesus im Kana in
des Täufers (1,26): „Mitten unter euch steht er, den Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit, und
ihr nicht kennt.“ Dieses Wort des Johannes gilt
nicht nur seinen unmittelbaren Gesprächspar-
tnern, den jüdischen Gesandten, sondern auch 21 Vordergrund steht (s. im Text). Hier endet ein erster Ab-
den Lesern des Evangeliums, für die Jesus zu schnitt, und es wird vom Prolog in die weitere Erzählung über-
geleitet. Sie berichtet vom Leben Jesu, der lebendigen Auslegung
diesem Zeitpunkt der Erzählung noch nicht des unsichtbaren Gottes.
sichtbar in Erscheinung getreten ist. Nur der Aber dennoch ist mit der eigenständigen Vorspiel-Funktion des
Täufer ist der Zeuge, der Jesus schon gesehen Prologs seine Funktion innerhalb des Evangeliums bis zu dem
abschließenden Vers 2,11 noch nicht angemessen erfasst. Der
und erkannt hat. Dies wird im Folgenden deut- Johannes-Prolog ist eher vergleichbar mit dem Vorspiel in
lich. Der Erzähler berichtet, wie Johannes Jesus Goethes Faust, wo auch die Erzählung bereits beginnt. Der
auf sich zukommen sieht (1,29) und der Täufer Prolog ist integraler Bestandteil der Erzählung des Evangeliums
bis zur Hochzeit zu Kana. Die Trennung nach V. 18 ist auch in
berichtet selbst von seiner Vision: Er sah, wie der Auslegung der Alten Kirche nicht so stark begriffen worden,
der Geist wie eine Taube vom Himmel auf Jesus wie dies heute bisweilen geschieht (Vgl. Wucherpfennig,
Heracleon Philologus, 104, Anm. 1; 171–173. Das Evangelium
herabkam und auf ihm ruhte (1,32). Der Täufer beginnt mit weit ausgreifenden Aussagen über ein vorgeschicht-
kommt im Prolog, um es so zu sagen, wie es liches Sein des Wortes bei Gott, das allem Anderen vorausgeht.
Wellhausen einmal formuliert hat, „in die Ort und Zeit dieser Verse verfließen in einem unbegrenzten
Universum. Danach führt es einen ersten Menschen mit Namen
Ewigkeit“ des Wortes Gottes „hineingeschneit“ ein (1,6): „Es trat ein Mensch auf, gesandt von Gott, sein Name
und ist dann der Proto-Typ des Zeugen, der war Johannes; dieser kam zum Zeugnis, damit er Zeugnis gebe
allererste, der im Evangelium Zeugnis für Jesus über das Licht, …“ Dieser Mensch ist noch so unscharf beschrie-
ben, dass er sich nur im weiteren Verlauf als historische Person
ablegt. aus dem näheren Umfeld Jesu erkennen lässt. Bei der zweiten
Erwähnung dieses Johannes innerhalb des Prologs wird dann
Nach dem Bericht des Täufers über seine auch ein Wort seines Zeugnisses zitiert: „Dieser war es, von dem
ich sprach: Der nach mir kommt, ist vor mir gewesen, weil er eher
Vision begegnet das Motiv des Sehens nur noch war als ich.“ Aber erst nach der Überleitung des Prologs und
in Aufforderungen oder Ankündigungen. Zu- dem Neuansatz der folgenden Erzählung wird dieser Johannes
als der Täufer erkennbar. Jüdische Gesandte kommen zu ihm
nächst sagt Jesus den beiden Schülern, die Johan- und erkundigen sich nach seiner Identität. An dieser Stelle wird
nes auf ihn aufmerksam gemacht hatte (1,39): auch erst ein Ort der Erzählung genannt (1,28): Bethanien, eine
„Kommt und seht!“. Es ist die erste wörtliche Ortschaft, die auf der anderen Seite des Jordans liegt, noch nicht
im näheren Umkreis des ersten öffentlichen Wirkens Jesu, in
Rede Jesu im Evangelium. Im Singular verwen- Galiläa und Jerusalem. Gleichzeitig beginnt der Erzähler hier
det Philippus daraufhin die gleichen Worte in auch die Tage zu zählen. Am folgenden Tag sieht Johannes, wie
seiner Aufforderung an Nathanael (1,46): Jesus zu ihm kommt, und Johannes gibt Zeugnis von der
Stimme, die er aus dem Himmel über Jesus gehört hat (1,34)
„Komm und sieh!“ Als Nathanael sich schließlich „Dieser ist der Sohn Gottes.“ Am folgenden Tag werden zwei
gleich nach seiner ersten Begegnung zu Jesus als der Jünger aus dem Umkreis des Johannes von ihm auf Jesus
aufmerksam gemacht. Hier ist sogar die Stunde angegeben
dem Sohn Gottes bekennt, sagt ihm Jesus vor- (1,39).
aus (1,50): „Du wirst noch Größeres sehen!“ Und
All dies findet noch jenseits des Jordans statt, an dem Ort, wo
unmittelbar danach im letzten Wort direkt vor Johannes lehrte und taufte. Wieder erst an einem folgenden Tag
der Erzählung von der Hochzeit zu Kana (1,51): entschließt sich Jesus, von dort nach Galiläa zu gehen (1,43) und
„Amen, Amen ich sage euch: Ihr werdet den er fordert nun das erste Mal selber Philippus auf, ihm zu folgen.
Philippus führt schließlich Nathanael zu Jesus. Und wiederum
Himmel geöffnet sehen und die Engel Gottes auf- drei Tage später setzt der Erzähler mit dem Bericht von der
und absteigen über dem Menschensohn.“ Hier ist Hochzeit zu Kana ein. Dies ist die erste abgeschlossene Erzähl-
das Sehen mit einer biblischen Anspielung auf einheit aus dem Leben Jesu, die sich im Evangelium findet. Das
Evangelium beginnt also im Prolog mit einem unbegrenzt wei-
den Traum Jakobs in der Genesis verbunden. Im ten Horizont von Ort, Zeit und Personen. Dieser Horizont
Traum hatte Jakob den Himmel geöffnet gese- wird im weiteren Verlauf des ersten Teils immer weiter einge-
grenzt, bis er schließlich in Galiläa endet, in Kana, einem Ort in
hen und Engel auf einer Leiter vom Himmel zu der unmittelbaren Nähe Nazareths, der Herkunft Jesu (vgl. Joh
ihm herabsteigen (Gen 28,12–15). In diesem 1,45–46). Die Technik, die der Erzähler in diesem ersten Teil des
Traum sicherte Gott Jakob seinen Schutz für Evangeliums verfolgt, ist eine ständige Konzentration und wei-
tere Eingrenzung des Horizonts. Sie ist mit der Fokussierung
seine Reise zu Laban zu. Jesu Wort kündigt sei- vergleichbar, die bisweilen in modernen Filmen und Romanen
nen Jüngern an, dass sie diesen Beistand Gottes verwendet wird.

12
seine Schüler glaubten an ihn.“ Das griechische Die im Deutschen übliche Übersetzung „Krü-
Verbum „·ÓÂÚfiˆ meint wörtlich „sichtbar ma- ge“ für die Wasserbehälter gibt ein falsches Bild
chen“ und lässt das Motiv des Sehens noch deut- wieder. Sie ließen sich wegen ihrer Größe nicht
licher hervortreten als das deutsche Verbum von der Stelle bewegen. Die Diener mussten zu
„offenbaren“. einer Quelle gehen, um sie mit Wasser zu füllen.
Die zweite Aufforderung Jesu trägt der großen
Sehen galt in der Umwelt des Neuen Testa- Wassermenge eines Gefäßes Rechnung: „Schöpft
ments als zuverlässigere Wahrnehmung als das jetzt und bringt dem Tafelmeister.“ Schließlich
bloße Hören,
2 oder das Hörensagen. „Ô’Êı·ÏÌÔÈ̀ lässt die bereits zitierte Weinregel auch noch
Á·`Ú ÙˆÓ Ò ’ ÙˆÓ ·ÎÚÈ‚¤ÛÙÂÚÔÈ
’ Ì¿ÚÙ˘Ú˜“ – einen Rückschluss auf die Stimmung der Hoch-
„Augen sind sicherere Zeugen als Ohren“, lautet zeitsgäste zu diesem fortgeschrittenen Zeitpunkt
ein in der Antike bekanntes Sprichwort des des Mahles zu.
Heraklit (Diels/Kranz, 22B frg. 101a). Dieses
Wort wurde von antiken Historikern zitiert und Die Beschreibung der Weinspende als Luxus-
als Grundregel für ihre Recherchen akzeptiert. wunder trifft durchaus zu, und der Erzähler hält
Bisweilen taucht ~es auch in der negativen 2 sich nicht zurück, dies mit seinen Andeutungen
Kurzfassung auf: ˆ ’ Ù· ·ÈÛÙfiÙÂÚ·
’ Ô’Êı·ÏÌˆÓ auch bunt auszumalen. Seine Erzählung hat also
„Ohren sind weniger zuverlässig als Augen.“ keineswegs nur eine symbolische Bedeutung. Er
Augenzeugenschaft war ein wichtiges Kriterium, kann sich auf eine Gruppe von Augenzeugen
nach dem antike Geschichtsschreiber die Zu- berufen, die Jesus das Evangelium über weiter
verlässigkeit ihrer Quellen beurteilten.22 Unmit- begleitet. Die gute Kenntnis seiner Quellen stellt
telbare Augenzeugen waren sicherere Quellen er durch die Angaben von Details und die
als Sekundär-Berichte. Dieser Grundsatz be- Schilderung des Hintergrunds bei diesem ersten
stimmt auch das Programm, das der Erzähler im Wunder Jesu unter Beweis. Sein Bericht soll vor
ersten Teil seines Evangeliums verfolgt. Er führt einer symbolischen Bedeutung auch referieren,
mit der ersten Gruppe von Jüngern Augen- was sich auf der Hochzeit ereignet hat. Entgegen
zeugen ein, auf deren Zeugnis seine folgende einem verbreiteten Vorurteil folgt der Evangelist
Darstellung des Lebens Jesu beruht. Nathanael damit den Konventionen antiker Geschichts-
ist der Letzte dieser Gruppe, die sich aus dem schreibung. Darin steht er den synoptischen
Kreis der Hörer des Johannes Jesus anschließt. Evangelien nicht nach. Nur bei Lukas lässt sich
Er ist unter den ersten Jüngern in 1,35–51 das Kriterium der Augenzeugenschaft ver-
besonders hervorgehoben. An ihn richtet sich gleichsweise leicht bei der Auswahl der von ihm
die persönliche Ankündigung Jesu „du wirst herangezogenen Quellen erkennen.24
noch Größeres sehen“. Dies geht für ihn bereits
bei der folgenden Hochzeit in Erfüllung, denn
Kana ist nach der späteren Auskunft des Symbolische Bedeutung
Evangeliums (21,2) der Ort, aus dem Nathanael
stammt. Verbindet der Evangelist aber mit der Hoch-
zeit zu Kana auch eine Bedeutung, die über den
Bei der Hochzeit unterstreichen Details der bloßen Bericht hinausgeht? Wir haben bereits
Darstellung die Augenzeugenschaft der ur- gesehen, dass die Erzählung einen breiteren
sprünglichen Berichterstatter. Sie lassen den Horizont symbolischer Deutungsmöglichkeiten
Rahmen der Feier lebendig vor Augen treten.23 eröffnet. Er war im Lauf der Auslegungs-
Es handelt sich offenbar um eine wohlhabende- geschichte vielfältig zu sekundären allegorischen
re Hochzeitsgesellschaft, denn sie konnte sich Auslegungen genutzt worden. Aber lässt sich
einen architriklinos leisten, einen für das Mahl auch eine primäre, vom Erzähler intendierte
zuständigen Tafelaufseher, und eine Anzahl von symbolische Bedeutung erkennen?
Hausdienern. Zahl und Maß der Reinigungs-
gefäße sind genau angegeben. Sechs steinerne
Wasserbehälter standen den Hochzeitsgästen 22 Vgl. Samuel Byrskog, Story as History – History as Story: The
Gospel Tradition in the Context of Ancient Oral History,
zur Verfügung. Sie waren leer, hatten ursprüng- WUNT I, 123; Tübingen 2000, 52–53. Vgl. allerdings auch
lich aber jeweils zwei oder drei Metreten Wasser Alexander, Preface, 34–41, 80–81, 120–125. Sie zeigt, dass das
gefasst. Eine Metrete war eine im Mittelmeer- ’
Wort ·˘ÙÔ„›· einen wichtigen Ort in medizinischer Literatur
hat.
raum übliche Maßangabe, der heute etwa vierzig
Liter entsprechen. Jedes dieser Wassergefäße fas- 23 Vgl. Roland Deines, Jüdische Steingefäße und pharisäische
Frömmigkeit: ein archäologisch-historischer Beitrag zum Ver-
ste also etwa 120 Liter. Sie dienten wohl einer ständnis von Joh 2,6 und der jüdischen Reinheitshalacha zur
größeren Hochzeitsgesellschaft zur rituellen Zeit Jesu, WUNT II, 52, Tübingen 1993, v. a. 24–29 u.
Reinigung der Hände vor dem Mahl, das schon 263–285.
eine Zeit lang dauerte. 24 Vgl. Alexander, Preface, 120–123 zu Lk 1,2.

13
Die Mutter Jesu ist die erste, die unter den geborenen Sohnes nach, im Fall seines Todes für
Hochzeitsgästen genannt wird (2,1). Sie wird seine verwitwete Mutter nach einer Möglichkeit
hier als neue Person in der fortlaufenden Erzäh- ihres Unterhalts zu suchen.29 Der Jünger folgt
lung noch vor Jesus und seinen Jüngern einge- dem Wort Jesu: „… er nahm sie in sein Eigenes
führt. Der Erzähler nennt sie so, wie er sie im2 auf.“ Das griechische Ù`· ’›‰È· meint hier das
2 Evangelium nennen wird: Ë‘ Ì‹ÙËÚ ÙÔ˘
weiteren Hauswesen des Lieblingsjüngers, in dem die
ÿËÛÔ˘, die Mutter Jesu. An keiner Stelle wird sie Mutter Jesu jetzt Unterkunft findet. In der
im Evangelium mit Namen genannt. Sie kommt Septuaginta30 ist mit diesem Ausdruck ein etwas
auch als erste zu Wort, wenn sie Jesus auf das wohlhabenderes Anwesen gemeint, was ein
Fehlen des Weins aufmerksam macht. Darauf Hinweis auf eine höherstehende Herkunft des
entgegnet ihr Jesus mit einer zweiteiligen Lieblingsjüngers sein könnte.
Antwort, die wörtlich übersetzt folgendermaßen
lautet: „Was ist dir und mir, Frau. Meine Stunde ist Jedoch erschöpft sich damit noch nicht die
noch nicht gekommen.“ Der erste Teil der Bedeutung dieser beiden Szenen, in denen die
Antwort ist eine deutliche Selbstdistanzierung Mutter Jesu begegnet. Die Szene hat auch sym-
Jesu, die mehrfach biblisch belegt ist. Luthers bolisches Gewicht. Am Beispiel der Mutter Jesu
ursprüngliche Übersetzung gibt den Sinn dieser zeigt der Erzähler nämlich das Ziel der Sendung
biblischen Redeweise gut wieder: „Was habe ich Jesu: Die Sammlung einer neuen familia Dei.
mit dir zu schaffen?“25 Die bloße Anrede als Von dieser Gemeinschaft hatte schon der Prolog
„Frau“ verstärkt die Distanzierung noch. Mög- gesprochen (1,12–13): „Die ihn (i. e. den ÏfiÁÔ˜,
licherweise hängt die schroffe Zurückweisung das Wort) aufnahmen, denen gab er die Vollmacht,
seiner Mutter damit zusammen, dass Jesus Kinder Gottes zu werden, denen die an seinen
bereits als Rabbi mit einigen Schülern auf der Namen glauben, die nicht aus dem Blut, nicht aus
Hochzeit erscheint. Frauen hatten nach jüdi- dem Willen des Fleisches und nicht aus dem Willen
scher Sitte kein Recht, Männer in der Öffent- des Mannes, sondern aus Gott gezeugt sind.“ Sie
lichkeit anzusprechen.26 Dies galt wohl auch für beruht also nicht mehr auf leiblicher Verwandt-
die Mütter erwachsener Söhne. schaft wie die Zugehörigkeit zum jüdischen Volk
Israel, sondern allein auf der Annahme des Wor-
Mit dem zweiten Teil der Antwort begründet tes Gottes.
Jesus selbst seine Zurückweisung. Die „Stunde“
ist im biblischen Griechisch ein Ausdruck für Die übrigen Evangelien berichten mehrfach
einen bestimmten Zeitpunkt, den Augenblick, von dem Anspruch Jesu, dass seine missio-
für den das klassische Griechisch sonst das Wort narische Gemeinschaft für die, die ihm folgen,
ηÈÚfi˜ verwendet.27 Jesus sieht den Zeitpunkt die alte leibliche Bindung zur Familie ersetzt.31
seines Handelns noch nicht gekommen. Das
Motiv des Zeitpunkts greift die Erzählung später
25 D. Martin Luthers Deutsche Bibel, WA 6, Weimar 1929, 331. Zu
noch zweimal wieder auf. Zu den Dienern sagt den biblischen Stellen vgl.: RiLXX 11,12; 2 KönLXX 16,10; 19,23;
Jesus (2,8): „Schöpft jetzt und bringt davon dem 3 KönLXX 17,18; 4 KönLXX 3;13; im NT: Mt 8,29; Mk 1,24; Lk
Tafelmeister!“ Und der Tafelmeister sagt in sei- 4,34; 8,28.
ner correctio an den Bräutigam: „Du hast den 26 Vgl. Joh 4,27 und Richard Bauckham, Gospel Women. Studies
guten Wein aufbewahrt, bis jetzt.“ Diese Worte of the Named Women in the Gospels, London, New York
2002, 200f.
„bis jetzt“ (‘¤ˆ˜ ’¿ÚÙÈ) stehen im griechischen
Text wirkungsvoll als letztes im Satz, ganz am 27 2 KönLXX 24,15; RutLXX 2,14; Sir 18,19–20; Lk 14,17. Auch

Johannes kann ηÈÚfi˜ austauschbar mit ÒÚ· verwenden, vgl.
Schluss der eigentlichen Erzählung. Nun war Joh 7,6.
der Augenblick Jesu eingetreten, an dem Punkt,
28 Dies entspricht der Terminologie antiker Exegese. Frances M.
an dem das Fest weitergehen konnte. Die zwei- Young hat fünf Bedeutungsnuancen des „literalen Sinns” eines
teilige Antwort Jesu an seine Mutter erhält also Schrifttextes bei den antiken christlichen Autoren zusammenge-
eine bereits aus der Erzählung heraus versteh- fasst: 1) „attending solely to the wording, 2) taking individual
words in their normal sense, 3) attending to the "plain sense” of
bare Bedeutung, die ich hier literale Bedeutung word in combination (the sentence), 4) discerning the overall
nennen möchte.28 logic of an argument or narrative, 5) accepting the implied fac-
tual reference (whether carnal, earthly, historical, prophetic).”
(Ders., Biblical Exegesis and the Formation of Christian
Als Figur in der Erzählung taucht die Mutter Culture, New York 2002). Hier sind vor allem die ersten drei
Jesu im gesamten Evangelium nur noch ein Aspekte gemeint.
zweites Mal auf. Unter dem Kreuz steht sie 29 Vgl. Zahn, Johannes, 656.
neben den anderen Frauen und dem Jünger, den
30 Est 5,10; 6,12.
Jesus liebte. An diese beiden richten sich die letz-
ten Worte Jesu. Seiner Mutter gibt Jesus den 31 Mk 1,19–20; Lk 9,59–62; 14,25–27; Mt 8,21–22; 10,37–38. Vgl.
Harry Jungbauer, „Ehre Vater und Mutter“. Der Weg des
Jünger zum Sohn und seine Mutter dem Jünger Elterngebots in der biblischen Tradition, WUNT II, Tübingen
zur Mutter. Damit kommt er der Pflicht des erst- 2002, 146, 290–307.

14
Der Erzähler des Johannesevangeliums hat dies Bedrängnis wegen der Freude, dass ein Mensch in
exemplarisch an der Mutter Jesu gezeigt. An der die Welt gezeugt wurde.“
Stelle ihres sterbenden Sohnes am Kreuz erhält
sie durch sein Wort einen neuen Sohn und wird Das letzte Mal im Evangelium erwähnt der
in eine andere Familie aufgenommen als die, zu Erzähler „die Stunde“ unter dem Kreuz, in sei-
der sie durch leibliche Verwandtschaft gehört.32 nem Satz über den Jünger, den Jesus liebte
Der Evangelist hat dies für seine Leser deutlich (19,27): „Und von jener Stunde an nahm der Jün-
gemacht, indem er die beiden Szenen durch die ger sie in sein Eigenes auf.“ An dieser Stelle beant-
Figur der Mutter Jesu miteinander verbindet. wortet sich die Frage für die Leser. Die Mutter
Jesu ist Teil einer neuen Familie, die nicht aus
Ein Erzähler verfügt über verschiedene dem Blut, nicht aus dem Willen des Fleisches,
Mittel, um das Verständnis seiner Erzählung zu sondern auf dem lebendigen Wort Gottes, Jesus
lenken. Eine Technik besteht darin, dass er die Christus, gegründet ist.
berichtete Episode aus der Perspektive einer
bestimmten Person wahrnehmen lässt. Diese Durch die Perspektive der Mutter Jesu erhält
Perspektive bestimmt die Bedeutung, die er der die Erzählung von der Hochzeit zu Kana also
Erzählung geben möchte. Wir haben dies schon eine durch das gesamte Evangelium selbst
ansatzweise gesehen, wenn Johannes im ersten begründete symbolische Bedeutung: Eine Hoch-
Teil seines Evangeliums zunächst aus der zeit war zwar im Verband einer Großfamilie
Erzählperspektive des Täufers und dann aus der nicht so eindeutig die Feier zur Gründung einer
der ersten Jünger, vor allem Nathanaels, berich- Familie, aber doch ein wichtiger Schritt, der den
tet. Bei der Hochzeit zu Kana ist die Erzähl- weiteren Fortbestand der Familie sicherte. In der
perspektive durch die Mutter Jesu bestimmt, die jüdischen Schrift war die Hochzeit als Symbol
noch vor allen anderen Gästen genannt wird. für den Bund Gottes mit seinem Volk vorgege-
Mit ihrer Perspektive ist auch die symbolische ben. Diesen biblischen Symbolzusammenhang
Bedeutung verbunden, die der Erzähler seinem greift der Evangelist auf. Im Bild der Hochzeit
Bericht gegeben hat. Sie schiebt sich über die bedeutet die Weinspende Jesu, dass sich die bib-
literale Bedeutung der zweiteiligen Antwort Jesu lische Bundesgeschichte Gottes fortsetzt. Sie
an seine Mutter. Die wörtliche Übersetzung des wird weitergeführt mit einer familia Dei, deren
ersten Teils lautete: „Was ist mir und dir, Frau?“ Grundlage nicht mehr auf leiblicher Zugehörig-
Diese Zurückweisung in Form einer Frage stellt keit, sondern auf der Annahme des fleischge-
gleichzeitig für die Leser die Frage in den Raum, wordenen Wortes Gottes beruht.34
was aus der Beziehung Jesu zu seiner leiblichen
Mutter werden wird. Sie wird durch die Anrede Die Erzählung von der Hochzeit zu Kana will
als „Frau“ verstärkt, die die leibliche Verwandt- also mehr sein als das bloße Referat eines Histo-
schaft in den Hintergrund stellt. Unmittelbar rikers. Durch die Perspektive der Mutter Jesu
nach der Hochzeit befindet sich die Mutter Jesu und ihren Zusammenhang im gesamten Evan-
nur noch einmal in der Gruppe derer, die mit gelium erhält sie auch eine originäre symbolische
Jesus vom galiläischen Hügelland nach Kafar- Bedeutung. Mit der Terminologie antiker Philo-
naum an den See herabziehen (2,12), danach logie lässt sie sich sogar noch genauer als typo-
taucht sie nicht mehr auf. Durch die Erzähl- logische Bedeutung beschreiben. Sie verweist
perspektive der Mutter Jesu begleitet den Leser nicht nur auf einen unbestimmt offenen Sym-
diese Frage auch im weiteren Verlauf. bolzusammenhang, sondern stellt die Mutter
Jesu als Typus der neuen Familie Gottes dar.
Um diese Frage zusätzlich zu betonen, ist im Charakteristisch für Johannes ist dabei, dass die
zweiten Teil der Antwort Jesu ein Schlüsselwort literale und die symbolische Bedeutung nicht zu
eingeführt: „Meine Stunde ist noch nicht gekom- trennen sind. Die beiden unterschiedlichen Deu-
men.“ Das Motiv der „Stunde Jesu“ wird im tungsebenen der zweiteiligen Antwort Jesu an
Folgenden oft wiederholt33 und erinnert wie mit seine Mutter haben dies gezeigt.
einem Leitmotiv an diese Frage. An einer Stelle
in den Abschiedsreden ist das Motiv von der
Stunde sogar direkt mit dem Thema der
Mutterschaft verbunden. Jesus erklärt seinen 32 Jungbauer, Elterngebot, 311–324.
Zuhörern die Trauer über seinen Tod mit einem 33 Joh 5,25; 7,30; 8,20; 11,9; 12,23; 12,27; 13,1; 17,1 u. ö.
Bild aus dem Propheten Jesaja (26,17) und 34 Dabei könnte der Ausgang der Erzählung auch noch auf das
spricht darin von der Stunde der Geburt (Joh Problem der Abschiedsreden eingehen, wie nämlich das Wirken
16,21): „Wenn die Frau gebiert, ist sie betrübt, dass Jesu in der Zeit seiner Abwesenheit nach dem Tod weitergeht.
Denn in der letzten Szene der Erzählung tritt Jesus, der eigent-
ihre Stunde gekommen ist. Doch wenn sie das liche Urheber des Zeichens, nicht mehr auf. Er ist nur noch in
Kind geboren hat, erinnert sie sich nicht mehr der dem von ihm geschenkten Wein präsent.

15
Der Erzähler des Johannesevangeliums Er ist ein Augenzeuge wie der erste Prototyp des
Zeugen, der Täufer Johannes. Mehrfach halten
Als Folge rationaler Kritik ist die Deutung der die letzten Kapitel des Evangeliums fest, wie die-
Evangelien oft weit von einem literalen Verstän- ser Jünger „sah“ – und dann im leeren Grab
dnis abgerückt worden. Viele Perikopen wurden auch „glaubte“ (20,8).
als Reaktionen auf die Fragen späterer Gemein-
deentwicklungen verstanden. Man verstand sie Unter den beiden ersten Jüngern in 1,35–40
nicht primär als biographische Erzählungen, war einer ohne Namen geblieben. Einen der bei-
sondern als später in das Leben Jesu hineingetra- den hatte der Erzähler in 1,40 Andreas genannt.
gene Allegorien auf ein bestimmtes Gemeinde- Der andere hatte keinen Namen erhalten. Für
leben. Das Johannesevangelium war dabei keine einen Leser dieses Abschnitts bleibt dieser na-
Ausnahme, sondern lediglich ein besonders cha- menlose Jünger zunächst ein Rätsel. Aber die
rakteristisches Beispiel. Bultmanns Johannes- Tatsache, dass an dieser Stelle das erstemal im
kommentar war ein großes archäologisches Un- Evangelium genau der Tag und sogar die Zeit
ternehmen, aus dem Text des Evangeliums eine angegeben werden, ließ sich bereits als Hinweis
frühchristliche Theologiegeschichte zu rekon- auf den Bericht eines Augenzeugen verstehen.
struieren. Der historiographisch-biographische Er wurde noch verstärkt durch die Aufforderung
Aspekt des Evangeliums spielte dabei kaum Jesu an diese beiden Jünger (1,39): „Kommt und
noch eine Rolle. seht“.

Dagegen spricht die deutliche Betonung der In 1,14 hatte der Autor sich vorher selbst
Augenzeugenschaft der ersten Jünger im ersten erwähnt: „und wir haben die Herrlichkeit gese-
Teil des Evangeliums. Augenzeugenschaft war hen, die Herrlichkeit des einziggeborenen Sohnes
bereits für die Antike kein passiver Vorgang. vom Vater.“ Vom Schluss des Evangeliums aus
Dies hat der schwedische Neutestamentler Sa- lässt sich dieser Plural als der schriftstellerische
muel Byrskog in einer breit angelegten Unter- Plural verstehen, mit dem nach den Konven-
suchung gezeigt. Das wahrgenommene Ereignis tionen der Koine-Literatur ein Autor zu seinen
erfuhr in der ersten mündlichen Darstellung Lesern sprach. Ein Leser, der das Evangelium
durch einen Augenzeugen bereits eine kreative aufmerksam bis zum Ende las, konnte mit die-
Transformation. Die rein faktische „history“ sen Hinweisen auf die Augenzeugenschaft in
wurde vom Augenzeugen vor dem Horizont dem Jünger ohne Namensnennung den Autor
eigener Erfahrungen interpretiert und so zu selbst wiedererkennen. Es ist der einzige, der
einer „story“, die das rein faktische Ereignis be- unter den Jüngern bis 2,11 ohne Namen blieb.
reits deutete. Dennoch blieben Berichte von Nach dem Prolog nannte er sich nur noch in der
Augenzeugen für antike Geschichtsschreibung dritten Person, vermutlich wie andere antike
die zuverlässigsten Quellen vergangener Ereig- Autoren auch, weil er selbst als Figur in seiner
nisse: „Autopsy was the essential means to reach Erzählung beteiligt war. Bis zu den Erwähnun-
back into the past“35 – „Augenzeugenschaft war gen des Jüngers, den Jesus liebte, und seiner
die entscheidende Brücke in die Vergangenheit. Identifizierung mit dem Autor des Evangeliums
So fasst Byrskog ein Ergebnis seiner Untersu-
chung antiker Historiographie zusammen. Be- 35 Byrskog, Story, 64.
richte von Augenzeugen wurden daher oft als
36 Vgl. Herodot, Historiae 2, 29; 2, 44; 2, 75; 2, 99 über sich selbst
integrale Bestandteile von Geschichtsschreibern als Augenzeugen (Byrskog, Story, 53–57); Thukydides, Historiae
in ihren Werken übernommen.36 I 22,2 (Byrskog, Story, 59); Polybius, Historiae IV 2,1–2 (Byrskog,
Story, 60) und die wichtige Kritik an Timaeus in XII 27,1–3;
Flavius Josephus, Contra Apionem 1,47 (Byrskog, Story, 62–63).
Das Johannesevangelium geht auf den Jünger Interessant wegen der zeitlichen Nähe ist auch ein Hinweis auf
zurück, den Jesus liebte. Im Evangelium wird er Augenzeugen mit dem Tacitus seinen Bericht über zwei
Wunderheilungen Vespasians abschließt (Tacitus, Historiae 4,
nie mit Namen genannt, sondern immer nur in 81): „Utrumque qui interfuere nunc quoque memorant, postquam
dieser Umschreibung: „der Jünger, den Jesus nullum mendacio pretium.“ Vgl. Byrskog, Story, 63–64.
liebte“. Versuche, die genaue Identität seiner Per- 37 Vgl. allerdings die gründlichen Untersuchungen von Martin
son herauszufinden, müssen wohl vergeblich Hengel (Ders., Die johanneische Frage: ein Lösungsversuch. Mit
bleiben. Die Evangelienüberschrift nennt ihn einem Beitr. zur Apokalypse von Jörg Frey, WUNT 67,
Tübingen 1993) und Richard Bauckham (Ders., Papias and
Johannes, aber schon im zweiten Jahrhundert Polycrates on the Origin of the Fourth Gospel, JThS 44 [1993]
wird er mit verschiedenen Personen dieses Na- 24–69). Vgl. aber auch das sehr vorsichtige Ergebnis von Titus
mens identifiziert.37 Erst nach der Auskunft der Nagel (Ders., Die Rezeption des Johannesevangeliums im 2.
Jahrhundert. Studien zur vorirenäischen Aneignung und
letzten Verse im Evangelium ist er nicht nur eine Auslegung des vierten Evangeliums in christlicher und christ-
Figur in der Erzählung, sondern auch der Autor lich-gnostischer Literatur, AzBiG 2, Leipzig 2000, 473–476).
des Evangeliums (21,24): „Dieser ist der Jünger, 38 Vgl. Richard Bauckham, The Beloved Disciple as Ideal Author,
der dies bezeugt, und der dieses geschrieben hat.38 JSNT 49 (1993) 21–44.

16
blieb er allerdings zunächst in dem Rätsel des
namenlosen Jüngers verborgen. Erst am Ende
stellt sich heraus, dass der Autor als Augenzeuge
selbst seine Leser bis an die Anfänge des öffent-
lichen Lebens Jesu zurückgeführt hat.
Die Hochzeit zu Kana ist die erste geschlos-
sene Erzählung, die er aus dem Leben Jesu
berichtet. Unsere Untersuchung hat gezeigt,
dass er durch ihre Symbolik das „unvergängliche
und ewige Licht“ im Leben Jesu erkennen lässt.
Augustinus hatte seinen besonderen Charakter
als contemplator lucis internae atque aeternae tref-
fend beschrieben. Sein Evangelium spricht aber
dagegen, ihn nur in diesem symbolischen Sinn
ernst zu nehmen, und ihn deswegen zu weit von
den drei synoptischen Evangelien abzurücken.
Er hat die symbolische Bedeutung seiner Erzäh-
lung untrennbar mit ihrer literalen Bedeutung
verbunden. Als Erzähler vom ewigen Licht bleibt
er ein contemplator vitae Jesu Christi.

17
18
2
Personenstand

HOCHSCHULBEHÖRDEN UNTERHALTSTRÄGER DER HOCHSCHULE

Großkanzler Philosophisch-Theologische Hochschule


Prof. Dr. Peter-Hans Kolvenbach SJ Sankt Georgen e.V., Frankfurt am Main
Generaloberer der Gesellschaft Jesu
Vorstandsvorsitzender
Stellvertreter des Großkanzlers P. Rektor Prof. Dr. Josef Schuster SJ
P. Franz Meures SJ (bis 31.07.2004) (bis 31.08.2004)
Provinzial der Norddeutschen Provinz SJ P. Rektor Dr. Thomas Gertler SJ
P. Stefan Dartmann SJ (ab 01.08.2004) (ab 01.09.2004)
Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten
Geschäftsführer
Rektor Peter Michael Roche
Prof. Dr. Helmut Engel SJ
Sekretariat: Anna-Luise Vaupel Kollegsverwaltung
Anette Schweikart-Paul
Prorektor
Prof. Dr. Medard Kehl SJ

Hochschulsekretärin
Petra Muth

Studentensekretariat und Prüfungsamt


Karin Tahödl

Studienleiter für postgraduale Studien


Prof. Dr. Helmut Engel SJ

STUDIENBERATUNG

Prof. Dr. Hans-Ludwig Ollig


Philosophie

Prof. Dr. Ulrich Rhode SJ


Theologie

19
Emeritierte Professoren und Dozenten
Lehrkörper
Baumert, Norbert, SJ, Dr. phil., Lic. theol.
Exegese des Neuen Testamentes

Bertsch, Ludwig, SJ, Dr. theol.


Pastoraltheologie, Liturgiewissenschaft

Beutler, Johannes, SJ, Dr. theol., Lic. in re bibl.


Theologie des Neuen Testamentes,
Fundamentaltheologie

Frielingsdorf, Karl, SJ, Dr. theol.


Religionspädagogik und Pastoralpsychologie

Gerhartz, Johannes Günter, SJ, Dr. jur. can.


Kirchenrecht

Heine, Herbert, Dr. phil.


Kirchenmusik und Sprecherziehung,
Kirchenmusikdirektor; Honorarprofessor an der
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst

Knauer, Peter, SJ, Dr. theol.


Fundamentaltheologie

Koltermann, Rainer, SJ, Dr. phil. nat., Lic. theol.


Naturphilosophie

Kunz, Erhard, SJ, Dr. theol.


Dogmatik

Lay, Rupert, SJ, Dr. phil.


Philosophie und Wissenschaftstheorie

Lohfink, Norbert, SJ, Dr. in re bibl., Dr. theol. h.c.


Exegese des Alten Testamentes

Niemann, Ulrich, SJ, Dr. med., Lic. theol.


Pastoralmedizin, Medizinische Ethik,
Psychosomatische Anthropologie

Schmitz, Philipp, SJ, Dr. theol.


Moraltheologie

Schüller, Bruno, SJ, Dr. theol.


Moraltheologie

Sieben, Hermann-Josef, SJ, Dr. theol.


Dogmen- und Konziliengeschichte, Patrologie

Stenzel, Alois, SJ, Dr. theol.


Dogmatik und Liturgiewissenschaft

Switek, Günter, SJ, Dr. theol.


Theologie des geistlichen Lebens und
Geschichte der Spiritualität

Syndicus, Eduard, SJ, Dr. phil.


Christliche Kunst

20
Professoren Honorarprofessoren

Berndt, Rainer, SJ, Dr. theol. Sievernich, Michael, SJ, Dr. theol.
Geschichte der Philosophie und der Theologie Pastoraltheologie
im Mittelalter Univ.-Prof. für Pastoraltheologie am Fachbereich
Katholische Theologie der Johannes Gutenberg-
Engel, Helmut, SJ, Dr. in re bibl. Universität Mainz
Einleitung in die Heilige Schrift,
Exegese des Alten Testamentes Troll, Christian W., SJ, Ph. D.
Islam und christlich-muslimische Begegnung
Hengsbach, Friedhelm, SJ, Dr. rer. oec., Lic. theol.
Christliche Gesellschaftsethik
Dozenten
Jüngling, Hans-Winfried, SJ, Dr. in re bibl. Böhler, Dieter, SJ, Dr. theol., Lic. in re bibl.
Exegese des Alten Testamentes Exegese des Alten Testamentes,
Aramäisch, Hebräisch
Kehl, Medard, SJ, Dr. theol.
Dogmatik, Fundamentaltheologie Kießling, Klaus, Dr. theol. habil., Dr. phil.
Religionspädagogik und Pastoralpsychologie
Löser, Werner, SJ, Dr. theol. SS 2004
Dogmatik, Ökumenische Theologie
Watzka, Heinrich, SJ, Dr. phil.
Mennekes, Friedhelm, SJ, Dr. phil., Lic. theol. Philosophie
Pastoraltheologie, Homiletik und
Religionssoziologie, Wucherpfennig, Ansgar, SJ, Dr. theol.
Honorarprofessor der Hochschule für Exegese des Neuen Testaments
Bildende Künste Braunschweig,
Honorarprofessor an der
Johannes Gutenberg-Universität Mainz Lektoren

Ollig, Hans Ludwig, SJ, Dr. theol. Föller, Helmut, Dr. phil., Bezirkskantor
Philosophie Kirchenmusik, Stimmbildung und
Sprecherziehung
Podskalsky, Gerhard, SJ, Dr. phil. Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik
Kirchengeschichte, Byzantinistik und darstellende Kunst Frankfurt am Main

Rhode, Ulrich, SJ, Dr. jur. can. Zimbrich, Ulrike, Dr. phil.
Kirchenrecht Latein, Griechisch

Schatz, Klaus, SJ, Dr. hist. eccl.


Lehrbeauftragte Professoren
Kirchengeschichte
Disse, Jörg Peter, Dr. phil., Dr. theol. habil.
Schneider, Michael, SJ, Dr. theol. Fundamentaltheologie
Dogmatik, Liturgiewissenschaft Theologische Fakultät Fulda
Schuster, Josef, SJ, Dr. theol. Odenthal, Andreas, Dr. theol.
Moraltheologie Liturgiewissenschaft
Theologische Fakultät Fulda
Sebott, Reinhold, SJ, Dr. jur. can., Dr. theol. SS 2004
Kirchenrecht

Splett, Jörg, Dr. phil. Lehrbeauftragte


Philosophie,
Lehrbeauftragter Professor der Hochschule für Eberhardt, Peter, Schulamtsdirektor i.K.
Philosophie München Religionspädagogik
WS 2003/04

Gabriel, Baldur, Dr.


Latein-Intensivkurs

21
Gertler, Thomas, SJ, Dr. theol. Huber-Rudolf, Barbara, Dr.
Homiletik, Propädeutik, Missionarische Seelsorge Islam und christlich-muslimische Begegnung
CIBEDO (Christlich-Islamische Begegnung –
Hefele, Gabriel, Dr. phil. Dokumentationsstelle), Frankfurt
Christliche Kunst
Oberkustos am Diözesanmuseum Limburg Peetz, Melanie, Bakk.phil.
SS 2004 Hebräisch
WS 2003/04
Hühne, Klaus-Peter
Griechisch-Intensivkurs Poensgen, Herbert, Dr. theol.
Theologisch-Pastorales Institut Mainz
Kruck, Günter, Dr. theol. habil. Kultur und Tourismus
Dogmatik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Schleicher, Regina, M.A.
Fachbereich Katholische Theologie Französisch
WS 2003/04
Schwab, Tobias, Dipl.Theol.
Kügler, Hermann, SJ, Lic. theol. Medien und öffentliche Kommunikation,
Pastoralpsychologie SS 2004
Berlin
WS 2003/04 Wenzel, Urban
Hebräisch
Müller, Christoph, PD Dr. theol. SS 2004
Exegese des Neuen Testaments
Yáñez-Romo, Verónica, Dipl.-Ing.
Spanisch
Schnabl, Christa, Dr. theol.
Universität Wien
Christliche Gesellschaftsethik Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen
SS 2004 und Mitarbeiter

Häger, Peter, Dr. theol.


Tischler, Matthias M., Dr. phil.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für
Mediävistik
Kirchengeschichte
Lehrkräfte für besondere Aufgaben Jakobi, Tobias, M.A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Bettega, Cristiano Oswald von Nell-Breuning-Institut
Italienisch
SS 2004 Pirker, Viera, Dipl. Theol.
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für
Bieger, Eckhard, SJ, Dr. phil., Lic. theol. Religionspädagogik, Katechetik und Didaktik
Medien und öffentliche Kommunikation; ab 01.04.2004
Missionarische Seelsorge
Schmitt-Honold, Barbara, Dipl. Theol.
Bohmeyer, Axel, Dipl. Theol., Dipl. Päd. Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl
Christliche Gesellschaftsethik für Dogmatik und Fundamentaltheologie
WS 2003/04
Lanfermann, Sr. Agnes, MMS, Lic. theol.
Busse, Gundel-Maria Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für
Rhetorik Pastoralpsychologie und Spiritualität
bis 31.03.2004
Fischer, Ulrich, Dipl.Theol.
Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz Storeck, Christiane, Dipl. Chemikerin
beim ZDF Wissenschaftliche Mitarbeiterin am
Medien und öffentliche Kommunikation Hugo von Sankt Viktor-Institut
WS 2003/04
Tischler, Matthias M., Dr. phil.
Hanack, Peter Wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Medien und öffentliche Kommunikation Hugo von Sankt Viktor-Institut
SS 2004 bis 30.06.2004

22
3
Studierendenschaft

STATISTIK

WS 2003/2004:

Gesamtzahl der Studierenden und Hörer: 433 Die Anzahl der ausländischen Studierenden
davon beträgt ca. 1/3. Die Studierenden kommen aus
Ordentlich Studierende: 255 rund 30 Nationen.
Gasthörer, Zweithörer u. Kursteilnehmer: 178

im Diplomstudiengang: 172
davon
phil. Semester (Grundstudium) 106
theol. Semester (Hauptstudium) 66

im postgradualen Studium: 83
davon
Doktoranden 53
Lizentianden 27
Sonstige 3

SS 2004:

Gesamtzahl der Studierenden und Hörer: 413


davon
Ordentlich Studierende: 250
Gasthörer, Zweithörer u. Kursteilnehmer: 163

im Diplomstudiengang: 169
davon
phil. Semester (Grundstudium) 102
theol. Semester (Hauptstudium) 67

im postgradualen Studium: 81
davon
Doktoranden 50
Lizentianden 29
Sonstige 2

23
DER ALLGEMEINE STUDIERENDEN-AUSSCHUSS (ASTA)

WS 2003/2004 SS 2004

1. Vorsitz: Robert Rapljenovic´ Judith Adam


(bis 31.12.2003)
2. Vorsitz: Stefanie Erbs Stephan Fiedler
AStA-Referate
Außenkontakte: Philipp Spang N.N.
Büroorganisation: Scholastika Pfeiffer N.N.
Finanzen / ISIC / RMV: Mareike Böhm Matthias Böhm
Sascha Jung Thomas Schön
Heiligenkalender: Christoph Körner N.N.
Elisabeth Otten
Jürgen Pelzer
Homepage: Jürgen Pelzer Jürgen Pelzer
Kommentiertes
Vorlesungsverzeichnis: Kathinka Fuhrmann Christoph Körner
Scholastika Pfeiffer Jürgen Pelzer
Kultur/Politik: Antonius Gerarts Antonius Gerarts
Christoph Körner Christoph Körner
Öffentlichkeitsarbeit: Jürgen Pelzer
Skriptothek: Andreas Schneider Andreas Schneider
Sport: N.N. Thomas Heynen
Studentisches Computer-
rechenzentrum: Andreas Peitz Andreas Peitz
Upwärts: N.N. N.N.
Zimmervermittlung: Elisabeth Otten Ingeborg Tellenbach

KONVENT

WS 2003/2004 SS 2004

Mitglieder: Stefanie Erbs Judith Adam


Marc-Stephan Giese Stefanie Erbs
Volker Kreutzmann Stephan Fiedler
Elisabeth Otten Thomas Heynen
Jürgen Pelzer Volker Kreutzmann
Robert Rapljenovic´ Robert Rapljenovic´
Michael Schönberger Sandra Sichmann
Sandra Sichmann Ingeborg Tellenbach

24
4
Mitgliedschaften, Partnerschaften und
internationale Beziehungen

Die Hochschule Sankt Georgen ist Mitglied Heythrop College, London


folgender Institutionen: Facultad de Teología, Granada
Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Bonn Faculdade de Filosofia, Braga
Landeshochschulkonferenz (LHK), Marburg Pontificio Istituto Biblico, Rom
Deutscher Akademischer Austauschdienst Pontificio Istituto Orientale, Rom
(DAAD), Bonn
Deutsches Forschungsnetz (DFN), Berlin
Conference of Catholic Theological Institutions Im Rahmen des von der Europäischen Union
(COCTI) geförderten SOKRATES-ERASMUS-Programms
(Mobilität von Studierenden und Dozenten)
Katholisch-Theologischer Fakultätentag (KThFT) kooperiert die Hochschule Sankt Georgen mit
Arbeitsgemeinschaft der Ordenshochschulen folgenden Hochschulen:
(AGO) Leopold-Franzens-Universität, Theologische
Arbeitsgemeinschaft der Philosophisch- Fakultät, Innsbruck
Theologischen Hochschulen und Institut Catholique de Paris, Faculté de Théologie
Theologischen Fakultäten in kirchlicher et Sciences Religieuses, Paris
Trägerschaft
Universidad Pontificia Comillas, Madrid
Heythrop College, University of London, London
Seit September 2001 ist die Hochschule Milltown Institute of Theology and Philosophy,
Sankt Georgen Mitglied der Association des Dublin
Établissements Jésuites d'Enseignement
Supérieur d'Europe et du Liban (ASJEL).
Dieser Association gehören an: Akademische Betreuung:
Université Saint-Joseph, Beirut Prof. Dr. Helmut Engel SJ
Universidad Pontificia Comillas, Madrid (SOKRATES-ERASMUS-Koordinator)

Universidad de Deusto, Bilbao Organisation: Petra Muth


Facultés Universitaires Notre-Dame de la Paix, Mit dem Studienjahr 2003/04 hat die
Namur Europäische Kommission der Philosophisch-
Pontificia Università Gregoriana, Rom Theologischen Hochschule Sankt Georgen
Institut Catholique des Arts et Métiers – ICAM, Frankfurt am Main die ERASMUS Hochschul-
Lille – Nantes – Toulouse charta (ERASMUS University Charta) mit einer
Gültigkeitsdauer von vier Jahren (bis zum
Wydzial Filozoficzny, Krakau Akademischen Jahr 2006/07) verliehen. Diese
Wydzial Teologiczny »Bobolanum«, Warschau Charta berechtigt die Hochschule weiterhin zur
Teilnahme an den ERASMUS-Aktivitäten bis
Filosofski-Teoloski Institut St. Joseph, Zagreb zum oben genannten Zeitpunkt. Die Abwick-
Hochschule für Philosophie, München lung, d.h. die Beantragung von Zuschüssen für
die Studierenden- und Dozentenmobilität,
Centre Sèvres – Facultés jésuites de Paris erfolgt nun dezentral direkt über die Nationale
Pontificia Facoltà Teologica dell'Italia Agentur, den Deutschen Akademischen
Meridionale »San Luigi«, Neapel Austauschdienst (DAAD).
Campion Hall, Oxford Die mit dem Antrag für die Hochschulcharta
eingereichte „Erklärung zur Europäischen
Institut d'Études Théologiques, Brüssel Bildungspolitik“ (EPS) der Hochschule Sankt

25
Georgen, die auch auf der Homepage der Euro- Hochschule insbesondere die Mobilität der
päischen Kommission unter Studierenden. Hierbei konnten durchweg
„http://www3.socleoyouth.be/eps/Main.jsp“ gute Erfahrungen mit den Partnerinstitutionen
veröffentlicht ist, lautet: gemacht werden. Die an den Partnerhoch-
schulen erbrachten Studien- und Prüfungs-
„Wie ist die derzeitige Lage der internatio-
leistungen werden in Sankt Georgen
nalen Kooperation Ihrer Hochschule im
anerkannt. Auch die Forschung an der
Kontext der gegenwärtigen Entwicklung
Hochschule hat europäische und internatio-
auf nationaler, internationaler und europäi-
nale Aspekte. Die Institute der Hochschule,
scher Ebene?
vor allem das Oswald von Nell-Breuning-
Die Philosophisch-Theologische Hochschule
Institut für Wirtschafts- und Gesellschafts-
Sankt Georgen Frankfurt am Main ist eine
ethik (Vorsitz: Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach
kirchlich und staatlich anerkannte Wissen-
SJ) und das Hugo von Sant-Viktor-Institut für
schaftliche Hochschule, die seit ihrer Gründung
Quellenkunde des Mittelalters (Vorsitz: Prof.
1926 Lehre und Forschung im Gesamt-
Dr. Rainer Berndt SJ), aber auch das Institut
bereich der theologischen Wissenschaften –
für Pastoralpsychologie und Spiritualität
einschliesslich der für sie bedeutsamen
(Vorsitz: Prof. Dr. Karl Frielingsdorf SJ) und
philosophischen, natur- und sozialwissen-
das Institut für Dogmen- und Liturgiege-
schaftlichen Disziplinen – betreibt. Die Hoch-
schichte (Vorsitz: Prof. Dr. Michael Schneider
schule steht in der Bildungstradition, Verant-
SJ) sind hier zu nennen, ausserdem einzelne
wortung und Trägerschaft des Ordens der
Forschungsprojekte wie „Geschichte der
Gesellschaft Jesu (Societas Jesu), was ihr von
deutschen Provinzen des Jesuitenordens in
je her internationale Verbindungen und eine
der neuen Gesellschaft Jesu (seit 1814)“
internationale Studentenschaft sicherte. Nach
(Prof. Dr. Klaus Schatz SJ), „Deuteronomium
dem derzeitigen Kenntnisstand sind Absol-
und deuteronomistische Literatur“ (Prof. Dr.
venten der Hochschule Präsidenten grosser
Norbert Lohfink SJ), „Jesus der Christus im
Universitäten in den USA, Spanien und
Glauben der Kirche“ (Beauftragte: Frau Dr.
Venezuela, viele hier Promovierte lehren als
Theresia Hainthaler).
Professoren in mehreren Ländern Afrikas,
Angesichts der Stärken und Schwächen der
Asiens, Europas und Nord- und Lateiname-
gegenwärtigen Lage Ihrer Hochschule,
rikas. Die Hochschule bringt, da sie über
geben Sie bitte die Ziele und Prioritäten
einen Campus verfügt, überdurchschnittlich
Ihrer Hochschule für die Studienjahre
gute Voraussetzungen mit für die Begeg-
2003/2004 – 2006/2007 an, und geben
nung auf europäischer und internationaler
Sie dabei insbesondere die Aktivitäten an,
Ebene. Besonders im Bereich der postgra-
die im Rahmen des SOKRATES-Programms
dualen Studien stammen viele Studierende
gefördert werden sollen. Beschreiben Sie
aus dem europäischen und aussereuropäi-
kurz, wie die EPS erstellt wurde und wie
schen Ausland, insgesamt sind ca. 30 ver-
sie an Ihrer Hochschule umgesetzt werden
schiedene Länder vertreten. Mit ihrem Aus-
soll.
länderanteil liegt die Hochschule an der
Ziel der Hochschule ist es, mit den Mitteln
Spitze der wissenschaftlichen Hochschulen
der philosophischen und theologischen
in Hessen. Vielen der ausländischen Studie-
Reflexion auch die geistigen Grundlagen
renden bietet das Kolleg Sankt Georgen
Europas, zu dem konstitutiv das Christentum
günstigen Wohnraum an, so dass sich die
gehört, zu erfassen und unter den neuen
Fürsorge nicht nur auf den akademischen,
Bedingungen der europäischen Integration
sondern auch auf den sozialen Raum
zur Geltung zu bringen. Dazu gehört auch
erstreckt. Zudem verwirklicht die Hochschule
die Beantwortung der Fragen nach der Rolle
ihre internationale Ausrichtung nicht nur im
der christlichen Kirchen in Europa, nach
europäischen Rahmen. Die ausländischen
den christlich-muslimischen Beziehungen,
Studierenden stammen etwa zu gleichen
nach einer Weltordnung in Gerechtigkeit
Teilen aus Ländern Europas und aus ausser-
und Frieden, nach Gleichberechtigung der
europäischen Ländern. Professoren und
Geschlechter, nach einer menschengerech-
Dozenten der Hochschule halten Gastvorle-
ten Technik, nach einer Lösung der Migra-
sungen und Kurzzeitdozenturen an universi-
tionsprobleme. Diese Ziele versucht die
tären Einrichtungen im Ausland. Darüber
Hochschule in Kooperation mit ihren Partner-
hinaus unterhält die Hochschule partner-
hochschulen bzw. -fakultäten in 16 Ländern
schaftliche Beziehungen mit Universitäten in
Europas durchzuführen, namentlich mit
Europa, den USA und Mexiko. Im Rahmen
universitären Institutionen in Bilbao, Braga,
der europäischen Kooperation fördert die
Bratislava, Brüssel, Dublin, Granada,

26
Innsbruck, Krakau, London, Madrid, Neapel, Weitere Partnerhochschulen Sankt Georgens
Padua, Paris, Rom, Warschau und Zagreb. sind:
Weiterhin ist die Hochschule seit Oktober
Centre Sèvres, Facultés jésuites de Paris
2001 Mitglied der „Association des Établis-
sements Jésuites d'Enseignement Supérieur Universidad Iberoamericana, México
et du Liban“. Diese europäischen Verbindun-
Boston College, Theology Department, Chestnut
gen sind ihrerseits in ein Netz hinein zu
Hill, USA
integrieren, das darauf angelegt ist, von
einer europäischen Dominanz zu einer inter-
Das „Allgemeine Abkommen über den
nationalen Kooperation unter ideeller und
Akademischen Austausch“ (Convenio General
materieller Beteiligung Europas zu gelangen.
de Intercambio Académico) zwischen der
Als schwierig hat sich das Ziel erwiesen, die
Philosophisch-theologischen Hochschule Sankt
institutionellen Verbindungen zu akademi-
Georgen Frankfurt am Main und der Universi-
schen Einrichtungen in osteuropäischen
dad Iberoamericana A.C., erstmals abgeschlossen
Ländern aufzubauen. Zwar gibt es an unse-
am 13.02.1998, wurde am 26.04.2004 per
rer Hochschule eine Reihe von Studierenden
Unterschrift der beiden Rektoren, Prof. Dr.
aus Osteuropa im Grund-, Haupt- und
Helmut Engel SJ und Mtro. Enrique González
postgradualen Studium, doch bleibt der
Torres SJ, um weitere fünf Jahre verlängert.
Aufbau der Beziehungen auf institutioneller
Ebene eine Aufgabe für die Zukunft. Im
Rahmen der Studierendenmobilität ist es Ziel
der Hochschule, dass mehr Gaststudenten
von unseren Partnerhochschulen nach
Frankfurt kommen. Eine vermehrte Mobilität
von Dozenten in den kommenden Jahren
wird angestrebt. Langfristig wird die
Möglichkeit der Einführung von Bachelor-
und Masterstudiengängen nach dem
Hochschulrahmengesetz, in Übereinstim-
mung mit den Universitätsfakultäten, zu prü-
fen sein. Bisher erstrecken sich die angebo-
tenen Abschlüsse unserer Hochschule auf
das Bakkalaureat in Philosophie sowie das
Diplom, Lizentiat, Doktorat und die Habilita-
tion in Theologie.
Auf welche Art und Weise wird Ihre Hoch-
schule eine hochwertige Qualität in den
Studenten- und Dozentenmobilitätsmaß-
nahmen sowie in den ERASMUS-
Kooperationsprojekten sicherstellen?
Da die Hochschule Sankt Georgen eine kleine
Hochschule mit ca. 300 ordentlich Studie-
renden ist und pro Studienjahr nur wenige
Studierende die Studentenmobilitätsmass-
nahme in Anspruch nehmen, ist eine indivi-
duelle Betreuung und Beratung gewährlei-
stet. Die Hochschule ist bestrebt, ihre guten
Beziehungen zu den Partnerhochschulen
aufrechtzuerhalten und zu vertiefen und
nach Möglichkeit neue Kooperationsprojekte
in Angriff zu nehmen.“

27
28
5
Wissenschaftliche Einrichtungen

BIBLIOTHEK Der Medienbestand der Bibliothek beträgt


395.918 Bände, 1733 Mikroformen sowie
Bibliotheksdirektor 47 CD-ROMs (Stand 31.12.2003).
Marcus Stark 659 Zeitschriften werden laufend gehalten.
Über den Onlinekatalog (http://lbsweb.rz.uni-
Katalog und Ausleihe frankfurt.de/) sind zum Ende des ersten
Gabriele Creischer, Dipl.-Bibl. Quartals 2004 111.994 Bände (davon 75.515
Barbara Koch, Dipl.-Bibl. Monographienbände sowie 36.479 Zeit-
Katja Möller, Bibl.Ass. schriftenbände) erschlossen. Im Januar 2004
Kerstin Schalk, M.A., Dipl.-Bibl. wurde der Onlinekatalog durch eine neue
Peter Schönhofen, Dipl.-Bibl. Version mit verändertem Layout und verbesser-
ter Funktionalität abgelöst. Die Datenbank
Restaurierungswerkstatt/Buchbinderei „Index Theologicus“ zur Suche nach bibliogra-
Jana Moczarski, Staatl. gepr. Restauratorin phisch unselbständiger theologischer Literatur
ist jetzt im Campusnetz recherchierbar.
Aufsicht Darüber hinaus werden bei dort erschlossenen
Inge Haberer-Sperlich Aufsätzen in Zeitschriften, die in der Bibliothek
Renate Schimanowski Sankt Georgen laufend gehalten werden, sowie
in Fest- und Kongressschriften, die in der
Bibliothek Sankt Georgen vorhanden sind, nun
direkt die Sankt Georgener Signaturen ange-
zeigt.

29
INSTITUTE Die Göttliche Liturgie. Eine theologische Hinfüh-
rung zur Liturgie unserer Väter unter den
Institut für Dogmen- und Heiligen Basilius und Johannes Chrysostomus,
Liturgiegeschichte Köln 2004, 187 Seiten.
Lobgesang der Erde. Zur kosmischen Dimension
Vorstand der Liturgie. Eine Skizze, Köln 2004, 66 Seiten.
Prof. Dr. Michael Schneider SJ
Liturgie im lateinischen und orthodoxen Ritus,
Studentische Hilfskraft Köln 2004, 62 Seiten.
Christoph Schäfer Die Wandlung der eucharistischen Gaben nach
orthodoxer Theologie, Köln 2004, 65 Seiten.
Außer der Durchführung der geplanten Vorha-
ben wurden im Institut während des letzten
Jahres mehrere Bücher, Schriften, Artikel und Werke, herausgegeben von
Beiträge verfaßt bzw. herausgegeben. Es wur- Michael Schneider
den mehrere Tagungen zur orthodoxen Theolo-
Theresia Hainthaler, Die O-Antiphonen.
gie und byzantinischen Liturgie durchgeführt,
Eine Hinführung und Auslegung der Großen
die ihren Niederschlag in diversen Veröffentlich-
Antiphonen im Hohen Advent, Köln 2004,
ungen gefunden haben. Nach einer Neuüber-
28 Seiten.
setzung des Hymnos Akathistos wurde ein
Kommentar angefertigt. Die Übersetzung der Enzo Bianchi, Lectio divina. Die geistliche
Hymnen Symeons des Neuen Theologen ist Schriftlesung. Mit einem Vorwort von Michael
abgeschlossen und wird augenblicklich mit einer Schneider, Köln 2004, 116 Seiten.
Einführung und einem Kommentar versehen.
Dumitru Staniloae, Die Eucharistie als Quelle des
Es wurde ein größeres Bildarchiv zu der geplan-
geistlichen Lebens, Köln 22004, 37 Seiten.
ten Herausgabe der spanischen Apokalypsen
angelegt. – Ein Schriftenverzeichnis des Instituts
liegt vor. Weitere Informationen über die Arbeit,
Projekte und Veranstaltungen des Instituts kön-
nen auf der Homepage von Sankt Georgen ein- Oswald von Nell-Breuning-Institut für
geholt werden. Wirtschafts- und Gesellschaftsethik

Leitung
Schriften und Aufsätze von Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ
Michael Schneider
Das Sakrament der Eucharistie, Köln 22004 Wissenschaftlicher Mitarbeiter
(überarbeitete Neuauflage), 324 Seiten. Tobias Jakobi, Politikwissenschaftler, M.A.
Zur Erlösungslehre in der orthodoxen Theologie, Wissenschaftliche Hilfskräfte
Köln 22004 (überarbeitete Neuauflage), Axel Bohmeyer, Dipl.-Theol., Dipl.-Päd.
87 Seiten. Judith Hahn, Dipl.-Theol.
Das Herzensgebet. Eine Hinführung zur Mariotte Hillebrand,
Theologie und Praxis des Jesusgebetes, Köln Dipl. Sozialpädagogin (FH) (SS 2004)
2
2004, 150 Seiten. Martina Rommel, Dr. phil. (WS 2003/04)
Das neue Leben. Geistliche Erfahrungen und Studentische Hilfskräfte
Wegweisung, Köln 42004, 281 Seiten. Judith Borg (WS 2003/04)
Karl Rahner und die anthropologische Frage. Marc-Stephan Giese (WS 2003/04)
Zum theologischen Ansatz einer »Logik der exi- Andreas Peitz (SS 2004)
stentiellen Erkenntnis«, Köln 2004, 212 Seiten.
Modelle christlicher Existenz in Vergangenheit
und Gegenwart, Köln 22004, 226 Seiten. Veröffentlichungen von
Friedhelm Hengsbach
Hymnos Akathistos. Text und Erläuterung, Köln
2004, 80 Seiten. Die „Globalisierung“ sollte dem sanften Druck
sozialer Gerechtigkeit unterstellt werden, in:
Hymnos Akathistos. Die Feier des Gottesdienstes Georgen, Susan/Friedhelm Hengsbach/Noreena
in Verbindung mit dem Kleinen Apodeipnon, Hertz/Klaus Zwickel u. a.: Globalisierung oder
Köln 22004, 44 Seiten. Gerechtigkeit?, Hamburg: VSA Verlag 2003, 27-46.

30
Wertschöpfung sozialer Arbeit ohne den 28.10.2003 Pastoraltagung: Arbeitswelt –
Schatten einer Industriepräferenz, in: Hanesch, Niemandsland der Pastoral, Stuttgart-Hohenheim,
Walter/Koch, Karl/Segbers, Franz (Hrsg.): Öffent- Die Zukunft der Arbeit ist die Arbeit mit und an
liche Armut im Wohlstand. Soziale Dienste den Menschen, Paul Schobel, Berthold Huber,
unter Sparzwang, Hamburg: VSA Verlag 2004, Zwiebelhofer, Gaugler, Gabriel.
131-139. 29.10.2003 Reformen sollen wirksam und
Die christliche Identität eines Krankenhauses, gerecht sein. Bistum Essen, Jahrestagung:
in: Ulshöfer, Gotlind/Bartmann, Peter/Segbers, Kirche und Handwerk, Reform des Sozialstaats,
Franz/Schmidt, Kurt W. (Hrsg.): Ökonomisierung Notwendigkeit und Grenzen. Die Reform-
der Diakonie. Kulturwende im Krankenhaus Agenda der Bundesregierung zur Diskussion.
und bei sozialen Einrichtungen. Frankfurt am 30.10.2003 Zukunft der Arbeit – Arbeit in der
Main: Haag + Herchen Verlag 2004, 99-117 Zukunft, Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn, Bonner
(zusammen mit Tobias Jakobi). Dialog – Wirtschaft und Gesellschaft.
Podiumsdiskussion. Philosophie und Politik im 04.11.2003 Zauberwort Globalisierung,
Gespräch: Gerechtigkeit heute – Aufgaben Komturei St. Maximilian Düsseldorf.
und politische Antworten, in: Barber, Benjamin
R. (Hrsg.): Soziale Gerechtigkeit: Neue Antwor- 15.11.2003 Unsere Sozialversicherung,
ten in der globalisierten Ökonomie?, Essen: Aushängeschild oder Krisenfall?, Gewerkschaft
Klartext Verlag 2004, 54-94. der Sozialversicherung Bodenheim.
Soziale Marktwirtschaft – Konstrukt, Kampf- 17.11.2003 Krise des Systems?, Ludwig-Maximi-
formel, Leitbild?, in: Goldschmidt, Nils/Wohlge- lian-Universität München.
muth, Michael (Hrsg.): Die Zukunft der Sozialen 18.11.2003 Sparen, Kürzen, Streichen
Marktwirtschaft. Sozialethische und ordnungs- Die Demontage der sozialen Sicherung,
ökonomische Grundlagen, Tübingen: Mohr Ökumenische Friedensdekade Gelnhausen.
Siebeck 2004, 163-174.
03.12.2003 Neoliberale Globalisierung,
Ende der Legenden. Die Deutschen leben nicht Evangelische Universitätsgemeinde Heidelberg.
über, sondern unter ihren Verhältnissen, in:
Belitz, Wolfgang/Klute, Jürgen/Schneider, Hans- 08.01.2004 Solidarität schmilzt nicht von selbst,
Udo (Hrsg.): Zukunft der Arbeit in einem neuen sie wird mutwillig zerstört, Arbeitsweltbezo-
Gesellschaftsvertrag, Münster: Lit-Verlag 2004, gene Pastoral u. a., Wichernhaus Dortmund.
3., korrigierte und ergänzte Auflage, 283-288. 15.01.2004 Oswald von Nell-Breuning –
Der Glanz der Transzendenz in einer nicht Vordenker, Grenzgänger, Priester, Jesuit,
sortierten Welt, in: Markenverband (Hrsg.): Katholische Akademie Rabanus Maurus
Ertragsreserven aus Markenkapital, Wiesbaden: Frankfurt am Main, Walter Dirks-Tag.
2004, 2. Auflage, 37-43. 15.01.2004 Gerechtigkeit in Zeiten der Globa-
Politische Deformation von Gerechtigkeit und lisierung, Frank Loeb Institut an der Universität
Solidarität. Grundwerte schmelzen nicht von Landau/Akademie für Erwachsenenbildung.
alleine dahin, in: Jugendhilfe, 42. Jg., April, Nr. 2, 19.01.2004 Kirche und totaler Markt,
2004, 74-82. Karl Rahner Akademie Köln.
16.02.2004 Soziale Reformen, Oberstufen-
klassen der Jörg-Ratgeb-Schule in Stuttgart-
Vorträge von Friedhelm Hengsbach Neugereut, Aulenbach.
09.10.2003 Zauberwort Globalisierung – Nebel 18.02.2004 Soziale Reformen sollten gerecht
in den Köpfen ändert nichts, Volkshochschule sein, Vereinigung Demokratischer Juristinnen
Endingen. und Juristen Berlin.
17.10.2003 Die Gerechtigkeitsfrage ist in die 25.02.2004 Sparen, Kürzen, Streichen – wo
Gesellschaft zurückgekehrt, Katholische bleiben die sozialen Reformen?, Katholisches
Fachhochschule für Soziale Arbeit Saarbrücken. Dekanat Kassel, Konveniat/Katholische Akademie.
22.10.2003 Christliche Gesellschaftsethik/ 27.02.2004 Soziale Reformen sollten wirksam
Gerechtigkeit, Akademie der Arbeit Frankfurt und gerecht sein. Eine Abwärtsspirale ist es
am Main. nicht, Arbeitslosenzentrum Dortmund.
23.10.2003 Die Würde des Menschen ist unan- 04.03.2004 Was wird aus unserer Rente –
tastbar – solange er jung, reich und gesund ist, Die Sozialsysteme am Scheideweg,
Katholische Erwachsenenbildung Region Westeifel. Volkshochschule Hochtaunuskreis.

31
05.03.2004 Soziale Gerechtigkeit – im Parteien- 03.05.2004 Soziale Gerechtigkeit – die
streit verschlissen, Justizakademie Reckling- Kampfformel gegen die, die am Rande stehen,
hausen, Tagung der Vorsitzenden Richterinnen SKM/Katholischer Verband für soziale Dienste,
und Richter. 6. Fachwoche Schuldnerberatung, Kloster Schöntal.
10.3.2004 Die Familiendebatte der Parteien – 04.05.2004 Wieviel soziale Sicherheit braucht
normativ aufgeladen, funktional anschlussfähig, eine moderne Gesellschaft?, Stadt Aachen,
Hessische Landeszentrale für politische Bildung, Arbeitnehmerempfang.
Frankfurt am Main.
12.05.2004 Generationengerechtigkeit,
11.03.2004 Der Preis, den die Tagesgruppe KHG/ESG Heidelberg.
wert ist. Sozialethische Reflexion in der Sozial-
14.05.2004 Globalisierung – Tatsache, Alibi,
staatskrise, 14. Bundestagung der Tages-
Druckmittel?, Betriebsversammlung Siemens
gruppen, München.
Nürnberg.
12.03.2004 Gerechtigkeit und Solidarität im
15.05.2004 Das Kreuz der Arbeit – der Mensch
gesellschaftlichen Wandel, Bundeskongress
im Mittelpunkt, KAB Mannheim-Casterfeld.
Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen,
Erfurt. 18.05.2004 Das Reformspektakel – welchen
Wert hat der Faktor Mensch?, Bundesagentur
14.03.2004 Die Gerechtigkeitsfrage ist in die
für Arbeit Darmstadt.
Gesellschaft zurückgekehrt, Theologisch politi-
scher Dialog in der Autobahnkirche, Baden- 19.05.2004 Gerechtigkeit statt Almosen für
Baden . den Süden, Oscar-Romero Haus Luzern.
16.03.2004 Reformspektakel – Wo bleibt der 21.05.2004 Religion des Marktes, Internationale
Faktor Mensch?, Jahresempfang des Diakoni- Konferenz Theologischer Mitarbeiter in der
schen Werkes in Hessen und Nassau. Diakonie, Dresden.
18.03.2004 Deformation des Sozialstaats?, 22.05.2004 Soziale Reformen sollten wirken
Katholikenausschuss Mülheim, und gerecht sein. Abwärtsspiralen sind es
Arbeitnehmerempfang. nicht. – Ethische Implikationen einer Reform
der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland,
22.03.2004 Die andern im Blick, Hospitalhof
Fachschaftstagung Medizin des Cusanuswerkes.
Stuttgart.
06.06.2004 Können wir uns den Sozialstaat
24.03.2004 Reformen sollten wirksam und
nicht mehr leisten?, Landes-Vertrauensleute-
gerecht sein, attac Wuppertal.
konferenz ver.di NRW, Hilden.
25.03.2004 Sparen, kürzen, streichen –
06.06.2004 Wird mit der Agenda 2010 die
Wo bleiben die Reformen?, Katholische
soziale Gerechtigkeit entsorgt?, Hauptkirche
Erwachsenenbildung Regensburg Land/KAB.
St. Petri Hamburg.
27.03.2004 Gesundheit – keine Ware wie jede
09.06.2004 Die Gerechtigkeitsfrage ist in die
andere, Konvent für Kur und Klinikseelsorge im
Gesellschaft zurückgekehrt (W. Thierse). Ist sie
Kirchenkreis Wittgenstein, Bad Laasphe.
das?, Liebigschule Frankfurt.
31.03.2004 Der mutwillig deformierte Sozial-
staat – wirksame und gerechte Reformen sind
möglich, 2. Bayerische Armutskonferenz der
LAG Freie Wohlfahrtspflege.
01.04.2004 Ein Sozialstaat, der ins Gerede
Veranstaltungen des
gekommen ist, 5. Jugendzukunftskonferenz,
Oswald von Nell-Breuning-Instituts
Jacob-Grimm-Schule Kassel.
Fachgespräch mit dem Fachbereich Religion/Ethik
28.04.2004 Welchen Menschen braucht die
des Herzog-Johann-Gymnasiums in Simmern,
Wirtschaft?, Hessisches Landesinstitut für
Frankfurt am Main 05. November 2003.
Pädagogik, Seeheim-Jugenheim.
10 Jahre Grundordnung des kirchlichen Dienstes
29.04.2004 Arbeit braucht Menschen,
im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse. Fach-
1. Freiburger Personalkongress, Ein stabiles Tief
konferenz in Zusammenarbeit mit der
über Mitteleuropa – Was tun gegen die
Katholischen Akademie Rabanus Maurus,
Geschäftsklimafalle?
Hofheim am Main 15./16. März 2004.

32
Veröffentlichungen von BOHMEYER, Axel: Globalisierung – Fluch oder
Institutsmitarbeitern Segen, gehalten am 03. September 2004,
Fachtagung der Katholischen Arbeitnehmer
BOHMEYER, Axel: (2004, i. E.): Was meinen wir,
Bewegung, Pfarrei St. Antonius, Sevelen.
wenn wir von Gerechtigkeit sprechen?, in:
Wissenschaftliche Arbeitsstelle des Oswald-von- BOHMEYER, Axel: Der Übergriff der Wirtschaft
Nell-Breuning-Hauses (Hrsg.): Jahrbuch für Arbeit auf die übrige Zeit, gehalten am 14. September
und Menschenwürde, Bd. 5, »Gerechtigkeit für 2004, ZeitTage 2004, Uslar-Volpriehausen.
Anfänger«, LIT-Verlag, Münster Hamburg
HAHN, Judith: Das aktuelle Verhältnis von Kirche
London.
und Gewerkschaften, gehalten am 14. Januar
BOHMEYER, Axel (2004): »Retheologisierung« 2004, Jahrestagung der Mitarbeiterseite der
der Christlichen Sozialethik? Bericht vom Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen
»Forum Sozialethik« 2003, in: Jahrbuch für Caritasverbandes.
Christliche Sozialwissenschaften. 45. Band/2004,
JAKOBI, Tobias: Gerechtigkeit – Welches Ver-
219-220 (zusammen mit Johannes J. Frühbauer).
ständnis liegt der Studie »Reichtum und Armut
JAKOBI, Tobias (2004): Vom eingetragenen als Herausforderung für kirchliches Handeln«
Verein zur Aktiengesellschaft: Chancen und zu Grunde?, gehalten am 20. September 2003
Risiken der Rechtsformen, in: Ulshöfer, Gotlind/ im Rahmen der Studientagung Ökumene:
Bartmann, Peter/Schmidt, Kurt/Segbers, Franz »Reichtum verpflichten – Armut überwinden«,
(Hrsg.): Ökonomisierung der Diakonie: Evangelische Akademie Arnoldshain, Schmitten
Kulturwende im Krankenhaus und bei sozialen im Taunus.
Einrichtungen (= Arnoldshainer Texte, Bd. 123),
JAKOBI, Tobias: Reichtum und Armut –
Frankfurt am Main: Haag + Herchen, 78-88.
Ergebnisse der Studie »Reichtum und Armut
JAKOBI, Tobias (2004): Rechtsformen: Werte als Herausforderung für kirchliches Handeln«,
und Unternehmensverfassung, in: gehalten am 07. November 2003, Fachtagung
SOZIALwirtschaft. Zeitschrift für Sozialmanage- Ökumene, Zentrum Ökumene der Evangeli-
ment, 14. Jahrgang, Heft 1, 11-13. schen Kirche in Hessen und Nassau, Frankfurt
am Main.
JAKOBI, Tobias: Der Dritte Weg unter Druck.
Erste Ergebnisse des Forschungsprojekts
Vorträge von Institutsmitarbeitern »Kirchliche Krankenhäuser im Umbruch«,
gehalten am 28. April 2004, Prosper-Hospital,
BOHMEYER, Axel: Neoliberalismus contra
Recklinghausen.
Solidarität – ist die Katholische Soziallehre am
Ende?, gehalten am 18. Oktober 2003, XX.
Andechser Europatag der Paneuropa Union
Deutschland e.V., Andechs.
BOHMEYER, Axel: Bildung gerecht verteilen – Lehrtätigkeit
Bildung gerecht finanzieren. Sozialethische BOHMEYER, Axel: Hauptseminar „Spaß beiseite
Überlegungen zum Thema Studiengebühren, – Bildung in der Wissensgesellschaft“ zusammen
gehalten am 25. März 2004, Studientag des mit Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach, WS 2003/04,
Forums Hochschule und Kirche „Studiengebüh- Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt
ren – ein Blick hinter die Kulissen einer heißen Georgen, Frankfurt am Main.
Debatte“, Frankfurt am Main.
HENGSBACH, Friedhelm: Vorlesung
BOHMEYER, Axel: Globalisierung und Christ- „Dokumente kirchlicher Sozialverkündigung“,
liche Sozialethik, gehalten am 23. April 2004, WS 2003/04, Philosophisch-Theologische
Bildungswerk der Pfarrei St. Martin, Jöhlingen. Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt am Main.
BOHMEYER, Axel: Gerecht ist gleich dumm?
Perspektiven Christlicher Sozialethik, Studientag
zusammen mit der Katholischen Studierenden-
gemeinde Darmstadt vom 14. bis 15. Mai 2004,
Darmstadt.
BOHMEYER, Axel: Katholische Soziallehre,
gehalten am 19. Mai 2004, Jahrestagung des
Stegerwald-Bundes „Wertmaßstäbe für politisches
Handeln“, Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter.

33
Hugo von Sankt Viktor-Institut für Lehrveranstaltungen
Quellenkunde des Mittelalters WS 2003/2004
Vorstand: Hauptseminar, 2 Std.
Prof. Dr. Rainer Berndt SJ Prof. Dr. Rainer Berndt
Geschichte der Exegese (8.-15. Jahrhundert)
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen
Hauptseminar, 2 Std.
und Mitarbeiter:
Dr. Matthias M. Tischler
Christine Feld, Dipl.-Theol. (assoziiert)
Mediävistik I: Einführung in die lateinische
Peter Knauer SJ, Prof. Dr. (assoziiert)
Paläographie
Matthias Laarmann, Dr. theol. (assoziiert)
Hideki Nakamura SJ, Dipl.-Theol., M.A.
Georg Schmidt SJ, Dr. theol.
Ralf M. W. Stammberger, Dipl.-Theol., M.A.
Christiane Storeck, Dipl.-Chem. SS 2004
Matthias M. Tischler, Dr. phil.
Vorlesung, 2 Std.
Prof. Dr. Rainer Berndt
Institutsassistentin:
Grundzüge der Geschichte der Philosophie im
Inge Haberer-Sperlich
Mittelalter
Studentische Hilfskräfte: Hauptseminar, 2 Std.
Mareike Böhm Dr. Matthias M. Tischler
Volker Kreutzmann Mediävistik II: Schrift und Schriftlichkeit
Lektürekurse, 2 Std.
Dr. Matthias M. Tischler
Interreligiöser Trialog im Mittelalter I: Juden,
Christen und Muslime im Gespräch

Forschungsprojekte
Kritische Edition des Oktateuch-Kommentars
des Hugo von Sankt Viktor
STAMMBERGER
Untersuchung der Bibelhandschriften der Abtei
Sankt Viktor
TISCHLER (bis 30.06.2004)
Kritische Edition: Andreas von Sankt Viktor,
Expositio in Ieremiam
FELD (Universität Cambridge)
Deutsche Übersetzung: Hugo von Sankt Viktor,
De sacramentis christianae fidei
KNAUER, LAARMANN
Kritische Edition: Hugo von Sankt Viktor,
Liber sermonum
STAMMBERGER, SCHMIDT
Edition: Textus historicus Band 1: Hugo von
Sankt Viktor, De sacramentis christiane fidei
BERNDT
Dialog oder Krieg. Christlich-muslimischer Dialog
auf der Iberischen Halbinsel (12.-15. Jahrhundert)
TISCHLER (ab 01.07.2004)

34
Tagung des Instituts TISCHLER, Matthias M.: „La réforme à travers
l’écriture. Transmission de savoir historique et
19.-21. April 2004, Erbacher Hof Mainz: Bibel
changement de mentalité historiographique
und Exegese in der Abtei Sankt Viktor zu Paris.
entre le IXe et le XIIe siècle à la lumière de quel-
Formen und Funktion eines Grundtextes in
ques considérations de sociologie textuelle“, in:
europäischem Rahmen. Internationales Sympo-
L’histoire des idées au temps de la réforme.
sium in Zusammenarbeit mit der Akademie des
Contribution des échanges entre l’Empire et
Bistums Mainz „Erbacher Hof“, gefördert von
ses voisins européens (950-1150), hg. von
der Fritz Thyssen Stiftung Köln.
W. PARAVICINI (Pariser Historische Studien 69),
München 2004 (im Druck).
TISCHLER, Matthias M.: „Alcuin, biographe de
Charlemagne. Possibilités et limites de l’historio-
Veröffentlichungen der Mitarbeiterinnen graphie littéraire au moyen âge“, in: Alcuin à
und Mitarbeiter Tours, hg. von Ph. DEPREUX - B. JUDIC, Rennes
2004 [= Annales de Bretagne et des Pays de
BERNDT, Rainer, Le rôle et l’apport du logiciel
l’Ouest 111, 4 (2004)] (im Druck).
TUSTEP dans le cadre du Corpus victorinum, in:
In principio. Mélanges en l’honneur de Paul TISCHLER, Matthias M.: „Die Auftraggeber,
Tombeur, Louvain-la-Neuve 2004, 1-18. Vorbesitzer und Schenker der Bibeln von Saint-
Victor. Eine Vorstudie zur Skriptoriums-,
FELD, Christine, „Verzeichnis der Schriften von
Bibliotheks- und Personengeschichte der Abtei“,
Hermann Josef Sieben”, in: J. Arnold, R. Berndt,
in: Gesammelte Studien zur Pariser Abtei
R.M.W. Stammberger zusammen mit C. Feld,
Sankt Viktor und den Viktorinern 1, hg. von
Väter der Kirche: Ekklesiales Denken von den
R. BERNDT, (Corpus Victorinum. Instrumenta 1),
Anfängen bis in die frühe Neuzeit, Paderborn
Berlin 2004 (im Druck).
2004.
TISCHLER, Matthias M.: „Die glossierten Bibeln
TISCHLER, Matthias M.: „Hombre de acción y
von Saint-Victor“, in: Gesammelte Studien zur
apóstol de los paganos. Las imágenes de
Pariser Abtei Sankt Viktor und den Viktorinern
Carlomagno en Eginhardo y el Pseudo-Turpín“,
1, hg. von R. BERNDT, (Corpus Victorinum.
in: El Pseudo-Turpín. Lazo entre el culto Jacobeo
Instrumenta 1), Berlin 2004 (im Druck).
y el culto de Carlomagno. Actas del VI Con-
greso Internacional de Estudios Jacobeos, hg. TISCHLER, Matthias M.: „Die glossierten Bibeln
von K. HERBERS, Santiago de Compostela des Bamberger Doms im 12. und 13. Jahrhun-
2003, 177-199 (199: resumen). dert“, in: Archa Verbi 1 (2004) (im Druck).
TISCHLER, Matthias M.: „Tatmensch oder TISCHLER, Matthias M.: Die Christus- und
Heidenapostel. Die Bilder Karls des Großen bei Engelweihe im Mittelalter. Studien und Texte
Einhart und im Pseudo-Turpin“, in: Jakobus und zu ei-nem ekklesiologischen Erzählmotiv (Erudiri
Karl der Große. Von Einhards Karlsvita zum Sapientia. Studien zum Mittelalter und zu seiner
Pseudo-Turpin, hg. von K. HERBERS, (Jakobus- Rezeptionsgeschichte 6), Berlin 2004 (im Druck).
Studien 14), Tübingen 2003, 1-37 und 221
(resumen espanol).
TISCHLER, Matthias M.: „Dialog oder Krieg.
Vorträge der Mitarbeiterinnen und
Konflikt- und Verhaltensmuster in der christlich-
Mitarbeiter
muslimischen Begegnung auf der Iberischen
Halbinsel zwischen dem 12. und 15. Jh.“ BERNDT, Rainer: Thomas von Aquin und die
(http://www.st-georgen.uni-frankfurt.de/hugo/ Frage nach der Wahrheit, Kath. Bildungswerk
spanien0.htm). Wetterau, Friedberg, 07. November 2003.
TISCHLER, Matthias M.: „Bemerkungen zur BERNDT, Rainer: Exegese des Alten Testaments.
Notwendigkeit der historischen Perspektive für Die Grundstruktur christlicher Theologie bei
den christlich-muslimischen Dialog der Gegen- den Viktorinern, Vortrag auf der vom Institut
wart“ (http://www.st-georgen.uni-frankfurt.de/ organisierten Tagung in Mainz, 18.-21. April 2004.
hugo/spanien1.htm).
BERNDT, Rainer: Die Werke Hugos von Sankt
TISCHLER, Matthias M.: „Dal Bec a San Vittore: Viktor (+ 1141): Ist die Erstausgabe durch Abt
l’aspetto delle Bibbie ‘neomonastiche’ e ‘vittori- Gilduin (+ 1155) ein editorischer Glücksfall?,
ne’“, in: Forme e modelli della tradizione Vortrag auf dem Jubiläumskongreß des Instituts
manoscritta della Bibbia, hg. von P. CHERUBINI, für Österreichische Geschichtsforschung Wien,
(Littera antiqua 10), Vatikanstadt 2004 (im Druck). 02.-04. Juni 2004: Vom Nutzen des Edierens.
35
BERNDT, Rainer: Vorlesung im Centre Sèvres, Grundtextes im europäischen Rahmen. Tagung
Paris (Premier cycle): Philosophie du moyen âge im Erbacher Hof, Akademie des Bistums Mainz,
(12e-15e siècles), 13 Stunden. 18. April 2004.
BERNDT, Rainer: Atelier im Centre Sèvres, Paris TISCHLER, Matthias M.: „Alkuins Glück und
(Second cycle): La justice de Dieu parmi les Ende. Ein karolingischer Gelehrter zwischen
hommes. Autour de la réconciliation dans les Erinnern und Vergessen“, Arbeitskreis
textes du 12e au 15e siècles, 12,5 Stunden. Karolingisches Aachen, Aachen, 27. Mai 2004.
FELD, Christine: Andrew of St. Victor, Jerome TISCHLER, Matthias M.: „Manners of literary
and the Glossa ordinaria. Who is the real Author behaviour in Christian-Muslim approaches“.
of Andrew's Commentary on Jeremiah? Vortrag Clash of Cultures, International Medieval
im Rahmen des Medieval Church and Culture Congress, Leeds, 12. Juli 2004, Session 113
Seminar 24. 02.2004, Harris Manchester (Iberian Cultural Clashes, 11th-13th centuries).
College, University of Oxford.
TISCHLER, Matthias M.: „Christlicher Norden –
FELD, Christine: Die Hieronymus-Rezeption muslimischer Süden. Das Beispiel Spanien zwi-
durch Andreas von Sankt Viktor, Vortrag im schen Gestern und Heute“, Öffentlicher Vortrag,
Rahmen des internationalen Symposions Bibel Frankfurt, St. Georgen, 06. August 2004.
und Exegese in Sankt Viktor zu Paris. Form und
Funktion eines Grundtextes im europäischen
Rahmen, 18.-21. April 2004, Mainz.
FELD, Christine: The Literal Sense in Andrew of Institut für Pastoralpsychologie und
St Victor's Commentary on Jeremiah, Vortrag im Spiritualität
Rahmen des International Congress on Medie-
val Studies 06.-09. Mai 2004, Kalamazoo, MI. Vorstand
Prof. Dr. Karl Frielingsdorf SJ
FELD, Christine: The Understanding of Literal (kommissarisch) bis 31.03.2004
Exegesis in the Work of Andrew of St. Victor, Doz. Dr. phil. Dr. theol. habil. Klaus
Vortrag im Rahmen des International Medieval Kießling (kommissarisch) ab 01.04.2004
Congress 12.-15. Juli 2004, Leeds.
TISCHLER, Matthias M.: „Der doppelte Kontext. Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Neue Perspektiven für die Erforschung der karo- Lic. theol. Agnes Lanfermann MMS
lingischen Annalistik“, Zeit und Vergangenheit bis 31.03.2004
im fränkischen Europa. Karolingische Annalistik
im Spannungsfeld von Kompendienüberliefe-
rung und Editionstechnik. Workshop der
Forschungsstelle für Geschichte des Mittelalters, Ausbildungskurse des Instituts
Österreichische Akademie der Wissenschaften,
Wien, 04. Oktober 2003. 1. Grundkurs: Meine Lebens- und
Glaubensgeschichte
TISCHLER, Matthias M.: „Mittelalterliche Christus-, (01.09. – 06.09.2003 in Hofheim)
Apostel- und Engelweihlegenden im hagiogra- FRIELINGSDORF / LANFERMANN
phischen Kontext“, Hagiographische Überliefe-
rung im Frühmittelalter – zwischen Niederschrift 2. Kurs: Der geistliche Wachstumsprozess
und Wiederschrift. Workshop des Instituts für in der Begleitung
Mittelalterforschung, Österreichische Akademie (15.09. – 20.09.2003 in Johannisberg)
der Wissenschaften, Wien, 17. Januar 2004. FRIELINGSDORF / LANFERMANN
TISCHLER, Matthias M.: „Alcuin, biographe de
Charlemagne. Possibilités et limites de l’historio- 3. Pastoraltherapeutischer Kurs
graphie littéraire au moyen âge“. Colloque inter- (11.10. – 25.10.2003 in Positano [Süditalien])
national «Alcuin à Tours», organisé à l’occasion FRIELINGSDORF / PLOIS
du douzième centenaire de la mort d’Alcuin à
Tours, 04. März 2004. 4. Kurs: Mein Leben in Bindung und Freiheit
(05.01. – 10.01.2004 in Hofheim)
TISCHLER, Matthias M.: „Dekonstruktion eines FRIELINGSDORF / LANFERMANN
Mythos. Saint-Victor und die ältesten Samm-
lungen glossierter Bibeln im 12. und frühen 5. Kurs: Mein Leben in Beziehung
13. Jahrhundert“, Bibel und Exegese in der Abtei (26.04.-01.05.04 in Hofheim)
Sankt Viktor zu Paris. Form und Funktion eines FRIELINGSDORF / LANFERMANN

36
Wechsel in der Leitung des Instituts Einzelveranstaltungen seit April 2004
Am 1. April 2004 ging die Leitung des Instituts 23. April 2004
für Pastoralpsychologie und Spiritualität von Prof. Workshop „Ergebnisse der Evaluation“ im Rah-
em. Dr. Karl Frielingsdorf SJ kommissarisch an men des Kooperationsprojekts „Pro Diakonia“
Dr. phil. Dr. theol. habil. Klaus Kießling über. der Diözese Rottenburg-Stuttgart und des
Diözesancaritasverbands Rottenburg-Stuttgart
auf der Liebfrauenhöhe in Rottenburg-
Ergenzingen.
Abschluß einer Promotion in
Pastoralpsychologie 07. Juni 2004
Chancen und Hindernisse religiösen Lehrens
Am 12. Juli 2004 schloß Frau Beate Glania ihre
und Lernens an berufsbildenden Schulen.
Promotion in Pastoralpsychologie mit sehr
Ergeb-nisse einer bundesweiten empirischen
gutem Erfolg ab. Der Titel ihrer Dissertation
Untersuchung. Vortrag im Rahmen eines vom
lautet: „Zuhören verwandelt – Ein pastoralpsy-
Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz /
chologischer Beitrag zur Telefonseelsorge auf
Bereich Glaube und Bildung sowie vom Institut
bibeltheologischer und personzentrierter
für berufsorientierte Religionspädagogik veran-
Grundlage“.
stalteten Seminars für Berufsschulreferentinnen
und -referenten der (Erz-) Diözesen in
Würzburg.
Auswärtige Tätigkeiten von Klaus Kießling
17. Juni 2004
„Muß ich auch wandern in finsterer Schlucht“
Lehrauftrag
(Ps 23, 4) – Mit Krisen leben. Vortrag im
Lehrauftrag am Departement für Praktische Rahmen des Geistlichen Zentrums auf dem
Theologie der Universität Fribourg / Schweiz im 95. Deutschen Katholikentag in Ulm.
Sommersemester 2004 mit dem Titel:
„‚Dein Glaube hat dir geholfen!‘ (Mk 5, 34) – 24. Juni 2004
Einführung in seelsorgliche Begleitung“. „… beziehungsweise zur eigenen Stimme fin-
den“ – Ergebnisse empirischer Forschung zum
Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen.
Projekte
Antrittsvorlesung an der Katholisch-Theologi-
Mitarbeit im EU-Projekt „Neue Modelle der schen Fakultät der Universität Tübingen.
Solidarität im heutigen Europa lehren und
lernen“ (Träger: Internationales Diakonats- 11. September 2004
zentrum, Missionszentrale der Franziskaner und Seelsorge bei Seelenfinsternis. Studientag für
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität geistliche Begleiterinnen und Begleiter der
Tübingen) seit 2000. Diözese Speyer in Neustadt an der Weinstraße.
Expertentätigkeit im Projekt „Pastorale
20. -24. September 2004
Prioritätendiskussion der Diözese Rottenburg-
„Da gingen ihnen die Augen auf, und sie
Stuttgart“ in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle
erkannten ihn“ (Lk 24, 31).
„Strategische Entwicklung“ des Bischöflichen
Pastoralpsychologischer Kurs in der Ausbildung
Ordinariats der Diözese Rottenburg-Stuttgart:
hauptberuflicher Ständiger Diakone der
wissenschaftliche Projektberatung und Evalua-
Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Trier in
tion des Konsultationsprozesses seit 2001
Heiligkreuztal
(mit Jochen Sautermeister).
Expertentätigkeit im Rahmen des Kooperations- 27. -29. September 2004
projekts „Pro Diakonia“ der Diözese Rottenburg- „Daß man Mut bekommt, etwas zu sagen,
Stuttgart und des Diözesancaritasverbands obwohl 1000 Leute dagegen sind!“ Lernende
Rottenburg-Stuttgart: wissenschaftliche Evalua- und Lehrende zum Religionsunterricht an
tion des Projektprozesses und Curriculument- berufsbildenden Schulen – empirische Befunde
wicklung für die Ausbildung zum Ständigen mit wel-chen Konsequenzen? Vortrag und
Diakonat seit 2001. Arbeitskreis im Rahmen der Jahrestagung der
Religionslehre-rinnen und Religionslehrer an
Mitgliedschaft im Stiftungsrat der Stiftung
berufsbildenden Schulen in Trier
„Gottesbeziehung in Familien“ seit 2002.

37
Tätigkeiten von Klaus Kießling Christliche Kontemplation und Meditation als
in Schriftleitung, Redaktions- und Grenzerfahrung: Ein religionspädagogischer
Herausgeberkreisen Beitrag zum interdisziplinären Dialog von
Psychiatrie und Theologie, in: Gunther Klosinski
Schriftleitung der Zeitschrift „Transformationen. (Hrsg.), Grenz- und Extremerfahrungen im inter-
Pastoralpsychologische Werkstattberichte“ seit disziplinären Dialog, Tübingen: Attempto, 2003,
2002. 63-75 (mit Albert Biesinger).
Mitarbeit in der Redaktion der Zeitschrift „Bildungsauftrag Werteerziehung“ – Stellung-
„Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen“ nahme zu einer Initiative der Arbeitgeberver-
(rabs) seit 2003. bände, in: Religionsunterricht an berufsbilden-
Aufnahme in den Redaktions- und in den den Schulen (rabs) 35 (2003) 11.
Herausgeberkreis der Zeitschrift „Wege zum Taufe zwischen Konversion und Konvention, in:
Menschen“ (WzM) 2004. Gemeinschaftswerk der Evangelischen
Publizistik (Hrsg.), Ökumenischer Kirchentag
vom 28. Mai – 1. Juni 2003 in Berlin. Beiträge
Veröffentlichungen von Klaus Kießling aus Veranstaltungen des Themenbereichs 2:
„Einheit suchen – in Vielfalt einander begegnen“
Monographien (epd-Dokumentation; Nr. 25), Frankfurt am
Religiöses Lernen. Multidisziplinäre Zugänge zu Main: Gemeinschaftswerk der Evangelischen
religionspädagogischer Theorie und Praxis Publizistik, 2003, 61-63.
(Pastoralpsychologie und Spiritualität; Bd. 6), „Ich mache das Licht und erschaffe die
Frankfurt am Main: Peter Lang, 2003. Finsternis“ – Versuche zu Psychologie und
Jus sveicina milestiba. Raksti par diakonisku Theologie des Bösen, in: Wege zum Menschen
kulturu (= Es grüßt euch die Liebe. Beiträge zu 55 (2003) 280-299.
einer diakonischen Kultur), Riga (Lettland): Editorial, in: Transformationen. Pastoralpsycho-
Izglitiba un Kultura, 2004. logische Werkstattberichte 3 (2003) 1-2.
Zur eigenen Stimme finden. Religiöses Lernen „Oh Gott, Religion! Oh Gott, was ist das?“ –
an berufsbildenden Schulen (Zeitzeichen; Exemplarische Dokumentation einer multidiszi-
Bd. 16), Ostfildern: Schwabenverlag, 2004. plinären Pilotstudie zu Wirkzusammenhängen
religiöser Familienerziehung, in:
Zeitschriften- und Buchbeiträge Transformationen. Pastoralpsychologische
Werkstattberichte 3 (2003) 79-148.
„Du bist mein geliebtes Kind“ – Geburt als
Lebenswende, in: Albert Biesinger (Hrsg.), Das ‚ethische’ Lernen am Beispiel „Solidarität“,
Kinder brauchen mehr als alles. Eine Eltern- in: Thomas Laubach (Hrsg.), Angewandte Ethik
schule, Ostfildern: Schwabenverlag, 2003, 17-25. und Religion, Tübingen – Basel: Francke, 2003,
145-173 (mit Albert Biesinger).
Jugendliche in Seelenfinsternis, in: Albert Biesin-
ger (Hrsg.), Kinder brauchen mehr als alles. Seelsorge bei Seelenfinsternis im Jugendalter, in:
Eine Elternschule, Ostfildern: Schwabenverlag, Diakonia 34 (2003) 266-269.
2003, 71-75.
Chancen und Hindernisse religiösen Lehrens
„David gegen Goliath, das find‘ ich das Tollste.“ und Lernens an berufsbildenden Schulen –
Wie Jugendliche glauben und hoffen, in: Albert erste Ergebnisse aus der empirischen Forschung
Biesinger (Hrsg.), Kinder brauchen mehr als alles. des Instituts für berufsorientierte Religionspäd-
Eine Elternschule, Ostfildern: Schwaben-verlag, agogik an der Universität Tübingen in Thesen,
2003, 83-88. in: Rundbrief des Verbands Katholischer
Religionslehrerinnen und Religionslehrer an
Forschungsprojekt „Religiosität und Familie“:
Berufsbildenden Schulen in Niedersachsen vom
Wirkungen religiöser Erziehung in der Familie
12. September 2003, 11.
aus religionspädagogischer, kinder- und jugend-
psychiatrischer und kriminologischer Sicht. „Että osaat antaa uskosi luontua vapaasti!“
Ergebnisse im Überblick, Tübingen: Eigenverlag, Uskonnollisuus ja perhe esimerkkien valossa
2003 (mit Albert Biesinger, Hans-Jürgen Kerner, (= „Daß Du Deinem Glauben freien Lauf lassen
Gunther Klosinski und Friedrich Schweitzer kannst!“ Religiosität und Familie in exemplari-
sowie Christine Kuhn, Jochen Sautermeister, schen Zeugnissen), in: Mikko Lahtinen &
Gerd Schwenzer, Holger Stroezel, Stefanie Tuulikki Toikkanen (Hrsg.), Anno Domini 2003.
Tränkle und Melanie Wegel). Diakoniatieteen vuosikirja (= Diakoniewissen-

38
schaftliches Jahrbuch), Vammala (Finnland): FORSCHUNGSPROJEKT „JESUS DER CHRISTUS“
Vammalan Kirjapaino, 2003, 84-94.
„Rakkaus tervehtii teitä ...“ – Diakonia ja diako- Dr. Theresia Hainthaler
niatiede Saksassa (= „Es grüßt euch die Liebe ...“
– Diakonie und Diakoniewissenschaft in Im November 2003 erschien die französische
Deutschland), in: Mikko Lahtinen & Tuulikki Übersetzung von Band 1: Cardinal Aloys
Toikkanen (Hrsg.), Anno Domini 2003. Grillmeier, Le Christ dans la tradition chrétienne.
Diakoniatieteen vuosikirja (= Diakoniewissen- De l'âge apostolique au concile de Chalcédoine
schaftliches Jahrbuch), Vammala (Finnland): (451). Préface par Theresia Hainthaler. 2e édition
Vammalan Kirjapaino, 2003, 203-214. française revue par Theresia Hainthaler. Traduit
de l'allemand par soeur Pascale-Dominique =
Konsultation „Pastorale Prioritäten“ der Diözese Cogitatio fidei 230 (Paris 2003). Grundlage der
Rottenburg-Stuttgart. Ergebnisse im Überblick, Übersetzung war die letzte revidierte deutsche
Rottenburg am Neckar: Bischöfliches Ordinariat Ausgabe von 1990, die bei der Übersetzung
der Diözese Rottenburg-Stuttgart, 2003 verbessert und aktualisiert wurde.
(mit Jochen Sautermeister). Im April 2004 sind die bisher publizierten
Religion und berufliche Bildung. Gründung des 5 Bände von „Jesus der Christus im Glauben der
Instituts für berufsorientierte Religionspädagogik Kirche“ als Sonderausgabe in einer Buchkassette
an der Universität Tübingen, in: Zeitschrift für erschienen: Alois Grillmeier, Jesus der Christus
Berufs- und Wirtschaftspädagogik 99 (2003) im Glauben der Kirche, fortgeführt und aktuali-
585-588. siert von Theresia Hainthaler (Freiburg i. B. 2004).
Den Bänden 1, 2/2 und 2/4 ist ein aktualisieren-
Chancen und Hindernisse religiösen Lehrens der Nachtrag beigefügt. Eine Übersetzung von
und Lernens an berufsbildenden Schulen. Erste Band 1 ins Ungarische ist in Vorbereitung.
Ergebnisse aus der empirischen Forschung des Die Bände 2/5 und 2/6 über den Lateinischen
Instituts für berufsorientierte Religionspädagogik Westen und die Kirchen in Persien, Armenien
an der Universität Tübingen, in: Zeitschrift für und Georgien sind in Vorbereitung. Die Christo-
Berufs- und Wirtschaftspädagogik 99 (2003) logie der Persischen Kirche wird von Frau Prof.
589 – 595; in gekürzter Fassung abgedruckt in: Dr. Luise Abramowski, Tübingen, dargestellt.
„pik“: praxisnah – informativ – kollegial. Frau Prof. Dr. Fairy von Lilienfeld, emeritierte
Informationen für Religionslehrer an beruflichen Ordinaria für Geschichte und Theologie des
Schulen 13 (2004) Heft 1, 4-7. Christlichen Ostens, Universität Erlangen, hat
„Das Licht der Stunde, eh die Sonne unter- einen Großteil ihrer Bibliothek georgischer
geht...“: Erhellendes zum dunklen Stimmungsbild Literatur zur Theologie, Geschichte und Liturgie
einer Depression, in: Albert Biesinger & Gerhard im Juli 2004 an Frau Dr. Hainthaler übergeben.
Braun, Gott in Licht und Dunkel sehen.
Werkbuch für Kindergarten, Schule und
Vorlesungen und Vorträge an anderen
Gemeinde. Mit Beiträgen von Klaus Kießling,
Hochschulen
München: Kösel, 2004, 49-62.
Gastvortrag an der Philosophisch-Theologischen
Das Helle eines offenen Himmels: Eine bildhafte
Hochschule der Salesianer in Benediktbeuern
Theologie des sozialen Lebens im Freiburger
am 19.01.2004: Christologische Forschungen
Hochaltar, in: Albert Biesinger & Gerhard Braun,
und aktuelle Erfahrungen im Dialog mit den
Gott in Licht und Dunkel sehen. Werkbuch für
Orientalischen Kirchen.
Kindergarten, Schule und Gemeinde. Mit Bei-
trägen von Klaus Kießling, München: Kösel, Vorträge bzw. Vorlesungen in Kerala, Indien:
2004, 201-213. Am St Ephrem Ecumenical Research Institute
(= SEERI), Kottayam, Kerala und weiteren
Instituten bzw. Fakultäten:
– 18.02.: SEERI, Analysis of the Definition of
Lexikonartikel Chalcedon
– 19.02.: SEERI, Analysis of Cyril's Second Letter
Behaviorismus, in: Gerfried W. Hunold (Hrsg.),
to Nestorius, Consequences, Ephesus
Lexikon der christlichen Ethik, Bd. 1, Freiburg i.Br.
– 21.02.: SEERI, Tages-Seminar: Christology in
– Basel – Wien: Herder, 2003, 178.
Syriac Tradition
Empathie: I. psychologisch, II. theologisch, in: – 22.02.: Missionary Orientation Center
Gerfried W. Hunold (Hrsg.), Lexikon der christ- (= MOC), Paurastya Vidyanikethan (Institute
lichen Ethik, Bd. 1, Freiburg i.Br. – Basel – Wien: for Religious Studies for Sisters): A Short
Herder, 2003, 367-368. Analysis of the Definition of Chalcedon.

39
– 22.02.: Mar Thoma Vidyanikethan (Higher Die O-Antiphonen. Eine Hinführung und
Institute of Religious Sciences for the Laity), Auslegung der Großen Antiphonen im Hohen
Changanacherry: Christology in Syriac Advent = Editio Cardo 110 (Köln 2004).
Tradition. An Introduction
Cyrill von Alexandrien - Vater der Kirche im
– 24.02.: Orthodox Theological Seminary,
5. und 6. Jahrhundert und in der Ökumene
Kottayam: Christology in (West-)Syriac
heute?, in: J. Arnold, R. Berndt, R. M. W. Stamm-
Tradition.
berger (Hg.), Väter der Kirche. Ekklesiales Den-
– 28.02.: Felicitation Address at 10th
ken von den Anfängen bis zur Gegenwart =
Convocation in Madnaha Theological Institute,
FS H. J. Sieben (Paderborn 2004) 283-311.
Thellakom, Kottayam
A görög gondolatiság a korai kereszténységben
– a kereszténység „hellenizálása“?, in: Vigilia 69
(2004/4) 271-282. = Ungar. Übersetzung
Teilnahme und Vorträge an (Görföl Tibor) von: Griechische Denkelemente
internationalen Tagungen im frühen Christentum – „Hellenisierung“ des
Christentums?
Vom 28.-31.10.2003 fand in Rom ein Treffen
des „Joint Committee for Theological Dialogue Dioscorus von Aphrodito, in: Jesus der Christus
between the Catholic Church and the Assyrian im Glauben der Kirche 2/4, Sonderausgabe
Church of the East“ veranstaltet vom Päpstlichen 2004, 437.
Einheitsrat statt. Vortrag: Christological
Philoxenus von Mabbug, in: W. Klein (hg.),
Patrimony of the Church of the East.
Syrische Kirchenväter (Stuttgart 2004) 180-190.
Vom 28.-30.4.2004: Tagung an der Universität Die verschiedenen Schulen, durch die Gott die
Mainz: „Arabische Christen – Christen in Menschen lehren wollte. Bemerkungen zur ost-
Arabien“. syrischen Schulbewegung, in: M. Tamcke (Hg.),
14.-16.05.2004 in Graz: Treffen des AK Patristik. Syriaca II. Beiträge zum 3. deutschen Syrologen-
Symposium in Vierzehnheiligen 2002 = Studien
04.-05.06.2004 in Würzburg: zur Orientalischen Kirchengeschichte 33
Mitgliederversammlung der Gesellschaft zum (Hamburg 2004) 175-192.
Studium des Christlichen Ostens (GSCO).
Zum Problem des so genannten Neuchalcedo-
19.-25.09.2004 in Sayyidat al-bir, Libanon, nismus: Ephraem von Antiochien und Fulgentius
IX Symposium Syriacum, Vortrag: Thomas of von Ruspe, in: Y. de Andia, P. L. Hofrichter,
Edessa, Causa de nativitate. Some considera- Christus bei den Vätern. Forscher aus dem Osten
tions. VII Conference on Arab Christian Studies, und Westen Europas an den Quellen des ge-
Vortrag: 'Adi ibn Zaid al-'Ibadi and his poem meinsamen Glaubens. Pro Oriente-Studien-
Nr. 3 in prison. tagung über „Christus bei den griechischen und
lateinischen Kirchenvätern im ersten Jahrtau-
send“ in Wien, 7.-9. Juni 2001 = Pro Oriente 27,
Wiener Patristische Tagungen 1 (Innsbruck, Wien
Weitere Vorträge 2004) 233-258.
Am 20.11.2003 in Nieder-Mörlen:
Frühe Kirchenspaltungen, Verlust der Einheit?
Vom 13.-15.12.2003 Seminar im Karmel Internationale Gesellschaft
Erlangen (Ökumene, Nestorianismus-Forschung,
syrische Kirchenväter, Fulgentius von Ruspe). Dr. Theresia Hainthaler wurde (für 4 Jahre) in
den National Council für Deutschland der
Am 28.04.2004 in der Abtei Mariendonk: „Association Internationale des Études
Syrische Kirchenväter und ihre Christologie. Patristiques“ (AIEP) gewählt.

Publikationen von Theresia Hainthaler


Préface à la deuxième édition française, in:
Cardinal Aloys Grillmeier, Le Christ dans la tradi-
tion chrétienne. De l'âge apostolique au concile
de Chalcédoine (451). Nouvelle édition revue et
corrigée = Cogitatio fidei 230 (Paris 2003) 9-11.

40
»FRANKFURTER THEOLOGISCHE STUDIEN« »THEOLOGIE UND PHILOSOPHIE«

Wissenschaftliche Reihe Vierteljahresschrift

Herausgeber Herausgeber
Prof. Dr. Helmut Engel SJ Die Professoren SJ der Philosophisch-Theologi-
Prof. Dr. Klaus Schatz SJ schen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt
Prof. Dr. Michael Schneider SJ sowie der Hochschule für Philosophie in
München
Geschäftsführung
Petra Muth Schriftleitung
Prof. Dr. Werner Löser SJ, Frankfurt

Derzeit ist Band 66: Hitoshi Kawanaka, Mitglieder der Schriftleitung


»Comunicación«. Die trinitarisch-christozentri- Prof. Dr. Friedo Ricken SJ, München
sche Kommunikationsstruktur in den Prof. Dr. Klaus Schatz SJ, Frankfurt
Geistlichen Übungen des Ignatius von Loyola Prof. Dr. Jörg Splett, Frankfurt
im Druck.
Redaktion
Das vollständige Verzeichnis der Frankfurter Maria Haines
Theologischen Studien kann den jeweiligen
Vorlesungsverzeichnissen entnommen werden.

41
42
6
Lehrveranstaltungen

Vorlesungen Grundkurs Theologische


und Seminare im Fächer
Wintersemester
2003/04 Vorlesung BIBLISCHE THEOLOGIE
Einführung in die christliche
Theologie Einleitung in die Heilige
Gertler Schrift

Vorlesung
Philosophische Geschichte Israels und Judas
Fächer von den Anfängen bis in die
Perserzeit
Engel
Vorlesung Proseminar
Geschichte der Philosophie von Einführung in die Exegese des
Descartes bis Hegel Alten Testaments
Ollig Böhler
Vorlesung
Konturen der Freiheit Exegese des Alten
Splett Testaments
Kolloquium zur Vorlesung Vorlesung
Splett Das Buch der Richter
Böhler
Vorlesung
Grundfragen der Erkenntnis- Vorlesung
und der Wissenschaftstheorie Die Psalmen
Watzka Jüngling
Kolloquium zur Vorlesung
Hauptseminar
Watzka
Adventliche Texte aus dem
Hauptseminar Jesajabuch
J. G. Fichte, Die Bestimmung Jüngling
des Menschen
Splett

Hauptseminar
Kultur als Thema der
Philosophie
Ollig
Proseminar
Einführung in das wissen-
schaftliche Arbeiten
Ollig
43
Exegese des Neuen SYSTEMATISCHE THEOLOGIE PRAKTISCHE THEOLOGIE
Testaments
Fundamentaltheologie und Pastoraltheologie
Vorlesung Dogmatik
Jesus Sirach und Jesus von Vorlesung
Nazareth – ein Vergleich anhand Vorlesung Sakramentale Begleitung der
der Bergpredigt (Mt 5-7) Fundamentaltheologie Lebenswenden
Wucherpfennig Disse Sievernich

Hauptseminar Vorlesung Kolloquium für Lizentianden


Der Zeuge und das Licht. Theologische Gotteslehre und Doktoranden
Das Täuferbild im Johannes- Kruck Sievernich
evangelium Vorlesung
Müller Die Heils- und Offenbarungs- Religionspädagogik und
gegenwart des dreieinen Pastoralpsychologie
Lektüre Gottes in Jesus Christus –
Griechische Lektüre: dogmengeschichtlicher Teil Hauptseminar
Ausgewählte Texte aus Jesus Löser Didaktisch sehen und handeln
Sirach und den Evangelien lernen
Wucherpfennig Hauptseminar Eberhardt
Was ist Dogmatik?
Kehl Übung (Blockveranstaltung)
HISTORISCHE THEOLOGIE Gruppen leiten mit TZI
Hauptseminar
Profile gegenwärtiger Dogmatik (Themenzentrierte Interaktion)
Kirchengeschichte Schneider Kügler
einschließlich Patrologie
Doktorandenkolloquium Homiletik
Vorlesung Löser
Die ökumenischen Konzilien im Übung
Kontext der Geschichte Moraltheologie Stimmbildung und
Schatz Sprecherziehung (Grundkurs)
Vorlesung Föller
Hauptseminar (Blockseminar) Politische Ethik
Geschichte der Exegese Schuster Übung
Berndt Homiletische Übungen mit
Hauptseminar
Predigten in Frankfurter
Gentechnik und Ethik
Hauptseminar Gemeinden
Schuster
Cyprian von Karthago (+ 258): Gertler/Busse
De ecclesiae unitate Kolloquium
Podskalsky Kolloquium für Studierende im Liturgiewissenschaft
theologischen Aufbaustudium
Hauptseminar Schuster Vorlesung
Einführung in die lateinische Herrenjahr und Stundenliturgie
Paläographie Christliche Schneider
Tischler Gesellschaftsethik
Übung
Vorlesung
Kantoren-Kurs
Dokumente kirchlicher
Föller
Sozialverkündigung
Hengsbach
Übung / Hauptseminar
Hauptseminar „Missa est“ – Messekomposi-
„Spaß beiseite“ – Bildungskon- tionen im Wandel der Jahr-
zepte in der Wissensgesellschaft hunderte
Hengsbach/Bohmeyer Föller
Kolloquium
Kolloquium zu aktuellen Fragen
der Gesellschaftsethik
Hengsbach

44
Kirchenrecht STUDIENBEGLEITENDE Hochschulchor
PROGRAMME
Vorlesung Föller
Staatskirchenrecht Medien und öffentliche
Rhode Kommunikation Hochschulorchester
Vorlesung Internetwerkstatt Föller
Sakramentenrecht: Das Recht Spiritualität und Theologie ins
von Taufe, Firmung, Eucharistie Netz bringen
und Ordination Bieger
Sebott
Gruppentutorium
Kolloquium Bieger
Kolloquium für Lizentianden
und Doktoranden Hörfunkwerkstatt
Sebott Fischer

Einzeltutorien
SPRACHEN Bieger

Griechisch I
Kultur und Tourismus
Griechisch II
Griechische Lektüre Pastorale Konzeptionen eines
Zimbrich christlich verantwortlichen Tou-
rismus im Hinblick auf Gerech-
Latein I tigkeit, Frieden und Bewahrung
Latein Lektüre Poensgen
Zimbrich
Tutorium
Hebräisch I Poensgen
Jüngling/Peetz

Aramäisch Islam und christlich-


Böhler muslimische Begegnung

Italienisch für Anfänger und Vorlesung


Fortgeschrittene Einführung in den Islam und
Papa islamisches Denken
Troll
Spanisch für Anfänger und
Fortgeschrittene Tutorien
Yañez-Romo Huber-Rudolf

Französisch für Anfänger und Missionarische Seelsorge


Fortgeschrittene
Schleicher 1. Kursbaustein: Biographie und
religiöse Erfahrung
Gertler/Bieger

2. Kursbaustein: Erste Erfahrun-


gen im Führen religiöser
Gespräche
Gertler/Bieger

45
46
Lehrveranstaltungen

Vorlesungen Philosophische Theologische


und Seminare im Fächer Fächer
Sommersemester
2004 Vorlesung BIBLISCHE THEOLOGIE
Logik, Sprache, Verstehen.
Einführung in die Sprachphilo- Einleitung in die Heilige
sophie und die philosophische Schrift
Hermeneutik
Watzka Vorlesung
Einleitung in das Alte
Kolloquium Testament II:
Kolloquium zur Vorlesung: Methoden der Exegese.
„Logik, Sprache, Verstehen“ Die Bücher des AT
Watzka Engel

Übung Exegese des Alten


Logik für Anfänger(innen) Testaments
Watzka
Vorlesung
Vorlesung Micha
Ethik Böhler
Ollig
Vorlesung
Vorlesung Die Psalmen
Grundzüge der Geschichte der Jüngling
Philosophie im Mittelalter
Berndt Lektüre
Hebräische Lektüre: Das
Hauptseminar / Lektüre Hohelied
M. Heidegger: Ursprung des Jüngling
Kunstwerks
Splett Exegese des Neuen
Testaments
Hauptseminar
Wahrheitstheorien Vorlesung
Ollig Der erste Brief des Apostels
Paulus an die Korinther
Proseminar Müller
Einführung in das wissen-
schaftliche Arbeiten Hauptseminar
Ollig Die Spruchüberlieferung Jesu
Wucherpfennig

47
HISTORISCHE THEOLOGIE SYSTEMATISCHE THEOLOGIE PRAKTISCHE THEOLOGIE

Kirchengeschichte Fundamentaltheologie und Pastoraltheologie


(einschließlich Patrologie) Dogmatik
Vorlesung
Vorlesung Vorlesung Willst Du gesund und heil
Entstehung und Weiterent- Fundamentaltheologie II werden? – Grundzüge einer
wicklung des christlichen Disse biblisch-orientierten Pastoral-
Mönchtums medizin auf der Basis einer
Podskalsky Vorlesung Erfahrungswissenschaft
Schöpfungstheologie Niemann
Hauptseminar Kehl
Konzilserwartungen im Hauptseminar
deutschsprachigen Raum Vorlesung Karl Rahner als Pastoraltheologe
1959 – 62 Die Heils- und Offenbarungs- Sievernich
Schatz gegenwart des dreieinen
Gottes in Jesus Christus – Oberseminar / Übung
Hauptseminar systematischer Teil Gruppengespräche zur Klärung
Mediävistik II: Schrift und Löser von „Problemfällen“ in der
Schriftlichkeit Seelsorgepraxis
Tischler Hauptseminar Niemann
Neuere Theologie im Spiegel
Lektüre ihres Umgangs mit den ignatia- Religionspädagogik und
Interreligiöser Trialog im nischen Exerzitien Pastoralpsychologie
Mittelalter. Juden, Christen und Löser
Muslime im Gespräch (Lektüre Vorlesung
einschlägiger Texte) Doktorandenkolloquium Religiöses Lernen.
Tischler Löser Multidisziplinäre Zugänge zu
religions-pädagogischer Theorie
Doktorandenkolloquium und Praxis
Schneider Kießling

Moraltheologie Hauptseminar
Religionsdidaktik. Lehr- und
Vorlesung Lernwege zur „Selbstkundgabe“
Sexualethik Kießling
Schuster
Homiletik
Hauptseminar
Neue Herausforderungen an Hauptseminar
eine christliche Friedensethik Die Predigt der Psalmen
Schuster Mennekes
Kolloquium Übung
Kolloquium für Studierende im Stimmbildung und
Aufbaustudium (Lizentiat, Sprecherziehung (Grundkurs)
Promotion) Föller
Schuster
Übung
Christliche Stimmbildung und
Gesellschaftsethik Sprecherziehung (Aufbaukurs)
Föller
Hauptseminar
Liebe und Gerechtigkeit. Übung
Familien im Brennpunkt der Homiletische Übungen mit
Gesellschaftsethik Predigten in Frankfurter
Schnabl Gemeinden
Mennekes/Gertler/Busse

48
Liturgiewissenschaft SPRACHEN Kultur und Tourismus

Hauptseminar Griechisch I Das Phänomen des Tourismus


Stadt – Kirche – Altar. Griechisch II in der Gegenwartsgesellschaft
Zur räumlichen Dimension der Griechische Lektüre Poensgen
Liturgie Zimbrich
Odenthal Tutorium
Latein II Poensgen
Hauptseminar Latein Lektüre
Musik im Gottesdienst: Zimbrich Islam und christlich-
Geschichtliche Entwicklung – muslimische Begegnung
liturgische Praxis Einführung in die hebräische
Föller Sprache Vorlesung
Jüngling Einführung in den Islam und in
Übung islamisches Denken (II)
Kantoren-Kurs Hebräisch II Troll
Föller Jüngling/Wenzel
Tutorien
Übung Aramäisch Huber-Rudolf
Kirchenbau des 20. Jahrhun- Böhler
derts in Frankfurt am Main – Missionarische Seelsorge
Architektur, Kunst, Kultus. Italienisch für Anfänger und
Übungen vor Ort 2. Kursbaustein:
Fortgeschrittene
Hefele Erste Erfahrungen im Führen
Bettega
religiöser Gespräche
Gertler/Bieger
Kirchenrecht Spanisch für Anfänger und
Fortgeschrittene
3. Kursbaustein:
Vorlesung Yáñez-Romo
Methodik der Gesprächs-
Das kirchliche Eherecht führung zur Thematisierung
Sebott Französisch für Anfänger und
religiöser Erfahrungen
Fortgeschrittene
Gertler/Bieger
Übung Schleicher
Übungen zur Vorlesung
„Das kirchliche Eherecht“ Hochschulchor
Sebott Föller
Kolloquium
Kolloquium für Lizentianden Hochschulorchester
STUDIENBEGLEITENDE
und Doktoranden PROGRAMME Föller
Sebott
Medien und öffentliche
Kommunikation

Einführungsveranstaltung:
Mediensystem und SPRACHINTENSIVKURSE IN DEN
Medienberufe SOMMERSEMESTERFERIEN
Bieger
Griechisch-Intensivkurs
Reportagewerkstatt Hühne
Hanack/Schwab
Latein-Intensivkurs
Gruppentutorium Gabriel
Bieger

Baugesetze religiöser Vermitt-


lung in Zeitung und Fernsehen
Bieger

49
50
7
Akademische Veranstaltungen

SECHSTES SANKT GEORGENER SYMPOSION Programm:

10./11. Oktober 2003 Freitag, 10.10.2003


14.00 Uhr Eröffnung des Symposiums durch
Biblische Aufklärung – Die Entdeckung einer den Vorsitzenden des Kuratoriums
Tradition der Stiftung Hochschule Sankt
getragen von der Stiftung Hochschule Sankt Georgen, Dr. Martin Frühauf, und
Georgen in Verbindung mit dem Fachbereich durch den Dekan des Fachbereichs,
Katholische Theologie an der Johann Wolfgang Prof. Dr. Thomas Schreijäck
Goethe-Universität
14.15 Uhr Dr. Ansgar Wucherpfennig SJ:
Jürgen Habermas sagte in seiner Frankfurter Bibel und Aufklärung auf der Suche
Paulskirchenrede (Oktober 2001): nach den religiösen Grundlagen
„In Anbetracht der religiösen Herkunft seiner menschlichen Zusammenlebens: Die
moralischen Grundlagen sollte der liberale Briefe des Paulus im Licht von Daniel
Staat mit der Möglichkeit rechnen, daß die Defoes Roman 'Robinson Crusoe'
'Kultur des gemeinen Menschenverstandes' (Moderator: Dr. Christoph Müller)
(Hegel) angesichts ganz neuer Herausforde- 15.30 Uhr Prof. Dr. Marius Reiser:
rungen das Artikulationsniveau der eigenen Wahrheit und literarische Arten der
Entstehungsgeschichte nicht einholt.“ biblischen Erzählung
„Säkulare Sprachen, die das, was einmal (Moderator: Dr. Dieter Böhler SJ)
gemeint war, bloß eliminieren, hinterlassen
Irritationen. Als sich Sünde in Schuld, das 17.00 Uhr Prof. Dr. Thomas Rentsch:
Vergehen gegen göttliche Verbote in den Die Entdeckung der Unverfügbarkeit.
Verstoß gegen menschliche Gesetze ver- Zum Zusammenhang von Negativi-
wandelte, ging etwas verloren.“ tät und Sinnkonstitution im Horizont
Jürgen Habermas ging so weit, eine für die der biblischen Überlieferung
wahre Freiheit unersetzliche Bedeutung des (Moderator: Dr. Günter Kruck)
Glaubens an einen Schöpfer- und Erlösergott
anzudeuten. Samstag, 11.10.2003
Das sind überraschende Aussagen. Sie können 08.45 Uhr Prof. Dr. Hans Joas:
auch als eine Erwartung an die christliche Theo- Die Entstehung der Menschen-
logie und an die Religionsphilosophie verstan- rechte. Zwischen Protestantismus,
den werden, das derart verloren Gegangene ins Aufklärung und Expressivismus
Gedächtnis zu rufen und denen darzulegen, die (Moderator: Dr. Heinrich Watzka SJ)
nach einem zeitgemäßen und zukunftsweisen-
den Verständnis ihrer selbst suchen. Die biblische 10.00 Uhr Prof. Dr. Thomas Schmidt:
Religion gehört in die Vorgeschichte der Moder- Postsäkulare Theologie des Rechts
ne, enthält aber gleichzeitig auch die Motive, (Moderator: Dr. Oliver Wiertz)
welche die Moderne vor einem Abgleiten in 11.30 Uhr Prof. Dr. Jürgen Werbick:
banale Aufgeklärtheit schützen können. In wel- Biblische Aufklärung?
chem Sinn gibt es die Tradition einer Aufklärung, Fundamentaltheologisch-wissen-
die der Kritik standhalten kann, bereits von der schaftstheoretische Klärungsver-
Bibel her? suche
Exemplarische Beiträge zu einer solchen Frage- (Moderator: Prof. Dr. Hans Kessler)
stellung wurden in dem Symposion, das die
12.45 Uhr Schlussbemerkungen
Stiftung Hochschule Sankt Georgen in Zusam-
(Dr. Eckhard Nordhofen)
menarbeit mit dem Fachbereich Katholische
Theologie an der Johann Wolfgang Goethe-
Universität veranstaltete, vorgelegt und erörtert.
51
AKADEMIE ZUR ERÖFFNUNG schaft, Liturgiewissenschaft, Kirchengeschichte
DES STUDIENJAHRES 2003/04 und praktische Theologie ein gemeinsames
Interesse an der Erforschung des Gegenstandes
20. Oktober 2003 haben.
Frau Prof. Dr. Christa Reich arbeitet als Honorar-
Die Hochzeit zu Kana: Erzählperspektive und professorin für Kirchenmusik und Hymnologie
symbolische Bedeutung am Fachbereich Evangelische Theologie an der
Dr. Ansgar Wucherpfennig SJ Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Sie ist
Kirchenmusikerin in Frankfurt und Leiterin der
Text des Vortrags: siehe Kapitel 1, S. 7 Hessischen Kantorei. In ihren interdisziplinären
Seminaren widmet sie sich insbesondere der
AKADEMISCHE FEIER theologischen und musikalischen Erforschung
von Kirchenliedern. Als Verfasserin zahlreicher
20. Oktober 2003 hymnologischer Beiträge war sie maßgeblich an
der Herausgabe des Geistlichen Wunderhorns
Anlässlich des 70. Geburtstages von Prof. Dr. beteiligt.
Johannes Beulter SJ
überreichten die Herausgeber STUDENTISCHER STUDIENTAG

Dr. Michael Labahn, Wendeburg 27. November 2003


Prof. Dr. Klaus Scholtissek, Würzburg
Prof. Dr. Angelika Strotmann, Heidelberg arm – selig ?
dem Jubilar eine Festschrift. Zum Evangelischen Rat der Armut
Musikalische Gestaltung: Programm:
Jan Polivka, Prag / Frankfurt am Main (Piano):
• drei Sonaten (G-Dur, A-Dur, und d-moll) von 09.45 – 10.30 Die Armen als Schatz einer
Domenico Scarlatti (1685-1757) reichen Kirche? – Fußnoten
• Andante favori von Ludwig van Beethoven eines Kirchenhistorikers
(1770-1820) P. Stefan Kessler SJ, München

TAG DER KIRCHENMUSIK


11.00 – 12.15 Workshops:
a) Reichtum reicht nicht!
Bibelarbeit zu Mt 19, 16-26
18. November 2003 (Gleichnis vom reichen
Jüngling)
Die Schönheit des Glaubens. Das Projekt des P. Axel Bödefeld SJ,
„Geistlichen Wunderhorns“ (Beck 2001): Frankfurt Sankt Georgen
Erinnerung an den doxologischen Grundzug b) Armut macht frei? –
der Theologie Zur gesellschaftspolitischen
Prof. Dr. Christa Reich, Mainz Dimension von Armut
P. Friedhelm Hengsbach SJ,
In den Jahren 1805 bis 1808 gaben Achim von Frankfurt Sankt Georgen
Arnim und Clemens Brentano die berühmte
Sammlung Des Knaben Wunderhorn, eine 13.30 – 15.00 Podium: Ist Armut machbar? –
Zusammenstellung der bekanntesten deutschen Zwischen dem Versuch gelebter
Volkslieder heraus. Anknüpfend an ihre Gedan- Armut und der Versuchung der
ken und vor dem Hintergrund der Entstehungs- Kirche zum Reichtum
und Wirkungsgeschichte dieser Sammlung Br. Markus Heinze OFM,
möchten die Herausgeber der Edition Geistliches Frankfurt
Wunderhorn bekannte und weniger bekannte Br. Sigfrid Klöckner OFM,
„Kirchenlieder und geistliche Lieder einer aufge- Salmünster
klärten Öffentlichkeit als Kulturgut attraktiv P. Peter Knauer SJ, Brüssel
machen zu einem Zeitpunkt, da die Weitergabe Prof. Jörg Splett,
der christlichen Überlieferung auf eine bisher Sankt Georgen
nicht gekannte Schwundstufe reduziert scheint“. 15.00 – 15.30 Abschlussandacht in der
Kirchenliedforschung – Hymnologie – versteht Seminarkirche
sich seit jeher als interdisziplinäre Fachrichtung,
sofern Literaturwissenschaft und Sprachwissen-
schaft, Musikwissenschaft und Buchwissen-

52
ÜBERREICHUNG EINER FESTGABE Grußwort von Karl Kardinal Lehmann, Bischof
von Mainz und Vorsitzender der Deutschen
12. Januar 2004 Bischofskonferenz:
„Wir ehren einen Professor für Dogmen- und
P. Hermann Josef Sieben SJ wurde zu seinem Kirchengeschichte, besonders für die Geschichte
70. Geburtstag am 12. Januar 2004 die Fest- der Alten Kirche. Für die katholische Kirche und
gabe »Väter der Kirche. Ekklesiales Denken von damit auch für ihr Theologieverständnis ist die
den Anfängen bis in die Neuzeit« überreicht. Geschichte der Kirche selbst keine Nebensäch-
lichkeit, auf die man verzichten könnte. Das
Programm Wesen der Kirche erschöpft sich gewiss nicht in
Antonio Vivaldi, Aus der Sonate der Summe ihres empirischen Verlaufs. Sie hat
g-moll für Violine und Klavier und behält einen transzendenten Ursprung und
Präludium – Gigue ein eschatologisches Ziel. Aber zu ihrem Wesen
Begrüßung Prof. Dr. Helmut Engel SJ, in dieser Zeit gehört eben auch das, was gewe-
Rektor der Hochschule sen ist. Freilich muss sie deswegen nicht alles
Grußwort Karl Kardinal Lehmann, als normativ ansehen und mitschleppen, was je
Vorsitzender der Deutschen war. Kirche und Theologie haben zur Beurteilung
Bischofskonferenz der Wertigkeit ihrer Traditionen wichtige Krite-
Grußwort Prof. Dr. Werner Löser SJ, rien im Rückbezug auf die Hl. Schrift und in der
Hauptschriftleiter der Zeitschrift verschieden gestuften Verbindlichkeit ihrer
„Theologie und Philosophie“ Traditionen. So etwas wie „theologische Qualifi-
Grußwort Prof. Dr. Wilhelm Geerlings, kationen“ braucht gerade eine moderne Herme-
Bochum, Herausgeber der neutik des Dogmas.
„Fontes Christiani“ Aber gerade darum ist es elementar wichtig,
die Zeugnisse der Geschichte sorgfältig zu ken-
Überreichung der Festgabe nen. Bevor man historische Ereignisse und Texte
beurteilt, muss man sie mit allen Mitteln der
R. Valentini, Aus der Sonate historischen Methode erforschen. Nicht zuletzt
a-moll für Violine und Klavier darum ist die historische Theologie ein unauf-
Sarabande - Giga gebbarer Zweig in Forschung und Lehre. Nur so
Laudatio Prälat Prof. em. Dr. Walter kann die Spitze von Aussagen verlässlich eruiert
Brandmüller, Rom werden. Irrtümer werden beseitigt, Vorurteile
Johann Christian Schickard, können widerlegt werden. Gerade wenn Tradi-
Aus der Sonate D-Dur für tionen verbindlich sind, muss man die Reich-
Violine und Klavier weite und damit auch die Grenzen ihrer Gültig-
Allegro non troppo keit kennen. Darum ist die sorgfältige Kenntnis
Dank der der Entstehung und der Entwicklungszusam-
Herausgeber Dr. Johannes Arnold, menhänge unerlässlich. Es ist befreiend, wenn
Regens des Priesterseminars, man nicht einen unbestimmten Bestand von
Limburg Tradition wie einen Ballast übernehmen muss,
Jean-Baptiste Senaillier, Aus der sondern die Bestimmtheit und die Aussagekraft
Sonate g-moll für Violine und verbindlicher Dokumente unterscheiden kann
Klavier von zeitbedingten Einflüssen und anderen
Allegro Faktoren, die nicht dasselbe Gewicht haben.
Olha Radutna, Klavier Gerade der Dogmatiker braucht diese Einsichten
Oksana Luchanko, Violine lebensnotwendig und ist darum in besonderer
Weise auf die historische Theologie angewie-
sen.
In Frankfurt Sankt Georgen ist gerade in den
letzten Jahrzehnten die historische Theologie in
besonderer Weise und mit großem Erfolg ge-
pflegt worden. Ich brauche hier nur die Namen
von P. Heinrich Weisweiler, Heinrich Bacht und
dem späteren Kardinal Aloys Grillmeier zu nen-
nen. Noch viele andere wären zu nennen, wie
z.B. in der Gegenwart als Haus- und Zeitgenos-
sen P. Gerhard Podskalsky und P. Klaus Schatz.
Pater Hermann Josef Sieben steht in ihrer
Kontinuität und Nachfolge. Der Hochschule

53
Sankt Georgen und der Gesellschaft Jesu in hohem Maße mitgewirkt, große Texte der
gebührt großer Dank, dass sie in Forschung und Vätertradition breiteren Kreisen fruchtbar zu
Lehre bis heute der historischen Theologie viel erschließen.
Raum gegeben hat. Dies war und ist auch bis 4. Bei aller Trennung von wissenschaftlicher
heute eine große Chance der Ausbildung zu Methode und Gläubigkeit hat Pater Sieben
kirchlichen Berufen in St. Georgen. immer auch die geistliche Lehre der Kirchen-
Das eindrucksvolle und große Werk von Her- väter interessiert. So hat er wichtige Artikel in
mann Josef Sieben SJ wird heute unter sehr dem großen „Dictionnaire de Spiritualité“ über-
vielen Aspekten entfaltet werden. Ich darf mich nommen. Eigene Studien bezeugen jedoch in
deshalb darauf beschränken, gleichsam den noch größerem Maß diese vielleicht bisher
Vorhang der Bühne, auf der gespielt wird, auf- unterschätzte Dimension des Schaffens von
zuziehen. Dazu gehört es, die vier großen Felder Pater Sieben: „Ausgestreckt nach dem, was vor
aufzuzeigen, auf denen Hermann Josef Sieben mir ist“. Geistliche Texte von Origenes bis
jahrzehntelang gearbeitet hat: Johannes Climacus (Trier 1998); „Manna in
1. Das Hauptfeld der theologischen Arbeit von deserto“. Studien zum Schriftgebrauch der
P. Sieben besteht in der Erforschung der Kirchenväter (Köln 2002); „Gotterinnern“ und
Konzilsidee und der Geschichte der Konzils- andere Kapitel aus der geistlichen Überlieferung
theologie (weniger der Geschichte der Konzi- (Köln 2003).
lien). Niemand kann sich heute mit Konzilien Verehrter Herr Professor, lieber Pater Sieben, wir
beschäftigen, ohne die zahlreichen Bände aus möchten Ihnen heute, gerade auch durch die
der Feder von P. Sieben von der ersten Veröf- Überreichung einer großen Festschrift mit dem
fentlichung „Die Konzilsidee der Alten Kirche“ bezeichnenden Titel „Väter des Glaubens.
bis zum Band „Katholische Konzilsidee im Ekklesiales Denken von den Anfängen bis in
19. und 20. Jahrhundert“ zu kennen. Prof. Prälat die Neuzeit“, für diese eindrucksvolle, eminent
Dr. Walter Brandmüller hat diesen Untersuchun- fleißige, hoch angesehene und wissenschaftlich
gen in der großen Reihe „Konziliengeschichte“ fruchtbare Lebensleistung ein herzliches
einen würdigen Platz gegeben. Ähnlich wie Vergelt´s Gott sagen, und zwar nicht nur aus
Aloys Grillmeier durch die mehrbändige Erfor- der Perspektive der wissenschaftlichen Theolo-
schung der Christologie des ersten Jahrtausends gie, sondern auch der Kirchenleitung, die ihrer-
eine kaum überschätzbare Forschungsleistung seits ganz elementar auf die Erforschung des
erbracht hat, ist P. Sieben zu dem Pionier der Glaubenszeugnisses angewiesen ist. Ihr vermut-
Konzilsgeschichtsschreibung schlechthin gewor- lich zuletzt veröffentlichter Aufsatz „‘Unsere
den, wobei er sich nicht scheut, die systemati- Sache ist es nicht, schöne Reden zu halten,
schen Fragestellungen über Unfehlbarkeit, sondern Taten vorzulegen... ‘ Sexualethik bei
Rezeption und Hermeneutik der Konzilien kom- Platon (Nomoi) und in der frühen Christenheit
petent einzubeziehen. (2.-3. Jahrhundert)“, erschienen in Heft 4 der
2. Hermann Josef Sieben hat immer auch das Zeitschrift „Theologie und Philosophie“ (78. Jahr-
Wissen, das er sich erworben hat, durch die gang, 2003, 481-508), ist ein kostbares Exempel
Veröffentlichung seiner Forschungsergebnisse für Ihre Arbeitsweise und Methode, Ihre theolo-
weitergegeben und sich der Diskussion gestellt. gische, spirituelle und kirchliche Einstellung.
Die vielen Buchbesprechungen zeugen von die- Dabei möchte ich die Weise, wie Sie Wissen-
sem intensiven Dialog. Er hat aber auch Instru- schaftlichkeit und kirchliche Gesinnung – fast
mente geschaffen, damit andere z.B. durch möchte ich sagen „unvermischt und unge-
Repertorien besser am Gang der Forschung teil- trennt“ – miteinander verbinden. besonders her-
nehmen können. So z.B. in den Büchern „Voces“ vorheben. Ich empfinde dieses Miteinander als
(Berlin 1980), „Exegesis patrum“ (Rom 1983) vorbildlich, gewiss ganz im Geist des heiligen
und die „Kirchenväterhomilien zum Neuen Ignatius von Loyola und der Grundlagen der
Testament“ (Steenbrügge 1991). Dadurch wurde Gesellschaft Jesu.
besonders für die übrigen theologischen Wir sagen Ihnen für all dies ein herzliches
Disziplinen die Rezeption ungemein erleichtert. Vergelt´s Gott und bitten an Ihrem 70. Geburts-
An dieser Stelle ist auch die durch 25 Jahre hin- tag um den reichen Segen Gottes für Leib und
durch geleistete Tätigkeit als Hauptschriftleiter Seele, damit wir auch künftig noch viele reife
der hoch angesehenen Zeitschrift „Theologie Früchte ihres Schaffens geschenkt bekommen.“
und Philosophie“, früher: Scholastik, zu nennen.
3. In dieselbe Richtung weist auch die große
Übersetzungs- und Kommentierungsarbeit in
der Reihe „Fontes christiani“, nämlich der
Schriften von Origenes, Basilius dem Großen,
Gregor von Nazianz. Pater Sieben hat dadurch

54
GASTVORLESUNG TREFFEN MIT DEN KOLLEGEN VOM FACHBEREICH

15. Januar 2004 Jedes Semester trifft sich das Professorium von
Sankt Georgen einmal mit den Kollegen vom
„Auf der Suche nach Heloïsa oder: Fachbereich Katholische Theologie der Johann
Warum Abaelard nicht zu trauen ist“ Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Frau Prof. Dr. Gisela Muschiol, Institut für
Kirchengeschichte, Katholisch-Theologische
Fakultät der Universität Bonn 28. Januar 2004 in Sankt Georgen

Referent: Prof. Dr. Thomas M. Schmidt:


THOMAS-AKDADEMIE
„Immanuel Kant und die Religionsphilosophie“
25. Januar 2004
23. Juni 2004 im Poelzig-Bau der
Zu welchem Ende lebt der Mensch? Über Karl Universität
Rahners theozentrische „Anthropozentrik“
Prof. Dr. Jörg Splett, Frankfurt Sankt Georgen Referent: Prof. Dr. Ulrich Rhode SJ:
veröffentlicht in: Theologie und Philosophie 79 „Die Bedeutung des Bischofs für den Dritten Weg“.
(2004) 55-72.

RHEIN-MAIN-EXEGETENTREFFEN FAKULTÄTENKOMMISSION SJ

03. November 2003 Die Treffen der Fakultätenkommission SJ


(Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt
Referent: Prof. Dr. Klaus Haacker, Wuppertal Georgen Frankfurt am Main, Hochschule für
»Rettender Glaube und Abrahams Rechtferti- Philosophie München und Katholisch-Theolo-
gung. Zum Verhältnis zwischen Paulus und gische Fakultät der Leopold-Franzens-Universität
Jakobus (und Petrus?)« Innsbruck) fanden am 20. Dezember 2003 und
Korreferentin: Dr. Maria Neubrand MC, am 12. Juni 2004 in München statt. Die Hoch-
Eichstätt. schule Sankt Georgen war durch den Rektor der
Hochschule, Prof. Dr. Helmut Engel SJ, und
31. Januar 2004 durch Prof. Dr. Ulrich Rhode SJ vertreten.

Referentin: Dr. Melanie Köhlmoos, Göttingen


»Ein Aufstand, den es nie gab. Erwägungen zur
Jerobeam-Perikope 1 Kön 11,26 – 14,31«.
Korreferent: Prof. Dr. Klaus Koenen, Köln.

15. Mai 2004

Referenten: Dr. Dieter Böhler SJ zusammen


mit Dr. Ansgar Wucherpfennig SJ, Frankfurt
»Der Johannesprolog als Paraphrase der Tora«.
Korreferentin: Dr. Judith Hartenstein,
Marburg.

55
56
8
AStA und Konvent

Aufgaben: Aktivitäten:
Die Aufgaben von AStA und Konvent bestehen • Wintersemester 2003/2004
darin, die Interessen der Studierenden in den – Erstellen des Heiligenkalender
entsprechenden Gremien (Hochschulrat, Hoch- – Erstellen des Kommentierten
schulkonferenz und diverse Ausschüsse) zu Vorlesungsverzeichnisses
vertreten, sowie einen guten Kontakt zu den – Überarbeitung des Hochschulpolitik-Führers
Schnittstellen der Information z.B. der Verwal- – Studentischer Studientag zum Thema:
tung, in unserem Haus zu pflegen. „Arm-selig?“
Somit sind AStA- und Konventsmitglieder – Zwei Filmabende, einer davon mit
Ansprechpartner für alle Studierenden, aber Abendgespräch
auch für Lehrende, Verwaltung und Priester- – Neujahrsempfang des AStA
seminar. – Begegnungstag für SchülerInnen

Konventsstatistik: • Sommersemester 2004


In den beiden vergangenen Semestern fanden – Studentische Vollversammlung mit Beschluss
durchschnittlich je sechs Konventssitzungen zu den Diplom- und Vordiplomsfeierlich-
statt, in denen die aktuellen Fragen der Hoch- keiten
schulpolitik behandelt wurden; diese wurden oft – Erstellen des Kommentierten
kontrovers diskutiert, aber auch ruhigere Tages- Vorlesungsverzeichnisses
ordnungspunkte, wie geplante und durchge- – Überarbeitung des Hochschulpolitik-Führers
führte Aktivitäten der einzelnen AStA-Referate, – Vier Filmabende, einer davon mit
standen auf dem Programm. Abendgespräch
– Literarischer Spaziergang mit Pater Jüngling
Des Weiteren gab es im Sommersemester – ... und in beiden Semestern viele, viele
mehrmals ein „Arbeitsmittagessen“ nach der Kleinigkeiten, die niemand sieht!
Sankt Georgener Messe, wie auch Informations-
gespräche zwischen dem AStA-Vorstand und • Arbeitsschwerpunkte für das kommende
den einzelnen Referaten. akademische Jahr:
– Klausurwochenende für alle Konvents-
Die sogenannten „Spitzengespräche“ zwischen mitglieder und AStA-Referenten
dem Hochschulrektor P. Engel und dem AStA- – Klare Profile und Aufgabenfelder von AStA
Vorstand fanden in diesem Semester dreimal und Konvent erarbeiten
statt und waren von offenem Umgang mitein- – Stichwort: neue Studienordnung, Bachelor
ander geprägt. und Master
– sowie das tägliche Geschäft
Auf Vorschlag des Konvents des Winter-
semesters 2003/2004 fuhr der „neue“ Konvent (Judith Adam für AStA und Konvent)
zu Beginn des Sommersemesters auf Klausur-
tagung. Diese diente sowohl der Einarbeitung
der neuen Konventsmitglieder als auch der
Überprüfung und Überarbeitung der einzelnen
AStA-Referate und ihrer Profile.

Ein Vertreter des Konvents fuhr zur 68. ordent-


lichen Mitgliederversammlung der AGT (Arbeits-
gemeinschaft Studierender der Katholischen
Theologie in Deutschland), die vom 11. bis 13.
Juni 2004 in Rossbach bei Naumburg stattfand.

57
58
9
Veröffentlichungen der
Professoren und Dozenten

NORBERT BAUMERT Gebet im Buch der Weisheit, in: Function and


Relevance of Prayer in Deuterocanonical
„Charisma” and „Spirit-Baptism”: Presentation of Literature, hg. Renate EGGER-WENZEL (BZAW),
an Analysis, in: Journal of Pentecostal Theology Berlin–New York: de Gruyter 2004 (im Druck).
(continuum London – New York) 12.2 (2004)
147-179. KARL FRIELINGSDORF

RAINER BERNDT Falesne Predstavy o Bohu, Kostelni Vydri 2003


(2.Aufl.).
siehe Hugo von Sankt Viktor-Institut, S. 35
L’Aggressione forza vitale positiva, Milano 2003
(2.Aufl.).
DIETER BÖHLER
Gottesbilder, wie sie krank machen, wie sie hei-
On the Relationship between Textual und Literary len. Echter 2004.
Criticism, in: A. Schenker (Hg.), The Earliest Text
of the Hebrew Bible: The Relationship Between Karl Frielingsdorf (Hg.). Reihe:
the Masoretic Text and the Hebrew Base of the Pastoralpsychologie und Spiritualität
Septuagint Reconsidered, SCS 52, Atlanta 2003, Bd. 6: Klaus Kießling, Religiöses Lernen,
51-68. Frankfurt 2003
Bd. 7: Margarita Ueffing, Der Umgang mit
Opmerkingen van een exegeet bij de instructie Angst auf dem Weg menschlicher
Liturgiam authenticam, in: Herbronning van de Reifung, Frankfurt 2004.
Eredienst, IkZCom(NL) 28 (2003) 349-366.
Poln.: Uwagi egzegety do instrukcji Liturgiam FRIEDHELM HENGSBACH
authenticam, Anamnesis 35 (2003) 74-86.
siehe Oswald von Nell-Breuning-Institut, S. 30-31
El sacrificio de Israel, el sacrificio de Cristo, el
sacrificio de la Iglesia, Diálogos universitarios 3,
León (México) 2004. HANS-WINFRIED JÜNGLING

Von Gottes Mühe und Jesu Ermüdung, in: Sedl-


HELMUT ENGEL
meier, Franz (Hg.), Gottes Wege suchend. Beiträge
zum Verständnis der Bibel und ihrer Botschaft
Buchbeiträge: (Fs. Rudolf Mosis), Würzburg 2003, 417-432.
Erich ZENGER u.a., Einleitung in das Alte Testa-
ment (Kohlhammer Studienbücher Theologie Vatermetaphorik und Müttermemoria, in:
1,1), Kohlhammer: Stuttgart (11995): In der fünf- Fischer, Irmtraud – Rapp, Ursula – Schiller,
ten, gründlich überarbeiteten und erweiterten Johannes (Hgg.), Auf den Spuren der schriftge-
Auflage 2004 lehrten Weisen (Fs. Johannes Marböck; BZAW
X. Das Buch Tobit S. 278-288; 331), Berlin 2003, 77-95.
XI. Das Buch Judit S. 289-301;
XIII. Die Bücher der Makkabäer S. 312-328.
MEDARD KEHL
Das Buch der Weisheit (zusammen mit Thomas
HIEKE), in: Stuttgarter Altes Testament. Einheits- Dein Reich komme. Eschatologie als Rechen-
übersetzung mit Kommentar und Lexikon, hg. schaft über unsere Hoffnung, Kevelaer 2003
Erich ZENGER, Stuttgart: Katholische Bibelanstalt [Neuausgabe von „Eschatologie“, Würzburg
2004, 1290-1318. 1988/1986: Topos plus Taschenbuch, Bd. 498].

59
Die Wahrheitsfrage im Bereich des religiösen „Das ‚Pange Lingua’ im ‚Gotteslob’,“ BiLi 76
Glaubens, in: R. Berndt (Hg.), Vernünftig, Würz- (2003) 276-285.
burg 2003, 81-86.
„Das ‚Pange Lingua’ im ‚Gotteslob’,“ Singende
Welche „pastorale Strategie“ braucht die deut- Kirche 51 (2004) 89-93.
sche Kirche heute? in: Studia Bobolanum (2003),
Heft 4, 43-52; „Wann hat Gott dem Volk Israel das den Vätern
derselbe Beitrag erschien in: Pastoralblatt (2004), verheißene Land gegeben? Zu einem rätselhaf-
Heft 2, 35-41, ten Befund im Buch Numeri,“ Väter der Kirche:
und in: H. Ziebertz (Hg.), Erosion des christlichen Ekklesiales Denken von den Anfängen bis in die
Glaubens? Münster: Lit-Verlag 2004, 121-129. Neuzeit: Festgabe für Hermann Josef Sieben SJ
zum 70. Geburtstag (Hg. v. J. Arnold, R. Berndt
KLAUS KIEßLING u. R. M. W. Stammberger zusammen mit
Ch. Feld; Paderborn: Schöningh, 2004) 9-30.
siehe Institut für Pastoralpsychologie und
„Die Abwandlung des Kriegsorakels im
Spiritualität, S. 38-39
Deuteronomium,“ Das Manna fällt auch heute
noch: Beiträge zur Geschichte und Theologie
WERNER LÖSER des Alten, Ersten Testaments: Festschrift für
Erich Zenger (Hg. v. Frank-Lothar Hossfeld und
Kirchenreform als Beitrag zur Ökumene. Ludger Schwienhorst-Schönberger; HBS 44;
Eine Erinnerung an Hermann Kardinal Volk, in: Freiburg: Herder, 2004) 408-429.
Catholica 58, 2004, 54-67.
„Foreword,“ Fortunatus A. Nwachukwu, The
Amt und Sakrament bei den Apostolischen Courage to Change: „Take off your Shoes...“
Vätern, in: J. Arnold, R. Berndt, R. Stammberger (Nairobi: Paulines Publications Africa, 2003) 5f.
(Hrsg.), Väter der Kirche – Ekklesiales Denken
von den Anfängen bis in die Neuzeit (FS H. J. (zusammen mit Klaus Scholtissek) „Nachwort
Sieben), Paderborn: Schöningh 2004, 81-103. der Herausgeber,“ Adrian Schenker, Studien zu
Propheten und Religionsgeschichte (SBAB 36;
Erik Peterson, Offenbarung des Johannes und Stuttgart: Katholisches Bibelwerk, 2003) 221f.
politisch-theologische Texte (= Ausgewählte
Schriften Bd. 4), hrsg. zus. mit Barbara Nicht- Herausgabe:
weiß, Würzburg: Echter 2004.
(Mitherausgeber) Norbert Lohfink, Studien zum
NORBERT LOHFINK Deuteronomium und zur deuteronomistischen
Literatur V (SBAB 38; Stuttgart: Katholisches
Buch: Bibelwerk, 2004).
Studien zum Deuteronomium und zur deutero- (Mitherausgeber) Das Fest: Jenseits des Alltags
nomistischen Literatur V (SBAB 38; Stuttgart: (JBTh 18 [2003]; Neukirchen–Vluyn:
Katholisches Bibelwerk, 2004) 306 S. Neukirchener Verlag, 2004).
Beiträge: (Mitherausgeber) Zeitschrift für altorientalische
„Gewalt und Monotheismus: Beispiel Altes und biblische Rechtsgeschichte 9 (Hg. v. Eckart
Testament,” zur debatte: Themen der Katholi- Otto unter Mitarbeit von Klaus Baltzer ... Norbert
schen Akademie in Bayern 33 (6/2003) 4-6 . Lohfink ...; Wiesbaden: Harrassowitz, 2003).

„Gewalt und Monotheismus – Beispiel Altes


Testament,“ Monotheismus – eine Quelle der ULRICH NIEMANN
Gewalt? (Hg. v. Hermann Düringer; Arnoldshai-
ner Texte, 125; Frankfurt: Herchen, 2004) 60-78. Abgewogene nervenärztliche Handlungsmaxi-
men? Das Prinzip: Bonum facere, nil nocere in
„Jeder Weisheitslehre Quintessenz: Zu Koh 12,13,“ der psychiatrischen Praxis. In: Abwägende Ver-
Auf den Spuren der schriftgelehrten Weisen: nunft. Praktische Rationalität in klassischer,
Festschrift für Johannes Marböck anläßlich sei- systematischer und religionsphilosophischer
ner Emeritierung (Hg. v. Irmtraud Fischer, Ursula Perspektive. Festschrift für Friedo Ricken, heraus-
Rapp und Johannes Schiller; BZAW 331; Berlin: gegeben von Christian Schroer und Franz-Josef
de Gruyter, 2003) 195-205. Bormann.

60
GERHARD PODSKALSKY MICHAEL SCHNEIDER

L’orizzonte culturale di Simeone il Nuovo Teologo, siehe Institut für Dogmen- und Liturgie-
in: Simeone il Nuovo Telogo e il monachesimo geschichte, S. 30
a Costantinopoli. Atti del X Convegno ecumeni-
co internazionale di spiritualità ortodossa,
sezione bizantina. Bose, 15-17 settembre 2002, JOSEF SCHUSTER
Comunità di Bose 2003, 129-136.
Juifs et chrétiens dans la littérature orthodoxe Der Tod aus theologischer Sicht, in: Volker
des Balkans (Moyenge-Âge-XVIe siècle), in: Les Schumpelick (Hg.), Klinische Sterbehilfe und
chrétiens et les Juifs dans les sociétés de rites Menschenwürde. Ein deutsch-niederländischer
grec et latin. Approche comparative. Actes du Dialog, Freiburg u.a. 2003, 35-40.
colloque organisé les 14-15 Juin 1999 à la
Maison des Sciences de l’Homme (Paris), ed. M. Leid und Mitleiden aus theologischer Sicht, in:
Dimitriev, D. Tollet, E. Teiro, Paris 2003, 115-121. ebd. 120-129.

Politische Theologie in Byzanz zwischen Reichs- Gefühle und ethische Tugenden, in: Christian
eschatologie und Reichsideologie, in: Cristianità Schröer/Franz-Josef Bormann (Hg.), Abwägende
d’Occidente e Cristianità d’Oriente (secoli VI-XI). Vernunft. Praktische Rationalität in klassischer,
24-30 aprile 2003, Spoleto 2004, 1421-1433 systematischer und religionsphilosophischer
(= Settimane di studio della Fondazione Centro Perspektive (FS Friedo Ricken), Berlin 2004,
Italiano di Studi sull’Alto Medioevo, LI). 361-380.
Rez. zu: Carmelo Giuseppe Conticello/Vassa
Conticello (Hg.), La théologie byzantine et sa REINHOLD SEBOTT
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Byzantinische Zeitschrift 97 (2004), 198-202. Zusammen mit A. v. Campenhausen u. I. Riedel-
Der Tod des Judas Iskariot in der byzantinischen Spangenberger (Hgg.), Lexikon für Kirchen- und
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Pastristic and Byzantine Texts Presented to Jacques Paderborn 2004.
Noret for his Sixtyfifth Birthday, Louvain 2004,
509-514 (= Orientalia Lovaniensia Analecta, 137).
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Briefe in der mittelalterlichen Literatur Bulgariens
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José de Anchieta, Kirchenvater Brasiliens, in: Collegium Borromaeum, Freiburg) 38 (2003/04)
Johannes Arnold u.a. (Hg.), Väter der Kirche. 6-10.
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2004, 967-992. Hoffnung, in: Bildung Identität Religion (Hg. H.
Poser / B. B. Reuer), Berlin 2004, 241-254.
Mission der Weltkirche (Editorial), in: Stimmen
der Zeit 222 (2004) 289-290. Was soll ich, was darf ich – why to be moral?
in: Glaube und Business – Konturen einer christ-
Art. Franz Xavier, in: Theologische Realenzyklo- lichen Ökonomik (Hg. M. Keller / P. Maloney),
pädie Bd. 36, Berlin New York 2004, 425-430. Münster 2004, 1-21.

Unser Heil oder Lobpreis des Heiligen? Über


JÖRG SPLETT den eigentlichen Zielsinn von Religion, in:
Katholische Bildung 105 (2004) 216-220.
„... Ich bin gekommen, damit sie das Leben
haben...” Überlegungen zur christlichen Spiritua- Sexualität – Sex – Menschenwürde. Drei
lität, in: Weltgeistlich (Hg. Abt. Schule, General- Vorausgedanken zu konkreterem Austausch, in:
vikariat), Köln 2003, 61-78. Zeitschrift für medizinische Ethik 50 (2004)
215-218.
Spiel-Sinn, in: Sehnsucht nach Sinn (Hg. P. Reifen-
berg), Frankfurt/M. 2003, 95-101. Quellensuche, Himmel, Hölle, Ganzheit und
Entscheidung. Ein Beitrag christlich-personalen
Handeln – Beten – Gottvertrauen, in: Zeitschrift Denkens, in: Lebendiges Zeugnis 59 (2004)
für medizinische Ethik 49 (2003) 421-423. 113-134.

„Genug vom Menschen geredet...”? in: Religionen Bild und Sinn – Erfahrungen der Transzendenz,
unterwegs 9 (2003) 4, 11-15; 10 (2004) 1, 18-23. in: Im Zwischenreich der Bilder (Hg. R.-M. E.
Jacobi u. a.), Leipzig 2004, 117-136.
„Freiheit und Ehre“: Die Geschwister Scholl als
Anwälte der Menschenwürde, in: Helden der Nathan, Ringparabel, Wahrheit, Meinung und
Menschenwürde (Hg. G. Lang), Bonn 2003, Betrug, in: Christ in der Gegenwart 56 (2004)
31-38. 200.

Geheimnis Beziehung. Mit-Sein als Grundbe- Neue Tugenden? in: Glauben leben 80 (2004)
stimmung von Person, in: Informationes 213-215.
Theologiae Europae 12 (2003) 189-197.
Schön, katholisch zu sein. Über den Wage-Mut
Endgültigkeit des Zeitlichen? In: Theologie und zum Glück, in: Der Fels 35 (2004) 216-218,
Philosophie 78 (2003) 557-570. 251-255.

Jedem seine eigene Wahrheit? in: „Gehet hin in „Wieviele ‘Nicht’? Billionen. – Wieviele Ja? Nur
alle Welt...” (Hg. R. Dörner), Münster 2004, 35-48. eins!”, in: Internat. Kath. Zeitschr. Communio 33
(2004) 285-299.
Ludwig Feuerbach (1804-1872). Die religiöse
Wende zum Menschen, in: Theologische Revue Wozu Philosophie – und obendrein christlich? in:
100 (2004) 3-8. Revista Portuguesa de Filosofia 60 (2004)
393-412.
Christologie – philosophisch, in: Was den
Glauben in Bewegung bringt (Hg. A. R. Batlogg In Würde lieben, in: Zeitschrift für Medizinische
u.a. FS K. H. Neufeld), Freiburg 2004, 423-440. Ethik 50 (2004) 299-301.
62
CHRISTIAN W. TROLL HEINRICH WATZKA

„Christlich-islamischer Dialog. Zwischen Mission Heinrich Watzka: Glaubensverantwortung und


und Ökumene.“ In: Zeitschrift für Missions- Metaphysik, in: Theologie und Philosophie 79
wissenschaft und Religionswissenschaft 87 (2004) 1-30.
(2003), 218-226.

„Masihiyyun wa muslimun fi mudschtama’ina“ ANSGAR WUCHERPFENNIG


(Christen und Muslime in unserer Gesellschaft),
in: Al-muwatanah, al-din wa’l dimukratiyya. Missionarische Kirche im Neuen Testament:
Akten des Ägyptisch-Deutschen Dialogs, 9.-13. Paulus, Lukas und die Pastoralbriefe als Stationen
April 2003 in der Ev. Akademie Loccum, einer Entwicklung innerhalb des frühen
Hannover. Ed. Nadia Halim. Kairo: Darul Christentums, in: Geist und Leben 76/6 (2003)
Thaqafah, 2003, 173-184. 434–445.

„Prüfet alles!” Der Dienst der Unterscheidung als Markus 1,1–3, Johannes 1,1–18 und Herakleons
unabdingbares Element dialogischer Johannes-Kommentar im Licht christlicher
Beziehungen von Christen und Muslimen“ in: Kanon-Entwicklung, in: Michael Labahn, Klaus
H. Schmid / A. Renz / J. Sperber (Hrsg.), Scholtissek, Angelika Strotmann (Hrsg.), Israel
Herausforderung Islam. Anfragen an das und seine Heilstraditionen im Johannesevan-
christliche Selbstverständnis. Akademie der gelium. Festgabe für Johannes Beutler SJ zum
Diözese Rottenburg-Stuttgart, 2003, 69-82. 70. Geburtstag, Paderborn u. a.: Schöningh
ISBN 3-926297-90-5. 2004, 227–244.

„Christian-Muslim Relations in Germany. Jesus, der Arzt alles Unsichtbaren, in:


A Critical Survey.” in: Islamochristiana (Roma), Engagement. Zeitschrift für Erziehung und
vol. 29 (2003), 165-202. Schule, Heft 2/2004, 126–129.

„Nach dem Kopftuchurteil“ in: Stimmen der Zeit


(München) Heft 1, Januar 2004, Bd. 222, 1-2.

„Allãhu Akbar. Ein zentrales Thema des Dialogs“


in: Andreas R. Batlogg / Mariano Delgado /
Roman A. Siebenrock (Hg.), Was den Glauben in
Bewegung bringt. Fundamentaltheologie in der
Spur Christi. Freiburg: Herder, 2004, 473-482.

„Khasa’is diniyya li-mafhum al-indimadj min


wadjaht nazar almaniyya“ (Religiöse Aspekte
des Begriffs der Integration aus deutscher
Perspektive), in: Nadia Halim (ed.) at-Tafa’ul ath-
thaqafi wa’l indimadj al-idjtima’i. Kairo: CEOSS,
2004, 173-184. Übersetzung.

„Christian-Muslim Relations in Germany.


A Critical Survey.” in: Islamochristiana (Roma),
vol. 29 (2003), 165-202.

„Religious Freedom in Modern Islamic Thought.”


In: Religious Liberty: A Theme for Christian-
Muslim Dialogue. The Pontifical Council for
Interreligious Dialogue. The Commission for
Religious Relations with Muslims. Vatican City,
2004. pro manu scripto.

63
64
10
Auswärtige Tätigkeiten
der Professoren und Dozenten

RAINER BERNDT 20.-22.02.2004


Workshop für SupervisorInnen in München.
siehe Hugo von Sankt Viktor-Institut, Seite 35-36
20.03.2004
DIETER BÖHLER Wo das Glück beginnt
Vortrag in Aschaffenburg.
03.01.2004
10.05.2004
„Priesterbilder“. Neutestamentliche Zugänge
Religiöse Entwicklung heute
zum apostolischen Amt in der Kirche
Vortrag an der Universität Osnabrück.
Vortrag im Priesterseminar Limburg.
15.07.2004
09.01.2004
Dämonische Gottesbilder – ihre Entstehung
Das Opfer Israels, das Opfer Christi, das Opfer
und Entlarvung
der Kirche
Vortrag an der Akademie Karlsruhe.
Vortrag beim Kolpingverein Obertshausen.
Im Rahmen des Ausbildungsprogramms des
15.05.2004
Instituts für Pastoralpsychologie und Spiritualität
Abraham und seine Kinder im Johannesprolog.
„Geistlich leiten und begleiten“ wurden im WS
Targumzitate in Joh 1,1-18
2003/04 und im SS 2004 von P. Karl Frielings-
Vortrag bei den Rhein-Main-Exegeten in
dorf SJ und Sr. Agnes Lanfermann MMS vier
Frankfurt.
Wochenkurse mit jeweils 16 – 18 Teilnehmer-
Innen durchgeführt.
26.06.2004
Maria, die Tochter Zion. Zur Bedeutung der
Mutter Jesu nach der Hl. Schrift
Vortrag bei der Aktionsgemeinschaft katholi- FRIEDHELM HENGSBACH
scher Laien und Priester, Initiativkreis in der
Diözese Limburg in Bad Homburg. siehe Oswald von Nell-Breuning-Institut, S. 31-32
Regelmäßige Mitarbeit:
Theologischer Berater bei der Kommission V
(Liturgie) der deutschen Bischofskonferenz. MEDARD KEHL

KARL FRIELINGSDORF 27.10.2003


Über das Leben nach dem Tod
27.-30.09.2003 KHG Würzburg.
Interkulturelle Aspekte der Religiösität heute
Internationaler Kongress der Sozialpsychologie 05.11.2003
in Florenz. Eine theologische Zeitdiagnose zur Situation
der Kirche in Deutschland
10.-24.10.2003 Symposion an der Jesuitenhochschule Warschau
28. Pastoraltherapeutischer Kurs in anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde
Zusammenarbeit mit dem ELFE-Referat der an Kardinal A. Dulles.
Diözese Osnabrück in Positano (Süditalien) mit
75 TeilnehmerInnen. 19.11.2003
Vorschlag einer „pastoralen Strategie“ der
29.11.-01.12.2003 katholischen Kirche in Deutschland
Workshop in Osnabrück zum pastoraltherapeuti- Gastvorlesung an der Theologischen Fakultät
schen 2-Wochenkurs-Kurs in Positano 2003. der Universität Tübingen.
65
24.-26.11.2003 WERNER LÖSER
6 Vorträge zur Ekklesiologie
an der Philosophisch-Theologischen Hochschule 18.09.2003
Vallendar. Die katholische Kirche und die Ökumene
Referat auf dem Studientag der Edith-Stein-
24.01.2004 Schule in Darmstadt.
2 Vorträge zur Eschatologie
an der Philosophisch-Theologischen Hochschule 29.09.- 02.10.2003
Vallendar. „Werft noch einmal eure Netze aus!“ – den
Glauben bezeugen in unserer Gesellschaft
10.02.2004 Leitung der Priesterweiterbildungstage in
Können wir noch von einem „guten Schöpfer“ Paderborn mit dem Weihejahrgang 1962.
und einer „guten Schöpfung“ sprechen
(Theodizeeproblem)? 06.10.2003
Auditorium Kloster Stiepel. Sankt Georgen und das III. Reich
Vortrag in der Pfarrei Herz Jesu in Frankfurt-
19.02.2004 Oberrad.
„Ihr werdet meine Zeugen sein“. Zeugenschaft
und Katechese 14.10.2003
4. Katechetischer Diözesankongress der Diözese Die aktuelle ökumenische Situation
Hildesheim. Vortrag in der Pfarrei Sankt Bernhard in
Frankfurt-Bornheim.
16.03.2004
Karl Rahner und die Kirche 30.10.2003
Karl Rahner Akademie, Köln. Die aktuelle ökumenische Situation
1. Vortrag in der Pfarrei Herz Jesu in Wiesbaden-
05.05.2004 Sonnenberg.
Theologisches zu sog. „Nahtoderfahrungen“ (2. Vortrag am 13.11.2003)
KHG Heidelberg.
31.10.2003
07.05.2004 Der Film Martin Luther
Die Bedeutung der neueren geistlichen Öffentliche Diskussion in Giessen.
Gemeinschaften für die Kirche
Europatag der geistlichen Gemeinschaften, 18.11.2003
Stuttgart. Das katholische Verständnis der Bibel
Vortrag zum Jahr der Bibel in der katholischen
07.06.2004 und der evangelischen Gemeinde in Glashütten.
Das konziliare Kirchenbild und unsere heutige
Kirchensituation 24.11.2003
Priestertag der Diözese Aachen. Aktuelles aus der Ökumene
Vortrag in der Pfarrei Sankt Katharina in Bad
01.07.2004 Soden.
Der Priester und die neuen „Lebenshilfe-
gruppen im Glauben“ 26.11.2003
Studientag des Priesterrates der Diözese Hildesheim. Abendmahl – Eucharistie
Ökumene-Abend zusammen mit Propst Dr.
Sigurd Rink in Geisenheim (Rheingau).
KLAUS KIEßLING
05.12.2003
siehe Institut für Pastoralpsychologie und Hermann Kardinal Volk als Ökumeniker
Spiritualität, S. 37 Vortrag auf der Gedenkakademie für Kard. Volk
im Erbacher Hof in Mainz.

29.01.2004
Der religiöse Dialog im Mittelalter
Vortrag im internationalen Frauenkreis in der
Villa Bonn, Frankfurt.

66
05.02.2004 16.10.2003
Ethik – ökumenisch kontrovers? Kasuistisch-seelsorgliches Seminar für Ausbil-
Statement zur Eröffnung einer Diskussion bei der dungskurs I von Kaplänen und Pastoralassisten-
Tagung der Kirchenleitungen in Hessen in Schön- tinnen.
berg/Ts (Pädagogisches Zentrum der EKHN). (ebenso am 29.01., 04.03., 23.04., 09.06. und
16.09.2004)
06.02.2004
Ökumene heute 17.10.2003
Vortrag in der Pfarrei Langensteinbach (bei Kasuistisch-seelsorgliches Seminar für Ausbil-
Karlsruhe). dungskurs II von Kaplänen und Pastoralassisten-
tinnen.
14.-21.02.2004 (ebenso am 18.12.2003, 12.02., 12.03., 27.04.
Die Gemeinschaft der Heiligen und 23.09.2004)
Exerzitien für Ordensschwestern in Paderborn.
20.–24.10.2003
01.-09.03.2004 Heilung und Heil bei den Synoptikern
Die Gemeinschaft der Heiligen Exerzitienvorträge für den Ursulinenkonvent in
Exerzitien für Ordensschwestern in Kloster Nette Dorsten.
bei Osnabrück.
07.11.2003:
11.03.2004 Kasuistisch-seelsorgliches Seminar für Pfarrer der
Martin Luther aus katholischer Sicht Diözese Mainz (Kurs I).
Vortrag in Niedermörlen (bei Bad Nauheim). (ebenso am 12.12.2003, 23.01., 20.02., 01.04.,
06.05., 25.06. und 24.09.2004)
02.04.2004
Karl Rahner und Hans Urs von Balthasar als 13.11.2003
junge Theologen Kasuistisch-seelsorgliches Seminar für Diakone
Vortrag auf dem Dies academicus an der und Pastoralassistentinnen der Diözese Mainz.
Theologischen Fakultät der Universität (ebenso am 16.12.2003)
Innsbruck.
15.11.2003
27.05.2004 Vorträge zum Einkehrtag von Hospiz-Mitarbei-
Alfred Delp – Leben und Wirken terInnen über „Sterbebegleitung und palliative
Vortrag in der Herz Jesu Gemeinde in Medizin“ in Ulmen/Eifel.
Wiesbaden-Biebrich.
19.11.2003
05.09.2004 Übertragungsliebe und Distanz bei
Leben und Lebensordnung im Volke Gottes Suchtkranken
Vortrag beim Jahrestreffen der Action 365. Festvortrag zum 25jährigen Bestehen der psy-
chosozialen Beratungsstelle im Caritasverband
Gelsenkirchen.
ULRICH NIEMANN
22.11.2003
01.-06.10.2003 „Altwerden ist ein herrlich Ding, wenn man
Gott suchen in allen Dingen nicht verlernt hat, was Anfangen heißt“
Exerzitienvorträge bei den Schwestern der (Martin Buber)
Heiligen Katharina in Daun (Eifel). Vorträge und Begleitung beim Oberinnentreffen
deutschsprachiger Ursulinen in Königstein.
08.10.2003
Neurosen und Psychosomatosen mit Fallvor- 25.11.2003
stellungen in der Klinik Hohe Mark, Oberursel Kasuistisch-seelsorgliches Seminar für Pfarrer
Für den Ausbildungskurs 2002/2003 von aus Polen, die begonnen haben, im Bistum
Mainzer Kaplänen, Pastoralassistentinnen. Mainz zu arbeiten.

15.10.2003 26.11.2003
Kasuistisch-seelsorgliches Seminar für Behandeln oder liegen lassen?
Gefängnisseelsorger der Diözese Mainz. Fallseminar zu Fragen medizinischer Ethik an der
(ebenso am 05.11., 04.12.2003, 20.01., 17.02., Akademie für Fort- und Weiterbildung der
17.03., 27.04., 12.05., 15.06., 13.07. und 14.09.2004) Landesärztekammer Hessen, Bad Nauheim.

67
09.12.2003 06.05.2004
Kasuistisch-seelsorgliches Seminar für Kapläne „Willst du wirklich gesund werden?“ Biblische
der Diözese Mainz. (ebenso am 28.01., 03.03., Heilungsgeschichten für Studierende
21.04., 26.05. und 23.06.2004) Vortrag bei VDStK Hasso Rhenania Mainz im CV.

14./15.01.2004 08.05.2004
Menschen die unter sich leiden – Menschen Charakter und Berufung
unter denen andere leiden Kasuistisch-seelsorgliches Seminar für Novizen-
Fragen der Abgrenzung zwischen Seelsorge, meisterinnen aus dem norddeutschen Raum.
Beratung und Psychotherapie. (Mit praktischen
Übungen) 15.-22.05.2004
Ausbildungsseminar für Diakone, Kapläne und Immanente Heilung – transzendentes Heil
PastoralassistentInnen des Bistums Mainz. Ignatianische Exerzitien unter dem Aspekt des
Heilwerdens.
16.-18.01.2004
Müdigkeit – Depression – Resignation – 26.06.2004
Zeichen der Hoffnung Kasuistisch-seelsorgliches Seminar für
Begleitung und Vorträge bei der Novizenmeisterinnen aus den Diözesen Aachen,
Oberinnenkonferenz der deutschsprachigen Paderborn, Essen und Osnabrück.
Ursulinenföderation in Hersel bei Bonn.
04.-11.09.2004
21.01.2004 Willst Du wirklich gesund werden?
Ethische Implikationen bei der „Fortschrittsfalle“ Biblische Heilungsgeschichten im Rahmen von
im Gesundheitssystem im Hinblick auf Exerzitienvorträgen bei den Franziskanerinnen
Osteoporose (Schervier-Schwestern) in Aachen.
Vortrag bei der Fortbildungsveranstaltung der
Kassenärztlichen Vereinigung Hessen.
GERHARD PODSKALSKY
22.01.2004
„Willst du wirklich gesund werden?“ – Biblische 12.02.-03.04.2004
Heilungsgeschichten für Studierende Johannes von Damaskos
Vortrag bei der VKDStV Hasso Rhenania im CV. Blockseminar am Pontificio Istituto Orientale, Rom.

30.01.2004 06.-08.05.2004
Kasuistisch-seelsorgliches Seminar für Pfarrer Johannes Chrysostomos und Byzanz
aus der Diözese Mainz (Kurs II). Vortrag beim Symposium über Johannes
(ebenso am 17.02., 30.03., 16.07. und 17.09.2004) Chrysostomos am Augustinianum, Rom.

26.02.2004 10.05.2004
Ist Altwerden lernbar? Drängende Probleme in der Orthodoxie
Vortrag im Bildungszentrum des Kolpingwerkes Vortrag bei der „Christlichen Loge“ (Rupert-
der Diözese Augsburg in Wertach/ Allgäu Mayer-Kreis) in Ludwigshafen (HPH).

31.03.2004 21.06.2004
12. Sankt Georgener Ärztegespräch: „Ist die Rumänien
ärztliche Therapiefreiheit noch zu retten?“ Vortrag in der Pfarrei St. Josef, Eschersheim.
(Zusammen mit Professor Dr. F. Hengsbach SJ
und Professor Dr. J. Schuster SJ). 29.09.-01.10.2004
Kirche und Gesellschaft, Kirche und Staat
21.04.2004 Vortrag an der Orthodoxen Philaret-Akademie,
Arbeitsgruppe von Theologen aus der Diözese Moskau.
Limburg: Kasuistisch-seelsorgliches Seminar zum
Befreiungsdienst vom Bösen .
ULRICH RHODE
23.-25.04.2004
Vorträge über: „Keuschheit – Ehelosigkeit – 27.-29.02.2004
Brautmystik“ Römische Dokumente über das geweihte
Arbeitstagung der Oberinnen der deutschspra- Leben
chigen Ursulinenföderation in Königstein. Kloster Thuine.

68
KLAUS SCHATZ MICHAEL SIEVERNICH

05.12.2003 03.09.2003
Msgr. Tizzani al Concilio Vaticano I Iglesia de Laicos
in Terni. Monterrey (México).

13.05.2004 05.09.2003
Die Modernismuskrise als historisches Phänomen El papel de los laicos en la Iglesia de hoy
Gastvorlesung in Fribourg. Universidad León (México).

14.05.2004 08.09.2003
Die Modernismuskrise als historisches Phänomen La Iglesia en búsqueda de una globlización
Mainz (Erbacher Hof, Tagung über Maurice alternativa
Blondel). Universidad Iberomericana, Puebla (México).

04.06.2004 10./11.09.2003
Persönlichkeit und Wirken des hl. Bonifatius VII Simposio La Teología en los umbrales del
nach seinen Briefen siglo XXI.
Fulda (Winfried-Schule, Bonifatius-Jubiläum). El principio pastoral del Concilio Vaticano II y
su impacto
13.09.2004 Ministerios eclesiales: crisis eclesial o kairós laical?
Bonifatius und seine Bedeutung für uns heute Universidad Iberoamericana, Ciudad de México
Limburg (Kreuzwoche, Tag der Priester und (México).
Diakone).
31.10.2003
JOSEF SCHUSTER Verantwortung aus christlicher Inspiration
Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie
09.10.2003 und Wissenschaft, Frankfurt.
Schutz des menschlichen Lebens an seinem
Anfang und Ende 03.11.2003
Bürgerhaus Frankfurt-Bornheim. Pastoral der Präsenz
Pastoralkammer des Bistums Limburg,
26.11.2003 Limburg/Lahn.
Gentechnik und Ethik
Mainz-Budenheim. 15.11.2003
Urbane Pastoral in der Postmoderne
26.01.2004 Forum der Jesuiten, Berlin.
Welche Moral brauchen wir im Zeitalter der
Gentechnologie? 07.02.2004
Gymnasium der Abtei Marienstatt. Schuld und Vergebung - Grundthema in der
Theologie
01.04.2004: Symposion Halle (Saale).
Die Würde des Menschen – Verletzungen und
Entsprechungen (zur Ausstellung Körperwelten) 07.03.2004
Frankfurt-Eschersheim. Gedenkjahr Karl Rahner
Jesuitenkirche Mannheim / Forum A 4,
29.04.2004 Mannheim.
Hilfe beim Sterben – Hilfe zum Sterben
Uniklinikum Frankfurt. 24.03.2004
Stadt ohne Gott? Auf dem Weg zu einem
09.06.2004 urbanen Christentum
Betreuung versus Autonomie? Kassel.
Fachtagung für Verantwortliche in Einrichtungen
für Behinderte in Weiskirchen. 30.03.2004
Missionsland Europa – Chancen und
02.09.2004 Dimensionen einer Neuevangelisierung Europas
Grundpositionen zur Bioethik aus christlicher Sicht Pfarrgemeinde St. Bernhard, Frankfurt.
Tagung „Bioethik in den Weltreligionen“ der
Konrad-Adenauer-Stiftung Bonn.
69
08.05.2004 11.10.2003
Der Jesuit Friedrich Spee. Kämpfer gegen den K. Rahner – Apostel für die Heiden (3 Vorträge)
Hexenwahn, Dichter des Barock, Meister der Studientag, Nürnberg (CPH).
Spiritualität
Akademie Caritas-Pirckheimer-Haus, Nürnberg. 18.10.2003
Glaubenserfahrung – frommer Selbstbetrug?
15.05.2004 Aktionskreis Bad Homburg.
Christentum im Wandel der Gegenwart
Ambassador Club, Eltville. 19.10.2003
Das Böse – der Böse?
03.07.2004 Thomas-Morus-Akademie Bensberg.
Ignatianische Spiritualität und pastorale
Orientierung bei Karl Rahner 22.10.2003
Kongress der deutschsprachigen Gotteserfahrung im Denken
Pastoraltheologen Universität Innsbruck. Diözesanakademie Speyer.

23.10.2003
JÖRG SPLETT Hannah Arendt
Bildungszentrum Heidelberg.
Ständiger Lehrauftrag für Religionsphilosophie
und Philosophie des 19. und 20. Jh. 29.10.2003
(Vorlesung und Hauptseminar) an der Sprechen vor Gott
Hochschule für Philosophie, München. KHG Freiburg.

29.07.2003 09.11.2003
Aktion und Kontemplation Gewissens- als Freiheitserfahrung
Radio Horeb. Die Hegge.

27.08.2003 14.-16.11.2003
Dimensionen und Quellen der Menschenwürde Anthropologie für Studenten des Colleg.
Akademie Young Leaders, Strausberg. Borrom. (5 Vorlesungen)
(Ebenso am 09.06. und 07.07.2004) St. Peter.

16.09.2003 16.11.2003
Der Mensch als Frage und Antwort Das Göttliche – der personale Gott
Domvortrag, Worms. Kurhaus Baden-Baden.

18.09.2003 21.-22.11.2003
Das Ich als Du Dante – Guardini (2 Vorträge)
Akademie Cusanuswerk. Burg Rothenfels.

20.09.2003 23.11.2003
Wandel des Menschenbildes in Medizin und Bildung und Erziehung in der modernen
Naturwissenschaft Wissensgesellschaft
Universität Frankfurt/M., Podium. Forum Schulaufsicht, Strausberg.

24.09.2003 30.11.2003
Was ist ein Bild? Das Gute
Galerie König, Hanau. Die Hegge.

26.-27.09.2003 04.12.2003
Bildung und Erziehung heute (4 Vorträge) Zölibat (2 Vorträge)
Schulleiter, Strausberg. Diakonenkurs Münster.

09.10.2003 04.12.2003
Lust am Logos Simone Weil
Logos-Club, Reutlingen. Bildungszentrum Heidelberg.

70
06.12.2003 01.-.03.03.2004
Heilssorge und Sorge um das Heilige Anthropotheologie (17 Vorlesungen)
Domschule Würzburg. Propädeutikum, Horn.

29.12.2003 04.03.2004
Sterben – Tod – Auferstehung Mystisches Christentum?
Akademie Stuttgart-Hohenheim. Diözesanakademie Aachen.

09.01.2004 09.03.2004
Freiheit zum Tod Freiheit und Lebensengagement
Rahner-Symposion, München Altach (Vorarlberg).
auch 26.02.04 im Theresianum, Mainz.
13.03.2004
15.-16.01.2004 Gotteserfahrung im Gewissen
Erwartungen an die Priester (3 Vorträge) Mosbach.
Priesterwoche der Diözese Graz, Freising.
17.03.2004
18.01.2004 Auftrag der Kirche heute
Fest und Feier, Kult Priesterkonferenz Erfurt, Erfurt und Heiligenstadt.
Piepertagung, Akademie Rabanus Maurus.
20.03.2004
22.01.2004 Der Christus der Philosophen
Geheimnis der Trinität Malteser-Kommende Ehreshoven.
Gymnasium Tegernsee.
22.03.2004
24.01.2004 Heidegger und Katholizismus (4 Vorträge)
Ethik, Ethos (2 Vorträge) Lehrer-Studientag, Ludwigshafen.
Männertag, München, St. Heinrich.
26.03.2004
25.01.2004 Das Christliche christlicher Einrichtungen
Zu welchem Ende lebt der Mensch? (2 Vorträge)
Thomas-Akademie, Frankfurt Sankt Georgen. Pflege-Akademie Regensburg.

29.01.2004 28.03.2004
Edith Stein Christliche Erziehung
Bildungszentrum Heidelberg. Amigonianer, Köln.

03.02.2004 30.03.-01.04.2004
Gott im Gedicht Anthropologie (6 Vorlesungen, Abendvortrag)
Bad Soden. Akademie Emmanuel, Wien.

05.02.2004 02.04.2004
Den Menschen als Person achten, vom Gott und das Leid (4 Vorlesungen)
Lebensanfang bis zum Lebensende Studientag im Fernkurs, Schmerlenbach.
Forum Chemnitz.
03.-04.04.2004
07.02. 2004 Wie heute von Gott reden? (4 Vorträge)
Schönheit und Transzendenz Ludwigshafen.
Winterakademie Schmochtitz.
14.-15.04.2004
11.-14.02.2004 Jugendstiftung: Person in Leiblichkeit, vor Gott
Einführung in die Philosophie (6 Vorlesungen, (3 Vorträge)
Kolloquium) Woltersdorf b. Berlin.
Akademie Altötting.
21.04.2004
28.02.2004 Der Mensch – christlich, vor und mit Gott
Der künftige Christ ein Mystiker (2 Vorträge)
Akademie Rabanus Maurus, Rahnertagung. Führungskräfte, Valllendar.
(ebenso am 13.05.2004 in Murnau) (ebenso am 02.06.2004 in Maria Laach)

71
26.04.2004 CHRISTIAN W. TROLL
Dem Menschen zu Hilfe – der Mensch
St. Rochus-Spital, Telgte. Regelmäßige Arbeiten und Treffen:

28.-29.04.2004 Subcommission „Catholic-Muslim Religious


Vor und mit Gott (6 Vorlesungen, Abendvortrag) Relations“ des Päpstlichen Rates für den
Emmanuel-Akademie, Wien. Interreligiösen Dialog (PCID), Rom.

04.05.2004 Unterkommission „Interreligiöser Dialog“


Gott als Tabu und Geheimnis der Abteilung Migration und Weltkirche der
KHG Hannover. Deutschen Bischofskonferenz, Bonn.

15.05.2004 Gesprächskreis „Christen und Muslime“ des


Schön, katholisch zu sein Zentralkomitees der deutschen Katholiken,
Kongreß Freude am Glauben, Regensburg. Bonn.

19-20.05.2004 Wissenschaftlicher Beirat der Georges-Anawati-


Zum Zeugnis berufen (4 Vorträge) Stiftung, Aachen, zur Förderung der Begegnung
Diözesanakademie Aachen. von Menschen christlicher und islamischer
Traditionen.
05.-06.06.2004
Menschlichkeit in Selbstüberstieg (2 Vorträge) „Multireligöse Studiengruppe“ der Föderation
Die Hegge. der Aleviten-Gemeinden, Köln.

17.-19.06.2004 Arbeitskreis „Muslimische demokratische


Vom Schönen ergriffen (Rilke / S. Weil). – Bildung“, Werkstatt der Kulturen, Berlin
Impuls/Podium: Kirche und Sexualität –
Podium: Lebensentscheidung
Katholikentag Ulm. Einzelveranstaltungen:

04.06.2004 24.09.2003
Disput mit Gerhard Roth: Ich und mein Gehirn Islam und Demokratie. Vortrag und Gespräch:
Karl Rahner Akademie Köln. „Wie und wozu interreligiösen Dialog
betreiben?“
02.-04.07.2004 Katholische Akademie in Berlin, Politische
Die Kardinaltugenden (4 Vorträge) Sommerakademie.
Abtei Weltenburg.
03.-12.10.2003
17.-18.07.2004 Akademische Leitung der Studienreise nach
Hiobs Schrei in die Gegenwart (5 Vorträge) Istanbul, Ankara, Haci Bektaş, und Konya von
Malteser-Jugendkommission, Holthausen. 21 Multiplikatoren in Bildung und Medien aus
dem Bereich Frankfurt und dem Bereich
16.-21.08.2004 Osnabrück, die an meinen Kursen zum Islam
Was ist der Mensch? und zum christlich-islamischen Dialog teilge-
(6 Vorlesungen, 4 Kolloquien) nommen hatten. Thema: Begegnung mit der
Philosophiewoche, Emmanuel, Wien. zeitgenössischen religiösen Türkei.

02.09.2004 28.10.2003
Das neue Wissen über das Gehirn und die Akademieabend: „Der Islam – Herausforderung
Mensch-Gott-Beziehung und Chance für die deutsche bzw. europäische
Ferienakademie Aachen. Kirche“
Bonifatiushaus Fulda, Haus der Weiterbildung
18.09.2004 der Diözese Fulda.
Beten ist menschlich – zur Philosophie des Gebets
Kloster Arnsburg. 06.11.2003
Aktuelle theologische und gesellschaftliche
25.09.2004 Entwicklungen im türkischen Islam
Das Ärgernis von Gottes Menschlichkeit Vortrag beim Arbeitskreis Integration, Essen.
Aktionskreis, Mainz.

72
11.11.2004 12.-13.04.2004
Unterschied im Gottes- und Glaubensverständ- Akademische Leitung der Werkversammlung
nis zwischen Christen und Muslimen des Werks der Frohbotschaft Batschuns zum
Vortrag bei der Von-Ketteler-Gilde, Frankfurt am Islam und Christlich-Muslimische Beziehungen.
Main. Bildungshaus Batschuns (Teil I)
Batschuns, Vorarlberg.
17.11.2004
Hauptvortrag: „Christlich-islamischer Dialog 21.-23.04.2004
zwischen Mission und Ökumene“ Tagung der Carl Friedrich von Weizsäcker-
Gemeinsame Herbstkonferenz Missio Aachen Gesellschaft e.V. zum Thema: „Das geschicht-
und Missio München in Regensburg. liche Erbe Europas – Historie oder Perspektive
der Zukunft?“. Teilnahme auf dem Podium am
23.11.2004 Symposium: Vielfalt und Einheit Europas
Vortragsreihe in der Dresdener Frauenkirche. Wien.
„Wege zu einer Kultur des Friedens.
Der Weg der Christen und Muslime“ 30.04.2004
Organisiert vom Kathedralforum Dresden. Vortrag: „Vom ‚clash’ zum Dialog: Formen der
interreligiösen Begegnung“. Forum 1 der
30.11.2004 Tagung des Katholischen Akademischen
Vortrag „Welchen Stellenwert haben Ausländer-Dienstes (KAAD) zum Thema:
Menschenwürde und Religionsfreiheit im Religionen auf Wanderschaft. Chancen und
Islam?“ beim 3. Mühlheimer Nahost-Gespräch: Probleme der interreligiösen Begegnung im
Demokratien im Vorderen Orient? Zeichen globaler Migration. 29. April – 1. Mai
Religion und Staatsform in den islamisch 2004 in Bonn.
geprägten Gesellschaften der arabischen Welt
Die Wolfsburg – Duisburg, Katholische 13. -16.05.2004
Akademie der Diözese Essen, Mühlheim/Ruhr. HARRAN MEETING II. „Religions and Peace in
the light of Our Common Father Abraham:”
27.01.2004 Mardin – Istanbul. Paper at the Istanbul-Part of
Moderation des Interreligiösen Fachgesprächs the conference, on May 16: „Truth and Dialogue“
der Dialogbeauftragten der deutschen Diözesen Istanbul und Mardin, Türkei.
und einiger Vertreter der kirchlichen Hilfswerke
mit einer Delegation eminenter Islamgelehrter 24.05.2004
aus Indonesien Vortrag: „Christen und Muslime in Deutschland.
Deutsche Kommission Justitia et Pax, Bonn. Versuch einer Orientierung.“ Auf Einladung des
Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem,
05.-07.03.2004 Deutsche Statthalterei
Theologisches Forum Christentum – Islam. Komturei St. Hildegard Mainz-Wiesbaden.
Erlösung oder Rechtleitung? Das Heilsver-
ständnis als Ausdruck des Gott-Mensch- 27.-29.05.2004
Verhältnisses in Christentum und Islam. Vortrag: Qatar Conference on Muslim-Christian Dialogue.
Zum Verhältnis von Gott und Mensch im Paper: „Religious Freedom in Modern Islamic
Spiegel der Hadsch-Gebete Thought“
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Doha, Qatar.

11.03.2004 31.05.-03.06.2004
Vortrag: Christentum und Muslime in Deutsch- „Der Muezzin ruft”. Liturgiewissenschaftliche
land. Zur Arbeitshilfe der Deutschen Bischofs- Beiträge zum christlich-islamischen Dialog.
konferenz Vortrag: „Interreligiöse Aspekte des christlich-
Kath. Bildungswerk im Domforum, Köln. muslimischen Dialogs“. Veranstaltet vom
Liturgischen Institut der Kath.-Theol. Fakultät der
04.04.2004 Univ. Mainz
Beitrag zum Podiumsgespräch: Religion and Rüdesheim.
Politics. The future of Europe-Arab Dialogue.
Evangelische Akademie Loccum. Egyptian-
German Dialogue III: State, Society and Religion
– The impact of Modernity. April, 2-4, 2004.

73
12.-13.06.2004 HEINRICH WATZKA
Sommerresidenz des Dt. Botschafters in Tarabya
bei Istanbul. Symposium: Islam und Europa als Wintersemester 2003/ 04
Thema der Deutsch-Türkischen Lehrauftrag an der Hochschule für Philosophie,
Zusammenarbeit. Religion und Tradition: Philosophische Fakultät S.J., München, Vorlesung
Determinanten moderner Zivilgesellschaften? „Sprachphilosophie”, 2- stündig.
Referat: „Bemerkungen zu Inhalt und Bedeu-
tung der Erklärung des Zweiten Vatikanischen Leitung des Workshops „Aspekte des heutigen
Konzils über die Religionsfreiheit »Dignitatis Skeptizismus” während des 7. Treffens von
Humanae«“ JESPHIL (European Jesuits in Philosophy) zum
Istanbul. Thema: ´Relativism and Utilitarism´ vom 28.8.-
1.9.2004 in Bratislava, Slowakei.
03.07.2004
„Zum Verhältnis von Islam und Christentum“
Impulsreferat beim zweiten Studientag des
Interdisziplinären Forums Religion der Universität
Erfurt.
ANSGAR WUCHERPFENNIG
05.-06.07.2004
Gestaltung von zwei Tagen zum Thema 02.12.2003
„Die neue Präsenz des Islam in Europa als Elisabeth, Maria und Hanna in Lukas’
Herausforderung und Chance für die Christen“ Kindheitsgeschichte
innerhalb der 34. Theologischen Studientagung Biblischer Besinnungstag mit den
des Ansgar-Werks der Bistümer Osnabrück und Ausländerseelsorgern des Bistums Limburg
Hamburg Priesterseminar Limburg.
Osnabrück.
15.05.2004
29.-29.07.2004 Tora und Markusevangelium: zwei Bezugstexte
Akademische Leitung der Werkversammlung des Johannesprologs
des Werks der Frohbotschaft Batschuns zum Vortrag auf dem Rhein-Main-Exegetentreffen
Islam und Christlich-Muslimische Beziehungen. zusammen mit P. Dr. Dieter Böhler SJ
Bildungshaus Batschuns, (Teil II) Frankfurt Sankt Georgen.
Batschuns, Vorarlberg.
28.-31.05.2004
01.09.2004 „Du zeigst mir den Weg zum Leben“ (Ps 16) –
„Bioethik im christlich-islamischen Dialog“. Psalmen als Schule des Betens
Moderation der Ersten Sektion Pfingstbesinnungstage für das Cusanuswerk
Workshop der Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin. Abtei Frauenwörth, Frauenchiemsee.

19.09.2004 08.-14.08.2004
Inhaltliche Gestaltung des Bücherei- „The Psalms as Poetry of Jesus“
Diözesantags im Erzbistum Köln. Thema: Biblischer Sommerkurs für das Newman-Institut,
„Islam und christlich-islamische Begegnung Uppsala, Schweden.
in der Arbeit der Diözesanbibliotheken“
Köln.

74
11
Wissenschaftliche Abschlussarbeiten

HABILITATIONSSCHRIFT Mitsunobu SJ, Ichirô


Die Schöpfungsperspektive in der Gnaden- und
Dr. Thomas Gertler SJ Rechtfertigungslehre bei Otto Hermann Pesch.
»Bundestheologie und Bundesrepublik. Katorikku Kenkyu „Catholic Studies“, Edited by
Untersuchung über das Verhältnis von Religion the Theological Society of Sophia University,
und Gemeinwesen in der Moderne«. Tokyo; Nr. 71 und Nr. 72 (2003)
Referenten: Prof. Dr. Medard Kehl SJ, Verteidigung am 10.05. 2001
Prof. Dr. Reinhold Sebott SJ Gutachter: Prof. Dr. Erhard Kunz SJ,
Prof. Dr. Werner Löser SJ
VERÖFFENTLICHTE DISSERTATIONEN
Molina Molina SJ, Diego Manuel
Banda, Alick La primera Eclesiogía de la Compagñía de
Church-State Relations in Zambia. A Policy Jesús (1540 – 1586): Los trarados eclesiológicos
Proposal. de los jesuitas anteriores a Belarmino.
Frankfurt am Main: Peter Lang 2003 Granada: Facultad de Teología 2003
ISBN-Nr.: 3-631-50135-8 ISBN: 84-921632-6-7
Verteidigung am 05.06.2003 Verteidigung am 07.07.1999
Gutachter: Prof. Dr. Reinhold Sebott SJ, Gutachter: Prof. Dr. Klaus Schatz SJ,
Doz. Dr. Ulrich Rhode SJ Prof. Dr. Günter Switek SJ

Del Riccio SJ, Roberto Šoltés, Peter


Die rechtfertigende Kraft des Evangeliums. Eine „Ihr seid das Salz des Landes, das Licht der
Untersuchung zum heilsgeschichtlich-persona- Welt“. Eine exegetische Untersuchung zu
len Verständnis des Rechtfertigungsgeschehens Mt 5,13-16 im Kontext.
im Konzil von Trient. Frankfurt am Main: Peter Lang 2004
Frankfurt am Main: Peter Lang 2004 („Europäische Hochschulschriften“ Reihe XXIII
(„Europäische Hochschulschriften“ Reihe XXIII – –Theologie Bd./Vol. 782)
Theologie, Bd./Vol. 791) Verteidigung am 16.07.2003
ISSN: 0721-3409; ISBN: 3-631-52250-9 Gutachter: Prof. Dr. Johannes Beutler SJ,
Verteidigung am 20.11.2003 Prof. Dr. Hans-Winfried Jüngling SJ
Gutachter: Prof. Dr. Erhard Kunz SJ,
Prof. Dr. Werner Löser SJ Tambour, Hans-Joachim
Theologischer Pragmatismus. Überlegungen
Jurevičius, Algirdas zum kulturell-sprachlichen Ansatz von George
Der Ständige Diakonat. Der Ständige Diakonat A. Lindbeck.
auf der Suche nach eigenem Profil. Münster – Hamburg – London: LIT Verlag 2003
Hamburg: Verlag Dr. Kovacˇ 2004 ISBN 3-8258-6522-3
ISSN: 1610-6954; ISBN: 3-8300-1444-9 Verteidigung am 29.05.2002
Verteidigung am 13.02.2004 Gutachter: Prof. Dr. Erhard Kunz SJ,
Gutachter: Prof. Dr. Michael Sievernich SJ, Prof. Dr. Medard Kehl SJ
Prof. Dr. Werner Löser SJ
Türk, Eckhard
Lee SJ, Kyou-Sung Wir in mir. Ethik als Verfahrensethik.
Konziliare und päpstliche Beiträge zum inter- Norderstedt: Books on Demand GmbH 2004
religiösen Dialog im 20. Jahrhundert. ISBN: 3-8334-1056-6
Norderstedt: Books on Demand GmbH 2004 Verteidigung am 27.11.2003
ISBN 3-8334-0713-1 Gutachten: Prof. Dr. Peter Knauer SJ,
Verteidigung: 10.07.2003 Prof. Dr. Norbert Brieskorn SJ (München)
Gutachter: Prof. Dr. Werner Löser SJ, Prof. Dr.
Christian Troll SJ
75
DISSERTATIONEN Kawanaka, Hitoshi
Die trinitatisch-christozentrische
Brancozzi, Enrico Kommunikationsstruktur in den Geistlichen
L’uomo come interlocutore di Dio. La teologia Übungen des Ignatius von Loyola.
della grazia nel pensiero di Gisbert Greshake. Prof. Dr. Erhard Kunz SJ
Prof. Dr. Erhard Kunz SJ Prof. Dr. Werner Löser SJ
Prof. Dr. Michael Schneider SJ
Sicouly, Pablo
Candia, Stephen Schöpfung und Neuschöpfung. 'Neuschöpfung'
Eastern African Contributions to Ecumenical als theologische Kategorie im Werk Jürgen
Movement: A Catholic Reflection. Moltmanns. Eine kritische Auseinandersetzung
Prof. Dr. Werner Löser SJ aus katholischer Sicht.
Prof. Dr. Thönissen, Paderborn Prof. Dr. Medard Kehl SJ
Prof. Dr. Michael Schneider SJ
Del Riccio, Roberto
Die rechtfertigende Kraft des Evangeliums. Eine Türk, Eckhart
Untersuchung zum heilsgeschichtlich-persona- Wir in mir. Ethik als Verfahrensethik. Die
len Verständnis des Rechtfertigungsgeschehens anthropologische Grundlagenreflexion Dieter
im Konzil von Trient. Suhrs in ihrer Bedeutung für eine theologische
Prof. Dr. Erhard Kunz SJ Ethik.
Prof. Dr. Werner Löser SJ Prof. Dr. Peter Knauer SJ
Prof. Dr. Norbert Brieskorn SJ, München
Glania, Beate
Zuhören verwandelt. Ein pastoralpsychologi-
LIZENTIATSARBEIT
scher Beitrag zur Telefonseelsorge auf bibel-
theologischer und personzentrierter
Grundlage. Kiyimba, Kizito
Prof. Dr. Karl Frielingsdorf SJ Verständnis, Kritik und Anwendung der
Doz. DDr. Klaus Kießling Antwort Eberhard Jüngels auf das Atheismus-
phänomen.
Hanke, Abt Gregor M. Prof. Dr. Medard Kehl SJ
Vesper und Orthros des Kathedralritus der Prof. Dr. H.-L. Ollig SJ
Hagia Sophia zu Konstantinopel. Eine struktur-
analytische und entwicklungsgeschichtliche
DIPLOMARBEITEN
Untersuchung unter besonderer Berücksichti-
gung der Psalmodie und der Formulare in den
Euchologien (2 Bände). Bell, Dr. Andreas
Prof. Dr. Robert Taft SJ, Rom Heroin: Therapeutikum oder Teufelszeug?
Prof. Dr. Gerhard Podskalsky SJ Medizinische Überlegungen zur heroingestütz-
ten Behandlung Opiatabhängiger.
Jurevičius, Algirdas Prof. Dr. Josef Schuster SJ
Der Ständige Diakonat. Ein Beitrag zur
Erneuerung der Kirche Litauens. Borg, Edwin
Prof. Dr. Michael Sievernich SJ Wozu hast Du mich verlassen? Zur Bedeutung
Prof. Dr. Werner Löser SJ der Klage Jesu.
Prof. Dr. Werner Löser SJ
Kapusta, Pawel⁄
God’s Articulate Love: A Study on St. Augusti- Borg, Judith
ne’s Understanding of the Structure of Gesegnete Umstände? Der Muttersegen im
Salvation History. Wandel der Zeiten.
Prof. Dr. Werner Löser SJ Prof. Dr. Michael Sievernich SJ
Prof. Dr. Wilhelm Geerlings, Bochum
Dembski, Oliver
Kaspar, Arul Samy Reine und unreine Tiere in Levitikus 11.
Assistants of Christ and Administrators of Eine kritische Auseinandersetzung mit Mary
God’s Mysteries. An Exegetico-Theological Douglas und Jacob Milgrom.
Study of Cor 4,1-5. Doz. Dr. Dieter Böhler SJ
PD Dr. Christoph G. Müller, Fulda
Prof. Dr. Helmut Engel SJ

76
Ellermann, Christina Ollmetzer, Jens
„ROT“ für grüne Gentechnologie? Chancen Psalm 16. Ein hebräisches Poem psalterexege-
und Risiken grüner Gentechnologie im Zeitalter tisch ausgelegt.
des Evolutionsmanagements. Doz. Dr. Dieter Böhler SJ
Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ
Otten, Elisabeth
Giese, Marc-Stephan „Eine gute Nachricht muss das ganze Dorf
„Ich bin Missionar, weil ich singe, spiele und erfahren“. Katechisten und Katechistinnen in
tanze!“ Zur musikalischen Evangelisierung in der katholischen Kirche am Beispiel Burkina
den Jesuitenreduktionen. Faso.
Prof. Dr. Michael Sievernich SJ Prof. Dr. Michael Sievernich SJ

Günther, Tobias Peetz, Melanie


„Offerimus tibi eius Corpus et Sanguinem“. Waschti: Frevlerin oder Heldin?
Zu einem grundlegenden Wandel im Opfer- Untersuchungen zur Figur der Waschti im
verständnis der Eucharistie. Talmudtraktat Megilla und im Targum Scheni
Prof. Dr. Michael Schneider SJ Prof. Dr. Hans-Winfried Jüngling SJ

Hüser, David Perabo, Konrad


„Gott hat in der Bibel nicht alles gesagt ...“. Christus est caput Corporis Ecclesiae.
Volksreligion in Mojos (Bolivien). Die Bedeutung des sakramentalen Amtes für
Prof. Dr. Michael Sievernich SJ die Kirche.
Prof. Dr. Werner Löser SJ
Krämer, Simone
Wanderungen als Thema im Abraham-Sara- Puls, Alexius
Zyklus. Christus unser wahres Pascha. Zum Eucharistie-
Prof. Dr. Hans-Winfried Jüngling SJ verständnis Alexander Schmemanns.
Prof. Dr. Michael Schneider SJ
Korditschke, Jan
Motivierende und normative Gründe für Sendker, Constantin
Handlungen. Zu einer Unterscheidung in Theologische Existenz. Theologie und
„The Moral Problem“ von Michael A. Smith. Nachfolge bei Alfred Delp SJ.
Prof. Dr. Josef Schuster SJ Prof. Dr. Werner Löser SJ

Kroiß, Dr. Imke Spang, Philipp


Zum Rosenkranzgebet. Eine geschichtliche Effiziente Erlösung? Eine pastoraltheologische
theologische Auswertung seiner Vollzüge und Untersuchung zur Ökonomik der Religion.
Grundinhalte. Prof. Dr. Michael Sievernich SJ
Prof. Dr. Michael Schneider SJ
Thierer, Ute
Langer, Charlotte „Das sind die Tage, an denen die Juden wieder
Thekla in den Paulus-Akten. Ruhe hatten vor ihren Feinden; es ist der
Prof. Dr. Medard Kehl SJ / Dr. Theresia Hainthaler Monat, in dem sich ihr Kummer in Freude
verwandelte und ihre Trauer in Glück“.
Langner, Annette Intertextualität in Esther 9, 20-32.
Klarheit statt Erklärung. Religiöser Glaube und Prof. Dr. Hans-Winfried Jüngling SJ
Vernunft in der pragmatischen Religionsphilo-
sophie Friedo Rickens.
Prof. Dr. Jörg Splett

Meli, Enzo
Jugendpastoral im Wandel. Von der überkom-
menen volkskirchlichen Jugendarbeit zur
Sonderseelsorge am Beispiel der Italienischen
Katholischen Gemeinden in Frankfurt.
Prof. Dr. Michael Sievernich SJ

77
78
12
Priesterseminar

SEMINSARISTEN Die österlichen Besinnungstage für junge Leute


wurden wieder gemeinsam mit der GCL
Zu Beginn des Studienjahres 2003/04 lebten (Gemeinschaft christlichen Lebens) aus Mainz
23 Priesterkandidaten im Seminar. Diese verteilen durchgeführt. Erstmals fanden zwei Maßnah-
sich auf die Diözesen Limburg 7, Hildesheim 7, men statt: Vom 04.-07.04.2004 Kurzexerzitien
Osnabrück 4, Hamburg 2, Aachen 1; für junge Erwachsene; sie standen unter dem
Gemeinschaft Emmanuel 1; Mainz 1. Zur glei- Motto: „Siehe, ich mache alles neu“.
chen Zeit befanden sich 5 Sankt Georgener Vom 08.-11.04.2004 wie in den Vorjahren:
Priesterkandidaten in Außensemestern: einer in Feier der Kar- und Ostertage unter dem Motto:
Freiburg, einer in Kenia, einer in Toronto, einer in „Unterwegs zum Leben“. Thematisch arbei-
Rom, einer in Salamanca. teten die TeilnehmerInnen vorwiegend in klei-
Im SS 2004 wohnten im Priesterseminar nen Gesprächsgruppen. Die großen Feiern der
21 Priesterkandidaten. Zum Wintersemester Heiligen Woche wurden gemeinsam vorbereitet
begannen zwei Seminaristen das Weiterstudium und mit der Sankt Georgener Gottesdienst-
am Germanikum in Rom. gemeinde gefeiert.

EREIGNISSE Die Akolythatsbeauftragung am 20.01.2004


nahm Bischof Dr. Franz-Josef Bode, Osna-
Das im Sankt-Georgener Jubiläumsjahr angereg- brück, vor, die Bereitschaftserklärung nahm
te Treffen Ehemaliger fand am 18./19.10.2003 Bischof Dr. Franz Kamphaus, Limburg am
statt. P. Ansgar Wucherpfennig SJ sprach 21.01.2004 entgegen. Zum Lektorat beauftrag-
über Ansätze zu einer kanonischen Exegese des te Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger,
Neuen Testamentes und über neue Forschun- Hildesheim, am 11.05.04 die Seminaristen.
gen zur Spruchüberlieferung Jesu.
In der „Chronik Nr. 22“ des Priesterseminars
Die Neupriester aus den einzelnen Bistümern sind ausführliche Berichte zu den Seme-sterthe-
feierten gemeinsam am 04.11.2003 in der men, zu Ereignissen, Engagement und Festen
Seminarkirche einen Dankgottesdienst. des Jahres zusammengestellt. Die Chronik kann
über das Priesterseminar bezogen werden.
Während der Semesterzeit feierte P. Michael
Schneider SJ einmal im Monat in der Seminar- Beim Apéritif zum Ende des Sommersemesters
kirche einen Gottesdienst im Byzantinischen verabschiedete sich Regens P. Thomas
Ritus. Gertler SJ von der Seminargemeinschaft.
Er übernimmt ab September in Sankt Georgen
Die Bischöfe der Belegenheitsbistümer – die Aufgabe des Kollegsrektors. Sein Nachfolger
Bischof Kamphaus, Bischof Homeyer und im Priesterseminar ist P. Hans-Bernd Boll-
Bischof Bode – besuchten Sankt Georgen in mann SJ.
der 4. Kalenderwoche dieses Jahres.

79
80
13
Geistliche Ausbildung

P. Josef Schuster SJ (bis 31.08.2004) GEISTLICHE WOCHENENDEN


P. Thomas Gertler SJ (ab 01.09.2004)
Rektor des Kollegs Die geistlichen Wochenenden boten Gelegen-
heit, persönliche Glaubenserfahrungen sowie
P. Michael Schneider SJ In-halte aus den Treff•Punkten zu vertiefen und
Spiritual des Priesterseminars sie miteinander zu teilen.

Frau Susanne Wübker Wintersemester:


Mentorin für die Geistliche Ausbildung 21.-23.11.2003 für Studierende in den
theologischen Semestern
P. Medard Kehl SJ Bonifatiushaus, Fulda
Mentor für ausländische Aufbaustudenten „Land gewinnen – Segen
in Sankt Georgen erringen. Jakob und seine
Familien-Bande“
TREFF•PUNKTE 28.-30.11.2003 für Studierende in den
philosophischen Semestern
Kernbestand der Geistlichen Ausbildung sind Bernhard-Bendel-Haus,
wöchentliche Gruppen, in denen sich die Studie- Mammolshain
renden theoretisch, einübend und reflektierend „In der Mitte: das Kind“
einem spirituellen Thema stellen. Im Studienjahr Sommersemester:
2003/04 fanden die Treff•Punkte im Grundstu- 14.-16.05.2004 für Studierende in den
dium aufgrund der Gruppengröße je doppelt philosophischen Semestern
statt. Abtei Marienstatt
„kreuz-weise“
Wintersemester:
04.-07.06.2004 für Studierende in den
I. 1. Semester:
theologischen Semestern
Was ich will! Einführung in die ignatiani-
Abtei Marienstatt
schen Exerzitien
„Immer wieder sonntags…“
II. 3. und 4. Semester:
Um Himmels willen! Armut – Keuschheit – EXERZITIEN
Gehorsam?
III. 5. bis 10. Semester: Der Erstsemesterkurs „Was ich will!“ mündete
Szenen aus dem Lukas-Evangelium. zu Beginn der Semesterferien in gemeinsame
Erfahrungsbezogene Bibelarbeit ignatianische Einzelexerzitien in der Abtei
IV. 5. bis 10. Semester: Marienstatt. Parallel gab es achttägige Exerzitien
Beziehungsreich leben: Freundschaft ... im Karmel Hainburg. Am Ende des Semesters
Partnerschaft ... Ehe ... Familie ... nahmen wiederum sechs Studierende an
Exerzitien in der Abtei Marienstatt teil.
Sommersemester:
GOTTESDIENSTE
I. 2. Semester:
Mk 1,17 = In die Nachfolge gerufen
Viele Sankt Georgener wissen „ihre“ Messe am
II. 4. und 1. Semester: Mittwoch als Ort und Zeit der Sammlung und
7 = Sakramente fürs Leben Sendung zu schätzen. Die gemeinsame Feier
III. 5. bis 10. Semester: mitten im Studienalltag geht anschließend beim
3 + 4 = Eine kleine Tugendlehre gemeinsamen Mahl in der Mensa weiter.
IV. 5. bis 10. Semester: Auch die MontagsMittagsMesse in ihrer schlich-
Unberechenbar = Sich ins Gebet geben ten Form lud zum Innehalten und Danken ein.
81
Während des Wintersemesters wurde donners- Gruppe der ausländischen
tags beim Welt-Zeit-Gebet in besonderen Anlie- Aufbaustudenten
gen rund um den Globus Fürbitte gehalten.
Im Sommersemester gestaltete ein fester Kreis Seit 1993 gibt es die institutionalisierte Gruppe
Wort-Gottes-Feiern, die den Schatz der Frohen der ausländischen Studierenden, die in Sankt
Botschaft auf vielfältige Weise hoben. Georgen ein Lizentiat oder Doktorat anstreben
und die auch im Hause oder in der Nähe woh-
Wieder gab es im Advent und in der Osterzeit nen. Sie zählt im Augenblick etwa 20-25 Mit-
Frühschichten. glieder und wird von P. Medard Kehl SJ als dem
Eine „feste Zeit“ war dafür reserviert, jeden Mentor der Gruppe menschlich-geistlich beglei-
Donnerstagmorgen gemeinsam die Laudes zu tet. Die Aktivitäten der Gruppe bestehen wäh-
beten. rend des Semesters vor allem darin, dass man
sich jeden Donnerstagabend zur hl. Messe in
Anlässlich des Lesejahrs C entstand aus vielen der SJ-Kapelle und zum Abendessen in der
Handschriften von Studierenden, Lehrenden und Mensa trifft. Alle 2 bis 3 Wochen findet im An-
Mitarbeitenden das Sankt Georgener Lukas- schluss daran ein gemeinsames Gespräch statt,
Evangeliar. Es wurde in der Bibelnacht vom in dem entweder ein Mitglied des Lehrkörpers
17. auf den 18. Januar 2004 unter dem Leitwort „interviewt“ wird oder einer der Studierenden
„Ganz der Lukas“ durchgängig gelesen. Die sein Heimatland, vor allem die kirchliche Situa-
Lektüre der Apostelgeschichte schloss sich an. tion, vorstellt. Dar-über hinaus gibt es immer
wieder Anlässe zum Feiern, z. B. beim Abschluss
einer Promotion, bei Geburtstagen und Namens-
DARÜBER HINAUS... tagen oder beim alljährlichen Ausflug. Die Grup-
pe beteiligt sich auch an der Gestaltung der
... machten sieben Sankt Georgener vom 07. bis Sankt Georgener Messe an jedem Mittwoch im
zum 09. November 2003 einen Ausflug in die Semester und bei den werktäglichen SJ-Gottes-
Freie Hansestadt Bremen. Sie verbrachten „ein diensten.
Wochenende zwischen Klostermauern und
Schlachte“ in der Beschäftigung mit der heiligen Im vergangenen Studienjahr haben fünf
Birgitta von Schweden. Deren 700. Geburtstag Mitglieder des Kreises ihre Promotion erfolgreich
und die neue Niederlassung der Birgittinen abgeschlossen: Enrico Brancozzi (Italien) bei P.
inmitten des Schnorrviertels boten einen idealen Kunz, Stephen Candia (Uganda) bei P. Löser,
Rahmen dafür. Maciej Hulas (Polen) in Warschau, Algirdas
Jurevičius (Litauen) bei P. Sievernich und Arul
Samy Kaspar (Indien) bei PD Dr. Müller. Neu
hinzugekommen sind: Peter Tian Shufeng
(China), Thomas Thampi Panangatu (Indien),
Nguyen Duc Vinh (Vietnam).

82
14
Weitere Veranstaltungen

27. NOVEMBER 2003 14. JANUAR 2004

Orgelkonzert von Prof. Daniel Roth (Paris) Verleihung des Förderpreises 2003 des
Freundeskreises Sankt Georgen
Programm:
Die Preisträger und ihre Arbeiten:
J. S. Bach, Präludium und Fuge h-moll (BWV 544)
J. S. Bach, Choralvorspiele: Martina Brandt
– „O Mensch, bewein dein Sünde groß“ Zur theologischen Anthropologie des Juan de
(BWV 622) la Cruz (1542-1591) und ihrer Grundlegung in
– „O Lamm Gottes“ (BWV 618) seiner Schöpfungslehre.
J. S. Bach, Fantasie und Fuge g-moll (BWV 542) Andreas Wörsdörfer
J. S. Bach, Choralvorspiele: Die moderne Funktion des Bildes in der Kirche.
– „Ich ruf zu Dir“ (BWV 639)
– „Jesu meine Freude“ (BWV 610) Programm:
J. S. Bach, Präludium und Fuge G-Dur (BWV 541) Eröffnung und Begrüßung durch den Vorsitzen-
César Franck, Prière den des Freundeskreises, Herrn Paul Coenen
Olha RADUTNA (Piano) und
Dieses Programm hat Albert Schweitzer am Oksana LUCHANKO (Violine)
13. April 1928 in der Groote Kerk in Enschede, Musikvortrag I: Alfred Schnittke(1934-1998),
Niederlande, gespielt. Suite im alten Stil (1972), 1. Satz: Pastorale
Würdigung der Diplomarbeiten durch P. Dr.
8. DEZEMBER 2002
Ulrich RHODE SJ
Musik zum Advent Verleihung der Preise an die Preisträger
Musikvortrag II: 2. Satz: Menuett, 3. Satz: Fuge
Chor- und Instrumentalwerke:
Vorstellung der Arbeiten durch die Preisträger
Georg Philipp Telemann, Kantate „Hosianna, Musikvortrag III: 4. Satz: Ballett
dem Sohne Davids“
Giovanni Battista Sammartini,
17./18. JANUAR 2004
„Weihnachtskonzert“ für Streichorchester
Valentin Rathgeber, „Salvatorem exspectamus“
Ganz der Lukas
Francesco Manfredini, „Concerto grosso C-Dur“
für Streichorchester
Schon viele haben es unternommen, einen
Bericht über all das abzufassen, was sich
Mitwirkende:
unter uns ereignet und erfüllt hat ...
Judith ADAM, Sopran
Anna NIEM, Sopran Von abends 19.00 Uhr bis morges, ca. 4.30 Uhr
Marc-Stefan GIESE, Posaune wurde eine Nacht lang das lukanische
Sascha JUNG, Orgel Doppelwerk: Lukasevangelium &
Chor und Orchester der Hochschule Apostelgeschichte in der Seminarkirche von
Sankt Georgen Sankt Georgen gelesen. Anschließend gab es
ein gemeinsames Frühstück in der Mensa.
Leitung:
Helmut FÖLLER ... Er verkündete das Reich Gottes ud trug
ungehindert und mit allem Freimut die
Lehre über Jesus Christus, den Herrn, vor.

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20. JANUAR 2004 27. JUNI 2004

Grundsteinlegung im Neubau der Sankt Georgener Sommerfest


Hochschule
Programm:
Programm: 12.30 Uhr Festbeginn
Begrüßung durch P. Provinzial Franz MEURES SJ 14.00 Uhr Öffnung des Café-Hauses
Einführung durch Herrn Hans-Peter M. KISSLER
(Architekt) jeweils um 15.00, 16.00 und 17.00 Uhr
Führung durch die Seminarkirche
Verlesung der Urkunde durch den Rektor der mit Regens P. GERTLER SJ,
Hochschule, Prof. Dr. Helmut ENGEL SJ anschließend Orgelkonzert mit
Einlegen der Urkunde Sascha JUNG.
Segnung des Grundsteins durch Bischof Dr. Führung durch die Bibliothek mit
Franz-Josef BODE Bibliotheksdirektor Marcus STARK.
18.00 Uhr Ende des Sommerfestes
28. JANUAR 2004
Der Erlös des Festes ging an die Pfarrei
Ein Tag bei den Jesuiten in Sankt Georgen Theotokos in der ukrainische Diözese Lemberg
Begegnungstag für Schülerinnen und und wird dort zu Gunsten von Waisenkindern in
Schüler der Pfarrei und eines Heims für geistig behin-
derte Kinder verwendet.
Programm:
Dem Sommerfest-Team 2004 gehörten an:
08:45 Uhr Möglichkeit zur Teilnahme an der Hans-Joachim BRENNECKE, Thomas JÄGER,
Vorlesung zu Grundfragen der Paula KETTELER und Benedikt RICHTER.
Erkenntnis- und der Wissenschafts-
theorie von Doz. P. Dr. Heinrich 11. JULI 2004
WATZKA SJ (im Hörsaal I)
09:35 Uhr Gelegenheit zu Kaffee / Laudate Dominum
Tee in der Mensa Chor- und Instrumentalmusik zur
Sommerzeit
10:00 Uhr Empfang durch den Rektor
Prof. P. Dr. Helmut ENGEL SJ Johann Stamitz (1717-1757):
(in der Mensa) Sinfonie in G-Dur („Mannheimer Sinfonie“) für
10:35 Uhr Möglichkeit zur Teilnahme an der Streicher
Vorlesung zur Philosophischen – Allegro
Anthropologie „Konturen der – Larghetto
Freiheit“ von Prof. Dr. Jörg SPLETT – Presto
(im Hörsaal I)
11:30 Uhr Sankt Georgener Messe Joseph Haydn (1732-1809):
(in der Seminarkirche) „Stimmt an die Saiten“ aus dem Oratorium „Die
Schöpfung“ für Chor und Orchester
12:30 Uhr Mittagessen in der Mensa,
Begegnung mit Studierenden und Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791):
Lehrenden Kirchensonate für Orgel und Streicher in F-Dur,
13:30 Uhr Gang durch den Park KV 224 – Allegro con spirito
(Alternativen je nach Interesse) „Laudate Dominum” aus den „Vesperae solem-
nes de confessore” für Solo-Sopran, Chor und
14:30 Uhr Podiumsgespräch mit Professoren Streichorchester, KV 339
und Studierenden (im Hörsaal I) Kirchensonate für Orgel und Streicher in F-Dur,
16:00 Uhr Ende des Begegnungstages KV 145 – Allegro

John Rutter (geb. 1945)


Zwei Chorwerke aus „God be in my head”
– „For the beauty of the earth”
– „All things bright and beautyful”

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Antonio Vivaldi (1678-1741):
Concerto V für Flöte und Streicher
– Allegro ma non tanto
– Largo e cantabile
– Allegro

Alan Wilson (geb. 1947):


„Er beschirmt dich mit seinen Flügeln” für
Gemischten Chor

Gemeinsames Lied:
Johann Georg Ebeling (1637-1676):
„Die güldene Sonne“ für Gemischten Chor und
Instrumente

Joseph Haydn (1732-1809):


„Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ aus dem
Oratorium „Die Schöpfung“ für Soli, Chor und
Orchester

Mitwirkende:
Judith ADAM, Solo-Sopran
Mariotte HILLEBRAND, Solo-Alt
Anna NIEM, Solo-Sopran
Simon SCHADE, Solo-Bass
Thomas HUBER, Solo-Flöte
Katja BLUMENHEIN, Flöte
Rainer BERNDT SJ, Konzertmeister
Sascha JUNG, Orgel
Christoph SCHÄFER, Orgel
Chor und Orchester aus Lehrenden und
Studierenden der Hochschule Sankt Georgen

Leitung
Helmut FÖLLER

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Theater

Rückblick auf 17 Jahre Theaterauffüh- Und dann kamen jedes Wintersemester Brocken
rungen in Sankt Georgen und Ausblick wie „Emilia Galotti“, „Maria Stuart“, „Jedermann“,
aber auch „Candida“, „Antigone“, „Nora“ und
Und wieder machte er neugierig, der ebenso schließlich „Weekend“ und „Bunbury“.
geheimnisvoll wie hintergründig lächelnde
„Bunbury“ auf den in allen Stadtteilen hängen- Zwischen Januar 1987 und 2003 also insgesamt
den Plakaten zu Oskar Wilde´s gleichnamigem 17 große Sachen, allesamt Highlights, eins wie
Bühnenstück. Das war im Januar 2003. Thomas das andere. Mit Akteuren, die sich durch die
Hutsch, der inzwischen hochdekorierte Kom- Bank sehen lassen konnten. Und immer hatten
munikationsdesigner und Ehemalige, hatte es wir, selbst als es schließlich vier Abende am Stück
wieder einmal „kreiert“. werden durften, volle Häuser. Sankt Georgen
hatte sich auf der „anderen“ Sprachebene auch
Mit Bunbury ging also nach jahrelanger Tradition herumgesprochen! Neben dem höchst an-
erst einmal eine Ära zu Ende: Die Bühne wich spruchsvollen Studium gab es doch tatsächlich
der Abrissbirne. Der Neubau ist nun so gut wie noch Zeit für niveauvolles Spiel. Die Symbiose
fertig. Im Wintersemester 04/05 wird er einge- gelang. Zur Freude aller.
weiht und bezogen.
Wie es weitergeht? Ob es weitergeht? Vieles ist
Zeit also für einen Rückblick auf die letzten angedacht. Eine Bühne ist im neuen Haus vor-
17 Jahre: handen. Vielleicht gibt es ja nun einen mehr
oder weniger nahtlosen Übergang. Das Interes-
Als ich im Wintersemester 1986 meine Tätigkeit se ist groß, der Wunsch der Studierenden auch.
in Sankt Georgen aufnahm, freute ich mich sehr Und wo ein Wille ist, da gibt es auch einen
darüber, dass ich gleich eine Premiere, nämlich Weg. Und wenn es a l l e wollen, offenbar
den „Prätorius“ von Goetz, miterleben durfte. auch seitens jener, die uns schon lange mit
Studenten hatten sich erfolgreich an dem Anfragen „löchern“, wird es gelingen. Hoch lebe
großen literarischen Spötter versucht. Und dann die Tradition. Mit ihrer Hilfe wird die nächste
ging´s Schlag auf Schlag weiter. Mit dem Premiere stattfinden. Wie das Amen in der
„gekidnappten Papst“, dem „Idealen Gatten“, Kirche....
der „Kleinen Stadt“ und und und. (Gundel-Maria Busse)

Werner Portugall und Hans Mayer brachten be-


achtliche Ergebnisse zustande. Mit „Pygmalion“
und „Anatevka“ ging´s dann nahtlos weiter,
immer schon ein bisschen Richtung Busse, aber
auch noch mit Markus Brauck gemeinsam in
Turrinis „Alpenglühen“.

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Freunde und Förderer

FREUNDESKREIS SANKT GEORGEN STIFTUNG HOCHSCHULE SANKT GEORGEN


(kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts)
Der Freundeskreis hat im vergangenen Jahr
seine regulären Aufgaben wahrgenommen.
Die Stiftung hat am 10. und 11. Oktober 2003
Am 27. November 2003 fand die Mitgliederver-
ihr sechstes Symposion unter dem Titel
sammlung statt, an die sich ein Orgelkonzert
„Biblische Aufklärung“ veranstaltet. Da das Sym-
von Prof. Daniel Roth (Paris) auf der neuen
posion wegen der Baumaßnahmen nicht in
Orgel in der Seminarkirche anschloß. Vor vollbe-
Sankt Georgen stattfinden konnte, kamen die
setzter Kirche spielte er ein reines J. S. Bach-
Teilnehmer in Räumen der Johann Wolfgang
Programm. Er beeindruckte durch sein meister-
Goethe-Universität zusammen. Das Niveau der
haftes Spiel und führte vor, was die neue Orgel
Vorträge und der Diskussionen wurde allgemein
zu leisten imstande ist. Dieses Konzert war ein
als sehr anspruchsvoll empfunden. Als Band 6
Geschenk an die vielen Mitglieder des Freun-
der „Sankt Georgener Hochschulschriften“
deskreises und an die anderen Freunde von
erscheint eine Dokumentation des Symposions.
Sankt Georgen, die durch ihre Spenden dazu
beigetragen haben, daß die neue Jann-Orgel Zum Ende des Monats April gab der bisherige
in Sankt Georgen einge-richtet werden konnte. Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, Herr
Ihnen allen gilt der aufrichtige Dank des Hauses Dr. Martin Frühauf, aus Altersgründen sein
und seiner Bewohner. Amt an Herrn Dr. Wolfgang Matschke
weiter. Herrn Dr. Frühauf wurde für seinen ver-
Am 14. Januar 2004 verlieh der Freundeskreis lässlichen Einsatz für die Stiftung bei einem
durch seinen Vorsitzenden, Herrn Paul Coenen, gemeinsamen Abendessen gedankt. Aus dem
wieder seinen Förderpreis an die Verfasser der Kuratorium sind im Mai dieses Jahres Freiherr
besten Diplomarbeiten des vergangenen Stu- Georg von Boeselager und P. Ulrich Rabe SJ
dienjahres. Preisträger und Titel der prämierten ausgeschieden, – der eine, weil er auch aus den
Arbeiten waren: Diensten des Bistums Limburg ausgeschieden
Martina Brandt, Zur theologischen ist, der andere, da er in Zukunft nicht mehr
Anthropologie des Juan de la Cruz (1542-1591) Ökonom der Provinz SJ sein wird. Beiden hat
und ihrer Grundlegung in seiner Schöpfungs- der Rektor des Kollegs, P. Prof. Dr. Josef
lehre; Schuster SJ, in gebührender Weise gedankt.
Andreas Wörsdörfer, Die moderne Funktion
des Bildes in der Kirche. Die Stiftung hat wie in den vergangenen Jahren
P. Dr. Ulrich Rhode SJ trug die Würdigung mehrere Projekte der Hochschule finanziell
dieser Arbeiten vor, Oksana Luchanko unterstützt. Die Zuwendung der Commerz-
(Violine) und Olha Radutna (Piano) umrahm- bank-Stiftung in Höhe von 5.000 L versetzte
ten die Feier durch Werke von Alfred Schnittke. die Stiftung Hochschule Sankt Georgen in die
Lage, das folgende Projekt des Hugo von Sankt
Am 7. Juli 2004 fand die ordentliche Sitzung der Viktor-Instituts zu fördern: Drucklegung des
Vorstands und des Beirats des Freundeskreises Hauptwerks des Hugo von Sankt Viktor „de
statt. Im Anschluß an die Sitzung sprach P. Prof. sacramentis christiane fidei“ (Bearbeitung:
Werner Löser SJ über „Theologen aus dem Prof. Dr. Rainer BERNDT).
Jahr 1904“.
Seitens des Kollegs haben die Anstrengungen
im Bereich „Fundraising“ neue Akzente erhalten.
Die Adressenlisten wurden aktualisiert und per-
fektioniert. Frau Christine Engelmann war
von September 2003 bis Ende April 2004 mit
großer Geschicklichkeit und Wirksamkeit für die
Fundraising-Aktivitäten tätig. Ihre Nachfolgerin
beginnt ihre Arbeit im September dieses Jahres.
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AKTION „MEHR BRÜCKEN ZU GOTT“

Förderer aus Frankfurt und ganz Deutschland


sind Sankt Georgen durch die Aktion „Mehr
Brücken zu Gott“ verbunden. Mit den mehrfach
im Jahr erscheinenden „Briefen zur Zeit“ hält
Sankt Georgen Kontakt zu diesem Kreis, gibt
geistliche Anregung und berichtet über das
Geschehen in der Hochschule. Durch ihre Spen-
den helfen diese Freunde mit, die laufenden
Kosten der Hochschule zu decken. Frau Petra
MUTH nimmt derzeit die laufenden Aufgaben
der Aktion wahr. Sie ist erreichbar über die Sankt
Georgener Adresse (e-mail: hss@st-georgen.
uni-frankfurt.de).

Genauere Informationen zum Freundeskreis, zur


Stiftung und zur Aktion findet man unter
www.st-georgen.uni-frankfurt.de.

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Kommunität SJ und Kolleg

JESUITENKOMMUNITÄT Mit dem Stichtag 31.7.2004 hat P. General


Peter-Hans Kolvenbach die Nord- und Ober-
Am 4.10.2003 hat Erzbischof Dr. Werner deutsche Provinz der Jesuiten aufgehoben und
Thissen (Hamburg) die beiden Scholastiker zur „Deutschen Provinz der Jesuiten“ zusam-
The Ngoc Nguyen und Ansgar Wiedenhaus mengeschlossen. Damit haben mehrjährige
aus der Norddeutschen Provinz in der Pfarr- Vorbereitungen ihr Ziel erreicht.
kirche St. Ignatius, Frankfurt am Main, zu
KOLLEGSVERWALTUNG
Priestern geweiht.
Nach vielen Jahren des Wirkens im Bereich der
Am 25.4.2004 empfingen die drei Scholastiker Hauswirtschaft von Sankt Georgen ist Frau
Philippe Nzoimbengene Fuadingani und Teresita Bernard am 01.04.2004 in den ver-
Modeste Talaswe Modekamba (beide aus dienten Ruhestand getreten. Frau Maria Pinto
der Zentralafrikanischen Provinz) und Jarosl⁄aw Dias Garcia – ebenfalls im Bereich der Haus-
Paszynski (Südpolnische Provinz) in der wirtschaft tätig – gratulieren wir ganz herzlich
Seminarkirche in Sankt Georgen durch zur Geburt Ihres Sohnes Miquel am 16. Juni
Weihbischof Dr. Werner Guballa (Mainz) die 2004. Frau Pinto nimmt die Möglichkeit des
Diakonenweihe. Erziehungsurlaubs wahr.
Mit der Promotion haben P. Thomas Kyou- Im Bereich der Verwaltung wurde eine befriste-
Sung Lee (Koreanische Provinz), Roberto Del te Stelle „Sachbearbeitung Fundraising“ neu
Riccio (Italienische Provinz), Hitoshi Kawanaka geschaffen. Nachdem die Stelleninhaberin, Frau
(Japanische Provinz), Pawel Kapusta (Nordpol- Christine Engelmann, umzugsbedingt zum
nische Provinz) ihre Studien in Sankt Georgen 31.03.2004 ausscheiden musste, konnten wir
beendet. Ebenfalls erfolgreich promoviert wurde Frau Doris Steinmacher zum 01.09.2004 als
P. Anthony Carroll (Britische Provinz) an der neue Mitarbeiterin für diesen Bereich gewinnen.
Johann-Wolfgang-Goethe Universität. Auch sichert die Verwaltung durch die Ausbil-
dung von Dorota Wroclawski zur Bürokauf-
P. Kizito Kiyimba (Ostafrikanische Provinz) frau den Fachkräftenachwuchs.
schloss sein theologische Aufbaustudium mit
der Lizentiatsprüfung ab. Im Küchen-/Mensabereich stehen personelle
Veränderungen bevor. Herr Rolf Dziadzia, seit
Sein Aufbaustudium aufgenommen hat 24 Jahren Küchenchef in Sankt Georgen, konnte
Marius Taloş (Rumänische Provinz), ebenso seinen 60. Geburtstag feiern und tritt am
wie Christoph Hermann (Norddeutsche 30.11.2004 die Freistellungsphase der Altersteil-
Provinz) sein Grundstudium. zeit an. Als Nachfolger konnten wir zum
01.09.2004 Herrn Hubert Lenhard gewinnen.
Zusätzlich zu den beiden Scholastikern verstärken Im Küchenbereich wird erstmals ab 01.09.2004
als Neumitglieder die Patres Axel Bödefeld, eine Ausbildungsstelle angeboten. Hier wird Herr
Franz-Josef Steinmetz und Klaus Peter (alle Sascha Heller den Beruf des Kochs erlernen.
Norddeutsche Provinz) die Kommunität.
Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
Verlassen haben die Kommunität P. Peter tern für die geleistete Arbeit und ihren Einsatz
Knauer (Norddeutsche Provinz), der die Arbeit für unser Haus im abgelaufenen Jahr.
der Jesuiten im Geistlichen Zentrum der EU in Wir danken ebenso allen Mitarbeiterinnen und
Brüssel unterstützt, und P. Erhard Kunz Mitarbeitern, die aus den Diensten von Sankt
(Norddeutsche Provinz), der seine Vortrags- und Georgen ausgeschieden sind, für ihren Einsatz
Exerzitienarbeit von der Jesuitenkommunität und ihr Wirken für Sankt Georgen. Wir wünschen
(Frankfurt: Ignatiushaus Elsheimerstraße) aus Ihnen für die Zukunft alles Gute. Allen, die ihre
fortsetzt. Zum Aufgabenbereich dieser Stelle neu angetreten haben, wünschen wir
Kommunität gehört u.a. die Pfarrei St. Ignatius. Gelingen und eine gute Zeit in unserem Kolleg.
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Verabschiedung

Ansprache des Rektors der Phil.-Theol.


Hochschule Sankt Georgen Prof. P. Dr. Helmut
Engel SJ bei der Verabschiedung von Frau
Gundel-Maria Busse am Sonntag, dem
11. Juli 2004, während der Sommerserenade

„Sehr verehrte Frau Busse, Wir haben spannendes Dialog-Sprechtheater


liebe Mitglieder und Angehörige ebenso wie prachtvoll gestaltete, lange Bühnen-
der Philosophisch-Theologischen Hochschule abende erlebt. Ihre Rollenzuteilung, die die Mit-
Sankt Georgen, spielenden und die bei der Technik Mitwirken-
liebe Gäste und Freunde! den zur Entfaltung brachte, war beeindruckend.
Der jeweils lange Applaus und die berichtenden
Mit diesem Semester geht eine fast 18 Jahre Zeitungsartikel drückten immer die verdiente
überspannende, wertvolle und hochgeschätzte Anerkennung auch Ihrer Gestaltung und Ihres
Tätigkeit in Sankt Georgen für Sie, verehrte Frau Einsatzes aus.
Busse, zu Ende.
Im Blick auf Ihre Pflege der Theaterkunst in
Für unsere Hochschule war es ein großer Sankt Georgen erschien es uns passend, unse-
Gewinn, als mit Ihnen unser Homiletiker, Prof. P. ren verabschiedenden Dank in einen musischen
Dr. Friedhelm Mennekes, eine Fachfrau, die Rahmen zu stellen. Nehmen Sie bitte Spiel und
erfahrene Rhetoriklehrerin, Theatergestalterin Gesang von Chor und Orchester als weiteren,
und -kritikerin, Journalistin und Sprecherzieherin musischen Blumenstrauß zum Dank für Ihre
Gundel-Maria Busse, zur Mitarbeit einlud. vielfältige, lange Tätigkeit in Sankt Georgen in
Sie waren jedoch nicht nur Fachfrau. Sie waren Empfang!
auch eine Frau, die den Studierenden mehr als
nur Sympathie entgegenbrachte und sich mit Sehr verehrte Frau Busse, ich möchte Ihnen an
den Ausbildungsaufgaben der Hochschule dieser Stelle im Namen aller Mitglieder und
identifizierte. Angehörigen unserer Hochschule ausdrücklich
und aufrichtig danken für Ihr unermüdliches
In den Predigtübungen lehrten Sie die Studie- und kraftvolles Wirken bei uns!“
renden, nicht nur „Richtiges zu sagen“, sondern
auch in Gestik, Mimik und Sprechen das zu
Sagende persönlich beteiligt zu vermitteln. Über
die Arbeit in den Predigtgruppen hinaus haben
viele im Lauf der Jahre die Einzelschulung bei
Ihnen gesucht und dabei sehr viel nicht nur an
Rhetorik, sondern auch über sich selbst gelernt.

In dieser langen Zeit sahen Sie viele Regenten


und Hochschulrektoren kommen und gehen,
die Patres Wendelin Köster, Christoph Kentrup,
Thomas Gertler, Werner Löser, Johannes Beutler,
Michael Sievernich. Ihnen allen waren Sie eine
energievolle und anregende Mitarbeiterin.

Vor allem aber gehörte Ihr Herz dem Theater.


Als Regisseurin und Gestalterin haben Sie
immer wieder Studentinnen und Studenten in
den Bann des Theaters gezogen und fasziniert.

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