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Macrons unglaubliches Eingeständnis bei

Großbritanniens Austritt
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austritt

Quelle: Reuters © Christian Hartmann

Macron am 28. Februar 2020 während der Trauerzeremonie für den verstorbenen
französischen Journalisten und Intellektuellen Jean Daniel im Hotel des Invalides in Paris,
Frankreich.

Der französische Präsident vertraute darauf, dass "der Brexit nicht erfolgreich sein darf":
Eine explosive Bestätigung, die jedoch nur wenige Reaktionen hervorgerufen hat.

von Pierre Lévy

Die Verhandlungen zwischen London und Brüssel beginnen am 3. März. Das Vereinigte
Königreich ist am 31. Januar aus der Europäischen Union ausgetreten. Daher ist es
notwendig, die Rahmenbedingungen – vor allem für Handel, aber auch Fischerei,
Verkehr, Sicherheit und Verteidigung – festzulegen, die zwischen den beiden Seiten am
Ende der "Übergangszeit", das heißt ab dem 1. Januar 2021, gelten.

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Die von Boris
Johnson und der
EU-27 definierten

Ausgangspositionen scheinen unvereinbar zu sein. Die europäischen Staats- und


Regierungschefs fordern von den Briten, dass sie sich an alle gegenwärtigen EU-Regeln
anpassen, und sogar an die zukünftigen – wie Paris es verlangt. Umgekehrt behaupten
die Briten, dass sie den Brexit nicht dazu erreicht haben, um immer weiter unterworfen
zu bleiben. Und sie fragen: Warum uns so drakonische Bedingungen auferlegen, die
bisher von keinem Handelspartner verlangt wurden?

Warum eigentlich diese übermäßigen Forderungen? Vielleicht hat Emmanuel Macron,


mehr oder weniger bewusst, einen Teil der Antwort gegeben. Der französische Präsident
nahm an der Münchner Sicherheitskonferenz teil, die dieses Jahr vom 14. bis 16. Februar
stattfand. Am Rande der Konferenz traf er in kleinen Gruppen mit verschiedenen
deutschen Persönlichkeiten zusammen.

Eine von ihnen enthüllte, dass der Herr des Élysée-Palasts ein Geständnis losgelassen
hatte, das seine Gesprächspartner erstaunte: "Der Brexit darf kein Erfolg werden". Die
Information wurde von Le Monde (18.02.20) bekannt gegeben, und ihr wurde nicht
widersprochen.

Der Satz ist wirklich nicht unbedeutend, zu einer Zeit, in der die offizielle Rede der
europäischen Staats- und Regierungschefs eine "Einigung zugunsten beider Seiten"
fordert. Sie ist sogar explosiv, was erklären könnte, warum sie so wenige Kommentare
hervorgerufen hat.

Was die Substanz betrifft, zeigt das Geständnis einen Geisteszustand, der nicht
überraschend ist: Seit dem britischen Referendum vom Juni 2016 sind die Brüsseler
Eliten nicht nur durch den Austritt Großbritanniens traumatisiert, sondern vor allem
durch den "Dominoeffekt", der dadurch entstehen könnte.

Dreieinhalb Jahre lang schien diese Perspektive jedoch recht abstrakt, solange die
(illusorischen) Versuche, den Prozess scheitern zu lassen, weitergingen. Aber seit den
britischen Wahlen vom 12. Dezember, die eine triumphale Bestätigung des Brexits

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darstellten und dem Premierminister ein beispielloses politisches Gewicht verliehen
haben, hat sich alles verändert – und alles beschleunigt sich. Boris Johnson kündigte
einen "historischen" Wendepunkt in der Geschichte des Landes an.

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Zum Beispiel hat er


gerade eine
restriktive
Migrationspolitik
vorgeschlagen, die
die Arbeitgeberverbände (wie auch... die Labour-Partei) zum Schreien brachte.
Anderweitig hat sein Finanzminister, der als letztes Bollwerk gegen erhöhte öffentliche
Ausgaben galt, seinen Platz geräumt.

Von da an stellte sich die Frage, für Emmanuel Macron, zweifellos viel konkreter als
bisher: Was wäre, wenn der Brexit nicht nur keine der angekündigten Katastrophen
verursachte, sondern dem Land auch bemerkenswerte Erfolge ermöglichte? Sollte dies
der Fall sein, könnte die Zahl der Austrittskandidatenländer schnell zunehmen...

Also der Brexit müsse scheitern, träumt man im Élysée-Palast. Dass ein solcher Wunsch
vor Zeugen geäußert wurde, mag überraschen. Aber wir sollten dem Präsidenten in
diesem Punkt danken: Dieses Eingeständnis, ob ungeschickt oder berechnend, hat es
geschafft, die Ängste des Staatsoberhauptes und wahrscheinlich auch seiner Kollegen im
Europäischen Rat in unverblümter Weise zu offenbaren.

God save Macron!

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel


müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

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