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Ramana Maharshi — Vierzig Verse (Ulladu Narpadu) Startseite

Einer der wenigen von Ramana verfassten Texte

Aus den Collected Works of Ramana Maharshi frei übersetzt von Clemens
Vargas Ramos.

Vorwort

Bhagavan dichtete einmal zwanzig Tamil-Verse über seine wichtigsten


Unterweisungen, die er jedoch nicht in irgendeiner bestimmten Gedichtform
verfasst hatte. Sri Muruganar bat daher Bhagavan darum, doch noch
zwanzig weitere Verse hinzuzufügen, um die vorgeschriebene Gedichtform
von vierzig zu erfüllen. Und so dichtete Bhagavan noch weitere zwanzig
Verse. Von diesen vierzig wählte Kavyakanta Ganapati Muni zwei als
Widmungsverse aus. Daraufhin verfasste Bhagavan noch zwei weitere
Verse, um wieder vierzig zu haben.

Einige Verse waren Übersetzungen des Sanskrit. Da die Devotees jedoch


gern vierzig von Bhagavan stammende Verse gehabt hätten, wurden diese
ursprünglichen entfernt und durch neu gedichtete ersetzt. Alle Verse wurden
fortlaufend zur Gedichtform angeordnet (diese befinden sich hier). Später
wurde dann noch eine Ergänzung (Supplement) von weiteren vierzig Versen
hinzugefügt.

Bhagavan war gegenüber der Urheberschaft gleichgültig und schrieb daher


nicht alle diese vierzig Verse selbst, sondern er übernahm manchmal einige
aus dem Sanskrit, die er geeignet fand. Andere dagegen schrieb er neu. Die
Verse, die aus der ursprünglichen Fassung entfernt wurden, wurden in die
Ergänzung aufgenommen (die von Bhagavan verfassten Verse in der

Ergänzung sind mit dem kleinen Bildnis rechts kenntlich gemacht ).


Verse, die er aus anderen Texten entnahm, sind die Widmung, die Verse 1-
7, 9, der Schlusssatz der Verse 12, 18-30, 34, 37 und 39-40. Die Urquellen
dieser Verse sind am Ende jedes einzelnen davon vermerkt. In einigen
wenigen Fällen konnte ihr exakter Ursprung allerdings nicht mehr
festgestellt werden.

Diese insgesamt achtzig Verse stellen die kompakteste Form der


Unterweisung des Maharshi dar. Es entstand in der Folgezeit eine Anzahl
von Übersetzungen und Kommentaren dazu, die als separate Schriften vom
Ashram unter dem Titel Ulladu Narpadu, Sad Vidya und Truth Revealed
herausgegeben worden sind. Bhagavan hat diese Verse in Telugu-Prosa
übersetzt, und zwar unter dem Namen Unnadi Nalubadi und in Malayalam-
Verse unter dem Namen Saddarsanam.

Vorspruch

Das, was die Stütze, die Seele, die Quelle,


der Zweck und die Kraft dieser ganzen Welt ist,
die Wirklichkeit hinter allen Erscheinungen,
Dieses ist in der Tat wirklich.
Lasst uns dies, die Wahrheit,
in unserem Herzen hochhalten.

Yoga Vasistha, 8,12

Ergänzung - Verse 1-40

1. In der Gemeinschaft mit Weisen verschwinden die Anhaftungen und mit


diesen die Illusionen. Befreit von den Illusionen erlangt man die Festigkeit
und aufgrund dessen die Befreiung, noch während man lebt. Suche daher
stets die Gemeinschaft mit Weisen.

(aus: Bhajagovindam, der „Mohamudagaram-Hmyne” von Shankara)

2. Der Höchste Stand kann nicht durch Lehrer, durch Studium von Büchern
und auch nicht durch verdienstvolle Taten oder irgendein anderes Mittel
erlangt werden. Erlangt wird er ausschließlich durch die Gemeinschaft mit
Weisen und die Suche nach dem Selbst.

(Vers aus dem Yoga Vasistha, 5-12, 17)

3. Wenn jemand erst die Liebe zur Gemeinschaft mit den Weisen erlernt hat,
wofür können diesem noch alle diese Regeln der Disziplin dienen? Wenn
eine angenehme, kühle Südwestbrise weht, wofür ist dann noch ein Fächer
nötig?

(Vers aus dem Yoga Vasistha).

4. Fieber wird durch das kühle Licht des Mondes überwunden, Wünsche
durch den wunscherfüllenden Baum, und Sünden durch den Heiligen
Ganges. Diese drei, Fieber, Wünsche und Sünde, weichen alle im Angesicht
des erhabenen, einzigartigen Weisen.

(aus: Subhasita Ratna Bhandargara, Kap. 3, 6)

5. Heilige Flüsse, die nur Wasser sind, und Götterbilder, die nur Stein und
Ton sind, sind nicht so machtvoll wie die Weisen. Denn sie reinigen erst im
Verlauf zahlloser Tage, während das Auge des Weisen dich in einem
einzigen Augenblick reinigt.

(aus: Srimad Bhagavatam, Kap. 48, 31, 10. Gesang)

6. Schüler: Wer ist Gott?


Meister: Derjenige, der den Verstand kennt.
Schüler: Mein Selbst, der Geist, kennt meinen Verstand.
Meister:: Dann bist du selber Gott. Auch die Srutis erklären, dass es nur
einen Gott, den Kenner, geben kann.

7. Meister: Mit Hilfe welchen Lichtes siehst du?


Schüler: Mit der Sonne bei Tag, mit der Lampe bei Nacht.
Meister:: Mit Hilfe welchen Lichts siehst du diese Lichter?
Schüler: Mit dem Auge.
Meister:: Mit Hilfe welchen Lichts siehst du das Auge?
Schüler: Mit dem Verstand.
Meister:: Mit Hilfe welchen Lichts kennst du den Verstand?
Schüler: Mit meinem Selbst.
Meister:: Dann bist du selbst das Licht aller Lichter. Schüler: Ja, das bin ich.

(aus: Ekasloki von Shankara)

8. Im Zentrum der Herzenshöhle scheint nur Brahman als „ich, Ich”,


der Atman. Erreiche das Herz, indem du tief auf der Suche nach dem Selbst
darein tauchst, oder kontrolliere den Geist durch den Atem, und verbleibe
fest im Atman.

(1915, als Bhagavan in Skandasramam lebte, schrieb ein junger Devotee,


Jagadiswara Sastri, auf ein Stück Papier in Sanskrit die Worte hridaya
kuhara madhye [im Innern der Herzenshöhle] nieder. Dann ging er fort, um
etwas zu erledigen. Als er zurückkehrte, fand er zu seiner Überraschung
einen vollständigen Sanskrit-Vers vor, der mit diesen Worten begann, und
erfuhr, dass Bhagavan diesen geschrieben hatte. Dieser Vers wurde später
durch Bhagavan in Tamil übersetzt und die Ergänzung zu den Vierzig
Versen aufgenommen. Kavyakanta Ganapati Mundi nahm diese Verse in
seine Sri Ramana Gita auf (Kap. 2, 2).

9. Im Lotus des Herzens ist das reine und wandellose Bewusstsein in der
Gestalt des Selbst. Wenn das Ego entfernt ist, schenkt dieses Bewusstsein
des Selbst die Befreiung der Seele.

(Devikalottaram, V. 46)

10. Der Körper ist leblos wie ein irdener Topf. Da er keinerlei
Bewusstsein von „Ich” hat, während wir jeden Tag im körperlosen Schlaf
unsere wahre Natur erfahren, kann der Körper nicht „Ich” sein. Wer ist dann
dieses „Ich”? Wo befindet sich das „Ich”? In der Herzenshöhle derjenigen,
die danach fragen, scheint für immer als das „Ich” Er Selbst - der Herr Shiva
von Arunachala.

(Der Maharshi verfasste diese Verse ursprünglich in Sanskrit und übersetzte


sie dann in Tamil)

11. Wer wurde geboren? Nur wer fragt: „Wie sollte ich geboren worden
sein?” ist wahrhaftig in Brahman, der Allerhöchsten Quelle von allem,
geboren. Dieser ist in der Tat ewiglich geboren - Er ist der Herr der
Heiligen, Er ist der Immer-Neue.
(Bei der Feier von Bhagavans javanti)

12. Wirf die Wahrnehmung „Ich bin dieses gemeine Stück Fleisch” fort
und suche den unaufhörlichen Segen des Selbst. Das Selbst zu suchen und
immer noch an diesem toten Stück Fleisch zu hängen ist, als ob man den
Fluss auf dem Rücken eines Krokodils überqueren wollte.

(Die ersten zwei Zeilen des Ursprungsverses wurden vom Maharshi


verfasst, während die anderen beiden aus dem Vivekachudamani, V. 84,
stammen)

13. Der Weg der Wohltätigkeit, der Buße, des Opferns, des Dharma,
von Yoga und Bhakti, und das Streben nach dem Himmel, der Wirklichkeit,
dem Frieden, der Wahrheit, der Gnade, der Stille, Festigkeit, dem todlosen
Tod, der Erkenntnis, der Befreiung und der Seligkeit - all dies dient nur dem
Ziel, den Gedanken aufzugeben, dass der Körper das Selbst sei.

14. Was ist Handeln, Hingabe, Vereinigung oder Erkenntnis? Es


besteht darin zu erforschen: „Wessen ist diese Handlung, oder
Gleichgültigkeit, oder Getrenntheit, oder Unwissenheit?” Durch Erforschen
dessen schwindet das Ego. Im Selbst zu verbleiben, in dem diese acht
niemals gewesen sind - dies ist Wahres Leben.

15. Nicht erkennend, dass sie selbst durch Kräfte bewegt werden, die
nicht ihre eigenen sind, suchen einige Narren eifrig nach Zauberkräften. Ihre
Possen sind wie diejenigen eines Krüppels, der sagt: „Helft mir auf die
Beine, und dann werde ich meine Feinde vernichten”

16. Da nur die Beruhigung des Geistes wahre Befreiung ist, und da
Zauberkräfte ohne einen Akt des Geistes unerreichbar sind - wie können
dann diejenigen, die auf der Suche danach sind, jemals die Seligkeit der
Befreiung erlangen, die allen Aktivitäten des Geistes ein Ende setzt?

17. Während Gott alle Lasten der Welt trägt, beansprucht das
großmäulige Ego all diese Grimassen schneidend wie das Bildnis in einem
Turm, welches vorgibt, diesen zu tragen. Wenn der Reisende in einem
Wagen, der jedes Gewicht tragen kann, seine Last nicht niederlegt, sondern
auf seinem schmerzenden Kopf behält - wessen Schuld ist dies dann?

18. Zwischen den beiden Brustwarzen, unterhalb der Brust und oberhalb des
Magens, gibt es sechs Organe verschiedener Farbe. Von diesen ist eines, das
aussieht wie eine lilafarbene Knospe, das Herz - zwei Finger entfernt von
der rechten Seite des Zentrums.
(aus: Ashtanga Hridayam, Malayalam)

19. Sein Mund ist geschlossen. Innerhalb seiner Höhle wohnt tiefe
Dunkelheit - gefüllt mit allen Wünschen. Dort laufen alle großen Nerven
zusammen. Es ist der Wohnort des Atems, des Gemüts, des Lichtes der
Erkenntnis.

(aus: Ashtanga Hridayam, Malayalam)

20. Der Herr, dessen Zuhause das Innerste des Herzens-Lotus ist, wird als
der Herr der Herzenshöhle lobgepriesen. Wenn durch fortgesetzte Übung
das Gefühl „Ich bin Er, Ich bin der Herr der Herzenshöhle” gefestigt wurde,
und zwar so sehr, wie du die gegenwärtige Wahrnehmung des im Körper
befindlichen Ego hast, dann hast du deinen Stand als der Herr der
Herzenshöhle eingenommen - dann schwindet die Illusion, dieser tote
Körper zu sein, wie die Dunkelheit vor dem Sonnenaufgang.

(verfasst von Bhagavan unter Verwendung von Gedanken zweier Verse, die
sich bei Prabhulinga Leela, V. 45, 46, Kannada, finden)

21. Als Rama fragte: „Was ist dieser gewaltige Spiegel, in dem wir alle
diese Bilder der Dinge sehen? Was ist dies, was das Herz aller Wesen in der
Welt genannt wird?”, antwortete Vasishta: „Wenn wir nachforschen, sehen
wir, dass alle Wesen in der Welt zwei verschiedene Herzen haben.”

(Yoga Vasishta, 5-78, V. 32,33)

22. Eines von diesen muss geachtet, das andere verworfen werden. Höre,
wie es sich mit dem Unterschied verhält. Das Organ irgendwo in der Brust
des physischen Körpers, das Herz genannt wird, muss verworfen werden.
Das Herz, welches die Form reinen Gewahrseins hat, muss geachtet werden.
Es ist sowohl innerhalb wie außerhalb - es hat weder Inneres noch Äußeres.

(Yoga Vasishta, 5-78, V. 34,35)

23. Dies ist in der Tat das essenzielle Herz, in dem die ganze Welt verbleibt.
Es ist der Spiegel, in dem alle Dinge gesehen werden. Es ist die Quelle allen
Reichtums. Gewahrsein kann daher das Herz aller Wesen genannt werden.
Das Herz ist kein Teil des dem Untergang geweihten Körpers, der leblos wie
ein Stein ist.

(Yoga Vasishta, 5-78, V. 36,37)

24. Daher werden durch die Praxis des Aufgebens des Ego im reinen
Herzen, das nur Alldurchdringendes Gewahrsein ist, die Neigungen des
Gemüts wie auch der Atem unterworfen.

(Yoga Vasishta, 5-78, V. 38)

25. Entferne durch beständige Meditation im Herzen „Dies reine,


unbedingte Gewahrsein, das Shiva ist Das bin Ich” alle Anhaftung an das
Ego.

(Devikalottara, V. 47)

26. Durch Erforschen der verschiedenen Zustände des Seins und durch
festes Ergreifen des Zustands der Höchsten Wirklichkeit durch das Gemüt
spiele deine Rolle, Oh Held, in dieser Welt. Du kennst nun die Wahrheit, die
das Herz aller Arten von Erscheinungen ist. Ohne dich je von der
Wirklichkeit abzuwenden, spiele deine Rolle in der Welt, Oh Held, als ob du
sie lieben würdest.

(Yoga Vasishta, 5-18, V. 20-23)

27. Anscheinend bewegt durch Begeisterung und Wohlgefühl, durch


Erregung und Abneigung, durch Tatkraft und Ausdauer, aber doch ohne
jede Anhaftung, spiele, Oh Held, deine Rolle in der Welt. Befreit von allen
Fesseln der Anhaftung und mit dem Gleichmut des Gemüts, in allen
Lebenslagen äußerlich handelnd in Übereinstimmung mit der von dir
angenommenen Rolle, spiele, wie es dir gefällt, Oh Held, in der Welt.

(Yoga Vasishta, 5-18, V. 24-26)

28. Der, der durch die Erkenntnis des Atman in der Wahrheit verankert ist,
der, der die fünf Sinne besiegt hat - nenne ihn das Feuer der Erkenntnis, den
Beherrscher des Blitzes der Erkenntnis, den Eroberer der Zeit und den
Helden, der den Tod getötet hat.

(Vers aus dem Yoga Vasishta)

29. So wie auf der Erde mit dem Kommen des Frühlings der Baum in der
frischen Schönheit seines Blätterkleides erstrahlt, so auch derjenige, der
gesehen hat, wie die Wahrheit mit wachsendem Glanz, wachsender Weisheit
und Macht erstrahlt.

(Yoga Vasishta, 5-76, V. 20)

30. Wie bei demjenigen, dem eine Geschichte erzählt wird, während seine
Gedanken jedoch weit entfernt davon wandern, so ist der von Anhaftungen
freie Verstand untätig, während er tätig ist. Aber der in Anhaftungen
versunkene Verstand ist sogar dann tätig, wenn er untätig ist - wie der
Schläfer bewegungslos daliegt, während er in seinen Träumen Berge ersteigt
und hinunterfällt.

(Yoga Vasishta, 5-56, V. 13,14)

31. So wie die Fahrt des Karrens, sein Stillstand und das Ausschirren
des Gespanns dem darin schlafenden Fahrgast unbemerkt bleibt, so sind
Tätigkeit, Kontemplation und Schlaf es für den Weisen, der im Karren
seines Körpers schläft.
32. Für denjenigen, der Wachen, Schlafen und Träumen erforscht, gibt
es einen Zustand jenseits dieser drei, einen Wachschlaf, einen vierten
Zustand, der turiya genannt wird. Da nur dieser turiya-Zustand wirklich ist,
während die anderen drei erscheinenden Zustände illusorisch sind, ist dieser
„vierte” Zustand in der Tat der transzendentale Zustand.

33. Die Aussage, dass der Jnani prarabdha behält, während er frei von
sanchita und agami ist, ist nur eine formale Antwort auf die Fragen der
Unwissenden. Stirbt der Gemahl, dann sind alle seine drei Ehefrauen mit
einem Mal Witwen - ebenso verschwinden alle drei Formen des karma,
sobald der Handelnde verschwunden ist.

(Sanchita ist das in der Vergangenheit angesammelte Karma; Agami das für
die Zukunft angesammelte Karma; Prarabdha das in der Gegenwart
ausgelebte Karma)

34. Für die Ungebildeten gibt es nur eine Familie, die aus dem Frau, den
Kindern und den Verwandten besteht. Im Verstand derjenigen mit mehr
Bildung jedoch gibt es viele Familien aus Büchern, Theorien und
Meinungen, die alle Hindernisse für Yoga sind.

(Subhashita Ratna Bhandagara, Prakarana VI, Shanta Rasa Nirdesha, V. 13)

35. Von welchem Nutzen sind die Buchstaben für die schriftkundigen
Leute, die nicht versuchen, die Buchstaben des Schicksals durch die
Suchfrage „Durch was wurden wir geboren?” auszulöschen? Sind sie nicht
in Wahrheit wie Grammophone, Oh Herr von Arunachala? Sie lernen und
wiederholen die Worte, ohne ihre Bedeutung zu erkennen.

36. Die Schriftunkundigen sind leichter als die Schriftkundigen, die


sich nicht belehren lassen, zu erretten. Die Schriftunkundigen sind frei von
den Griffen des Dämons Stolzes, sie sind frei von dem Übel der wirbelnden
Gedanken und Worte, sie sind frei vom Wahn des Wohlstands, sie sind frei
von vielen, vielen Übeln.

37. Obgleich ein Mann die Welt wie ein Bündel Stroh betrachten und in
seinen Händen alle heilige Überlieferung halten mag, ist es für ihn doch
schwer, die Knechtschaft des Geistes zu überwinden, wenn er sich der
schändlichen Schmeichelei, dieser Hure, hingegeben hat.

(aus: Sadhaka Avasta, von Sri Sadasiva Brahmandra)

38. Ohne sich als getrennt von anderen zu denken, ohne abzuschweifen
vom eigenen wahren Zustand, wenn jemand stets im eigenen Selbst
verbleibt - wie kann ihm irgend jemand noch fremd sein? Was für eine Rolle
spielt es für diesen, was die Leute über ihn sagen? Was spielt es für eine
Rolle, ob er sich selbst lobt oder beschuldigt?

39. Bewahre advaita im Herzen. Übe es niemals in deinen Handlungen aus.


Auch wenn du es in allen drei Welten praktizierst, mein Sohn, so gilt es
doch nicht für den Guru.

(Tattvopadesa, V. 87, von Shankara)

40. Ich erkläre wahrheitsgemäß die Essenz der endgültigen Aussage des
Vedanta: Wenn das Ego stirbt und Das wird, dann verbleibt allein das Selbst
des Reinen Gewahrseins - Das Allein.

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