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Sex kann für deine Gesundheit gefährlich sein Startseite

von Dr. Edwin Flatto

Inhaltsverzeichnis
1. Sex kann für deine Gesundheit gefährlich sein
2. Sexuelle Zügellosigkeit
3. Prostataprobleme
4. Prostatastörungen verhindern und beheben
5. Der Sinn der Enthaltsamkeit
6. Geschlechtskrankheiten
7. Die Pille, die Spirale und König Henry VIII
8. Abtreibung
9. Gefahren durch Verhütungsmittel
10. Liebe oder Sex?
11. Sex und das Herz
12. Schlusswort

1. Sex kann für deine Gesundheit gefährlich sein Top

Wenn Sex für meine Gesundheit gefährlich ist, möchte ich es gar nicht
wissen, ist die Reaktion mancher Menschen zu diesem Buch. Ich werde
immer wieder darauf hingewiesen, dass Informationen möglichst niemanden
verletzen sollen. Ist eine Person aber mit den Tatsachen vertraut, ermöglicht
es ihm, intelligente Entscheidungen zu treffen. Lasst uns mit der Tatsache
beginnen, dass Sex eine notwendige Funktion ist. Ist dies eine zutreffende
Aussage? Physiologisch kann man die Sexualität nicht in die gleiche
Kategorie einordnen wie andere natürliche, normale Körperfunktionen, wie
Essen, Atmen, Schlafen, den Darm entleeren oder Urinieren.
Selbstverständlich können wir nicht ohne diese körperlichen Funktionen
leben, die ständig und regelmäßig ausgeführt werden. Aber Millionen von
gesunden Individuen haben gezeigt, daß ein Mensch ein langes und
gesundes Leben lang, leben kann, ohne jemals sexuell aktiv zu sein.
Tatsächlich gibt es keine Krankheit, die der Enthaltsamkeit zuzuschreiben
ist. Aber es gibt viele Krankheiten, die durch zu viel Sex entstehen. Dieses
Buch befürwortet auf keinen Fall die komplette Enthaltsamkeit oder das
Zölibat als Lebensart. Ich möchte lediglich unterstreichen, dass
Enthaltsamkeit mit keinerlei Schäden verbunden ist. Sex ist keine
notwendige Funktion, die regelmäßig durchgeführt werden muss. Die
Organe und Drüsen, die die Fortpflanzung steuern, sind nicht wie unsere
Muskeln, die regelmäßig betätigt werden müssen, um richtig zu arbeiten. In
der Tat ist das Gegenteil zutreffend: die Fortpflanzungsdrüsen sind stärker
und leistungsfähiger, wenn sie eine Zeit der Ruhe haben.
.
Die Ansicht, dass Sex natürlich ist, muss also zurückgewiesen werden. Es
hängt davon ab, wie sie praktiziert wird. Die Natur erschuf die Sexualität
offensichtlich zur Zeugung und nicht zur Entspannung. Wenn es die
Entspannung und Erholung waren, die der Schöpfer bei der Sexualität im
Sinn hatte, als er unsere Fortpflanzungsorgane schuf, gäbe es keine
Notwendigkeit für all die Sorgfalt, Zeit und enormen Geldsummen, um nach
einem zuverlässigem Empfängnisverhütungsmittel, ohne schädliche und
unerwünschte Nebenwirkungen, zu forschen. Der Mensch ist das einzige
Lebewesen, dem die Natur erlaubt, den Geschlechtsakt durchzuführen, wann
immer es ihm beliebt. Tiere hingegen haben Perioden, in denen das
Weibchen eine Begattung gestattet. Dies sind kurze Perioden, in denen die
Weibchen fruchtbar sind. Die Hündin erlaubt es keinem männlichen Hund,
sich ihr sexuell zu nähern, es sei denn sie ist „fruchtbar“, was normalerweise
alle sechs Monate auftritt. Dasselbe Muster ist im ganzen Tierreich
vorzufinden. Vögel paaren sich im Allgemeinen einmal jährlich oder im
Frühling. Schafe und Ziegen paaren sich ein- oder zweimal im Jahr während
der Paarungszeit. Wildschweine paaren sich einmal jährlich und frei lebende
Elefanten paaren sich nur alle zwei Jahre.

Die Fortpflanzung unterliegt grundsätzlichen Stoffwechselprozessen, die


sowohl in der Tier- als auch in der Pflanzenwelt vorzufinden sind. Sie
begleiten uns bis zum Tode. Die männlichen pazifischen Lachse, Forellen,
Maifische und eine Vielzahl anderer laichplatzbezogener Fische sterben,
bald nachdem sie gelaicht haben. Die männliche Drohne (Biene) stirbt fast
sofort nach der Kopulation (Begattung). Noch eigenartiger ist das Sexleben
der Gottesanbeterin. Die weibliche Gottesanbeterin verschlingt, während der
Kopulation, den Kopf des Mannes und sein Tod führt zu verstärkten
Kopulationsspasmen (Stößen des männlichen Genitalorgans). Ist die
Gottesanbeterin befruchtet, fährt sie fort, das Männchen zu essen, um
Nahrung für die Nachkommen zu speichern. Die schwarze Witwe (Spinne)
tut im Wesentlichen dasselbe und hat ihren Namen diesem Umstand zu
verdanken. Im Pflanzenreich kommt es häufig vor, dass eine Pflanze
schwach wird und stirbt, nachdem sie eine Frucht hervorgebracht hat.
Landwirte versuchen häufig, eine Pflanze oder einen Baum daran zu
hindern, seinen Samen zu säen, um ihn zu stärken. Die meisten
fruchttragenden Bäume produzieren nicht eher Früchte, bis sie fünf bis 10
Jahre alt sind. Dieses erlaubt ihnen, ihre biologische Kraft in Wachstum und
Stärke, anstatt in Reproduktion (Früchte), umzuwandeln. Im Leistungssport
verbieten die meisten Trainer den Sportlern, sich vor einem Wettkampf
sexuelle zu betätigen. Berufsboxer beachten während des Trainings und vor
einem Kampf strenge sexuelle Enthaltsamkeit.
.
Der menschliche Samen enthält alle Elemente, die notwendig sind, ein
anderes menschliches Wesen zu zeugen, wenn er mit der Eizelle vereint
wird. Er enthält die Kräfte, die notwendig sind, um neues Leben
hervorzubringen. Sagt uns nicht unser gesunder Menschenverstand, dass
dieser lebenswichtige Same sorgfältig bewahrt werden sollte, anstatt ihn
unüberlegt zu verschwenden? Die Ernährung beeinflusst unsere sexuellen
Wünsche und Fähigkeiten. Fleisch, Alkohol, Tabak, Salz, Gewürze und
tierische Lebensmittel wie Milch und Eier, erhöhen den Wunsch nach
Sexualität. So kann man beobachten, dass die meisten Fleischesser, die
Vegetarier werden, innerhalb einiger Wochen eine Abnahme der sexuellen
Wünsche feststellen. Tierische Produkte, besonders Fleisch, enthalten
Harnsäure, die die Drüsen irritieren. So schickt die Prostata, durch die
Harnsäure irritiert, ein falsches Signal zum Gehirn, das darauf zu einer
erotischen Reaktion stimuliert. Darum sind viele Männer sexuell erregt,
selbst wenn weit und breit keine Frau zu sehen ist. Selbst wenn Fleisch,
Gewürze und alkoholische Getränke, die sexuellen Gefühle anregen, ist die
Leistungsfähigkeit des Körpers dadurch keinesfalls verbessert. Ein Beispiel
wird im kleinen asiatischen Land Hunza in Pakistan demonstriert, in dem
die Menschen überwiegend Vegetarier sind und auch noch nach über 100
Jahren ihre Männlichkeit besitzen.

Die meisten Tiere sind Vegetarier. Schauen wir uns einmal einen Hengst an.
Er kann ein Dutzend Stuten decken. Die sexuelle Fähigkeit des Stiers ist
legendär. Das Kaninchen, dessen Zeugungskraft allgemein bekannt ist, ist
ein hundertprozentiger Vegetarier. Noch besteht der Mythos, daß Austern,
Steak und Alkohol, die sexuelle Fähigkeit erhöhen. Wie ich bereits
erwähnte, stimulieren sie das sinnliche Verlangen, aber sie verringern die
Fähigkeit. Ich bin mir sicher, du stimmst mir zu, daß es weit besser ist, die
erotischen Wünsche zu verringern und die sexuelle Fähigkeit zu stärken.
Viele Männer halten, selbst nachdem sie das Leid eines übermäßigen
sexuellen Genußes kennengelernt haben, an ihren alten Gewohnheiten fest.
Sie benutzen dabei die fadenscheinige Entschuldigung, dass Selbstdisziplin
im Sex nicht möglich sei. Das sie schwierig ist, dem stimme ich zu. Aber
unmöglich? Nein! Es ist gut für dich, Dinge zu tun, die schwierig sind.
Selbstdisziplin ist eine Eigenschaft, die uns stärker macht. Sie stärkt unseren
Geist. Ich befürworte die Mäßigung. Die Zügellosigkeit verdirbt die höhere
Natur des Menschen. Die Behauptung, dass die Menschheit unfähig ist,
Selbstbeherrschung zu praktizieren, heißt, auf die höhere menschliche Natur
zu verzichten. Der wollüstige Mann, versucht alle erotischen Wünsche
sofort zufriedenzustellen. Er erhält von der Natur den gerechten Lohn:
Schmerzvolle Krankheiten und einen frühen Tod.

2. Sexuelle Zügellosigkeit Top

"Priester-Krankheit" ist die Bezeichnung von Laien für enthaltsam lebende


Geistliche, die aufgrund ihres Zölibats, angeblich an der Prostata erkranken.
Aber sie ist eine Fehlbezeichnung. Sie beruht auf der falschen Annahme,
dass die Enthaltsamkeit oder zu geringer sexueller Verkehr zu einer
kongestiven Prostata (schmerzhafter Blutstau in der Prostata) führen müsse.
Statistisch gesehen leiden Priester aber erheblich weniger darunter als die
allgemeine Bevölkerung. Der entscheidende Punkt ist, ob ein Mann seinem
Verstand erlaubt, alle 15 Minuten oder noch häufiger an Sex zu denken. Hat
er es nicht gelernt, seinen Verstand zu disziplinieren und hält er seine
Genitalien permanent in sexueller Erregung, dann kann er nicht enthaltsam
leben. Ist ein Mann sexuell erregt, indem er an die sexuelle Vereinigung
denkt oder sie praktiziert, dann sendet das Gehirn ein Signal an das
Nervensystem und der gesamte Beckenbereich wird mit Blut gefüllt. Blut
fließt in die schwammartigen Fächer der Schwellkörper des Penis, so daß
der Penis anschwillt. Dabei schließen die Ablassventile, so dass das Blut
nicht wieder abfließen kann. So bleibt der Penis erregiert. Nun werden
Hormone in den Blutstrom freigegeben, die die Nebennieren anregen. Der
Stoffwechsel wird beschleunigt und die Produktion der Samenzellen nimmt
zu. Die Prostata füllt sich mit Prostataflüssigkeit. Letztlich ist es der
Verstand, der den Körper auf die Fortpflanzung vorbereitet, so wie die Natur
es vorgesehen hat. Aber der sexorientierte Mann hat andere Vorstellungen.
Sexuelle Entspannung und nicht Fortpflanzung ist sein Ziel. Eine einzelne
Erregung tut keinen Schaden. Aber man stelle sich vor, was geschieht, wenn
diese erotische Anregung des Körpers jede Stunde an jedem Tag geschieht.

Wie kann der Mann lernen, seine Gedanken zu disziplinieren? Zuerst muss
die unnatürliche Stimulation der erotischen Gedanken vermindert werden.
Es gibt in der Gesellschaft leider auch das Interesse die Zügellosigkeit zu
fördern. Die sexuelle Unersättlichkeit wird glorifiziert, anstatt sie mit Sorge
zu betrachten. Man muss lernen, dies zu erkennen und die Wollust zügeln.
Man muss lernen, sich von erotischen Filmen, erotischer Literatur und allen
anderen erotischen Anregungen, die nur unnötig den Verstand mit
sinnlichen Begierden stimulieren, fern zu halten. Wie bekannt, masturbieren
eingesperrte Tiere viel häufiger als Tiere, die in der freien Natur leben.
Beim Menschen ist es ähnlich. Körperliche und geistige Trägheit und
Inaktivität sollten deshalb vermieden werden. Darum heisst die zweite
Regel, den Körper und den Verstand kreativ zu beschäftigen.

Die meisten Zoos ziehen ihren Tierbestand nicht artgerecht auf. Im Central
Park Zoo in New York City z.B. wurde ich Zeuge, dass die Hälfte der
Nahrung für die Gorillas, Schimpansen, Orangutans und anderer Affen, aus
Weißbrot bestand. Selbstverständlich ißt kein Affe in der freien Natur
Weißbrot. Sie ernähren sich von Früchten, Beeren, Bananen, Gemüse,
Kräutern, rohen Nüssen und Samen. Als Resultat der unnatürlichen
Ernährung im Zoo werden die Affen fett und träge, masturbieren oder
praktizieren sexuellen Verkehr, wann immer sich die Gelegenheit dazu
bietet. Darum heißt die dritte Regel, ernähre dich gesund und iss nicht zu
viel.

Es gibt einige Männer, die versuchen, den sexuellen Verkehr auszudehnen,


indem sie verschiedene Crems verwenden, die den Penis unempfindlich
machen. Andere wiederum haben es gelernt, den sexuellen Höhepunkt
hinauszuzögern. Die sexuelle Aufregung bezieht sich aber nicht nur auf den
Penis, der sich mit Blut füllt, sondern alle Organe des Beckens,
einschliesslich der Prostata, füllen sich mit Blut. Ist die Prostata aber
fortwährend diesem Blutandrang unterworfen, dann führt das zur
Entzündung der Prostata, die sich durch Schmerzen in der Penis-, Hoden-,
Damm-, Anal-, Leisten-, Scham- sowie in der Lendengegend auszeichnet
und zu Schmerzen beim Wasserlassen und bei der Ejakulation führen kann.
Nach dem Unterricht beichtete mir ein 24-jähriger Student, dass er seit acht
Jahren täglich ein bis dreimal Sex haben würde. Bisher hatte er keinerlei
Beschwerden, nun aber hatte er Harnröhrenausfluss und Schmerzen beim
Wasserlassen. Er wurde medizinisch untersucht und es wurden keine
Gonorrhoebazillen (Tripper) gefunden. Dieser junge Mann hatte eine
gereizte Prostata, weil er sich selbst sexuell überanspruchte. Die Heilung
dieser Erkrankung war einfach. Alles was er tun musste, war das Gegenteil
von dem zu tun, was er bisher getan hatte, er musste sich zurückhalten. In
diesem Fall war die Ursache der Erkrankung, die Überaktivität der sexuellen
Drüsen und die Heilung bestand darin, für eine Weile Enthaltsamkeit zu
praktizieren. Wir sollten uns daran erinnern, dass die Zeugungsorgane
Drüsen sind. Drüsen aber erfordern, anders als Muskeln, keine regelmäßige
Übung, um ihre Funktion aufrecht zu erhalten. Die vierte Regel lautet also:
Übe dich in sexueller Zurückhaltung.

Das Leben mancher Menschen besteht aus sexueller Hemmungslosigkeit.


Sie behaupten, dass Selbstdisziplin für sie unmöglich ist. Das Geheimnis
Selbstdisziplin zu lernen, ist sie zu praktizieren. Es ist wie bei den Muskeln.
Um so häufiger man sie benutzt, um so stärker werden sie. Willenskraft ist
eine Kraft, die wir beständig üben sollten. In unseren täglichen Leben
neigen wir immer wieder dazu, diesen Charakterzug zu vernachlässigen. Der
Vielfraß schwächt seine Energie jedesmal, wenn er zuviel isst, der
Alkoholiker, immer, wenn er dem Alkohol erliegt, der Raucher, jedesmal,
wenn ihn die Zigarette besiegt. Jedesmal, wenn wir unseren schlechten
Gewohnheiten unterliegen, helfen wir sie zu verstärken. Daher heißt die
fünfte Regel: Übe bewusst Selbstbeherrschung. Konzentriere dich auf die
Notwendigkeit, die Gründe und den Nutzen der Selbstbeherrschung.

3. Prostataprobleme Top

Die Drüse, die durch sexuelle Ausschweifungen am stärksten benachteiligt


wird, ist die Prostata. Praktisch alle Funktionsstörungen der Prostata
resultieren aus einem Übermaß an sexuellen Aktivitäten. Viele Leute
glauben, daß Prostatastörungen nur ältere Männer betreffen. Aber viele
Männer in den zwanziger, dreißiger und vierziger Jahren haben
Prostataprobleme. Sogar Teenager haben Prostataprobleme. Es leiden mehr
Männer unter Prostatastörungen als an Herzkrankheiten und Krebs
zusammen genommen. Und mehr als 70 Prozent aller Männer über 50 haben
bereits Probleme mit ihrer Prostata erfahren. Ab 60 Jahren sind fast 80
Prozent aller Männer von Prostataproblemen betroffen. Prostatakrebs ist die
dritthäufigste Ursache der Krebstodesfälle bei Männer über 55 Jahre. Nur
Lungenkrebs und Darmkrebs töten noch mehr Männer. Ich glaube, dass es
einen Zusammenhang zwischen der übermäßigen sexuellen Aktivität und
den Prostatastörungen, sowie der Tatsache gibt, dass Frauen die Männer im
allgemeinen überleben. Die Symptome, die Prostatavergrößerungen und
Blutansammlungen in der Prostata begleiten, sind manigfaltig und
weitverbreitet. Häufig werden auch die Prostataprobleme übersehen, so dass
sie in Wirklichkeit viel verbreiteter sind als allgemein angenommen. Der
amerikanische Arzt und Chirurg John H. Tilden schrieb: "Unter meinen
Patienten, entdeckte ich, daß es bei den Männern zwischen 35 und 40 Jahren
eine Anzahl von vergrößerten Prostatas gab. Unter den Männern ab 70
Jahren gab es dagegen nur kleinere Vergrößerungen der Prostata." Die
Prostata junger Männer war durch permanente sexuelle Erregung
fortwährend mit Blut überfüllt und verstopft, was zu einer allmählichen
Vergrößerung ihrer faserartigen Natur führte.

Ist das mittlere Lebensalter erreicht, dann hat sich die Prostata bei vielen
Männern zu einem faserförmigen Tumor, zu einer Wucherung, entwickelt.
Nach 40 Jahren werden die, die nicht an irgendeiner Krankheit gestorben
sind, meist zu Sklaven der zwei dominierenden Funktionen des Körpers,
nämlich der Esslust und der sexuellen Lust, bis sie gezwungen sind, darauf
zu verzichten. Werden die Menschen zügellos, dann verfallen sie in Völlerei
und sexuelle Ausschweifungen. Durch die Herrschaft der Sinne, nimmt die
Lebensqualität des Mannes deutlich ab. Wie ich bereits am Anfang
erwähnte, ist die Hauptursache für die Entzündung der Prostata, die
übermäßige sexuelle Aktivität. Exessive Masturbation (Selbstbefriedigung),
übermässiger Sexualverkehr, die Verlängerung der sexuellen Erregung,
sowie die übermäßige Verlängerung des Koitus (Geschlechtsverkehrs),
können die Ursache eines vollerblühten Prostatatumors sein. Obgleich eine
gelegentliche erotische Schwäche möglicherweise keine wahrnehmbaren
Schäden zeigt, kann die gewohnheitsmäßige Wiederholung, zu einer
gesundheitlichen Beeinträchtigung der Prostata führen. Einige meiner
Patienten, glaubten, als sie noch junge Männer waren, daß sie gegen die
schädlichen Folgen ihrer sexuellen Praktiken immun sind, und führten den
Geschlechtsakt stundenlang durch, bevor sie ejakulierten. Ihnen fehlte das
physiologische Wissen, dass durch die sexuelle Erregung nicht nur der Penis
mit Blut gefüllt wird, sondern ebenso das Becken und mit ihm alle Drüsen
der Zeugungsorgane, einschliesslich der Prostata. Wenn die Prostata
permanent unter der sexuellen Überanspruchung unter einem Blustau zu
leiden hat, ist es dann ein Wunder, wenn es Probleme mit ihr gibt? Ein 65
Jahre alter erfolgreicher Geschäftsmann, mit einer guten Gesundheit für sein
Alter, nahm sich, nachdem seine Frau gestorben war, eine Geliebte in den
späten zwanziger Jahren. Er hatte fast täglich Sex und manchmal zweimal
täglich und in weniger als sechs Monaten zeigte er starke Symptome der
Prostatitis (Entzündung der Prostata), dem kurz darauf ein Herzinfarkt
folgte, von dem er sich nicht mehr erholen konnte. Er zahlte einen hohen
Preis für seine sexuelle Zügellosigkeit.

4. Prostatastörungen verhindern und beheben Top

Mindestens 75 Prozent aller Männer über 50 müssen damit rechen,


Probleme mit der Prostata zu bekommen. Sexuelle Ausschweifungen sind
ohne Zweifel die Hauptursache des Blutstaus in der Prostata und der damit
verbundenen Prostatavergrößerung. Jedoch gibt es auch andere Ursachen für
Prostatastörungen. Der Hauptgrund ist, meiner Meinung nach, der Mangel
an Bewegung und Verstopfung. Demzufolge kann eine sportliche
Betätigung und die Beseitigung der Verstopfung durch eine gesunde
Ernährung bei Prostatastörungen hilfreich sein. Die normale Prostata hat
ungefähr die Größe einer Walnuss, befindet sich unterhalb der Blase und
umgibt den Ansatz der Blase. (Die Harnröhre verläuft durch die Prostata.)
Wenn die Prostata, aufgrund der sexuellen Erregung und der damit
einhergehenden Blutzufuhr in die Prostata, anschwillt, presst sie die von der
Blase kommende und durch die Prostata verlaufende Harnröhre zusammen
und verhindert dadurch, dass während der sexuellen Erregung Urin austreten
kann. Wenn es Probleme mit der Prostata gibt, heißt die einzig angebotene
medizinische Lösung häufig „Schneid sie heraus!“ (Der Autor beschreibt
verschiedene Übungen, die entwickelt wurden, um die Prostata zu heilen.)

5. Der Sinn der Enthaltsamkeit Top


„Die alten Wissenschaftler legten großen Wert auf die
lebenswichtigen Energieströme. Sie befürworteten,
zugunsten der Gesellschaft, eine Umwandlung der sexuellen
Energie in spirituelle Energie.“ Mahatma Gandhi, 1959
Mit Beginn der Geschichtsaufzeichnung spielten Sexualität und
Fortplanzung im Leben des Mannes eine wichtige Rolle. Seitdem der
urtümliche Mann erkannte, dass ein Zusammenhang zwischen Sexualität
und Fortpflanzung besteht, betrachtete er die Fortpflanzungsorgane als
heilig. Ursprüngliche Stämme und Völker hatten sehr strenge sexuelle
Tabus und Sexualpraktiken. Als allgemeines Prinzip galt, dass die Sexualität
eine heilige Kraft ist, die mit bestimmten Zuständen des Körpers
unvereinbar ist. In einer Studie, die während der Robert Mond Expedition
nach Neu-Guinea (1914 bis 1918) gemacht wurde, beschreibt Dr. Bronislaw
Malinowski, in seinem Buch „Das sexuelle Leben von Wilden in
nordwestlichem Melanesia“ einige ihrer Sozialgewohnheiten: „Sexuelle
Ausschweifungen, sexuelle Gier und Dreistigkeit wird von den Männern
und Frauen, besonders aber von den Frauen, als schädlich angesehen. Es
gibt eine Reihe von Vorhaben, die, während sie ausgeführt werden, sexuelle
Enthaltsamkeit oder gar das Vermeiden jeglichen Kontaktes zwischen
Männern und Frauen beinhalten. Dazu zählen Kriege, Überseeexpeditionen
mit Segelschiffen, Gartenarbeiten und bestimmte magische Rituale“. Es gibt
auch eine Anzahl von Bedingungen, unter denen der Koitus
(Geschlechtsverkehr) verboten ist. Sexualität ist während des Menstruation,
während der Schwangerschaft und in der Stillzeit nicht erlaubt.

Eine durchschnittliche Ejakulation enthält (je nach Alter,


Gesundheitszustand, vorheriger sexueller Aktivität oder Abstinenz)
ungefähr 2 bis 5 Kubikzentimeter Samenzellen (Spermien), das sind in etwa
200.000.000 bis 500.000.000 Samenzellen. (Der Volumenanteil der
Spermien an der Gesamtejakulatmenge beträgt etwa 3-5 Prozent. Nach 6 bis
15 aufeinanderfolgenden Ejakulationen sind keine Spermien mehr im
Ejakulat nachweisbar.) Jede dieser Millionen Samenzellen trägt 23
Chromosomen, Prostaglandine (Hormone), Gene, Elektrizität und alle
Vitamine, Enzyme (Eiweißmoleküle) und Mineralien, die für die Zeugung
eines anderen menschlichen Wesens notwendig sind. Das männliche
Ejakulat enthält also Lebenkraft, Lebensenergie. Die Spermien werden im
Hoden produziert. Bei vielen Tieren und Vögeln produzieren die Hoden
aber während der meisten Zeit des Jahres keine Samenzellen, da die Natur
diese lebenswichtige Substanz konservieren möchte. Normalerweise findet
in der Natur die Fortpflanzung nur im Herbst statt, so dass der Nachwuchs
im Frühjahr, der vorteilhaftesten Zeit für Aufzucht und Entwicklung, das
Licht der Welt erblickt. Beim Mann hingegen produziert der Hoden das
ganze Jahr über Samenzellen. Dadurch ist er das ganze Jahr über
zeugungsfähig. Die Samenproduktion ist ein selbstregelnder Mechanismus.
Während sexueller Erregung werden größere Mengen an Samenzellen
produziert. (Man beachte aber, dass die Samenzellen bis zur vollständigen
Reife im Durchschnitt etwa 72 Tage im Hoden verbringen, wo sie über
verschiedene Vorstufen im Keimepithel der Hodenkanälchen gebildet
werden. Die Samenzellen, die während der sexuellen Erregung produziert
werden, sind also keinesfalls zeugungsfähig.)
Einige Männer befinden sich, aufgrund ihrer sexuellen Verhaftung,
permanent in sexueller Erregung und produzieren fortwährend größere
Mengen von Samenzellen und Prostataflüssigkeit. Es ist so, als ob sie ihr
Auto permanent mit Höchstgeschwindigkeit fahren. Dies ist unnatürlich und
führt schliesslich zum körperlichen und geistigen Zusammenbruch, denn der
Mann ist keine Fabrik zur Herstellung von Samenzellen und
Sexualhormonen, wie Testosteron. Werden die Sexualhormone nicht durch
eine Ejakulation (Orgasmus) ausgeschieden, dann wandern sie direkt ins
Blut und verteilen sich im ganzen Körper. Sie stimulieren die Hypophyse
(Hirnanhangdrüse) und die kreativen Zentren des Gehirns. Der Samen sollte
daher nicht leichtfertig vergeudet werden. Um so häufiger du deinen Samen
vergeudest, um so mehr Energie braucht der Körper, neuen Samen zu
produzieren. Diese Energie geht deinem Wohlbefinden, deiner
Zufriedenheit, deiner Vitalität, deiner Kraft, deiner Leistungsfähigkeit,
deiner Kreativität und Lebensfreude verloren. Das Blut entzieht dem
Körper, einschliesslich des Gehirns, wertvolle Mineralien, Vitamine,
Enzyme, Hormone, Eiweiße und Spurenelenete und transportiert sie zu den
Hoden, um die verausgabten Ressourcen zu ersetzen. Wenn der Körper
diesen Spermavorrat nicht ständig auffüllen muß, kann er die eingesparten
Energien verwenden, um Körper und Geist zu stärken, um Gesundheit,
Kreativität und geistiges Wachstum zu fördern.

6. Geschlechtskrankheiten Top

„Meine Wunden stinken und sind wegen meiner Torheit verfault.


Meine Lenden sind von einer scheußlichen Krankheit befallen und es
gibt keine Gesundheit in meinem Körper.“ König David, 38. Psalm

Geschlechtskrankheiten sind so alt wie die Geschichte. Keine Nationalität


blieb vor dieser Geißel der Menschheit verschont. Syphilis war im 15.
Jahrhundert stärker als militärische Handlungen für den Ausgang von
Kriegen verantwortlich, weil sie ganze Armeen ausschaltete. (Laut
Medizingeschichtsschreibung trat die Syphilis, die allgemein auch als
Franzosenkrankheit bezeichnet wird, 1495 in Europa zum ersten Mal bei der
Belagerung Neapels durch den französischen König Karl VIII auf.
Daraufhin überzog innerhalb von fünf Jahren eine Syphilis-Epedemie ganz
Europa. Spätere Forschungen ergaben allerdings, dass die Syphilis bereits
vorher aufgetreten war.) Die Franzosen nannten sie die italienische
Krankheit; die Italiener, die deutsche und die Briten nannten sie die
französische Krankheit. Die Japaner nannte sie die kastilische (spanische)
Krankheit. Von den Persern wurde sie die Krankheit der Portugiesen
genannt, von den Polen die Krankheit der Deutschen und schliesslich wurde
sie von den Russen als polnische Krankheit bezeichnet. John Fernelius
(1497-1558) prägte als erster den Begriff „Geschlechtskrankheit“ und
verhinderte dadurch den Hass unter den Nationen.

Die heimtückischen Folgen der künstlichen Geburtenkontrolle ist, dass sie


zur Zügellosigkeit verleitet, anstatt die Selbstdisziplin zu fördern. Das führt
dazu, dass sie die vitalen Energien des Mannes vergeuden und das
Nervensystem der Frau belasten. Offenbar ist die sicherste und preiswerteste
Methode eine Geschlechtskrankheit zu verhindern, sowie die
lebenswichtigen sexuellen Energien zu bewahren, Promiskuität (häufiger
Partnerwechsel) und unerlaubte sexuelle Beziehungen zu vermeiden. Kann
eine vernünftige Person die sexuelle Zügellosigkeit als normal und natürlich
betrachten? Ist es nicht die Natur, die uns manchmal, in ihrer
unergründlichen Weisheit, versucht, uns etwas mitzuteilen? Ich glaube, daß
alle Krankheit ein Resultat des Verletzens der Naturgesetze sind. Wie
können einige flüchtige Momente der sinnlichen Befriedigung es wert sein,
seine Gesundheit und das Glück der Zukunft zu zerstören?

7. Die Pille, die Spirale und König Heinrich VIII. Top

Sicherlich haben sie schon von den Festbanketten des englischen Königs
Heinrich VIII. gehört, bei dem man gefräßig alles in sich hineinstopfte, was
der Magen halten konnte. Dann leerte man den Magen durch Erbrechen, um
sich erneut der Völlerei hinzugeben. Die Völlerei diente nicht der
Ernährung, sondern ausschliesslich dem sinnlichen Vergnügen am Essen.
Zwischen der Völlerei, die seinerzeit am englischen Königshof praktiziert
wurde und die uns heute als anstößig erscheint, gibt es dennoch Parallelen
zu den modernen Verhütungsmitteln, die die Menschen zu sexuellen
Ausschweifungen verleiten. Die Verhütungsmittel sind entwickelt, um
Schwangerschaften zu verhindern.

Durch die Verhütungsmittel nutzen die Menschen die Sexualität, die die
Natur eigentlich zur Zeugung vorgesehen hat, zur Befriedigung ihrer
sexuellen Lust. Aber gesundheitliche und ethische Gründe sprechen gegen
solch ein Verhalten. Man lehrt den Menschen, dass sie Verhütungsmittel
benutzen sollten, um Schwangerschaften zu vermeiden. Dass diese
Verhütungsmittel aber nicht immer Schwangerschaften verhüten, erkennt
man daran, dass jedes Jahr eine höhere Zahl von
Schwangerschaftsabbrüchen vorgenommen wird. Während das sexuelle
Vergnügen auf einen kurzen Moment beschränkt ist, bleiben die
langfristigen Folgen eines Schwangerschaftsabbruches meistens unbeachtet.
Die Pille zur Geburtenkontrolle hat zu einer erhöhten sexuellen Aktivität,
nicht aber zu zufriedenstellenderen Beziehungen geführt. Die Häufigkeit der
sexuellen Kontakte hat sich erhöht, aber die Qualität der Liebe hat sich
vermindert.

Werbung, Kosmetik, Kleidung, Filme, Bücher, Fernsehen, Zeitungen,


Zeitschriften, Theater, Nachtclubs und Bars stimulieren vielfach das
erotische Verlangen und verstärken den Wunsch nach sexuellen Kontakten.
Sogar, was wir essen und trinken, stimuliert es. Beim Menschen sowie beim
Tier verstärkt die Trägheit und Völlerei das sexuelle Verlangen. Verstärkte
sexuelle Aktivität dagegen erhöht den Wunsch nach Völlerei. Es ist ein
lasterhafter Kreislauf. Seit Millionen von Jahren lebt der Mensch auf der
Erde. Bis vor relativ kurzer Zeit gab es keinen Gedanken an eine künstliche
Geburtenkontrolle, um die Überbevölkerung zu verhindern. Plötzlich stellen
wir fest, dass der Mann nicht mehr in der Lage ist, sexuelle
Selbstbeherrschung auszuüben. Weiter stellen wir fest, dass nur die
massenhafte Akzeptanz von Verhütungsmitteln, Abtreibungen und die
männliche Sterilisation in der Lage sind, die Welt vor der Überbevölkerung,
vor Hunger, Seuchen und Weltkriegen zu bewahren. Die meisten Menschen
stimmen darin überein, dass die Überbevölkerung verhindert werden sollte.

Aber wieder einmal wird das Gesetz von Ursache und Wirkung übersehen.
Jeder von uns wurde vom Schöpfer mit der Fähigkeit ausgestattet,
Selbstbeherrschung über die Leidenschaften auszuüben. Aber man hat uns
beigebracht, meist sogar vorgelebt, dass Selbstdisziplin nicht möglich ist.
Selbstdisziplin aber ist eine Qualität, die durch die Praxis entwickelt werden
muss, bis sie zur zweiten Natur wird. Selbstdisziplin beruht auf
Beherrschung des Geistes. Durch Geistesschulung entwickelt sich auch die
Selbstdisziplin. Die Geschichte hat uns gezeigt, dass immer dann, wenn die
kulturellen Werte missachtet werden, der Charakter und die ethischen Werte
der Gesellschaft geschwächt und das Streben der Menschen nach höheren
Werten vernachlässigt wird. Die Sexualität wird dann unter dem Aspekt der
sexuellen Ausschweifung, anstatt einer gottgegebenen biologischen Kraft,
betrachtet. Die Natur bindet Gesundheit, Weisheit, Glück und Tugend wie
eine unlösbare Kette zusammen. Die Hoffnung der Menschheit beruht
darauf, dass sich selbstdiziplinierte und am spirituellen Fortschritt orientierte
Menschen entwickeln mögen.

8. Abtreibung Top

Es besteht kein Zweifel, dass es in der sexuellen Ethik eine Doppelmoral


gibt. Männer machen sich oft weniger Gedanken über die sexuelle Ethik als
Frauen. Daher übernehmen Frauen meist die Verantwortung für die
Empfängnisverhütung. Preiswerte und leicht erreichbare
Schwangerschaftsabbrüche, Verhütungsmedikamente, Spiralen und andere
empfängnisverhütende Mittel haben die biologischen Grenzen der Frauen
überwunden und erlauben heute grenzenlose sexuelle Beziehungen, ohne
eine Schwangerschaft befürchten zu müssen. Frauen können nun, rein aus
Vergnügen, ihren sexuellen Neigungen nachgehen, ohne sich um den
natürlichen Zweck der Sexualität, nämlich Kinder zu zeugen, Gedanken
machen zu müssen. Anstatt sich um einen höheren spirituellen Standart zu
bemühen, hat die Frau ihren spirituellen Standard gesenkt, sich dem
männlichen Standard angepasst und empfindet dies als „Befreiung“.

Während Männer den Frauen in der Regel an Kraft überlegen sind, sind
Frauen den Männern meist moralisch überlegen. Frauen werden von
Männern oft als persönliches Eigentum und sexuelle Annehmlichkeit
betrachtet, denn die Männer in den westlichen Kulturen sind besessen vom
Sex. Sie scheinen sich in einem chronischen Zustand der sexuellen Erregung
zu befinden und haben offensichtlich den Wunsch, überall und jederzeit mit
jeder Frau intim sein zu wollen. Dies entspricht aber nicht dem Wesen der
Frau, die nur bereit ist, auf die Annäherungsversuche eines Mannes
einzugehen, wenn sie eine Zuneigung zu dem Mann empfindet. Die
mittlerweile alltäglich gewordenen Gewalttätigkeiten und Verbrechen
werden von Männern und nicht von Frauen begangen. Die Gefängnisse sind
mit Männern und nicht mit Frauen überfüllt. Kriege werden von Männern
verursacht und geführt und nicht von Frauen. Pornographische Bücher,
Zeitschriften und Filme werden überwiegend von Männern konsumiert,
nicht von Frauen.

Der sinnliche Mann ist nur zu glücklich, dass die Frau auf sein ethisches
Level herabgesunken ist, um seine Sinneslüste jederzeit befriedigen zu
können. Die Abtreibung, die Pille und andere Verhütungsmittel, erlauben
ihm, ihren Körper zur Befriedigung seiner sexuellen Lust zu benutzen und
die Frau, die nicht gelernt hat „Nein“ zu sagen, meint womöglich noch,
dieses hätte etwas mit sexueller Befreiung zu tun. Selbst unter den besten
medizinischen Bedingen endet mancher legale Schwangerschaftsabbruch in
einer unkontrollierten Blutung, Blutgerinseln in den Lungenflügeln, in
septischen Infektionen (Blutvergiftungen), in einer Verletzung der
Gebärmutter, in einer Hepatitis (Entzündung der Leber), in der Sterilität
(Unfruchtbarkeit) der Frau und womöglich gar im Tod durch Narkosefehler.
Nachdem eine Frau zwei Kinder geboren hat, gibt es eine stete Zunahme der
Säuglingssterblichkeit und jedes weitere geborene Kind ist oft etwas
schwächer als die vorhergeborenen. Ein Schwangerschaftsabbruch kann
physikalisch so betrachtet werden, als ob eine Geburt stattgefunden hat.
Einige Frauen nutzen den Schwangerschaftsabbruch sogar als ihr einziges
Mittel zur Geburtenkontrolle und haben mehrere
Schwangerschaftsabbrüche, bevor sie ein Kind gebären.

Die Kinder, die nach einem Schwangerschaftsabbruch geboren werden,


können genetisch benachteiligt sein und haben in der Regel eine geringere
Überlebenswahrscheinlichkeit als ihre Brüdern und Schwestern, die vor
der/den Abtreibung/en geboren wurden. Folglich kann eine Abtreibung die
zukünftigen Kinder einer Frau für die Abtreibung bestrafen. Ein anderer
Nachteil besteht darin, dass die Narben früherer Schwangerschaftsabbrüche
und Fehlgeburten, Probleme bei einer erneuten Schwangerschaft bereiten
können. Ist das verantwortungsvoll gegenüber zukünftigen Kindern? Wie
mag sich solch ein Verhalten auf die moralische und spirituelle Entwicklung
der Eltern auswirken? Ein Schwangerschaftsabbruch verhindert den
Nachwuchs. Sie schwächt das Individuum ebenso wie die menschliche
Gesellschaft, von dem es ein Teil ist. Das führt dazu, dass die sexuelle
Zügellosigkeit unter solchen Umständen einen höheren Stellenwert
einnimmt, als die Selbstdisziplin. Wie aber können die Menschen den
Respekt vor der Heiligkeit des Lebens lernen? Ein Embryo im Mutterleib
kann sich uns nicht mitteilen. Es kann nicht sagen, dass es ein Recht auf
Leben hat. Das menschliche Leben aber ist heilig. Die spirituelle
Entwicklung kann sich nur entfalten, wenn diese universalen Prinzipien
beachtet werden.

9. Gefahren durch Verhütungsmittel Top

Dem Sexualleben der Frau wird in Bezug auf ihre Persönlichkeit und ihr
Auftreten im allgemeinen mehr Beachtung geschenkt als dem des Mannes.
Promiskuität (häufig wechselnder Geschlechtsverkehr) verhärtet eine Frau
und spiegelt sich häufig in ihrem Gesichtsausdruck und in ihren Gesprächen
wieder. Sie nimmt der Frau ihre natürliche Weichheit und empfindliche
Natur, macht sie hartherzig und gefühllos. Während übermässiger sexueller
Genuss dem Mann seine sexuellen Energien rauben, die ihm Vitalität und
Lebensfreude verleihen, schädigt es bei der Frau, ebenso wie beim Mann,
das Nervensystem und verursacht nervliche Erschöpfung (Neurasthenie). Zu
viel Sex lässt eine Frau, stärker als jeder andere Faktor, vermutlich schneller
altern, in einigen Fällen sogar stärker als den Mann. Es ist allgemein
bekannt, dass Prostituierte, die viel arbeiten, sehr schnell altern. Zu viel Sex
und häufiger Partnerwechsel dehnen die vaginalen und perinealen (After)
Muskeln, lassen sie schlaff, wirkungslos und unempfindlich werden. Frauen
haben außerdem die biologischen Konsequenzen des sexuellen Verkehrs,
nämlich die Schwangerschaft, zu tragen.

Enthaltsamkeit ist die beste Methode der Empfängnisverhütung. Sie ist zu


100 Prozent sicher und verhindert die Schwangerschaft zu 100 Prozent.
Zusätzlich ist sie natürlich, hat keine Nebeneffekte, ist kostenlos und
braucht kein ärztliches Rezept. Es gibt keine künstliche
Verhütungsmerhode, die dies leisten kann. Selbst die leistungsfähigsten
Verhütungsmethoden haben oft ernste bzw. schädliche Nebenwirkungen für
die Gesundheit der Frau. Entsprechend einer zweiseitigen Zeitungsanzeige
in einer führenden medizinischen Fachzeitschrift, die hauptsächlich von
Ärtzten gelesen wird, nahm die Auflistung der nachteiligen Reaktionen
einer bekanntes Verhütungspille fast eine ganze Seite ein:
Venenentzündung, thromboembolische Störungen, Gehirnschläge, gestörte
Leberfunktionen, Schlaganfälle, Lungenembolien, Augenerkrankungen,
Netzhauterkrankungen, Erkrankungen der Sehnerven, Magen- und Darm-
Symptome, Durchbruchblutungen, Schmierblutungen, Veränderungen des
Menstruationsflusses, Ausbleiben der Menstruation, Ödeme (Schwellungen
durch Einlagerung von Flüssigkeiten), Pigmentstörungen im Gesicht
(Flecken), Brustveränderungen, Gewichtszunahme, Veränderungen des
Gebärmuttermundes, Probleme beim Stillen, cholestatische Gelbsucht,
Migräne, allergischer Hautausschlag, Erhöhung des Blutdruckes und
Depressionen.

Weiter wurde über folgende nachteiligte Reaktionen berichtet: Vor-


Menstruationsbeschwerden, Verlust der sexuellen Lust, Kopfschmerzen,
Nervosität, Schwindel, Erschöpfung, Müdigkeit, Rückenschmerzen,
übermäßige Körperbehaarung, Verlust der Kopfhaare, Erkrankung der
Haut/Schleimhaut, Entzündung des Unterhautfettgewebes (Knotenrose),
Blutungen und Juckreiz. Und es gibt selbstverständlich eine andere
nachteilige Reaktion, die nicht verzeichnet ist: der Tod. Zu häufiger
sexueller Verkehr erhöht außerdem die Wahrscheinlichkeit einer Frau
Gebärmutterhalskrebs zu bekommen. Für Frauen die ihre sexuellen
Beziehungen bereits in jungen Jahren beginnen, erhöht sich die
Wahrscheinlichkeit an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken.
10. Liebe oder Sex? Top
„Liebe und Sex sind so weit voneinander entfernt, wie ein Blumegarten von
einem Bordell.“ Henry David Thoreau (Amerikanischer Schriftsteller und
Philosoph)
Liebe und Sex sind zwei Gegensätze. Sie sind im Ursprung und in ihrer
Natur unterschiedlich und basieren auf entgegensetzen Prinzipien. Sex kann
in Bezug auf die Person sehr oberflächlich sein, Liebe nicht. Liebe ist immer
eine persönliche Beziehung. Dies ist beim Sex nicht immer so. Liebe ist
erhöhend, Sex dagegen erniedrigend. Reine Liebe adelt; reiner Sex
demoralisiert. Liebe ist erfrischend, Sex entkräftend. Liebe ist selbstlos, Sex
ist selbstsüchtig. Liebe ist spirituell, Sex ist rein körperlich. Das Problem ist,
dass wir, in unserer Verliebtheit, dazu neigen, Liebe und Sex miteinander zu
verwechseln. Die Natur hat es so vorgesehen, dass der männliche Samen,
der zur Fortpflanzung benötigt wird, die wertvollsten und lebenswichtigsten
Energien enthält, um die menschliche Art zu erhalten. Vergeudet man
diesen lebenswichtigen Samen zur eigenen sexuellen Befriedigung oder um
die sinnlichen Begierden eines anderen Menschen zu befriedigen, so schadet
man seiner eigenen Kraft und Gesundheit. In allen Formen des Lebens stellt
der sexuelle Akt einen Kräfteverfall, einen Energieverlust beim Mann dar.
Wichtige Energien werden geopfert und für die Fortpflanzung bereitgestellt.
Die Natur hält für den Fortbestand einer Art, dieses Opfer für angebracht.
Wird der Samen des Mannes nicht vergeudet, dann kehrt er in den Blutstrom
zurück und wird benutzt, um für höchstes Wohlergehen des Mannes zu
sorgen.

Dies sind die physiologischen Grundlagen, auf der die Sexualität beruht. In
der heutigen Zeit jedoch wird der sexuelle Trieb verherrlicht und
ausgebeutet. Wenn ein Mann sich überisst und als Folge davon Blähungen
und Verdauungsbeschwerden erleidet, liegt die Heilung in der Beseitigung
der Ursachen. Offensichtlich sollte er für eine Weile das Essen reduzieren
und der Natur erlauben, normale Verhältnisse einkehren zu lassen.
Stattdessen wird versucht, die menschliche Schwäche durch Medikamente
zu heilen. Ebenso wie die Menschen ihre Sexualität für die sexuelle
Befriedigung überanspruchen und schliesslich die Folgen ihres Handelns
ernten, liegt die Heilung darin, dass sie sich bewusst werden, was sie ihrem
Körper antun und lernen, Selbstdisziplin zu üben. In der heutigen Zeit sind
Verhütungsmittel zum Zeichen einer bestimmten Lebensart geworden. Den
Konsequenzen dieser Einstellung wird aber kein ernsthaftes Interesse
gewidmet. Die Verwendung der Verhütungsmittel kann sich sowohl in der
heutigen als auch in späteren Generationen als verhängnisvoll erweisen.
Selbst wenn es keine Gefahren durch die Verhütungsmittel selber gibt, sind
sie dennoch schädlich. Die Gefahr liegt in dem gleichen Denken, die
Medikamente gegen die Völlerei verschreibt. Man sollte lernen, dass die
Natur die Nahrung erschaffen hat, um den Hunger zu stillen und nicht, um
Gaumenfreuden zu befriedigen. Ebenso plante die Natur die Sexualität zur
Zeugung. Die Regeln der Schöpfung werden nicht straflos verletzt.
Übermäßiger sexueller Genuss führt zum kompletten geistigen und
körperlichen Zusammenbruch. Wie ich bereits erwähnte, sind es nicht die
Verhütungsmittel an sich, sondern eine gedankenlose Geisteshaltung zur
Sexualität, die solche Maßnahmen erfordern. Zügellosigkeit anstatt
Selbstdisziplin ist der dominierende Standpunkt in unserer Gesellschaft.
Anstatt Selbstdisziplin zu üben, ziehen wir es vor, nach neuen
Medikamenten zu forschen. Und so täuschen wir uns selbst, dass die
gottgegebene biologische Zeugungskraft, ohne Strafe für unser lüsternes
sexuelles Vergnügen vergeudet werden kann.

11. Sex und das Herz Top

Es gibt keine einfache Antwort, hinsichtlich der Frage, wieviel Sex das Herz
schädigt. Verschiedene Studien waren sich aber in folgenden Punkten einig:

1. Der Herzschlag der Männer läuft im allgemeinen schneller als der der
Frauen.

2. Der Puls beschleunigt während des Sexualverkehrs sehr stark auf 100
Schläge pro Minute.

3. Kurz vor dem Orgasmus und während des sexuellen Höhepunktes, zeigen
sich viele abnormale Herzschläge und ein Herzflimmern. Dieses Verhalten
des Herzens zeigte sich bei den freiwillig Untersuchten nicht auf dem EKG
(Elektrokardiogramm = Herzspannungskurve), wenn sie keine sexuellen
Tätigkeiten ausübten.

4. Mit Beginn des Vorspiels, beschleunigt der Puls. Der Blutdruck steigt im
Durchschnitt auf 40 bis 80 mm systolisch (Systole = die Kontraktionsphase
= Anspannungsphase des Herzens) und auf 20 bis 50 mm dystolisch
(Dystole = Entspannungsphase des Herzens). Die Atemfrequenz steigt sehr
stark an. In einigen Fällen hatten Mann und Frau beim Orgasmus etwa 70
Atemzüge pro Minute.

Physiologisch betrachtet, haben Sex und körperliche Tätigkeiten (z.B.


Yogaübungen) einen gegenteiligen Effekt auf den Körper. Sex ist im
wesentlichen katabolisch (Katabolismus = Kräfteverfall), eine zerstörende
Stoffwechselaktion. Sexuelle Stimulation führt zu Blutstauungen im Becken
und in den Sexualorganen. Sexueller Verkehr führt durch den Orgasmus
zum Verlust lebenswichtiger Flüssigkeiten, welche wichtige Elemente und
Hormone enthalten. (Bei jedem Orgasmus gehen nicht nur Natrium, Kalium,
Zink und Magnesium, Kalzium, Citrationen und Phosphationen verloren, die
der Körper unbedingt braucht, um sich wohl zu fühlen. Die
Samenflüssigkeit enthält außerdem Dopamin, Noradrenalin, Tyrosin, die
Bindungshormone Oxytocin und Vasopressin sowie verschiedene
Östrogene, Pheromone (Geruchsstoffe), Antidepressiva und ß-Endorphine.)
Sex schwächt das Individuum und belastet das Herz sehr stark. Körperliche
Tätigkeiten sind aufbauend, konstruktive Stoffwechseltätigkeiten.
Körperliche Tätigkeiten entwickeln und halten die körperliche Fitness
aufrecht. Sie halten die Muskeln stark und gesund. Angemessene
körperliche Übungen fördern und verstärken alle lebenswichtigen Organe,
verbessern die Blutzirkulation und stärken den Herzmuskel.
12. Schlusswort Top

Die Welt wird heute vom materialistischen Streben bestimmt, das dazu
dient, unsere Sinne zu befriedigen. Die Wissenschaft entwickelt neue
Techniken für mechanische, chemische oder chirurgische Zwecke, um
Schwangerschaften zu verhüten. Die meisten Menschen versuchen, die
Sexualität von ihrem eigentlichen Zweck, der Zeugung neuen Lebens, zu
trennen. Sie verkünden der Welt, dass die Menschheit nicht in der Lage ist,
ihre sexuellen Begierden zu kontrollieren, dass die Sexualität von Natur aus
so beschaffen sei, ständig neues Leben zeugen zu wollen. Es ist zutreffend,
dass die Sexualität ebenso abhängig machen kann, wie Alkohol und
Zigaretten. Aber es ist ebenso zutreffend, dass sie gezügelt und freiwillig
kontrolliert werden kann. Der Mann weiß, dass er für sein Handeln
verantwortlich ist. Er weiß auch, dass die Sexualität nicht immer das
wünschenswerteste und sozial akzeptierteste Mittel ist, um einem anderen
Menschen sein Mitgefühl und seine Liebe auszudrücken. Die Selbstdisziplin
ist eine Qualität, die wir alle besitzen. Es liegt allein an uns, die bewahrte
sexuelle Energie für unsere Selbstverwirklichung zu nutzen.

Die Menschheit muss lernen, dass die Sexualität eine ernsthafte


Angelegenheit mit weitgehenden Folgen ist, an der nicht nur zwei Personen
beteiligt sind, sondern die über die Zukunft der Menschheit mitbestimmt.
Wir müssen lernen, dass die Sexualität kein Spielzeug ist, das unserer
Lustbefriedigung dient, weil wir vielleicht gerade nichts besseres zu tun
haben, sondern dass sie ein sehr tiefgründiger und bedeutungsvoller Akt ist.
Ich sehe die grausame Praxis, die den Tieren auf dem Schlachthof
widerfährt, die Verhütungsmittel, Abtreibungen, Morde, Kriege,
Gaskammern und die atomare Vernichtung, als Teil einer Abfolge, die
daraus resultirert, dass man das universale Prinzip, dass das Leben heilig ist,
missachtet. Ich befürworte die Enthaltsamkeit. Jeder Sex raubt dir deine
Energie. Solltest du diese Energie nicht lieber für deinen spirituellen
Fortschritt nutzen?

Quelle: Dr. Edwin Flatto: Sex may be hazardous your health

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