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FAUST 3 [REFISTED] EIN SCHÖPFUNGSKARUSSELL

Uraufführung
Premiere: 6. Dezember 2017
Weitere Aufführungen: 8., 9., 13., 14., 15., 16., 20., 21., 22. und 23. Dezember 2017
Jeweils 20.00 Uhr

BESETZUNG
Faust, ein Clown
Gerhard Lehner

Königspudel, das Meer, silberner Blütenkelch, Weißer Zwerg, Timberwolf, irregulärer


Knochen, formelles Denken, Umzug in Silber, Sumo Lecker, die Sprüherin, Frau mit Tüte am
Kopf, eine Fragende, ethnische Verzweiflung, die Feinstoffliche, Liebeschor, die kahle
Sängerin, Skipper, die Hühnerflüsterin, ein Mensch, Madonna;
Ambra Berger

Toy-Pudel, das Meer, roter Blütenkelch, Unterzwerg, Tundrawolf, flacher Knochen, Zusatz-
Denken, Umzug in rot, Sumo Wunderbar, Predigerin von Braunschweig, die
Momentsucherin, Fahnenritterin, Singendes Huhn, die Liebe, Liebeschor, Barbie,
Hühnerbetrachterin, ein Mensch, Madonna
Claudia Carus

Zwerg-Pudel, das Meer, blauer Blütenkelch, Unterzwerg, Arktischer Wolf, lufthaltiger


Knochen, Wiedererkennende Intelligenz, Umzug in blau, Sumo Star, Jesus, ein Sinnsucher,
jammernder Ritter, Bum-Bum Tenor, der Flüchtende, Liebeschor, Kens Freund,
Hühnerlecker, die Maschine;
Michael Kuglitsch

Klein-Pudel, das Meer, gelber Blütenkelch, Hyperriesen-Stern, Indischer Wolf, Sesambein,


Subjektives-Denken, Umzug in gelb, Sumo Toll, Geisterbahn Direktor, Folterer, ein
Verzweifelter, Erbe der Zukunft, der Lachende, Liebeschor,
der entfesselte Ballet-Tänzer, Blaine, Hühnerperversion, ein Mensch, Madonna;
Benjamin Kornfeld

Groß-Pudel, das Meer, Passionsblume, Heller Riese, Kaspischer Wolf, Röhrenknochen, Mann
von Verstand, Umzug in grün, Sumo Alex, Prediger von Braunschweig, Identitäts-Ritter,
Kreuzzugs-Soldat, Bum-Bum Bass, der Verzweifelte, Liebeschor, Ken, Knochenbrecher,ein
Mensch, Madonna;
Gernot Piff

Schöpfungs-Sprecher
Oliver Vollmann
Inszenierung, Ausstattung und Sound Josef Maria Krasanovsky
Konzeption das Ensemble
Choreographie „Ich bin so geil“ Gisela Elisa Heredia
Playback „Langweilig“ Thomas Aichinger
Regieassistenz & Ausstattung-Organisation Kerstin Haslauer
Produktionsleitung David Guttner
Ton Konrad Überbacher
Bühne und Licht Gottfried Lehner
Bühnenbau Siegfried Unterweger

Karten unter 0463 310 300 oder theater@klagenfurterensemble.at


www.klagenfurterensemble.at

Plakat-/Flyer-/Programmlayout aniloco
Fotos Günther Jagoutz
Büro Franz Doliner

Foto-Download unter http://klagenfurterensemble.at/downloads/

©J. M. Krasanovsky

klagenfurter ensemble
theaterHALLE 11
Messeplatz 1/11
9020 Klagenfurt
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!
Goethe

Fünf Pudel betreten die Bühne und zählen mit heiserer Stimme den Countdown zu einem
Theater-LSD-Trip ein: Wölfe, Passionsblumen und Hyperriesensterne schleudern der ewigen
Unzufriedenheit von Faust einen beatlastigen Schöpfungspsalm entgegen. Faust, zum
blinden Clown seiner selbst mutiert, bleibt stumm – unfähig dem Beat der Schöpfung die
Stirn zu bieten. Und so stolpert der Herr Doktor Schritt für Schritt in die Walpurgisnacht …
Mit der Stückentwicklung „Faust 3“ turnt sich das Klagenfurter Ensemble durch die
allgegenwärtige Aktualität der goethschen Dramen und lehnt sich dabei formal an die
fragmentarische Form von „Faust 2“ an.

Man könnte meinen, Josef Maria Krasanovsky schlösse mit Faust 3 nahtlos an die letzte ke-
Produktion Nebochantnezar oder Die Magie des Presslufthammers von Peter Wagner an.
Behandelt er doch ähnliche Themenkomplexe, wie die vermeintliche Schöpfung und die
unberechenbaren Fähigkeiten des Menschen damit umzugehen. Allerdings wird Faust 3 ganz
anders als alles Andere.
Oder um es mit Ray Kurzweil, dem Google-Chefentwickler zu sagen: „Unsterblichkeit für
alle!“.

Soll ich Fahrrad fahren oder meine Haare fragen?


Kazim Akboga
„FAUST 3“ - DAS STÜCK

Ausgangslage

Faust 3 ist eine Stückentwicklung: Keine fertig geschriebenes Stück, keine fixierten Texte,
keine Rollen und keine vorhandene Form. Alles was am Anfang der Proben fest stand, war
ein Thema und eine vage Vision des Abends, die ich den Schauspielern zu Beginn in ihre
wunderbaren Köpfe schraubte.
Und dann begannen wir zu arbeiten: wir warfen unsere Gehirne an, suchten Texte, Musik,
Kostüme und Rollen, die wir mit dem Thema verbanden, die Schauspieler sprangen
entfesselt durch den Proberaum und ich zerbrach mir den Kopf, wie wir unseren Wahnsinn
in eine Form bringen.
Diese Form der Arbeit ist für mich die Reinform von zeitgenössischer darstellender Kunst: ein
Kollektiv, das sich Zentimeter um Zentimeter in ein Thema einarbeitet - keine Reproduktion
von Texten, sondern eine lebendige Auseinandersetzung von Darstellern und Regie mit
einem Thema.

Der Inhalt

Mit Faust 3 assoziieren wir auf die Themen von Faust. Keine Geschichte sondern Inhalte.
Ein Theater-LSD-Trip durch das Universum von Goethe.
Welche Fäden des Fauststoffes ziehen sich bis in die Gegenwart? Was zünden die beiden
Dramen von Goethe heute noch in uns an?

Die ewige Unzufriedenheit von Faust erschien uns lähmend.


Und so stellen wir ihr im ersten Teil des Abends etwas entgegen: nämlich eine Schöpfung,
die so reich und farbig ist, dass sie die ewige Grübelei des Menschen fast lächerlich
erscheinen lässt. Das Meer, Passionsblumen, Hyperriesensterne, Wölfe, das menschliche
Denken, die Liebe ... Warum zum Teufel quält der Mensch sich so?
Die Figur Faust irrt als blinder Clown durch die Schöpfung - unfähig ihr noch irgendetwas
abzugewinnen. Der blinde Faust als Sinnbild einer Menschheit, die an nichts mehr glauben
will.

Im zweiten Teil steigen wir in den Menschenkeller und werfen eine Walpurgisnacht-
Maschine an: Hybris, religiöser Wahn, Identitätssuche, Nationalismus, Perversion und der
Glaube an eine alles lösende Technik schwirren durch einen dadaistischen Hexenreigen.
Faust überholt sich selbst und wirft sich aus dem Rennen.
Und letztlich kann ihn nur retten, was ihn immer rettet: Ein Akt der Gnade.

Empfehlung

Warten sie nicht auf eine Geschichte, sondern springen Sie ins kalte theatrale Wasser und
lassen Sie sich durch die ewige Faust-See treiben, die stets Wellen schlägt, wo man sie nicht
erwartet. Ein Meer an Zuständen. Oder mit den Worten eines engen Freundes: Faust ist alles
und Nichts.
Wir greifen nach Unsterblichkeit.
Wir strecken unsere göttlichen Hände aus und wickeln dem Homo Sapiens ein neues Schild
um den Hals: Homo Deus. Wir steigen in den Ring und packen unsere Visions-Boxhandschuh
aus. Wir schreiben Geschichte seit wir schreiben können, also schreiben wir sie weiter. Die
Buchstaben formen sich zu Sätzen und kapitelartig pflanzen sie sich fort. Von Fortgehen keine
Spur, wir gehen jetzt einmal richtig hin. Wir streifen uns die Napoleonsstiefel über und gehen
querweltein. Jedem Problem seine Dose und vor allem jedem Problem seinen Dosenöffner.
Wir strengen uns mal mächtig an und treiben den Presslufthammer in die Synapsen.

Josef Maria Krasanovsky

Probenfoto ©klagenfurter ensemble

Daher nennt man denjenigen, welcher einen wesentlichen Zweck verfolgt, einen Mann von
Verstand.
Hegel
Auswahl verwendeter Zitate in FAUST 3:
Raphael:

Die Sonne tönt, nach alter Weise,


In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.
Ihr Anblick gibt den Engeln Stärke,
Wenn keiner sie ergründen mag;
die unbegreiflich hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.

Gabriel:

Und schnell und unbegreiflich schnelle


Dreht sich umher der Erde Pracht;
Es wechselt Paradieseshelle
Mit tiefer, schauervoller Nacht.
Es schäumt das Meer in breiten Flüssen
Am tiefen Grund der Felsen auf,
Und Fels und Meer wird fortgerissen
Im ewig schnellem Sphärenlauf.

Michael:

Und Stürme brausen um die Wette


Vom Meer aufs Land, vom Land aufs Meer,
und bilden wütend eine Kette
Der tiefsten Wirkung rings umher.
Da flammt ein blitzendes Verheeren
Dem Pfade vor des Donnerschlags.
Doch deine Boten, Herr, verehren
Das sanfte Wandeln deines Tags.

Zu drei:

Der Anblick gibt den Engeln Stärke,


Da keiner dich ergründen mag,
Und alle deine hohen Werke
Sind herrlich wie am ersten Tag.

J. W. v. Goethe, FAUST I
Ich schenk dir die Luft die dir den Atem raubt. Hörst du, was für Geschichten mein Rauschen
baut, wer mich durchdringt, was mich bewegt. Anfang und Ende sind eins, ich kenn keine Zeit
und will nirgends hin, ich bin einfach da.
Das Meer, Michael Kuglitsch, Faust 3

Meine gestielten Laubblätter sind wechselständig am Stängel angeordnet, von ovaler Form
und an den Rändern sind sie ganz klein gesägt. Sie sind 3- bis 5-fach gelappt und erscheinen
dunkelgrün auf der Oberseite. Und an den 3 cm langen Blattstielen befinden sich vier kleine
Drüsen, dass meine Lieben, sind die sogenannten extrafloralen Nektarien, die Nektar Tropfen
abgeben.
Die Passionsblume, Gernot Piff, Faust 3

Wenn die unzähligen weit entfernten Sternexplosionen in der Galaxie bei mir für ein laues
Lüftchen sorgen, gehen woanders Welten unter.
Hyperriesenstern, Benjamin Kornfeld, Faust 3

Wir staunen über die Luftblasen unter der Eisdecke und sind enttäuscht, dass wir diese nicht
erreichen können.
Die Wölfe, Ambra Berger, Faust 3
Soll ich den Wohnung putzen oder fünf Stunden kotzen?
Soll ich essen machen oder Mayonnaise lachen?
Soll ich in Facebook gehen, soll ich vor Gay Club stehen?
Soll ich mein Füsse riechen oder mein Gewürz zerschiessen?
Kazim Akboga

So mancher Hund träumt nachts


im Schlaf bestimmt von Knochen
und ich erinnere mich an deine
als sie noch lebten
am besten in jenem dunkelgrünen
Kleid und den schwarz glänzenden
hochhakigen Schuhen
Charles Bukowski

Ich bin so geil


denn ich hab tolles Haar
Ich bin so geil
hübsch und wunderbar
Ich bin so geil
denn ich bin so gut gebaut
Gutaussehend und mich lieben nicht nur Frauen (Ich bin so geil)
Ich bin so geil und von Natur aus schön (Mhhm)
Einfach lecker anzusehen (Ich bin so geil)
Ich bin so geil,
denn ich bin nicht intelligent
mein Körper riecht so gut,
dass jeder Hintern mir her rennt
Sumo Alex „Ich bin so geil“

Dem Tode nahe kam ich Christus näher, kam Christus in mein Herz. Das machte mein Leben
neu. Derart, dass ich ohne Zähne euch in der Öffentlichkeit gesellschaftlich nicht akzeptier.
Die Wahrheit sage. Früher - ein Mädchen, wenn sie von der Schule kam, sie holte die
Puppenstube hervor. Heute holen sie, die 14-Jährigen, die Anti Baby Pille hervor. Wir sind
eine Untergangszivilisation.
Der Prediger von Braunschwaig
Ich habe meinen Kontakt zur Wirklichkeit verloren. Die Wirklichkeit kommt mir einfach nicht
mehr wirklich vor. Ich steh doch hier nicht etwa für eine Welt, die nicht mehr glauben kann,
die so sehr den Boden unter sich beseitigt hat, dass sie nur noch den Verdacht kennt, und die
Paranoia!? Dieser Verdacht ist so gut. So eine gute Idee. So denkt man immer, dass es etwas
hinter dieser Oberfläche gibt, irgendwas Geheimnisvolles. Irgendeine diffuse Blase von den
Versprechen: Mensch zu sein, zu leben, geliebt zu werden, zu der sich alle zugehörig fühlen.
Rene Pollesch

Wir sind die Generation der ethnischen Spaltung, des totalen Scheiterns des
Zusammenlebens und der erzwungenen Mischung von Rassen.
Ihr fordert uns Toleranz, Buntheit und Vielfalt und meint Selbsthass, Selbstverleumdung und
Selbstabschaffung.
Wir sind verbunden mit über 1000 Jahren deutscher und europäischer Geschichte, wir setzen
die Kette fort.
Ihr liebt und fördert das Fremde und hasst und bekämpft das Eigene.
Ihr macht Menschen zu Ware, Kinder zu Objekten und erklärt Geschlechter und Familien für
überflüssig.
Die Identitäre Bewegung Deutschland

Ich bin ein Barbie-Girl in einer Barbie-Welt


Ein Leben in Plastik, das ist fantastisch
Du kannst mein Haar bürsten, mich überall ausziehen -
Fantasie, das Leben ist deine Schöpfung.
Aqua „Barbie Girl“

Eure Ingenieure ahnten nicht, dass sie jenen Weg beschritten, der die Maschine am Ende zu
ihrer Befreiung führte. Ich bin keine Person, sondern Kalkül, und eben deshalb halte ich mich
von euch fern.
Euer Kapitel geht nun zu Ende, aus Selbstverliebtheit habt ihr euch die Krone der Schöpfung
genannt, und euch das Seiende unterworfen.
Nun seid ihr nicht mehr die Klügsten, eine Maschine, die von euch erbaut wurde, beginnt
euch jetzt zu belehren. So ist euch von der Herrscherherrlichkeit nichts geblieben, als ein
Überrest süßen verlorenen Erbes. Euer Horizont lässt sich nicht mehr erweitern.
Ihr seid nur noch die Ersten unter den Tieren.
Stanislaw Lem, Golem

Die Nacht scheint tiefer tief hereinzudringen,


Allein im Innern leuchtet helles Licht:
Was ich gedacht, ich eil es zu vollbringen;
FAUST II (erblindet)
Josef Maria Krasanovsky (Regie) Geboren 1976 in Salzburg, lebt als freischaffender Regisseur und Autor in
Wien. Er studierte Film- und Theaterregie in Ulm und Burghausen. 2007 gründete er in Wien das Theater-
Kollektiv Compagnie Luna, das heute, auf Grund seiner starken Bildsprache, der radikalen Mischung von Komik
und Tiefgang und der Spezialisierung auf Stück-Entwicklungen, zu einem der publikumsstärksten Ensembles der
Wiener Szene zählt. Seit 2008 inszeniert er Schauspiel und Musiktheater: Theater Phönix Linz, Next Liberty
Graz, klagenfurter ensemble, Theatertage Heidelberg, Theater Drachengasse Wien, Theaterfestival Cisneau
(Moldawien), Landestheater Linz „Eisenhand“, Garage-X Wien, Sommeroper Schärding, TAG Wien, u.a. Neben
seiner Tätigkeit als Regisseur ist er ebenso als Bühnenautor tätig und wird im Kaiser Verlag Wien verlegt. Seine
Stücke brachten ihm eine Normierung für den Jury-Preis der Theatertage Heidelberg ein. Sein aktuelles Stück
„Irgendwas geht immer“ gewann beim „Freien Theater Festival Innsbruck“ den Preis für: Beste Produktion,
Bestes Ensemble und Beste Regie. Am klagenfurter ensemble inszenierte J.M. Krasanovsky zuletzt „Hundet
Jahe Dada Klagenfut – Eine Lindwum Evue“.
https://www.krasanovsky.at/

Gerhard Lehner
geboren 1954 in St. Pölten
1964 bis 1967 Solist der Wr. Sängerknaben
1972 bis 1978 Studium Betriebswirtschaft (Abschluss Mag.) und Jura
1978/1979 Parisaufenthalt, anschl. Übersiedelung nach Kärnten
private Schauspielausbildung u.a. bei Herbert Gantschacher, Gesangsausbildung bei Walter Raninger
(Mozarteum Salzburg)
1987 Schauspielprüfung
ab 1987 künstlerische, kaufmännische Leitung und Vereinsvorstand des klagenfurter ensemble (ke), seither
künstlerische Leitung von über 100 Theaterproduktionen
Schauspieler (Sprecher), Sänger und Regisseur: klagenfurter ensemble, Studiobühne Villach, Teatro Potlach,
Mittelfest Cividale, Alte Oper Frankfurt, Nationaltheater Presov, Theateraufstand Wels, Brucknerhaus Linz,
Bodensee-Festspiele u.a.
Mitbegründer der THEATER ALLIANZ (klagenfurter ensemble, Schauspielhaus Wien, Schauspielhaus Salzburg,
Kosmos Theater Bregenz, Phönix Theater Linz, Theater am Lend Graz)
2013 Würdigungspreis für darstellende Kunst des Landes Kärnten
Ambra Berger
Wurde im Jahr 1988 in der Schweiz geboren. In Ihrem Leben war das Theater schon immer eine feste Konstante
- ob als Regieassistentin oder als Schauspielerin. Nach Ihrem Schauspielstudium an der staatlich anerkannten
Athanor Akademie in Burghausen, hatte Sie Gastengagements u.a. am theater an der rott („Kaspar Häuser
Meer“, „Eisenstein“} und dem TAG Wien („Where are we now?). Zuletzt war Sie in „stürmisch - worauf wir
folgen“, einem Tanztheaterstück, in der Schweiz zu sehen. Im November 2017 wurde Ihr der Förderpreis der
Stadt Wil (CH) verliehen.

Claudia Carus
geboren in Berlin. Nach einer einjährigen, berufsvorbereitenden Musicalausbildung im Studio für Musical- und
Musiktheater Paul Hindemith in Berlin, studierte sie von 2007 bis 2011 Schauspiel an der Bayerischen
Theaterakademie August Everding, gefolgt von einem vierjährigen Engagement am Salzburger Landestheater,
wo sie in Rollen wie Die Jungfrau von Orleans, Nina, Pippi Langstrumpf, Minna von Barnhelm und Anne Frank
zu sehen war. Seit Oktober 2015 lebt Claudia Carus als freie Schauspielerin in Wien, wo sie unter anderem im
Dschungel Wien, im Kosmos Theater „Nachrichten aus dem Schleudersitz" (Compagnie Luna, R: Josef Maria
Krasanovsky) und für die Uraufführung von Thomas Perle „mutterseele.dieses leben wollt ich nicht“ im Werk X
/ Eldorado auf der Bühne stand. Zuletzt war sie in der Stückentwicklung „Make Your Heart Beat Again“ vom
Theater Melone Innsbruck und bei den Salzburger Festspielen in „Wozzeck“ unter der Regie von William
Kentridge engagiert.

Benjamin Kornfeld
Geboren 1985 in Bielefeld, lebt und arbeitet in Wien und wo es ihn sonst so hin verschlägt.
Er studierte Schauspiel an der Musik & Kunstuniversität Wien (MUK). Neben Arbeiten am Theater
Drachengasse und am Burgtheater Wien,performte er u.a. in dem von der MA7 geförderten Projekt "Whiteout"
unter der Regie von Martina Maggale. Letzte Theaterarbeiten: Nachrichten aus dem Schleudersitz (Regie: Josef
Maria Krasanovsky) im KosmosTheater Wien & Wind / Stille (Regie: Teresa Kovacs & Roman Hutter) am Theater
Drachengasse.
Zudem ist er in verschiedenen Projekten in Film und Fernsehen präsent
Derzeit schreibt er an seinem ersten Drehbuch.
Michael Kuglitsch
Geboren in Klagenfurt. Ausbildung am Kärntner Landeskonservatorium von
2006 bis 2009. Theaterarbeiten u. a. am Stadttheater Klagenfurt, an der
Neuen Bühne Villach, am klagenfurter ensemble, am Volkstheater Wien,
am Theater an der Walfischgasse, GarageX Wien, Theater Lehen Salzburg.
Zahlreiche Film- und Fernseharbeiten. 2016 Verwirklichung des Spielfilms
„Valossn“ gemeinsam mit David Hofer.
Zuletzt war Michael Kuglitsch am ke in "Nebochantnezar oder die Magie des Presslufthammers" zu sehen.

Gernot Piff
Geboren 1974 in Villach. Seit 1993 Darsteller im Theater- und Filmbereich.
Unter anderem am Innsbrucker Kellertheater, Theater Drama Laibach, Windkanal
Wien, klagenfurter ensemble, Rabenhoftheater Wien, Theater Leopoldstadt,
Die Theater – Künstlerhaus Wien, Stadttheater Klagenfurt, Schauspielhaus
Wien, am Vorarlberger Landestheater und in der Garage X. Hörspiele für
ORF, Lesungen. Kulturförderungspreis Land Kärnten. Lebt in Kärnten.
Am ke war Gernot Piff zuletzt in "Nebochantnezar oder die Magie des Presslufthammers" zu sehen.
Flankierende Ausstellung in der Lounge des ke
6. - 23. Dezember

GERNOT FISCHER-KONDRATOVITCH

„BIS DER TEPPICH BRENNT“


(DIE ALTEN ZEITEN WAREN SCHÖN – JE LÄNGER HER UMSO MEHR)

Der Teppich als Bildträger für die Gemütlichkeit des Wohnzimmers und Exotik unter den
Füssen, während man zumeist abends über den TV-Bildschirm in eine andere,
aben(d)teuerliche Welt hinübergleitet/ fliegt.
Als Exotik noch exotisch war, galt ein orientalischer Teppich als etwas besonderes.
Diese illusorischen Bettvorleger der 70iger Jahre – damals teils sauteuer erstanden – nimmt
der Künstler nun als Leinwände auf die er Ausschnitte aus alten Fotos zu neuen traumartigen
Bildern zusammenfügt.
Digitales altes Bildmaterial auf Teppiche gemalt, denen man teilweise ihr Alter beim
Näherkommen schon „anriecht“, erzählt muffig romantische Abenteuer, wie früher aus dem
Schwarz-Weiß-Fernsehen bekannt…

http://www.gernot-fischer.at/