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CHINA: ENTWICKLUNG IM 20.

JAHRHUNDERT BIS ZUM


SIEG MAOS

Referat LK Geschichte
am 12.11.10

Das Ende des Kaiserreiches:

Das Versäumnis einer politischen und militärischen Modernisierung besiegelte


kurz vor Ende des 19. Jahrhunderts das Schicksal des Kaiserreiches.
Die Dynastie hatte mit der Unzufriedenheit der eigenen Bevölkerung und
Herausforderungen aus dem Ausland zu kämpfen. Diese Herausforderungen
ließen das Kaiserreich schließlich scheitern, welches zuvor mehr als zwei
Jahrtausende bestand.

Boxeraufstand 1900/1901:

Allgemeine Situation:
Das Erzwingen wirtschaftlicher Privilegien von China, der anhaltende
innerchinesische Konflikt zwischen Reformern und Konservativen,
Naturkatastrophen und Hungersnöte führen zur Auslösung einer Krisenstimmung.
Die Boxerbewegung war eine chinesische Bewegung gegen den Imperialismus,
die Mandschu-Regierung sowie gegen Christen und Ausländer.

Kennzeichen:
- Lockere Organisationsstruktur; unabhängige Gruppen unter lokalen
Führern verteilt über das ganze Land.
- Großer Zulauf von der bäuerlichen Bevölkerung aufgrund von Armut.
- Kollektive Massentrancen unter dem angeblichen Einfluss volksreligiöser
Götter
- Unverwundbarkeitsrituale, von denen unter anderem Schutz vor modernen
Feuerwaffen erhofft wurde

Niederschlagung der Bewegung:


Eroberung Pekings durch amerikanische und europäische Truppen am 13. August
1900.
Januar 1901:Akzeptieren der Forderungen der Kolonialmächte durch den
chinesischen
Kaiserhof (Boxerprotokoll)

Die letzen chinesischen Kaiser:

Kaiser Guangxu und seine Frau Cixi starben 1908 innerhalb von zwei Tagen.
Cixi bestimmt als Nachfolger den zweijährigen Großneffen Pu Yi. (Vater
übernimmt Herrschaft)

Xinhai- Revolution 1911:

Sie bedeutet das Ende der Quing-Dynastie und damit auch das Ende des
Kaiserreiches. Republikanische Rebellen führten am 10. Oktober eine Revolution
in Wuchang durch, die sich schnell über das ganze Land ausbreitete. Man rief
eine Militärrepublik und die Republik für ganz China aus, doch weite Teile Chinas
wurden nun von lokalen Machthabern sog „warlords“ kontrolliert.
Am 12.02.1912 dankte Kaiser Pu Yi auf Druck des Militärführers Yuan Shikai ab;
dieser war somit der erste Präsident der Republik China.
Yuan lässt 1913 die GMD verbieten und Anfang 1914 löst er auch das Parlament
auf.
1916 proklamierte er sich selbst zum Kaiser und stirbt noch im gleichen Jahr.

Bewegung des 4.Mai 1919:

Die Bewegung vom 4. Mai 1919 war eine machtvolle Kulturbewegung von
Intellektuellen, Studenten und Menschen aller sozialen Schichten. Sie war
gekennzeichnet durch aufkommende sozialistische und nationalistische
Gedanken.

Demonstration von über 3.000 Studenten in Peking gegen japanische


Aggressionen, und der Abtretung der Provinz Kiatschou an Japan nach dem
Ersten Weltkrieg.
Forderungen: westl. Werte wie Demokratie, Gleichheit und Freiheit für die
Wissenschaft.

Folgen: Gemeinsamer Ausdruck von Wünschen der chinesischen Bevölkerung


förderte die Einheit der Nation. → 1921 Entstehung der Kommunistischen
Partei Chinas (KPCh)

Weg zur Einigung Chinas

Sun Yat-sen gründet 1921 die Guomindang (GMD, Nationale Volkspartei) neu.
Die Republik wandte sich mehr und mehr der jungen Sowjetunion zu.
→ 1923 offizielles Bündnis zwischen der GMD und KPCh
1925 Sun Yat-sen stirbt
→ Chiang Kai-shek (ehem. milit. Berater Suns) übernimmt die Führung
der GMD
→ gemeinsamer Nordfeldzug 1926 für die Einheit Chinas (südliche
Republik gegen nördliche Machthaber)

Machtkampf zwischen GDM und KPCh

1927 Am Ende des Nordfeldzugs bricht das Bündnis und die GMD schlägt die
Arbeiterbewegung in Shanghai blutig nieder.
→ Beginn einer brutalen Säuberung durch die GMD
→ Kommunisten fliehen in die Berge und bauen dort ihre Stützpunkte auf

1928 Weitgehende Wiederherstellung der staatliche Einheit (Nanjing = neue


Hauptstadt)
→ Trotz vieler Anstrengungen und Erfolge keine hinreichende Stabilität

1930 Chiang erlangt die Oberhand über die Gegner in eigenen Reihen
Aber: Er schafft es nicht, den Bürgerkrieg mit den Kommunisten und der
roten Armee erfolgreich zu beenden wegen der Partisanentaktik von Mao
Zedong

1935 Kommunisten können dem Druck nicht mehr standhalten


→ „Langer Marsch“ der roten Armee nach Yan'an in Nord-Shaanxi (12000
km; von ca. 90.000 Soldaten kamen nur ca. 7.000 bis 8.000 Soldaten ans
Ziel)
→ Mao Zedong wird Führer der KPCh und blieb es bis zu seinem Tod 1976

Äußere Bedrohung durch Japan


Auf Grund der expansionistischen Politik Japans wurde am 18.10.1931 der
Mukden-Zwischenfall inszeniert:
Vorwand, die Mandschurei und Teile Nordchinas zu annektieren.
→ Gründung des Marionettenstaats Mandschukuo mit Kaiser Pu Yi an der
Spitze
Chiang konnte angesichts dieser Bedrohung nicht alle Truppen gegen die
Kommunisten zusammenziehen und es wurden kritische Stimmen innerhalb der
Partei laut, den Bürgerkrieg zu beenden.
→ Chiang wird zu Verhandlungen mit den Kommunisten gezwungen.
→ Vereinigung der beiden Armeen

7. Juli 1937 Krieg zwischen Japan und China


Einzug der Japaner in die chinesische Hauptstadt, sie richten ein Massaker an.
→ Chongqing wird zur Kriegshauptstadt

Der antijapanische Widerstandskrieg wurde durch den japanischen Angriff auf


Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 und den dadurch ausgelösten Kriegseintritt
der USA (, der die Kämpfe zu einem Teil des Pazifischen Krieg werden lies)
entschieden.
Nach Eintritt der Sowjetunion in den Pazifischen Krieg, dem Atombombenabwurf
und der anschließenden Kapitulation Japans am 15.08.1945 war auch der Krieg
in China zu Ende.

Bürgerkrieg zwischen der Guomindang und den


Kommunisten

Chiang Kai-shek kämpft gegen die Rote Armee und die Bauernguerilla.
→ Versuche von Amerika zu vermitteln, zum Scheitern verurteilt.
In einigen Großoffensiven gelang es der Volksbefreiungsarmee (VBA), wie die
komm. Streitkräfte seit 1946 genannt werden, Peking und weitere Städte im
Norden einzunehmen.
Nach mehreren Feldzügen nach Südchina wurde die GMD schließlich bei der
Huaihai-Schlacht so geschwächt, dass sie sich mit den Resttruppen und ca. 2 Mio.
Flüchtlingen nach Taiwan zurückziehen musste.

Am 1. Oktober 1949 ruft Mao Zedong die Volksrepublik China aus.

Quellenverzeichnis:

Dabringhaus, Sabine, Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert, München 2009


Fenby, Jonathan, Das chinesische Kaiserreich, Hamburg 2010
Klein, Thoralf, Geschichte Chinas, Paderborn 2007
Schmidt-Glintzer, Helwig, Das neue China: Von den Opiumkriegen bis heute, München
1999